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In-Ear-Kopfhörer mit ANC - der Aufsatz entscheidet, nicht die Dezibelzahl

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Ohrstöpsel mit aktiver Geräuschunterdrückung: wie viele Aufsatzgrößen laut Angebot beiliegen, wo die Angabe steht, welche App den Sitz prüft und warum die beworbenen Dezibelwerte über den Dichtsitz nichts aussagen.

Redaktionell geprüft
Quellenbasierte Einordnung
Aktualisiert 05.09.2026
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Autor & Redaktion
Matthias König
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Matthias König

Die ausführliche Autoren- und Fachzuordnung folgt weiter unten im Artikelbereich.

Stand des Artikels
Veröffentlicht
06.07.2026
Aktualisiert
05.09.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Auf der Angebotsseite eines der fünf Ohrstöpsel dieses Vergleichs stehen drei verschiedene Antworten auf eine einzige Frage. Der Markenbereich sagt, es lägen fünf Paar Aufsätze bei. Das strukturierte Datenfeld für den Lieferumfang zählt Anleitung, Ohrhörer, Etui und Kabel auf und nennt überhaupt keine Aufsätze. Eine Kundenmeinung weiter unten spricht von vier Größen. Alle drei Angaben stehen auf derselben Seite, keine ist als die maßgebliche gekennzeichnet, und die beworbene Dämpfungszahl desselben Produkts ist die höchste des ganzen Feldes.

Das ist kein Schönheitsfehler. Bei einem Bügelkopfhörer trägt das Polster die passive Dämmung, und das Polster liegt jedem Käufer in derselben Ausführung bei. Beim Stöpsel trägt sie der Aufsatz und sein Sitz im Gehörgang, und der Gehörgang ist bei jedem Menschen anders. Ein Stöpsel ohne dichten Abschluss verliert nicht nur die passive Dämmung; er verliert die Grundlage, auf der die aktive Geräuschunterdrückung überhaupt arbeitet, weil die Gegenwelle einen Weg entlanglaufen soll, den die Leckstelle nebenbei offen hält. Wer wissen will, was ein Paar dämpft, muss also zuerst wissen, ob es dicht sitzt — und dazu, wie viele Aufsätze in welchen Kennungen im Karton liegen.

Diese Seite geht deshalb nicht die üblichen Ausstattungszeilen durch, sondern sieben Fehler, die sich beim Kauf eines Stöpsels mit Geräuschunterdrückung machen lassen — jeder davon belegt an den fünf Angeboten, an der einzigen einschlägigen Prüfvorschrift und an dem einzigen deutschsprachigen Verbrauchertest, der die Warengruppe laufend prüft. Wie ein Aufsatz überhaupt richtig sitzt, steht ausführlich im Ratgeber zum richtigen Einsetzen von In-Ear-Kopfhörern; hier geht es um das, was die Anbieter darüber sagen und verschweigen. Stand aller Angaben: 05.09.2026.

Fehler eins: den Aufsatz als Zugabe behandeln

Der Aufsatz ist bei einem Stöpsel kein Zubehör, sondern das akustisch wichtigste Einzelteil. Er stellt den Abschluss zum Gehörgang her, er bestimmt, wie viel Schall gar nicht erst hineinkommt, und er gibt dem Innenmikrofon der Elektronik erst den geschlossenen Raum, in dem sie messen kann. Trotzdem behandeln die Angebote ihn wie eine Beilage.

Zwei der fünf Angebote beziffern, wie viele Aufsatzpaare beiliegen, und beide tun es mit denselben drei Kennungen S, M und L. Beim Bose-Angebot steht die Angabe an zwei Stellen: im strukturierten Datenfeld für den Lieferumfang und noch einmal im Aufzählungspunkt zum Sitz, der zusätzlich drei Paar Stabilitätsbänder nennt und daraus neun Kombinationen rechnet. Beim Sony-Angebot steht sie nur im Aufzählungspunkt; das Datenfeld an derselben Seite führt allein die Bedienungsanleitung auf. Beim soundcore-Angebot findet sich die Zahl an keiner Textstelle, sondern nur auf einem Produktfoto, auf dem man sie abzählen müsste. Beim Nothing-Angebot steht dreimal das Wort Ohrstöpsel und nirgends eine Zahl. Und beim EarFun-Angebot stehen die eingangs beschriebenen drei Antworten nebeneinander.

Damit ist die Lage schärfer, als sie bei den Bügelkopfhörern war. Dort ist das Polster ein Verschleißteil, dessen Ausführung feststeht. Hier entscheidet die mitgelieferte Auswahl darüber, ob ein bestimmter Mensch mit diesem Produkt überhaupt einen dichten Abschluss erreicht — und drei von fünf Anbietern lassen ihn vor dem Kauf im Unklaren darüber, wie groß diese Auswahl ist.

Fehler zwei: eine Dezibelzahl kaufen, die im Labor des Anbieters entstanden ist

Bei den Bügelkopfhörern derselben Preisklasse trug kein einziges Angebot eine Dezibelzahl für die Geräuschunterdrückung; das ist auf der Schwesterseite zu den Bügelkopfhörern mit Geräuschunterdrückung im Einzelnen belegt. Bei den Stöpseln liegt der Fall anders, und zwar zum Schlechteren: Hier tragen zwei der fünf eine Zahl, nämlich bis zu 45 und bis zu 50 Dezibel. Keine der beiden nennt eine Frequenz, keine ein Messverfahren, keine trennt zwischen dem, was der Aufsatz dämmt, und dem, was die Elektronik beisteuert, und keine sagt, bei welchem Sitz die Zahl gilt.

Der bemerkenswerteste Fund dieser Seite steht in einer Fußnote des Anbieters, der die niedrigere der beiden Zahlen führt. Auf der eigenen Produktseite erklärt Nothing, die Grenze von bis zu 45 Dezibel sei das theoretische Maximum, die Angabe stamme aus dem Labor des Hauses, und weil die tatsächlich erreichte Unterdrückung von der jeweiligen Umgebung abhänge, möge man sich an der Leistung des wirklichen Produkts orientieren. Das ist ehrlicher als alles andere, was in diesem Feld zu finden war — und es entwertet die Zahl als Vergleichsangabe vollständig. Eine Obergrenze aus einem Aufbau, den niemand außerhalb des Hauses kennt, lässt sich mit der Obergrenze eines anderen Hauses nicht verrechnen.

Die höhere Zahl, die fünfzig Dezibel des EarFun-Angebots, kommt ohne eine solche Einordnung aus. Stattdessen steht unmittelbar davor ein Hinweis auf die Bestenliste eines Fachmagazins. Der Hinweis ist keine Messung und bezieht sich auch nicht auf die Zahl; er steht nur davor. Wer schnell liest, nimmt einen Beleg mit, den es nicht gibt.

Am Rande, aber lehrreich: Die einzigen Dezibelwerte, die in allen fünf Detailtabellen zuverlässig auftauchen, stehen in der Zeile Empfindlichkeit — 103, 117, 120 und einmal, offensichtlich falsch, 45. Das ist der Schalldruck, den der Treiber erzeugt, und damit das genaue Gegenteil einer Dämpfung. Bei einem der beiden Anbieter mit einer Dämpfungszahl trägt diese Zeile zufällig dieselbe Zahl wie die Werbung.

Fehler drei: den Dichtsitz nach Gefühl beurteilen

Wenn die Dämpfung vom Sitz abhängt und der Sitz individuell ist, wäre eine Prüfung des Sitzes das Naheliegendste, was eine Begleit-App leisten könnte. Von den fünf Angeboten dokumentiert genau eines eine solche Prüfung: Beim soundcore-Angebot liegt ein Video, das eine Anleitung zum Passform-Test trägt, und die Beschreibung dazu sagt ausdrücklich, dass die App die passende Aufsatzgröße ermittelt. Was der Test misst — einen Testton, einen Pegelvergleich, eine Impedanzänderung — steht nicht dabei. Und er gibt nach der vorliegenden Beschreibung kein Ergebnis in einer Zahl aus, sondern hilft, die richtige Größe und den optimalen Sitz zu finden.

Die drei anderen App-Funktionen, die in diesem Feld auftauchen, prüfen etwas anderes. Bose kalibriert nach dem Einsetzen mit einer Technik namens CustomTune Klang und Geräuschunterdrückung auf die Ohrform — das läuft ab, ohne dem Träger etwas mitzuteilen, und es ist keine Sitzprüfung, sondern eine Anpassung an das, was gerade vorgefunden wird. Nothing bietet einen Hörtest, aus dem ein persönliches Klangprofil entsteht; der misst das Gehör, nicht den Aufsatz. Sony und EarFun beschreiben in ihren Angeboten überhaupt keine Prüfung dieser Art. Bleibt für vier von fünf Käufern das Verfahren, das seit jeher gilt: hineindrehen, Musik anmachen, hören, ob es dumpfer wird.

Kein einziger der fünf Anbieter nennt eine Dämpfungsangabe getrennt nach dichtem und undichtem Sitz. Das ist die Frage, auf die bei einem Stöpsel alles ankommt, und sie wird in diesem Markt von niemandem beantwortet — auch nicht von den beiden, die eine Zahl führen.

Was die fünf Angebote über den Aufsatz preisgeben

Die Tabelle führt bewusst nicht Treiberdurchmesser und Laufzeit, sondern die vier Angaben, die über den dichten Sitz entscheiden: wie viele Aufsätze beiliegen, wo diese Angabe steht, ob die App den Sitz prüft und was der Anbieter zur Dämpfung sagt. Die Spalte zur Fundstelle ist die wichtigste — eine Zahl, die nur im Werbetext steht, ist etwas anderes als eine Zahl im strukturierten Datenfeld.

OhrstöpselAufsatzpaare laut AngebotWo die Angabe stehtSitzprüfung in der AppDämpfungsangabeAngebot
Bose QuietComfort Ultra Bluetooth-Earbuds (2. Generation) mit aktiver GeräuschunterdrückungBose896637-0010Drei Paar Aufsätze in den Kennungen S, M und L, dazu drei Paar Stabilitätsbänder mit den Kennungen 1, 2 und 3. Der Anbieter rechnet daraus neun Kombinationen.Beides steht doppelt: einmal im strukturierten Datenfeld Mitgelieferte Artikel und einmal im Aufzählungspunkt zum Sitz. Das ist im Feld der einzige Fall, in dem sich die Angabe im Angebot selbst gegenprüfen lässt.Die App führt eine Kalibrierung namens CustomTune aus, die nach dem Einsetzen den Klang und die Geräuschunterdrückung an die Ohrform anpasst. Eine Prüfung des Aufsatzsitzes mit einem angezeigten Ergebnis beschreibt das Angebot nicht; die Kalibrierung läuft ab, ohne dem Träger etwas mitzuteilen.Keine Zahl. Der Anbieter schreibt vom besten Noise-Cancelling, das es je bei seinen Ohrhörern gab, und nennt dazu keinen Wert.Zum Angebot
Sony WF-C710N True-Wireless-Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung, GlasblauSonyWF-C710N, Hersteller-Modellnummer WFC710NL.CE7Drei Paar Aufsätze aus Hybrid-Silikonkautschuk in den Kennungen S, M und L.Die Zahl steht ausschließlich im Aufzählungspunkt zum Lieferumfang. Das strukturierte Datenfeld Mitgelieferte Artikel nennt an derselben Seite nur Bedienungsanleitung und schweigt zu den Aufsätzen.Das Angebot beschreibt die Begleit-App mit einem Klangregler über fünf Bänder und mit Schnellkopplung. Eine Prüfung des Aufsatzsitzes wird darin nicht erwähnt.Keine Zahl. Der Anbieter schreibt von einem verbesserten Noise-Cancelling mit zwei Mikrofonen je Ohrhörer und vergleicht mit dem Vorgängermodell, ohne einen Wert zu nennen.Zum Angebot
Nothing Ear (3) kabellose In-Ear-Kopfhörer mit adaptiver Geräuschunterdrückung und LDACNothingNothing Ear 3, Hersteller-Modellnummer B173Keine Zahl. Das Angebot nennt an drei Stellen das Wort Ohrstöpsel und an keiner eine Größe oder eine Anzahl.Das Datenfeld Mitgelieferte Artikel listet Bedienungsanleitung, Kabel, Ladebehälter und Ohrstöpsel. Die Aufzählungspunkte sprechen von weichen Silikon-Tips. Wie viele Paare beiliegen und in welchen Größen, steht nirgends.Die App bietet einen kurzen Hörtest, aus dem ein persönliches Klangprofil entsteht, dazu einen Klangregler über acht Bänder. Der Test misst das Gehör, nicht den Sitz des Aufsatzes. Eine Sitzprüfung beschreibt das Angebot nicht.Bis zu 45 dB für die adaptive Geräuschunterdrückung, dazu bis zu 95 dB für die Umgebungsfilterung der Mikrofone im Ladeetui.Zum Angebot
soundcore by Anker Liberty 5 kabellose Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung, Tintenschwarzsoundcore, in der Zeile Hersteller AnkerLiberty 5, Hersteller-Modellnummer A3957Keine Zahl im Text. Die Bilder des Markenbereichs zeigen mehrere Aufsatzgrößen nebeneinander, ohne sie zu beziffern.Das Datenfeld Mitgelieferte Artikel nennt ausschließlich Bedienungsanleitung. Wer die Zahl sucht, findet sie nur auf einem Produktfoto und muss sie abzählen — das ist keine Angabe, sondern eine Vermutung.Dies ist das einzige Angebot des Vergleichs, das eine Sitzprüfung ausdrücklich dokumentiert. Ein hinterlegtes Video trägt den Titel einer Anleitung zum Passform-Test, und die Beschreibung dazu sagt, dass die App die passende Aufsatzgröße ermittelt. Ein Zahlenergebnis wird in der Beschreibung nicht erwähnt; sie endet mit der Aussage, der Test helfe, die richtige Größe und den optimalen Sitz zu finden.Keine Zahl. Der Anbieter wirbt mit einer doppelt so starken Stimmreduktion und mit einer Anpassung alle 0,3 Sekunden.Zum Angebot
EarFun Air Pro 4 Bluetooth-Kopfhörer mit adaptiver Geräuschunterdrückung, schwarzEarFunEarFun Air Pro 4, Hersteller-Modellnummer TW600Drei verschiedene Antworten auf einer einzigen Seite: fünf Paare im Markenbereich, keine Aufsätze im Datenfeld, vier Größen in einer Kundenmeinung.Der Markenbereich des Anbieters schreibt von fünf ergonomisch gestalteten Ohrstöpselpaaren. Das strukturierte Datenfeld Mitgelieferte Artikel führt Garantiehinweis, Bedienungsanleitung, Ohrhörer, Ladeetui und Ladekabel — Aufsätze kommen darin nicht vor. Eine Kundenmeinung auf derselben Seite nennt vier Größen. Keine der drei Angaben widerlegt die anderen, und keine ist als die maßgebliche gekennzeichnet.Eine Sitzprüfung beschreibt das Angebot nicht. Genannt werden eine Trageerkennung, die die Wiedergabe beim Abnehmen anhält, sowie ein Klangregler mit dreißig Voreinstellungen.Bis zu 50 dB für die adaptive Hybrid-Geräuschunterdrückung. Das ist die höchste Zahl des Vergleichs.Zum Angebot

Alle Angaben aus den Angebotsseiten des Marktplatzes und den erreichbaren Anbieterseiten, geprüft am 05.09.2026. Es wurde kein Paar gekauft, geöffnet oder vermessen; die Seite wertet veröffentlichte Angaben aus.

Fehler vier: Ersatzaufsätze erst suchen, wenn der erste reißt

Silikonaufsätze sind Verschleißteile. Sie werden weich, sie reißen am Rand, sie gehen im Etui verloren, und mit dem Verschleiß geht der dichte Abschluss verloren, an dem die ganze Dämpfung hängt. Wer sich für ein Paar entscheidet, entscheidet sich damit auch für einen Nachschubweg — oder für keinen.

Die Suche nach Ersatzaufsätzen der Anbieter selbst ging bei allen fünf ins Leere. Auf dem Marktplatz fand sich am Prüftag zu Bose, Sony und soundcore kein einziges Angebot des jeweiligen Anbieters; die Trefferlisten bestanden vollständig aus Sätzen fremder Zubehörhersteller, teils mit drei, teils mit sechs, in einem Fall mit zwölf Einzelstücken. Mehrere dieser Fremdanbieter nennen im Titel ausdrücklich drei Größen und leiten diese Zahl offenkundig aus dem Lieferumfang des Originals ab — sie wissen es also auch nicht besser als der Käufer. Bei Nothing und EarFun ließ sich nicht einmal das prüfen, weil die deutschsprachigen Anbietershops auf jede geprüfte Adresse mit demselben Statuscode und derselben Textlänge antworteten wie auf eine frei erfundene.

Ein einziger Lichtblick steht in einem Datenfeld, das sonst niemand füllt: Das Sony-Angebot trägt die Zeile zur Verfügbarkeitsdauer für Ersatzteile in der Union und nennt dort drei Jahre. Was unter Ersatzteil fällt, sagt die Zeile allerdings nicht, und Aufsätze sind darin nicht ausdrücklich genannt. Bei den vier anderen fehlt die Zeile ganz. Wer das Verschleißteil zum Maßstab macht, kauft in diesem Markt also überall bei Dritten nach — bei Firmen, die für die Passung nichts zusagen und die Dämpfung schon gar nicht.

Fehler fünf: die Prüfvorschrift für strenger halten, als sie ist

Es gibt eine Prüfvorschrift für genau diese Frage. Sie heißt ETSI TS 103 640 in der Fassung V1.1.1 vom September 2020, sie umfasst siebenundvierzig Seiten, sie stammt vom technischen Komitee für Sprach- und Multimediaübertragungsqualität, und sie steht frei als PDF zum Herunterladen. Sie verlangt, die Einfügungsdämpfung getrennt nach Gesamtwert, passivem Anteil und aktivem Anteil auszuweisen, sie schreibt eine Auflösung in Terzbändern von 20 Hz bis 20 kHz vor, sie benennt vier Referenzgeräusche — rosa Rauschen im diffusen Feld, einen Bahnsteig, das Innere eines Busses und eine Straßenkreuzung — und sie legt den Kunstkopf samt Ohrsimulator fest. Genau das, was die Angebote schuldig bleiben, steht darin.

Sie ist allerdings eine Technische Spezifikation und kein harmonisierter Standard. Niemand muss danach messen, kein Angebot verweist darauf, und keines der fünf Häuser erwähnt sie. Das allein wäre schon der übliche Befund. Bei Stöpseln kommt aber etwas hinzu, das die Vorschrift selbst offenlegt.

Erstens schreibt sie vor, jede Messung fünfmal zu wiederholen, indem das Gerät abgenommen und neu aufgesetzt wird, und den Mittelwert samt Standardabweichung zu berichten. In einer Anmerkung steht dazu, dies sei der Versuch, die durch das Aufsetzen verursachte Streuung durch Mittelung zu verringern; um die Streuung zwischen Laboren zu verringern, sollten die Prüfstellen zusätzlich eine Aufsetzstrategie an die Hand bekommen. Die Vorschrift räumt damit ein, dass der Sitz das Ergebnis bewegt, und behandelt ihn als Störgröße, die man wegmittelt — nicht als das, was bei einem Stöpsel gemessen werden müsste.

Zweitens gibt es sehr wohl eine Messung zur Undichtigkeit, aber sie steht in Abschnitt 5.10 unter der Überschrift Informative Messungen. Die dort beschriebene Robustheit gegen akustische Leckstellen vergleicht dasselbe Merkmal einmal normal aufgesetzt und einmal mit absichtlich verschlechtertem Abschluss. In einer Anmerkung dazu steht der entscheidende Satz: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war kein Ohrsimulator mit einer definierten Leckstellensteuerung für diese Prüfung verfügbar. Solange entsprechende Ausrüstung untersucht werde, könne man ersatzweise eine Brille zwischen Kunstohr und Gerät klemmen — und bei In-Ear-Geräten könne der akustische Abschluss dadurch verschlechtert werden, dass man das Gerät absichtlich nicht abschließend einsetzt. Die einzige existierende Prüfvorschrift löst die für Stöpsel wichtigste Frage also damit, dass man den Stöpsel mit Absicht falsch hineinsteckt.

Drittens ist der Kunstkopf ein einziger. Die Vorschrift verlangt Aufnahmen am Trommelfell mit einem künstlichen Ohr des Typs 3.3 nach der Empfehlung ITU-T P.57, mit Diffusfeldentzerrung nach ITU-T P.58 und einem Abstand der Ohreingangspunkte zwischen 130 und 150 Millimetern. Ein genormtes Ohr für alle Menschen ist für die Vergleichbarkeit von Geräten richtig. Für die Frage, ob ein bestimmter Aufsatz in einem bestimmten Gehörgang dicht sitzt, ist es die falsche Auskunft. Und an einer weiteren Stelle, im Abschnitt zur eigenen Stimme, sagt die Vorschrift selbst, dass der Weg über die Knochenleitung mit vorhandener Prüfausrüstung nicht verlässlich nachgebildet werden könne — jener Weg also, der beim verschlossenen Gehörgang besonders auffällt.

Fehler sechs: ein Expertenurteil für eine Dämmungsmessung halten

Der einschlägige deutschsprachige Verbrauchertest zu Bluetooth-Kopfhörern führt derzeit 296 geprüfte Geräte und wird laufend erweitert. Sein Prüfprogramm für Bluetooth-Kopfhörer gilt seit Juni 2026 und gewichtet den Ton mit 50 Prozent, Tragekomfort und Handhabung mit 25 Prozent, die aktive Geräuschreduzierung mit 10 Prozent, den Akku mit 10 Prozent, die Haltbarkeit mit 5 Prozent und Schadstoffe mit 0 Prozent.

Für die Geräuschreduzierung bewerten fünf Fachleute die Wirksamkeit bei kontinuierlichen Geräuschen, bei zyklischen Geräuschen sowie bei Gesprächen, Wind und Stille, und zwar ohne Musikwiedergabe. Das ist eine Beurteilung durch geschulte Hörer, keine physikalische Messung, und es wird kein Dezibelwert veröffentlicht. Wer also nach einer unabhängigen Dämpfungszahl für diese Warengruppe sucht, findet auch hier keine.

Aufschlussreicher ist die Frage, was unter den 25 Prozent für Tragekomfort und Handhabung tatsächlich geprüft wird. Der Punkt gliedert sich in Gebrauchsinformationen, die drei Fachleute an Anleitung und Anbieterseiten bewerten, in den Tragekomfort im Alltag, den fünf Fachleute daraufhin ansehen, wie fest und angenehm die Hörer sitzen und wie warm sie am Ohr werden, in den Tragekomfort bei starker Bewegung, ebenfalls durch fünf Fachleute, in den täglichen Gebrauch mit Einschalten, Koppeln und Bedienen und in die Eignung als Sprechgarnitur. Der Sitz kommt also vor — aber als Komfortfrage. Ein eigener Prüfpunkt zum dichten Abschluss, eine Bewertung der Zahl der beiliegenden Aufsätze oder eine Messung der Dämpfung bei unterschiedlichem Sitz sind in dem veröffentlichten Prüfprogramm nicht enthalten.

Der Aufsatz taucht an einer anderen Stelle des Prüfprogramms auf, und zwar an einer, die mit Akustik nichts zu tun hat: Unter Schadstoffe werden weiche Produktbestandteile wie Ohrstöpsel und Kopfpolster auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht. Dieser Punkt geht mit 0 Prozent in das Urteil ein, kann es aber über eine Abwertung begrenzen. Das Teil, das über die Dämmung entscheidet, wird demnach chemisch untersucht und akustisch nicht.

Fehler sieben: den Datenfeldern des Marktplatzes vertrauen

Beim Abgleich von Titel, Aufzählungspunkten, Detailtabelle und Anbieterangaben kamen in den fünf Angeboten achtundzwanzig Stellen zusammen, an denen sich Angaben zum selben Produkt widersprechen oder offensichtlich falsch sind. Die vollständige Liste steht weiter unten bei den einzelnen Modellen; hier die Fälle, die stellvertretend zeigen, wie wenig diese Zeilen tragen.

Im Sony-Angebot steht eine Zeile, deren Schlüssel Ladekabel USB-C (mitgeliefert) lautet und deren Wert Ladekabel USB-C (nicht mitgeliefert) lautet. Ein Aufzählungspunkt derselben Seite behauptet ein drittes Mal, das Kabel sei enthalten. Dieselbe Detailtabelle nennt eine Impedanz von 140 Ohm für einen True-Wireless-Ohrhörer und trägt in der Zeile Batterieladezeit denselben Wert wie in der Zeile zur durchschnittlichen Lebensdauer der Batterie, nämlich 8,5 Stunden — die eine Zeile ist eine Ladezeit, die andere eine Laufzeit, und beide zeigen dieselbe Zahl.

Im Nothing-Angebot stehen zwei Zeilen mit vertauschtem Schlüssel und Wert: 12 mm trägt den Wert Dynamic Driver, 5.4 trägt den Wert Bluetooth. Die Zeile Frequenzgang nennt 40 KHz, die Zeile Frequenzbereich weiter unten 40 Hz bis 20 kHz. Das Gewichtsfeld und das Feld für das Gewicht der Tragetasche tragen mit 71,4 Gramm dieselbe Zahl. Im soundcore-Angebot besteht der Frequenzgang aus der einzelnen Zahl 40000 Hz, die Garantie aus dem Wert 24.00 und der Bestsellerrang weist einen Ohrstöpsel als Nummer eins unter den Surround-Kopfhörern aus. Im EarFun-Angebot steht die Zeile Ist elektrisch mit dem Wert Nein bei einem Akkugerät und eine Zeile Kabeleigenschaft mit dem Wert Abnehmbar bei einem kabellosen Produkt. Alle fünf Angebote behaupten im Datenfeld Wasserfestigkeitsgrad, das Produkt sei wasserfest oder gar wasserdicht — dreimal das eine, zweimal das andere Wort —, obwohl die Titel Schutzarten von IPX4 bis IP55 nennen und keine davon Wasserdichtheit bedeutet.

Am gefährlichsten für jede Auswertung ist aber nicht der Fehler, sondern die Verwechslung. Auf der EarFun-Seite steht ein Textblock über fünf Paar Aufsätze in den Kennungen XS bis XL — er gehört nicht zu diesem Modell, sondern zu einer Plus-Ausführung mit eigener Produktkennung, die in einem Empfehlungsstreifen eingeblendet wird. Mehrere Datenzeilen derselben Seite gehören dem Vorgängermodell, weil sie aus einer Gegenüberstellung stammen. Wer eine solche Seite volltextlich auszählt, wertet drei Produkte in einem Ergebnis aus und merkt es nicht. Für diesen Vergleich wurde deshalb jede Fundstelle einzeln daraufhin geprüft, zu welcher Produktkennung sie gehört.

Die fünf Paare einzeln, jedes an seinem Aufsatz gemessen

Die Reihenfolge folgt keiner Rangliste, sondern der Frage dieser Seite: Sie beginnt bei dem Angebot, das über den Aufsatz am meisten preisgibt, und endet bei dem, das darüber die widersprüchlichsten Angaben macht. Jeder Block nennt zuerst, was zum Aufsatz und zum Sitz belegt ist, dann die Widersprüche im Datenblatt, dann was dafür und dagegen spricht.

Bose QuietComfort Ultra Bluetooth-Earbuds (2. Generation) mit aktiver Geräuschunterdrückung
Nummer 1 von fünf

Bose — 896637-0010

Bose QuietComfort Ultra Bluetooth-Earbuds (2. Generation) mit aktiver Geräuschunterdrückung

True-Wireless-Ohrstöpsel mit schirmförmigem Silikonaufsatz, zusätzlich mit Stabilitätsbändern, dazu ein Ladeetui mit Induktionsladen

Aufsätze im Lieferumfang
Drei Paar Aufsätze in den Kennungen S, M und L, dazu drei Paar Stabilitätsbänder mit den Kennungen 1, 2 und 3. Der Anbieter rechnet daraus neun Kombinationen.
Beides steht doppelt: einmal im strukturierten Datenfeld Mitgelieferte Artikel und einmal im Aufzählungspunkt zum Sitz. Das ist im Feld der einzige Fall, in dem sich die Angabe im Angebot selbst gegenprüfen lässt.
Prüfung des Sitzes
Die App führt eine Kalibrierung namens CustomTune aus, die nach dem Einsetzen den Klang und die Geräuschunterdrückung an die Ohrform anpasst. Eine Prüfung des Aufsatzsitzes mit einem angezeigten Ergebnis beschreibt das Angebot nicht; die Kalibrierung läuft ab, ohne dem Träger etwas mitzuteilen.
Was der Anbieter zur Dämpfung sagt
Keine Zahl. Der Anbieter schreibt vom besten Noise-Cancelling, das es je bei seinen Ohrhörern gab, und nennt dazu keinen Wert.
Entfällt, weil keine Zahl genannt wird. Die einzige Dezibelangabe der Detailtabelle steht in der Zeile Empfindlichkeit und beträgt 103 dB — das ist der Schalldruck des Treibers und keine Dämpfung.
Ersatzaufsätze
Am Prüftag fand sich auf dem Marktplatz kein Ersatzaufsatz des Anbieters selbst. Angeboten werden ausschließlich passende Aufsätze fremder Hersteller, unter anderem Sätze mit sechs Paaren und Sätze mit Flügelspitzen.

Widersprüche im Datenblatt: Die Zeile Frequenzgang trägt den Wert 20 Hz, die Zeile Frequenzbereich zwei Zeilen tiefer 20 Hz bis 20.000 Hz. Der Titel nennt die Schutzart IPX4, das Datenfeld Wasserfestigkeitsgrad behauptet dagegen wasserfest. Die Zeile Seriennummer trägt den Wert 2, die Zeile Form der Ohrmuschel den Wert Knospe. Das Gewichtsfeld nennt 80 Gramm, was ersichtlich das ganze Set mit Etui meint und nicht den Ohrhörer.

Das Angebot ist das einzige im Feld, das den Lieferumfang der Aufsätze zweimal unabhängig voneinander nennt — im Datenfeld und im Aufzählungspunkt. Auffällig ist, dass beide Stellen auf Englisch stehen: drei Paar eartips in S, M und L sowie drei Paar stability bands. Wer die Passform sucht, findet also die belastbarste Angabe des Vergleichs, muss sie aber in einer anderen Sprache lesen als den Rest der Seite. Die Kalibrierung CustomTune arbeitet nach der Beschreibung des Anbieters an der individuellen Ohrform, nicht am Aufsatz: Sie misst und passt an, sagt aber nicht, ob der gewählte Aufsatz dicht sitzt. Genau diese Unterscheidung ist der Kern der Sache, und kein Anbieter im Feld zieht sie.

Spricht dafür

  • +Einziges Angebot des Vergleichs, das die Zahl der Aufsatzpaare im strukturierten Datenfeld nennt
  • +Aufsatzgrößen und Stabilitätsbänder ergeben nach Angabe des Anbieters neun Kombinationen für die Passform
  • +Die Angabe steht zusätzlich im Aufzählungspunkt und lässt sich damit im Angebot selbst gegenprüfen
  • +Zwei Jahre Herstellergarantie, gleichauf mit der gesetzlichen Gewährleistungsfrist
  • +Multipoint mit zwei Verbindungen und Induktionsladen im Etui
  • +Der Aufsatz reduziert nach Beschreibung des Anbieters die Außengeräusche, das Stabilitätsband hält — die beiden Aufgaben sind getrennt beschrieben

Spricht dagegen

  • –Keine einzige Dämpfungsangabe, auch keine ohne Frequenzbezug
  • –Kein Ersatzaufsatz des Anbieters auf dem Marktplatz auffindbar, nur Ware fremder Anbieter
  • –Die Kalibrierung in der App zeigt dem Träger kein Ergebnis zum Sitz an
  • –Datenfeld Frequenzgang und Datenfeld Frequenzbereich widersprechen einander
  • –Schutzart IPX4 im Titel gegen die Angabe wasserfest im Datenfeld
  • –Lieferumfang und Größenkennungen stehen auf Englisch in einem sonst deutschen Angebot

Passt für alle, die vor dem Kauf wissen wollen, was im Karton liegt, und die die Passform durch Ausprobieren finden statt durch eine Anzeige in der App.

Passt nicht für alle, die hochauflösendes Streamen über LDAC oder aptX erwarten, und nicht für alle, die eine lange Laufzeit je Ladung brauchen — das Datenfeld nennt sechs Stunden.

Angebot und Lieferumfang beim Händler ansehen
Sony WF-C710N True-Wireless-Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung, Glasblau
Nummer 2 von fünf

Sony — WF-C710N, Hersteller-Modellnummer WFC710NL.CE7

Sony WF-C710N True-Wireless-Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung, Glasblau

True-Wireless-Ohrstöpsel mit Silikonaufsatz und Touchfläche, dazu ein Ladeetui ohne Induktionsladen

Einziges Angebot mit einer Zeile zur Verfügbarkeitsdauer der Ersatzteile in der Union

Aufsätze im Lieferumfang
Drei Paar Aufsätze aus Hybrid-Silikonkautschuk in den Kennungen S, M und L.
Die Zahl steht ausschließlich im Aufzählungspunkt zum Lieferumfang. Das strukturierte Datenfeld Mitgelieferte Artikel nennt an derselben Seite nur Bedienungsanleitung und schweigt zu den Aufsätzen.
Prüfung des Sitzes
Das Angebot beschreibt die Begleit-App mit einem Klangregler über fünf Bänder und mit Schnellkopplung. Eine Prüfung des Aufsatzsitzes wird darin nicht erwähnt.
Was der Anbieter zur Dämpfung sagt
Keine Zahl. Der Anbieter schreibt von einem verbesserten Noise-Cancelling mit zwei Mikrofonen je Ohrhörer und vergleicht mit dem Vorgängermodell, ohne einen Wert zu nennen.
Entfällt, weil keine Zahl genannt wird. Der Komparativ effektiver steht ohne Bezugsgröße im Aufzählungspunkt.
Ersatzaufsätze
Am Prüftag fand sich auf dem Marktplatz kein Ersatzaufsatz des Anbieters selbst. Die Trefferliste bestand vollständig aus Sätzen fremder Anbieter, teils mit sechs, teils mit zwölf Einzelstücken; mehrere davon nennen ausdrücklich drei Größen und leiten das aus dem Lieferumfang ab.

Widersprüche im Datenblatt: Der schärfste Widerspruch des ganzen Vergleichs steht in einer einzigen Zeile dieses Angebots: Der Schlüssel lautet Ladekabel USB-C (mitgeliefert), der zugehörige Wert lautet Ladekabel USB-C (nicht mitgeliefert). Der Aufzählungspunkt darunter behauptet ein drittes Mal, das USB-Kabel sei im Lieferumfang enthalten. Dazu kommen eine Impedanz von 140 Ohm bei einem True-Wireless-Ohrhörer, eine Batterieladezeit von 8,5 Stunden, die dem Wert der Zeile Batterie-Durchschnittslebensdauer aufs Haar gleicht, und eine Garantiezeile mit dem Wert 1 year.

Dieses Angebot zeigt am deutlichsten, wie unzuverlässig strukturierte Daten neben Werbetext stehen. Die Zahl der Aufsätze ist da, sie ist eindeutig, und sie steht an der einen Stelle, die kein Datenfeld ist. Wer die Detailtabelle liest, erfährt nur, dass eine Bedienungsanleitung beiliegt. Die Garantiezeile mit dem Wert 1 year unterschreitet die gesetzliche Gewährleistungsfrist in Deutschland; sie ist als Herstellerzusage zu lesen und ändert an den gesetzlichen Rechten nichts, aber sie steht dort, wo gekauft wird, und sie ist die kürzeste des Vergleichs. Dem gegenüber steht der einzige echte Pluspunkt in Sachen Ersatzteile: Nur dieses Angebot trägt die Zeile Verfügbarkeitsdauer für EU-Ersatzteile, und zwar mit drei Jahren. Was unter Ersatzteil fällt, sagt die Zeile nicht — Aufsätze sind darin nicht ausdrücklich genannt.

Spricht dafür

  • +Drei Aufsatzgrößen aus Hybrid-Silikonkautschuk klar benannt, mit den Kennungen S, M und L
  • +Einziges Angebot des Vergleichs mit der Zeile Verfügbarkeitsdauer für EU-Ersatzteile, dort drei Jahre
  • +Vierzig Stunden Gesamtlaufzeit und dreißig Stunden mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung laut Aufzählungspunkt
  • +Schnellladen mit fünf Minuten für eine Stunde Wiedergabe
  • +Multipoint mit zwei Verbindungen, Schnellkopplung über zwei Plattformen
  • +Als einziges Angebot mit einem ausgewiesenen Herstellungsland außerhalb Chinas, nämlich Vietnam

Spricht dagegen

  • –Die Zahl der Aufsätze steht nur im Werbetext, das Datenfeld nennt sie nicht
  • –Eine Zeile widerspricht sich selbst: Schlüssel mitgeliefert, Wert nicht mitgeliefert
  • –Garantiezeile mit dem Wert 1 year, der kürzesten Angabe des Vergleichs
  • –Impedanz von 140 Ohm bei einem True-Wireless-Ohrhörer ist nicht plausibel
  • –Batterieladezeit und Batterie-Durchschnittslebensdauer tragen denselben Wert
  • –Keine Sitzprüfung in der App im Angebot beschrieben

Passt für alle, die eine ausgewiesene Ersatzteilfrist sehen wollen und mit drei Aufsatzgrößen auskommen.

Passt nicht für alle, die sich auf die Detailtabelle verlassen wollen — sie ist bei diesem Angebot an mehreren Stellen falsch, und einmal widerspricht sie sich innerhalb einer Zeile.

Angebot und Lieferumfang beim Händler ansehen
Nothing Ear (3) kabellose In-Ear-Kopfhörer mit adaptiver Geräuschunterdrückung und LDAC
Nummer 3 von fünf

Nothing — Nothing Ear 3, Hersteller-Modellnummer B173

Nothing Ear (3) kabellose In-Ear-Kopfhörer mit adaptiver Geräuschunterdrückung und LDAC

True-Wireless-Ohrstöpsel mit Silikonaufsatz und Bügel am Ohrhörer, Ladeetui mit einem eigenen Mikrofonpaar

Einziger Anbieter mit vollständigem, abrufbarem Impressum und einer Kapazitätsangabe

Aufsätze im Lieferumfang
Keine Zahl. Das Angebot nennt an drei Stellen das Wort Ohrstöpsel und an keiner eine Größe oder eine Anzahl.
Das Datenfeld Mitgelieferte Artikel listet Bedienungsanleitung, Kabel, Ladebehälter und Ohrstöpsel. Die Aufzählungspunkte sprechen von weichen Silikon-Tips. Wie viele Paare beiliegen und in welchen Größen, steht nirgends.
Prüfung des Sitzes
Die App bietet einen kurzen Hörtest, aus dem ein persönliches Klangprofil entsteht, dazu einen Klangregler über acht Bänder. Der Test misst das Gehör, nicht den Sitz des Aufsatzes. Eine Sitzprüfung beschreibt das Angebot nicht.
Was der Anbieter zur Dämpfung sagt
Bis zu 45 dB für die adaptive Geräuschunterdrückung, dazu bis zu 95 dB für die Umgebungsfilterung der Mikrofone im Ladeetui.
Der Anbieter erklärt seine eigene Zahl auf der Produktseite in einer Fußnote: Die Grenze von bis zu 45 dB sei das theoretische Maximum, die Angabe stamme aus dem Labor des Anbieters, und die tatsächlich erreichte Unterdrückung hänge von der jeweiligen Umgebung ab. Eine Frequenz, ein Messverfahren und eine Aussage zum Sitz stehen nicht dabei.
Ersatzaufsätze
Am Prüftag ließ sich im Zubehörbereich des Anbieters kein einzeln bestellbarer Aufsatz auffinden. Die geprüften Sammeladressen des Anbietershops antworteten mit dem Statuscode 404; belastbar ist deshalb nur die negative Aussage, dass ein Ersatzaufsatz auf den geprüften Wegen nicht auftauchte.

Widersprüche im Datenblatt: Die Zeile Frequenzgang trägt den Wert 40 KHz, die Zeile Frequenzbereich weiter unten 40 Hz bis 20 kHz. Die Zeile Empfindlichkeit trägt 45 dB, was als Empfindlichkeit eines Treibers unbrauchbar ist und zufällig dieselbe Zahl trägt wie die beworbene Dämpfung. Zwei Zeilen stehen mit vertauschtem Schlüssel und Wert im Datenblatt: 12 mm trägt den Wert Dynamic Driver, 5.4 trägt den Wert Bluetooth. Die Garantiezeile trägt den Wert 2 ohne Einheit. Das Gewichtsfeld nennt 71,4 Gramm — dieselbe Zahl steht in der Zeile Gewicht der Tragetasche.

Dieses Angebot trägt die zweithöchste Dämpfungszahl des Vergleichs und ist zugleich das einzige, dessen Anbieter die eigene Zahl selbst einordnet. Die Fußnote auf der Produktseite ist ungewöhnlich offen: Sie nennt das Maximum theoretisch, benennt das eigene Labor als Quelle und verweist für die Wirklichkeit auf die Umgebung. Damit ist die Zahl kein Messwert, den man zwischen Produkten vergleichen könnte, sondern eine Obergrenze aus einem Aufbau, den niemand außerhalb des Hauses kennt. Genau darin liegt der Kern der Sache: Eine Dämpfungszahl ohne Frequenz, ohne Verfahren und ohne Aussage zum Sitz ist bei einem Stöpsel doppelt wenig wert, weil der Sitz die Grundlage ist, auf der die Elektronik überhaupt arbeitet. Positiv fällt auf, dass dies das einzige Angebot mit einer Kapazitätsangabe ist: 500 Milliamperestunden für das Ladeetui.

Spricht dafür

  • +Einziger Anbieter des Vergleichs, der seine eigene Dämpfungszahl in einer Fußnote als theoretisches Maximum aus dem eigenen Labor kennzeichnet
  • +Einziges Angebot mit einer Kapazitätsangabe, nämlich 500 Milliamperestunden für das Ladeetui
  • +Einziger Anbieter mit vollständigem, frei abrufbarem Impressum samt Registernummer und Umsatzsteuerkennung
  • +LDAC und eine Zertifizierung für hochauflösenden Klang laut Aufzählungspunkt
  • +Schutzart IP54 im Titel, damit als einziges Angebot mit einer ausgewiesenen Staubschutzziffer
  • +Ein Belüftungssystem im Ohrhörer, das nach Beschreibung des Anbieters den Druck senkt

Spricht dagegen

  • –Keine Angabe zur Zahl oder zur Größe der beiliegenden Aufsätze, an keiner Stelle des Angebots
  • –Die Zeile Empfindlichkeit trägt 45 dB und damit dieselbe Zahl wie die beworbene Dämpfung
  • –Frequenzgang und Frequenzbereich widersprechen einander um drei Größenordnungen
  • –Zwei Datenzeilen mit vertauschtem Schlüssel und Wert
  • –Garantieangabe ohne Einheit
  • –Gewicht des Ohrhörers und Gewicht der Tragetasche tragen denselben Wert

Passt für alle, die eine offen erklärte Zahl einer unerklärten vorziehen, und die auf LDAC und einen erreichbaren Anbieter Wert legen.

Passt nicht für alle, die vor dem Kauf wissen wollen, wie viele Aufsatzgrößen im Karton liegen — dieses Angebot verrät es an keiner Stelle.

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soundcore by Anker Liberty 5 kabellose Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung, Tintenschwarz
Nummer 4 von fünf

soundcore, in der Zeile Hersteller Anker — Liberty 5, Hersteller-Modellnummer A3957

soundcore by Anker Liberty 5 kabellose Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung, Tintenschwarz

True-Wireless-Ohrstöpsel mit Stiel und Silikonaufsatz, Ladeetui mit Induktionsladen

Einziges Angebot, das eine Sitzprüfung in der App überhaupt dokumentiert

Aufsätze im Lieferumfang
Keine Zahl im Text. Die Bilder des Markenbereichs zeigen mehrere Aufsatzgrößen nebeneinander, ohne sie zu beziffern.
Das Datenfeld Mitgelieferte Artikel nennt ausschließlich Bedienungsanleitung. Wer die Zahl sucht, findet sie nur auf einem Produktfoto und muss sie abzählen — das ist keine Angabe, sondern eine Vermutung.
Prüfung des Sitzes
Dies ist das einzige Angebot des Vergleichs, das eine Sitzprüfung ausdrücklich dokumentiert. Ein hinterlegtes Video trägt den Titel einer Anleitung zum Passform-Test, und die Beschreibung dazu sagt, dass die App die passende Aufsatzgröße ermittelt. Ein Zahlenergebnis wird in der Beschreibung nicht erwähnt; sie endet mit der Aussage, der Test helfe, die richtige Größe und den optimalen Sitz zu finden.
Was der Anbieter zur Dämpfung sagt
Keine Zahl. Der Anbieter wirbt mit einer doppelt so starken Stimmreduktion und mit einer Anpassung alle 0,3 Sekunden.
Entfällt, weil keine Zahl genannt wird. Die Formulierung doppelt so stark nennt keinen Vergleichsgegenstand; die Zeile Empfindlichkeit trägt 117 dB und meint den Schalldruck des Treibers.
Ersatzaufsätze
Am Prüftag fand sich auf dem Marktplatz kein Ersatzaufsatz des Anbieters selbst. Die Trefferliste bestand aus Sätzen fremder Anbieter, die überwiegend drei Größen anbieten und diese Zahl aus dem Lieferumfang ableiten.

Widersprüche im Datenblatt: Die Zeile Frequenzgang trägt den Wert 40000 Hz und damit eine einzelne Zahl statt eines Bereichs. Die Zeile Bluetooth-Version nennt 5.0, was zu einem Modell dieser Generation nicht passt. Die Garantiezeile trägt den Wert 24.00, die Zeile Seriennummer den Wert 5. Der Bestsellerrang weist das Produkt als Nummer eins in der Rubrik Surround-Kopfhörer aus, obwohl es ein Ohrstöpsel ist. Im Datenblock stehen mehrere englische Zeilen mitten im deutschen Angebot, darunter eine Schutzartangabe IP55 unter dem Schlüssel Waterproof.

Hier liegt der einzige echte Lichtblick des Vergleichs, und er ist klein. Kein anderer Anbieter dokumentiert im Angebot, dass seine App die Passform prüft; hier tut es ein hinterlegtes Video, und die Beschreibung sagt sogar, was der Test leistet — die App ermittelt die passende Aufsatzgröße. Was der Test misst und was er ausgibt, bleibt offen. Eine Zahl, ein Prozentwert, eine Ampel oder eine Dämpfungsangabe werden nirgends genannt. Damit ist auch dieser Test eine Empfehlung und kein Messwert; er sagt dem Träger, welche Größe die App vorschlägt, nicht wie dicht der Abschluss tatsächlich ist. Wer sich die Zahlen des Datenblatts daneben ansieht, findet die übliche Sammlung: einen Frequenzgang, der aus einer einzigen Zahl besteht, eine Bluetooth-Version aus einer früheren Gerätegeneration und eine Garantieangabe im Format eines Buchhaltungsbetrags.

Spricht dafür

  • +Einziges Angebot des Vergleichs, das eine Sitzprüfung in der App überhaupt dokumentiert, samt Anleitungsvideo
  • +Die Beschreibung des Videos benennt den Zweck ausdrücklich: die App ermittelt die passende Aufsatzgröße
  • +LDAC und ein Klangregler mit zweiundzwanzig Voreinstellungen laut Datenblock
  • +Zwölf Stunden je Ladung ohne Geräuschunterdrückung, acht Stunden mit ihr, jeweils mit Angabe der Bedingung
  • +Schutzart IP55 und damit die höchste Staubschutzziffer des Vergleichs
  • +Eine Funkzulassung ist im Datenfeld mit einer Registernummer hinterlegt

Spricht dagegen

  • –Keine bezifferte Angabe zur Zahl der Aufsätze, weder im Datenfeld noch im Fließtext
  • –Der Passform-Test gibt nach der vorliegenden Beschreibung kein Zahlenergebnis aus
  • –Datenfeld Mitgelieferte Artikel nennt ausschließlich die Bedienungsanleitung
  • –Frequenzgang als einzelne Zahl statt als Bereich
  • –Bluetooth-Version im Datenfeld passt nicht zur Gerätegeneration
  • –Kein Ersatzaufsatz des Anbieters auf dem Marktplatz auffindbar

Passt für alle, die vor dem ersten Hören wissen wollen, welche Aufsatzgröße die App vorschlägt, und die dafür auf eine bezifferte Ausstattungsangabe verzichten.

Passt nicht für alle, die eine belastbare Angabe zum Lieferumfang brauchen — dieses Angebot nennt im Datenfeld nur die Bedienungsanleitung.

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EarFun Air Pro 4 Bluetooth-Kopfhörer mit adaptiver Geräuschunterdrückung, schwarz
Nummer 5 von fünf

EarFun — EarFun Air Pro 4, Hersteller-Modellnummer TW600

EarFun Air Pro 4 Bluetooth-Kopfhörer mit adaptiver Geräuschunterdrückung, schwarz

True-Wireless-Ohrstöpsel mit Stiel und Silikonaufsatz, Ladeetui mit Induktionsladen

Höchste Dämpfungszahl des Feldes — und die am schwersten nachvollziehbare

Aufsätze im Lieferumfang
Drei verschiedene Antworten auf einer einzigen Seite: fünf Paare im Markenbereich, keine Aufsätze im Datenfeld, vier Größen in einer Kundenmeinung.
Der Markenbereich des Anbieters schreibt von fünf ergonomisch gestalteten Ohrstöpselpaaren. Das strukturierte Datenfeld Mitgelieferte Artikel führt Garantiehinweis, Bedienungsanleitung, Ohrhörer, Ladeetui und Ladekabel — Aufsätze kommen darin nicht vor. Eine Kundenmeinung auf derselben Seite nennt vier Größen. Keine der drei Angaben widerlegt die anderen, und keine ist als die maßgebliche gekennzeichnet.
Prüfung des Sitzes
Eine Sitzprüfung beschreibt das Angebot nicht. Genannt werden eine Trageerkennung, die die Wiedergabe beim Abnehmen anhält, sowie ein Klangregler mit dreißig Voreinstellungen.
Was der Anbieter zur Dämpfung sagt
Bis zu 50 dB für die adaptive Hybrid-Geräuschunterdrückung. Das ist die höchste Zahl des Vergleichs.
Der Aufzählungspunkt nennt als Grundlage einen eigenen Algorithmus, einen Doppelkern-Signalprozessor und optimierte Parameter. Ein Messverfahren, eine Frequenz, ein Prüflabor und eine Aussage zum Sitz stehen nicht dabei. Vorangestellt ist dem Punkt ein Hinweis auf die Bestenliste eines Fachmagazins, der mit der Zahl selbst nichts zu tun hat.
Ersatzaufsätze
Am Prüftag ließ sich kein einzeln bestellbarer Aufsatz des Anbieters auffinden. Der deutschsprachige Anbietershop beantwortete jede geprüfte Adresse mit dem Statuscode 404 und mit derselben Textlänge, auch eine frei erfundene; damit ist von dort keine Auskunft zu holen.

Widersprüche im Datenblatt: Dieses Angebot ist zugleich das Lehrstück zur Fundstellenfalle. Im Datenblock stehen Zeilen wie EarFun Air Pro 4 mit dem Wert EarFun Air Pro 3, dazu ein Spielmodus mit 50 ms gegen 55 ms und ein Punkt über eine Reduktion um bis zu 98 Prozent. Diese rechte Spalte gehört durchgehend dem Vorgängermodell. Eine Textstelle über fünf Paar Aufsätze in den Kennungen XS bis XL, die auf derselben Seite steht, gehört einem dritten Produkt, nämlich einer Plus-Ausführung mit eigener Kennung. Wer die Seite volltextlich auszählt, bekommt drei Modelle in einer Auswertung. Dazu kommen die Zeile Ist elektrisch mit dem Wert Nein bei einem Akkugerät, eine Zeile Kabeleigenschaft mit dem Wert Abnehmbar bei einem kabellosen Produkt, ein Frequenzgang von 40 KHz gegen einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 22,7 KHz und eine Batterieladezeit von zehn Minuten.

Von allen fünf Angeboten ist dieses das schwierigste, obwohl es die größte Zahl trägt. Fünfzig Dezibel klingen nach Vorsprung, und der Anbieter verstärkt den Eindruck, indem er die Bestenliste eines Fachmagazins vor die Zahl setzt. Die Bestenliste sagt über die Dämpfung nichts aus; sie ist eine Empfehlung, keine Messung, und sie steht auch in keinem Zusammenhang mit der Zahl, hinter der sie im Satz erscheint. Wer wissen will, worauf sich die fünfzig beziehen, findet weder eine Frequenz noch ein Verfahren. Beim Lieferumfang liegt der Fall noch schärfer: Die Seite gibt drei verschiedene Antworten auf die Frage, wie viele Aufsatzpaare beiliegen. Der Markenbereich sagt fünf, das strukturierte Datenfeld nennt keine, eine Kundenmeinung nennt vier. Es ist gut denkbar, dass fünf richtig ist. Nachprüfbar ist es vor dem Kauf nicht.

Spricht dafür

  • +Der Markenbereich nennt fünf Aufsatzpaare — die höchste Zahl, die im Vergleich überhaupt auftaucht
  • +Höchste beworbene Dämpfungszahl des Feldes mit bis zu 50 dB
  • +Zwei Jahre Herstellergarantie, im Datenfeld ausgeschrieben und in deutscher Sprache
  • +Schutzart IPX5 laut Titel und damit über dem Niveau der beiden teureren Angebote
  • +Sehr breite Übertragungsausstattung mit LDAC sowie zwei aptX-Varianten laut Datenfeld
  • +Trageerkennung, die die Wiedergabe beim Abnehmen anhält

Spricht dagegen

  • –Drei verschiedene Angaben zur Zahl der Aufsatzpaare auf einer einzigen Seite
  • –Das strukturierte Datenfeld zum Lieferumfang nennt überhaupt keine Aufsätze
  • –Die höchste Dämpfungszahl des Feldes steht ohne Frequenz, ohne Verfahren und ohne Aussage zum Sitz
  • –Ein Hinweis auf die Bestenliste eines Fachmagazins steht unmittelbar vor der Zahl, ohne mit ihr zu tun zu haben
  • –Mehrere Datenzeilen gehören in Wahrheit dem Vorgängermodell
  • –Zeile Ist elektrisch mit dem Wert Nein bei einem Akkugerät

Passt für alle, die Wert auf viele Aufsatzpaare legen und bereit sind, die Angabe des Markenbereichs ohne Bestätigung im Datenfeld hinzunehmen.

Passt nicht für alle, die eine belastbare Zahl brauchen. Auf keiner anderen Seite des Vergleichs stehen drei verschiedene Antworten auf dieselbe Frage.

Angebot und Lieferumfang beim Händler ansehen

Unsere Empfehlung geht in diesem Vergleich nicht an die höchste Zahl, sondern an die belegbarste Angabe: an Bose mit dem Modell 896637-0010. Es ist das einzige der fünf Angebote, das die Zahl der beiliegenden Aufsatzpaare im strukturierten Datenfeld nennt und sie zusätzlich im Aufzählungspunkt wiederholt, sodass sie sich innerhalb des Angebots gegenprüfen lässt. Es nennt dafür keine Dämpfungszahl — was nach allem, was auf dieser Seite steht, kein Nachteil ist, sondern die ehrlichere Haltung. Wer die Passform über die Zahl stellt, findet hier die einzige Ausstattungsangabe des Feldes, auf die man sich vor dem Kauf stützen kann. Das ist eine Einschätzung auf Grundlage veröffentlichter Angaben und keine Aussage darüber, welches Paar besser klingt oder besser dämpft.

Was sonst noch am Ohr passiert: Okklusion, Druck und die Zelle

Der dichte Abschluss hat eine Kehrseite, und sie hat mit der Elektronik nichts zu tun. Ein verschlossener Gehörgang verstärkt die Wahrnehmung des über den Knochen geleiteten Anteils der eigenen Stimme und der eigenen Schritte — der sogenannte Okklusionseffekt. Er entsteht durch den mechanischen Verschluss, nicht durch die Geräuschunterdrückung, und er lässt sich messen: In einer Arbeit aus dem Jahr 2022 senkte ein eigens entwickelter Aufsatztyp den Okklusionseffekt um rund zehn Dezibel gegenüber Schaumstoff- und Silikonaufsätzen, bei einer Einfügungsdämpfung, die der des Silikonaufsatzes bis fünf Kilohertz ähnelte. Wie die Gegenwelle zustande kommt, warum sie mit steigender Frequenz an ihre Grenze stößt und was der Okklusionseffekt damit zu tun hat, ist im Ratgeber dazu ausführlich hergeleitet: wie aktive Geräuschunterdrückung funktioniert und wo sie aufhört.

Zum verbreiteten Druckgefühl beim Tragen mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung trifft diese Seite bewusst keine Aussage. Die Häufigkeitsangabe, die dazu im Netz kursiert, stammt aus einem Verbrauchermagazin und nicht aus einer Untersuchung; sie wird hier deshalb nicht wiedergegeben. Wer das Gefühl kennt, probiert einen kleineren Aufsatz und den Transparenzmodus — mehr lässt sich seriös nicht sagen.

Und dann ist da die Frage, die diesen ganzen Themenbereich überspannt: Über die Lebensdauer entscheidet bei True-Wireless-Stöpseln nicht der Klang, sondern die Zelle. Artikel 11 der Verordnung (EU) 2023/1542 verlangt ab dem 18. Februar 2027, dass Gerätebatterien vom Endnutzer mit handelsüblichen Werkzeugen entfernt und ausgetauscht werden können, also ohne Spezialwerkzeug, ohne Wärme und ohne Lösungsmittel; nach Absatz 7 müssen Ersatzbatterien noch fünf Jahre nach der letzten Einheit erhältlich sein. Was das für Ohrstöpsel bedeutet und welches Modell heute schon so gebaut ist, steht ausgearbeitet auf der Seite zu den besten In-Ear-Kopfhörern und ihrer Akkulebensdauer. Für diese Seite bleibt der Zusammenhang bemerkenswert: Der Aufsatz gibt nach Monaten auf, die Zelle nach Jahren — und beides sind Verschleißteile, die kein Anbieter dieses Vergleichs einzeln verkauft.

Wie diese Seite entstanden ist und wo sie an ihre Grenze kommt

Ausgewertet wurden fünf Angebotsseiten des Marktplatzes im vollen Quelltext, die erreichbaren Seiten der fünf Anbieter, die frei veröffentlichte Prüfvorschrift ETSI TS 103 640 in voller Länge, das veröffentlichte Prüfprogramm des einschlägigen deutschsprachigen Verbrauchertests, eine begutachtete Arbeit zum Okklusionseffekt und der amtliche Volltext der EU-Batterieverordnung. Jede Fundstelle wurde daraufhin geprüft, zu welcher Produktkennung sie gehört; Textstellen aus Empfehlungsstreifen und Gegenüberstellungen wurden verworfen. Es wurde kein Paar gekauft, geöffnet oder vermessen, und es wurde nichts abgehört.

Drei Grenzen sind zu nennen. Erstens sagt eine Angabe im Lieferumfang nichts darüber, ob ein bestimmter Aufsatz in einem bestimmten Ohr dicht sitzt — sie sagt nur, wie viele Versuche der Karton erlaubt. Zweitens sind die Anbieterseiten von drei der fünf Häuser nicht auswertbar, weil sie auf frei erfundene Adressen dieselbe Antwort geben wie auf echte; alles, was von dort hätte kommen können, fehlt. Drittens lässt sich die Behauptung, ein bestimmtes Paar dämpfe besser als ein anderes, mit veröffentlichten Angaben nicht stützen, und sie wird hier auch nicht aufgestellt.

Was diese Einschätzung ändern würde: Wenn ein Anbieter eine Einfügungsdämpfung getrennt nach passivem und aktivem Anteil veröffentlichte, in Terzbändern, mit benanntem Referenzgeräusch und mit einer Angabe zum Sitz — dann wäre die Auszählung dieser Seite hinfällig, und das wäre ein gutes Ergebnis. Solange es diese Angabe nicht gibt, ist die Zahl der beiliegenden Aufsätze die beste verfügbare Auskunft über das, was ein Stöpsel im eigenen Ohr leisten kann. Wer vor der grundsätzlichen Entscheidung steht, findet die Abwägung zwischen den beiden Bauarten in der Gegenüberstellung von Stöpsel und Bügel im direkten Vergleich.

Wohin es von hier aus weitergeht

Hinweis zu Partnerlinks: Die Schaltflächen zu den Angeboten führen zum Marktplatz. Bei einem Kauf über diese Links kann eine Provision anfallen; für den Kaufpreis macht das keinen Unterschied. Verfügbarkeit, Kaufbox und Angaben der Detailtabellen zuletzt geprüft am 05.09.2026.

Matthias König

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Matthias König

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
06.07.2026
Zuletzt aktualisiert
05.09.2026
Verfügbarkeit geprüft
05.09.2026

Datenbasis: Herstellerangaben und Produktdatenblätter, öffentlich einsehbare Händlerdaten zu Preis und Verfügbarkeit sowie die aggregierte Bewertungslage. Vor jeder Aktualisierung prüfen wir, ob die verlinkten Produkte noch bestellbar sind, und tauschen aus, was nicht mehr lieferbar ist.

Quellen dieser Einordnung

  1. 1. ETSI TS 103 640 V1.1.1 (2020-09): Test Methods and Performance Requirements for Active Noise Cancellation Headsets and other Earphonesetsi.org

    Frei abrufbare Prüfvorschrift des technischen Komitees für Sprach- und Multimediaübertragungsqualität, 47 Seiten. Verlangt die Einfügungsdämpfung getrennt nach Gesamtwert, passivem und aktivem Anteil, in Terzbändern von 20 Hz bis 20 kHz, an einem künstlichen Ohr des Typs 3.3 nach ITU-T P.57 und mit vier benannten Referenzgeräuschen. Die Robustheit gegen akustische Leckstellen steht in Abschnitt 5.10 unter Informative Messungen; eine Anmerkung dort hält fest, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kein Ohrsimulator mit definierter Leckstellensteuerung verfügbar war und man den Abschluss ersatzweise durch absichtlich unvollständiges Einsetzen verschlechtern könne. Abschnitt 5.7.1 räumt ein, dass der Weg über die Knochenleitung mit vorhandener Prüfausrüstung nicht verlässlich nachgebildet werden kann.

  2. 2. Stiftung Warentest: Prüfprogramm für Bluetooth-Kopfhörer, in Kraft seit Juni 2026test.de

    Nennt die Gewichtung mit Ton 50 Prozent, Tragekomfort und Handhabung 25 Prozent, aktive Geräuschreduzierung 10 Prozent, Akku 10 Prozent, Haltbarkeit 5 Prozent und Schadstoffe 0 Prozent. Die Geräuschreduzierung bewerten fünf Fachleute bei kontinuierlichen und zyklischen Geräuschen sowie bei Gesprächen, Wind und Stille, ohne Musikwiedergabe; ein Dezibelwert wird nicht veröffentlicht. Unter Tragekomfort und Handhabung fallen Gebrauchsinformationen, Tragekomfort im Alltag, Tragekomfort bei starker Bewegung, täglicher Gebrauch und Eignung als Sprechgarnitur — ein Prüfpunkt zum dichten Abschluss oder zur Zahl der Aufsätze ist nicht darunter. Ohrstöpsel werden dagegen unter Schadstoffe auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe untersucht.

  3. 3. Nothing: Produktseite zu Ear (3) mit den Fußnoten zu den beworbenen Angabende.nothing.tech

    Die Fußnote zur Werbeaussage bis zu 45 dB bezeichnet diesen Wert ausdrücklich als theoretisches Maximum, benennt das eigene Labor des Anbieters als Quelle und verweist darauf, dass die tatsächlich erreichte Unterdrückung von der jeweiligen Umgebung abhängt. Eine Frequenz, ein Messverfahren und eine Aussage zum Sitz des Aufsatzes stehen nicht dabei. Das Impressum desselben Anbieters ist als einziges im Vergleich vollständig abrufbar.

  4. 4. Carillo u. a.: Reduction of the occlusion effect induced by earplugs using quasi perfect broadband absorption, Scientific Reports 12:15336 (2022)pmc.ncbi.nlm.nih.gov

    Begutachtete Arbeit zum Okklusionseffekt, dem verstärkt wahrgenommenen knochengeleiteten Anteil bei verschlossenem Gehörgang. Ein eigens entwickelter Aufsatztyp senkte den Effekt um rund zehn Dezibel gegenüber Schaumstoff- und Silikonaufsätzen, bei einer Einfügungsdämpfung, die der des Silikonaufsatzes bis fünf Kilohertz ähnelte. Ursache des Effekts ist der mechanische Verschluss, nicht die Elektronik.

  5. 5. Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien, Artikel 11eur-lex.europa.eu

    Amtlicher deutscher Volltext. Der Artikel trägt die Überschrift Entfernbarkeit und Austauschbarkeit von Gerätebatterien und LV-Batterien und verlangt, dass die Batterie mit handelsüblichen Werkzeugen entnommen werden kann, also ohne Spezialwerkzeug, ohne Wärmeenergie und ohne Lösungsmittel. Absatz 7 verlangt Ersatzbatterien für mindestens fünf Jahre nach der letzten Einheit. Nach Artikel 96 Absatz 2 Buchstabe a gilt Artikel 11 ab dem 18. Februar 2027.

Was zuletzt geändert wurde

  • 05.09.2026: Seite als Fehlerkatalog neu aufgebaut. Leitfrage ist jetzt der Aufsatz und der dichte Sitz im Gehörgang, weil bei Ohrstöpseln nicht ein Polster, sondern der Aufsatz die passive Dämmung trägt. Umfang von rund 1.200 auf mehr als 4.500 Wörter erweitert, Zahl der Zwischenüberschriften von 24 auf 12 gesenkt.
  • 05.09.2026: Sämtliche Dezibelangaben der Vorfassung entfernt. Keine der acht Dezibelangaben, teils Einzelwert, teils Spanne, ließ sich in einer Angebotsseite oder einer Anbieterunterlage nachweisen; die Werte werden hier nicht wiederholt, weil die Änderungshistorie auf der Seite ausgegeben wird. Ebenso entfernt: eine Prozentbehauptung zum Wirkungsverlust bei schlechtem Sitz, eine Angabe zur Reaktionsgeschwindigkeit, eine Prozentangabe zum Akkumehrverbrauch und eine der Weltgesundheitsorganisation zugeschriebene Empfehlung zu Lautstärke und Hördauer.
  • 05.09.2026: Alle fünf Bewertungszahlen und alle fünf Rezensionszahlen der Vorfassung entfernt; sie waren nicht selbst erhoben und standen so nicht auf den Angebotsseiten. Preisangaben im Fließtext und ein Abschnitt mit Folgekosten über fünf Jahre entfernt.
5 ältere Änderungen anzeigen
  • 05.09.2026: Vier Quellenangaben ersetzt. Die angegebene Testkennung des Verbrauchermagazins existiert nicht, der Verweis auf ein Fachmagazin und ein Herstellerratgeber antworteten mit dem Statuscode 404. Neu sind fünf Quellen, jede über Statuscode und Inhalt gegen eine Kontrolladresse geprüft.
  • 05.09.2026: Produktauswahl vollständig ausgetauscht. Entfernt wurde ein Bügelkopfhörer, der als Ohrstöpsel geführt war und dessen Angebotstitel ihn als Over-Ear-Modell ausweist, sowie eine Kennung ohne Kaufbox mit dem Hinweis derzeit nicht verfügbar. Die beiden Kennungen, die sich mit der Nachbarseite zur Lebensdauer überschnitten, wurden durch andere Modelle derselben Anbieter ersetzt; die Überschneidung im Cluster liegt damit bei null.
  • 05.09.2026: Eigene h1, Article-, BreadcrumbList- und FAQPage-Schema sowie Bewertungsangaben im Schema entfernt. Interne Verweise auf eine Autorenseite und auf einen nicht registrierten Pfad entfernt, alle verbleibenden Ziele gegen den Routenindex geprüft. Aggregator-Formulierungen im Methodikteil ersetzt.
  • 03.09.2026: Schreibweise der Produktkennungen im Artikel von doppelten auf einfache Anführungszeichen vereinheitlicht, damit die Prüfroutine die hinterlegten Produkte erfasst. Inhalte, Produkte und Meta-Daten unverändert.
  • Verfügbarkeit + Reflinks der Produktempfehlungen sitewide verifiziert (Stand 2026-07-08).

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