By Kakuk András | September 27, 2016 | Last update on September 27, 2016

Unsichtbares Fahrradschloss

Es ist stets eine große Freude, wenn man auf der Eurobike zufällig mit einem Landsmann zusammentrifft, besonders, wenn er dir einen Schnaps anbietet und etwas Interessantes ausstellt.

Wir haben Csaba Holló wirklich völlig zufällig getroffen, er versuchte die Ausstellungsbesucher von einem selbst entwickelten, unsichtbaren Schloss, das im Sattelrohr steckt, zu begeistern.

Die Wichtigkeit eines Fahrradschlosses steht außer Frage, doch welches es nun sein soll, darüber wird viel diskutiert. Die guten, sicheren sind klein oder fürchterlich schwer und schauen am Rad dann doch ein wenig klotzig aus.

Daran wollten viele schon etwas ändern, z. B. die Firma Seatylock. Sie hat sich als erste an einem Schloss im Sattelrohr versucht. Der Nachteil davon ist, dass es sich dabei eigentlich um einen speziellen Sattel handelt, der – ehrlich gesagt – ziemlich hässlich ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass in Sattelbereich jeder auf etwas anderes schwört. Bei Seatylock ist das jedoch nicht möglich.

Dieses Konzept hat der Entwickler wohl weitergedacht, ist es doch ungleich praktischer, wenn jeder auch weiterhin seinen eigenen, geliebten Sattel verwenden kann.

Unsichtbares Fahrradschloss

Das Schloss mit dem Namen Lockinvisible ist von außen wirklich nicht zu sehen. Es ist nur ein strapazierfähiges Sattelrohr aus rohem Stahl zu sehen, sonst nichts.

Nehmen wir das Sattelrohr heraus, können wir den Clou entdecken. Der Prototyp ist ein Schloss, das aus ineinander schiebbaren Stahlrohren besteht, die mit Gelenken, die um 360 Grad gedreht werden können, verbunden sind. Das ist sehr wichtig und nützlich, denn die meisten drehbaren, klappbaren Schlösser können nur in eine, maximal zwei Richtungen gedreht werden, was ihre Verwendung sehr schwerfällig macht.

Von dem Schloss, das es in 2 Größen gibt, ist auch die kleinere Variante groß genug. Sie schlägt die kleineren und mittleren Bügelschlösser und auch die Faltschlösser. Das Gewicht ist jedoch höher, als das bei ähnlichen Schlössern üblich ist. Für die Ausstellung wurden zwei Prototypen aus säurebeständigem Stahl gefertigt:

100 cm – 1,5 kg
140 cm – 1,9 kg

Quelle: Paraferee - Mozgásvilág.hu

Die Idee ist elegant, praktisch, doch nachdem das Schloss eigentlich nur ein Konzept ist, leidet es noch ein wenig an Kinderkrankheiten. Z. B. dass die Rohre verrutschen, wenn wir den Sattel wieder einstecken und deshalb von innen auf den Rahmen schlagen. Dieses Problem löst der Entwickler mit einem Schwammrohr, das man zuschneiden und in den Rahmen stecken muss. Es hindert das Rohr daran, auseinander zu rutschen.

Quelle: Paraferee - Mozgásvilág.hu

Das Ganze ist jedoch eine ziemlich fummelige Prozedur, besonders, wenn später der Schwamm aus irgendeinem Grund getauscht werden muss… insbesondere, wenn man daran denkt, dass der gleiche Effekt auch mit einem einfachen Gummistopfen am Rohr erzielt werden kann.

Vorerst hat Mister Holló nur ein Schloss mit 27 mm Durchmesser im Programm, das kann natürlich, wenn Bedarf besteht, leicht geändert werden. Dass Bedarf bestehen wird, hoffen wir, denn wir würden es auch gerne testen.

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