Mit oder ohne Gefrierfach? 46 bis 57 Kilowattstunden im Jahr, die das Etikett nicht zeigt
Ein Unterbau-Kühlschrank mit Gefrierfach verbraucht im selben Gehäuse rund 60 Prozent mehr Strom als das Modell ohne Fach — und trägt trotzdem dieselbe Energieeffizienzklasse. Das zeigen vier Paare aus dem EU-Register, je ein Gerät ohne und eines mit Vier-Sterne-Fach desselben Herstellers. Der Mehrverbrauch liegt zwischen 46 und 57 Kilowattstunden im Jahr. Dazu kostet das Fach Platz: 34 bis 40 Liter Kühlraum für 14 bis 17 Liter Gefrierraum.
Was die vier Registerpaare zeigen
Gorenje RIU609EA1 und RBIU609EA1: 93 gegen 148 Kilowattstunden, beide Klasse E. Amica UVKSD 351 961 und UKSD 361 961: 71 gegen 117, beide Klasse D. Amica UVKSD 351 951 und UKSD 361 951: 89 gegen 146, beide E. Amica UVKSS 351 901 und UKSX 361 901: 92 gegen 147, beide E. Viermal steigt der Verbrauch um 59 bis 65 Prozent, viermal bleibt die Klasse gleich. Wer im Shop nach Effizienzklasse filtert, sieht den Unterschied nicht. Er steht in Kilowattstunden auf demselben Etikett, eine Zeile tiefer. Beim durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde, den der Branchenverband BDEW für 2026 nennt, sind das 17,02 bis 21,09 Euro im Jahr.
Die Rechnung ist keine Empfehlung gegen das Gefrierfach. Wer unter der Arbeitsplatte das einzige Kühlgerät der Wohnung einbaut, hat ohne Fach überhaupt keinen Platz für Eiswürfel. Sie ist eine Rechnung für alle, die einen Gefrierschrank oder eine Kühl-Gefrier-Kombination schon besitzen und das Fach im Unterbau nur aus Gewohnheit mitkaufen.
Diese Seite erprobt keine Geräte selbst. Sie hält am 01.10.2026 die Datensätze der europäischen Produktdatenbank EPREL gegen die Angebote derselben Geräte und gegen die Unterlagen der Hersteller. Siebzehn Angebote wurden gesichtet, fünf aufgenommen: zwei Paare mit und ohne Gefrierfach in 60 und 50 Zentimetern Breite und ein fünftes Gerät für warme Räume und offene Küchen. Wer einen Kühlschrank für den Hochschrank sucht, ist im Überblick zu Einbaukühlschränken richtig; dort geht es um Nischen von 88 Zentimetern aufwärts.
60 oder 50 Zentimeter breit: welche Lücke unter der Arbeitsplatte welches Gerät verlangt
Die zweite Gabelung ist die Breite, und sie entscheidet sich nicht im Shop, sondern am Zollstock. Die Lücke, in die ein Unterbau-Kühlschrank kommt, ist der Platz eines Unterschranks, und die Geräte im gesichteten Feld gibt es in zwei Breiten. Die drei 60er der Auswahl messen laut EU-Register 595 bis 598 Millimeter in der Breite, die beiden 50er 495 Millimeter.
Zwischen diesen beiden Größen gibt es im gesichteten Feld wenig. Ein Angebot von respekta nennt 47,5 Zentimeter Breite, hatte aber am Prüftag keine Kaufbox. Ein Unterbaugerät mit 45 oder 55 Zentimetern, nach dem in der Suche gefragt wird, fand sich im gesichteten Feld nicht. Wer eine solche Lücke hat, prüft, ob sie sich auf 50 oder 60 Zentimeter umbauen lässt — oder nimmt den Weg über ein freistehendes Gerät, der weiter unten beschrieben ist.
Mit der Breite ändert sich mehr als der Platz. Die 50-Zentimeter-Geräte haben 103 Liter Kühlraum ohne und 68 Liter mit Gefrierfach, die 60er 134 bis 138 Liter ohne und 104 Liter mit Fach. Bei gleichem Gefrierfach ist das 50er-Gerät im Kühlraum also um ein Drittel kleiner. Wer für mehrere Personen kühlt, kommt mit keinem der fünf auf die Literzahl eines Standgeräts — dafür ist die Kühl-Gefrier-Kombination gebaut, nicht der Unterbau.
Im schmalen Gehäuse kostet das Gefrierfach anteilig mehr. Beim Gorenje-Paar nimmt das Fach 34 von 138 Litern Kühlraum weg, ein Viertel. Beim schmalen Amica-Paar nimmt es 35 von 103 Litern, ein Drittel, weil ein Fach von 14 Litern fast so viel Platz braucht wie eines von 17. Wer eine 50-Zentimeter-Lücke hat und ein Gefrierfach will, behält deshalb mit 68 Litern weniger Kühlraum, als viele erwarten, wenn sie die 103 Liter des Vollraumgeräts gesehen haben.
Die Tiefe liegt laut Register bei allen fünf zwischen 545 und 555 Millimetern. Entscheidend ist die Höhe, und ihr gehört ein eigener Abschnitt weiter unten. Wer zuerst wissen will, wie groß ein freistehendes Gerät mit Gefrierfach im Vergleich ausfällt, findet die Bauform im Überblick zu Kühlschränken mit Gefrierfach.
Welcher Unterbau-Kühlschrank ist gut? Fünf Geräte nebeneinander
Alle Werte der Tabelle stammen aus dem EU-Register EPREL, abgerufen am 01.10.2026; die Registrierungsnummer steht im Einzelprofil. Die Reihenfolge folgt den beiden Paaren, das fünfte Gerät steht am Ende. Gut ist hier nicht ein Gerät, sondern eine Kombination aus Lücke, Fach und Aufstellraum — die Tabelle zeigt, welches Gerät welche Kombination abdeckt.
| Gerät | Breite · Gefrierfach | Klasse · Verbrauch | Kühl- / Gefrierraum | Gerätemaß H × B × T | Raumtemperatur | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
Gorenje RIU609EA1 Award: größter Kühlraum, niedrigster Verbrauch je Liter4,5 Sterne bei 7 Rezensionen am 01.10.2026 | 60 cm · ohne | E · 93 kWh/Jahr | 138 L / — | 818 × 595 × 545 mm | N, SN, ST · 10 bis 38 °C | Ansehen |
Gorenje RBIU609EA1Award: größtes Gefrierfach der Auswahl4,6 Sterne bei 9 Rezensionen am 01.10.2026 | 60 cm · 17 L, vier Sterne | E · 148 kWh/Jahr | 104 L / 17 L | 818 × 595 × 545 mm | N, SN, ST · 10 bis 38 °C | Ansehen |
Amica UVKSD 351 961Award: niedrigster Jahresverbrauch der Auswahl, Klasse D4,0 Sterne bei 17 Rezensionen am 01.10.2026 | 50 cm · ohne | D · 71 kWh/Jahr | 103 L / — | 815 × 495 × 555 mm | ST · 16 bis 38 °C | Ansehen |
Amica UKSD 361 961Award: sparsamstes Gerät mit Gefrierfach4,3 Sterne bei 22 Rezensionen am 01.10.2026 | 50 cm · 14 L, vier Sterne | D · 117 kWh/Jahr | 68 L / 14 L | 815 × 495 × 555 mm | ST · 16 bis 38 °C | Ansehen |
Siemens KU21RADE0Award: breitester Klimabereich und Tür mit Softeinzug4,7 Sterne bei 12 Rezensionen am 01.10.2026 | 60 cm · ohne | E · 93 kWh/Jahr | 134 L / — | 820 × 598 × 548 mm | SN, T · 10 bis 43 °C | Ansehen |
Die Auszeichnung geht an den Gorenje RIU609EA1. Er hat mit 138 Litern den größten Kühlraum der Auswahl und braucht dafür 93 Kilowattstunden im Jahr, also 0,67 Kilowattstunden je Liter — der niedrigste Wert der fünf. Die Nebenauszeichnungen tragen je eine Eigenschaft, die im Feld nur einmal vorkommt: der niedrigste Jahresverbrauch, das sparsamste Gerät mit Fach, das größte Fach, der breiteste Temperaturbereich.
Preise stehen hier nicht, weil sie sich schneller ändern als jede Angabe im Register. Die Preislage lässt sich beschreiben: Am Prüftag lagen die beiden schmalen Amica-Geräte am unteren Ende, die beiden Gorenje in der Mitte und der Siemens deutlich darüber; das Modell mit Fach war in beiden Paaren teurer als das ohne. Die Rezensionszahlen sind am 01.10.2026 von der Detailseite abgelesen und klein: Kein Unterbaugerät im gesichteten Feld kam auf mehr als 62 Rezensionen, die fünf hier haben zwischen 7 und 22.
Vier Fragen zum passenden Unterbau-Kühlschrank
Jede Regel folgt aus den Registerdaten der fünf Geräte: Breite, Gefrierfach, Klimaklasse und Geräuschwert.
Ergebnis
Gorenje RIU609EA1
138 Liter Kühlraum bei 93 kWh, der niedrigste Verbrauch je Liter der Auswahl.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Breite: 50 Zentimeter und Raum: Kann unter 16 °C fallen, dann Keines der beiden 50er. Beide Amica-Geräte sind laut Register nur für 16 bis 38 °C eingestuft. Für kühle Räume gehört die Frage auf die Seite zum Kühlschrank für die Garage. Kühlschrank für die Garage
- Wenn Breite: 50 Zentimeter und Gefrierfach: Nein, ein Gefriergerät ist schon da, dann Amica UVKSD 351 961. 103 Liter Kühlraum, 71 kWh im Jahr, Klasse D — der niedrigste Verbrauch der Auswahl. Auf die Endziffer achten: der UVKSD 351 951 braucht 89 kWh.
- Wenn Breite: 50 Zentimeter und Gefrierfach: Ja, es ist das einzige Kühlgerät, dann Amica UKSD 361 961. 68 Liter Kühlraum und 14 Liter Gefrierfach bei 117 kWh, Klasse D — sparsamstes Gerät mit Fach. Der Zwilling UKSD 361 951 braucht 146 kWh.
- Wenn Breite: 60 Zentimeter und Raum: Kann über 38 °C steigen, dann Siemens KU21RADE0. Als einziges Gerät der Auswahl mit Klimaklasse T eingestuft, Betrieb laut Register bis 43 °C.
- Wenn Breite: 60 Zentimeter und Gefrierfach: Ja, es ist das einzige Kühlgerät, dann Gorenje RBIU609EA1. 104 Liter Kühlraum und 17 Liter Gefrierfach bei 148 kWh. Ohne Fach wären es im selben Gehäuse 138 Liter und 93 kWh.
- Wenn Breite: 60 Zentimeter und Gefrierfach: Nein, ein Gefriergerät ist schon da und Wohnküche: Ja, es soll so leise wie möglich sein, dann Siemens KU21RADE0. 35 dB(A) in Geräuschklasse B — zwei Dezibel unter dem Gorenje, in einer deutlich höheren Preislage.
- Wenn Breite: 60 Zentimeter und Gefrierfach: Nein, ein Gefriergerät ist schon da, dann Gorenje RIU609EA1. 138 Liter Kühlraum bei 93 kWh, der niedrigste Verbrauch je Liter der Auswahl.
- In jedem anderen Fall: Nicht hinterlegt. Für diese Kombination nennt keiner der fünf Registereinträge eine passende Einstufung.
Regeln aus den EPREL-Datensätzen der fünf Geräte (Breite, Fächer, Jahresverbrauch, Klimaklassen, Geräuschwert), abgerufen am 01.10.2026.
Festtür, Flachscharnier oder dekorfähig: wie die Front an das Gerät kommt
Die dritte Gabelung ist die Tür, und sie entscheidet, ob die Front zur übrigen Küche passt. Gefragt wird oft nach Festtür oder Schlepptür. Bei der Festtür wird die Möbelfront fest auf die Gerätetür geschraubt, beide bewegen sich als ein Teil. Bei der Schlepptür hängt die Möbelfront an eigenen Scharnieren am Möbel und zieht die Gerätetür über eine Gleitschiene mit. Keines der fünf Geräte ist vom Hersteller als Schlepptür-Gerät angegeben.
Siemens nennt für den KU21RADE0 ein „Flachscharnier mit Softeinzug" und einen Türanschlag rechts, der sich wechseln lässt. Das Angebot beschreibt, was der Softeinzug tut: Die Tür schließt sich selbst, sobald sie auf 20 Grad oder weniger geöffnet ist. Das ist das einzige der fünf Geräte mit einer solchen Angabe.
Beim Türanschlag sind sich alle drei Hersteller einig: Bei allen fünf Geräten lässt er sich laut Produktseite wechseln. Das zählt in einer Küchenzeile mehr als bei einem freistehenden Gerät, weil die Tür nicht gegen einen Hochschrank, eine Wand oder den Griff des Nachbarschranks schlagen darf. Der Wechsel gehört vor den Einbau, nicht danach — sobald die Front montiert ist, muss sie dafür wieder herunter.
Bei Gorenje widerspricht sich die Produktseite selbst. Im Titel und im Datenblatt beider Modelle steht „Festtürtechnik", in der Merkmalsleiste derselben Seiten „Flaches Scharnier". Die Tür lässt sich laut Produktseite bis zu einem Winkel von 115 Grad öffnen. Und als Türmaterial nennen Produktseite und Angebot „Gebürstetes Metall" — für eine Tür, die hinter einer Möbelfront verschwindet.
Die beiden Amica-Geräte sind „dekorierbar", wie es auf der Produktseite heißt, und werden laut Angebot ohne Möbelfront geliefert. Welche Maße und welches Gewicht die Front haben darf, nennt weder die Produktseite noch das Angebot; die Produktinformation liegt nur als PDF vor. Wie sich Unterbau, Einbau und freistehende Geräte im übrigen Sortiment aufteilen, ordnet der Kühlschrank-Ratgeber ein.
82 Zentimeter Nischenhöhe: drei Hersteller, drei Toleranzen
Die Höhe ist das Maß, an dem ein Unterbaugerät passt oder nicht. Alle fünf Geräte sind laut EU-Register zwischen 815 und 820 Millimeter hoch. Interessanter ist, welche Nische die Hersteller dafür verlangen, denn hier gehen die Angaben weit auseinander.
| Gerät | Gerätehöhe laut Register | Nischenhöhe laut Hersteller | Nischenbreite | Nischentiefe |
|---|---|---|---|---|
| Siemens KU21RADE0 | 820 mm | 820 mm minimal, 820 mm maximal | 600 mm | 550 mm, laut Anleitung empfohlen 560 mm |
| Gorenje RIU609EA1 und RBIU609EA1 | 818 mm | 820 bis 900 mm | 600 mm | mindestens 550 mm |
| Amica UVKSD 351 961 und UKSD 361 961 | 815 mm | 818 bis 820 mm | 500 mm | mindestens 570 mm |
Siemens gibt für die Nischenhöhe einen Mindest- und einen Höchstwert an, und beide lauten 820 Millimeter. Amica lässt laut Einbauzeichnung zwei Millimeter Spielraum, Gorenje achtzig. Eine Nische, die an einer Stelle 825 Millimeter misst, liegt damit nach Herstellerangabe nur noch im Bereich der beiden Gorenje. Wie das Gerät die Spanne bis 900 Millimeter überbrückt, steht auf der Produktseite nicht; die Installationsanleitung liegt nur als PDF vor.
Bei der Tiefe ist es umgekehrt. Die beiden schmalen Amica-Geräte sind laut Register 555 Millimeter tief und verlangen laut Zeichnung eine Nische von mindestens 570 Millimetern, die anderen kommen mit 550 aus. Siemens nennt in der Anleitung einen Grund, warum mehr Tiefe hilft: Bei einer geringeren Nischentiefe als den empfohlenen 560 Millimetern erhöhe sich die Energieaufnahme geringfügig.
Zwei Angebotsangaben führen hier in die Irre. Beide Amica-Angebote schreiben, das Gerät sei für eine Nischenhöhe von 81,5 Zentimetern ausgelegt — das ist die Gerätehöhe, die Zeichnung des Herstellers verlangt mindestens 818 Millimeter. Und beim Siemens nennt die Variantenauswahl „84 x 60 cm", während Titel und Herstellerseite 82 Zentimeter angeben. Gemessen wird deshalb die Nische, nicht das Angebot gelesen.
Gemessen wird an mehr als einer Stelle. Die Höhe vom Boden bis zur Unterkante der Arbeitsplatte vorn links, vorn rechts und hinten, denn alte Böden und Platten sind selten gerade. Die Breite zwischen den Seitenwänden vorn und hinten. Die Tiefe von der Vorderkante des Korpus bis zur Wand, und zwar an der Stelle, an der Steckdose, Wasserleitung oder Sockelleiste am weitesten vorstehen. Der kleinste Wert jeder Richtung ist der, der zählt.
Braucht ein Unterbau-Kühlschrank Belüftung? Was die Hersteller schreiben
Ja, und Siemens nennt dafür einen Grund, der über den Stromverbrauch hinausgeht. In den Sicherheitshinweisen der Anleitung zum KU21RADE0 steht, dass bei verschlossenen Lüftungsöffnungen und einem Leck im Kältekreislauf ein brennbares Gas-Luft-Gemisch entstehen kann. Daraus folgt die Anweisung, Lüftungsöffnungen im Gerätegehäuse oder im Einbaugehäuse nicht zu verschließen. Dazu verlangt Siemens einen Raum von mindestens einem Kubikmeter je acht Gramm Kältemittel; die Menge steht auf dem Typenschild.
Wie groß die Öffnung sein muss und wo sie sitzt, nennt keine der geprüften Herstellerseiten in HTML. Die Einbauzeichnung der beiden Amica-Geräte zeigt zwei geschlitzte Leisten an der Vorderkante des Geräts, eine oben mit A und eine unten mit C markiert; eine Legende dazu gibt es auf der Produktseite nicht. Gorenje nennt auf der Produktseite zur Belüftung nichts. Ein Lüftungsgitter in der Arbeitsplatte verlangt keine der geprüften Unterlagen.
Für den Abstand zur Wand gilt, was im Abschnitt zur Nische steht: Die Hersteller geben eine Nischentiefe vor, und Siemens empfiehlt 560 Millimeter, also gut einen Zentimeter Luft hinter dem 548 Millimeter tiefen Gerät. Wer zwei Kühlgeräte nebeneinander einbaut, findet in derselben Anleitung einen weiteren Wert: mindestens 150 Millimeter zwischen den Geräten, sofern Händler oder Küchenplaner nichts anderes freigeben.
Genaue Lüftungsmaße stehen, wenn überhaupt, in den Montageanleitungen, die alle drei Hersteller nur als PDF anbieten. Wer eine Küche plant, liest die Anleitung für genau das Modell, das bestellt wird, bevor die Sockelblende zugeschnitten wird. Ein Unterbaugerät, das ständig läuft und die Arbeitsplatte darüber erwärmt, ist meist kein defektes Gerät, sondern eine Nische ohne Luft — die Fehlertabelle weiter unten nennt die Reihenfolge der Prüfung.
Klimaklasse: in welchem Raum die fünf Geräte laufen dürfen
Die vierte Gabelung betrifft den Raum. Jedes Kühlgerät ist im EU-Register einer oder mehreren Klimaklassen zugeordnet, und aus ihnen ergibt sich der Bereich der Raumtemperatur, für den der Hersteller den Betrieb angibt. Bei den fünf Geräten reicht dieser Bereich von 10 bis 43 °C beim Siemens, von 10 bis 38 °C bei den beiden Gorenje und von 16 bis 38 °C bei den beiden schmalen Amica-Geräten.
| Gerät | Klimaklassen laut Register | Raumtemperatur |
|---|---|---|
| Gorenje RIU609EA1 | N, SN, ST | 10 bis 38 °C |
| Gorenje RBIU609EA1 | N, SN, ST | 10 bis 38 °C |
| Amica UVKSD 351 961 | ST | 16 bis 38 °C |
| Amica UKSD 361 961 | ST | 16 bis 38 °C |
| Siemens KU21RADE0 | SN, T | 10 bis 43 °C |
Für eine beheizte Küche spielt das keine Rolle. Es spielt eine Rolle für drei Orte, an denen Unterbaugeräte ebenfalls stehen: die Küchenzeile im Ferienhaus, die im Winter kalt bleibt, den Hauswirtschaftsraum ohne Heizung und die Dachgeschossküche im Sommer. Die beiden Amica-Geräte sind laut Register nur für die Klimaklasse ST eingestuft, also erst ab 16 °C. Der Siemens ist als einziges Gerät der Auswahl zusätzlich in Klasse T eingestuft und damit bis 43 °C.
Was außerhalb dieser Bereiche passiert, sagen die Registereinträge nicht. Nur Siemens schreibt in der Anleitung etwas dazu: Unter 10 °C könnten Beschädigungen am Gerät bis zu einer Raumtemperatur von 5 °C ausgeschlossen werden — eine Aussage über das Gerät, nicht über die Kühlung. Wer einen Kühlschrank für einen Raum sucht, der regelmäßig unter 10 °C fällt, findet die Einordnung der Klimaklassen und die Geräte dafür im Vergleich der Kühlschränke für die Garage; ein Unterbau-Kühlschrank ist für diesen Ort nicht gebaut.
Ein Hinweis aus derselben Datenbank gehört dazu, weil er beim Kauf übersehen wird: Die Klimaklasse steht nicht auf dem Energielabel selbst, sondern im Produktdatenblatt. Wer sie prüfen will, öffnet den EPREL-Eintrag des Geräts — über den QR-Code auf dem Etikett oder über die Registrierungsnummer, die im Einzelprofil weiter unten steht.
Die fünf Geräte im Einzelprofil
Zu jedem Gerät stehen hier die Werte aus dem EU-Register, die Angaben des Herstellers zu Nische, Tür und Belüftung und das, was im Angebot nicht stimmt. Die Registrierungsnummer führt direkt zum Eintrag in der europäischen Produktdatenbank.

Gorenje RIU609EA1 Unterbau-Kühlschrank ohne Gefrierfach, 60 cm breit
- 138 Liter Kühlraum, der größte der Auswahl
- 93 kWh im Jahr, niedrigster Verbrauch je Liter der fünf
- gleiches Gehäuse wie das Gefrierfach-Modell RBIU609EA1
- automatisches Abtauen im ganzen Gerät
- Klimaklassen N, SN und ST
- 37 dB(A), Geräuschklasse C
- Garantiedauer im EU-Register mit 2 Monaten eingetragen
- Herkunftsfelder der beiden Gorenje-Angebote widersprechen sich
- nur 7 Rezensionen
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Gorenje RBIU609EA1 Unterbau-Kühlschrank mit Gefrierfach, 60 cm breit
- 17 Liter Vier-Sterne-Gefrierfach, das größte der Auswahl
- gleiches Gehäuse und gleiche Nische wie der RIU609EA1
- Kühlteil mit automatischem Abtauen
- Garantiedauer im EU-Register 24 Monate
- 4,6 Sterne, abgelesen am Prüftag
- 148 kWh im Jahr, 55 mehr als ohne Fach
- Gefrierfach muss von Hand abgetaut werden
- 38 dB(A), Geräuschklasse C
- Angebot ohne Verbrauchs- und Inhaltsfelder
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Amica UVKSD 351 961 Unterbau-Vollraumkühlschrank, 50 cm breit, dekorfähig
- 71 kWh im Jahr, niedrigster Verbrauch der Auswahl
- Energieeffizienzklasse D, die beste der fünf
- 49,5 cm breit, passt in den 50er-Unterschrank
- automatisches Abtauen
- Elternnummer gleich der eigenen Kennung, Rezensionen gehören diesem Gerät
- Klimaklasse nur ST, Betrieb laut Register ab 16 °C
- 37 dB(A), Geräuschklasse C
- Möbelfront nicht im Lieferumfang
- Garantiedauer im EU-Register 12 Monate
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Amica UKSD 361 961 Unterbau-Kühlschrank mit Gefrierfach, 50 cm breit, dekorfähig
- 117 kWh im Jahr, sparsamstes Gerät mit Gefrierfach
- Klasse D trotz Gefrierfach
- 14 Liter Vier-Sterne-Gefrierfach in 49,5 cm Breite
- 22 Rezensionen, die meisten der fünf
- Elternnummer gleich der eigenen Kennung
- 68 Liter Kühlraum, der kleinste der Auswahl
- Gefrierfach muss von Hand abgetaut werden
- Klimaklasse nur ST, ab 16 °C
- Möbelfront nicht im Lieferumfang
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Siemens KU21RADE0 iQ500 Unterbau-Kühlschrank ohne Gefrierfach, 60 cm breit
- 35 dB(A), Geräuschklasse B, das leiseste Gerät der Auswahl
- Klimaklassen SN und T, Betrieb von 10 bis 43 °C
- Tür mit Softeinzug ab 20 Grad laut Angebot
- 134 Liter Kühlraum bei 93 kWh
- Garantiedauer im Register und im Angebot übereinstimmend 24 Monate
- deutlich höhere Preislage am Prüftag
- kein Gefrierfach
- Variantenfeld nennt 84 statt 82 cm
- nur 12 Rezensionen
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen
Vier Paare aus dem EU-Register: was das Gefrierfach wirklich kostet
Ein Gefrierfach mit vier Sternen hält laut Kennzeichnung −18 °C, und um diese Temperatur in einem Gerät zu halten, das gleichzeitig 4 °C im Kühlteil hält, arbeitet der Kompressor länger. Wie viel länger, lässt sich am Register ablesen, sobald man zwei Geräte desselben Herstellers mit gleichen Außenmaßen nebeneinanderlegt. Im gesichteten Feld gibt es vier solcher Paare.
Die Werte als Liste
- Gorenje RIU609EA1: 93 kWh im Jahr laut EPREL
- Gorenje RBIU609EA1 · 17 L Fach: 148 kWh im Jahr laut EPREL
- Amica UVKSD 351 961: 71 kWh im Jahr laut EPREL
- Amica UKSD 361 961 · 14 L Fach: 117 kWh im Jahr laut EPREL
- Amica UVKSD 351 951: 89 kWh im Jahr laut EPREL
- Amica UKSD 361 951 · 14 L Fach: 146 kWh im Jahr laut EPREL
- Amica UVKSS 351 901: 92 kWh im Jahr laut EPREL
- Amica UKSX 361 901 · 16 L Fach: 147 kWh im Jahr laut EPREL
| Paar | ohne Fach | mit Fach | Mehrverbrauch | Kühlraum | Klasse |
|---|---|---|---|---|---|
| Gorenje RIU609EA1 / RBIU609EA1EPREL 884905 / 884906 | 93 kWh | 148 kWh | +55 kWh (+59 %) | 138 → 104 L für 17 L Fach | E / E |
| Amica UVKSD 351 961 / UKSD 361 961EPREL 2066938 / 2066940 | 71 kWh | 117 kWh | +46 kWh (+65 %) | 103 → 68 L für 14 L Fach | D / D |
| Amica UVKSD 351 951 / UKSD 361 951EPREL 2066937 / 2066939 | 89 kWh | 146 kWh | +57 kWh (+64 %) | 103 → 68 L für 14 L Fach | E / E |
| Amica UVKSS 351 901 / UKSX 361 901EPREL 2058944 / 2038649 | 92 kWh | 147 kWh | +55 kWh (+60 %) | 135 → 95 L für 16 L Fach | E / E |
Drei Muster fallen auf. Erstens die Größenordnung: In allen vier Paaren liegt der Mehrverbrauch zwischen 46 und 57 Kilowattstunden, obwohl die Fächer nur 14 bis 17 Liter fassen. Je Liter Gefrierraum sind das 3,2 bis 4,1 Kilowattstunden im Jahr. Zweitens der Platz: Für jeden Liter Gefrierraum gehen zwei bis zweieinhalb Liter Kühlraum verloren, weil das Fach eine eigene Isolierung und einen eigenen Verdampfer braucht.
Drittens die Klasse, und das ist der Teil, den die meisten Käufer nicht sehen werden. Die Energieeffizienzklasse bleibt in jedem Paar gleich. Das ist kein Fehler im Register, sondern Folge der Berechnung: Die Klasse misst den Verbrauch gegen einen Bezugswert, der für ein Gerät mit Gefrierfach höher angesetzt ist. Für den Stromzähler zählt aber der Verbrauch, nicht die Klasse. Wer zwei Unterbaugeräte vergleicht, liest deshalb die Zeile mit den Kilowattstunden, nicht den Buchstaben.
Rechnet man den Verbrauch auf den gesamten Inhalt um, also Kühl- und Gefrierraum zusammen, wird der Abstand noch deutlicher. Der Gorenje ohne Fach braucht 0,67 Kilowattstunden je Liter und Jahr, mit Fach 1,22 — ein Plus von 81 Prozent. Beim schmalen Amica-Paar steigt der Wert von 0,69 auf 1,43 und hat sich damit mehr als verdoppelt. Über alle vier Paare liegt das Plus je Liter zwischen 81 und 107 Prozent: Das Gerät mit Fach hat nicht nur weniger Platz, es braucht für jeden verbliebenen Liter fast oder mehr als doppelt so viel Strom.
Beim Haushaltsstrompreis, den der BDEW für 2026 mit durchschnittlich 37,0 Cent je Kilowattstunde angibt, kostet das Fach 17,02 bis 21,09 Euro im Jahr. Wie stark sich der Stromverbrauch eines Kühlgeräts über Aufstellort und Nutzung verändert, ordnet die Seite zum Stromverbrauch von Kühlschränken ein; die Registerwerte hier gelten für die genormte Messung.
Eine Ziffer, 18 oder 29 Kilowattstunden: die Amica-Zwillinge
Bei Amica gibt es beide 50-Zentimeter-Geräte der Auswahl doppelt. Der UVKSD 351 961 hat einen Zwilling namens UVKSD 351 951, der UKSD 361 961 einen namens UKSD 361 951. Laut EU-Register haben die Zwillinge dieselben Außenmaße von 815 × 495 × 555 Millimetern, denselben Inhalt und denselben Geräuschwert von 37 dB(A). Sie unterscheiden sich in der letzten Ziffer der Modellnummer — und im Verbrauch.
Ohne Gefrierfach steht der 351 961 bei 71 Kilowattstunden und Klasse D, der 351 951 bei 89 Kilowattstunden und Klasse E. Mit Gefrierfach steht der 361 961 bei 117 Kilowattstunden und Klasse D, der 361 951 bei 146 Kilowattstunden und Klasse E. Das sind 18 und 29 Kilowattstunden im Jahr, beide Male rund 20 Prozent. Beim BDEW-Durchschnittspreis sind das 6,66 und 10,73 Euro im Jahr.
Woran der Unterschied technisch liegt, sagt keiner der vier Registereinträge, und die Angebote sagen es auch nicht. Alle vier Angebote nennen einen Inverter-Kompressor. Für den Kauf heißt das schlicht: Die Endziffer prüfen, bevor bestellt wird. Am Prüftag hatten alle vier Zwillinge eine Kaufbox, und ihre Angebotstitel unterscheiden sich nur in dieser einen Stelle der Modellnummer.
Wer nach Rezensionen sortiert, landet dabei leicht beim falschen Zwilling. Der UVKSD 351 951 hatte am Prüftag 36 Rezensionen, der sparsamere 351 961 nur 17; beim Paar mit Gefrierfach standen 23 gegen 22. Geprüft wird die Endziffer an drei Stellen: im Titel des Angebots vor der Bestellung, auf dem Energielabel bei der Lieferung und auf dem Typenschild vor dem Einbau. Der QR-Code auf dem Label führt zum Registereintrag, und dort steht neben der Modellkennung der Jahresverbrauch.
Ein Angebot macht es zusätzlich schwer. Das Angebot des UKSD 361 951 trägt im Feld Modellnummer „UVKSD 361 951" — eine Bezeichnung, die es im Register nicht gibt und die halb nach dem Vollraumgerät, halb nach dem Gefriergerät klingt. Und das Angebot des UVKSD 351 951 nennt im Feld „Kapazität der Gefriereinheit" 105 Liter für ein Gerät ohne Gefrierfach.
Siebzehn Angebote gesichtet: was draußen blieb und was in den Angeboten nicht stimmt
Aufgenommen wurde ein Gerät nur, wenn es am Prüftag eine Kaufbox hatte, wenn Kennung, kanonische Adresse und ASIN-Feld der Angebotsseite übereinstimmten und wenn sich die Modellkennung im EU-Register fand. Von siebzehn gesichteten Angeboten erfüllten das mehr als fünf. Die übrigen zwölf sind hier mit dem Grund aufgeführt, damit nachvollziehbar bleibt, warum sie fehlen. Daneben tauchten in der Suche Angebote ohne Kaufbox auf, etwa ein respekta-Gerät mit 47,5 Zentimetern Breite; sie zählen nicht zu den siebzehn.
| Angebot | Warum nicht aufgenommen |
|---|---|
| Bosch KUR21VFE0 | keine Kaufbox am Prüftag; das Gerät stand in der vorigen Fassung dieser Seite |
| Siemens KU21RVFE0 | Registerwerte wie beim KU21RADE0, zwei Rezensionen |
| Amica UKSX 361 901 | im Paarvergleich geführt; gegenüber dem Gorenje RBIU609EA1 bei fast gleichem Verbrauch (147 gegen 148 kWh) 9 Liter weniger Kühlraum und 1 Liter weniger Gefrierraum |
| Amica UVKSS 351 901 | im Paarvergleich geführt; drei Rezensionen, Inhalt und Verbrauch fast wie beim Gorenje RIU609EA1 |
| Amica UVKSD 351 951 | Zwilling des UVKSD 351 961 mit 18 kWh mehr im Jahr und Klasse E statt D |
| Amica UKSD 361 951 | Zwilling des UKSD 361 961 mit 29 kWh mehr im Jahr; Modellnummernfeld im Angebot falsch |
| Gorenje RBIU48E21 | 50 Zentimeter breit mit Gefrierfach, am Prüftag ohne eine einzige Rezension |
| Bauknecht KSU 8GF3 | fünf Rezensionen, laut Register 39 dB(A) und damit lauter als jedes der fünf Geräte |
| respekta UKS110-11 | Modellkennung im EU-Register nicht gefunden |
| magictec MSR100BU | vier Rezensionen |
| Beko TSE1285N | im Register freistehend eingetragen, 840 mm hoch; im Abschnitt zum Tischkühlschrank eingeordnet |
| Exquisit KS516-V-HE-011D | im Register freistehend eingetragen, 845 mm hoch; im Abschnitt zum Tischkühlschrank eingeordnet |
Beim Lesen der Angebote fiel eine zweite Liste an: Felder, die etwas anderes sagen als Register oder Hersteller. Keines davon macht ein Gerät schlechter. Aber jedes davon landet in Filtern und Vergleichsportalen, und wer nach einem dieser Felder sortiert, sortiert nach einem Fehler.
| Angebot | Feld | steht dort | laut Register oder Hersteller |
|---|---|---|---|
| Siemens KU21RADE0 | Variantenauswahl Größe | 84 x 60 cm | 820 mm hoch; der Titel desselben Angebots nennt 82 x 60 cm |
| Siemens KU21RADE0 | BEE-Sternebewertung | 5 Stern | indisches Effizienzlabel; in Deutschland gilt das EU-Energielabel, Klasse E |
| Siemens KU21RADE0 | Artikelgewicht | 28,7 kg | 29,0 kg netto |
| Gorenje RIU609EA1 | Herkunftsland | China | das Angebot des RBIU609EA1 im selben Gehäuse nennt Slowenien |
| Gorenje RIU609EA1 | Maximale Tiefe bei geöffneter Tür | 54,5 cm | das ist die Gerätetiefe bei geschlossener Tür |
| Gorenje RIU609EA1 | Garantie | 2 Jahre | EU-Register: 2 Monate |
| Amica UVKSD 351 961 und UKSD 361 961 | Nischenhöhe in der Beschreibung | 81,5 cm | Gerätehöhe; die Einbauzeichnung verlangt 818 bis 820 mm |
| Amica UKSD 361 961 | Maximale Tiefe bei geöffneter Tür | 81,5 cm | das ist die Gerätehöhe |
| Amica UVKSD 351 961 und UKSD 361 961 | Spannung | 240 Volt | 220 bis 240 Volt laut Produktseite |
| Amica UVKSD 351 961 und UKSD 361 961 | Artikelgewicht | 25,5 kg | 24,5 und 25 kg netto |
| Amica UVKSD 351 961 und UKSD 361 961 | Garantie | 2 Jahre Herstellergarantie | EU-Register: 12 Monate |
| Amica UVKSD 351 951 | Kapazität der Gefriereinheit | 105 Liter | kein Gefrierfach |
| Amica UKSD 361 951 | Modellnummer | UVKSD 361 951 | im Register nicht vorhanden; das Gerät heißt UKSD 361 951 |
Daraus folgt eine einfache Arbeitsteilung. Verbrauch, Klasse, Inhalt, Gerätemaß, Geräuschwert und Klimaklasse stehen verlässlich im EU-Register, weil der Hersteller sie dort selbst einträgt. Nischenmaß, Türtechnik, Belüftung und Gewicht stehen beim Hersteller. Das Angebot taugt für zwei Fragen: ob das Gerät lieferbar ist und was es heute kostet.
Stromkosten eines Unterbau-Kühlschranks pro Jahr und über zehn Jahre
Der Stromverbrauch ist der einzige Betriebskostenposten, den das Register belegt. Der Rechner nimmt den Jahresverbrauch des Gorenje RIU609EA1 als Ausgangswert und den BDEW-Durchschnittspreis für Haushalte; beide Felder lassen sich ändern. Die Tabelle darunter zeigt alle fünf Geräte mit ihrem eigenen Registerwert.
Stromkosten nach Registerwert und Haushaltsstrompreis
Ausgangswert 93 kWh im Jahr (Gorenje RIU609EA1, EPREL 884905) und 37,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026). Die Profile rechnen mit dem Registerwert des jeweiligen Geräts.
Strom
Jahresverbrauch aus dem EU-Register EPREL; Preis: Durchschnitt für Haushalte 2026 laut BDEW, im Feld veränderbar.
- Strom: 93 kWh im Jahr mal 0,37 = 34,41 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 34,41 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 34,41 Euro
| Profil | Strom | Im Jahr | Über 10 Jahre |
|---|---|---|---|
| Gorenje RIU609EA160 cm, ohne Fach, 93 kWh | 93 kWh im Jahr34,41 Euro | 34,41 Euro | 344,10 Euro |
| Gorenje RBIU609EA160 cm, 17 L Fach, 148 kWh | 148 kWh im Jahr54,76 Euro | 54,76 Euro | 547,60 Euro |
| Amica UVKSD 351 96150 cm, ohne Fach, 71 kWh | 71 kWh im Jahr26,27 Euro | 26,27 Euro | 262,70 Euro |
| Amica UKSD 361 96150 cm, 14 L Fach, 117 kWh | 117 kWh im Jahr43,29 Euro | 43,29 Euro | 432,90 Euro |
| Siemens KU21RADE060 cm, ohne Fach, 93 kWh | 93 kWh im Jahr34,41 Euro | 34,41 Euro | 344,10 Euro |
Jahresverbrauch: EPREL-Datensätze der fünf Geräte, abgerufen am 01.10.2026. Strompreis: BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, Durchschnitt für Haushalte 37,0 ct/kWh. Der Registerwert gilt für die genormte Messung, nicht für jeden Aufstellort.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
| Gerät | Registerwert | 1 Jahr | 5 Jahre | 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Amica UVKSD 351 961 | 71 kWh | 26,27 € | 131,35 € | 262,70 € |
| Gorenje RIU609EA1 | 93 kWh | 34,41 € | 172,05 € | 344,10 € |
| Siemens KU21RADE0 | 93 kWh | 34,41 € | 172,05 € | 344,10 € |
| Amica UKSD 361 961 | 117 kWh | 43,29 € | 216,45 € | 432,90 € |
| Gorenje RBIU609EA1 | 148 kWh | 54,76 € | 273,80 € | 547,60 € |
Über ein Jahr liegen die fünf Geräte zwischen 26,27 Euro (Amica UVKSD 351 961) und 54,76 Euro (Gorenje RBIU609EA1). Über zehn Jahre wird daraus eine Spanne von 262,70 bis 547,60 Euro, beim unveränderten Strompreis. Das ist die Größe, gegen die man einen Aufpreis für ein sparsameres Gerät halten kann — und auch die Größe, an der man sieht, dass die Endziffer der Amica-Zwillinge über zehn Jahre 66,60 beziehungsweise 107,30 Euro wert ist.
Bemerkenswert ist das Paar, das keines ist: Siemens und Gorenje ohne Fach stehen beide bei 93 Kilowattstunden und damit über zehn Jahre bei denselben 344,10 Euro. Der Aufpreis des Siemens kauft also keine Stromersparnis. Er kauft zwei Dezibel weniger, die Einstufung bis 43 °C und die Tür mit Softeinzug — und vier Liter weniger Kühlraum.
Weitere laufende Kosten nennt das Register nicht. Die beiden Geräte mit Gefrierfach haben aber einen Arbeitsposten, der im Verbrauch nicht steckt: Ihr Gefrierfach wird laut Register von Hand abgetaut. Wie das ohne Wasser auf dem Küchenboden geht, steht in der Anleitung zum Abtauen des Kühlschranks. Eine Kostenposition für Ersatzteile lässt sich für keines der fünf Geräte belegen.
Der Registerwert ist eine Messung unter festen Bedingungen, kein Versprechen für jede Küche. Zwei Abweichungen nennt Siemens in der Anleitung des KU21RADE0 selbst: Eine Nische, die weniger tief ist als die empfohlenen 560 Millimeter, erhöht die Energieaufnahme geringfügig, und die Lüftungsöffnungen dürfen nicht verschlossen sein. Eine warme Nische neben Backofen oder Spülmaschine kommt in keiner Messung vor. Für den Vergleich zwischen Geräten taugt der Registerwert trotzdem, weil alle fünf nach derselben Verordnung gemessen und eingetragen sind. Über zehn Jahre kostet das Fach beim Gorenje-Paar so 203,50 Euro, beim schmalen Amica-Paar 170,20 Euro.
Wie leise ist ein Unterbau-Kühlschrank? 35 bis 38 dB(A) im Register
Das Register nennt für jedes Gerät die Luftschallemission in dB(A) und eine Geräuschklasse von A bis D. Die fünf Geräte liegen zwischen 35 und 38 dB(A). Der Siemens erreicht als einziger Geräuschklasse B, die beiden Gorenje und die beiden Amica liegen in Klasse C. Klasse A erreicht keines der fünf Geräte und keines der übrigen gesichteten Unterbaugeräte. Den höchsten Registerwert im Feld hatte der Bauknecht KSU 8GF3 mit 39 dB(A).
Bemerkenswert ist das Gorenje-Paar: Das Modell mit Gefrierfach liegt mit 38 dB(A) ein Dezibel über dem ohne Fach. Bei Amica bleibt der Wert in beiden Paaren gleich. Ein Unterbaugerät steht nah am Ohr — unter der Arbeitsplatte, an der gekocht und geschnitten wird —, und in einer offenen Wohnküche ist es oft das einzige Gerät, das nachts läuft. Wer dort einbaut, nimmt den Geräuschwert als zweites Kriterium nach dem Verbrauch.
Was die Werte nicht sagen: wie oft der Kompressor anläuft und wie das Geräusch klingt. Die Messung im Register ist ein genormter Einzelwert. Leisere Geräte als die fünf hier gibt es vor allem bei freistehenden Kühlschränken; die Einordnung steht im Überblick zu leisen Kühlschränken.
Garantie: 2, 12 oder 24 Monate — je nachdem, wo man nachsieht
Das EU-Register führt für jedes Gerät ein Feld zur Garantiedauer in Monaten. Bei den fünf Geräten stehen dort drei verschiedene Werte, und nur bei einem Gerät stimmen Register, Angebot und Herstellerseite überein. Das ist der Siemens: 24 Monate im Register, zwei Jahre Herstellergarantie im Angebot und auf der Garantieseite, mit einer Meldefrist von 24 Monaten nach Lieferung an den Erstendabnehmer.
Bei Gorenje stehen für zwei Geräte desselben Gehäuses zwei Werte: 24 Monate beim RBIU609EA1, zwei Monate beim RIU609EA1. Die Garantieseite des Herstellers zeigt eine Kachel mit zehn Jahren Garantie für Kühlgeräte mit Inverter-Kompressor. Ob die beiden Geräte einen solchen haben, nennt keine der beiden Produktseiten, und die Bedingungen der allgemeinen Garantie liegen nur als PDF vor.
Bei Amica nennen beide Angebote zwei Jahre Herstellergarantie, das Register zwölf Monate. Beim älteren Schwestermodell UKSX 361 901 stehen unter derselben Modellkennung sogar zwei Registereinträge: einer der polnischen Amica S.A. mit 12 Monaten und einer der deutschen Amica International GmbH mit 24. Die Garantiebedingungen gibt es nur als PDF, und die frühere Seite zur Garantieverlängerung antwortete am Prüftag mit einem Fehler.
Für den Kauf heißt das: Die Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers, und ihre Dauer gilt so, wie sie in den Bedingungen steht, nicht wie sie in einem Angebotsfeld steht. Unabhängig davon haftet der Verkäufer nach § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB zwei Jahre für Mängel. Rechnung, Foto des Typenschilds und die Garantiebedingungen am Kauftag gehören deshalb zusammen abgelegt.
Die Siemens-Bedingungen enthalten einen Satz, der beim Reklamieren hilft: Zeigt sich ein Mangel innerhalb von zwölf Monaten ab Lieferung, wird vermutet, dass es sich um einen Material- oder Herstellungsfehler handelt. Eine Verlängerung um drei Jahre wird laut Bedingungen nur wirksam, wenn sie innerhalb der zweijährigen Herstellergarantie registriert wird. Die zehnjährige Garantie, mit der dieselbe Seite wirbt, gilt für ausgewählte iQ500- und iQ700-Kühl-Gefrier-Kombinationen, die vom 1. März bis 31. Dezember 2026 gekauft werden, und damit nicht für ein Unterbaugerät ohne Gefrierteil.
Was ist der Unterschied zwischen Einbau- und Unterbau-Kühlschrank?
Im EU-Register gibt es diesen Unterschied nicht. Alle fünf Geräte sind dort als Einbaugerät eingetragen, mit dem Bauartmerkmal „built-in". Unterbau beschreibt den Ort: unter der Arbeitsplatte, in der Lücke eines Unterschranks, mit einer Gerätehöhe um 82 Zentimeter. Ein Einbaukühlschrank im engeren Sinn sitzt dagegen in einem höheren Schrank; die Geräte auf der Seite zu Einbaukühlschränken sind für Nischen ab 88 Zentimetern gebaut.
Die Nachteile eines Einbaugeräts gegenüber einem freistehenden lassen sich an zwei Geräten aus dem gesichteten Feld zeigen. Der freistehende Exquisit KS516-V-HE-011D hat laut Register 134 Liter Kühlraum bei 73 Kilowattstunden, also 20 weniger als der Siemens mit demselben Inhalt. Und ein Einbaugerät braucht eine Möbelfront, eine passende Lücke und eine Belüftung durch den Sockel, ein freistehendes nur einen Stellplatz.
Für das Unterbaugerät spricht vor allem eines: Die Arbeitsplatte läuft durch. Wo ein freistehender Tischkühlschrank die Zeile unterbricht oder an deren Ende stehen muss, verschwindet das Unterbaugerät hinter einer Front, die zu den übrigen Schränken passt. Ob Einbaugeräte teurer sind als freistehende, lässt sich in diesem Feld nur über die Preislage am Prüftag beantworten, und die Antwort ist nicht einheitlich. Der freistehende Exquisit lag unter den 60er-Einbaugeräten, der freistehende Beko mit Gefrierfach unter dem Gorenje mit Fach. Die beiden schmalen Amica-Einbaugeräte lagen dagegen auf der Höhe des Exquisit oder darunter — ohne die Möbelfront, die bei ihnen dazukommt. Wer zuerst über die Bauart als solche entscheiden will, findet den Gegenentwurf im Vergleich freistehender Kühlschränke.
Unterbaufähig: kann ein normaler Kühlschrank unter die Arbeitsplatte?
Ein normaler, freistehender Kühlschrank ist im Register als „free-standing" eingetragen und für die Nische nicht eingestuft. Dazu kommt die Höhe. Die beiden freistehenden Tischkühlschränke, die in der Suche nach Unterbaugeräten regelmäßig auftauchen, messen laut Register 840 Millimeter (Beko TSE1285N) und 845 Millimeter (Exquisit KS516-V-HE-011D). Unter einer Arbeitsplatte mit 820 Millimetern lichter Höhe haben sie keinen Platz.
- passt in 820 mm: 800 bis 820 mm
- Amica 50 cm: 815 mm — im Korridor
- Gorenje: 818 mm — im Korridor
- Siemens: 820 mm — im Korridor
- Beko: 840 mm — außerhalb des Korridors, freistehend
- Exquisit: 845 mm — außerhalb des Korridors, freistehend
„Unterbaufähig" ist in Angeboten deshalb ein Wort mit zwei Bedeutungen. Gemeint sein kann ein Einbaugerät für die Nische unter der Arbeitsplatte, wie die fünf hier. Gemeint sein kann aber auch ein freistehendes Gerät mit abnehmbarer Arbeitsplatte, das niedrig genug ist, um unter eine höhere Platte zu passen. Der Unterschied steht im Register: Bauart „built-in" oder „free-standing".
Wer einen Kühlschrank einfach unter eine Arbeitsplatte schiebt, ohne dass er dafür gebaut ist, verbaut ihm die Luft. Ein freistehendes Gerät gibt seine Wärme an Rückwand und Seiten ab und rechnet mit Abstand zur Wand; ein Einbaugerät führt die Luft durch den Sockel. Was die Hersteller der fünf Geräte dafür im Einzelnen verlangen, steht im Abschnitt zur Belüftung weiter oben.
Schubladen, Glastür, No Frost: was es im Unterbau kaum gibt
In der Suche nach Unterbaugeräten tauchen Wünsche auf, die das gesichtete Feld nicht erfüllt. Ein Unterbaugerät mit Schubladen statt Tür, ein Unterbaugerät mit Glastür, ein Unterbaugerät mit No-Frost-Gefrierfach und eines der Effizienzklasse A: Keines davon fand sich am Prüftag unter den Angeboten mit Kaufbox und Registereintrag. Das beste Gerät des Feldes liegt in Klasse D.
Für zwei dieser Wünsche gibt es eine andere Warengruppe, die sie erfüllt. Wer unter der Theke Getränke kühlen will und die Flaschen sehen möchte, sucht einen Getränkekühlschrank mit Glastür; die Einordnung samt Registerabgleich steht im Vergleich der Getränkekühlschränke. Wer Wein lagern will, braucht eine andere Temperatur als jeder der fünf Kühlschränke hier.
Gesucht wird auch nach Marken, die in der Auswahl fehlen. Von Liebherr fand sich im gesichteten Feld nur ein freistehendes Table-Top-Gerät, laut Angebot 85 Zentimeter hoch und am Prüftag ohne Rezension. Vom Bosch-Unterbaugerät KUR21VFE0, das in der vorigen Fassung dieser Seite stand, gab es am Prüftag keine Kaufbox mehr.
Beim Gefrierfach ist die Lage eindeutig. Beide Geräte mit Fach in der Auswahl werden laut Register im Gefrierteil von Hand abgetaut, und das gilt auch für die übrigen gesichteten Unterbaugeräte mit Fach. Wer kein Eis abkratzen will, hat im Unterbau zwei Wege: ohne Gefrierfach kaufen oder ein eigenes Gefriergerät einplanen. Freistehende Geräte mit automatischem Abtauen auch im Gefrierteil stellt der Vergleich der No-Frost-Kühlschränke zusammen.
Wann sich ein Unterbau-Kühlschrank nicht lohnt
Ein Unterbaugerät lohnt sich, wo die Arbeitsplatte durchlaufen soll und der Kühlraum unter ihr reicht. Drei Gruppen kaufen eines, ohne dass beides zutrifft, und für jede gibt es eine passendere Antwort.
Wer für mehrere Personen kühlt, kommt mit 68 bis 138 Litern Kühlraum nicht weit, und mit Gefrierfach bleiben höchstens 104. Eine Kühl-Gefrier-Kombination hat ein Mehrfaches an Kühl- und Gefrierraum und eigene Gefrierschubladen; die Auswahl dazu steht im Vergleich der Kühl-Gefrier-Kombinationen.
Wer in einem kühlen Raum aufstellt, etwa in einem unbeheizten Anbau, verlässt bei den beiden Amica-Geräten unterhalb von 16 °C und bei den übrigen unterhalb von 10 °C die Einstufung im Register. Für diesen Fall gibt es Geräte mit anderen Klimaklassen, beschrieben im Vergleich der Kühlschränke für die Garage weiter oben.
Wer nur ein Getränkefach oder einen Platz für Snacks sucht, etwa im Büro oder neben dem Schreibtisch, braucht weder Einbau noch Möbelfront. Ein kleiner freistehender Kühlschrank kostet keinen Umbau der Küche; die Bauform ordnet der Vergleich der Mini-Kühlschränke ein.
Wer bald umzieht, kauft mit einem Unterbaugerät ein Gerät für genau eine Lücke. Passt die nächste Küche nicht zu 600 oder 500 Millimetern Breite und zur Nischenhöhe, die der Hersteller verlangt, steht es im Keller. Ein freistehendes Gerät zieht mit; was es im Vergleich kostet und verbraucht, steht im nächsten Abschnitt.
Billiger und sparsamer: der freistehende Tischkühlschrank — unter einer Bedingung
Die günstigere Lösung ist kein Partnerprodukt dieser Seite, sondern eine andere Bauart. Der freistehende Exquisit KS516-V-HE-011D hat laut Register 134 Liter Kühlraum, also so viel wie der Siemens, braucht dafür aber 73 Kilowattstunden im Jahr in Klasse D — weniger als jedes der fünf Einbaugeräte mit 60 Zentimetern. Am Prüftag lag er in einer Preislage unter den 60er-Einbaugeräten und ungefähr auf der Höhe der beiden schmalen Amica.
Die Bedingung ist die Nische. Mit 845 Millimetern passt er unter keine Arbeitsplatte mit 820 Millimetern Lücke, und als freistehendes Gerät ist er für den Einbau nicht eingestuft. Er reicht dort, wo keine durchgehende Arbeitsplatte nötig ist: am Ende einer Küchenzeile, im Hauswirtschaftsraum, in der Einliegerwohnung mit freiem Stellplatz. Mit 38 dB(A) und Klasse C ist er dabei nicht leiser als die Einbaugeräte.
Dasselbe gilt mit Gefrierfach für den freistehenden Beko TSE1285N: 101 Liter Kühlraum und 13 Liter Gefrierfach bei 110 Kilowattstunden, Klasse D, 840 Millimeter hoch. Das ist weniger als jedes Unterbaugerät mit Fach in der Auswahl außer dem schmalen Amica UKSD 361 961. Auch hier gilt: kein Einbau, keine Front, kein Platz unter einer 82-Zentimeter-Platte.
Lieferung und Einbau: was vor dem ersten Einschalten zu prüfen ist
Ein Einbaugerät hat eine Besonderheit, die beim Widerruf zählt: Mit der Montage der Möbelfront wird aus der Lieferung ein Umbau. Die folgende Liste gehört deshalb vor den ersten Schraubenzug, nicht danach. Sie lässt sich ausdrucken und gilt für alle fünf Geräte.
- Modellnummer auf dem Typenschild mit der Bestellung vergleichen, bei Amica auf die Endziffer achten.
- Energielabel und QR-Code fotografieren; der Code führt zum Registereintrag mit Klimaklasse und Verbrauch.
- Gerät auf Transportschäden prüfen, vor allem Rückwand, Sockelbereich und Türdichtung; ein beschädigtes Gerät laut Siemens-Anleitung nicht anschließen.
- Lichte Höhe, Breite und Tiefe der Nische an mehreren Stellen messen und mit dem Nischenmaß des Herstellers vergleichen.
- Prüfen, ob der Sockel der Küche an der Stelle des Geräts eine Lüftungsöffnung zulässt oder ein Lüftungsgitter braucht.
- Türanschlag festlegen und, falls nötig, vor dem Einschieben umbauen.
- Steckdose außerhalb der Nische oder im Nachbarschrank vorsehen.
- Bei Festtür und dekorfähigen Geräten Maß und Gewicht der Möbelfront mit der Herstellerangabe vergleichen.
- Kältemittelmenge auf dem Typenschild ablesen und mit dem Raum vergleichen; Siemens verlangt mindestens einen Kubikmeter Raumvolumen je acht Gramm.
- Nach dem Einschalten prüfen, ob die Front bündig schließt und die Dichtung rundum anliegt.
- Lieferdatum notieren: Die Widerrufsfrist beträgt nach § 355 Abs. 2 BGB 14 Tage und beginnt bei Waren nach § 356 Abs. 2 BGB in der Regel mit dem Erhalt.
Die Liste deckt die Fehler ab, die sich später nur mit Ausbau beheben lassen: falsche Modellnummer, falsche Höhe, fehlende Lüftung. Alles andere lässt sich auch nach dem Einbau noch einstellen.
Für die beiden Amica-Geräte gehört eine Bestellung dazu, die vor der Lieferung erledigt sein sollte: die Möbelfront. Sie liegt laut Angebot nicht im Karton, und ihr zulässiges Maß und Gewicht stehen nur in der Produktinformation des Herstellers, die als PDF vorliegt. Bei Siemens und Gorenje nennen die Produktseiten Maß und Gewicht der Front ebenfalls nicht. Und die Geräte selbst wiegen laut Herstellern 24,5 bis 31,5 Kilogramm; Siemens warnt in der Anleitung, dass das Gewicht beim Anheben zu Verletzungen führen kann.
Nach zwei Wochen: woran man merkt, dass das Gerät nicht passt
Zwei Wochen Betrieb reichen, um drei Anzeichen zu erkennen. Das erste: Die Möbelfront schließt nicht bündig oder die Tür federt zurück — dann stimmen Scharnier, Front oder Ausrichtung nicht. Das zweite: Die Arbeitsplatte über dem Gerät wird spürbar warm oder das Gerät läuft fast ununterbrochen — dann kommt die Luft nicht durch den Sockel. Das dritte: Im Gefrierfach wächst nach wenigen Tagen eine Eisschicht, die die Klappe blockiert.
Für die ersten beiden gilt dieselbe Reihenfolge: zuerst Ausrichtung und Lüftung prüfen, dann den Einbau, dann das Gerät. Wer danach beim Gerät landet, hat bei einem Kauf im Internet innerhalb der Widerrufsfrist noch die Wahl — nach der Montage der Front ist ein Rückversand allerdings ein Ausbau. Das dritte Anzeichen ist bei Fächern mit Abtauen von Hand kein Defekt, sondern Wartung, solange das Eis nicht in wenigen Tagen zurückkommt.
Wie weit der Einbau beim Widerruf zählt, regelt § 357a Abs. 1 BGB: Wertersatz für einen Wertverlust schuldet, wer die Ware auf eine Weise behandelt hat, die zur Prüfung ihrer Beschaffenheit, ihrer Eigenschaften und ihrer Funktionsweise nicht notwendig war, sofern er vorher ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt wurde. Ob das Anschrauben einer Möbelfront darunter fällt, entscheidet das Gesetz nicht für den Einzelfall. Sicher ist nur die Reihenfolge, die das Risiko klein hält: erst das Gerät ohne Front in die Nische schieben, Maß, Lauf und Geräusch prüfen, und die Front erst montieren, wenn feststeht, dass es bleibt.
| Was man sieht | Wahrscheinliche Ursache | Was zuerst zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Front schließt nicht bündig | Front schief montiert, Gerät nicht waagerecht | Stellfüße und Befestigungspunkte der Front nachjustieren |
| Gerät läuft fast ständig | Luft kommt nicht durch den Sockel, Raum zu warm | Sockelblende und Lüftungsöffnung prüfen, Raumtemperatur mit der Klimaklasse vergleichen |
| Arbeitsplatte über dem Gerät warm | Abwärme staut sich in der Nische | Lüftungsweg nach Herstellerangabe herstellen |
| Eis im Gefrierfach nach wenigen Tagen | Klappe schließt nicht, warme Speisen eingelegt | Klappe und Dichtung prüfen, abtauen, nur abgekühlte Speisen einlegen |
| Kondenswasser an der Rückwand innen | Tür oft offen, feuchte Lebensmittel offen gelagert | Türdichtung prüfen, Lebensmittel abdecken |
| Lauter als erwartet | Gerät berührt Korpus oder Rückwand | Abstand zu Seitenwänden und Rückwand herstellen, Stellfüße prüfen |
Die Tabelle nennt Ursachen, die bei jedem Einbaugerät vorkommen können, und keine Defekte eines bestimmten Modells. Wer nach dieser Prüfung einen Fehler am Gerät vermutet, wendet sich an den Kundendienst des Herstellers; die Kontaktwege stehen in den Einzelprofilen.
Die Gegenprobe: das stärkste Argument für das Gefrierfach
Diese Seite rechnet vor, was das Gefrierfach kostet, und legt damit nahe, ohne Fach zu kaufen, wer schon ein Gefriergerät hat. Das stärkste Argument dagegen steht im selben Register. Gorenje baut dasselbe Unterbaugehäuse auch als reinen Gefrierschrank, den FIU609EA1, mit 101 Litern Vier-Sterne-Raum. Sein Jahresverbrauch liegt laut Register bei 178 Kilowattstunden.
Wer also statt des RBIU609EA1 mit Fach zwei Geräte nebeneinander einbaut, den RIU609EA1 und den FIU609EA1, hat 138 Liter Kühl- und 101 Liter Gefrierraum — und 271 Kilowattstunden im Jahr, 123 mehr als das eine Gerät mit Fach. Für 17 Liter Gefrierraum ist das integrierte Fach mit 55 Kilowattstunden Aufschlag die weitaus sparsamere Lösung. Und es kostet nur eine Lücke unter der Arbeitsplatte, nicht zwei; Siemens verlangt für zwei Kühlgeräte nebeneinander zudem 150 Millimeter Abstand, für das Gorenje-Paar nennt die Produktseite keinen Wert.
Je Liter Gefrierraum gerechnet dreht sich das Bild allerdings. Das Fach im RBIU609EA1 kostet 55 Kilowattstunden für 17 Liter, also 3,2 Kilowattstunden je Liter und Jahr; beim schmalen Amica-Paar sind es 46 für 14 Liter, 3,3 je Liter. Der FIU609EA1 braucht für 101 Liter 178 Kilowattstunden, 1,8 je Liter. Ein eigener Gefrierschrank ist je Liter also fast doppelt so sparsam wie das Fach — nur lohnt er sich erst ab einer Menge, die in ein Fach von 14 bis 17 Litern ohnehin nicht passt. Wer regelmäßig mehr einfriert als eine Schublade voll, rechnet deshalb nicht Fach gegen kein Fach, sondern Fach gegen Gefrierschrank.
Die Empfehlung kippt deshalb an einer einzigen Frage: Gibt es im Haushalt schon ein Gefriergerät? Wenn ja, ist das Fach im Unterbau doppelt bezahlt. Wenn nein und wenn 14 bis 17 Liter genügen, ist es das billigste Gefrieren, das es im Unterbau gibt. Erst wer mehr als ein Fach braucht, landet beim eigenen Gefriergerät und bei Verbrauchswerten in einer anderen Größenordnung.

