By Andras Kakuk | Februar 16, 2016 | Last update on Februar 16, 2016

SmellWell Geruchskiller

Die perfekte Wunderwaffe im Interesse einer harmonischen Familie

Ammi Schaffler wurde von einer unzügelbaren Inspiration getrieben, die von den Fußballschuhen ihrer Söhne, genauer von deren Geruch, ausgelöst worden war. In unserem Fall hätten die Kletterschuhe des Schwagers der Katalysator sein können, denn diese vertrieben selbst unter freiem Himmel noch alle Raubtiere und Aasfresser.

Smellwell im Paar. Phot Credit: Adam Simon
Smellwell im Paar. Phot Credit: Adam Simon

Das Endprodukt der Inspiration, das es heute schlicht verpackt zu kaufen gibt, ist SmellWell. Ammi verspricht, ihr Produkt vertreibe auf ewig und drei Tage (bis zum nächsten Gebrauch) intensivste Duftnoten. Das wollte ich ausprobieren und leierte ihr auf der ISPO 2015 zwei SmellWell-Beutelchen, nennen wir sie mal liebevoll Käsefußneutralisatoren, aus dem Kreuz. Meine Frau sah dem Test voller Erwartung entgegen.

Die verschiedenfarbigen und mit verschiedenen einfallsreichen Mustern versehenen Textilsäckchen verströmen den Duft einer Frühlingswiese. Aber keine Angst, es ist kein durchdringender künstlicher Geruch wie bei Fichtennadellufterfrischern oder Klosprays.

Dennoch verzaubert einen das Wundertütchen nicht mit seinem Duft. Der Geruch ist nur die leicht wahrnehmbare Rückversicherung, dass das Zielobjekt wieder in fast knackfrischem Zustand ist.

Der Inhalt der SmellWell-Säckchen fällt unter „Geschäftsgeheimnis“. Ammi wollte nichts über die Zutaten verraten, deshalb können wir hier nur feststellen, dass sie mit einem sandartigen Material gefüllt sind, das nicht nur unangenehme Gerüche neutralisiert, sondern auch Feuchtigkeit in sich aufnimmt. Das kann besonders nützlich sein, wenn man keine Möglichkeit hat, die Schuhe zu trocknen. In solchen Fällen können die Treter ganz schön sauer werden, was ihr Potenzial zur chemischen Kriegsführung um den Faktor 2 erhöht.

Die Saugfähigkeit musste ich dann auch gleich ausprobieren. Rund 50 ml Wasser wurden innerhalb einer Minute aufgesaugt, der Teller war nach dem Experiment trocken. Faszinierend!

Angesoffen kann man mit dem Tütchen natürlich nicht viel anfangen; wenn es getrocknet ist, muss man aber nur die Kristalle, die sich in ihm gebildet haben, zerdrücken, und schon ist die Wunderwaffe wieder einsatzbereit.

Das ist einer der großen Vorteile von SmellWell gegenüber den weit verbreiteten Geruchskillern in Sprayform. Diese wissen nämlich mit der Feuchtigkeit nichts anzufangen.

SmellWell wurde außerdem auf 150 giftige Chemikalien untersucht, Tragödien sind also ausgeschlossen, wenn der eigene Wonneproppen mal die Säckchen aus den Schuhen stibitzt und als Lollipop verwendet.

Das kleine geblümte Säckchen bestand auch auf Anhieb den Gestankstest. In dem Fall, dass sich das Wundertütchen mit gnadenlos penetrant müffelnden Schuhen herumschlagen muss, kann es sein, dass es selber den Geruch annimmt. Ammi empfiehlt, SmellWell dann an die frische Luft zu bringen, wo es sich erholt und nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit ist.

Seit dem ersten Test vor einem Jahr verwende ich mein SmellWell regelmäßig in meinen Kletter-, Rad- und Laufschuhen. Glaubt mir, es gibt keinen größeren Segen als diese zwei kleinen Säcken, nach einem langen Sommertag in die Five Fingers gesteckt!

Die Geruchskillersuperhelden beginnen nach rund 6 Monaten zu schwächeln, bis dahin halten sie dem Gestank aber unerschütterlich stand. Auch danach muss man sie nicht wegwerfen, nur ziehen sie sich aufs Altenteil zurück und brauchen für ihre Arbeit halt ein wenig länger.

Heuer hab ich mir neue besorgt, um mit neuer käsefußneutralisierender Kraft weiterkämpfen zu können. Meine neuen SmellWell-Säckchen sind in wunderschönem Blau gehalten – das 2016er Modell!

Photo: Adam Simon
Photo: Adam Simon

 

9,95 €

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ÜBER TEST UND TIPPS

Hier findest du wahre Meinungen von Outdoor Freaks, die nicht nur das Positive erzählen. Wenn wir aber sagen, dass ein Produkt cool ist, kannst du es ruhig glauben.

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