By Kuttor Csaba | Juni 15, 2017 | Last update on Juni 15, 2017

Newton Gravity 5

Es handelt sich hierbei um einen hervorragenden halben Wettbewerbsschuh oder einen federleichten Trainingsschuh!

Ich hatte schon mal einen Gravity und mochte ihn sehr. Ich war neugierig, was man an dem Schuh verbessern konnte, oder ob es sich nur um das übliche Lifting und die Erweiterung der Farbauswahl handelte.

Newton Gravity 5 Quelle: Mozgásvilág.hu

Gewicht:

Das Gewicht ist, wenn man den Aufbau des Schuhs betrachtet, überraschend gering. Die 230 Gramm sind schon das Gewicht eines halben Wettbewerbsschuhs; sie wurden nicht in erster Linie mit dem Sparen an Materialen erreicht, sondern mit sorgfältiger Materialauswahl. Man muss den Schuh nur anschauen: Er hat eine Sohle, ist ausrechend gefüttert, die Schuhbänder sind dick. Und dennoch…

Bewertung: 9

Polsterung, Tragekomfort

Das Sohlenmaterial ist grundsätzlich sehr weich. Wenn wir in einem Newton dahinlaufen, nutzen wir die dämpfende Wirkung des Sohlenteils kaum aus, denn wir kommen auf den vorderen, federnden Elementen auf. Die Sohle verfügt über keinerlei inneres Stützsystem, die Form gibt dem Fuß dennoch anständigen Halt, zu dem die Einlage mit ein wenig Erhöhung noch zusätzlich beiträgt. Außerdem hat im Schuh auf beiden Seiten eine erstklassiger Neuerung Platz gefunden, wo das Material wegen des Biegens der Sohle im Allgemeinen bricht. Hier wurde von außen ein viel stärkeres Textil angebracht, das sich in Längsrichtung besser dehnt, die Schuhbänder halten das Oberteil sehr stark zusammen und verhindern dadurch Verdrehungen. Das gleiche Element hat von innen ein wenig Polsterung erhalten, also können von außen der kleine Zeh und innen der Ansatz des großen Zehs ein wenig zusätzlichen Komfort genießen. Die Zunge des Schuhs ist nicht übertrieben gepolstert, doch wegen der dicken Schuhbänder ist das auch kein Problem.

Bewertung: 9

Flexibilität, Biegsamkeit

Der Newton arbeitet grundsätzlich mit weichem Sohlenmaterial, also folgt die Schuhsohle dem Sohlenbogen, der beim aktiven Laufen durch das Aufkommen auf den Zehen entsteht, mit Leichtigkeit. Die Flexibilität ist auch beim Fersenauftritt entsprechend gut. Er ist nicht allzu hart, bringt aber auch den Schwung, die Dynamik des Läufers nicht um. Kommt man auf der vorderen POP1-Federung auf, ergibt sich ein fantastisch luftiger Lauf, wenn man denn will.

Bewertung: 10

Newton Gravity 5 Quelle: Mozgásvilág.hu

Fersenstütze

Der Fersenbogen ist perfekt, die Polsterung stramm. Der Schuh ist nicht zu Tode gepolstert, doch beim Newton ist auch das sehr wichtig, damit er der Ferse den entsprechenden Halt gibt. Dieses Problem wird in senkrechter Richtung makellos gelöst. In seitliche Richtung reichte für mich die Stabilität ebenfalls aus. Außerdem gibt es noch ein Kunststoffteil, das in der Ferse eingebaut ist. Es ist nicht so stark wie im Fall von Stability-Schuhen, doch für die meisten reicht es völlig aus, vor allem für jene, die sich für den Newton entscheiden, weil sie aktiv laufen können und wollen. Und da ist es gut, wenn sich die Ferse nicht hin und her dreht und windet.

Bewertung: 9

Belüftung, Atmungsaktivität

Die Belüftung ist fast vollkommen. Das Material ist mit riesigen Löchern durchsetzt, die den Dunst von innen nach außen führen. Dennoch funktioniert dieses System an einigen Stellen nicht perfekt: an den zwei verstärkenden Seitenelementen, Fersenteilen, am Oberteil der Zunge und beim Logo.

Bewertung: 9

Stützung des Fußgewölbes, Stabilität

Nachdem dieser Schuh für Sportler entworfen wurde, die mit aktiver Bodenberührung laufen, ist die Stützung des Fußgewölbes bei diesem Modell keine Priorität. Der Schuh verfügt nur über eine geringe innere Erhöhung. Die Stabilität nimmt ab, wenn wir Laufen und dabei auf den federnden Elementen aufkommen, in diesem Fall ist es gut, wenn man einen starken Knöchel hat, damit der Fuß nicht umknickt. Kurzum kann man sagen, dass es bei diesem Schuh auch nicht darum geht.

Bewertung: 6.

Dämpfung

Aus diesem Blickwinkel ist der Newton wiederum ein interessantes Stück. Die Dämpfung wir grundsätzlich vom POP1-Panel übernommen, das übrigens noch viel mehr zusammengedrückt werden kann als alle Arten von Sohlenmaterial. Es befindet sich vorne in der Sohle, d.  h., wenn wir laufen und am Vorderfuß aufkommen, funktionieren Dämpfung und Rückgewinnung der Auftrittsenergie. Wenn wir müde werden und die Ferse zuerst aufsetzen, übernimmt die Schuhferse die Dämpfung. Auch Newton weiß, dass sowas vorkommt, deshalb wurde eine dicke Verschleißschicht auf dem äußeren Teil der Ferse angebracht, das Schaummaterial sorgt für die entsprechende Dämpfung. Eine Sache wird sicher, wenn man zuerst die Ferse aufsetzt, eigenartig erscheinen: die POP1-Federung arbeitet in diesem Fall gegen uns, weil sie den Vorderfuß ein wenig nach oben drückt.

Bewertung: 9

Newton Gravity 5 Quelle: kimura -. Mozgásvilág.hu

Gesamtpunktezahl:

61 Punkte

Insgesamt hat der Newton Gravity 5 natürlich die wesentlichen Züge seines Vorgängers geerbt, doch ein, zwei Neuerungen kann man dennoch finden, die den Schuh, so denke ich, besser machen. Ich habe das Gefühl, dass die POP1-Federung irgendwie auf eine breitere Plattform gestellt wurde. Früher konnte man in der Sohle die Ränder der Federung spüren, was sehr störend war. Ja bei sensibleren Füßen waren auch Blasen möglich. Im neuen Gravity 5 bin ich auch einen Marathon gelaufen und ich habe nichts von dieser Art gespürt. Es handelt sich hierbei um einen hervorragenden halben Wettbewerbsschuh oder einen federleichten Trainingsschuh!

Leave your comments

You may also like




ÜBER TEST UND TIPPS

Hier findest du wahre Meinungen von Outdoor Freaks, die nicht nur das Positive erzählen. Wenn wir aber sagen, dass ein Produkt cool ist, kannst du es ruhig glauben.

Follow us