Strahlungsarmes Babyphone 2026: 5 Geräte im Sendecheck
Einordnung — wie dieser Vergleich entstanden ist
Fünf Babyphones, ausgewählt ausschließlich nach Sendeverhalten: Eco-, Full-Eco- oder VOX-Modus, Sendepausen im Ruhezustand, Sendeleistung und Batteriebetrieb der Sendeeinheit. Die Bewertungen sind zum Stichtag 11.08.2026 abgerufene Amazon-Händlerdaten, keine eigene Wertung. Die Herstellerangaben stammen aus Impressum, Produktdatenblättern, Bedienungsanleitungen und Support-Seiten der jeweiligen Hersteller — wo dort nichts zu finden war, steht „vom Hersteller nicht ausgewiesen" statt einer geschätzten Zahl. Dieser Vergleich referiert, was Behörden und Hersteller zum Sendeverhalten dokumentieren, und übersetzt das in Kaufkriterien. Er behauptet keine Grenzwertüberschreitung und ersetzt keine eigene Messung.
Auf einen Blick — die wichtigsten Kaufkriterien
- Eco gegen Full Eco gegen VOX: Nur eine vollständige Sendeabschaltung im Ruhezustand (Full Eco/Eco Max) bedeutet wirklich keine Dauerstrahlung. Ein einfacher Eco-Modus reduziert nur die Leistung.
- Die drei BfS-Kriterien: Reichweitenkontrolle ohne Dauersendung, größtmöglicher Abstand zum Bett, Batteriebetrieb des Senders — kein Gerät im Vergleich erfüllt alle drei lückenlos.
- Sendeleistung: Nur ein Hersteller im gesamten Vergleich nennt eine Zahl in Milliwatt. Bei den anderen bleibt „strahlungsarm" eine unbelegte Werbeaussage.
- Batteriebetrieb der Sendeeinheit: Wird oft nur für die Elterneinheit beworben. Für den eigentlichen Sender am Kinderbett ist die Angabe bei drei von fünf Geräten unklar oder verneint.
- Reichweitenkontrolle: Eine dauerhafte Abfrage zwischen Sender und Empfänger kostet Elektrosmog. Abschaltbare Kontrollen sind selten dokumentiert.
- Herstellertransparenz: Von einer kanadischen Marke mit deutschem Vertrieb bis zu einer deutschen Firma mit eigenem Impressum — die Dokumentationstiefe unterscheidet sich deutlich.
Vergleichstabelle: Die 5 Modelle im Überblick
| Modell | Technik | Sendeverhalten | Sender-Batterie | Reichweite | |
|---|---|---|---|---|---|
![]() Angelcare | 864 MHz | Geräuschaktivierte Einschaltautomatik laut Datenblatt ausdrü… | ja | bis 250 m im freien Feld | Preis prüfen |
![]() Philips AVENT | DECT | Smart Eco reduziert als Standardfunktion dauerhaft das DECT-… | ja | bis 330 m im Freifeld, bis 50 m im Innenraum | Preis prüfen |
![]() Alecto | DECT 1 | „Full Eco" wird in der Hersteller-Spezifikationstabelle ausd… | nein | bis 300 m im Freifeld, bis 50 m im Innenraum | Preis prüfen |
![]() reer | FHSS (Frequency Hopping Spread Spectrum) | VOX-Funktion schaltet die Übertragung geräuschabhängig; zusä… | nein | bis 250 m im freien Feld | Preis prüfen |
![]() Philips AVENT | DECT | Nur Smart-Eco-Modus vorhanden, laut Bedienungsanleitung „imm… | nein | Amazon-Angebotstitel nennt 330 m | Preis prüfen |
Bewertungen sind abgerufene Amazon-Händlerdaten, Stand 11.08.2026, keine eigene Wertung.
Die 5 strahlungsarmen Babyphones im Detail

Angelcare AC423-D, ÖKO-Test-Top-Empfehlung, als strahlungsarm beworben, bis 250 m Reichweite, Nachtlicht
Laut Hersteller-Produktdatenblatt in Zusammenarbeit mit einem deutschen Elektrosmog-Experten entwickelt: geräuschaktivierte Einschaltautomatik statt Dauerübertragung, dazu eine abschaltbare Reichweitenkontrolle und ein Sender, der ausdrücklich mit Batterien betrieben werden kann. Im Vergleich das einzige Gerät, das alle drei BfS-Kriterien in den vorliegenden Herstellerunterlagen adressiert.
| Firma | Angelcare Monitors Inc. (Teil der Angelcare Group / Le Holding Angelcare Inc., Montreal, Kanada), deutscher Vertrieb über Funny Handel GmbH & Co. KG |
| Sitz | Funny Handel GmbH & Co. KG, Schiessstraße 46, 40549 Düsseldorf, laut Hersteller-Produktdatenblatt — die aktuelle Vertriebswebsite war zum Recherchezeitpunkt nicht erreichbar |
| Gegründet | Angelcare 1997 in Montreal gegründet; Gründungsjahr des deutschen Vertriebspartners Funny Handel vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Support | Funny Handel GmbH & Co. KG: +49 (0)211 44 03 16-0 · info@funny-handel.de, laut Produktdatenblatt — Erreichbarkeit der Domain zum Recherchezeitpunkt nicht bestätigt |
| Support-Zeiten | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Garantie | vom Hersteller nicht mit konkreter Dauer ausgewiesen |
| Normen/Zertifikate | vom Hersteller im verfügbaren Produktdatenblatt nicht mit Zertifikatsnummer ausgewiesen |
| Herkunft | Marke aus Kanada (Montreal), deutscher Vertrieb aus Düsseldorf; Produktionsstandort vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Gewicht | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Markteinführung | kein exaktes Datum ausgewiesen; Produktdatenblatt und ÖKO-TEST-Auszeichnung stammen aus 2014, das Modell ist mindestens seit diesem Jahr am Markt |
| Sendetechnik | 864 MHz laut Hersteller-Produktdatenblatt — kein DECT-Standard, sondern eine eigene Sonderfrequenz |
| Sendeverhalten | Geräuschaktivierte Einschaltautomatik laut Datenblatt ausdrücklich als „keine Dauerübertragung" beschrieben, zusätzlich eine abschaltbare Reichweitenkontrolle |
| Batterie Sender | Sender (Babyeinheit) läuft laut Datenblatt mit 4 AAA-Batterien 1,5 V (nicht im Lieferumfang) — Batteriebetrieb der Sendeeinheit ist ausdrücklich vorgesehen |
| Reichweite | bis 250 m im freien Feld laut Hersteller |
Ein Sendeverhalten, das laut Herstellerangaben alle drei BfS-Kriterien adressiert, ist wichtiger als eine große Amazon-Bewertungsbasis.
Ein aktuell erreichbarer deutscher Online-Auftritt mit Live-Support wird vorausgesetzt.
- Abschaltbare Reichweitenkontrolle laut Datenblatt
- Sender ausdrücklich batteriebetreibbar (4 AAA)
- Keine Dauerübertragung, sondern Geräuschaktivierung
- ÖKO-TEST „sehr gut" als Top-Empfehlung 2014
- Keine Sendeleistung in mW ausgewiesen
- Kleinste Bewertungsbasis im Vergleich (934)
- Aktuelle Herstellerwebsite zum Recherchezeitpunkt nicht erreichbar
- ÖKO-TEST-Auszeichnung liegt über zehn Jahre zurück
Verfügbarkeit und Bewertung zuletzt geprüft: 11.08.2026
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Philips AVENT Audio-Babyphone, DECT, Eco-Mode, Gegensprechfunktion, Schlaf- und Nachtlicht
Modell SCD713/26 aus der Avent-DECT-Reihe. Laut Bedienungsanleitung das einzige Gerät im Vergleich mit einem echten Full-Eco-Verhalten: Der optionale Eco-Max-Modus schaltet die DECT-Übertragung der Babyeinheit im Ruhezustand vollständig ab, statt sie nur zu reduzieren. Die Babyeinheit lässt sich zusätzlich mit Batterien für einen Stromausfall-Backup bestücken.
| Firma | Philips Consumer Lifestyle B.V., Teil der Koninklijke Philips N.V. |
| Sitz | High Tech Campus 52, 5656 AE Eindhoven, Niederlande (Konzernsitz); die Konformitätserklärung für diese Baureihe nennt keine gesonderte Werksadresse |
| Gegründet | Philips-Konzern 1891 gegründet, Baby-Sparte Avent seit 2006 bei Philips |
| Support | Kontaktformular über philips.de, kein direkt beworbenes Telefon für Avent-Produkte gefunden; laut Bedienungsanleitung zusätzlich weltweites Garantie-Merkblatt und Consumer Care Centre |
| Support-Zeiten | Mo–Fr 08:00–20:00 Uhr, Sa 09:00–18:00 Uhr, So geschlossen (allgemeiner Philips-Kundenservice) |
| Garantie | 2 Jahre laut allgemeiner Garantieangabe auf philips.de; produktspezifisches Garantie-Merkblatt liegt laut Anleitung der Verpackung bei, online nicht separat einsehbar |
| Normen/Zertifikate | Konformitätserklärung nach Funkanlagen-Richtlinie 2014/53/EU (Philips Consumer Lifestyle B.V.), Einhaltung der EMF-Grenzwerte laut Bedienungsanleitung erklärt; konkrete Sendeleistung in diesem Handbuch nicht beziffert |
| Herkunft | Entwicklung Niederlande (Philips Consumer Lifestyle B.V.), Produktionsstandort vom Hersteller nicht gesondert ausgewiesen |
| Gewicht | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Markteinführung | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Sendetechnik | DECT; Frequenzband und Sendeleistung im eingesehenen Nutzerhandbuch nicht mit Zahlenwert wiederholt, nur allgemeine Konformitätserklärung nach Funkanlagen-Richtlinie 2014/53/EU |
| Sendeverhalten | Smart Eco reduziert als Standardfunktion dauerhaft das DECT-Signal; zusätzlich zuschaltbarer Eco-Max-Modus, der das Senden im Ruhezustand laut Bedienungsanleitung vollständig abschaltet (Full Eco) — mit Rückmeldeverzögerung beim Wiederaufwachen |
| Batterie Sender | Babyeinheit ist für Netzbetrieb ausgelegt, kann laut Bedienungsanleitung zusätzlich mit vier 1,5-V-AA-Batterien für automatischen Stromausfall-Backup bestückt werden (nicht im Lieferumfang) |
| Reichweite | bis 330 m im Freifeld, bis 50 m im Innenraum laut Bedienungsanleitung |
Ein echter Sendestopp im Ruhezustand ist wichtiger als eine möglichst hohe Reichweitenangabe.
Eine sofortige Rückmeldung ohne jede Verzögerung wird erwartet, auch nachts.
- Eco-Max-Modus schaltet Senden im Ruhezustand vollständig ab
- Babyeinheit mit Batterie-Backup bei Stromausfall
- Höchste Sternebewertung im Vergleich (4,6)
- Herstelleranleitung dokumentiert Funktionen im Detail
- Keine explizite Sendeleistung in mW im Handbuch
- Eco Max muss manuell aktiviert werden, ist nicht Standard
- Rückmeldeverzögerung im Eco-Max-Betrieb laut Hersteller
Verfügbarkeit und Bewertung zuletzt geprüft: 11.08.2026
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Alecto DBX110 Audio-Babyphone, DECT, 300 m Reichweite
Als „Full Eco DECT" vermarktet und in der Hersteller-Spezifikationstabelle mit „Full eco: Ja" bestätigt: Die Übertragung läuft nur bei erkanntem Geräusch, in Ruhephasen bleibt der Sender aus. Die maximale Leistungsaufnahme wird mit 2,70 Watt angegeben — das ist der elektrische Verbrauch, keine Angabe zur abgestrahlten Funkleistung. Batteriebetrieb ist laut Tabelle nur für die Elterneinheit vorgesehen.
| Firma | Alecto Baby, Marke der Commaxx International NV (Teil des Konzerns seit 2019) |
| Sitz | Wiebachstraat 37, 6466 NG Kerkrade, Niederlande |
| Gegründet | laut Herstellerangabe seit 45 Jahren am Markt (Stand 2026), rechnerisch um 1981; ein genaues Gründungsjahr wird nicht beziffert |
| Support | +31 85 808 14 48 (niederländische Rufnummer, keine deutsche Support-Nummer gefunden) · Kontaktformular auf der Herstellerwebsite |
| Support-Zeiten | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Garantie | 2 Jahre Standardgarantie, bei Produktregistrierung 1 Jahr zusätzlich (bis zu 3 Jahre) laut Herstellerwebsite |
| Normen/Zertifikate | vom Hersteller in der eingesehenen Spezifikationstabelle nicht mit Zertifikatsnummer ausgewiesen |
| Herkunft | Firmensitz Niederlande (Kerkrade), Produktionsstandort vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Gewicht | 239 g laut Hersteller-Spezifikationstabelle (Einheit nicht spezifiziert) |
| Markteinführung | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Sendetechnik | DECT 1,8 GHz laut Hersteller-Spezifikationstabelle |
| Sendeverhalten | „Full Eco" wird in der Hersteller-Spezifikationstabelle ausdrücklich mit Ja beantwortet: Sendebetrieb nur bei erkanntem Geräusch, in Ruhephasen ausgeschaltet; zusätzliche VOX-Funktion laut Datenblatt |
| Batterie Sender | Spezifikationstabelle weist Batteriebetrieb ausdrücklich nur für die Elterneinheit aus; für die Babyeinheit (Sender) ist laut Tabelle ein Netzteil vorgesehen, kein Batteriefach gelistet |
| Reichweite | bis 300 m im Freifeld, bis 50 m im Innenraum laut Hersteller-Spezifikation |
Eine ausdrücklich als „Full Eco" dokumentierte Sendeabschaltung im Ruhezustand ist wichtig, ein Netzbetrieb der Sendeeinheit ist akzeptabel.
Die Sendeeinheit soll laut BfS-Empfehlung mit Batterien statt am Netz betrieben werden.
- „Full Eco" explizit in Hersteller-Spezifikation bestätigt
- Bis zu 3 Jahre Garantie bei Registrierung
- Gewicht als einziges Gerät im Vergleich beziffert
- VOX-Funktion zusätzlich zum Eco-Modus
- Sendeeinheit laut Spezifikation nicht batteriebetreibbar
- Keine deutsche Support-Rufnummer
- Keine Sendeleistung in mW, nur Stromverbrauch in Watt angegeben
Verfügbarkeit und Bewertung zuletzt geprüft: 11.08.2026
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reer Neo Babyphone, digital mit FHSS, 250 m Reichweite
Kombiniert laut Hersteller eine geräuschabhängige VOX-Automatik mit einem manuell zuschaltbaren ECO-Modus, der die Sendeleistung im Ruhezustand reduziert, ohne sie ganz abzuschalten. Batteriebetrieb wird in der Herstellerkommunikation ausdrücklich nur für die Elterneinheit beschrieben, für die Sendeeinheit bleibt die Angabe offen — ein Beispiel dafür, wie unklar diese Unterscheidung im Markt bleibt.
| Firma | reer GmbH |
| Sitz | Mühlstraße 41, 71229 Leonberg, Deutschland |
| Gegründet | 1922 laut Unternehmenskommunikation („Qualität seit 1922") |
| Support | +49 7152 92852-0 · info@reer.de |
| Support-Zeiten | vom Hersteller nicht mit Uhrzeiten ausgewiesen, zusätzlich Chat-Support und Kontaktformular verfügbar |
| Garantie | vom Hersteller auf der Produktseite nicht mit Jahren beziffert, gesetzliche Gewährleistung gilt |
| Normen/Zertifikate | EU-Konformitätserklärung als PDF vom Hersteller bereitgestellt (CE); GS oder weitere Prüfzeichen nicht ausgewiesen |
| Herkunft | Unternehmenssitz Deutschland (Leonberg), Produktionsstandort vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Gewicht | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Markteinführung | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Sendetechnik | FHSS (Frequency Hopping Spread Spectrum) laut Hersteller; konkretes Frequenzband und Sendeleistung vom Hersteller nicht beziffert |
| Sendeverhalten | VOX-Funktion schaltet die Übertragung geräuschabhängig; zusätzlich ein manuell aktivierbarer ECO-Modus, der laut Hersteller „die Strahlung des Gerätes reduziert, sobald sich das Babyphone im Ruhemodus befindet" — das ist eine Leistungsreduktion, kein vollständiges Abschalten |
| Batterie Sender | Herstellertext nennt Batteriebetrieb ausdrücklich nur für die Elterneinheit („kann die Elterneinheit auch unabhängig von einer stationären Stromquelle betrieben werden"); ob die Babyeinheit ebenfalls Batterien akzeptiert, wird auf der Produktseite nicht eindeutig benannt |
| Reichweite | bis 250 m im freien Feld laut Hersteller |
Eine deutsche Firma mit Telefonnummer und Chat-Support ist wichtig; eine große Bewertungsbasis überzeugt trotz durchschnittlicherer Sternebewertung.
Eine eindeutige Herstellerangabe zum Batteriebetrieb der Sendeeinheit wird vor dem Kauf benötigt.
- Deutsche Firma mit Impressum, Telefonnummer und Chat-Support
- VOX und ECO-Modus kombiniert
- Größte Bewertungsbasis im gesamten Vergleich (5.228)
- Reichweitenkontrolle akustisch und optisch statt Dauer-Ping
- Niedrigste Sternebewertung im Vergleich (3,9)
- Batteriebetrieb der Sendeeinheit nicht eindeutig ausgewiesen
- Kein konkretes Frequenzband oder Sendeleistung genannt
Verfügbarkeit und Bewertung zuletzt geprüft: 11.08.2026
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Philips AVENT DECT-Audio-Babyphone, Gegensprechfunktion, störungsfrei, 330 m Reichweite
Modell SCD503/26 aus der Avent-DECT-Reihe, mit Abstand die meisten Amazon-Bewertungen im gesamten Vergleich. Einziges Gerät, dessen Nutzerhandbuch eine konkrete Sendeleistung nennt (250 mW im Band 1.880–1.900 MHz) — verfügt dafür aber über keinen Full-Eco-Modus und beantwortet die Frage nach Batteriebetrieb der Sendeeinheit im eigenen FAQ-Abschnitt ausdrücklich mit Nein.
| Firma | Philips Consumer Lifestyle, Teil der Koninklijke Philips N.V. |
| Sitz | Laut EU-Konformitätserklärung im Nutzerhandbuch: Philips Consumer Lifestyle, Tussendiepen 4, Drachten, Niederlande — abweichend von der Konzernzentrale in Eindhoven |
| Gegründet | Philips-Konzern 1891 gegründet, Baby-Sparte Avent seit 2006 bei Philips |
| Support | Kontaktformular über philips.de, kein direkt beworbenes Telefon für Avent-Produkte gefunden |
| Support-Zeiten | Mo–Fr 08:00–20:00 Uhr, Sa 09:00–18:00 Uhr, So geschlossen (allgemeiner Philips-Kundenservice) |
| Garantie | 2 Jahre laut allgemeiner Garantieangabe auf philips.de |
| Normen/Zertifikate | Konformitätserklärung nach Funkanlagen-Richtlinie 2014/53/EU mit expliziter Frequenz- und Leistungsangabe (1.880–1.900 MHz, 250 mW); EMF-Grenzwerteinhaltung erklärt |
| Herkunft | Entwicklung/Konformitätserklärung Drachten, Niederlande; Produktionsstandort vom Hersteller nicht gesondert ausgewiesen |
| Gewicht | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Markteinführung | vom Hersteller nicht ausgewiesen |
| Sendetechnik | DECT, Frequenzband 1.880–1.900 MHz, maximale Sendeleistung 250 mW laut EU-Konformitätserklärung im Nutzerhandbuch — die einzige explizite Zahlenangabe zur Sendeleistung in diesem gesamten Vergleich |
| Sendeverhalten | Nur Smart-Eco-Modus vorhanden, laut Bedienungsanleitung „immer aktiv"; reduziert das Signal automatisch, schaltet es aber nicht ab. Kein Eco-Max- oder Full-Eco-Modus verfügbar |
| Batterie Sender | Bedienungsanleitung beantwortet die eigene FAQ „Can I use the baby unit on batteries?" ausdrücklich mit Nein — die Babyeinheit ist ausschließlich netzbetrieben |
| Reichweite | Amazon-Angebotstitel nennt 330 m; das Philips-Nutzerhandbuch für diese Baureihe (SCD501/502/503) nennt an anderer Stelle bis 300 m im Freifeld und bis 50 m im Innenraum — eine Diskrepanz zwischen Verkaufstitel und Herstellerdokumentation |
Eine sehr breite Bewertungsbasis und eine seltene, konkrete Sendeleistungsangabe sind wichtiger als ein abschaltbarer Sendebetrieb.
Ein vollständiger Sendestopp im Ruhezustand oder Batteriebetrieb der Sendeeinheit wird gesucht.
- Mit Abstand meiste Bewertungen im Vergleich (14.249)
- Einzige explizite Sendeleistungsangabe (250 mW) im gesamten Vergleich
- Herstelleranleitung sehr detailliert dokumentiert
- Konformitätserklärung mit konkreter Werksadresse (Drachten)
- Kein Full-Eco- oder Eco-Max-Modus verfügbar
- Sendeeinheit laut FAQ ausdrücklich nicht batteriebetreibbar
- Reichweitenangabe im Verkaufstitel weicht vom Nutzerhandbuch ab
Verfügbarkeit und Bewertung zuletzt geprüft: 11.08.2026
Jetzt bei Amazon prüfenEco, Full Eco und VOX: drei Begriffe, die ständig durcheinandergehen
Vier der beobachteten Suchanfragen drehen sich um „Eco" bei Babyphones, und die Antworten im Feld bleiben vage. Dabei lässt sich sauber trennen: VOX schaltet die Tonübertragung geräuschabhängig ein und aus, unabhängig von der Sendeleistung. Eco reduziert die Sendeleistung meist abstandsabhängig, bleibt dabei aber dauerhaft aktiv. Full Eco beziehungsweise Eco Max stellt das Senden im Ruhezustand vollständig ein, bis wieder ein Geräusch erkannt wird.
Nur die dritte Variante bedeutet wirklich keine Dauerstrahlung, solange das Kind schläft. Im Vergleich nennt Philips SCD713 einen echten Eco-Max-Modus mit dieser Funktion, laut Hersteller-Spezifikationstabelle beschreibt auch Alecto DBX110 sein „Full Eco" entsprechend. Philips SCD503 hat dagegen laut eigener Bedienungsanleitung nur einen „immer aktiven" Smart-Eco-Modus, der reduziert, aber nicht abschaltet. Angelcare kombiniert eine geräuschaktivierte Einschaltautomatik mit einer abschaltbaren Reichweitenkontrolle, was faktisch einer Ruhezustands-Sendepause nahekommt, auch wenn der Hersteller nicht den Begriff „Full Eco" verwendet.
Für reer bleibt die Abstufung am unschärfsten: VOX und ein manuell aktivierbarer ECO-Modus werden kombiniert, aber der Hersteller beschreibt Letzteren nur als „Strahlungsreduzierung im Ruhemodus", ohne zu klären, ob damit eine Reduktion oder eine vollständige Abschaltung gemeint ist. Wer nach einem echten Sendestopp sucht, sollte gezielt nach den Begriffen „Full Eco" oder „Eco Max" fragen, nicht nach „Eco" allein.
Die drei BfS-Empfehlungen — und welches Gerät sie erfüllt
Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt drei konkrete Empfehlungen für Babyphones: eine Reichweitenkontrolle mit Dauersendung vermeiden, den größtmöglichen Abstand zum Kinderbett einhalten und den Sender wenn möglich mit Batterien statt am Stromnetz betreiben, weil das zusätzlich die niederfrequenten elektrischen Wechselfelder der Netzverbindung vermeidet. Keine der gängigen Vergleichsseiten übersetzt diese drei Punkte bislang in konkrete Kaufkriterien für einzelne Geräte.
Der Abstand zum Bett ist eine Frage der Aufstellung, nicht der Geräteauswahl, und wird deshalb hier nicht bewertet. Bei den beiden anderen Punkten zeigt sich ein deutliches Gefälle: Angelcare AC423-D erfüllt laut Datenblatt beide — abschaltbare Reichweitenkontrolle und batteriebetreibbarer Sender mit vier AAA-Zellen. Philips SCD713 erfüllt den Batteriepunkt eingeschränkt, weil die Babyeinheit laut Anleitung nur für den Stromausfall-Backup mit Batterien bestückt werden kann, im Regelbetrieb aber am Netz hängt.
Alecto DBX110 und Philips SCD503 erfüllen den Batteriepunkt laut den eingesehenen Herstellerunterlagen nicht: Die Sendeeinheit ist bei beiden ausschließlich netzbetrieben, bei Philips SCD503 beantwortet der Hersteller die eigene FAQ dazu sogar ausdrücklich mit „Nein". Bei reer bleibt die Angabe für die Sendeeinheit unklar. Damit erfüllt kein einziges Gerät im Vergleich alle greifbaren BfS-Kriterien vollständig — ein Befund, den keine kommerzielle Vergleichsseite in dieser Form offenlegt.
Sendeleistung: die Zahl, die fast niemand nennt
Alle fünf Hersteller werben mit Begriffen wie „strahlungsarm", „Full Eco" oder „minimale Funkbelastung". Eine nachprüfbare Zahl zur Sendeleistung liefert davon nur einer: Philips nennt im Nutzerhandbuch zum Modell SCD503 im Rahmen der EU-Konformitätserklärung explizit 250 Milliwatt maximale Sendeleistung im DECT-Band 1.880 bis 1.900 MHz. Das ist zugleich der gesetzlich zulässige Höchstwert für DECT-Geräte in Europa und keine gerätespezifisch abgesenkte Auslegung — die Angabe bestätigt also eher, dass Philips SCD503 innerhalb des Standards bleibt, als dass sie eine besonders niedrige Sendeleistung belegt.
Angelcare nennt immerhin die Trägerfrequenz mit 864 MHz, verzichtet aber auf eine Leistungsangabe in Milliwatt. Alecto beziffert stattdessen die maximale elektrische Leistungsaufnahme mit 2,70 Watt — das ist der Stromverbrauch des Geräts, keine Angabe zur abgestrahlten Funkleistung, und die beiden Werte sollten nicht verwechselt werden. Philips SCD713 und reer nennen für ihre Modelle weder Frequenzband noch Leistungswert in den eingesehenen Unterlagen.
Für die Kaufentscheidung bedeutet das: „Strahlungsarm" ist in vier von fünf Fällen eine Werbeaussage ohne nachprüfbare Zahl. Wer eine belastbare Einordnung will, kommt an unabhängigen Messungen wie denen von ÖKO-TEST oder Stiftung Warentest nicht vorbei — Herstellerangaben allein reichen dafür in diesem Markt nicht aus.
Batteriebetrieb der Sendeeinheit: das unterschätzte Vorsorgekriterium
Akkubetrieb steht in praktisch jeder Produktbeschreibung als Komfortmerkmal, verknüpft mit Mobilität der Elterneinheit. Die BfS-Empfehlung zielt aber auf die Sendeeinheit am Kinderbett: Sie soll wenn möglich mit Batterien statt am Stromnetz betrieben werden, weil das die niederfrequenten elektrischen Wechselfelder der Netzverbindung in unmittelbarer Bettnähe vermeidet. Dieser Unterschied wird in Produktbeschreibungen fast nie benannt.
Von den fünf Geräten im Vergleich bestätigen nur zwei einen Batteriebetrieb der Sendeeinheit selbst. Angelcare AC423-D benötigt laut Datenblatt vier 1,5-V-AAA-Batterien für den Sender, nicht im Lieferumfang enthalten. Philips SCD713 erlaubt laut Bedienungsanleitung das Bestücken der Babyeinheit mit vier AA-Batterien, allerdings nur als automatischen Backup bei Stromausfall, nicht für den Dauerbetrieb ohne Netzanschluss.
Bei Alecto DBX110 ist die Babyeinheit laut Hersteller-Spezifikationstabelle ausschließlich netzbetrieben, ein Batteriefach wird nur für die Elterneinheit gelistet. Bei Philips SCD503 beantwortet der Hersteller die eigene FAQ „Can I use the baby unit on batteries?" mit einem klaren Nein. Bei reer beschreibt die Herstellerkommunikation Batteriebetrieb ausdrücklich nur für die Elterneinheit, eine Aussage zur Sendeeinheit fehlt. Wer die BfS-Empfehlung ernst nimmt, sollte vor dem Kauf gezielt nach „Batteriebetrieb Babyeinheit" statt nach „Akkubetrieb" allgemein fragen.
Zwei Philips-Modelle, zwei Sendeprofile
Zwei der fünf Geräte in diesem Vergleich stammen von Philips AVENT, und das ist kein Zufall, sondern selbst ein Befund. Der Amazon-Titel von SCD503 (B07FMM2W12) wirbt mit „330 m Reichweite" ohne den Begriff „Eco" zu erwähnen, der Titel von SCD713 (B07F2CZJT2) nennt explizit „Eco-Mode". Die jeweiligen Bedienungsanleitungen bestätigen: Das ist kein Marketing-Zufall, sondern ein echter technischer Unterschied im Sendeverhalten derselben Marke.
SCD503 hat laut eigenem Handbuch nur einen „immer aktiven" Smart-Eco-Modus, der die Sendeleistung reduziert, aber nicht abschaltet, und eine Sendeeinheit, die laut FAQ ausdrücklich nicht batteriebetrieben werden kann. Dafür nennt die Konformitätserklärung dieses Modells als einziges im gesamten Vergleich eine konkrete Sendeleistung: 250 Milliwatt. SCD713 bietet zusätzlich einen echten Eco-Max-Modus, der das Senden im Ruhezustand vollständig abschaltet, und erlaubt einen Batterie-Backup der Sendeeinheit — nennt dafür in der eingesehenen Anleitung keine eigene Sendeleistungszahl.
Auch bei der Reichweite fällt eine Unstimmigkeit auf: Der Amazon-Titel von SCD503 verspricht 330 m, das zugehörige Nutzerhandbuch nennt an anderer Stelle nur bis zu 300 m im Freifeld. Das Handbuch der SCD713-Baureihe nennt dagegen exakt 330 m. Ob es sich um unterschiedliche Modellrevisionen oder eine ungenaue Verkaufsbeschreibung handelt, lässt sich aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen nicht abschließend klären — für die Kaufentscheidung zählt: Wer Wert auf einen echten Sendestopp legt, sollte gezielt zu SCD713 greifen, nicht zu SCD503, auch wenn beide unter derselben Marke laufen.
Reichweitenkontrolle: der unsichtbare Dauersender im Hintergrund
Ein oft übersehener Strahlungsfaktor ist die Reichweitenkontrolle: ein regelmäßiges Abfrage-Funksignal zwischen Sender und Empfänger, das prüft, ob die Verbindung noch besteht. Läuft diese Kontrolle in kurzen Intervallen permanent, trägt sie laut Angelcare-Herstellerdokumentation spürbar zur Gesamt-Sendebelastung bei — unabhängig davon, ob das Kind gerade Geräusche macht oder nicht.
Angelcare AC423-D macht diesen Mechanismus als einziges Gerät im Vergleich explizit zum Verkaufsargument: Die Reichweitenkontrolle lässt sich laut Datenblatt gezielt abschalten und nur dann zuschalten, wenn sie wirklich gebraucht wird. reer beschreibt eine akustische und optische Reichweitenwarnung bei Grenzüberschreitung, macht aber keine Angabe dazu, ob die zugrundeliegende Statusabfrage dauerhaft oder nur bei Bedarf sendet.
Bei den beiden Philips-Modellen und bei Alecto findet sich in den eingesehenen Unterlagen keine gesonderte Aussage zur Reichweitenkontrolle als eigenem Strahlungsfaktor — die Verbindungsprüfung läuft implizit als Teil der laufenden DECT-Verbindung mit. Wer dieses Detail zum Kaufkriterium machen will, findet aktuell nur bei Angelcare eine dokumentierte, abschaltbare Lösung.
DECT, FHSS und 864 MHz: drei Techniken im Vergleich
Die fünf Geräte nutzen drei unterschiedliche Übertragungstechniken. Philips SCD503, Philips SCD713 und Alecto DBX110 setzen auf DECT, den europäischen Standard für schnurlose Telefonie im Band um 1,9 GHz, reguliert über Allgemeinzuteilungen der Bundesnetzagentur. reer Neo nutzt FHSS (Frequency Hopping Spread Spectrum), bei dem das Gerät laufend die Frequenz wechselt, was laut Hersteller Abhörsicherheit und Störungsfreiheit verbessert. Angelcare AC423-D arbeitet auf 864 MHz, einer selteneren Frequenz außerhalb des DECT-Standards.
Aus der Technik allein lässt sich keine Rangfolge bei der Strahlungsbelastung ableiten: Keiner der vier Nicht-DECT- beziehungsweise Sonderfrequenz-Hersteller belegt eine niedrigere Sendeleistung als der DECT-Standard. Die einzige belastbare Zahl im gesamten Vergleich stammt ausgerechnet von einem DECT-Gerät, Philips SCD503, mit 250 Milliwatt — dem DECT-Höchstwert selbst.
Relevanter als die Grundtechnik ist deshalb das Sendeverhalten innerhalb dieser Technik: ob dauerhaft, mit Sendepausen oder nur bei Geräusch gesendet wird. Ein FHSS- oder Sonderfrequenz-Gerät mit Dauerübertragung sendet im Zweifel länger als ein DECT-Gerät mit konsequentem Full-Eco-Modus. Die Technikwahl ersetzt keine Prüfung des konkreten Sendeverhaltens.
Reichweite: Freifeldangabe gegen Wohnungsrealität
Reichweitenangaben von 250 bis 330 Metern gelten bei allen fünf Geräten im Freifeld, ohne Wände oder Decken dazwischen. Philips beziffert für beide eigenen Modelle zusätzlich die Innenraum-Reichweite mit bis zu 50 Metern — deutlich weniger als ein Sechstel der Freifeldangabe. Die übrigen drei Hersteller nennen keine gesonderte Innenraumzahl.
Für die Strahlungsfrage ist das indirekt relevant: Je näher Sender und Empfänger an der technischen Reichweitengrenze arbeiten, desto eher schaltet ein automatischer Eco-Modus auf höhere Sendeleistung, weil das Gerät die Verbindung halten muss. Wer ein Gerät in einer größeren Wohnung mit mehreren massiven Wänden betreibt, sollte deshalb nicht nur auf den Full-Eco-Modus schauen, sondern auch auf die realistische Innenraumreichweite, um dauerhaften Volllast-Betrieb zu vermeiden.
Die bereits erwähnte Diskrepanz beim Philips-SCD503-Modell zwischen Amazon-Titel (330 m) und Nutzerhandbuch (300 m) zeigt zusätzlich, wie wichtig ein Blick in die tatsächliche Herstellerdokumentation statt in den Verkaufstitel ist, wenn Reichweite und Sendeverhalten gemeinsam bewertet werden sollen.
ÖKO-TEST, Stiftung Warentest und was „strahlungsarm" wirklich heißt
ÖKO-TEST hat Babyphones mehrfach auf elektromagnetische Belastung geprüft und dabei bei einem Großteil der getesteten Geräte eine deutlich erhöhte Strahlung festgestellt. Angelcare AC423-D wurde in einem älteren ÖKO-TEST-Vergleich als Top-Empfehlung mit dem Prädikat „sehr gut" ausgezeichnet und dabei laut Herstellerangabe zu den elektrosmogärmsten Geräten im damaligen Testfeld gezählt — die Auszeichnung stammt aus dem Jahr 2014 und bezieht sich auf den damaligen Marktvergleich, nicht auf die fünf hier verglichenen Geräte gemeinsam.
Stiftung Warentest kommt in einem eigenen Test zu einem differenzierteren Bild: Keines der dort geprüften Geräte kam den gesetzlichen Grenzwerten für elektrische Strahlung nahe, unabhängig vom Gerätetyp. Das deckt sich mit der Einordnung des Bundesamts für Strahlenschutz, das haushaltsübliche Babyphones nicht als gesundheitsschädlich einstuft, aber dennoch konkrete Vorsorgemaßnahmen empfiehlt.
Für die Kaufentscheidung heißt das: „Strahlungsarm" ist weder eine geprüfte Norm noch ein einheitlich vergebenes Prädikat. Es lohnt sich, gezielt nach dem Jahr und der Quelle einer Testauszeichnung zu fragen, statt sie unhinterfragt auf ein aktuelles Modell zu übertragen — besonders wenn die Auszeichnung wie bei Angelcare mehr als zehn Jahre alt ist.
Herstellertransparenz: von Montreal bis Leonberg
Anders als bei Amazon-nativen Marken ohne eigenes Impressum sind alle fünf Hersteller in diesem Vergleich etablierte, langjährige Unternehmen mit auffindbaren Firmendaten — die Ausbeute fällt entsprechend besser aus als in Vergleichen mit reinen Direct-to-Consumer-Marken. reer GmbH sitzt seit der Unternehmensgründung 1922 in Leonberg, Deutschland, mit eigenem Impressum, Handelsregisternummer und deutscher Telefonnummer.
Philips Consumer Lifestyle B.V. ist Teil der niederländischen Koninklijke Philips N.V., mit dokumentierten Support-Öffnungszeiten, aber ohne direkt beworbene Telefonnummer für Avent-Produkte. Alecto Baby gehört seit 2019 zur Commaxx International NV mit Sitz in Kerkrade, Niederlande, und dokumentiert als einziger Hersteller im Vergleich eine erweiterbare Garantie von bis zu drei Jahren bei Produktregistrierung.
Angelcare fällt demgegenüber ab: Die Marke wurde 1997 in Montreal, Kanada, gegründet, der deutsche Vertrieb läuft über die Funny Handel GmbH & Co. KG in Düsseldorf. Die für dieses Modell verfügbaren Kontaktdaten stammen aus einem älteren Produktdatenblatt, die aktuelle Vertriebswebsite war zum Recherchezeitpunkt nicht erreichbar. Das technisch am besten dokumentierte Sendeverhalten im Vergleich trifft damit auf die am schwersten aktuell zu verifizierende Herstellerkommunikation — ein Zielkonflikt, den Käuferinnen und Käufer selbst abwägen müssen.
Nachtlicht, Temperaturanzeige, Gegensprechfunktion: Komfort ohne Einfluss auf die Strahlung
Alle fünf Geräte bieten Zusatzfunktionen, die mit dem Sendeverhalten nichts zu tun haben, aber die Kaufentscheidung häufig dominieren. Philips SCD713 hat ein Schlaf- und Nachtlicht mit Einschlafliedern, Angelcare eine Raumtemperaturanzeige und ein Nachtlicht, reer eine Pager-Suchfunktion für die Elterneinheit. Diese Funktionen sagen nichts darüber aus, ob und wie stark ein Gerät im Ruhezustand sendet.
Die Gegensprechfunktion ist bei allen fünf Geräten vorhanden, unterscheidet sich aber in der Reaktionszeit: Bei Philips SCD713 im Eco-Max-Betrieb kann die Rückmeldung des Kindes an die Eltern laut Hersteller verzögert ankommen, weil die Babyeinheit die Übertragung erst reaktivieren muss. Bei den Geräten ohne Full-Eco-Modus entfällt diese Verzögerung, weil ohnehin durchgehend gesendet wird.
Wer Wert auf ein möglichst geringes Sendeverhalten legt, sollte solche Komfortfunktionen bewusst nachrangig behandeln und stattdessen gezielt nach Eco-Modus-Typ, Sendeleistung und Batteriebetrieb des Senders fragen. Ein Nachtlicht oder eine Temperaturanzeige lässt sich bei Bedarf separat nachrüsten, ein fehlender Full-Eco-Modus nicht. Alle fünf Geräte hier sind reine Audio-Babyphones ohne Kamera; wer stattdessen Bildübertragung braucht, findet die passende Auswahlachse im Vergleich Babyphone mit Kamera, wo Geräte mit Video strukturell mehr Daten senden als die hier verglichenen reinen Audiogeräte.
Entscheidungshilfe nach Nutzertyp
Angelcare AC423-D verbindet laut Datenblatt eine abschaltbare Reichweitenkontrolle mit einem batteriebetreibbaren Sender und geräuschaktivierter Einschaltautomatik — im Vergleich am umfassendsten dokumentiert, bei gleichzeitig schwerer verifizierbarer aktueller Herstellerkommunikation.
Philips SCD713 bietet einen dokumentierten Eco-Max-Modus, der die Übertragung bei Stille komplett abschaltet, dazu Batterie-Backup für die Sendeeinheit bei Stromausfall.
Philips SCD503 ist das einzige Gerät im Vergleich, dessen Nutzerhandbuch eine konkrete Sendeleistung (250 mW) nennt — verzichtet dafür auf einen Full-Eco-Modus und einen batteriebetreibbaren Sender.
reer Neo stammt von einer deutschen Firma mit eigenem Impressum und Rufnummer, kombiniert VOX mit einem Eco-Modus, lässt aber den Batteriebetrieb der Sendeeinheit offen.
Alecto DBX110 bestätigt „Full Eco: Ja" direkt in der Spezifikationstabelle und bietet die längste mögliche Garantie im Vergleich, die Sendeeinheit ist dafür ausschließlich netzbetrieben.
Wofür ein strahlungsarmes Babyphone NICHT geeignet ist
Ehrlich eingeordnet: Auch ein als „strahlungsarm" beworbenes Babyphone ersetzt weder ärztliche Überwachung noch physikalische Vorsorgemaßnahmen. Nicht optimal geeignet für:
- Die Überwachung schlafmedizinischer Auffälligkeiten wie Atemaussetzer — dafür sind medizinisch zugelassene Geräte nötig, kein handelsübliches Babyphone
- Die Ersetzung eines ausreichenden Abstands zum Kinderbett — kein Eco-Modus macht ein zu nah aufgestelltes Gerät sicherer als ein weiter entferntes ohne Eco-Modus
- Wer eine geprüfte, aktuelle Sendeleistungsmessung in Milliwatt erwartet — keiner der fünf Hersteller liefert eine solche unabhängige Messung, nur teils eigene Herstellerangaben
- Haushalte, die grundsätzlich jede Funkübertragung vermeiden wollen — ein kabelgebundenes System über die Stromleitung liegt außerhalb dieses Vergleichs
- Eine sofortige, verzögerungsfreie Rückmeldung rund um die Uhr — Full-Eco- und Eco-Max-Modi erkaufen die Sendepause mit einer kurzen Reaktionsverzögerung
Typische Fehlkäufe bei strahlungsarmen Babyphones
Ein einfacher Eco-Modus reduziert nur die Sendeleistung, sendet aber weiter durchgehend. Nur Full Eco oder Eco Max schaltet die Übertragung im Ruhezustand vollständig ab.
Die BfS-Empfehlung zielt auf den Sender am Kinderbett. Ein Akku in der Elterneinheit erfüllt diese Empfehlung nicht.
Der Begriff ist in den meisten Fällen unbelegte Werbesprache ohne Zahl. Nur Testauszeichnungen unabhängiger Institute wie ÖKO-TEST oder Stiftung Warentest sind geprüft — und sollten auf Aktualität geprüft werden.
250 bis 330 Meter gelten ohne Wände. In der Wohnung sinkt die tatsächliche Reichweite deutlich, was den Eco-Modus zu höherer Sendeleistung zwingen kann.
Die beiden Philips-Modelle in diesem Vergleich zeigen: Gleiche Marke bedeutet nicht gleiches Sendeverhalten. Modellnummer und Bedienungsanleitung vor dem Kauf gezielt vergleichen.
Quellen
- Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) — Babyüberwachungsgeräte — Einordnung zu elektromagnetischen Feldern und die drei Vorsorgeempfehlungen
- Bundesnetzagentur — Allgemeinzuteilungen für Kurzstreckenfunk — regulatorischer Rahmen für DECT- und FHSS-Funkanwendungen
- Stiftung Warentest — Themenseite Babyphone — Testübersicht und Einordnung zu Strahlung und Grenzwerten
- Stiftung Warentest — Babyphones im Vergleich: Die Einfachen sind die Besten — Testergebnisse inklusive Messung der elektrischen Strahlung
- ÖKO-TEST — Babyphone im Vergleich — Testübersicht zu Ausstattung und elektromagnetischer Belastung
- ÖKO-TEST — Babyphone im Vergleich: Strahlung bei zehn Geräten stark erhöht — Testergebnis zur elektromagnetischen Belastung mehrerer Geräte
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Eco" bei einem Babyphone genau?
Das hängt vom Gerät ab, und genau das sorgt für Verwirrung. VOX schaltet die Tonübertragung geräuschabhängig ein und aus. Eco reduziert die Sendeleistung abstandsabhängig, meist automatisch und dauerhaft aktiv, ohne das Senden ganz zu stoppen. Full Eco beziehungsweise Eco Max stellt das Senden im Ruhezustand vollständig ein, bis wieder ein Geräusch erkannt wird. Nur die dritte Variante bedeutet wirklich „keine Dauerstrahlung" im Ruhezustand. Im Vergleich nennen Philips (SCD713) und Alecto diese Vollabschaltung ausdrücklich, das zweite Philips-Modell (SCD503) und reer bieten nur eine Leistungsreduktion.
Was ist der Unterschied zwischen Eco-Modus und Full-Eco- beziehungsweise Eco-Max-Modus?
Der einfache Eco-Modus, wie ihn Philips SCD503 und teilweise reer nutzen, reduziert die Sendeleistung automatisch, meist abhängig vom Abstand zwischen Sender und Empfänger, sendet aber weiterhin durchgehend. Full Eco oder Eco Max, wie bei Philips SCD713 und laut Datenblatt bei Alecto DBX110, schaltet die Übertragung im Ruhezustand komplett ab und aktiviert sie erst wieder, wenn ein Geräusch erkannt wird. Der Nachteil: Bei Philips SCD713 führt das laut Bedienungsanleitung zu einer Rückmeldeverzögerung, wenn das Baby einen Ton macht.
Welches Babyphone hat laut Herstellerangaben am wenigsten Strahlung?
Eine belastbare Rangfolge lässt sich aus Herstellerangaben nicht ableiten, weil keines der fünf Geräte eine Sendeleistung in Milliwatt zusammen mit einer unabhängigen Messung veröffentlicht. Am differenziertesten dokumentiert ist Angelcare AC423-D: geräuschaktivierte Einschaltautomatik statt Dauerübertragung, abschaltbare Reichweitenkontrolle und ein batteriebetreibbarer Sender, dazu die ÖKO-TEST-Auszeichnung „sehr gut" als Top-Empfehlung aus 2014. Das ist aber eine Einordnung nach Herstellerangaben und Testarchiv, keine eigene Messung dieses Vergleichs.
Ist ein DECT-Babyphone sicher, oder sollte man ein analoges oder FHSS-Gerät wählen?
Das Bundesamt für Strahlenschutz stuft haushaltsübliche Babyphones nicht als gesundheitsschädlich ein, empfiehlt aber Vorsorgemaßnahmen unabhängig von der Übertragungstechnik. DECT-Geräte wie die beiden Philips-Modelle und Alecto arbeiten im lizenzfreien 1,9-GHz-Band nach einheitlichem europäischem Standard. FHSS-Geräte wie reer wechseln laufend die Frequenz und gelten als abhörsicher, ohne dass der Hersteller eine geringere Sendeleistung belegt. Angelcare setzt mit 864 MHz auf eine dritte, seltenere Frequenz. Die Übertragungstechnik allein ist damit kein verlässliches Kriterium für „mehr" oder „weniger" Strahlung.
Geben Babyphones auch dann elektromagnetische Felder ab, wenn das Kind schläft und ruhig ist?
Bei den meisten Geräten im Vergleich: ja, zumindest reduziert. Nur bei aktiviertem Full-Eco- oder Eco-Max-Modus (Philips SCD713, laut Datenblatt auch Alecto DBX110) sowie bei geräuschaktivierter Automatik ohne Dauer-Reichweitenkontrolle (Angelcare) wird die Übertragung im Ruhezustand vollständig eingestellt. Philips SCD503 sendet laut eigenem Handbuch dauerhaft mit reduzierter Leistung, auch wenn kein Geräusch erkannt wird. Für reer bleibt die genaue Abstufung zwischen VOX-Pause und Eco-Reduktion in der Herstellerkommunikation unscharf.
Warum nennt kaum ein Hersteller eine Sendeleistung in Watt oder Milliwatt?
Von den fünf Geräten in diesem Vergleich macht nur Philips SCD503 in der EU-Konformitätserklärung des Nutzerhandbuchs eine explizite Angabe: 250 Milliwatt maximale Sendeleistung im Band 1.880 bis 1.900 MHz. Das ist zugleich der gesetzlich zulässige DECT-Höchstwert und keine gerätespezifisch niedrigere Auslegung. Angelcare nennt immerhin die Frequenz (864 MHz), Alecto beziffert nur den elektrischen Stromverbrauch (2,70 Watt, keine Funkleistung), reer und das zweite Philips-Modell nennen weder Frequenzband noch Leistungswert. „Strahlungsarm" bleibt damit in fast allen Fällen eine Werbeaussage ohne nachprüfbare Zahl.
Warum ist der Batteriebetrieb der Sendeeinheit wichtiger als der Elterneinheit?
Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, den Sender nach Möglichkeit mit Batterien statt am Stromnetz zu betreiben, weil das die niederfrequenten elektrischen Wechselfelder der Netzverbindung vermeidet, die zusätzlich zur Funkstrahlung auftreten. Werbung mit „Akkubetrieb" bezieht sich in der Praxis aber häufig nur auf die Elterneinheit, die ohnehin mobil sein soll. Im Vergleich bestätigen nur Angelcare (4 AAA-Batterien) und mit Einschränkung Philips SCD713 (Batterie-Backup bei Stromausfall) einen Batteriebetrieb der Sendeeinheit selbst. Bei Alecto ist die Sendeeinheit laut Spezifikation ausschließlich netzbetrieben, bei reer und Philips SCD503 fehlt eine eindeutige beziehungsweise positive Angabe für den Sender.
Weiterführend bei Test und Tipps
Dieser Vergleich wählt ausschließlich nach Sendeverhalten aus. Wer stattdessen nach Bildübertragung oder nach Funkreichweite entscheiden möchte, findet die passende Auswahlachse in den weiteren Teilen des Babyphone-Vergleichsclusters, sobald dieser vollständig veröffentlicht ist. Bereits verfügbar sind der Vergleich zur Bildübertragung und ein weiterer Kernbereich der Kindersicherheit:

