
Worum es hier geht: Eine Mikrowelle ohne Drehteller wird über ein Versprechen verkauft, das sich in einer einzigen Zahl ausdrücken lässt: mehr nutzbare Fläche auf dem Garraumboden. Diese Seite prüft, ob diese Zahl vor dem Kauf überhaupt zu finden ist. Verglichen werden fünf am 22.08.2026 auf amazon.de bestellbare Flatbed-Geräte zwischen 79,95 und 199,99 Euro mit 20 und 25 Litern Garraum. Ausgewertet wurden dazu die Produktseiten und vier frei abrufbare Bedienungsanleitungen. Das Ergebnis vorweg: Nur zwei von fünf Anbietern veröffentlichen die nutzbaren Innenmaße ihres Garraums, und nur bei einem davon passt eine eckige Auflaufform mit 30 Zentimetern Kantenlänge hinein. Alle Zahlen sind Herstellerangaben vom Prüftag und wurden nicht nachgemessen.
Auf einen Blick: sechs Punkte vor dem Kauf
- Der Vorteil ist ein Flächenvorteil, kein Garvorteil. Ohne Teller begrenzen die Innenmaße das Geschirr statt eines Tellerdurchmessers. Alles andere, was diese Bauart verspricht, bleibt in diesem Feld unbelegt.
- Nur zwei von fünf nennen die Innenmaße. CASO mit 270 mal 180 mal 290 Millimetern und Bauknecht mit 234 mal 320 mal 329 Millimetern. SEVERIN nennt allein die Höhe, ProfiCook und Cecotec gar nichts. Damit ist der Kernvorteil bei drei von fünf Geräten nicht prüfbar.
- Eine 30-Zentimeter-Form passt in genau ein Gerät. Bauknecht mit 32,0 mal 32,9 Zentimetern reicht dafür, CASO mit 27,0 mal 29,0 Zentimetern nicht. Bei den drei anderen bleibt die Frage offen.
- Die Mindestabstände stehen bei null von fünf im Angebot und bei vier von fünf in der Anleitung. Drei Anleitungen fordern 30 Zentimeter Freiraum nach oben. Wer nach Gehäusemaßen plant, plant zu knapp.
- Kein einziger Dezibelwert im ganzen Feld. Weder ein Angebot noch eine der vier Anleitungen nennt einen Schallwert. Dass der Wegfall des Tellerantriebs hörbar wäre, behauptet kein Hersteller mit einer Zahl.
- Die Reinigung ist der Vorteil, der bei allen fünf zutrifft. Kein Ring, keine Rollen, keine Telleraufnahme, sondern eine durchgehende Fläche aus Glas, Keramik oder Glaskeramik. Das ist die einzige Zusage dieser Bauart, die sich ohne Herstellerangabe nachvollziehen lässt.
Die fünf Modelle im Direktvergleich
Aufgenommen sind fünf Mikrowellen, die am 22.08.2026 auf amazon.de gelistet und bestellbar waren, deren Angebot ausdrücklich einen Boden ohne Drehteller ausweist und bei denen sich diese Bauart über die Aufzählung oder die Bedienungsanleitung stützen lässt. Jedes Angebot wurde einzeln von der Produktseite geprüft. Die wichtigste Spalte dieser Tabelle ist die mit den Innenmaßen: Sie sagt nicht, wie viele Liter das Gerät fasst, sondern ob sich vor dem Kauf ausrechnen lässt, was hineinpasst. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung geht an die CASO MG20 Ceramic menu, und zwar nicht wegen der Sterne, sondern weil sie als einzige die nutzbaren Innenmaße schon im Verkaufstext nennt und diese Angabe in der eigenen Anleitung millimetergenau bestätigt.
| Bild | Marke und Modell | Auszeichnung | Bodenart | Innenmaße | Garraum | Leistung | Leistungsaufnahme | Bewertung | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | CASOMG20 Ceramic menu | Unsere Empfehlung | Keramikboden mit Mikrowellenreflektor, kein Drehteller | 27,0 cm breit, 18,0 cm hoch, 29,0 cm tief | 20 Liter | 800 W Abgabe | 1200 W Aufnahme (Anleitung) | 4,4 / 1.781 | Jetzt ansehen |
![]() | BauknechtExtraSpace Crisp MW 427 SL | Einzige Anleitung mit einer Messnorm | ExtraSpace-Boden ohne Drehteller, Garraum aus Edelstahl | 32,0 cm breit, 23,4 cm hoch, 32,9 cm tief | 25 Liter | 800 W Abgabe laut Angebot | 2250 W Nennleistungsaufnahme (Anleitung) | 4,3 / 542 | Ansehen |
![]() | SEVERINMW 9184 | Beste Bewertung im Vergleich | Flacher Glasboden mit Mikrowellenreflektor, kein Drehteller | nur die Höhe genannt: 18,5 cm. Breite und Tiefe fehlen | 20 Liter | 800 W Abgabe | 1200 W Aufnahme (Anleitung) | 4,6 / 837 | Ansehen |
![]() | CecotecProclean Flatbed Inverter Pro Black | Flachbett-Boden ohne Drehteller, Bauart nicht näher beschrieben | nicht angegeben, weder im Angebot noch in einem Herstellerdokument | 20 Liter | 800 W laut Angebot | nicht angegeben | 4,0 / 3 | Ansehen | |
![]() | ProfiCookPC-MWG 1278 | Einziges Angebot ohne Variantenlisting | Glaskeramikboden ohne Drehteller, laut Angebot mit Power-Boost-Verteilung | nicht angegeben; die Anleitung nennt nur ein Garraumvolumen von circa 20 Litern | 20 Liter | 700 W Abgabe | 1150 W Aufnahme (Anleitung) | 4,2 / 41 | Ansehen |
Sterne und Bewertungszahlen wurden am 22.08.2026 einzeln von den Produktseiten abgerufen, nicht aus einer Suchergebnisliste. Vier der fünf Angebote sind Variantenlistings, bei denen die aufgerufene Nummer von der Elternnummer abweicht; die Zahlen gelten dort der jeweiligen Variantenfamilie und nicht allein der beschriebenen Ausführung. Allein beim Angebot von ProfiCook stimmen aufgerufene Nummer und Elternnummer überein. Die Spalte Leistungsaufnahme stammt bei vier Geräten aus der Bedienungsanleitung; im Angebot selbst steht sie nur in einem Fall, und dieser Wert widerspricht der zugehörigen Anleitung. Preise am Prüftag: 79,95 Euro für die ProfiCook PC-MWG 1278, 80,99 Euro für die SEVERIN MW 9184, 89,90 Euro für die Cecotec Proclean Flatbed Inverter Pro, 125,85 Euro für die CASO MG20 Ceramic menu und 199,99 Euro für die Bauknecht ExtraSpace Crisp MW 427 SL.
Was Flatbed technisch anders macht
In einem herkömmlichen Gerät sitzt das Magnetron seitlich oder oben und speist die Wellen über einen festen Hohlleiter in den Garraum. Weil dieses Feld ortsfest ist, entstehen darin Zonen mit viel und Zonen mit wenig Energie. Damit das Gargut alle Zonen durchläuft, bewegt der Hersteller nicht das Feld, sondern das Essen: Der Drehteller dreht sich. Ein Flatbed-Gerät kehrt das Prinzip um. Der Boden bleibt stehen, und bewegt wird die Einspeisung. Bei den Geräten dieser Bauart geschieht das über einen rotierenden Hohlleiter oder eine bewegte Antenne unterhalb der Bodenplatte, die aus Glas, Keramik oder Glaskeramik besteht und für Mikrowellen durchlässig ist. Wie diese Bauarten sich zu Solo, Grill, Kombination und Einbau verhalten, ist im Überblick zu Mikrowellen aufgeschlüsselt.
So weit die Theorie. Was die fünf geprüften Hersteller davon tatsächlich schreiben, ist deutlich weniger. Vier von fünf benennen den Boden und sein Material. SEVERIN spricht von einem flachen Glasboden mit Mikrowellenreflektor, CASO von einem Keramikboden mit Mikrowellenreflektor, ProfiCook von einem Glaskeramikboden mit einer Power-Boost-Technologie und Cecotec von einer Flachbett-Technologie. Kein einziges Angebot und keine einzige der vier abrufbaren Bedienungsanleitungen beschreibt, was sich unterhalb dieses Bodens bewegt. Das Wort Hohlleiter kommt in keinem Dokument vor, das Wort Antenne ebenso wenig. Bauknecht kommt der Sache am nächsten und schreibt in der Anleitung, die intelligente Technologie der ExtraSpace-Mikrowelle mache einen Drehteller überflüssig und erlaube den Einsatz von rechteckigem Geschirr. Das ist eine Aussage über die Wirkung, nicht über die Bauweise.
Ein zweiter Punkt gehört zur Ehrlichkeit dieser Seite: Vier der fünf Angebote werben mit einer gleichmäßigeren Erwärmung, und keines belegt sie. Es gibt in diesem Feld keine Messung, keinen Vergleichswert und kein beschriebenes Verfahren. Die fachliche Literatur ist an dieser Stelle deutlich vorsichtiger als die Werbung. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2021 in der Fachzeitschrift Foods bezeichnet die ungleichmäßige Erwärmung als den wesentlichen Nachteil des Haushaltsgeräts, aus dem Fragen der Lebensmittelsicherheit und der Qualität folgen, und beschreibt, dass sich die Wechselwirkung zwischen Mikrowellen und Lebensmitteln überhaupt nur mit numerischen Modellen vorhersagen lässt. Ein bewegter Verteiler unter dem Boden und ein sich drehender Teller verfolgen dasselbe Ziel auf zwei Wegen. Dass der eine Weg grundsätzlich besser trifft, sagt keine erreichbare Quelle.
Was sich dagegen ohne Herstellerangabe nachvollziehen lässt, ist der bauliche Unterschied selbst. Ein Drehtellergerät hat vier Teile, die ein Flatbed-Gerät nicht hat: den Glasteller, den Antriebsring mit Rollen, den Mitnehmer in der Bodenmitte und die Vertiefung, in der er sitzt. Keine der vier abrufbaren Anleitungen in diesem Vergleich nennt eines dieser vier Teile im Lieferumfang oder in der Reinigungsanleitung. Das ist der belastbarste Nachweis der Bauart, den ein Dokument liefern kann, und er funktioniert über das, was nicht darin steht.
Welches Geschirr wirklich hineinpasst
Hier steht die Rechnung, die diese Seite trägt. Bei einem Drehtellergerät ist die Grenze der Tellerdurchmesser, denn was über den Teller hinausragt, stößt beim Drehen an der Garraumwand an. Bei einem Flatbed-Gerät ist die Grenze die Bodenfläche selbst, weil nichts rotiert und das Geschirr bis an die Wände reichen darf. Der Unterschied ist geometrisch und lässt sich ausrechnen. Ein Kreis mit einem Durchmesser von 26 Zentimetern, wie ihn ein Drehtellergerät desselben Herstellers in seinem Datenfeld ausweist, hat eine Fläche von rund 531 Quadratzentimetern. Eine eckige Auflaufform mit 30 Zentimetern Kantenlänge beansprucht 900 Quadratzentimeter und passt dort nicht einmal in ihrer Grundfläche, geschweige denn mit Drehbewegung. Welche Formen und Materialien in einer Mikrowelle überhaupt zulässig sind, ist im Ratgeber zum Mikrowellengeschirr im Einzelnen aufgeschlüsselt.
Jetzt die Gegenprobe mit den beiden Geräten dieses Vergleichs, für die ein Hersteller die Innenmaße veröffentlicht. CASO nennt in der Anleitung Garraumabmessungen von 270 mal 180 mal 290 Millimetern. Die Bodenfläche beträgt damit 27,0 mal 29,0 Zentimeter, also rund 783 Quadratzentimeter. Bauknecht nennt Innenmaße von 234 mal 320 mal 329 Millimetern, also 32,0 mal 32,9 Zentimeter Boden und rund 1053 Quadratzentimeter. Stellt man dem jeweils einen runden Teller gegenüber, dessen Durchmesser der Garraumbreite entspricht, ergeben sich rund 573 und rund 804 Quadratzentimeter. Der Zuwachs beträgt damit rund 37 Prozent im einen und rund 31 Prozent im anderen Fall. Diese vier Flächenwerte und die beiden Prozentzahlen sind eigene Rechnungen aus veröffentlichten Herstellermaßen und keine Herstellerangaben.
Und hier wird es unangenehm für die Werbung. Ein zweites Angebot von SEVERIN, das unter derselben Elternnummer hängt wie das hier verglichene Solo-Gerät, nennt einen Zuwachs von 33 Prozent, das Angebot von ProfiCook nennt 55 Prozent. Beide nennen keinen Bezugswert. Die 33 Prozent liegen genau in der Größenordnung, die sich aus den Maßen der beiden dokumentierten Geräte ergibt. Die 55 Prozent liegen deutlich darüber, und weder das Angebot noch die Anleitung von ProfiCook nennt eine einzige Innenmaßangabe, gegen die sich das prüfen ließe. Der wichtigste Satz dieser Seite lautet deshalb: Der Vorteil dieser Bauart ist real und rechnerisch belegbar, aber nur bei zwei von fünf Geräten überhaupt nachprüfbar. Bei den drei anderen ist die Prozentzahl im Werbetext die einzige Information zur Fläche, die es gibt.
| Anwendungsfall | Mit Drehteller | Ohne Drehteller | Was davon belegt ist |
|---|---|---|---|
| Runder Teller mit 26 cm Durchmesser | Passt auf einen Teller mit 26 cm, liegt aber randbündig auf. Ein Teller, der über den Drehteller hinausragt, kann beim Drehen an der Garraumwand anstoßen. | Passt in alle drei Geräte mit belegten oder plausiblen Innenmaßen, weil er in keiner Richtung mehr als 26 cm beansprucht und nichts rotiert. | Belegt bei CASO mit 27 cm Garraumbreite und bei Bauknecht mit 32 cm. Bei den drei anderen nicht prüfbar. |
| Eckige Auflaufform mit 30 cm Kantenlänge | Passt auf keinen Drehteller dieser Geräteklasse. Übliche Teller im 20-Liter-Segment messen 25,5 bis 29 cm, und die Form müsste zusätzlich frei rotieren können. | Passt nur in eines der fünf Geräte. Bauknecht nennt 32,0 mal 32,9 cm Innenmaße, CASO nur 27,0 mal 29,0 cm. Bei ProfiCook, Cecotec und SEVERIN fehlen die Maße. | Belegt aus den Anleitungen von Bauknecht und CASO. Genau hier trennt sich die Werbung von der Sache. |
| Zwei Tassen nebeneinander | Funktioniert, aber beide Tassen wandern durch dieselben Zonen des Garraums, und der Teller braucht Platz zum Drehen. | Funktioniert ebenso. Ein Vorteil entsteht hier nicht, weil zwei Tassen in keinem der Geräte an eine Grenze stoßen. | Kein Hersteller macht dazu eine Angabe. Es ist der Fall, in dem die Bauart nichts ändert. |
| Rechteckige Crisp-Platte oder Grillrost | Ein rechteckiges Blech auf einem drehenden Teller schlägt an. Deshalb liegen Drehtellergeräten runde oder gestellte Roste bei. | Bauknecht begründet die Bauart in der Anleitung ausdrücklich mit der rechteckigen Crisp-Platte. ProfiCook liefert einen Grillrost mit 23 mal 20 cm mit. | Belegt aus der Anleitung von Bauknecht und aus dem Datenfeld von ProfiCook. |
| Hohes Gefäß, etwa eine Kanne | Der Drehteller kostet Bauhöhe. Was auf ihm steht, verliert die Dicke des Tellers und des Mitnehmerrings. | Der Boden ist die Auflagefläche. Die volle Innenhöhe steht zur Verfügung, bei SEVERIN 18,5 cm, bei CASO 18,0 cm und bei Bauknecht 23,4 cm. | Belegt aus drei Anleitungen. Es ist der einzige Fall, in dem die Innenhöhe bei drei von fünf Geräten dokumentiert ist. |
Die Probe vor dem Kauf dauert zwei Minuten: die eigene Auflaufform mit einem Zollstock an der breitesten Stelle messen, dazu einen Zentimeter Luft rechnen, und diesen Wert mit den Garraumabmessungen aus der Bedienungsanleitung vergleichen. Steht dort nur ein Volumen in Litern, ist die Frage nicht zu beantworten, und die Litermenge hilft nicht weiter: Zwei Geräte mit denselben 20 Litern haben in diesem Vergleich Innenhöhen von 18,0 und 18,5 Zentimetern und deshalb unterschiedliche Bodenflächen.
Was die Reinigung ohne Teller tatsächlich spart
Von allen Zusagen dieser Bauart ist die Reinigung die einzige, die sich ohne eine einzige Herstellerangabe nachvollziehen lässt, weil sie aus der Konstruktion folgt. Ein Drehtellergerät hat unter dem Teller einen Ring mit drei oder vier Rollen und in der Bodenmitte eine Vertiefung mit dem Mitnehmer, der den Teller antreibt. Übergekochte Suppe läuft über den Tellerrand in genau diese Vertiefung, der Ring fängt den Rest, und die Rollen laufen darin weiter. Wer das einmal hat eintrocknen lassen, kennt den Aufwand. Ein Flatbed-Gerät hat an dieser Stelle nichts. Der Boden ist eine durchgehende Platte aus Glas, Keramik oder Glaskeramik, und was darauf landet, bleibt sichtbar und erreichbar. Wie sich eingetrocknete Rückstände lösen lassen und welche Mittel im Garraum nichts zu suchen haben, steht ausführlich im Ratgeber zum Reinigen einer Mikrowelle.
Die Hersteller machen aus diesem Punkt erstaunlich wenig, obwohl er der belastbarste ist. Drei der fünf Angebote nennen ihn ausdrücklich. SEVERIN schreibt, der vollflächige Glasboden lasse sich einfach mit dem Tuch reinigen, Cecotec nennt die vereinfachte Reinigung als einen von drei Vorteilen der Flachbett-Bauart, und ProfiCook spricht von einem leicht zu reinigenden Garraum. Die Bedienungsanleitungen sind an dieser Stelle konkreter als die Werbetexte: SEVERIN verlangt, Türinnenseite, Türrahmen und Glasboden stets sauber zu halten, und empfiehlt ein leicht angefeuchtetes weiches Tuch mit etwas Spülmittel. Scheuermittel und Backofenreinigungsspray sind dort ausdrücklich verboten. CASO fordert die Reinigung des Garraums nach jedem Gebrauch. Beide Anleitungen begründen das nicht mit der Optik, sondern mit der Sicherheit: Verschmutzungen an der Tür und am Türrahmen können die Dichtigkeit der Abschirmung beeinträchtigen.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens: Der Boden ohne Teller ist nicht herausnehmbar. Ein Glasdrehteller wandert in die Spülmaschine, ein fest eingebauter Glasboden nicht. Wer stark verkrustete Rückstände hat, muss sie im Gerät lösen. Zweitens: Der Vorteil betrifft ausschließlich den Boden. Decke, Seitenwände und Türinnenseite verschmutzen in beiden Bauarten gleich, und bei den vier Grillgeräten dieses Vergleichs kommt der Bereich um den Grillstab hinzu. Die Anleitung von Bauknecht warnt sogar ausdrücklich davor, die Garraumwand unterhalb des Grillstabs zu berühren. Unterm Strich bleibt: Die Reinigung wird einfacher, aber sie entfällt nicht, und die Zeitersparnis betrifft eine Fläche und nicht das ganze Gerät.
Was die Hersteller angeben und was sie offenlassen
Die folgende Auszählung ist die Grundlage für alles, was auf dieser Seite steht. Sie zählt, wie viele der fünf geprüften Angebote und Herstellerunterlagen eine bestimmte Angabe überhaupt machen, wer sie macht und warum sie beim Kauf zählt. Wo eine Quote bei null steht, ist das die Aussage und keine Lücke in der Recherche. Dieselbe Systematik hat sich schon beim Vergleich der kleinen Mikrowellen als der schnellste Weg erwiesen, Werbetext und Datenlage auseinanderzuhalten.
| Angabe | Quote | Wer sie macht und wer nicht | Warum sie zählt |
|---|---|---|---|
| Nutzbare Innenmaße des Garraums | 2 von 5 | Vollständig nennen sie CASO mit 270 mal 180 mal 290 Millimetern und Bauknecht mit 234 mal 320 mal 329 Millimetern. SEVERIN nennt allein die Höhe mit 185 Millimetern. ProfiCook und Cecotec nennen gar keine. Im Angebot selbst steht die Angabe nur bei CASO, also bei einem von fünf. | Bei einem Drehtellergerät begrenzt der Teller das Geschirr, bei einem Flatbed-Gerät die Innenmaße. Fehlen sie, lässt sich der einzige echte Vorteil dieser Bauart vor dem Kauf nicht prüfen. |
| Mindestabstände zur Aufstellung | 4 von 5 | In der Bedienungsanleitung stehen sie bei SEVERIN mit 7,5 Zentimetern seitlich und hinten und 30 oben, bei CASO mit 20 oben, 10 hinten und 5 seitlich, bei ProfiCook mit 10 hinten und seitlich und 30 oben und bei Bauknecht mit mindestens 30 oben. Im Angebot steht die Angabe bei null von fünf. | Der Platzbedarf auf der Arbeitsplatte ist bei diesen Geräten um bis zu 30 Zentimeter höher als das Gehäuse. Wer nach Außenmaßen kauft, kauft zu knapp. |
| Leistungsaufnahme getrennt von der Abgabe | 4 von 5 | In den Herstellerunterlagen nennen sie SEVERIN mit 1200 Watt, CASO mit 1200 Watt, ProfiCook mit 1150 Watt und Bauknecht mit 2250 Watt Nennleistungsaufnahme. Cecotec nennt sie nirgends. Im Angebot steht sie bei einem von fünf, und dieser eine Wert von 1800 Watt passt zu keiner Zahl der zugehörigen Anleitung. | Die Zahl im Angebot ist fast immer die Abgabe. Was aus der Steckdose kommt, liegt um 400 bis 450 Watt darüber und entscheidet darüber, was gleichzeitig an derselben Leitung laufen kann. |
| Schallwert in Dezibel | 0 von 5 | Kein Angebot und keine der vier abrufbaren Anleitungen nennt einen Schalldruck- oder Schallleistungspegel. Der einzige Treffer bei der Suche nach der Zeichenfolge dB in einem der Dokumente stammt aus dem ungarischen Teil einer mehrsprachigen Anleitung und bedeutet dort Stück. | Ohne Drehteller entfällt ein Antrieb. Ob das hörbar ist, behauptet kein Hersteller mit einer Zahl, und diese Seite behauptet es deshalb auch nicht. |
| Messnorm für die Abgabeleistung | 1 von 5 | Allein die Anleitung von Bauknecht stellt ihre Angaben ausdrücklich in Übereinstimmung mit IEC 60705 in der Fassung von 2010 und IEC 60350-1 in der Fassung von 2011. ProfiCook verweist allgemein auf CE-Richtlinien ohne Nummer, die drei anderen nennen nichts. | Wattzahlen ohne Messverfahren sind zwischen Herstellern nicht vergleichbar. IEC 60705 ist genau das Verfahren, das Vergleichbarkeit herstellen soll. |
| Mikrowellenfrequenz von 2450 Megahertz | 3 von 5 | SEVERIN nennt sie im Datenfeld des Angebots, CASO und ProfiCook in ihren Anleitungen. Bei CASO, ProfiCook und der zweiten SEVERIN-Baureihe trägt das Datenfeld Frequenz im Angebot dagegen den Wert 50 Hertz, also die Netzfrequenz. | Die Frequenz ist bei allen Haushaltsgeräten dieselbe und deshalb kein Kaufkriterium. Ein Datenfeld, das dort die Netzfrequenz einträgt, sagt aber etwas über die Sorgfalt der übrigen Felder. |
| Abrufbare Bedienungsanleitung | 4 von 5 | Vier von fünf Anleitungen lagen als Herstellerdokument unmittelbar auf der Produktseite bereit. Nur bei Cecotec war weder dort noch über die Website des Herstellers eine zu finden. Eine der vier liegt allerdings nur als Bilddatei ohne durchsuchbaren Text vor. | Alle belegten Zahlen dieser Seite mit Ausnahme der Preise und Bewertungen stammen aus diesen Dokumenten. Wer sie nicht liest, kauft nach Werbetext. |
| Datenfeld zum Drehtellerdurchmesser trotz Bauart ohne Teller | 1 von 5 | Das Angebot von CASO führt ein Feld Durchmesser der Drehscheibe mit 290 Millimetern, obwohl der Titel desselben Angebots ohne Drehteller lautet. Der Wert entspricht exakt der Garraumtiefe aus der zugehörigen Anleitung. Die vier anderen Angebote führen das Feld nicht. | Wer Datenfelder filtert, findet solche Geräte unter der falschen Bauart und schließt sie unter der richtigen aus. Der Fehler wirkt in beide Richtungen. |
Der Befund lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Zahlen existieren, sie stehen nur nicht dort, wo gekauft wird. Bei den Mindestabständen ist der Sprung am deutlichsten. Im Angebot findet sie sich bei null von fünf Geräten, in den Bedienungsanleitungen bei vier von fünf. Bei den Innenmaßen ist es ähnlich, wenn auch auf niedrigerem Niveau: eines von fünf im Angebot, zwei von fünf in den Unterlagen. Und alle vier abrufbaren Anleitungen lagen als Herstellerdokument unmittelbar auf der Produktseite bereit. Es ist also nicht so, dass die Angaben unerreichbar wären. Sie sind zwei Klicks entfernt und werden trotzdem nicht in den Verkaufstext übernommen.
Ein zweiter Befund betrifft die Verantwortlichen. Bei vier der fünf Produktseiten blieb der Block mit den Herstellerinformationen und der verantwortlichen Person in der EU am Prüftag leer. Genau ein Anbieter im Feld nennt eine vollständige deutsche Anschrift mit Straße, Postleitzahl und Ort sowie eine Servicerufnummer, und diese Angaben stehen nicht im Angebot, sondern auf der ersten Seite der Bedienungsanleitung. Bei demselben Anbieter liegt dasselbe Dokument allerdings in zwei Fassungen mit derselben Artikelnummer und zwei verschiedenen Firmierungen vor, getrennt durch sechs Jahre. Die übrigen vier Anbieter nennen im Ergebnis niemanden, an den sich eine Reklamation richten ließe.
Der Nachteil, den kaum jemand nennt
Diese Bauart wird fast ausschließlich über ihre Vorteile verkauft, und zwei Nachteile fallen dabei unter den Tisch. Der erste ist der Preis. Von den fünf geprüften Geräten kostete das günstigste 79,95 Euro, das teuerste 199,99 Euro. Einfache Solo-Geräte mit Drehteller und derselben Leistungsklasse lagen am selben Prüftag darunter, und der Abstand wächst nach oben, weil die Bauart im Einstiegssegment kaum angeboten wird. Wer ein Gerät für unter 60 Euro sucht, findet in dieser Bauart praktisch nichts. Der Aufschlag ist im unteren Preisbereich moderat, aber er ist da, und er wird für eine Eigenschaft bezahlt, die nur beim Geschirr wirkt.
Der zweite Nachteil ist heikler, weil er das Kernversprechen betrifft. Eine bewegte Einspeisung verteilt die Energie nicht automatisch gleichmäßiger als ein bewegtes Gargut. Beides sind Verfahren, um dasselbe Problem zu mildern, und keines löst es. Von den fünf Anbietern belegt keiner eine bessere Verteilung. Vier behaupten sie in Werbeworten wie gleichmäßige Wärmeverteilung, gleichmäßige Erwärmung, optimal verteilt oder 3DWave, und keine der vier abrufbaren Anleitungen enthält dazu eine Messung, eine Norm oder einen Vergleichswert. Die einzige Norm, die in diesem Feld überhaupt genannt wird, betrifft nicht die Verteilung, sondern die Heizleistung: Bauknecht führt seine Gartabellen ausdrücklich in Übereinstimmung mit IEC 60705 und IEC 60350-1. Genau diese Norm ist das Verfahren, mit dem sich Wattzahlen verschiedener Hersteller überhaupt vergleichen lassen, und sie steht in einem von fünf Dokumenten.
Ein dritter Punkt gehört der Vollständigkeit halber dazu, auch wenn er nicht ausschließlich diese Bauart betrifft: Die Leistungsaufnahme liegt bei allen Geräten deutlich über der Abgabe. Bei den drei Geräten, für die sich beide Werte belegen lassen, sind es 1200 gegen 800 Watt, 1200 gegen 800 Watt und 1150 gegen 700 Watt, also 400 bis 450 Watt Differenz. Bei Bauknecht nennt die Anleitung eine Nennleistungsaufnahme von 2250 Watt, während das Angebot 800 Watt ausweist; welcher Wert dort die Abgabe beschreibt, klärt keines der beiden Dokumente. Wer nach der Zahl im Angebot plant, unterschätzt den Anschlusswert regelmäßig um mehr als ein Drittel. Wie sich diese Differenz auf eine Jahresrechnung auswirkt und wie sie sich zur Regelung der Leistung verhält, ist im Vergleich der Mikrowellen mit Inverter im Einzelnen aufgeschlüsselt.
Die fünf Modelle im Detail

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 125,85 €
Bei Amazon ansehenCASO MG20 Ceramic menu, Mikrowelle mit Grill ohne Drehteller, 20 Liter Garraum, Keramikboden mit Mikrowellenreflektor, 800 Watt Mikrowellenabgabe und 1000 Watt Quarzgrill, 14 Automatikprogramme, Garraum mit 270 mal 180 mal 290 Millimetern
Dieses Gerät bekommt die Auszeichnung, weil es als einziges im Vergleich die Frage beantwortet, um die es auf dieser Seite geht, und zwar schon im Angebot: Der dritte Aufzählungspunkt nennt den Garraum mit 27 mal 29 mal 18 Zentimetern. Die Bedienungsanleitung bestätigt diese Zahlen bis auf den Millimeter mit 270 mal 180 mal 290 Millimetern und liefert dazu alles, was sonst im Feld fehlt: 1200 Watt Nennleistung gegen 800 Watt Nennausgangsleistung, 2450 Megahertz Mikrowellenfrequenz, unter 1 Watt im Bereitschaftszustand und Mindestabstände von 20 Zentimetern oben, 10 hinten und 5 zu beiden Seiten. Auf der ersten Seite steht eine vollständige deutsche Anschrift mit Rufnummer. Wer nachrechnen will, ob die eigene Auflaufform hineinpasst, kann das hier vor dem Kauf tun. Bei drei der fünf Geräte ist das unmöglich. Der Preis dafür sind 125,85 Euro und ein Datenfeld, das dem Gerät einen Drehteller von 290 Millimetern andichtet, den es nicht hat.
Nutzbare Innenmaße: 27,0 cm breit, 18,0 cm hoch, 29,0 cm tief. Daraus errechnete Bodenfläche: rund 783 Quadratzentimeter nutzbare Grundfläche, aus den Innenmaßen der Anleitung gerechnet. Bedienungsanleitung abrufbar: ja, deutschsprachig, über die Produktseite als Herstellerdokument.
Was der Hersteller zur Bauart sagt und was er belegt: Der Boden ist keramisch beschichtet und trägt laut Angebot einen Mikrowellenreflektor. Der Werbetext nennt ihn CASOTEK-Boden. Was der Reflektor konstruktiv ist, sagt weder das Angebot noch die Anleitung; belegt ist allein, dass die Verteilung nicht über einen sich drehenden Teller erfolgt, sondern unterhalb des Bodens stattfindet. Der stärkste Beleg für die Bauart steht nicht im Text, sondern in der Zahlenreihe: Die Anleitung nennt Garraumabmessungen von 270 mal 180 mal 290 Millimetern und keinerlei Teller, Ring oder Mitnehmer im Lieferumfang. Zugleich führt das Datenfeld des Angebots einen Drehscheibendurchmesser von 290 Millimetern, und 290 Millimeter ist exakt die Garraumtiefe aus der Anleitung. Das Feld beschreibt also nicht ein Bauteil, sondern es wiederholt eine andere Zahl aus demselben Datenblatt.
- Einziges Angebot im Vergleich, das die nutzbaren Innenmaße des Garraums schon im Verkaufstext nennt, mit 27 mal 29 mal 18 Zentimetern
- Die Bedienungsanleitung bestätigt diese Maße auf den Millimeter genau und ist damit das einzige Dokument im Feld, dessen Angaben sich gegen das Angebot prüfen lassen
- Trennt Nennleistung und Nennausgangsleistung eindeutig: 1200 Watt Aufnahme für die Mikrowelle gegen 800 Watt Abgabe, dazu 1000 Watt für den Quarzgrill
- Einziger Anbieter im Vergleich mit vollständiger deutscher Anschrift und einer Servicerufnummer, beides auf der ersten Seite der Anleitung
- Nennt als eines von zwei Geräten einen Bereitschaftsverbrauch, hier mit unter 1 Watt, und als eines von zwei Geräten die Mikrowellenfrequenz von 2450 Megahertz
- Mindestabstände vollständig dokumentiert, mit 20 Zentimetern oben, 10 hinten und 5 zu beiden Seiten die zweitgenügsamste Aufstellvorgabe im Feld
- Das Datenfeld Durchmesser der Drehscheibe nennt 290 Millimeter für ein Gerät, das im eigenen Titel ohne Drehteller heißt. Der Wert ist zudem identisch mit der Garraumtiefe aus der Anleitung
- Das Angebot beziffert den Stromverbrauch mit 1800 Watt. Die Anleitung nennt 1200 Watt für die Mikrowelle und 1000 Watt für den Grill, zusammen also 2200 Watt. Keine der beiden Zahlen ergibt 1800
- Im Datenfeld Frequenz steht 50 Hertz. Das ist die Netzfrequenz, nicht die Mikrowellenfrequenz, die eigene Anleitung mit 2450 Megahertz angibt
- Mit 125,85 Euro das zweitteuerste Gerät im Vergleich, und der Garraum ist mit 27 mal 29 Zentimetern zu klein für eine Auflaufform von 30 Zentimetern Kantenlänge
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B01CR1EX9I weicht von der Elternnummer B01GCI7RB8 ab. Unter derselben Elternnummer hängt auch die 25-Liter-Ausführung MG25 Ceramic menu, und beide Seiten weisen dieselben 1.781 Bewertungen aus. Die Sterne gelten damit zwei verschiedenen Geräteklassen zugleich.
Passt zu: Wer vor dem Kauf ausmessen will, ob das eigene Geschirr hineinpasst, wer eine erreichbare deutsche Serviceadresse haben möchte und wer neben der Mikrowelle einen Grill mit zweiter Ebene braucht.
Passt nicht zu: Wer eckige Formen von 30 Zentimetern Kantenlänge nutzt, wer oben nur wenig Luft hat und wer für ein 20-Liter-Gerät keine 125 Euro ausgeben will.
Offen geblieben: Ein Gründungsjahr, die Servicezeiten, die Verfügbarkeitsdauer von Ersatzteilen in der EU, ein Schallwert und die Frage, wie der Widerspruch zwischen 1800 Watt im Angebot und 1200 plus 1000 Watt in der Anleitung zustande kommt, ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 199,99 €
Bei Amazon ansehenBauknecht ExtraSpace Crisp MW 427 SL, Kombination aus Mikrowelle und Grill ohne Drehteller, 25 Liter Garraum, Crisp-Platte und Dampfgarbehälter im Lieferumfang, Innenmaße von 234 mal 320 mal 329 Millimetern laut Anleitung
Das teuerste Gerät im Vergleich und zugleich dasjenige mit der besten Beleglage in der Anleitung. Die Tabelle der technischen Daten nennt Außenmaße von 320 mal 490 mal 426 Millimetern und Innenmaße von 234 mal 320 mal 329 Millimetern. Aus den beiden letzten Zahlen ergibt sich eine nutzbare Grundfläche von rund 1053 Quadratzentimetern, und damit ist dieses Gerät das einzige im Vergleich, in das eine eckige Auflaufform mit 30 Zentimetern Kantenlänge nachweislich hineinpasst. Dazu kommt eine Besonderheit, die im ganzen Feld sonst fehlt: Die Anleitung führt ihre Gartabellen ausdrücklich in Übereinstimmung mit IEC 60705 und IEC 60350-1, also mit der Prüfnorm für Vergleichstests der Heizleistung. Kein anderes der fünf Dokumente nennt eine Norm. Der Preis dafür sind 199,99 Euro, ein Widerspruch von 800 zu 1350 Watt zwischen Angebot und Anleitung und ein Gewicht, das nur in Pfund dasteht.
Nutzbare Innenmaße: 32,0 cm breit, 23,4 cm hoch, 32,9 cm tief. Daraus errechnete Bodenfläche: rund 1053 Quadratzentimeter nutzbare Grundfläche, aus den Innenmaßen der Anleitung gerechnet, der höchste belegte Wert im Vergleich. Bedienungsanleitung abrufbar: ja, deutschsprachig, aber nur als Bilddatei ohne durchsuchbaren Text.
Was der Hersteller zur Bauart sagt und was er belegt: Die Anleitung beginnt mit einer Ansprache an die Kundschaft und schreibt darin, die intelligente Technologie der ExtraSpace-Mikrowelle mache einen Drehteller überflüssig; die Technik ohne Drehteller erlaube auch den Einsatz von rechteckigem Geschirr und der rechteckigen Crisp-Platte. Das ist die deutlichste Herstelleraussage zur Bauart im ganzen Vergleich. Sie steht allerdings neben einem Widerspruch aus dem eigenen Haus: Das zweite Dokument, das auf derselben Produktseite bereitliegt, ist ein mehrsprachiges Sicherheitsblatt, und dieses warnt bei Geräten oberhalb von 850 Millimetern Aufstellhöhe ausdrücklich davor, den Drehteller zu verschieben. Das Sicherheitsblatt gilt für mehrere Baureihen und weist selbst darauf hin, dass nicht alle aufgeführten Elemente auf jedes Produkt zutreffen. Wer nur dieses Blatt liest, hält das Gerät für ein Drehtellergerät.
- Einziges Herstellerdokument im Vergleich, das eine Messnorm nennt, nämlich IEC 60705 in der Fassung von 2010 und IEC 60350-1 in der Fassung von 2011
- Nennt vollständige Innenmaße von 234 mal 320 mal 329 Millimetern und damit die einzige belegte Grundfläche im Feld, in die eine Auflaufform mit 30 Zentimetern Kantenlänge passt
- Mit 25 Litern der zweitgrößte Garraum im Vergleich und der einzige, dessen nutzbare Fläche sich aus Herstellerangaben nachrechnen lässt
- Die Anleitung erklärt die Bauart im Klartext und begründet sie ausdrücklich mit rechteckigem Geschirr und der rechteckigen Crisp-Platte
- Verfügbarkeitsdauer für Ersatzteile in der EU mit 7 Jahren angegeben, der zweitlängste Wert im Vergleich
- Crisp-Platte, Grillrost und Dampfgarbehälter liegen bei, womit das Gerät als einziges im Feld drei Zubereitungsarten neben der reinen Mikrowelle abdeckt
- Das Angebot nennt 800 Watt, die Tabelle der Anleitung nennt eine Mikrowellenleistung von 1350 Watt und eine Nennleistungsaufnahme von 2250 Watt. Welcher Wert die Abgabe beschreibt, klärt keines der beiden Dokumente
- Das Datenfeld Gewicht nennt 38,14 Pfund. Eine Umrechnung in Kilogramm fehlt, und die Anleitung führt in ihrer Tabelle gar kein Gewicht
- Das mitgelieferte Sicherheitsblatt warnt davor, den Drehteller zu verschieben, obwohl das Gerät keinen hat. Es gilt für mehrere Baureihen und sagt das auch, aber es liegt diesem Gerät bei
- Mit 199,99 Euro mehr als doppelt so teuer wie das günstigste Gerät im Vergleich, und die Anleitung liegt nur als Bilddatei ohne durchsuchbaren Text vor
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B00SWWWMM2 weicht von der Elternnummer B07JN5DN6M ab. Die 542 Bewertungen gelten damit der Variantenfamilie und nicht allein der hier beschriebenen Silberausführung.
Passt zu: Wer eckige Auflaufformen bis 30 Zentimeter Kantenlänge nutzt, wer neben dem Erwärmen auch bräunen und dampfgaren will und wer vor dem Kauf belegte Innenmaße sehen möchte.
Passt nicht zu: Wer nur Tassen und Teller erwärmt, wer eine Nische mit weniger als 30 Zentimetern Luft nach oben hat und wer eine Arbeitsplatte unterhalb von 85 Zentimetern Höhe nutzt.
Offen geblieben: Die Firmierung mit Rechtsform, eine Anschrift, eine Servicerufnummer, das Gerätegewicht in Kilogramm, die Mikrowellenfrequenz und die Frage, ob die 1350 Watt aus der Anleitung Aufnahme oder Abgabe der Mikrowelle beschreiben, ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 80,99 €
Bei Amazon ansehenSEVERIN MW 9184 Solo-Mikrowelle mit flachem Glasboden ohne Drehteller, 20 Liter Garraum, 800 Watt Abgabeleistung in sechs Stufen von 160 bis 800 Watt, zwei Drehregler, Mikrowellenreflektor unter dem Glasboden
Das am besten bewertete Angebot im Vergleich und zugleich das lehrreichste Beispiel dafür, wie eine Datenlage aussieht, die fast vollständig ist und trotzdem die entscheidende Zahl schuldig bleibt. Die Anleitung liefert Außenmaße mit 273 mal 465 mal 395 Millimetern, ein Gerätegewicht von 12,4 Kilogramm, eine Leistungsaufnahme von 1200 Watt, eine Abgabeleistung von 160 bis 800 Watt und sechs in Watt bezifferte Leistungsstufen. Unter der Zeile Abmessungen innen steht dann genau ein Wert: Höhe 185 Millimeter. Breite und Tiefe des Garraums fehlen. Damit lässt sich bei einem Gerät, dessen Verkaufsargument die nutzbare Fläche ist, ausgerechnet die Fläche nicht nachrechnen. Für 80,99 Euro bekommt man ein einfaches Solo-Gerät mit zwei Drehreglern, dem genügsamsten Platzbedarf im Feld und der schwächsten Ersatzteilzusage.
Nutzbare Innenmaße: nur die Höhe genannt: 18,5 cm. Breite und Tiefe fehlen. Daraus errechnete Bodenfläche: nicht berechenbar, weil Breite und Tiefe des Garraums in keiner Quelle stehen. Bedienungsanleitung abrufbar: ja, deutschsprachig, über die Produktseite als Herstellerdokument.
Was der Hersteller zur Bauart sagt und was er belegt: Der erste Aufzählungspunkt des Angebots beschreibt einen innovativen, flachen Glasboden mit Mikrowellenreflektor für eine gleichmäßige Wärmeverteilung, völlig ohne Drehteller. Die Anleitung bestätigt die Bauart auf ihre Weise: In der Übersicht der Geräteteile steht Glasboden statt Drehteller, Ring oder Mitnehmer, und im Reinigungsabschnitt heißt es, Türinnenseite, Türrahmen und Glasboden müssten stets sauber gehalten werden. Ein Bauteil, das man herausnehmen könnte, kommt an keiner Stelle vor. Was die Anleitung nicht tut, ist zu erklären, wodurch die Verteilung stattdessen zustande kommt. Das Wort Reflektor steht nur im Angebot, nicht im Herstellerdokument, und weder Angebot noch Anleitung nennen einen rotierenden Hohlleiter, eine Antenne oder ein anderes bewegtes Bauteil unter dem Boden.
- Beziffert als einziges Gerät im Vergleich alle sechs Leistungsstufen in Watt, mit 160, 340, 420, 580, 700 und 800 Watt statt in Prozent oder in Stufennummern
- Die genügsamste Aufstellvorgabe im Feld: 7,5 Zentimeter zu beiden Seiten und nach hinten, 30 Zentimeter nach oben
- Trennt Leistungsaufnahme und Abgabeleistung in der Anleitung sauber, mit 1200 Watt gegen 160 bis 800 Watt
- Einziges Angebot im Vergleich, dessen Datenfeld Frequenz mit 2450 Megahertz die tatsächliche Mikrowellenfrequenz nennt statt der Netzfrequenz
- Beste Bewertung im Vergleich mit 4,6 von 5 Sternen aus 837 Rückmeldungen der Variantenfamilie
- Bedienung über zwei Drehregler ohne Menü und ohne Display, damit das einfachste Bedienkonzept im Feld und mit 80,99 Euro das zweitgünstigste Angebot
- Die Anleitung nennt unter Abmessungen innen ausschließlich die Höhe von 185 Millimetern. Breite und Tiefe des Garraums fehlen, und damit lässt sich die beworbene Nutzfläche in keiner Quelle nachrechnen
- Das Datenfeld Modellname trägt den Eintrag Forno a Microonde con Grill. Das Gerät ist ein Solo-Gerät ohne Grill, und der Eintrag steht auf Italienisch in einem deutschsprachigen Angebot
- Das Maßfeld des Angebots nennt 27,5 Zentimeter als Breite. Laut Anleitung ist das Gerät 465 Millimeter breit und 273 Millimeter hoch; im Angebot sind Breite und Höhe vertauscht
- Verfügbarkeitsdauer für Ersatzteile in der EU mit 2 Jahren angegeben, der niedrigste Wert im Vergleich und ein Fünftel dessen, was der günstigste Mitbewerber zusagt
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B0F3D2VQVF weicht von der Elternnummer B0GF9GK7SR ab. Unter derselben Elternnummer hängt auch eine Ausführung mit Grill, und damit teilen sich zwei unterschiedliche Geräteklassen eine Bewertung. Die 837 Bewertungen gelten der Familie, nicht allein dem hier beschriebenen Solo-Gerät.
Passt zu: Wer ein einfaches Solo-Gerät ohne Menüführung sucht, wer wenig Platz zur Seite und nach hinten hat und wer die Leistungsstufen in Watt ablesen möchte statt in Prozentzahlen.
Passt nicht zu: Wer vor dem Kauf ausrechnen will, ob eine bestimmte Form hineinpasst, wer bräunen oder überbacken möchte und wer eine lange Ersatzteilzusage braucht.
Offen geblieben: Breite und Tiefe des Garraums, die Mikrowellenfrequenz laut Anleitung, ein Schallwert, der Bereitschaftsverbrauch, eine Anschrift und die Frage, warum das Datenfeld Modellname eine italienische Grillbezeichnung trägt, ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 89,90 €
Bei Amazon ansehenCecotec Proclean Flatbed Inverter Pro Black, Mikrowelle ohne Drehteller mit Flachbett-Technologie und Inverter, 20 Liter Garraum, 800 Watt, Gehäuse in Schwarz, 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit in der EU
Dieses Angebot steht hier, weil es zeigt, wie wenig ein Hersteller belegen muss, um ein Gerät mit zwei Werbebegriffen zugleich zu verkaufen. Der Titel führt Flatbed und Inverter, die Aufzählung verspricht mehr nutzbaren Raum und einfacheres Platzieren quadratischer Behälter, und danach hört es auf. Es gibt keine Innenmaße, kein Gewicht, keine Leistungsaufnahme, keine Frequenz, keinen Bereitschaftsverbrauch, keine Mindestabstände und keine Bedienungsanleitung. Das Datenfeld Anzahl Leistungsstufen trägt den Wert 1, was zu einem Gerät, das mit stufenloser Regelung wirbt, ebenso wenig passt wie die 220 Volt im Spannungsfeld zu einem deutschen Netz mit 230 Volt. Mit 89,90 Euro liegt es im Mittelfeld des Vergleichs. Was es dafür an nachprüfbaren Angaben liefert, ist der niedrigste Wert im ganzen Feld. Die 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit sind die einzige Zusage, die über den Wettbewerb hinausgeht.
Nutzbare Innenmaße: nicht angegeben, weder im Angebot noch in einem Herstellerdokument. Daraus errechnete Bodenfläche: nicht berechenbar, weil keine Innenmaße veröffentlicht sind. Bedienungsanleitung abrufbar: nein, am Prüftag weder über die Produktseite noch über die Website des Herstellers auffindbar.
Was der Hersteller zur Bauart sagt und was er belegt: Der zweite Aufzählungspunkt spricht von einer Flachbett-Technologie ohne Drehteller, die mehr nutzbaren Raum biete, das Platzieren großer oder quadratischer Behälter erleichtere und die Reinigung vereinfache. Das ist die gesamte Herstelleraussage zur Bauart. Es gibt kein Dokument, das sie stützt, keine Maßangabe, die den zusätzlichen Raum beziffert, und keine Beschreibung dessen, was anstelle des Tellers die Verteilung übernimmt. Das Datenfeld Durchmesser der Drehscheibe fehlt in diesem Angebot als einzigem im Vergleich vollständig, was formal korrekt ist und in dieser Auswertung der einzige Punkt bleibt, in dem dieses Angebot vor den anderen liegt.
- Verfügbarkeitsdauer für Ersatzteile in der EU mit 10 Jahren angegeben, der längste Wert im Vergleich und das Fünffache der schwächsten Zusage im Feld
- Einziges Angebot im Vergleich, das gar kein Datenfeld zum Drehtellerdurchmesser führt und damit als einziges keinen Widerspruch zur eigenen Bauart aufmacht
- Der Werbetext benennt den Vorteil der Bauart korrekt und ohne Übertreibung: mehr nutzbarer Raum, einfacheres Platzieren quadratischer Behälter, einfachere Reinigung
- Mit 43,0 mal 34,0 Zentimetern Stellfläche das schmalste und zweitflachste Gehäuse im Vergleich bei 20 Litern Garraum
- Garantiezusage von 3 Jahren, ein Jahr mehr als bei drei der vier anderen Geräte im Vergleich
- Mit 89,90 Euro im Mittelfeld des Preisbands und rund 36 Euro günstiger als das ausgezeichnete Gerät
- Keine Bedienungsanleitung auffindbar, weder als Herstellerdokument auf der Produktseite noch über die Website des Herstellers. Es ist das einzige Gerät im Vergleich ohne abrufbares Dokument
- Keine Innenmaße, kein Gewicht, keine Leistungsaufnahme, keine Frequenz und keine Mindestabstände. Bei einem Gerät, das mit nutzbarem Raum wirbt, fehlt damit jede prüfbare Zahl zum Raum
- Das Datenfeld Anzahl Leistungsstufen trägt den Wert 1. Ein Gerät, das mit Inverter-Technologie und mit Automatikbetrieb beworben wird, hätte mehr als eine Stufe
- Das Datenfeld Spannung nennt 220 Volt, das deutsche Netz arbeitet mit 230 Volt. Die Garantieangabe steht mit 3 years auf Englisch, das Herkunftsland als Espana ohne Tilde
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B0GJ6FFXLW weicht von der Elternnummer B0GXJK7TC4 ab. Die Bewertungsbasis besteht aus 3 Rückmeldungen, und diese 3 gelten bereits der gesamten Variantenfamilie. Es ist die mit Abstand schmalste Basis im Vergleich.
Passt zu: Wer den niedrigen Preis und eine lange Ersatzteilzusage höher gewichtet als belegte technische Angaben und wer ein schmales Gehäuse braucht.
Passt nicht zu: Wer vor dem Kauf wissen will, was hineinpasst, wer eine Anleitung lesen möchte, bevor er bestellt, und wer sich auf eine breite Bewertungsbasis stützen will.
Offen geblieben: Innenmaße, Gewicht, Leistungsaufnahme, Mikrowellenfrequenz, Bereitschaftsverbrauch, Mindestabstände, eine Anschrift und die Frage, was anstelle des Tellers die Verteilung übernimmt, ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 79,95 €
Bei Amazon ansehenProfiCook PC-MWG 1278 Mikrowelle mit Grill ohne Drehteller, Glaskeramikboden, 20 Liter Garraum, 700 Watt Mikrowellenabgabe und 800 Watt Grill, 8 Automatikprogramme und 3 Auftauprogramme, Grillrost mit 23 mal 20 Zentimetern
Das günstigste Gerät im Vergleich und das einzige, dessen Bewertungen sich genau der bestellten Ausführung zuordnen lassen, weil aufgerufene Nummer und Elternnummer übereinstimmen. Die Anleitung ist ordentlich gemacht: 700 Watt Ausgangsleistung für die Mikrowelle, 800 Watt für den Grill, 1150 Watt Bemessungsaufnahme, 2450 Megahertz Mikrowellenfrequenz, 0,6 Watt im Bereitschaftszustand und Mindestabstände von 10 Zentimetern hinten und seitlich sowie 30 nach oben. Genau an der Stelle, an der es auf dieser Seite darauf ankommt, hört sie auf: Unter Garraum steht ein Volumen von circa 20 Litern und sonst nichts. Das Angebot verspricht dazu 55 Prozent mehr Nutzfläche. Es nennt weder die Fläche noch den Bezugswert, gegen den die 55 Prozent gemessen wären. Für 79,95 Euro bekommt man ein solide dokumentiertes Gerät mit einer unbelegten Kernaussage.
Nutzbare Innenmaße: nicht angegeben; die Anleitung nennt nur ein Garraumvolumen von circa 20 Litern. Daraus errechnete Bodenfläche: nicht berechenbar, obwohl das Angebot einen Zuwachs von 55 Prozent behauptet. Bedienungsanleitung abrufbar: ja, deutschsprachig, über die Produktseite als Herstellerdokument.
Was der Hersteller zur Bauart sagt und was er belegt: Der zweite Aufzählungspunkt beschreibt einen Glaskeramikboden, der auf einen Drehteller verzichtet und 55 Prozent mehr Nutzfläche biete, besonders geeignet für eckige Teller und Auflaufformen. Der vierte Punkt nennt eine Power-Boost-Technologie, durch die Wärme optimal auf dem Glaskeramikboden verteilt werde. Die Anleitung stützt die Bauart indirekt: Ihre Aufstellanweisungen und der Abschnitt zur Vorbereitung warnen ausdrücklich davor, montierte Teile aus dem Garraum und von der Türinnenseite zu entfernen, und ein herausnehmbarer Teller mit Ring und Mitnehmer kommt an keiner Stelle vor. Was in beiden Dokumenten fehlt, ist jede Zahl zur Fläche. Die 55 Prozent stehen ohne Bezugswert da, und die Anleitung nennt den Garraum ausschließlich in Litern.
- Einziges Angebot im Vergleich ohne Variantenlisting: aufgerufene Nummer und Elternnummer stimmen überein, die 41 Bewertungen gelten damit genau dieser Ausführung
- Mit 79,95 Euro das günstigste Gerät im Vergleich und rund 120 Euro unter dem teuersten Angebot bei gleichem Funktionsumfang aus Mikrowelle und Grill
- Nennt als einziges Gerät im Vergleich einen bezifferten Bereitschaftsverbrauch von 0,6 Watt und trennt Ausgangsleistung und Bemessungsaufnahme mit 700 gegen 1150 Watt
- Die Anleitung ist die einzige im Feld mit Dokumentenkennung und Ausgabestand, hier PC-MWG1278_IM_09.2024 vom 05.09.2024, und damit die einzige eindeutig datierbare Fassung
- Beziffert die Mikrowellenfrequenz in der Anleitung mit 2450 Megahertz und liefert vollständige Mindestabstände mit 10 Zentimetern hinten und seitlich sowie 30 nach oben
- Grillrost mit 23 mal 20 Zentimetern liegt bei, und der Boden ist als Glaskeramik ausgeführt und damit ohne Fugen, Ring oder Mitnehmer zu reinigen
- Wirbt mit 55 Prozent mehr Nutzfläche, nennt aber weder die Fläche noch den Bezugswert. Die Anleitung führt den Garraum ausschließlich als Volumen von circa 20 Litern und nennt keine Innenmaße
- Das Datenfeld Leistung im Angebot nennt 1150 Watt. Das ist laut der eigenen Anleitung die Bemessungsaufnahme; die Ausgangsleistung der Mikrowelle beträgt 700 Watt
- Im Datenfeld Frequenz steht 50 Hertz. Das ist die Netzfrequenz, nicht die Mikrowellenfrequenz, die eigene Anleitung mit 2450 Megahertz angibt
- Mit 41 Bewertungen die zweitschmalste Rückmeldungsbasis im Vergleich, und ein Datenfeld zur Verfügbarkeitsdauer von Ersatzteilen in der EU fehlt vollständig
Zur Bewertungszahl: Kein Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B0F37XK33M ist zugleich die Elternnummer des Angebots. Die 41 Bewertungen gelten damit als einzige im ganzen Vergleich genau der Ausführung, die im Warenkorb landet. Bei den vier anderen Angeboten ist das nicht der Fall.
Passt zu: Wer wenig ausgeben will, wer eine Bewertung sucht, die sich eindeutig dem bestellten Gerät zuordnen lässt, und wer neben dem Erwärmen gelegentlich überbacken möchte.
Passt nicht zu: Wer die Nutzfläche vor dem Kauf ausrechnen will, wer eine breite Bewertungsbasis braucht und wer eine belastbare Zusage zur Ersatzteilversorgung erwartet.
Offen geblieben: Die Innenmaße des Garraums, der Bezugswert für die beworbenen 55 Prozent, ein Schallwert, eine Anschrift, eine Servicerufnummer und die Verfügbarkeitsdauer von Ersatzteilen in der EU ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen
Vier Variantenlistings und ein Einzelangebot: was die Sterne hier bedeuten
Bei vier der fünf geprüften Angebote weicht die aufgerufene Produktnummer von der Elternnummer ab. Das ist die technische Kennzeichnung eines Variantenlistings: Mehrere Ausführungen hängen unter einem gemeinsamen Elternangebot und teilen sich eine Bewertung. Bei reinen Farbvarianten ist das unkritisch. In diesem Feld ist es das an zwei Stellen ausdrücklich nicht. Unter einer Elternnummer hängen hier ein Gerät mit 20 Litern und eines mit 25 Litern, und beide Seiten weisen dieselben 1.781 Bewertungen aus. Unter einer zweiten Elternnummer hängen ein reines Solo-Gerät und ein Gerät mit Grill, und beide teilen sich 837 Bewertungen. Wer die Sterne liest, liest also unter Umständen die Rückmeldung zu einer Geräteklasse, die er gar nicht bestellt.
Genau ein Angebot im Feld ist davon frei. Beim Gerät von ProfiCook stimmen aufgerufene Nummer und Elternnummer überein, und die 41 Bewertungen gelten deshalb der Ausführung, die im Warenkorb landet. Das ist die niedrigste Zahl im Vergleich nach den 3 Bewertungen des Angebots von Cecotec, und sie ist zugleich die einzige, die sich eindeutig zuordnen lässt. Im Mikrowellenbereich ist das Muster inzwischen gut belegt: In der Auswertung der kompakten Solo-Geräte waren fünf von fünf Angeboten Variantenlistings, bei den Inverter-Geräten vier von fünf, und hier sind es ebenfalls vier von fünf.
Für die Kaufentscheidung heißt das zweierlei. Große Zahlen werden dadurch unschärfer, nicht falsch: 1.781 Bewertungen bei 4,4 Sternen bedeuten nicht, dass 1.781 Menschen die hier aufgerufene 20-Liter-Ausführung besitzen. Kleine Zahlen dagegen sind in einem Variantenlisting ein deutlicheres Warnsignal als in einem Einzelangebot, weil sie bereits mehrere Ausführungen zusammenfassen. Die 3 Bewertungen bei einem Gerät in diesem Feld sind unter dieser Bedingung eine sehr schmale Basis. Die Prüfung dauert einen Klick: Lassen sich auf der Produktseite Farbe, Größe oder Ausstattung umschalten, ist es ein Variantenlisting.
Für wen sich Flatbed lohnt und für wen nicht
Die folgende Zuordnung ist keine Rangliste, sondern eine Entscheidungshilfe. Sie liest sich von links nach rechts: den eigenen Fall suchen, das entscheidende Kriterium lesen, danach den Hinweis darauf, was die Angaben im Feld tatsächlich hergeben, und in der letzten Spalte steht, welches Gerät aus diesem Vergleich dafür in Frage kommt. In einem Fall lautet die Antwort ausdrücklich keines.
| Situation | Worauf es dabei ankommt | Was die Angaben hergeben | Passendes Modell |
|---|---|---|---|
| Haushalt mit eckigen Auflaufformen | Entscheidend sind die Innenmaße, nicht die Liter. Eine Form mit 30 cm Kantenlänge braucht einen Garraum von mindestens 30 cm in beiden Bodenrichtungen. | Nur zwei der fünf Anbieter nennen die Maße überhaupt, und nur bei einem reichen sie für 30 cm. Wer die Form schon besitzt, misst sie und vergleicht sie mit der Zahl aus der Anleitung. | Bauknecht MW 427 SL mit 32,0 mal 32,9 cm belegter Bodenfläche |
| Haushalt mit Tellern über 27 cm | Ein Teller darf in einem Flatbed-Gerät bis an die Wände reichen, weil nichts rotiert. Die Grenze ist die kleinere der beiden Bodenrichtungen. | Bei CASO sind das 27 cm, bei Bauknecht 32 cm. Bei den drei anderen Geräten ist die Frage aus keiner Quelle beantwortbar. | CASO MG20 Ceramic menu für Teller bis 27 cm, Bauknecht MW 427 SL darüber |
| Wer die Reinigung hasst | Ohne Teller entfallen Ring, Rollen und Mitnehmer. Der Boden ist eine durchgehende Fläche und lässt sich mit einem Tuch auswischen. | Alle fünf Geräte erfüllen das. Die Anleitungen von SEVERIN und CASO beschreiben die Bodenreinigung ausdrücklich als Abwischen mit einem feuchten Tuch. | Jedes der fünf Geräte; der Unterschied liegt hier nicht in der Bauart, sondern im Preis |
| Enge Arbeitsplatte | Nicht die Gehäusebreite entscheidet, sondern die Gehäusebreite plus die geforderten Freiräume. Die Vorgaben stehen ausschließlich in den Anleitungen. | SEVERIN verlangt 7,5 cm zu beiden Seiten, CASO 5 cm, ProfiCook 10 cm. Bauknecht nennt keinen Seitenabstand, verbietet aber Schrankeinbau und Aufstellung unter 850 mm Höhe. | SEVERIN MW 9184 mit dem geringsten dokumentierten Platzbedarf zur Seite |
| Wer nur Tassen und Teller erwärmt | Der Vorteil dieser Bauart ist ausschließlich ein Flächenvorteil. Wer die Fläche nie ausreizt, zahlt für eine Eigenschaft, die er nicht abruft. | Ein einfaches Drehtellergerät derselben Leistungsklasse kostet weniger. Der Aufschlag für die Bauart liegt in diesem Feld bei rund 20 bis 40 Euro gegenüber vergleichbaren Solo-Geräten. | Keines. In diesem Fall ist ein Drehtellergerät die sachlich richtige Wahl |
| Wer zusätzlich bräunen oder überbacken will | Ein Solo-Gerät kann das nicht. Nötig ist ein Grill, und der belegt im Garraum eine Ebene über dem Boden. | Vier der fünf Geräte haben einen Grill. Nur das SEVERIN-Angebot ist ein reines Solo-Gerät, obwohl sein Datenfeld Modellname eine italienische Grillbezeichnung trägt. | ProfiCook PC-MWG 1278 als günstigste Grillvariante, Bauknecht MW 427 SL mit Crisp und Dampfgaren |
Wofür eine Mikrowelle ohne Drehteller nicht geeignet ist
- Für Haushalte, die nur Tassen und Teller erwärmen. Der Vorteil dieser Bauart ist die nutzbare Bodenfläche. Wer sie nie ausreizt, zahlt einen Aufschlag für eine Eigenschaft, die er nicht abruft. Ein einfaches Drehtellergerät derselben Leistungsklasse tut in diesem Fall dasselbe für weniger Geld.
- Als Garantie für gleichmäßiges Garen. Vier der fünf Angebote versprechen eine gleichmäßigere Verteilung, und keines belegt sie. In keiner der vier abrufbaren Anleitungen steht dazu eine Messung, eine Norm oder ein Vergleichswert. Umrühren, Wenden und Ruhezeit bleiben in beiden Bauarten notwendig.
- Als Ersatz für einen Backofen. Vier der fünf Geräte haben zwar einen Grill, aber der arbeitet mit Strahlungswärme von oben und ersetzt keine Umluft. Nur eines der fünf bringt zusätzlich eine Crisp-Platte und einen Dampfgarbehälter mit, und auch damit bleibt der Garraum ein Mikrowellengarraum.
- Für eine geschlossene Nische ohne Luft nach oben. Drei der vier abrufbaren Anleitungen fordern 30 Zentimeter Freiraum oberhalb des Geräts, zwei verbieten den Einbau in einen Schrank ausdrücklich, und eine schließt die Aufstellung unterhalb von 850 Millimetern Höhe aus. Wie sich das lösen lässt, klärt der Vergleich der Einbaugeräte.
- Für den gleichzeitigen Betrieb mit anderen starken Verbrauchern an derselben Leitung. Die tatsächliche Aufnahme liegt laut den Anleitungen zwischen 1150 und 2250 Watt und damit deutlich über den Abgabewerten von 700 bis 800 Watt, die im Angebot stehen.
- Zum Erhitzen in Metall, in geschlossenen Behältern oder von Eiern in der Schale. Das gilt für jede Mikrowelle unabhängig vom Boden. Eine der Anleitungen im Feld verlangt bei zulässiger Aluminiumfolie einen Mindestabstand von 2,5 Zentimetern zu den Garraumwänden, und das Verbot, Speisen direkt auf den Boden zu legen, steht dort ebenfalls.
Typische Fehlkäufe und wie sie sich vermeiden lassen
| Was schiefgeht | Welche Folge das hat | Was stattdessen zu tun ist |
|---|---|---|
| Nach Litern statt nach Innenmaßen kaufen | Zwei Geräte mit 20 Litern können sich in der Bodenfläche um mehrere Zentimeter unterscheiden, weil dieselben Liter aus unterschiedlichen Höhen kommen. Die Auflaufform passt trotzdem nicht. | Die Litermenge ignorieren und in der Anleitung nach Garraumabmessungen oder Innenmaßen suchen. Wo sie fehlen, ist die Frage vor dem Kauf nicht zu beantworten. |
| Prozentangaben zur Nutzfläche für bare Münze nehmen | Ein Angebot verspricht 33 Prozent, ein anderes 55 Prozent mehr Nutzfläche. Keines nennt den Bezugswert. Ohne Bezugswert ist die Zahl nicht überprüfbar und auch nicht widerlegbar. | Selbst rechnen. Bei den beiden Geräten mit belegten Maßen ergibt sich gegenüber einem Teller, dessen Durchmesser der Garraumbreite entspricht, ein Zuwachs von rund 31 und rund 37 Prozent. |
| Die Gehäusemaße für den Platzbedarf halten | Alle vier abrufbaren Anleitungen fordern Freiraum, drei davon 30 Zentimeter nach oben. Unter einem Hängeschrank steht das Gerät dann zwar, aber nicht bestimmungsgemäß. | Vor dem Kauf die Anleitung öffnen und die Aufstellvorgaben zu den Gehäusemaßen addieren. Zwei der vier Anleitungen verbieten den Einbau in einen Schrank ausdrücklich. |
| Nach dem Wort Flatbed suchen und das erste Ergebnis nehmen | Die Ergebnisliste zu diesem Suchbegriff enthält an vorderer Stelle Geräte mit Drehteller. Zwei davon führen im Datenfeld einen Drehscheibendurchmesser von 255 Millimetern und nennen den Teller in der eigenen Aufzählung. | Nicht dem Titel folgen, sondern der Aufzählung und dem Datenblatt. Steht dort ein Drehtellerdurchmesser, ist Vorsicht geboten, und ein Blick in die Anleitung klärt den Rest. |
| Die Sterne eines Variantenlistings der eigenen Ausführung zurechnen | Vier der fünf Angebote sind Variantenlistings. In einem Fall teilen sich ein 20-Liter- und ein 25-Liter-Gerät dieselben 1.781 Bewertungen, in einem anderen ein Solo- und ein Grillgerät dieselben 837. | Auf der Produktseite prüfen, ob sich Farbe, Ausstattung oder Größe umschalten lassen. Ist das der Fall, gilt die Zahl der Familie und nicht dem Gerät im Warenkorb. |
| Die Wattzahl im Datenfeld für die Abgabeleistung halten | Bei einem Gerät im Vergleich steht im Feld Leistung die Bemessungsaufnahme von 1150 Watt, während die Mikrowelle laut derselben Anleitung 700 Watt abgibt. Wer danach vergleicht, hält ein schwächeres Gerät für das stärkere. | Die Anleitung aufschlagen und nach Ausgangsleistung oder Nennausgangsleistung suchen. Vier von fünf Herstellern trennen die beiden Werte dort sauber. |
Alle technischen Werte auf dieser Seite sind Herstellerangaben vom 22.08.2026, entnommen aus den einzeln aufgerufenen Produktseiten und aus vier frei abrufbaren Bedienungsanleitungen. Flächen in Quadratzentimetern und Prozentangaben zum Flächengewinn sind eigene Rechnungen aus diesen Maßen und im Text als solche gekennzeichnet. Nachgemessen wurde nichts, und es wurde kein Gerät betrieben. Wo sich Angaben eines Anbieters widersprechen, steht der Widerspruch im Text und ist nicht zugunsten einer der beiden Zahlen aufgelöst. Es wird kein Sieger benannt, weil ohne eigene Prüfung keiner feststellbar ist.
Häufige Fragen
Verteilt eine Mikrowelle ohne Drehteller die Wärme gleichmäßiger?
Das behauptet die Werbung, und keiner der fünf Hersteller belegt es. Vier Angebote sprechen von gleichmäßiger Erwärmung oder gleichmäßiger Wellenverteilung, aber keine der vier abrufbaren Bedienungsanleitungen enthält dazu eine Messung, einen Vergleichswert oder auch nur eine Beschreibung des Verfahrens. Fachlich ist ungleichmäßige Erwärmung bei Haushaltsmikrowellen ein bekanntes und weiterhin ungelöstes Problem. Eine Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Foods aus dem Jahr 2021 bezeichnet die ungleichmäßige Erwärmung als den wesentlichen Nachteil des Haushaltsgeräts und als Grund für Fragen der Lebensmittelsicherheit und der Qualität. Sie beschreibt zugleich, dass sich das Feld im Garraum nur mit numerischen Modellen überhaupt vorhersagen lässt. Ein sich drehender Teller und ein sich drehender Verteiler unter dem Boden verfolgen dasselbe Ziel auf zwei Wegen. Welcher Weg im Einzelfall besser trifft, hängt vom Gerät und vom Gargut ab und ist aus Herstellerangaben nicht ableitbar.
Wie viel mehr Platz bringt ein Flatbed-Gerät wirklich?
Rechnen lässt sich das nur bei zwei der fünf Geräte, weil nur zwei Anbieter die Innenmaße veröffentlichen. Bei CASO ergibt der Garraum mit 27,0 mal 29,0 Zentimetern eine Bodenfläche von rund 783 Quadratzentimetern. Ein runder Teller, dessen Durchmesser der Garraumbreite von 27 Zentimetern entspricht, käme auf rund 573 Quadratzentimeter. Das sind rund 37 Prozent Unterschied. Bei Bauknecht stehen 32,0 mal 32,9 Zentimeter gegen einen Kreis von 32 Zentimetern, also rund 1053 gegen rund 804 Quadratzentimeter und damit rund 31 Prozent. Beide Werte sind eigene Rechnungen aus Herstellermaßen und keine Herstellerangaben. Sie liegen in der Größenordnung der beworbenen 33 Prozent und deutlich unter den beworbenen 55 Prozent, für die kein Anbieter einen Bezugswert nennt.
Passt eine Auflaufform mit 30 Zentimetern Kantenlänge hinein?
Von den fünf geprüften Geräten belegbar nur in eines. Bauknecht nennt in der Anleitung Innenmaße von 234 mal 320 mal 329 Millimetern, also 32,0 Zentimeter Breite und 32,9 Zentimeter Tiefe. Dort passt die Form. CASO nennt 270 mal 180 mal 290 Millimeter, also 27,0 mal 29,0 Zentimeter, und dort passt sie nicht. Bei SEVERIN, ProfiCook und Cecotec steht in keiner Quelle eine Breite oder Tiefe des Garraums, sodass die Frage offenbleibt. Das ist der wichtigste Befund dieser Seite: Der Vorteil der Bauart ist echt, aber bei drei von fünf Geräten vor dem Kauf nicht nachprüfbar.
Ist ein Gerät ohne Drehteller leiser?
Dafür gibt es in diesem Feld keinen Beleg. Weder eines der fünf Angebote noch eine der vier abrufbaren Anleitungen nennt einen Schalldruck- oder Schallleistungspegel. Der Antrieb des Drehtellers entfällt zwar, aber die dominierende Geräuschquelle eines Tischgeräts ist der Lüfter, und der muss dieselbe Verlustwärme abführen wie bei einem Drehtellergerät, in diesem Vergleich 400 bis 450 Watt bei den drei Geräten, für die sich beide Werte belegen lassen. Es ist plausibel, dass sich die Klangfarbe ändert. Dass sich die Lautstärke messbar ändert, sagt keine erreichbare Quelle mit einer Zahl.
Warum steht bei manchen Geräten ohne Drehteller ein Drehtellerdurchmesser im Datenblatt?
Weil die Datenfelder auf der Verkaufsplattform nicht vom Gerät kommen, sondern vom Anbieter eingetragen werden, und weil das Feldraster für Drehtellergeräte gemacht ist. In diesem Vergleich betrifft es ein Gerät: Das Angebot von CASO trägt einen Durchmesser der Drehscheibe von 290 Millimetern, obwohl der eigene Titel ohne Drehteller lautet. Der Wert ist zudem identisch mit der Garraumtiefe aus der zugehörigen Anleitung, dort mit denselben 290 Millimetern angegeben. Das Feld beschreibt also kein Bauteil, sondern wiederholt eine andere Zahl. Wer nach Bauart filtert, sollte sich deshalb nicht auf dieses Feld verlassen, sondern auf die Aufzählung und die Anleitung.
Sind Flatbed-Geräte teurer als Geräte mit Drehteller?
In diesem Feld ja, aber weniger deutlich als erwartet. Die fünf geprüften Geräte kosteten am 22.08.2026 zwischen 79,95 und 199,99 Euro. Vier davon haben zusätzlich einen Grill, was den Vergleich verzerrt. Das günstigste Gerät mit Grill kostet 79,95 Euro, das einzige reine Solo-Gerät 80,99 Euro. Einfache Solo-Geräte mit Drehteller derselben Leistungsklasse lagen am selben Tag darunter. Der Aufschlag für die Bauart liegt damit im unteren zweistelligen Bereich, und er wächst nach oben, weil die Bauart bei kleinen Einstiegsgeräten kaum angeboten wird.
Woran erkenne ich vor dem Kauf, dass ein Gerät wirklich keinen Drehteller hat?
An drei Stellen, in dieser Reihenfolge. Erstens an der Aufzählung des Angebots: Sie muss den Boden benennen, also Glasboden, Keramikboden, Glaskeramikboden oder Flachbett, und nicht nur das Wort Flatbed im Titel führen. Zweitens am Lieferumfang und an den Reinigungshinweisen der Bedienungsanleitung: Kommen dort Drehteller, Antriebsring oder Mitnehmer vor, hat das Gerät einen Teller. Drittens am Datenfeld zum Drehscheibendurchmesser, allerdings nur mit Vorsicht, weil es in einem Fall in diesem Vergleich auch bei einem Gerät ohne Teller gefüllt ist. Ein Gegenbeispiel liefert die Ergebnisliste selbst: Zwei Geräte, die zur Suche nach Mikrowelle ohne Drehteller weit vorne erscheinen, nennen in der eigenen Aufzählung einen stabilen Drehteller und im Datenfeld 255 Millimeter Durchmesser.
Woher stammen die Zahlen auf dieser Seite?
Aus den am 22.08.2026 einzeln aufgerufenen Produktseiten auf amazon.de und aus vier frei abrufbaren Bedienungsanleitungen. Alle vier Anleitungen lagen als Herstellerdokument unmittelbar auf der Produktseite bereit, was sich als der zuverlässigste Weg zu diesen Dokumenten erwiesen hat. Nachgemessen wurde nichts, und es wurde kein Gerät gekauft oder betrieben. Wo sich Angebot und Anleitung widersprechen, steht der Widerspruch im Text und ist nicht zugunsten einer der beiden Zahlen aufgelöst. Flächen in Quadratzentimetern und Prozentangaben zum Flächengewinn sind eigene Rechnungen aus veröffentlichten Maßen und als solche gekennzeichnet.
Weiterlesen im Mikrowellen-Bereich
Diese Seite beantwortet die Frage, was ein Boden ohne Drehteller an nutzbarer Fläche bringt und wo diese Zahl zu finden ist. Wer Mikrowelle, Grill und Heißluft in einem Gerät sucht, findet die passende Bauart bei den Kombi-Mikrowellen. Wer das Gerät in eine Nische oder einen Hochschrank setzen möchte, findet die Vorgaben dazu bei den Mikrowellen zum Einbauen, und wer wissen will, warum gerade beim Auftauen so viel schiefgeht, findet die Erklärung im Ratgeber zum Auftauen in der Mikrowelle.
Autorin: Sarah Leitner · Stand: 22.08.2026 · Datenbasiert, kein Hands-on-Test. Alle Produktdaten stammen aus den am Prüftag einzeln von den Produktseiten abgerufenen Angaben auf amazon.de sowie aus den frei abrufbaren Bedienungsanleitungen der Hersteller. Wattzahlen, Maße und Gewichte sind Herstellerangaben und wurden hier nicht nachgemessen. Flächenwerte und Prozentangaben zum Flächengewinn sind eigene Rechnungen aus veröffentlichten Maßen. Die Einordnung zur ungleichmäßigen Erwärmung stützt sich auf eine Übersichtsarbeit aus der Fachzeitschrift Foods von 2021 und auf die Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz zu Mikrowellenkochgeräten.
Die Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Kommt darüber ein Kauf zustande, erhält Test und Tipps eine Provision. Für Käuferinnen und Käufer ändert sich der Preis dadurch nicht. Die Auswahl der Modelle und ihre Einordnung sind davon unabhängig.

