
Der Buchstabe, der auf dem Etikett steht und im Angebot fehlt
Ein Fernseher trägt nicht eine Effizienzklasse, sondern zwei. Anhang III der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2013 zählt auf, was auf dem Etikett stehen muss, und die Liste nennt unter Ziffer V und Ziffer VII zwei getrennte Klassen: eine, die aus der gemessenen Leistung bei normalem Bildbereich folgt, und eine zweite, die aus der gemessenen Leistung bei hohem Dynamikumfang folgt. Direkt daneben stehen unter Ziffer VI und Ziffer VIII zwei Verbrauchswerte, jeweils in Kilowattstunden je 1.000 Betriebsstunden und auf die nächste ganze Zahl gerundet. Der Erwägungsgrund 10 derselben Verordnung sagt, warum: die Wiedergabe mit hohem Dynamikumfang könne zu einem anderen Energieverbrauch führen, was eine getrennte Angabe nahelege.
Diese Seite ist um genau diese zweite Zahl herum gebaut. Sie ist die einzige Größe an einem Fernseher der Einstiegsklasse, die amtlich erhoben, für jedes einzelne Modell hinterlegt und trotzdem in fast keinem Angebot zu finden ist. Wer überwiegend Material aus Streamingdiensten sieht, sieht überwiegend Material mit hohem Dynamikumfang — und betreibt sein Gerät damit dauerhaft in der Klasse, die im Angebot nicht steht.
Fünf Fernseher wurden am 6. September 2026 dafür herangezogen, alle mit 50 Zoll Bilddiagonale. Bei allen fünf steht die Klasse für den normalen Bildbereich im Angebot. Bei keinem einzigen steht die Klasse für den hohen Dynamikumfang dort. Zwei Angebote nennen zusätzlich einen Kilowattstundenwert, und beide versehen ihn mit der falschen Einheit. Wer wissen will, wie die beiden Werte an größeren Diagonalen auseinanderlaufen, findet die Rechnung auf der Seite zu Fernsehern mit 65 Zoll in derselben Systematik wieder.
Fünf Fernseher, eine Diagonale, zwei Klassen je Eintrag
Die Tabelle zeigt vorn nur, worum es geht: die beiden Klassen und die beiden Verbrauchswerte aus der EU-Produktdatenbank, dazu die Kennung, unter der das Gerät verkauft wird. Alles andere kommt später. Die letzte Spalte nennt das Verhältnis der beiden Verbrauchswerte zueinander — sie ist die eigentliche Aussage dieser Seite.
| Modell | Register | Klasse normal | Klasse hoher Umfang | kWh je 1.000 h | Verhältnis | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Toshiba 50UV3463DAW | EPREL 1787701 | E | G | 54 gegen 104 | 1,93 | Angebot ansehen |
| JVC LT-50VRQ3555 | EPREL 2420204 | E | G | 54 gegen 104 | 1,93 | Angebot ansehen |
| TCL 50T6C | EPREL 2236729 und acht weitere | F | G | 60 oder 63 gegen 90 oder 95 | 1,50 bis 1,51 | Angebot ansehen |
| MEDION MD 850401 | EPREL 2569477 | E | E | 53 gegen 54 | 1,02 | Angebot ansehen |
| CHiQ U50QST | EPREL 2358807 | E | E | 54 gegen 54 | 1,00 | Angebot ansehen |
Zwei der fünf haben keinen Abstand: bei ihnen lauten beide Klassen gleich, und der Verbrauch steigt um eine Kilowattstunde oder gar nicht. Drei haben einen Abstand von zwei Klassenstufen oder einem Verbrauchsverhältnis um 1,5. Die beiden Einträge mit dem größten Abstand sind ausgerechnet jene, die im Angebot eine Zahl nennen — nämlich die kleinere der beiden.
Woran diese Seite ihren Zuschnitt festmacht
Günstig ist keine Eigenschaft eines Fernsehers. Es ist eine Aussage über den Betrag an einem bestimmten Tag, und dieser Betrag ändert sich wöchentlich. Beträge stehen auf dieser Seite deshalb ausschließlich im strukturierten Datenfeld je Eintrag und in keinem einzigen Satz des Fließtextes. Wer die Auswahl über eine feste Obergrenze sucht, findet sie in der Nachbarseite zu Fernsehern mit klarer Preisobergrenze; dort ist die Grenze der Zuschnitt, hier ist sie es nicht.
Statt eines Betrages zieht diese Seite die Grenze am Gerät selbst, und zwar an drei Merkmalen, die sich ohne Preisschild prüfen lassen. Erstens die Bilddiagonale: alle fünf haben 50 Zoll, also nach Registereintrag 126 Zentimeter sichtbare Diagonale. Das ist keine Willkür, sondern Voraussetzung. Der Verbrauch eines Bildschirms hängt an seiner Fläche; wer zwei Diagonalen vergleicht, vergleicht keine Effizienz. Zweitens die Bildwiederholrate: alle fünf sind im Register mit 50 oder 60 Hertz eingetragen, keiner mit 100 oder mehr. Drittens die Paneltechnik: alle fünf sind hinterleuchtete Flüssigkristallanzeigen, keiner ist selbstleuchtend.
Dass diese drei Merkmale den Einstieg beschreiben und nicht willkürlich gewählt sind, lässt sich am Bestand selbst zeigen. Bei der Paneltechnik führt die Datenbank 11.627 Einträge als hinterleuchtete Flüssigkristallanzeige, 5.153 als schlichte Flüssigkristallanzeige und 2.840 mit Quantenpunktschicht; selbstleuchtende Bildschirme kommen auf 1.387, also auf 6,5 Prozent des Bestandes. Bei der Bildwiederholrate stehen 9.268 Einträge auf 60 und 7.739 auf 50 Hertz — zusammen 79,8 Prozent. Alles darüber, von 100 über 120 bis 165 Hertz, macht zusammen weniger als ein Fünftel aus. Wer also 50 oder 60 Hertz und eine hinterleuchtete Anzeige als Grenze setzt, beschreibt damit vier von fünf angemeldeten Fernsehern und keine Nische.
Was diese Grenze ausdrücklich nicht ist: eine Grenze über die Effizienzklasse. Von 21.316 veröffentlichten Fernseheinträgen der Datenbank stehen 20.323 in den Klassen E, F oder G, also 95,3 Prozent. In den Klassen A bis D stehen zusammen 993 Einträge, keine 5 Prozent. Der Buchstabe trennt die Preisklassen nicht — er trennt fast nichts. Wer die Einstiegsklasse an einem schlechten Buchstaben erkennen will, erkennt damit praktisch den ganzen Markt.
Was 17.028 Registereinträge über den Abstand der beiden Klassen sagen
Die Produktgruppe für Fernseher heißt in der EU-Produktdatenbank elektronische Anzeigegeräte und ist der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2013 zugeordnet. Die Schnittstelle meldete am Prüftag 24.719 Treffer für die Kategorie Fernsehgerät. Zwei vollständige Durchläufe derselben Abfrage ergaben 21.316 und 21.327 verschiedene Registriernummern; verwendet wird hier nur die Schnittmenge von 21.316. Die gemeldete Trefferzahl liegt also 16,0 Prozent über der Zahl der tatsächlich verschiedenen Einträge — eine Eigenart, die man kennen muss, bevor man mit solchen Zahlen argumentiert.
Von diesen 21.316 Einträgen tragen 17.028 überhaupt eine zweite Klasse, also 79,9 Prozent; bei den übrigen 4.288 steht an dieser Stelle der Vermerk, dass keine Angabe vorliegt. Und nun die Verteilung, auf die es ankommt. Bei 6.608 Einträgen lauten beide Klassen gleich, das sind 38,8 Prozent. Bei 4.656 ist die zweite eine Stufe schlechter, bei 4.874 zwei Stufen, bei 668 drei Stufen und bei 106 sogar vier bis sechs. Nur 116 Einträge, 0,7 Prozent, sind im hohen Dynamikumfang besser eingestuft als im normalen Bildbereich. Zusammengerechnet: bei drei von fünf Fernsehern mit hinterlegter zweiter Klasse ist diese schlechter.
Die härteste Einzelzahl steht am Ende dieser Rechnung. 14.440 der 17.028 Einträge, also 84,8 Prozent, stehen im hohen Dynamikumfang in der schlechtesten Klasse der Skala. Beschränkt man die Auszählung auf die Diagonalen 43, 50 und 55 Zoll, bleiben 7.859 Einträge übrig, von denen 6.780 dort landen — 86,3 Prozent. Über die Verbrauchswerte gerechnet ergibt sich derselbe Befund in anderer Form: das Verhältnis der beiden Kilowattstundenwerte liegt im Median bei 1,57. Bei 56,8 Prozent der Einträge liegt es bei mindestens 1,5, bei 16,9 Prozent bei mindestens 2,0. Das Umweltbundesamt schreibt, der Betrieb mit hohem Dynamikumfang könne bis zu doppelt so viel Energie verbrauchen. Die Datenbank bestätigt die Obergrenze und liefert die Mitte gleich mit.
Was das in Jahresverbrauch übersetzt heißt, lässt sich ohne Annahme über Strompreise sagen, weil die Prüforganisation ihr eigenes Nutzungsprofil offenlegt: vier Stunden Betrieb am Tag, also rund 1.460 Betriebsstunden im Jahr. Aus 54 Kilowattstunden je 1.000 Stunden werden damit rund 79 im Jahr, aus 104 werden rund 152. Der Unterschied zwischen den beiden Betriebsarten beträgt bei diesen beiden Einträgen also rund 73 Kilowattstunden jährlich. Beim TCL sind es bei 63 gegen 95 rund 47, beim Medion bei 53 gegen 54 rund anderthalb und beim CHiQ null. Zwischen dem sparsamsten und dem verschwenderischsten Fall dieser fünf Geräte liegen im hohen Dynamikumfang gut 73 Kilowattstunden im Jahr — bei fünf Fernsehern derselben Diagonale, derselben Auflösung und derselben Bauart.
Fünf Registereinträge, einzeln nachgeschlagen
Toshiba 50UV3463DAW

Der Eintrag mit dem weitesten Abstand zwischen den beiden Klassen: im normalen Bildbereich Klasse E, im hohen Dynamikumfang Klasse G, zwei Stufen tiefer. Der Registrant ist nicht Toshiba, sondern Vestel Holland B. V.
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt die Klasse E an zwei Stellen, im Titel und im Etikettenfeld. Es nennt zusätzlich 54 Kilowattstunden und schreibt dazu die Einheit je Jahr. Der Registereintrag führt denselben Zahlenwert als Verbrauch je 1.000 Betriebsstunden.
Was die Unterlage sagt: Die Spezifikationstabelle des Markenauftritts führt einen eigenen Abschnitt zur Leistungsaufnahme mit genau drei Zeilen. Die Zeile zum Verbrauch in Bereitschaft ist leer, die beiden anderen nennen Netzspannung und Mobilbetrieb. Eine Effizienzklasse steht dort nicht.
Was davon nachprüfbar bleibt: Nachprüfbar bleibt: Klasse E im normalen Bildbereich, 54 Kilowattstunden je 1.000 Stunden dort, Klasse G und 104 Kilowattstunden im hohen Dynamikumfang, 50 Hertz Bildwiederholrate, sieben Jahre Ersatzteilfrist, keine zugesagte Herstellergarantie.
Spricht dafür: Zwei unabhängige Quellen nennen dieselbe Spitzenhelligkeit von 275 Candela je Quadratmeter, Angebot und Markenauftritt stimmen überein · Sieben Jahre Ersatzteilfrist und acht Jahre Softwareunterstützung stehen im Register und im Angebotsfeld gleichlautend · Die Kaufbox ist echt, der Lagerhinweis lautet auf Lager, die Kennung löst sich als die 50-Zoll-Ausführung auf
Spricht dagegen: Zwei Klassenstufen Abstand zwischen normalem Bildbereich und hohem Dynamikumfang, der größte Abstand dieser Auswahl · Das Register führt null Jahre zugesagte Herstellergarantie, das Angebot schreibt dazu gesetzliche Gewährleistung · Die Datentabelle nennt 50 Hertz und an anderer Stelle 120 Hertz für dasselbe Panel
- Paneltechnik laut Register: LCD, direkt hinterleuchtet
- Bildwiederholrate: 50 Hz laut Register
- Bediensystem laut Angebot: VIDAA
- Registrant: Registrant der Modellreihe ist laut Produktdatenbank die Vestel Holland B. V., die den Markennamen Toshiba für Fernsehgeräte in Europa führt.
- Anschrift im Register: Die im Register hinterlegte Kontaktanschrift lautet Parkring 6, 85748 Garching, Deutschland, Abteilung Product Management.
- Zugesagte Garantie: Der Registereintrag führt null Jahre zugesagte Garantie; das Angebotsfeld nennt an dieser Stelle die gesetzliche Gewährleistung.
- Ersatzteile und Unterlagen: Der Eintrag verweist auf die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013 und trägt die Registriernummer 1787701.
- Herkunft: Das Angebotsfeld zum Herkunftsland nennt die Türkei, was zum Registranten der Vestel-Gruppe passt.
- Gewicht: Das Angebot nennt 11,1 Kilogramm; dieselbe Tabelle führt 10,2 Kilogramm in einem Feld, das mit Höhe ohne Ständer beschriftet ist.
- Marktbereitstellung: Als Beginn der Marktbereitstellung ist im Register der 26. Januar 2024 hinterlegt, erste Veröffentlichung im März 2024.
- Erreichbarkeit: Als Kontakt hinterlegt sind die Rufnummer plus 49 89 55295 0 und die Adresse info at vestel-germany.de.
- Servicezeiten: Servicezeiten sind nicht angegeben, weder im Registereintrag noch auf der Modellseite des Markenauftritts.
- Unternehmensalter: Ein Gründungsjahr ist nicht angegeben, weil die Produktdatenbank kein solches Feld führt und der Markenauftritt keines nennt.
JVC LT-50VRQ3555

Ein anderer Markenname, eine andere Paneltechnik im Register, und trotzdem dieselben vier Zahlen wie beim Toshiba: 54 und 104 Kilowattstunden, Klasse E und Klasse G. Registrant ist wieder Vestel Holland B. V.
Was das Angebot sagt: Das Angebot führt die Klasse E im Etikettenfeld und nennt ebenfalls 54 Kilowattstunden mit der Einheit je Jahr. Bei der Bildwiederholrate steht an drei Stellen 120 Hertz, während der Registereintrag zu derselben Modellbezeichnung 50 Hertz führt.
Was die Unterlage sagt: Die beiliegende Anleitung enthält eine technische Tabelle. Sie nennt 135 Watt Leistungsaufnahme, weniger als 2 Watt im vernetzten Bereitschaftsbetrieb, 2 mal 10 Watt Tonleistung und 9,75 Kilogramm mit Standfuß. Eine Effizienzklasse und einen Kilowattstundenwert nennt sie nicht.
Was davon nachprüfbar bleibt: Nachprüfbar bleibt: Klasse E und 54 Kilowattstunden im normalen Bildbereich, Klasse G und 104 Kilowattstunden im hohen Dynamikumfang, 50 Hertz im Register gegen 120 Hertz im Angebot, sieben Jahre Ersatzteilfrist, keine zugesagte Herstellergarantie.
Spricht dafür: Die Anleitung nennt als einzige der fünf Unterlagen überhaupt einen Zahlenwert zur Leistungsaufnahme und dazu den Verbrauch im vernetzten Bereitschaftsbetrieb · Das Register führt QLED-LCD als Paneltechnik, das Angebot ebenfalls; hier widersprechen sich die Quellen nicht · Sieben Jahre Ersatzteilfrist und acht Jahre Softwareunterstützung sind amtlich hinterlegt
Spricht dagegen: Die Bildwiederholrate im Angebot liegt um den Faktor 2,4 über dem Registerwert derselben Modellbezeichnung · Zwei Klassenstufen Abstand zwischen den beiden Betriebsarten, wie beim baugleich registrierten Toshiba · Null Jahre zugesagte Herstellergarantie im Register, und die Anleitung nennt weder Klasse noch Kilowattstundenwert
- Paneltechnik laut Register: QLED-LCD
- Bildwiederholrate: 50 Hz laut Register
- Bediensystem laut Angebot: Fire TV
- Registrant: Registrant ist laut Produktdatenbank die Vestel Holland B. V.; der Markenname JVC wird für Fernsehgeräte in Europa lizenziert geführt.
- Anschrift im Register: Die hinterlegte Kontaktanschrift ist mit der des Toshiba-Eintrags identisch: Parkring 6, 85748 Garching, Deutschland.
- Zugesagte Garantie: Das Register führt null Jahre zugesagte Garantie; das Angebotsfeld nennt an beiden Stellen die gesetzliche Gewährleistung.
- Ersatzteile und Unterlagen: Der Eintrag verweist auf die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013 und trägt die Registriernummer 2420204.
- Herkunft: Das Angebotsfeld zum Herkunftsland nennt die Türkei, wie beim zweiten Eintrag desselben Registranten.
- Gewicht: Das Angebot nennt 9,64 Kilogramm, die Anleitung 9,75 Kilogramm mit und 9,55 Kilogramm ohne Standfuß.
- Marktbereitstellung: Als Beginn der Marktbereitstellung ist der 27. August 2025 hinterlegt, erste Veröffentlichung Ende August 2025.
- Erreichbarkeit: Hinterlegt sind dieselbe Rufnummer plus 49 89 55295 0 und dieselbe Adresse info at vestel-germany.de wie beim Toshiba-Eintrag.
- Servicezeiten: Servicezeiten sind nicht angegeben; weder Register noch Anleitung nennen erreichbare Zeiten.
- Unternehmensalter: Ein Gründungsjahr ist nicht angegeben; das Register führt kein solches Feld, und ein frei zugänglicher Markenauftritt war am Prüftag nicht erreichbar.
TCL 50T6C

Die Modellbezeichnung 50T6C steht in der Datenbank neunmal, unter zwei verschiedenen Registranten und mit zwei verschiedenen Wertepaaren. Welcher der neun Einträge zu diesem Angebot gehört, lässt sich von außen nicht entscheiden.
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt die Klasse F im Titel und im Etikettenfeld. Einen Kilowattstundenwert nennt es nicht, weder für den normalen Bildbereich noch für den hohen Dynamikumfang.
Was die Unterlage sagt: Das beiliegende Dokument des Anbieters ist eine Rechtsauskunft zum Datenrecht und zu Diensten Dritter. Eine technische Tabelle mit Leistungsaufnahme, Klasse oder Kilowattstundenwert enthält es nicht.
Was davon nachprüfbar bleibt: Nachprüfbar bleibt: Klasse F im normalen Bildbereich, Klasse G im hohen Dynamikumfang, dazwischen je nach Registereintrag 60 gegen 90 oder 63 gegen 95 Kilowattstunden, 60 Hertz, acht Jahre Ersatzteilfrist, zwei Jahre zugesagte Garantie.
Spricht dafür: Zwei Jahre zugesagte Herstellergarantie und acht Jahre Ersatzteilfrist stehen übereinstimmend im Register und im Angebot · Die Klasse steht doppelt im Angebot, im Titel und im Etikettenfeld, und stimmt mit dem Registerwert überein · Der Abstand zwischen den beiden Betriebsarten ist mit rund dem Faktor 1,5 kleiner als bei den beiden Vestel-Einträgen
Spricht dagegen: Neun Registereinträge zu einer Modellbezeichnung, zwei Wertepaare, zwei Registranten: die Zuordnung ist von außen nicht auflösbar · Die Datentabelle nennt 5.1 Tonkanäle, obwohl das Modell ein Stereopaar trägt · Ein Feld für den Kontrast trägt den Wert Haut, ein französisches Wort in einer deutschen Tabelle
- Paneltechnik laut Register: LED-LCD
- Bildwiederholrate: 60 Hz laut Register
- Bediensystem laut Angebot: Fire TV
- Registrant: Registranten sind laut Datenbank die TCL Netherlands B. V. und, für zwei der neun Einträge, die TCL Operations Polska Sp. z o. o.
- Anschrift im Register: Hinterlegt ist Beursplein 37, World Trade Center, 5. Etage, 3011 AA Rotterdam, Niederlande.
- Zugesagte Garantie: Das Register führt zwei Jahre zugesagte Garantie, das Angebotsfeld nennt zwei Jahre Herstellergarantie.
- Ersatzteile und Unterlagen: Die Einträge verweisen auf die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013; der hier geführte trägt die Nummer 2236729.
- Herkunft: Das Angebotsfeld zum Herkunftsland nennt China.
- Gewicht: Ein Gewicht ist nicht angegeben; die Datentabelle des Angebots führt kein Gewichtsfeld, die Unterlage ebenfalls nicht.
- Marktbereitstellung: Als Beginn der Marktbereitstellung ist beim geführten Eintrag der 27. Februar 2025 hinterlegt.
- Erreichbarkeit: Hinterlegt sind die Rufnummer plus 31 10 2821257 und die Adresse nleee at tcl.com.
- Servicezeiten: Servicezeiten sind nicht angegeben; der Registereintrag führt nur Rufnummer und Adresse.
- Unternehmensalter: Ein Gründungsjahr ist nicht angegeben, weil die Produktdatenbank dieses Feld nicht führt.
MEDION MD 850401

Einer von zwei Einträgen dieser Auswahl, bei denen beide Klassen gleich lauten. Der Abstand zwischen den beiden Betriebsarten beträgt eine einzige Kilowattstunde je 1.000 Stunden.
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt die Klasse E im Etikettenfeld. Einen Kilowattstundenwert nennt es nicht. Zwei Modellnummern stehen nebeneinander, MD 850401 und X8502602; die Anleitung löst das auf, sie bezeichnen dasselbe Gerät.
Was die Unterlage sagt: Die Anleitung führt eine vollständige technische Tabelle je Baugröße. Für die 50-Zoll-Ausführung nennt sie höchstens 100 Watt Leistungsaufnahme, weniger als 0,50 Watt in Bereitschaft und höchstens 2,00 Watt im vernetzten Bereitschaftsbetrieb. Eine Effizienzklasse nennt sie nicht.
Was davon nachprüfbar bleibt: Nachprüfbar bleibt: Klasse E in beiden Betriebsarten, 53 gegen 54 Kilowattstunden je 1.000 Stunden, 60 Hertz, zwei Jahre zugesagte Garantie, Bildschirmdiagonale 125,7 Zentimeter laut Anleitung.
Spricht dafür: Beide Klassen lauten gleich; im hohen Dynamikumfang steigt der Verbrauch um eine Kilowattstunde je 1.000 Stunden · Die Anleitung nennt als einzige der fünf drei getrennte Leistungswerte für Betrieb, Bereitschaft und vernetzte Bereitschaft · Zwei Jahre zugesagte Garantie im Register, dasselbe im Angebotsfeld, dazu ein Servicezugang mit Anschrift in Deutschland
Spricht dagegen: Der gleiche Verbrauch in beiden Betriebsarten heißt auch, dass die Helligkeit im hohen Dynamikumfang praktisch nicht ansteigt · Ein Feld nennt 220 Volt als Batteriespannung, ein anderes eine Wandhalterungsnorm von 200 mal 300 Millimetern · Die Ersatzteilfrist steht nur im Register, nicht im Angebot
- Paneltechnik laut Register: LCD
- Bildwiederholrate: 60 Hz laut Register
- Bediensystem laut Angebot: Google TV
- Registrant: Registrant ist laut Produktdatenbank die MEDION AG, die zugleich als Marke geführt wird.
- Anschrift im Register: Hinterlegt ist Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Deutschland, Servicebereich Medion Service.
- Zugesagte Garantie: Das Register führt zwei Jahre zugesagte Garantie, das Angebotsfeld nennt eine zweijährige eingeschränkte Garantie.
- Ersatzteile und Unterlagen: Der Eintrag verweist auf die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013 und trägt die Registriernummer 2569477.
- Herkunft: Das Angebotsfeld zum Herkunftsland nennt China.
- Gewicht: Das Angebot nennt 8,1 Kilogramm; die Anleitung führt für diese Baugröße kein Gewicht.
- Marktbereitstellung: Als Beginn der Marktbereitstellung ist der 26. Juni 2026 hinterlegt, erste Veröffentlichung einen Tag zuvor.
- Erreichbarkeit: Hinterlegt sind die Rufnummer 0201 22099577 und die Adresse connect at medion.com.
- Servicezeiten: Servicezeiten sind nicht angegeben; der Eintrag verweist auf den Servicebereich des Markenauftritts.
- Unternehmensalter: Ein Gründungsjahr ist nicht angegeben; die Produktdatenbank führt kein solches Feld, und die Suchfunktion des Markenauftritts lieferte am Prüftag für jede Anfrage dieselbe Seite.
CHiQ U50QST

Der einzige Eintrag dieser Auswahl, bei dem beide Kilowattstundenwerte auf die Ziffer genau übereinstimmen. Das ist der Gegenbeweis zur Regel und zugleich ein Hinweis darauf, wie weit die Helligkeit hier im hohen Dynamikumfang steigt.
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt die Klasse E im Etikettenfeld. Der einzige Kilowattstundenwert auf der ganzen Seite gehört nicht zu diesem Fernseher, sondern zu einem Kühlgerät derselben Marke im Bilderstreifen weiter unten.
Was die Unterlage sagt: Das beiliegende Dokument des Anbieters ist eine Erklärung zum Datenrecht mit Anschrift in Prag. Eine technische Tabelle enthält es nicht, eine Effizienzklasse ebenso wenig.
Was davon nachprüfbar bleibt: Nachprüfbar bleibt: Klasse E in beiden Betriebsarten, zweimal 54 Kilowattstunden je 1.000 Stunden, 60 Hertz im Register, sieben Jahre Ersatzteilfrist im Register gegen zwei Jahre im Angebotsfeld.
Spricht dafür: Beide Klassen und beide Verbrauchswerte sind gleich; von allen fünf ist dieser Eintrag der einzige ohne Abstand · Das Register führt sieben Jahre Ersatzteilfrist und acht Jahre Softwareunterstützung, mehr als das Angebot behauptet · Die Tonkanäle sind als 2.0 angegeben und stimmen damit als einzige der fünf mit der tatsächlichen Bestückung überein
Spricht dagegen: Das Angebotsfeld zur Ersatzteilfrist nennt zwei Jahre, das Register sieben; das Angebot untertreibt den eigenen Eintrag · Die Datentabelle nennt 60 Hertz und an anderer Stelle 120, der Titel wirbt mit einem Verdopplungsverfahren · Das Tunerfeld nennt allein den Satellitenempfang, und ein Feld führt eine Batteriespannung von 28 Volt
- Paneltechnik laut Register: QLED-LCD
- Bildwiederholrate: 60 Hz laut Register
- Bediensystem laut Angebot: Google TV
- Registrant: Registrant ist laut Produktdatenbank die Changhong Europe Electric s. r. o., die den Markennamen CHiQ führt.
- Anschrift im Register: Hinterlegt ist Dělnická 213/12, 17000 Prag 7, Tschechien.
- Zugesagte Garantie: Das Register führt zwei Jahre zugesagte Garantie, das Angebotsfeld nennt zwei Jahre Herstellergarantie.
- Ersatzteile und Unterlagen: Der Eintrag verweist auf die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013 und trägt die Registriernummer 2358807.
- Herkunft: Das Angebotsfeld zum Herkunftsland nennt China.
- Gewicht: Das Angebot nennt 8,3 Kilogramm und führt denselben Wert zusätzlich in einem Feld, das mit Höhe ohne Ständer beschriftet ist.
- Marktbereitstellung: Als Beginn der Marktbereitstellung ist der 10. Juli 2025 hinterlegt, erste Veröffentlichung im September 2025.
- Erreichbarkeit: Hinterlegt sind die Rufnummer plus 420 322321411 und die Adresse info at changhong.cz.
- Servicezeiten: Servicezeiten sind nicht angegeben; der Eintrag verweist auf den Markenauftritt.
- Unternehmensalter: Ein Gründungsjahr ist nicht angegeben, weil die Produktdatenbank dieses Feld nicht führt.
Drei Markennamen, ein Registrant, dieselben Zahlen
Zwei der fünf Einträge werden von derselben Stelle angemeldet: Toshiba und JVC stehen in der Datenbank beide unter der Vestel Holland B. V., mit derselben Kontaktanschrift in Garching, derselben Rufnummer und derselben Adresse für Rückfragen. Der dritte Markenname, der in diese Reihe gehört, ist Telefunken; der zugehörige 50-Zoll-Eintrag trägt dieselbe Anschrift und dieselben Werte, war am Prüftag aber nicht mehr kaufbar und steht deshalb nicht in der Auswahl.
Die Zahlen dieser Einträge sind nicht ähnlich, sie sind gleich: 54 Kilowattstunden je 1.000 Stunden im normalen Bildbereich, 104 im hohen Dynamikumfang, Klasse E gegen Klasse G, 50 Hertz, 0,5 Watt in Bereitschaft, 2 Watt im vernetzten Bereitschaftsbetrieb, sieben Jahre Ersatzteilfrist, acht Jahre Softwareunterstützung und null Jahre zugesagte Garantie. Der Registereintrag zum JVC nennt als Paneltechnik QLED-LCD, der zum Toshiba schlichtes LCD — es ist der einzige Unterschied zwischen beiden Datensätzen, und am Verbrauch ändert er nichts.
Das ist der Punkt, an dem die Erzählung von der japanischen Traditionsmarke und der deutschen Kultmarke sachlich endet. Beide Herkunftsfelder der Angebote nennen die Türkei. Beide Garantiefelder nennen die gesetzliche Gewährleistung, und das Register bestätigt das mit einer glatten Null. Die drei Einträge mit einer zugesagten Zweijahresgarantie sind TCL, Medion und CHiQ — also ausgerechnet jene, deren Markenname im deutschen Handel den geringsten Klang hat, und darunter der einzige Registrant mit Anschrift in Deutschland. Wer Marken nach Tradition sortiert, sortiert an dieser Stelle in die falsche Richtung.
Ein Blick auf den ganzen Bestand ordnet das ein. Von den 21.316 Einträgen führen 10.253 zwei Jahre zugesagte Garantie, 2.990 ein Jahr, 923 drei Jahre — und 3.926 tragen an dieser Stelle eine Null. Null Jahre ist also kein Ausreißer, sondern die zweithäufigste Angabe überhaupt. Bei der Ersatzteilfrist sieht es besser aus: 11.504 Einträge nennen sieben Jahre, 4.517 sogar acht, und bei der Frist für Softwareaktualisierungen stehen 14.991 auf acht Jahren. Die Pflichtangaben, die aus der Ökodesign-Verordnung folgen, werden also weitgehend erfüllt; die freiwillige Zusage darüber hinaus ist das, woran sich die Anbieter unterscheiden. Genau diese freiwillige Zusage steht bei den beiden Einträgen desselben Registranten auf null.
Was die Ökodesign-Grenze fordert und was sie offenlässt
Neben dem Etikett gibt es eine zweite Vorschrift, die Verordnung (EU) 2019/2021. Ihr Anhang II setzt Obergrenzen für den Effizienzindex: seit dem 1. März 2021 höchstens 1,1 und seit dem 1. März 2023 höchstens 0,9 für Anzeigegeräte mit einer Auflösung oberhalb der hochauflösenden und bis einschließlich der vierfach hochauflösenden. Für Geräte mit geringerer Auflösung liegt die Grenze seit demselben Datum bei 0,75.
Zwei Dinge daran werden regelmäßig falsch wiedergegeben. Das erste steht im Anhang selbst, im Satz, der die Größen erklärt: die gemessene Leistung ist ausdrücklich die im normalen Bildbereich. Die Ökodesign-Grenze bezieht sich damit auf genau den einen der beiden Werte, den die Angebote ohnehin nennen. Für den Verbrauch im hohen Dynamikumfang verlangt sie nichts. Ein Fernseher darf in dieser Betriebsart dauerhaft in der schlechtesten Klasse stehen und bleibt einwandfrei zulässig — und 84,8 Prozent der Einträge mit zweiter Klasse tun genau das.
Das zweite betrifft die verbreitete Behauptung, seit März 2023 dürften Geräte der schlechtesten Klasse nicht mehr verkauft werden. Das trifft so nicht zu, und die Datenbank widerlegt es unmittelbar: 1.551 Einträge tragen im normalen Bildbereich die schlechteste Klasse und zugleich einen Beginn der Marktbereitstellung am oder nach dem 1. März 2023, davon 1.535 mit einer Auflösung oberhalb der hochauflösenden. Der Grund ist eine Kante zwischen zwei Texten: die Ökodesign-Grenze lautet höchstens 0,9, und die Klassentabelle des Etiketts beginnt die schlechteste Klasse bei 0,9. Ein Gerät genau auf der Grenze ist zulässig und trägt trotzdem den letzten Buchstaben.
Angebot, Anleitung und Register fallen auseinander
Beim Abgleich der drei Quellen blieben 23 Stellen übrig, an denen sich die Angaben widersprechen. Die schwerste betrifft direkt die Zahl, um die es hier geht. Zwei Angebote nennen einen Kilowattstundenwert, und beide schreiben dazu, es handle sich um einen Jahresverbrauch. Der Zahlenwert stimmt mit dem Registereintrag überein — nur ist er dort der Verbrauch je 1.000 Betriebsstunden. Nach dem Nutzungsprofil, das die Prüforganisation ihrer eigenen Bewertung zugrunde legt, kommt ein Haushalt auf rund 1.460 Betriebsstunden im Jahr. Aus 54 werden damit rund 79 Kilowattstunden, und im hohen Dynamikumfang aus 104 rund 152. Der genannte Wert unterschreitet den tatsächlichen Jahresverbrauch also selbst im günstigsten Fall um fast ein Drittel.
Die zweite Gruppe betrifft die Bildwiederholrate. Der Registereintrag zum JVC führt 50 Hertz, das Angebot nennt an drei Stellen 120. Die Datentabelle des Toshiba nennt 50 Hertz und in einem zweiten Feld 120. Beim CHiQ stehen 60 und 120 nebeneinander, und der Titel wirbt mit einem Verfahren, das die Ansteuerung verdoppelt, nicht das Panel. Ein Kaufinteressent, der Bewegungsschärfe sucht, findet in diesen Tabellen keine belastbare Zahl; er findet sie im Register. Was 100 Hertz und mehr im Alltag wirklich austragen, ist auf der Seite zu Fernsehern mit hoher Bildwiederholrate gesondert behandelt.
Die dritte Gruppe ist die kuriose. Drei der fünf Datentabellen führen 5.1 Tonkanäle, obwohl der Markenauftritt beziehungsweise die Anleitung desselben Geräts ein Stereopaar mit 2 mal 10 Watt beschreibt und beim Toshiba ausdrücklich vermerkt, dass kein interner Tieftöner verbaut ist. Ein Angebot nennt 220 Volt als Batteriespannung, ein anderes 28 Volt. Ein Kontrastfeld trägt statt eines Wertes ein französisches Wort. Ein Angebot beziffert die Ersatzteilfrist auf zwei Jahre, während das eigene Register sieben führt — eine Untertreibung zu Lasten des Anbieters, aber eben auch eine Abweichung. Und die einzige Kilowattstundenangabe auf einer der fünf Seiten gehört einem Kühlgerät derselben Marke im Empfehlungsstreifen, nicht dem Fernseher.
Was in keiner der fünf Unterlagen steht: eine Effizienzklasse oder ein Verbrauchswert in Kilowattstunden. Die Anleitung des JVC nennt 135 Watt Anschlusswert, die des Medion höchstens 100 Watt sowie 0,50 und 2,00 Watt für die beiden Bereitschaftszustände. Die Spezifikationstabelle des Toshiba-Markenauftritts führt einen eigenen Abschnitt zur Leistungsaufnahme, dessen einzige einschlägige Zeile — der Verbrauch in Bereitschaft — leer geblieben ist. Die beiden übrigen Unterlagen sind Rechtsauskünfte zum Datenrecht ohne jede technische Tabelle.
Zwei Dinge sind an dieser Bilanz bemerkenswert. Erstens fällt der Widerspruch immer in dieselbe Richtung: Wo ein Angebot von der Unterlage abweicht, ist der Wert im Angebot der attraktivere — mehr Hertz, mehr Tonkanäle, weniger Kilowattstunden. Die einzige Ausnahme ist die zu kurz angegebene Ersatzteilfrist, und die ist ein schlichter Übertragungsfehler. Zweitens sind es nie die Herstellerunterlagen, die sich untereinander widersprechen; sie schweigen einfach. Der Widerspruch entsteht dort, wo aus dem Schweigen eine Zahl gemacht wird.
Was die Prüforganisation misst und was dabei ausgeblendet bleibt
Die Stiftung Warentest führt in ihrer laufenden Untersuchung 269 Fernseher, von denen 246 lieferbar sind. Das Qualitätsurteil setzt sich aus vier Teilnoten zusammen: Bild mit 45 Prozent, Handhabung mit 25 Prozent, Ton mit 20 Prozent und Stromverbrauch mit 10 Prozent. Das aktuelle Untersuchungsprogramm gilt für alle seit Juli 2026 veröffentlichten Geräte.
Für die Frage dieser Seite ist ein einziger Satz aus dem Prüfprogramm entscheidend. Die Leistungsaufnahme wird im Betrieb gemessen, und zwar bei optimierten Einstellungen für den Sehtest mit einem hochauflösenden Signal über die digitale Schnittstelle, dazu in Bereitschaft; bewertet wird dann über ein Nutzungsprofil von täglich vier Stunden Betrieb und zwanzig Stunden Bereitschaft, unter Berücksichtigung der Bildschirmgröße. Ein hochauflösendes Signal ist ein Signal im normalen Bildbereich. Der Verbrauch im hohen Dynamikumfang kommt in dieser Messung nicht vor.
Der hohe Dynamikumfang kommt in der Untersuchung durchaus vor — aber nur im Bild. Fünf Fachleute beurteilen bei entsprechend ausgewiesenen Fernsehern seinen Einfluss auf die Bildwirkung, und dieses Urteil geht in die Bildnote ein. Die Bewertungslogik trennt damit sauber zwischen dem, was der hohe Dynamikumfang bringt, und dem, was er kostet: das eine wird beurteilt, das andere wird nicht gemessen. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern die Folge einer Programmentscheidung, und es bedeutet für den Leser, dass eine gute Stromnote nichts über den zweiten Wert des Etiketts aussagt.
Diagonale und Sitzabstand: eine Empfehlung ohne Messgrundlage
Zum Verhältnis von Bilddiagonale und Sitzabstand kursieren viele Formeln. Belastbar auffindbar war am Prüftag genau eine Aussage einer Behörde: das Umweltbundesamt schreibt, die Bildschirmdiagonale solle nur halb so groß sein wie die Entfernung zum Gerät, weil sonst die Augen überanstrengt würden. Bei 2,50 Metern Abstand wären das 125 Zentimeter, also ziemlich genau die Diagonale der fünf hier geführten Fernseher.
Eine Norm dahinter ließ sich nicht belegen. Die Empfehlung nennt keine Messung, keine Studie und keinen Normbezug; sie steht in einem Abschnitt mit Alltagstipps. Die Normenreihe, die es für Fernsehgeräte tatsächlich gibt, regelt etwas anderes: DIN EN IEC 62087-3, in der deutschen Fassung von Februar 2024 als VDE 0868-103 geführt, beschreibt Messverfahren für die Leistungsaufnahme von Fernsehgeräten, Teil 2 derselben Reihe die dafür verwendeten Signale und Medien. Eine der Beschreibungen nennt ausdrücklich die Bestimmung der Leistungsaufnahme im Betrieb während der Anzeige von Videoinhalt mit hohem Dynamikumfang und statischen Metadaten. Es gibt also eine Norm — aber sie steht hinter der Zahl auf dem Etikett, nicht hinter der Sitzabstandsregel.
Praktisch heißt das zweierlei. Erstens: Die Sitzabstandsregel darf man als Orientierung nehmen, aber nicht als Grenzwert ausgeben. Zweitens hängt an der Diagonale sehr wohl etwas Messbares, nämlich der Verbrauch, weil der Effizienzindex die Fläche im Nenner trägt. Wer in derselben Sitzsituation zwei Größen erwägt, sollte den Vergleich am Register führen und nicht an der Faustformel. Für die nächstgrößere Stufe steht die Systematik auf der Seite zu Fernsehern mit 55 Zoll bereit.
Wofür diese fünf Fernseher nicht gebaut sind
Keiner der fünf Einträge trägt im Register mehr als 60 Hertz. Für Spielkonsolen mit verdoppelter Bildrate und für schnelle Sportbilder ist das die falsche Klasse, unabhängig davon, was die Datentabellen behaupten. Keiner der fünf ist selbstleuchtend; wer perfektes Schwarz sucht, sucht in einer anderen Bauart, und der Unterschied zwischen den Paneltechniken ist auf der Seite zu Quantenpunkt- und selbstleuchtenden Bildschirmen auseinandergelegt.
Auch beim Ton endet die Klasse früh. Zwei der Unterlagen nennen 2 mal 10 Watt, der Toshiba-Markenauftritt beschreibt nach unten abstrahlende Lautsprecher ohne internen Tieftöner. Ein Gehäuse von rund zwei Zentimetern Panelstärke bietet dafür kein Volumen, und keine Einstellung ändert daran etwas. Wer Dialoge in Filmen sicher verstehen will, löst das über ein separates Tongerät und nicht über die Auswahl unter diesen fünf.
Und schließlich: Wer viel Material mit hohem Dynamikumfang sieht, sollte bei drei dieser fünf wissen, worauf er sich einlässt. Der Aufschlag von 50 bis 93 Prozent auf den Verbrauch ist kein Fehler des Geräts, sondern die Folge davon, dass die Anzeige heller arbeitet. Er wird nur eben nirgends beziffert, wo man ihn beim Kauf sieht. Unsere Empfehlung geht deshalb an den Eintrag, bei dem beide Klassen gleich lauten und der zugleich die längste im Register hinterlegte Ersatzteilfrist trägt: den CHiQ U50QST. Das ist ausdrücklich keine Aussage über die Bildwirkung, sondern eine über die einzige Zahl, die für jedes dieser Geräte amtlich vorliegt.
Was im Register offenbleibt
Drei Lücken sind beim Nachschlagen geblieben, und sie gehören genannt. Die erste: Bei 4.288 der 21.316 Einträge steht überhaupt keine zweite Klasse, sondern der Vermerk, dass keine Angabe vorliegt. Ob diese Geräte den hohen Dynamikumfang nicht beherrschen oder ob die Angabe schlicht fehlt, lässt sich am Datensatz nicht entscheiden.
Die zweite: Die Modellbezeichnung 50T6C steht neunmal in der Datenbank, unter zwei Registranten und mit zwei verschiedenen Wertepaaren, 60 gegen 90 und 63 gegen 95 Kilowattstunden. Welcher dieser neun Datensätze zu dem Angebot gehört, das man vor sich hat, ist von außen nicht bestimmbar, weil weder Angebot noch Anleitung eine Registriernummer nennen. Das gilt allgemein: keines der fünf Angebote nennt eine Registriernummer. Das ist allerdings kein Verstoß — Anhang III listet für das Etikett einen Strichcode zum Abscannen, keine ausgeschriebene Nummer.
Die dritte: Das Feld zur automatischen Helligkeitsregelung steht bei allen fünf Einträgen auf Nein, und im Gesamtbestand nur bei 3.996 von 21.316 auf Ja, also bei 18,7 Prozent. Das Umweltbundesamt empfiehlt ausdrücklich, diese Regelung einzuschalten. Bei keinem der fünf hier geführten Fernseher ist sie so hinterlegt, dass sie den dafür vorgesehenen Abschlag von 10 Prozent auf die gemessene Leistung auslösen würde. Ob im Menü trotzdem eine Helligkeitsautomatik steckt, sagt der Datensatz nicht; er sagt nur, dass sie die Anforderungen des Anhangs nicht erfüllt.
Eine vierte Einschränkung betrifft diese Auswertung selbst. Die Seitenaufteilung der Schnittstelle ist nicht stabil: Zwei unmittelbar nacheinander ausgeführte, vollständige Durchläufe derselben Abfrage lieferten 21.316 und 21.327 verschiedene Registriernummern. Verwendet wurde deshalb nur, was in beiden Durchläufen stand. Wer mit einer einzelnen Auslesung arbeitet, bekommt jedes Mal eine leicht andere Zahl, und wer die von der Schnittstelle selbst gemeldete Trefferzahl übernimmt, liegt rund 16 Prozent zu hoch. Aus demselben Grund steht hier keine Aussage der Form, ein bestimmtes Modell sei nicht registriert: Ein unvollständiger Bestand beweist keine Abwesenheit. Jede Einzelzuordnung dieser Seite wurde stattdessen mit einer gezielten Abfrage nach der Modellbezeichnung noch einmal bestätigt.
Und schließlich die Diagonalenverteilung, die zeigt, wie eng der hier gewählte Ausschnitt am Markt liegt: Die häufigsten Größen im Bestand sind 55 Zoll mit 3.141 Einträgen, 32 Zoll mit 3.028, 43 Zoll mit 2.850, 65 Zoll mit 2.807 und 50 Zoll mit 2.355. Die fünf hier geführten Fernseher stehen damit in einer der fünf am dichtesten besetzten Größenklassen. Was für sie gilt, gilt für einen großen Teil dessen, was im Handel steht — und das ist der Grund, warum die zweite Klasse auf dem Etikett kein Randthema ist.

