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Toaster entsorgen: Wertstoffhof, Händler und die 25-Zentimeter-Grenze

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Toaster entsorgen: Wertstoffhof, Rückgabe beim Neukauf, Supermarkt. Keiner von 18 Toastern mit Maßangabe liegt unter der 25-Zentimeter-Grenze.

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Aktualisiert 18.10.2026
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Autor & Redaktion
Sarah Leitner
Verantwortliche Redaktion
Sarah Leitner

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Stand des Artikels
Veröffentlicht
18.10.2026
Aktualisiert
18.10.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Grundlage sind die Paragrafen 2, 10, 13 und 17 des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, eine Mitteilung des Umweltbundesamts zur Rücknahme im Lebensmittelhandel, die Entsorgungshinweise aus 16 Bedienungsanleitungen und die Maße von 18 Toastern aus Anleitungen und Angebotstexten, gelesen am 18.10.2026. Diese Seite ist keine Rechtsberatung; sie gibt wieder, was in den Quellen steht. Sie führt keine Produktauswahl und keine Bestelllinks.

„In keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter“: der Satz, an dem die Rückgabe im Supermarkt hängt

Der Satz steht in Paragraf 17 des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, kurz ElektroG. Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 Quadratmetern und Lebensmittelhändler mit mindestens 800 Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche, die regelmäßig Elektrogeräte anbieten, müssen auf Verlangen Altgeräte, „die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind“, unentgeltlich zurücknehmen, ohne dass dafür ein neues Gerät gekauft werden muss. Die Rücknahme ist auf drei Altgeräte pro Geräteart beschränkt.

Das Umweltbundesamt hat die Regel bei ihrer Einführung am 1. Juli 2022 erklärt und dabei Beispiele genannt: Rasierapparat, Uhren, Telefone und Smartphones, Fernbedienung, Toaster, PC-Maus. Der Toaster steht also ausdrücklich in der Liste der kleinen Geräte, die man im Supermarkt abgeben kann, ohne etwas zu kaufen.

Wer seinen Toaster daraufhin in eine Tasche packt und zum Supermarkt bringt, sollte vorher nachmessen. Für diese Seite wurden die Maße von 18 Toastern gesammelt, deren Abmessungen in der Bedienungsanleitung oder im Text des Angebots stehen. Keiner davon ist in jeder Richtung höchstens 25 Zentimeter groß. Die kleinsten drei messen 25,4 Zentimeter an der längsten Kante, also vier Millimeter zu viel.

Der Widerspruch hat einen einfachen Grund. Die Grenze von 25 Zentimetern ist für das ganze Spektrum kleiner Elektrogeräte gemacht, vom Rasierer bis zum Handy, und die meisten davon liegen weit darunter. Toaster dagegen sind so gebaut, dass zwei Scheiben Brot nebeneinander oder hintereinander hineinpassen, und eine Toastscheibe misst allein schon um die zehn Zentimeter. Ein Gehäuse um zwei Schlitze, Hebel und Bedienelemente kommt fast zwangsläufig über die Grenze.

Das heißt nicht, dass der Supermarkt den Toaster ablehnen muss; er darf Altgeräte nach demselben Paragrafen auch freiwillig zurücknehmen. Es heißt aber, dass die Pflicht, auf die sich viele berufen, für die meisten Toaster nicht greift. Für sie gibt es zwei andere Wege, die sicher funktionieren: den Wertstoffhof und die Rückgabe beim Kauf eines neuen Toasters. Beide beschreibt diese Seite, Schritt für Schritt, mit den Paragrafen, auf denen sie beruhen.

Die Seite folgt dem Weg, den ein Gesetz nimmt: zuerst die Vorschrift, dann die Pflicht, dann die Folge und zuletzt die Ausnahmen. Am Anfang steht die Frage, warum ein Toaster überhaupt getrennt gesammelt werden muss. Danach geht es darum, wer zurücknehmen muss, unter welchen Bedingungen und was es kostet. Am Ende stehen die Fälle, in denen der Toaster gar nicht entsorgt werden muss.

Wer erst überlegt, ob der alte Toaster wirklich ersetzt werden muss, oder einen neuen sucht, findet die Bauarten, Funktionen und den Befund zu den Bräunungsstufen in der Übersicht zu Toastern und ihren Bräunungsstufen. Diese Seite beginnt dort, wo der alte Toaster ausgedient hat.

18 Toaster mit Maßangabe, keiner unter 25 Zentimetern

Grundlage der Zählung sind Toaster aus den Angeboten, die für die Seiten dieses Themenbereichs gelesen wurden. Gezählt wurde nur, wo die Maße in der Bedienungsanleitung oder im Text des Angebots stehen, also im Titel, in der Aufzählung oder in der Beschreibung. Die Datenfelder der Angebote wurden nicht verwendet, weil sie bei Toastern häufig nicht zum Gerät passen; ein Feld nennt etwa 20 mal 20 mal 5 Zentimeter für einen Langschlitztoaster, ein anderes 50 mal 30 mal 40 Millimeter.

Von den 18 Toastern stammen zwei Angaben aus Anleitungen: Bosch nennt für das Modell TAT7S45 eine Gerätebreite von 280 Millimetern, Wiltal für den Toaster TS-R1 ungefähr 300 mal 180 mal 192 Millimeter. Die übrigen 16 stehen in den Angeboten, je nach Anbieter im Titel, in der Aufzählung oder in der Beschreibung; vertreten sind WMF, Severin, Krups, Arendo, CREATE, Steinborg und HOMCOM.

Bei Angaben im Angebot ist nicht immer klar, ob Hebel und Bedienknöpfe mitgemessen sind. Für die Zählung wurde die größte genannte Zahl als längste Kante genommen. Selbst wenn ein Hersteller den Hebel weggelassen hätte, würde das die Geräte nur größer machen, nicht kleiner; an der Feststellung ändert es nichts.

▶ bis 25,0 cm0 Toaster25,1 bis 27,5 cm3 Toaster27,6 bis 30 cm8 Toaster30,1 bis 35 cm3 Toasterüber 35 cm4 Toaster
18 Toaster: längste Kante nach Anleitung oder Angebotstext. Anzahl der Toaster je Bereich der längsten Außenkante. Ohne Neukauf muss ein Händler nach § 17 ElektroG nur Geräte zurücknehmen, die in keiner Abmessung größer als 25 Zentimeter sind.
Die Werte als Liste
  • bis 25,0 cm: 0 Toaster
  • 25,1 bis 27,5 cm: 3 Toaster
  • 27,6 bis 30 cm: 8 Toaster
  • 30,1 bis 35 cm: 3 Toaster
  • über 35 cm: 4 Toaster
Maße aus zwei Bedienungsanleitungen und 16 Angebotstexten, gelesen am 18.10.2026; Datenfelder nicht verwendet.

Die kleinsten drei Geräte messen 25,4 Zentimeter: der Ein-Scheiben-Toaster aus der Reihe Küchenminis von WMF, der Toaster Toast Studio von CREATE und der Bueno Pro für zwei Scheiben von WMF. Acht Geräte liegen zwischen 27,6 und 30 Zentimetern, darunter die üblichen Zwei-Scheiben-Toaster von Severin, WMF, Bosch und Wiltal. Die Langschlitztoaster und Geräte für vier Scheiben messen 36 bis 39 Zentimeter.

Bemerkenswert ist, dass selbst ein Toaster für eine einzige Scheibe die Grenze nicht unterschreitet. Der Küchenminis-Toaster von WMF ist nach seinem Angebot für eine Brotscheibe oder eine XXL-Toastscheibe bis 11 mal 11 Zentimeter gebaut und misst trotzdem 25,4 Zentimeter. Wer auf ein besonders kleines Gerät hofft, das man später im Supermarkt loswird, findet in der Zählung kein Beispiel dafür.

Das ist die Feststellung dieser Seite: Das Umweltbundesamt nennt den Toaster als Beispiel für ein Kleingerät bis 25 Zentimeter, aber von 18 Toastern mit nachprüfbaren Maßen erfüllt keiner diese Grenze. Die Rückgabe im Supermarkt ohne Neukauf ist für Toaster nach dem Wortlaut des Gesetzes fast immer eine Kulanz des Händlers, keine Pflicht.

Für die Praxis ist das keine Kleinigkeit. Wer sich auf die Beispielliste des Umweltbundesamts verlässt und im Supermarkt abgewiesen wird, fühlt sich im Recht und ist es nach dem Wortlaut nicht. Wer dagegen weiß, dass sein Toaster über 25 Zentimeter liegt, nimmt ihn gleich zum Wertstoffhof oder gibt ihn beim Kauf des neuen ab und erspart sich die Diskussion an der Kasse.

Die Zählung hat Grenzen. Sie erfasst nur Geräte, deren Maße überhaupt genannt werden, und es kann Toaster geben, die kleiner sind als die gezählten. Wer einen solchen hat, misst nach; vielleicht liegt er unter der Grenze. Für die typischen Zwei-Scheiben-Toaster in deutschen Küchen zeigt die Zählung aber ein klares Bild.

Die Zählung sagt auch nichts darüber, wie Händler im Alltag entscheiden. Ein Händler kann ein Gerät, das ein paar Zentimeter zu groß ist, freiwillig annehmen. Diese Seite trennt nur, was der Kunde verlangen kann, von dem, was ihm angeboten wird. Für die Entscheidung, welchen Weg man wählt, ist der Unterschied wichtig; für das Gefühl an der Kasse oft weniger.

Warum ein Toaster nicht in den Hausmüll gehört: Paragraf 10

Die Grundregel steht in Paragraf 10 des ElektroG und gilt für jeden, der ein Altgerät besitzt: Endnutzer haben Altgeräte einer vom unsortierten Siedlungsabfall getrennten Erfassung zuzuführen. Mit anderen Worten: Ein Toaster gehört nicht in die Restmülltonne, auch nicht, wenn er klein ist und hineinpasst.

Die Pflicht trifft den Endnutzer, also den Haushalt, der das Gerät loswerden will. Sie gilt unabhängig davon, wo der Toaster gekauft wurde, wie alt er ist und ob er noch funktioniert. Wer ein Elektrogerät besitzt, das er nicht mehr nutzen will, hat damit zwei Möglichkeiten: weitergeben, solange es funktioniert, oder getrennt entsorgen.

Derselbe Paragraf nennt zwei Dinge, die vor der Abgabe zu tun sind. Altbatterien, die nicht vom Gerät umschlossen sind, und Lampen, die sich zerstörungsfrei entnehmen lassen, sind vorher vom Altgerät zu trennen. Bei einem gewöhnlichen Toaster mit Hebel und Drehregler betrifft das meist nichts. Wer einen Toaster mit Display hat, sieht in der Anleitung nach, ob darin eine Batterie sitzt.

Paragraf 14 ergänzt das für die Sammelstellen der Gemeinden: Batteriebetriebene Altgeräte der Gruppe der Kleingeräte werden dort getrennt von den anderen gesammelt. Ein gewöhnlicher Toaster ohne Batterie gehört in den allgemeinen Behälter.

Ein dritter Punkt steht in Absatz 2: Die Erfassung soll so erfolgen, dass die spätere Vorbereitung zur Wiederverwendung, die Demontage und das Recycling nicht behindert und Brandrisiken minimiert werden. Für den Toaster heißt das praktisch: Er wird als Ganzes abgegeben, nicht zerlegt, und ohne lose Krümel, die in einem Sammelbehälter mit anderen Geräten nichts zu suchen haben.

Die Bedienungsanleitungen sagen dasselbe, meist kürzer. 14 der 16 deutschsprachigen Anleitungen, die für diesen Themenbereich gelesen wurden, enthalten einen Entsorgungshinweis. Klarstein schreibt: Entsorgen Sie Ihre Altgeräte fachgerecht. Muse rät, sich nach der nächstgelegenen Wertstoffsammelstelle zu erkundigen. Bosch schreibt für den TAT7S45, man solle sich über aktuelle Entsorgungswege beim Fachhändler informieren.

Dass die Anleitungen den Weg so knapp beschreiben, liegt daran, dass er überall derselbe ist: getrennt sammeln, nicht in den Hausmüll. Wer genauer wissen will, wo, fragt die Gemeinde; wer beim Händler zurückgeben will, braucht die Regeln aus Paragraf 17, die in keiner Anleitung stehen.

In einigen Anleitungen steht zusätzlich der Hinweis, dass mit einem Entsorgungssymbol gekennzeichnete Geräte nicht mit dem unsortierten Siedlungsabfall entsorgt werden dürfen. Russell Hobbs schreibt in seiner Anleitung, elektrische und elektronische Produkte seien bei entsprechenden Sammelstellen zu entsorgen. Klarstein ergänzt eigene Hinweise für Verbraucher in Deutschland mit Bezug auf das ElektroG.

In der Google-Suche stehen Fragen, die zeigen, wie verbreitet die Unsicherheit ist: „toaster entsorgen gelbe tonne“ und „toaster in restmüll“. Die Antwort auf beide steht in Paragraf 10: weder noch. Die gelbe Tonne ist für Verpackungen, die Restmülltonne für unsortierten Siedlungsabfall, und ein Elektrogerät gehört zu keinem von beiden.

Auch „toaster entsorgen“ allein steht unter den Vorschlägen, zusammen mit Fragen nach Restmüll und gelber Tonne. Die meisten, die so suchen, haben einen Toaster in der Hand und wollen wissen, welcher Weg der kürzeste ist. Die Antwort hängt von zwei Dingen ab: ob ein neuer Toaster gekauft wird und wie groß der alte ist. Beides behandeln die nächsten Abschnitte.

Wer zurücknehmen muss: Elektrohandel ab 400, Lebensmittelhandel ab 800 Quadratmetern

Paragraf 17 nennt zwei Gruppen von Händlern, die Altgeräte zurücknehmen müssen. Die erste sind Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern, nach dem Umweltbundesamt vor allem große Elektromärkte, zum Teil Baumärkte und größere Onlinehändler. Die zweite sind Vertreiber von Lebensmitteln mit einer Gesamtverkaufsfläche von mindestens 800 Quadratmetern, die mehrmals im Kalenderjahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte anbieten.

Die zweite Gruppe gibt es seit dem 1. Juli 2022. Das Umweltbundesamt schrieb damals, die Regel betreffe den größten Teil des Lebensmittelhandels in Deutschland und bringe zusätzliche kostenlose Rückgabestellen. Als Lebensmittelhändler gelten danach neben Supermärkten auch Discounter und Drogeriemärkte, wenn sie die Bedingungen erfüllen: Lebensmittel im Angebot, Mindestfläche erreicht, Elektrogeräte mehrmals im Jahr oder dauerhaft im Sortiment.

Die Ausweitung war Teil einer Novelle des ElektroG, die am 1. Januar 2022 in Kraft trat. Supermärkte und Discounter brachten nach dem Umweltbundesamt regelmäßig große Mengen Elektrogeräte in Verkehr, mussten sich aber meist nicht um deren Rücknahme kümmern; bis dahin waren neben den Wertstoffhöfen nur Geschäfte und Versandhändler mit mindestens 400 Quadratmetern Fläche für Elektrogeräte verpflichtet.

Mit der Novelle sollte nach dem Umweltbundesamt die Altgerätesammlung verbessert und die Sammelmenge gesteigert werden. Die Rücknahme im Lebensmittelhandel war eine der Hauptmaßnahmen. Für Toaster hat sie, wegen der Größe, eine geringere Wirkung, als die Beispielliste des Amtes vermuten lässt.

Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, begründete die Regel 2022 mit der Erreichbarkeit: Die neue Rücknahmepflicht für Supermärkte, Lebensmitteldiscounter und Drogeriemärkte bedeute ein Plus an mehreren Tausend kostenlosen Rückgabemöglichkeiten, oft mit besserer Erreichbarkeit und flexibleren Öffnungszeiten als Wertstoffhöfe. Alte Elektrogeräte könne man nun gleich beim Wocheneinkauf zurückgeben. Die Pflicht ziele vor allem auf Geräte kleiner als 25 Zentimeter.

Wichtig ist der Unterschied in der Fläche. Beim Elektrohandel zählt nur die Fläche für Elektrogeräte, beim Lebensmittelhandel die gesamte Verkaufsfläche. Ein großer Supermarkt mit einer Aktionsfläche für Küchengeräte erfüllt die Bedingung deshalb oft, ein kleiner Elektroladen nicht. Wer nicht weiß, ob ein Geschäft dazugehört, fragt an der Kasse; zurücknehmen dürfen alle Händler, auch die kleinen, freiwillig.

Für den Alltag heißt das: Die großen Supermarktketten, Discounter und Drogeriemärkte, in denen regelmäßig Toaster, Wasserkocher oder Kopfhörer im Aktionsregal liegen, gehören fast immer dazu. Kleine Filialen in Innenstädten oder Bahnhöfen können unter der Fläche liegen. Die Tafel im Eingangsbereich, die das Gesetz verlangt, sagt, ob ein Geschäft zurücknimmt.

Ob ein Geschäft regelmäßig Elektrogeräte anbietet, lässt sich oft am Aktionsregal erkennen. Wer dort Toaster, Wasserkocher oder Mixer sieht, steht in einem Geschäft, das Elektrogeräte bereitstellt; erreicht es die Fläche, gilt die Rücknahmepflicht.

Die Rücknahme muss im Geschäft oder in unmittelbarer Nähe möglich sein. Paragraf 17 schreibt das für beide Fälle vor, für die Rückgabe ohne und mit Neukauf. Ein Händler darf den Kunden also nicht an eine entfernte Sammelstelle verweisen, wenn er zur Rücknahme verpflichtet ist.

Für den Kunden bedeutet das, dass er an der Kasse oder am Servicepunkt fragen kann und nicht in einen Nebenraum geschickt werden darf, der nicht zum Geschäft gehört. Wie die Rückgabe im Laden organisiert ist, ob über einen Behälter im Eingang oder über das Personal, entscheidet der Händler.

Eine Einschränkung nennt Paragraf 17 für die Händler: Ihre Rücknahme darf weder an Sammel- noch an Übergabestellen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger erfolgen. Ein Supermarkt kann seine Pflicht also nicht dadurch erfüllen, dass er auf den Wertstoffhof der Stadt verweist; er muss selbst eine Rückgabe ermöglichen.

Ohne Neukauf: drei Geräte je Art, höchstens 25 Zentimeter

Die Rückgabe ohne Neukauf ist der Weg, an den die meisten denken, wenn sie von Elektroschrott im Supermarkt hören. Paragraf 17 knüpft ihn an zwei Bedingungen. Das Altgerät darf in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sein, und es werden höchstens drei Altgeräte pro Geräteart zurückgenommen. Die Rücknahme darf nicht an einen Kauf geknüpft werden.

Für einen Toaster ist die erste Bedingung die schwierige. Wie die Zählung oben zeigt, misst kein Toaster mit nachprüfbaren Maßen an seiner längsten Kante 25 Zentimeter oder weniger. Die üblichen Zwei-Scheiben-Geräte liegen bei 28 bis 31 Zentimetern, Langschlitztoaster bei 36 bis 39. Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss ein Händler einen solchen Toaster ohne Neukauf nicht annehmen.

Wer sich nicht sicher ist, ob sein Toaster die Grenze einhält, kann vor dem Weg zum Supermarkt kurz nachsehen: Steht die Größe in der Anleitung oder im Angebot, aus dem der Toaster gekauft wurde, reicht ein Blick. Steht sie nirgends, reicht ein Maßband. Beides dauert weniger als der Weg zur Kasse und zurück.

Auch die Langschlitztoaster für eine einzelne lange Scheibe, die auf den ersten Blick schmal wirken, kommen nicht unter die Grenze. Ihre Schlitze müssen eine Scheibe vom Laib aufnehmen, und die ist länger als eine Toastscheibe. Zwei Küchenminis-Modelle von WMF mit zwei Scheiben hintereinander messen 36 Zentimeter.

Die zweite Bedingung betrifft Haushalte, die aufräumen. Wer drei alte Toaster aus Keller und Ferienwohnung auf einmal bringt, liegt an der Grenze; ein vierter muss nicht angenommen werden. Andere Geräte, etwa ein Rasierapparat oder ein Handy, zählen als andere Geräteart und werden getrennt gezählt.

Bei Haushaltsauflösungen, nach einem Umzug oder im Nachlass kommen oft mehrere Geräte zusammen. Für den Handel gilt dann die Grenze von drei Geräten je Art ohne Neukauf. Am Wertstoffhof gibt es eine solche Grenze für Haushalte nicht; Paragraf 13 verlangt eine Abstimmung erst bei mehr als 20 Geräten bestimmter Gruppen, zu denen Kleingeräte wie Toaster nicht gehören.

Viele Händler nehmen trotzdem mehr an, als sie müssten. Paragraf 17 erlaubt das ausdrücklich: Vertreiber dürfen Altgeräte freiwillig unentgeltlich zurücknehmen. Wer seinen Toaster im Supermarkt abgibt und keine Ablehnung bekommt, hat also nichts falsch gemacht. Wer eine Ablehnung bekommt, kann sich bei einem Toaster über 25 Zentimeter nicht auf die Pflicht berufen.

Mit Neukauf: das alte Gerät der gleichen Art, egal wie groß

Für Toaster ist der zweite Weg der sicherere. Paragraf 17 verpflichtet dieselben Händler, bei der Abgabe eines neuen Elektrogeräts an einen Endnutzer ein Altgerät des Endnutzers der gleichen Geräteart, das im Wesentlichen die gleichen Funktionen erfüllt, am Ort der Abgabe oder in unmittelbarer Nähe unentgeltlich zurückzunehmen. Eine Größengrenze gibt es dabei nicht.

Wer einen neuen Toaster kauft, kann den alten also immer im selben Geschäft abgeben, auch wenn er 39 Zentimeter lang ist. Gleiche Geräteart heißt: Toaster gegen Toaster. Ob ein Sandwichmaker oder ein Toaster mit Grill im Wesentlichen die gleichen Funktionen erfüllt, sagt das Gesetz nicht im Einzelnen; ein gewöhnlicher Toaster gegen einen gewöhnlichen Toaster ist der klare Fall.

Das gilt auch für den Austausch nach einem Defekt. Wer seinen alten Toaster an einem Montagmorgen nicht mehr zum Laufen bringt und im nächsten Elektromarkt einen neuen kauft, legt den alten an der Kasse ab. Am einfachsten geschieht das zusammen mit dem Kauf, solange der Zusammenhang offensichtlich ist.

Wird der neue Toaster nach Hause geliefert, gilt nach Paragraf 17 der private Haushalt als Ort der Abgabe. Die Abholung des Altgeräts ist dann für den Endnutzer unentgeltlich auszugestalten. Der Händler muss beim Abschluss des Kaufvertrags über diese Möglichkeit informieren und fragen, ob bei der Lieferung ein Altgerät zurückgegeben werden soll.

Für einen Toaster, der als Kleingerät zur Kategorie 5 gehört, schränkt Paragraf 17 diese Abholung im Versandhandel allerdings ein, wie der nächste Abschnitt zeigt. Bei einem Kauf im Geschäft mit Lieferung durch den Händler selbst gilt die Abholung dagegen ohne diese Einschränkung.

Für den Kauf eines neuen Toasters heißt das: Wer ihn im Geschäft kauft, nimmt den alten gleich mit. Wer ein Set aus Toaster und Wasserkocher kauft, kann beide alten Geräte abgeben, je eines der gleichen Art. Wie solche Sets aussehen und worauf beim Anschluss zu achten ist, zeigt der Vergleich der Sets aus Toaster und Wasserkocher.

Für den Händler hat die Rücknahme beim Neukauf einen eigenen Sinn: Er hat ein Gerät verkauft und nimmt eines zurück. So bleibt die Menge der Geräte, die im Umlauf sind, und die Menge, die zurückkommt, im Gleichgewicht, wie es das Gesetz mit seinem Sammelziel verlangt.

Wer den alten Toaster zum Kauf des neuen mitbringt, trägt ihn ohnehin ins Geschäft. Er stellt ihn an der Kasse ab, bezahlt den neuen und geht mit einem Gerät nach Hause statt mit zweien. Für die meisten, die einen Toaster ersetzen, ist das der kürzeste Weg überhaupt.

Wer den neuen Toaster dagegen in einem kleinen Fachgeschäft unter 400 Quadratmetern Elektrofläche kauft, hat keinen gesetzlichen Anspruch auf Rücknahme des alten. Ein kleiner Händler kann sie trotzdem anbieten; Paragraf 17 erlaubt die freiwillige Rücknahme ausdrücklich.

Online gekauft: was der Versandhandel anbieten muss

Paragraf 17 gilt auch für den Vertrieb unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln, also für Onlinehändler. Als Verkaufsfläche gelten dort alle Lager- und Versandflächen für Elektrogeräte, als Gesamtverkaufsfläche beim Lebensmittelversand alle Lager- und Versandflächen. Große Onlinehändler fallen damit unter dieselben Pflichten wie große Geschäfte.

Einen Unterschied gibt es bei der Abholung. Die unentgeltliche Abholung beim Kunden ist im Versandhandel auf die Kategorien 1, 2 und 4 beschränkt, also auf Wärmeüberträger, Bildschirme und Großgeräte. Ein Toaster gehört zur Kategorie 5, den Kleingeräten. Für ihn muss der Versandhändler stattdessen geeignete Rückgabemöglichkeiten in zumutbarer Entfernung zum Endnutzer gewährleisten.

Was geeignete Rückgabemöglichkeiten sind, sagt der Paragraf nicht im Einzelnen; wie ein Händler sie umsetzt, entscheidet er selbst. Wer einen neuen Toaster online kauft, sieht in den Hinweisen des Händlers nach, wie der alte zurückgegeben werden kann. Bei Lieferung nach Hause verlangt Paragraf 17 ausdrücklich, dass der Händler beim Kaufvertrag über die Rückgabemöglichkeiten informiert.

Wer den neuen Toaster online kauft und den alten loswerden will, hat damit drei Möglichkeiten: die Rückgabe, die der Versandhändler anbietet, eine Abgabe im stationären Handel, der ohne Neukauf aber nur Geräte bis 25 Zentimeter annehmen muss, und den Wertstoffhof. Für die meisten Toaster ist der Wertstoffhof auch hier der einfachste Weg.

Auch für den Versandhandel gilt: Die Rückgabe kleiner Geräte bis 25 Zentimeter darf nicht an einen Kauf geknüpft werden, und für größere gilt die Rücknahme bei Neukauf eines Geräts gleicher Art. Für den Toaster ist also auch online der Neukauf der sichere Weg.

Der Wertstoffhof: kostenlos und ohne Größengrenze

Der einfachste Weg führt über die Gemeinde. Paragraf 13 verpflichtet die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, also Städte, Kreise oder ihre Betriebe, Sammelstellen einzurichten, an denen Altgeräte aus privaten Haushalten angeliefert werden können. Dort gibt es keine Grenze von 25 Zentimetern und keine Pflicht zum Neukauf.

Bei der Anlieferung von Altgeräten darf nach Paragraf 13 kein Entgelt erhoben werden. Der Toaster kostet am Wertstoffhof also nichts. Die Entsorgungsträger können die Altgeräte auch bei den Haushalten abholen, im Holsystem; ob und wie das in der eigenen Gemeinde angeboten wird, steht auf deren Seiten oder im Abfallkalender.

Am Wertstoffhof werden die Geräte nach Paragraf 14 in Gruppen gesammelt. Ein Toaster gehört zur Gruppe 5, den Kleingeräten und kleinen Geräten der Informations- und Telekommunikationstechnik. Batteriebetriebene Geräte dieser Gruppe werden getrennt gesammelt; ein gewöhnlicher Toaster mit Netzkabel kommt in den allgemeinen Behälter für Kleingeräte.

Eine Ausnahme nennt der Paragraf: Die kostenlose Annahme von Altgeräten, die wegen einer Verunreinigung eine Gefahr für Gesundheit und Sicherheit darstellen, kann abgelehnt werden. Ein Toaster mit verkrusteten Krümeln ist damit nicht gemeint; die Regel zielt etwa auf beschädigte asbesthaltige Nachtspeicheröfen, die der Paragraf ausdrücklich nennt. Wer seinen Toaster vor der Abgabe ausschüttelt, ist auf der sicheren Seite.

Für die meisten Haushalte ist der Wertstoffhof deshalb der Weg, der immer funktioniert. Er hat feste Öffnungszeiten und liegt nicht immer um die Ecke; wer ohnehin Sperrmüll, Grünschnitt oder alte Farbe hinbringt, nimmt den Toaster mit.

Anlieferungen von Haushalten mit dem eigenen Auto sind am Wertstoffhof der Normalfall. Gewerbetreibende, etwa ein Umzugsunternehmen, das Altgeräte aus Haushalten anliefert, werden nach Paragraf 13 so behandelt, als kämen die Geräte aus privaten Haushalten ihres Sitzes.

Paragraf 13 erlaubt den Gemeinden, die Annahme an einzelnen Sammelstellen auf bestimmte Gerätegruppen zu beschränken, wenn das aus Platzgründen nötig ist und die Erfassung aller Gruppen im Gebiet sichergestellt bleibt. Wer einen kleinen Recyclinghof in der Nähe hat, der keine Elektrogeräte annimmt, findet dann eine andere Sammelstelle der Gemeinde, die es tut.

Woran man eine Rücknahmestelle erkennt: Tafeln, Logo, Schadstoffmobil

Wer seinen Toaster im Handel abgeben will, muss die Stelle erst finden. Das Umweltbundesamt beschrieb 2022, was die Händler dafür tun müssen: Sie haben durch gut sicht- und lesbare Schrift- und Bildtafeln im unmittelbaren Sichtbereich des Hauptkundenstroms über ihre Rücknahmepflichten und Rückgabemöglichkeiten zu informieren, bei Onlinehändlern in ihren Darstellungsmedien, etwa auf der Website, oder mit der Warensendung.

Dazu sollen nach dem Umweltbundesamt alle Sammel- und Rücknahmestellen im Handel und in den Kommunen ein einheitliches Sammelstellenlogo tragen. Wer im Eingangsbereich eines Supermarkts nach einem Behälter sucht, achtet auf dieses Logo und auf die Tafel, die sagt, was angenommen wird.

Nicht jedes Geschäft mit Lebensmitteln ist verpflichtet. Das Umweltbundesamt nennt ausdrücklich Einzelhändler, die nur im Kassenbereich oder saisonal Lebensmittel wie Süßigkeiten anbieten; sie sind von der Rücknahmepflicht nicht erfasst. Ein Baumarkt mit einem Regal Schokolade an der Kasse wird damit nicht zum Lebensmittelhändler im Sinne des Gesetzes, wohl aber, wenn seine Elektrofläche 400 Quadratmeter erreicht.

Neben Wertstoffhöfen nennt das Umweltbundesamt das Schadstoffmobil als kommunale Sammelstelle, an der Elektroaltgeräte kostenlos abgegeben werden können. Wann und wo es hält, steht im Abfallkalender der Gemeinde. Für einen Toaster ist das ein bequemer Weg, wenn der Wertstoffhof weit ist.

Kleingerät oder nicht: was 25 und 50 Zentimeter bedeuten

Im ElektroG tauchen zwei Längen auf, die leicht verwechselt werden. Paragraf 2 teilt Elektrogeräte in Kategorien ein. Kategorie 4 sind Großgeräte, bei denen mindestens eine äußere Abmessung mehr als 50 Zentimeter beträgt; Kategorie 5 sind Kleingeräte, bei denen keine äußere Abmessung mehr als 50 Zentimeter beträgt. Ein Toaster ist danach fast immer ein Kleingerät.

Die 25 Zentimeter aus Paragraf 17 sind etwas anderes. Sie bestimmen nicht die Kategorie, sondern nur, welche Altgeräte ein Händler ohne Neukauf zurücknehmen muss. Ein Toaster mit 30 Zentimetern ist also ein Kleingerät der Kategorie 5, fällt aber nicht unter die Rücknahme ohne Neukauf.

◆ bis 25 cm: Rückgabe ohne Neukauf0 bis 25● bis 50 cm: Kleingerät, Rückgabe bei Neukauf oder am Wertstoffhof25 bis 50■ über 50 cm: Großgerät50 bis 60Zwei-Scheiben-Toaster mit 28 cm: 28 cmSkala von 0 bis 60 cmEingeordnet: bis 50 cm: Kleingerät, Rückgabe bei Neukauf oder am Wertstoffhof
Die beiden Grenzen im ElektroG und ein üblicher Toaster. Längste äußere Abmessung in Zentimetern. Bis 25 Zentimeter muss ein großer Händler das Altgerät auch ohne Neukauf annehmen; bis 50 Zentimeter ist es ein Kleingerät der Kategorie 5. Markiert ist ein Zwei-Scheiben-Toaster mit 28 Zentimetern, wie ihn Bosch und Severin angeben. Zwei-Scheiben-Toaster mit 28 cm liegt bei 28 cm und damit im Abschnitt bis 50 cm: Kleingerät, Rückgabe bei Neukauf oder am Wertstoffhof.§ 2 und § 17 ElektroG; Maße von Bosch TAT7S45 (Anleitung) und Severin (Angebot), gelesen am 18.10.2026.

Für die Kategorie gibt es noch eine Folge, die den Online-Kauf betrifft. Die unentgeltliche Abholung beim Kunden schreibt das Gesetz im Versandhandel nur für die Kategorien 1, 2 und 4 vor. Weil ein Toaster in Kategorie 5 fällt, holt ihn der Versandhändler nicht kostenlos ab, sondern muss eine Rückgabemöglichkeit in zumutbarer Entfernung bieten.

Die Kategorie hat noch eine zweite Bedeutung, die im Gesetz an anderer Stelle steht: Sie bestimmt, in welchem Behälter der Toaster am Wertstoffhof landet, und wie er weiterbehandelt wird. Kleingeräte werden getrennt von Großgeräten, Bildschirmen und Lampen gesammelt, weil jede Gruppe eine eigene Verwertung braucht.

Kein Toaster in der Zählung kommt an die 50 Zentimeter heran; der längste misst 39 Zentimeter. Selbst der größte Langschlitztoaster bleibt also ein Kleingerät. Für die Entsorgung zählt deshalb fast immer nur die Frage: unter oder über 25 Zentimetern.

Wie man misst: die längste Kante, mit dem Kabel aufgewickelt

Das Gesetz spricht von der äußeren Abmessung. Gemessen wird also das Gerät von außen, an seiner längsten Seite. Bei einem Zwei-Scheiben-Toaster ist das meist die Breite quer zu den Schlitzen, bei einem Langschlitztoaster die Länge entlang der Schlitze.

Was im Einzelnen zur äußeren Abmessung gehört, ob ein seitlich überstehender Hebel oder ein angebauter Brötchenaufsatz, regelt das Gesetz nicht. Wer an der Grenze liegt, misst so, wie das Gerät abgegeben wird: Kabel aufgewickelt, Aufsatz eingeklappt, und rechnet damit, dass ein Händler anders messen kann.

Arendo nennt die Maße seines Langschlitztoasters ausdrücklich ohne Brötchenaufsatz. Das zeigt, dass Hersteller selbst unterschiedlich messen. Wer sich auf eine Angabe aus dem Angebot verlassen will, prüft, ob sie mit oder ohne Aufsatz gilt; einfacher ist der Zollstock.

Bei Geräten, die knapp über der Grenze liegen, wie die drei mit 25,4 Zentimetern, wird ein Händler im Zweifel kaum nachmessen. Ein Anspruch besteht aber nicht. Wer Streit vermeiden will, wählt bei solchen Geräten den Wertstoffhof oder die Rückgabe beim Neukauf.

Ein Zollstock oder ein Maßband reicht für die Messung. Der Toaster wird auf eine ebene Fläche gestellt, und es wird an der breitesten Stelle gemessen, meist quer über die Schlitze oder entlang der Seite mit dem Hebel. Die Höhe ist bei Toastern selten das Problem; sie liegt bei den gezählten Geräten bei höchstens gut 21 Zentimetern.

Vor der Abgabe: Krümel, Kabel, Batterien

Ein Toaster wird so abgegeben, wie er ist, ganz und ohne zerlegt zu werden. Paragraf 17 verbietet an der Rücknahmestelle sogar die Entfernung von Bauteilen aus den Altgeräten, mit Ausnahme von Altbatterien und Lampen. Wer den Heizdraht als Ersatzteil ausbauen will, tut das vorher zu Hause oder gar nicht.

Wer einen Brötchenaufsatz zum Abnehmen hat, gibt ihn mit ab, wenn er aus Metall besteht und zum Gerät gehört; ein Gitter allein ist kein Elektrogerät; wo reines Metall hingehört, sagt die Gemeinde. Die Krümelschublade bleibt im Gerät. Verpackung und Anleitung gehören nicht dazu; die Verpackung kommt in Altpapier oder gelbe Tonne, je nach Material.

Die Krümel gehören vorher heraus. Die Krümelschublade wird geleert, das Gerät über dem Mülleimer ausgeschüttelt, natürlich mit gezogenem Stecker. Paragraf 10 verlangt, dass die Erfassung Brandrisiken minimiert; ein Toaster voller verbrannter Krümel in einem Behälter mit anderen Geräten ist genau das, was vermieden werden soll. Wie man einen Toaster gründlich reinigt, ohne ihn zu beschädigen, beschreibt die Seite Toaster reinigen.

Eine gründliche Reinigung verlangt das Gesetz für die Sammlung nicht. Ein Toaster muss nicht glänzen; er sollte nur keine losen Teile und keine losen Krümel enthalten. Wer ihn weitergeben will, reinigt gründlicher.

Das Kabel wird aufgewickelt oder mit einem Gummi zusammengehalten. Ein loses Kabel verhakt sich in Sammelbehältern und erschwert die Sortierung. Abschneiden ist nicht nötig und an der Rücknahmestelle nicht vorgesehen; es macht das Gerät auch für eine mögliche Wiederverwendung unbrauchbar.

Wer den Toaster vor der Abgabe noch einmal benutzt hat, lässt ihn vollständig abkühlen. Ein warmes Gerät in einem Sammelbehälter ist ein unnötiges Risiko; Paragraf 14 verlangt, dass die Behälter so befüllt werden, dass Brandrisiken vermieden werden.

Batterien haben gewöhnliche Toaster nicht. Wer einen Toaster mit Display oder Zeitanzeige hat, sieht in der Anleitung nach. Sitzt dort eine Batterie, die sich ohne Werkzeug entnehmen lässt, gehört sie nach Paragraf 10 vorher heraus und in die Batteriesammlung.

Weitergeben statt entsorgen: wann ein Toaster ein zweites Leben bekommt

Ein Toaster, der noch funktioniert, muss nicht entsorgt werden. Das ElektroG selbst nennt die Vorbereitung zur Wiederverwendung als Ziel: Paragraf 10 verlangt, dass die Erfassung sie nicht behindert, und Paragraf 17 verpflichtet Händler, die zurückgenommene Geräte nicht an Hersteller oder Entsorgungsträger übergeben, sie zur Wiederverwendung vorzubereiten oder ordnungsgemäß zu behandeln.

Paragraf 10 enthält dafür sogar eine Ausnahme: Die Pflicht, Altbatterien und Lampen vor der Abgabe zu trennen, gilt nicht, soweit Altgeräte separiert werden, um sie für die Wiederverwendung vorzubereiten. Das Gesetz rechnet also damit, dass Geräte aus der Sammlung wieder in den Gebrauch gehen können.

Für den Besitzer heißt das: Wer einen funktionierenden Toaster ersetzt, weil er ein größeres oder schöneres Gerät will, kann den alten verschenken, verkaufen oder bei einem Sozialkaufhaus abgeben. Erstwohnungen und Wohngemeinschaften können solche Geräte oft gut gebrauchen. Ein sauberer Toaster mit intaktem Kabel ist dafür die Voraussetzung.

Wer einen Toaster weitergibt, gibt die Anleitung mit, wenn sie noch da ist. Die meisten Anleitungen enthalten Sicherheitshinweise, die für den nächsten Besitzer genauso gelten, etwa das Verbot, den Toaster über eine Zeitschaltuhr zu betreiben, oder die Empfehlung einer Stufe für den ersten Gebrauch.

Ein zweites Leben gibt es auch auf dem Campingplatz, wo ein alter Toaster im Wohnwagen mit Stromanschluss noch gute Dienste leisten kann, solange er im Innenraum steht und seine Anleitung den Gebrauch dort nicht ausschließt. Was auf dem Campingplatz zu beachten ist und warum viele Anleitungen das Freie ausschließen, zeigt der Vergleich der Toaster für Camping.

Auch Vereine, Kitas oder Gemeinschaftsküchen können einen funktionierenden Toaster gebrauchen. Wer ihn dorthin gibt, sollte ihn vorher testen und das Kabel prüfen; ein beschädigtes Kabel ist nach mehreren Anleitungen ein Grund, das Gerät nicht mehr zu benutzen, bis es fachgerecht ersetzt ist.

Wer einen defekten Toaster hat, prüft vor der Entsorgung, ob er sich reparieren lässt. Mehrere Anleitungen schreiben, Reparaturen dürfe nur Fachpersonal ausführen, und ein beschädigtes Netzkabel müsse vom Hersteller, seinem Kundendienst oder einer ähnlich qualifizierten Person ersetzt werden. Ob sich das bei einem günstigen Toaster lohnt, ist eine Rechenfrage; bei einem hochwertigen Gerät mit Metallgehäuse oft eher als bei einem einfachen.

Was die Rückgabe kostet: nichts

An keiner Stelle, die das ElektroG vorsieht, kostet die Rückgabe eines Toasters Geld. Paragraf 13 schreibt für die Sammelstellen der Gemeinden, dass bei der Anlieferung von Altgeräten kein Entgelt erhoben werden darf. Paragraf 17 schreibt für die Händler die unentgeltliche Rücknahme vor, bei Neukauf und ohne Neukauf, und verbietet ein Entgelt von privaten Haushalten für Übergabe, Behandlung und Entsorgung.

Für den Haushalt ist das eine einfache Rechnung: Die Entsorgung eines Toasters ist kostenlos, egal welchen der gesetzlichen Wege er wählt. Was Zeit kostet, ist der Weg dorthin. Der Supermarkt beim Wocheneinkauf ist der kürzeste, wenn er annimmt; der Wertstoffhof der sicherste; die Rückgabe beim Neukauf der bequemste, wenn ohnehin ein neuer Toaster ins Haus kommt.

Wer den Toaster mit anderen Geräten zusammen entsorgt, etwa nach einem Umzug, spart sich Wege, wenn er alles auf einmal zum Wertstoffhof bringt. Im Handel gilt ohne Neukauf die Grenze von drei Geräten je Geräteart, am Wertstoffhof für Kleingeräte keine.

Kosten können nur entstehen, wenn ein Händler eine zusätzliche Leistung anbietet. Paragraf 17 erlaubt, für eine freiwillige Abholung beim privaten Haushalt ein Entgelt zu verlangen, wenn sie über die Pflichten hinausgeht. Bei Lieferung eines neuen Geräts ist die Abholung des alten der gleichen Art dagegen unentgeltlich.

Bei der Gemeinde gilt dasselbe für das Holsystem. Holt die Gemeinde Altgeräte bei den Haushalten ab, regelt sie selbst, wie und wann; für die Anlieferung am Wertstoffhof ist nach Paragraf 13 in jedem Fall kein Entgelt zu zahlen.

Wer einen alten Toaster per Post an einen Händler schickt, zahlt unter Umständen das Porto, je nachdem, wie der Händler seine Rückgabemöglichkeit gestaltet. Das ist kein Entgelt für die Entsorgung, aber ein Kostenpunkt, den der Weg zum Wertstoffhof nicht hat.

Wenn der Supermarkt nein sagt

Nach der Zählung auf dieser Seite ist ein Nein an der Kasse bei einem Toaster ohne Neukauf meist berechtigt. Wer seinen Toaster trotzdem dort abgeben will, kann nach einer freiwilligen Rücknahme fragen.

Ist der Toaster kleiner als 25 Zentimeter in jeder Richtung und erfüllt der Händler die Bedingungen des Paragrafen 17, besteht ein Anspruch auf Rücknahme, bis zu drei Geräte je Geräteart. Wer in diesem Fall abgewiesen wird, kann auf den Paragrafen verweisen.

In allen anderen Fällen bleiben die beiden sicheren Wege: der Wertstoffhof der Gemeinde, kostenlos und ohne Größengrenze, und die Rückgabe beim Kauf eines neuen Toasters. Wer den alten Toaster ohnehin ersetzen will, verbindet beides am besten: neuen kaufen, alten im selben Geschäft abgeben.

Ein Streit an der Kasse lohnt sich bei einem Toaster selten. Das Gerät ist leicht, der Wertstoffhof nimmt es ohne Bedingung, und wer ohnehin einen neuen kauft, hat den Anspruch auf Rücknahme in jedem Fall. Die Regeln dieser Seite helfen vor allem, den richtigen Weg gleich beim ersten Versuch zu wählen.

Der Weg zur Rückgabe in drei Fragen

Der Wegweiser fasst die Regeln dieser Seite zusammen. Er fragt nach der Größe, nach einem Neukauf und nach dem Ort, an dem gekauft wird, und nennt den Weg, der nach dem ElektroG sicher funktioniert.

Wohin mit dem alten Toaster?

Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt. Alle Zuordnungen beruhen auf den Paragrafen 13 und 17 ElektroG.

1. Wie lang ist die längste Kante des Toasters?
2. Kaufen Sie einen neuen Toaster?
3. Funktioniert der alte Toaster noch?

Ergebnis

Zum Wertstoffhof

Die Sammelstelle der Gemeinde nimmt Altgeräte kostenlos und ohne Größengrenze an; im Handel ist eine Rücknahme ohne Neukauf eine freiwillige Leistung.

Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
  1. Wenn Zustand: Ja, er funktioniert, dann Weitergeben. Ein funktionierender Toaster kann verschenkt, verkauft oder einem Sozialkaufhaus gegeben werden; vorher reinigen. Zur Reinigung
  2. Wenn Neukauf: Ja, im Geschäft und Zustand: Nein, er ist defekt, dann Im Geschäft beim Neukauf zurückgeben. Händler mit mindestens 400 m² Elektro- oder 800 m² Gesamtfläche nehmen das alte Gerät der gleichen Art unentgeltlich zurück, unabhängig von der Größe.
  3. Wenn Neukauf: Ja, online mit Lieferung und Zustand: Nein, er ist defekt, dann Rückgabe über den Versandhändler. Für Kleingeräte muss der Versandhändler eine Rückgabemöglichkeit in zumutbarer Entfernung bieten; eine kostenlose Abholung schreibt das Gesetz für Toaster nicht vor.
  4. Wenn Größe: Höchstens 25 Zentimeter und Neukauf: Nein und Zustand: Nein, er ist defekt, dann Im Supermarkt oder Elektromarkt abgeben. Bis 25 Zentimeter und höchstens drei Geräte je Art nehmen verpflichtete Händler auch ohne Neukauf zurück.
  5. Wenn Größe: Mehr als 25 Zentimeter und Neukauf: Nein und Zustand: Nein, er ist defekt, dann Zum Wertstoffhof. Die Sammelstelle der Gemeinde nimmt Altgeräte kostenlos und ohne Größengrenze an; im Handel ist eine Rücknahme ohne Neukauf eine freiwillige Leistung.
  6. In jedem anderen Fall: Zum Wertstoffhof. Der Weg, der immer funktioniert: kostenlos, ohne Größengrenze und ohne Kauf.

§ 13 und § 17 ElektroG, gelesen am 18.10.2026.

Der Wegweiser ersetzt keine Rechtsberatung, und er kennt die Lage vor Ort nicht. Ob eine Gemeinde Elektroaltgeräte auch abholt, ob ein bestimmter Supermarkt unter die Rücknahmepflicht fällt und wie ein Onlinehändler seine Rückgabe organisiert, steht jeweils dort. Die Regeln dahinter stehen im Gesetz und gelten überall in Deutschland.

Wer zwischen zwei Antworten schwankt, etwa weil der Toaster knapp über 25 Zentimeter misst, wählt den sicheren Weg. Der Wertstoffhof und die Rückgabe beim Neukauf funktionieren unabhängig von der Größe; die Rückgabe ohne Neukauf im Handel hängt an der Grenze.

Und wer weder einen neuen Toaster kauft noch zum Wertstoffhof fahren kann, fragt bei der Gemeinde nach dem Holsystem oder nach dem Schadstoffmobil. Beide sind kommunale Wege, die das Umweltbundesamt und das ElektroG ausdrücklich vorsehen.

Wann ein Toaster ausgedient hat: Kabel, Sturz, Funktionsstörung

Nicht jeder alte Toaster muss weg. Die Anleitungen nennen aber klare Fälle, in denen ein Gerät nicht mehr benutzt werden darf. Tefal schreibt für den Langschlitztoaster Element, das Gerät dürfe nicht benutzt werden, wenn das Kabel beschädigt ist, wenn es heruntergefallen ist und dabei sichtbare Schäden davongetragen hat oder wenn Funktionsstörungen auftreten.

Ähnliche Sätze stehen in mehreren anderen Anleitungen. Muse schreibt, man solle das Gerät nicht verwenden, wenn das Netzkabel oder das Gerät selbst beschädigt ist. Bosch schreibt, eine beschädigte Netzanschlussleitung müsse durch den Hersteller, seinen Kundendienst oder eine ähnlich qualifizierte Person ersetzt werden. In 13 der gelesenen Anleitungsdateien für Toaster und Sets steht ein solcher Hinweis auf eine qualifizierte Person.

Für die Entscheidung zwischen Reparatur und Entsorgung heißt das: Ein beschädigtes Kabel ist kein Grund, den Toaster wegzuwerfen, aber ein Grund, ihn nicht mehr selbst zu flicken. Ein Toaster, der nach einem Sturz Risse im Gehäuse hat oder dessen Hebel nicht mehr einrastet, obwohl er angeschlossen ist, gehört dagegen meist in die Sammlung.

Ein häufiges Ärgernis, der Hebel, der nicht unten bleibt, hat nach einer Anleitung eine einfache Ursache. Krups schreibt für den KH442D, der Hebel raste nur dann ein, wenn der Toaster angeschlossen ist. Wer einen Toaster vor dem Entsorgen ohne Strom testet, hält ihn womöglich für defekt, obwohl er funktioniert. Erst am Strom zeigt sich, ob er noch taugt.

Bevor ein Toaster in die Sammlung geht, lohnt deshalb ein letzter Test am Strom: Stecker einstecken, Hebel drücken, schauen, ob die Heizdrähte glühen. Funktioniert er, kann er weitergegeben werden; funktioniert er nicht, ist die Entsorgung der richtige Weg.

Sets und Kombigeräte: zwei Geräte, zwei Rückgaben

Wer ein Frühstücksset aus Toaster und Wasserkocher ersetzt, hat zwei Altgeräte verschiedener Art. Für die Rückgabe ohne Neukauf zählt Paragraf 17 je Geräteart bis zu drei Geräte; Toaster und Wasserkocher werden also getrennt gezählt. Für die Größe gilt bei beiden dieselbe Grenze von 25 Zentimetern in jeder Richtung.

Beim Neukauf eines Sets kann der Händler beide alten Geräte zurücknehmen müssen, wenn sie zur gleichen Geräteart gehören wie die neuen und im Wesentlichen die gleichen Funktionen erfüllen. Ein alter Toaster gegen einen neuen Toaster, ein alter Wasserkocher gegen einen neuen: Das ist der klare Fall.

Bei Kombigeräten wird es unschärfer. Ein Toaster mit Grill oder ein Sandwichmaker erfüllen teilweise andere Funktionen als ein einfacher Toaster. Ob ein Händler beim Kauf eines Toasters mit Grill den alten Toaster als gleiche Geräteart annimmt, entscheidet er im Zweifel selbst; am Wertstoffhof stellt sich die Frage nicht. Welche Kombigeräte es gibt und wo die Grenze zum Mini-Backofen liegt, zeigt der Vergleich der Toaster mit Grill.

Auch der Sandwichmaker ist ein Elektrogerät der Kategorie 5 und wird genauso entsorgt wie ein Toaster: Wertstoffhof, Rückgabe beim Neukauf oder, wenn er klein genug ist, ohne Neukauf im Handel. Wie die Platten eines Sandwichmakers beschichtet sind und was beim Kauf eines neuen zählt, ordnet der Vergleich der Sandwichmaker.

Die falschen Wege: Schrottsammler, Postwurfsendungen, Straßenrand

Manche Wege sehen bequem aus und sind trotzdem falsch. Das Umweltbundesamt warnt ausdrücklich davor, Altgeräte an Schrottsammler und -händler abzugeben, die oft mit Postwurfsendungen werben. Diese dürften in aller Regel keine Altgeräte sammeln, und es bestehe die Gefahr einer nicht umweltgerechten Entsorgung im In- oder Ausland.

Ebenso falsch ist der Straßenrand. Das Umweltbundesamt nennt als Ziel der Rücknahmepflicht, dass weniger Altgeräte abseits der korrekten Pfade entsorgt werden, etwa im Hausmüll, im Verpackungsmüll oder in der Natur. Ein Toaster, der neben einen Container gestellt wird, landet auf einem dieser Pfade, auch wenn ihn später jemand mitnimmt.

Ein Sonderfall ist die Weitergabe über Kleinanzeigen oder Verschenkeplattformen. Für ein funktionierendes Gerät ist das eine gute Lösung, weil der Toaster weiterbenutzt wird. Für ein defektes Gerät ist es keine: Wer einen kaputten Toaster verschenkt, schiebt die Entsorgung nur auf jemand anderen, der sie dann richtig erledigen muss.

Bleibt der Hausmüll, der verlockendste Fehler, weil ein Toaster in die Tonne passt. Paragraf 10 ElektroG schließt ihn aus. Wer einmal weiß, dass der Wertstoffhof kostenlos ist und der Supermarkt beim Neukauf zurücknehmen muss, hat keinen Grund mehr, es anders zu machen.

Was nach der Abgabe mit dem Toaster passiert

Ein abgegebener Toaster verschwindet nicht einfach. Paragraf 17 verpflichtet Händler, zurückgenommene Altgeräte den Herstellern oder den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern zu übergeben oder sie selbst zur Wiederverwendung vorzubereiten beziehungsweise nach den Vorschriften des Gesetzes zu behandeln und zu verwerten. Ein Entgelt von privaten Haushalten darf der Händler dafür nicht verlangen.

Paragraf 10 nennt ein Ziel, an dem sich alle Beteiligten messen lassen müssen: Ab dem 1. Januar 2019 soll das Gesamtgewicht der erfassten Altgeräte in jedem Kalenderjahr mindestens 65 Prozent des Durchschnittsgewichts der Elektrogeräte betragen, die in den drei Vorjahren in Verkehr gebracht wurden. Jeder Toaster, der in der Sammlung landet statt im Hausmüll, zählt dafür.

Das Umweltbundesamt begründete die Ausweitung der Rücknahme 2022 damit, dass ausgediente Elektrogeräte zur Wiederverwendung vorbereitet oder recycelt werden können, um Rohstoffe und Ressourcen zu schonen und umweltschädigende Bauteile und Substanzen aus dem Kreislauf auszuschleusen. Ein Toaster aus Metall und Kunststoff ist dafür ein typischer Fall.

Der neue Toaster: was beim Kauf schon an die nächste Entsorgung denkt

Wer einen neuen Toaster kauft, denkt selten an dessen Ende. Zwei Punkte aus dieser Seite helfen trotzdem. Der erste ist die Rückgabe des alten beim Kauf: Wer im Geschäft kauft, nimmt den alten mit und gibt ihn dort ab. Der zweite ist die Haltbarkeit: Bei einem Gerät, dessen Hersteller einen Kundendienst mit Anschrift nennt, gibt es für eine spätere Reparatur einen Ansprechpartner.

Die Größe spielt für die nächste Entsorgung kaum eine Rolle, weil fast alle Toaster über 25 Zentimeter liegen. Für die Küche spielt sie eine große. Wer wenig Platz hat, findet kompakte Geräte für eine oder zwei Scheiben im Vergleich der kleinen Toaster.

Ein zweiter Gedanke beim Kauf betrifft die Anleitung. Wer sie aufbewahrt, weiß später, ob das Gerät eine Batterie enthält, wie es zu reinigen ist und an wen man sich bei einem Defekt wendet. Von 16 gelesenen Anleitungen nennen 14 einen Entsorgungshinweis; er steht meist am Ende, wo man ihn erst sucht, wenn es so weit ist.

Wer Brot vom Bäcker toastet, braucht lange Schlitze und ein entsprechend langes Gerät; welche es gibt, zeigt der Vergleich der Langschlitztoaster. Diese Geräte messen in der Zählung 36 bis 39 Zentimeter und gehören damit in jedem Fall zur Rückgabe beim Neukauf oder zum Wertstoffhof.

Für Familien, die vier Scheiben auf einmal toasten, gibt es Geräte mit zwei getrennt regelbaren Hälften; mehr dazu im Vergleich der Toaster für vier Scheiben. Wer Wert auf ein langlebiges Gehäuse legt, findet Geräte aus Metall im Vergleich der Toaster aus Edelstahl.

Und wer wissen will, wie viel Strom der neue Toaster im Vergleich zum alten braucht, findet die Rechnung auf der Seite zur Wattzahl von Toastern.

Kurz gefragt

Darf ein Toaster in den Restmüll oder die gelbe Tonne?

Nein. Paragraf 10 ElektroG verlangt, Altgeräte getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall zu erfassen. Die gelbe Tonne ist für Verpackungen.

Nimmt der Supermarkt meinen alten Toaster zurück?

Ohne Neukauf nur, wenn er in keiner Abmessung größer als 25 Zentimeter ist und der Markt mindestens 800 Quadratmeter Gesamtfläche hat und regelmäßig Elektrogeräte verkauft. Von 18 Toastern mit nachprüfbaren Maßen lag keiner unter dieser Grenze. Freiwillig darf jeder Händler zurücknehmen.

Kostet die Entsorgung am Wertstoffhof etwas?

Nein. Paragraf 13 ElektroG verbietet ein Entgelt bei der Anlieferung von Altgeräten aus privaten Haushalten.

Was ist, wenn ich einen neuen Toaster online kaufe?

Große Versandhändler müssen für Kleingeräte wie Toaster eine Rückgabemöglichkeit in zumutbarer Entfernung bieten. Eine kostenlose Abholung schreibt das Gesetz für Toaster nicht vor.

Der nächste Schritt: der Toaster, der den alten ersetzt

Wer bis hierher gelesen hat, weiß, wohin der alte Toaster gehört: an den Wertstoffhof, in den Laden beim Kauf des neuen oder, wenn er noch funktioniert, an jemanden, der ihn brauchen kann. Der nächste Schritt ist für die meisten der Kauf des neuen Geräts, und dafür ist die Übersicht zum Toaster die passende Seite.

Sie ordnet die Bauarten, die Funktionen und die Frage, die bei jedem neuen Toaster wiederkommt: was die Bräunungsstufen bedeuten. Von 52 Angeboten werben 48 mit der Bräunung, keines sagt, wofür eine Stufe steht; die Übersicht erklärt, was die Anleitungen dazu schreiben und wie man nach der Faustregel des Bundesinstituts für Risikobewertung goldgelb statt dunkel toastet.

Wer dort einen kompakten Toaster sucht, weil der alte zu viel Platz brauchte, wird feststellen, dass auch die kleinsten Geräte um die 25 Zentimeter messen. Ein neuer Toaster wird also beim nächsten Mal wieder über den Wertstoffhof oder den Handel beim Neukauf entsorgt werden; das ist kein Nachteil, nur eine Frage des Wegs.

Der Weg dorthin führt über den Link am Anfang dieser Seite. Wer dort einen neuen Toaster findet und ihn im Geschäft kauft, nimmt den alten gleich mit; Paragraf 17 sorgt dafür, dass er dort bleiben darf.

Sarah Leitner

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Sarah Leitner

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
18.10.2026
Zuletzt aktualisiert
18.10.2026
Verfügbarkeit geprüft
18.10.2026

Datenbasis: Herstellerangaben und Produktdatenblätter, öffentlich einsehbare Händlerdaten zu Preis und Verfügbarkeit sowie die aggregierte Bewertungslage. Vor jeder Aktualisierung prüfen wir, ob die verlinkten Produkte noch bestellbar sind, und tauschen aus, was nicht mehr lieferbar ist.

Quellen dieser Einordnung

  1. 1. § 17 ElektroG – Rücknahmepflicht der Vertreiber (gesetze-im-internet.de)gesetze-im-internet.de

    Am 18.10.2026 gelesen. Rücknahme durch Vertreiber ab 400 m² Elektro- oder 800 m² Gesamtfläche: bei Neukauf ein Altgerät gleicher Art, ohne Neukauf Geräte bis 25 cm in jeder Abmessung, höchstens drei je Geräteart; Versandhandel; kein Entgelt.

  2. 2. § 10 ElektroG – Getrennte Erfassung (gesetze-im-internet.de)gesetze-im-internet.de

    Am 18.10.2026 gelesen. Altgeräte getrennt vom unsortierten Siedlungsabfall erfassen; Altbatterien und entnehmbare Lampen vorher trennen; Erfassung ohne Behinderung der Wiederverwendung und mit geringem Brandrisiko; Sammelziel 65 Prozent.

  3. 3. § 13 ElektroG – Sammlung durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (gesetze-im-internet.de)gesetze-im-internet.de

    Am 18.10.2026 gelesen. Sammelstellen der Gemeinden, Bring- und Holsystem, kein Entgelt bei Anlieferung.

  4. 4. § 2 ElektroG – Anwendungsbereich (gesetze-im-internet.de)gesetze-im-internet.de

    Am 18.10.2026 gelesen. Kategorien: Großgeräte mit einer Abmessung über 50 cm, Kleingeräte bis 50 cm.

  5. 5. Umweltbundesamt: 25.000 zusätzliche Rückgabestellen für Elektroaltgeräte ab 1. Juliumweltbundesamt.de

    Am 18.10.2026 gelesen. Rücknahmepflicht für den Lebensmittelhandel ab 800 m² seit 1. Juli 2022; Toaster als Beispiel für Geräte bis 25 cm Kantenlänge; Supermärkte, Discounter und Drogeriemärkte.

Was zuletzt geändert wurde

  • 18.10.2026: Ersterstellung beim Vertiefen des Bereichs Toaster. Rückgabewege nach §§ 2, 10, 13 und 17 ElektroG, Maße von 18 Toastern aus Anleitungen und Angebotstexten gegen die 25-Zentimeter-Grenze, Entsorgungs- und Reparaturhinweise aus den Bedienungsanleitungen, Wegweiser.

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