Ein Umweltzeichen ohne Gerät: die Lücke beim Stromverbrauch
Für Brotbackautomaten gibt es seit 2012 ein Umweltzeichen mit klaren Zahlen. Die Vergabegrundlage des Blauen Engels, RAL-UZ 169, Ausgabe März 2012, erlaubt für ein Brot von 750 Gramm im Normalprogramm höchstens 0,30 Kilowattstunden, bei Geräten für größere Brote höchstens 0,33. Sie verlangt einen Netzschalter, der das Gerät vollständig vom Netz trennt, und eine Warmhaltefunktion, die ab Werk ausgeschaltet ist. Die Datenbank Label-online führt zu diesem Zeichen bei der Zahl der gekennzeichneten Produkte: „Derzeit keine“. Die Seite des Blauen Engels zu Brotbackautomaten war am Prüftag nicht aufrufbar.
Die Lücke setzt sich in den Angeboten fort. Von den 29 Geräten, die die Seiten dieses Themenbereichs empfehlen, wurden 27 Produktangebote ausgewertet. Keines dieser 27 Angebote nennt einen Stromverbrauch je Brot, keines eine Effizienzklasse, keines den Blauen Engel und keines einen Netzschalter. Dabei rät TÜV SÜD in seiner Pressemitteilung vom Dezember 2023 ausdrücklich, den auf der Verpackung angegebenen Energieverbrauch zu berücksichtigen und auf eine möglichst hohe Effizienzklasse zu achten. In den Angeboten steht nichts, woran sich das messen ließe.
Was sie stattdessen nennen, ist eine Wattzahl und ein Fassungsvermögen, und selbst das nicht einheitlich. Das Datenfeld „Kapazität“ trägt bei 9 Angeboten Gramm, bei 15 Kilogramm und bei 3 Liter. Gramm und Kilogramm meinen das Brot, Liter das Volumen der Backform; eine Umrechnung nennt kein Angebot. Das ist der Befund, mit dem diese Seite beginnt: Die zwei Größen, nach denen sich der Kauf eines Brotbackautomaten am ehesten richten ließe, Stromverbrauch und Brotgröße, stehen in den Angeboten entweder gar nicht oder in drei verschiedenen Einheiten.
Dabei wäre die Zahl leicht vergleichbar zu machen. Die Vergabegrundlage legt das Messverfahren bis zum Rezept fest: 500 Gramm Weizenmehl Typ 405, 250 Milliliter Wasser von 20 Grad, ein Päckchen Trockenhefe mit 7 Gramm, je 10 Gramm Zucker und Salz, gebacken im Normalprogramm des Geräts mit mittlerer Bräunung und ohne Warmhalten; nachzuweisen ist, dass das Brot aufgegangen ist. Gemessen wird in einem akkreditierten Prüflabor. Ein Hersteller, der seinen Verbrauch nach diesem Verfahren angibt, liefert eine Zahl, die sich mit jeder anderen nach demselben Verfahren vergleichen lässt.
Die Zahlen, die es gibt, stammen aus einer Studie des Öko-Instituts von 2013, die die Vergabegrundlage vorbereitet hat, und aus Messungen der Stiftung Warentest von 2005. Ein Brotbackautomat braucht danach für ein Brot von 750 Gramm rund 0,34 Kilowattstunden, der Elektrobackofen für dasselbe Brot rund 0,89. Diese Seite ordnet den ganzen Themenbereich entlang der Fragen, die vor, bei und nach dem Kauf auftauchen, und sagt bei jeder Frage, welche Seite sie vertieft.
Von der ersten Frage bis zum Ersatzteil: wie dieser Themenbereich aufgebaut ist
Der Bereich Brotbackautomat umfasst neben dieser Übersicht 20 Seiten. Sie folgen hier der Reihenfolge, in der sich die Fragen beim Kauf stellen: erst ob sich ein Gerät lohnt und wie es arbeitet, dann welche Größe, welche Ausstattung und welches Brot, zuletzt welches Gerät und was nach dem Kauf zählt. Die Tabelle nennt zu jeder Seite die Frage, mit der man dort richtig ist.
| Abschnitt | Die Frage | Seite |
|---|---|---|
| Vor dem Kauf | Was kostet ein Brot an Strom? | Brotbackautomat: Stromverbrauch |
| Vor dem Kauf | Was passiert zwischen Mehl und Brot? | Wie funktioniert ein Brotbackautomat? |
| Größe | Reicht ein Gerät für 500 Gramm? | Kleiner Brotbackautomat |
| Größe | Welches Gerät backt für vier und mehr? | Brotbackautomat für Familien |
| Ausstattung | Welche Programme braucht man wirklich? | Brotbackautomat mit Programmen |
| Ausstattung | Welches Gerät holt den Haken vor dem Backen ein? | Brotbackautomat mit versenkbaren Knethaken |
| Ausstattung | Wie kommt das Loch nicht ins Brot? | Brotbackautomat ohne Loch |
| Ausstattung | Lohnt das Warmhalten nach dem Backen? | Brotbackautomat mit Warmhaltefunktion |
| Ausstattung | Wann kommen Nüsse und Rosinen in den Teig? | Brotbackautomat mit Nussstreuer |
| Ausstattung | Welches Gerät stört nachts nicht? | Leiser Brotbackautomat |
| Ausstattung | Was belegen Keramikformen und „PFAS-frei“? | Brotbackautomat ohne Fluorbeschichtung |
| Das eigene Brot | Kann der Automat Sauerteig? | Brotbackautomat für Sauerteig |
| Das eigene Brot | Welches Gerät backt glutenfrei? | Glutenfreier Brotbackautomat |
| Das eigene Brot | Gelingen Stollen und Früchtebrot? | Weihnachtsbacken im Brotbackautomat |
| Die Auswahl | Was heißt „bester“ bei Kruste und Krume? | Bester Brotbackautomat |
| Die Auswahl | Welche Geräte nach Brotgröße? | Brotbackautomat: fünf Geräte im Vergleich |
| Die Auswahl | Einkneter oder Doppelkneter? | Brotbackautomat: fünf Modelle gegenübergestellt |
| Die Auswahl | Woran scheitert ein Kauf? | Brotbackautomat kaufen: Checkliste |
| Die Auswahl | Welches der fünf Panasonic-Modelle passt? | Brotbackautomat von Panasonic |
| Nach dem Kauf | Gibt es Form und Haken nach Jahren noch? | Ersatzteile für den Brotbackautomaten |
Vier der Seiten vergleichen Geräte ohne einen engeren Zuschnitt; sie stehen unter „Die Auswahl“, neben einer Seite, die nur Geräte einer Marke vergleicht. Die übrigen gehen von einer Frage aus, die eine Gruppe von Käufern hat: kleine Haushalte, Familien, Sauerteig, glutenfrei, Lärm, Warmhalten, die Beschichtung der Form, die Ersatzteile nach Jahren. Wer schon weiß, was er backen will, ist bei diesen Seiten schneller am Ziel als bei den allgemeinen Vergleichen.
Erste Frage: Lohnt sich ein Brotbackautomat?
Beim Strom lohnt er sich gegenüber dem Backofen fast immer. Das Öko-Institut nennt für einen durchschnittlichen Backvorgang einschließlich der Teigzubereitung rund 0,34 Kilowattstunden für ein Brot von 750 Gramm, für dasselbe Brot im Elektrobackofen 0,89 Kilowattstunden. Das ist eine Ersparnis von rund 60 Prozent. Messungen der Stiftung Warentest, die die Studie zitiert, lagen je nach Gerät zwischen 323 und 472 Wattstunden je Brot, in den Schnellprogrammen zwischen 263 und 450.
Die Werte als Liste
- Elektrobackofen: 0,89 kWh kWh
- Ineffizientestes Gerät (H&G): 0,50 kWh kWh
- Messwerte, Obergrenze: 0,472 kWh kWh
- Durchschnittsgerät: 0,34 kWh kWh
- Grenzwert über 750 g: 0,33 kWh kWh
- Messwerte, Untergrenze: 0,323 kWh kWh
- Grenzwert bis 750 g: 0,30 kWh kWh
In Euro ist der Unterschied klein. Beim Durchschnittspreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde, den der BDEW für das bisherige Jahr 2026 nennt, kostet ein Brot im Automaten rund 12,6 Cent Strom, im Backofen rund 32,9 Cent. Das Öko-Institut rechnet mit zwei Haushaltstypen: Wer einmal in der Woche backt, verbraucht im Jahr 15,6 Kilowattstunden mit einem effizienten und 24,4 mit einem ineffizienten Gerät, wer dreimal backt, 46,8 und 73,3. Das sind beim selben Strompreis zwischen rund 5,80 und 27 Euro im Jahr.
Wie realistisch drei Brote in der Woche sind, leitet die Studie aus der Nationalen Verzehrsstudie von 2008 ab. Männer essen danach im Schnitt 178 Gramm Brot am Tag, Frauen 133 Gramm; im Jahr sind das 65 und 48,5 Kilogramm, im Durchschnitt 57 Kilogramm je Person. Ein Haushalt mit zwei Personen kommt so auf 114 Kilogramm Brot im Jahr, fast genau die 117 Kilogramm, die drei Brote von 750 Gramm pro Woche ergeben. Wer seinen ganzen Brotbedarf selbst backt, ist also beim Szenario der Vielbacker; wer nur am Wochenende backt, beim Szenario mit einem Brot.
Ob sich der Automat insgesamt lohnt, hängt deshalb weniger am Strom als an den Zutaten, der Zeit und der Frage, wie oft er läuft. Das Öko-Institut nennt als Nutzen vor allem den Zeitgewinn gegenüber dem Backofen und den Preis gegenüber dem Bäcker, und es nennt eine Gruppe, für die das Gerät mehr als Bequemlichkeit ist: Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten. Wer die Rechnung für den eigenen Haushalt durchgehen will, mit Brotgröße, Programm und Strompreis, findet sie auf der Seite zum Stromverbrauch eines Brotbackautomaten.
Die Seite nennt Richtwerte nach Brotgröße, rechnet die Kosten je Laib aus Kilowattstunden, Strompreis und Backdauer vor, vergleicht Automat, Backofen und Bäcker und fragt, wann sich ein neues, sparsameres Gerät gegenüber einem alten rechnet. Für diese Übersicht genügen die beiden Zahlen der Studie, 0,34 und 0,89 Kilowattstunden; wer mit dem eigenen Gerät und dem eigenen Tarif rechnen will, findet dort den Weg.
Die Ökobilanz der Studie zeigt eine Besonderheit dieser Geräteart. Bei den meisten Haushaltsgeräten, etwa Waschmaschinen, stammen über 90 Prozent der Umweltwirkungen aus der Nutzung. Beim Brotbackautomaten, der einmal in der Woche backt, sind es nur rund 68 Prozent beim ineffizienten und rund 58 Prozent beim effizienten Gerät; die Herstellung macht rund 40 Prozent und beim effizienten Gerät über die Hälfte aus. In Treibhausgasen ausgedrückt entstehen im Jahr zwischen 16 und 21 Kilogramm CO2-Äquivalent, je nach Gerät.
Daraus folgt ein Satz, der beim Kauf mehr zählt als jede Wattzahl: Ein Gerät, das lange hält und tatsächlich benutzt wird, ist die eigentliche Ersparnis. Bei einem Automaten, der nach wenigen Monaten im Schrank verschwindet, bleibt vor allem die Herstellung in der Bilanz. Die Studie rechnet für ihre Bilanz mit einer Lebensdauer von sechs Jahren.
Die Nutzenanalyse der Studie nennt, was ein Brotbackautomat jenseits des Stroms leistet. Das Kneten, Gehenlassen und Backen läuft automatisch, nur die Zutaten werden von Hand in die Form gegeben. Der Timer macht das Brot unabhängig von den Ladenöffnungszeiten, und wer strikte Ernährungsauflagen hat, etwa bei Diabetes oder Unverträglichkeiten, bestimmt die Zutaten selbst. Die Studie nennt auch die Kehrseite: Gegenüber dem Bäcker ist das Brot aus dem Automaten wesentlich kostengünstiger, aber aufwendiger, und bei zunehmender Verbreitung könnten die Geräte qualifizierte Arbeitsplätze im Bäckerhandwerk kosten; bei der geringen Marktdurchdringung sah die Studie darin 2013 noch keine Gefahr.
Was im Gerät passiert: Kneten, Gehen, Backen, Warmhalten
Ein Brotbackautomat übernimmt das Kneten des Teigs und das anschließende Backen; je nach Sorte und Menge ist das Brot nach zwei bis fünf Stunden fertig, schreibt TÜV SÜD. Dazwischen liegen Ruhe- und Gehphasen, in denen das Gerät den Teig auf einer Temperatur hält, die die Hefe arbeiten lässt. Die Programme unterscheiden sich vor allem darin, wie lange und wie oft geknetet wird, wie lange der Teig geht und wie heiß und wie lange gebacken wird.
Zwei Programmarten nennt die Studie ausdrücklich. Viele Geräte haben eine Schnellbackfunktion, in der das Brot deutlich schneller fertig ist als im Standardprogramm; beim Strom sparen die Schnellprogramme nach den zitierten Messungen aber wenig, sie lagen bei 263 bis 450 Wattstunden je Brot gegenüber 323 bis 472 im Normalprogramm. Und TÜV SÜD weist darauf hin, dass sich dank einstellbarer Temperaturen zum Gehen des Teigs auch Hefeteige im Automaten herstellen lassen.
Wie unterschiedlich die Phasen Strom ziehen, hat das Öko-Institut an einem älteren Gerät gemessen. Beim Kneten traten häufig Leistungsspitzen auf, die bis auf 1.300 Watt anstiegen; die Warmhaltefunktion pulste immer wieder auf bis zu 1.000 Watt hoch. Die angegebene Leistungsaufnahme der Geräte liegt laut Studie zwischen 450 und 850 Watt. Die Wattzahl auf dem Typenschild beschreibt also nicht jeden Augenblick, sondern eine Nennleistung, um die das Gerät pendelt.
Die Bauart ist nicht neu. Den ersten vollautomatischen Brotbackautomaten für den Haushalt stellte nach der Studie 1986 die Firma Matsushita Electric Industrial in Japan her, die heute Panasonic heißt. Inzwischen bietet fast das ganze Spektrum der Küchengerätehersteller Brotbackautomaten an, dazu viele mittelständische Unternehmen und Hersteller aus Fernost. Unter den 27 erreichbaren Geräten dieses Themenbereichs stammen fünf von Panasonic.
Wie viele Haushalte einen Brotbackautomaten besitzen, ist nicht bekannt. Über Absatzzahlen und die Verbreitung der Geräte lagen der Studie 2013 keine Informationen vor, und auch die hier gelesenen neueren Quellen nennen keine. Bekannt ist nur, dass die Geräte fast ausschließlich in privaten Haushalten stehen.
Weil ein Programm mehrere Stunden läuft, oft über Nacht, zählt auch, was bei einer Unterbrechung geschieht. Die Studie nennt als Merkmal der Zuverlässigkeit, dass einige Geräte während eines Stromausfalls die Einstellungen speichern und ihr Programm danach fortsetzen. Unter den 27 Angeboten nennt eines eine solche Speicherfunktion, für eine Unterbrechung von zehn Minuten.
Eine Regel aus der Pressemitteilung von TÜV SÜD gilt für jedes Gerät: Der Deckel darf während des Backvorgangs nie geöffnet werden, weil das Brot sonst zusammenfallen kann. Wer wissen will, was in jeder Phase geschieht, warum Brote einfallen oder hell bleiben und in welcher Reihenfolge die Zutaten in die Form gehören, liest das in der Erklärung, wie ein Brotbackautomat funktioniert.
Die Erklärung geht den Ablauf vom Kneten über das Gehen bis zum Backen durch, erklärt die Programme von Vollkorn bis Warmhalten und sammelt die häufigsten Ursachen, aus denen ein Brot misslingt, von den Zutaten über die Reihenfolge an. Wer schon ein Gerät hat und mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, beginnt dort, nicht bei den Vergleichen.
Zweite Frage: Wie groß soll das Brot sein?
Brotbackautomaten backen nach dem Öko-Institut Brote von 750 Gramm bis über 1,5 Kilogramm; unter den 27 erreichbaren Geräten dieses Themenbereichs nennt das kleinste 400 Gramm. TÜV SÜD rät zu einem Gerät, das verschiedene Gewichtsklassen erlaubt, damit sich je nach Bedarf ein größeres oder kleineres Brot backen lässt. Für den Einkauf heißt das: Die Brotgröße folgt dem Haushalt, und die Zahl, nach der man sucht, ist das größte Brot, das das Gerät backt.
Diese Zahl ist in den Angeboten schwerer zu finden, als es klingt. Das Datenfeld „Kapazität“, in dem sie stehen sollte, trägt bei den 27 erreichbaren Geräten drei Einheiten: Gramm bei 9, Kilogramm bei 15 und Liter bei 3. Ein Angebot mit „3 Liter“ und eines mit „1 Kilogramm“ lassen sich nicht nebeneinanderlegen, ohne in der Aufzählung oder der Anleitung nachzulesen, welches Brotgewicht gemeint ist. Wer vergleicht, sieht deshalb zuerst nach, ob das Angebot ein Brotgewicht in Gramm nennt.
Das Gerät selbst braucht Platz, auch wenn es nicht backt. Die Datenfelder nennen für 20 der 27 Geräte ein Gewicht; es reicht von 3,5 Kilogramm beim kleinsten Panasonic bis 7,6 Kilogramm beim Moulinex für Baguettes. Die Abmessungen liegen bei 21 bis 35 Zentimetern Tiefe, 22 bis 42 Zentimetern Breite und 27 bis gut 36 Zentimetern Höhe. Ein Gerät mit 36 Zentimetern Höhe passt nicht unter jeden Hängeschrank, und eines mit 7,6 Kilogramm stellt man nicht täglich vom Schrank auf die Arbeitsplatte.
Elf der 27 Angebote nennen ausdrücklich, dass sich verschiedene Brotgrößen wählen lassen. Das ist die Gewichtswahl, zu der TÜV SÜD rät, damit je nach Bedarf ein größeres oder kleineres Brot entsteht. Bei den übrigen steht im Angebot nur die größte Menge.
Für kleine Haushalte stellt sich die Frage umgekehrt: wie klein ein Gerät sein darf. Welche Brotgrößen ein oder zwei Personen realistisch brauchen und welche Geräte Brote unter einem Kilogramm backen, ordnet die Seite zum kleinen Brotbackautomaten ein.
Sie stellt 500 und 750 Gramm in der Praxis gegenüber, fragt, wo kleine Geräte bei der Leistung sparen, welche Programme und welcher Timer trotzdem wichtig sind, und wie sich ein kleines Gerät reinigen und verstauen lässt. Das kleinste Gerät unter den 27 erreichbaren backt laut Datenfeld Brote bis 400 Gramm und nimmt 340 Watt auf; es ist zugleich das leichteste mit 3,5 Kilogramm.
Für vier und mehr Personen gilt das Gegenteil. Die Seite zum Familiengerät geht von Broten mit 1.000 bis 1.500 Gramm aus, über Nacht gebacken; welche Geräte dafür infrage kommen, steht auf der Seite zum Brotbackautomaten für Familien.
Die Wattzahl: was sie sagt und was nicht
Die Wattzahl ist die einzige technische Angabe, die fast jedes Angebot im Themenbereich macht. Bei den 27erreichbaren Geräten reicht sie laut Datenfeld von 340 bis 1.650 Watt. 25 davon liegen in der Spanne von 450 bis 850 Watt, die das Öko-Institut 2013 für den Markt nannte. Die Grafik zeigt, wo die Werte liegen.
- Spanne 2013: 450 bis 850 Watt
- Kleinstes Gerät: 340 Watt — außerhalb des Korridors, Panasonic für Brote bis 400 g
- 13 Geräte: 550 Watt — im Korridor, der häufigste Wert im Feld
- 710 und 720 Watt: 710 Watt — im Korridor, sechs Geräte von KEEPEEZ, JUMMICO und Moulinex
- TZS First Austria: 850 Watt — im Korridor, genau an der Obergrenze
- Moulinex Home Bread: 1650 Watt — außerhalb des Korridors, Baguette-Gerät für bis zu 1,5 kg
Mehr Watt heißt nicht mehr Brot und nicht weniger Strom. Die Wattzahl ist die Nennleistung der Heizung; wie viel Strom ein Brot kostet, hängt davon ab, wie lange und wie oft sie im Programm läuft. Die Studie nennt den Fall, der das zeigt: Zwischen dem effizienten und dem ineffizienten Gerät liegen 36 Prozent Stromverbrauch je Brot, 300 gegen 470 Wattstunden, und diese Zahl steht auf keinem Typenschild.
Für die Steckdose ist die Wattzahl trotzdem nützlich. Ein Gerät mit 550 Watt zieht an 230 Volt rund 2,4 Ampere, eines mit 850 Watt rund 3,7. Das ist für einen Haushaltsstromkreis wenig; die Spitzen beim Kneten, die das Öko-Institut bis 1.300 Watt gemessen hat, sind kurz.
Dritte Frage: Welche Programme braucht man?
Zahl der Programme und Nutzen der Programme sind zwei Dinge. Die Datenfelder der erreichbaren Geräte nennen zwischen12 und 32 Programmen. TÜV SÜD nennt, was ein gutes Gerät haben sollte: verschiedene Heizstufen für den Bräunungsgrad, voreingestellte Sonderprogramme etwa für Vollkorn oder Weißbrot und, für Menschen mit Glutenunverträglichkeit, ein glutenfreies Programm. Manche Geräte kochen auch Marmelade oder backen Kuchen.
Dass die Zahl allein wenig sagt, zeigt sich schon in den Angeboten selbst. Bei einem Gerät nennt der Titel 19 Programme, das Datenfeld 12; welche Zahl die Anleitung bestätigt, steht nicht im Angebot. Die Prüfung, über die der Schweizer Kassensturz 2016 berichtete, beschrieb dasselbe von der anderen Seite: Die Geräte unterschieden sich stark bei der Programmauswahl, und die Backergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus.
Was die Angebote an Sonderprogrammen nennen, lässt sich auszählen. Ein glutenfreies Programm oder glutenfreies Backen erwähnen 15 der 27 Angebote, Sauerteig 7, Kuchen 10, Marmelade 7 und Joghurt ebenfalls 7. Die Studie schrieb 2013, die meisten Backautomaten hätten auch ein Marmeladenprogramm; in den heutigen Angeboten des Themenbereichs nennt es nur gut jedes vierte. Dass ein Programm in der Aufzählung fehlt, heißt allerdings nicht, dass es im Gerät fehlt; die vollständige Liste steht in der Anleitung. Wer den Joghurt danach zu Frozen Joghurt gefrieren will, braucht dafür eine Eismaschine; welche Bauart zu welchem Weg passt, zeigt die Seite zur Eismaschine für Frozen Joghurt.
TÜV SÜD nennt zwei weitere Ausstattungen, die vom Gebrauch abhängen. Manche Geräte lassen sich über eine Smart-Funktion mit dem Handy verbinden und von unterwegs steuern; unter den 27 Angeboten dieses Themenbereichs nennt keines eine App oder eine Verbindung zum Handy. Wer das Brot während der Zubereitung sehen will, braucht nach TÜV SÜD ein Gerät mit Sichtfenster und Innenraumbeleuchtung. Das Sichtfenster ist zugleich die heißeste Stelle außen, wie der Abschnitt zur Sicherheit zeigt.
Die Studie nennt außerdem frei programmierbare Individualprogramme als Merkmal guter Geräte, vor allem für Menschen mit Zöliakie, und begründet das: Glutenfreie Teige verhalten sich anders als solche mit dem Klebereiweiß Gluten, und mit den Standardprogrammen entstehen selten genießbare Ergebnisse. Wer glutenfrei backt, achtet deshalb nicht auf die Zahl der Programme, sondern darauf, ob eines davon glutenfrei ist oder sich eines frei einstellen lässt.
Die Vergabegrundlage macht daraus eine Pflicht für die Anleitung: Hat ein Gerät ein Programm für glutenfreies Brot, muss es besonders hervorgehoben sein, und auch ein Gerät ohne eigenes Programm muss Hinweise für das Backen von glutenfreiem Brot samt Rezepten mitliefern. Von den 27 Angeboten nennen 15 das glutenfreie Backen; ob die Anleitung Rezepte dafür enthält, steht im Angebot nicht.
Welche Programme zum Pflichtumfang gehören, welche Spezialprogramme sich lohnen und woran sich die Qualität eines Programms erkennen lässt, ordnet die Seite zum Brotbackautomaten mit vielen Programmen.
Die Seite trennt Pflichtprogramme wie Standard, Vollkorn, Teig und Timer von Spezialprogrammen wie glutenfrei, Sauerteig, Kuchen und Marmelade und fragt, woran sich die Qualität eines Programms erkennen lässt: an Temperaturführung, Gehzeiten und Bräunung. Sie schließt mit dem Satz, dass Programmqualität mehr zählt als Programmzahl, und das passt zu dem, was die Datenfelder zeigen.
Ein Haken oder zwei, versenkt oder entnommen
Im Inneren steht eine runde oder eckige Form mit einem oder zwei Knethaken. TÜV SÜD rät zu zwei Haken, die rechts- und linksherum drehen, weil sie auch schwere Teige gleichmäßig durchkneten, und zu einem geringen Abstand zwischen Form und Haken. Die Haken sollen sich leicht einsetzen, wechseln und entnehmen lassen und spülmaschinentauglich sein.
Das Loch im Brot ist die Folge der Bauart: Bleiben die Haken beim Backen im Teig, müssen sie nach dem Backen von Hand entfernt werden und hinterlassen eine Lücke. TÜV SÜD beschreibt die beiden Auswege, die der Markt anbietet: Das Gerät versenkt die Haken vor dem Backen selbst, oder sie werden vorher von Hand herausgenommen. Welche Geräte die Haken selbst einziehen und was die Anleitungen darüber genau sagen, legt die Seite zum Brotbackautomaten mit versenkbaren Knethaken nebeneinander.
Wer kein Gerät mit versenkbaren Haken kauft, kann das Loch trotzdem klein halten. Wie das mit dem Herausnehmen vor dem Backen geht, welche Teige anfälliger sind und welche Geräte die Aufgabe auf andere Weise lösen, steht auf der Seite zum Brot ohne Loch aus dem Automaten.
Die Angebote zeigen, wie verbreitet das Loch ist. Keines der 27 Angebote verwendet das Wort „versenkbar“. Eines schreibt, der Knethaken lasse sich vor dem Backvorgang entnehmen, damit kein Loch im Brot entsteht. Vier Angebote führen im Lieferumfang einen eigenen Haken oder Schlüssel zum Entfernen des Knethakens.
Die beiden Seiten zum Thema gehen verschieden vor. Die Seite zu den versenkbaren Knethaken legt fünf Angebote neben fünf Anleitungen und unterscheidet zwei Versprechen, die oft verwechselt werden: versenkbar und entnehmbar. Sie fragt, wann der Haken verschwindet, was danach im Boden des Brotes zurückbleibt und was bei Sauerteig und Vollkorn geschieht. Die Seite zum Brot ohne Loch fragt vom Brot her: warum das Loch entsteht, welche Lösungen es gibt, wie man Schritt für Schritt ohne Loch backt und welche Teige besonders anfällig sind.
Zwei arbeitende Knethaken, zu denen TÜV SÜD rät, nennt ein einziges Angebot. Ein zweites erwähnt zwei Haken, von denen einer als Ersatz beiliegt. Die übrigen Angebote nennen einen Haken oder keine Zahl. Wer schwere Teige backen will, für die TÜV SÜD zwei Haken empfiehlt, findet diese Ausstattung in den Angeboten dieses Themenbereichs also kaum.
Sauerteig, Vollkorn, glutenfrei: das Brot, das man backen will
Kein Gerät kann alles gleich gut. Die Stiftung Warentest prüfte 2005 sechzehn Brotbackautomaten und fand keinen Allrounder; fünf schnitten insgesamt gut ab, jedes mit eigenen Stärken und Schwächen, etwa bei Vollkornbrot, bei glutenfreiem Brot oder bei Backmischungen. Diese Prüfung ist zwanzig Jahre alt, aber der Befund passt zu dem, was die neueren Quellen beschreiben: Die Programme entscheiden über das Ergebnis bei schweren und besonderen Teigen.
Sauerteig ist der Fall, bei dem es auf Gehzeit und Temperaturführung ankommt; von diesen beiden Größen geht die Seite dazu aus. Was im Automaten mit Sauerteig möglich ist, wo die Grenzen liegen und welche Geräte dafür ein eigenes Programm oder eine lange Teigführung haben, behandelt die Seite zum Sauerteigbrot aus dem Brotbackautomaten.
Unter den 27 Angeboten nennen sieben den Sauerteig. Die Seite geht über das Programm hinaus: Sie behandelt Starter, Hydration und Mehl und die typischen Probleme, wenn das Brot einfällt, klitschig bleibt oder zu sauer wird.
Glutenfreies Brot ist der Fall, für den das Öko-Institut den Automaten als besonders nützlich beschreibt, und TÜV SÜD nennt das glutenfreie Programm ausdrücklich als Kaufkriterium. Warum glutenfreie Teige anders behandelt werden, welche Geräte ein eigenes Programm haben und welche Fehler typisch sind, steht beim glutenfreien Backen im Automaten.
Die Seite erklärt, warum glutenfreie Teige anders reagieren, bei der Teigstruktur ebenso wie beim Kneten und Backen, welche Einstellungen ein glutenfreies Programm haben sollte, etwa beim Knetmuster und bei der Temperatur, und welche Zutaten helfen: Bindemittel, die richtige Wassermenge, Mehlmischungen, Hefe. Die typischen Fehler, zu trocken, zu feucht, eingefallen oder mehlig im Geschmack, sind dort einzeln beschrieben.
Für Stollen, Früchtebrot und andere Teige mit vielen Zutaten zur Weihnachtszeit gelten eigene Regeln bei Programm und Zeitpunkt der Zugabe; einen Backplan für die Adventszeit gibt die Seite zum Weihnachtsbacken im Brotbackautomaten.
Timer und Warmhalten: Brot zum Frühstück
Der Timer ist für viele der Grund, einen Automaten zu kaufen. TÜV SÜD nennt eine leicht zu bedienende Timer-Funktion als Merkmal eines guten Geräts, damit das Brot zum gewünschten Zeitpunkt fertig ist, und das Öko-Institut beschreibt den Nutzen so: frisches Brot zu jeder gewünschten Uhrzeit, unabhängig von den Ladenöffnungszeiten. Eine Stundenzahl für die Zeitvorwahl nennen 9 der 27 erreichbaren Angebote in Titel, Aufzählung oder Datenfeld, und sie lautet jedes Mal 13 oder 15 Stunden. Wer abends um 20 Uhr einstellt, kann das Ende damit auf höchstens 9 oder 11 Uhr am nächsten Morgen legen.
Auch die Wartezeit kostet Strom, wenn auch wenig. Die Vergabegrundlage erlaubt bei laufender Zeitvorwahl höchstens 1 Watt bei Geräten mit Display. Eine Nacht mit 13 Stunden Wartezeit kostet damit höchstens 13 Wattstunden, knapp 4 Prozent dessen, was das Brot danach im Backen braucht. Ein Gerät, das diese Grenze nicht einhält, kann mehr verbrauchen; wie viel, steht in keinem Angebot.
Die Warmhaltefunktion folgt auf den Timer: Sie hält das Brot nach dem Backen warm, nach dem Öko-Institut bei vielen Geräten bis zu einer Stunde. 15der 27 Angebote erwähnen sie, eine Dauer nennen 8, und alle 8 nennen dieselbe: eine Stunde. Dass sie sich von Hand abschalten lässt, schreibt keines dieser Angebote; eines nennt eine Abschaltautomatik nach der Warmhaltezeit. Das Öko-Institut hat gemessen, was sie kostet: Eine Stunde Warmhalten braucht rund 37 Wattstunden, etwa 9 Prozent des Stroms für einen ganzen Backvorgang. Die Vergabegrundlage des Blauen Engels verlangt deshalb, dass sie sich ein- und ausschalten lässt und ab Werk ausgeschaltet ist.
Über ein Jahr wird daraus eine kleine, aber vermeidbare Summe. Wer dreimal in der Woche backt und das Brot jedes Mal eine Stunde warmhalten lässt, verbraucht dafür nach den Messwerten der Studie rund 5,8 Kilowattstunden im Jahr, beim Strompreis von 37,0 Cent etwa 2,10 Euro. Wer das Brot gleich nach dem Backen herausnimmt oder das Warmhalten abschaltet, spart das.
Ob Warmhalten der Kruste schadet, wie lange es sinnvoll ist und wofür es sich lohnt, ordnet die Seite zum Warmhalten nach dem Backen ein.
Sie fragt, wie lange und wie warm gehalten wird, für wen sich das lohnt, morgens, beim Backen mit Timer, im Familienalltag, worauf bei Feuchtigkeit und Kondenswasser zu achten ist und welche Alternativen es gibt: das Brot richtig auskühlen lassen, aufbewahren und kurz aufbacken.
Nüsse, Rosinen, Körner: der Zutatenspender
Weil der Deckel während des Backvorgangs geschlossen bleiben muss, rät TÜV SÜD zu einem automatischen Zutatenspender. Er gibt Kerne, Nüsse oder Rosinen zum richtigen Zeitpunkt im Knetvorgang dazu, ohne dass jemand danebenstehen muss. Die Prüfung, über die der Kassensturz 2016 berichtete, wertete einen Zutatenspender als Pluspunkt.
Unter den 27 Angeboten nennen 13 einen Zutatenspender oder ein Zutatenfach, also knapp die Hälfte. Die Studie beschreibt die Technik: Nüsse oder Körner liegen in einem Fach im Deckel und fallen zu einem vom Programm bestimmten Zeitpunkt oder auf Knopfdruck in den Teig. Einige Geräte haben laut Studie zusätzlich eine eingebaute Waage.
Ohne Spender werden solche Zutaten von Hand zugegeben, und wann das geschehen soll, steht in der Anleitung des jeweiligen Geräts. Welche Geräte einen Spender haben und wann er für Stollen und Früchtebrot entscheidet, steht auf der Seite zum Brotbackautomaten mit Nussstreuer.
Wie laut ein Brotbackautomat ist
Wer nachts backt, hört den Knetvorgang. Eine Lautstärke in Dezibel nennt eines der 27 erreichbaren Angebote, und zwar im Titel: „≤30dB“. Wie, wo und in welchem Abstand gemessen wurde, steht in der lesbaren Aufzählung nicht. Damit ist die Lautstärke die zweite Größe nach dem Stromverbrauch, die für den Alltag wichtig ist und in den Angeboten fehlt.
Die Seite zum leisen Brotbackautomaten geht davon aus, dass der Lärm an Motor, Gehäuse und Standfüßen entsteht. Wo genau er herkommt, was Unterlage und Standort bringen und welche Geräte als leiser beschrieben werden, ordnet die Seite zum leisen Brotbackautomaten ein.
Dazu gehören Hinweise zu Unterlage, Standort und Programmwahl und die Frage, ob ein leises Gerät beim Kneten, bei der Kruste und bei der Gleichmäßigkeit Abstriche macht.
Heiß am Sichtfenster: Oberflächen und Sicherheit
Brotbackautomaten werden außen heiß, und das steht in keinem Angebot. Das Öko-Institut berichtet, dass alle elf Geräte einer Messreihe am Sichtfenster Temperaturen von über 85 Grad aufwiesen, und zitiert Messungen der Stiftung Warentest, die am Gehäuse eines Geräts über 120 Grad ergaben. Die Studie beschreibt das als Verbrennungs- und unter Umständen Brandgefahr bei unzureichender Isolierung.
Die Vergabegrundlage des Blauen Engels setzt hier eine Grenze: Berührbare Außenflächen und Sichtfenster dürfen die Oberflächentemperatur nicht überschreiten, unterhalb derer bei einer Kontaktzeit von fünf Sekunden für versehentliches und einer Minute für gewolltes Berühren keine Verbrennung zu erwarten ist. TÜV SÜD nennt das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit als Orientierung; seine Labore prüfen unter anderem die Erhitzung der Oberflächen.
Zwei weitere Punkte der Vergabegrundlage betreffen das Innere des Geräts. Ist es mit einem Sichtfenster ausgestattet, muss das Sichtglas die Anforderungen der Gerätesicherheitsnorm DIN EN 60335 erfüllen. Und werden Mineral-, Glas- oder Steinwolle zur Dämmung verwendet, darf keine davon als krebserzeugend oder krebsverdächtig eingestuft sein; keramische Mineralfasern bestimmter Zusammensetzung sind ganz ausgeschlossen.
Die Studie nennt zudem die Kunststoffteile: Sie sind zur Vorbeugung von Bränden in der Regel mit beträchtlichen Mengen von Flammhemmstoffen versetzt, was je nach Art und Menge Probleme bei der Entsorgung schafft. Aus den Angeboten lässt sich dazu nichts ablesen. Als Material nennen die Datenfelder bei 13 der 27 Geräte Edelstahl, allein oder zusammen mit anderen Werkstoffen, bei acht nur Kunststoff.
Für die Kunststoffe des Gehäuses setzt die Vergabegrundlage Grenzen, die über das Gesetz hinausgehen. Ihnen dürfen keine Stoffe zugesetzt sein, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend eingestuft sind, keine Stoffe der Kandidatenliste nach der REACH-Verordnung, keine halogenhaltigen Polymere und keine halogenorganischen Flammschutzmittel. Ausgenommen sind Kunststoffteile unter 25 Gramm und technisch unvermeidbare Verunreinigungen. Ob ein Gerät das erfüllt, lässt sich ohne Zeichen von außen nicht erkennen.
Für den Standort folgt daraus Praktisches. Ein Brotbackautomat steht während eines Programms mehrere Stunden auf der Arbeitsplatte, oft über Nacht. Die Vergabegrundlage verlangt, dass die Anleitung dafür einen Hinweis gibt: Das Gerät soll bei der Nutzung in ausreichendem Abstand zu einer Wand stehen und nicht unter brennbaren Dingen wie Gardinen oder Oberschränken. Zwei weitere Pflichthinweise betreffen den Anfang und das Ergebnis: Der erste Backvorgang soll in einem Raum mit geöffneten Fenstern stattfinden, und zu stark gebräuntes Backwerk ist aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Verzehr geeignet.
Beschichtung von Form und Knethaken
Backform und Knethaken werden bei jedem Brot beansprucht, und ihre Beschichtung entscheidet mit über die Lebensdauer des Geräts. Das Öko-Institut nennt die Beschichtungen ausdrücklich als Qualitätsmerkmal. Die Vergabegrundlage des Blauen Engels verlangt deshalb eine Gitterschnittprüfung nach DIN EN ISO 2409 mit dem Kennwert 0, also eine Beschichtung, die bei einem Gitter aus Schnitten nicht abplatzt, und sie verlangt, dass alle Bauteile mit Lebensmittelkontakt das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch einhalten.
In den Angeboten steht von beidem wenig. Eine Angabe zum Werkstoff der Beschichtung, etwa PTFE, PFAS-frei oder Keramik, machen 5 der 27 erreichbaren Angebote, eine Prüfung der Haftfestigkeit keines. Ein einziges Angebot nennt das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch und schreibt, die Backform sei nach diesem Standard geprüft; ein Prüfbericht ist dort nicht verlinkt. Wie die eigene Backform zu pflegen ist, steht in der Anleitung; die Vergabegrundlage zeigt nur, wonach ein Hersteller seine Beschichtung prüfen lassen könnte.
Wie weit die Angaben zur Beschichtung tragen, hat eine eigene Seite an elf Angeboten mit Keramikform und vier Herstelleranleitungen geprüft, die über Brotbackautomaten ohne Fluorbeschichtung. In keiner der vier Anleitungen steht PFAS, PTFE oder Teflon, alle vier nennen die Form bei der Pflege eine Antihaftbeschichtung. „PFAS-frei“ schreiben nur drei Angebote einer einzigen Marke, und nur ein Angebot führt über den Namen der Beschichtung bis zu deren Hersteller.
Standby, Timer, Netzschalter: Strom, wenn das Gerät nichts tut
Ein Brotbackautomat, der ein- oder zweimal in der Woche läuft, steht in der Regel fest in der Küche und bleibt am Netz. Das Öko-Institut fand Geräte ohne Netzschalter, die im ausgeschalteten Zustand 1 bis 2,6 Watt aufnahmen. Über ein Jahr sind das, rund um die Uhr gerechnet, 8,8 bis knapp 23 Kilowattstunden, also unter Umständen mehr als die 15,6 Kilowattstunden, die ein effizientes Gerät im Jahr für ein Brot pro Woche braucht.
Die Vergabegrundlage zieht daraus zwei Grenzen. Im Bereitschaftszustand und bei laufender Zeitvorwahl darf ein Gerät ohne Display höchstens 0,5 Watt aufnehmen, eines mit Display höchstens 1 Watt. Und es muss einen zugänglichen Netzschalter haben, mit dem die Aufnahme im ausgeschalteten Zustand auf 0 Watt fällt. Gemessen wird beides nach der Norm DIN EN 62301 für die Standby-Leistungsaufnahme von Haushaltsgeräten. Kein Angebot im Themenbereich nennt einen Netzschalter. Wer sicher sein will, zieht den Stecker oder nutzt eine schaltbare Steckdosenleiste, solange kein Timer läuft.
27 Angebote, 24 Merkmale: was genannt wird und was nicht
Die Befunde der vorigen Abschnitte lassen sich in einer Tabelle zusammenfassen. Sie zählt, wie viele der 27erreichbaren Angebote ein Merkmal in Titel, Aufzählung oder Datenfeld nennen, und stellt daneben den Maßstab, den die Studie des Öko-Instituts, die Vergabegrundlage des Blauen Engels oder TÜV SÜD dafür setzen. Gezählt wurde, ob ein Merkmal erwähnt wird, nicht, ob es zutrifft; ein Merkmal kann im Gerät vorhanden sein und im Angebot fehlen.
| Merkmal | Angebote, die es nennen | Maßstab |
|---|---|---|
| Wattzahl | 27 | 450 bis 850 Watt (Öko-Institut, 2013) |
| Kapazität | 27, in drei Einheiten | wählbare Gewichtsklassen (TÜV SÜD) |
| Zahl der Programme | 27 | Heizstufen, Sonderprogramme (TÜV SÜD) |
| Glutenfreies Backen | 15 | eigenes Programm (TÜV SÜD), frei programmierbar (Öko-Institut) |
| Warmhaltefunktion | 15 | ab Werk aus, abschaltbar (RAL-UZ 169) |
| Warmhaltedauer | 8, jedes Mal eine Stunde | rund 37 Wh je Stunde (Öko-Institut) |
| Zutatenspender | 13 | empfohlen (TÜV SÜD) |
| Wählbare Brotgrößen | 11 | empfohlen (TÜV SÜD) |
| Kuchen | 10 | — |
| Timer mit Stundenzahl | 9, jeweils 13 oder 15 Stunden | höchstens 0,5 oder 1 Watt bei laufendem Timer (RAL-UZ 169) |
| Bräunungsstufen | 9 | verschiedene Heizstufen (TÜV SÜD) |
| Sauerteig | 7 | — |
| Marmelade | 7 | bei den meisten Geräten (Öko-Institut, 2013) |
| Joghurt | 7 | — |
| Werkstoff der Beschichtung | 5 | Gitterschnitt-Kennwert 0 (RAL-UZ 169) |
| Spülmaschine | 5 | Haken spülmaschinentauglich (TÜV SÜD) |
| Zwei arbeitende Knethaken | 1 | empfohlen (TÜV SÜD) |
| Lautstärke in Dezibel | 1 | — |
| Lebensmittelrecht (LFGB) | 1 | Pflicht für Bauteile mit Lebensmittelkontakt (RAL-UZ 169) |
| Stromverbrauch je Brot | 0 | höchstens 0,30 oder 0,33 kWh (RAL-UZ 169) |
| Effizienzklasse | 0 | empfohlen (TÜV SÜD) |
| Netzschalter | 0 | Pflicht, 0 Watt im Aus (RAL-UZ 169) |
| Blauer Engel | 0 | seit 2012 vergeben, derzeit kein Produkt (Label-online) |
| GS-Zeichen | 0 | empfohlen (TÜV SÜD) |
Die Tabelle fällt in drei Teile. Oben stehen die Angaben, die jedes Angebot macht: Wattzahl, Kapazität und Zahl der Programme. In der Mitte stehen Ausstattungsmerkmale, die zwischen einem Drittel und gut der Hälfte der Angebote nennen: glutenfreies Backen, Warmhalten, Zutatenspender, Brotgrößen, Timer. Unten stehen die Angaben, nach denen die Prüfstellen fragen und die fast kein Angebot macht: Stromverbrauch, Effizienzklasse, Netzschalter, Blauer Engel, GS-Zeichen, zwei Knethaken.
Für den Kauf heißt das: Die Merkmale, die sich am Angebot ablesen lassen, sind die, die über den Alltag am wenigsten sagen. Wer wissen will, wie viel Strom ein Gerät braucht, ob es sich vollständig ausschalten lässt oder wie heiß es außen wird, muss die Anleitung lesen oder beim Hersteller fragen. Die Spezialseiten dieses Themenbereichs tun das für ihre jeweilige Frage; der Wegweiser oben zeigt, welche.
Die folgende Tabelle führt die 27 Geräte selbst, mit Wattzahl, Kapazität und Programmzahl aus dem Datenfeld und einer Seite des Themenbereichs, auf der das Gerät eingeordnet ist. Sie ist keine Rangfolge und keine Empfehlung; die steht auf den verlinkten Seiten, jeweils für deren Frage.
| Marke | Modell | Watt | Kapazität | Programme | Steht auf |
|---|---|---|---|---|---|
| Ariete | 132 | 500 | 750 Gramm | 19 | Brotbackautomat: fünf Geräte im Vergleich |
| Clatronic | 263966 | 550 | 3 Liter | 12 | Glutenfreier Brotbackautomat |
| Gastroback | 42823 | 500 | 1 Kilogramm | 18 | Bester Brotbackautomat |
| JUMMICO | MBF-013 | 710 | 1 Kilogramm | 19 | Brotbackautomat mit Programmen |
| Karinear | — | 650 | 907 Gramm | 20 | Brotbackautomat kaufen: Checkliste |
| KEEPEEZ | MBF-010 | 710 | 907 Gramm | 17 | Brotbackautomat für Sauerteig |
| KEEPEEZ | Schwarz-MBF-011 | 710 | 907 Gramm | 17 | Brotbackautomat mit Programmen |
| KEEPEEZ | Silber-MBF-010 | 710 | 1 Kilogramm | 17 | Brotbackautomat: fünf Modelle gegenübergestellt |
| Kitchen in the box | KBM18 | 550 | 900 Gramm | 12 | Brotbackautomat ohne Loch |
| MEDION | MD11011 | 550 | 1 Kilogramm | 12 | Kleiner Brotbackautomat |
| Moulinex | OW210130 | 720 | 1 Kilogramm | 15 | Brotbackautomat ohne Loch |
| Moulinex | OW240E30 | 720 | 1 Kilogramm | 20 | Brotbackautomat: fünf Geräte im Vergleich |
| Moulinex | OW610110 | 1650 | 1,5 Kilogramm | 16 | Brotbackautomat ohne Loch |
| Neretva | PE9709SU | 600 | 1 Kilogramm | 17 | Brotbackautomat für Sauerteig |
| Nutrilovers | Nutri-bread-maker | 550 | 1 Kilogramm | 19 | Kleiner Brotbackautomat |
| Panasonic | SD-B2510WXE | 550 | 1,1 Kilogramm | 21 | Brotbackautomat ohne Loch |
| Panasonic | SD-PN100KXE | 340 | 400 Gramm | 18 | Kleiner Brotbackautomat |
| Panasonic | SD-R2530KXE | 550 | 1 Kilogramm | 30 | Brotbackautomat: fünf Geräte im Vergleich |
| Panasonic | SD-YR2540HXD | 550 | 1,1 Kilogramm | 32 | Bester Brotbackautomat |
| Panasonic | SD-YR2550 | 550 | 1,1 Kilogramm | 31 | Leiser Brotbackautomat |
| Princess | 152009 | 600 | 900 Gramm | 15 | Brotbackautomat: fünf Geräte im Vergleich |
| Profi Cook | 501282 | 550 | 3,1 Liter | 13 | Brotbackautomat mit versenkbaren Knethaken |
| Rommelsbacher | BA 550 | 550 | 2 Liter | 13 | Kleiner Brotbackautomat |
| Russell Hobbs | 27260-56 | 550 | 907 Gramm | 12 | Brotbackautomat ohne Loch |
| Tefal | PF240E | 550 | 1 Kilogramm | 20 | Bester Brotbackautomat |
| TZS First Austria | FA-5150-3 | 550 | 900 Gramm | 13 | Kleiner Brotbackautomat |
| TZS First Austria | FA-5152-3-BA | 850 | 1,25 Kilogramm | 12 | Brotbackautomat: fünf Geräte im Vergleich |
Vierte Frage: Welches Gerät? Die Vergleichsseiten und ihr Zuschnitt
Wer die Fragen nach Größe, Ausstattung und Brot beantwortet hat, sucht ein Gerät. Vier Seiten des Themenbereichs stellen Geräte ohne engeren Zuschnitt nebeneinander, und sie unterscheiden sich in dem, wonach sie fragen. Die Seite zum besten Brotbackautomaten geht von Kruste, Krume und gleichmäßigem Backen aus und davon, welches Brot man backen will.
Sie fragt, was „bester“ bei einem Brotbackautomaten überhaupt heißt, ordnet die Geräte nach Weißbrot, Vollkorn, Mischbrot, Körnerbrot und Brioche und nennt die Funktionen, die nach ihrer Lesart den Unterschied ausmachen, darunter Doppelkneter und Bräunungsstufen. Ein eigener Abschnitt behandelt den Alltag mit Reinigung, Antihaftbeschichtung, Display, Timer und Zutatenfach.
Die Gegenüberstellung von fünf Brotbackautomaten nach Brotgröße ordnet nach 500, 750 und 1.000 Gramm und beschreibt typische Schwächen wie eingefallene Brote oder helle Kruste. Die Seite mit fünf gegenübergestellten Modellen fragt vor allem nach Einkneter und Doppelkneter.
Wer eine Liste zum Abhaken will, bevor er bestellt, findet sie in der Checkliste gegen den Fehlkauf, mit Größe, Programmen, Kruste und Reinigung. Alle vier Seiten sind älter als diese Übersicht und folgen einem früheren Aufbau; für Fragen zu einer bestimmten Ausstattung sind die Spezialseiten oben genauer.
Die Checkliste rechnet die Größe nach 500, 750 und 1.000 Gramm, nennt die Programme, die zählen, von Vollkorn über Timer und Teig bis glutenfrei, und widmet der Reinigung einen eigenen Abschnitt, weil Form, Haken und Deckel im Alltag die meiste Arbeit machen. Die Prüfliste unten fasst die Fragen dieser Übersicht für den Moment vor der Bestellung zusammen.
Wer sich schon für eine Marke entschieden hat, findet für Panasonic eine eigene Seite, die über den Brotbackautomaten von Panasonic. Sie stellt fünf der neun Modelle auf der deutschen Herstellerseite nach vier Gabelungen nebeneinander: Menge, Hefeverteiler, Getreide und Eis. Grundlage sind die Datenblätter des Herstellers; fünf von sieben Panasonic-Produktangeboten widersprechen ihnen in mindestens einer Angabe.
Prüfliste vor der Bestellung
- Wie groß soll das Brot sein? Steht im Angebot ein Brotgewicht in Gramm oder nur ein Volumen in Litern?
- Lassen sich mehrere Brotgrößen wählen, wie TÜV SÜD rät?
- Welche Wattzahl steht im Datenfeld, und liegt sie zwischen 450 und 850 Watt?
- Gibt es ein glutenfreies Programm oder ein frei einstellbares, wenn glutenfrei gebacken wird?
- Wie viele Knethaken arbeiten, und lassen sie sich vor dem Backen entnehmen?
- Gibt es einen Zutatenspender für Nüsse, Körner und Rosinen?
- Wie viele Stunden Zeitvorwahl erlaubt der Timer, 13 oder 15?
- Lässt sich das Warmhalten abschalten?
- Hat das Gerät einen Netzschalter, oder muss der Stecker gezogen werden?
- Wie hoch ist das Gerät, und passt es unter den Hängeschrank, mit Abstand zu Wand und Gardine?
- Führt der Hersteller Backform und Knethaken als Ersatzteile?
- Welche Garantie gibt der Hersteller, und gilt sie auch für Backform und Haken?
Der Weg zur passenden Seite
Der Assistent fasst die Wege dieser Übersicht in drei Fragen zusammen: wo man gerade steht, wer mitisst und was einem am wichtigsten ist. Jede Antwort führt zu der Seite, die die Frage am genauesten behandelt.
Welche Brotbackautomat-Seite passt?
Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt. Jede Zuordnung führt zu einer Seite dieses Themenbereichs.
Ergebnis
Brotbackautomat: Stromverbrauch
Kosten je Brot, Vergleich mit Backofen und Bäcker, und wann sich das Gerät rechnet.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Stand: Ich überlege, ob sich ein Gerät lohnt, dann Brotbackautomat: Stromverbrauch. Kosten je Brot, Vergleich mit Backofen und Bäcker, und wann sich das Gerät rechnet. Zur Stromrechnung
- Wenn Stand: Ich habe schon eines, dann Wie funktioniert ein Brotbackautomat?. Kneten, Gehen, Backen, Programme und die häufigsten Ursachen, wenn Brot misslingt. Zur Erklärung
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Thema: Sauerteig, dann Brotbackautomat für Sauerteig. Lange Teigführung, Temperatur und Programme für Sauerteigbrot. Zum Sauerteig
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Thema: Glutenfrei, dann Glutenfreier Brotbackautomat. Geräte mit glutenfreiem Programm und die typischen Fehler bei glutenfreien Teigen. Zum glutenfreien Backen
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Thema: Kein Loch im Brot, dann Brotbackautomat mit versenkbaren Knethaken. Fünf Angebote und fünf Anleitungen, abgeglichen bei der Frage, wann und wie der Haken verschwindet. Zu den versenkbaren Knethaken
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Thema: Frisches Brot am Morgen, dann Brotbackautomat mit Warmhaltefunktion. Timer und Warmhalten: wie lange, wie warm, und was es mit der Kruste macht. Zum Warmhalten
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Thema: Wenig Lärm, dann Leiser Brotbackautomat. Wo der Lärm entsteht und was Standort und Unterlage bringen. Zu den leisen Geräten
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Haushalt: Eine oder zwei und Thema: Ein gutes Allroundgerät, dann Kleiner Brotbackautomat. Geräte für kleinere Brote und wenig Platz in der Küche. Zu den kleinen Geräten
- Wenn Stand: Ich will ein Gerät kaufen und Haushalt: Vier oder mehr und Thema: Ein gutes Allroundgerät, dann Brotbackautomat für Familien. Geräte für ein Kilogramm Brot und mehr, über Nacht gebacken. Zu den Familiengeräten
- In jedem anderen Fall: Brotbackautomat kaufen: Checkliste. Für diese Kombination hilft die Checkliste gegen den Fehlkauf am meisten.
Zuordnung nach den 20 Seiten des Themenbereichs, Stand 13.10.2026.
Der Assistent fragt zuerst nach dem Stand, weil die Antworten für Unentschlossene, Käufer und Besitzer auf verschiedenen Seiten stehen. Wer schon ein Gerät hat, braucht keinen Vergleich, sondern die Erklärung, warum ein Brot misslingt.
Was Prüfungen ergeben haben: 2005, 2016 und seitdem wenig
Unabhängige Prüfungen von Brotbackautomaten sind selten und alt. Die jüngste Untersuchung der Stiftung Warentest, die in den hier gelesenen Quellen auftaucht, stammt vom März 2005: sechzehn Geräte, fünf insgesamt gut, kein Allrounder. Aus derselben Untersuchung stammen die Messwerte, die das Öko-Institut 2013 zitierte: 323 bis 472 Wattstunden je Brot und über 120 Grad an einem Gehäuse.
Der Schweizer Kassensturz berichtete im Oktober 2016 über eine Prüfung des ETM Testmagazins mit neun Geräten. Die Gewichtung ist aufschlussreich: 60 Prozent entfielen auf die Leistung, also Aufgehvolumen, Kruste und Krume, 20 Prozent auf die Handhabung und je 10 Prozent auf Sicherheit und Ausstattung. Die Backergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus, und Geräte mit Zutatenspender erhielten einen Pluspunkt. Standsicherheit und Verbrennungsgefahr waren Prüfkriterien; zu den Ergebnissen dabei sagt der frei zugängliche Bericht nichts, und die Einzelergebnisse sind kostenpflichtig.
Die Studie des Öko-Instituts zitiert außerdem eine Prüfung von Haus & Garten Test mit zehn Geräten, bei der das ineffizienteste Gerät für ein Brot von 750 Gramm im Normalprogramm 0,5 Kilowattstunden brauchte. Eine neuere Prüfung des Stromverbrauchs, die alle drei Größen misst, Brotgröße, Strom je Brot und Bereitschaft, ist in den hier gelesenen Quellen nicht zu finden.
Nach dem Kauf: Ersatzteile, Lebensdauer, Entsorgung
Bei der Nutzung werden vor allem Knethaken und Backform beansprucht, schreibt das Öko-Institut. Weil beide für das jeweilige Gerät gemacht sind, gehört ihre Verfügbarkeit zu den Qualitätsmerkmalen: Bei qualitativ hochwertigen Geräten sind sie laut Studie mindestens fünf Jahre nach dem Ende der Produktion als Ersatzteil erhältlich. Für ihre Ökobilanz setzt die Studie eine Lebensdauer von sechs Jahren an.
Die Vergabegrundlage macht daraus zwei Zusagen, die ein Hersteller mit dem Zeichen geben müsste. Ersatzteile, die im üblichen Gebrauch ausfallen können, müssen mindestens fünf Jahre nach dem Ende der Produktion lieferbar sein; ästhetische Teile sind ausgenommen. Und der Hersteller muss mindestens zwei Jahre Garantie geben, wobei Backform und Knethaken ausdrücklich von der Garantie ausgenommen sind. Gerade die beiden Teile, die nach der Studie am stärksten beansprucht werden, fallen also nicht unter die Garantie, sondern unter die Ersatzteilzusage.
Was in den Unterlagen eines solchen Geräts stehen muss, zählt die Vergabegrundlage einzeln auf: die Leistungsaufnahme im Betrieb, Hinweise zum Stromsparen, die Ersatzteilverfügbarkeit, die Entsorgung nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz, allgemeine Reinigungshinweise mit dem Hinweis, das Gerät vor der ersten Nutzung zu reinigen, und die Hinweise zu Standort, erstem Backvorgang, Bräunung und glutenfreiem Brot. Wer eine Anleitung vor dem Kauf lesen kann, findet an dieser Liste, was eine gute Anleitung enthält.
Vor dem Kauf lohnt deshalb ein Blick, ob der Hersteller Form und Haken einzeln führt, und nach dem Kauf, wo die Artikelnummern stehen. Welche Hersteller die Mechanik versenkbarer Haken in der Anleitung beschreiben, steht auf der Seite zu den versenkbaren Knethaken.
Was das für einen Besitzer heißt, dessen Form oder Haken verschlissen ist, beschreibt die Seite über Ersatzteile für den Brotbackautomaten. Das europäische Recht auf Reparatur, das seit dem 31. Juli 2026 angewendet wird, erfasst Brotbackautomaten nicht; von 37 erfassten Angeboten nennen sieben eine Ersatzteilfrist, zwischen einem und fünfzehn Jahren und beim selben Hersteller widersprüchlich; und bei Unold stehen Form und Kneter mit Teilenummer und Bestellformular in der Anleitung.
Ausgediente Geräte fallen als Haushaltskleingeräte unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz und tragen dessen Kennzeichnung; sie gehören nicht in den Hausmüll, sondern zur Sammelstelle für Elektroaltgeräte. Das Öko-Institut geht in seiner Ökobilanz davon aus, dass die Metalle stofflich verwertet und die Kunststoffe verbrannt werden.
Ohne Automat: Backofen, Knetmaschine, Bäcker
Wer selten backt, braucht keinen Automaten. Der Backofen backt dasselbe Brot, braucht dafür nach dem Öko-Institut aber rund 0,89 statt 0,34 Kilowattstunden, und das Kneten bleibt Handarbeit oder Sache einer Küchenmaschine. Für zwei Brote im Monat sind das beim Strompreis von 37,0 Cent rund 40 Cent mehr im Monat.
Wer vor allem das Kneten abgeben will, aber Form und Kruste selbst bestimmen möchte, ist mit einer Knetmaschine oder Küchenmaschine besser bedient: Sie knetet den Teig, gebacken wird im Ofen, in jeder Form und Größe. Welche Geräte dafür taugen, ordnet die Seite zur Knetmaschine für Brotteig ein.
Und wer kleine Mengen im Backofen backen will, ohne den großen Ofen anzuheizen, findet eine weitere Möglichkeit beim Minibackofen, der allerdings nicht knetet. Der Bäcker bleibt die Lösung ohne Strom und ohne Zeit, aber mit dem höchsten Preis je Brot.
Was in diesem Themenbereich fehlt
Drei Fragen tauchen in der Suche häufig auf und haben hier noch keine eigene Seite. Die erste betrifft das misslungene Brot: Es fällt ein, geht nicht auf, bleibt innen feucht oder löst sich nicht aus der Form. Einen Teil davon erklären die Seiten zur Funktionsweise und zum Vergleich; eine Seite, die von den Fehlerbildern ausgeht, fehlt.
Die zweite betrifft die Reinigung: festsitzende Knethaken, eingebackene Teigreste, die Pflege der Beschichtung. Die dritte betrifft Ersatzteile, vor allem Backformen und Haken, wenn die Beschichtung nachlässt. Für alle drei gilt bis dahin, was die Anleitung des eigenen Geräts sagt, und für die Beschichtung das, was oben aus der Vergabegrundlage steht.
Rezepte stehen auf diesen Seiten bewusst nur am Rand. Der Themenbereich behandelt das Gerät und die Entscheidung für eines; für Rezepte sind die Anleitungen und Rezepthefte der Hersteller die bessere Quelle, weil sie auf die Programme des jeweiligen Geräts abgestimmt sind.
Stand der Angaben und was sich ändern kann
Die Zahlen dieser Seite haben drei Jahrgänge. Die Angebotsdaten stammen vom 13.10.2026: 29 Kennungen aus den Seiten des Themenbereichs, davon 27 mit auswertbarem Produktangebot und 2 ohne lesbare Seite oder ohne Angebot. Die Verbrauchs- und Temperaturwerte stammen aus der Studie des Öko-Instituts von 2013 und den Messungen der Stiftung Warentest von 2005. Die Kaufkriterien von TÜV SÜD stammen vom Dezember 2023.
Am ehesten ändern kann sich der Befund vom Anfang. Sobald ein Hersteller den Blauen Engel für Brotbackautomaten erhält oder einen Stromverbrauch je Brot nach dem Messverfahren der Vergabegrundlage veröffentlicht, gibt es zum ersten Mal eine Zahl, nach der sich Geräte beim Strom vergleichen lassen. Nachzusehen ist das bei der Datenbank Label-online und in den Angeboten selbst, im Datenfeld und in der Aufzählung.
Ebenso kann sich das Feld der Geräte ändern: Brotbackautomaten werden wie andere Küchengeräte in neuen Ausführungen angeboten. Die nächste Prüfung dieser Seite liest die Angebote erneut aus, zählt die Einheiten im Feld „Kapazität“ nach und sieht nach, ob die Vergabegrundlage des Blauen Engels erneuert oder zurückgezogen wurde. Welche Seite für die eigene Frage jetzt die richtige ist, zeigt der Wegweiser am Anfang dieser Übersicht, und wer noch nicht weiß, wo er steht, beginnt mit der Frage, ob sich ein Gerät lohnt, auf der Seite zum Strom je Brot im Automaten.

