Side-by-Side Kühlschrank 2026: 5 XXL-Modelle mit und ohne Eiswürfelspender
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Datenbasiert · kein Hands-on-Test. Grundlage sind Herstellerangaben aus den Produktdatenblättern, die Angaben auf den Händlerseiten und die öffentlich einsehbaren Käuferbewertungen. Alle fünf Modelle wurden am 07.08.2026 auf Verfügbarkeit geprüft. Wo ein Wert vom Hersteller nicht ausgewiesen ist, steht das ausdrücklich in der Tabelle — geschätzt wird nichts.
Ein Side-by-Side-Kühlschrank ist die Bauart für Haushalte, die den Wocheneinkauf am Stück unterbringen wollen: zwei Türen nebeneinander, 442 bis 566 Liter Nutzinhalt, bei manchen Modellen ein Eiswürfel- und Wasserspender in der Tür. Genau dieser Spender ist der Punkt, an dem der Kauf am häufigsten schiefgeht — weil viele Geräte dafür eine feste Wasserleitung brauchen und die in deutschen Küchen selten neben dem Kühlschrank liegt. Dieser Vergleich zeigt fünf Modelle, die am 07.08.2026 bei Amazon regulär bestellbar waren, rechnet die Stromkosten mit einem genannten Strompreis durch und benennt bei jedem Gerät, welche Angabe der Hersteller macht und welche nicht.
Vergleichstabelle: Alle 5 Modelle auf einen Blick
| Modell | Nutzinhalt | Energie | Lautstärke | Eis / Wasser | Sterne | Aktion |
|---|---|---|---|---|---|---|
![]() PLATZ 1 | 548 Liter 347 L Kühlen / 201 L Gefrieren | Klasse E 324 kWh ≈ 113,40 € / Jahr | 35 dB (Herstellerangabe) | kein Spender | 4.4(205) | Preis prüfen |
![]() PLATZ 2 | 566 Liter 376 L Kühlen / 190 L Gefrieren | Klasse E 324 kWh ≈ 113,40 € / Jahr | 39 dB(A) | IceMaker + Wasserspender aus Tank | 4.1(71) | Preis prüfen |
![]() PLATZ 3 | 442 Liter 291 L Kühlen / 151 L Gefrieren | Klasse E 287 kWh ≈ 100,45 € / Jahr | keine Herstellerangabe | kein Spender | 4.5(203) | Preis prüfen |
![]() PLATZ 4 | 495 Liter 330 L Kühlen / 165 L Gefrieren | Klasse E 301 kWh ≈ 105,35 € / Jahr | keine Herstellerangabe | Auto Ice Maker, Festwasseranschluss nötig | 4.1(87) | Preis prüfen |
![]() PLATZ 5 | 442 Liter 291 L Kühlen / 148 L Gefrieren | Klasse E 287 kWh ≈ 100,45 € / Jahr | 39 dB, Geräuschklasse C | kein Spender | 4.2(18) | Preis prüfen |
Jahreskosten gerechnet mit 0,35 € pro Kilowattstunde auf Basis des vom Hersteller ausgewiesenen Jahresverbrauchs. Sternebewertungen und Bewertungszahlen von Amazon, abgerufen am 07.08.2026.
Die 5 Side-by-Side-Kühlschränke im Detail
Midea MERS530FGE02
Midea MERS530FGE02 Side-by-Side Kühl-Gefrierkombination 548 L
Einschätzung in einem Satz
Mit 548 Litern zum Preis der 442-Liter-Klasse — und mit 35 dB der einzige im Feld, für den überhaupt ein leiser Geräuschwert dokumentiert ist.

Der Midea MERS530FGE02 ist im Testfeld die Kombination, die rechnerisch am meisten Stauraum pro Euro liefert: 548 Liter Nutzinhalt, aufgeteilt in 347 Liter Kühlraum und 201 Liter Gefrierraum, zum selben Preis, den Bomann und Exquisit für 442 Liter aufrufen. Das Gerät arbeitet mit No-Frost in beiden Bereichen, einem Inverter-Kompressor und einem Multi-Air-Flow-System, das die Kaltluft über mehrere Austrittsöffnungen verteilt. Twin Control und Dual Cooling regeln Kühl- und Gefrierseite getrennt, Super Cool und Super Freeze kühlen frische Einkäufe beschleunigt herunter, und eine Smart-Cooling-Funktion gleicht laut Hersteller Temperaturschwankungen nach dem Türöffnen schneller aus. Bedient wird über ein LED-Display, im Kühlteil sitzt ein eigenes Flaschenregal. Midea gibt den Geräuschwert mit 35 dB an — das ist der niedrigste belegte Wert im gesamten Vergleich. Energieeffizienzklasse E bei 324 kWh Jahresverbrauch. Kältemittel R-600A, Gewicht 80 kg, Front in Inox.
Interessant ist die Maßkombination: 89,7 cm Breite bei 70,6 cm Tiefe. Damit ist das Gerät zwar so breit wie die Konkurrenz, aber deutlich tiefer als Bomann und Exquisit mit ihren 59 cm. Wer eine 60er-Küchenzeile hat, bekommt hier ein Gerät, das gut zehn Zentimeter vorsteht.
Passt zu dir, wenn …
Haushalte ab vier Personen, die maximalen Nutzinhalt für ein mittleres Budget wollen, und alle, denen die Betriebsgeräusche wichtig sind — offene Küche, Küche neben dem Wohnzimmer, Loft.
Eher nicht, wenn …
Alle, die einen Eiswürfel- oder Wasserspender brauchen: Der MERS530FGE02 hat keinen. Und alle mit einer flachen 60-cm-Küchenzeile, in der 70,6 cm Tiefe sichtbar vorstehen.
Technische Daten
Nutzinhalt gesamt
548 Liter
Aufteilung
347 L Kühlen / 201 L Gefrieren
Energieeffizienzklasse
E
Jahresverbrauch
324 kWh
Geräuschwert
35 dB (Herstellerangabe)
Maße (B × H × T)
89,7 × 176,5 × 70,6 cm
Abtauen
No Frost, Inverter-Kompressor
Eis / Wasser
kein Spender
Gewicht
80 kg
Verfügbarkeit geprüft
07.08.2026
Stärken
- Größter Nutzinhalt in seiner Preisklasse (548 L)
- Mit 35 dB der niedrigste belegte Geräuschwert im Vergleich
- Inverter-Kompressor statt Ein-Aus-Regelung
- No Frost in Kühl- und Gefrierteil
- Getrennte Kreisläufe (Twin Control, Dual Cooling)
- 205 Bewertungen bei 4,4 Sternen — solide Datenbasis
Schwächen
- Kein Eiswürfelbereiter, kein Wasserspender
- Mit 70,6 cm das zweittiefste Gerät im Vergleich
- Energieeffizienzklasse E, 324 kWh — der höchste Verbrauch im Feld
- Nur eine Farbvariante (Inox)
* Affiliate-Link · Du zahlst keinen Cent mehr · Stand 07.08.2026
Gorenje NRR9185ESXL
Gorenje NRR9185ESXL Side-by-Side mit Wasser- und Eiswürfelspender, 566 L
Einschätzung in einem Satz
Der einzige im Feld, der Eiswürfel, Crushed Ice und gekühltes Wasser liefert, ohne dass eine Wasserleitung gelegt werden muss.

Der Gorenje NRR9185ESXL löst genau das Problem, an dem Side-by-Side-Käufer sonst scheitern: Sein touch-gesteuerter IceMaker mit Wasserspender arbeitet aus einem internen Wassertank und braucht laut Hersteller ausdrücklich keinen Anschluss an die Wasserleitung. Ausgegeben werden gekühltes Wasser, zerstoßenes Eis und Eiswürfel. Mit 566 Litern Nutzinhalt (376 Liter Kühlen, 190 Liter Gefrieren) ist er zugleich das größte Gerät im Vergleich. Technisch setzt Gorenje auf NoFrost Plus gegen Eisbildung, einen Inverter-Kompressor, der die Leistung an die gemessene Temperatur anpasst, sowie XtraSpace, CrispZone und MultiFlow 360 für die Luftverteilung. Die Luftschallemission gibt der Hersteller mit 39 dB(A) an. Maße: 91,5 cm breit, 178,6 cm hoch, 69,8 cm tief. Energieklasse E bei 324 kWh im Jahr, Gewicht 100 kg, gefertigt in Europa.
Das Gerät ersetzt im Vergleich den bisher hier geführten Gorenje NRR 9185 EABXLWD, der bei Amazon nicht mehr über die reguläre Kaufbox bestellbar ist. Der NRR9185ESXL stammt aus derselben Baureihe, ist aber die Variante mit Spender und Wassertank — technisch also nicht dasselbe Gerät, sondern das besser ausgestattete.
Passt zu dir, wenn …
Haushalte, die Eiswürfel und gekühltes Wasser auf Knopfdruck wollen, aber keinen Wasseranschluss in der Nähe des Aufstellorts haben — also die große Mehrheit der deutschen Küchen.
Eher nicht, wenn …
Preisbewusste Käufer: Mit Abstand das zweitteuerste Gerät hier. Und alle, die auf eine breite Bewertungsbasis Wert legen — 71 Stimmen sind belastbar, aber dünner als bei Bomann oder Midea.
Technische Daten
Nutzinhalt gesamt
566 Liter
Aufteilung
376 L Kühlen / 190 L Gefrieren
Energieeffizienzklasse
E
Jahresverbrauch
324 kWh
Geräuschwert
39 dB(A)
Maße (B × H × T)
91,5 × 178,6 × 69,8 cm
Abtauen
NoFrost Plus, Inverter-Kompressor
Eis / Wasser
IceMaker + Wasserspender aus Tank
Gewicht
100 kg
Verfügbarkeit geprüft
07.08.2026
Stärken
- Größter Nutzinhalt im Vergleich (566 L)
- Eiswürfel, Crushed Ice und Wasser ohne Festwasseranschluss
- NoFrost Plus und Inverter-Kompressor
- Luftschallemission mit 39 dB(A) ausgewiesen
- Made in Europe
Schwächen
- Zweithöchster Preis im Vergleich
- Wassertank muss von Hand nachgefüllt werden
- Mit 91,5 cm das breiteste Gerät hier
- 100 kg — Transport und Aufstellung sind kein Ein-Personen-Job
- Nur 71 Bewertungen
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Bomann SBS 7344
Bomann SBS 7344 Side-by-Side Kühl-Gefrierkombination, 442 L
Einschätzung in einem Satz
Günstigstes Gerät im Vergleich und zugleich das mit der besten Bewertungslage — 4,5 Sterne aus 203 Stimmen.

Der Bomann SBS 7344 ist der Einstiegspunkt in die Bauart und trägt mit 4,5 Sternen aus 203 Bewertungen die beste Bewertungslage im Vergleich. 442 Liter Nutzinhalt teilen sich in 291 Liter Kühlen und 151 Liter Gefrieren. Total No Frost verhindert Eisbildung im Gefrierteil, das MultiAirflow-System verteilt die Luft über beide Bereiche. Innen sorgen fünf Glasablagen — vier davon höhenverstellbar, verteilt auf Kühl- und Gefrierteil — sowie drei Türablagen für die Aufteilung, dazu kommt LED-Beleuchtung. Die Front ist in Hochglanz gehalten, die Griffe sind eingelassen. Der Jahresverbrauch liegt bei 287 kWh, Energieeffizienzklasse E, Kältemittel R-600A. Maße: 90 cm breit, 177 cm hoch und mit 59 cm auffällig flach. Gewicht 75 kg.
Die 59 cm Tiefe sind das eigentliche Argument. Damit fluchtet der Bomann fast mit einer Standard-Küchenzeile, während Samsung, Midea und Gorenje mit rund 70 cm sichtbar vorstehen. Wer eine durchgehende Arbeitsplatte hat, sieht diesen Unterschied jeden Tag.
Passt zu dir, wenn …
Familien, die Side-by-Side-Bauart wollen, ohne vierstellig zu investieren — und Küchen mit durchlaufender 60-cm-Zeile, in denen ein 70 cm tiefes Gerät stören würde.
Eher nicht, wenn …
Haushalte, die viel einfrieren: 151 Liter Gefrierraum sind der zweitkleinste Wert hier. Und alle, die Eis oder Wasser auf Knopfdruck erwarten.
Technische Daten
Nutzinhalt gesamt
442 Liter
Aufteilung
291 L Kühlen / 151 L Gefrieren
Energieeffizienzklasse
E
Jahresverbrauch
287 kWh
Geräuschwert
keine Herstellerangabe
Maße (B × H × T)
90 × 177 × 59 cm
Abtauen
Total No Frost, MultiAirflow
Eis / Wasser
kein Spender
Gewicht
75 kg
Verfügbarkeit geprüft
07.08.2026
Stärken
- Beste Bewertungslage im Vergleich (4,5 aus 203 Stimmen)
- Günstigster Einstieg in die Side-by-Side-Bauart
- Mit 59 cm das flachste Gerät hier — passt an eine 60er-Zeile
- Total No Frost, nie wieder abtauen
- Vier von fünf Glasablagen höhenverstellbar
- Mit 287 kWh der niedrigste Jahresverbrauch im Feld
Schwächen
- Nur 442 Liter — 124 Liter weniger als der Gorenje
- Kein Eiswürfelbereiter, kein Wasserspender
- Kein Geräuschwert vom Hersteller ausgewiesen
- Kein Inverter-Kompressor angegeben
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Samsung RF50C530ES9
Samsung RF50C530ES9/EF French-Door-Kühlschrank mit Gefrierfach, 495 L
Einschätzung in einem Satz
Das einzige French-Door-Gerät im Feld — vier Türen statt zwei, App-Anbindung, aber ein Eisbereiter, der eine Wasserleitung braucht.

Der Samsung RF50C530ES9/EF ist streng genommen kein klassischer Side-by-Side, sondern ein French-Door-Gerät: Oben zwei nebeneinanderliegende Kühlschranktüren, darunter der Gefrierbereich in eigenen Auszügen. 495 Liter Nutzinhalt verteilen sich auf 330 Liter Kühlen und 165 Liter Gefrieren. Twin Cooling+ arbeitet mit zwei getrennten Kühlkreisläufen, wodurch laut Samsung weniger Geruch und Geschmack zwischen den Bereichen übergeht und die Luftfeuchtigkeit für Obst und Gemüse höher gehalten wird. No Frost+ leitet Feuchtigkeit ab, sodass sich keine Eisschicht bildet. Der Auto Ice Maker mit entnehmbarer Schale liefert Eiswürfel, dazu kommt ein Wasserspender. Über WLAN und den SmartThings AI Energy Mode lassen sich Stromverbrauch, Kompressordrehzahl und Abtauzyklus per App einsehen und regeln. Energieeffizienzklasse E, 301 kWh im Jahr. Maße 81,7 × 177,6 × 71,5 cm, Gewicht 102,5 kg, Edelstahl-Look.
In den Amazon-Bewertungen ist der Wasseranschluss der am häufigsten kritisierte Punkt: Fünf Käufer sprechen ihn an, vier davon negativ. Der Kern der Kritik ist, dass der Eisbereiter nur mit fest angeschlossener Wasserleitung läuft, während der Tank ausschließlich das gekühlte Trinkwasser versorgt. Wer das vor dem Kauf nicht weiß, hat nach der Lieferung ein Installationsproblem.
Passt zu dir, wenn …
Haushalte mit vorhandenem Wasseranschluss in Kühlschranknähe, Smart-Home-Nutzer und alle, denen die French-Door-Ergonomie wichtiger ist als das letzte Liter Volumen.
Eher nicht, wenn …
Alle ohne Wasserleitung am Aufstellort — dann bleibt der Eisbereiter tot. Und alle, die auf Nutzinhalt pro Euro achten: 495 Liter sind hier der zweitkleinste Wert zum höchsten Preis.
Technische Daten
Nutzinhalt gesamt
495 Liter
Aufteilung
330 L Kühlen / 165 L Gefrieren
Energieeffizienzklasse
E
Jahresverbrauch
301 kWh
Geräuschwert
keine Herstellerangabe
Maße (B × H × T)
81,7 × 177,6 × 71,5 cm
Abtauen
No Frost+, Twin Cooling+
Eis / Wasser
Auto Ice Maker, Festwasseranschluss nötig
Gewicht
102,5 kg
Verfügbarkeit geprüft
07.08.2026
Stärken
- Mit 81,7 cm das schmalste Gerät im Vergleich
- French-Door-Aufteilung: kleinere Türblätter, weniger Kaltluftverlust
- Twin Cooling+ mit zwei getrennten Kreisläufen
- WLAN und SmartThings AI Energy Mode zur Verbrauchskontrolle
- Auto Ice Maker mit entnehmbarer Schale
Schwächen
- Eisbereiter funktioniert nur mit Festwasseranschluss — häufigster Kritikpunkt in den Bewertungen
- Höchster Preis im Vergleich bei nur 495 Litern
- Mit 102,5 kg das schwerste Gerät hier
- Maximale Tiefe bei geöffneter Tür 74,6 cm
- Kein Geräuschwert vom Hersteller ausgewiesen
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Exquisit SBS546-040E
Exquisit SBS546-040E Side-by-Side Kühlschrank, 442 L
Einschätzung in einem Satz
Das Gerät mit den vollständigsten Herstellerangaben — inklusive Geräuschklasse, Gefriervermögen und Lagerzeit bei Störung.

Der Exquisit SBS546-040E ist in Volumen und Verbrauch praktisch deckungsgleich mit dem Bomann: 442 Liter Nutzinhalt, 291 Liter Kühlfach, 287 kWh Jahresverbrauch, Energieklasse E. Der Unterschied liegt im Gefrierteil, das hier als 4-Sterne-Fach mit 148 Litern ausgewiesen ist, sowie in der Detailtiefe der Angaben: Exquisit nennt ein Gefriervermögen von 11,2 kg pro 24 Stunden, eine Lagerzeit bei Störung von 9,5 Stunden, Temperaturbereiche von 2 bis 8 °C im Kühlteil und minus 14 bis minus 22 °C im Gefrierteil sowie einen Geräuschwert von 39 dB bei Geräuschklasse C. Die Innenaufteilung besteht aus drei Glasablagen, einem Flaschenregal in der Tür, einer Gemüseschublade und fünf Türablagen. Temperatur wird elektronisch geregelt und digital angezeigt, die Beleuchtung ist LED. Maße: 91 cm breit, 177 cm hoch, 59 cm tief, mit Wandabstand 64 cm. Der Türanschlag ist wechselbar, vier Rollen sitzen vorn und hinten.
Eine Ungereimtheit gehört genannt: Die Produktdaten und die Stichpunkte auf der Amazon-Seite nennen übereinstimmend 287 kWh im Jahr, der Beschreibungstext desselben Angebots spricht dagegen von 230 kWh. Gerechnet wird hier mit den 287 kWh, weil dieser Wert doppelt belegt ist.
Passt zu dir, wenn …
Käufer, die vor der Bestellung genau wissen wollen, was das Gerät kann — und alle, für die ein wechselbarer Türanschlag und Rollen an allen vier Ecken die Aufstellung entscheiden.
Eher nicht, wenn …
Alle, die eine breite Bewertungsbasis brauchen: 18 Stimmen sind der mit Abstand dünnste Wert im Vergleich. Und Vielgefrierer — 148 Liter sind der kleinste Gefrierraum hier.
Technische Daten
Nutzinhalt gesamt
442 Liter
Aufteilung
291 L Kühlen / 148 L Gefrieren
Energieeffizienzklasse
E
Jahresverbrauch
287 kWh
Geräuschwert
39 dB, Geräuschklasse C
Maße (B × H × T)
91 × 177 × 59 cm
Abtauen
No Frost, elektronische Regelung
Eis / Wasser
kein Spender
Gefriervermögen
11,2 kg / 24 h
Verfügbarkeit geprüft
07.08.2026
Stärken
- Vollständigste Herstellerangaben im Vergleich
- Geräuschwert 39 dB und Geräuschklasse C ausgewiesen
- Wechselbarer Türanschlag
- Vier Rollen vorn und hinten erleichtern das Einschieben
- Mit 59 cm flach genug für eine 60er-Küchenzeile
- Lagerzeit bei Störung mit 9,5 Stunden angegeben
Schwächen
- Nur 18 Bewertungen — die dünnste Datenbasis hier
- Kleinster Gefrierraum im Vergleich (148 L)
- Widersprüchliche Verbrauchsangaben auf der Produktseite (287 gegen 230 kWh)
- Kein Eiswürfelbereiter, kein Wasserspender
- Teurer als der besser bewertete Bomann bei gleichem Volumen
* Affiliate-Link · Du zahlst keinen Cent mehr · Stand 07.08.2026
Stromkosten pro Jahr: die fünf Modelle durchgerechnet
Alle fünf Geräte tragen dieselbe Energieeffizienzklasse E. Das ist der erste Punkt, an dem die Klasse allein in die Irre führt: Sie setzt den Verbrauch ins Verhältnis zum Volumen. Ein 566-Liter-Gerät der Klasse E verbraucht mehr Strom als ein 442-Liter-Gerät derselben Klasse — die gleiche Note bedeutet nur, dass beide für ihre Größe ähnlich effizient sind. Wer wissen will, was das Gerät kostet, muss auf den absoluten Jahresverbrauch in Kilowattstunden schauen.
Die Rechnung
Grundlage ist der vom Hersteller ausgewiesene Jahresverbrauch, multipliziert mit einem Arbeitspreis von 0,35 € pro Kilowattstunde. Dieser Wert ist eine Annahme — den eigenen Arbeitspreis findest du auf der letzten Jahresabrechnung. Liegt er bei 0,30 €, ziehe von jedem Betrag rund 14 Prozent ab; liegt er bei 0,40 €, rechne rund 14 Prozent drauf.
| Modell | Nutzinhalt | kWh / Jahr | Rechnung | Kosten / Jahr | 15 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Midea MERS530FGE02 | 548 L | 324 kWh | 324 × 0,35 | 113,40 € | 1701 € |
| Gorenje NRR9185ESXL | 566 L | 324 kWh | 324 × 0,35 | 113,40 € | 1701 € |
| Bomann SBS 7344 | 442 L | 287 kWh | 287 × 0,35 | 100,45 € | 1507 € |
| Samsung RF50C530ES9 | 495 L | 301 kWh | 301 × 0,35 | 105,35 € | 1580 € |
| Exquisit SBS546-040E | 442 L | 287 kWh | 287 × 0,35 | 100,45 € | 1507 € |
Zwischen dem sparsamsten und dem verbrauchsstärksten Gerät im Feld liegen 12,95 € pro Jahr — über 15 Jahre Nutzungsdauer also rund 194 €. Das ist weniger, als viele erwarten, und es relativiert die verbreitete Empfehlung, für eine bessere Effizienzklasse deutlich mehr zu bezahlen. Bei dieser Gerätegröße entscheidet der Kaufpreis stärker über die Gesamtkosten als der Verbrauch.
Warum die Liter-Zahl mehr kostet als die Klasse
Ein Blick auf die Extremwerte im Feld macht es deutlich: Der Bomann mit 442 Litern kommt auf 287 kWh, der Gorenje mit 566 Litern auf 324 kWh. Das sind 124 Liter mehr Stauraum für 37 kWh mehr Verbrauch — umgerechnet 12,95 € im Jahr. Wer den Platz braucht, zahlt ihn also fast nicht über den Strom, sondern über den Anschaffungspreis.
Umgekehrt gilt: Ein Side-by-Side mit 500 Litern, der halb leer läuft, ist die teuerste Variante überhaupt. Nicht weil ein leeres Gerät mehr verbraucht, sondern weil du Volumen kühlst, das du nicht nutzt. Die ehrliche Vorabfrage lautet deshalb nicht „welche Klasse", sondern „wie voll wird das Gerät in einer normalen Woche".
Was den Verbrauch im Alltag zusätzlich beeinflusst
- • Die Herstellerangabe wird unter Normbedingungen ermittelt. Häufiges Türöffnen, ein warmer Aufstellort und ein voll beladener Gefrierteil verschieben den realen Wert nach oben.
- • Vier bis fünf Grad im Kühlteil und minus 18 Grad im Gefrierteil reichen. Jedes Grad kälter kostet zusätzlich Energie, ohne die Haltbarkeit messbar zu verlängern.
- • Der Kondensator an der Rückseite braucht Luft. Steht das Gerät zu dicht an der Wand, arbeitet der Kompressor länger. Exquisit gibt für den SBS546-040E deshalb eine Tiefe mit Wandabstand von 64 cm an — vier Zentimeter mehr als die reine Gerätetiefe.
- • Warme Speisen erst abkühlen lassen. Ein Topf mit 60 Grad heizt den Innenraum auf und löst einen vollen Kompressorlauf aus.
Mehr dazu im Ratgeber zum Stromverbrauch von Kühlschränken.
Lautstärke: Was 35 und 39 dB nachts wirklich bedeuten
Die Lautstärke ist der Wert, der nach dem Kauf am häufigsten stört und vor dem Kauf am seltensten geprüft wird. Bei den fünf Geräten hier ist die Datenlage ungleich: Midea nennt 35 dB, Gorenje 39 dB(A), Exquisit 39 dB samt Geräuschklasse C. Für den Bomann und den Samsung ist auf den Produktseiten kein Geräuschwert ausgewiesen — das lässt sich weder als leise noch als laut auslegen, es fehlt schlicht die Angabe.
Die Skala ist nicht linear
Dezibel ist eine logarithmische Größe. Der Unterschied zwischen 35 und 39 dB sieht auf dem Datenblatt nach vier kleinen Punkten aus, entspricht aber etwa einer Verdopplung der Schallenergie. Ob man das hört, hängt weniger vom Absolutwert ab als vom Grundgeräuschpegel im Raum:
Tagsüber in der Küche
Der Grundpegel liegt meist über 40 dB. Beide Werte verschwinden im Hintergrund.
Abends im offenen Wohnraum
Bei ruhigem Fernsehton hörbar, sobald der Kompressor anspringt. 35 dB fallen deutlich weniger auf.
Nachts bei offener Zimmertür
Der Raumpegel sinkt auf rund 25 bis 30 dB. Hier wird jedes Kompressorgeräusch zum Einzelereignis.
Warum der Inverter-Kompressor hier zählt
Midea und Gorenje geben für ihre Geräte einen Inverter-Kompressor an, Gorenje beschreibt ihn ausdrücklich als leise, dauerhaft und stabil laufend. Der Unterschied zur klassischen Ein-Aus-Regelung liegt nicht unbedingt im Spitzenpegel, sondern im Verlauf: Ein Inverter fährt die Drehzahl an den Kühlbedarf heran und läuft dann gleichmäßig weiter, statt in hörbaren Zyklen an- und abzuspringen. Genau dieses Anspringen ist es, was nachts weckt — nicht der Dauerton.
Wenn der Kühlschrank in einer offenen Küche oder in Schlafzimmernähe steht, ist der Midea MERS530FGE02 mit 35 dB im Testfeld die einzige belegte leise Option. Wer generell auf Betriebsgeräusche achtet, findet weitere Modelle im Vergleich leiser Kühlschränke.
Geräusche, die nicht im Datenblatt stehen
- • No-Frost-Ventilator: Alle fünf Geräte arbeiten mit Umluft im Gefrierteil. Der Ventilator läuft häufiger als der Kompressor und erzeugt ein gleichmäßiges Rauschen, das im dB-Wert enthalten ist, aber anders klingt als ein Kompressor.
- • Abtauzyklus: No-Frost-Geräte tauen den Verdampfer regelmäßig kurz ab. Das Kondenswasser tropft hörbar auf die warme Verdunstungsschale. Ein Knacken oder Zischen alle paar Stunden ist bauartbedingt, kein Defekt.
- • Eiswürfelbereiter: Beim Samsung und beim Gorenje kommt der Auswurf dazu. Fertige Eiswürfel fallen in einen Behälter — je nach Uhrzeit ein deutlich wahrnehmbares Geräusch.
- • Aufstellung: Ein nicht ausgerichtetes Gerät überträgt Vibrationen auf den Boden. Die Füße so einstellen, dass das Gerät kippelfrei steht, und beide Türen von selbst zufallen.
Aufstellmaße: Breite, Tiefe und der Platz vor den Türen
Side-by-Side-Geräte sind breit. Wie breit genau, ist der Punkt, an dem Vergleichsartikel gern mit Pauschalwerten arbeiten. Hier stehen deshalb die tatsächlichen Herstellerangaben der fünf Modelle — und die zeigen eine größere Spannweite, als man erwartet.
| Modell | Breite | Höhe | Tiefe | Gewicht |
|---|---|---|---|---|
| Samsung RF50C530ES9 | 81,7 cm | 177,6 cm | 71,5 cm | 102,5 kg |
| Midea MERS530FGE02 | 89,7 cm | 176,5 cm | 70,6 cm | 80 kg |
| Bomann SBS 7344 | 90 cm | 177 cm | 59 cm | 75 kg |
| Exquisit SBS546-040E | 91 cm | 177 cm | 59 cm (64 cm mit Wandabstand) | 74,8 kg |
| Gorenje NRR9185ESXL | 91,5 cm | 178,6 cm | 69,8 cm | 100 kg |
Die Tiefe ist die wichtigere Zahl
Bei der Breite liegen alle fünf zwischen 81,7 und 91,5 cm — knapp zehn Zentimeter Unterschied. Bei der Tiefe sind es dagegen 12,5 Zentimeter zwischen dem Bomann und dem Exquisit mit 59 cm und dem Samsung mit 71,5 cm. Eine deutsche Standard-Küchenzeile ist 60 cm tief. Bomann und Exquisit fluchten damit fast exakt mit der Arbeitsplatte, Samsung, Midea und Gorenje stehen rund zehn Zentimeter vor.
Das ist keine reine Optikfrage: Zehn Zentimeter Vorstand verengen den Durchgang zwischen Zeile und Kücheninsel und machen aus einem bequemen Weg eine Engstelle. Wer eine schmale Küche hat, sollte die Tiefe vor der Breite prüfen.
Was hinter und neben dem Gerät frei bleiben muss
- Wandabstand: Exquisit weist für den SBS546-040E ausdrücklich 64 cm Tiefe inklusive Wandabstand aus — also fünf Zentimeter Luft hinter dem Gerät. Diese Reserve gilt sinngemäß auch für die anderen Modelle: Der Kondensator gibt Wärme nach hinten ab.
- Türöffnungswinkel: Samsung gibt die maximale Tiefe bei geöffneter Tür mit 74,6 cm an. Das ist der Wert, der zählt, wenn gegenüber eine Kücheninsel oder ein Tisch steht.
- Seitlicher Freiraum: Steht das Gerät direkt an einer Wand oder in einer Ecke, lässt sich die dortige Tür nicht weit genug öffnen, um die Innenschubladen herauszuziehen. Bei der Planung an beiden Seiten Luft einrechnen.
- Höhe über dem Gerät: Alle fünf Modelle liegen zwischen 176,5 und 178,6 cm. Unter einem Oberschrank oder einer abgehängten Decke lohnt das Nachmessen, weil die Geräte über verstellbare Füße noch etwas höher werden können.
Lieferung, Türanschlag und der Weg durch den Flur
Zwischen der Haustür und dem endgültigen Standort liegt bei einem Side-by-Side die eigentliche Hürde. Die Geräte wiegen zwischen 74,8 und 102,5 Kilogramm und sind bis zu 91,5 cm breit. Diese beiden Zahlen entscheiden darüber, ob die Lieferung reibungslos läuft oder das Gerät im Treppenhaus stehen bleibt.
Vor der Bestellung messen — in dieser Reihenfolge
- Haus- oder Wohnungstür: Lichte Durchgangsbreite, nicht das Türblatt. Das breiteste Gerät hier misst 91,5 cm; mit Verpackung kommen einige Zentimeter dazu. Viele Altbau-Wohnungstüren sind 80 bis 85 cm breit.
- Engste Stelle im Flur: Nicht die Breite des Flurs zählt, sondern die Stelle mit dem Heizkörper, der Garderobe oder dem Sicherungskasten.
- Treppenhaus und Wendepodest: Ein 178 cm hohes und 100 kg schweres Gerät lässt sich auf einem engen Podest kaum drehen. Diagonale des Podests messen.
- Aufzug: Innenmaß und Türbreite prüfen. Ein 178-cm-Gerät passt in viele Aufzüge nur schräg — und schräg ist bei einem Kühlgerät heikel.
- Küchentür: Wird zuletzt gemessen und zuerst vergessen.
Türanschlag: Wer ihn wechseln kann und wer nicht
Bei einem Side-by-Side ist der Türanschlag festgelegt: Die linke Tür öffnet nach links, die rechte nach rechts. Anders als bei einer klassischen Kühl-Gefrier-Kombination gibt es hier normalerweise nichts zu wechseln — die Bauart löst das Problem von selbst.
Eine Ausnahme im Testfeld ist der Exquisit SBS546-040E: Der Hersteller weist einen wechselbaren Türanschlag ausdrücklich aus. Zusätzlich sitzen vier Rollen vorn und hinten, was das Einschieben in eine Nische spürbar erleichtert — ein 75-Kilo-Gerät über Fliesen zu schieben, ohne sie zu zerkratzen, ist sonst der schwierigste Teil der Aufstellung.
Für die anderen vier Modelle liegt keine entsprechende Herstellerangabe vor. Wer auf Rollen angewiesen ist, sollte das vor dem Kauf beim Händler klären, statt es anzunehmen.
Nach der Lieferung: die Wartezeit
Ein Kühlgerät, das liegend oder stark geneigt transportiert wurde, darf nicht sofort ans Netz. Öl aus dem Kompressor kann in den Kältekreislauf gelaufen sein und muss zurücklaufen, bevor der Kompressor anläuft. Die Standzeitempfehlung steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts und liegt je nach Hersteller im Bereich mehrerer Stunden.
Zweiter Punkt: Lieferung bis zur Verwendungsstelle inklusive Altgerätmitnahme ist bei Großgeräten oft eine kostenpflichtige Zusatzoption oder ein Auswahlfeld im Bestellprozess. Beides vor dem Absenden der Bestellung prüfen — ein 100-Kilo-Altgerät selbst zu entsorgen, ist keine realistische Option.
Eiswürfelspender: Festwasseranschluss oder Tank — der entscheidende Unterschied
Zwei der fünf Modelle liefern Eis und Wasser aus der Tür, drei nicht. Aber selbst zwischen diesen beiden Geräten liegt der wichtigste Unterschied des ganzen Vergleichs — und er entscheidet darüber, ob nach der Lieferung ein Installateur kommen muss.
Festwasseranschluss — Samsung RF50C530ES9
Der Auto Ice Maker des Samsung läuft nach den Erfahrungsberichten der Käufer nur, wenn das Gerät an die Wasserleitung angeschlossen ist. Der interne Tank versorgt ausschließlich den Trinkwasserspender. In den Amazon-Bewertungen ist genau das der meistgenannte Kritikpunkt: Fünf Käufer sprechen den Wasseranschluss an, vier davon negativ.
Konsequenz: Ohne Wasseranschluss in Kühlschranknähe bleibt eine bezahlte Funktion ungenutzt.
Wassertank — Gorenje NRR9185ESXL
Gorenje beschreibt den touch-gesteuerten IceMaker mit Wasserspender ausdrücklich so, dass gekühltes Wasser, Crushed Ice und Eiswürfel entnommen werden können, ohne den Kühlschrank an die Wasserleitung anzuschließen. Das Wasser kommt aus einem Tank im Gerät.
Konsequenz: Aufstellen, einstecken, Tank füllen. Dafür muss der Tank von Hand nachgefüllt werden und die Ausbeute ist begrenzt.
Wann sich der Festwasseranschluss trotzdem lohnt
Ein fest angeschlossenes Gerät produziert Eis, solange Strom anliegt, ohne dass jemand daran denken muss. In Haushalten, in denen täglich Eiswürfel gebraucht werden, ist das der klare Vorteil gegenüber dem Tank, der bei intensiver Nutzung mehrmals pro Tag befüllt werden will.
Die Voraussetzung ist banal, wird aber oft übersehen: Es braucht einen Kaltwasserabgang in erreichbarer Nähe des Aufstellorts. In den meisten Küchen liegt der unter der Spüle — steht der Kühlschrank an der gegenüberliegenden Wand, wird daraus ein Installationsprojekt mit Leitung, Absperrventil und gegebenenfalls einer Wanddurchführung.
Und wenn gar kein Spender nötig ist
Midea, Bomann und Exquisit verzichten komplett auf Spender. Was auf den ersten Blick wie eine Sparmaßnahme aussieht, hat handfeste Vorteile: Kein Spendermodul in der Tür bedeutet mehr nutzbaren Türinnenraum, keinen Wartungspunkt, keinen Filterwechsel und keine Leitung, die undicht werden kann.
Der praktische Ersatz ist unspektakulär und funktioniert seit Jahrzehnten: eine Eiswürfelschale oder ein Eiswürfelbeutel im Gefrierteil. Bei 148 bis 201 Litern Gefrierraum ist der Platz dafür in allen drei Geräten reichlich vorhanden.
Side-by-Side oder French-Door: Warum der Samsung aus der Reihe fällt
Vier der fünf Geräte hier sind klassische Side-by-Side-Kombinationen: zwei raumhohe Türen nebeneinander, links das Gefrierteil, rechts das Kühlteil. Der Samsung RF50C530ES9 ist ein French-Door-Gerät und damit eine andere Bauart, die in Suchergebnissen regelmäßig unter demselben Begriff auftaucht.
Klassisch Side-by-Side
- • Zwei raumhohe Türen nebeneinander
- • Gefrierteil als schmale, hohe Säule — gut für stehende Ware, unpraktisch für breite Bleche und Pizzakartons
- • Kühlteil auf voller Höhe: alles auf Augenhöhe erreichbar, ohne Bücken
- • Beim Öffnen entweicht die Kaltluft aus der gesamten Türhöhe
- • Im Testfeld: Midea, Bomann, Exquisit, Gorenje
French-Door
- • Oben zwei nebeneinanderliegende Kühlschranktüren, darunter der Gefrierbereich in Auszügen
- • Kühlteil in voller Gerätebreite: breite Platten, Torten und Backbleche passen quer hinein
- • Kleinere Türblätter, weniger Kaltluftverlust beim Öffnen einer einzelnen Tür
- • Gefriergut liegt unten und muss gebückt sortiert werden
- • Im Testfeld: nur der Samsung RF50C530ES9
Praktisch entscheidet die Frage, was häufiger gebraucht wird. Wer viel frisch kocht und oft große flache Behälter unterbringt, profitiert von der durchgehenden Breite des French-Door-Fachs. Wer viel einfriert und das Gefriergut sortiert halten will, kommt mit der Gefriersäule des klassischen Side-by-Side besser zurecht.
Ein Punkt gilt für beide Bauarten: No Frost ist bei dieser Gerätegröße keine Komfortoption, sondern Grundvoraussetzung. Einen 200-Liter-Gefrierraum von Hand abzutauen, kostet einen halben Tag. Alle fünf Geräte hier haben deshalb No Frost — welche Varianten es davon gibt, steht im Ratgeber zu No-Frost-Kühlschränken.
Nutzinhalt und Aufteilung: Wie viel Liter du wirklich brauchst
Die fünf Geräte decken 442 bis 566 Liter ab. Der Sprung von 124 Litern zwischen dem kleinsten und dem größten klingt nach viel, entspricht aber ungefähr dem Volumen eines mittleren Unterbaukühlschranks. Entscheidender als die Gesamtzahl ist die Aufteilung zwischen Kühlen und Gefrieren — und die unterscheidet sich im Feld deutlich.
| Modell | Gesamt | Kühlen | Gefrieren | Gefrieranteil |
|---|---|---|---|---|
| Gorenje NRR9185ESXL | 566 L | 376 L | 190 L | 34 % |
| Midea MERS530FGE02 | 548 L | 347 L | 201 L | 37 % |
| Samsung RF50C530ES9 | 495 L | 330 L | 165 L | 33 % |
| Bomann SBS 7344 | 442 L | 291 L | 151 L | 34 % |
| Exquisit SBS546-040E | 442 L | 291 L | 148 L | 33 % |
Zwei Geräte, praktisch dieselben Zahlen
Bomann und Exquisit sind in den Eckdaten fast deckungsgleich: 442 Liter gesamt, 291 Liter Kühlraum, 287 kWh Jahresverbrauch, Energieklasse E, 177 cm hoch, 59 cm tief. Sie unterscheiden sich in der Breite um einen Zentimeter und im Gefrierraum um drei Liter. Wer zwischen beiden schwankt, sollte deshalb nicht nach Litern entscheiden, sondern nach der Bewertungslage — 203 Stimmen bei Bomann gegen 18 bei Exquisit — oder danach, ob der wechselbare Türanschlag und die vier Rollen des Exquisit im konkreten Fall gebraucht werden.
Grobe Orientierung nach Haushaltsgröße
- Zwei bis drei Personen: 442 Liter reichen im Normalfall aus. Bomann oder Exquisit — und die Frage ist eher, ob die Side-by-Side-Bauart überhaupt nötig ist oder eine klassische Kühl-Gefrier-Kombination genügt.
- Vier bis fünf Personen mit Wocheneinkauf: Ab hier wird der Sprung auf 495 bis 566 Liter spürbar. Der Midea liefert davon das meiste Volumen zum niedrigsten Preis.
- Haushalte, die viel einfrieren: Der Midea hat mit 201 Litern den größten Gefrierraum, gefolgt vom Gorenje mit 190 Litern. Am unteren Ende liegt der Exquisit mit 148 Litern.
- Haushalte, die kaum einfrieren: Der Gorenje hat mit 376 Litern den größten Kühlraum und den niedrigsten Gefrieranteil des Feldes — die passendste Aufteilung, wenn hauptsächlich Frisches gelagert wird.
Kaufberatung: Welches der fünf Modelle passt zu dir?
Meistes Volumen pro Euro: Midea MERS530FGE02
Für wen: Haushalte ab vier Personen ohne Bedarf an einem Spender.
Warum: 548 Liter zum Preisniveau der 442-Liter-Klasse, 35 dB als einziger belegter leiser Wert im Feld, Inverter-Kompressor, 4,4 Sterne aus 205 Bewertungen. Das Gerät ist mit 70,6 cm allerdings tief — in einer flachen Küchenzeile steht es sichtbar vor.
Eis und Wasser ohne Installation: Gorenje NRR9185ESXL
Für wen: Alle, die den Spender wollen, aber keine Wasserleitung am Aufstellort haben.
Warum: Der einzige im Vergleich, der Eiswürfel, Crushed Ice und gekühltes Wasser aus einem Tank liefert — kein Installateur, kein Wanddurchbruch. Zugleich das größte Gerät mit 566 Litern. Preis und die dünnere Bewertungsbasis von 71 Stimmen sind der Gegenpunkt.
Günstigster Einstieg mit der besten Bewertungslage: Bomann SBS 7344
Für wen: Familien mit begrenztem Budget und einer 60-cm-Küchenzeile.
Warum: 4,5 Sterne aus 203 Bewertungen sind der beste Wert im Feld, 59 cm Tiefe der praktischste, 287 kWh der niedrigste Verbrauch. Dafür 442 Liter, kein Spender und kein ausgewiesener Geräuschwert.
French-Door mit App-Anbindung: Samsung RF50C530ES9
Für wen: Küchen mit vorhandenem Wasseranschluss und Smart-Home-Nutzer.
Warum: Mit 81,7 cm das schmalste Gerät, French-Door-Aufteilung mit durchgehend breitem Kühlfach, Twin Cooling+ und Verbrauchskontrolle per SmartThings. Die Einschränkung steht in den Bewertungen: Der Eisbereiter braucht eine feste Wasserleitung.
Beste Datenlage vor dem Kauf: Exquisit SBS546-040E
Für wen: Käufer, die vorab jede Zahl kennen wollen, und Aufstellorte, die Rollen brauchen.
Warum: Als einziges Gerät mit Geräuschklasse, Gefriervermögen, Lagerzeit bei Störung, Temperaturbereichen, wechselbarem Türanschlag und vier Rollen dokumentiert. Gegenpunkt: 18 Bewertungen, kleinster Gefrierraum, und der Verbrauchswert wird auf der Produktseite selbst widersprüchlich angegeben.
Die vier Prüfungen vor dem Bestellen
- Tiefe des Aufstellorts messen, nicht nur die Breite. 59 cm und 71,5 cm sind zwei verschiedene Küchen.
- Wenn ein Eisspender gewünscht ist: klären, ob das Modell einen Festwasseranschluss verlangt oder aus einem Tank arbeitet.
- Jahresverbrauch in kWh vergleichen, nicht die Effizienzklasse — bei fünf Geräten der Klasse E liegen trotzdem 37 kWh dazwischen.
- Lieferung bis zur Verwendungsstelle und Altgerätmitnahme im Bestellvorgang prüfen, bevor abgeschickt wird.
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← Zurück zum ÜberblickQuellen & weiterführende Informationen
- Herstellerangaben und Produktdatenblätter der fünf gelisteten Modelle, abgerufen am 07.08.2026
- Amazon-Produktseiten der gelisteten Modelle — Sternebewertungen, Bewertungszahlen und Verfügbarkeit, Stand 07.08.2026
- Stiftung Warentest — Unabhängige Produkttests seit 1964
- CHIP — Produktbewertungen und Tests

