Keramik, Antihaft, PTFE, PFAS: vier Wörter auf einer Backform
Wer einen Brotbackautomaten ohne Beschichtung sucht, findet keinen. Jede Form der elf Geräte, die für diese Seite geprüft wurden, ist beschichtet, und die Frage ist nicht, ob, sondern womit. Auf den Angeboten stehen dafür vier Wörter, die durcheinandergehen, als bedeuteten sie dasselbe: Keramik, Antihaft, PTFE und PFAS. Sie bedeuten nicht dasselbe, und wer sie auseinanderhält, liest die Angebote anders.
PTFE ist ein Kunststoff, Polytetrafluorethylen, und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beschreibt ihn als das am häufigsten verwendete Material für Antihaftbeschichtungen im Lebensmittelkontakt, erkennbar an einer leicht wachsartigen Oberfläche. Teflon ist einer von vielen Markennamen dafür. Chemisch gehört PTFE zur Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, kurz PFAS, die wegen ihrer Langlebigkeit auch Ewigkeitschemikalien heißen. Neben PTFE nennt das BfR ähnliche Fluorpolymere wie ETFE, PFA und FEP, die für denselben Zweck eingesetzt werden können.
PFOA ist etwas anderes: ein Hilfsstoff, den die Industrie zur Herstellung von PTFE einsetzte. Die EU hat ihn mit der Delegierten Verordnung (EU) 2020/784 in die Liste der langlebigen organischen Schadstoffe aufgenommen, und die Verordnung gilt ab dem 4. Juli 2020. Ein Aufdruck „PFOA-frei“ verspricht deshalb heute nichts, was nicht ohnehin gilt. Die Verbraucherzentralen gehen weiter: Die Kennzeichnung bedeute in der Regel, dass PFOA durch andere Fluorverbindungen ersetzt wurde, zum Beispiel durch GenX. Unter den elf Angeboten dieser Seite trägt keines den Aufdruck „PFOA-frei“.
Keramik ist das schwierigste der vier Wörter, weil es zwei Dinge meinen kann. Gemeint sein kann eine Sol-Gel-Beschichtung, eine glasartige Schicht ohne Fluorpolymer, die der Beschichtungshersteller PPG als „keramikähnliche“ Alternative zu PTFE beschreibt. Gemeint sein kann aber auch eine PTFE-Schicht mit beigemischten Keramikpartikeln. Die Verbraucherzentralen nennen das den Keramik-Trick und antworten auf die Frage, ob Keramikpfannen immer PFAS-frei sind, mit „Nicht zwingend“: Manche Keramikbeschichtungen dienten nur als Verstärkung für eine PTFE-Schicht. Ihr Rat ist, auf eine ausdrückliche Kennzeichnung wie „100 % PFAS-frei“ zu achten.
Für den Alltag unterscheiden sich die beiden Schichten auch im Verhalten. Die Verbraucherzentralen stellen sie in einer Tabelle nebeneinander: Eine PTFE-Beschichtung habe einen guten Antihafteffekt und brauche wenig Fett, sei aber nicht zum Rösten bei hohen Temperaturen geeignet, zerkratze leicht und könne Mikroplastik freisetzen. Eine keramikbeschichtete Pfanne habe ebenfalls einen Antihafteffekt, der aber mit der Zeit nachlasse; sie könne Silikonöl enthalten und sei weder für die Spülmaschine noch für natives Olivenöl geeignet. Für eine Backform im Automaten zählen davon vor allem zwei Punkte: wie lange die Antihaftwirkung hält und wie die Form gereinigt werden darf. Beides kommt weiter unten zur Sprache.
Antihaft schließlich ist kein Werkstoff, sondern eine Eigenschaft. Eine PTFE-Schicht ist antihaft, eine Sol-Gel-Schicht auch. Wer auf einer Form „antihaftbeschichtete Keramik“ liest, hat deshalb zwei Eigenschaftswörter vor sich und keinen Werkstoff. Das ist die Brille, mit der diese Seite die Angebote liest: Steht da, woraus die Schicht ist, oder nur, wie sie sich verhält? Und sagt das der Hersteller, oder nur der Händler? Wer den Themenbereich von vorn beginnen will, findet die Kaufentscheidung in der Reihenfolge, in der sie anfällt, in der Übersicht über Brotbackautomaten.
Wer keinen Automaten mit Keramikform braucht
Bevor es um die fünf Geräte geht, die hier zur Wahl stehen, kommen die, für die der Umstieg nicht lohnt. Es sind mehr, als die Angebote vermuten lassen, und für jede Gruppe gibt es eine Seite, die besser passt. Die Angebote erwecken den Eindruck, eine helle Keramikform sei für jeden die gesündere Wahl. Die Quellen dieser Seite geben das so allgemein nicht her, und für manche Wünsche ist ein Automat mit Keramikform schlicht das falsche Gerät.
Erstens alle, die nur die Überhitzung fürchten. Das BfR schreibt, ein Gesundheitsrisiko könne PTFE als Antihaftbeschichtung nur werden, wenn das Geschirr ungefüllt stark erhitzt wird, denn ab 360 °C könne sich die Beschichtung zersetzen. Beim Backen in handelsüblichen Backöfen lägen die Höchsttemperaturen mit 250 °C deutlich darunter, und bei bestimmungsgemäßem Gebrauch seien gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten. Wer einen funktionierenden Automaten mit PTFE-Form hat und nur diese Sorge, muss ihn nicht ersetzen. Wer ohnehin einen neuen braucht und die Marke schon kennt, findet die Unterschiede innerhalb einer Reihe auf der Seite über den Brotbackautomaten von Panasonic, dessen Formen Panasonic zum Teil ausdrücklich als Fluoridbeschichtung bezeichnet.
Zweitens alle, die Form und Haken in die Spülmaschine stellen wollen. Die drei Unold-Anleitungen, die für diese Seite gelesen wurden, verbieten das für Backform und Kneter ausdrücklich, und die Verbraucherzentralen nennen keramikbeschichtete Pfannen ungeeignet für die Spülmaschine. Fünf der elf Angebote behaupten das Gegenteil für einzelne Teile. Wer auf die Spülmaschine nicht verzichten will, hat mit einer Keramikform das falsche Gerät, und die Abwägung von Reinigung und Alltag steht auf der Seite zum Brotbackautomaten-Kauf mit Checkliste.
Drittens alle, die gar keine Beschichtung wollen, weder Fluor noch Keramik. Für sie gibt es keinen Brotbackautomaten, sondern nur die Kastenform aus unbeschichtetem Edelstahl, Emaille oder Gusseisen im Backofen. Die Verbraucherzentralen empfehlen unbeschichteten Edelstahl und Schmiede- oder Gusseisen als langlebige Alternativen. Wer den Teig dafür nicht von Hand kneten will, findet Geräte, die nur kneten, auf der Seite über Knetmaschinen. Am Ende dieser Seite steht, was dieser Weg im Jahr an Strom kostet.
Viertens alle, die mehr als 1,5 Kilogramm am Stück backen wollen. Das größte Gerät hier, der Unold Backmeister Big, backt höchstens 1.500 Gramm. Wer größere Laibe braucht, wählt besser nach Laibgröße als nach Beschichtung, und die Auswahl für Brotbackautomaten für Familien ist danach sortiert.
Fünftens alle, denen das Loch im Brotboden mehr Sorgen macht als die Schicht. Alle fünf Geräte kneten mit Haken auf einer Achse in der Form, und keine der Unterlagen beschreibt einen Haken, der sich von selbst einklappt. Wer genau das sucht, findet die Angebote, die es versprechen, und die Anleitungen dazu auf der Seite über versenkbare Knethaken.
Sechstens alle, die vor allem ein leises Gerät brauchen. Unter den fünf Geräten nennt nur eines eine Lautstärke: Der Neretva verspricht im Titel „≤30dB“ und in der Aufzählung einen Geräuschpegel von unter 30 Dezibel. Woran und in welchem Abstand das gemessen wurde, steht nicht dabei, und die Anleitung ließ sich nicht auswerten. Wer nachts in einer offenen Wohnküche backt, sollte die Lautstärke nicht an der Beschichtung festmachen und findet die Abwägung auf der Seite über leise Brotbackautomaten.
Die Auszeichnung: Unold Backmeister Edel, mit einer offenen Frage
Unsere Empfehlung: Unold Backmeister Edel 68456
Backform und Kneter mit Whitford-Keramikbeschichtung, im Angebot als „FUSION Sol-Gel“ bezeichnet, Hersteller in Hockenheim, Anleitung mit Ersatzteilnummern. Offen: Unold selbst schreibt nirgends „PFAS-frei“.
4,5von 5 bei 1.263 Rezensionen, Stand 13.10.2026Wer nach dem Abschnitt oben noch eine Keramikform will, kommt am Unold Backmeister Edel kaum vorbei. Er ist das einzige der elf Angebote, das den Beschichtungstyp so nennt, dass man ihn bis zum Hersteller der Beschichtung zurückverfolgen kann: „FUSION Sol-Gel Keramik Antihaft Beschichtung von Whitford“. Die Fusion-Reihe führt heute der Lackhersteller PPG unter eigenem Namen, der im Dezember 2018 die Übernahme von Whitford angekündigt hatte, und PPG schreibt über sie, sie sei ohne PFAS-Stoffe hergestellt, eine Sol-Gel-Antihaftbeschichtung als „keramikähnliche“ Alternative zu PTFE.
Die offene Frage steht in derselben Kette. Unold schreibt auf der eigenen Produktseite und in der Anleitung „Whitford Keramik-Beschichtung“, aber nicht „Fusion“, und das Wort PFAS kommt bei Unold nirgends vor. „Fusion“ steht ausdrücklich nur bei einem anderen Unold-Gerät, dem Backmeister Top Edition, und das war am Prüftag bei Amazon nicht zu haben. Für den Edel nennt die Angabe nur das Angebot im Unold-Store bei Amazon. Wer sicher sein will, fragt bei Unold schriftlich nach, ob die Beschichtung des eigenen Geräts zur Fusion-Reihe gehört und PFAS-frei ist. Die Verbraucherzentralen stellen für solche Anfragen einen Musterbrief bereit.
Für den Edel spricht außerdem, was hinter ihm steht: ein Hersteller mit Anschrift in Hockenheim, ein Kundendienst mit Telefon und E-Mail, eine Anleitung zum Herunterladen, in der Backform und Kneter mit Teilenummer und Bestellformular aufgeführt sind, und mit 1.263 Rezensionen die breiteste Bewertungsbasis der Auswahl. Laut Unold sind alle seine Programme für glutenfreies Brot geeignet; wer glutenfrei backt, findet die Anforderungen an ein solches Programm auf der Seite über das glutenfreie Backen im Brotbackautomaten.
Gegen ihn sprechen die Zahlen. Unolds Produktseite nennt 550 Watt und 7,4 Kilogramm, die Anleitung 600 Watt und ca. 5,5 Kilogramm, das Angebot 550 Watt und ein Artikelgewicht von 798 Gramm. Der Titel nennt 14 Programme, Datenfeld und Aufzählung 16. Für die Frage dieser Seite ist das nebensächlich, für das Vertrauen in die Unterlagen nicht. Wer eine ausdrückliche PFAS-Angabe im Angebot verlangt, findet sie nur beim KEEPEEZ MBF-010, aus Gründen, die weiter unten stehen, mit weniger Rückhalt.
Die Anleitung des Edel ist auch sonst ausführlicher als alles, was zu den anderen vier Geräten vorliegt. Sie beschreibt, wie man den Kneter mit dem mitgelieferten Hakenspieß aus dem noch warmen Brot holt, und dass man ihn zu Beginn der Anzeige GEHEN 3 aus dem Teig nehmen kann, wenn man das Loch im Brot vermeiden will. Sie erklärt, dass die Zeitvorwahl für glutenfreie Brote nicht geeignet ist, weil Mehlreste vom Rand immer wieder in den Teig geschabt werden müssen, und dass beim Start eines neuen Programms „H:HH“ im Display erscheint, solange das Gerät innen wärmer als 40 °C ist. Wer eine Keramikform kauft, kauft beim Edel also auch eine Gebrauchsanweisung, mit der sich die Form schonen lässt.
Die Garantie ist bei Unold klar geregelt und zugleich eng: 24 Monate ab Kaufdatum für Schäden, die nachweislich auf Werksfehler zurückgehen, nur für Geräte, die in Deutschland und Österreich verkauft wurden, und mit Kaufbeleg. Ausgeschlossen sind Schäden durch Verschleiß, unsachgemäße Handhabung und Nichteinhaltung der Pflegeanweisungen. Für eine Keramikform, die laut Unold mit der Zeit verschleißt und nicht in die Spülmaschine darf, ist das der Teil der Bedingungen, der zählt. Die gesetzlichen Rechte gegenüber dem Verkäufer bleiben nach den Bedingungen unberührt.
Prüfliste vor der Bestellung
- Im Angebot nachlesen, ob ein Werkstoff genannt ist oder nur „Keramik“ und „Antihaft“.
- Prüfen, ob „PFAS-frei“ oder „PTFE-frei“ ausdrücklich dasteht; „PFOA-frei“ zählt nicht.
- Prüfen, ob ein Beschichtungshersteller oder ein Beschichtungsname genannt ist.
- Die Anleitung des Herstellers öffnen und die Pflegehinweise lesen: Was sagt sie zur Schicht?
- Steht dort eine Temperaturgrenze von 230 oder 260 °C? Laut Verbraucherzentralen spricht das fast immer für PTFE.
- Klären, ob Backform und Kneter in die Spülmaschine dürfen; Anleitung vor Angebot.
- Klären, ob es den Hersteller mit Anschrift gibt und eine Ersatzform mit Teilenummer.
- Bei Zweifel den Hersteller schriftlich fragen; die Verbraucherzentralen bieten dafür einen Musterbrief.
- Die Garantiebedingungen lesen: Bei Unold ist Verschleiß ausgeschlossen, und eine Backform verschleißt.
- Laibgröße und Platz unter dem Hängeschrank prüfen, bevor die Beschichtung entscheidet.
Elf Angebote mit Keramikform und was sie über die Schicht sagen
Für diese Seite wurden alle Angebote ausgewertet, die am 13.10.2026 bei Amazon unter den Suchen nach Keramik, Keramikbeschichtung, Teflon und PFAS eine Keramikform nannten: vier von KEEPEEZ, fünf von Unold, eines von Neretva und eines von Karinear. Zehn davon hatten eine Kaufbox, beim weißen Unold Backmeister Big fehlte sie. Die Tabelle zeigt die fünf, die zur Wahl stehen, mit dem, was Hersteller und Angebot zum Werkstoff sagen, und dem, was danach offenbleibt.
| Modell | Werkstoff laut Hersteller | Werkstoff laut Angebot | Was offen bleibt | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|
Unold Backmeister Edel 68456 | Whitford Keramik-Beschichtung für Backform und Kneter (unold.de); in der Anleitung „Whitford®-Keramikbeschichtung“ und bei der Pflege „Whitford®-Antihaftbeschichtung“ | „FUSION Sol-Gel Keramik Antihaft Beschichtung von Whitford“; Datenfeld Material „Keramik“ | Unold schreibt nirgends „PFAS-frei“; die Fusion-Reihe ist laut Beschichtungshersteller PPG ohne PFAS hergestellt, Unold nennt „Fusion“ aber nur im Angebot, nicht auf der eigenen Seite | Angebot ansehen |
Unold Backmeister Big 68525 | Backform und Doppelkneter mit keramischer Antihaftbeschichtung (unold.de und Anleitung); bei der Pflege „hochwertigen Antihaftbeschichtung“ | Datenfeld Material „Keramik“; Aufzählung des weißen Schwestergeräts „keramischer Antihaftbeschichtung“ | Weder Beschichtungshersteller noch PFAS-Angabe; Datenfelder des Angebots offensichtlich falsch (50 Watt, 6 Programme, 1 Gramm) | Angebot ansehen |
Unold Backmeister Bernd 68120 | Backform und Kneter mit langlebiger, keramischer Antihaftbeschichtung (unold.de); Anleitung „Backform und 1 Kneter mit Keramikbeschichtung“, bei der Pflege „hochwertigen Antihaftbeschichtung“ | Titel „Antihaftbeschichtet“; Aufzählung „keramischer Antihaftbeschichtung“ und „Backform mit Keramikbeschichtung“; Datenfeld Material „Kunststoff“ | Kein Beschichtungshersteller, keine PFAS-Angabe; der Titel nennt nur „Antihaftbeschichtet“ | Angebot ansehen |
Neretva PE9709SU | Keine Herstellerunterlage zugänglich (Anleitung als Bild-PDF ohne Text) | „antihaftbeschichtete Keramik-Backform“; Datenfeld Material „Edelstahl“ | Ob „antihaftbeschichtete Keramik“ eine Keramikschicht oder eine Antihaftschicht mit Keramikanteil ist; Hersteller nicht ermittelbar | Angebot ansehen |
KEEPEEZ MBF-010 | Anleitung: „Antihaftbeschichtung“, kein Wort zu Keramik | „Die beige Keramik-Backform ist PFAS-frei“; kein Materialfeld | Welche Schicht auf der Form liegt und worauf sich „PFAS-frei“ stützt; die Anleitung widerspricht dem Wort „Keramik“ nicht, bestätigt es aber auch nicht | Angebot ansehen |
In Prozent über alle elf Angebote gerechnet: Keramik nennen 100 Prozent, das ist die Bedingung der Auswahl. Antihaft nennen zusätzlich 82 Prozent, neun von elf. Eine Aussage zur Spülmaschine machen 73 Prozent, acht von elf, und fünf davon, 45 Prozent, erklären Teile für spülmaschinengeeignet. „PFAS-frei“ oder „ohne Teflon“ schreiben 36 Prozent, vier von elf, und alle vier sind von KEEPEEZ. Einen Beschichtungshersteller nennen 18 Prozent, zwei von elf, beide von Unold. „PFOA-frei“ schreiben null Prozent.
Sechs der elf Angebote stehen nicht in der Auswahl, und jedes aus einem benennbaren Grund. Die schwarze Ausführung des KEEPEEZ MBF-010 ist dasselbe Modell wie die silberne, mit halb so vielen Rezensionen. Der MBF-011 und der MBF-016 sind weitere KEEPEEZ-Geräte mit denselben Unterlagenlücken. Der weiße Unold Big hatte am Prüftag keine Kaufbox. Der Unold BackProfi nennt zwar die Whitford-Beschichtung, hatte aber nur sechs Rezensionen. Das Angebot von Karinear nennt Keramik nur im Materialfeld, während Titel und Aufzählung von einer antihaftbeschichteten Brotform sprechen; es ist das einzige, das die Keramik nicht einmal selbst bewirbt.
Die Werte als Liste
- Keramik: 100 Prozent
- Antihaft: 82 Prozent
- Spülmaschine ja: 45 Prozent
- PFAS-frei, ohne Teflon: 36 Prozent
- Beschichtungshersteller: 18 Prozent
- PFOA-frei: 0 Prozent
| Marke | Modell | Keramik genannt | PFAS, Teflon | Spülmaschine laut Angebot |
|---|---|---|---|---|
| KEEPEEZ | MBF-010 schwarz | ja | „PFAS-frei“ | „Unterstützt Spülmaschinenreinigung“ |
| KEEPEEZ | MBF-010 silber | ja | „PFAS-frei“ | Knetpaddel, Messbecher, Messlöffel |
| KEEPEEZ | MBF-011 | ja | „ohne Teflon“ | Knetpaddel, Messbecher, Messlöffel |
| KEEPEEZ | MBF-016 | ja | „PFAS-frei“ | keine Angabe |
| Unold | Backmeister Edel 68456 | ja, „FUSION Sol-Gel … von Whitford“ | keine Angabe | nein (Sockel, Kabel, „Glasbehälter“) |
| Unold | BackProfi 68476 | ja, „Whitford-Keramikbeschichtung“ | keine Angabe | keine Angabe |
| Unold | Backmeister Bernd 68120 | ja | keine Angabe | keine Angabe |
| Unold | Backmeister Big 68525 | ja | keine Angabe | nein (Sockel, Kabel, „Glasbehälter“) |
| Unold | Backmeister Big 68520 | ja | keine Angabe | „abnehmbare Teile spülmaschinengeeignet“ |
| Neretva | PE9709SU | ja | keine Angabe | „Spülmaschinengeeignet“ |
| Karinear | Brotbackautomat ohne Loch | nur im Materialfeld | keine Angabe | „Nur Handwäsche“ |
Null von vier Anleitungen nennen PFAS
Ein Angebot ist Werbung, eine Anleitung ist das Dokument, das der Hersteller dem Gerät beilegt. Für diese Seite wurden die vier Anleitungen gelesen, die zugänglich waren: die des Unold Backmeister Edel, des Backmeister Bernd und des Backmeister Big von unold.de, und die des KEEPEEZ MBF-010, die am Angebot hinterlegt ist. Die Anleitung des Neretva liegt am Angebot nur als Bild-PDF ohne Textebene vor und ließ sich nicht auswerten.
Das Ergebnis ist eindeutig. In keiner der vier Anleitungen kommen die Wörter PFAS, PTFE oder Teflon vor. Alle vier nennen die Form im Abschnitt über die Pflege eine Antihaftbeschichtung. Die drei Unold-Anleitungen nennen sie in den technischen Daten zusätzlich Keramikbeschichtung, beim Edel mit dem Zusatz Whitford, beim Bernd und beim Big ohne. Die KEEPEEZ-Anleitung nennt Keramik an keiner Stelle.
Das ist kein Beweis, dass eine der Formen PTFE enthält. Es ist ein Beweis, dass keine der vier Anleitungen das Gegenteil sagt. Wer eine Form ohne Fluorpolymer will, bekommt diese Zusage von keinem Gerätehersteller schriftlich in die Anleitung, und bei Unold auch nicht auf die Produktseite. Die einzige Stelle, an der ein Hersteller sich festlegt, ist die Seite des Beschichtungsherstellers PPG, und die betrifft eine Beschichtungsreihe, nicht ein bestimmtes Gerät.
Die Wortwahl ist bei Unold in allen drei Anleitungen gleich gebaut: oben Keramik, unten Antihaft. Beim Edel heißt es in den technischen Daten „Herausnehmbare Backform mit Whitford®-Keramikbeschichtung“ und bei der Pflege „Die Backform ist mit einer hochwertigen Whitford®-Antihaftbeschichtung ausgestattet“. Gemeint ist offenbar dieselbe Schicht, beschrieben einmal nach dem Werkstoff und einmal nach der Eigenschaft. Für den Leser, der genau das auseinanderhalten will, ist es die unglücklichste mögliche Formulierung.
Was eine belastbare Angabe enthalten müsste, lässt sich aus den Quellen dieser Seite ableiten: den Namen der Beschichtung, ihren Hersteller und eine ausdrückliche Aussage, dass sie frei von PTFE oder von PFAS ist, am besten in der Anleitung und nicht nur im Angebot. Kein Gerät erfüllt alle drei Punkte. Der Edel kommt mit Namen und Hersteller am weitesten, wenn man das Angebot mitzählt; der KEEPEEZ hat nur die Aussage, ohne Namen und Hersteller. Bei den übrigen drei fehlt alles bis auf das Wort Keramik.
„PFAS-frei“ steht nur bei einer Marke
Die Verbraucherzentralen raten, beim Kauf auf eine ausdrückliche Kennzeichnung wie „100 % PFAS-frei“ zu achten. Unter den elf Angeboten erfüllen das drei, und alle drei sind von KEEPEEZ: die schwarze und die silberne Ausführung des MBF-010 und der MBF-016. Ein viertes KEEPEEZ-Angebot, der MBF-011, schreibt „Natürliche Keramik ohne Teflon“. Keine andere Marke legt sich im Angebot fest.
Die Formulierung ist bei allen drei fast gleich: Die beige Keramik-Backform sei PFAS-frei und eine bewusste Alternative zu herkömmlichen schwarzen Antihaft-Backformen. Woraus die Schicht besteht, wer sie herstellt und worauf die Aussage beruht, steht nicht dabei. Ein Prüfbericht, ein Laborname oder eine Norm wird nicht genannt.
Die Anleitung des MBF-010 macht die Lage nicht besser. Sie beginnt mit dem Satz, sie gelte für den „petrus Brot-Hersteller“, also für ein Gerät einer anderen Marke. Die Felder für Nennleistung und Nennkapazität sind leer. Bei der Pflege heißt es, man solle keine scheuernden Reinigungsmittel verwenden, um eine Beschädigung der Antihaftbeschichtung zu vermeiden. Keramik kommt in der Anleitung nicht vor, PFAS auch nicht, eine Anschrift des Herstellers ebenso wenig. Die Herstellerangaben auf der Detailseite ließen sich am Prüftag nicht laden.
Auffällig ist eine weitere Spur: die Modellnummern. KEEPEEZ führt MBF-010, MBF-011 und MBF-016, das Angebot von Karinear nennt als Teilenummer KNI-MBF-014A, und ein Gerät von JUMMICO, das keine Keramikform bewirbt, heißt MBF-013. Ob dahinter derselbe Hersteller steht, sagen die Unterlagen nicht. Fest steht nur, dass die Marke mit der deutlichsten PFAS-Aussage die schwächsten Unterlagen hat.
Auch die übrigen Zusagen der Marke sind schwer zu greifen. Alle KEEPEEZ-Angebote werben mit einer „5-Jahres-Garantie“, ohne Bedingungen zu nennen; beim MBF-016 steht im Datenfeld „4 jahre herstellergarantie“. Der Support wird als „12-Stunden-Support“ beschrieben, ohne Telefonnummer oder Anschrift. Das schwarze MBF-010 nennt im Datenfeld eine Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen über drei Jahre, das silberne lässt das Feld leer, obwohl beide dieselbe Modellnummer tragen. Wer eine Garantie über die gesetzliche Gewährleistung hinaus in Anspruch nehmen will, braucht einen Garantiegeber, und den nennt das Angebot nicht.
Whitford, Fusion, Sol-Gel: die einzige Spur zum Beschichtungshersteller
Unold beschreibt fünf seiner sechs aktuellen Brotbackautomaten mit keramischer Beschichtung: den Backmeister Bernd, den Big, den Edel, die Top Edition und den BackProfi. Beim sechsten, dem Backmeister Design, steht nur „beschichtete Backform“, ohne Werkstoff. Zweimal nennt Unold einen Beschichtungshersteller: beim Edel und beim BackProfi „Whitford Keramik-Beschichtung“, bei der Top Edition „Fusion®-Keramik-Antihaftbeschichtung von Whitford“.
Der Name Whitford allein sagt dabei wenig. In seiner Mitteilung vom Dezember 2018, mit der PPG die Übernahme von Whitford ankündigte, beschreibt PPG das Unternehmen als Hersteller von Antihaftbeschichtungen für Koch- und Backgeschirr und kleine Elektrogeräte und hebt seine Erfahrung in der Fluorpolymer-Chemie hervor. Whitford stellt also beides her, und erst der Name der Reihe entscheidet. Fusion ist eine solche Reihe, die PPG heute unter eigenem Namen führt. PPG beschreibt sie als Sol-Gel-Antihaftbeschichtungen mit glänzender, keramikähnlicher Oberfläche, hergestellt ohne PFAS-Stoffe, als Alternative zu PTFE, und nennt als typische Verwendung Kochgeschirr für Verbraucher. Die Reihe umfasst nach PPG mehrere Stufen, von Fusion über Fusion HR und Fusion Pro bis Fusion Pro II. Welche davon in einem Unold-Gerät steckt, sagt Unold nicht.
Für den Backmeister Edel schließt das Angebot im Unold-Store die Lücke: „FUSION Sol-Gel Keramik Antihaft Beschichtung von Whitford“. Das ist die einzige Stelle unter elf Angeboten, an der eine Kette vom Gerät über den Beschichtungsnamen zum Beschichtungshersteller und dessen PFAS-Angabe führt. Sie hat ein schwaches Glied, denn die Angabe steht im Angebot und nicht auf der Seite des Geräteherstellers. Aber es ist eine Kette, und bei den anderen zehn gibt es keine.
Beim Backmeister Bernd und beim Big nennt Unold weder Whitford noch Fusion, sondern „keramische Antihaftbeschichtung“. Der Titel des Bernd-Angebots verkürzt das sogar auf „Antihaftbeschichtet“. Ob in diesen Geräten dieselbe Schicht steckt wie im Edel, lässt sich aus den Unterlagen nicht ablesen. Wer einen Big oder einen Bernd kaufen will, weil er die Größe oder das Gewicht braucht, sollte die Frage nach der Beschichtung vorher an den Unold-Kundendienst richten.
Was der Pfannen-Marktcheck über Namen wie Stein und Diamant lehrt
Für Brotbackautomaten gibt es keine Erhebung, welche Beschichtung PFAS enthält. Für Pfannen gibt es eine, und ihr Ergebnis lässt sich auf die Backformen übertragen, weil es um dieselbe Frage geht: Was verrät der Name einer Beschichtung? Die Verbraucherzentrale NRW hat im Juni 2026 bei Herstellern und Händlern von 31 Pfannen nach PFAS in der Antihaftbeschichtung gefragt und die Ergebnisse im September veröffentlicht.
Nach der Tabelle enthielten 17 der 31 Beschichtungen PFAS, 9 nicht, bei 3 blieb es unbekannt und bei 2 war die Antwort unklar. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass sie die Angaben der Hersteller übernommen und keine Laboranalyse durchgeführt hat. Bei 18 der 31 Pfannen fand sie im Onlinehandel keine Angabe zu PFAS und musste nachfragen.
Lehrreich sind die Namen. Sechs Beschichtungen tragen Keramik im Namen; fünf davon waren laut Hersteller PFAS-frei, bei einer blieb es unbekannt. Beschichtungen mit Mineralien im Namen gingen dagegen in beide Richtungen: eine Quarz-Beschichtung ohne PFAS, eine mit Bergkristall-Partikeln mit PFAS, eine Diamant-Versiegelung mit PFAS, eine mit Steinpartikeln unbekannt. Ein Name wie „Titanium“ oder „Diamant“ sagt also nichts, ein Name mit Keramik ging in diesem Marktcheck meist in die richtige Richtung, aber nicht immer nachweisbar.
Für Backformen heißt das: „Keramik“ im Angebot ist ein Hinweis, kein Beleg. Wenn schon bei Pfannen, für die es eine öffentliche Debatte und einen Marktcheck gibt, mehr als die Hälfte der Angaben erst auf Nachfrage zu bekommen war, ist bei Backformen von Brotbackautomaten, nach denen niemand fragt, kaum mehr zu erwarten. Die elf Angebote bestätigen das.
Noch etwas zeigt der Marktcheck: Ein Hersteller führt oft mehrere Beschichtungen nebeneinander. Bei Berndes enthielt die Antihaftversiegelung der einen Pfanne PFAS, die Quarz-Beschichtung der anderen nicht. Bei Silit galt dasselbe für zwei Silitan-Pfannen mit PFAS und eine Keramikpfanne ohne. Bei Tefal stand eine Keramik-Beschichtung ohne PFAS neben zwei Versiegelungen mit unklarer Antwort. Übertragen auf Unold heißt das: Dass der Edel eine Fusion-Sol-Gel-Schicht trägt, sagt nichts über den Bernd und den Big, bei denen Unold nur „keramische Antihaftbeschichtung“ schreibt. Die Frage muss für jedes Gerät einzeln gestellt werden.
Woran man eine PTFE-Schicht in der Anleitung erkennt
Die Verbraucherzentralen geben drei Hinweise, an denen man eine PTFE-Beschichtung erkennt, auch wenn der Werkstoff nicht genannt ist. Erstens eine Temperaturgrenze in der Anleitung: Steht dort, das Geschirr dürfe nicht über 230 oder 260 °C erhitzt werden, ist fast immer PTFE im Spiel. Zweitens eine Besteck-Warnung: Hinweise wie „Nur Silikon- oder Holzwerkzeuge verwenden“ deuten auf eine kratzempfindliche PTFE-Schicht. Drittens der Keramik-Trick, also Keramikpartikel in einer PTFE-Schicht, den nur eine ausdrückliche Kennzeichnung ausschließt.
Angewendet auf die vier Anleitungen ergibt sich ein gemischtes Bild. Eine Temperaturgrenze nennt keine, was bei einem Brotbackautomaten nicht überrascht, denn die Temperatur regelt das Gerät. Eine verwandte Warnung enthalten alle vier: Unold schreibt in allen drei Anleitungen, man solle zum Reinigen keine Metallgegenstände verwenden, welche die Oberfläche zerkratzen könnten; KEEPEEZ warnt vor hartem Werkzeug wie Stahlwolle. Nach dem Kriterium der Verbraucherzentralen deutet das auf eine kratzempfindliche Schicht. Ob es PTFE ist, sagt es nicht, denn auch eine Sol-Gel-Schicht verträgt Metall schlecht.
Bleibt der dritte Hinweis, und an ihm scheitern alle fünf Geräte bis auf eines: Eine ausdrückliche Kennzeichnung „PFAS-frei“ trägt nur das KEEPEEZ-Angebot, und das hat die schwächste Anleitung. Wer die Kriterien der Verbraucherzentralen streng anlegt, kann keines der fünf Geräte ohne Nachfrage als PTFE-frei einordnen. Das ist das ehrliche Ergebnis dieser Seite, und es ist der Grund, warum die Prüfliste oben mit einer Nachfrage beim Hersteller endet.
Spülmaschine: fünf Ja, drei Nein, ein Modell mit beiden Antworten
Bei der Spülmaschine liegen Angebot und Anleitung am weitesten auseinander. Die drei Unold-Anleitungen sagen dasselbe: Backform und Kneter dürfen nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Die Verbraucherzentralen nennen keramikbeschichtete Pfannen in ihrer Materialübersicht ungeeignet für die Spülmaschine. Und doch erklären fünf der elf Angebote Teile für spülmaschinengeeignet.
Bei KEEPEEZ betrifft es in zwei Angeboten ausdrücklich nur Knetpaddel, Messbecher und Messlöffel; das schwarze MBF-010 schreibt allgemein „Unterstützt Spülmaschinenreinigung und Händewaschen“. Beim Neretva steht im Pflegefeld nur „Spülmaschinengeeignet“, ohne zu sagen, welche Teile. Am deutlichsten ist der Widerspruch beim Unold Backmeister Big: Das Angebot der weißen Ausführung 68520 nennt „abnehmbare Teile spülmaschinengeeignet“, das der schwarzen 68525 sagt, Sockel, Kabel und Glasbehälter dürften nicht in die Spülmaschine, und die gemeinsame Anleitung verbietet es für Form und Kneter. Einen Glasbehälter hat keines der Geräte; der Satz stammt offenbar von einem anderen Produkt.
Die Regel für den Kauf ist einfach: Die Anleitung des Herstellers geht dem Angebot vor. Wer eine Form in die Spülmaschine stellt, die laut Anleitung nicht hineingehört, riskiert die Beschichtung und bei Unold auch die Garantie, denn deren Bedingungen schließen Schäden durch Nichteinhaltung der Pflegeanweisungen aus. Beim Neretva und beim KEEPEEZ, deren Anleitungen sich nicht auswerten ließen oder nichts dazu sagen, ist die vorsichtige Lesart die richtige: Form und Haken von Hand.
Wie die Reinigung von Hand aussehen soll, beschreibt Unold genau. Vor dem ersten Gebrauch die Form mit warmem Wasser und einem milden Spülmittel kurz ausspülen und den Kneter reinigen, nach dem Backen Kneter und Antriebswelle sofort säubern, die Form außen mit einem feuchten Tuch abwischen, keine Metallgegenstände verwenden. Die KEEPEEZ-Anleitung sagt sinngemäß dasselbe: weiches, feuchtes Tuch, kein hartes Werkzeug wie Stahlwolle, keine scheuernden Reinigungsmittel. Eine Keramikform macht also nicht mehr Arbeit als eine PTFE-Form, nur der bequeme Weg über die Spülmaschine fällt weg.
Leer aufheizen, einbrennen, Farbe: was Anleitung und BfR zur Hitze sagen
Bei PTFE ist die Hitze der kritische Punkt. Das BfR schreibt, PTFE-beschichtetes Geschirr solle nie ohne Inhalt hoch erhitzt werden, weil sich das Polymer ab etwa 360 °C zersetzen könne und dabei ohne sichtbare Rauchentwicklung gesundheitsschädliche Substanzen an die Luft abgebe. Solange Wasser oder wasserhaltige Speisen im Gefäß seien, steige die Temperatur nicht deutlich über 100 °C.
Die Unold-Anleitung des Edel enthält zwei Hinweise, die man in diesem Licht lesen kann. Der eine verbietet, das Gerät ohne eingesetzte Backform aufheizen zu lassen. Der andere empfiehlt, das Gerät vor dem ersten Gebrauch einmal mit eingesetzter leerer Backform, ohne Kneter, im Programm Backen laufen zu lassen, weil beim ersten Aufheizen Rauch entstehen könne; so würden Rückstände auf den Heizschlangen beseitigt. Wie heiß die Form dabei wird, sagt die Anleitung nicht. Eine Temperaturangabe für irgendein Programm nennt keine der vier Anleitungen.
Für eine Sol-Gel-Schicht ist die Hitze weniger heikel; PPG nennt für seine Fusion-Reihe eine Ofenfestigkeit bis 288 °C. Für die Farbe gilt etwas anderes: Unold schreibt in allen drei Anleitungen, es sei normal, dass sich die Farbe der Beschichtung mit der Zeit verändere, die Funktion werde dadurch nicht beeinträchtigt. Wer eine helle Keramikform kauft, sollte also nicht erwarten, dass sie hell bleibt.
550, 600 oder 850 Watt: drei Quellen, drei Zahlen
Die Leistung ist für die Frage nach der Beschichtung zweitrangig, aber sie zeigt, wie verlässlich die Unterlagen sind. Beim Unold Edel nennt die Produktseite 550 Watt, die Anleitung 600 Watt, das Angebot 550 Watt. Beim Big nennen Anleitung und Produktseite 850 Watt, das Datenfeld des Angebots 50 Watt. Beim Bernd stimmen alle drei überein: 550 Watt. Der Neretva nennt 600 Watt, der KEEPEEZ 710 Watt, beide nur im Angebot; die KEEPEEZ-Anleitung lässt das Feld leer.
- Bereich laut Öko-Institut: 450 bis 850 Watt
- Bernd: 550 Watt — im Korridor
- Edel: 550 Watt — im Korridor
- Neretva: 600 Watt — im Korridor
- KEEPEEZ: 710 Watt — im Korridor
- Big: 850 Watt — im Korridor
Noch auffälliger sind die übrigen Datenfelder des Big: Anzahl Programme 6 statt 15, Artikelgewicht 1 Gramm statt der 5,7 Kilogramm aus der Anleitung. Beim Edel steht ein Artikelgewicht von 798 Gramm, wo Unold 7,4 und die Anleitung 5,5 Kilogramm nennt. Beim Bernd nennt das Datenfeld Deutschland als Ursprungsland, bei Edel und Big China. Wer nach Datenfeldern filtert oder sortiert, bekommt bei diesen Angeboten falsche Ergebnisse.
Für die Kaufentscheidung ist der Schluss derselbe wie bei der Spülmaschine: Bei Unold sind Produktseite und Anleitung die Grundlage, das Datenfeld nicht. Bei Neretva und KEEPEEZ gibt es keine zweite Quelle, und die Zahlen im Angebot sind alles, was vorliegt.
Für die Küchenplanung sind die Maße wichtiger als die Wattzahl. Der Edel misst laut Unold 26,7 mal 36,9 mal 30,6 Zentimeter, der Big laut Anleitung etwa 26,9 mal 40,9 mal 30,0, der Bernd etwa 31,4 mal 26 mal 28. Der Neretva nennt im Datenfeld 35 mal 26,5 mal 32,5 Zentimeter, der KEEPEEZ in der Anleitung 345 mal 248 mal 310 Millimeter. Wie hoch die Geräte mit geöffnetem Deckel werden, steht in keiner der Unterlagen; wer unter einem Hängeschrank backen will, sollte das am Gerät nachmessen, bevor die Rückgabefrist abläuft.
Der Entscheidungsassistent: welche Keramikform zum Haushalt passt
Die fünf Geräte unterscheiden sich nicht nur in der Beschichtung, sondern in Größe, Ausstattung und darin, wie viel über sie bekannt ist. Der Assistent stellt vier Fragen und gibt das Gerät aus, das nach den Unterlagen passt.
Welcher Brotbackautomat mit Keramikform passt?
Vier Fragen aus den Abschnitten dieser Seite. Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt.
Ergebnis
Unold Backmeister Edel 68456
Whitford-Keramikbeschichtung, im Angebot „FUSION Sol-Gel“; Hersteller in Hockenheim, Ersatzform mit Teilenummer. Kein Zutatenfach.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Menge: bis 1.500 g, dann Unold Backmeister Big 68525. 1.000 bis 1.500 g, Backform und Doppelkneter keramisch beschichtet, 850 Watt laut Anleitung. Beschichtungshersteller und PFAS-Angabe fehlen; beim Kundendienst erfragen.
- Wenn Beleg: das Wort „PFAS-frei“ im Angebot und Hersteller: ja, dann Kein Gerät erfüllt beides. „PFAS-frei“ steht nur bei KEEPEEZ, und dort fehlen Anschrift und Ersatzteile. Der Unold Edel nennt den Beschichtungshersteller; die PFAS-Frage schriftlich bei Unold stellen.
- Wenn Beleg: das Wort „PFAS-frei“ im Angebot, dann KEEPEEZ MBF-010. Einziges der fünf Angebote mit „PFAS-frei“, mit Zutatenverteiler. Belegt ist die Angabe nicht, die Anleitung nennt die Form Antihaftbeschichtung.
- Wenn Zutatenfach: ja und Hersteller: nicht entscheidend, dann Neretva PE9709SU. Zutatenfach, Heizelemente oben und unten, 916 Rezensionen. Die Form heißt „antihaftbeschichtete Keramik“; Hersteller nicht ermittelbar.
- Wenn Beleg: mir genügt „keramisch beschichtet“ und Hersteller: ja, dann Unold Backmeister Bernd 68120. Keramische Beschichtung laut Unold, 19 Programme, 3,35 kg, das günstigste der fünf. Keine Angabe zum Beschichtungshersteller.
- In jedem anderen Fall: Unold Backmeister Edel 68456. Whitford-Keramikbeschichtung, im Angebot „FUSION Sol-Gel“; Hersteller in Hockenheim, Ersatzform mit Teilenummer. Kein Zutatenfach.
Angebote bei Amazon, Produktseiten und Anleitungen von Unold, Anleitung KEEPEEZ MBF-010, Angaben von PPG zur Fusion-Reihe, gelesen am 13.10.2026.
Wer im Assistenten ein Zutatenfach will und zugleich auf einen greifbaren Hersteller besteht, landet beim Edel oder beim Bernd, obwohl keiner von beiden ein Zutatenfach hat. Das ist Absicht: Unter den fünf Geräten haben nur der Neretva und der KEEPEEZ ein Zutatenfach, und bei beiden fehlt der greifbare Hersteller. Unold führt ein Gerät mit Nussspender und Whitford-Beschichtung, den BackProfi 68476, aber mit sechs Rezensionen am Prüftag zu wenig Erfahrung, um es hier zu empfehlen. Wie wichtig ein Zutatenfach überhaupt ist, steht auf der Seite über Brotbackautomaten mit Nussstreuer.
Programme, Größen, Zutatenfach: was die fünf außer der Form unterscheidet
Wer sich für eine Keramikform entschieden hat, wählt danach wie bei jedem anderen Automaten: nach Größe, Programmen und Ausstattung. Die fünf Geräte unterscheiden sich darin deutlicher als in der Beschichtung, und für manche Haushalte entscheidet das mehr als die Frage nach PFAS.
Bei der Größe reicht die Spanne von 500 Gramm beim Bernd, beim Neretva und beim KEEPEEZ über 750 Gramm beim Edel bis 1.500 Gramm beim Big. Drei Größenstufen bieten der Bernd, der Neretva, der KEEPEEZ und der Big, der Edel zwei, 750 und 1.000 Gramm. Der Big ist das einzige Gerät mit Doppelkneter und, laut Anleitung, mit einem kräftigen Wechselstrommotor.
Bei den Programmen zählt der Bernd mit 19 die meisten, darunter ein Eiweißbrot, Nudel- und Pizzateig, Konfitüre, Joghurt und ein Eigenprogramm. Der Edel hat 14 Brotprogramme und zwei Eigenprogramme, dazu je eines für Marmelade und Nudelteig, und laut Unold sind alle für glutenfreies Brot geeignet. Der Big hat 15, darunter Joghurt und ein Eigenprogramm. Der Neretva nennt 17 Programme bis hin zu „Zuckerfrei“ und „Fleischfasern“, der KEEPEEZ ebenfalls 17, unter anderem Sauerteig, Joghurt und Pizzateig. Ein ausdrückliches Sauerteigprogramm nennen nur die beiden Geräte ohne greifbaren Hersteller. Welche Programme im Alltag wirklich zählen und welche nur die Liste verlängern, behandelt die Seite über Brotbackautomaten mit vielen Programmen.
Ein Zutatenfach, das Nüsse oder Früchte zum richtigen Zeitpunkt zugibt, haben nur der Neretva und der KEEPEEZ. Die drei Unold-Geräte haben keines; Unold führt mit dem BackProfi 68476 ein Modell mit Nussspender und Whitford-Beschichtung, das hier wegen der dünnen Bewertungsbasis nicht zur Wahl steht. Eine Zeitvorwahl bis 15 Stunden und eine Warmhaltefunktion haben alle fünf. Eine Pausenfunktion nennt Unold beim Edel, eine Netzausfallsicherung bis 10 Minuten beim Bernd, Heizelemente oben und unten nennt nur der Neretva.
Aus der Ausstattung ergibt sich eine einfache Zuordnung. Wer große Laibe backt, nimmt den Big. Wer wenig Platz hat und wenig Gewicht tragen will, nimmt den Bernd. Wer ein Zutatenfach braucht, muss zwischen Neretva und KEEPEEZ wählen und damit auf einen greifbaren Hersteller verzichten. Wer die beste Belegkette zur Beschichtung will, nimmt den Edel.
Die fünf Geräte mit Keramikform im Einzelnen
Unold Backmeister Edel 68456

Unold Backmeister Edel 68456, Brotbackautomat mit Edelstahlgehäuse, Backform und Kneter mit Whitford-Keramikbeschichtung, 750 bis 1.000 g
Einordnung: Der Backmeister Edel ist das einzige der elf Keramik-Angebote, dessen Beschichtung sich über einen Produktnamen bis zum Beschichtungshersteller zurückverfolgen lässt. Unold liefert eine vollständige Anleitung mit Teilenummern und Bestellformular. Schwach sind die Zahlen: Leistung und Gewicht stehen auf Website, Anleitung und Angebot jeweils anders.
Dafür spricht
- einziges Angebot mit nachverfolgbarer Beschichtung: Fusion Sol-Gel von Whitford
- Hersteller in Hockenheim mit Kundendienst, Anleitung und Ersatzform mit Teilenummer
- alle Programme laut Hersteller für glutenfreies Brot geeignet
- die breiteste Bewertungsbasis der fünf
Dagegen spricht
- kein Wort zu PFAS bei Unold selbst
- Leistung und Gewicht widersprechen sich in drei Quellen
- kein Zutatenspender
Vor dem Kauf klären: Bei Unold schriftlich nachfragen, ob die Beschichtung des eigenen Geräts zur Fusion-Reihe gehört und PFAS-frei ist; klären, ob 1.000 Gramm reichen; ob ein Gerät ohne Zutatenspender genügt.
| Brotgröße | 750 oder 1.000 g Brot laut unold.de und Anleitung |
| Leistung | 550 Watt laut unold.de und Angebot, 600 Watt laut Anleitung |
| Ausstattung | 14 gespeicherte Brotprogramme und 2 Eigenprogramme laut unold.de, alle für glutenfreies Brot geeignet, je eines für Marmelade und Nudelteig; Zeitvorwahl bis 15 Stunden, Warmhalten bis ca. 60 Minuten, Pausenfunktion, Sichtfenster |
| Pflege | Backform und Kneter nicht in die Spülmaschine, keine Metallgegenstände beim Reinigen; Farbveränderung der Beschichtung ist laut Anleitung normal |
| Passt für | Für Haushalte, die eine keramische Form mit belegbarer Herkunft wollen und Ersatzteile beim Hersteller nachkaufen möchten. |
| Passt nicht für | Für alle, die eine ausdrückliche PFAS-Zusage des Geräteherstellers verlangen, und für Laibe über 1.000 Gramm. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | UNOLD AG laut Herstellerinformation auf unold.de, Anleitung und Datenfeld („Hersteller: UNOLD AG“) |
| Sitz | Mannheimer Straße 4, 68766 Hockenheim, laut unold.de und Anleitung |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr auf den geprüften Seiten; ein Blogbeitrag auf unold.de vom 17. Juni 2026 feiert „60 Jahre UNOLD“ und beschreibt den Anfang als Handelsvertretung für elektrotechnische Geräte |
| Support | Kundendienst Telefon +49 (0) 62 05/94 18-27, Fax -22, service@unold.de laut Anleitung; Backform und Kneter lassen sich über ein Bestellformular in der Anleitung oder beim Kundendienst nachbestellen |
| Erreichbarkeit | Weder Anleitung noch Produktseite nennen Servicezeiten |
| Garantie | 24 Monate ab Kaufdatum (gewerblich 12) für nachweisliche Werksfehler, nur für in Deutschland und Österreich verkaufte Geräte, mit Kaufbeleg; ausgeschlossen sind Schäden durch Verschleiß, unsachgemäße Handhabung und Nichteinhaltung der Pflegeanweisungen, laut Garantiebedingungen auf unold.de |
| Norm- und Prüfangaben | In der Anleitung fand sich keine Norm und kein Prüfzeichen; geprüft wurden technische Daten und Sicherheitshinweise |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht und Maße | Drei verschiedene Angaben: 7,4 Kilogramm laut unold.de, ca. 5,5 Kilogramm laut Anleitung, „798 Gramm“ laut Datenfeld des Angebots; Maße 26,7 × 36,9 × 30,6 Zentimeter laut unold.de |
| Modell und Kennung | Artikelnummer 68456, GTIN 04011689684562 laut Datenfeld; Ersatzteile Backform 6845670 und Kneter 6845672 laut unold.de und Anleitung; kein Einführungsdatum |
Unold Backmeister Big 68525

Unold Backmeister Big Black 68525, Brotbackautomat für 1.000, 1.250 oder 1.500 g, Doppelkneter, 15 Programme, Schwarz
Einordnung: Der Backmeister Big ist das einzige der fünf Geräte für Laibe bis 1,5 Kilogramm und das einzige mit zwei Knethaken, beide keramisch beschichtet. Was die Beschichtung ist, sagt Unold bei diesem Modell nicht genauer als „keramische Antihaftbeschichtung“. Die Datenfelder des Angebots sind so offensichtlich falsch, dass nur Anleitung und Herstellerseite als Grundlage taugen.
Dafür spricht
- Laibe bis 1.500 Gramm
- Doppelkneter, beide Haken keramisch beschichtet
- Ersatzform und Kneter mit Teilenummer in der Anleitung
Dagegen spricht
- Beschichtung ohne Hersteller- und PFAS-Angabe
- Datenfelder des Angebots unbrauchbar
- Bewertungen gemeinsam mit dem weißen 68520 gezählt
Vor dem Kauf klären: Platz für ein 40,9 Zentimeter breites Gerät; ob 1.250 oder 1.500 Gramm wirklich gebraucht werden; die Beschichtung beim Kundendienst erfragen; Anleitung statt Datenfeld lesen.
| Brotgröße | 1.000, 1.250 oder 1.500 g Brot laut Anleitung |
| Leistung | 850 Watt laut Anleitung und unold.de; Datenfeld des Angebots: „50 Watt“ |
| Ausstattung | 15 Programme, davon je eines für glutenfreies Brot, Marmelade, Kuchen, Nudelteig und Joghurt sowie ein Eigenprogramm laut Angebot; AC-Motor; Doppelkneter |
| Pflege | Backform und Kneter nicht in die Spülmaschine, keine Metallgegenstände; das Angebot des weißen Schwestergeräts nennt abnehmbare Teile spülmaschinengeeignet |
| Passt für | Für Familien, die große Laibe in einer keramisch beschichteten Form backen wollen. |
| Passt nicht für | Für kleine Küchen und für alle, die eine schriftliche Angabe zum Werkstoff der Beschichtung brauchen. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | UNOLD AG laut unold.de und Anleitung; im Datenfeld „UNOLD“ |
| Sitz | Mannheimer Straße 4, 68766 Hockenheim, laut unold.de und Anleitung |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr auf den geprüften Seiten; Blogbeitrag „60 Jahre UNOLD“ vom 17. Juni 2026 |
| Support | Kundendienst Telefon +49 (0) 62 05/94 18-27, service@unold.de, wie bei allen Unold-Geräten |
| Erreichbarkeit | Weder Anleitung noch Produktseite nennen Servicezeiten |
| Garantie | 24 Monate ab Kaufdatum für Werksfehler, Verschleiß ausgeschlossen, laut Garantiebedingungen auf unold.de |
| Norm- und Prüfangaben | In der Anleitung fand sich keine Norm und kein Prüfzeichen |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht und Maße | Ca. 5,7 Kilogramm bei ca. 26,9 × 40,9 × 30,0 Zentimetern laut Anleitung; das Datenfeld des Angebots nennt „1 Gramm“ |
| Modell und Kennung | Artikelnummer 68525 (schwarz), Schwestergerät 68520 (weiß); Ersatzteile Backform 6852070 und Kneter 6852072 laut Anleitung; kein Einführungsdatum |
Unold Backmeister Bernd 68120

Unold Backmeister Bernd 68120, Brotbackautomat bis 1.000 g, 19 Programme mit Eigenprogramm, Backform und Kneter keramisch beschichtet, Weiß
Einordnung: Der Backmeister Bernd ist das leichteste und kleinste der fünf Geräte, mit Kunststoffgehäuse und einer Form für 500 bis 1.000 Gramm. Unold nennt eine keramische Beschichtung, aber keinen Beschichtungshersteller. Seine Bewertungsbasis ist mit 16 Stimmen die schmalste.
Dafür spricht
- mit ca. 3,35 Kilogramm das leichteste Gerät der Auswahl
- 19 Programme mit Eigenprogramm
- Netzausfallsicherung bis 10 Minuten laut Hersteller
Dagegen spricht
- Beschichtung ohne Hersteller- und PFAS-Angabe
- nur 16 Rezensionen
- der Titel nennt nur „Antihaftbeschichtet“
Vor dem Kauf klären: Ob ein Kunststoffgehäuse reicht; ob 16 Rezensionen als Erfahrungsbasis genügen; die Beschichtung beim Kundendienst erfragen.
| Brotgröße | 500 bis 1.000 g Brot laut Anleitung |
| Leistung | 550 Watt laut Anleitung, unold.de und Angebot |
| Ausstattung | 19 gespeicherte Programme, davon ein Eigenprogramm, unter anderem für glutenfreies Brot, Eiweißbrot, Nudel- und Pizzateig, Konfitüre und Joghurt; Netzausfallsicherung bis 10 Minuten laut unold.de; beleuchtetes Display |
| Pflege | Backform und Kneter nicht in die Spülmaschine, keine Metallgegenstände |
| Passt für | Für kleine Küchen und Haushalte bis drei Personen, die eine keramisch beschichtete Form zum kleinen Preis suchen. |
| Passt nicht für | Für alle, die eine belegte Erfahrungsbasis und einen genannten Beschichtungshersteller wollen. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | UNOLD AG laut unold.de, Anleitung und Datenfeld („Hersteller: Unold AG“) |
| Sitz | Mannheimer Straße 4, 68766 Hockenheim, laut unold.de und Anleitung |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr auf den geprüften Seiten; Blogbeitrag „60 Jahre UNOLD“ vom 17. Juni 2026 |
| Support | Kundendienst Telefon +49 (0) 62 05/94 18-27, service@unold.de, wie bei allen Unold-Geräten |
| Erreichbarkeit | Weder Anleitung noch Produktseite nennen Servicezeiten |
| Garantie | 24 Monate ab Kaufdatum für Werksfehler, Verschleiß ausgeschlossen, laut Garantiebedingungen auf unold.de |
| Norm- und Prüfangaben | In der Anleitung fand sich keine Norm und kein Prüfzeichen |
| Herkunft | Deutschland laut Datenfeld; bei den anderen beiden Unold-Geräten nennt das Datenfeld China, die Anleitung nennt kein Herstellungsland |
| Gewicht und Maße | Ca. 3,35 Kilogramm bei ca. 31,4 × 26 × 28 Zentimetern laut Anleitung und Datenfeld |
| Modell und Kennung | Artikelnummer 68120; Anleitung mit Stand 2025; kein Einführungsdatum |
Neretva PE9709SU

Neretva PE9709SU, Brotbackautomat mit Zutatenfach, 17 Programme, antihaftbeschichtete Keramik-Backform, Edelstahlgehäuse, bis 1 kg
Einordnung: Der Neretva hat nach dem Unold Edel die breiteste Bewertungsbasis der fünf und als einziger Heizelemente oben und unten. Seine Form heißt im Angebot „antihaftbeschichtete Keramik-Backform“, und genau diese Wortfolge lässt offen, was auf dem Aluminium liegt. Der Hersteller war nicht zu ermitteln.
Dafür spricht
- Zutatenfach und Heizelemente oben und unten
- breite Bewertungsbasis mit 916 Rezensionen
- Haken zum Entfernen des Knethakens im Lieferumfang
Dagegen spricht
- Hersteller nicht ermittelbar
- „antihaftbeschichtete Keramik“ lässt den Werkstoff offen
- Spülmaschinenangabe ohne Bezug auf Teile
Vor dem Kauf klären: Beim Verkäufer schriftlich klären, ob die Beschichtung PTFE enthält und welche Teile in die Spülmaschine dürfen; die Lautstärkeangabe von unter 30 Dezibel als Herstelleraussage lesen.
| Brotgröße | 500, 750 oder 1.000 g laut Angebot |
| Leistung | 600 Watt laut Datenfeld |
| Ausstattung | 17 Programme (unter anderem Sauerteig, Glutenfrei, Joghurt, Marmelade, eigenes Rezept), Zutatenfach, Ober- und Unterhitze, Zeitvorwahl 15 Stunden, Warmhalten 1 Stunde, im Lieferumfang Haken zum Entfernen des Knethakens und Hitzeschutzhandschuh |
| Pflege | Datenfeld „Spülmaschinengeeignet“, ohne zu sagen, welche Teile |
| Passt für | Für Haushalte, die ein Gerät mit Zutatenfach und heller Form suchen und mit einer Verkäuferauskunft leben können. |
| Passt nicht für | Für alle, die Herstellerangaben und eine Anleitung in Textform erwarten. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | Datenfeld: Marke und Hersteller „Neretva“. Eine Firmierung war am Prüftag nicht zu ermitteln: die Herstellerangaben der Detailseite ließen sich nicht laden, die Anleitung ist ein Bild-PDF ohne Textebene, die Websuche fand nur Händlerangebote |
| Sitz | Nicht auffindbar, Suchweg wie bei der Firmierung |
| Seit wann | Nicht auffindbar |
| Support | Kontakt über den Verkäufer; laut Angebot antwortet der Kundenservice innerhalb von 12 Stunden |
| Erreichbarkeit | Nicht genannt |
| Garantie | Keine Garantieangabe im Angebot gefunden; gegenüber dem Verkäufer gilt die gesetzliche Gewährleistung |
| Norm- und Prüfangaben | Keine Angabe im Angebot; die Anleitung ließ sich nicht auswerten |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht und Maße | 5,96 Kilogramm laut Datenfeld; Maße 35 × 26,5 × 32,5 Zentimeter |
| Modell und Kennung | Modell und Teilenummer PE9709SU laut Datenfeld; kein Einführungsdatum |
KEEPEEZ MBF-010

KEEPEEZ MBF-010, Brotbackautomat mit Keramik-Backform und automatischem Zutatenspender, 17 Programme, 3 Brotgrößen bis 1 kg, Silber
Einordnung: Der KEEPEEZ MBF-010 ist das einzige der fünf Geräte, dessen Angebot ausdrücklich „PFAS-frei“ sagt, und damit das einzige, das die Kennzeichnung trägt, nach der die Verbraucherzentralen zu suchen raten. Belegt ist sie nicht: Die Anleitung nennt die Form „Antihaftbeschichtung“, gibt keine Anschrift an und verweist auf eine andere Marke.
Dafür spricht
- einziges Angebot der fünf mit der Angabe „PFAS-frei“
- automatischer Zutatenverteiler
- helle, sichtbar andere Form als die üblichen schwarzen Wannen
Dagegen spricht
- Anleitung ohne Anschrift, mit Verweis auf eine andere Marke
- Leistung und Kapazität in der Anleitung leer
- Garantie fünf Jahre im Angebot, vier im Datenfeld des Schwestermodells
Vor dem Kauf klären: Beim Verkäufer einen schriftlichen Nachweis für „PFAS-frei“ verlangen; klären, wer Hersteller und Ansprechpartner in der EU ist; die Garantiebedingungen schriftlich geben lassen.
| Brotgröße | 500, 750 oder 1.000 g laut Angebot; die Anleitung lässt das Feld Nennkapazität leer |
| Leistung | 710 Watt laut Angebot; die Anleitung lässt das Feld Nennleistung leer |
| Ausstattung | 17 Programme (unter anderem Vollkorn, Glutenfrei, Sauerteig, Marmelade, Joghurt, Pizzateig), automatischer Zutatenverteiler, Glas-Touchpanel, 15 Stunden Zeitvorwahl, 1 Stunde Warmhalten |
| Pflege | Datenfeld: Knetpaddel, Messbecher und Messlöffel „maschinenwaschbar“; Anleitung: Backform mit weichem feuchtem Tuch, kein hartes Werkzeug |
| Passt für | Für Käufer, denen eine ausdrückliche PFAS-Angabe im Angebot wichtiger ist als ein greifbarer Hersteller. |
| Passt nicht für | Für alle, die bei Fragen zur Beschichtung einen Hersteller mit Anschrift erreichen wollen. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | Datenfeld: Marke und Hersteller „KEEPEEZ“. Die am Angebot hinterlegte Anleitung nennt keine Firmierung und keine Anschrift und erklärt, sie gelte „für den petrus Brot-Hersteller“; die Herstellerangaben der Detailseite ließen sich am Prüftag nicht laden |
| Sitz | Nicht auffindbar |
| Seit wann | Nicht auffindbar |
| Support | Anleitung: „KEEPEEZ kundendienst“ ohne Kontaktweg; Angebot: Kontakt über den Verkäufer, „12-Stunden-Support“ |
| Erreichbarkeit | Nicht genannt |
| Garantie | Angebot: „5-Jahres-Garantie“ ohne Bedingungen; beim Schwestermodell MBF-016 nennt das Datenfeld „4 jahre herstellergarantie.“ |
| Norm- und Prüfangaben | Keine Norm und kein Prüfzeichen in Anleitung und Angebot |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht und Maße | Kein Gewicht im Datenfeld; Maße 21,5 × 34,5 × 30,5 Zentimeter laut Datenfeld, 345 × 248 × 310 Millimeter laut Anleitung |
| Modell und Kennung | Modellnummer „Silber-MBF-010“ laut Datenfeld; dieselbe Modellnummer MBF-010 trägt die schwarze Variante unter eigener Angebotsnummer |
PTFE im EU-Recht: was heute gilt und was vorgeschlagen ist
Eine Backform mit PTFE ist heute in der EU erlaubt. Das BfR erklärt, Materialien mit Lebensmittelkontakt müssten nach geltendem EU-Recht so hergestellt sein, dass sie unter normalen oder vorhersehbaren Bedingungen keine Chemikalien in Mengen an Lebensmittel abgeben, die die Gesundheit gefährden können, und dem BfR lägen keine Daten vor, die belegten, dass diese Vorschriften nicht eingehalten würden. Seit Ende der 1950er-Jahre geben das BfR und seine Vorgänger zudem Empfehlungen für Lebensmittelkontakt- materialien heraus, darunter eine eigene für temperaturbeständige Beschichtungssysteme aus Polymeren für Brat-, Koch- und Backgeräte.
Verboten ist PFOA, der frühere Hilfsstoff, seit dem 4. Juli 2020. Nicht verboten ist PTFE selbst. Das BfR beschreibt aber, dass die Europäische Chemikalienagentur ECHA am 7. Februar 2023 den Vorschlag für ein Verbot der Herstellung, der Verwendung und des Inverkehrbringens der umfangreichen PFAS-Gruppe veröffentlicht hat. Damit solle ein weiterer Eintrag der Stoffe in die Umwelt verhindert werden, und das könne auch ein Verbot von PTFE-Beschichtungen auf Koch-, Back- und Bratgeschirr für Privathaushalte und Restaurants zur Folge haben. Ob und wann es so kommt, sagt keine der Quellen dieser Seite.
Der Grund für den Vorschlag liegt weniger in der Küche als davor und danach. Das BfR schreibt, bei der Herstellung von Antihaftbeschichtungen würden neben PTFE Hilfsstoffe eingesetzt, zu denen auch andere, nicht-polymere PFAS gehörten. Die Verbraucherzentralen werden deutlicher: Fluorierte Kunststoffe wie PTFE bereiteten weniger in der Pfanne Probleme als bei Herstellung und Entsorgung; fluorierte Hilfsstoffe hätten in der Nähe von Industriestandorten bereits zu Belastungen von Wasser, Böden und Menschen geführt, und werde PTFE bei weniger als etwa 1.000 °C verbrannt, würden PFAS freigesetzt.
Für den Kauf eines Brotbackautomaten heißt das zweierlei. Wer eine PTFE-Form aus gesundheitlicher Sorge meiden will, findet beim BfR keine Begründung dafür, solange die Form bestimmungsgemäß benutzt wird. Wer sie aus Umweltgründen meiden will, hat in der Herstellung und Entsorgung ein Argument, das das BfR und die Verbraucherzentralen beide benennen. Auf ein Verbot zu warten, ist keine Strategie, denn ein Datum gibt es nicht; wer heute einen Automaten braucht, entscheidet nach dem, was heute belegt ist.
Was Backen und Warmhalten im Jahr kosten
Keiner der fünf Hersteller nennt einen Stromverbrauch je Brot. Die einzige belegte Zahl stammt aus einer Studie des Öko-Instituts von 2013: Ein durchschnittlicher Backvorgang einschließlich Teigzubereitung braucht für ein 750-Gramm-Brot etwa 0,34 Kilowattstunden, und eine Stunde Warmhalten etwa 37 Wattstunden, rund 9 Prozent eines Backgangs. Vier der fünf Geräte halten laut Hersteller oder Angebot bis zu 60 Minuten warm, der Unold Big hat laut Anleitung eine Warmhaltestufe.
Musterrechnung für ein Brot pro Woche mit Warmhalten
Annahme: ein Brot von 750 Gramm pro Woche, 52 Wochen, jedes Mal eine Stunde Warmhalten.
Backen: 52 × 0,34 kWh = 17,7 kWh. Warmhalten: 52 × 0,037 kWh = 1,9 kWh. Zusammen 19,6 kWh.
Bei 37,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW, Durchschnitt 2026): 7,25 Euro im Jahr, davon 0,71 Euro für das Warmhalten.
Ohne Warmhalten: 6,54 Euro im Jahr, 12,6 Cent je Brot.
Die Rechnung gilt für ein 750-Gramm-Brot. Ein Laib von 1.500 Gramm aus dem Backmeister Big braucht mehr, um wie viel, sagt keine der Quellen. Auch die Leistung von 850 Watt beim Big gegenüber 550 Watt beim Edel sagt allein nichts über den Verbrauch, weil die Dauer der Programme fehlt. Wer den Stromverbrauch eines Brotbackautomaten nach Brotgröße und im Vergleich zum Backofen genauer rechnen will, findet die Richtwerte auf der Seite über den Stromverbrauch eines Brotbackautomaten.
Das Warmhalten lässt sich sparen, wenn man das Brot zeitig herausnimmt. Bei Unold piept das Gerät laut Anleitung am Ende der Warmhaltezeit zehnmal. Ob es sich lohnt, das Warmhalten ganz abzuschalten, und welche Geräte das erlauben, beschreibt die Seite über Brotbackautomaten mit Warmhaltefunktion. Die Beschichtung spielt für den Strom keine Rolle; eine Keramikform kostet im Betrieb nicht mehr als eine PTFE-Form.
Bleibt die Bereitschaft. Das Öko-Institut beschreibt Geräte ohne Netzschalter, die ausgeschaltet 1 bis 2,6 Watt aufnehmen, und geht davon aus, dass ein Brotbackautomat ein- bis zweimal pro Woche benutzt wird und deshalb eingesteckt in der Küche steht. Unold rät in der Anleitung des Edel, das Gerät bei Nichtbenutzung auszuschalten und den Netzstecker zu ziehen. Wer das tut, spart diesen Posten ganz; wer es nicht tut, verbraucht bei 2,6 Watt rund um die Uhr gut 22 Kilowattstunden im Jahr und damit mehr als die 19,6 Kilowattstunden der Musterrechnung für 52 Brote mit Warmhalten.
Wie lange eine Keramikform hält, und was danach kommt
Die Verbraucherzentralen schreiben über keramikbeschichtete Pfannen, die Antihaftwirkung lasse mit der Zeit nach. Unold sagt über die eigenen Backformen etwas Ähnliches, nur deutlicher: Backform und Kneter unterlägen bei häufigem Gebrauch einer Abnutzung infolge der hohen mechanischen Belastung beim Kneten, insbesondere bei Vollkornteigen oder Teigen mit hohem Körneranteil, und daher sei von Zeit zu Zeit ein Austausch notwendig. Der Satz steht wortgleich in allen drei Unold-Anleitungen.
Der Austausch ist bei Unold geregelt. Die Anleitung des Edel enthält ein Bestellformular mit Teilenummern: Backform 6845670, Kneter 6845672. Beim Big sind es Backform 6852070 und Kneter 6852072. Bestellt wird beim Unold-Kundendienst in Hockenheim. Wer Sauerteig oder Vollkorn backt, wie es die Seite über Brotbackautomaten für Sauerteig beschreibt, sollte nach Unolds eigenem Hinweis mit einem früheren Austausch rechnen. Für Konfitüre empfiehlt Unold eine zweite Form, weil die Säure das Lösen des Brotes erschwere.
Wichtig für die Kosten: Die Unold-Garantie über 24 Monate schließt Schäden durch Verschleiß ausdrücklich aus. Eine abgenutzte Form ist also ein Ersatzteilkauf, kein Garantiefall. Das Öko-Institut nennt als Merkmal hochwertiger Geräte, dass Knethaken und Backform als Ersatzteile mindestens fünf Jahre ab Produktionseinstellung zu haben sind; eine solche Zusage hat keiner der fünf Hersteller gemacht.
Bei Neretva und KEEPEEZ ist die Lage offen. Keine der Unterlagen nennt eine Teilenummer für Form oder Haken, und eine Herstellerseite mit Ersatzteilen ließ sich für beide Marken nicht finden; bei Amazon werden unter beiden Markennamen einzelne Formen angeboten. Das Angebot des schwarzen KEEPEEZ MBF-010 nennt im Datenfeld „Verfügbarkeitsdauer für EU-Ersatzteile: 3 Jahre“, beim silbernen fehlt das Feld. Unold hat dasselbe Feld beim schwarzen Big mit 2 Jahren, beim weißen mit 1 Jahr befüllt, für dasselbe Gerät in anderer Farbe. Was diese Zahlen verbindlich bedeuten, sagt das Angebot nicht.
Welche Hersteller Backform und Knethaken überhaupt selbst verkaufen, ist für 19 Marken auf der Seite über Ersatzteile für den Brotbackautomaten zusammengestellt: zehn tun es, Unold mit eigenem Shop und Teilenummern in der Anleitung, Neretva und KEEPEEZ gehören zu den acht, bei denen sich kein Weg über den Hersteller fand.
Zwei Wochen später: woran man die falsche Form merkt
Ob eine Keramikform zum Haushalt passt, zeigt sich nach den ersten Backgängen. Drei Anzeichen sind typisch, und für jedes gibt es einen nächsten Schritt.
Das erste: Das Brot löst sich schlecht oder reißt beim Stürzen an der Kruste. Bei einer neuen Form liegt das oft am Rezept oder an zu wenig Fett am Haken; Unold empfiehlt, das Loch des Kneters vor dem Befüllen mit hitzebeständiger Margarine auszustreichen. Bleibt es nach mehreren Versuchen so, ist die Antihaftwirkung der Form schwächer als erwartet, und das ist innerhalb der Rückgabefrist des Händlers zu klären, nicht nach Monaten. Das zweite: Die Form wird fleckig oder dunkler. Bei Unold ist das laut Anleitung normal und kein Mangel.
Das dritte: Der Haken klemmt auf der Achse. Unold rät, Kneter und Antriebswelle sofort nach dem Backen zu reinigen; sitzt der Kneter fest, eine halbe Stunde warmes Wasser in die Form füllen. Wer das regelmäßig tun muss, hat kein Problem mit der Beschichtung, sondern mit der Pflege. Die allgemeinen Abläufe vom Kneten bis zum Backen und die typischen Fehlbilder beschreibt die Seite darüber, wie ein Brotbackautomat funktioniert.
Für das Werkzeug geben die Verbraucherzentralen eine einfache Regel, die für Pfannen formuliert ist und sich auf Backformen übertragen lässt: Hartholz eigne sich für alle Beschichtungen, Edelstahl nur für unbeschichtete, und Polyamid oder Silikon sollten nicht dauerhaft großer Hitze ausgesetzt werden. Für das Herauslösen des Brotes heißt das: ein Holzspatel am Rand, kein Messer. Unold warnt zudem, die Form beim Stürzen nie auf eine Kante oder die Arbeitsplatte zu schlagen, weil sie sich dabei verformen könne.
| Anzeichen | Wahrscheinliche Ursache | Was zuerst zu tun ist |
|---|---|---|
| Brot klebt an der Form | Rezept, zu wenig Fett, nachlassende Antihaftwirkung | Rezept und Fett prüfen; bleibt es so, beim Händler innerhalb der Frist melden |
| Form wird fleckig oder dunkler | Normale Farbveränderung laut Unold | Weiterbacken; kein Mangel |
| Kneter klemmt auf der Achse | Teigreste in der Kneteröffnung | Sofort nach dem Backen reinigen, sonst 30 Minuten warmes Wasser in die Form |
| Kratzer in der Schicht | Metallwerkzeug oder Spülmaschine | Nur Holz oder Kunststoff verwenden; bei starken Kratzern Ersatzform bestellen |
| Rauch beim ersten Backen | Rückstände auf den Heizschlangen | Laut Unold vorab einmal leer mit Form, ohne Kneter, im Programm Backen laufen lassen |
Billiger: die vorhandene Form richtig behandeln
Die billigste Lösung kostet nichts: den vorhandenen Automaten mit PTFE-Form weiter nutzen und so behandeln, wie es das BfR für PTFE-beschichtetes Geschirr empfiehlt. Das heißt vor allem, die Form nie leer stark zu erhitzen. Bei einem Brotbackautomaten geschieht das im normalen Betrieb nicht, denn in der Form liegt Teig, und wasserhaltige Speisen halten die Temperatur laut BfR nahe 100 °C. Unold verbietet zudem, das Gerät ohne eingesetzte Form aufheizen zu lassen.
Die Bedingung, unter der diese Lösung reicht, ist der Zustand der Form. Das BfR hält das Verschlucken kleiner Teilchen einer zerkratzten PTFE-Beschichtung nach derzeitigem Kenntnisstand für gesundheitlich unbedenklich, weil PTFE unverändert ausgeschieden werde. Die Verbraucherzentralen sind vorsichtiger und raten, stark zerkratzte Pfannen vorsorglich auszutauschen, weil die Wirkung kleinster Mikroplastikteilchen noch unklar sei. Wer eine intakte Form hat, kann bleiben. Wer eine stark zerkratzte hat, braucht ohnehin eine neue Form, und dann lohnt der Blick auf die Ersatzform des eigenen Herstellers, bevor ein ganzes Gerät gekauft wird.
Eine zweite günstige Lösung betrifft nur Unold-Besitzer: Wer einen Unold mit beschichteter Form hat, kann beim Kundendienst nach der passenden Ersatzform fragen und dabei nach dem Werkstoff ihrer Beschichtung. Für den Edel ist das die Keramikform 6845670. Ob es für ältere Modelle eine Keramikform gibt, lässt sich nur dort klären.
Häufige Fragen zur Keramikform im Brotbackautomaten
Ist eine Keramikform im Brotbackautomaten immer PFAS-frei?
Nicht zwingend. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass manche Keramikbeschichtungen nur als Verstärkung für eine PTFE-Schicht dienen, und raten zur ausdrücklichen Kennzeichnung „PFAS-frei“. Unter elf Angeboten mit Keramikform tragen sie drei, alle von KEEPEEZ, ohne Nachweis.
Was bedeutet „PFOA-frei“ auf einer Backform?
PFOA ist ein früher bei der PTFE-Herstellung eingesetzter Hilfsstoff, der in der EU seit dem 4. Juli 2020 erfasst ist (Delegierte Verordnung (EU) 2020/784). Laut Verbraucherzentralen bedeutet „PFOA-frei“ in der Regel, dass andere Fluorverbindungen verwendet wurden; über PTFE sagt es nichts.
Ist eine PTFE-Form im Brotbackautomaten gefährlich?
Nach dem BfR sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht zu erwarten. Kritisch ist das leere Überhitzen ab etwa 360 °C; beim Backen in handelsüblichen Backöfen liegen die Höchsttemperaturen laut BfR mit 250 °C deutlich darunter.
Darf die Keramikform in die Spülmaschine?
Bei Unold nein, das steht in allen drei gelesenen Anleitungen für Backform und Kneter. Fünf Angebote nennen Teile spülmaschinengeeignet; maßgeblich ist die Anleitung des Herstellers, und bei Unold schließt die Garantie Schäden durch Nichteinhaltung der Pflegeanweisungen aus.
Gibt es einen Brotbackautomaten mit Edelstahlform ohne Beschichtung?
Unter den geprüften Angeboten nicht. „Edelstahl“ bezeichnet bei allen das Gehäuse, nicht die Form. Ganz ohne Beschichtung geht es nur mit einer Kastenform aus unbeschichtetem Edelstahl, Emaille oder Gusseisen im Backofen.
Warum wird die helle Keramikform mit der Zeit dunkler?
Unold schreibt in seinen Anleitungen, es sei normal, dass sich die Farbe der Beschichtung mit der Zeit verändere, und die Funktion werde dadurch nicht beeinträchtigt.
Was es kostet, keinen neuen Automaten zu kaufen
Am Ende steht die Option, die in keinem Angebot steht: nichts zu kaufen. Sie hat zwei Formen, und beide haben einen Preis, der sich beziffern lässt.
Die erste Form ist, beim vorhandenen Automaten zu bleiben. Sie kostet nichts, solange die Form intakt ist, und nach dem BfR ist sie bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auch mit einer PTFE-Form vertretbar. Ihr Preis ist ein offener Rest: Wer PFAS aus Gründen der Umwelt meiden will, nicht wegen der eigenen Gesundheit, für den bleibt die Herstellung der Beschichtung das Problem, und das löst kein Weiterbacken. Die Verbraucherzentralen schreiben, fluorierte Kunststoffe wie PTFE bereiteten weniger in der Pfanne Probleme als bei Herstellung und Entsorgung.
Die zweite Form ist der Backofen mit einer Kastenform ohne Beschichtung. Sie ist die einzige Lösung dieser Seite ganz ohne Beschichtung, und ihr Preis ist Strom und Zeit. Laut Öko-Institut braucht ein 750-Gramm-Brot im Elektrobackofen 0,89 Kilowattstunden statt 0,34 im Automaten. Bei einem Brot pro Woche sind das 46,3 Kilowattstunden im Jahr, bei 37,0 Cent 17,12 Euro, gegenüber 6,54 Euro im Automaten ohne Warmhalten. Der Unterschied beträgt 10,58 Euro im Jahr. Dazu kommt die Zeit: Kneten, Gehen lassen, Formen und Einschieben erledigt im Backofen niemand von selbst.
Dazwischen liegt ein Mittelweg, der nur Besitzern bestimmter Geräte offensteht: das vorhandene Gerät behalten und nur die Form tauschen. Bei Unold führt die Anleitung Backform und Kneter mit Teilenummern auf, und der Kundendienst nimmt Bestellungen an. Ob es für ein älteres Modell eine Form mit anderer Beschichtung gibt, lässt sich nur dort erfragen. Bei Herstellern ohne Teilenummer in der Anleitung ist dieser Weg in der Regel verschlossen, und dann bleibt nur die Wahl zwischen Weiterbacken, Backofen und neuem Gerät.
Wann genügt es, nichts zu kaufen? Wenn die vorhandene Form intakt ist und die Sorge der Überhitzung galt, nicht der Herstellung. Oder wenn ohnehin nur einmal pro Woche gebacken wird und die Zeit für den Backofen da ist; dann kosten zehn Euro Strom im Jahr weniger als jedes der fünf Geräte. Wer dagegen einen neuen Automaten braucht und eine Keramikform will, nimmt den Unold Backmeister Edel und stellt Unold die eine Frage, die keine Unterlage beantwortet. Eine markenübergreifende Auswahl nach Brotsorte, unabhängig von der Beschichtung, steht auf der Seite über den besten Brotbackautomaten je Brotsorte.

