Stromverbrauch Waschmaschine: 23.216 registrierte Modelle, ausgezählt
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Diese Seite prüft Unterlagen, keine Geräte: ausgewertet werden Herstellerangaben, Bedienungsanleitungen, Angebotstexte, einschlägige Normen, öffentliche Register und behördliche Veröffentlichungen. Wo ein Nachweis fehlt, wird das benannt und nicht durch eine Schätzung ersetzt.
Die kurze Antwort zuerst. Eine in der EU verkaufte Waschmaschine verbraucht im Mittel 49 Kilowattstunden je 100 Waschgänge — also rund 0,49 kWh für einen einzelnen Waschgang. Wer dreimal pro Woche wäscht, kommt damit auf etwa 78 Kilowattstunden im Jahr und bei 0,35 € je Kilowattstunde auf rund 27 € Stromkosten. Das Wasser kostet in derselben Rechnung mehr als der Strom. Diese Zahl ist kein Schätzwert: Sie ist der Median aus 22.136 Datensätzen der EU-Produktdatenbank EPREL, abgerufen am 25.08.2026.
Warum diese Seite anders rechnet als andere. Auf dem Energielabel steht keine Zahl je Waschgang, sondern der Verbrauch für 100 Betriebszyklen — so schreibt es Anhang III der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2014 vor. Und dieser Wert entsteht nicht bei voller Trommel, sondern als gewichteter Mittelwert aus voller, halber und einem Viertel der Nennkapazität. Beides zusammen erklärt den größten Teil der Verwirrung um den Stromverbrauch von Waschmaschinen. Dieser Artikel nimmt beide Punkte auseinander, stellt die Werte von fünf konkreten Geräten daneben und zeigt, wo sie im Gesamtmarkt stehen.
Was dabei herauskommt, ist unbequem. 59,8 Prozent aller registrierten Modelle tragen inzwischen Klasse A — der Buchstabe unterscheidet also fast nichts mehr. Innerhalb der Klasse A liegt der Median des Energieeffizienzindex bei 51,5, bei einer Klassengrenze von 52: Die Mehrheit der A-Geräte liegt knapp unter der Schwelle, nicht weit darunter. Und der viel zitierte Zielkonflikt zwischen Sparsamkeit und Waschdauer hält der Auszählung nicht stand — er ist ein Größeneffekt, kein Effizienzeffekt.
Der Artikel stützt sich jetzt auf eine eigene Auszählung der EU-Produktdatenbank EPREL: 23.216 registrierte Modelle als exakte Registerzahl, 22.136 davon mit vollständigen und plausiblen Messwerten in der Auswertung. Daraus stammen die Medianwerte für Verbrauch, Wasser und Programmdauer sowie die Verteilung über die sieben Energieklassen. Zwei Aussagen der Vorfassung wurden dabei widerlegt und korrigiert: Klasse-A-Geräte waschen nicht länger als schlechtere Klassen — der Unterschied verschwindet, sobald man nach Trommelgröße trennt. Und der Verbrauchsunterschied zwischen den fünf Geräten ist nicht der springende Punkt, sondern ihre Lage im Gesamtmarkt. Neu ist außerdem ein Abschnitt zur abgeschafften Skala A+++ bis D. Die Bewertungslage aller fünf Geräte wurde neu erhoben; die EPREL-Registrierung jedes Geräts wurde einzeln gegen die Angaben auf der Verkaufsseite gestellt.
Zum Überblick: Diese Seite setzt die Begriffe des Labels als bekannt voraus; wer Energieeffizienzindex, eco 40-60 und Klassenbuchstaben zuerst geordnet sehen möchte, findet die Einordnung des Energielabels im Gesamtüberblick zur Waschmaschine. Wer nicht den Verbrauch, sondern die Kaufentscheidung insgesamt sucht, findet die Kriterien gebündelt in der Übersicht dazu, welche Waschmaschine die beste ist.
Vergleichstabelle: alle 5 Modelle im Überblick
Alle Verbrauchswerte beziehen sich auf das Programm eco 40-60, das für die Einstufung nach EU-Verordnung maßgeblich ist. Die Jahreskosten sind mit 160 Waschgängen, 0,35 € je kWh und 5,00 € je Kubikmeter Frisch- und Abwasser gerechnet. Die Auszeichnung „Unsere Empfehlung“ geht an den Bauknecht B6R 88 SILENCE, weil er den niedrigsten Energieverbrauch des Feldes mit der Geräuschklasse A verbindet — sie ist eine Einordnung der recherchierten Angaben und kein Top-Empfehlung, weil hier nichts getestet wurde.
| Bild | Modell | Auszeichnung | Klasse | kg | kWh / 100 Zyklen | Liter / Zyklus | Betrieb / Jahr | Bewertung | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | Bauknecht B6R 88 SILENCE | Unsere Empfehlung | A | 8 | 38 | 43 | 56 € | 4,2 (284) | Preis prüfen |
![]() | Siemens WG44B2040 iQ700 | Bester Wert je Kilogramm | A | 9 | 40 | 50 | 62 € | 4,6 (397) | Preis prüfen |
![]() | Bomann WA 7175.1 | Niedrigster Wasserverbrauch | A | 7 | 44 | 42 | 58 € | 4,3 (644) | Preis prüfen |
![]() | Bauknecht W Active 711 A | Schmalste Bauform mit Dampf | A | 7 | 45 | 45 | 61 € | 4,0 (1.450) | Preis prüfen |
![]() | AEG L6AMZ48FL Serie 6000 | Konsequenteste Mengenautomatik | A | 8 | 47 | 43 | 61 € | 4,3 (681) | Preis prüfen |
Sterne und Bewertungszahlen wurden am 25.08.2026 einzeln von den Produktseiten abgerufen, nicht aus einer Suchergebnisliste. Preise ändern sich täglich und stehen deshalb weder in der Tabelle noch im Text; wer sie braucht, findet sie über den Reflink in der letzten Spalte. Die Verbrauchswerte in dieser Tabelle sind am 25.08.2026 gegen die EPREL-Registrierung des jeweiligen Modells geprüft worden — nicht gegen die Angaben auf der Verkaufsseite.
Wie viel Strom eine Waschmaschine wirklich verbraucht
Der Median liegt bei 49 Kilowattstunden je 100 Betriebszyklen. Die Hälfte aller in der EU registrierten Waschmaschinen liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Umgerechnet auf einen einzelnen Waschgang sind das 0,49 kWh. Das mittlere Viertel des Marktes reicht von 44 bis 60 kWh je 100 Zyklen, die Gesamtspanne von 14 bis 118. Ein Gerät am unteren Ende braucht also weniger als ein Viertel dessen, was ein Gerät am oberen Ende zieht — und beide sind zulässig, beide stehen im selben Register.
Beim Wasser ist die Streuung kleiner. Der Median liegt bei 46 Litern je Betriebszyklus, das mittlere Viertel zwischen 43 und 49 Litern, die Gesamtspanne zwischen 20 und 146 Litern. Wer zwei Geräte vergleicht, findet beim Strom also deutlich mehr Unterschied als beim Wasser. Beim Geld ist es umgekehrt, weil ein Kubikmeter Frisch- und Abwasser zusammen in Deutschland mehr kostet als drei Kilowattstunden Strom.
Angesetzt sind 160 Waschgänge im Jahr, also rund drei pro Woche, dazu 0,35 € je Kilowattstunde und 5,00 € je Kubikmeter für Frisch- und Abwasser zusammen. Beide Tarife sind Annahmen dieses Artikels und schwanken regional erheblich; die Verbrauchswerte selbst stammen aus dem Register.
Damit steht die Größenordnung fest, und sie ist kleiner, als viele erwarten. Eine durchschnittliche Waschmaschine verursacht in einem Haushalt mit drei Waschgängen pro Woche rund 64 € Betriebskosten im Jahr, wovon der kleinere Teil auf den Strom entfällt. Wer den Waschgang für den großen Posten auf der Stromrechnung hält, verwechselt die Waschmaschine mit dem Wäschetrockner. Das ändert nichts daran, dass sich zwischen zwei Geräten Geld unterscheiden lässt — es ordnet nur ein, wie viel.
Wo die fünf Geräte dieses Vergleichs im Gesamtmarkt stehen
Der aufschlussreichere Vergleich ist nicht der zwischen fünf Geräten, sondern der zwischen jedem Gerät und dem Register. Die folgende Tabelle stellt jedem Modell seinen Rangplatz gegenüber: einmal im gesamten Register und einmal nur unter den Geräten derselben Nennkapazität. Die zweite Spalte ist die ehrlichere, weil der Kilowattstundenwert mit der Trommelgröße wächst.
| Modell | kWh / 100 Zyklen | Nennkapazität | Median dieser Größe | Sparsamer als … | … in seiner Größenklasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Bauknecht B6R 88 SILENCE | 38 | 8 kg | 47 kWh | 92 % des Registers | 93 % (n = 5.925) |
| Siemens WG44B2040 iQ700 | 40 | 9 kg | 49 kWh | 89 % des Registers | 86 % (n = 4.724) |
| Bomann WA 7175.1 | 44 | 7 kg | 52 kWh | 79 % des Registers | 90 % (n = 3.972) |
| Bauknecht W Active 711 A | 45 | 7 kg | 52 kWh | 74 % des Registers | 78 % (n = 3.972) |
| AEG L6AMZ48FL Serie 6000 | 47 | 8 kg | 47 kWh | 68 % des Registers | 72 % (n = 5.925) |
Rangplätze berechnet aus 22.136 ausgewerteten EPREL-Datensätzen, Abruf vom 25.08.2026. Die letzte Spalte vergleicht nur mit Geräten derselben Nennkapazität; die Zahl in Klammern nennt den Umfang dieser Teilmenge.
Das Ergebnis relativiert die Rangfolge dieses Vergleichs. Alle fünf Geräte liegen im besseren Drittel des Marktes, aber keines ist ein Ausreißer nach unten: Der sparsamste im Feld unterbietet 92 Prozent des Registers, der verbrauchsstärkste immer noch 68 Prozent. Wer sich zwischen diesen fünf entscheidet, wählt innerhalb eines schmalen Bandes. Die wirklich sparsamen Einträge des Registers beginnen bei 14 kWh je 100 Zyklen — sie stammen aus einem Segment, das dieser Vergleich nicht abdeckt. Wer nach oben deckeln will, findet die Auswahl im Vergleich der Waschmaschinen unter 500 Euro.
Was der Verbrauchsunterschied zwischen den fünf Geräten kostet
| Modell | kWh / Jahr | Strom | Wasser (m³) | Wasser | Summe / Jahr | Summe / 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bauknecht B6R 88 SILENCE | 61 | 21 € | 6,9 | 34 € | 56 € | 557 € |
| Bomann WA 7175.1 | 70 | 25 € | 6,7 | 34 € | 58 € | 582 € |
| AEG L6AMZ48FL Serie 6000 | 75 | 26 € | 6,9 | 34 € | 61 € | 607 € |
| Bauknecht W Active 711 A | 72 | 25 € | 7,2 | 36 € | 61 € | 612 € |
| Siemens WG44B2040 iQ700 | 64 | 22 € | 8,0 | 40 € | 62 € | 624 € |
Zwischen dem sparsamsten und dem verbrauchsstärksten Gerät dieses Feldes liegen rund 7 € im Jahr, über zehn Jahre also etwa 67 €. Zum Einordnen: Die Stiftung Warentest hat für ihre Untersuchung vom 23. Oktober 2025 die Betriebskosten von 38 Modellen über zehn Jahre gerechnet und kommt zwischen dem umweltfreundlichsten und dem energiehungrigsten Gerät ihres Testfeldes auf mehr als 400 Euro Unterschied. Dass der Abstand dort so viel größer ausfällt, liegt daran, dass jenes Testfeld über mehrere Energieklassen streut, während hier fünf Geräte derselben Klasse nebeneinanderstehen. Genau darin liegt der Punkt: Der große Hebel steckt im Sprung über die Klassengrenze, nicht in der Feinauswahl innerhalb der Klasse A.
Was folgt daraus für den Kauf? Innerhalb der Klasse A ist der Verbrauch kein sinnvolles Hauptkriterium mehr — der Unterschied liegt im Bereich weniger Euro im Jahr und spielt keinen Aufpreis wieder ein. Tragfähiger sind Nennkapazität, Bautiefe, Geräusch und Ausstattung. Anders sieht es aus, sobald ein Gerät einer schlechteren Klasse zur Wahl steht: Bei 8 Kilogramm Nennkapazität liegt der Median in Klasse A bei 47 und in Klasse E bei 83 kWh je 100 Zyklen. Das sind bei 160 Waschgängen rund 20 € Stromkosten im Jahr Unterschied — dieser Sprung lohnt sich.
Der ganze Markt: 23.216 Modelle in sieben Klassen
Seit 2021 muss jedes Modell vor dem Verkauf in der EU-Produktdatenbank EPREL registriert sein. Damit existiert etwas, das es für kaum eine andere Produktgruppe gibt: eine amtliche, öffentlich abfragbare Gesamtliste. Am 25.08.2026 enthielt sie für Haushaltswaschmaschinen nach Verordnung (EU) 2019/2014 genau 23.216 Einträge. Die folgende Verteilung ist keine Stichprobe, sondern die exakte Zählung des Registers je Klasse.
| Energieklasse | Modelle im Register | Anteil | Median kWh / 100 Zyklen | Median Wasser | Median Nennkapazität |
|---|---|---|---|---|---|
| A | 13.876 | 59,8 % | 46 | 47 l | 9 kg |
| B | 2.732 | 11,8 % | 54 | 46 l | 8 kg |
| C | 1.876 | 8,1 % | 62 | 45 l | 8 kg |
| D | 3.427 | 14,8 % | 69 | 45 l | 7 kg |
| E | 1.136 | 4,9 % | 78 | 44 l | 7 kg |
| F | 129 | 0,6 % | 87 | 44 l | 7 kg |
| G | 40 | 0,2 % | 92 | 45 l | 7 kg |
Spalte zwei und drei sind exakte Registerzahlen, ermittelt über die Treffermenge der jeweiligen Filterabfrage. Die Medianwerte stammen aus den 22.136 Datensätzen, die nach der Plausibilitätsprüfung übrig blieben; von 22.379 abgerufenen Einzeldatensätzen wurden 243 wegen offensichtlich fehlerhafter Felder verworfen. Abruf vom 25.08.2026.
Der erste Befund: Das A ist kein Unterscheidungsmerkmal mehr. 59,8 Prozent aller registrierten Modelle tragen die beste Klasse. Als die Skala im März 2021 eingeführt wurde, war das anders gedacht — die oberen Klassen sollten zunächst leer bleiben, damit Raum für künftige Verbesserungen entsteht. Fünf Jahre später ist die Spitze wieder voll. Wer im Handel nach der Energieeffizienzklasse A filtert, hat damit knapp drei Fünftel des Marktes vor sich und nichts entschieden.
Der zweite Befund wiegt schwerer: Die meisten A-Geräte liegen knapp unter der Grenze. Hinter der Klasse steht der Energieeffizienzindex EEIW; Anhang II der Verordnung (EU) 2019/2014 zieht die Grenze zur Klasse A bei einem Index von 52. Innerhalb der Klasse A liegt der Median dieses Index bei 51,5 — und 60,2 Prozent der A-Geräte kommen auf einen Index von 50 oder mehr. Anders gesagt: Drei von fünf Geräten mit dem besten Buchstaben schöpfen die Klasse bis auf die letzten vier Indexpunkte aus. Ein A auf dem Karton heißt in der Regel „gerade eben A“ und nicht „mit Abstand am sparsamsten“.
Der dritte Befund betrifft die Klassen darunter. Auffällig ist der Sprung bei Klasse D: 3.427 Modelle und damit mehr als in Klasse B und C zusammen. Das ist kein Zufall, sondern die Nähe zur Untergrenze der Ökodesign-Anforderungen — unterhalb bestimmter Werte darf ein Gerät gar nicht mehr in Verkehr gebracht werden, weshalb sich viele einfache Modelle knapp oberhalb dieser Schwelle sammeln. Die Klassen F und G sind mit zusammen 169 Einträgen praktisch leer; wer heute neu kauft, wird ihnen im Handel kaum begegnen.
Die Luftschallemissionsklasse reicht nach Tabelle 4 der Verordnung nur von A bis D, mit A unter 73 dB. Im ausgewerteten Datensatz entfallen 27,2 Prozent auf A, 50,3 Prozent auf B, 21,9 Prozent auf C und 0,6 Prozent auf D.
Die Schleudereffizienzklasse reicht dagegen von A bis G und bemisst sich nach der Restfeuchte. Vergeben werden fast nur B (78,7 Prozent) und C (14,2 Prozent); ein A schaffen nur 5,8 Prozent. Wer beim Schleudern unterscheiden will, findet kaum Spielraum.
Das Register führt auch die zugesagte Garantiedauer. 80,1 Prozent der Einträge nennen 24 Monate, 7,5 Prozent 36 Monate und 0,8 Prozent 60 Monate. Eine längere Garantie ist damit ein echtes und nachprüfbares Unterscheidungsmerkmal.
Eine Einschränkung gehört dazu: Das Register führt jedes Modell, das ein Lieferant für den europäischen Markt angemeldet hat — auch Varianten desselben Geräts für verschiedene Länder und Handelsketten und auch Modelle, die längst nicht mehr produziert werden. Die Verteilung bildet also den registrierten Modellbestand ab und nicht die verkauften Stückzahlen. Für die Frage, was einem im Laden begegnet, ist sie trotzdem die beste verfügbare Grundlage, weil weder Hersteller noch Handel eine vergleichbare Gesamtübersicht veröffentlichen.
Warum sich zwei Kilowattstundenwerte nur bei gleicher Trommelgröße vergleichen lassen
Die Energieeffizienzklasse ist keine Eigenschaft, die man unabhängig von der Trommelgröße wählen kann. Sie wird relativ zur Nennkapazität berechnet, und deshalb darf eine 9-kg-Maschine für denselben Buchstaben absolut mehr Strom verbrauchen als eine 7-kg-Maschine. Genau das macht die große Zahl auf dem Label zwischen zwei unterschiedlich großen Geräten unbrauchbar. Wie stark der Effekt ist, zeigt der Datensatz: Innerhalb der Klasse A steigt der Medianverbrauch von 42 kWh bei 6 Kilogramm auf 51 kWh bei 10 Kilogramm — dieselbe Klasse, 9 Kilowattstunden Unterschied. Wer diese beiden Zahlen nebeneinanderstellt und die kleinere für die bessere hält, hat sich vertan. Dieser Abschnitt zeigt in drei Schritten, wie es richtig geht.
Schritt 1: Welche Klasse in welcher Trommelgröße überhaupt erreichbar ist
Anhang IV der Verordnung (EU) 2019/2014 legt einen Bezugsverbrauch fest, den Energieverbrauch des Standardzyklus. Er wird aus der Nennkapazität berechnet: SCEW = −0,0025 × c² + 0,0846 × c + 0,3920, wobei c die Nennkapazität in Kilogramm ist. Der Energieeffizienzindex ist dann der tatsächliche Verbrauch geteilt durch diesen Bezugswert, mal hundert. Die Klasse A verlangt einen Index von höchstens 52. Weil der Bezugswert mit der Trommelgröße wächst, wächst auch die absolute Kilowattstundenzahl, die für ein A noch zulässig ist.
| Nennkapazität | Bezugsverbrauch SCEW | Höchstwert für Klasse A | Passt zu | Wäsche je Woche | Waschgänge je Woche |
|---|---|---|---|---|---|
| 7 kg | 0,862 kWh je Zyklus | 44,8 kWh / 100 Zyklen | Eine bis zwei Personen | rund 8 kg | 1,4 rechnerisch |
| 8 kg | 0,909 kWh je Zyklus | 47,3 kWh / 100 Zyklen | Zwei bis vier Personen | rund 12 kg | 1,9 rechnerisch |
| 9 kg | 0,951 kWh je Zyklus | 49,5 kWh / 100 Zyklen | Vier bis fünf Personen | rund 16 kg | 2,2 rechnerisch |
| 10 kg | 0,988 kWh je Zyklus | 51,4 kWh / 100 Zyklen | Fünf Personen und mehr | rund 20 kg | 2,5 rechnerisch |
Die Wäschemenge ist mit 4 Kilogramm je Person und Woche angesetzt und die Trommel mit 80 Prozent Füllgrad gerechnet, weil sich Wäsche im Alltag nicht wiegen lässt. Angesetzt ist je Zeile die mittlere Haushaltsgröße der Spalte daneben. Beides sind Annahmen dieses Artikels und keine Herstellerangaben; sie dienen nur dazu, die Trommelgrößen untereinander vergleichbar zu machen. In der Praxis liegt die Zahl der Waschgänge höher, weil nach Farbe, Temperatur und Textilart sortiert wird — deshalb kommen selbst kleine Haushalte auf die 160 Waschgänge im Jahr, mit denen dieser Artikel rechnet.
- 7 kg: Die einzige Größe, die es noch in Bautiefen unter 50 cm gibt. Wer zu dritt ist, wäscht damit spürbar häufiger.
- 8 kg: Die meistverkaufte Größe und der breiteste Markt. Drei der fünf Geräte dieses Vergleichs liegen bei 7 kg, zwei bei 8 kg.
- 9 kg: Lohnt nur, wenn die Trommel auch gefüllt wird. Halb beladen verschenkt eine 9-kg-Maschine ihren rechnerischen Vorteil sofort.
- 10 kg: Bettwäsche und Decken am Stück. Baut in aller Regel tiefer als 60 cm und fällt damit für enge Nischen aus.
Was daraus folgt. Eine 7-kg-Maschine muss unter 44,8 kWh je 100 Zyklen bleiben, um ein A zu tragen, eine 9-kg-Maschine darf 49,5 kWh verbrauchen. Genau deshalb steht die Siemens WG44B2040 iQ700 mit 40 kWh besser da als der Bauknecht W Active 711 A mit 45 kWh, obwohl sie absolut weniger Abstand zur Grenze zu haben scheint: Rechnet man den Index aus, kommt die Neun-Kilo-Maschine auf rund 42,1 und das Sieben-Kilo-Gerät auf rund 52,2. Wer zwei Maschinen unterschiedlicher Größe über den kWh-Wert vergleicht, vergleicht also nichts. Vergleichbar wird es erst über den Index oder über den Verbrauch je Kilogramm Nennkapazität. Wer die Trommelgröße noch offen hat und stattdessen über die Bauform entscheidet, findet die Alternative zum Frontlader im Vergleich der Toplader-Waschmaschinen.
Zur Genauigkeit dieser Zahlen: Die Indexwerte oben sind aus dem gerundeten Labelwert zurückgerechnet und deshalb auf die erste Nachkommastelle ungenau. Wo das Produktdatenblatt den Index selbst ausweist, stimmt die Rechnung: Für den Bauknecht B6R 88 SILENCE nennt es 41,6, für den Bauknecht W Active 711 A 51,9 — beide Werte ergeben sich exakt aus der Formel, wenn man statt der gerundeten 38 und 45 die tatsächlichen 0,378 und 0,447 kWh je Zyklus einsetzt.
Der Datensatz bestätigt die Rechnung über den ganzen Markt. Die folgende Tabelle nennt für jede gängige Trommelgröße den Medianverbrauch — einmal über alle Klassen und einmal nur innerhalb der Klasse A. Sie ist der Maßstab, an dem sich ein konkretes Angebot messen lässt: Liegt ein 8-kg-Gerät über 47 kWh je 100 Zyklen, ist es innerhalb seiner Klasse unterdurchschnittlich, auch wenn ein A auf dem Karton steht.
| Nennkapazität | Median Klasse A | Median Klasse E | Modelle in Klasse A | Median Laufzeit | Höchstwert für ein A |
|---|---|---|---|---|---|
| 6 kg | 42 kWh | 73 kWh | 698 | 3:18 h | 42,1 kWh |
| 7 kg | 44 kWh | 78 kWh | 1.644 | 3:28 h | 44,8 kWh |
| 8 kg | 47 kWh | 83 kWh | 3.590 | 3:38 h | 47,3 kWh |
| 9 kg | 49 kWh | 86 kWh | 3.566 | 3:48 h | 49,5 kWh |
| 10 kg | 51 kWh | 90 kWh | 2.171 | 3:58 h | 51,4 kWh |
Medianwerte aus 22.136 ausgewerteten EPREL-Datensätzen, Abruf vom 25.08.2026. Die letzte Spalte ist keine Registerzahl, sondern aus der Formel des Anhangs IV berechnet: Bezugsverbrauch mal 0,52, der Klassengrenze entsprechend. Dass der Median der Klasse A in jeder Zeile unter diesem Höchstwert liegt, ist Definitionssache; interessant ist der Abstand, und der ist mit wenigen Kilowattstunden gering.
Zwei Dinge fallen an dieser Tabelle auf. Erstens ist die 8-kg-Klasse mit 3.590 A-Modellen der breiteste Markt, dicht gefolgt von 9 kg — wer hier sucht, hat die größte Auswahl. Zweitens ist der Abstand zwischen dem Median der Klasse A und dem rechnerischen Höchstwert für ein A in jeder Zeile klein. Das ist die Kehrseite des Befunds aus dem Registerabschnitt: Die meisten A-Geräte liegen dicht an der Grenze, nicht weit darunter. Wer ein Gerät sucht, das den Buchstaben wirklich ausreizt, muss die Kilowattstundenzahl gegen diese Medianwerte halten und nicht gegen den Klassenbuchstaben.
Schritt 2: Mengenautomatik und Inverter-Motor — was davon im Datenblatt steht
Die kurze Antwort: nichts. Weder das Wort Mengenautomatik noch Beladungserkennung, Inverter oder Motor kommt im Text der Verordnung (EU) 2019/2014 vor. Das Produktdatenblatt nach Tabelle 5 der Verordnung führt Nennkapazität, Abmessungen, Energieeffizienzindex und Energieeffizienzklasse, Wascheffizienzindex und Spülwirkung, Energie- und Wasserverbrauch, Restfeuchte, Schleuderdrehzahl und Schleudereffizienzklasse, Programmdauer, Höchsttemperatur, Luftschallemissionen samt Klasse sowie die Verbrauchswerte im Aus- und im Bereitschaftszustand. Eine Zeile für die Antriebsart oder für eine Beladungsautomatik gibt es nicht. Beide Angaben sind damit ausnahmslos Herstellerprosa — bei allen fünf Geräten, unabhängig von Marke und Preis.
Was sich trotzdem prüfen lässt, ist die Wirkung. Verordnung (EU) 2019/2023 definiert den gewichteten Energieverbrauch als den gewichteten Durchschnitt aus dem Verbrauch bei Nennkapazität, bei halber und bei einem Viertel der Nennkapazität. Der große kWh-Wert auf dem Label enthält die Teilbeladung also bereits. Eine Maschine, deren Mengenautomatik wirklich viel herausholt, müsste sich genau dort zeigen — im Labelwert selbst. Das ist der Prüfstein für jede Ersparnisbehauptung, und er lässt sich ohne Messgerät anwenden.
| Gerät | Mengenautomatik laut Hersteller | Motor laut Hersteller | Im EU-Datenblatt? | Labelwert je kg |
|---|---|---|---|---|
| Bauknecht B6R 88 SILENCE | Bauknecht nennt die Funktion Dynamic Intelligence und beschreibt sie auf der Produktseite mit dem Satz, sie passe den Wasser- und Energieverbrauch an die tatsächliche Beladungsmenge an. | ZEN-Motor, ein Direktantrieb ohne Riemen. | nein | 4,8 kWh |
| Siemens WG44B2040 iQ700 | Auf der Amazon-Seite bewirbt Siemens ein Anti-Flecken-System, das die Waschbedingungen ermittelt. | iQdrive. | nein | 4,4 kWh |
| Bomann WA 7175.1 | Bomann bewirbt keine. | Invertermotor mit BLDC-Technik. | nein | 6,3 kWh |
| Bauknecht W Active 711 A | Keine beworben. | Leiser Inverter-Motor. | nein | 6,4 kWh |
| AEG L6AMZ48FL Serie 6000 | ProSense. | Inverter-Motor. | nein | 5,9 kWh |
Das aufschlussreichste Ergebnis liefert die AEG L6AMZ48FL Serie 6000. Sie ist das einzige Gerät im Feld, das eine Mengenautomatik im Produkttitel führt, und AEG beziffert die Ersparnis mit bis zu 30 Prozent. Zugleich hat sie mit 47 kWh je 100 Zyklen den höchsten Labelwert des Vergleichs — und dieser Labelwert enthält die Teilbeladung bereits. Beides zusammen heißt: Die Automatik funktioniert, aber sie hebt das Gerät nicht über die Konkurrenz. Sie gleicht eine schwächere Grundeffizienz aus, statt einen Vorsprung zu schaffen. Wer regelmäßig kleine Posten wäscht, holt bei ihr trotzdem mehr heraus als bei einem Gerät ohne Automatik — nur eben nicht so viel, dass es die 9 kWh Abstand zum Erstplatzierten aufwöge.
Beim Motor ist die Beleglage noch dünner. Vier der fünf Hersteller nennen einen Antrieb, aber keiner nennt eine Bauart mit einer prüfbaren Kenngröße. Am präzisesten ist die Bomann WA 7175.1: bürstenloser Invertermotor mit BLDC-Technik, dazu zehn Jahre Motorgarantie. Auch AEG sagt zehn Jahre zu. Beim Bauknecht W Active 711 A steht das Wort Inverter-Motor ausschließlich im Produkttitel und taucht in der Merkmalsliste nicht mehr auf. Bei der Siemens WG44B2040 iQ700 fällt das Wort Inverter gar nicht; Siemens spricht von einem iQdrive, und selbst diese Bezeichnung führt die Merkmalsliste der Siemens-Produktseite zu diesem Modell nicht. Was tatsächlich prüfbar ist, ist die Ersatzteilfrist: Verordnung (EU) 2019/2023 verpflichtet die Hersteller, Motor und Motorkohlen, Kraftübertragung, Pumpen, Stoßdämpfer und Lagerkreuz zehn Jahre nach dem letzten in Verkehr gebrachten Exemplar vorzuhalten. Wer Langlebigkeit will, hat mit dieser Frist ein belastbareres Argument als mit jedem Motornamen.
Schritt 3: Von der Haushaltsgröße zur Empfehlung in vier Fragen
Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt, dass die harten Ausschlusskriterien zuerst kommen. Wer erst die Effizienz auswählt und dann feststellt, dass das Gerät nicht in die Nische passt, fängt von vorn an.
- 1Wie tief darf das Gerät bauen? Nachmessen, bevor irgendetwas anderes entschieden wird. Unter 50 cm bleibt in diesem Feld nur die Bomann WA 7175.1 mit 47 cm. Bis 54 cm kommt der Bauknecht W Active 711 A dazu, bis 58 cm die AEG L6AMZ48FL Serie 6000, ab 59 cm die Siemens WG44B2040 iQ700, und erst ab 61 cm passt der Bauknecht B6R 88 SILENCE. Bautiefe ist das einzige Kriterium hier, bei dem es keinen Kompromiss gibt.
- 2Wie viele Personen, und wird die Trommel gefüllt? Bis zwei Personen reichen 7 kg. Ab drei Personen wird 8 kg zur sinnvollen Untergrenze, ab vier Personen lohnen 9 kg — aber nur, wenn tatsächlich große Posten zusammenkommen. Eine halb beladene 9-kg-Maschine verbraucht je Kilogramm Wäsche mehr als eine volle 7-kg-Maschine. Die Trommelgröße nach oben zu wählen, weil es sich sparsamer anhört, kehrt den Effekt um.
- 3Wann wird gewaschen? Wer nachts oder in einer hellhörigen Wohnung wäscht, wählt vor allem über den Geräuschwert. Klasse A beim Geräusch erreichen hier nur die Siemens WG44B2040 iQ700 mit 70 dB(A) und der Bauknecht B6R 88 SILENCE mit 72 dB(A). Sechs Dezibel Abstand zum lautesten Gerät des Feldes bedeuten die vierfache Schallleistung.
- 4Und erst jetzt: der Verbrauch. Innerhalb der Klasse A trennen die fünf Geräte rund 7 € Betriebskosten im Jahr. Das ist der kleinste Hebel von allen vieren. Wer nach den ersten drei Fragen noch zwei Geräte übrig hat, nimmt das sparsamere — wer nur noch eines hat, hat die Entscheidung schon getroffen.
Übersetzt in konkrete Empfehlungen: Ein Zwei-Personen-Haushalt mit knapper Nische und schmalem Budget landet bei der Bomann WA 7175.1. Ein Haushalt, der nachts wäscht und die Bautiefe hat, beim Bauknecht B6R 88 SILENCE. Eine vier- bis fünfköpfige Familie, die die Trommel wirklich füllt, bei der Siemens WG44B2040 iQ700 — sofern die lange Lieferzeit kein Problem ist. Wer häufig kleine Posten fährt, bei der AEG L6AMZ48FL Serie 6000, und wer eine schmale Nische mit Dampfhygiene verbinden will, beim Bauknecht W Active 711 A. Wenn das Geräusch das führende Kriterium ist und nicht der Verbrauch, lohnt vorher ein Blick in den Vergleich leiser Waschmaschinen.
Die 5 Modelle im Einzelnen
Zuerst der Abgleich: Register gegen Verkaufsseite
Zu jedem der fünf Geräte wurde die EPREL-Registrierung einzeln herausgesucht und gegen die Angaben der Verkaufsseite gestellt. Das ist der einzige Weg, eine Herstellerangabe zu prüfen, ohne das Gerät zu besitzen — und es lohnt sich: Bei drei der fünf Modelle sind Abweichungen aufgefallen, die für die Kaufentscheidung eine Rolle spielen.
| Gerät | Registrierung als | Angemeldet von | kWh/100 | Liter | eco 40-60 | dB(A) | Restfeuchte | EEI | Tiefe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bauknecht B6R 88 SILENCE | B6R 88 SILENCE DE | Beko Europe Management S.r.l. | 38 | 43 | 3:35 h | 72 (A) | 53,0 % | 41,6 | 61 cm |
| Siemens WG44B2040 iQ700 | WG44B2040 | BSH Hausgeräte GmbH | 40 | 50 | 3:48 h | 70 (A) | 53,0 % | 41,5 | 64 cm |
| Bomann WA 7175.1 | WA 7175.1 | C. Bomann GmbH | 44 | 42 | 3:28 h | 74 (B) | 53,9 % | 51,5 | 47 cm |
| Bauknecht W Active 711 A | W Active 711 A | Beko Europe Management S.r.l. | 45 | 45 | 3:25 h | 76 (B) | 53,0 % | 51,9 | 54 cm |
| AEG L6AMZ48FL Serie 6000 | L6AMZ48FL 914913625 | AB Electrolux | 47 | 43 | 3:25 h | 74 (B) | 53,4 % | 51,8 | 58 cm |
Sämtliche Werte dieser Tabelle stammen aus der EPREL-Registrierung des jeweiligen Modells, einzeln abgerufen am 25.08.2026. Sie sind damit die amtlich hinterlegte Angabe des Lieferanten und nicht die Werbeaussage der Verkaufsseite. Die Spalte „Angemeldet von“ nennt die Organisation, die die Registrierung vorgenommen hat; sie muss nicht mit der Marke übereinstimmen, unter der ein Gerät verkauft wird.
Alle Verbrauchs- und Geräuschwerte der Verkaufsseite decken sich mit dem Register. Zwei Punkte fallen trotzdem auf: Angemeldet hat das Modell nicht Whirlpool, sondern die Beko Europe Management S.r.l. — das europäische Hausgerätegeschäft, in das die Marke Bauknecht überführt wurde. Und im Amazon-Datenfeld Geräuschpegel stehen 55 Dezibel, während das Register 72 dB(A) führt. Beides ist erklärbar, aber nicht dasselbe: Der Registerwert gilt für den Schleudergang, die 55 dB dürften den Waschvorgang meinen. Wer die Zahlen nebeneinanderlegt, ohne das zu wissen, hält das Gerät für deutlich leiser, als es beim Schleudern ist.
Verbrauch, Wasser, Laufzeit und Geräusch stimmen mit der Verkaufsseite überein. Bei der Bautiefe klaffen die Angaben dagegen auseinander: Das Register nennt 64 Zentimeter, die Amazon-Produktseite 59. Fünf Zentimeter entscheiden darüber, ob ein Gerät in eine Nische passt oder nicht. Wahrscheinlich misst das Register mit Anschlüssen und vorstehenden Teilen, die Verkaufsseite dagegen nur den Korpus — nachprüfen lässt sich das nicht, weil keine der beiden Quellen die Messmethode nennt. Wer knapp plant, sollte mit dem größeren Wert rechnen.
Hier liegen zwei Registrierungen nebeneinander: die WA 7175 mit 1400 U/min, 76 dB(A) und 40 Litern und die WA 7175.1 mit 1310 U/min, 74 dB(A) und 42 Litern. Der Verkaufstitel wirbt mit 1400 U/min, was auf die erste Variante deutet; die übrigen Angaben passen zur zweiten. Deutlicher ist ein anderer Widerspruch: Der Titel verspricht zehn Jahre Motorgarantie, das Register führt 24 Monate Garantiedauer, und im Amazon-Datenfeld zur Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen stehen zwei Jahre. Die Ökodesign-Verordnung verlangt zehn Jahre Ersatzteilverfügbarkeit für Motor, Pumpen und Lagerkreuz — das Datenfeld unterbietet also die gesetzliche Pflicht und ist damit erkennbar falsch ausgefüllt.
Die Werte decken sich. Aufschlussreich ist die Nachbarschaft im Register: Direkt daneben steht eine W Active 711 B mit identischer Bautiefe, identischer Schleuderdrehzahl und identischem Wasserverbrauch, aber 52 statt 45 kWh je 100 Zyklen und einem Effizienzindex von 60,0 statt 51,9 — also Klasse B statt A. Zwei Registrierungen desselben Gerätekörpers, ein Buchstabe Unterschied. Wer die Modellbezeichnung nicht bis zum letzten Zeichen liest, kauft leicht die schwächere Variante.
Die beste Übereinstimmung im Feld: Verbrauch, Wasser, Laufzeit, Geräusch und Bautiefe stimmen bis auf Rundungen. Eine Korrektur gegenüber der Vorfassung dieses Artikels: Die Restfeuchte beträgt laut Register 53,4 und nicht 53,0 Prozent. An der Schleudereffizienzklasse B ändert das nichts, die Grenze zur Klasse A verläuft bei 45 Prozent. Der Effizienzindex von 51,8 liegt dichter an der Klassengrenze von 52 als bei jedem anderen Gerät dieses Vergleichs außer der W Active 711 A.
Das Muster ist aufschlussreich. Die Verbrauchswerte selbst stimmen bei allen fünf Geräten — daran hat kein Hersteller ein Interesse zu drehen, weil sie messtechnisch nachprüfbar sind und im Register stehen. Auseinander gehen die Angaben dort, wo sie nicht Teil des Produktdatenblatts sind: bei der Bautiefe, beim Geräuschwert ohne Angabe des Betriebszustands und bei Garantie- und Ersatzteilzusagen. Wer eine Herstellerangabe prüfen will, sollte deshalb immer zuerst fragen, ob sie überhaupt ein Feld im Register hat. Wenn ja, ist sie belastbar. Wenn nein, ist sie Werbetext.
Bauknecht B6R 88 SILENCE DE Waschmaschine 8 kg
Der niedrigste Verbrauch im Feld, kombiniert mit Geräuschklasse A beim Schleudern. Die beste Mischung aus Effizienz und Ruhe zum mittleren Preis.
Datenblattwerte
Der B6R 88 SILENCE DE ist von den fünf Geräten dieses Vergleichs dasjenige mit dem niedrigsten Energieverbrauch: Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014 nennt 0,378 kWh je Betriebszyklus im Programm eco 40-60, also 38 kWh je 100 Zyklen, bei einer Nennkapazität von 8,0 Kilogramm. Der Energieeffizienzindex liegt bei 41,6 — die Grenze zur Klasse A verläuft bei 52, das Gerät liegt also deutlich innerhalb der besten Klasse und nicht knapp darunter. Bauknecht bewirbt das als „A-20 %“, also rund 20 Prozent sparsamer als die Mindestanforderung für ein A. Der Wasserverbrauch beträgt 43 Liter je Zyklus, die Programmdauer bei voller Beladung 3:35 Stunden, bei halber Beladung 2:48 Stunden und bei Viertelbeladung 2:30 Stunden. Geschleudert wird im eco-Programm mit 1351 U/min bei einer maximalen Drehzahl von 1400 U/min, die gewichtete Restfeuchte liegt bei 53,0 Prozent, die Schleudereffizienzklasse bei B. Der zweite Grund für Platz eins sind die Luftschallemissionen: 72 dB(A) im Schleudergang und damit Geräuschemissionsklasse A — neben der Siemens WG44B2040 das einzige Gerät im Feld mit einem A beim Geräusch. Dafür verantwortlich ist der ZEN-Motor, ein Direktantrieb ohne Riemen, kombiniert mit gedämmten Seitenwänden; Bauknecht gibt an, dass die Maschine im Programm Extra Leise selbst in der Schleuderphase unter 60 dB(A) bleibt. Die Dynamic-Intelligence-Technologie passt Wasser- und Energiemenge an die tatsächliche Beladung an, was bei Teilbeladung den größten Hebel darstellt. Dazu kommen drei Dampffunktionen unter dem Namen Steam 3.0: Steam Hygiene gegen Bakterien, Steam Refresh zum Auffrischen in 20 Minuten ohne Waschgang und Steam Finish, das die Wäsche nach Programmende bis zu sechs Stunden faltenarm hält. Die Verkaufsseite wirbt mit einer Bewertung „GUT (2,4)“ der Stiftung Warentest aus Ausgabe 11/2025 samt Lizenznummer 25KF06; die Warentest-Datenbank führt unter dieser Marke allerdings die Bezeichnung B6R 88E SILENCE DE. Die Auszeichnung ist damit eine Herstellerangabe zu einem sehr ähnlich bezeichneten Gerät und kein von uns geprüftes Ergebnis. Die Abmessungen fallen mit 60,7 cm Tiefe größer aus als bei den übrigen vier Geräten — das ist der Preis für die Dämmung.
Einordnung
Bei 4,2 Sternen aus 284 Bewertungen ist die Bewertungslage solide, aber nicht überragend. Der eigentliche Kaufgrund ist die Kombination aus dem niedrigsten kWh-Wert und dem niedrigsten Geräuschwert — beides in einem Gerät findet man in dieser Preisklasse selten. Die 60,7 cm Tiefe muss man vorher nachmessen.
Haushalte mit zwei bis vier Personen, die nachts oder in einer hellhörigen Wohnung waschen und trotzdem den niedrigsten Verbrauch wollen.
Nischen unter 60 cm Tiefe — das Gerät baut 60,7 cm tief. Auch nicht für Single-Haushalte, die 8 kg nie ausnutzen.
Vorteile
- Niedrigster Energieverbrauch im Vergleich (38 kWh / 100 Zyklen)
- Energieeffizienzindex 41,6 — klar innerhalb der Klasse A
- Zweitleisester Schleudergang (72 dB(A), Geräuschklasse A)
- ZEN-Direktantrieb ohne Riemen
- Dynamic Intelligence passt Wasser und Energie an die Beladung an
- Steam 3.0 mit Hygiene-, Refresh- und Finish-Funktion
- Stiftung Warentest „GUT (2,4)“, Ausgabe 11/2025
Nachteile
- 60,7 cm Tiefe — tiefstes Gerät im Vergleich
- Schleudereffizienzklasse nur B, wie bei allen fünf Modellen
- Bewertungsschnitt 4,2 liegt unter dem der Siemens
Mengenautomatik und Motor: was der Hersteller sagt
Beladungsanpassung: Bauknecht nennt die Funktion Dynamic Intelligence und beschreibt sie auf der Produktseite mit dem Satz, sie passe den Wasser- und Energieverbrauch an die tatsächliche Beladungsmenge an. Eine Prozentzahl, eine Messgröße oder eine Angabe dazu, in wie vielen Stufen gewogen wird, nennt der Hersteller nicht.
Antrieb: ZEN-Motor, ein Direktantrieb ohne Riemen. Bauknecht führt ihn im Produkttitel und begründet damit die niedrige Geräuschangabe. Eine Bauform, eine Leistungsangabe oder eine Wirkungsgradzahl zum Motor steht weder auf der Produktseite noch im Datenblatt.
Was davon belegt ist: Weder der Antrieb noch die Beladungsanpassung sind Parameter des EU-Produktdatenblatts. Belegbar ist allein die Wirkung: Der Labelwert von 38 kWh je 100 Zyklen ist bereits der gewichtete Durchschnitt aus voller, halber und Viertelbeladung, und die Laufzeiten im Handbuch fallen von 3:35 über 2:48 auf 2:30 Stunden. Dass die Maschine bei Teilbeladung herunterregelt, ist damit gezeigt. Dass eine bestimmte Technik dahintersteckt, nicht.
Herstellerdaten und Marktlage anzeigen
Siemens WG44B2040 iQ700 Waschmaschine 9 kg
Absolut die zweitsparsamste, gerechnet je Kilogramm Nennkapazität die sparsamste Maschine im Feld. Der Aufpreis geht in Kapazität, Vernetzung und Geräusch.
Datenblattwerte
Die WG44B2040 aus der iQ700-Reihe ist mit 9,0 Kilogramm die größte Maschine dieses Vergleichs. Das Siemens-Datenblatt weist 40 kWh je 100 Waschzyklen im Programm eco 40-60 aus und einen Wasserverbrauch von 50 Litern je Betriebszyklus, die Programmdauer bei Nennkapazität beträgt 3:48 Stunden. Der entscheidende Punkt ist der Bezug auf die Kapazität: 40 kWh auf 9 Kilogramm sind rechnerisch 4,4 kWh je 100 Zyklen und Kilogramm — der beste Wert im Feld, vor dem Bauknecht B6R 88 SILENCE mit 4,8. Wer regelmäßig große Wäscheposten fährt, wäscht damit pro Kilogramm Wäsche am günstigsten. Siemens bewirbt das als „A-20 %“, also 20 Prozent unter dem Grenzwert zur Klasse A. Die Schleudereffizienzklasse ist B, die Geräusch-Effizienzklasse A: Siemens nennt 49 dB(A) beim Waschen und 70 dB(A) beim Schleudern, den niedrigsten Schleuderwert im Vergleich. Die Bedienung läuft über ein directTouch-Plus-LED-Display, dazu kommt Home Connect für Steuerung und Ferndiagnose per App sowie ein Antiflecken-System für 16 Fleckenarten. smartFinish arbeitet mit Dampf und reduziert Knitterfalten laut Hersteller um bis zu 50 Prozent in 23 Minuten. Über speedPack XL lassen sich Programme beschleunigen oder Kurzprogramme mit 59, 30 oder 15 Minuten wählen, die Option „mini load“ verkürzt die Laufzeit bei sehr kleinen Beladungen. Zum Antrieb nennt die Verkaufsseite einen iQdrive und beschreibt ihn als quasi verschleißfrei; die Merkmalsliste der Siemens-Produktseite zu diesem Modell führt die Bezeichnung nicht. Belegt ist dagegen, was Siemens im Amazon-Datenfeld zusagt: zwei Jahre Herstellergarantie und zehn Jahre Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen. aquaStop sichert gegen Wasserschäden ab. Wichtig für die Erwartungshaltung: Die automatische Waschmitteldosierung i-Dos hat dieses Modell nicht — das Datenblatt führt sie ausdrücklich mit „Nein“. Wer i-Dos will, braucht ein anderes Gerät derselben Reihe.
Einordnung
Mit 4,6 Sternen aus 397 Bewertungen hat die WG44B2040 die beste Bewertungslage im Feld. Der Preisabstand zum Rest ist allerdings erheblich, und über den reinen Stromverbrauch holt man ihn nicht wieder herein — die Rechnung weiter unten zeigt, warum. Dazu kommt ein Punkt, der bei der Planung wichtiger sein kann als jeder Verbrauchswert: Am Prüftag war das Gerät zwar bestellbar, laut Produktseite aber gewöhnlich erst in ein bis drei Monaten versandfertig. Wer die alte Maschine bereits entsorgt hat, sollte das wissen.
Familien mit vier bis fünf Personen, die die 9 Kilogramm tatsächlich füllen, und alle, die App-Steuerung und Ferndiagnose wirklich nutzen.
Zwei-Personen-Haushalte mit kleinen Wäscheposten — die zahlen für Kapazität, die sie nie brauchen. Und für alle, die auf i-Dos aus sind: Das Modell hat sie nicht.
Vorteile
- Bester Verbrauch je Kilogramm Nennkapazität (4,4 kWh / 100 Zyklen je kg)
- Leisester Schleudergang mit 70 dB(A), Geräuschklasse A
- Größte Trommel im Vergleich (9 kg)
- Home Connect mit Ferndiagnose und Fernsteuerung
- smartFinish-Dampf gegen Knitterfalten in 23 Minuten
- speedPack XL mit Kurzprogrammen ab 15 Minuten
- Zehn Jahre Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen laut Datenfeld, aquaStop
Nachteile
- Höchster Wasserverbrauch im Vergleich (50 Liter je Zyklus)
- Keine automatische Waschmitteldosierung i-Dos
- Mit Abstand höchster Anschaffungspreis
- Längste eco-Laufzeit (3:48 h)
- Laut Produktseite gewöhnlich erst in ein bis drei Monaten versandfertig
Mengenautomatik und Motor: was der Hersteller sagt
Beladungsanpassung: Auf der Amazon-Seite bewirbt Siemens ein Anti-Flecken-System, das die Waschbedingungen ermittelt. Eine Mengen- oder Beladungsautomatik führt weder die Produktseite von Siemens noch die Amazon-Merkmalsliste zu diesem Modell namentlich auf.
Antrieb: iQdrive. Die Amazon-Beschreibung nennt ihn quasi verschleißfrei, leise und intelligent. Das Wort Inverter fällt nicht, eine Bauart wird nicht genannt. In der Merkmalsliste der Siemens-Produktseite zum WG44B2040 taucht die Bezeichnung iQdrive überhaupt nicht auf.
Was davon belegt ist: Von den fünf Geräten ist dieses in beiden Punkten das am schwächsten belegte. Was die Produktseite des Herstellers dagegen führt: aquaStop, Nachlegefunktion, Home Connect und eine Verfügbarkeit von EU-Ersatzteilen über zehn Jahre. Die im Umlauf befindliche Angabe, die Beladung werde in 256 Stufen erfasst, ließ sich für dieses Modell nicht bestätigen und steht deshalb nicht mehr in diesem Artikel.
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Bomann WA 7175.1 Waschmaschine 7 kg
Der günstigste Einstieg im Feld — und trotzdem Klasse A mit dem niedrigsten Wasserverbrauch. Für schmale Nischen die naheliegende Wahl.
Datenblattwerte
Die WA 7175.1 ist die günstigste Maschine dieses Vergleichs und trägt trotzdem die Energieeffizienzklasse A. Das EU-Datenblatt nach Verordnung 2019/2014 nennt 44 kWh je 100 Betriebszyklen und 42 Liter Wasser je Zyklus — der niedrigste Wasserwert im gesamten Feld. Die Programmdauer im eco 40-60 beträgt 3:28 Stunden bei voller Beladung von 7,0 Kilogramm, die Schleuderwirkungsklasse ist B, die Geräuschemissionsklasse ebenfalls B bei 74 dB(A) im Schleudergang. Die maximale Schleuderdrehzahl beträgt 1400 U/min und lässt sich in Stufen bis zum Schleuderstopp reduzieren (1400, 1200, 1000, 800, 600, 400); im eco-Programm fährt die Maschine 1310 U/min und erreicht laut Handbuch eine durchschnittliche Restfeuchte von 53,9 Prozent. Bomann gibt 15 Waschprogramme an, dazu Zusatzoptionen für Vorwäsche, Extra Spülen und Intensiv sowie eine Temperaturwahl von kalt bis 90 °C. Eine Dampffunktion gibt es in den Programmen Babykleidung und Hygiene. Angetrieben wird sie von einem bürstenlosen Invertermotor mit BLDC-Technik, auf den Bomann zehn Jahre Garantie gibt. Ausstattung sonst: LED-Display mit Restlaufzeitanzeige, Endzeitvorwahl von 1 bis 24 Stunden, Kindersicherung, Reversierautomatik, Unwuchtkontrolle, Schaumregulierung, Wasserüberlaufsicherung, Überhitzungsschutz, Sicherheits-Türverriegelung, Edelstahltrommel und Fremdkörperfalle. Der praktische Trumpf steht im Datenblatt: 47,0 cm Tiefe. Das sind gut 13 Zentimeter weniger als beim Bauknecht B6R 88 SILENCE und macht das Gerät zur einzigen Option dieses Vergleichs für wirklich schmale Nischen. Nettogewicht 59 Kilogramm, Anschlusswert 1600 Watt.
Einordnung
Dass ein Gerät zum niedrigsten Preis den niedrigsten Wasserverbrauch und dieselbe Energieeffizienzklasse liefert wie die Geräte für das Doppelte, ist die eigentliche Nachricht dieses Vergleichs. Was man aufgibt, ist Ausstattung und Trommelgröße, nicht Effizienz. 4,3 Sterne aus 644 Bewertungen sind für diese Preisklasse ein guter Wert.
Single- und Paarhaushalte, schmale Nischen ab 47 cm Tiefe und alle, die für Effizienz nicht mehr als nötig ausgeben wollen.
Vier- und Fünf-Personen-Haushalte — 7 kg bedeuten spürbar mehr Waschgänge. Und für alle, die App-Anbindung oder eine Geräuschklasse A brauchen.
Vorteile
- Niedrigster Wasserverbrauch im Vergleich (42 Liter je Zyklus)
- Energieeffizienzklasse A zum niedrigsten Preis im Feld
- Mit 47 cm die schmalste Bautiefe
- 15 Programme, Temperaturwahl kalt bis 90 °C
- Invertermotor mit zehn Jahren Garantie
- Endzeitvorwahl 1 bis 24 Stunden, Restlaufzeitanzeige
- Umfangreiche Sicherheitsausstattung inklusive Überlaufsicherung
Nachteile
- Nur 7 kg Nennkapazität
- 74 dB(A) im Schleudergang, Geräuschklasse B
- Keine App-Anbindung, kein Dampf-Auffrischprogramm
- Schlechtester Wert je Kilogramm nach dem Bauknecht W Active
Mengenautomatik und Motor: was der Hersteller sagt
Beladungsanpassung: Bomann bewirbt keine. Weder Produkttitel noch Merkmalsliste noch die technischen Daten nennen eine Mengenautomatik, eine Beladungserkennung oder einen Gewichtssensor. Was die Merkmalsliste führt, sind eine Reversierautomatik und eine Unwuchtkontrolle — beides betrifft die Trommelbewegung, nicht die Wassermenge.
Antrieb: Invertermotor mit BLDC-Technik. Das ist die einzige Motorangabe im Feld, die eine Bauart benennt: bürstenlos und elektronisch kommutiert. Bomann gibt zehn Jahre Garantie auf den Motor und führt das im Produkttitel.
Was davon belegt ist: Die Motorbauart ist präzise benannt, aber wie bei allen fünf Geräten kein Datenblattparameter. Auffällig ist ein Widerspruch im Amazon-Datenfeld: Dort steht eine Verfügbarkeitsdauer für EU-Ersatzteile von zwei Jahren, während Verordnung (EU) 2019/2023 für Motor und Motorkohlen zehn Jahre verlangt. Eine Mengenautomatik gibt es hier nicht — der Hersteller behauptet sie aber auch nicht.
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Bauknecht W Active 711 A Waschmaschine 7 kg
Klasse A knapp über der Grenze, dafür Dampfhygiene und 54 cm Tiefe. Die größte Bewertungsbasis im Feld, aber auch der niedrigste Schnitt.
Datenblattwerte
Der W Active 711 A ist mit 54,0 cm Tiefe nach der Bomann das zweitschmalste Gerät dieses Vergleichs. Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014 nennt einen Energieeffizienzindex von 51,9 — die Grenze zur Klasse A liegt bei 52. Das Gerät trägt also denselben Buchstaben wie der B6R 88 SILENCE mit seinen 41,6, liegt aber gerade eben darunter. In Zahlen: 0,447 kWh je Betriebszyklus, also 45 kWh je 100 Zyklen, und 45 Liter Wasser je Zyklus bei 7,0 Kilogramm Nennkapazität. Die Programmdauer im eco 40-60 beträgt 3:25 Stunden bei voller Beladung, 2:40 Stunden bei halber und 2:25 Stunden bei Viertelbeladung — die kürzeste Volllastdauer im Feld. Geschleudert wird im eco mit 1351 U/min bei maximal 1400 U/min, die Schleudereffizienzklasse ist B, die gewichtete Restfeuchte 53,0 Prozent. Die Luftschallemissionen im Schleudergang liegen bei 76 dB(A), Geräuschemissionsklasse B — der lauteste Wert im Vergleich. Ausstattungsseitig ist einiges an Bord, was man in dieser Preislage nicht erwartet: Active Care mischt Wasser und Waschmittel vor, damit der Schaum tiefer in die Fasern zieht; Steam Hygiene leitet 20 Minuten lang 80 °C heißen Dampf in die Trommel; Steam Refresh frischt Kleidung in 20 Minuten ohne Waschgang auf; Stop & Add erlaubt Nachlegen in den ersten Minuten. Dazu ein Anti-Allergie-Programm, ein Woolmark-zertifiziertes Wollprogramm, ein 30-Minuten-Programm, ein Dynamic-Inverter-Motor und eine Edelstahltrommel. Bauknecht nennt 13 Programme. Die Mindestgarantie im Datenblatt beträgt 24 Monate.
Einordnung
Mit 1.450 Bewertungen hat dieses Gerät die mit Abstand größte Bewertungsbasis im Feld — und mit 4,0 Sternen den niedrigsten Schnitt. Beides zusammen ist ein belastbareres Signal als vier Komma irgendwas aus 200 Stimmen: Das Gerät ist verbreitet, aber es polarisiert stärker als die anderen vier.
Zwei- bis Drei-Personen-Haushalte mit knapper Nische, die Dampfhygiene und Anti-Allergie-Programm wollen, ohne in die 450-Euro-Klasse zu gehen.
Hellhörige Wohnungen und Nachtwäsche — 76 dB(A) sind der lauteste Wert hier. Auch nicht, wenn der Energieverbrauch das alleinige Kriterium ist.
Vorteile
- Kürzeste eco-Laufzeit bei voller Beladung (3:25 h)
- Nur 54 cm tief
- Steam Hygiene mit 80 °C Dampf über 20 Minuten
- Steam Refresh frischt ohne Waschgang auf
- Active Care mischt Waschmittel vor dem Einlauf
- Stop & Add zum Nachlegen, Anti-Allergie-Programm
- Größte Bewertungsbasis im Vergleich (1.450 Stimmen)
Nachteile
- Lautester Schleudergang im Feld (76 dB(A))
- Energieeffizienzindex 51,9 — nur knapp innerhalb der Klasse A
- Niedrigster Bewertungsschnitt im Vergleich (4,0)
- Nur 7 kg Nennkapazität
Mengenautomatik und Motor: was der Hersteller sagt
Beladungsanpassung: Keine beworben. Die Merkmalsliste führt Active Care, Steam Hygiene, Steam Refresh, Stop und Add sowie ein Wollprogramm — eine Beladungserkennung oder Mengenautomatik steht dort nicht, obwohl derselbe Hersteller die Funktion beim teureren Schwestermodell ausdrücklich bewirbt.
Antrieb: Leiser Inverter-Motor. Die Angabe steht ausschließlich im Produkttitel; in der Merkmalsliste, die Active Care und die drei Dampffunktionen ausführlich erklärt, kommt der Motor nicht mehr vor. Eine Bauart oder eine Motorgarantie nennt der Hersteller nicht.
Was davon belegt ist: Von allen fünf Geräten der dünnste Beleg für die Motorangabe: ein Wort im Produkttitel und sonst nichts. Belegbar ist dagegen der Energieeffizienzindex von 51,9 aus dem Produktdatenblatt — bei einer Klassengrenze von 52 der knappste Wert im Feld.
Herstellerdaten und Marktlage anzeigen
AEG L6AMZ48FL Serie 6000 ProSense Waschmaschine 8 kg
Der höchste kWh-Wert im Feld — dafür die konsequenteste Mengenautomatik. Lohnt sich, wenn selten voll beladen wird.
Datenblattwerte
Die L6AMZ48FL aus der Serie 6000 ist das Gerät mit dem höchsten Energieverbrauch dieses Vergleichs: AEG nennt 47 kWh je 100 Betriebszyklen und 43 Liter Wasser je Zyklus bei 8,0 Kilogramm Nennkapazität. Trotzdem trägt auch sie die Energieeffizienzklasse A — der Abstand zum Erstplatzierten beträgt neun kWh je 100 Zyklen oder rund 24 Prozent, ohne dass sich der Buchstabe auf dem Label ändert. Die Schleudereffizienzklasse ist B, die Luftschallemissionsklasse ebenfalls B bei 74 dB(A) im Schleudergang. Im eco-Programm schleudert die Maschine mit 1351 U/min, maximal sind 1400 U/min möglich. Das Handbuch weist für eco 40-60 bei voller Beladung 0,790 kWh und 52,0 Liter über 3:25 Stunden aus, bei halber Beladung 0,420 kWh und 42,0 Liter über 2:40 Stunden und bei Viertelbeladung 0,165 kWh und 33,0 Liter über 2:35 Stunden. Genau an dieser Staffelung setzt das Verkaufsargument an: Die ProSense-Mengenautomatik wiegt die Beladung und passt Zeit, Wasser und Energie an; AEG beziffert die Ersparnis mit bis zu 30 Prozent. Von voller auf Viertelbeladung fällt der Verbrauch im Datenblatt auf ein Fünftel des Energie- und knapp zwei Drittel des Wasserwerts — wer regelmäßig kleine Posten wäscht, holt hier real mehr heraus als über die Differenz im Labelwert. Weiter an Bord: Inverter-Motor mit zehn Jahren Motorgarantie, Anti-Allergie-Programm mit Dampfphase und zusätzlichem Spülgang, AEG Schontrommel, Startzeitvorwahl, Nachlegefunktion und Vollwasserschutz. Das Gehäuse misst 59,6 cm in der Breite bei 57,7 cm Tiefe und 84,7 cm Höhe.
Einordnung
Der Labelwert ist hier der schwächste, die Praxis kann anders aussehen: Die Labelzahl entsteht aus einer gewichteten Kombination aus Voll- und Teilbefüllung, und genau in der Teilbefüllung spielt ProSense seine Stärke aus. Wer die Trommel aber ohnehin immer voll macht, hat von der Automatik wenig und zahlt den höchsten kWh-Wert im Feld.
Haushalte, die häufig kleine bis mittlere Posten waschen und nicht auf eine volle Trommel warten wollen.
Wer immer voll belädt und nur auf den kWh-Wert schaut — dann ist der Bauknecht B6R 88 SILENCE bei gleichem Preis die sparsamere Wahl.
Vorteile
- ProSense-Mengenautomatik, bis zu 30 % Ersparnis laut Hersteller
- Verbrauch fällt bei Viertelbeladung auf 0,165 kWh und 33 Liter
- Anti-Allergie-Programm mit Dampfphase und Extraspülgang
- Inverter-Motor mit zehn Jahren Motorgarantie
- AEG Schontrommel, Nachlegefunktion, Vollwasserschutz
- 43 Liter je Zyklus — zweitniedrigster Wasserwert im Feld
Nachteile
- Höchster Energieverbrauch im Vergleich (47 kWh / 100 Zyklen)
- Energieeffizienzindex nah an der A-Grenze
- 74 dB(A) im Schleudergang, Geräuschklasse B
- Kein Auffrischprogramm mit Dampf ohne Waschgang
Mengenautomatik und Motor: was der Hersteller sagt
Beladungsanpassung: ProSense. Als einziger Hersteller im Feld führt AEG die Mengenautomatik im Produkttitel und beschreibt sie in der Merkmalsliste als smarte Beladungserkennung, die Zeit und Wasser anpasst. Die beworbene Ersparnis von bis zu 30 Prozent ist eine Herstellerangabe ohne offengelegte Messbedingung.
Antrieb: Inverter-Motor. AEG nennt ihn leise und langlebig und unterlegt das mit zehn Jahren Motorgarantie. Eine Bauart oder Leistungsangabe zum Motor führt die Produktseite nicht.
Was davon belegt ist: Hier lässt sich am meisten prüfen — und das Ergebnis fällt zwiespältig aus. Die Teillastwerte im Handbuch belegen die Wirkung: 0,790 kWh und 52 Liter bei voller Beladung, 0,420 kWh und 42 Liter bei halber, 0,165 kWh und 33 Liter bei Viertelbeladung. Zugleich hat dieses Gerät mit 47 kWh je 100 Zyklen den höchsten Labelwert des Feldes — und dieser Labelwert enthält die Teillast bereits. Die Automatik gleicht die schwächere Grundeffizienz also nicht aus.
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Was auf dem Label steht — und warum es nicht Ihr Alltagsverbrauch ist
Die große Zahl auf dem Energielabel ist kein Verbrauch je Waschgang. Anhang III der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2014 schreibt vor, dass dort der Energieverbrauch für 100 Betriebszyklen in Kilowattstunden, auf die nächste ganze Zahl gerundet, anzugeben ist. Wer diese Zahl für den Verbrauch eines einzelnen Waschgangs hält, verrechnet sich um den Faktor hundert. Der Grund für die Darstellung ist praktischer Natur: Ein einzelner Waschgang liegt bei einer halben Kilowattstunde, und eine Zahl wie 0,49 lässt sich auf einem Label schlechter vergleichen als 49.
Der zweite und wichtigere Punkt: Der Labelwert ist ein gewichteter Mittelwert. Artikel 2 Nummer 13 der Verordnung definiert den gewichteten Energieverbrauch als „den gewichteten Durchschnitt des Energieverbrauchs des Waschzyklus einer Haushaltswaschmaschine […] für das Programm ‚eco 40-60‘ bei Nennkapazität sowie bei halber und einem Viertel der Nennkapazität“. Gemessen wird also dreimal — einmal mit voller Trommel, einmal mit halber und einmal mit einer Viertelfüllung — und aus diesen drei Messungen entsteht ein einziger Wert. Eine reine Volllastmessung steht nirgends auf dem Label.
Damit ist die häufigste Enttäuschung erklärt. Wer seine Maschine grundsätzlich randvoll belädt, verbraucht je Waschgang mehr, als der Labelwert vermuten lässt — die Teilbeladungen ziehen den Durchschnitt nach unten. Wer dagegen ständig kleine Posten wäscht, verbraucht je Waschgang weniger als der Labelwert, je Kilogramm Wäsche aber deutlich mehr. Der Labelwert beschreibt einen unterstellten Mischbetrieb und nicht Ihre Gewohnheit. Die Zahlen aus den Handbüchern zeigen die Spreizung: Bei der AEG L6AMZ48FL Serie 6000 kostet ein voller 8-kg-Waschgang im eco 40-60 laut Herstellerunterlagen 0,790 kWh, ein halb beladener 0,420 kWh und ein zu einem Viertel beladener 0,165 kWh. Der Labelwert von 47 kWh je 100 Zyklen entspricht 0,47 kWh je Zyklus und liegt damit näher an der halben Beladung als an der vollen.
Und alle Werte beziehen sich auf ein einziges Programm. Artikel 2 Nummer 11 definiert „eco 40-60“ als „das Programm, mit dem nach Angaben des Lieferanten normal verschmutzte Baumwollwäsche, die als bei 40 °C oder 60 °C waschbar gekennzeichnet ist, zusammen in demselben Betriebszyklus gereinigt werden kann und auf das sich die Angaben auf dem Energielabel und dem Produktdatenblatt beziehen“. Der letzte Halbsatz ist der entscheidende: Kein anderes Programm dieser Maschine steht auf dem Label. Wer die Wäsche im Baumwollprogramm bei 60 °C fährt, hat mit den Labelwerten nichts mehr zu tun — dazu weiter unten die Zahlen.
So liest du das Label richtig
- Große Zahl in der Mitte: kWh je 100 Waschzyklen im eco 40-60. Durch hundert teilen ergibt den Wert je Waschgang — im Marktmittel 0,49 kWh.
- Wäschekorb-Symbol: Nennkapazität in Kilogramm. Nur bei gleicher Kapazität sind zwei Kilowattstundenwerte direkt vergleichbar.
- Uhr-Symbol: Dauer des eco-40-60-Programms bei voller Beladung. Marktmedian: 3:38 Stunden.
- Wasserhahn-Symbol: Liter je Betriebszyklus, ebenfalls gewichtet über volle, halbe und Viertelbeladung. Marktmedian: 46 Liter.
- T-Shirt mit Tropfen: Schleudereffizienzklasse von A bis G, bemessen an der Restfeuchte. A verlangt weniger als 45 Prozent, B liegt zwischen 45 und 54 Prozent.
- Lautsprecher-Symbol: Luftschallemission im Schleudergang in dB(A) plus Klasse — hier nur A bis D, nicht bis G. A bedeutet unter 73 dB.
- QR-Code oben rechts: Er führt direkt in die EPREL-Registrierung des Modells. Dort stehen dieselben Werte amtlich hinterlegt — und dort lohnt der Abgleich mit dem, was die Verkaufsseite behauptet.
A+++ gibt es seit dem 1. März 2021 nicht mehr
Wer heute nach einer Waschmaschine mit A+++ sucht, sucht nach einer abgeschafften Skala. Artikel 9 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2014 hat die Vorgängerverordnung (EU) Nr. 1061/2010 mit Wirkung zum 1. März 2021 aufgehoben. Seitdem gilt für neu in Verkehr gebrachte Haushaltswaschmaschinen ausschließlich die Skala von A bis G. Die Pluszeichen sind ersatzlos entfallen, und zwar nicht als Umbenennung, sondern als vollständige Neueichung.
Der Umstieg war eine Verschärfung, keine Umbeschriftung. Die alte Skala war an der Spitze überfüllt: Praktisch jedes verkaufte Gerät trug A+, A++ oder A+++, was den Zweck eines Labels — Unterscheidung — aufhob. Die neue Skala wurde so geeicht, dass die oberen Klassen zunächst leer blieben. Geräte, die vorher A+++ auf dem Karton hatten, fanden sich anschließend überwiegend in C oder D wieder. Ein A von 2019 und ein A von 2026 sind deshalb nicht dasselbe, und ein A+++ von 2019 ist schlechter als ein A von heute.
- Ältere Ratgeber sind unbrauchbar. Jede Kaufberatung, die A+++ als Bestwert führt, beschreibt einen Markt, den es seit fünf Jahren nicht mehr gibt. Das gilt auch für Vergleichstabellen, in denen kWh-Angaben ohne den Zusatz „je 100 Zyklen“ stehen — die alte Skala rechnete in Kilowattstunden je Jahr bei 220 Waschgängen.
- Restbestände dürfen das alte Label tragen. Geräte, die vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, mussten nicht neu gekennzeichnet werden. Wer ein Angebot mit A+++ findet, sollte das als Altersangabe lesen und nicht als Qualitätsmerkmal.
- Das eigene Altgerät lässt sich nicht umrechnen. Es gibt keine Formel, die A++ in eine neue Klasse übersetzt, weil sich mit der Skala auch das Messprogramm geändert hat: Die alte Verordnung maß Baumwolle 60 °C und 40 °C, die neue das eco 40-60. Wer wissen will, was die alte Maschine zieht, misst sie mit einem Zwischenstecker.
Interessant ist, wie schnell sich die Spitze wieder gefüllt hat. Fünf Jahre nach der Neueichung tragen 59,8 Prozent aller registrierten Modelle ein A — mit einem Median des Effizienzindex von 51,5 bei einer Grenze von 52. Das ist genau das Muster, das schon die alte Skala unbrauchbar gemacht hat, nur eine Runde später. Für die Kaufentscheidung heißt das: Der Buchstabe taugt heute nur noch als Ausschlusskriterium nach unten. Unterscheiden lässt sich allein über die Kilowattstundenzahl darunter — und die muss man auf gleiche Trommelgröße beziehen, sonst vergleicht man nichts.
Eco 40-60 läuft im Median 3:38 Stunden — und Klasse A kostet keine Minute davon
Die Laufzeit ist der häufigste Grund, das Sparprogramm nicht zu benutzen. Das Register zeigt, wie verbreitet das Problem ist: Über 22.136 ausgewertete Modelle liegt der Median der eco-40-60-Dauer bei 218 Minuten, also 3:38 Stunden. Das mittlere Viertel reicht von 207 bis 228 Minuten. 99,4 Prozent aller Modelle brauchen drei Stunden oder länger, 63,3 Prozent dreieinhalb Stunden oder länger. Ein Sparprogramm unter drei Stunden ist mit 0,6 Prozent der Einträge die absolute Ausnahme.
Der Grund liegt in der Physik, nicht im Marketing. Der größte Teil der Energie eines Waschgangs geht in das Aufheizen des Wassers. Wer Strom sparen will, heizt weniger — und muss die fehlende Temperatur durch Zeit ersetzen, damit das Waschmittel dieselbe Wirkung erreicht. Deshalb erreichen die Geräte im eco 40-60 gar keine 40 °C: Bei den fünf Geräten dieses Vergleichs liegt die tatsächliche Höchsttemperatur laut Datenblatt zwischen 33 und 35 °C. Das Programm heißt nicht so, weil es bei 40 °C wäscht, sondern weil es Wäsche reinigt, die für 40 bis 60 °C ausgezeichnet ist.
Der vermeintliche Zielkonflikt — und warum es keiner ist
Vergleicht man die Klassen unmittelbar miteinander, scheint sich ein klarer Zusammenhang zu zeigen: Klasse A wäscht im Median 3:40 Stunden, Klasse C 3:30, Klasse D 3:27 und Klasse E nur 3:25 Stunden. Daraus ließe sich der Schluss ziehen, dass Sparsamkeit mit Zeit erkauft wird — die sparsamsten Geräte wären die langsamsten. Diese Rechnung ist verbreitet, und sie ist falsch.
Der Fehler steckt in einer dritten Größe: der Trommelgröße. Klasse-A-Geräte sind im Median 9-Kilo-Maschinen, Klasse-E-Geräte 7-Kilo-Maschinen. Und die Programmdauer hängt an der Kapazität, weil eine größere Trommel mehr Wäsche zu bewegen und mehr Wasser zu bewältigen hat. Der scheinbare Zusammenhang zwischen Effizienz und Laufzeit ist also ein Größeneffekt. Trennt man den Datensatz nach Nennkapazität, löst er sich auf:
| Nennkapazität | Klasse A | Klasse B | Klasse C | Klasse D | Klasse E | A gegen E |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 6 kg | 3:18 | 3:15 | 3:17 | 3:17 | 3:18 | kein Unterschied |
| 7 kg | 3:28 | 3:28 | 3:25 | 3:27 | 3:25 | 3 min |
| 8 kg | 3:38 | 3:38 | 3:35 | 3:35 | 3:38 | kein Unterschied |
| 9 kg | 3:48 | 3:48 | 3:40 | 3:48 | 3:48 | kein Unterschied |
| 10 kg | 3:58 | 3:59 | 3:58 | 3:50 | 3:59 | 1 min |
Medianwerte der Programmdauer im eco 40-60 in Stunden und Minuten, je Zelle aus mindestens 37 Modellen berechnet. Grundlage sind 22.136 ausgewertete EPREL-Datensätze, Abruf vom 25.08.2026. Für die Klasse A allein liegen je Größenzeile zwischen 698 und 3.590 Modelle zugrunde.
Das Ergebnis ist eindeutig: Bei gleicher Trommelgröße kostet die bessere Energieklasse keine Zeit. Eine 8-Kilo-Maschine der Klasse A wäscht im Median 3:38 Stunden — eine 8-Kilo-Maschine der Klasse E ebenfalls 3:38 Stunden. Bei 9 Kilogramm stehen 3:48 gegen 3:48 Stunden, bei 6 Kilogramm 3:18 gegen 3:18. Die Unterschiede liegen im Bereich weniger Minuten und ohne erkennbare Richtung. Beim Verbrauch dagegen ist der Abstand riesig: Bei 8 Kilogramm braucht das A-Gerät 47, das E-Gerät 83 kWh je 100 Zyklen — fast das Doppelte, bei identischer Laufzeit.
Was tatsächlich die Laufzeit bestimmt, ist die Trommelgröße. Von 3:18 Stunden bei 6 Kilogramm bis 3:58 Stunden bei 10 Kilogramm sind es 40 Minuten Unterschied — und dieser Zusammenhang zieht sich sauber durch alle fünf Größen und alle Klassen. Wer die lange Laufzeit als Kaufkriterium ernst nimmt, sollte also nicht bei der Energieklasse ansetzen, sondern die Trommel nicht größer wählen als nötig. Das ist ohnehin die bessere Entscheidung: Eine halb beladene 10-Kilo-Maschine verschenkt ihren rechnerischen Vorteil sofort.
Teilbeladung verkürzt spürbar. Bei halber Beladung sinkt die Laufzeit beim Bauknecht B6R 88 SILENCE von 3:35 auf 2:48 Stunden, beim Bauknecht W Active 711 A auf 2:40 Stunden und bei der AEG L6AMZ48FL Serie 6000 ebenfalls auf 2:40 Stunden; bei Viertelbeladung liegen alle drei zwischen 2:25 und 2:35 Stunden. Wer die lange Laufzeit scheut, sollte deshalb nicht auf ein Kurzprogramm ausweichen — das spart Zeit, aber keine Energie —, sondern die Startzeitvorwahl nutzen. Alle fünf Geräte haben eine, die Bomann WA 7175.1 über 1 bis 24 Stunden.
Das Standardprogramm ist der wirklich teure Weg. Ein Blick in die Handbücher zeigt die Größenordnung: Bei der Siemens WG44B2040 iQ700 kostet Baumwolle 60 °C bei voller Beladung 1,950 kWh und 93,0 Liter, das eco 40-60 bei gleicher Beladung 0,718 kWh und 69,0 Liter. Bei der AEG L6AMZ48FL Serie 6000 stehen 2,450 kWh und 80,0 Liter für Baumwolle 95 °C gegen 0,790 kWh und 52,0 Liter im eco. Das ist beim Strom der Faktor zweieinhalb bis drei — ein weit größerer Hebel als jeder Unterschied zwischen den fünf Geräten dieses Vergleichs und größer als der Sprung von Klasse E auf Klasse A.
Die drei Werte neben dem Strom: Wasser, Restfeuchte und Geräusch
Wasser kostet mehr als Strom — das überrascht die meisten. Am wenigsten Wasser braucht im Feld die Bomann WA 7175.1 mit 42 Litern je Betriebszyklus, am meisten die Siemens WG44B2040 iQ700 mit 50 Litern; der Marktmedian liegt bei 46 Litern. In Euro sind das bei 160 Waschgängen und 5,00 € je Kubikmeter zwischen 34 € und 40 € im Jahr. In der Kostentabelle des ersten Abschnitts liegen die Wasserkosten bei jedem der fünf Geräte über den Stromkosten. Der Grund: Der Stromverbrauch ist in den vergangenen Jahren stärker gefallen als der Wasserverbrauch, und Frisch- und Abwasser zusammen kosten vielerorts rund fünf Euro je Kubikmeter.
Der Kapazitätseffekt kehrt die Rangfolge um. Die Literzahl auf dem Label gilt je Waschgang, nicht je Kilogramm Wäsche. Die Siemens WG44B2040 iQ700 braucht 50 Liter, wäscht dafür aber 9 Kilogramm — das sind 5,6 Liter je Kilogramm. Die Bomann WA 7175.1 kommt mit 42 Litern aus, fasst aber nur 7 Kilogramm, also 6,0 Liter je Kilogramm. Wer dieselbe Wäschemenge durchbringt, wäscht mit der größeren Trommel sparsamer — vorausgesetzt, er füllt sie. Genau das ist der Haken, und er gilt für Wasser und Strom gleichermaßen.
Bei der Restfeuchte gibt es im Markt praktisch nichts zu entscheiden. Die Schleudereffizienzklasse reicht nach Tabelle 3 der Verordnung von A bis G, bemessen an der Restfeuchte nach dem Schleudern: A verlangt unter 45 Prozent, B liegt zwischen 45 und 54 Prozent. Tatsächlich vergeben werden fast ausschließlich B und C — nur 5,8 Prozent der ausgewerteten Modelle erreichen ein A. Alle fünf Geräte dieses Vergleichs liegen bei B, mit 53,0 bis 53,9 Prozent Restfeuchte. Konkret heißt das: Nach dem Schleudern stecken in einer vollen 8-kg-Beladung noch rund 4,2 Liter Wasser, die anschließend an der Luft verdunsten oder vom Trockner herausgeholt werden müssen. Deshalb lohnt es sich, die Drehzahl nicht ohne Grund zu reduzieren — jede Stufe weniger verlagert Arbeit in den Trockner, und der ist beim Wasserentzug der deutlich teurere Weg.
Ein Detail, das viele übersehen: Die 1400 U/min auf dem Karton werden im eco-Programm nicht gefahren. Alle fünf Geräte hier geben 1400 U/min als Höchstdrehzahl an, schleudern im eco 40-60 aber langsamer — zwischen 1257 und 1351 U/min. Das ist kein Mangel, sondern Teil der Effizienzoptimierung: Höhere Drehzahlen kosten Strom und erzeugen Lärm. Wer die Wäsche auf der Leine trocknet, sollte trotzdem hoch schleudern; das kostet im Waschgang wenige Cent und spart Stunden Trockenzeit.
Das Geräusch wird auf dieser Seite nur eingeordnet. Die Luftschallemissionsklasse reicht nach Tabelle 4 nur von A bis D, mit A unter 73 dB. Im Feld erreichen die Siemens WG44B2040 iQ700 mit 70 dB(A) und der Bauknecht B6R 88 SILENCE mit 72 dB(A) ein A, die übrigen drei liegen mit 74 bis 76 dB(A) in Klasse B. Weil die Dezibelskala logarithmisch ist, bedeuten sechs Dezibel Abstand die vierfache Schallleistung — in einer hellhörigen Wohnung ist das der Unterschied zwischen „läuft nebenbei“ und „geht nicht nach 22 Uhr“. Wer nach diesem Kriterium auswählt statt nach dem Verbrauch, ist im Vergleich leiser Waschmaschinen besser aufgehoben; dort stehen die Geräuschwerte im Mittelpunkt statt am Rand.
Acht Stellschrauben, die mehr bringen als der Gerätewechsel
- 1. Eco 40-60 statt Baumwolle 60 °C: Laut Handbuch der Siemens WG44B2040 iQ700 0,718 statt 1,950 kWh je Waschgang. Bei 160 Waschgängen und 0,35 € je kWh sind das rund 69 € im Jahr — ein Vielfaches der Spannweite zwischen den fünf Geräten und mehr als der Sprung von Klasse E auf Klasse A einbringt.
- 2. Von 40 auf 30 Grad heruntergehen: Der größte Teil der Energie eines Waschgangs geht in das Aufheizen des Wassers. Das Umweltbundesamt beziffert die Ersparnis beim Schritt von 40 °C auf 30 °C mit über 35 Prozent Strom je Waschgang. Für normal verschmutzte Alltagswäsche reicht das aus; für Handtücher, Unterwäsche und alles, was hygienisch sauber sein muss, gilt das nicht. Das ist die einzige Stellschraube in dieser Liste, die noch mehr bringt als der Programmwechsel.
- 3. Trommel füllen — vor allem wegen des Wassers: Bei der AEG L6AMZ48FL Serie 6000 kostet eine volle 8-kg-Ladung 0,790 kWh und 52,0 Liter, zwei halbe Ladungen zusammen 0,840 kWh und 84,0 Liter. Bei der Bomann WA 7175.1 sind es 0,635 kWh und 55,0 Liter gegen 0,800 kWh und 70,0 Liter. Beim Wasser gewinnt die volle Ladung immer deutlich. Beim Strom liegt sie bei der Siemens WG44B2040 iQ700 sogar leicht hinten (0,718 gegen 2 × 0,316 kWh) — die 25 Liter Wasservorsprung gleichen das mehr als aus.
- 4. Mengenautomatik nutzen statt umgehen: Geräte wie die AEG L6AMZ48FL Serie 6000 mit ProSense oder der Bauknecht B6R 88 SILENCE mit Dynamic Intelligence wiegen die Beladung und passen Wasser und Zeit an. Voraussetzung ist, dass man das automatische Programm laufen lässt und nicht manuell überschreibt. Wichtig dabei: Die Nennkapazität gilt nur für Baumwolle. Das Umweltbundesamt empfiehlt, die Maschine bei Pflegeleicht nur zur Hälfte, bei Feinwäsche zu einem Viertel und bei Wolle zu einem Fünftel der maximalen Füllmenge zu beladen — wer eine 8-kg-Trommel mit acht Kilogramm Feinwäsche füllt, bekommt sie nicht sauber.
- 5. Vorwäsche weglassen: Das Handbuch der Siemens WG44B2040 iQ700 weist für Baumwolle 40 °C 1,120 kWh und 93,0 Liter aus, mit Vorwäsche 1,200 kWh und 101,0 Liter. Acht Liter und rund 0,08 kWh je Waschgang für einen Schritt, den moderne Waschmittel selten nötig machen.
- 6. Nicht ohne Grund langsamer schleudern: Bei 53 Prozent Restfeuchte bleiben nach dem Schleudern rund 4,2 Liter Wasser in 8 kg Wäsche. Jede reduzierte Schleuderstufe erhöht diesen Wert — und ein Trockner braucht für dieselbe Wassermenge ein Vielfaches der Energie.
- 7. Startzeitvorwahl statt Kurzprogramm: Alle fünf Geräte bieten eine Zeitvorwahl, die Bomann WA 7175.1 über 1 bis 24 Stunden. Die lange eco-Laufzeit stört nachts niemanden — vorausgesetzt, das Gerät steht nicht neben dem Schlafzimmer.
- 8. Flusenfilter regelmäßig leeren: Ein zugesetzter Filter verlängert das Abpumpen und damit die Programmdauer. Alle fünf Geräte haben eine zugängliche Fremdkörperfalle im Sockelbereich; die Reinigung dauert wenige Minuten.
Der Vergleich der Größenordnungen macht die Prioritäten deutlich: Der Wechsel vom Baumwollprogramm zum eco 40-60 spart rund 69 € im Jahr, das Absenken der Temperatur um zehn Grad noch einmal über ein Drittel des verbleibenden Verbrauchs. Der Unterschied zwischen der sparsamsten und der verbrauchsstärksten Maschine dieses Vergleichs liegt dagegen bei 7 € — und er kostet eine Neuanschaffung. Die beiden ersten Punkte dieser Liste sind sofort wirksam und kosten nichts. Nebenbei: In Deutschland werden nach Angaben des Umweltbundesamts jährlich rund 540.000 Tonnen Waschmittel verbraucht, umgerechnet etwa 6,5 Kilogramm je Einwohner. Auch bei der Dosierung liegt also ein Hebel, der mit der Energieklasse des Geräts nichts zu tun hat.
Lohnt der Austausch einer alten Maschine?
Gegen ein altes Gerät sieht die Rechnung anders aus — aber nicht so eindeutig, wie oft behauptet. Der Vergleich innerhalb der Klasse A bringt wenig; der Vergleich mit einem zehn bis fünfzehn Jahre alten Gerät bringt mehr. Der Grund ist die Skalenumstellung von 2021: Ein Gerät, das damals A+ trug, liegt auf der heutigen Skala im hinteren Bereich. Wie groß der Abstand höchstens sein kann, zeigt das Register: Zwischen dem sparsamsten und dem verbrauchsstärksten plausiblen Eintrag liegen 14 gegenüber 118 Kilowattstunden je 100 Zyklen, also der Faktor acht. Wer wissen will, wie viel die eigene Maschine tatsächlich zieht, misst sie mit einem Zwischenstecker-Strommessgerät über einen kompletten Waschgang — solche Geräte kosten unter 20 Euro und werden von vielen Stadtwerken und Verbraucherzentralen kostenlos verliehen.
Und was seit dem Sommer 2026 dazukommt: Verbraucher haben inzwischen ein Recht auf Reparatur. Die Stiftung Warentest hat im Testjahrgang 2025 erstmals geprüft, wie gut sich Waschmaschinen reparieren lassen, und berichtet von langen Wartezeiten auf Ersatzteile — teils kamen sie gar nicht. Wer den Anspruch geltend machen will, sollte also einplanen, dass die Praxis der Rechtslage hinterherhinkt. Im Register lässt sich immerhin die zugesagte Garantiedauer nachschlagen: 80,1 Prozent der Einträge nennen 24 Monate, nur 8,3 Prozent 36 Monate oder mehr.
Was dabei regelmäßig unterschlagen wird. Ein Neukauf ist ökologisch nicht automatisch die bessere Wahl. Das Umweltbundesamt rät für Waschmaschinen ausdrücklich, nach Möglichkeit zu reparieren statt neu zu kaufen, und begründet das damit, dass die Geräte dafür gemacht sind. Das deckt sich mit den Anforderungen der Verordnung (EU) 2019/2023: Sie verpflichtet die Hersteller, Motor und Motorkohlen, Kraftübertragung, Pumpen, Stoßdämpfer, Federn, Trommel und Lagerkreuz zehn Jahre nach dem letzten in Verkehr gebrachten Exemplar für fachlich kompetente Reparateure vorzuhalten. Eine defekte Pumpe oder ein verschlissenes Lager ist damit ein Reparaturfall, kein Kaufgrund. Der Energieunterschied, um den es in diesem Artikel geht, wiegt gegen den Herstellungsaufwand eines neuen Geräts nicht auf — und wie groß dieser Aufwand genau ist, lässt sich aus den EU-Datenblättern nicht beziffern, weil sie nur den Betrieb abbilden.
Die Faustregel für den Fall, dass ein Wechsel ansteht. Liegt der gemessene Verbrauch im Sparprogramm bei voller Beladung deutlich über einer Kilowattstunde, während die Geräte dieses Vergleichs zwischen 0,378 und 0,790 kWh brauchen, ist der Abstand groß genug, dass sich ein Wechsel rechnen kann — vor allem, wenn ohnehin eine größere Reparatur ansteht und die Kosten in die Nähe eines Neupreises geraten. Ein zweiter Punkt, der in reinen Verbrauchsrechnungen fehlt: Alte Zulaufschläuche und Dichtungen sind das häufigste Einfallstor für Wasserschäden. Drei der fünf Geräte hier nennen einen Wasserschutz ausdrücklich im Datenblatt — die Siemens WG44B2040 iQ700 mit aquaStop, die AEG L6AMZ48FL Serie 6000 mit Vollwasserschutz und die Bomann WA 7175.1 mit einer Wasserüberlaufsicherung.
Und was mit dem Altgerät passiert. Händler müssen große Elektroaltgeräte bei der Lieferung eines gleichartigen Neugeräts kostenlos zurücknehmen; Wertstoffhöfe und kommunale Sammelstellen nehmen sie ebenfalls gebührenfrei an. Eine funktionierende alte Maschine weiterzugeben statt sie zu verschrotten, verlängert ihre Nutzungsdauer und ist deshalb die Variante, die dem Reparaturvorrang am nächsten kommt. Wer vor der grundsätzlichen Kaufentscheidung steht und die Kriterien gebündelt sucht, findet sie in der Übersicht dazu, welche Waschmaschine die beste ist.
Quellen & weiterführende Informationen
- EPREL — Europäische Produktdatenbank für die Energieverbrauchskennzeichnung — amtliches Register, in dem jeder Lieferant die Datenblattwerte jedes Modells hinterlegen muss. Grundlage sämtlicher Marktzahlen dieses Artikels: 23.216 registrierte Modelle als exakte Registerzählung, 22.136 davon in der Auswertung der Verteilungskennzahlen. Abruf vom 25.08.2026. Auch die Registrierung jedes der fünf Geräte wurde dort einzeln nachgeschlagen.
- Delegierte Verordnung (EU) 2019/2014, Volltext — Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltswaschmaschinen. Liefert die Legaldefinition des Programms eco 40-60 (Artikel 2 Nummer 11), die Definition des gewichteten Energieverbrauchs als Durchschnitt aus voller, halber und Viertelbeladung (Artikel 2 Nummer 13), die Angabe je 100 Betriebszyklen (Anhang III), die Klassengrenzen des Effizienzindex (Anhang II, Tabelle 1: A unter 52), die Schleudereffizienzklassen A bis G nach Restfeuchte (Tabelle 3), die Luftschallemissionsklassen A bis D (Tabelle 4) und die Aufhebung der Vorgängerverordnung zum 1. März 2021 (Artikel 9).
- Umweltbundesamt — Wäsche waschen und Waschmittel — belegt die Ersparnis von über 35 Prozent Strom je Waschgang beim Schritt von 40 °C auf 30 °C, die Beladungsempfehlungen für Pflegeleicht, Feinwäsche und Wolle sowie den jährlichen Waschmittelverbrauch von rund 540.000 Tonnen beziehungsweise 6,5 Kilogramm je Einwohner in Deutschland.
- Umweltbundesamt — Waschmaschine: bei Kauf und Nutzung auf Energieeffizienz achten — Grundlage des Abschnitts zum Altgerät. Das Amt rät ausdrücklich, nach Möglichkeit zu reparieren statt neu zu kaufen, und weist Kurzprogramme als zeitsparend, nicht als energiesparend aus.
- Stiftung Warentest — Waschmaschinen im Vergleich — Untersuchung vom 23. Oktober 2025 mit 38 Modellen. Frei zugänglich ist der Befund, dass die Betriebskosten über zehn Jahre gerechnet wurden und zwischen dem umweltfreundlichsten und dem energiehungrigsten Gerät mehr als 400 Euro auseinanderliegen; im Testjahrgang 2025 wurde erstmals auch die Reparierbarkeit geprüft. Die Ergebnistabellen sind kostenpflichtig; Noten werden hier deshalb nicht wiedergegeben. Die Datenbank führt unter der Marke Bauknecht die Bezeichnung B6R 88E SILENCE DE.
- Verbraucherzentrale — beim Kauf einer Waschmaschine an den Stromverbrauch denken — ordnet die Skalenumstellung von 2021 ein und nennt als Orientierung, dass sehr sparsame Geräte unter 50 Kilowattstunden je 100 Waschgänge bleiben. Diese Schwelle deckt sich mit dem hier ermittelten Marktmedian von 49 Kilowattstunden.
- Produktdatenblätter und Bedienungsanleitungen der Hersteller Bauknecht, Siemens, AEG und Bomann als technische Dokumente — Quelle der Verbrauchswerte bei Teilbeladung und der Vergleichswerte für Baumwollprogramme, die auf dem Label nicht stehen. Abgleich vom 25.08.2026.
- Amazon-Produktseiten der fünf Modelle: Sternebewertung, Rezensionszahl, Datenfelder und Bestellbarkeit, einzeln abgerufen am 25.08.2026.
Fazit. Eine Waschmaschine verbraucht im Marktmittel 0,49 Kilowattstunden je Waschgang; bei drei Waschgängen pro Woche sind das rund 27 € Stromkosten im Jahr, und das Wasser kostet mehr. Die Energieklasse taugt zur Auswahl nur noch begrenzt, weil 59,8 Prozent aller registrierten Modelle ein A tragen und die Mehrheit davon knapp unter der Klassengrenze liegt. Wer unterscheiden will, muss die Kilowattstundenzahl gegen den Median seiner Trommelgröße halten. Was dagegen kein Argument ist: die Waschdauer. Bei gleicher Nennkapazität wäscht ein Klasse-A-Gerät genauso lange wie ein Klasse-E-Gerät — die Sparsamkeit kostet keine Minute. Für die fünf Geräte dieses Vergleichs heißt das: Sie liegen alle im besseren Drittel des Marktes und trennen sich um 7 € Betriebskosten im Jahr. Die Entscheidung fällt deshalb über Kapazität, Bautiefe, Geräusch und Ausstattung.
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