Worum es hier geht: Ein E-Mountainbike wird nach einer einzigen Zahl verkauft, und diese Zahl steht in Newtonmetern. 40 bei dem einen, 110 bei dem anderen, dazwischen 55, 70 und 80. Keiner der fünf hier geprüften Hersteller nennt, bei welcher Trittfrequenz und in welcher Unterstützungsstufe sein Wert gemessen wurde. Damit sind die Zahlen nebeneinander gestellt, ohne vergleichbar zu sein. Dieser Vergleich ordnet fünf am 18.08.2026 auf amazon.de bestellbare Räder deshalb nicht nach Newtonmetern, sondern nach dem, was sich vor dem Kauf tatsächlich prüfen lässt: Antriebsposition, Übersetzungsbandbreite, Bremsanlage, Reifen, Radgewicht und Zuladung. Es wurde kein Rad gekauft, gefahren oder vermessen. Alle Angaben stammen von den am Prüftag einzeln geöffneten Produktseiten und aus erreichbaren Herstellerunterlagen.
Auf einen Blick: sechs Punkte vor dem Kauf
- Kein Hersteller nennt die Messbedingung seines Drehmoments. Weder Trittfrequenz noch Unterstützungsstufe stehen bei einem der fünf Räder dabei. Ohne beides ist eine Newtonmeterzahl kein vergleichbarer Wert, sondern eine Werbeaussage.
- Die Bremse benennt genau ein Rad. Nur beim F.lli Schiano steht ein Modell da, nämlich Shimano MT200. Ein weiteres Rad nennt zwei Anlagen alternativ, die drei übrigen schreiben nur Scheibenbremse.
- Vier von fünf nennen einen Grenzwert für die Zuladung, keiner nennt den Bezug. Ob 120 oder 150 Kilogramm die Fahrerin oder das gesamte Rad samt Gepäck meinen, sagt kein Datenblatt. Bei 28 Kilogramm Radgewicht ist das ein Unterschied von 28 Kilogramm.
- Die beworbene Reichweite gilt nie für den Berg. 100 bis 180 Kilometer stehen in den Titeln. Am Anstieg wird Energie in Höhenmeter umgesetzt, und dafür nennt kein Hersteller eine Zahl.
- Ein Rad widerspricht sich vierfach selbst. Beim Eleglide stehen 21 gegen 24 Gänge, 18 gegen 15 Amperestunden, 250 gegen 570 Watt und 2,35 gegen 2,4 Zoll Reifenbreite, alles auf derselben Seite.
- Diese Preisklasse endet vor dem eigentlichen Gelände. Kein Rad im Feld weist eine Prüfung nach der EPAC-Mountainbike-Norm EN 17404 aus. Für Sprünge, Stufen und Bikepark ist keines dieser fünf Räder ausgewiesen.
Die fünf Modelle im Direktvergleich
Aufgenommen sind fünf Räder, die am 18.08.2026 auf amazon.de gelistet und bestellbar waren, jedes einzeln von der Produktseite geprüft und anschließend gegen erreichbare Herstellerangaben gehalten. Sortiert ist nach der Belegqualität im Gelände, also danach, wie viele der fünf geländerelevanten Bauteile ein Hersteller mit Modellbezeichnung benennt: Motor, Bremse, Reifen, Federgabel und Schaltung. Nicht sortiert ist nach Drehmoment, weil dieser Wert ohne Messbedingung nicht vergleichbar ist, und nicht nach Preis. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung geht an das Prophete DICE 3.0, weil es als einziges Rad drei dieser fünf Bauteile benennt, als einziges eine deutsche Servicerufnummer führt und mit zehn Gängen die breiteste benannte Übersetzung im Feld hat. Es ist eine Empfehlung auf Basis recherchierter Angaben und keine Siegerkür, weil hier nichts gemessen wurde. Ihre Schwächen stehen in der Nachteilsliste: unbenannte Bremse, unbenannter Reifen und mit 28 Kilogramm das höchste Gewicht im Feld.
| Bild | Modell | Auszeichnung | Benannte Bauteile | Drehmoment laut Hersteller | Gänge | Akku | Zuladung | Bewertung | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | Prophete DICE 3.0Mittelmotor | Unsere Empfehlung | drei von fünf: Motor, Federgabel, Schaltung | 70 Nm | 10 (Shimano Cues) | 540 Wh (36 V, 15 Ah), im Rahmen integriert | 150 kg empfohlenes Maximalgewicht | 4,5 / 6 | Jetzt ansehen |
![]() | DERUIZ DolomitMittelmotor | Einziger benannter Reifen im Feld | zwei von fünf: Reifen, Schaltung | 110 Nm | 11 (Shimano CUES) | 720 Wh (48 V, 15 Ah), entnehmbar | nicht angegeben | 5,0 / 1 | Ansehen |
![]() | F.lli Schiano MS29Mittelmotor | Einzige benannte Bremsanlage | zwei von fünf: Bremse, Schaltung | 80 Nm | 8 (Shimano Altus) | 720 Wh (36 V, 20 Ah), entnehmbar | 120 kg empfohlenes Maximalgewicht | keine / 0 | Ansehen |
![]() | Telefunken M921Heckmotor | null von fünf: kein Bauteil benannt | 40 Nm | 7 (Anbieter nicht benannt) | 468 Wh (36 V, 13 Ah), vollintegriert | 125 kg empfohlenes Maximalgewicht | 5,0 / 1 | Ansehen | |
![]() | Eleglide Mopride 2Heckmotor | Breiteste Bewertungsbasis: 462 | null von fünf: kein Bauteil benannt | 55 Nm | 21 laut Titel, 24 laut Merkmalfeld | 648 Wh laut Titel, 540 Wh laut Datenfeld | 120 kg empfohlenes Maximalgewicht | 4,4 / 462 | Ansehen |
Sterne und Bewertungszahlen wurden am 18.08.2026 einzeln von den Produktseiten abgerufen, nicht aus einer Suchergebnisliste. Hervorgehoben ist allein die Spalte mit den benannten Bauteilen, weil sich dort ein Bestwert zählen lässt. Die Drehmomentspalte ist bewusst nicht hervorgehoben, weil die Messbedingung fehlt. Zur Preislage am Prüftag: 849,00 Euro für das Eleglide Mopride 2, 999,99 Euro für das Telefunken M921, je 1.599,00 Euro für das Prophete DICE 3.0 und das F.lli Schiano MS29 sowie 2.399,00 Euro für das DERUIZ Dolomit. Preise ändern sich täglich und stehen deshalb nicht in der Tabelle.
Drehmoment in Newtonmetern: eine Zahl ohne Bedingung
Newtonmeter sind die meistbeworbene Zahl dieser Warengruppe. Sie steht in vier von fünf Produkttiteln, sie steht in den Anzeigen, und sie ist das Erste, wonach im Handel gefragt wird. Was sie physikalisch bedeutet, ist unstrittig: das Drehmoment, das der Antrieb an der Kurbelwelle aufbringt. Was sie praktisch bedeutet, hängt an zwei Bedingungen, die niemand mitliefert. Erstens der Trittfrequenz, denn ein Mittelmotor gibt sein höchstes Moment nur in einem schmalen Drehzahlfenster ab und fällt darunter und darüber ab. Zweitens der Unterstützungsstufe, denn in der niedrigsten Stufe liegt regelmäßig nur ein Bruchteil dessen an, was die Spitzenangabe verspricht.
Der Nachweis lässt sich an diesem Feld unmittelbar führen. Das DERUIZ Dolomit zählt in seiner Beschreibung sechs Unterstützungsstufen namentlich auf, von ECO über TOUR, SPORT, TURBO und BOOST bis AUTO. Es nennt 110 Nm. Es sagt an keiner Stelle, in welcher der sechs Stufen diese 110 Nm anliegen. Das Prophete DICE 3.0 nennt 70 Nm und erwähnt Unterstützungsstufen nur als etwas, das sich am Display anpassen lässt, ohne sie zu beziffern. Das F.lli Schiano nennt 80 Nm, ohne den Motor überhaupt zu benennen. Das Telefunken M921 nennt 40 Nm ausschließlich im Titel des Angebots; in den fünf Produktmerkmalen, die das Rad beschreiben, kommt das Wort Drehmoment kein einziges Mal vor. Und das Eleglide nennt 55 Nm bei einem Antrieb, der in der Nabe des Hinterrads sitzt und für den die Kurbelangabe ohnehin eine andere Bedeutung hat.
Damit steht der Befund fest, und er gilt für alle fünf: Keine einzige der beworbenen Newtonmeterangaben ist mit einer Messbedingung versehen. Das ist kein Vorwurf an einen einzelnen Anbieter, sondern eine Eigenschaft dieser Warengruppe. Ein Vergleich von 110 gegen 70 ist deshalb kein Vergleich, sondern eine Gegenüberstellung zweier Zahlen aus zwei unbekannten Aufbauten. Wer die Antriebsarten und ihre Kennlinien getrennt betrachten möchte, findet die Systematik im Überblick der E-Bike-Motoren und ihrer Bauarten, der die Kraftentfaltung von Nabe und Tretlager gegenüberstellt.
Praktisch bleibt trotzdem eine Rangfolge übrig, sie fällt nur anders aus als die beworbene. Innerhalb derselben Bauart und derselben Preisklasse deutet eine höhere Zahl tendenziell auf mehr Kraftreserve hin. Über Bauarten hinweg ist sie wertlos: 55 Nm an einer Hinterradnabe verhalten sich vollkommen anders als 55 Nm am Tretlager, weil der eine Antrieb die Übersetzung des Rades nutzt und der andere nicht. Wer eine Zahl sucht, an der sich vor dem Kauf etwas festmachen lässt, findet sie eher in der Anzahl und Abstufung der Gänge und im Energievorrat in Wattstunden.
| Modell | Was an einer Stelle steht | Was an anderer Stelle steht | Warum das zählt |
|---|---|---|---|
| Eleglide Mopride 2 | Titel und Datenfeld nennen 21 Gänge | Das Merkmalfeld daneben nennt Professional 24 Gänge | Drei vorn mal sieben hinten ergeben 21. Woher die 24 kommen, sagt niemand, und die Zahl steht auf derselben Seite. |
| Eleglide Mopride 2 | Titel nennt 250 Watt Motorleistung | Das Datenfeld Wattleistung trägt 570 Watt | Die Pedelec-Einordnung hängt an der Nenndauerleistung von höchstens 250 Watt. Ein Feld mit 570 Watt steht dem sichtbar entgegen. |
| Eleglide Mopride 2 | Titel nennt 18 Amperestunden Akkukapazität | Das Datenfeld nennt 15000 Milliamperestunden, also 15 Amperestunden | Bei 36 Volt liegen dazwischen 648 gegen 540 Wattstunden, also rund ein Sechstel des gesamten Energievorrats. |
| DERUIZ Dolomit | Bremsanlage Tektro HD-M535 mit 203 und 180 Millimeter | Oder Shimano MT200 mit zweimal 180 Millimeter | Beide werden alternativ genannt. 23 Millimeter Unterschied am Vorderrad sind im langen Gefälle Hebel und Wärmefläche zugleich. |
| F.lli Schiano MS29 | Datenfeld Radbreite trägt 29 Zoll | Das Datenfeld Reifengröße trägt ebenfalls 29 Zoll | Eine Reifenbreite von 29 Zoll gibt es nicht. Das Feld wiederholt den Laufraddurchmesser und lässt die Breite offen. |
| Telefunken M921 | Der Titel nennt 40 Nm Drehmoment | In keinem der fünf Produktmerkmale kommt das Wort Drehmoment vor | Die einzige Stelle, an der die für den Berg entscheidende Zahl steht, ist die Überschrift des Angebots. |
Antriebsposition: was Heck- und Mittelmotor am Berg unterscheidet
Drei der fünf Räder tragen den Antrieb am Tretlager, zwei in der Nabe des Hinterrads. Dieser Unterschied wirkt sich im Gelände stärker aus als jede Newtonmeterangabe, und er ist der Grund, aus dem dieser Vergleich die Räder nach Antriebsposition kennzeichnet. Ein Mittelmotor speist seine Kraft in dieselbe Kette ein, die auch das Bein antreibt. Er wird also mitgeschaltet: Ein Gang leichter bedeutet für ihn dieselbe Entlastung wie für die Fahrerin. Ein Nabenmotor dreht sich immer genau so schnell wie das Hinterrad. Die Schaltung erreicht ihn nicht, und an einer steilen Rampe fällt seine Drehzahl unter den Bereich, in dem er effizient arbeitet.
Zwei weitere Folgen sind praktisch spürbar. Die erste ist die Gewichtsverteilung. Ein Nabenmotor legt mehrere Kilogramm an das äußerste Ende des Hinterbaus. Am flachen Weg macht das nichts, im Steilen aber wandert der Schwerpunkt nach hinten, und ein leichteres Vorderrad steigt früher. Die zweite ist der Verschleiß. Ein Mittelmotor schickt seine Kraft durch Kette, Ritzel und Kettenblatt, die dadurch deutlich schneller altern als an einem Rad ohne Antrieb. Ein Nabenmotor belastet den Antriebsstrang nicht zusätzlich, dafür sein eigenes Speichenrad, weil die Kraft aus der Nabe heraus über die Speichen in die Felge wandert.
Was hier bewusst nicht ausgebreitet wird, ist die zweite Federung. Alle fünf Räder dieses Vergleichs sind Hardtails, haben also allein vorn eine Federgabel, und die Abwägung zwischen Hardtail und vollgefedertem Rad ist eine eigene Achse mit eigenen Modellen, eigenen Preisen und eigenem Wartungsaufwand. Sie ist mit eigener Auswahl im Vergleich der vollgefederten E-Bikes abgehandelt. Für diesen Text zählt allein, dass eine Federgabel im Gelände Stöße abbaut, die sonst in Handgelenken und Schultern landen, und dass keiner der fünf Hersteller ihren Federweg beziffert.
Die fünf Modelle im Detail

Bestellbarkeit geprüft am 18.08.2026
Bei Amazon ansehenProphete DICE 3.0 E-MTB 29 Zoll mit AEG ComfortDrive II Mittelmotor, Shimano Cues 10-Gang und Suntour XCT Federgabel
Auf der Achse dieses Vergleichs, also Geländeeinsatz und Antriebsauslegung, ist das der am besten dokumentierte Kandidat im Feld. Der Antrieb sitzt in der Mitte, arbeitet über die Kette auf zehn Ritzel und nennt mit 70 Nm einen Wert, der im Feld weder der höchste noch der niedrigste ist. Wichtiger als die Zahl ist, was dahintersteht: Ein Mittelmotor nutzt dieselbe Übersetzung wie das Bein, er wird also am steilen Stück durch das Herunterschalten mit entlastet. Zehn Gänge einer Cues-Gruppe liefern dafür eine breite Bandbreite. Der Preis dieser Auslegung steht auf der Waage: 28 Kilogramm sind der höchste Wert im Vergleich, und wer das Rad über eine Stufe heben muss, merkt jedes davon. Als einziger Hersteller im Feld nennt Prophete zugleich eine deutsche Servicerufnummer, unter der sich vor dem Kauf eine technische Frage stellen lässt.
Benannte Bauteile „drei von fünf: Motor, Federgabel, Schaltung“ — worauf sich das stützt: Das einzige Rad im Feld, bei dem drei der fünf geländerelevanten Bauteile mit Modellbezeichnung dastehen: der AEG ComfortDrive II als Mittelmotor, die Suntour XCT als Federgabel und die Shimano Cues als Zehnfach-Schaltung. Damit lassen sich Ersatzteile, Verschleißkosten und Reparaturwege vor dem Kauf abschätzen, was bei einem Rad, das über Wurzeln und Schotter bewegt wird, kein Nebenpunkt ist. Nicht benannt bleiben die beiden Bauteile, die im Gefälle am meisten arbeiten: Die Bremsenart steht als Scheibenbremse da, ohne Angabe, ob hydraulisch oder mechanisch, und der Reifen ist mit 29 Zoll nur nach Laufraddurchmesser beschrieben, ohne Breite und ohne Profil.
- Als einziges Rad im Feld sind drei der fünf geländerelevanten Bauteile mit Modellbezeichnung benannt: AEG ComfortDrive II, Suntour XCT und Shimano Cues
- Mittelmotor mit zehn Gängen und damit die breiteste benannte Übersetzungsbandbreite im Vergleich, was am steilen Stück die Trittfrequenz rettet
- Zuladung mit 150 Kilogramm angegeben und damit der höchste bezifferte Wert im Feld, bei einem Radgewicht von 28 Kilogramm
- Radgewicht mit 28 Kilogramm beziffert, was nur drei der fünf Hersteller überhaupt tun
- Deutsche Servicerufnummer im Impressum, die einzige im gesamten Vergleichsfeld, dazu eine Serviceadresse und ein eingetragener Sitz mit Handelsregisternummer
- Am Prüftag von Amazon selbst versendet und verkauft, mit sieben Stück auf Lager und ohne notwendige Montage laut Produktdaten
- Die Bremse ist nur als Scheibenbremse bezeichnet. Ob hydraulisch oder mechanisch, mit welchem Scheibendurchmesser und von welchem Anbieter, steht nirgends, obwohl das Rad ausdrücklich für Trails beworben wird
- Kein Reifenmodell und keine Reifenbreite genannt, nur der Laufraddurchmesser von 29 Zoll. Damit ist die einzige Kontaktfläche zum Untergrund vor dem Kauf nicht beurteilbar
- Mit 28 Kilogramm das schwerste Rad im Vergleich, was sich beim Tragen über Stufen, beim Verladen und beim Aufrichten nach einem Sturz auswirkt
- Nur sechs Bewertungen, also eine sehr dünne Erfahrungsbasis für ein Rad dieser Preisklasse
Passt zu: Wer einen Mittelmotor mit breiter Übersetzung sucht, vor dem Kauf wissen möchte, welche Bauteile verbaut sind, und Wert auf einen im Inland erreichbaren Hersteller legt.
Passt nicht zu: Wer das Rad regelmäßig tragen oder in einen Kofferraum heben muss, oder wer eine benannte Bremsanlage für lange Abfahrten verlangt.
Offen geblieben: Ob die 70 Nm bei einer bestimmten Trittfrequenz und in einer bestimmten Unterstützungsstufe gelten, geht aus keiner Angabe zu diesem Rad hervor. Ebenso wenig ist zu klären, ob die 150 Kilogramm das zulässige Gesamtgewicht aus Rad, Fahrerin und Gepäck bezeichnen oder allein das Fahrergewicht; die Produktdaten führen das Feld als empfohlenes Maximalgewicht, ohne den Bezug zu nennen. Ein Federweg der Suntour XCT ist ebenfalls nirgends beziffert.
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Bestellbarkeit geprüft am 18.08.2026
Bei Amazon ansehenDERUIZ Dolomit E-Bike 29 mal 2,6 Zoll mit 250 Watt Mittelmotor, 110 Nm, Shimano CUES 11-Gang und 48 V 720 Wh Akku
Auf dem Papier ist das die sportlichste Auslegung im Feld: Mittelmotor, 110 Nm, ein Drehmomentsensor statt eines reinen Trittsensors, elf Gänge einer CUES-Gruppe, ein 720-Wattstunden-Akku und Reifen in 2,6 Zoll Breite. Der Drehmomentsensor ist dabei technisch das Entscheidende, nicht die Newtonmeterzahl: Er misst, wie kräftig getreten wird, und dosiert danach. Ein Trittsensor zählt nur, ob sich die Kurbel dreht, und schiebt am Steilstück oft mit Verzögerung. Dass die Beschreibung sechs Unterstützungsstufen von ECO bis BOOST aufzählt und trotzdem an keiner Stelle sagt, in welcher davon die 110 Nm anliegen, ist der Kern des Problems, um das es in diesem Vergleich geht. Weder Gewicht noch Zuladung sind beziffert, und der Hersteller ist über keine Anschrift zu erreichen.
Benannte Bauteile „zwei von fünf: Reifen, Schaltung“ — worauf sich das stützt: Das Rad mit der höchsten beworbenen Drehmomentzahl im Feld und zugleich das einzige, bei dem der Reifen mit Modellnamen dasteht: Schwalbe Smart Sam Performance in 29 mal 2,6 Zoll. Bei der Bremse endet die Genauigkeit abrupt. Die Produktbeschreibung nennt zwei Anlagen alternativ, nämlich Tektro HD-M535 mit 203 und 180 Millimeter Scheibendurchmesser oder Shimano MT200 mit zweimal 180 Millimeter. Welche der beiden geliefert wird, sagt der Hersteller nicht. Der Unterschied ist nicht kosmetisch: 23 Millimeter mehr Scheibendurchmesser an der Vorderachse bedeuten mehr Hebel und mehr Fläche, über die sich die Wärme einer langen Abfahrt verteilt.
- Höchste beworbene Drehmomentangabe im Feld und der einzige ausdrücklich genannte Drehmomentsensor, der die Unterstützung nach Tretkraft statt nach Kurbeldrehung dosiert
- Einziges Rad im Vergleich, dessen Reifen mit Modellnamen und Breite dasteht: Schwalbe Smart Sam Performance in 29 mal 2,6 Zoll
- Elf Gänge einer Shimano-CUES-Gruppe und damit die feinste benannte Abstufung im Feld für wechselnde Steigungen
- Größter Energievorrat im Vergleich, gemeinsam mit dem F.lli Schiano: 720 Wattstunden bei 48 Volt Systemspannung
- Reifenbreite von 2,6 Zoll, der breiteste bezifferte Wert im Feld, was auf losem Untergrund mehr Aufstandsfläche bedeutet
- Beide alternativ genannten Bremsanlagen sind hydraulisch, was im Feld nur bei drei von fünf Rädern überhaupt aus den Angaben hervorgeht
- Die Bremsanlage wird mit zwei verschiedenen Ausführungen alternativ angegeben, die sich im vorderen Scheibendurchmesser um 23 Millimeter unterscheiden. Was geliefert wird, ist vor dem Kauf nicht bestimmbar
- Weder Radgewicht noch zulässige Zuladung sind beziffert. Bei einem Rad dieser Bauart fehlen damit genau die beiden Zahlen, die über Traglast und Handhabung entscheiden
- Kein Sitz, keine Anschrift, keine Rufnummer und kein Herkunftsland auffindbar. Für Ersatzteile und Gewährleistung bleibt allein der Weg über den Marktplatz
- Eine einzige Bewertung, also praktisch keine Erfahrungsbasis, bei gleichzeitig höchstem Preis im Vergleich
Passt zu: Wer eine feine Abstufung, breite Reifen und einen Drehmomentsensor sucht und bereit ist, das Rad ohne Herstelleranschrift zu kaufen.
Passt nicht zu: Wer vor dem Kauf wissen will, welche Bremse montiert ist, wie schwer das Rad ist und wie viel es tragen darf.
Offen geblieben: Bei welcher Trittfrequenz und in welcher der sechs Unterstützungsstufen die 110 Nm anliegen, sagt keine Angabe zu diesem Rad. Offen bleibt ebenso, welche der beiden genannten Bremsanlagen tatsächlich verbaut ist, wie viel das Rad wiegt, wie viel es tragen darf und wo es gefertigt wird. Auch der Federweg der Gabel ist nirgends beziffert.
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Bestellbarkeit geprüft am 18.08.2026
Bei Amazon ansehenF.lli Schiano MS29 E-Bike MTB 29 Zoll mit 250 Watt Mittelmotor, 80 Nm, 720 Wh entnehmbarem Akku und Shimano MT200 Scheibenbremsen
Ein Mittelmotor mit 80 Nm und dem größten Akku im Feld, gepaart mit der schmalsten Übersetzung. Diese Kombination ist der Kern seines Charakters: Energie ist reichlich vorhanden, aber am sehr steilen Stück fehlt der leichte Gang, in den man flüchten könnte. Bei einem Mittelmotor wiegt das schwerer als bei einem Heckmotor, weil der Antrieb dieselbe Kette und dieselbe Übersetzung nutzt wie das Bein: Wer keinen leichteren Gang mehr hat, zwingt Motor und Kette in eine niedrige Trittfrequenz, und genau dort arbeiten beide am unwirtschaftlichsten. Dafür ist die Bremse benannt, die Produktdaten stufen das Rad ausdrücklich als für Anfänger geeignet ein, und mit 26 Kilogramm gehört es trotz 720 Wattstunden nicht zu den schwersten.
Benannte Bauteile „zwei von fünf: Bremse, Schaltung“ — worauf sich das stützt: Das einzige Rad im Feld, dessen Bremsanlage mit Modellbezeichnung dasteht: Shimano MT200, hydraulisch. Das ist eine weit verbreitete Zweikolbenanlage aus dem Einstiegsbereich, für die Beläge und Scheiben überall zu bekommen sind, und genau diese Nachprüfbarkeit fehlt bei den vier anderen Rädern. Ebenfalls benannt ist die Schaltung als Shimano Altus mit acht Gängen. Genau dort liegt allerdings die Schwäche dieser Auslegung: Acht Ritzel sind die schmalste Bandbreite im gesamten Feld. In den Produktdaten steht zudem als Radbreite der Wert 29 Zoll, was ersichtlich der Laufraddurchmesser ist; eine Reifenbreite in dieser Größenordnung gibt es nicht.
- Einziges Rad im Vergleich mit benannter Bremsanlage: Shimano MT200, hydraulisch, mit überall erhältlichen Belägen und Scheiben
- Größter Energievorrat im Feld, gemeinsam mit dem DERUIZ: 720 Wattstunden, und der Akku lässt sich zum Laden entnehmen
- Radgewicht mit 26 Kilogramm beziffert und Zuladung mit 120 Kilogramm, damit sind beide Traglastzahlen vorhanden
- Schaltung mit Shimano Altus benannt, ein weit verbreitetes Einstiegssystem mit günstigen Ersatzteilen
- Zweiter Ladeanschluss und USB-Anschluss am Farbdisplay laut Produktbeschreibung, was auf langen Touren die Navigation am Telefon absichert
- Am Prüftag auf Lager, von Amazon selbst versendet und verkauft, laut Beschreibung zu 98 Prozent vormontiert
- Nur acht Gänge und damit die schmalste Übersetzungsbandbreite im Vergleich, ausgerechnet bei einem Mittelmotor, der auf die Schaltung angewiesen ist
- Keine einzige Bewertung, das Rad ist im Handel praktisch unbeschrieben
- Der Reifen ist weder mit Modell noch mit Breite benannt; das Datenfeld Radbreite trägt mit 29 Zoll ersichtlich den Laufraddurchmesser statt einer Breite
- Weder Anschrift noch Rufnummer der genannten europäischen Gesellschaft auffindbar, obwohl die Marke einen bekannten italienischen Stammsitz hat
Passt zu: Wer eine benannte, überall wartbare Bremsanlage und einen grossen Akku will und überwiegend auf mäßigen Steigungen unterwegs ist.
Passt nicht zu: Wer regelmäßig sehr steile Rampen fährt und dafür einen sehr leichten Gang braucht.
Offen geblieben: Bei welcher Trittfrequenz und in welcher Unterstützungsstufe die 80 Nm anliegen, ist nicht angegeben. Ebenso unklar bleibt, welcher Motor überhaupt verbaut ist: Die Beschreibung nennt nur Mittelmotor mit 250 Watt, ohne Anbieter und ohne Typbezeichnung. Auch die Übersetzung der Achtfach-Kassette, also die Zähnezahlen, ist nirgends beziffert, obwohl daran hängt, wie steil das Rad noch fahrbar ist.
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Bestellbarkeit geprüft am 18.08.2026
Bei Amazon ansehenTELEFUNKEN M921 Mountain E-Bike 29 Zoll Hardtail Pedelec mit 468 Wh Akku, 40 Nm Heckmotor und 7-Gang Kettenschaltung
Der niedrigste Drehmomentwert im Feld, der kleinste Akku und die zweitschmalste Übersetzung, dazu ein Antrieb im Hinterrad: Diese Auslegung ist für Wald- und Feldwege gebaut, nicht für Rampen. Ein Heckmotor drückt unabhängig von der Schaltung, was auf gleichmäßigem Untergrund angenehm ist, am sehr steilen Stück aber zwei Nachteile hat. Erstens lässt er sich nicht durch Herunterschalten entlasten, weil er die Übersetzung des Rades gar nicht nutzt. Zweitens verlagert er Gewicht ans Heck, und wo Gewicht ans Heck wandert, wird das Vorderrad im Steilen leichter. Mit 468 Wattstunden ist der Vorrat für lange Steigungen zudem knapp. Als Rad für lange, flache Waldwege mit gelegentlicher Welle ist es dagegen sauber ausgelegt, und es ist das einzige mit einem Schloss im Lieferumfang.
Benannte Bauteile „null von fünf: kein Bauteil benannt“ — worauf sich das stützt: Kein einziges der fünf geländerelevanten Bauteile ist mit Modellbezeichnung benannt. Motor, Bremse, Reifen, Gabel und Schaltung stehen ausschließlich als Gattungsbegriffe da: Hinterradmotor, Scheibenbremsen, 29 Zoll, MTB-Federgabel, 7-Gang-Kettenschaltung. Auffällig ist zudem, wo die 40 Nm stehen und wo nicht: Der Wert taucht ausschließlich im Produkttitel auf. In den fünf Produktmerkmalen, die das Rad beschreiben, kommt das Wort Drehmoment kein einziges Mal vor. Dafür trägt dieses Rad als einziges im Feld die Garantieangabe Gesetzliche Gewährleistung, was zumindest unmissverständlich ist.
- Mit 999,99 Euro der zweitgünstigste Einstieg im Feld und die einzige Alternative unter tausend Euro neben dem Eleglide
- Radgewicht mit 26 Kilogramm und Zuladung mit 125 Kilogramm beziffert, damit sind beide Traglastzahlen vorhanden
- Vollintegrierter Akku im Rahmen, was den Schwerpunkt tief hält und die Zelle vor Steinschlag und Spritzwasser schützt
- Panzerkabelschloss von 1,2 Metern Länge im Lieferumfang, das einzige mitgelieferte Schloss im Vergleich
- Garantieangabe unmissverständlich als gesetzliche Gewährleistung ausgewiesen, ohne den sonst üblichen Zusatz beschränkt ohne Erläuterung
- Deutsche Lizenznehmerin mit eingetragenem Sitz, Registergericht und Handelsregisternummer, anders als bei zwei anderen Rädern im Feld
- Niedrigstes Drehmoment im Vergleich bei gleichzeitig nur sieben Gängen, was an längeren Rampen die ungünstigste Kombination im Feld ist
- Kleinster Akku im Vergleich mit 468 Wattstunden, also rund ein Drittel weniger Vorrat als die beiden 720-Wattstunden-Räder
- Kein einziges Bauteil mit Modellbezeichnung benannt, weder Motor noch Bremse, Reifen, Gabel oder Schaltung
- Heckmotor lässt sich durch Herunterschalten nicht entlasten und verlagert Gewicht dorthin, wo es im Steilen am wenigsten hilft
Passt zu: Wer lange Waldwege und Feldwege mit mäßiger Steigung fährt, ein Schloss im Karton möchte und ein Rad aus deutscher Lizenzvergabe bevorzugt.
Passt nicht zu: Wer längere oder steile Anstiege fährt oder Wert auf benannte Bauteile und Ersatzteilsicherheit legt.
Offen geblieben: Warum die 40 Nm ausschließlich im Titel und in keinem einzigen Produktmerkmal auftauchen, ist nicht zu klären. Ebenso wenig, ob die Scheibenbremsen hydraulisch oder mechanisch arbeiten, welche Reifenbreite montiert ist und welchen Federweg die Gabel hat. Auch bei den 125 Kilogramm ist der Bezug offen: Ob damit das zulässige Gesamtgewicht oder allein das Fahrergewicht gemeint ist, sagt das Feld nicht.
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Bestellbarkeit geprüft am 18.08.2026
Bei Amazon ansehenEleglide Mopride 2 E-Bike 29 Zoll mit hydraulischen Scheibenbremsen, 36 V 18 Ah Akku, 21 Gängen und Federgabel mit Lockout
Preislich der Einstieg in dieses Feld und der einzige Kandidat mit einer Bewertungsbasis, die diesen Namen verdient. Technisch ist es ein Heckmotorrad mit Dreifach-Kurbel und Siebenfach-Kranz, wie es tausendfach gebaut wird, und genau diese Bauart erklärt die 21 Gänge: drei vorn mal sieben hinten. Die Bandbreite ist damit rechnerisch die größte im Feld, praktisch aber grob abgestuft und mit Überschneidungen. Ausdrücklich hydraulisch sind die Scheibenbremsen, und die Federgabel hat einen Lockout, mit dem sie sich auf Asphalt sperren lässt. Der Preis dafür ist die Belegqualität: Keine einzige Komponente ist benannt, und die eigenen Angaben widersprechen sich an vier Stellen. Wer hier kauft, kauft eine Bewertungsbasis, keine Spezifikation.
Benannte Bauteile „null von fünf: kein Bauteil benannt“ — worauf sich das stützt: Das mit Abstand am breitesten bewertete Rad im Feld und zugleich dasjenige mit den meisten Widersprüchen in den eigenen Angaben. Vier Zahlenpaare vertragen sich nicht: Der Titel nennt 21 Gänge, das Merkmalfeld daneben Professional 24 Gänge. Der Titel nennt 18 Amperestunden, das Datenfeld führt 15000 Milliamperestunden, also 15. Der Titel nennt einen 250-Watt-Motor, das Datenfeld trägt eine Wattleistung von 570 Watt. Und die Reifenbreite steht im Text mit 2,35 Zoll, im Datenfeld mit 2,4 Zoll. Kein einziges Bauteil ist mit Modellbezeichnung benannt. Im Lieferumfang steht zudem ein Drosselklappen-Kit, also ein Gasgriff, dessen Verwendung bei einem Pedelec die Rechtsklasse berührt.
- Mit 462 Bewertungen und 4,4 Sternen die einzige belastbare Erfahrungsbasis im gesamten Vergleichsfeld
- Günstigster Einstieg im Feld bei ausdrücklich hydraulischen Scheibenbremsen, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist
- Federgabel mit Lockout, die sich auf Asphalt sperren und auf Schotter wieder öffnen lässt
- Rechnerisch größte Gangzahl im Feld durch Dreifach-Kurbel und Siebenfach-Kranz, was am Berg einen sehr leichten Gang ermöglicht
- Radgewicht mit 26 Kilogramm und Zuladung mit 120 Kilogramm beziffert, dazu eine Mindestkörperhöhe von 170 Zentimetern als eigenes Feld
- Umfangreicher Lieferumfang mit Ladegerät, Werkzeugsatz, Beleuchtung, Reflektoren und zwei Schlüsseln
- Vier Widersprüche in den eigenen Angaben: 21 gegen 24 Gänge, 18 gegen 15 Amperestunden, 250 gegen 570 Watt und 2,35 gegen 2,4 Zoll Reifenbreite
- Kein einziges Bauteil mit Modellbezeichnung benannt, weder Motor noch Bremse, Reifen, Gabel oder Schaltung
- Ein Drosselklappen-Kit im Lieferumfang. Ein Gasgriff, der über die Anfahrhilfe bis 6 km/h hinaus schiebt, führt aus der Pedelec-Klasse heraus, und was dieses Kit genau leistet, sagt der Hersteller nicht
- Weder Sitz noch Anschrift noch Rufnummer der Marke auffindbar, und die Garantieangabe verweist auf den Verkäufer statt auf den Hersteller
Passt zu: Wer mit dem kleinsten Budget in das Thema einsteigt, viele Rückmeldungen anderer Käufer lesen möchte und überwiegend Feld- und Waldwege fährt.
Passt nicht zu: Wer sich auf die Datenblattangaben verlassen können muss oder wer im groben Gelände eine benannte Bremsanlage braucht.
Offen geblieben: Welche der jeweils zwei genannten Zahlen für Gänge, Akkukapazität, Motorleistung und Reifenbreite gilt, ist aus keiner Quelle des Herstellers zu klären. Offen bleibt auch, was das mitgelieferte Drosselklappen-Kit technisch leistet und ob es die Einordnung als Pedelec berührt; eine Beschreibung des Bauteils gibt es nicht. Bei welcher Trittfrequenz die 55 Nm anliegen, wird ebenfalls nicht gesagt.
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Übersetzungsbandbreite: warum acht Gänge am Berg wenig sind
Am Berg entscheidet nicht die Kraft des Motors darüber, ob eine Rampe fahrbar bleibt, sondern die Frage, ob noch ein leichterer Gang übrig ist. Die Zahlen in diesem Feld reichen von sieben bis 21, und diese Spanne ist größer, als sie aussieht, weil zwei verschiedene Bauarten dahinterstehen. Das Eleglide erreicht seine 21 Gänge über drei Kettenblätter vorn und sieben Ritzel hinten. Das ergibt rechnerisch die größte Bandbreite im Feld, praktisch aber viele Überschneidungen und einen groben Sprung zwischen den Stufen. Das DERUIZ arbeitet mit einem Kettenblatt und elf Ritzeln, das Prophete mit zehn, das Schiano mit acht und das Telefunken mit sieben.
Die acht Gänge des F.lli Schiano sind deshalb der auffälligste Punkt seiner Auslegung. Er trägt einen Mittelmotor, also genau die Bauart, die auf die Schaltung angewiesen ist, und bekommt dazu die schmalste Abstufung im Feld. Fehlt der leichte Gang, sinkt die Trittfrequenz unter den Bereich, in dem Motor und Bein zusammenarbeiten. Der Antrieb zieht dann viel Strom bei wenig Vortrieb, die Kette läuft unter hoher Last über wenige Zähne, und der Verschleiß steigt spürbar. Beim Telefunken mit sieben Gängen wiegt dasselbe weniger schwer, weil sein Nabenmotor die Schaltung ohnehin nicht nutzt; dort fehlt der leichte Gang allein der Fahrerin.
Was keiner der fünf Hersteller nennt, sind die Zähnezahlen. Ohne die kleinste und die größte Ritzelgröße und ohne die Kettenblattgröße lässt sich die tatsächliche Bandbreite nicht ausrechnen, und damit auch nicht, wie steil ein Anstieg noch sein darf. Die Gangzahl allein ist ein grober Ersatz, aber der einzige verfügbare. Wer überwiegend auf befestigten Wegen und mit Gepäck unterwegs ist und die Bandbreite deshalb anders gewichtet, findet die passende Bauform im Vergleich der Trekking-E-Bikes für Touren und Pendelwege, wo Gepäckträger und Lichtanlage die Auswahl bestimmen.
Bremsen und Reifen: die Bauteile, die niemand vollständig benennt
Bergauf entscheidet der Antrieb, bergab entscheiden Bremse und Reifen. Genau diese beiden Bauteile sind im gesamten Feld am schlechtesten beschrieben. Ein einziges Rad nennt seine Bremse mit Modellbezeichnung: das F.lli Schiano MS29 mit einer Shimano MT200, hydraulisch. Das DERUIZ nennt zwei Anlagen alternativ, nämlich eine Tektro HD-M535 mit 203 Millimeter vorn und 180 hinten oder eine Shimano MT200 mit zweimal 180. Welche im Karton liegt, sagt es nicht. Beim Eleglide steht immerhin hydraulisch, aber kein Modell. Beim Prophete und beim Telefunken steht nur das Wort Scheibenbremse, ohne Angabe, ob hydraulisch oder mechanisch gebremst wird.
Der Unterschied zwischen 203 und 180 Millimeter Scheibendurchmesser ist keine Feinheit. Eine größere Scheibe wirkt über einen längeren Hebel, verlangt also weniger Handkraft für dieselbe Verzögerung, und sie hat mehr Fläche, über die sich die Wärme einer langen Abfahrt verteilt. Wie stark sich das auswirkt, hängt an Gewicht, Gefälle und Länge der Abfahrt. Ein Rad, das mit Fahrerin und Gepäck 120 Kilogramm auf die Waage bringt, setzt auf 300 Höhenmetern Abfahrt eine erhebliche Energiemenge in Wärme um, und die muss irgendwohin. Dieser Text verspricht ausdrücklich nicht, dass eine bestimmte Bremse einen Sturz verhindert; er stellt fest, dass sich Bremsleistung ohne Modell und Scheibendurchmesser vor dem Kauf nicht einschätzen lässt.
Bei den Reifen ist die Lage ähnlich. Nur das DERUIZ nennt ein Modell, den Schwalbe Smart Sam Performance in 29 mal 2,6 Zoll. Das Eleglide nennt eine Breite, allerdings zweimal verschieden: 2,35 Zoll im Text und 2,4 Zoll im Datenfeld. Die drei übrigen Räder nennen ausschließlich den Laufraddurchmesser von 29 Zoll, und beim F.lli Schiano steht dieser Wert sogar im Feld Radbreite, wo es eine Breite von 29 Zoll physisch nicht geben kann. Für den Geländeeinsatz ist die Breite die wichtigere der beiden Zahlen: Sie bestimmt zusammen mit dem Luftdruck die Aufstandsfläche, und die Aufstandsfläche bestimmt, wie viel Antriebs- und Bremskraft sich auf losem Untergrund überhaupt übertragen lässt. Ein Profil beschreibt keiner der fünf.
Reichweite am Berg: warum die beworbene Kilometerzahl nicht gilt
In den Titeln stehen 100 Kilometer beim Telefunken, 110 beim Prophete, 120 beim F.lli Schiano, 150 beim Eleglide und 180 beim DERUIZ. Diese Zahlen beziehen sich, soweit die Hersteller es überhaupt einschränken, auf Fahrweise und Bedingungen. Keiner von ihnen nennt eine Steigung. Das ist der Kern des Problems: Auf ebener Strecke geht Energie fast ausschließlich in Rollwiderstand und Luftwiderstand, und beide sind bei 20 Kilometern pro Stunde klein. Am Berg kommt Hubarbeit dazu, und die skaliert unmittelbar mit Masse und Höhenmetern.
Die Rechnung ist einfach genug, um sie selbst anzustellen. Wer mit Rad, Fahrerin, Kleidung und Rucksack rund 120 Kilogramm bewegt, verrichtet für 1000 Höhenmeter etwa 1,18 Millionen Joule reine Hubarbeit, also rund 0,33 Kilowattstunden oder 330 Wattstunden. Diese Arbeit teilen sich Motor und Bein, und der Motor arbeitet dabei nicht verlustfrei. Ein Akku mit 468 Wattstunden wie beim Telefunken deckt davon nur einen Teil ab, ein Akku mit 720 Wattstunden wie beim DERUIZ oder beim F.lli Schiano deutlich mehr. Genau deshalb ist der Energievorrat in Wattstunden die belastbarere Zahl als jede beworbene Kilometerangabe, und genau deshalb steht er in der Tabelle weiter oben und die Kilometerangabe nicht.
Praktisch folgt daraus eine andere Planung. Wer im Gelände fährt, rechnet in Höhenmetern statt in Kilometern und plant die Rückfahrt mit dem ein, was nach dem Anstieg noch übrig ist. Kälte kommt hinzu, weil Lithiumzellen bei niedrigen Temperaturen weniger abgeben, und Gegenwind und weicher Untergrund tun ihr Übriges. Wie stark die einzelnen Faktoren wirken und warum Herstellerangaben systematisch am oberen Ende liegen, ist im Ratgeber zur Reichweite von E-Bikes aufgeschlüsselt, der die Einflussgrößen einzeln durchgeht.
Gewicht und Zuladung: die Rechnung hinter den 120 Kilogramm
Vier der fünf Räder nennen einen Grenzwert. Das Prophete steht bei 150 Kilogramm, das Telefunken bei 125, das Eleglide und das F.lli Schiano bei je 120. Das DERUIZ nennt keinen. Alle vier Angaben stehen im selben Feld, das mit empfohlenes Maximalgewicht überschrieben ist, und kein einziger Hersteller sagt dazu, worauf sich der Wert bezieht. Das ist die größte offene Frage in den Daten dieses Feldes, weil sie den Unterschied zwischen zulässigem Gesamtgewicht und Fahrergewicht betrifft.
Der Unterschied ist rechnerisch das Radgewicht. Beim Prophete sind das 28 Kilogramm: Werden die 150 als Gesamtgewicht gelesen, bleiben 122 Kilogramm für Fahrerin, Kleidung, Rucksack, Werkzeug und Wasser. Werden sie als Fahrergewicht gelesen, bleiben 150. Bei den drei Rädern mit 26 Kilogramm Eigengewicht und Grenzwerten von 120 oder 125 Kilogramm ist die Spanne ähnlich. Solange die Angabe nicht erklärt wird, ist die vorsichtige Lesart die richtige, also den Grenzwert als Gesamtgewicht zu verstehen und das Radgewicht abzuziehen. Wer dazu noch einen Anhänger oder Gepäcktaschen mitnimmt, stößt schneller an die Grenze, als der Wert vermuten lässt.
Beim DERUIZ ist die Lage schlechter, weil dort weder ein Radgewicht noch ein Grenzwert steht. Für ein Rad mit 720 Wattstunden Akku, 2,6 Zoll breiten Reifen und einem Preis von 2.399 Euro sind das die beiden Zahlen, die am meisten fehlen. Zwei praktische Folgen hängen daran. Erstens die Traglast: Wer schwer ist oder Gepäck mitnimmt, kann ohne Grenzwert nicht beurteilen, ob er im vorgesehenen Bereich bleibt. Zweitens die Handhabung: Ein Rad zwischen 26 und 28 Kilogramm lässt sich nicht mehr beiläufig über eine Treppe tragen oder in einen Kofferraum heben, und wer das regelmäßig tun muss, sollte den Wert vor dem Kauf kennen.
Wo im Gelände überhaupt gefahren werden darf
Ein Rad, das für Trails beworben wird, darf nicht überall auf Trails bewegt werden. Die Grundregel steht im Bundeswaldgesetz. Sein Paragraf 14 gestattet das Betreten des Waldes zum Zweck der Erholung, erlaubt das Radfahren im Wald dann aber ausdrücklich nur auf Straßen und Wegen und stellt fest, dass die Benutzung auf eigene Gefahr geschieht. Im zweiten Absatz überlässt derselbe Paragraf die Einzelheiten den Ländern und erlaubt ihnen ausdrücklich, das Betreten aus wichtigem Grund einzuschränken.
Genau deshalb gibt es hier keine bundesweit gültige Faustformel. Bayern etwa formuliert in Artikel 13 seines Waldgesetzes enger als der Bund: Dort ist das Radfahren im Wald nur auf Straßen und geeigneten Wegen zulässig. Das Wort geeignet ist die entscheidende Ergänzung, weil damit nicht jeder vorhandene Pfad automatisch befahrbar ist. Andere Länder regeln es anders, teils mit Mindestbreiten, teils mit Verweisen auf ihr Naturschutzrecht. Wer regelmäßig in einem Gebiet fährt, kommt an der Regelung des jeweiligen Landes und an den örtlichen Schutzgebietsverordnungen nicht vorbei, und eine pauschale Aussage wäre an dieser Stelle schlicht falsch.
Für die Kaufentscheidung ergibt sich daraus ein nüchterner Punkt: Wer überwiegend auf Forststraßen und breiten Waldwegen unterwegs sein wird, weil ihm die Landesregelung nichts anderes lässt, braucht kein Rad, das für Sprünge und Stufen ausgelegt ist. Umgekehrt lohnt sich für alle, die tatsächlich anspruchsvolle Wege fahren dürfen und wollen, ein genauer Blick auf Rahmenprüfung, Bremse und Reifen. Zur rechtlichen Einordnung von Pedelec und S-Pedelec, zu Helmpflicht, Versicherungskennzeichen und den Grenzen der Motorunterstützung liefert der Überblick zu E-Bikes, Bauarten und Rechtslage die Grundlagen mit den einschlägigen Vorschriften.
Was diese Preisklasse leistet und wo der Fachhandel anfängt
Diese Einordnung gehört an den Anfang jeder Kaufüberlegung, nicht ans Ende. Am 18.08.2026 ließ sich in der Kategorie Elektrofahrräder auf amazon.de kein zweites als Mountainbike geführtes Rad finden, das gleichzeitig lieferbar war, mindestens vier Sterne trug und mehr als zweihundert Bewertungen hatte. Ein einziges Rad im gesamten Feld erreicht 462 Bewertungen, die vier anderen kommen zusammen auf sieben. Wer diese Warengruppe dort sucht, sucht in einem sehr schmalen Regal, und das hat einen sachlichen Grund: Räder mit ausgereiften Antrieben und geprüften Rahmen werden überwiegend über den Fachhandel verkauft, weil Aufbau, Einstellung, Erstinspektion und Gewährleistung dort mit am Rad hängen.
Konkret heißt das für die Kaufentscheidung: Zwischen 800 und 1.000 Euro bekommt man in diesem Regal ein Hardtail mit Nabenmotor, Federgabel und Scheibenbremsen, das auf Forstwegen und Feldwegen zuverlässig fährt und dort auch hingehört. Zwischen 1.500 und 2.400 Euro kommt ein Mittelmotor dazu, dazu eine breitere Übersetzung, ein größerer Akku und im besten Fall ein benanntes Bauteil oder zwei. Was in diesem Regal nicht vorkommt, ist ein Rad mit einem Antrieb der bekannten Systemanbieter, mit einer Vierkolbenbremse, mit einer absenkbaren Sattelstütze oder mit einer Luftfedergabel. Wer Sprünge, Stufen und Bikepark fährt, kauft in dieser Preisklasse kein passendes Rad, sondern ein falsches.
Ein zweiter Punkt gehört dazu, und er ist normativ. Für elektrisch unterstützte Räder gilt die europäische Norm EN 15194, und seit 2022 gibt es mit EN 17404 eine ergänzende Norm eigens für EPAC-Mountainbikes, die zusätzliche Festigkeits- und Prüfanforderungen für den Geländeeinsatz beschreibt. Kein einziges der fünf hier verglichenen Räder weist eine Prüfung nach einer dieser beiden Normen aus, weder in den Produktdaten noch in einer erreichbaren Herstellerunterlage. Das bedeutet nicht, dass keine Prüfung stattgefunden hat; es bedeutet, dass sie sich vor dem Kauf nicht nachweisen lässt. Bei einem Rad, das über Wurzeln und Stufen bewegt werden soll, ist das eine Lücke, die man kennen sollte.
| Einsatzgelände | Worauf es dabei ankommt | Was die Angaben hergeben | Passendes Modell |
|---|---|---|---|
| Lange Waldautobahnen mit sanften Wellen | Energievorrat und Sitzkomfort, kaum Drehmoment | Auf gleichmäßigem Untergrund arbeitet auch ein Heckmotor sauber, weil er nicht ständig aus der Trittfrequenz gerissen wird. | Telefunken M921 oder Eleglide Mopride 2 |
| Steile Forstwegrampen von 12 Prozent und mehr | Mittelmotor plus viele Gänge | Entscheidend ist nicht die höchste Newtonmeterzahl, sondern die Möglichkeit, in einen sehr leichten Gang zu flüchten. | Prophete DICE 3.0 oder DERUIZ Dolomit |
| Lange Abfahrten auf losem Untergrund | Benannte hydraulische Bremse, breiter Reifen | Nur zwei Räder im Feld benennen die Bremse oder den Reifen. Bei den übrigen dreien ist beides vor dem Kauf nicht beurteilbar. | F.lli Schiano MS29 oder DERUIZ Dolomit |
| Gepäck, Anhänger oder schwerere Fahrer | Bezifferte Zuladung mit klarem Bezug | Vier Räder nennen eine Zahl, keines sagt dazu, ob sie das Fahrergewicht oder das gesamte Gewicht meint. Der höchste Wert liegt bei 150 Kilogramm. | Prophete DICE 3.0 |
| Erster Kauf mit kleinem Budget | Viele Rückmeldungen anderer Käufer | Ein Rad im Feld hat 462 Bewertungen, die vier anderen zusammen sieben. Wer Erfahrungswerte lesen will, hat praktisch eine Wahl. | Eleglide Mopride 2 |
| Ambitionierte Trails mit Sprüngen und Stufen | Rahmenprüfung nach EPAC-Mountainbike-Norm | Kein Rad im Feld weist eine Prüfung nach EN 17404 aus. Wer in diesem Bereich fährt, kommt an einer Beratung im Fachhandel nicht vorbei. | keines der fünf |
Wofür diese fünf Räder nicht gebaut sind
- Für Sprünge, Stufen und Bikepark. Kein Rad im Feld weist eine Prüfung nach der EPAC-Mountainbike-Norm EN 17404 aus, und keines nennt einen Federweg. Wer in diesem Bereich fährt, braucht eine Beratung am Rad.
- Für sehr steile Dauerrampen. Sieben und acht Gänge lassen am zweistelligen Prozentanstieg keinen Ausweg mehr. Wer solche Anstiege regelmäßig fährt, braucht Bandbreite, nicht Newtonmeter.
- Für Fahrten, bei denen das Rad oft getragen wird. Zwischen 26 und 28 Kilogramm ist keines dieser Räder ein Gerät, das sich beiläufig eine Treppe hinauftragen lässt.
- Für den Betrieb ohne eigene Kontrolle der Bremse. Bei drei von fünf Rädern ist nicht einmal angegeben, ob hydraulisch oder mechanisch gebremst wird. Wer bergab unterwegs ist, sollte das vor der ersten Abfahrt selbst prüfen.
- Für Wege, auf denen das Radfahren nicht erlaubt ist. Das Bundeswaldgesetz beschränkt das Radfahren im Wald auf Straßen und Wege, und die Länder verschärfen das teils weiter.
Typische Fehlkäufe und wie sie sich vermeiden lassen
| Was schiefgeht | Welche Folge das hat | Was stattdessen zu tun ist |
|---|---|---|
| Räder allein nach der Newtonmeterzahl sortieren | Zwei Zahlen ohne gemeinsame Messbedingung werden gegeneinandergestellt. Das Ergebnis sagt nichts über die Kraft am Berg. | Zuerst die Antriebsposition prüfen, dann die Gangzahl, dann erst das Drehmoment als grobe Einordnung innerhalb derselben Bauart lesen. |
| Die beworbene Reichweite als Bergreichweite lesen | Herstellerangaben entstehen unter günstigsten Annahmen. An einer Dauersteigung fällt die tatsächliche Strecke auf einen Bruchteil. | In Höhenmetern statt in Kilometern rechnen und den Energievorrat in Wattstunden als das eigentliche Mass nehmen. |
| Das empfohlene Maximalgewicht als Fahrergewicht verstehen | Bei einem Rad von 28 Kilogramm bleiben von 150 Kilogramm nur 122 für Fahrerin, Kleidung, Rucksack und Werkzeug. | Vom genannten Wert immer erst das Radgewicht abziehen, solange der Hersteller den Bezug nicht ausdrücklich nennt. |
| Hydraulisch mit gleichwertig verwechseln | Zwei hydraulische Anlagen können sich im Scheibendurchmesser um mehr als zwei Zentimeter unterscheiden. Im langen Gefälle ist das der Unterschied. | Nach Modellbezeichnung und Scheibendurchmesser suchen. Steht beides nicht da, ist die Bremsleistung vor dem Kauf nicht einzuschätzen. |
| Einen Gasgriff im Lieferumfang übersehen | Ein Antrieb, der ohne Treten über die Anfahrhilfe hinaus schiebt, verlässt die Pedelec-Klasse und damit die Freistellung von Zulassung und Versicherung. | Den Lieferumfang Wort für Wort lesen. Steht dort ein Drosselklappen-Kit oder ein Gasgriff, vor dem Kauf beim Verkäufer klären, was es leistet. |
Dieser Text beschreibt Räder und die Angaben ihrer Hersteller. Er verspricht nicht, dass eine bestimmte Bremse, eine bestimmte Federung oder eine bestimmte Reifenbreite einen Sturz verhindert. Fahrverhalten im Gelände hängt an Untergrund, Tempo, Zustand des Rades und Können der Fahrerin. Zu Akkus gilt der übliche Sicherheitshinweis: Wird ein Akku beim Laden ungewöhnlich warm, verformt er sich oder riecht auffällig, sind Ladevorgang und Verwendung zu beenden. Ein Rad mit sichtbar beschädigtem Akku oder beschädigtem Rahmen gehört in fachkundige Hände und nicht ins Gelände.
Häufige Fragen
Wie viel Drehmoment braucht ein E-Mountainbike wirklich?
Die ehrliche Antwort lautet, dass sich die Frage aus den vorliegenden Angaben nicht beantworten lässt. Newtonmeter bezeichnen ein Drehmoment an der Kurbelwelle, und ein solcher Wert gilt immer nur bei einer bestimmten Trittfrequenz und in einer bestimmten Unterstützungsstufe. Keiner der fünf hier verglichenen Hersteller nennt diese beiden Bedingungen. Damit sind 110 Nm des einen und 70 Nm des anderen keine vergleichbaren Größen, sondern zwei Zahlen aus zwei unbekannten Messaufbauten. Praktisch tragfähiger ist eine andere Reihenfolge: erst die Antriebsposition, dann die Anzahl und Abstufung der Gänge, dann das Gewicht, und erst danach das Drehmoment als grobe Einordnung innerhalb derselben Bauart.
Was ist der Unterschied zwischen Heckmotor und Mittelmotor am Berg?
Ein Mittelmotor sitzt am Tretlager und schiebt über die Kette. Er nutzt damit dieselbe Übersetzung wie das Bein: Wer herunterschaltet, entlastet auch den Motor und hält ihn in einem günstigen Drehzahlbereich. Ein Heckmotor sitzt in der Nabe des Hinterrads und dreht sich immer so schnell wie das Rad. Die Schaltung erreicht ihn nicht. Am gleichmäßigen Anstieg fällt das kaum auf, an der steilen Rampe dagegen deutlich, weil der Motor dort in einen ungünstigen Bereich gerät und mehr Strom bei weniger Vortrieb zieht. Dazu kommt die Gewichtsverteilung: Ein Nabenmotor legt Masse ans Heck, und ein leichteres Vorderrad steigt im Steilen früher.
Warum stimmt die beworbene Reichweite am Berg nie?
Weil die beworbene Zahl unter Bedingungen entsteht, die auf einer Bergtour nicht vorliegen. Angaben von 100, 150 oder 180 Kilometern beziehen sich auf niedrige Unterstützung, geringes Fahrergewicht, warme Temperatur und flaches Gelände. Am Berg wird Energie in Höhenmeter umgesetzt, und diese Rechnung ist unerbittlich: Wer mit Rad, Fahrer und Gepäck rund 120 Kilogramm bewegt, braucht allein für 1000 Höhenmeter etwa 0,33 Kilowattstunden reine Hubarbeit. Der Motor liefert davon nur einen Teil, aber selbst dieser Teil erklärt, warum ein Akku mit 468 Wattstunden an einer langen Steigung schneller leer ist, als es die Kilometerangabe erwarten lässt.
Reichen sieben oder acht Gänge für steile Anstiege?
Für gemäßigte Steigungen ja, für steile Rampen selten. Entscheidend ist nicht die Zahl der Gänge, sondern die Bandbreite zwischen dem leichtesten und dem schwersten. Eine Achtfach-Kassette der Einstiegsklasse deckt üblicherweise weniger Bandbreite ab als eine moderne Zehn- oder Elffach-Kassette. Bei einem Mittelmotor wiegt das doppelt: Fehlt der leichte Gang, sinkt die Trittfrequenz, und Motor wie Kette arbeiten unter hoher Last bei niedriger Drehzahl. Genau das ist der Betriebszustand, in dem Ketten und Ritzel am schnellsten verschleißen. Keiner der fünf Hersteller nennt die Zähnezahlen seiner Kassette, weshalb sich die Bandbreite hier nur über die Gangzahl abschätzen lässt.
Was bedeutet das empfohlene Maximalgewicht auf der Produktseite?
Das ist im Feld die Angabe mit der größten Unschärfe. Vier der fünf Räder nennen einen Wert zwischen 120 und 150 Kilogramm, aber keines sagt, worauf er sich bezieht. Meint er allein die Fahrerin, oder meint er das gesamte Gewicht aus Rad, Fahrerin, Kleidung und Gepäck? Der Unterschied ist erheblich: Bei einem Rad von 28 Kilogramm und einem Grenzwert von 150 Kilogramm blieben im ungünstigen Fall 122 Kilogramm für alles Übrige. Bis der Hersteller den Bezug nennt, ist die vorsichtige Lesart die richtige, also den Wert als Gesamtgewicht zu verstehen und das Radgewicht davon abzuziehen.
Darf ich mit einem E-Mountainbike überall im Wald fahren?
Nein. Das Bundeswaldgesetz gestattet das Betreten des Waldes zur Erholung, erlaubt das Radfahren aber ausdrücklich nur auf Straßen und Wegen und überlässt die Einzelheiten den Ländern. Die Landesregelungen weichen davon ab, teils in eine engere Richtung. Bayern etwa lässt das Radfahren im Wald nur auf Straßen und geeigneten Wegen zu, was mehr verlangt als das bloße Vorhandensein eines Weges. Weil jedes Land eine eigene Regelung trifft, gibt es hier keine bundesweit gültige Faustformel, und ein pauschales Ja oder Nein wäre falsch. Wer regelmäßig in einem bestimmten Gebiet fährt, sollte die Regelung des jeweiligen Landes und mögliche Schutzgebietsverordnungen kennen.
Hardtail oder Fully für den Geländeeinsatz?
Diese Frage wird hier bewusst nicht ausgebreitet, weil sie eine eigene Achse ist und in einem eigenen Vergleich steht. Kurz gefasst: Alle fünf Räder dieses Vergleichs sind Hardtails, haben also nur vorn eine Federung. Sie sind damit leichter, günstiger und wartungsärmer, aber auf ruppigem Untergrund unruhiger. Ein vollgefedertes Rad kostet in dieser Warengruppe erkennbar mehr und wiegt mehr, hält aber das Hinterrad länger am Boden. Wer diese Abwägung treffen will, findet sie mit eigener Modellauswahl im Vergleich der vollgefederten E-Bikes.
Warum haben die meisten E-MTBs bei Amazon so wenige Bewertungen?
Weil die Warengruppe dort schmal ist. Am Prüftag ließ sich in der Kategorie Elektrofahrräder kein zweites als Mountainbike geführtes Rad finden, das gleichzeitig lieferbar war, mindestens vier Sterne trug und mehr als zweihundert Bewertungen hatte. Ein einziges Rad im Feld erreicht 462 Bewertungen, die vier anderen kommen zusammen auf sieben. Das ist kein Zufall, sondern eine Folge des Vertriebswegs: Räder mit ausgereiften Antrieben und geprüften Rahmen werden überwiegend im Fachhandel verkauft, wo Aufbau, Einstellung und Gewährleistung mit am Rad hängen.
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Dieser Text behandelt allein den Geländeeinsatz und die Antriebsauslegung: Drehmoment, Antriebsposition, Übersetzungsbandbreite, Bremse, Reifen, Gewicht und Zuladung. Die Federungsfrage, die Rechtslage und die Motorsystematik stehen an anderer Stelle im selben Bereich.
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Autor: Felix Hartmann · Stand: 18.08.2026 · Datenbasiert, kein Hands-on-Test. Alle Produktdaten stammen aus den am Prüftag einzeln von den Produktseiten abgerufenen Angaben auf amazon.de sowie aus erreichbaren Herstellerseiten, Impressen und technischen Datenblättern. Drehmomente, Reichweiten, Kapazitäten, Gewichte und Traglastgrenzen sind Herstellerangaben und wurden hier nicht nachgemessen. Wo eine Angabe fehlt, steht das ausdrücklich als nicht auffindbar.
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