By | März 23, 2016 | Last update on März 24, 2016

Pro-X elements Regenjacken

Komfortweltmeister im Regen

Pro-X elements Jayden Regenjacke

Die Jayden Regenjacke mit der Nummer 6450 von Pro-X elements haben wir dem Hersteller auf der Eurobike-Messe abgeschnorrt.
Voller Vorfreude machten wir uns an den Test, denn abgesehen davon, dass es sich um eine elastische Regenjacke handelte, liegen die Pro-X elements-Produkte, auch was ihr Preis-Leistungsverhältnis angeht, im Spitzenfeld.

Das getestete Exemplar ist schreiend gelb, an den Ärmeln und auf dem Rücken wird die Warnwirkung noch durch reflektierende Längsstreifen verstärkt.

Obwohl die Kapuze nicht im „Sturmstil“ gestaltet ist, das heißt, den Mund nicht völlig bedeckt, kann sie an 3 Stellen verstellt und natürlich kann sie dank des Reißverschlusses auch abgenommen werden. Die Einstellung fürs eigene Köpfchen beginnen wir hinten nicht mit dem üblichen Gummi, sondern mit einem Klettverschluss. Und der ist wirklich gut zu bedienen, ja sogar in Handschuhen kein Problem. An der Seite kann man sie mit je einem Gummiband enger stellen bzw. ist vorne auch noch eine Versteifung angebracht. Dadurch schlagen uns weder Regen, noch der Stoff selbst nicht ins Gesicht, wenn es denn ein wenig windig ist. Von der Größe her passt die Kapuze nicht über den Helm, aber diese Option hat mich außer beim Felsklettern ohnehin noch nie interessiert.

Die Dichtheit des vorderen Reißverschlusses wird nicht durch eine Verschweißung, sondern durch einen Aufschlag mit Klettverschluss gewährleistet.

Die Taschen sind kleiner als allgemein üblich. Konkret gibt es 2 Stück. Eine ist hinten auf der rechten Seite zu finden, sie ist absolut wasserdicht, mit verschweißtem Reißverschluss und vor allem für Wertsachen zu empfehlen. Bewegt man sich, kann man die Tasche mit einer Hand öffnen. Für das Hochziehen des Zipps braucht man aber zwei. Die zweite ist eine Brusttasche, die sich hinter der Stoffleiste des vorderen Reißverschlusses befindet. Ihre Größe ist ganz OK, ein iPhone 5 passt problemlos, auch ein 6er passt, so glaub ich, noch hinein. Hier fehlt aber ein Klitzekleinigkeit: die Öffnung für das Kabel der Kopfhörer.

hátsózip

Der Taschenmangel wirkt sich noch bei einer anderen Sache aus: bei die Durchlüftung. Viele Hersteller machen ihren Jacken Schlitze in die Achseln, damit die zweite Haut atmungsaktiver ist, wie es so schön heißt, oder sie gestalten die Taschen so aus, dass sie auch eine Lüftungsfunktion übernehmen. Die Pro-X-elements-Jacke hat es also nicht so sehr mit der Luft, folglich wird es untenrum ein wenig dunstig, wenn wir uns heftiger bewegen.

4way-Stretch – Bewegungsfreiheit auch im Regen

Was bei dieser Jacke besonders zu erwähnen ist, ist ihre Flexibilität. Regenbekleidung ist selten flexibel, meist erschöpft sie sich in einem steifen Überwurf. Dieses Stück ist aber aus Stretch-Stoff, der sich in 4 Richtungen dehnt (darum TPX 4way) und deshalb für jeden Sport hervorragend geeignet. Nach dem Schnitt zu urteilen, ist das Zielpublikum am ehesten unter den Bikern zu suchen, ist doch die Jacke hinten länger als vorn. Die Ärmel sind entsprechend lang, rutschen also auch beim Dauerradeln nicht hoch. Die Manschetten können mit Klettverschluss eng gestellt werden, was im Regen auch gemacht werden sollte, wenn man nicht will, dass Wasser eindringt. Beim Gebrauch in der Stadt lugte mein Pullover wegen des sportlichen Schnitts der Jacke unten hervor, was im Regen nicht besonders angenehm ist.

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Wassersäule

10.000 mm/m2 ist der Wert, der vom Hersteller angegeben wird. Das ist ein Wert, der einen für längere Zeit und auch bei einem Wolkenbruch trocken hält. Bei mehrmaligem Gebrauch stellte ich fest, dass die Ärmelenden innen nass wurden. Zwei Dinge schienen mir verdächtig: Entweder drang das Wasser bei den Manschetten ein oder beim Schnitt wurden die Textilteile, die hier aufeinander treffen, nicht gut verschweißt. Um ehrlich zu sein, vermochte ich den Grund nicht genau festzustellen. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass bei einer längeren Radtour (1 Stunde) in starkem Regen bei den Manschetten immer etwas Nässe eindringt.

Die Pro-X elements Jayden-Jacke ist auch für den Multisport-Gebrauch geeignet, ihr Haupteinsatzgebiet ist aber doch das Radfahren. Trotz des sportlicheren Schnitts empfehle ich sie ruhigen Herzens auch durchaus den Fortbewegungs-Radlern, da es sich bei der Jacke wegen ihrer Elastizität um eine der bequemsten handelt, die ich jemals getragen habe.

Die Jayden-Jacke ist ab März 2016 erhältlich. Schnappt euch eine!

6135 Trient Regenjacke

Der zweite Joker aus der Produktpalette von Pro-X elements ist ein Helferlein von Spitzenklasse, das auf den Namen Trient hört. Ich liebe diese leichten Regenjacken, die man auf Handgröße zusammenfalten und in die Rückentasche eines Radtrikots stecken kann und die ich, bevor es länger bergab geht, schnell überziehe. Sicher kennt auch Ihr diese Jacken, ja verwendet irgendwelche davon. Auf der Großglockner Hochalpenstraße werden sie regelmäßig wegen der schon erwähnten Eigenschaften getragen. Ich hab nur ein Problem mit ihnen: Sie halten im Allgemeinen nur den Wind ab. Eine Regenjacke kann man nicht mehr in die Trikottasche stecken, dazu braucht man dann schon einen Rucksack.

Ein Regenmantel groß wie eine Männerhand

Die Pro-X elements Trient kann genau das, was ich schon lange suche. Das 160 g leichte Exemplar hält einer Wassersäule von 10.000 mm stand und hat auch noch eine Belüftungskapazität von 3.000g/m²/24h. Wenn ich das Material an den Mund halte und draufblase, spüre ich auf der anderen Seite die Luftbewegungen. Weil die Jacke fürs Radfahren optimiert wurde, ist sie vorne kürzer und hinten länger geschnitten. Bei Trient handelt es sich um eine minimalistische Sportjacke, wir dürfen außer der Wasserundurchlässigkeit und ihrer Leichtigkeit keine anderen Spielereien von ihr erwarten. Dennoch hat man den Kragen mit weichem, samtigem Material gefüttert, was ein samtiges Tragegefühl sicherstellt. Die Manschetten und der Saum der Jacke sind mit einem Gummi versehen. Die reflektierenden Elemente, die sicherheitstechnisch besonders wichtig sind, sind in Streifenform bzw. in Form eines Logos an mehreren Stellen angebracht wie vorne entlang des Reißverschlusses und hinten am Kragen.

Der Regen- und windfeste Wundermantel kann in ein handgroßes Säckchen gefaltet und anschließend in der kleinsten Tasche untergebracht werden! Wenn man sie dann nur wiederfindet…

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In action

Natürlich hatte ich die Jacke immer irgendwo im Rucksack oder in der Tasche, um sie auch auszuprobieren, wenn sich denn die Möglichkeit ergäbe. Der Regen im September, Oktober bot zahlreiche Möglichkeiten, um sie ausführlich zu testen.

Eines Tages schlug mir auf dem Nachhauseweg eine richtige Sintflut ins Gesicht – schwupps hatte ich die Wunderjacke auch schon übergezogen. Es hatte rund 10 Grad, ich trug einen Pullover und auch eine Softshelljacke, darüber zog ich nun die wasserfeste Schicht. Es ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass ich von einer weiteren Schicht stark zu schwitzen begann. Eine wunderbare Testumgebung!

In dieser Aufstellung strampelte ich 20 Minuten durch den Regen, das ganze hab ich seitdem noch 2-3x wiederholt. Trotz der außergewöhnlich guten Belüftung der Jacke hatte ich ein stickiges Gefühl, aber unter solchen Umständen ist das ganz normal. Ich fühlte nirgendwo eindringende Nässe, das erste, was ich, zuhause angekommen, tat, war eine genauere Überprüfung der Dichtheit.
Die obere Hälfte der Jacke war vollständig trocken, nicht einmal bei den Manschetten war Wasser eingedrungen. Eine Fünf-Plus!
Gesondert gilt es zu erwähnen, dass der Schnitt dem Zweck vollkommen entspricht. Die Ärmel sind verlängert und rutschen dank der Manschetten mit Gummizug während des Radelns nicht hoch.

Die Pro-X elements Trient Regenjacke ist wirklich professionelles Zeug. Sie konzentriert sich aufs Wesentliche und vermeidet jede Art von Schnörkeln. Auf einer Trans-Slovenia-Tour im nächsten Jahr wird sie sicher mit dabei sein.

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ÜBER TEST UND TIPPS

Hier findest du wahre Meinungen von Outdoor Freaks, die nicht nur das Positive erzählen. Wenn wir aber sagen, dass ein Produkt cool ist, kannst du es ruhig glauben.

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