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Wie funktioniert ein Brotbackautomat? Einfach erklärt – damit dein Brot sicher gelingt

Wie funktioniert ein Brotbackautomat? Alles zu Kneten, Gehen, Backen, Programmen und warum Brot misslingt. Praxis-Tipps für bessere Ergebnisse.

Redaktionell geprüft
Quellenbasierte Einordnung
Autor & Redaktion
Sarah Leitner
Verantwortliche Redaktion
Sarah Leitner

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Stand des Artikels
Veröffentlicht
03.02.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Ein Brotbackautomat backt Brot vollautomatisch in drei Schritten: Kneten, Gehen lassen und Backen. Die Maschine mischt die Zutaten, kontrolliert Temperatur und Zeit und backt das Brot fertig – alles auf Knopfdruck. Klingt simpel, aber im Detail passiert viel mehr: Sensoren überwachen die Teigkonsistenz, Heizelemente regulieren die Temperatur in jeder Phase, und intelligente Programme passen sich an verschiedene Mehlsorten an. In diesem Ratgeber erfährst du, wie ein Brotbackautomat im Detail funktioniert und warum manche Brote perfekt werden – und andere misslingen.

Viele denken, Brotbackautomaten seien nur glorifizierte Rührschüsseln mit Heizstab. Aber moderne Geräte sind hochkomplexe Küchenmaschinen mit präziser Temperaturregelung, programmierbaren Knet-Algorithmen und dualen Heizsystemen für knusprige Krusten. Verstehst du die Funktionsweise, kannst du gezielt optimieren und aus jedem Automaten bessere Brote herausholen. → Zum Brotbackautomat-Überblick

Der Ablauf: Kneten → Gehen → Backen (und was die Maschine dabei steuert)

Jedes Brotbackprogramm durchläuft drei Hauptphasen – aber was passiert dabei wirklich im Inneren der Maschine? Hier die detaillierte Erklärung:

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Phase 1: Kneten (10–30 Minuten)

Was passiert: Der Knethaken rotiert und mischt alle Zutaten zu einem homogenen Teig. Dabei wird Gluten entwickelt – das Eiweiß-Netzwerk, das dem Brot Struktur und Elastizität gibt. Der Teig wird geschmeidig, elastisch und lässt sich ausziehen, ohne zu reißen.

Was die Maschine steuert:

  • Knetgeschwindigkeit: Premium-Modelle wie der Panasonic variieren die Geschwindigkeit – erst langsam zum Mischen, dann schneller für die Glutenentwicklung. Budget-Modelle kneten mit konstanter Geschwindigkeit.
  • Knetdauer: Vollkorn-Programme kneten länger (20-30 Min.), weil die groben Mehlpartikel mehr Zeit brauchen. Weißmehl-Programme kneten kürzer (10-15 Min.).
  • Temperaturkontrolle: Die Maschine hält den Teig bei 20-25 °C – die optimale Temperatur für Hefeaktivität. Bei zu warmer Raumtemperatur kühlt sie aktiv, bei kalter heizt sie leicht vor.
  • Teigkonsistenz-Sensoren: Premium-Modelle haben Sensoren, die Teigkonsistenz messen. Ist der Teig zu trocken, verlängert die Maschine die Knetzeit. Ist er zu feucht, verkürzt sie.

Praxis-Tipp: Öffne nach 10 Min. Kneten den Deckel und prüfe den Teig. Er sollte sich zu einer glatten Kugel formen lassen. Ist er zu krümelig, füge 1 EL Wasser hinzu. Ist er zu klebrig, füge 1 EL Mehl hinzu.

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Phase 2: Gehen lassen (60–180 Minuten)

Was passiert: Die Hefe fermentiert den Zucker im Teig und produziert CO₂-Gas. Das Gas bläht den Teig auf – er verdoppelt oder verdreifacht sein Volumen. Dabei entwickelt sich der typische Brot-Geschmack durch Nebenprodukte der Fermentation (Milchsäure, Essigsäure, Alkohole).

Was die Maschine steuert:

  • Temperaturregelung: Die optimale Gehtemperatur liegt bei 25-30 °C. Die Maschine heizt die Backform leicht an und hält diese Temperatur konstant. Premium-Modelle passen die Temperatur automatisch an Raumtemperatur und Teigkonsistenz an.
  • Gehzeit: Schnellprogramme gehen nur 60 Min., Standardprogramme 90-120 Min., Sauerteig-Programme bis 24 Stunden. Längeres Gehen = intensiverer Geschmack, bessere Porung.
  • Zwischenkneten: Manche Programme kneten nach 60 Min. Gehzeit nochmal kurz, um den Teig zu entgasen und neu aufgehen zu lassen – das verbessert die Porung.
  • Feuchtigkeitskontrolle: Premium-Modelle halten die Luftfeuchtigkeit in der Backform hoch (80-90 %), damit der Teig nicht austrocknet. Budget-Modelle haben keine Feuchtigkeitskontrolle – der Teig kann an der Oberfläche eine Haut bilden.

Praxis-Tipp: Bei Budget-Modellen ohne Feuchtigkeitskontrolle kannst du ein feuchtes Tuch über den Lüftungsschlitz legen (nicht blockieren!) – das erhöht die Luftfeuchtigkeit und verhindert Hautbildung auf dem Teig.

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Phase 3: Backen (45–70 Minuten)

Was passiert: Die Heizelemente heizen die Backform auf 180-220 °C. Das CO₂ dehnt sich durch die Hitze aus und bläht den Teig ein letztes Mal auf (Ofentrieb). Ab 60 °C sterben die Hefezellen ab. Ab 80 °C gerinnt das Gluten und gibt dem Brot Struktur. Ab 100 °C verdampft Wasser – die Kruste trocknet und wird knusprig. Die Maillard-Reaktion (Bräunung) beginnt ab 140 °C und erzeugt den typischen Röst-Geschmack.

Was die Maschine steuert:

  • Temperaturverlauf: Die Backtemperatur steigt schrittweise: erst 180 °C für Ofentrieb (10 Min.), dann 200-220 °C zum Durchbacken (30-40 Min.), am Ende 190 °C zum sanften Fertigbacken (10 Min.).
  • Duales Heizsystem: Premium-Modelle haben zwei Heizelemente (oben + unten) für gleichmäßige Bräunung. Budget-Modelle haben nur ein Heizelement (unten) – die Kruste wird ungleichmäßig gebräunt.
  • Bräunungsstufen: Du kannst zwischen hell, mittel und dunkel wählen. Die Maschine passt die Backzeit und Temperatur am Ende an: Hell = 5 Min. weniger, Dunkel = 5 Min. mehr bei höherer Temperatur.
  • Kerntemperatur-Kontrolle: Premium-Modelle haben Temperatursensoren, die Kerntemperatur des Brots messen. Bei 95-98 °C ist das Brot fertig – die Maschine schaltet ab, egal wie lange das Programm noch laufen würde. Brotbackautomat Test

Praxis-Tipp: Wähle immer die dunkelste Bräunungsstufe für knusprige Krusten. Zu helle Krusten schmecken labberig. Falls die Kruste zu dunkel wird, kannst du beim nächsten Mal das Brot 5 Min. vor Programmende entnehmen.

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Phase 4: Warmhalten (optional, 60 Minuten)

Was passiert: Nach dem Backen hält die Maschine das Brot bei 50-60 °C warm. Das verhindert, dass das Brot auskühlt und hart wird, wenn du nicht sofort zuhause bist.

Vorsicht: Längeres Warmhalten macht die Kruste weicher – Feuchtigkeit kondensiert in der geschlossenen Backform. Entnimm das Brot deshalb so schnell wie möglich nach dem Backen und lass es auf einem Gitter auskühlen.

Programme verstehen: Vollkorn, Schnell, Teig, Timer, Warmhalten

Brotbackautomaten haben 12-36 verschiedene Programme – aber was unterscheidet sie wirklich? Hier die wichtigsten Programme erklärt:

Basic / Standard (3–4 Stunden)

Wofür: Normales Weißbrot, Mischbrot, Toast. Das Universal-Programm für alle einfachen Brote.

Ablauf: Kneten 15 Min. → Gehen 90 Min. → Zwischenkneten 5 Min. → Gehen 60 Min. → Backen 50 Min.

→ Nutze dieses Programm als Basis und experimentiere mit verschiedenen Mehlsorten.

Vollkorn (4–5 Stunden)

Wofür: Vollkornbrot, Mehrkornbrot, Roggenbrot. Für schwere Mehlsorten mit groben Partikeln.

Ablauf: Kneten 25 Min. (länger!) → Gehen 120 Min. (länger!) → Zwischenkneten 5 Min. → Gehen 60 Min. → Backen 60 Min. (länger!).

→ Vollkorn braucht mehr Zeit zum Quellen. Die längere Knetzeit entwickelt mehr Gluten, die längere Gehzeit mehr Geschmack.

Schnellbrot (1,5–2 Stunden)

Wofür: Wenn es schnell gehen muss. Brot in 90-120 Minuten statt 3-4 Stunden.

Ablauf: Kneten 10 Min. → Gehen 30 Min. (viel kürzer!) → Backen 50 Min.

Nachteil: Weniger Geschmack (kurze Fermentation), dichtere Krume (kurze Gehzeit), ungleichmäßige Porung. Funktioniert nur mit viel Hefe und warmem Wasser.

→ Nutze Schnellbrot nur im Notfall. Die Qualität ist deutlich schlechter als bei Standard-Programmen.

Glutenfrei (3–4 Stunden)

Wofür: Brot aus glutenfreiem Mehl (Reis, Mais, Buchweizen). Für Menschen mit Zöliakie.

Ablauf: Kneten 5 Min. (kürzer!) → Gehen 60 Min. → Backen 60 Min. Glutenfreie Teige haben kein Glutennetzwerk – sie brauchen weniger Kneten und gehen weniger auf.

Nachteil: Glutenfreies Brot ist generell dichter, trockener und bröseliger als normales Brot.

→ Verwende fertige glutenfreie Brotbackmischungen – sie enthalten Zusätze (Xanthan, Guarkernmehl), die das fehlende Gluten ersetzen.

Teig / Nur Kneten (1,5 Stunden)

Wofür: Teig vorbereiten ohne backen. Für Pizza, Brötchen, Hefezopf, die du im Ofen fertig backst.

Ablauf: Kneten 15 Min. → Gehen 90 Min. → Fertig. Die Maschine schaltet ab, du entnimmst den Teig und formst ihn manuell.

→ Sehr praktisch für Hobby-Bäcker! Der Automat übernimmt das mühsame Kneten, du hast perfekten Teig für eigene Kreationen.

Timer / Zeitvorwahl (bis 15 Stunden)

Wofür: Programmieren, wann das Brot fertig sein soll. Abends Zutaten einfüllen, morgens von frischem Brotduft geweckt werden.

Funktionsweise: Du stellst ein, wann das Brot fertig sein soll (z.B. in 10 Stunden). Die Maschine berechnet rückwärts, wann sie starten muss, und beginnt automatisch.

Wichtig: Verwende nur trockene Hefe (nicht frische) und lege Hefe und Salz getrennt ein – sie dürfen nicht vorher in Kontakt kommen. Bester Brotbackautomat

Redaktionelle Einordnung zu Programmen:

90 % aller Nutzer verwenden nur 3-5 Programme regelmäßig: Basic, Vollkorn, Schnell, Teig und Timer. Die restlichen 30+ Programme (Brioche, Baguette, Kuchen, Marmelade, Joghurt) sind Nice-to-Have, aber nicht essentiell. Wichtiger als die Anzahl der Programme sind: Variable Knetgeschwindigkeit, intelligente Temperaturregelung, duales Heizsystem und 3 Bräunungsstufen.

Warum Brot misslingt: die häufigsten Ursachen (Zutaten, Reihenfolge, Temperatur)

Selbst mit guten Brotbackautomaten kann Brot misslingen. Meist liegt es an falschen Zutaten, falscher Reihenfolge oder falscher Temperatur – nicht am Gerät. Hier die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest:

Problem 1: Brot fällt in der Mitte ein

Ursachen:

  • Zu viel Hefe: Der Teig geht zu stark auf und kollabiert beim Backen. Reduziere Hefe um 20 %.
  • Zu viel Wasser: Der Teig ist zu weich und kann sich nicht halten. Reduziere Wasser um 10-20 ml.
  • Zu warme Raumtemperatur: Bei über 25 °C geht der Teig zu schnell. Backe abends oder nutze kälteres Wasser (10 °C).
  • Zu lange Gehzeit: Schnellprogramme bei warmer Raumtemperatur führen zu Übergärung. Nutze Standard-Programme.

Lösung: Verwende 10-20 % weniger Hefe als im Rezept angegeben. Miss das Wasser genau ab. Backe bei Raumtemperaturen unter 20 °C.

Problem 2: Kruste zu hell oder zu weich

Ursachen:

  • Helle Bräunungsstufe gewählt: Offensichtlich. Wähle die dunkelste Stufe.
  • Budget-Modell mit nur einem Heizelement: Nur unten wird gebräunt, oben bleibt hell. Upgrade zu einem Modell mit dualem Heizsystem.
  • Zu viel Fett im Teig: Butter, Öl oder Milch machen die Kruste weicher. Reduziere Fett oder verwende Wasser statt Milch.
  • Warmhaltefunktion zu lange: Feuchtigkeit kondensiert und macht die Kruste labberig. Entnimm das Brot sofort nach dem Backen.

Lösung: Wähle die dunkelste Bräunungsstufe. Entnimm das Brot sofort nach dem Backen. Alternativ: Brot nach dem Automaten 5 Min. bei 220 °C im Ofen nachbräunen.

Problem 3: Teig wird nicht sauber geknetet (Mehlnester)

Ursachen:

  • Zu schwacher Knethaken: Budget-Modelle haben schwächere Motoren. Der Teig bleibt am Rand kleben.
  • Falsche Zutaten-Reihenfolge: Flüssigkeiten müssen zuerst rein, dann Mehl, dann Hefe obenauf. Sonst bilden sich Klumpen.
  • Zu trockener Teig: Zu wenig Wasser – der Teig wird nicht glatt. Füge 1-2 EL Wasser hinzu.

Lösung: Stoppe den Automaten nach 10 Min. Kneten, schabe Mehlreste vom Rand mit einem Teigschaber ab und starte neu. Bei Budget-Modellen manchmal nötig.

Problem 4: Brot zu dicht oder zu fest

Ursachen:

  • Zu wenig Wasser: Der Teig ist zu fest und geht nicht auf. Erhöhe Wasser um 10-20 ml.
  • Alte Hefe: Die Hefe ist abgestorben oder inaktiv. Verwende frische Hefe (max. 6 Monate alt).
  • Zu kalte Zutaten: Kaltes Wasser oder kalte Eier verzögern die Hefeaktivität. Verwende lauwarmes Wasser (30-35 °C).
  • Zu kurze Gehzeit: Schnellprogramme geben nicht genug Zeit zum Aufgehen. Nutze Standard-Programme.

Lösung: Verwende lauwarmes Wasser (30-35 °C) und frische Hefe. Wähle längere Programme (Vollkorn statt Basic). Erhöhe Wasser um 10-20 ml.

Problem 5: Brot geht nicht auf (bleibt flach)

Ursachen:

  • Hefe mit Salz vermischt: Salz tötet Hefe ab. Hefe und Salz müssen getrennt bleiben – Hefe obenauf, Salz ins Mehl mischen.
  • Zu heißes Wasser: Über 40 °C tötet Hefe ab. Verwende lauwarmes Wasser (30-35 °C).
  • Abgelaufene Hefe: Teste die Hefe vorher: 1 TL Hefe + 1 TL Zucker + 50 ml warmes Wasser → nach 10 Min. sollte es schäumen.

Lösung: Halte Hefe und Salz getrennt. Verwende lauwarmes Wasser (30-35 °C). Teste die Hefe vorher auf Aktivität.

Bräunung & Kruste: Welche Einstellungen wirklich etwas bringen

Die Kruste ist der größte Unterschied zwischen gutem und mittelmäßigem Brot. Aber welche Einstellungen beeinflussen die Kruste wirklich? Hier die wichtigsten Faktoren:

1. Bräunungsstufe: Hell vs Mittel vs Dunkel

Was passiert: Die Bräunungsstufe beeinflusst die Backzeit und Temperatur am Ende des Programms. Hell = 5 Min. weniger bei 190 °C. Dunkel = 5 Min. mehr bei 210 °C.

Unsere Empfehlung: IMMER die dunkelste Stufe wählen. Eine knusprige, dunkle Kruste schmeckt 10x besser als eine weiche, helle. Falls die Kruste zu dunkel wird, kannst du das Brot 5 Min. vor Programmende entnehmen.

→ Die meisten Nutzer wählen „Mittel" – ein Fehler! Mittel = labberig. Dunkel = knusprig.

2. Duales Heizsystem: Oben + Unten vs Nur Unten

Was passiert: Premium-Modelle haben zwei Heizelemente (oben + unten) für gleichmäßige Bräunung. Budget-Modelle haben nur ein Heizelement (unten) – die Oberseite bleibt heller.

Unsere Empfehlung: Falls du ein Budget-Modell mit nur einem Heizelement hast: Brot nach dem Automaten 5 Min. bei 220 °C Oberhitze im Ofen nachbräunen. Das bringt die fehlende obere Bräunung.

→ Duales Heizsystem ist der größte Unterschied zwischen Premium und Budget.

3. Fett & Zucker im Teig: Weicher vs Knusprig

Was passiert: Fett (Butter, Öl, Milch) und Zucker machen die Kruste weicher und zarter. Kein Fett = knusprige Kruste. Viel Fett = weiche Kruste.

Unsere Empfehlung: Für knusprige Krusten: Verwende nur Wasser, kein Fett, keinen Zucker. Für weiche Krusten (Toast, Brioche): Verwende Butter, Milch und Zucker.

→ Französisches Brot ist knusprig (nur Mehl, Wasser, Hefe, Salz). Toast ist weich (mit Butter, Milch, Zucker).

4. Dampf-Trick: Knusprigste Kruste überhaupt

Was passiert: Professionelle Bäcker backen mit Dampf in den ersten 10 Minuten – das hält die Oberfläche feucht und ermöglicht mehr Ofentrieb. Nach 10 Min. verdampft der Dampf und die Kruste wird knusprig-krachend.

Wie du es nachmachst: Stoppe den Backvorgang nach 10 Min., sprühe mit einer Sprühflasche 5-10 Spritzer Wasser auf die Teigoberfläche und schließe sofort den Deckel. Der Dampf erzeugt eine knusprigere Kruste.

→ Dieser Trick funktioniert nur bei Premium-Modellen mit dualem Heizsystem. Budget-Modelle haben oft Lüftungsschlitze – der Dampf entweicht.

5. Warmhaltefunktion: Kruste-Killer Nr. 1

Was passiert: Nach dem Backen hält die Maschine das Brot bei 50-60 °C warm. Feuchtigkeit kondensiert in der geschlossenen Backform und macht die Kruste labberig.

Unsere Empfehlung: Entnimm das Brot SOFORT nach dem Backen. Jede Minute in der geschlossenen Backform macht die Kruste weicher. Lass das Brot auf einem Gitter auskühlen – die Luftzirkulation hält die Kruste knusprig.

→ Viele Nutzer lassen das Brot 30-60 Min. in der Maschine – ein Fehler! Die Kruste wird labberig wie Toast.

Redaktionelle Einordnung zur Kruste:

Die drei wichtigsten Faktoren für knusprige Krusten sind: (1) Dunkelste Bräunungsstufe wählen, (2) Duales Heizsystem (oder Nachbräunen im Ofen), (3) Brot sofort nach dem Backen entnehmen. Diese drei Faktoren machen 80 % der Krusten-Qualität aus. Der Rest ist Feintuning (Dampf-Trick, kein Fett im Teig).

Praxis-Tipps: So holst du aus jedem Brotbackautomaten bessere Ergebnisse

Egal ob Premium oder Budget-Modell – mit diesen Praxis-Tipps holst du das Maximum aus deinem Brotbackautomaten heraus:

Zutaten-Tipps

  • Verwende lauwarmes Wasser (30-35 °C): Aktiviert Hefe optimal.
  • Miss alle Zutaten genau ab: Mit Waage und Messbecher. ±5 g Mehl oder ±5 ml Wasser können das Ergebnis ruinieren.
  • Verwende frische Hefe: Max. 6 Monate alt. Teste vorher auf Aktivität.
  • Halte Hefe und Salz getrennt: Salz tötet Hefe ab. Hefe obenauf legen.

Einstellungs-Tipps

  • Wähle immer die dunkelste Bräunungsstufe: Knusprige Krusten schmecken besser.
  • Vermeide Schnellprogramme: Sie sparen Zeit, aber kosten Qualität.
  • Nutze Timer für frisches Brot zum Frühstück: Abends vorbereiten, morgens genießen.
  • Entnimm das Brot sofort nach dem Backen: Warmhaltefunktion macht die Kruste labberig.

Timing-Tipps

  • Backe bei Raumtemperaturen unter 20 °C: Zu warm = Teig geht zu schnell auf und fällt ein.
  • Öffne nach 10 Min. Kneten den Deckel: Prüfe die Teigkonsistenz und korrigiere falls nötig.
  • Lass das Brot nach dem Backen 10 Min. in der Form: Dann lässt es sich leichter entnehmen.
  • Schneide das Brot erst nach dem Auskühlen: Warmes Brot ist innen noch feucht und wird matschig beim Schneiden.

Optimierungs-Tipps

  • Dampf-Trick für knusprigere Krusten: Sprühe nach 10 Min. Backen Wasser auf die Teigoberfläche.
  • Nachbräunen im Ofen: Bei Budget-Modellen 5 Min. bei 220 °C Oberhitze nachbräunen.
  • Experimentiere mit Mehlsorten: Mische verschiedene Mehle (Dinkel, Roggen, Emmer) für komplexere Aromen.
  • Führe ein Brot-Tagebuch: Notiere Rezepte, Einstellungen und Ergebnisse – so lernst du, was funktioniert.

Redaktionelle Einordnung:

Die wichtigsten Tipps sind: (1) Zutaten genau abmessen, (2) Dunkelste Bräunungsstufe wählen, (3) Brot sofort nach dem Backen entnehmen. Diese drei Faktoren machen den größten Unterschied. Der Rest ist Feintuning, das mit Erfahrung kommt. Hab Geduld – die ersten 5 Brote sind Experimente, ab Brot 10 beherrschst du deinen Automaten.

Zusammenfassung: Wie funktioniert ein Brotbackautomat?

Ein Brotbackautomat backt Brot vollautomatisch in drei Phasen: Kneten (10-30 Min.), Gehen lassen (60-180 Min.) und Backen (45-70 Min.). Die Maschine steuert dabei Knetgeschwindigkeit, Temperatur, Gehzeit und Backtemperatur automatisch. Premium-Modelle haben intelligente Sensoren, die Teigkonsistenz und Kerntemperatur messen und das Programm anpassen. Budget-Modelle arbeiten mit fixen Programmen ohne Anpassung.

Die häufigsten Fehler sind: Zu viel Hefe oder Wasser (Brot fällt ein), falsche Bräunungsstufe (labberige Kruste), falsche Zutaten-Reihenfolge (Mehlnester), alte Hefe (Brot geht nicht auf) und zu lange Warmhaltefunktion (weiche Kruste). All diese Probleme lassen sich durch präzises Abmessen, richtige Einstellungen und sofortiges Entnehmen des Brots vermeiden.

Mit den richtigen Praxis-Tipps holst du aus jedem Brotbackautomaten bessere Ergebnisse: Verwende lauwarmes Wasser, miss Zutaten genau ab, wähle die dunkelste Bräunungsstufe und entnimm das Brot sofort nach dem Backen. Diese vier Faktoren machen 80 % der Qualität aus – der Rest ist Erfahrung.

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Autor & Redaktion
Sarah Leitner
Verantwortliche Redaktion
Sarah Leitner
Küche & Lifestyle

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