By Kakuk András | November 4, 2016 | Last update on November 4, 2016

CAMP Ergo Belt

Dieser Wanst-Ranzen gefällt allen.

Der Laufsherpa für Amateure

Grundsätzlich versuche ich ohne jedes Tragebehältnis zu laufen. Ich gehöre zu jenen, die das Laufen ohne irgendwelches Brimborium am liebsten haben. Keine Musik und kein Handyhalter am Oberarm. Man muss jedoch zugeben, dass es Situationen gibt, in denen der rechte Ort des Autoschlüssels nicht unbedingt die Hosentasche ist. Aber irgendein Gürteltäschchen schnallt man sich dann auch nicht sonderlich gerne um.

CAMP Ergo Belt Test

Wir haben dieses italienische Produkt irgendwie zur rechten Zeit ergattert. Es gefällt selbst Fetischisten von „se nors fees“, und – was noch wichtiger ist -, es ist auch technisch gesehen mehr als ein Telefonhalter.

Die Platzausnutzung ist perfekt. Telefon, Schlüssel, Halbliter-Trinkbeutel, all das hat Platz. Das hintere Fach ist ausgesprochen einfallsreich. Dort kann man sehr leicht seine Trinkflasche unterbringen. Es gibt keinen Reißverschluss, nur in der Mitte eine Naht. Die Trinkflasche kann man von beiden Seiten ganz leicht einschieben und sie bleibt auch an ihrem Platz. Dem äußeren Fach mit Reißverschluss kann man allerlei Wertsachen anvertrauen. Mein Hauptaugenmerk beim Test lag darauf, inwiefern sie mich wohl beim Laufen stören würde?

Camp Ergo Belt

Das erste Mal probierte ich sie bei einem Tempo von rund 5 min/km aus. Ich probierte sie vorne, hinten, unter dem Shirt, doch sie bewegte sich, rutschte, ja kam in direkten Kontakt mit der Haut, auf der sie auch anständig kratzte. Schnell war klar, dass man sie über dem Shirt tragen muss, doch was war nun die ideale Position? Nach der ersten Enttäuschung machte mich ein Freund, der schon eine gefunden hatte, auf die Lösung aufmerksam:

Die Tasche muss man an der Seite anbringen. In dieser Position bleibt sie auch bei höherem Tempo dort, wo sie sein soll.

Bei meinem nächsten Lauf trug ich die Tasche wie vorgeschlagen, in ihr befanden sich ein iPhone 6, ein Ausweis, ein 0,15 l Trinkbeutel – und sie störte auch bei den schwungvollen Bergabläufen im 4-Minuten-Tempo keineswegs.

Profi Ultraläufer Peti Héjja

Der CAMP Ergo Belt ist eine Gürteltasche für Läufer, doch ist sie eigentlich für jede Betätigung draußen perfekt geeignet. Was mir besonders gut gefiel, dass sie im Gegensatz zu den von mir bisher benützten Gürteltaschen, mit einem angenehm breiten, 4 cm Gurt in der gewünschten Position festgemacht werden kann. Man kann sie nach Bedarf auf der Bauchseite und über der Taille tragen. Der Gurt hat einen Klettverschluss, das Material klammert sich auf voller Länge ineinander und wird auch während des Laufens nicht locker, wie das mit vielen Modellen mit Schnalle geschieht. Ich weiß nicht, wer welche Erfahrungen gemacht hat, aber ich habe zwei solcher Gürteltaschen im Schrank liegen und verwende sie eigentlich kaum mehr.

Die zwei wichtigsten Dinge, durch die eine Gürteltasche „funktioniert“, sind:

dass der Gurt nicht hin- und herrutscht und man nicht dauernd daran zerren muss, weil ich davon verrückt werde. Das kommt leider bei den Taschen mit den Schnallen leicht vor.

Die zweite sehr wichtige Sache ist, dass der Gurt einen nicht einschneidet. Das hängt natürlich sehr davon ab, wie groß der Stauraum in der Tasche sein soll. Wenn wir nur eine Halbliter-Trinkflasche, einige Gelees, ein Telefon (ein Schlüsselchen, ein kleines, das schön klingelingt…) mitnehmen, hat man gleich 1 kg beisammen und wenn der Gurt schmal ist, schneidet einem selbst die trendigste Megamarke tief ins Fleisch.

Camp Ergo Belt

Der breite Gurt mit Klettverschluss ist die richtige Lösung für beide Probleme. Einräumen, umhängen – los. Nach ein paar Minuten Laufen hat sich der Inhalt zusammengeschüttelt, man stellt ein wenig nach und recht ist‘s. Du kannst vergessen, dass du eine Gürteltasche umgehängt hast. Der Gurt kann an beiden Enden geöffnet werden, er ist verstellbar, es gibt also keine Taille, um die er nicht passen würde – die Grenze liegt bei rund 105 cm.

Die Tasche selbst ist 37×10 cm groß und der Länge nach in zwei Fächer geteilt. Die Tasche, die dem Körper näherliegt, ist nach oben offen, dort können z. B. Telefon und ein oder zwei Gelees, Energieriegel sicher verstaut werden. Alles bleibt übersichtlich, man muss nicht herumkramen, suchen und dank eines Querbandes können die hin- und herkullernden Dinge gut fixiert werden. Die äußere Tasche ist aus elastischem Material gefertigt, ein mit Reißverschluss verschließbarer Teil, in den eine Halbliter-Softflasche hervorragend hineinpasst, doch auch noch ein paar Taschentücher, Klopapier oder die Autoschlüssel.

Kurzum kann man in der Tasche alles unterbringen, was man für eine Lauftour am Nachmittag braucht, doch wage ich zu sagen, dass auch alles für einen 50 km Laufwettbewerb darin Platz findet. Das hängt natürlich davon ab, wie sehr man sich absichern will.

Ich habe dieses Stück sehr liebgewonnen und kann es allen guten Herzens empfehlen.

Schlussfolgerung

Beide haben wir dieses Stück liebgewonnen, obwohl wir es trotz seiner Einfachheit auf verschiedene Weise getragen haben. Ich trage meine Trinkflasche in der inneren Tasche, damit ich sie unterwegs mit einer Hand einfach herausnehmen und wieder hineinstecken kann. Meinen Kollegen drückte jedoch der harte Verschluss der Flasche, deshalb trug er sie in der Außentasche mit Reißverschluss.

Leider ist diese Tasche noch nicht überall zu erhalten, deshalb ist wohl eine Bestellung im Internet am zielführendsten.

 

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ÜBER TEST UND TIPPS

Hier findest du wahre Meinungen von Outdoor Freaks, die nicht nur das Positive erzählen. Wenn wir aber sagen, dass ein Produkt cool ist, kannst du es ruhig glauben.

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