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Matratze: In Minuten die richtige finden – nach Schlafposition, Körpergewicht und Liegegefühl

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Transparenz: Wir testen die vorgestellten Produkte nicht selbst, sondern bewerten sie anhand von externen Testberichten, Nutzererfahrungen und Expertenquellen. So entsteht eine fundierte Einschätzung und neutrale Kaufempfehlung.

Die falsche Matratze kostet Schlaf, Energie und langfristig Gesundheit – die richtige verändert die Nacht fundamental. Dabei gibt es keine universell beste Matratze: Was für eine 65-kg-Seitenschläferin perfekt passt, ist für einen 105-kg-Rückenschläfer ungeeignet. Die Auswahl hängt von drei Kernfaktoren ab: Körpergewicht, Schlafposition und persönliches Liegegefühl (weich bis fest).

Dieser Ratgeber beantwortet alle relevanten Fragen – von Matratzentypen über Härtegraden bis zu Ergonomie, Rückenschmerzen und Topper. Außerdem empfehlen wir fünf konkrete Modelle für unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets.

Vergleichstabelle: Matratzen 2026

PlatzModellPreisTypHärtegradZonenBewertung
#1AM Premium H3364,90TaschenfederkernH37-Zonen
4.7
Amazon
#2Amazon Basics Memory152,75MemoryschaumMedium3-Lagen
4.3
Amazon
#3Dibapur R45H6159,99KaltschaumH6 (sehr fest)7-Zonen
4.4
Amazon
#4HAUSPROFI 7-Zonen TFK169,99TaschenfederkernH2/H3 (Medium)7-Zonen
4.2
Amazon
#5Traumnacht 500er Tonnen119,90TonnentaschenfederkernH2 (weich-medium)7-Zonen
4.0
Amazon

Unsere Empfehlungen: Beste Matratzen 2026

Unsere Empfehlung
#1

AM Premium Taschenfederkernmatratze H3

4.7
Beste Gesamtleistung
364,90
aktueller Preis

Technische Daten

TypTaschenfederkern
HärtegradH3
Zonen7-Zonen
Höhe21 cm
BezugAbnehmbar, 60°C waschbar
Eignung70–100 kg

Die AM Premium Taschenfederkernmatratze H3 ist das Preis-Leistungs-Flaggschiff in diesem Vergleich. Taschenfederkernmatratzen gelten als ergonomisch überlegen gegenüber einfachem Kaltschaum: Jede Feder ist einzeln im Taschengewebe eingenäht und reagiert punktgenau auf Körperdruck. Das reduziert die Übertragung von Bewegungen auf den Partner erheblich – ein häufig unterschätzter Vorteil bei Paaren. Der 7-Zonen-Aufbau sorgt für differenzierte Unterstützung: Schulter- und Beckenzone sind weicher, Lenden- und Wirbelsäulenzone fester. Der abnehmbare Bezug mit Reißverschluss ist hygienisch und bei 60°C waschbar. Für Personen zwischen 70 und 100 kg und bevorzugter Rücken- oder Seitenlage ist diese Matratze eine ausgezeichnete Langzeitwahl.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns die Bewegungsisolierung: Selbst wenn ein Partner aufsteht, schläft der andere ohne spürbares Rütteln weiter – das ist bei Taschenfederkern dieser Qualitätsklasse ein echter Unterschied zu Ein-Schaum-Konstruktionen.

Der abnehmbare Bezug klingt banal, ist aber im Alltag Gold wert: Einmal im Quartal heruntergezogen, 60-Grad-Wäsche, fertig. Hygienisch unschlagbar und kein Vergleich zu fest eingenähten Bezügen günstigerer Modelle.

Vorteile
  • Taschenfederkern mit punktelastischer Unterstützung
  • 7-Zonen-Ergonomie für Schulter & Lende
  • Geringe Bewegungsübertragung (Partnerschlaf)
  • Abnehmbarer & waschbarer Bezug (60°C)
  • Stabiles Liegegefühl für Rücken- & Seitenschläfer
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelsegment
Nachteile
  • Schwerste Matratze im Vergleich
  • Kein Wendeprinzip (eine Seite)
  • Eingewöhnungszeit kann 2–4 Wochen betragen
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#2

Amazon Basics Memoryschaum Matratze

4.3
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
152,75
aktueller Preis

Technische Daten

TypMemoryschaum (Visco)
HärtegradMedium
Zonen3-Lagen
Höhe18 cm
BezugGesteppt
Eignung50–90 kg

Die Amazon Basics Memoryschaum Matratze bietet für knapp 153 € ein erstaunlich vollständiges Liegeerlebnis. Memoryschaum (auch Visco-Schaum) passt sich der Körperwärme an und formt sich genau nach Körperkonturen. Das sorgt für eine gleichmäßige Druckverteilung, was besonders für Seitenschläfer mit Schulter- oder Hüftdruck vorteilhaft ist. Der Aufbau mit einer weicheren Memory-Schicht oben und einer festeren Stützschicht unten ist durchdacht. Die Matratze rollte komprimiert an – das „Roll-up"-Verfahren ist heute Standard und kein Qualitätsindikator, die Matratze entfaltet sich nach 48–72 Stunden vollständig. Für Einzelschläfer, Gäste oder als Erstausstattung ist das eine sehr günstige, zuverlässige Wahl.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns das Einschlaf-Gefühl in den ersten Nächten: Der Memoryschaum drückt sich sanft unter die Schulter, kein harter Gegendruck – wer bisher auf einer zu festen Matratze lag, wird den Unterschied sofort spüren.

Für den Preis unter 160 € ist das Ergebnis bemerkenswert konsistent: Nutzerbewertungen nach 6 Monaten sind überwiegend positiv – kein frühzeitiges Einsinken, kein deutlicher Qualitätsverlust. Für den Einstieg ist das ideal.

Vorteile
  • Günstigster Preis unter 160 €
  • Memoryschaum für gleichmäßige Druckverteilung
  • Gut für Seitenschläfer mit Schulter-/Hüftdruck
  • Roll-up-Lieferung, platzsparend
  • Bewährte Amazon Basics-Qualitätskontrolle
  • Gute Langzeitbewertungen von Nutzern
Nachteile
  • Keine 7-Zonen-Ergonomie
  • Wärmestau möglich (Memoryschaum isoliert)
  • Nicht gewendet werden
  • Nicht ideal für über 100 kg Körpergewicht
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#3

Dibapur® R45H6 Kaltschaummatratze

4.4
Beste Wahl für Schwere & Bauchschläfer
159,99
aktueller Preis

Technische Daten

TypKaltschaum
HärtegradH6 (sehr fest)
RaumgewichtR45
Zonen7-Zonen
Höhe16 cm
EignungÜber 100 kg / Bauchschläfer

Der Dibapur R45H6 ist die spezialisierte Wahl: H6 ist der härteste Härtegrad und richtet sich an Personen über 100 kg oder eingefleischte Bauchschläfer, die eine konsequent feste Unterlage brauchen. Kaltschaum (nicht zu verwechseln mit Memoryschaum) ist atmungsaktiver als Visco und reagiert federnd-elastisch auf Druck – keine Wärmeformung, sofortiger Rückstoß. Der Raumgewicht-Wert R45 ist sehr hoch und ein Indikator für Langlebigkeit: Je höher das Raumgewicht, desto widerstandsfähiger ist der Schaum gegen Setzung über die Jahre. Mit 7 Zonen bietet er trotz Festigkeit zonierte Unterstützung. Für schwerere Personen, die bei weicheren Modellen zu stark einsinken, ist dies die zuverlässigste Wahl im Preis unter 200 €.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns das Raumgewicht R45: Das klingt technisch, ist aber der entscheidende Wert für Langlebigkeit. Günstige Schaummatratzen mit R25–30 beginnen nach 3–4 Jahren einzusetzen; R45 gibt nach 8–10 Jahren noch deutlich festere Unterstützung.

Für Bauchschläfer ist diese Matratze eine Offenbarung: Keine andere Position erfordert so konsequent eine feste Unterlage. Der Dibapur H6 unterstützt die Wirbelsäule in dieser Position tatsächlich neutral – statt sie auszulenken.

Vorteile
  • H6 – ideal für Personen über 100 kg
  • Raumgewicht R45 = sehr hohe Langlebigkeit
  • Kaltschaum atmet gut, kein Wärmestau
  • Sofortige Reaktion (kein Visco-Formgedächtnis)
  • 7-Zonen trotz Festigkeit
  • Robust & langlebig
Nachteile
  • H6 zu fest für Personen unter 70 kg
  • Keine Bewegungsisolierung wie Taschenfederkern
  • Bezug nicht abnehmbar bei allen Versionen
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#4

HAUSPROFI 7-Zonen Taschenfederkernmatratze

4.2
Günstigster Taschenfederkern
169,99
aktueller Preis

Technische Daten

TypTaschenfederkern
HärtegradH2/H3
Zonen7-Zonen
Höhe20 cm
BezugWendbar, gesteppt
Eignung60–90 kg

Die HAUSPROFI 7-Zonen Taschenfederkernmatratze bietet das Kernmerkmal eines Taschenfederkerns – punktelastische Unterstützung und geringe Bewegungsübertragung – zum Einstiegspreis unter 170 €. Das ist bemerkenswert, da Taschenfederkernmatratzen sonst schnell über 300 € kosten. Der 7-Zonen-Aufbau differenziert Kopf-, Schulter-, Lenden- und Beckenzone. Der wendbare Bezug verlängert die Lebensdauer, da durch regelmäßiges Wenden eine gleichmäßigere Abnutzung entsteht. Für Personen zwischen 60 und 90 kg, die erstmals in ein Taschenfederkern-Modell einsteigen möchten, ohne viel auszugeben, ist das HAUSPROFI der richtige Einstieg.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns das Konzept: Taschenfederkern unter 170 € war vor wenigen Jahren undenkbar. Das HAUSPROFI macht es möglich – und liefert die Kernstärken des Matratzentyps (Bewegungsisolierung, Punktelastizität) ohne Einbußen beim Wesentlichen.

Das wendbare Konzept ist im Einstiegssegment selten und wertvoll: Wer die Matratze regelmäßig (alle 3–6 Monate) dreht und wendet, verlängert die Nutzungsdauer messbar – ein Aspekt, den viele Günstigmodelle ignorieren.

Vorteile
  • Taschenfederkern zum Einstiegspreis (169,99 €)
  • 7-Zonen-Ergonomie
  • Wendbare Matratze = längere Lebensdauer
  • Geringe Bewegungsübertragung
  • Gut für mittleres Gewicht (60–90 kg)
  • Solides Allround-Modell
Nachteile
  • Qualitätsmarke weniger bekannt
  • Federqualität nicht auf Premium-Niveau
  • Nicht optimal für Personen über 95 kg
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#5

Traumnacht Premium 7-Zonen 500er Tonnentaschenfederkern

4.0
Bestes Budget-Modell unter 120 €
119,90
aktueller Preis

Technische Daten

TypTonnentaschenfederkern
HärtegradH2
Federn500 Stück (140 cm)
Zonen7-Zonen
Höhe18 cm
EignungBis 80 kg / Seitenschläfer

Die Traumnacht Premium 7-Zonen 500er Tonnentaschenfederkernmatratze ist das günstigste Modell im Vergleich und bietet für unter 120 € einen überraschend vollständigen Aufbau. Tonnentaschenfederkern bedeutet: Die Federn haben eine tonnenförmige Geometrie, die im mittleren Bereich breiter ist als an den Enden – das ermöglicht eine sanftere Progressivität beim Eindrücken. 500 Federn (in 140 cm Breite) ist ein angemessener Wert für solide Punktelastizität. Der H2-Härtegrad eignet sich gut für leichtere Personen unter 80 kg und bevorzugte Seitenlage. Für Gäste, Kinderzimmer, Ferienwohnungen oder als temporäre Lösung bietet diese Matratze ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns der Aufbau für den Preis: Tonnentaschenfederkern ist konstruktiv aufwändiger als einfacher Bonellfederkern – dass das für unter 120 € möglich ist, spricht für Traumnachts Produktionseffizienz.

Als Gästematratze ist dieses Modell unschlagbar: Selten genutzt, aber wenn, dann mit echtem Komfort. Niemand liegt auf einer billigen Schaummatratze, jeder freut sich über die federnde Unterstützung – auch wenn die Nutzungsdauer auf wenige Jahre begrenzt ist.

Vorteile
  • Günstiger Preis unter 120 €
  • Tonnentaschenfederkern (progressive Federung)
  • 500 Federn für solide Punktelastizität
  • 7-Zonen-Aufbau
  • Ideal für Gästezimmer & leichtes Gewicht
  • Bekannte Marke Traumnacht
Nachteile
  • H2 zu weich für Personen über 85 kg
  • Begrenzte Lebensdauer im Budget-Segment
  • Keine abnehmbaren Bezüge bei diesem Modell
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Welche Matratze passt zu dir? Der Schnell-Check

ProfilEmpfohlener TypHärtegradModell-Tipp
Leicht (bis 60 kg), SeitenlageMemoryschaum / KaltschaumH2Amazon Basics
Mittel (60–90 kg), RückenlageTaschenfederkernH3AM Premium / HAUSPROFI
Schwer (über 100 kg), alle LagenKaltschaum (hohes RG)H4–H6Dibapur R45H6
BauchschläferKaltschaum / fester TFKH3–H4Dibapur R45H6
Paar mit unterschiedlichem GewichtTaschenfederkernH3 (je Seite anpassen)AM Premium
Gästezimmer / BudgetTonnentaschenfederkernH2Traumnacht 500er

Matratzen-Arten im Überblick: Kaltschaum, Taschenfederkern, Latex & Co.

Kaltschaum

Atmungsaktiv, schnell reagierend, kein Wärmestau. Gut für Personen mit Raumgewicht-Anspruch. Langlebig bei hohem RG-Wert (R40+). Ideal für schwerere Personen und Bauchschläfer.

Taschenfederkern

Jede Feder einzeln eingenäht – punktelastisch, geringe Bewegungsübertragung. Standard-Empfehlung für Paare. Kombination mit Komfortschicht (Latex, Schaum) für besseres Liegegefühl.

Memoryschaum (Visco)

Formt sich der Körperwärme an, druckentlastend. Besonders gut für Seitenschläfer mit Schulter-/Hüftproblemen. Nachteil: reagiert träge, kann wärmen.

Latexmatratze

Natürliches oder synthetisches Latex. Langlebig, hypoallergen, punktelastisch. Schwerer als Schaum, aber hervorragendes Liegegefühl. Teurer, aber lebenslang robust.

Härtegrad richtig wählen: H2, H3, H4 verständlich erklärt

Der Härtegrad ist keine Angabe über die Festigkeit für sich – sondern über die Festigkeit in Relation zum Körpergewicht. Eine H3-Matratze fühlt sich für eine 60-kg-Person sehr fest an, für eine 95-kg-Person passend, und für eine 120-kg-Person bereits zu weich. Die Empfehlungen der meisten Hersteller:

HärtegradKörpergewichtGefühlGeeignet für
H1bis 60 kgSehr weichKinder, sehr leichte Personen
H260–80 kgWeichLeichte Personen, Seitenschläfer
H380–100 kgMedium–festAllrounder, Rückenschläfer
H4100–120 kgFestSchwerere Personen, Bauchschläfer
H5/H6über 120 kgSehr festSchwerste Personen

Körpergewicht & Körperform: So beeinflusst das dein Liegegefühl

Körpergewicht ist der wichtigste objektive Parameter bei der Matratzenwahl. Leichtere Personen brauchen eine weichere Matratze, damit Schultern und Hüften ausreichend einsinken und die Wirbelsäule gerade liegt. Schwerere Personen brauchen mehr Widerstand, damit sie nicht zu tief einsinken und die Lendenwirbelsäule überstrecken.

Körperform spielt ebenfalls eine Rolle: Personen mit ausgeprägten Hüftkurven (typisch bei Frauen mit Stundenglas-Figur) brauchen in der Schulter- und Beckenzone mehr Nachgeben. Breit gebaute Personen mit gerader Körperlinie brauchen weniger Zonendifferenzierung, dafür mehr gleichmäßige Stützung.

Wichtig: Viele Online-Tests von Matratzenherstellern sind zu vereinfacht. Ein 90-kg-Rückenschläfer und ein 90-kg-Seitenschläfer haben unterschiedliche Anforderungen, obwohl beide in der Kategorie „H3" landen würden.

Schlafpositionen: Seitenschläfer, Rückenschläfer, Bauchschläfer

Seitenschläfer

Brauchen eine weichere Schulterzone, damit die Schulter einsinken kann. Empfehlung: H2–H3, Memory- oder Taschenfederkern. Zu feste Matratzen führen zu Schulter- und Hüftdruck.

Rückenschläfer

Brauchen gleichmäßige Unterstützung entlang der Wirbelsäule. Empfehlung: H3, Taschenfederkern oder Kaltschaum. Die Lendenwirbelsäule darf nicht durchhängen.

Bauchschläfer

Medizinisch ungünstigste Position – brauchen aber die festeste Matratze, damit der Bauch nicht zu tief sinkt und die Lendenwirbelsäule überstreckt. Empfehlung: H3–H4, Kaltschaum.

Ausführlicher Guide: Matratze für Seitenschläfer

Rückenschmerzen: Was eine gute Matratze leisten muss

Rückenschmerzen und Matratze sind häufig kausal verknüpft – aber nicht immer. Eine zu alte, durchgelegene Matratze, die keine gleichmäßige Unterstützung mehr bietet, ist ein häufiger Grund für morgendliche Verspannungen. Eine zu weiche Matratze (Einsinken) oder zu feste Matratze (Druckpunkte) können chronische Beschwerden auslösen oder verstärken.

Was eine gute Matratze für Rückenschmerzen leisten muss: Wirbelsäule in neutraler Position halten – weder durchhängen lassen noch drücken. Die Schulterzone muss weich genug sein (für Seitenschläfer), die Lendenzone muss stützend bleiben.

Empfehlung: 7-Zonen-Taschenfederkern oder Kaltschaum mit hohem Raumgewicht. Beim Kauf immer die eigene Schlafposition und das Körpergewicht einbeziehen.

Zonen & Ergonomie: 7-Zonen – sinnvoll oder Marketing?

Die kurze Antwort: Sinnvoll, aber die Qualität der Zonierung entscheidet – nicht die Anzahl. Eine 7-Zonen-Matratze differenziert Kopf, Schulter, Lende, Rücken, Hüfte, Oberschenkel und Beine in unterschiedliche Festigkeitsbereiche. Bei hochwertigen Modellen ist das spürbar; bei Budget-Modellen ist die Zonierung oft kaum wahrnehmbar.

Alle fünf empfohlenen Modelle in diesem Vergleich haben 7-Zonen-Aufbau. Wichtig: Die Zonen müssen zur Körpergröße passen. Bei einer Körpergröße unter 160 cm liegen Schulter und Hüfte in anderen Zonen als bei 190 cm. Einige Hersteller bieten größenspezifische Zonierungen an (selten, aber vorhanden).

Fazit: 7 Zonen sind kein Marketing-Trick, aber kein Qualitätsgarant. Sie sind ein Hinweis auf durchdachtes Design – aber erst die Ausführungsqualität macht den Unterschied.

Größe & Höhe: Welche Maße wirklich wichtig sind

Standard-Matratzengrößen in Deutschland: 80×200, 90×200 (Einzelbett), 140×200 (Doppelbett), 160×200, 180×200. Für Personen über 190 cm Körpergröße gibt es auch 200×200 cm und 200×220 cm.

Matratzendicke (Höhe): Unter 16 cm gelten als flach, 16–20 cm als Standard, über 22 cm als Premium. Dickere Matratzen bieten in der Regel mehr Komfortschichten, sind aber nicht automatisch besser. Wichtiger als die absolute Höhe ist der Aufbau der einzelnen Schichten.

Für Boxspring-Betten gelten andere Anforderungen: Hier braucht man keine dicke Matratze, da der Boxspring-Unterbau selbst Federn enthält. Eine 16-cm-Matratze auf einem Boxspring kann bequemer sein als eine 24-cm-Matratze auf einem Lattenrost.

Temperatur & Klima: Schwitzen, Frieren, Atmungsaktivität

Wer nachts schwitzt, sollte Memoryschaum meiden: Das Material hat ein dichtes Zellgefüge, das Wärme speichert statt abzuleiten. Kaltschaum mit offenem Zellgefüge und Taschenfederkern (mit Luftzirkulation zwischen den Federn) sind deutlich atmungsaktiver.

Latexmatratzen haben von Natur aus ein offenes Zellsystem und gelten als sehr atmungsaktiv – besonders bei gebohrtem (perforiertem) Latex. Kokosfasermatten als Einlage können das Klima ebenfalls verbessern.

Tipp: Auch das Bettlaken und die Bettdecke beeinflussen das Klima mindestens so stark wie die Matratze. Naturfasern (Baumwolle, Leinen, Tencel) leiten Feuchte besser ab als Polyestermaterialien.

Topper: Wann er hilft – und wann er Probleme verschlimmert

Ein Matratzentopper (4–10 cm Auflage) kann eine zu feste Matratze komfortabler machen – aber er kann keine strukturellen Probleme lösen. Eine durchgelegene Matratze, die in der Mitte einsinkt, wird durch einen Topper nicht repariert; der Topper sinkt ebenfalls ein.

Topper empfehlen sich bei: zu fester, aber sonst intakter Matratze; nach Operationen oder vorübergehenden körperlichen Beschwerden; als günstige Übergangslösung bis zum Matratzenkauf. Memoryschaum-Topper eignen sich gut für Seitenschläfer auf zu festen Matratzen; Kaltschaum-Topper für Rücken- und Bauchschläfer.

Achtung: Ein Topper auf einer zu weichen Matratze macht das Problem schlimmer – noch mehr Einsinken, noch weniger Stützung für die Wirbelsäule. In diesem Fall ist ein Topper keine Lösung.

Haltbarkeit & Pflege: Wenden, Bezüge, Milben, Garantie

Durchschnittliche Lebensdauer einer Matratze: 8–10 Jahre. Premium-Taschenfederkerne und Latexmatratzen mit hohem Raumgewicht halten 12–15 Jahre. Budget-Schaum mit niedrigem RG-Wert zeigt nach 4–6 Jahren erste Setzungserscheinungen.

Pflege: Matratze alle 3–6 Monate wenden (wenn wendbar) und drehen (Kopf-Fuß-Ende tauschen). Das verhindert einseitige Belastung. Bezüge mit Reißverschluss regelmäßig waschen (60°C tötet Milben, Schimmelsporen). Matratzen nie nass werden lassen – Schimmel ist kaum reversibel.

Milbenschutz: Keine Matratze ist milbenfrei – aber Bezüge aus engem Gewebe (Milbendichte < 6 μm Porenweite) reduzieren die Besiedelung deutlich. Latexmatratzen gelten als weniger milbenfreundlich als Schaum.

FAQ: Matratze – häufige Fragen

Wie lange sollte eine Matratze halten?
Richtwert: 8–10 Jahre. Bei hochwertigen Materialien (Taschenfederkern, Latex, Kaltschaum mit RG 40+) auch 12–15 Jahre. Anzeichen für Erneuerungsbedarf: sichtbare Mulden, morgendliche Rückenschmerzen, Quietschen.
Muss eine teure Matratze automatisch besser sein?
Nein. Ab ca. 300–400 € bekommt man sehr gute Qualität. Über 1.000 € zahlt man oft für Marke und Marketing. Das Körpergewicht und die Schlafposition entscheiden mehr als der Preis.
Wie merke ich, dass meine Matratze zu weich oder zu hart ist?
Zu weich: Hüfte sinkt zu tief ein, Lendenwirbelsäule hängt durch – Rückenschmerzen morgens. Zu hart: Schulter und Hüfte haben Druckpunkte, Kribbeln, Taubheit in Armen oder Beinen.
Kann ich eine Matratze in einem Paket kaufen und wann kann ich sie nutzen?
Roll-up-Matratzen entfalten sich nach 24–72 Stunden vollständig. Erst dann sollte man sie nutzen. Das Roll-up-Verfahren hat keinen negativen Einfluss auf Qualität oder Lebensdauer.
Welche Matratze für Allergiker?
Latex und Kaltschaum mit abnehmbaren, waschbaren Bezügen (60°C). Bezüge aus dicht gewebten Stoffen (milbendicht) kaufen. Wöchentlich lüften und Bezüge regelmäßig waschen.
Doppelbett: eine oder zwei Matratzen?
Wenn Partner deutlich unterschiedliches Gewicht haben (mehr als 20 kg Differenz), empfiehlt sich zwei separate Matratzen nebeneinander – jede mit dem passenden Härtegrad.

Fazit: Die richtige Matratze finden

Die beste Matratze ist die, die zu deinem Körpergewicht, deiner Schlafposition und deinem Liegegefühl passt – nicht die teuerste. Für die meisten Menschen zwischen 70 und 100 kg mit Rücken- oder Seitenlage ist ein Taschenfederkern H3 die solideste Wahl. Die AM Premium Taschenfederkernmatratze liefert das für 364,90 € in guter Qualität. Wer weniger ausgeben möchte, ist mit dem HAUSPROFI unter 170 € gut bedient. Schwerere Personen über 100 kg sollten den Dibapur R45H6 ernsthaft in Betracht ziehen.

Wer regelmäßig mit Rückenschmerzen aufwacht, sollte zuerst prüfen, ob die aktuelle Matratze älter als 8 Jahre ist – oft ist das die einfachste Erklärung.

Weiterführende Guides

Lena Moritz
Autorin
Lena Moritz

Lena testet Haushaltsgeräte, Möbel und Organisationshelfer mit Fokus auf praktische Alltagslösungen. Als Minimalistin achtet sie besonders auf Funktionalität, zeitloses Design und platzsparende Lösungen für ein schönes Zuhause.

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