By Benecz Ferenc | September 19, 2016 | Last update on September 19, 2016

Top 5 Eurobike 2016 – Die erste Liste

5 Produkte, die es uns angetan haben...

#1 Das kleinste „Schloss“ der Welt

Von Jahr zu Jahr gibt es neue Ideen zum Schutz unseres Drahtesels. Es gibt schon etwas, das mit unserem Smartphone kommuniziert, etwas, das unverwüstlich ist und dann gibt es auch viel Realitätsfremdes… und… das Allerwinzigste der Welt.

Ich trag‘ ein Schloss in meiner Hand!

Das Hexlox ist so klein, dass man es in meiner Hand, die groß ist wie eine Bäckerschaufel, kaum bemerkt. Es handelt sich eigentlich gar nicht um ein richtiges Schloss, weil es „nur“ auf einzelne Teile des Rades unbemerkt aufpasst. Die Idee ist einfach: Damit dein Sattelrohr und dein Sattel sowie deine Räder nicht gestohlen werden, muss man sie nicht unbedingt abschließen. Es reicht, wenn man sie einfach nicht abmachen kann. Hexlox ist ein Teil, das sich magnetisch in den Köpfen der Inbusschrauben festsetzt und diese gänzlich ausfüllt. Dadurch kann kein Inbusschlüssel angesetzt und somit das Teil nicht abmontiert werden! Um das Schloss zu entfernen, benötigt man einen speziellen Minischlüssel, der klein genug ist, um ihn bei sich zu tragen. Zu jedem Schloss gibt es einen Schlüssel mit Nummer bzw. einen dreistelligen Code. Der Hersteller produziert verschiedene Schlüssel, die nach Zufallsprinzip in den Handel kommen, damit man nicht alles mit dem gleichen Schlüssel aufmachen kann.

Und funktioniert das auch wirklich? Nachdem das Dingens fast unsichtbar ist, wird man dein Fahrrad wohl auch bei Verwendung des Minischlosses nicht mit einer Trompete verwechseln… außerdem würde es uns interessieren, wie viele dieser Schlösser gleich bei der ersten Verwendung verloren gehen…

PS.: Wir haben einige Minuten gebraucht, um das Minischloss wieder abzukriegen. Man kann verschiedene Pakete wählen, die mehrere Schlüssel bzw. Schlösser enthalten, dennoch bin ich mir sicher, dass ich innerhalb eines Tages alle Minischlüssel verlieren würde…

#2 Retrofeeling, moderner Inhalt

Eine kalifornische Firma, Marin, ist schon lange eine meiner Lieblingsmarken. Ihre Lässigkeit, der Stil, die Form der Bikes stehen mir nah. Außerdem war eine Seite ihres Messestandes heuer als Barpult eingerichtet, dessen Rückwand ungefähr 4 Meter hoch mit dem eigenen „Markenbier“ vollgeräumt war. Darauf mussten wir einen trinken…

Retrostil, moderner Inhalt
Ihr neues voll gefedertes Wildtier habe ich auch bei den MediaDays schon schweren Herzens wieder zurückgegeben, doch jetzt blieb ich vor einem anderen Rad wie versteinert stehen. Nun versuchten meine trüben Augen sich am Model Pine Mountain satt zu sehen. Es handelt sich dabei eigentlich um jenes Rad, das ich mir seinerzeit, in der grauen Urzeit der Mountainbikes, zusammenbauen wollte, nur fehlten mehrere Teile dazu. 27,5×2,9 Zoll Ballonreifen für den besseren Komfort, Cromoly-Rahmen (flexibel, dennoch stabil, fast unkapputbar), Scheibenbremsen (denn unter allen Umständen bedarf es großer Bremskraft) und 1×10 Gänge (wozu denn vorne ein Umwerfer, würde der doch alles durcheinanderbringen!?). Braucht man auf einem durchschnittlichen Track mehr als das? Ein schlichtes Bike, das minimalen Service benötigt…

#3 Klug optimierte Scheibenbremse

Von den prämierten Produkten der Eurobike ist mir die neue Scheibenbremse von Magura in Erinnerung, die nicht mit ihren technischen Neuerungen begeistert, sondern eher mit der logischen Denkweise hinter Entwurf und Ausführung.

Mehr Bremskraft dort, wo man sie benötigt
Es gibt leichte Scheibenbremsen, deren Bremskraft bei extremerem Gebrauch doch ein wenig schwach ist, und es gibt welche, die für härteren Gebrauch gemacht wurden, über große Bremskraft verfügen, doch ihr Gewicht ist nicht von schlechten Eltern. Deshalb musste man bisher bei einem Rad, das man für Allmountain oder Trail verwenden wollte, Kompromisse schließen – man entschied sich für schwächere oder stärkere, aber schwerere Bremsen. Die MT Trail Carbon-Bremse vereint die zwei Extreme: vorne mit 4 Bremskolben (Modell MT7) und hinten 2 Kolben (Modell MT8). Denn man benötigt die hohe Bremskraft sowieso vorne (dort befinden sich die 4 Kolben) und hinten reicht dann auch weniger.

#4 Federleichte Treter

Früher habe ich nie verstanden, wozu es gut sein soll, dass die Unternehmen die Sportkleidung ständig leichter und leichter machen wollen, bis ich einmal abwog, was für Gewicht ich denn beim Radeln mit mir „herumzuschleppen“ habe (Schuhe, Socken, Hose, Trikot, Handschuhe, Helm, Brille, Rucksack, da hat man gleich ein paar Kilos beisammen, besonders bei XXL). Bald verstand ich den Sinn von 50-100-200 Gramm weniger hier und dort… deshalb schaue ich mir alle Neuheiten, die es in diesen Bereichen gibt, mit Vorliebe an.

Das ist gerade mal mehr als nichts
Mir fielen auch auf dem Stand von Giro, das vor allem für Helme bekannt und berühmt ist, die Schuhe auf, die auf einer Waage standen. Eigentlich fiel mir die Anzeige der Waage auf, die 140 Gramm anzeigte. So viel wiegt nämlich ein Schuh des Modells Factor Prolight, das derzeit aber nur als Prototyp vorliegt. Das ist weniger als 3 durchschnittlich schwere Eier… oder ein mittlerer Apfel… es ist also nahezu nichts. Die Schuhe bestehen aus luftdurchlässigem Material. Und auch das neu entwickelte Techlace-System ist an ihm zu finden – bei ihm werden Gummischuhbänder mit einem Klettverschluss kombiniert. Ich bin kein Rennradler, aber diese Schuhe…? Juhui!

#5 Hupe und Scheinwerfer auf Knopfdruck

Die E-Bikes erobern Herzen und Straßen im Laufschritt und mit ihnen auch das E-Bike-Zubehör. Doch die meisten davon sind nur dem Namen nach Produkte für dieses Segment, sie nutzen die Eigenschaften des E-Bikes nicht wirklich aus. Das Unternehmen Supernova traute sich jedoch, weiter zu denken, und aus einer einfachen Idee wurde eine elektrische Hupe und der Scheinwerferschalter für unsere Lampe.

Hup- und Scheinwerferknopf im Bremshebel verbaut

Der Taster besteht wirklich nur aus zwei Knöpfen, nicht mehr. Die Großartigkeit dieser beiden Knöpfe entstammt ihrer Ausgestaltung und Anbringung. Der Körper aus Carbon ist nicht nur stabil und leicht, sondern hält auch der UV-Strahlung stand. Dank seiner Ausgestaltung kann er dort angebracht werden, wo die Schelle für den Bremshebel angebracht ist. Deshalb ist das Gerät wunderbar zu bedienen. Die Leitungen wurden so gestaltet, dass man alle ohne Werkzeug anbringen kann und natürlich sind auch diese wetterbeständig.

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ÜBER TEST UND TIPPS

Hier findest du wahre Meinungen von Outdoor Freaks, die nicht nur das Positive erzählen. Wenn wir aber sagen, dass ein Produkt cool ist, kannst du es ruhig glauben.

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