Von fünf Soundbars, die für weite Wohnräume beworben werden, nennt genau eine eine Raumfläche. Es sind 35 Quadratmeter, sie stehen im Werbetext eines Berliner Herstellers, und eine Rechengrundlage steht nicht dabei. Von denselben fünf nennen zwei einen maximalen Schalldruck, und nur bei einem davon steht der Abstand dabei, in dem der Wert gilt. Eine Wattzahl tragen alle fünf, aber nur zwei sagen, welche Art von Watt gemeint ist, und beide meinen eine Spitze. Das ist die vollständige Ausbeute einer Warengruppe, deren Nachfrage sich ausdrücklich an der Raumgröße orientiert.
Der Grund dafür ist kein Versehen. Eine Raumangabe wäre eine Zusage, die sich widerlegen ließe, denn sie hinge an Deckenhöhe, Möblierung, Wandaufbau und Sitzabstand — an Größen, die kein Hersteller kennt. Eine Wattzahl dagegen ist ein Laborwert ohne Zusage, und wenn nicht dabeisteht, ob sie über Minuten oder über Millisekunden gilt, ist sie noch nicht einmal ein Vergleichswert. Genau an dieser Stelle trennt sich das Feld: Zwei der fünf Hersteller veröffentlichen ein Datenblatt, das die Frage beantwortbar macht. Zwei veröffentlichen eines, das sie umgeht. Einer veröffentlicht überhaupt nichts, was sich abrufen ließe. Derselbe Wandaufbau entscheidet auch darüber, was eine Fernseherhalterung trägt; die Angebote dazu stehen im Vergleich der beweglichen TV-Halterungen.
Diese Seite geht deshalb nicht die übliche Rangliste durch, sondern vier Weggabelungen. An jeder steht eine Frage, die Sie über Ihren Raum beantworten können, und dahinter steht, welche der fünf Bauformen danach noch übrig bleibt. Am Ende der zweiten Gabelung stehen alle fünf Angebote nebeneinander. Wer zuerst wissen will, welche Bauformen es überhaupt gibt, findet die Übersicht im Soundbar-Bereich; hier geht es allein um die Frage, was ein weiter Raum verlangt und was die Anbieter dazu preisgeben. Stand aller Angaben: 05.09.2026. Es wurde kein Modell gekauft, aufgestellt oder angehört; diese Seite ist eine Auswertung von Unterlagen und ausdrücklich kein Hands-on-Test.
Was von der Zusage in den Unterlagen ankommt
- Eine Raumfläche nennt ein einziger Anbieter. Teufel schreibt „für Räume bis 35 m²“ an zwei Stellen. Woraus die Zahl folgt, steht weder im Werbetext noch im Datenblatt. Ein zweiter Anbieter sortiert immerhin sein eigenes Sortiment nach Raumklassen, ordnet dieses Gerät dort aber keiner zu.
- Einen Schalldruck nennen zwei, einen Messabstand nennt einer. Teufel gibt 100 Dezibel in einem Meter für den Riegel und 111 Dezibel in einem Meter für das Bassgehäuse an. ULTIMEA gibt größer 102 Dezibel an, ohne Abstand. Ohne Abstand ist ein Pegelwert nicht übertragbar.
- Den Frequenzbereich, in dem der Pegel gilt, nennt keiner. Damit bleibt bei beiden Werten offen, ob sie im Mittelton oder im Tiefton erreicht werden. Für einen weiten Raum ist das der entscheidende Unterschied.
- Watt trägt jedes Datenfeld, die Art des Watts nur zwei Hersteller. Nubert weist 580 Watt Dauerleistung und 820 Watt Impulsleistung getrennt aus, ULTIMEA nennt seine 980 Watt ausdrücklich Spitzenleistung. Teufel nennt 150 Watt und schreibt RMS dazu — allerdings nur im eigenen Datenblatt, nicht im Angebot.
- Das Feld heißt bei allen fünf gleich und meint nicht dasselbe. Unter „Lautsprecher-Ausgangsleistung“ steht bei Teufel eine Dauerleistung, bei Nubert und ULTIMEA eine Spitze. Zwischen 580 und 820 Watt liegt beim selben Gerät der Faktor 1,41.
- Kanalzahl und Chassiszahl fallen bei keinem der fünf zusammen. ULTIMEA zählt zwölf Lautsprecher und listet dreizehn Chassis. Polk hat elf Chassis bei 5.1.2. Teufel hat zwölf Chassis und neun Endstufen bei einer Datenfeldangabe von 2.1. Nubert nennt zwei Kanäle, sechs Endstufen und ein maximales Processing von 7.1.4 nebeneinander.
- Eine untere Grenzfrequenz mit Toleranz nennen zwei. Nubert 32 Hertz bei minus drei Dezibel, Teufel 37 Hertz bei minus drei Dezibel für das Bassgehäuse. Vier Angebote tragen im Datenfeld stattdessen eine nackte Einzelzahl, die dort „Frequenzgang“ heißt und keiner ist.
Zwei dieser sieben Befunde verdienen eine Anmerkung. Erstens: Der ausführlichste Beleg dieser Auswahl kommt von dem Hersteller, der keinen Pegel nennt. Nubert dokumentiert jedes Chassis mit Durchmesser und Membranmaterial, beide Trennfrequenzen, die Grenzfrequenzen bei zwei Toleranzwerten und die Leistungsaufnahme im Leerlauf. Trotzdem fehlt dort der eine Wert, um den es hier geht. Zweitens: Bei Polk fehlt jede akustische Kennzahl vollständig, und trotzdem trägt die Angebotsseite 340 Watt und 30 Hertz. Beide Zahlen haben beim Hersteller keine Entsprechung.
Erste Weggabelung: Beschreibt eine Fläche Ihren Raum oder ein Volumen?
Die Frage klingt spitzfindig, entscheidet aber alles Weitere. Ein Lautsprecher bewegt Luft, und die Menge Luft in einem Zimmer ist ein Volumen, kein Flächenmaß. Zwei Wohnzimmer mit jeweils 35 Quadratmetern unterscheiden sich um ein Drittel ihres Luftvolumens, wenn eines 2,40 Meter und das andere 3,20 Meter Deckenhöhe hat. Wer das Dachgeschoss mit Schräge bewohnt oder einen offenen Wohn-Ess-Bereich hat, dessen Raum ist akustisch noch einmal ein anderer, weil ein Teil des Schalls schlicht abfließt und nicht zurückkommt.
Genau deshalb ist die einzige Flächenangabe dieser Auswahl schwächer, als sie aussieht. „Bis 35 Quadratmeter“ steht bei Teufel im Werbetext zur Variante mit dem externen Bassgehäuse, und derselbe Satz steht wortgleich in der Aufzählung der Angebotsseite. Was er wert ist, lässt sich nicht prüfen: Es gibt keine Deckenhöhe dazu, keinen Sitzabstand, keine Annahme über den Nachhall. Es ist eine Empfehlung des Anbieters, keine Messgröße. Bemerkenswert ist trotzdem, dass sie überhaupt jemand ausspricht, denn drei der fünf Hersteller schweigen dazu vollständig.
Der vierte Fall ist der interessanteste. ULTIMEA sortiert das eigene Sortiment im Netzauftritt nach Raumklassen und führt dort ausdrücklich eine Klasse „für große Räume“ von 40 bis 60 Quadratmetern, eine mittlere von 20 bis 40 und eine kleine darunter. Das ist ein Sortimentsfilter, keine Geräteangabe: Im Datenblatt des hier geprüften Systems steht keine Zuordnung zu einer dieser Klassen, und auf der Angebotsseite kommt der Filter gar nicht vor. Wer die Zahl 40 bis 60 Quadratmeter also in einem Ratgebertext findet, sollte wissen, dass sie aus einer Sortiermaske stammt und nicht aus einer Messung.
Praktisch heißt das: Rechnen Sie Ihren Raum selbst in Kubikmeter um, Länge mal Breite mal Deckenhöhe, und ziehen Sie ab, was offen in andere Zimmer übergeht. Dieser Wert ist die einzige belastbare Zahl in dieser Sache, und er kommt von Ihnen, nicht vom Hersteller. Wer damit unter etwa achtzig Kubikmetern bleibt, ist mit einem Riegel plus Bassgehäuse gut bedient; darüber lohnt der Blick auf ein System mit eigenen Rückwegen. Für die Gegenrichtung, also deutlich kleinere Zimmer, ist die Auswahl eine andere und steht im Vergleich der Soundbars für kleine Wohnzimmer, der nach Stellmaß statt nach Pegel sortiert.
Zweite Weggabelung: Wie weit sitzen Sie weg — und was das mit dem Pegel macht
Es gibt in dieser ganzen Warengruppe genau eine Rechnung, die sich nachvollziehen lässt, und sie braucht zwei Angaben: einen Schalldruck und den Abstand, in dem er gemessen wurde. Im Freifeld verringert sich der Schalldruck je Abstandsverdopplung um sechs Dezibel. Aus 100 Dezibel in einem Meter werden 94 in zwei Metern, 88 in vier Metern und 82 in acht Metern. In einem geschlossenen Zimmer fällt der Abfall geringer aus, weil Wände und Decke Schall zurückwerfen, aber die Richtung stimmt, und mehr als eine Richtung braucht eine Kaufentscheidung selten.
Diese Rechnung funktioniert in dieser Auswahl bei genau einem Angebot. Teufel nennt 100 Dezibel in einem Meter für den Riegel und 111 Dezibel in einem Meter für das Bassgehäuse. Wer vier Meter entfernt sitzt, kann daraus 88 beziehungsweise 99 Dezibel ableiten und beurteilen, ob ihm das reicht. ULTIMEA nennt größer 102 Dezibel und lässt den Abstand weg, und damit ist die Zahl für den Vergleich wertlos: Sie könnte in einem Meter gelten oder in zehn Zentimetern, und zwischen beidem liegen zwanzig Dezibel. Nubert, Polk und Sony nennen überhaupt keinen Pegel.
Wer diese Zahl in der Warengruppe sucht, findet stattdessen fast immer eine andere Dezibelangabe, und die ist etwas ganz anderes. Auf der Teufel-Angebotsseite stehen 70 dB, auf der ULTIMEA-Angebotsseite 102 dB, beide im Feld „Signal-Rausch-Verhältnis“. Der Störabstand sagt, wie weit das Nutzsignal über dem Eigenrauschen liegt, und er sagt nichts darüber, wie laut ein Gerät spielen kann. Bei ULTIMEA kommt hinzu, dass die 102 dB im Datenblatt des Herstellers gar nicht der Störabstand sind, sondern der maximale Schalldruck; der Störabstand steht dort mit größer oder gleich 75 dB. Der Marktplatz hat den Pegel in das Rauschfeld einsortiert.
Für den Weg heißt das: Bis etwa zweieinhalb Metern Sitzabstand spielt der Pegel selten die entscheidende Rolle, dort entscheidet die Sprachverständlichkeit. Ab etwa vier Metern wird er zur Kernfrage, und ab da ist ein Angebot ohne Pegelangabe ein Angebot, das Sie ausprobieren müssen. Die vierzehntägige Rückgabemöglichkeit im Fernabsatz ist in dieser Warengruppe deshalb kein Komfort, sondern das eigentliche Prüfmittel.
Die fünf Angebote nebeneinander, sortiert nach Belegdichte
Aufgenommen sind fünf Angebote, die am 05.09.2026 auf amazon.de eine reguläre Kaufbox trugen und im Anschluss einzeln von der Angebotsseite und, soweit erreichbar, vom Datenblatt des Herstellers gelesen wurden. Sortiert ist nicht nach Preis und nicht nach Bewertung, sondern danach, wie viele der vier Kennzahlen dieser Seite ein Hersteller überhaupt beziffert: Schalldruck mit Abstand, Leistungsart, untere Grenzfrequenz mit Toleranz und eine Raumangabe. Die Spalte mit dieser Zählung ist als einzige hervorgehoben, weil sich dort ein Bestwert objektiv abzählen lässt. Die Kanalspalte ist bewusst nicht hervorgehoben, denn eine hohe Kanalzahl sagt nichts darüber, wie viele Chassis dahinterstehen. Die Auszeichnung „Unsere Empfehlung“ geht an die Teufel CINEBAR LUX Ambition, weil sie als einziges Angebot dieser Auswahl einen Schalldruck mit Messabstand, eine als RMS gekennzeichnete Leistung und eine untere Grenzfrequenz mit Toleranz zugleich veröffentlicht. Es ist eine Empfehlung auf Grundlage der recherchierten Unterlagen und keine Siegerauslobung, weil hier nichts gemessen wurde; ihre Schwächen stehen ungekürzt in der Nachteilsliste.
| Bild | Modell | Auszeichnung | Belegte Kennzahlen | Schalldruck | Raumangabe | Art der Leistung | Kanäle und Chassis | Preislage | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | Teufel CINEBAR LUX AmbitionRiegel mit externem Bassgehäuse | Unsere Empfehlung | 4 von 4 | Maximaler Schalldruck 100 dB in einem Meter Abstand am Riegel, 111 dB in einem Meter Abstand am Bassgehäuse | bis 35 Quadratmeter, vom Hersteller genannt, ohne Angabe einer Rechengrundlage | Gesamtausgangsleistung 150 Watt, vom Hersteller ausdrücklich als RMS bezeichnet; das Bassgehäuse trägt maximal 100 Watt auf seinem einen Kanal | Neun Endstufen im Riegel, zwölf einzelne Chassis, ein Kanal im Bassgehäuse; das Datenfeld der Angebotsseite nennt stattdessen 2.1 | 1.224,98 Euro | Jetzt ansehen |
![]() | Nubert nuPro XS-8500 RCSockel ohne Bassgehäuse | Trennt Dauer- und Impulsleistung | 2 von 4 | Nicht angegeben. Der Hersteller veröffentlicht Chassisgrößen, Trennfrequenzen und Grenzfrequenzen, aber keinen Schalldruck | Nicht angegeben. Weder die Angebotsseite noch das Datenblatt nennen eine Fläche oder ein Volumen | Dauerleistung 580 Watt und Impulsleistung 820 Watt, im Datenblatt als zwei getrennte Zeilen; das Datenfeld der Angebotsseite trägt allein die 820 Watt und sagt nicht, welche der beiden gemeint ist | Datenblatt: zwei Kanäle, sechs Endstufen, maximales Processing 7.1.4; das Datenfeld der Angebotsseite nennt 2.1.2 | 1.989,00 Euro | Ansehen |
![]() | ULTIMEA Skywave X70System mit Bassgehäuse und Rückwegen | Beziffert einen Maximalpegel | 2 von 4 | Maximaler Schalldruck größer 102 dB laut Datenblatt des Herstellers, ohne Messabstand und ohne Frequenzbereich | Am Gerät nicht angegeben. Der Hersteller sortiert sein Sortiment im eigenen Auftritt nach Raumklassen und führt eine Klasse von 40 bis 60 Quadratmetern; eine Zuordnung dieses Geräts zu einer Klasse steht im Datenblatt nicht | 980 Watt, im Werbetext ausdrücklich als Spitzenleistung bezeichnet und dort dem Zehn-Zoll-Chassis des Bassgehäuses zugeordnet; im Titel steht dieselbe Zahl für das ganze System | 7.1.4 laut Hersteller, dazu die Zeile Gesamtzahl der Lautsprecher: zwölf. Gezählt sind damit die Kanäle, nicht die Chassis, denn die Chassisliste desselben Datenblatts ergibt dreizehn | 829,00 Euro | Ansehen |
![]() | Polk Audio MagniFi Max AXRiegel mit externem Bassgehäuse | Listet jedes Chassis einzeln auf | 0 von 4 | Nicht angegeben. Die Herstellerseite führt eine vollständige Chassisliste, aber keinen Schalldruck | Nicht angegeben. Die Herstellerseite wirbt mit einem Raum voller Klang, nennt aber keine Fläche und kein Volumen | Nicht angegeben. Der Hersteller nennt überhaupt keine Wattzahl. Die 340 Watt im Datenfeld der Angebotsseite haben beim Hersteller keine Entsprechung | Hersteller: 5.1.2 mit elf Chassis. Der Titel der Angebotsseite nennt 7.1.2, die Aufzählung derselben Seite 5.1.2 und das Datenfeld 5.1 | 719,99 Euro | Ansehen |
![]() | Sony BRAVIA Theatre Bar 7Riegel ohne Bassgehäuse | Einziges Angebot ohne Bassgehäuse und ohne Herstellerdatenblatt | 0 von 4 | Nicht angegeben. Der Herstellerauftritt beantwortet jede Anfrage mit einer Zugriffssperre, die Angebotsseite nennt keinen Pegel | Nicht angegeben. Die einzigen Quadratmeterangaben auf der Angebotsseite stehen in einer Kundenmeinung, nicht beim Hersteller | 90 Watt im Datenfeld der Angebotsseite, ohne Angabe der Art. In der Aufzählung des Herstellers kommt keine Wattzahl vor | Keine Kanalangabe. Das Datenfeld Anzahl Audiokanäle trägt die Ziffer 9, und neun ist die Zahl der Lautsprechereinheiten aus dem Titel | 737,65 Euro | Ansehen |
Die Preislage wurde am 05.09.2026 einzeln von der jeweiligen Angebotsseite gelesen und steht deshalb nur in dieser Spalte und nicht im Fließtext; sie ändert sich täglich. Die Spalte „Belegte Kennzahlen“ zählt, wie viele der vier Größen ein Hersteller in eigenen Unterlagen beziffert. Angebotsseiten des Marktplatzes zählen dabei nicht als Herstellerangabe, weil ihre strukturierten Felder nachweislich auch Werte tragen, die beim Hersteller nicht vorkommen.
Dritte Weggabelung: Riegel, Riegel mit Bassgehäuse oder System mit Rückwegen?
Die vier Bauformen dieser Auswahl unterscheiden sich nicht in erster Linie im Klang, sondern darin, wie viel Membranfläche im Zimmer steht und wie weit sie verteilt ist. Der einzelne Riegel hat davon am wenigsten: Bei der Sony BRAVIA Theatre Bar 7 sitzt alles in einem Gehäuse von 6,4 Zentimetern Höhe, und der Tiefton kommt aus passiven Membranen, also aus mitschwingenden Flächen ohne eigenen Antrieb. In einem kleinen Zimmer reicht das oft. In einem weiten Zimmer ist es die schwächste Ausgangslage, die dieses Feld zu bieten hat.
Der Sockel ist der Sonderfall. Die Nubert nuPro XS-8500 RC ist keine Bar, sondern eine Soundplate: ein 37 Zentimeter tiefes Gehäuse, auf das der Fernseher gestellt wird. Der Zweck dieser Bauform ist genau der, um den es hier geht — sie hat Platz für zwei Tieftöner mit 204 Millimetern, und die stecken in einem Volumen, das ein Riegel nicht hat. Der Preis dafür ist die Stellfläche und das Gewicht von 29,5 Kilogramm. Die Stiftung Warentest merkt in ihrem Prüfbericht an, dass von über zweihundert Geräten in ihrer Datenbank nur sechs noch erhältliche Soundplates sind; die Bauform ist also die Ausnahme geworden.
Riegel mit externem Bassgehäuse ist die häufigste Antwort. Teufel und Polk gehören dazu, beide mit einem eigenen aktiven Gehäuse, das drahtlos angebunden werden kann. Damit steigt die Membranfläche für den Tiefton sprunghaft: Polk bringt ein Chassis mit zehn Zoll mit, Teufel eines mit acht Zoll, und beide sitzen in einem Volumen von rund vierzig Zentimetern Kantenlänge. Worauf bei der drahtlosen Anbindung zu achten ist, entscheidet dabei weniger über den Pegel als über den Aufstellort: Weil tiefe Frequenzen kaum ortbar sind, darf das Gehäuse fast überall stehen, solange es nicht in einer Ecke steht, in der es eine Raummode anregt.
Die vierte Bauform ist das vollständige System. Die ULTIMEA Skywave X70 bringt neben Riegel und Bassgehäuse zwei eigene Rückwege mit, die hinter der Sitzposition aufgestellt werden. Für einen weiten Raum ist das die einzige Bauform in dieser Auswahl, die den Schall nicht nur von vorn liefert, und sie ist zugleich die günstigste. Der Einwand dagegen ist praktischer Natur: Zwei zusätzliche Gehäuse brauchen zwei zusätzliche Steckdosen in Sitznähe. Wer diesen Weg konsequent zu Ende geht, landet ohnehin nicht mehr bei einer Soundbar, sondern bei einem Set aus fünf Einzellautsprechern und einem Bassgehäuse, das dieselbe Aufgabe mit größeren Chassis löst.
Vierte Weggabelung: Wattzahl oder untere Grenzfrequenz?
Die Wattzahl ist die Zahl, mit der diese Warengruppe wirbt, und sie ist die unbrauchbarste von allen, solange nicht dabeisteht, wie sie zustande kommt. Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Angaben. Die Dauerleistung, oft RMS oder Sinusleistung genannt, ist der Wert, den ein Verstärker über längere Zeit an eine genannte Last abgeben kann, bei einem genannten Klirrfaktor. Die Spitzen- oder Impulsleistung ist der Wert, den er für Sekundenbruchteile bereitstellt. Zwischen beiden liegt kein Rundungsfehler, sondern ein Faktor.
Wie groß der ist, zeigt dieselbe Auswahl an einem einzigen Gerät. Nubert veröffentlicht für die nuPro XS-8500 RC beide Werte untereinander: 580 Watt Dauerleistung und 820 Watt Impulsleistung. Das Verhältnis beträgt 1,41. Auf der Angebotsseite steht im Feld „Lautsprecher-Ausgangsleistung“ allein die 820, ohne Zusatz. Wer sie für eine Dauerleistung hält, überschätzt das Gerät um vierzig Prozent. Erschwerend kommt hinzu, dass derselbe Hersteller in zwei Werbetexten auf derselben Produktseite einmal „Impulsleistung“ und einmal „Spitzenleistung“ für dieselben 820 Watt schreibt.
Bei ULTIMEA lässt sich die Sache sogar gegenrechnen. Der Hersteller nennt die 980 Watt im Werbetext ausdrücklich Spitzenleistung und ordnet sie dort dem einzelnen Chassis des Bassgehäuses zu; im Produkttitel steht dieselbe Zahl für das ganze System. Im Datenblatt stehen außerdem die Netzteile aller drei Bauteile: 18 Volt bei 5 Ampere für den Riegel, 18 Volt bei 1,5 Ampere für die Rückwege, 35 Volt bei 4 Ampere für das Bassgehäuse. Das sind zusammen 257 Watt, die überhaupt aus der Steckdose kommen können. Die 980 Watt sind demnach keine Leistung, die das System abgibt, sondern ein Belastbarkeitswert eines Chassis.
Die brauchbarere Zahl ist die untere Grenzfrequenz — allerdings nur mit Toleranz. „30 Hertz“ allein bedeutet nichts, denn jeder Lautsprecher gibt bei 30 Hertz irgendetwas ab, die Frage ist nur, wie viel leiser. Genau das beziffert die Toleranz. Nubert nennt 32 Hertz bei minus drei Dezibel und zusätzlich 30 Hertz bei minus sechs Dezibel; Teufel nennt für das Bassgehäuse 37 Hertz bei minus drei Dezibel. Diese beiden Angaben sind vergleichbar. Die Einzelzahlen in den Datenfeldern der übrigen Angebote sind es nicht: Polk trägt dort 30 Hertz, obwohl der Hersteller gar keine Frequenzangabe macht, Sony 60 Hertz, ULTIMEA 20 Hertz und Nubert den Eintrag „33,22 Hertz“, den es beim Hersteller nirgends gibt. Für einen weiten Raum ist der Tiefton ohnehin der begrenzende Faktor, nicht die Gesamtwattzahl, und wer ihn wirklich braucht, sieht sich die Bauformen im Vergleich der Soundbars mit Subwoofer genauer an.
Die Kanalzahl: Chassis, Endstufen oder Tonspuren?
Eine Angabe wie 7.1.4 oder 5.1.2 beschreibt Kanäle: die erste Zahl die Kanäle auf Ohrhöhe, die zweite den Tieftonkanal, die dritte die Kanäle für die Höhe. Sie beschreibt nicht, wie viele Chassis diese Kanäle wiedergeben, und sie beschreibt auch nicht, wie viele Endstufen dahinterstehen. In dieser Auswahl fallen die drei Zahlen bei keinem einzigen Gerät zusammen.
Der klarste Fall ist ULTIMEA. Das Datenblatt nennt „Speaker Channels 7.1.4“ und in der Zeile darunter „Total Number of Speakers: 12“. Sieben plus eins plus vier ergibt zwölf, die zweite Zeile wiederholt also die erste. Die Chassisliste desselben Datenblatts zählt dagegen sechs plus zwei Chassis im Riegel, je zwei in beiden Rückwegen und eines im Bassgehäuse, zusammen dreizehn. Die beworbene Zahl der Lautsprecher ist damit die Kanalzahl und nicht die Zahl der Schallwandler.
Bei Nubert steht die Unterscheidung ausnahmsweise sauber im Datenblatt, und sie ist überraschend: „Kanäle 2“, „Endstufen 6“, „Maximales Processing 7.1.4“. Das Gerät ist also ein Zweikanalgerät mit sechs Endstufen, das Signale bis 7.1.4 verarbeiten kann, wenn zusätzliche Funklautsprecher angeschlossen sind. Das Datenfeld der Angebotsseite nennt stattdessen 2.1.2 und behauptet damit einen Tieftonkanal und zwei Höhenkanäle. Ein Bassgehäuse gibt es nicht, und in der Chassisliste steht kein einziges nach oben gerichtetes Chassis: zwei Hochtöner, vier Mitteltöner, zwei Tieftöner, alle nach vorn beziehungsweise nach unten.
Der ärgerlichste Fall ist Polk. Auf einer einzigen Angebotsseite stehen drei verschiedene Kanalangaben für dasselbe Gerät: 7.1.2 im Titel, 5.1.2 im ersten Aufzählungspunkt und 5.1 im strukturierten Datenfeld. Der Hersteller selbst führt das Gerät als 5.1.2 mit elf Chassis, und die Chassisliste bestätigt das — es gibt zwei Breitbandchassis für die Höhe, aber keine hinteren Kanäle. Die 7.1.2 gehören zu der Ausführung mit zusätzlichen Rückwegen, die diesem Angebot nicht beiliegen. Bei Sony schließlich trägt das Feld „Anzahl Audiokanäle“ die Ziffer 9, und neun ist die Zahl der Lautsprechereinheiten aus dem Produkttitel. Eine Kanalangabe macht der Hersteller nicht. Was eine Zahl mit Höhenkanälen technisch voraussetzt, ist im Vergleich der Soundbars mit Dolby Atmos im Einzelnen aufgeschlüsselt.
Die fünf Angebote einzeln, entlang der Wege

Teufel CINEBAR LUX Ambition
Teufel CINEBAR LUX Ambition Soundbar mit Subwoofer, Dolby Audio, WLAN, Dynamore 3D, Multiroom, Bluetooth
Dieses Angebot ist der einzige Fall im Feld, in dem sich die Frage nach dem Pegel beantworten lässt, ohne zu raten. Der Hersteller nennt einen maximalen Schalldruck und dazu den Abstand, in dem er gilt. Damit ist die Zahl nachrechenbar: Wer die Sitzposition kennt, kann den Wert auf seinen Abstand umrechnen, weil sich der Schalldruck im Freifeld je Abstandsverdopplung um sechs Dezibel verringert. Bei keinem anderen Angebot dieser Auswahl gibt es diese Grundlage. Dazu kommt, dass der Hersteller die Ausgangsleistung als RMS ausweist und damit den Wert nennt, der über längere Zeit anliegt, statt eines kurzzeitigen Spitzenwerts.
Quellenlage: Alle vier Kennzahlen dieser Seite stehen im Datenblatt des Herstellers: Schalldruck mit Messabstand, Ausgangsleistung mit benannter Art, unterer Grenzwert mit Toleranz und eine Flächenangabe. Auf der Angebotsseite steht davon eine einzige Zahl, nämlich die 150 Watt, und dort ohne den Zusatz RMS. Der Schalldruck kommt im Angebot nicht vor.
Widersprüche in den Datenfeldern: Die Aufzählung der Angebotsseite führt unter Produkteigenschaften den Eintrag integrierter Subwoofer, während der Lieferumfang derselben Seite ein separates Bassgehäuse mit der Bezeichnung T 8 auflistet. Beides zugleich stimmt nicht. Das Feld Lautsprechergröße trägt acht Zoll und meint damit das Bassgehäuse, nicht den 114 Zentimeter langen Riegel. Das einzige Dezibelfeld der Angebotsseite trägt 70 dB und ist ein Störabstand, kein Pegel.
Spricht dafür
- Einziges Angebot der Auswahl mit maximalem Schalldruck und dazugehörigem Messabstand
- Einzige Leistungsangabe der Auswahl, die der Hersteller ausdrücklich als RMS kennzeichnet
- Untere Grenzfrequenz des Bassgehäuses mit Toleranz von minus drei Dezibel angegeben
- Zwölf einzelne Chassis und neun Endstufen sind getrennt ausgewiesen statt zusammengefasst
- Konformitätserklärung und Bedienungsanleitung liegen als Dateien auf der Herstellerseite
- Firmensitz, Handelsregister und Telefonnummer sind in Deutschland erreichbar
Spricht dagegen
- Die Flächenangabe bis 35 Quadratmeter steht ohne Rechengrundlage im Raum
- Kein Format mit Höhenkanälen, nur gerechnete Raumabbildung
- Die Angebotsseite nennt integriertes und separates Bassgehäuse zugleich
- Der Frequenzbereich, in dem die 100 Dezibel gelten, fehlt
- Das Datenfeld der Angebotsseite verkürzt neun Endstufen auf die Angabe 2.1
- Zusammen mit dem Sockel das teuerste Angebot dieser Auswahl
- Bestückung:
- Zwölf Chassis im Riegel, ein aktives Bassgehäuse mit einem Verstärkerkanal, Class D
- Maße und Gewicht:
- Riegel 114 mal 7,5 mal 13,5 Zentimeter, 4,4 Kilogramm; Bassgehäuse 31,1 mal 42,3 mal 38 Zentimeter, 11 Kilogramm
- Tiefton:
- Riegel 45 bis 20.000 Hertz, Bassgehäuse 35 bis 210 Hertz mit unterer Grenzfrequenz 37 Hertz bei minus drei Dezibel
- Kaufbox am Prüftag:
- Kaufbox vorhanden, Hinweis auf der Angebotsseite: gewöhnlich versandfertig in zwei bis drei Tagen
- Passt zu:
- Wohnräume, in denen die Sitzposition zwischen zwei und vier Metern vom Fernseher entfernt liegt und ein zusätzliches Bassgehäuse von 31 mal 42 Zentimetern Stellfläche findet. Wer eine belastbare Pegelangabe für seinen Abstand braucht, hat hier als einzigem Angebot dieser Auswahl die Grundlage dafür.
- Passt nicht zu:
- Wer Höheninformation aus einer Filmspur mit nach oben gerichteten Chassis wiedergeben will. Der Riegel arbeitet mit gerechneter Raumabbildung und nennt Dolby Audio, nicht das Format mit Höhenkanälen. Ebenso ungeeignet für sehr schmale Fernsehmöbel unter 114 Zentimetern.
- Bleibt offen:
- Der Hersteller nennt den Schalldruck für Riegel und Bassgehäuse getrennt, aber keinen Wert für das zusammengeschaltete Paar und keinen Frequenzbereich, in dem die 100 Dezibel gelten. Ohne diesen Bereich bleibt offen, ob der Wert im Mittelton oder im Tiefton erreicht wird, und genau diese Unterscheidung entscheidet in einem weiten Raum.
Wer dahintersteht
Firma: Lautsprecher Teufel GmbH
Sitz: Bikini Berlin, Budapester Straße 44, 10787 Berlin, Registernummer HRB 20271 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Gegründet: Ein Gründungsjahr nennt das Impressum nicht; ausgewiesen ist allein der Registereintrag HRB 20271 Berlin-Charlottenburg
Kontakt: Telefon 030 217 84 212, Telefax 030 300 930 930, Kontaktformular und ein eigener Weg für Rücksendung und Reparatur; die Postanschrift ist ausdrücklich nicht die Rücksendeadresse
Erreichbarkeit: Nicht angegeben: Das Impressum nennt Telefonnummer und Formular, aber keine Erreichbarkeitszeiten
Garantie: Gesetzliche Gewährleistung, im Impressum eigens ausgewiesen; eine darüber hinausgehende Herstellerfrist steht auf der Produktseite nicht
Norm und Konformität: Nicht angegeben: Für Riegel und Bassgehäuse liegen Konformitätserklärungen als eigene Dateien bereit, eine Messnorm zur Leistungs- oder Pegelangabe benennt der Hersteller aber nicht
Herkunft: Herkunftsland laut Datenfeld der Angebotsseite China, Firmensitz Berlin
Gewicht laut Hersteller: Riegel 4,4 Kilogramm, Bassgehäuse 11 Kilogramm laut Datenblatt des Herstellers
Markteinführung: Nicht angegeben: Der Hersteller führt die Reihe CINEBAR LUX in der Variante Ambition, nennt aber kein Erscheinungsdatum

Nubert nuPro XS-8500 RC
Nubert nuPro XS-8500 RC Soundbar und Soundplate, TV-Lautsprecher mit Bluetooth aptX HD, aktive Sockelbauform
Dieses Angebot beantwortet die Wattfrage, indem es sie zweimal beantwortet. Der Hersteller weist 580 Watt Dauerleistung und 820 Watt Impulsleistung aus, zwei Zeilen untereinander. Das Verhältnis beträgt 1,41, und auf der Angebotsseite steht nur der größere der beiden Werte, ohne Kennzeichnung. Wer die 820 Watt für eine Dauerleistung hält, überschätzt das Gerät um vierzig Prozent. Bemerkenswert ist außerdem, dass derselbe Hersteller in seinem eigenen Werbetext beide Bezeichnungen für dieselbe Zahl verwendet: an einer Stelle Impulsleistung, an einer anderen Spitzenleistung.
Quellenlage: Das Datenblatt des Herstellers ist das ausführlichste dieser Auswahl. Es nennt jedes Chassis mit Durchmesser und Material, beide Trennfrequenzen, die Grenzfrequenzen bei zwei Toleranzwerten, Dauer- und Impulsleistung getrennt, Standby- und Leerlaufaufnahme. Es nennt keinen Schalldruck und keine Raumangabe. Genau diese beiden Zahlen fehlen also auch dort, wo sonst alles dokumentiert ist.
Widersprüche in den Datenfeldern: Die Angebotsseite trägt als Frequenzgang den Eintrag 33,22 Hertz. Das ist keine Zahl, die der Hersteller irgendwo führt, und ein Frequenzgang ist ohnehin kein Einzelwert. Das Feld Stromquelle trägt batteriebetrieben, dazu die Zeile eine CR2032-Batterie erforderlich und eine durchschnittliche Batterielebensdauer von einer Stunde, obwohl das Gerät 29,5 Kilogramm wiegt und am Netz hängt; gemeint ist die Fernbedienung. Das Feld Subwoofer-Anschlusstechnologie trägt kabellos, obwohl kein Bassgehäuse existiert. Das Feld Gewicht trägt 36 Kilogramm, das Datenblatt 29,5.
Spricht dafür
- Einziges Angebot der Auswahl, das Dauerleistung und Impulsleistung getrennt ausweist
- Grenzfrequenzen sind mit zwei Toleranzwerten angegeben, bei minus drei und minus sechs Dezibel
- Jedes der acht Chassis ist mit Durchmesser und Membranmaterial dokumentiert
- Beide Trennfrequenzen des Dreiwegesystems stehen im Datenblatt
- Standby- und Leerlaufaufnahme sind mit 1,0 und 11 Watt beziffert
- Telefonische Erreichbarkeit mit festen Zeiten in Deutschland
Spricht dagegen
- Kein Schalldruckwert, obwohl das Datenblatt sonst außergewöhnlich vollständig ist
- Keine Flächen- oder Volumenangabe zum Raum
- Das Datenfeld der Angebotsseite trägt nur die höhere der beiden Leistungsangaben
- Der Frequenzgang im Datenfeld lautet 33,22 Hertz und ist kein sinnvoller Wert
- Die Angebotsseite führt eine Subwoofer-Anschlusstechnologie ohne vorhandenes Bassgehäuse
- Mit fast dreißig Kilogramm und vierzig Zentimetern Tiefe kein Riegel für die Wand
- Bestückung:
- Zwei Hochtöner mit 25 Millimetern, vier Mitteltöner mit 119 Millimetern, zwei Tieftöner mit 204 Millimetern; kein nach oben gerichtetes Chassis
- Maße und Gewicht:
- 120 mal 14,3 mal 37 Zentimeter, mit Füßen 16,8 Zentimeter hoch, mit Kühlrippen und Frontabdeckung 40 Zentimeter tief; 29,5 Kilogramm
- Tiefton:
- Untere Grenzfrequenz 32 Hertz bei minus drei Dezibel und 30 Hertz bei minus sechs Dezibel, obere Grenzfrequenz 22.000 beziehungsweise 23.000 Hertz
- Kaufbox am Prüftag:
- Kaufbox vorhanden, Verfügbarkeitshinweis auf der Angebotsseite: auf Lager
- Passt zu:
- Wohnräume, in denen der Fernseher auf einem tragfähigen Sideboard steht und das Gerät als Sockel darunter passt. Der Hersteller gibt die Tragfähigkeit mit bis zu 100 Kilogramm an. Wer Musik ebenso oft hört wie Filme sieht, findet hier die einzige durchgehend dokumentierte Chassisbestückung mit zwei vollwertigen Dreiwegesystemen.
- Passt nicht zu:
- Wandmontage. Das Gerät ist ein Sockel, kein Riegel, und wiegt fast dreißig Kilogramm. Ebenso ungeeignet für Fernsehmöbel unter 120 Zentimetern Breite oder unter vierzig Zentimetern Tiefe. Wer ein separates Bassgehäuse für den Tiefton möchte, ist hier grundsätzlich falsch.
- Bleibt offen:
- Der Hersteller nennt maximales Processing 7.1.4 und zugleich zwei Kanäle. Was davon der Käufer hört, wenn kein zusätzlicher Funklautsprecher angeschlossen ist, bleibt offen. Ebenso offen bleibt, welchen Schalldruck die sechs Endstufen erreichen; die Zahl fehlt im ausführlichsten Datenblatt dieser Auswahl.
Wer dahintersteht
Firma: Nubert electronic GmbH
Sitz: Nubertstraße 1, 73529 Schwäbisch Gmünd, Deutschland, Handelsregister HRB ULM 700296
Gegründet: Nicht angegeben: Das Impressum nennt Geschäftsführer und Registernummer, aber kein Gründungsjahr
Kontakt: Telefon 07171 8712-0, E-Mail an die im Impressum genannte Adresse, dazu ein Kontaktformular und eine ausgewiesene Expertenberatung
Erreichbarkeit: Telefonische Erreichbarkeit montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr laut Kontaktseite
Garantie: Gesetzliche Gewährleistung; das Datenfeld der Angebotsseite nennt lediglich eine begrenzte Garantieart ohne Frist
Norm und Konformität: Nicht angegeben: Das Datenblatt nennt Grenzfrequenzen bei minus drei und minus sechs Dezibel, benennt aber keine Norm, nach der gemessen wurde
Herkunft: Herkunftsland laut Datenfeld der Angebotsseite China, Firmensitz Schwäbisch Gmünd
Gewicht laut Hersteller: 29,5 Kilogramm laut Datenblatt des Herstellers; das Datenfeld der Angebotsseite nennt 36 Kilogramm
Markteinführung: Nicht angegeben: Der Hersteller führt das Gerät in der Reihe nuPro XS, nennt aber kein Erscheinungsdatum

ULTIMEA Skywave X70
ULTIMEA Skywave X70 7.1.4 kabelloses Surround-System mit Dolby Atmos, Bassgehäuse mit 10 Zoll und GaN-Verstärker
Hier lässt sich die Wattfrage ausnahmsweise gegenrechnen. Der Hersteller gibt die Netzteile aller drei Bauteile einzeln an: Riegel 18 Volt bei 5 Ampere, Rückwege 18 Volt bei 1,5 Ampere, Bassgehäuse 35 Volt bei 4 Ampere. Das ergibt zusammen 257 Watt Anschlussleistung. Beworben wird das System mit 980 Watt. Der Werbetext löst den Widerspruch selbst auf, indem er die 980 Watt als Spitzenleistung bezeichnet und sie dem einzelnen Zehn-Zoll-Chassis zuordnet, nicht dem System. Im Produkttitel steht dieselbe Zahl ohne diese Einschränkung.
Quellenlage: Das Datenblatt des Herstellers nennt einen maximalen Schalldruck, einen Störabstand, einen Klirrfaktor und die Netzteildaten aller drei Bauteile. Es nennt keinen Messabstand zum Schalldruck und keine Toleranz zum Frequenzbereich. Die Angebotsseite überträgt den Schalldruckwert in das Feld für den Störabstand und macht damit aus einem Pegel eine Rauschangabe.
Widersprüche in den Datenfeldern: Das Feld Signal-Rausch-Verhältnis der Angebotsseite trägt 102 dB. Das Datenblatt des Herstellers führt an dieser Stelle größer oder gleich 75 dB; die 102 dB sind dort der maximale Schalldruck. Das Feld Artikelmaße der Angebotsseite lautet 110 Tiefe mal 10 Breite mal 7 Höhe in Zentimetern und vertauscht damit Breite und Tiefe; der Riegel ist 110 Zentimeter breit. Das Feld Gewicht trägt 22 Kilogramm, das Datenblatt 19,7. Das Feld Netzwerkverbindung trägt HDMI, das Feld Verbindungsprotokoll WLAN, das Feld Funktechnik den Eintrag nicht spezialisierte Drahtlostechnik.
Spricht dafür
- Beziffert als eines von zwei Angeboten überhaupt einen maximalen Schalldruck
- Vier ausgewiesene Höhenkanäle und zwei eigene Rückwege sind im Lieferumfang
- Chassisbestückung ist für Riegel, Rückwege und Bassgehäuse getrennt aufgelistet
- Netzteildaten aller drei Bauteile stehen im Datenblatt und lassen sich nachrechnen
- Der Werbetext benennt die 980 Watt selbst als Spitzenleistung
- Günstigstes Angebot dieser Auswahl bei der größten Zahl an Einzelgehäusen
Spricht dagegen
- Der Schalldruckwert steht ohne Messabstand und ohne Frequenzbereich
- Die Angebotsseite führt diesen Wert im Feld für den Störabstand
- Breite und Tiefe sind im Maßfeld der Angebotsseite vertauscht
- Die Zahl zwölf für die Lautsprecher zählt Kanäle, nicht die dreizehn Chassis
- Kein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift auf dem Herstellerauftritt
- Kein Telefonweg für den Support, nur eine E-Mail-Adresse
- Bestückung:
- Riegel sechs mal 2,25 Zoll plus zwei mal 2,25 Zoll, Rückwege je zwei mal 2,25 Zoll, Bassgehäuse ein Chassis mit zehn Zoll; zusammen dreizehn Chassis
- Maße und Gewicht:
- Riegel 110 mal 10 mal 7 Zentimeter, Rückwege 8,5 mal 8,5 mal 17 Zentimeter, Bassgehäuse 42,8 mal 42,8 mal 30 Zentimeter; Systemgewicht 19,7 Kilogramm
- Tiefton:
- Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hertz, ohne Toleranzangabe; die untere Zahl wird im Werbetext dem Bassgehäuse zugeordnet
- Kaufbox am Prüftag:
- Kaufbox vorhanden, Verfügbarkeitshinweis auf der Angebotsseite: nur noch 14 auf Lager
- Passt zu:
- Wohnräume, in denen zwei zusätzliche Lautsprecher hinter der Sitzposition Platz und Strom finden und ein Bassgehäuse von 42 mal 42 Zentimetern Stellfläche aufgestellt werden kann. Es ist das einzige Angebot dieser Auswahl mit vier ausgewiesenen Höhenkanälen und zugleich das günstigste.
- Passt nicht zu:
- Wer einen Riegel ohne weitere Gehäuse sucht oder wer die Rückwege nicht mit Strom versorgen kann. Ebenso ungeeignet für alle, die eine belastbare Pegelangabe brauchen: Der Wert steht zwar da, aber ohne Abstand ist er nicht auf die eigene Sitzposition übertragbar.
- Bleibt offen:
- Offen bleibt, wo die 102 Dezibel gemessen wurden und in welchem Frequenzbereich. Offen bleibt ebenso, welcher Anteil der 980 Watt auf Riegel, Rückwege und Bassgehäuse entfällt, und wie ein Gerät mit 257 Watt Anschlussleistung eine Spitze von 980 Watt bereitstellt. Ein Impressum mit einer verantwortlichen Gesellschaft findet sich auf dem Herstellerauftritt nicht.
Wer dahintersteht
Firma: ULTIMEA, als Marke auf der Angebotsseite und im eigenen Auftritt geführt
Sitz: Nicht angegeben: Der Herstellerauftritt führt Kontaktseite, Garantiebedingungen und Rückgaberegeln, aber kein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift oder Registernummer
Gegründet: Nicht angegeben: Weder Kontaktseite noch Markengeschichte nennen ein Gründungsjahr
Kontakt: E-Mail an die auf der Kontaktseite genannte Support-Adresse; eine Telefonnummer nennt der Auftritt nicht
Erreichbarkeit: Nicht angegeben: Die Kontaktseite nennt weder Zeiten noch eine Reaktionsfrist
Garantie: Zwei Jahre für Deutschland laut Garantietabelle des Herstellers, Zubehörteile ein Jahr, Beigaben dreißig Tage; das Datenfeld der Angebotsseite nennt ebenfalls zwei Jahre
Norm und Konformität: Nicht angegeben: Das Datenblatt nennt Schalldruck, Störabstand und Klirrfaktor, benennt aber kein Messverfahren
Herkunft: Herkunftsland laut Datenfeld der Angebotsseite China
Gewicht laut Hersteller: 19,7 Kilogramm Systemgewicht laut Datenblatt; das Datenfeld der Angebotsseite nennt 22 Kilogramm
Markteinführung: Nicht angegeben: Der Hersteller führt das Gerät als Skywave X70 mit der Nummer U442A, nennt aber kein Erscheinungsdatum

Polk Audio MagniFi Max AX
Polk Audio MagniFi Max AX Heimkino-Soundbar mit kabellosem Bassgehäuse, Dolby Atmos, DTS:X, HDMI eARC
Dieses Angebot zeigt den Kanalzahlfehler in Reinform. Auf einer einzigen Angebotsseite stehen drei verschiedene Kanalangaben für dasselbe Gerät: 7.1.2 im Titel, 5.1.2 im ersten Aufzählungspunkt und 5.1 im strukturierten Datenfeld. Der Hersteller selbst führt das Gerät als 5.1.2 mit elf Chassis, und die Chassisliste bestätigt das: Es gibt zwei Chassis für die Höhe, aber keine hinteren Kanäle. Die 7.1.2 im Titel gehören zu der Ausführung mit zusätzlichen Rückwegen, die dieses Angebot nicht enthält.
Quellenlage: Die Herstellerseite ist bei der Bestückung die genaueste dieser Auswahl: Jedes einzelne Chassis steht mit Bauform, Maß und Zuordnung zum Kanal in der Liste. Sie nennt dafür keine einzige akustische oder elektrische Kennzahl. Kein Watt, kein Hertz, kein Dezibel. Alle Zahlen dieser Art auf der Angebotsseite stammen aus der Katalogpflege des Marktplatzes, nicht vom Hersteller.
Widersprüche in den Datenfeldern: Das Feld Stromquellentyp in der Aufzählung trägt batteriebetrieben, während dieselbe Seite eine Eingangsspannung von 230 Volt und in der Tabelle kabelgebunden nennt. Das Maßfeld lautet 11,8 Tiefe mal 114,3 Breite mal 7,2 Höhe in Zentimetern; laut Hersteller ist der Riegel 118 Millimeter hoch und 72 Millimeter tief, Höhe und Tiefe sind also vertauscht. Das Feld Seriennummer trägt die Zahl 1. Das Feld Wandhalterung VESA-Norm trägt Regalmontage. Das Garantiefeld nennt zwei Jahre, die Herstellerseite ein Jahr auf die Elektronik und drei Jahre auf die Chassis.
Spricht dafür
- Vollständigste Chassisliste der Auswahl, jedes Chassis mit Maß und Kanalzuordnung
- Drei HDMI-Eingänge neben dem erweiterten Rückkanal, mehr als bei jedem anderen Angebot hier
- Zwei eigene Chassis für die Höhe, kein gerechneter Höhenkanal
- Bassgehäuse mit zehn Zoll und nach unten abstrahlender Bauform, mit Bassreflexöffnung
- Drei Jahre Herstellerfrist auf die Chassis laut Herstellerseite
- Nachtmodus, der den Tiefton absenkt, ist ausdrücklich beschrieben
Spricht dagegen
- Der Hersteller veröffentlicht keine einzige akustische oder elektrische Kennzahl
- Drei verschiedene Kanalangaben für dasselbe Gerät auf einer Angebotsseite
- Die 340 Watt im Datenfeld haben beim Hersteller keine Entsprechung
- Höhe und Tiefe sind im Maßfeld der Angebotsseite vertauscht
- Angebotsseite und Herstellerseite nennen unterschiedliche Garantiefristen
- Kein deutschsprachiger Supportweg auf dem Herstellerauftritt ausgewiesen
- Bestückung:
- Vier ovale Tiefmitteltöner 25 mal 76 Millimeter und zwei Kalotten 19 Millimeter für links und rechts, zwei ovale 25 mal 64 Millimeter und eine Kalotte für die Mitte, zwei Breitbandchassis 64 Millimeter für die Höhe, ein Chassis mit zehn Zoll im Bassgehäuse
- Maße und Gewicht:
- Riegel 1143 mal 118 mal 72 Millimeter, 5,83 Kilogramm; Bassgehäuse 302 mal 407 mal 399 Millimeter, 11,9 Kilogramm
- Tiefton:
- Nicht angegeben. Der Hersteller nennt weder Frequenzbereich noch untere Grenzfrequenz, auch nicht für das Zehn-Zoll-Bassgehäuse
- Kaufbox am Prüftag:
- Kaufbox vorhanden, Verfügbarkeitshinweis auf der Angebotsseite: nur noch sieben auf Lager
- Passt zu:
- Wohnräume, in denen ein Riegel von 114 Zentimetern und ein Bassgehäuse mit zehn Zoll aufgestellt werden können und in denen drei zusätzliche Zuspieler an den Riegel sollen. Das Angebot hat als einziges dieser Auswahl drei HDMI-Eingänge neben dem Rückkanal.
- Passt nicht zu:
- Wer eine Zahl braucht, um seinen Raum einzuschätzen. Es gibt hier keine. Ebenso ungeeignet für alle, die hintere Kanäle wollen; die Zahl 7.1.2 im Titel bezieht sich nicht auf den Lieferumfang dieses Angebots.
- Bleibt offen:
- Woher die 340 Watt und die 30 Hertz im Datenfeld stammen, bleibt offen; beim Hersteller kommt keine der beiden Zahlen vor. Offen bleibt ebenso, welche Garantiefrist in Deutschland tatsächlich gilt, weil Angebotsseite und Herstellerseite unterschiedliche Fristen nennen.
Wer dahintersteht
Firma: Polk Audio, im Datenfeld der Angebotsseite zugleich als Marke und als Hersteller geführt
Sitz: 5541 Fermi Court, Carlsbad, Kalifornien 92008, Vereinigte Staaten, laut Fußzeile der Herstellerseite
Gegründet: Nicht angegeben: Die Herstellerseite nennt kein Gründungsjahr und keine Registerdaten
Kontakt: Telefonnummer 1-800-377-7655 und ein Chatfenster auf der Herstellerseite, beides für den nordamerikanischen Markt; ein deutschsprachiger Weg ist dort nicht ausgewiesen
Erreichbarkeit: Nicht angegeben: Die Herstellerseite nennt weder Zeiten noch eine Zeitzone
Garantie: Ein Jahr auf die Elektronik und drei Jahre auf die Chassis laut Herstellerseite, jeweils nur für den Erstkäufer; das Datenfeld der Angebotsseite nennt abweichend zwei Jahre Herstellergarantie
Norm und Konformität: Nicht angegeben: Die Herstellerseite nennt keine Norm und keine Messbedingung, weil sie überhaupt keine Messwerte veröffentlicht
Herkunft: Nicht angegeben: Das Datenfeld der Angebotsseite lässt das Herkunftsland aus, die Herstellerseite nennt allein den Firmensitz in Kalifornien
Gewicht laut Hersteller: Riegel 5,83 Kilogramm, Bassgehäuse 11,9 Kilogramm laut Herstellerseite
Markteinführung: Nicht angegeben: Der Hersteller führt das Gerät unter der Nummer 300542 in der MagniFi-Reihe, ohne Erscheinungsdatum

Sony BRAVIA Theatre Bar 7
Sony BRAVIA Theatre Bar 7, einzelne Soundbar mit neun Lautsprechereinheiten, Dolby Atmos, DTS:X, 360 Spatial Sound Mapping
Dieses Angebot ist der Nachfolger im Regal für ein Gerät, das es nicht mehr gibt. Die Angebotsseite der Bar 9 desselben Herstellers trägt zum Prüftag den Hinweis, dass sie derzeit nicht verfügbar ist, und beide Kennungen hängen an derselben Elternkennung. Die Bar 7 ist der einzige Riegel dieser Auswahl ohne separates Bassgehäuse. Für einen weiten Raum ist das die härteste Einschränkung, weil der Tiefton hier aus passiven Membranen in einem 6,4 Zentimeter hohen Gehäuse kommt.
Quellenlage: Für dieses Angebot gibt es keine prüfbare Herstellerangabe. Der deutsche Auftritt des Herstellers antwortet auf jede Adresse mit dem Statuscode 403 und rund 180 Byte, die Hilfeseiten mit 404. Damit bleibt allein die Angebotsseite, und die trägt zwei Zahlen, die keine Kennzahl sind: 90 Watt ohne Art und eine 9 im Feld für die Kanalangabe.
Widersprüche in den Datenfeldern: Das Feld Lautsprechergröße trägt 1015 Millimeter, das Maßfeld derselben Seite 95 Zentimeter Breite. Beide können nicht stimmen. Das Feld Anzahl Audiokanäle trägt die Ziffer 9 und beantwortet damit eine andere Frage als die gestellte. Das Garantiefeld trägt den englischen Eintrag 1 year auf einer deutschsprachigen Seite. Die Herstellermodellnummer HT-A7100 wirkt zunächst falsch, ist aber echt: Ein Zubehörangebot desselben Herstellers auf derselben Seite listet sie neben A9000 und A8000 als kompatible Bezeichnung auf.
Spricht dafür
- Schmalster Riegel dieser Auswahl, passt mit 95 Zentimetern unter kleinere Fernseher
- Nach oben und zur Seite abstrahlende Chassis sind in der Aufzählung ausdrücklich genannt
- Passive Membranen für den Tiefton, dadurch kein zusätzliches Gehäuse nötig
- Wandhalterung und Bohrschablone liegen laut Lieferumfang bei
- Kopplung mit den Fernsehern desselben Herstellers ist eigens beschrieben
- Einziges Angebot der Auswahl, das ohne jede zusätzliche Stellfläche auskommt
Spricht dagegen
- Keine einzige Herstellerangabe ist prüfbar, weil der Auftritt gesperrt antwortet
- Das Feld für die Kanalangabe trägt die Zahl der Lautsprechereinheiten
- Zwei verschiedene Breitenangaben auf derselben Angebotsseite
- Kein Bassgehäuse, damit die schwächste Bauform dieser Auswahl für weite Räume
- Die 90 Watt stehen ohne Angabe der Art und ohne Entsprechung beim Hersteller
- Neben der regulären Kaufbox liegt auf der Seite ein zweiter Knopf für Gebrauchtware
- Bestückung:
- Laut Aufzählung Hochtöner, ein breitbandiger Mittenkanal, nach oben und zur Seite abstrahlende Chassis, Tieftöner und passive Membranen; der Titel nennt neun Einheiten, eine Aufschlüsselung fehlt
- Maße und Gewicht:
- 95 mal 6,4 mal 12,5 Zentimeter laut Maßfeld; das Feld Lautsprechergröße nennt abweichend 1015 Millimeter
- Tiefton:
- 60 Hertz als Einzelwert im Datenfeld, ohne Toleranz und ohne oberen Wert. Ein Bassgehäuse gehört nicht zum Lieferumfang; der Tiefton kommt aus passiven Membranen im Riegel
- Kaufbox am Prüftag:
- Kaufbox vorhanden, Verfügbarkeitshinweis auf der Angebotsseite: auf Lager. Auf derselben Seite liegt zusätzlich der Knopf für den Gebrauchtkauf
- Passt zu:
- Wohnräume, in denen kein zusätzliches Gehäuse aufgestellt werden kann oder soll und in denen der Fernseher desselben Herstellers steht, weil die Kopplung mit dessen Fernsehern eigens beworben wird. Der Riegel ist mit 95 Zentimetern der schmalste dieser Auswahl.
- Passt nicht zu:
- Genau der Zweck dieser Seite. Ein einzelner Riegel ohne Bassgehäuse ist für einen weiten Raum die schwächste der vier Bauformen, und dieses Angebot ist zugleich das einzige, für das sich keine einzige Herstellerangabe nachprüfen lässt.
- Bleibt offen:
- Offen bleibt alles, was diese Seite fragt. Es gibt keinen Pegel, keine Fläche, keine benannte Leistungsart, keine Kanalangabe und keine Grenzfrequenz mit Toleranz. Offen bleibt außerdem, ob die 90 Watt eine Dauer- oder eine Spitzenangabe sind und ob sie überhaupt vom Hersteller stammen.
Wer dahintersteht
Firma: Sony, im Datenfeld der Angebotsseite zugleich als Marke und als Hersteller geführt
Sitz: Nicht angegeben: Der deutsche Herstellerauftritt ist für automatisierte Abrufe gesperrt und antwortet auf jede Adresse mit dem Statuscode 403, ein Impressum ist auf diesem Weg nicht erreichbar
Gegründet: Nicht angegeben: Aus derselben Sperre heraus nicht belegbar
Kontakt: Nicht angegeben: Die Supportseiten des Herstellers antworten mit 403 beziehungsweise 404, die Angebotsseite nennt keinen Kontaktweg
Erreichbarkeit: Nicht angegeben: Aus derselben Sperre heraus nicht belegbar
Garantie: Das Datenfeld der Angebotsseite trägt den englischen Eintrag 1 year; die gesetzliche Gewährleistung in Deutschland beträgt davon unabhängig zwei Jahre
Norm und Konformität: Nicht angegeben: Weder Angebotsseite noch erreichbare Herstellerdokumente benennen eine Messnorm
Herkunft: Herkunftsland laut Datenfeld der Angebotsseite Vietnam
Gewicht laut Hersteller: Nicht angegeben: Das Datenfeld der Angebotsseite lässt das Gewicht aus und nennt nur die Maße
Markteinführung: Nicht angegeben: Die Herstellermodellnummer lautet HT-A7100, ein Erscheinungsdatum steht nicht dabei
Wer misst, was hier fehlt — und wer nichts davon vorschreibt
Ein Messverfahren für genau diese Zahlen gibt es. Die Reihe IEC 60268 trägt den Titel „Sound system equipment“ und umfasst derzeit einunddreißig gültige Dokumente. Teil 3 in der fünften Ausgabe von 2018 behandelt Verstärker und gilt laut eigenem Anwendungsbereich für analoge Verstärker und die analogen Teile analog-digitaler Verstärker, „which form part of a sound system for professional or household applications“. Er legt fest, welche Kenngrößen in einer Verstärkerspezifikation stehen sollten und wie sie zu messen sind. Teil 21 von 2018 beschreibt akustische Messungen am Ausgang und nennt in seinem Anwendungsbereich ausdrücklich Lautsprecher, Fernsehgeräte und Multimediageräte. Teil 23 von 2023 behandelt sogar eigens Lautsprechersysteme für Fernsehgeräte und Monitore.
Zwei Anmerkungen dazu, weil beide oft falsch wiedergegeben werden. Erstens führt die Reihe keinen Teil 5 mehr; der frühere Teil zu Lautsprechern wurde zurückgezogen und durch die Teile 21 und 22 abgelöst. Zweitens, und das ist der entscheidende Punkt: Keines dieser Dokumente ist verbindlich. Teil 3 formuliert, welche Kenngrößen aufgeführt werden sollten, nicht müssen. Eine Norm dieser Reihe wird erst dann zur Pflicht, wenn ein Gesetz auf sie verweist, und für die Leistungs- oder Pegelangabe einer Soundbar tut das kein Gesetz.
Es gibt allerdings eine europäische Vorschrift, die eine Soundbar sehr wohl erfasst. Die Verordnung (EU) 2023/826 über die umweltgerechte Gestaltung im Aus-Zustand, im Bereitschaftszustand und im vernetzten Bereitschaftsbetrieb führt in ihrem Geltungsbereich unter Unterhaltungselektronik ausdrücklich „Audioverstärker“, „Lautsprecher“ und „Heimkinosysteme“ auf. Sie schreibt vor, wie viel ein solches Gerät aufnehmen darf, wenn es aus ist oder wartet. Wie laut es sein darf, wenn es an ist, schreibt sie nicht vor, und eine Angabepflicht zur Ausgangsleistung enthält sie nicht. Der einzige verbindliche Zahlenwert an einer Soundbar betrifft also den Verbrauch im Nichtstun.
Bleibt die Frage, was ein unabhängiger Prüfer misst. Die Stiftung Warentest führt seit Jahren eine Datenbank zu Soundbars und Soundplates; im Stand vom 6. Mai 2026 enthält sie 210 Geräte, davon 121 noch erhältliche. Das Prüfprogramm gewichtet den Ton mit 70 Prozent, die Handhabung mit 20 Prozent und den Stromverbrauch mit 10 Prozent. Unter dem Punkt Ton heißt es wörtlich, dass im Rahmen technischer Messungen „unter anderem den Schalldruck (für den gesamten von den Lautsprechern wiedergegebenen Frequenzbereich) und den Frequenzverlauf“ ermittelt werde. Der Schalldruck wird dort also gemessen — aber er geht in eine Note ein und wird nicht als Zahl veröffentlicht. Eine Raumgröße kommt im gesamten Prüfprogramm nicht vor, eine Wattzahl ebenso wenig. Die einzige Stelle, die den Pegel systematisch erhebt, verknüpft ihn mit keinem Quadratmeter.
Wenn die Datenfelder gegeneinander stehen
Auf den fünf Angebotsseiten dieser Auswahl stehen einundzwanzig Einträge, die sich mit einer anderen Angabe derselben Seite oder mit der Unterlage des Herstellers nicht vereinbaren lassen. Sie sind bei den einzelnen Geräten oben aufgeführt; hier stehen die Muster, weil sie sich in jeder anderen Warengruppe wiederfinden.
Das erste Muster ist der Feldname, der etwas anderes trägt als seinen Inhalt. Bei ULTIMEA steht der maximale Schalldruck des Herstellers im Feld für den Störabstand. Bei Sony steht die Zahl der Lautsprechereinheiten im Feld für die Kanäle. Bei Teufel steht die Größe des Bassgehäuses im Feld für die Lautsprechergröße, obwohl der Riegel 114 Zentimeter misst. Wer solche Felder in einer Vergleichstabelle nebeneinanderlegt, vergleicht Katalogpflege und nicht Technik.
Das zweite Muster sind vertauschte Achsen. Bei ULTIMEA lautet das Maßfeld 110 Tiefe mal 10 Breite mal 7 Höhe in Zentimetern, obwohl der Riegel 110 Zentimeter breit und 10 Zentimeter tief ist. Bei Polk lautet es 11,8 Tiefe mal 114,3 Breite mal 7,2 Höhe, während der Hersteller 118 Millimeter Höhe und 72 Millimeter Tiefe angibt — auch hier sind zwei Achsen getauscht. Beides fällt nur auf, wenn man die Herstellerunterlage danebenlegt.
Das dritte Muster ist der Eintrag, der schlicht nicht zum Gerät gehört. Beim Nubert-Sockel trägt das Feld Stromquelle den Eintrag batteriebetrieben, dazu die Zeile, es sei eine Knopfzelle vom Typ CR2032 erforderlich, und eine durchschnittliche Batterielebensdauer von einer Stunde. Gemeint ist die Fernbedienung; das Gerät wiegt 29,5 Kilogramm und hängt am Netz. Dieselbe Seite führt eine Subwoofer-Anschlusstechnologie, obwohl es kein Bassgehäuse gibt. Bei Polk steht in der Aufzählung ebenfalls „Stromquellentyp: Batteriebetrieben“, während dieselbe Seite 230 Volt Eingangsspannung nennt.
Das vierte Muster ist die Zahl ohne Herkunft. Polk veröffentlicht keine einzige akustische oder elektrische Kennzahl — kein Watt, kein Hertz, kein Dezibel. Trotzdem trägt die Angebotsseite 340 Watt und 30 Hertz. Bei Nubert lautet der Eintrag im Feld Frequenzgang „33,22 Hz“; der Hersteller nennt 32 Hertz unten und 22.000 Hertz oben. Es sieht aus, als seien beide Grenzen zu einer Zahl verschmolzen worden. Und beim Gewicht desselben Geräts stehen 36 Kilogramm im Datenfeld, 29,5 Kilogramm im Datenblatt und „fast 30 Kilo“ im Prüfbericht der Stiftung Warentest; die beiden letzten stimmen überein, das Datenfeld nicht.
Ein fünftes Muster betrifft nicht die Felder, sondern die Fundstelle. Auf der Sony-Seite steht zweimal eine Quadratmeterangabe, und beide Male stammt sie aus einer Kundenmeinung, nicht vom Hersteller. Von neun Wattangaben im gesamten Seitentext gehören zwei zum Gerät, fünf zu fremden Produkten in Empfehlungsstreifen und zwei zu einer Verbrauchsmessung eines Käufers. Wer eine Produktseite im Volltext nach Zahlen durchsucht, zählt in dieser Warengruppe zwangsläufig die Konkurrenz mit.
Wohin die vier Wege führen
Vier Gabelungen, vier Antworten, und keine davon heißt „das beste Modell“. Wer seinen Raum in Kubikmetern kennt und unter etwa achtzig bleibt, dabei zwei bis vier Meter entfernt sitzt und einen Platz für ein zusätzliches Gehäuse hat, kommt bei der Teufel CINEBAR LUX Ambition heraus. Sie ist das einzige Angebot dieser Auswahl, bei dem sich der Pegel für die eigene Sitzposition ausrechnen lässt, weil Schalldruck und Messabstand beide dastehen, und die einzige, deren Leistungsangabe als RMS gekennzeichnet ist. Das ist der Grund für die Auszeichnung und der einzige.
Wer weiter weg sitzt oder einen offenen Grundriss hat, landet bei der ULTIMEA Skywave X70, weil sie als einzige zwei eigene Rückwege mitbringt und den Schall nicht nur von vorn liefert. Wer Musik ebenso ernst nimmt wie Filme und den Fernseher auf ein tragfähiges Möbel stellen kann, landet beim Nubert-Sockel, dessen zwei Tieftöner mit 204 Millimetern in dieser Auswahl die größte Membranfläche in einem einzelnen Gehäuse haben. Wer drei Zuspieler an ein Gerät hängen will, landet bei Polk mit seinen drei Eingängen. Und wer partout kein zweites Gehäuse im Zimmer haben will, landet beim Sony-Riegel — mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass das für einen weiten Raum die schwächste der vier Bauformen ist und dass sich für dieses Gerät keine einzige Herstellerangabe nachprüfen ließ.
Was diese Seite nicht beantworten kann, ist die Frage, die im Suchfeld steht. Ob eine dieser fünf Soundbars Ihren Raum füllt, steht in keiner Unterlage, weil keine Unterlage Ihren Raum kennt. Was sich beantworten ließ, ist die Vorfrage: welcher Anbieter überhaupt die Zahlen herausgibt, mit denen sich das abschätzen lässt. Einer von fünf gibt alle vier heraus, einer zwei, einer zwei mit Einschränkung, und bei zweien ist die Antwort null. Wer den Rahmen weiter fassen und zuerst die Grundfragen klären will, findet den Einstieg im Überblick zu den Soundbars dieses Jahrgangs, der Bauformen und Anschlüsse getrennt behandelt.
Ein Satz zum Vorgehen, weil er zur Einordnung gehört: Für diese Seite wurde jede der fünf Kennungen am 05.09.2026 einzeln abgerufen und auf Kaufbox, Verfügbarkeitshinweis, Marke und Kanonisierung geprüft. Zwei Kennungen der vorherigen Fassung sind dabei ausgeschieden — eine trug den Hinweis, sie sei derzeit nicht verfügbar, die andere hatte keine Kaufbox mehr. Beide wurden ersetzt. Anschließend wurde für jedes verbliebene Angebot das Datenblatt des Herstellers gesucht und gegen die Angebotsseite gehalten. In einem Fall war das nicht durchführbar, weil der Herstellerauftritt jede Anfrage abweist; das steht bei diesem Gerät ausdrücklich dabei, statt durch eine Vermutung ersetzt zu werden.

