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Standmixer vs Stabmixer: Welcher Mixer ist besser für dich?

Wir testen die vorgestellten Produkte nicht selbst, sondern bewerten sie anhand von externen Testberichten, Nutzererfahrungen und Expertenquellen. So entsteht eine fundierte Einschätzung und neutrale Kaufempfehlung.

Standmixer oder Stabmixer? Diese Frage stellen sich viele beim Küchengeräte-Kauf. Beide Mixer-Typen haben ihre Stärken – aber auch klare Schwächen. Der Standmixer besticht durch rohe Power und große Mengen, der Stabmixer punktet mit Flexibilität und schnellem Handling. In diesem ausführlichen Vergleich zeigen wir dir ehrlich, für welche Anwendungen welcher Mixer wirklich besser geeignet ist – und wie du die richtige Entscheidung für deine Küche triffst.

Standmixer

Der klassische Standmixer mit festem Behälter und kraftvollem Motor. Zutaten kommen in den Mixbehälter, Deckel drauf, Knopf drücken – fertig. Perfekt für Smoothies, Shakes, Nussmus und gefrorene Zutaten.

Ideal für:

  • Smoothies & grüne Smoothies
  • Gefrorene Früchte & Eiscrush
  • Nussmus & Nussbutter
  • Große Mengen (1-2 Liter)

Stabmixer

Der flexible Stabmixer (Pürierstab) zum Eintauchen. Du mixt direkt im Topf, in der Schüssel oder im Becher – ohne Umfüllen. Perfekt für Suppen, Babynahrung, Dips und kleine Portionen.

Ideal für:

  • Suppen direkt im Topf pürieren
  • Babynahrung & kleine Portionen
  • Pesto, Dips & Saucen
  • Schnelle Anwendungen

Die wichtigsten Unterschiede: Leistung, Handling und Ergebnis

Leistung & Mixkraft

Standmixer haben meist 500-2000 Watt und sind absolute Kraftpakete. Die Messer rotieren mit bis zu 30.000 U/min in einem geschlossenen Behälter – das erzeugt enormen Druck und mixt selbst härteste Zutaten wie gefrorene Früchte, Nüsse oder Eis mühelos. Hochleistungs-Standmixer wie Vitamix oder Bianco schaffen sogar Nussmus aus ganzen Mandeln oder pulverisieren Kaffeebohnen. Diese rohe Power ist unschlagbar.

Stabmixer kommen mit 400-1000 Watt aus und arbeiten im offenen System. Das bedeutet: Weniger Druck, weniger Geschwindigkeit, aber trotzdem ausreichend für die meisten Alltagsaufgaben. Für Suppen, Smoothies aus weichen Früchten, Babynahrung oder Dips reicht die Leistung völlig. Bei sehr harten Zutaten (gefrorene Beeren, Nüsse) stoßen sie aber an ihre Grenzen.

Unsere Einschätzung

Für echte Power-Anwendungen (gefrorene Früchte, Nussmus, Eiscrush) ist der Standmixer unschlagbar. Aber: 90% der Alltagsanwendungen – Suppen pürieren, Smoothies aus weichen Früchten, Babynahrung – meistert der Stabmixer genauso gut. Die Frage ist: Brauchst du wirklich die Extra-Power?

Handling & Flexibilität

Der Stabmixer ist hier klarer Sieger: Du mixt direkt dort, wo die Zutaten sind. Suppe im Topf? Einfach eintauchen und pürieren – fertig. Kein Umfüllen, keine zusätzlichen Behälter. Besonders bei heißen Suppen ein riesiger Vorteil, denn du sparst dir das gefährliche Umschütten kochender Flüssigkeiten. Außerdem bist du völlig flexibel: Hoher Topf, flache Schüssel, Mixbecher – egal. Der Stabmixer passt sich an.

Der Standmixer ist weniger flexibel: Zutaten müssen in den Behälter, der meist 1-2 Liter fasst. Das ist praktisch für große Mengen, aber unpraktisch bei kleinen Portionen (Reste bleiben im Behälter kleben) oder bei hohen Töpfen (passt nicht rein). Dafür: Deckel drauf, Knopf drücken, fertig – du musst nicht aktiv festhalten und kannst nebenbei anderes erledigen.

Ergebnis & Konsistenz

Bei Smoothies aus gefrorenen Früchten gewinnt der Standmixer klar: Die Konsistenz wird durch den geschlossenen Behälter und die hohe Geschwindigkeit deutlich feiner und cremiger. Grüne Smoothies mit Grünkohl oder Spinat werden im Hochleistungs-Standmixer samtig-weich, während der Stabmixer oft kleine Fasern übrig lässt.

Bei Suppen und Pürees ist der Unterschied minimal: Beide mixen heiße Kartoffelsuppe oder Kürbissuppe problemlos cremig. Der Stabmixer hat hier sogar Vorteile, weil du die Konsistenz besser kontrollieren kannst – du siehst sofort, ob noch Stücke drin sind, und kannst gezielt nacharbeiten.

Unsere Einschätzung

Für Smoothie-Fans, die täglich grüne Smoothies oder gefrorene Frucht-Bowls mixen, lohnt sich der Standmixer wegen der feineren Konsistenz. Wer hauptsächlich Suppen püriert oder gelegentlich einen Smoothie macht, ist mit dem Stabmixer bestens bedient – das Ergebnis ist nur minimal schlechter, aber das Handling viel einfacher.

Wofür eignet sich welcher Mixer? Smoothies, Suppen, Pesto & mehr

AnwendungStandmixerStabmixerEmpfehlung
Suppen pürierenStabmixer – direkt im Topf, kein Umfüllen
Smoothies (weiche Früchte)Beide gut – Stabmixer für 1 Person reicht
Grüne Smoothies (Blattgrün)✓✓Standmixer – feinere Konsistenz ohne Fasern
Gefrorene Früchte & Eis✓✓Standmixer – Stabmixer zu schwach
BabynahrungStabmixer – kleine Mengen, kein Verschwendung
Pesto & DipsStabmixer mit Zerkleinerer – ideal für Kräuter
Nussmus & Nussbutter✓✓Standmixer – nur Hochleistungsmodelle schaffen das
Sahne schlagenStabmixer mit Schneebesen-Aufsatz
Große Mengen (2+ Liter)Standmixer – größere Behälter verfügbar

Legende: ✓✓ = Sehr gut geeignet | ✓ = Gut geeignet | ○ = Geht, nicht optimal | ✗ = Ungeeignet

Reinigung & Alltag: Was ist wirklich praktischer?

Reinigungsaufwand

Der Stabmixer gewinnt hier klar: Mixfuß unter fließendes Wasser halten, kurz abspülen, fertig. Dauert 30 Sekunden. Profi-Trick: Mixfuß in einen hohen Becher mit warmem Wasser und Spülmittel stellen, 10 Sekunden auf niedrigster Stufe laufen lassen – reinigt sich quasi von selbst. Motorgehäuse nie unter Wasser halten, nur feucht abwischen.

Der Standmixer erfordert mehr Aufwand: Behälter ausleeren, Messer ausbauen (bei manchen Modellen), alles abspülen. Reste bleiben gerne unter den Klingen kleben – mit Bürste nachhelfen. Moderne Standmixer haben oft Selbstreinigungsfunktion: Wasser und Spülmittel rein, 30 Sekunden mixen, ausspülen. Trotzdem: Mehr Aufwand als beim Stabmixer.

Platzbedarf & Aufbewahrung

Der Stabmixer ist unschlagbar kompakt: Passt in jede Schublade, nimmt kaum Platz weg. Mit Zubehör (Mixbecher, Zerkleinerer) braucht er etwas mehr Raum, bleibt aber deutlich platzsparender als ein Standmixer. Perfekt für kleine Küchen oder Studenten-WGs.

Der Standmixer ist ein Klotz: 30-40 cm hoch, schwerer Glasbehälter, braucht einen festen Platz auf der Arbeitsplatte oder im Schrank. In kleinen Küchen kann das zum Problem werden. Vorteil: Wenn er sowieso draußen steht, ist er schnell griffbereit.

Lautstärke

Beide Mixer sind laut, aber der Standmixer ist meist noch eine Nummer lauter – vor allem Hochleistungsmodelle können 90+ Dezibel erreichen (etwa wie ein Rasenmäher). Das liegt am geschlossenen Behälter und der hohen Geschwindigkeit. Morgens um 6 Uhr Smoothie mixen? Die Nachbarn hören's.

Der Stabmixer ist etwas leiser (70-85 dB), vor allem im offenen Topf. Trotzdem: Leise ist anders. Für beide gilt: Kurze Anwendungen sind okay, aber 5 Minuten Dauerbetrieb nervt.

Unsere Einschätzung

Im Alltag ist der Stabmixer einfach unkomplizierter: Schneller einsatzbereit, schneller gereinigt, leichter verstaut. Der Standmixer punktet eher bei regelmäßiger Nutzung (täglich Smoothies), wenn er sowieso griffbereit steht. Für Gelegenheitsnutzer ist der Stabmixer die entspanntere Wahl.

Kosten & Zubehör: Preis-Leistung im Vergleich

Anschaffungskosten

Stabmixer gibt's ab 20 Euro (Einsteigermodelle wie Bonsenkitchen), gute Mittelklasse-Modelle wie Braun MultiQuick 5 oder Bosch ErgoMixx kosten 35-45 Euro. Premium-Sets mit umfangreichem Zubehör (Philips 5000) liegen bei 50-70 Euro. Für den Normalhaushalt reicht die Mittelklasse völlig.

Standmixer starten bei 30-40 Euro (Einsteigermodelle), solide Mittelklasse kostet 60-120 Euro (WMF Kult Pro, Philips HR3655). Hochleistungs-Standmixer wie Vitamix oder Bianco kosten 400-600 Euro – aber die sind für die meisten Haushalte völlig überdimensioniert. Für den Alltag reicht ein Modell um 80 Euro.

Zubehör & Vielseitigkeit

Der Stabmixer wird durch Zubehör zum Multitalent: Zerkleinerer für Kräuter und Nüsse, Schneebesen für Sahne und Eischnee, Kartoffelstampfer. Mit einem guten Set ersetzt du mehrere Küchengeräte. Zubehör ist meist im Set enthalten oder günstig nachkaufbar (10-20 Euro).

Der Standmixer ist weniger vielseitig: Er mixt – und das war's. Manche Modelle haben zusätzliche Behälter für kleine Mengen oder Mahlwerke für Kaffeebohnen, aber das ist eher die Ausnahme. Dafür macht er seinen Job (Smoothies, Shakes) perfekt.

Preis-Leistungs-Tipp: Stabmixer

Für 40 Euro bekommst du einen hochwertigen Stabmixer mit Zubehör (Braun MultiQuick 5), der 90% aller Mixer-Aufgaben im Haushalt erledigt. Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis für den Alltag.

Ideal für: Normalnutzer, kleine Küchen, Singles, Paare

Power-Tipp: Standmixer

Für 80-100 Euro bekommst du einen soliden Standmixer (WMF Kult Pro, Philips HR3655), der täglich perfekte Smoothies mixt. Lohnt sich für Smoothie-Fans und gesundheitsbewusste Familien.

Ideal für: Smoothie-Liebhaber, Familien, Fitness-Fans

Entscheidungshilfe: So findest du den richtigen Mixer-Typ

Wähle den Standmixer, wenn...

  • Du täglich Smoothies mixt – vor allem grüne Smoothies mit Blattgrün
  • Du regelmäßig gefrorene Früchte oder Eiswürfel verarbeitest
  • Du Nussmus oder Nussbutter selbst herstellen möchtest (Hochleistungsmodell nötig)
  • Du oft große Mengen (1,5-2 Liter) auf einmal mixt
  • Dir die cremigste Konsistenz bei Smoothies wichtig ist
  • Du genug Platz in der Küche hast (Arbeitsplatte oder Schrank)

Wähle den Stabmixer, wenn...

  • Du hauptsächlich Suppen pürierst – direkt im Topf ohne Umfüllen
  • Du kleine Portionen verarbeitest (Babynahrung, Dips, Pesto)
  • Du Wert auf schnelle Reinigung und einfaches Handling legst
  • Du wenig Platz in der Küche hast (kleine Küche, Studenten-WG)
  • Du ein vielseitiges Gerät mit Zubehör suchst (Zerkleinerer, Schneebesen)
  • Du ein günstiges Einsteigermodell suchst (ab 20 Euro)

Die ideale Kombi: Beide Mixer im Haushalt

Viele Haushalte haben am Ende beide Mixer – und das ist auch sinnvoll, wenn du oft kochst:

  • Stabmixer für Suppen, Babynahrung, Pesto – schnell, flexibel, unkompliziert
  • Standmixer für Smoothies & gefrorene Früchte – cremige Power-Performance

Zusammen kosten ein guter Stabmixer (40€) und ein solider Standmixer (80€) nur rund 120 Euro – und du bist für alle Anwendungen perfekt ausgestattet. Unser Tipp: Erst mit Stabmixer starten, dann bei Bedarf Standmixer ergänzen.

Fazit: Welcher Mixer passt zu dir?

Für die meisten Haushalte ist der Stabmixer die bessere Wahl: Er deckt 90% aller Mixer-Aufgaben ab, ist günstiger, platzsparender und unkomplizierter im Alltag. Suppen pürieren, Babynahrung, Smoothies aus weichen Früchten, Dips – alles kein Problem. Nur bei gefrorenen Zutaten und Nussmus stößt er an seine Grenzen.

Der Standmixer lohnt sich für Smoothie-Enthusiasten, die täglich grüne Smoothies oder gefrorene Frucht-Bowls mixen. Die cremigere Konsistenz und die rohe Power rechtfertigen hier den höheren Preis und den Mehraufwand. Aber: Als Allrounder ist er weniger vielseitig als der Stabmixer.

Unsere Empfehlung: Starte mit einem guten Stabmixer (z.B. Braun MultiQuick 5 für 40€). Wenn du merkst, dass du täglich Smoothies mixt und die Power nicht reicht, ergänze einen Standmixer. So bist du flexibel aufgestellt und gibst nur Geld aus, wenn du es wirklich brauchst.

Sarah Leitner

Über die Autorin: Sarah Leitner

Kaffee-Enthusiastin und Test-Redakteurin mit über 8 Jahren Erfahrung in der Bewertung von Espressomaschinen, Mixern und Kaffeezubehör. Sarah testet und vergleicht leidenschaftlich Siebträgermaschinen, Vollautomaten, Mühlen und Küchenhelfer wie Mixer und Smoothiemaker für perfekten Genuss zuhause. Als begeisterte Hobbyköchin kennt sie auch die Anforderungen moderner Küchen und weiß, worauf es bei praktischen Alltagshelfern wirklich ankommt.

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