Siebträgermaschine für Anfänger: Einfach starten, schnell besserer Espresso – ohne Frust
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Siebträgermaschinen müssen für Anfänger nicht kompliziert sein. Die richtigen Modelle verzeihen Fehler, heizen schnell auf und liefern trotzdem echten Barista-Espresso. In diesem Guide findest du 5 Maschinen zwischen 194 und 530 Euro, die speziell für Einsteiger konzipiert sind – mit oder ohne Mahlwerk, mit automatischem oder manuellem Milchschaum. Plus: Schritt-für-Schritt-Anleitung, typische Anfängerfehler und was du wirklich brauchst.
Schnellvergleich: Alle Anfänger-Siebträger auf einen Blick
| Platz | Modell | Preis | Bewertung | Mahlwerk | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
1 | De'Longhi Dedica Duo | 220,99€ | 4.6 | Konisches Mahlwerk, 13 Stufen | ESE-Pad-kompatibel, Auto-Dosierung |
2 | Sage Barista Express | 499,00€ | 4.7 | Konisches Stahlmahlwerk, 18 Stufen | Druckanzeige, intelligente Dosierung |
3 | Sage Bambino Plus | 529,90€ | 4.8 | Kein Mahlwerk (separate Mühle nötig) | Digital Display, kompakte Bauweise |
4 | Breville Barista | 193,75€ | 4.3 | Kein Mahlwerk (separate Mühle nötig) | Integrierter Tamper, kompakt |
5 | Lelit Anna | 429,00€ | 4.5 | Kein Mahlwerk (separate Mühle nötig) | Mechanische Bedienung, Made in Italy |
Die besten Siebträgermaschinen für Anfänger im Detail
De'Longhi Dedica Duo - Perfetto
Die De'Longhi Dedica Duo Perfetto ist eine ultra-kompakte Siebträgermaschine mit integriertem Kegelmahlwerk, perfekt für Anfänger mit wenig Platz. Mit nur 15 cm Breite, Thermoblock-Heizsystem, 13 Mahlgradstufen und manuellem Milchaufschäumer bietet sie echte Siebträger-Qualität im Mini-Format. Das Mahlwerk dosiert automatisch, während die Easy-Serving-Espresso-Pads-Kompatibilität zusätzliche Flexibilität bietet.
Die Dedica Duo ist der perfekte Einstieg für alle, die in kleinen Küchen starten. Mit nur 15 cm Breite passt sie wirklich überall hin, und das integrierte Mahlwerk macht sie zur All-in-One-Lösung. Die automatische Dosierung nimmt Anfängern die Unsicherheit, und das Thermoblock-System heizt schnell auf. Der Milchaufschäumer ist manuell, aber mit etwas Übung gelingt cremiger Schaum. Für unter 230 Euro bekommst du hier ein ehrliches Einsteigerpaket ohne Schnickschnack.
Vorteile
- Ultra-kompakt: nur 15 cm breit
- Integriertes Mahlwerk mit 13 Stufen
- Automatische Dosierung für Anfänger
- Thermoblock für schnelle Aufheizzeit
- ESE-Pad-Kompatibilität für Bequemlichkeit
- Sehr günstiger Einstiegspreis
- Leichte Bedienung und Reinigung
Nachteile
- Manueller Milchaufschäumer erfordert Übung
- Weniger Mahlgradstufen als Premium-Modelle
- Kleinerer Wassertank durch kompakte Bauweise
Sage - The Barista Express
Die Sage Barista Express ist das Komplettpaket für ambitionierte Anfänger: integriertes konisches Stahlmahlwerk mit 18 Stufen, präzise Temperaturregelung, Druckanzeige und manuelle Dampfdüse. Mit 2-Liter-Wassertank, Thermocoil-Heizsystem und intelligentem Dosierungssystem bietet sie volle Kontrolle über jeden Parameter. Das analoge Manometer zeigt den Extraktionsdruck in Echtzeit – ein wertvolles Lernwerkzeug für Einsteiger.
Die Sage Barista Express ist für Anfänger, die lernen wollen, wie Espresso wirklich funktioniert. Das Manometer ist dein bester Lehrer: Du siehst sofort, ob Mahlgrad und Tampingstärke passen. Die 18 Mahlgradstufen geben dir genug Spielraum zum Experimentieren, und die manuelle Dampfdüse belohnt mit perfektem Milchschaum – wenn du bereit bist, etwas Zeit zu investieren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend, und die Verarbeitung ist solide.
Vorteile
- Komplettpaket: Mahlwerk + Maschine
- Manometer zeigt Extraktionsdruck (Lernwerkzeug)
- 18 Mahlgradstufen für präzise Anpassung
- PID-Temperaturregelung für Konstanz
- Großer 2-Liter Wassertank
- Manuelle Dampfdüse für Latte Art
- Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile
- Manuelle Bedienung erfordert Lernkurve
- Höherer Preis als Budget-Modelle
- Mahlwerk etwas lauter als Premium-Geräte
Sage - The Bambino Plus
Die Sage Bambino Plus ist die kompakte Premium-Maschine ohne Mahlwerk, perfekt für Anfänger, die bereits eine separate Mühle besitzen oder kaufen wollen. Mit ThermoJet-System (3 Sekunden Aufheizzeit), automatischem Milchschaum, präziser Temperaturregelung und digitalem Display bietet sie Profi-Features in kompakter Form. Die Auto-Milchschaumfunktion liefert perfekten Cappuccino-Schaum auf Knopfdruck.
Die Bambino Plus ist die Maschine für Anfänger, die sich auf das Espresso-Ziehen konzentrieren wollen, ohne sich um eine separate Mühle kümmern zu müssen. Das ThermoJet-System ist beeindruckend: 3 Sekunden Aufheizzeit bedeuten, du kannst morgens direkt loslegen. Der automatische Milchaufschäumer ist ein Game-Changer für Anfänger – perfekter Mikroschaum ohne Übung. Die kompakte Größe ist ideal für kleine Küchen, und die Verarbeitung ist typisch Sage: erstklassig.
Vorteile
- ThermoJet: 3 Sekunden Aufheizzeit
- Automatischer Milchaufschäumer (perfekter Schaum)
- Sehr kompakte Bauweise
- PID-Temperaturregelung für Konstanz
- Digitales Display mit Programmierung
- Hochwertige Verarbeitung
- Einfache Bedienung für Anfänger
Nachteile
- Kein integriertes Mahlwerk (separate Mühle nötig)
- Höherer Preis
- Kleinerer Wassertank als Barista Express
Breville Barista-Espressomaschine
Die Breville Barista-Espressomaschine ist eine budgetfreundliche Einsteigermaschine ohne Mahlwerk, ideal für Anfänger mit kleinem Budget. Mit Thermoblock-Heizsystem, 1,5-Liter-Wassertank, manuellem Milchaufschäumer und integriertem Tamper bietet sie solide Basisfunktionen zum fairen Preis. Die Maschine arbeitet mit vorgemahlenem Kaffee oder einer separaten Mühle und liefert anständigen Espresso für unter 200 Euro.
Die Breville Barista ist der ehrliche Budget-Einstieg für alle, die unter 200 Euro in die Siebträger-Welt starten wollen. Du brauchst eine separate Mühle, aber wenn du die bereits hast oder eine günstige dazu kaufst, ist diese Maschine ein solider Start. Der Thermoblock heizt zügig auf, die Bedienung ist unkompliziert, und der manuelle Milchaufschäumer funktioniert mit etwas Übung. Perfekt zum Ausprobieren, ob Siebträger das Richtige für dich ist, ohne viel Geld zu riskieren.
Vorteile
- Sehr günstiger Einstiegspreis unter 200 Euro
- Thermoblock für schnelle Aufheizung
- Integrierter Tamper für einfaches Andrücken
- Kompakte Bauweise
- Einfache Bedienung
- Gutes Budget-Preis-Leistungs-Verhältnis
- Leichte Reinigung
Nachteile
- Kein integriertes Mahlwerk
- Einfachere Ausstattung ohne Display
- Kleinerer Wassertank
- Manueller Milchaufschäumer erfordert Übung
Lelit Anna Siebträgermaschine
Die Lelit Anna ist eine italienische Siebträgermaschine mit kommerziellem 58mm-Siebträger, Dampfdüse und robuster Verarbeitung. Mit Thermoblock-Heizsystem, abnehmbarem 2,7-Liter-Wassertank, Druckventil und klassischer mechanischer Bedienung bietet sie traditionelle Espresso-Zubereitung für Puristen. Die Verwendung des professionellen 58mm-Siebträgers macht sie zukunftssicher und kompatibel mit dem gesamten Markt an Zubehör.
Die Lelit Anna ist für Anfänger, die von Beginn an mit professionellem Equipment arbeiten wollen. Der 58mm-Siebträger ist der gleiche Standard wie in Cafés – das bedeutet, du kannst jedes verfügbare Zubehör nutzen und bist nicht auf Hersteller-spezifische Teile angewiesen. Die mechanische Bedienung ist simpel und wartungsarm, die italienische Verarbeitung robust. Kein Mahlwerk, keine Automatik, aber dafür eine Maschine, die dich jahrelang begleiten kann, wenn du bereit bist, das Handwerk zu lernen.
Vorteile
- 58mm Siebträger (professioneller Standard)
- Kompatibel mit allem Markt-Zubehör
- Großer 2,7-Liter Wassertank
- Robuste italienische Verarbeitung
- Mechanische Bedienung (langlebig)
- Manuelle Dampflanze für Latte Art
- Zukunftssicher durch Standard-Siebträger
Nachteile
- Kein integriertes Mahlwerk
- Keine Automatikfunktionen
- Mechanische Bedienung erfordert Einarbeitung
- Höherer Preis als Budget-Modelle
Welche Anfänger-Siebträgermaschine wirklich Sinn macht (einfach, stabil, verlässlich)
All-in-One vs. Separate Mühle: Die wichtigste Entscheidung für Anfänger ist: Maschine mit integriertem Mahlwerk oder ohne? Die De'Longhi Dedica Duo und Sage Barista Express haben Mahlwerke eingebaut – praktisch, platzsparend und günstiger als Maschine + separate Mühle. Die Sage Bambino Plus, Breville Barista und Lelit Anna brauchen eine separate Mühle, bieten dafür aber oft bessere Espresso-Qualität, weil dedizierte Mühlen gleichmäßiger mahlen.
Automatischer vs. manueller Milchschaum: Wenn du hauptsächlich Cappuccino oder Latte trinkst, ist automatischer Milchschaum (wie bei der Sage Bambino Plus) ein Gamechanger. Du drückst auf einen Knopf, und die Maschine liefert perfekten Mikroschaum – ohne Übung, ohne Frust. Manuelle Dampfdüsen (Sage Barista Express, Lelit Anna) erfordern Technik, belohnen aber mit mehr Kontrolle und Latte Art-Fähigkeit.
Budget-Einstieg: Unter 200 Euro startest du mit der Breville Barista – du brauchst aber definitiv eine separate Mühle (Budget: 80–150 Euro). Die De'Longhi Dedica Duo (221 Euro) ist die günstigste All-in-One-Lösung mit Mahlwerk. Beide sind ehrlich: Sie liefern anständigen Espresso, aber keine Wunder. Perfekt zum Ausprobieren.
Premium-Einstieg: Zwischen 430 und 530 Euro bekommst du mit der Lelit Anna (professioneller 58mm-Siebträger), Sage Barista Express (Komplettpaket mit Mahlwerk + Manometer) und Sage Bambino Plus (ThermoJet + Auto-Milchschaum) Maschinen, die dich Jahre begleiten können. Diese Modelle verzeihen Anfängerfehler, bieten aber gleichzeitig Raum zum Wachsen.
Worauf Anfänger achten sollten: Schnelle Aufheizzeit (Thermoblock oder ThermoJet), klare Bedienung ohne 20 Modi, stabiler Siebträger (Metall, nicht Plastik), und idealerweise ein Druckventil für echte Crema. Ein Manometer (Sage Barista Express) ist kein Muss, aber ein fantastisches Lernwerkzeug – du siehst sofort, ob deine Extraktion passt.
Schritt-für-Schritt: Espresso-Basics (Mahlgrad, Dose, Tamp, Bezug)
Schritt 1: Mahlgrad einstellen – Espresso braucht feines Kaffeemehl, ungefähr wie feiner Sand oder Puderzucker. Zu grob → Wasser läuft zu schnell durch → saurer, wässriger Espresso. Zu fein → Wasser kommt nicht durch → bitterer, überextrahierter Espresso. Starte in der Mitte der Mahlgrad-Skala und taste dich vor. Ein guter Espresso läuft in 25–30 Sekunden bei 25–30 ml.
Schritt 2: Dosieren – Für einen Doppelten Espresso (18–20 Gramm) füllst du das Sieb randvoll. Modelle mit automatischer Dosierung (De'Longhi Dedica Duo, Sage Barista Express) nehmen dir das ab. Ohne Automatik wiegst du am besten mit einer Küchenwaage ab – Konsistenz ist alles. Zu wenig Kaffee → zu schnelle Extraktion. Zu viel → Puck passt nicht richtig.
Schritt 3: Verteilen (Distribution) – Bevor du tampst, verteilst du das Kaffeemehl gleichmäßig im Sieb. Entweder mit dem Finger glattstreichen oder durch leichtes Klopfen am Siebträger. Ungleichmäßige Verteilung führt zu Channeling (Wasser sucht sich den Weg des geringsten Widerstands und schießt durch Löcher statt gleichmäßig durch den Puck).
Schritt 4: Tampen (Andrücken) – Mit einem Tamper drückst du das Kaffeemehl gleichmäßig fest. Ziel: 15–20 kg Druck, horizontal, ohne Kippeln. Die De'Longhi La Specialista Arte hat Smart Tamping mit 20 kg – da kannst du nichts falsch machen. Bei manuellen Tampern: Unterarm im 90°-Winkel, gerade runterdrücken, einmal drehen. Das Ergebnis sollte eine glatte, ebene Oberfläche sein.
Schritt 5: Brühgruppe spülen – Bevor du den Siebträger einspannst, lässt du kurz Wasser durchlaufen. Das spült Kaffeereste aus der letzten Extraktion weg und bringt die Brühgruppe auf optimale Temperatur.
Schritt 6: Siebträger einspannen + Bezug starten – Siebträger fest einspannen (nicht übertreiben, aber fest genug, dass kein Wasser seitlich rausläuft). Tasse vorwärmen (unter die Ausgüsse stellen während des Spülens). Bezug starten. Ein guter Espresso beginnt nach 5–7 Sekunden zu fließen (Pre-Infusion), läuft dann gleichmäßig wie warmer Honig und sollte nach 25–30 Sekunden bei 25–30 ml fertig sein. Die Crema sollte haselnussbraun, dicht und stabil sein.
Schritt 7: Auswerten – Schmeckt der Espresso sauer? → Mahlgrad feiner stellen oder Bezugszeit verlängern. Schmeckt er bitter? → Mahlgrad gröber stellen oder Bezugszeit verkürzen. Läuft er zu schnell? → Feiner mahlen oder mehr Kaffee dosieren. Läuft er gar nicht? → Gröber mahlen. Mit jedem Bezug lernst du dazu.
Anfänger-Fehler vermeiden: Channeling, bitter/sauer, falsche Temperatur
Fehler 1: Channeling – Das häufigste Anfänger-Problem. Channeling entsteht, wenn Wasser nicht gleichmäßig durch den Kaffeepuck fließt, sondern sich Wege (Channels) sucht. Ursachen: Ungleichmäßige Verteilung vor dem Tampen, schief getampt, Risse im Puck, oder zu wenig Kaffee im Sieb. Lösung: Distribution verbessern (Kaffeemehl vor dem Tampen gleichmäßig verteilen), gerade tampfen, und volle Dosis nutzen. Ein bodenloser Siebträger (Naked Portafilter) zeigt Channeling sofort – ein gutes Diagnosewerkzeug für Fortgeschrittene.
Fehler 2: Saurer Espresso – Saurer Geschmack bedeutet Unterextraktion: Zu wenig Aromen wurden aus dem Kaffee gelöst. Ursachen: Mahlgrad zu grob, Bezugszeit zu kurz (unter 20 Sekunden), Wasser zu kalt, oder zu wenig Kaffee im Sieb. Lösung: Mahlgrad feiner stellen (ein bis zwei Stufen), Temperatur erhöhen (falls möglich), oder mehr Kaffee dosieren. Ziel: 25–30 Sekunden Bezugszeit für einen Doppelten.
Fehler 3: Bitterer Espresso – Bitterkeit entsteht durch Überextraktion: Zu viele (ungewollte) Bitterstoffe wurden gelöst. Ursachen: Mahlgrad zu fein, Bezugszeit zu lang (über 35 Sekunden), Wasser zu heiß, oder zu viel Kaffee im Sieb. Lösung: Mahlgrad gröber stellen, Temperatur senken (falls möglich), oder weniger Kaffee dosieren. Auch wichtig: Alte, überröstete Bohnen schmecken immer bitter – frische, hell- bis mittelgeröstete Bohnen sind anfängerfreundlicher.
Fehler 4: Falsche Temperatur – Espresso funktioniert nur zwischen 92–96°C. Zu kalt → sauer, flach, wässrig. Zu heiß → bitter, verbrannt. Die meisten Anfänger-Maschinen haben Thermoblöcke, die stabil heizen. Problem: Wenn du Milch aufschäumst, musst du bei vielen Modellen auf „Dampf-Modus" umschalten – das heizt auf über 100°C. Vergisst du, zurückzuschalten, wird der nächste Espresso verbrannt. Lösung: Nach dem Dampfen immer auf Espresso-Modus zurückschalten und einen Leerbezug machen, um abzukühlen. Die Sage Bambino Plus und Barista Express managen das automatisch.
Fehler 5: Schmutzige Brühgruppe – Kaffeeöle und -reste setzen sich in der Brühgruppe fest und werden ranzig. Das schmeckst du im Espresso. Lösung: Nach jedem Gebrauch Siebträger und Sieb ausspülen, einmal pro Woche Brühgruppe rückspülen (Blindsieb + Reinigungspulver), und alle 2–3 Monate entkalken. Saubere Maschine = besserer Espresso.
Fehler 6: Falsche Bohnen – Supermarkt-Espresso aus der Vakuumpackung ist oft überröstet und alt. Frische Bohnen vom lokalen Röster (Röstdatum maximal 4 Wochen alt) machen einen riesigen Unterschied. Für Anfänger: Mittlere Röstung, Blend (kein Single Origin), 80% Arabica / 20% Robusta. Robusta gibt Crema und Körper, Arabica gibt Aromen.
Milch schäumen lernen: Technik, Kännchen und Dampflanze richtig nutzen
Phase 1: Stretching (Luft ziehen) – Kalte Milch (4–6°C) in ein Edelstahl-Kännchen füllen, maximal zur Hälfte. Dampflanze schräg in die Milch halten, Spitze knapp unter der Oberfläche. Dampf aufdrehen – du hörst ein zischendes Geräusch (wie Papier reißen). Das ist gut! In den ersten 5–10 Sekunden ziehst du Luft in die Milch und erzeugst Mikrobläschen. Wichtig: Lanze nur millimeterweise bewegen, nicht eintauchen.
Phase 2: Rolling (Einarbeiten) – Sobald das Kännchen handwarm wird, tauchst du die Lanze tiefer ein (etwa 1–2 cm unter der Oberfläche, schräg seitlich). Die Milch sollte jetzt im Kännchen rotieren (rolling) – ein Wirbel, der die Mikrobläschen einarbeitet und glatten Schaum erzeugt. Das zischende Geräusch hört auf, du hörst nur noch ein gleichmäßiges Rauschen. Ziel: Milch auf 60–65°C bringen. Sobald das Kännchen zu heiß zum Anfassen wird (ca. 3–5 Sekunden bevor es wehtut), Dampf abdrehen.
Phase 3: Polieren – Dampflanze mit einem feuchten Tuch abwischen (Vorsicht, heiß!) und einmal kurz Dampf ablassen (Purge), um Milchreste rauszublasen. Das Kännchen auf die Arbeitsfläche klopfen, um große Blasen zu entfernen, und dann kreisend schwenken, bis die Milch glänzt wie Farbe. Die Konsistenz sollte wie flüssige Seide sein – kein Schaum auf der Oberfläche, keine großen Blasen. Das ist Mikroschaum, perfekt für Latte Art.
Häufige Fehler beim Milchschäumen: Zu viel Luft gezogen → Bauschaum mit großen Blasen (gut für Cappuccino, schlecht für Latte Art). Zu wenig Luft → heiße Milch ohne Textur. Milch über 70°C erhitzt → schmeckt verbrannt, Proteine denaturieren. Lanze zu tief eingetaucht → keine Luft gezogen, nur heiße Milch. Lanze zu flach → Milch spritzt überall hin.
Welches Milchkännchen? Für Anfänger: 350–600 ml Edelstahl-Kännchen mit spitzem Ausguss. Größe nach Getränk: 350 ml für 1 Cappuccino, 600 ml für 2 Cappuccini. Ein Thermometer (Clip-On) hilft am Anfang, die richtige Temperatur zu treffen. Später machst du das nach Gefühl – sobald das Kännchen fast zu heiß zum Anfassen ist, bist du bei 60–65°C.
Automatischer Milchschaum (Sage Bambino Plus, De'Longhi): Falls du die manuelle Technik überspringen willst, liefern automatische Systeme perfekten Mikroschaum auf Knopfdruck. Du wählst die Textur (z.B. Cappuccino = mehr Schaum, Latte = mehr Flüssigkeit), und die Maschine übernimmt. Ideal für Anfänger, die morgens keine Lust auf Technik haben. Nachteil: Weniger Kontrolle, keine Latte Art-Übung.
Welche Milch? Vollmilch (3,5% Fett) schäumt am einfachsten und schmeckt am cremigsten. Fettarme Milch (1,5%) schäumt auch, schmeckt aber wässriger. Pflanzliche Alternativen: Barista-Editionen von Hafer, Soja oder Mandel sind für Mikroschaum optimiert – normale Pflanzenmilch funktioniert oft nicht. Haferdrink (Oatly Barista) ist der Anfänger-Favorit unter den Alternativen.
Kaufberatung: Diese Features machen Anfängern das Leben leichter
1. Schnelle Aufheizzeit: Thermoblock- oder ThermoJet-Systeme heizen in 30–60 Sekunden auf (ThermoJet der Sage Bambino Plus in 3 Sekunden!). Das ist anfängerfreundlich, weil du morgens nicht 10 Minuten warten musst. Klassische Einkreiser mit Kessel brauchen 5–10 Minuten – das frustriert.
2. Integriertes Mahlwerk: All-in-One-Modelle wie die De'Longhi Dedica Duo oder Sage Barista Express sparen Platz, Geld und Komplexität. Du musst dich nicht separat mit einer Mühle beschäftigen. Nachteil: Falls das Mahlwerk kaputt geht, ist die ganze Maschine betroffen. Tipp: Für den Einstieg ist ein integriertes Mahlwerk Gold wert, später kannst du immer noch auf eine dedizierte Mühle upgraden.
3. Automatische Dosierung: Modelle, die automatisch die richtige Menge Kaffee dosieren (De'Longhi Dedica Duo, Sage Barista Express mit Timer), nehmen Anfängern Unsicherheit. Du musst nicht jedes Mal wiegen oder raten – die Maschine macht es konsistent.
4. Manometer (Druckanzeige): Ein Manometer zeigt den Extraktionsdruck in Echtzeit. Bei der Sage Barista Express siehst du sofort, ob dein Mahlgrad passt: Zeiger im grünen Bereich (7–11 bar) = gut. Zeiger links (unter 7 bar) = zu grob gemahlen. Zeiger rechts (über 11 bar) = zu fein gemahlen. Das ist das beste Lernwerkzeug für Anfänger, die verstehen wollen, was beim Extrahieren passiert.
5. Automatischer Milchschaum: Wenn du täglich Cappuccino trinkst und keine Lust auf die manuelle Technik hast, ist ein automatisches System (Sage Bambino Plus, De'Longhi mit LatteCrema) der Gamechanger. Du bekommst perfekten Mikroschaum ohne Übung, Frust oder verbrannte Milch.
6. PID-Temperaturregelung: PID hält die Brühtemperatur auf 0,5°C genau stabil. Für Anfänger nicht essentiell, aber wertvoll, wenn du mit verschiedenen Bohnen experimentierst. Hell geröstete Bohnen brauchen 94–96°C, dunkle Röstungen 90–92°C. Mit PID kannst du das justieren.
7. Professioneller 58mm-Siebträger: Die Lelit Anna hat einen 58mm-Siebträger – der gleiche Standard wie in Cafés. Das bedeutet: Du kannst jedes verfügbare Zubehör nutzen (Präzisionssiebe, Dosierringe, Tamper, Naked Portafilter). Bei herstellerspezifischen Größen (51mm, 54mm) bist du auf deren Zubehör beschränkt. Für Anfänger, die langfristig investieren wollen, ist 58mm zukunftssicher.
8. Kompakte Bauweise: Die De'Longhi Dedica Duo ist nur 15 cm breit – perfekt für kleine Küchen oder Single-Haushalte. Auch die Sage Bambino Plus ist kompakt. Große Maschinen wie die Sage Barista Express brauchen mehr Platz, bieten dafür aber größere Wassertanks und stabilere Konstruktionen.
Was Anfänger NICHT brauchen: Dualboiler (zwei separate Kessel für Espresso und Dampf gleichzeitig – Overkill für Einsteiger), Flow Control (manuelle Druckregelung – zu komplex am Anfang), Smart-Home-Integration, oder Kaffeesatzsammler (bei 1–2 Bezügen pro Tag irrelevant). Fokussiere dich auf die Basics: Temperaturkonstanz, Mahlwerk (oder Mühle), Dampfdüse, fertig.
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Über die Autorin
Sarah Leitner
Sarah testet seit über 8 Jahren Haushaltsgeräte und Küchenhelfer. Mit ihrem Hintergrund in der Produktentwicklung hat sie ein besonderes Gespür für Qualität, Funktionalität und echten Mehrwert im Alltag. Ihre Mission: Ehrliche Empfehlungen ohne Marketing-Blabla.
Alle Artikel von Sarah Leitner




