Sandfilteranlage für den Pool 2026: fünf Anlagen und die Zahl, die wirklich zählt
Auf jedem Karton einer Sandfilteranlage steht eine große Zahl in Litern pro Stunde. Bei vier von fünf Geräten in diesem Vergleich ist das nicht die Zahl, mit der man rechnen muss. Sie beschreibt, was die Pumpe fördert, wenn sie ins Freie pumpt — ohne Filterbett, ohne Ventil, ohne Schläuche. Was tatsächlich durch den Sand geht, liegt zwischen 30 und 42 Prozent darunter. Bestway weist beide Werte nebeneinander aus: 3.596 Liter pro Stunde Pumpenleistung, 2.082 Liter pro Stunde Durchflussrate.
Aus dieser Differenz folgt fast jeder Fehlkauf in dieser Produktgruppe. Wer ein 20.000-Liter-Becken mit einer Anlage bestückt, die nominell 4.500 Liter pro Stunde schafft und real 3.000, wälzt das Wasser an einem Sommertag nicht einmal zweimal um. Dieser Vergleich ordnet fünf lieferbare Anlagen nach den Werten ein, die aus Herstellerunterlagen belegbar sind, rechnet die Auslegung durch und benennt bei jedem Gerät, welche Zahl fehlt.
Auf einen Blick: worauf es beim Kauf ankommt
Die beworbene Zahl gilt bei freiem Auslass. Gerechnet wird mit dem Durchfluss durch das Filterbett — bei Bestway 42 Prozent weniger.
Beckenvolumen mal zwei, geteilt durch die geplante Laufzeit — das ergibt den nötigen Filterdurchfluss in Litern pro Stunde.
Die DIN 19643 verlangt mindestens 45 Meter pro Stunde Spülgeschwindigkeit. Ein großer Kessel an kleiner Pumpe wird nie sauber.
Übliche Korngruppe 0,7 bis 1,2 mm. Die Füllmenge reicht von 8,5 bis 35 kg — zu viel Sand blockiert die Rückspülung.
Bestway und T.I.P. gewähren 24 Monate Herstellergarantie. Steinbach und Deuba nennen in ihren AGB nur die gesetzliche Gewährleistung.
Nur die Monzana zieht Wasser von oben an. Alle anderen müssen unterhalb des Wasserspiegels stehen, sonst laufen sie trocken.
Die fünf Modelle im Direktvergleich
| Modell | Umwälzleistung | Pumpenleistung | Poolvolumen | Kessel | Segment | Bewertung | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
1. Steinbach 250NTop-Empfehlung | 4.170 l/h laut Herstellerdatenblatt — das ist die Menge, die tatsächlich durch das Filterbett geht | 6.000 l/h Förderleistung der Pumpe mit der Artikelnummer 040955, Förderhöhe 6,50 m, nicht selbstansaugend | bis 19.000 Liter laut Hersteller | Filterkessel Ø 250 mm ohne Vorfilter, Schutzart IPX5, Schutzklasse I, Isolierstoffklasse F | Mid-Tier | 4.4 | Preis |
2. T.I.P. SPF 370 F | 7.000 l/h Durchfluss am Sandfilter laut Bedienungsanleitung — der Wert, mit dem gerechnet werden muss | 13.200 l/h maximale Fördermenge, laut Handbuch ermittelt bei freiem, unreduziertem Auslass; Nennleistung 550 Watt aufgenommen, 370 Watt abgegeben | bis 40 m³, also bis 40.000 Liter | Sandfilterbehälter mit integriertem Vorfilter zum Pumpenschutz, maximaler Druck 1,2 bar, Schutzart IPX5, Aufstellmaß 50 × 50 × 68 cm | Premium | 4.5 | Preis |
3. Monzana SF12K | Kein getrennter Filterdurchfluss veröffentlicht — Deuba nennt ausschließlich die maximale Fördermenge | 10.200 l/h maximale Fördermenge, Pumphöhe 8,5 m, selbstansaugend | bis 35.000 Liter laut Hersteller | 25 Liter Tankvolumen, bei dieser Variante ausdrücklich ohne Vorfilter, Schutzart IPX5, Baureihe nach Herstellerangabe TÜV-SÜD-geprüft | Mid-Tier | 4.4 | Preis |
4. Intex QX2100 | 6.000 l/h Umwälzleistung laut Datenblatt des europäischen Vertriebs | 7.900 l/h, im Benutzerhandbuch als 2.100 Gallonen pro Stunde ausgewiesen, nicht selbstansaugend | bis 32.200 Liter laut Hersteller | Kesselgröße Ø 360 mm, effektiver Filterbereich 0,1 m², maximaler Arbeitsdruck 2 bar, Vorfilter vorhanden, Schutzart IPX4 | Premium | 4.3 | Preis |
5. Bestway 58515 | 2.082 l/h Durchflussrate laut Bestway — rund 42 Prozent unter der beworbenen Pumpenleistung | 3.596 l/h, maximale Förderhöhe 8 m, nicht selbstansaugend | 1.100 bis 16.600 Liter laut Bestway-Datenblatt; die Amazon-Listung nennt abweichend 18.100 Liter | Filtertank Ø 27 cm mit Vorfilter und herausnehmbarem Sieb, GS-zertifiziert durch DEKRA, Schutzklasse 1, Personenschutzschalter | Einsteiger | 4.5 | Preis |
Alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Stand: April 2026
Bewertungen von den Amazon.de-Produktseiten, geprüft am 30.07.2026. Die Segmente bezeichnen die Marktlage, sie sind keine Preisangabe.
Die fünf Sandfilteranlagen im Detail
Steinbach Filteranlage Classic 250N, 040385, für Pools bis 19.000 l, mit 7-Wege-Ventil mit Verstellhebel und Manometer
Die meistbewertete Sandfilteranlage auf Amazon.de und zugleich die mit dem vollständigsten Datenblatt. Steinbach nennt als einziger Hersteller in diesem Feld Umwälzleistung, Pumpenleistung, Förderhöhe, Kesseldurchmesser, Sandmenge, Körnung und Schalldruckpegel getrennt und öffentlich. Der Kessel mit 250 Millimetern Durchmesser passt sauber zur Pumpe: Für die Rückspülung nach der Mindestgeschwindigkeit der DIN 19643 wären rund 2.200 Liter pro Stunde nötig, die Pumpe liefert 6.000. Die Anlage ist nicht selbstansaugend und muss deshalb unterhalb des Wasserspiegels stehen.
| Umwälzleistung | 4.170 l/h laut Herstellerdatenblatt — das ist die Menge, die tatsächlich durch das Filterbett geht |
| Pumpenleistung | 6.000 l/h Förderleistung der Pumpe mit der Artikelnummer 040955, Förderhöhe 6,50 m, nicht selbstansaugend |
| Poolvolumen | bis 19.000 Liter laut Hersteller |
| Kessel | Filterkessel Ø 250 mm ohne Vorfilter, Schutzart IPX5, Schutzklasse I, Isolierstoffklasse F |
| Filtermedium | 10 kg Quarzfiltersand der Körnung 0,70 bis 1,20 mm, alternativ 300 g Filter Balls oder Filter Wool Flakes |
| Ventil | 7-Wege-Ventil mit Verstellhebel und Manometer |
| Anschluss | Ø 32/38 mm, 220 bis 240 Volt bei 50 Hertz, maximal 200 Watt, salzwassergeeignet, Wassertemperatur 10 bis 35 Grad, 70 dB(A), Kabel 1,60 m |
| Firma | Steinbach International GmbH; Firmenbuch FN 179106t, UID ATU46600307, GTIN des Artikels 09008748403856 |
| Sitz | L. Steinbach Platz 1,4311 Schwertberg, Österreich |
| Gegründet | 1934 von Leopold Steinbach als Wollgroßhandel in Schwertberg gegründet, seit 1999 im Poolgeschäft, heute rund 200 Mitarbeitende |
| Support | Telefon +43 7262 614310 laut Kundenservice-Seite, info@steinbach.at, Reklamationen laut AGB über helpdesk.steinbach.at |
| Servicezeiten | Keine telefonischen Servicezeiten ausgewiesen; der Service-Assistent Steinbach Helper ist laut Serviceseite rund um die Uhr erreichbar, dazu Ersatzteil-Finder und Repair Guide |
| Garantie | Keine eigene Herstellergarantie — die AGB nennen ausdrücklich nur die gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren ab Übernahme; Reklamation über helpdesk.steinbach.at, Rücksendung binnen 14 Tagen mit dem vom Verkäufer gestellten Anschriftsetikett |
| Normen | Das Datenblatt weist keine EN-Norm aus; belegt sind Schutzart IPX5, Schutzklasse I, Isolierstoffklasse F, Salzwassereignung und ein Schalldruckpegel von 70 dB(A) |
| Herkunft | Entwicklung, Produktdefinition und Vertrieb in Schwertberg in Oberösterreich; ein Fertigungsland nennt das Datenblatt nicht |
| Gewicht | 8,5 kg bei einer Abmessung von 43 × 27 × 58 cm laut Artikelangaben |
| Marktstart | Die älteste vom Hersteller veröffentlichte Ersatzteilliste zur 040385 trägt die Gültigkeit ab 14.07.2016, eine weitere gilt ab 01.01.2026 — die Baureihe wird also seit rund zehn Jahren durchgehend mit Ersatzteilen versorgt |
Aufstellbecken bis 19.000 Liter mit einem Stellplatz unterhalb des Wasserspiegels. Wer Wert auf lückenlose Herstellerdaten und eine belegte Ersatzteilversorgung legt. Wer Salzwasser bis 5 Gramm je Liter fährt.
Wer die Anlage höher als das Becken aufstellen muss — ohne Selbstansaugung zieht sie kein Wasser. Wer einen Schlauch-Bodensauger mit mindestens 4.500 Litern pro Stunde betreiben will. Wer eine Herstellergarantie erwartet.
- 7.126 Bewertungen bei 4,4 von 5 — die mit Abstand breiteste Datenbasis im Feld
- Einziges Datenblatt im Vergleich mit Kesseldurchmesser, Sandmenge und Körnung
- 7-Wege-Ventil mit Manometer, also inklusive Zirkulieren und Winterstellung
- Pumpe mit eigener Artikelnummer 040955, Ersatzteillisten seit 2016 durchgehend gepflegt
- Salzwassergeeignet bis 5 Gramm je Liter, optional mit UV-Desinfektion erweiterbar
- Mit 70 dB(A) der niedrigste ausgewiesene Schalldruckpegel im Vergleich
- Steinbach gewährt laut eigenen AGB keine Herstellergarantie über die Gewährleistung hinaus
- Nicht selbstansaugend — die Anlage muss unterhalb des Wasserspiegels stehen
- Kein Vorfilter, grobe Blätter landen direkt am Pumpenrad
- Die reale Umwälzleistung liegt unter der Schwelle, die Steinbach für eigene Bodensauger nennt
T.I.P. Sandfilteranlage SPF 370 F, Pool Filter Set für Becken bis 40 m³, 13.200 l/h, mit Vorfilter und 4-Wege-Ventil, 30309
Die einzige Anlage im Feld von einem Hersteller, der Pumpen als Kerngeschäft baut und nicht als Poolzubehör. T.I.P. gibt beide Leistungswerte an und erklärt den Unterschied im Handbuch sogar mit einer Fußnote: Die 13.200 Liter pro Stunde wurden bei freiem, unreduziertem Auslass gemessen, durch das Filterbett gehen 7.000. Ein integrierter Vorfilter schützt das Pumpenrad vor Blättern und Insekten. Das 4-Wege-Ventil kennt keine Zirkulationsstellung, dafür ist die Konstruktion einfacher und hat eine Dichtfläche weniger.
| Umwälzleistung | 7.000 l/h Durchfluss am Sandfilter laut Bedienungsanleitung — der Wert, mit dem gerechnet werden muss |
| Pumpenleistung | 13.200 l/h maximale Fördermenge, laut Handbuch ermittelt bei freiem, unreduziertem Auslass; Nennleistung 550 Watt aufgenommen, 370 Watt abgegeben |
| Poolvolumen | bis 40 m³, also bis 40.000 Liter |
| Kessel | Sandfilterbehälter mit integriertem Vorfilter zum Pumpenschutz, maximaler Druck 1,2 bar, Schutzart IPX5, Aufstellmaß 50 × 50 × 68 cm |
| Filtermedium | 25 kg Quarzsand der Körnung 0,5 bis 0,8 mm oder 0,7 bis 1,2 mm, alternativ 700 g Filterbälle |
| Ventil | 4-Wege-Ventil mit den Stellungen Filtern, Rückspülen, Nachspülen und Winterstellung |
| Anschluss | Gewinde 45,48 mm (1½ Zoll Innengewinde), Schlauch Ø 32 und 38 mm, 220 bis 240 Volt bei 50 Hertz, Wassertemperatur 5 bis 40 Grad, Kabel H07RN-F 3G 1,0 mm² mit 1,9 m |
| Firma | T.I.P. Technische Industrie Produkte GmbH, Amtsgericht Mannheim HRB 340844, USt-IdNr. DE144338422, Geschäftsführer Henry Gieck und Julien Vaassen, WEEE-Reg.-Nr. 75795775, GTIN 04011458303090 |
| Sitz | Siemensstraße 17,74915 Waibstadt, Deutschland |
| Gegründet | 1978 gegründet, seither Firmensitz in Waibstadt; nach eigener Darstellung eine mittelständische, international agierende Unternehmensgruppe mit einem nach ISO 9001 zertifizierten Produktionsbetrieb |
| Support | Telefon +49 7263 9125-0, Fax +49 7263 9125-25, service@tip-pumpen.de für Reparaturservice und Ersatzteilversand, info@tip-pumpen.de für allgemeine Anfragen |
| Servicezeiten | Keine Telefonzeiten veröffentlicht; T.I.P. führt Ersatzteil-, Reklamations- und Beratungsanfragen über getrennte Formulare sowie einen Chatbot und nennt keine feste Bearbeitungsfrist |
| Garantie | 2 Jahre Herstellergarantie für private Endkunden in Deutschland, ausdrücklich zusätzlich zu den gesetzlichen Mängelrechten; Mängel sind unmittelbar schriftlich zu melden, T.I.P. entscheidet nach eigenem Ermessen über Reparatur oder Austausch, die Kaufquittung ist beizulegen und das Paket frankiert an den Reparaturservice in Waibstadt zu senden; die Garantieverpflichtung erlischt beim Weiterverkauf |
| Normen | EG-Konformitätserklärung vom 06.12.2019 nach den Richtlinien 2014/35/EU, 2014/30/EU und 2011/65/EU; angewandte Normen EN 60335-1:2012+A11:2014, EN 60335-2-41:2003+A1+A2:2010, EN 62233:2008, EN 61000-3-2:2014 und EN 61000-3-3:2013, Schutzart IPX5 |
| Herkunft | Entwicklung, Vertrieb und Reparaturservice in Waibstadt in Baden-Württemberg, Herkunftsland der Fertigung laut Artikelangabe China; die Verfügbarkeitsdauer für EU-Ersatzteile ist mit 10 Jahren ausgewiesen |
| Gewicht | 12,8 kg Gesamtgewicht des Filtersets, davon 5,5 kg Pumpe, bei einem Aufstellmaß von 50 × 50 × 68 cm laut Bedienungsanleitung |
| Marktstart | Artikelnummer 30309 innerhalb der Baureihe SPF 180, SPF 250 F und SPF 370 F; die zugehörige EG-Konformitätserklärung ist auf den 06.12.2019 datiert |
Becken bis 40.000 Liter, also große Aufstellpools und mittlere Einbaubecken. Wer eine dokumentierte Herstellergarantie und eine deutsche Reparaturadresse will. Wer die Anlage über viele Jahre betreiben und Ersatzteile nachkaufen möchte.
Kleine Aufstellbecken unter 10.000 Litern — 25 kg Sand und 550 Watt sind dort überdimensioniert. Wer eine Zirkulationsstellung am Ventil braucht, etwa zum Umwälzen ohne Filterbelastung. Wer wenig Platz hat.
- Nennt Pumpenförderleistung und Filterdurchfluss getrennt und erklärt den Unterschied im Handbuch
- 2 Jahre Herstellergarantie mit deutscher Reparaturadresse in Waibstadt
- 10 Jahre Verfügbarkeitsdauer für EU-Ersatzteile ausgewiesen
- Integrierter Vorfilter schützt das Pumpenrad vor groben Verschmutzungen
- Vollständige EG-Konformitätserklärung mit fünf benannten EN-Normen
- Deckt mit 40.000 Litern das größte Beckenvolumen im Vergleich ab
- Nur 4-Wege-Ventil, also ohne Zirkulations- und Entleerungsstellung
- Mit 550 Watt Aufnahme der höchste Stromverbrauch im Feld
- Braucht 25 kg Filtersand, das ist mehr als das Doppelte der kleinen Anlagen
- Kein Kesseldurchmesser veröffentlicht, die Rückspülgeschwindigkeit lässt sich nicht nachrechnen
MONZANA Sandfilteranlage SF12K selbstansaugend, 10.200 l/h, für Pools bis 35.000 l, 7-Wege-Ventil, 2in1-Adapter Ø 32 bis 38 mm, 400 W
Die einzige selbstansaugende Anlage im Vergleich und damit die einzige, die auch neben oder oberhalb des Beckens stehen darf. Mit 8,5 Metern Pumphöhe und 10.200 Litern maximaler Fördermenge deckt sie große Aufstellbecken ab. Der Tank fasst 25 Liter und nimmt bis zu 20 Kilogramm Sand auf. Was Deuba nicht veröffentlicht, ist der Filterdurchfluss — es gibt nur die eine große Zahl. In der eigenen Modellübersicht unterscheidet der Hersteller vier Varianten, und ausgerechnet diese ist die einzige ohne Vorfilter.
| Umwälzleistung | Kein getrennter Filterdurchfluss veröffentlicht — Deuba nennt ausschließlich die maximale Fördermenge |
| Pumpenleistung | 10.200 l/h maximale Fördermenge, Pumphöhe 8,5 m, selbstansaugend |
| Poolvolumen | bis 35.000 Liter laut Hersteller |
| Kessel | 25 Liter Tankvolumen, bei dieser Variante ausdrücklich ohne Vorfilter, Schutzart IPX5, Baureihe nach Herstellerangabe TÜV-SÜD-geprüft |
| Filtermedium | bis 20 kg Filtersand, alternativ Filterbälle oder Filterglas |
| Ventil | 7-Wege-Ventil mit Manometer |
| Anschluss | 2in1-Adapter für Ø 32 und 38 mm, 230 Volt, maximal 400 Watt, Netzkabel 190 cm |
| Firma | DEUBA GmbH & Co. KG, Amtsgericht Saarbrücken HRA 9472, vertreten durch die DEUBA Geschäftsführungs GmbH mit HRB 104623, Geschäftsführer Michele Cuglietta und Marius Friedrich, USt-IdNr. DE815720919; Monzana ist eine eingetragene Wortmarke des Unternehmens |
| Sitz | Zum Wiesenhof 84,66663 Merzig, Deutschland |
| Gegründet | DEUBA stieg nach eigener Darstellung 2002 mit kleiner Produktpalette in den Online-Handel ein; die Wortmarke monzana wurde am 24.02.2011 beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet und am 21.04.2011 eingetragen |
| Support | Telefon +49 6861 9010000, Telefax +49 6861 9010099, kontakt@deuba.info; Reklamation, Widerruf und Ersatzteilanfragen laufen über das Service-Portal deubaservice.de |
| Servicezeiten | Keine Telefonzeiten veröffentlicht; DEUBA weist ausdrücklich darauf hin, dass das Service-Portal jederzeit und außerhalb der Geschäftszeiten genutzt werden kann |
| Garantie | Keine eigene Herstellergarantie — die AGB nennen unter Gewährleistung ausschließlich die gesetzlichen Mängelhaftungsrechte; die Abwicklung läuft über deubaservice.de mit kostenfreiem Retourenschein |
| Normen | Keine EN-Norm ausgewiesen; belegt sind Schutzart IPX5 und eine TÜV-SÜD-Prüfung der Baureihe laut Herstellerübersicht |
| Herkunft | Firmensitz, Vertrieb und Kundenservice in Merzig im Saarland; ein Fertigungsland nennt der Hersteller nicht |
| Gewicht | 11,2 kg bei 34 × 34 × 55 cm laut Artikelangaben |
| Marktstart | Modellbezeichnung MZPP14; die Marke monzana besteht seit der Eintragung am 21.04.2011, die Schutzdauer läuft aktuell bis 28.02.2031 |
Becken bis 35.000 Liter, bei denen die Technik nicht tiefer als der Wasserspiegel stehen kann. Wer eine deutsche Servicestelle mit kostenfreiem Retourenschein bevorzugt. Wer Filterglas oder Filterbälle statt Sand einsetzen will.
Wer den realen Filterdurchfluss vor dem Kauf wissen will — dieser Wert ist nicht veröffentlicht. Wer einen Vorfilter braucht, weil Laub in den Skimmer fällt. Wer eine Herstellergarantie erwartet.
- 3.551 Bewertungen bei 4,4 von 5, Rang 13 der Amazon-Kategorie Poolfilter
- Einzige selbstansaugende Anlage im Vergleich, Pumphöhe 8,5 m
- 25 Liter Tankvolumen für bis zu 20 kg Filtersand
- 7-Wege-Ventil mit Manometer, also inklusive Zirkulieren und Winterstellung
- Deutscher Firmensitz mit Service-Portal und kostenfreiem Retourenschein
- 2in1-Adapter passt ohne Zusatzteile an Ø 32 und 38 mm
- Kein Filterdurchfluss veröffentlicht, nur die maximale Fördermenge
- Genau diese Variante hat als einzige der Baureihe keinen Vorfilter
- Keine eigene Herstellergarantie, nur die gesetzliche Gewährleistung
- Kesseldurchmesser nicht angegeben, die Rückspülgeschwindigkeit bleibt offen
INTEX QX2100 Krystal Clear Sandfilterpumpe mit Salzwassersystem und Zeitschaltuhr, für Pools bis 32.200 l, 26676
Zwei Geräte in einem Gehäuse: Sandfilter und Salzwasser-Elektrolyse. Bei 3.000 ppm Salzgehalt erzeugt die Zelle 7 Gramm Chlor je Stunde, die Zeitschaltuhr steuert beide Systeme. Der Kessel ist mit 360 Millimetern der größte im Vergleich, und Intex nennt als einziger Hersteller den effektiven Filterbereich: 0,1 Quadratmeter. Damit lässt sich die Filtergeschwindigkeit ausrechnen, und das ist die eigentlich entscheidende Größe. Ein Durchflusssensor schaltet ab, wenn zu wenig Wasser kommt.
| Umwälzleistung | 6.000 l/h Umwälzleistung laut Datenblatt des europäischen Vertriebs |
| Pumpenleistung | 7.900 l/h, im Benutzerhandbuch als 2.100 Gallonen pro Stunde ausgewiesen, nicht selbstansaugend |
| Poolvolumen | bis 32.200 Liter laut Hersteller |
| Kessel | Kesselgröße Ø 360 mm, effektiver Filterbereich 0,1 m², maximaler Arbeitsdruck 2 bar, Vorfilter vorhanden, Schutzart IPX4 |
| Filtermedium | 35 kg Quarzsand Nr. 20, alternativ 25 kg Glassand oder 1.000 g Faserbällchen; Körnung 0,4 bis 0,8 mm oder 0,7 bis 1,2 mm |
| Ventil | 6-Wege-Ventil mit Manometer, dazu Zeitschaltuhr, Durchflusssensor und digitales Display |
| Anschluss | Ø 38 mm, 220 bis 240 Volt, 300 Watt, Salzwasser-Elektrolyse mit 3.000 ppm Salzgehalt und 7 Gramm Chlorproduktion je Stunde, 85 dB(A), Kabel 3,00 m |
| Firma | Intex Marketing Ltd. und Intex Development Co. Ltd.; Vertrieb in der Europäischen Union durch Intex Trading B.V., GTIN des Artikels 06941057417851 |
| Sitz | Intex Trading B.V., Ettenseweg 46,4706 PB Roosendaal, Niederlande |
| Gegründet | 1966 in den USA mit einem kleinen Spielwarensortiment gestartet, erster Aufstellpool 1997, heute in über 100 Ländern vertreten |
| Support | Kein eigener deutscher Kanal — autorisiertes Service-Center für Deutschland und Österreich ist laut Handbuch die Steinbach International GmbH, Kontakt über helpdesk.steinbach.at und Telefon +43 7262 614310 |
| Servicezeiten | Weder Intex noch das Service-Center weisen Telefonzeiten aus; der Kontakt läuft über das Steinbach-Helpdesk, das laut Serviceseite rund um die Uhr erreichbar ist |
| Garantie | Laut Garantiekarte 2 Jahre auf das Krystal-Clear-Salzwassersystem, 1 Jahr auf die Titanium-Elektrode und 180 Tage auf Schläuche, Ventile und Zubehör; ausdrücklich nur für den Ersterwerber, nicht übertragbar und nur mit Kaufbeleg gültig, Abwicklung über das zuständige Intex Service Center, das nach eigener Prüfung repariert oder ersetzt |
| Normen | Das Benutzerhandbuch 345IO in der Fassung vom 23.05.2024 nennt keine EN-Norm; ausgewiesen sind Schutzart IPX4,220 bis 240 Volt, 300 Watt, maximaler Arbeitsdruck 2 bar und ein effektiver Filterbereich von 0,1 Quadratmetern |
| Herkunft | Entwicklung durch Intex Development Co. Ltd. mit Sitz in Hongkong, Produktion in China, EU-Vertrieb über Roosendaal in den Niederlanden |
| Gewicht | 19,35 kg bei 63,8 × 47 × 55,6 cm laut Artikelangaben — die schwerste Anlage im Vergleich |
| Marktstart | Zertifizierte Modellnummer ECO15220-2 und ECO15230-2 unter der Intex-Artikelnummer 26676; das deutschsprachige Benutzerhandbuch 345IO trägt den Stand 23.05.2024 |
Aufstellbecken bis 32.200 Liter, die ohne Chlortabletten laufen sollen. Wer Filteranlage und Desinfektion in einem Gerät und mit einer Zeitschaltuhr steuern will. Wer bereits Intex-Schläuche mit 38 Millimetern hat.
Wer kein Salzwasser fahren will — die Hälfte des Geräts bliebe ungenutzt. Wer einen leisen Betrieb braucht, 85 dB(A) sind der höchste Wert im Feld. Wer die Anlage oberhalb des Wasserspiegels aufstellen muss.
- Einziges Gerät im Feld, das den effektiven Filterbereich veröffentlicht
- Sandfilter und Salzwasser-Elektrolyse in einem Gehäuse, gemeinsam per Zeitschaltuhr gesteuert
- Größter Kessel im Vergleich mit 360 mm Durchmesser und 35 kg Sandfüllung
- Durchflusssensor verhindert Trockenlauf, Manometer und digitales Display serienmäßig
- Vorfilter vorhanden, maximaler Arbeitsdruck 2 bar dokumentiert
- Garantiekarte mit gestaffelten Fristen für Zelle, Gerät und Zubehör
- Mit 85 dB(A) der lauteste Wert im Vergleich
- Garantie nur für den Ersterwerber und nicht übertragbar
- Kein eigener deutscher Support, der Service läuft über einen Wettbewerber
- Mit 556 Bewertungen die zweitschmalste Datenbasis im Feld
Bestway Flowclear Sandfilteranlage 58515,3.596 l/h, 85 W, mit Vorfilter, 6-Wege-Ventil und Manometer
Die kleinste Anlage im Vergleich und zugleich die ehrlichste Datenquelle. Bestway druckt neben die beworbene Pumpenleistung von 3.596 Litern pro Stunde die Durchflussrate von 2.082 — ein Unterschied von 42 Prozent, den kein anderer Anbieter in dieser Deutlichkeit ausweist. Der Tank misst 27 Zentimeter im Durchmesser und nimmt 8,5 Kilogramm Sand auf. Ein Vorfilter mit herausnehmbarem Sieb sitzt vor der Pumpe, ein Personenschutzschalter im Kabel, und die Anlage ist als einzige im Feld GS-zertifiziert.
| Umwälzleistung | 2.082 l/h Durchflussrate laut Bestway — rund 42 Prozent unter der beworbenen Pumpenleistung |
| Pumpenleistung | 3.596 l/h, maximale Förderhöhe 8 m, nicht selbstansaugend |
| Poolvolumen | 1.100 bis 16.600 Liter laut Bestway-Datenblatt; die Amazon-Listung nennt abweichend 18.100 Liter |
| Kessel | Filtertank Ø 27 cm mit Vorfilter und herausnehmbarem Sieb, GS-zertifiziert durch DEKRA, Schutzklasse 1, Personenschutzschalter |
| Filtermedium | 8,5 kg Quarzsand der Körnung 0,45 bis 0,85 mm, alternativ 240 g Polysphere-Filterbälle |
| Ventil | 6-Wege-Ventil mit leicht ablesbarem Manometer |
| Anschluss | Ø 32 mm, 220 bis 240 Volt, 85 Watt; im Lieferumfang zwei Schläuche mit je 4,5 m sowie Ein- und Auslassdüse |
| Firma | Bestway Europe S.p.A. als europäische Vertriebs- und Garantiegesellschaft, Handelskammer Mailand MI-1701145, USt-IdNr. IT02561670130; deutsche Niederlassung Bestway Deutschland GmbH, Amtsgericht Kiel HRB 13442 KI, USt-IdNr. DE280041842, Geschäftsführer Malte Ohnesseit, GTIN 06941607361474 |
| Sitz | Bestway Europe S.p.A., Via della Resistenza 5,20098 San Giuliano Milanese, Mailand, Italien; Bestway Deutschland GmbH, Brachenfelder Straße 45,24534 Neumünster |
| Gegründet | Bestway führt die eigene Unternehmensgeschichte seit 1994; die Produkte sind laut Herstellerangabe in über 110 Ländern auf sechs Kontinenten erhältlich |
| Support | Telefon +49 4321 55505-0 laut Impressum von bestwayservice.de, info@bestwaycorp.de; Garantiefälle ausschließlich über das Online-Formular des Garantie-Service |
| Servicezeiten | Auf den Serviceseiten sind keine Telefonzeiten veröffentlicht; Bestway nennt stattdessen Bearbeitungszeiten und weist ausdrücklich auf mehrtägige Dauer in der Hochsaison hin |
| Garantie | 24 Monate Herstellergarantie ab dem Datum auf dem Kaufbeleg — Sandfilteranlagen stehen ausdrücklich in der abschließenden Liste der abgedeckten Artikelkategorien; ein vermuteter Mangel muss binnen 2 Monaten nach Auftreten gemeldet werden, die Aktivierung läuft über das Online-Formular des zuständigen Kundenservice, zusätzlich gilt die gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten nach Richtlinie 2019/771/EU |
| Normen | GS-zertifiziert durch DEKRA, Schutzklasse 1, integrierter Personenschutzschalter; Betriebsspannung 220 bis 240 Volt bei 85 Watt Aufnahme |
| Herkunft | Konzernmutter ist die Bestway Inflatables & Material Corp., Herkunftsland der Fertigung laut Artikelangabe China, EU-Vertrieb über Bestway Europe S.p.A. in Italien, deutscher Kundenservice über Neumünster |
| Gewicht | 5,61 kg bei 62 × 30,6 × 62 cm laut Artikelangaben — die leichteste Anlage im Vergleich |
| Marktstart | Herstellerartikelnummer 1058515XXX25 mit der Modellkennung 58515_25, also die Ausführung des Modelljahres 2025; im eigenen Store führt Bestway die Baureihe daneben mit 6.056,8.327 und 11.355 Litern pro Stunde |
Aufstellbecken bis rund 10.000 Liter, bei denen die Anlage täglich mehrere Stunden laufen darf. Wer eine dokumentierte Herstellergarantie über 24 Monate will. Wer die geringste Stromaufnahme im Feld sucht.
Becken ab 15.000 Litern — bei 2.082 Litern pro Stunde dauert eine einzige Umwälzung dort mehr als sieben Stunden. Wer Ø 38 mm Schläuche hat, der Anschluss ist auf 32 mm ausgelegt. Wer die Anlage oberhalb des Wasserspiegels aufstellen muss.
- Weist als einziger Hersteller Pumpenleistung und Durchflussrate direkt nebeneinander aus
- 24 Monate Herstellergarantie, Sandfilteranlagen stehen ausdrücklich in der Garantieliste
- GS-Zertifizierung durch DEKRA und integrierter Personenschutzschalter
- Vorfilter mit herausnehmbarem Sieb schützt das Pumpenrad
- Mit 85 Watt die sparsamste Anlage im Vergleich
- Zwei Schläuche mit je 4,5 m sowie Ein- und Auslassdüse liegen bei
- Mit 2.082 Litern pro Stunde die geringste reale Umwälzleistung im Feld
- Die Volumenfreigabe bis 16.600 Liter ist bei dieser Durchflussrate sehr sportlich gerechnet
- Nur Ø 32 mm Anschluss, für 38-mm-Schläuche braucht es einen Adapter
- Mit 364 Bewertungen die schmalste Datenbasis dieses Vergleichs
Umwälzleistung, Pumpenleistung, Fördermenge: welche Zahl wirklich zählt
In den Datenblättern dieser fünf Anlagen stehen bis zu drei verschiedene Durchsatzangaben, und sie meinen nicht dasselbe. Die Fördermenge oder Pumpenleistung beschreibt, was die Pumpe leistet, wenn das Wasser ungehindert austreten kann. T.I.P. schreibt diesen Umstand als einzige Herstellerin direkt unter die Datentabelle: Die angegebenen Maximalleistungen wurden bei freiem, unreduziertem Auslass ermittelt. Kein Filterbett, kein Mehrwegeventil, kein Schlauch.
Die Umwälz- oder Filterleistung ist das, was übrig bleibt, wenn das Wasser wirklich durch den Sand muss. Der Abstand zwischen beiden Zahlen ist erheblich und in jedem Datenblatt nachlesbar. Steinbach nennt für die Classic 250N 6.000 Liter pro Stunde Pumpenleistung und 4.170 Liter pro Stunde Umwälzleistung, also 31 Prozent weniger. T.I.P. gibt für die SPF 370 F 13.200 gegen 7.000 Liter pro Stunde an — fast eine Halbierung. Bestway weist 3.596 gegen 2.082 aus, ein Minus von 42 Prozent. Intex nennt 7.900 gegen 6.000. Nur Deuba veröffentlicht für die Monzana SF12K ausschließlich die große Zahl.
Praktisch heißt das: Wer die Werbezahl in die Auslegungsrechnung einsetzt, kauft im Schnitt eine Leistungsklasse zu klein. Dieselbe Verwechslung schlägt auf das Zubehör durch. Für Schlauch-Bodensauger verlangt Steinbach mindestens 4.500 Liter pro Stunde Filterpumpenleistung — die Classic 250N steht mit 6.000 auf dem Typenschild und liefert real 4.170. Wer wissen will, welche Saugerbauart mit welcher Anlage zusammenarbeitet, findet das im Vergleich der Poolsauger und ihrer Antriebsarten im Detail aufgeschlüsselt.
Wie oft das Beckenwasser durch den Filter muss
Eine Filteranlage entfernt nur, was an ihr vorbeikommt. Damit ein Becken sauber bleibt, muss das gesamte Volumen mehrfach am Tag durch das Filterbett — zweimal ist die im Privatbereich übliche Untergrenze, drei Umwälzungen sind bei starker Nutzung oder hohen Temperaturen sinnvoll. Daraus wird eine simple Rechnung: Beckenvolumen mal Umwälzzahl, geteilt durch die geplante tägliche Laufzeit, ergibt den nötigen Filterdurchfluss.
| Beckenvolumen | 2 Umwälzungen täglich | Nötiger Durchfluss bei 8 h Laufzeit | Passende Anlage im Vergleich |
|---|---|---|---|
| 8.000 Liter | 16.000 Liter | 2.000 l/h | Bestway 58515 (2.082 l/h) |
| 16.000 Liter | 32.000 Liter | 4.000 l/h | Steinbach Classic 250N (4.170 l/h) |
| 24.000 Liter | 48.000 Liter | 6.000 l/h | Intex QX2100 (6.000 l/h) |
| 28.000 Liter | 56.000 Liter | 7.000 l/h | T.I.P. SPF 370 F (7.000 l/h) |
Die Tabelle erklärt, warum die Freigaben der Hersteller so großzügig wirken. Bestway gibt die 58515 für Becken von 1.100 bis 16.600 Litern frei. Bei 2.082 Litern pro Stunde dauert eine einzige Umwälzung von 16.600 Litern knapp acht Stunden — für zwei Umwälzungen müsste die Anlage sechzehn Stunden täglich laufen. Die Freigabe ist nicht falsch, sie setzt nur eine Laufzeit voraus, die niemand nennt.
Was die DIN 19643 zur Auslegung sagt und wo sie endet
In Deutschland existiert für die Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser ein eigenes Regelwerk, die DIN 19643. Sie ist laut Umweltbundesamt seit Jahrzehnten das zentrale Werk für diesen Bereich und wird von den Gesundheitsämtern für den Überwachungsauftrag nach Paragraf 37 Absatz 3 Infektionsschutzgesetz herangezogen, weil es keine eigene Verordnung gibt. Ein Punkt ist dabei wichtig und wird selten erwähnt: Die Norm gilt ausdrücklich nicht für Einfamilienbäder.
Trotzdem lohnt der Blick hinein, denn sie zeigt die Größenordnung. Die DIN 19643 bemisst den Aufbereitungsvolumenstrom nicht am Beckenvolumen, sondern an der Badegastbelastung über einen Belastbarkeitsfaktor. Im Rechenbeispiel des Umweltbundesamts ergibt sich für ein Nichtschwimmerbecken von 25 mal 16,7 Metern bei Festbettfiltration mit dem Faktor 0,5 je Kubikmeter ein Aufbereitungsvolumenstrom von 308 Kubikmetern pro Stunde. Das sind 308.000 Liter in einer Stunde für ein Becken, das ein privates Aufstellbecken um den Faktor zwanzig übertrifft.
Der Vergleich ist unfair und genau deshalb aufschlussreich. Ein öffentliches Becken wälzt sein Wasser mehrfach pro Stunde um, ein privates zweimal pro Tag. Wer also erwartet, dass eine Sandfilteranlage für 200 Euro dieselbe Wasserqualität liefert wie ein Freibad, erwartet das Falsche. Sie kann Schwebstoffe entfernen und die Trübung niedrig halten. Die hygienische Sicherheit kommt aus der Desinfektion, nicht aus dem Filter. Das Umweltbundesamt formuliert es für private Pools deutlich: Ohne regelmäßigen Wasseraustausch und ohne Aufbereitung wird auch ein kleines Becken hygienisch auffällig.
Warum die Rückspülung die Pumpengröße bestimmt
Der meistübersehene Auslegungsfaktor ist nicht die Filtration, sondern ihre Umkehrung. Beim Rückspülen wird Wasser von unten durch das Filterbett gedrückt, damit sich die Sandschüttung anhebt und den eingelagerten Schmutz freigibt. Passiert das nicht kräftig genug, bleibt der Schmutz im Bett — und der Filter verliert dauerhaft Leistung, ohne dass es jemand merkt.
Die Neufassung der DIN 19643 hat dafür einen harten Wert festgelegt: eine Mindestspülgeschwindigkeit von 45 Metern pro Stunde, unabhängig vom eingesetzten Filtermaterial und seiner Korngruppe. Begründet wird das damit, dass neben der Fluidisierung des Bettes auch genug Dynamik nötig ist, um größere Partikel über den Ablauftrichter hinauszutransportieren. Übertragen auf die Kesselquerschnitte der Testkandidaten ergibt das konkrete Mindestvolumenströme.
| Anlage | Kesselquerschnitt | Nötig bei 45 m/h | Pumpenleistung |
|---|---|---|---|
| Steinbach Classic 250N | Ø 250 mm, 0,049 m² | rund 2.200 l/h | 6.000 l/h |
| Bestway 58515 | Ø 270 mm, 0,057 m² | rund 2.580 l/h | 3.596 l/h |
| Intex QX2100 | 0,10 m² effektive Filterfläche | rund 4.500 l/h | 7.900 l/h |
| Monzana SF12K und T.I.P. SPF 370 F | kein Durchmesser veröffentlicht | nicht berechenbar | 10.200 bzw. 13.200 l/h |
Die Bestway 58515 ist der interessanteste Fall: Ihre Pumpe liegt nur rund 40 Prozent über dem rechnerischen Mindestwert. Beim Rückspülen umgeht das Ventil zwar das Filterbett in Filterrichtung, sodass mehr als die 2.082 Liter Durchflussrate fließen — aber die Reserve ist schmal. Wer aus einem Rückspülvorgang zwei kurze macht, holt hier mehr heraus als bei jedem anderen Gerät im Feld.
Filtersand oder Filterglas: was die Norm dazu hergibt
Filterglas wird im Handel mit drei Versprechen verkauft: feinere Filtration, längere Standzeit, weniger Rückspülen. Zwei davon lassen sich anhand der Normungsunterlagen einordnen, eines nicht. Glasgranulat, auch Glaskorn oder Glasbruch genannt, und Glaskugeln wurden 2023 nach Vorlage umfangreicher Wirksamkeitsnachweise in die Teile 2 und 3 der DIN 19643 aufgenommen. Sie sind damit anerkannte Filtermaterialien, kein Nischenprodukt.
Bei der Feinheit gibt es weniger Unterschied als erwartet. Die üblichste Korngruppe bei Sand liegt bei 0,71 bis 1,25 Millimetern, für Glaskugeln gilt 0,7 bis 1,3 und für Glasgranulat 0,7 bis 1,2 Millimeter — die Bereiche überlappen fast vollständig. Unterschiedlich ist das Wirkprinzip: Glasgranulat filtert wie Sand über Tiefenfiltration, weil sich Partikel in den zerklüfteten Oberflächen einlagern. Glaskugeln sind glatt, bei ihnen entstehen stattdessen Sperreffekte, die grobe Partikel wie ein Sieb zurückhalten.
Beim dritten Versprechen wird es unbequem. Im Rahmen der Normungsarbeit wurde untersucht, welche Spülgeschwindigkeit nötig ist, um das Filterbett um zehn Zentimeter auszudehnen. Ergebnis: Bei ähnlichen Korngruppen von rund 0,7 bis 1,3 Millimetern benötigen Sand, Glaskorn und Glaskugeln dafür dieselben Spülgeschwindigkeiten. Die Aussage, Filterglas müsse seltener oder kürzer rückgespült werden, ist damit nicht belegt. Alle fünf Anlagen im Vergleich lassen sich mit Glas betreiben — die Intex QX2100 nennt sogar eine eigene Füllmenge von 25 Kilogramm Glassand gegenüber 35 Kilogramm Quarzsand.
Wie viel Wasser eine Rückspülung kostet und wohin es gehört
Rückspülwasser ist der größte laufende Verbrauchsposten einer Sandfilteranlage, und niemand rechnet ihn vor. T.I.P. gibt im Handbuch zwei Minuten Rückspülen und anschließend etwa eine Minute Nachspülen vor. Bei 7.000 Litern pro Stunde Filterdurchfluss sind das rechnerisch 233 plus 117 Liter, also rund 350 Liter je Vorgang. Wer über zwanzig Wochen Saison wöchentlich rückspült, verliert damit etwa 7.000 Liter — bei einem 20.000-Liter-Becken mehr als ein Drittel des Inhalts.
Dieses Wasser muss nachgefüllt und neu aufbereitet werden, und es gehört nicht in den Garten. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass Chlor und andere Poolchemikalien Pflanzen, Bodenorganismen und Grundwasser belasten und im Boden nichts zu suchen haben; chemisch behandeltes Poolwasser gehört in die öffentliche Kanalisation. T.I.P. formuliert dieselbe Vorgabe im Handbuch: Das Rückspülwasser nicht zurück ins Becken leiten und nicht zum Gießen verwenden, wenn Poolpflegemittel im Einsatz sind.
Wie oft rückgespült werden muss, lässt sich messen statt schätzen. T.I.P. nennt ein Kriterium, das ohne Werkzeug funktioniert: Steigt der Filterdruck im Normalbetrieb um etwa 0,5 bar über den Ausgangswert, wird gereinigt. Damit fällt die Faustformel weg, und der Wasserverbrauch sinkt bei sauberem Becken automatisch. Zum Einordnen der Größenordnung: Das Umweltbundesamt nennt für öffentliche Bäder eine Zugabe von 30 Litern Frischwasser je Badegast und Tag allein zur Wassererneuerung.
Wie lange die Anlage täglich laufen muss
Die Laufzeit ist die zweite Hälfte der Auslegungsrechnung, und sie wird meist mit Faustformeln beantwortet. Dabei liefert Intex im Benutzerhandbuch 345IO eine eigene Betriebszeittabelle mit, die genau das durchdekliniert: empfohlene tägliche Laufzeit nach Wasserkapazität von 7.500 bis 53.000 Litern und nach Außentemperatur in drei Bändern von 10 bis 19,20 bis 28 und 29 bis 36 Grad. Die Werte reichen von einer Stunde am kleinsten Becken bis zu acht Stunden am größten.
Die Logik dahinter ist wichtiger als die einzelne Zahl: Die Laufzeit steigt mit der Temperatur, nicht nur mit dem Volumen. Warmes Wasser beschleunigt biologische Prozesse, der Desinfektionsmittelbedarf steigt, und das Filterbett muss häufiger dieselbe Menge sehen. Wer im Hochsommer die Laufzeit aus dem Frühjahr beibehält, bekommt dieselbe Anlage nicht mehr sauber. Wer zusätzlich eine Poolheizung im Filterkreis betreibt, muss beides zusammen denken: Die Heizung verlangt einen Mindestdurchsatz, und sie erhöht die Wassertemperatur, was wiederum die Filterlaufzeit verlängert.
Der Stromverbrauch folgt direkt daraus. Zwischen 85 Watt bei der Bestway 58515 und 550 Watt bei der T.I.P. SPF 370 F liegt der Faktor sechseinhalb. Acht Stunden täglich über hundert Saisontage ergeben bei 85 Watt rund 68 Kilowattstunden und bei 550 Watt rund 440. Wer den eigenen Fall durchrechnen will, findet die Methodik in unserer Anleitung zum Berechnen von Stromkosten bei Elektrogeräten — dieselbe Formel, nur mit der Leistungsaufnahme der Filterpumpe.
Kesselgröße, Sandmenge und Körnung richtig zusammenbringen
Drei Angaben gehören zusammen und werden getrennt verkauft. Der Kesseldurchmesser bestimmt die Filterfläche und damit, wie schnell das Wasser durch das Bett strömt. Die Sandmenge bestimmt die Schichthöhe. Die Körnung bestimmt, was hängen bleibt und wie hoch der Widerstand ist. Passt eines nicht, leidet das Ergebnis, ohne dass ein Bauteil defekt wäre.
Die Spannweite in diesem Vergleich ist groß: 8,5 Kilogramm Sand bei der Bestway 58515,10 bei der Steinbach Classic 250N, bis 20 bei der Monzana SF12K, 25 bei der T.I.P. SPF 370 F und 35 bei der Intex QX2100. Bei den Korngruppen sind sich die Hersteller dagegen weitgehend einig: Steinbach und Intex nennen 0,70 bis 1,20 Millimeter, T.I.P. wahlweise 0,5 bis 0,8 oder 0,7 bis 1,2, Bestway den Quarzsand Nr. 20 mit 0,45 bis 0,85 Millimetern. Das deckt sich mit der üblichsten Korngruppe der DIN 19643 von 0,71 bis 1,25 Millimetern.
Beim Befüllen ist die häufigste Frage, ob mehr Sand mehr Reinigung bedeutet. Das Gegenteil ist der Fall. Oberhalb der Schüttung muss Freiraum bleiben, damit sich das Bett beim Rückspülen ausdehnen kann — die Normungsuntersuchungen arbeiten mit einer Ausdehnung von zehn Zentimetern als Referenz. Ist der Kessel zu voll, wird das Bett nicht fluidisiert, der Schmutz bleibt drin, und im schlechtesten Fall wandert Sand ins Mehrwegeventil. Die Intex QX2100 zeigt deshalb im Kessel Markierungen für Mindest- und Maximalfüllstand.
Selbstansaugend oder nicht: was der Aufstellort verlangt
Vier der fünf Anlagen sind nicht selbstansaugend. Das ist keine Sparmaßnahme, sondern eine Bauartentscheidung mit harter Konsequenz: Die Pumpe muss unterhalb des Wasserspiegels stehen, damit das Wasser von selbst zuläuft. Steht sie höher, zieht sie Luft und läuft trocken. Bei einem Aufstellbecken mit 90 Zentimetern Wandhöhe ist das eine reale Einschränkung, sobald die Technik auf einer Terrasse oder einem Podest stehen soll.
Die Monzana SF12K ist die einzige selbstansaugende Anlage im Feld, mit einer Pumphöhe von 8,5 Metern. Sie darf oberhalb des Beckens stehen und zieht das Wasser aktiv an. Erkauft wird das mit 400 Watt Leistungsaufnahme und — bei dieser Variante — mit dem Verzicht auf einen Vorfilter. Bei den Schwestermodellen derselben Baureihe mit 9.600,9.960 und 11.000 Litern pro Stunde ist der Vorfilter laut Herstellertabelle vorhanden.
Der zweite Aufstellfaktor ist der Anschluss. Steinbach, T.I.P. und Monzana liefern für Ø 32 und 38 Millimeter, Intex ausschließlich für 38, Bestway ausschließlich für 32. Wer eine bestehende Verschlauchung hat, prüft diesen Wert vor allen anderen — dieselbe Logik wie bei der Wahl des richtigen Schlauchdurchmessers im Garten, nur mit weniger Toleranz, weil an einer Poolanlage jeder Übergang Strömungswiderstand kostet. Der dritte Faktor ist Lärm: 70 dB(A) bei Steinbach gegen 85 dB(A) bei Intex sind ein hörbarer Unterschied, wenn die Anlage acht Stunden neben der Terrasse läuft.
Was Garantie bei Sandfilteranlagen tatsächlich abdeckt
Hier trennt sich das Feld schärfer als bei jeder technischen Kennzahl, und das Ergebnis überrascht. Bestway führt in den eigenen Garantiebestimmungen eine abschließende Liste der Artikelkategorien mit 24 Monaten Herstellergarantie — Sandfilteranlagen stehen ausdrücklich darin. Ein vermuteter Mangel muss binnen zwei Monaten nach Auftreten gemeldet werden, die Aktivierung läuft über das Online-Formular des zuständigen Kundenservice. Bemerkenswert ist der Kontrast zum eigenen Sortiment: Solarmatten desselben Herstellers fehlen in dieser Liste.
T.I.P. gewährt ebenfalls zwei Jahre Herstellergarantie, ausdrücklich zusätzlich zu den gesetzlichen Mängelrechten und beschränkt auf private Endkunden in Deutschland. Der Weg ist im Handbuch beschrieben: Mangel schriftlich melden, Kaufquittung beilegen, das Paket frankiert an den Reparaturservice in Waibstadt senden. T.I.P. entscheidet über Reparatur oder Austausch. Ein Detail, das man kennen sollte: Die Garantieverpflichtung erlischt beim Weiterverkauf.
Steinbach und Deuba gewähren keine eigene Herstellergarantie. Beide verweisen in ihren AGB auf die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, Steinbach mit Abwicklung über das Helpdesk, Deuba über das Service-Portal mit kostenfreiem Retourenschein. Intex staffelt: zwei Jahre auf das Salzwassersystem, ein Jahr auf die Titanium-Elektrode, 180 Tage auf Schläuche und Zubehör — nur für den Ersterwerber, nicht übertragbar, ohne Kaufbeleg ungültig. Wer die Anlage gebraucht kauft, hat bei Intex und T.I.P. keine Garantie mehr, bei Bestway richtet sie sich nach dem ursprünglichen Kaufbeleg.
Steinbach, T.I.P., Deuba, Intex und Bestway: wer hinter den Marken steht
Fünf Anlagen, fünf sehr unterschiedliche Unternehmensstrukturen. Steinbach International GmbH sitzt am L. Steinbach Platz 1 in 4311 Schwertberg in Oberösterreich, ist im Firmenbuch unter FN 179106t eingetragen und wurde 1934 von Leopold Steinbach als Wollgroßhandel gegründet. Ins Poolgeschäft stieg das Unternehmen 1999 ein und beschäftigt heute rund 200 Menschen. Es ist zugleich das autorisierte Service-Center für Intex in Deutschland und Österreich.
Die T.I.P. Technische Industrie Produkte GmbH in der Siemensstraße 17 in 74915 Waibstadt ist der einzige reine Pumpenhersteller im Feld: 1978 gegründet, Amtsgericht Mannheim HRB 340844, Geschäftsführer Henry Gieck und Julien Vaassen, Produktionsbetrieb nach ISO 9001 zertifiziert. Die DEUBA GmbH & Co. KG hinter der Marke Monzana sitzt Zum Wiesenhof 84 in 66663 Merzig im Saarland, Amtsgericht Saarbrücken HRA 9472, und ist nach eigener Darstellung 2002 in den Online-Handel eingestiegen. Die Wortmarke monzana ist seit dem 21. April 2011 beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragen.
Intex ist ein Markenkonstrukt aus Intex Marketing Ltd. und Intex Development Co. Ltd. mit Sitz in Hongkong; der EU-Vertrieb läuft über die Intex Trading B.V. in Roosendaal in den Niederlanden. Bestway führt seine Geschichte seit 1994 und verkauft nach eigener Angabe in über 110 Ländern. Für Europa zeichnet die Bestway Europe S.p.A. in San Giuliano Milanese bei Mailand, der deutsche Kundenservice sitzt bei der Bestway Deutschland GmbH in der Brachenfelder Straße 45 in 24534 Neumünster. Damit haben drei der fünf Anbieter einen deutschen oder österreichischen Ansprechpartner mit eigener Rufnummer — für diese Produktgruppe ungewöhnlich viel.
Entscheidungshilfe nach Beckengröße und Aufstellort
Steinbach Classic 250N. Mit 4.170 Litern pro Stunde realer Umwälzleistung schafft sie zwei Umwälzungen in acht Stunden, und das Datenblatt ist das vollständigste im Feld. Wer zusätzlich einen Schlauch-Bodensauger betreiben will, sollte allerdings eine Nummer größer planen.
Bestway 58515.2.082 Liter pro Stunde reichen für zwei Umwälzungen in acht Stunden bis rund 8.000 Liter, dazu 24 Monate Herstellergarantie, GS-Zertifizierung und mit 85 Watt die niedrigste Stromaufnahme.
T.I.P. SPF 370 F. 7.000 Liter pro Stunde Filterdurchfluss, integrierter Vorfilter, deutsche Reparaturadresse, 2 Jahre Garantie und 10 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit. Der Preis dafür sind 550 Watt und 25 Kilogramm Sand.
Monzana SF12K. Die einzige selbstansaugende Anlage im Vergleich, Pumphöhe 8,5 Meter. Nachteil: kein veröffentlichter Filterdurchfluss und bei dieser Variante kein Vorfilter.
Intex QX2100. Filter und Elektrolyse in einem Gerät, 7 Gramm Chlorproduktion pro Stunde bei 3.000 ppm Salzgehalt, Zeitschaltuhr und Durchflusssensor serienmäßig. Mit 85 dB(A) aber das lauteste Gerät im Feld.
Wofür eine Sandfilteranlage nicht geeignet ist
Eine Sandfilteranlage ist kein Desinfektionsgerät. Sie entfernt Schwebstoffe und hält die Trübung niedrig, aber sie tötet keine Keime ab. Intex schreibt diesen Satz sogar in die Produktspezifikation des eigenen Handbuchs: Der Sandfilter entfernt schwebende Partikel, desinfiziert und reinigt den Pool aber nicht. Die hygienische Sicherheit kommt aus der Wasserpflege, und ohne sie hilft auch die größte Anlage nicht.
Sie ersetzt auch keinen Bodensauger. Was am Beckenboden liegt, kommt nicht von allein zum Skimmer — grober Schmutz muss mechanisch abgesaugt oder gekeschert werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt für private Becken ausdrücklich die tägliche Säuberung mit Kescher, Unterwassersauger oder Pumpe, damit das Wasser über die Saison hält. Und sie löst keine Algen: Grünes Wasser ist ein chemisches Problem, das der Filter erst nach der Behandlung wegräumen kann.
Typische Fehlkäufe
Folgekosten über fünf Jahre
Die Modellrechnung beruht auf offengelegten Annahmen: acht Stunden Laufzeit an hundert Saisontagen im Jahr, wöchentliche Rückspülung über zwanzig Wochen, Sandwechsel alle drei Jahre. Der Strompreis bleibt außen vor, weil er sich je Haushalt unterscheidet — angegeben ist der Verbrauch in Kilowattstunden.
| Position | Bestway 58515 | Steinbach 250N | T.I.P. SPF 370 F |
|---|---|---|---|
| Leistungsaufnahme | 85 Watt | 200 Watt | 550 Watt |
| Strom je Saison | rund 68 kWh | rund 160 kWh | rund 440 kWh |
| Strom über fünf Saisons | rund 340 kWh | rund 800 kWh | rund 2.200 kWh |
| Filtersand je Wechsel | 8,5 kg | 10 kg | 25 kg |
| Rückspülwasser je Saison | rund 2.100 Liter | rund 4.200 Liter | rund 7.000 Liter |
| Verschleißteile | Vorfiltersieb, Ventildichtung | Ventildichtung, Kesseldichtring | Vorfiltersieb, O-Ring, Ausströmrohr |
Der Posten, der in keiner Spalte steht und trotzdem am meisten kostet, ist der Frostschaden. Alle Mehrwegeventile in diesem Vergleich haben eine Winterstellung, in der sämtliche Wege geöffnet sind und die Dichtungen entlastet werden. Wer sie nicht nutzt und Restwasser im Kessel lässt, ersetzt im Frühjahr Bauteile — nach demselben Prinzip wie beim Winterfestmachen eines Gartenschlauchs, nur dass hier ein Kessel unter Druck betroffen ist.
Häufige Fragen zu Sandfilteranlagen
Über das Beckenvolumen und die gewünschte Zahl der Umwälzungen pro Tag, aber mit dem richtigen Wert. Gerechnet wird mit dem Filterdurchfluss, nicht mit der Pumpenleistung. Beispiel: 20.000 Liter, zweimal täglich umgewälzt, ergibt 40.000 Liter Tagesleistung. Bei acht Stunden Laufzeit sind das 5.000 Liter pro Stunde Filterdurchfluss. Die Steinbach Classic 250N mit 4.170 l/h reicht dafür nicht, die T.I.P. SPF 370 F mit 7.000 l/h schon. Wer stattdessen mit der Pumpenleistung rechnet, kauft regelmäßig eine Nummer zu klein.
Eine mit mindestens rund 5.000 Litern pro Stunde tatsächlichem Filterdurchfluss bei acht Stunden Laufzeit. In diesem Vergleich erfüllen das die T.I.P. SPF 370 F mit 7.000 l/h und die Intex QX2100 mit 6.000 l/h. Die Monzana SF12K ist mit 10.200 l/h Fördermenge zwar für 35.000 Liter freigegeben, veröffentlicht ihren Filterdurchfluss aber nicht. Steinbach Classic 250N und Bestway 58515 sind für dieses Volumen zu klein, obwohl beide Datenblätter Freigaben bis 19.000 beziehungsweise 16.600 Liter nennen.
Nicht nach Kalender, sondern nach Druck. T.I.P. nennt im Handbuch ein klares Kriterium: Steigt der Filterdruck im Normalbetrieb um etwa 0,5 bar über den Ausgangswert, wird gereinigt. Das ist auf jedem Manometer ablesbar und ersetzt jede Faustformel. In der Praxis liegt das je nach Belastung zwischen einmal wöchentlich und alle zwei bis drei Wochen. Nach dem Rückspülen folgt immer das Nachspülen, sonst gelangt aufgewirbelter Schmutz zurück ins Becken.
Rund 350 Liter je Vorgang bei einer mittelgroßen Anlage. T.I.P. gibt zwei Minuten Rückspülen und etwa eine Minute Nachspülen vor; bei 7.000 Litern pro Stunde Filterdurchfluss ergibt das rechnerisch 233 plus 117 Liter. Über zwanzig Wochen Saison mit wöchentlicher Rückspülung summiert sich das auf rund 7.000 Liter — bei einem 20.000-Liter-Becken über ein Drittel des Inhalts. Das Wasser gehört laut Verbraucherzentrale in die Kanalisation und nicht in den Garten, weil Chlor und andere Poolchemie Pflanzen, Bodenorganismen und Grundwasser belasten.
Technisch näher beieinander, als der Handel es darstellt. Die Neufassung der DIN 19643 hat Glasgranulat und Glaskugeln 2023 in die Norm aufgenommen, nachdem Wirksamkeitsnachweise vorlagen. Die üblichste Korngruppe bei Sand liegt bei 0,71 bis 1,25 Millimetern, bei Glaskugeln bei 0,7 bis 1,3 und bei Glasgranulat bei 0,7 bis 1,2 Millimetern. Untersuchungen im Rahmen der Normungsarbeit zeigten, dass bei ähnlichen Korngruppen für dieselbe Filterbettausdehnung von 10 Zentimetern auch dieselben Spülgeschwindigkeiten nötig sind. Die Behauptung, Filterglas spare Rückspülungen, ist damit nicht belegt.
So lange, bis das Beckenvolumen mindestens zweimal durch war. Intex liefert dazu im Benutzerhandbuch 345IO eine eigene Betriebszeittabelle mit, die empfohlene tägliche Laufzeit nach Wasserkapazität von 7.500 bis 53.000 Litern und nach Außentemperatur in drei Bändern staffelt; die Werte reichen von einer Stunde bis zu acht Stunden. Je wärmer das Wasser, desto länger die empfohlene Laufzeit, weil biologische Prozesse mit der Temperatur schneller ablaufen.
Das steht im Datenblatt und schwankt in diesem Vergleich um den Faktor vier: 8,5 kg bei der Bestway 58515,10 kg bei der Steinbach Classic 250N, bis 20 kg bei der Monzana SF12K, 25 kg bei der T.I.P. SPF 370 F und 35 kg bei der Intex QX2100. Zu viel Sand ist kein Sicherheitspuffer, sondern ein Problem: Das Filterbett braucht oberhalb der Schüttung Platz, um sich beim Rückspülen ausdehnen zu können. Ohne diesen Freiraum lässt sich der Schmutz nicht austragen.
Nein. Zum Stichwort Sandfilteranlage liegt am 30.07.2026 keine Untersuchung von Stiftung Warentest vor, ebenso wenig von ÖKO-TEST. Was in der Suche als Test rankt, ist bei einem der Treffer ein Vergleich der drei eigenen Hausmarken eines Poolhändlers und bei einem anderen eine Produktkacheltabelle ohne einen einzigen Messwert. Bleiben die Werte, die Hersteller selbst veröffentlichen und die man nachrechnen kann: Filterdurchfluss, Kesselgröße, Sandmenge, Körnung und Anschlussgröße.
Quellen
- Umweltbundesamt: Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser — Die Neufassung der DIN 19643 (Nr. 2/2023)
- Umweltbundesamt: Regelwerke und Normen für Schwimm- und Badebeckenwasser
- Umweltbundesamt: Fragen und Antworten zum Thema Swimmingpool
- Verbraucherzentrale NRW: Poolwasser mit Chlor sollte nicht im Grundwasser versickern
- T.I.P.: Gebrauchsanweisung Schwimmbad Filter Set SPF 180, SPF 250 F und SPF 370 F
- Intex: Benutzerhandbuch Sandfilterpumpe und Salzwassersystem, Modell ECO15220-2 (345IO)






