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Brotbackautomat Stromverbrauch: Kosten pro Brot berechnen – und wann sich das wirklich lohnt

Sarah Leitner

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Ein Brotbackautomat verbraucht pro Backvorgang durchschnittlich 0,3 bis 0,6 kWh – das entspricht bei einem Strompreis von 40 Cent pro kWh etwa 12 bis 24 Cent für ein frisches Brot. Damit ist er deutlich sparsamer als ein Backofen und günstiger als der regelmäßige Gang zum Bäcker. Doch es kommt auf die richtige Nutzung an: Wer Programme clever wählt, auf Warmhaltefunktionen verzichtet und die Maschine optimal ausnutzt, senkt den Verbrauch weiter – und macht selbstgebackenes Brot nicht nur lecker, sondern auch richtig wirtschaftlich.

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Zum Brotbackautomat-Überblick – alle wichtigen Infos auf einen Blick

Wie viel Strom verbraucht ein Brotbackautomat? Richtwerte nach Brotgröße und Programm

Der Stromverbrauch eines Brotbackautomaten hängt vor allem von drei Faktoren ab: der Brotgröße, dem gewählten Programm und der Backdauer. Grundsätzlich liegt die Leistungsaufnahme moderner Geräte zwischen 500 und 700 Watt, während des Backens können kurzzeitig auch bis zu 800 Watt erreicht werden.

Verbrauch nach Brotgröße

500g Brot:
0,25 – 0,35 kWh
Programmdauer: ca. 2,5 Stunden | Kosten: 10–14 Cent
750g Brot:
0,35 – 0,45 kWh
Programmdauer: ca. 3 Stunden | Kosten: 14–18 Cent
1000g Brot:
0,45 – 0,60 kWh
Programmdauer: ca. 3,5–4 Stunden | Kosten: 18–24 Cent

Verbrauch nach Programm

Schnellprogramm:
0,20 – 0,30 kWh
Dauer: 1,5–2 Stunden | Höherer Energieeinsatz pro Minute, aber kürzer
Standard Basic:
0,35 – 0,45 kWh
Dauer: 3 Stunden | Ausgewogenes Verhältnis
Vollkorn:
0,50 – 0,65 kWh
Dauer: 4–5 Stunden | Längere Gehzeit, mehr Energiebedarf
Teig-Programm:
0,05 – 0,10 kWh
Dauer: 1–2 Stunden | Nur Kneten + Gehen, kein Backen

Wichtig zu wissen: Die angegebenen Werte sind Durchschnittswerte. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Hersteller, Raumtemperatur und verwendeten Zutaten leicht variieren. Moderne Geräte mit besserer Isolierung arbeiten oft effizienter als ältere Modelle.

🎯 Unsere Einschätzung:

Besonders überzeugt hat uns, wie energieeffizient moderne Brotbackautomaten im Vergleich zu Backöfen arbeiten. Die gute Isolierung und die optimierte Programmführung sorgen dafür, dass kaum Energie verschwendet wird – ein echtes Plus für Umwelt und Geldbeutel.

Kosten pro Laib: So rechnest du kWh, Strompreis und Backdauer korrekt

Um die genauen Kosten für ein selbstgebackenes Brot zu berechnen, brauchst du nur drei Werte: den Stromverbrauch in kWh, deinen aktuellen Strompreis pro kWh und die Programmdauer. Mit einer einfachen Formel lässt sich daraus der exakte Preis ermitteln.

Die Berechnungsformel

kWh × Strompreis = Kosten
Verbrauch in Kilowattstunden × Preis pro kWh = Gesamtkosten pro Backvorgang

Beispielrechnung: 750g Weißbrot

1
Verbrauch ermitteln
Programm „Basic", 3 Stunden → ca. 0,40 kWh
2
Strompreis einsetzen
Aktueller Durchschnitt: 40 Cent/kWh (Stand 2026)
3
Kosten berechnen
0,40 kWh × 0,40 €/kWh = 0,16 € (16 Cent)

Ergebnis:

Ein 750g Brot kostet dich rund 16 Cent an Strom – hinzu kommen nur noch die Zutaten (ca. 80 Cent bis 1,50 €).

Weitere Kostenfaktoren einbeziehen

Warmhaltefunktion

Viele Geräte halten das Brot nach dem Backen automatisch bis zu 60 Minuten warm. Das verbraucht zusätzlich 0,05 bis 0,10 kWh – also etwa 2 bis 4 Cent extra.

💡 Tipp: Brot nach dem Backen sofort entnehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Standby-Verbrauch

Die meisten modernen Brotbackautomaten verbrauchen im Standby nur 0,5 bis 1 Watt – das entspricht etwa 1 bis 2 Euro pro Jahr, wenn das Gerät dauerhaft eingesteckt bleibt.

💡 Tipp: Bei Nicht-Nutzung Stecker ziehen oder Steckdosenleiste mit Schalter nutzen.

Ein praktisches Tool zur Berechnung: Viele Hersteller bieten auf ihren Websites Verbrauchsrechner an. Alternativ kannst du mit einem Energiekostenmessgerät (ab ca. 15 Euro) den exakten Verbrauch deines Geräts selbst messen – ideal, wenn du ältere Modelle nutzt oder den genauen Wert wissen willst.

Vergleich: Brotbackautomat vs Backofen vs Bäcker – was ist günstiger?

Die Frage nach der günstigsten Methode lässt sich nicht pauschal beantworten – es kommt auf deine Nutzungsgewohnheiten, die Brotsorte und die Qualitätsansprüche an. Hier ein detaillierter Vergleich der drei gängigsten Optionen.

🤖

Brotbackautomat

Stromkosten:12–24 Cent
Zutaten (750g):80 Cent – 1,50 €
Zeitaufwand:5 Min. aktiv
Gesamt:0,92 € – 1,74 €

✅ Sehr günstig, zeitsparend, frisch

🔥

Backofen

Stromkosten:40–60 Cent
Zutaten (750g):80 Cent – 1,50 €
Zeitaufwand:30–45 Min. aktiv
Gesamt:1,20 € – 2,10 €

⚠️ Teurer, aufwendiger, aber individuell

🥖

Bäcker

Preis 750g:3,50 € – 5,50 €
Fahrtkosten:+ variabel
Zeitaufwand:15–30 Min.
Gesamt:3,50 € – 6,00 €

❌ Teuerste Option, aber handwerklich

Hochgerechnet auf ein Jahr (2x Brot/Woche)

Brotbackautomat
96 € – 181 €
104 Brote pro Jahr
Backofen
125 € – 218 €
104 Brote pro Jahr
Bäcker
364 € – 624 €
104 Brote pro Jahr

💰 Ersparnis Brotbackautomat vs. Bäcker: 268 € bis 443 € pro Jahr

Wann lohnt sich welche Methode?

Brotbackautomat lohnt sich, wenn…

du regelmäßig (min. 1x pro Woche) Brot isst, Wert auf frisches Brot legst, Zeit sparen willst und die Anschaffungskosten (80–200 €) schnell amortisieren möchtest.

Backofen lohnt sich, wenn…

du gerne experimentierst, individuelle Formen und Rezepte bevorzugst, Spaß am Handwerk hast und bereits einen effizienten Backofen besitzt.

Bäcker lohnt sich, wenn…

du nur gelegentlich Brot isst, höchste handwerkliche Qualität schätzt, keine Zeit oder Lust zum Selbermachen hast oder spezielle Brotsorten bevorzugst.

🎯 Unsere Einschätzung:

Besonders überzeugt hat uns die Wirtschaftlichkeit des Brotbackautomaten bei regelmäßiger Nutzung. Wer zweimal pro Woche selbst backt, spart im Vergleich zum Bäcker bis zu 400 Euro im Jahr – und hat dabei immer frisches Brot ohne Zusatzstoffe. Bei einem guten Gerät amortisiert sich die Investition bereits nach 3 bis 6 Monaten.

Spartipps: So senkst du den Verbrauch ohne schlechteres Ergebnis

Mit ein paar cleveren Tricks lässt sich der Stromverbrauch deines Brotbackautomaten um bis zu 20 Prozent reduzieren – ohne Kompromisse bei Geschmack oder Qualität. Hier die wirksamsten Maßnahmen:

🚫

Warmhaltefunktion deaktivieren

Die automatische Warmhaltung verbraucht nach dem Backen zusätzlich 0,05 bis 0,10 kWh. Nimm das Brot sofort nach Programmende heraus und lass es auf einem Gitterrost auskühlen.

Ersparnis: 2–4 Cent pro Backvorgang
🌡️

Zutaten auf Raumtemperatur

Kalte Zutaten aus dem Kühlschrank verlängern die Aufheizphase und erhöhen den Energiebedarf. Lass Wasser, Milch und Butter etwa 30 Minuten vorher rauskommen.

Ersparnis: 5–10 % weniger Energiebedarf

Timer clever nutzen

Nutze günstige Stromtarife (z. B. Nachtstrom), wenn verfügbar. Der Timer hält das Gerät im Standby (nur 1 Watt) und startet zur gewünschten Zeit – perfekt für frisches Brot zum Frühstück.

Vorteil: Bis zu 30 % günstiger bei Nachttarif
📏

Maximale Brotgröße wählen

Der Verbrauch steigt nicht proportional zur Brotgröße. Ein 1000g-Brot braucht nur 30 % mehr Strom als ein 500g-Brot – du bekommst also mehr Brot fürs Geld.

Effizienz: Besseres Verhältnis kWh/Gramm
🧽

Gerät sauber halten

Verschmutzte Backformen und Heizelemente arbeiten ineffizienter. Reinige die Form nach jedem Backen und entferne regelmäßig Krümel aus dem Innenraum.

Effekt: Gleichmäßigere Hitzeverteilung
🔌

Stecker nach Gebrauch ziehen

Auch im Standby verbrauchen Brotbackautomaten etwa 0,5 bis 1 Watt. Das klingt wenig, summiert sich aber auf 1 bis 2 Euro pro Jahr – bei Nicht-Nutzung einfach ausstecken.

Ersparnis: 1–2 € pro Jahr

Programme richtig wählen

Schnellprogramm nur bei Bedarf

Das Schnellprogramm verbraucht pro Minute mehr Energie als Standard-Programme. Nutze es nur, wenn du wirklich wenig Zeit hast – für bestes Aroma und günstigste Kosten empfiehlt sich das Standardprogramm.

Teigprogramm für Pizza & Co.

Wenn du nur Teig brauchst (für Pizza, Brötchen im Backofen), nutze das reine Teigprogramm – es verbraucht bis zu 85 % weniger Strom als ein komplettes Backprogramm.

Bräunungsgrad anpassen

Eine dunklere Kruste benötigt mehr Backzeit und damit mehr Strom. Wähle „Mittel" statt „Dunkel", wenn dir eine hellere Kruste genügt – das spart 5–10 % Energie.

Übrigens: Auch die Wahl der richtigen Brotbackautomat-Modelle macht einen Unterschied. Geräte mit besserer Isolierung, effizienten Heizelementen und optimierten Programmen verbrauchen messbar weniger Strom – ein Blick auf die Energieeffizienz lohnt sich beim Kauf.

Lohnt sich ein Neukauf? Effizienz, Amortisation und Nutzungshäufigkeit

Die Anschaffung eines Brotbackautomaten ist eine Investition – aber eine, die sich bei regelmäßiger Nutzung schnell rechnet. Entscheidend sind drei Faktoren: die Anschaffungskosten, die Ersparnis gegenüber Bäcker-Brot und deine Nutzungshäufigkeit.

Amortisationsrechnung

Budget-Gerät

80 – 120 €
Ersparnis/Woche:ca. 5 €
Bei 2x Backen/Woche:ca. 10 €
Amortisation nach:
8 – 12 Wochen

Mittelklasse

120 – 180 €
Ersparnis/Woche:ca. 5 €
Bei 2x Backen/Woche:ca. 10 €
Amortisation nach:
12 – 18 Wochen
Beste Wahl
👑

Premium

180 – 300 €
Ersparnis/Woche:ca. 5 €
Bei 2x Backen/Woche:ca. 10 €
Amortisation nach:
18 – 30 Wochen

Durchschnittliche Ersparnis gegenüber Bäcker-Brot (750g à 4,50 €):

~3,00 € pro Brot

Bei 2 Broten/Woche = 312 € Ersparnis im Jahr

Wann lohnt sich der Kauf definitiv?

Du backst mindestens 1x pro Woche

Bei wöchentlicher Nutzung amortisiert sich selbst ein Premium-Gerät innerhalb von 6 Monaten. Die Investition zahlt sich also schnell aus.

Du kaufst regelmäßig Brot beim Bäcker

Jedes Brot vom Bäcker kostet dich 3,50 bis 5,50 € – beim Selbstbacken sind es nur 1,00 bis 1,80 €. Die Ersparnis ist enorm.

Du legst Wert auf frisches Brot ohne Zusatzstoffe

Mit einem Brotbackautomaten bestimmst du selbst, was ins Brot kommt – keine Konservierungsstoffe, kein Zucker, keine unerwünschten Zusätze.

Du möchtest Zeit und Geld sparen

Nur 5 Minuten Vorbereitung, dann übernimmt die Maschine – kein Fahrtweg zum Bäcker, keine Wartezeit, kein Stress.

Alte Geräte: Lohnt sich ein Neukauf?

Moderne Brotbackautomaten sind deutlich energieeffizienter als Modelle von vor 10 Jahren. Der Verbrauch ist um durchschnittlich 15 bis 25 Prozent gesunken – dank besserer Isolierung, optimierter Programme und effizienterer Heizelemente.

Altes Gerät (ca. 2010)

Verbrauch 750g Brot:0,55 kWh
Kosten (40 Cent/kWh):22 Cent
Pro Jahr (104 Brote):22,88 €

Neues Gerät (2024+)

Verbrauch 750g Brot:0,40 kWh
Kosten (40 Cent/kWh):16 Cent
Pro Jahr (104 Brote):16,64 €

Jährliche Stromersparnis:

22,88 € – 16,64 € = 6,24 € pro Jahr

Bei einem Neupreis von 120 € amortisiert sich das neue Gerät nach etwa 19 Jahren – allein durch Strom-Ersparnis. Aber: Neue Geräte bieten meist bessere Programme, mehr Funktionen und zuverlässigere Technik.

🎯 Unsere Einschätzung:

Besonders überzeugt hat uns die schnelle Amortisation bei regelmäßiger Nutzung. Wer zweimal pro Woche backt, hat die Anschaffungskosten bereits nach 2 bis 4 Monaten wieder drin – danach ist jedes Brot reiner Gewinn. Für Vielnutzer ist ein Gerät mit versenkbaren Knethaken besonders empfehlenswert, da es noch bessere Backergebnisse liefert und damit langfristig mehr Freude macht.

Fazit: Stromverbrauch richtig einschätzen und sparen

Ein Brotbackautomat ist eine der energieeffizientesten Methoden, um frisches Brot zu Hause zu backen. Mit durchschnittlich 0,3 bis 0,6 kWh pro Backvorgang liegen die Stromkosten bei nur 12 bis 24 Cent – und damit deutlich unter denen eines herkömmlichen Backofens. Im Vergleich zum Bäcker sparst du bei regelmäßiger Nutzung mehrere hundert Euro pro Jahr.

Die größten Einsparpotenziale liegen in der cleveren Nutzung: Warmhaltefunktion deaktivieren, Zutaten auf Raumtemperatur bringen, die maximale Brotgröße wählen und den Timer für günstige Stromzeiten nutzen. Wer diese Tipps beherzigt, senkt den Verbrauch um bis zu 20 Prozent – ohne Qualitätsverlust.

Die Anschaffung eines Brotbackautomaten rechnet sich bereits nach wenigen Monaten, wenn du mindestens einmal pro Woche backst. Moderne Geräte sind nicht nur sparsamer, sondern liefern auch bessere Ergebnisse – und machen selbstgebackenes Brot zu einer wirtschaftlichen und gesunden Alternative zum Bäckerkauf.

SL

Sarah Leitner

Sarah ist Expertin für Küchengeräte und beschäftigt sich intensiv mit energieeffizienten Haushaltsgeräten. Mit einem Hintergrund in Haushaltsökonomie testet und bewertet sie Produkte auf Alltagstauglichkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Ihre Artikel helfen Lesern, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen und das Beste aus ihren Geräten herauszuholen.

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