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Soundbar mit kabellosem Subwoofer: Mehr Bass ohne Kabelchaos – die besten Sets fürs Wohnzimmer

Von Matthias König··ca. 10 Min. Lesezeit

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Ein kabelloser Subwoofer löst das größte Problem von Soundbar-Sets: den Kabelzug quer durch das Wohnzimmer vom TV-Möbel zur optimalen Bass-Position. Ohne Kabel lässt sich der Subwoofer dorthin stellen, wo er akustisch sinnvoll ist – seitlich, hinter dem Sofa, in der Raumecke – ohne sichtbare Leitungen. Das ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern der Klangqualität: Ein korrekt positionierter Subwoofer klingt deutlich besser als einer, der wegen des Kabels direkt unter dem TV stehen muss.

Dieser Vergleich zeigt fünf Soundbar-Sets mit kabellosem Subwoofer – vom 99-Euro-Einstieg bis zum 7.1.4-Dolby-Atmos-Premiumsystem für 999 Euro – mit klarer Empfehlung nach Budget, Raumgröße und Nutzungsprofil.

Zum Überblick

Alle Soundbar-Tests & Kaufberatung im Überblick

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Vergleichstabelle: Alle 5 Soundbar-Sets im Überblick

#ModellPreisKanäleAtmosBewertungLink
1
JBL Bar 1000999,007.1.4 Dolby AtmosJa (nativ)
4.7
Amazon
2
Samsung HW-QS710GF419,003.1.2 Dolby AtmosJa (nativ, nach oben)
4.5
Amazon
3
Teufel CINEBAR 11379,992.1 Stereo/SurroundDownmix (kein nativ)
4.4
Amazon
4
HS2100 2.199,002.1 StereoNein
4.2
Amazon
5
Polk Audio Signa S3209,992.1 Stereo/Virtual SurroundVirtual (kein nativ)
4.3
Amazon

Empfehlungen: Soundbar-Sets mit kabellosem Subwoofer nach Budget

Unsere Empfehlung
1

JBL Bar 1000

4.7
7.1.4 Dolby AtmosKabellos, 10 Zoll
999,00
Amazon-Preis
JBL Bar 1000
Produktdaten
Kanäle7.1.4
Gesamtleistung880 W
Subwoofer10 Zoll, kabellos
Dolby AtmosJa (nativ)
HDMIeARC
VerbindungBluetooth, Wi-Fi

Die JBL Bar 1000 ist das Premiumprodukt im Vergleich und das einzige 7.1.4-Kanal-System in dieser Aufstellung – der Aufpreis gegenüber dem Samsung- oder Polk-Modell ist durch messbare Unterschiede in Raumklang, Basstiefe und Systemflexibilität klar gerechtfertigt. Das Herzstück des Systems ist die 10-Zoll-Subwoofer-Einheit, die kabellos über Funk mit der Soundbar kommuniziert und tatsächlich Tieffrequenz-Bässe bis unter 35 Hz wiedergibt – das spürst du nicht nur bei Actionfilm-Explosionen, sondern auch bei Basslines in Musikproduktionen. Was die JBL Bar 1000 von allen anderen Modellen in diesem Vergleich unterscheidet: Die hinteren Surround-Speaker sind abnehmbar und können kabellos aufgestellt werden, was ein echtes 7.1.4-Surround-Erlebnis ohne Kabelverlegung ins Wohnzimmer ermöglicht. Dolby Atmos und DTS:X sind vollständig implementiert – kein Pseudo-Atmos durch virtuelles Upmixing, sondern echter Height-Channel-Klang durch die nach oben abstrahlenden Treiber in der Bar. HDMI eARC gewährleistet maximale Signalqualität und vollständige CEC-Steuerung. Für Heimkino-Enthusiasten und alle, die das Wohnzimmer zum kinoreifen Klangerlebnis machen wollen ohne separate AV-Receiver-Aufstellung, ist die JBL Bar 1000 die klare Empfehlung.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns die Ablösebarkeit der Rear-Speaker: Das Aufstellen hinter dem Sofa ohne Kabelverlegung ist der entscheidende Unterschied zu allen anderen Sets im Vergleich – echter Surround statt Simulation, und trotzdem kein Kabelsalat.

Der 10-Zoll-Subwoofer macht sich bei tiefen Spielszenen physisch bemerkbar – die Bassimpulse sind nicht nur hörbar, sondern fühlbar. Das ist ein anderes Qualitätsniveau als die 6-Zoll-Subwoofer der günstigeren Sets.

Vorteile
  • Abnehm- und kabellos aufstellbare Rear-Speaker
  • Nativer Dolby Atmos & DTS:X Support
  • 10-Zoll-Subwoofer mit echten Tiefbässen
  • 880 W Gesamtleistung – Raumfüllung auch in größeren Räumen
  • HDMI eARC für beste Signalqualität
  • Wi-Fi & Bluetooth – flexibler Musik-Streaming-Betrieb
  • Höchste Nutzerbewertung (4,7 Sterne)
Nachteile
  • Höchster Preis im Vergleich (999 €)
  • Aufstellung der Rear-Speaker erfordert Planung
  • Überdimensioniert für kleinere Räume unter 20 m²
  • Mehrere Einheiten (Bar + Sub + 2 Rear) zu platzieren
2

Samsung HW-QS710GF Q-Series

4.5
3.1.2 Dolby AtmosKabellos, 6 Zoll
419,00
Amazon-Preis
Samsung HW-QS710GF Q-Series
Produktdaten
Kanäle3.1.2
Gesamtleistung320 W
Subwoofer6 Zoll, kabellos
Dolby AtmosJa (nativ, nach oben)
HDMIeARC
BesonderheitQ-Symphony, SpaceFit Sound

Der Samsung HW-QS710GF Q-Series ist der beste Mittelklasse-Kompromiss im Vergleich: Echter Dolby Atmos durch nach oben abstrahlende Treiber in der Soundbar, kabelloser 6-Zoll-Subwoofer, HDMI eARC und Samsungs bewährte Q-Symphony-Technologie, die den Klangraum mit kompatiblen Samsung-TVs erweitert. 3.1.2 Kanäle liefern in Wohnräumen bis ca. 30 m² vollständig überzeugendes Surround-Erlebnis ohne Rear-Speaker-Aufstellung. Das ist für die meisten Wohnzimmer der richtige Ansatz: Weniger Komponenten, weniger Aufstellung, trotzdem echter Atmos-Sound. Samsungs SpaceFit Sound analysiert akustisch den Raum und passt die Abstimmung automatisch an – das ist ein Komfort-Feature, das günstigere Sets nicht bieten. Die kabellose Subwoofer-Verbindung ist über Samsungs eigenes 5 GHz Funk-Protokoll realisiert, was deutlich weniger Interferenzanfälligkeit bedeutet als das Bluetooth der Einstiegsklasse. Für TV-Nutzer mit Samsung-Fernsehern ist die Q-Symphony-Integration ein echter Mehrwert. Der Preis von 419 Euro ist für den Funktionsumfang fair, wenn man ihn mit Alternativen mit echtem Atmos-Support vergleicht.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns SpaceFit Sound: Nach dem ersten Einschalten analysiert das System den Raum und kalibriert selbst – kein manuelles EQ-Tuning, kein stundenlanger Setup. Das macht einen messbaren Unterschied in der Wiedergabetreue.

Q-Symphony mit Samsung-TV hebt das System auf eine andere Ebene: Die TV-Lautsprecher werden als Teil des Klangbilds mitgenutzt, was den Raumklang ohne Rear-Speaker spürbar erweitert – ein cleverer Trick, den kein anderes Set im Vergleich bietet.

Vorteile
  • Q-Symphony Integration mit Samsung-TVs
  • Echter Dolby Atmos durch Height-Treiber
  • SpaceFit Sound – automatische Raumkalibrierung
  • 5 GHz Funk-Verbindung zum Subwoofer (interferenzarm)
  • HDMI eARC für maximale Kompatibilität
  • Gut bewertet (4,5 Sterne)
Nachteile
  • Q-Symphony nur mit kompatiblen Samsung-TVs
  • Kein echter Surround ohne Rear-Speaker-Erweiterung
  • 419 € für Nicht-Samsung-Nutzer weniger attraktiv
  • Subwoofer 6 Zoll – weniger Tiefbass als JBL Bar 1000
3

Teufel CINEBAR 11

4.4
2.1 Stereo/SurroundKabellos, 6,5 Zoll
379,99
Amazon-Preis
Teufel CINEBAR 11
Produktdaten
Kanäle2.1
Gesamtleistung130 W
Subwoofer6,5 Zoll, kabellos
Dolby AtmosDownmix (kein nativ)
HDMIARC
MarkeTeufel (Berlin)

Die Teufel CINEBAR 11 ist die Wahl für Nutzer, die audiophile Qualität und eine deutsche Marke mit eigenem Klangcharakter über Smart-TV-Integration und Atmos-Branding stellen. Teufel ist eine Berliner Audiofirma mit jahrzehntelanger Expertise in Heimkino und Hi-Fi, und die CINEBAR 11 trägt diesen Markenkern in ihrer Abstimmung: Der Klang ist warm, detailreich und musikalisch ausgewogen – weniger auf bombastischen Bass ausgerichtet als JBL, mehr auf natürliche Klangtreue. Der 6,5-Zoll-Subwoofer übertrifft die 6-Zoll-Einheit des Samsung-Sets in der Tieftondarstellung und ist über TEUFEL-eigenes Funk-Protokoll kabellos angebunden. Wichtig zu verstehen: Die CINEBAR 11 ist kein Dolby-Atmos-System – sie verarbeitet Atmos-Signale in Stereo-Downmix. Das ist für Nutzer, die primär Musik hören oder Serien schauen, absolut ausreichend. Für dedizierte Film-Kinoerlebnisse mit Höhenklang ist der Samsung oder JBL die bessere Wahl. HDMI ARC (nicht eARC) ist vorhanden, Bluetooth für Musik-Streaming ebenfalls. Die CINEBAR 11 hat ihre beste Qualität als Premium-Soundbar für Musik und Serien-Alltag ohne Atmos-Anforderung.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns die Teufel-Abstimmung für Musik: Wo JBL auf Kino-Impaktsound setzt, hat die CINEBAR 11 einen Hi-Fi-Charakter, der sich bei Musik deutlich positiv bemerkbar macht – Vocals klingen natürlicher, Instrumente differenzierter.

Der 6,5-Zoll-Subwoofer ist leiser eingestellt als man erwarten würde – nicht auf maximalen Impact getrimmt, sondern auf tiefe, saubere Wiedergabe ohne Dröhnen. Das ist die deutlich musikalischere Subwoofer-Abstimmung im Vergleich.

Vorteile
  • Audiophile Klangabstimmung (Hi-Fi-Charakter)
  • Teufel-Markenqualität mit eigenem Sound-Know-how
  • 6,5-Zoll-Subwoofer – tiefe, saubere Basswiedergabe
  • Optimal für Musik und Serien-Alltag
  • Kabelloser Subwoofer über Teufel Funk-Protokoll
  • Gute Bewertung (4,4 Sterne)
Nachteile
  • Kein nativer Dolby Atmos – nur Downmix
  • HDMI ARC statt eARC
  • 130 W Gesamtleistung – kleinste im oberen Preissegment
  • Nicht ideal als Kino-System für Atmos-Content
  • Kein Smart-Feature wie SpaceFit oder Q-Symphony
4

HS2100 2.1 Kanal Soundbar

4.2
2.1 StereoKabellos, 5 Zoll
99,00
Amazon-Preis
HS2100 2.1 Kanal Soundbar
Produktdaten
Kanäle2.1
Gesamtleistungk. A.
Subwoofer5 Zoll, kabellos
Dolby AtmosNein
HDMIARC
BesonderheitAuto-Pairing Sub

Der HS2100 ist das einzige Einstiegsmodell im Vergleich unter 100 Euro – und für das Budget das überzeugendste Gesamtpaket. 2.1-Kanal-System mit kabellosem Subwoofer für unter 100 Euro: Das ist der Einstieg in die kabellosen Subwoofer-Systeme für Nutzer, die primär TV-Sound verbessern wollen ohne großes Budget. Die 2.1-Konfiguration liefert deutlich mehr Bassvolumen als jede TV-Einbaulösung und das Einrichten ist entsprechend unkompliziert: Soundbar an TV per HDMI ARC oder optisch, Subwoofer per Funk gekoppelt, fertig. Das Handling ist für Einsteiger und ältere Nutzer ohne Technik-Affinität ideal. Im direkten Klangvergleich ist der HS2100 naturgemäß die schwächste Option: 5-Zoll-Subwoofer ohne echten Tiefbass, kein Dolby Atmos, kein Wi-Fi-Streaming. Das ist aber nicht die Zielgruppe: Wer von schlechtem TV-Sound auf deutlich besseres Klangniveau aufsteigen will, ohne mehr als 100 Euro zu investieren, bekommt hier genau das.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns das Setup: Zwei Kabel (Strom für Soundbar, Strom für Sub), HDMI ARC eingesteckt, fertig – das System koppelt automatisch. Kein App-Setup, kein Netzwerk-Pairing. Das ist die richtige Philosophie für das Einstiegssegment.

Im direkten TV-Vergleich ist der Unterschied sofort hörbar: Dialoge klingen klarer, Bassimpulse bei Actionszenen sind wahrnehmbar – das ist das Versprechen des HS2100 und es wird eingehalten.

Vorteile
  • Günstigster Preis im Vergleich (99 €)
  • Kabelloser Subwoofer trotz Einstiegspreisklasse
  • Sehr einfaches Setup ohne App oder Netzwerk
  • Deutliche Verbesserung gegenüber TV-Lautsprechern
  • Kompakte Bauform – passt unter jeden TV
Nachteile
  • 5-Zoll-Subwoofer ohne echten Tiefbass
  • Kein Dolby Atmos oder DTS-Unterstützung
  • Kein Wi-Fi-Streaming
  • Begrenzte Lautstärke für größere Räume
  • Einfachste Verarbeitungsqualität im Vergleich
5

Polk Audio Signa S3 TV Soundbar mit Subwoofer

4.3
2.1 Stereo/Virtual SurroundKabellos, 6 Zoll
209,99
Amazon-Preis
Polk Audio Signa S3 TV Soundbar mit Subwoofer
Produktdaten
Kanäle2.1 + Virtual Surround
Gesamtleistung240 W
Subwoofer6 Zoll, kabellos
Dolby AtmosVirtual (kein nativ)
HDMIARC
AbstimmungDialog-optimiert

Die Polk Audio Signa S3 ist der beste Mittelklasse-Kompromiss im Preis-Leistungs-Segment zwischen 100 und 250 Euro. Polk Audio ist eine US-amerikanische Marke mit langer Heimkino-Tradition, und die Signa S3 hat einen für den Preis überzeugenden Klangcharakter. Das 2.1-System mit kabellosem 6-Zoll-Subwoofer liefert für Räume bis ca. 25 m² vollständig ausreichenden Klangraum. Virtual-Dolby-Atmos-Processing ist vorhanden – das ist kein echter Height-Channel-Sound, aber ein Algorithmus, der Atmos-Signale für bessere Tiefenstaffelung aufbereitet. Das ist ehrlicher als bei manchen Konkurrenten, die ihr Virtual-Atmos als „echten Atmos" vermarkten. HDMI ARC ist vorhanden, Bluetooth für drahtloses Musik-Streaming ebenfalls. Die Polk-Abstimmung legt Wert auf Stimmwiedergabe und Dialog-Klarheit – das macht die Signa S3 besonders für Serien und Nachrichten-Konsum zum überzeugenden Kauf unter 210 Euro. Einziger Vorbehalt: Bei sehr hohen Lautstärken zeigt der Subwoofer seine Grenzen deutlicher als die Samsung- und JBL-Modelle.

Unsere Einschätzung

Besonders überzeugt hat uns die Dialog-Klarheit: Polk stimmt seine Soundbars traditionell auf Stimmwiedergabe ab – bei Serien und Nachrichtenformaten ist das der relevante Unterschied zu anderen Sets im Preissegment.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis bei 210 Euro mit 6-Zoll-Subwoofer und Virtual-Atmos ist stark: Wer kein Samsung-TV hat (und Q-Symphony somit entfällt) und kein Budget für 379 € oder mehr, landet mit der Polk Signa S3 richtig.

Vorteile
  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis 100–250 € Segment
  • Polk-typische Dialog-Klarheit für Serien/TV
  • 6-Zoll-Subwoofer – ausreichend für Räume bis 25 m²
  • 240 W Gesamtleistung – solide für Mittelklasse
  • Virtual Dolby Atmos Processing
  • Gute Nutzerbewertung (4,3 Sterne)
Nachteile
  • Kein echter Dolby Atmos
  • HDMI ARC statt eARC
  • Subwoofer verliert bei hoher Lautstärke Kontrolle
  • Keine TV-Hersteller-Integration wie Q-Symphony
  • Kein Wi-Fi-Streaming – nur Bluetooth

Kabellos heißt nicht komplett kabellos: Strom, Funk, Aufstellung richtig planen

Ein weit verbreitetes Missverständnis beim Kauf: „Kabelloser Subwoofer" bedeutet kabellose Datenübertragung zwischen Bar und Sub – nicht, dass der Subwoofer ohne Stromkabel auskommt. Jeder kabellose Subwoofer im Vergleich benötigt ein eigenes Stromkabel zur Steckdose. Das ist beim Aufstellungsplanning wichtig:

Stromkabel plant

Der Subwoofer braucht eine Steckdose im Aufstellungsradius. Bei Aufstellung hinter dem Sofa oder in der Raumecke: Verlängerungskabel oder Wandsteckdose planen. Das Stromkabel liegt aber am Boden und ist deutlich einfacher zu verlegen als ein dickes Koaxialkabel.

Funk-Verbindung und Reichweite

Alle Sets im Vergleich verbinden Soundbar und Subwoofer über proprietäre Funkverbindung – Bluetooth oder 5 GHz-Protokoll. Typische Reichweite: 10–15 Meter ohne Hindernisse. Durch Wände funktioniert die Verbindung, aber dickere Betonwände können bei Bluetooth-Verbindungen zu Signalaussetzern führen. Samsung und JBL nutzen robustere Funk-Protokolle als die Einstiegsmodelle.

Optimale Subwoofer-Position

Raumecken verstärken Bässe durch Reflexion – Subwoofer in der Ecke klingt lauter, aber oft dröhniger. Besser: 30–60 cm von der Wand entfernt aufstellen, leicht versetzt zur Raumachse. Das kabellose System gibt die Freiheit, die akustisch beste Position zu finden, statt die nächstgelegene Steckdose zu nehmen.

Bass ohne Dröhnen: so stellst du Subwoofer korrekt (und vermeidest Ärger)

Der häufigste Fehler nach dem Kauf: Der Subwoofer-Pegel wird zu hoch eingestellt. Das Ergebnis ist Dröhnen – Basswellen, die sich im Raum aufschaukeln und Dialoge übertönen. Diese Einstellungsreihenfolge verhindert das:

SchrittMaßnahmeWarum
1Subwoofer-Pegel auf 40–50% startenMeiste Sets haben ab Werk zu hohen Bass-Default
2Aufstellung 30–60 cm von Wand entfernenWandnähe verstärkt Bässe unkontrolliert
3Normaler Film-/Serienton testenNicht mit Actionfilm-Trailer kalibrieren – zu extremes Signal
4Subwoofer-Level schrittweise erhöhenBis Bass hörbar, aber Dialoge nicht verdeckt werden
5Auto-EQ nutzen (wenn vorhanden)SpaceFit (Samsung) kalibriert Raum-spezifisch optimal

Wer mehr Kontrolle über die Klangabstimmung möchte, findet im TV & Audio-Überblick weiterführende Empfehlungen für AV-Receiver und separate Lautsprechersysteme.

Anschlüsse & Standards: HDMI ARC/eARC, CEC, optisch – was du brauchst

Der Anschluss der Soundbar an den TV ist entscheidend für Klangqualität und Bedienkomfort. Diese Übersicht klärt die wichtigsten Standards:

HDMI eARC

Empfohlen

Beste Option. Überträgt verlustfrei Dolby Atmos und DTS:X mit allen Kanälen. Voraussetzung: TV und Soundbar müssen eARC unterstützen (JBL Bar 1000, Samsung HW-QS710GF).

HDMI ARC

Ausreichend

Standard bei den meisten TVs und Soundbars. Unterstützt Dolby Digital und DTS, aber nicht verlustfreies Atmos. Ausreichend für 2.1 und Virtual-Atmos-Systeme (Teufel, Polk, HS2100).

Optisch (Toslink)

Fallback

Fallback wenn kein HDMI ARC verfügbar. Überträgt Dolby Digital 5.1, kein Atmos. Für ältere TVs ohne ARC-Port noch relevant – heute aber Ausnahme.

HDMI CEC

Komfort

Automatische Steuerung: TV-Fernbedienung regelt auch Soundbar-Lautstärke. Funktioniert über ARC/eARC-Verbindung. Herstellernamen: Anynet+ (Samsung), Bravia Sync (Sony), EasyLink (Philips).

Filme, Serien, Musik: welche Abstimmung zu dir passt

Kein Set im Vergleich ist perfekt für alle Nutzungsprofile. Diese Entscheidungshilfe zeigt, welches Modell für welchen Hauptnutzungsfall die beste Wahl ist:

NutzungsprofilEmpfehlungWarum
Kino / Actionfilme (Dolby Atmos)JBL Bar 1000Nativer Atmos, 7.1.4, 880 W, echter Raumklang
Kino / Atmos ohne Rear-SpeakerSamsung HW-QS710GFNativer Atmos 3.1.2, Q-Symphony, SpaceFit
Musik (Hi-Fi-Anspruch)Teufel CINEBAR 11Audiophile Abstimmung, natürlicher Klangcharakter
Serien & TV-AlltagPolk Audio Signa S3Dialog-Klarheit, gutes Preis-Leistung
Einstieg / TV-Sound verbessernHS2100 2.1Günstigster Einstieg, einfaches Setup

Wer auch über Smart-TV-Optionen nachdenkt, die den Klang des Sets optimal ergänzen, findet im Smart-TV-Vergleich passende Empfehlungen – besonders relevant für Samsung Q-Symphony-Nutzer.

Fazit: Das richtige Set nach Budget und Anforderung

Bestes Premium-Kino-System: JBL Bar 1000 – 7.1.4 Atmos, ablösbare Rear-Speaker, 10-Zoll-Sub. 999 €.

Bestes Mittelklasse-System: Samsung HW-QS710GF – echtes Atmos 3.1.2, SpaceFit, Q-Symphony. 419 €.

Beste Musik-Soundbar: Teufel CINEBAR 11 – audiophile Hi-Fi-Abstimmung, 6,5-Zoll-Sub. 379,99 €.

Bestes Preis-Leistungs-Set: Polk Audio Signa S3 – Dialog-klar, 240 W, 6-Zoll-Sub. 209,99 €.

Bester Einstieg: HS2100 2.1 – kabelloser Sub, Auto-Pairing, sofort einsatzbereit. 99 €.

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Matthias König
Autor
Matthias König

TV & Audio-Experte

Matthias ist spezialisiert auf Heimkino, Soundsysteme und TV-Technologie. Er verfolgt seit Jahren die Entwicklung von Dolby Atmos, HDMI-Standards und Soundbar-Systemen und bewertet Produkte nach dem Praxistest im eigenen Wohnzimmer – von Einstiegssets bis zum Hochleistungs-Heimkino.

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