Günstige Action Cams unter 100 € – Preiswerte Alternativen im Test
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Günstige Action Cams unter 100 Euro bieten einen erschwinglichen Einstieg in die Welt der Action-Fotografie ohne großes finanzielles Risiko. Sie eignen sich ideal für Reisen, Motorrad-Aufnahmen, MTB-Trails, Pool-Videos und Familien-Clips. Wer nicht gleich 300–500 Euro für eine GoPro oder DJI ausgeben möchte, findet hier solide Alternativen für Gelegenheitsaufnahmen.
Wichtig: Ehrliche Erwartungssteuerung. Budget-Cams liefern bei Tageslicht ordentliche Ergebnisse, stoßen aber bei Low-Light, schnellen Bewegungen (Rolling Shutter, Jello-Effekt) und Audio an ihre Grenzen. Die elektronische Stabilisierung (EIS) ist meist schwächer und croppt stark. App-Workflows sind weniger ausgereift, Firmware-Updates seltener. Dennoch: Für den Preis einer Premium-Cam bekommt man drei Budget-Modelle – ideal als Zweit-Cam, für riskante Locations oder zum Experimentieren.
Worauf bei günstigen Modellen achten?
Sensor & Objektiv vs. Fake-4K
Viele Budget-Cams werben mit „4K", interpolieren aber tatsächlich von 1080p hoch (Fake-4K). Erkennbar an niedriger Bitrate (unter 40 Mbps bei 4K) und matschiger Detailgenauigkeit. Echtes 4K braucht mindestens 60 Mbps. Sensorgröße ist meist 1/2.3" (Budget-Standard) – Premium-Cams nutzen 1/1.3" für bessere Low-Light-Performance. Objektiv-Qualität variiert stark: Günstige Linsen zeigen Randunschärfe und Farbsäume. Tipp: Herstellerangaben kritisch prüfen und Testvideos auf YouTube anschauen.
EIS-Qualität & Crop
Die elektronische Bildstabilisierung (EIS) bei Budget-Cams ist meist einfacher als bei Premium-Modellen. Typisch: Starker Crop (15–25% Bildverlust), dennoch bleiben Wackler bei schnellen Bewegungen sichtbar. Rolling Shutter (Jello-Effekt) ist häufiger – erkennbar an verzerrten vertikalen Linien bei Schwenks. Für Motorrad-Aufnahmen oder MTB reicht Budget-EIS nur eingeschränkt. Lösung: Gimbal oder zusätzliche Post-Stabilisierung (z.B. DaVinci Resolve).
Akku, USB-C-Power & Speicher
Akkulaufzeit ist bei Budget-Cams kürzer (40–60 Min. @ 4K30) – wechselbare Akkus sind Pflicht. Viele Modelle nutzen noch Micro-USB statt USB-C (langsamer, anfälliger). USB-C Power Delivery fehlt meist – Laden während Aufnahme nicht möglich. Speicher: Budget-Cams brauchen mindestens U3/V30-SD-Karten für 4K – oft ist nur 1080p mit langsameren Karten stabil. Max. Speicher meist 128 GB (Premium: 512 GB+).
App, Workflow & Firmware-Support
Apps von Budget-Herstellern sind weniger ausgereift: Wi-Fi-Transfer langsam (5–10 Minuten für 1 GB), häufige Verbindungsabbrüche, keine Cloud-Integration. Firmware-Updates sind selten bis nie – Bugs bleiben oft ungefixt. Premium-Cams bieten Templates, Schnelledits und Cloud-Backup. Tipp: Bei Budget-Cams Videos per SD-Karten-Leser auf PC kopieren – schneller und zuverlässiger.
Zubehör-Umfang & Garantie
Budget-Cams punkten oft mit umfangreichem Zubehör: Wasserdichtes Case, Helm-Halterungen, Fernbedienung, Ersatz-Akkus – alles inklusive. Premium-Marken verlangen dafür extra. Garantie ist meist kürzer (12 Monate statt 24) und Service langsamer. Ersatzteile (z.B. Linsen-Schutz) sind schwer zu bekommen. Wichtig: Wasserdichtigkeit nur mit Case (Premium-Cams oft ohne Case bis 10–18 m). Mehr Details in unserem Wasserdichte Action Cam Guide.
Top 5 Budget-Cams
| Modell | Max-Video | 4K-FPS | Stabilisierung | Ohne Case | Mit Case | Akku | Display | Audio | Besonderheiten | Preis | Amazon |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AKASO EK7000 Pro 4K | 4K30 | 30 fps | Elektronische Stabilisierung (Basic) | Nein | 40 m | 1050 mAh (~50 Min. @ 4K30) | Rear 2" | Externes Mikrofon möglich | Fernbedienung, Helmhalterung | 99.99 € | Ansehen |
| Hiicam Speed 20 Action Cam 4K60FPS | 4K60 | 60 fps | Elektronische Stabilisierung (Basic) | Nein | 40 m | 1000 mAh (~45 Min. @ 4K60) | Rear 2" | Integriert | Zeitraffer, Loop-Recording | 79.71 € | Ansehen |
| syndesmos Action Cam 4K 60FPS | 4K60 | 60 fps | Elektronische Stabilisierung (Basic) | Nein | 40 m | 1100 mAh (~50 Min. @ 4K60) | Rear 2" | Externes Mikrofon möglich | Fernbedienung, Zeitraffer | 66.49 € | Ansehen |
| Surfola Action Cam 4K | 4K30 | 30 fps | Keine | Nein | 30 m | 900 mAh (~40 Min. @ 4K30) | Rear 2" | Integriert | Zeitraffer | 43.69 € | Ansehen |
| SJCAM SJ4000 | 1080p60 | Nicht unterstützt | Keine | Nein | 30 m | 900 mAh (~45 Min. @ 1080p) | Rear 1.5" | Integriert | Firmware-Mods, Loop-Recording | 44.99 € | Ansehen |

AKASO EK7000 Pro 4K
Beliebte Budget-Action-Cam mit solider 4K-Aufnahme und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Besonders überzeugt hat uns die ordentliche Bildqualität bei Tageslicht und das umfangreiche Zubehör-Set. Weniger gefallen hat uns die schwache Low-Light-Performance und die eingeschränkte Stabilisierung bei schnellen Bewegungen.
Vorteile
- ✓4K30-Aufnahme mit ordentlicher Bildqualität
- ✓Umfangreiches Zubehör-Set im Lieferumfang
- ✓Wasserdicht bis 40 m mit Case
- ✓Externes Mikrofon anschließbar
- ✓Einfache Bedienung und Menü-Führung
- ✓Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis unter 100 Euro
Nachteile
- ✗Low-Light-Performance deutlich schwächer
- ✗Stabilisierung bei schnellen Bewegungen limitiert
- ✗App-Funktionen eingeschränkt
- ✗Akkulaufzeit kürzer als Premium-Modelle
Technische Details
Ideal für: Einsteiger, Gelegenheitsnutzer, Reisen

Hiicam Speed 20 Action Cam 4K60FPS
Interessante Budget-Option mit 4K60-Unterstützung und solidem Feature-Set. Besonders überzeugt hat uns die Möglichkeit, 4K60 aufzunehmen – selten in dieser Preisklasse. Weniger gefallen hat uns die Stabilisierung, die bei 60 fps stark croppt und dennoch Wackler durchlässt.
Vorteile
- ✓4K60-Aufnahme für flüssigere Videos
- ✓Wasserdicht bis 40 m mit Case
- ✓Ordentliche Tageslicht-Qualität
- ✓Kompakte Bauweise und leicht
- ✓Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- ✓Umfangreiches Montage-Zubehör
Nachteile
- ✗Stabilisierung croppt stark und ist dennoch schwach
- ✗Low-Light unbrauchbar
- ✗App-Workflow weniger ausgereift
- ✗Kleineres Akku als Konkurrenz
Technische Details
Ideal für: Budget-Filmer, Einsteiger, Hobby-Vlogger

syndesmos Action Cam 4K 60FPS
Solide Budget-Action-Cam mit 4K60 und umfangreichem Zubehör für Einsteiger. Besonders überzeugt hat uns das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die einfache Bedienung. Weniger gefallen hat uns die merklich schwächere Bildqualität im Vergleich zu Marken-Cams und die fehlende App-Unterstützung.
Vorteile
- ✓4K60-Aufnahme zu attraktivem Preis
- ✓Wasserdicht bis 40 m mit Case
- ✓Umfangreiches Zubehör-Set inklusive
- ✓Einfache Bedienung
- ✓Kompakt und leicht
- ✓Externes Mikrofon möglich
Nachteile
- ✗Bildqualität merklich unter Marken-Cams
- ✗Keine App-Unterstützung
- ✗Stabilisierung sehr basic
- ✗Low-Light schwach
Technische Details
Ideal für: Einsteiger, Budget-Käufer, Gelegenheitsnutzer

Surfola Action Cam 4K
Ultra-Budget-Action-Cam mit grundlegenden Features für gelegentliche Aufnahmen. Besonders überzeugt hat uns der extrem niedrige Preis für 4K-Aufnahmen. Weniger gefallen hat uns die sehr eingeschränkte Bildqualität und die fehlende Stabilisierung, die nur für statische Aufnahmen taugt.
Vorteile
- ✓Niedrigster Preis im Test unter 45 Euro
- ✓4K30-Aufnahme vorhanden
- ✓Wasserdicht bis 30 m mit Case
- ✓Sehr leicht und kompakt
- ✓Ausreichend für Pool und Familienvideos
- ✓Einfachste Bedienung
Nachteile
- ✗Bildqualität deutlich unter Konkurrenz
- ✗Keine Stabilisierung
- ✗Low-Light unbrauchbar
- ✗Sehr eingeschränkte Features
- ✗Keine App-Unterstützung
Technische Details
Ideal für: Ultra-Budget, Gelegenheitsnutzer, Kinder

SJCAM SJ4000
Bewährte Budget-Action-Cam mit langjährigem Track-Record und solidem Ruf. Besonders überzeugt hat uns die Zuverlässigkeit und die große Community mit Firmware-Mods. Weniger gefallen hat uns die fehlende 4K-Unterstützung und die veraltete Technik im Vergleich zu neueren Budget-Modellen.
Vorteile
- ✓Bewährte Technik mit großer Community
- ✓Solide 1080p-Aufnahmen
- ✓Wasserdicht bis 30 m mit Case
- ✓Firmware-Mods verfügbar
- ✓Sehr günstiger Preis
- ✓Robuste Bauweise
Nachteile
- ✗Keine 4K-Unterstützung
- ✗Veraltete Technik
- ✗Keine Stabilisierung
- ✗Low-Light sehr schwach
Technische Details
Ideal für: Hobbyisten, Tüftler, Ultra-Budget
Unterschiede zu Premium-Marken
Bildqualität
- Budget: Ordentlich bei Tageslicht, matschig bei Low-Light
- Premium: Große Sensoren (1/1.3"), 10-bit, D-Log M
- Praxis-Folge: Nacht-Aufnahmen praktisch unbrauchbar
Stabilisierung
- Budget: Basic EIS, starker Crop, Rolling Shutter
- Premium: RockSteady 3.0+, HyperSmooth 6.0, Horizon Lock
- Praxis-Folge: Bei MTB/Motorrad mehr Jello-Effekt
Audio
- Budget: Einfaches Mono-Mic, starkes Windgeräusch
- Premium: Stereo, AGC, externe Mic-Adapter
- Praxis-Folge: Audio oft unbrauchbar, ersetzt in Post
Robustheit
- Budget: Nur mit Case wasserdicht, Plastik-Gehäuse
- Premium: 10–18 m ohne Case, Metall-Rahmen, IP68
- Praxis-Folge: Case nervt (kein Touch, dicker)
App & Workflow
- Budget: Langsamer Wi-Fi-Transfer, keine Cloud
- Premium: Templates, Quik/Mimo, Cloud-Backup
- Praxis-Folge: Mehr manuelle Arbeit in der Post
Zubehör-Preise
- Budget: Viel inklusive, aber generisches Zubehör
- Premium: Teures Original-Zubehör, große Auswahl
- Praxis-Folge: Budget-Zubehör oft ausreichend
Konkrete Beispiele: Bei Nacht-Aufnahmen zeigen Budget-Cams starkes Bildrauschen und matschige Details – Premium-Sensoren liefern noch nutzbare Ergebnisse. Bei MTB-Abfahrten wird der Jello-Effekt (Rolling Shutter) sichtbar – vertikale Linien verzerren sich. Audio ist bei Wind über 20 km/h praktisch unbrauchbar – Musik/Voiceover in der Post ist Standard. Mehr Details in unserem umfassenden Action Cam Vergleich.
Unser Fazit
Für wen lohnt sich Budget?
Günstige Action Cams unter 100 Euro sind ideal für Einsteiger, die erst ausprobieren wollen, ob Action-Fotografie ihr Ding ist. Als Zweit-Cam für riskante Locations (Crash-Gefahr beim MTB, Verlust beim Schnorcheln) sind sie perfekt – der Verlust tut finanziell nicht so weh. Für Kinder und Jugendliche sind Budget-Modelle ausreichend. Auch als Dashcam oder Überwachungskamera (Garagen, Werkstatt) taugen sie.
Wann lohnt sich Premium?
Wer regelmäßig bei Low-Light filmt (Abendstimmung, bewölkte Tage), braucht einen größeren Sensor – Budget-Cams liefern hier unbrauchbare Ergebnisse. Bei Sport mit hoher Geschwindigkeit (Motorrad 100+ km/h, MTB-Downhill) ist starke Stabilisierung essentiell – Budget-EIS reicht nicht. Für professionelle Workflows (Color-Grading, 10-bit-Log) sind Premium-Cams Pflicht. Auch bei Wassersport ohne Case (Surfen, Schnorcheln) ist Premium besser – Budget-Cams brauchen sperrige Cases.
Unsere Empfehlung
Beste Budget-Wahl: AKASO EK7000 Pro (99,99 €) – ordentliche 4K30-Aufnahme, umfangreiches Zubehör, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ultra-Budget: Surfola 4K (43,69 €) – für Pool, Kinder, Experimente ausreichend.
4K60-Option: Hiicam Speed 20 (79,71 €) – wenn höhere Frame-Rate wichtig ist.
Premium-Alternative: Wer 200+ Euro investieren kann, sollte zu DJI Osmo Action 4 oder GoPro HERO12 greifen – deutlich bessere Bildqualität, Stabilisierung und Langlebigkeit.
