3,7 Cent für einen Liter: die Rechnung, bevor es um Geräte geht
Ein Liter Leitungswasser hat etwa 15 Grad. Um ihn auf 100 Grad zu bringen, braucht man 85 Grad mal 4,19 Kilojoule je Kilogramm und Grad, also rund 356 Kilojoule. Das sind 0,099 Kilowattstunden, knapp ein Zehntel. Beim Durchschnittspreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde, den die Strompreisanalyse des Energieverbands BDEW für Haushalte im Jahr 2026 nennt, kostet dieser Liter 3,7 Cent. So viel Energie muss jeder Wasserkocher in das Wasser bringen, gleich wie er gebaut ist, und keiner kann mit weniger auskommen.
Was ein Gerät darüber hinaus verbraucht, sind Verluste: Wärme, die an das Gehäuse und an die Luft geht, und Strom, der fließt, nachdem das Wasser schon kocht. Sie machen den Unterschied zwischen zwei Geräten aus, aber sie sind klein im Vergleich zu dem, was das Wasser selbst braucht. Die größte Stellschraube ist deshalb nicht das Gerät, sondern die Menge.
Die Zahl 4,19 ist die spezifische Wärmekapazität von Wasser: So viele Kilojoule braucht ein Kilogramm Wasser, um ein Grad wärmer zu werden. Ein Liter Wasser wiegt rund ein Kilogramm, und eine Kilowattstunde sind 3.600 Kilojoule. Daraus folgt die ganze Rechnung dieser Seite: Liter mal Grad Erwärmung mal 4,19 geteilt durch 3.600 ergibt Kilowattstunden, mal Strompreis ergibt Euro. Wer seinen eigenen Strompreis kennt, setzt ihn statt der 37,0 Cent ein.
Über ein Jahr gerechnet sieht das so aus. Wer täglich anderthalb Liter kocht, etwa für sechs große Tassen Tee, braucht rund 0,15 Kilowattstunden am Tag und 54 im Jahr. Das sind rund 20 Euro. Wer nur einen Liter am Tag kocht, kommt auf 36 Kilowattstunden und gut 13 Euro. Wer für eine Familie zwei Liter kocht, auf 72 Kilowattstunden und knapp 27 Euro.
Wer einen anderen Strompreis zahlt, rechnet entsprechend. Bei 30 Cent je Kilowattstunde kostet der Liter 3,0 Cent und das Jahr mit anderthalb Litern am Tag gut 16 Euro, bei 45 Cent sind es 4,5 Cent und gut 24 Euro. Der Durchschnittspreis des BDEW ist eine Orientierung; maßgeblich ist der Arbeitspreis auf der eigenen Rechnung. An der Rangfolge der Sparmaßnahmen ändert der Preis nichts, nur an den Beträgen.
Was das Wasserkochen im Jahr kostet
Vorbelegt mit anderthalb Litern am Tag, von 15 auf 100 Grad, ohne Verluste, und einem Gerät, das im Aus-Zustand die Höchstgrenze der EU-Verordnung von 0,5 Watt erreicht. Die Profile verändern die Menge.
Wasser kochen, 1,5 Liter am Tag
0,099 kWh je Liter von 15 auf 100 Grad (4,19 kJ je kg und Kelvin), 1,5 Liter an 365 Tagen; Strompreis 37,0 ct/kWh laut BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026
Aus-Zustand, 0,5 W
Höchstwert für den Aus-Zustand nach Verordnung (EU) 2023/826 seit 09.05.2025, rund um die Uhr am Netz als Obergrenze; viele Geräte mit mechanischem Schalter liegen darunter
- Wasser kochen, 1,5 Liter am Tag: 54,2 kWh im Jahr mal 0,37 = 20,05 Euro im Jahr
- Aus-Zustand, 0,5 W: 4,4 kWh im Jahr mal 0,37 = 1,63 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 21,68 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 21,68 Euro
| Profil | Wasser kochen, 1,5 Liter am Tag | Aus-Zustand, 0,5 W | Im Jahr | Über 10 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Eine Person, zwei TassenEin halber Liter am Tag. | 18,0 kWh im Jahr6,68 Euro | 4,4 kWh im Jahr1,63 Euro | 8,31 Euro | 83,06 Euro |
| Sechs Tassen am TagDie Vorbelegung mit anderthalb Litern. | 54,2 kWh im Jahr20,05 Euro | 4,4 kWh im Jahr1,63 Euro | 21,68 Euro | 216,82 Euro |
| FamilieDrei Liter am Tag, etwa mit Nudelwasser. | 108,4 kWh im Jahr40,11 Euro | 4,4 kWh im Jahr1,63 Euro | 41,74 Euro | 417,36 Euro |
| Immer voll gemachtDreimal täglich 1,7 Liter, obwohl nur die Hälfte gebraucht wird. | 184,3 kWh im Jahr68,18 Euro | 4,4 kWh im Jahr1,63 Euro | 69,81 Euro | 698,12 Euro |
Eigene Rechnung mit der spezifischen Wärmekapazität von Wasser; Strompreis 37,0 ct/kWh laut BDEW; Grenzwert Aus-Zustand nach Verordnung (EU) 2023/826, Stand 25.10.2026. Verluste sind nicht eingerechnet, die Werte sind eine Untergrenze für das Kochen.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Mit der Vorbelegung kostet das Kochen im Jahr 20,05 Euro und der Aus-Zustand höchstens 1,63 Euro. Wer allein lebt und zwei Tassen am Tag trinkt, zahlt fürs Kochen 6,68 Euro. Eine Familie mit drei Litern am Tag kommt auf 40,11 Euro. Und wer dreimal am Tag den vollen Kocher aufsetzt, obwohl er nur die Hälfte braucht, zahlt 68,18 Euro, mehr als das Dreifache des Haushalts, der nur so viel kocht, wie er trinkt.
Diese Zahlen enthalten keine Verluste und sind deshalb eine Untergrenze. Wie groß die Verluste sind, hängt vom Gerät, von der Füllmenge und davon ab, wie schnell es nach dem Kochen abschaltet; eine Quelle, die sie für Wasserkocher im Allgemeinen beziffert, gibt es unter den gelesenen nicht. Für die Frage, ob ein Wasserkocher ein großer Posten auf der Stromrechnung ist, genügt die Untergrenze aber, und die Antwort lautet: nein, solange man nicht mehr kocht als nötig.
Die folgenden Abschnitte nehmen sich die Annahmen vor, die zum Stromverbrauch von Wasserkochern verbreitet sind, und prüfen jede an der Rechnung und an den Quellen. Manche stimmen, manche stimmen halb, und einige sind falsch. Wer zuerst einen Überblick über Bauarten und Kaufkriterien will, findet ihn in der Übersicht zum Wasserkocher.
„Ein Wasserkocher mit 3.000 Watt ist ein Stromfresser“
Die Annahme verwechselt Leistung mit Verbrauch. Die Wattzahl sagt, wie viel Energie ein Gerät je Sekunde aufnimmt, nicht, wie viel es insgesamt braucht. Ein Liter braucht 356 Kilojoule, ob er in zwei Minuten mit 3.000 Watt oder in drei Minuten mit 2.000 Watt heiß wird. Das stärkere Gerät ist schneller fertig, es verbraucht für dieselbe Menge nicht mehr.
Rechnerisch braucht ein Liter bei 3.000 Watt knapp zwei Minuten, bei 2.200 Watt gut zweieinhalb, bei 1.800 Watt gut drei, jeweils ohne Verluste. Die Kilowattstunden auf dem Zähler sind in allen drei Fällen dieselben 0,099. Ein Stromfresser ist ein Gerät, das lange läuft, ein Kühlschrank etwa, der das ganze Jahr arbeitet, nicht eines, das kurz viel Leistung aufnimmt.
Wahr an der Annahme ist nur, dass ein starkes Gerät das Hausnetz kurz stark belastet. Ein Stromkreis mit 16 Ampere trägt bei 230 Volt rechnerisch 3.680 Watt; ein Wasserkocher mit 3.000 Watt und ein Toaster am selben Kreis können die Sicherung auslösen. Das ist eine Frage der Steckdose, nicht der Stromrechnung.
In der Praxis sind Geräte mit 3.000 Watt selten. In der Erhebung der Übersichtsseite nennen 44 von 70 Angeboten eine Wattzahl im Titel, 36 davon genau 2.200 Watt, vier 2.400 Watt, je eines 1.600, 1.850, 2.000 und 2.150 Watt. Bei einem Gerät der Auswahl auf der Seite zum leisen Wasserkocher steht im Datenfeld 3.000 Watt, in der Anleitung 2.000 bis 2.400. Die Zahl im Datenfeld ist nicht immer die Zahl am Gerät.
Dass Anleitungen oft eine Spanne nennen, etwa 2.000 bis 2.400 Watt, hat einen physikalischen Grund. Sie gelten für 220 bis 240 Volt, und bei einem Heizelement wächst die Leistung mit dem Quadrat der Spannung. Ein Gerät mit 2.400 Watt bei 240 Volt nimmt bei 220 Volt rechnerisch nur rund 2.000 Watt auf. Am deutschen Netz mit 230 Volt liegt es dazwischen. Für den Verbrauch je Liter spielt das wieder keine Rolle, nur für die Zeit.
- 42 von 44 Angaben: 2000 bis 2400 Watt
- kleinster Wert: 1600 Watt — außerhalb des Korridors
- häufigster Wert, 36-mal: 2200 Watt — im Korridor
- größter Wert im Titel: 2400 Watt — im Korridor, viermal
- Datenfeld eines Geräts: 3000 Watt — außerhalb des Korridors, Anleitung: bis 2.400
Wer ein Gerät mit wenig Leistung sucht, weil die Steckdose nicht mehr hergibt, im Wohnwagen etwa oder im Auto, findet die Rechnung für diesen Fall auf der Seite zum Wasserkocher für 12 Volt. Dort dauert ein Liter fast eine Stunde, und der Verbrauch ist trotzdem derselbe.
„Ein Wasserkocher mit wenig Watt spart Strom“
Das ist die Umkehrung der vorigen Annahme, und sie ist ebenso falsch. Ein Gerät mit 1.200 Watt braucht für einen Liter rechnerisch knapp fünf Minuten statt zweieinhalb, aber dieselben 0,099 Kilowattstunden. Die geringere Leistung verteilt dieselbe Energie auf eine längere Zeit.
Wenn überhaupt, spricht die Physik leicht für das stärkere Gerät. Während des Heizens gibt ein Wasserkocher Wärme an sein Gehäuse und an die Luft ab, und je länger das Heizen dauert, desto mehr. Ein Gerät, das doppelt so lange braucht, verliert in dieser Zeit mehr. Wie viel mehr, hängt von Bauart und Wand ab; eine Zahl dazu nennt keine der gelesenen Quellen, und sie ist im Vergleich zum Gesamtverbrauch klein.
Was die Wattzahl wirklich bestimmt, sind Zeit und Geräusch. Der Hersteller De’Longhi schreibt in seinen häufigen Fragen, die Nennleistung bestimme den Geräuschpegel mit; ein Gerät mit geringerer Leistung kann also leiser sein, braucht aber länger. Was das für die Wahl bedeutet, steht auf der Seite zum leisen Wasserkocher.
Für den Kauf heißt das: Wer Strom sparen will, wählt die Wattzahl nicht nach dem Verbrauch, sondern nach der eigenen Geduld und nach der Steckdose. Für den Verbrauch zählen Füllmenge, Temperatur und Abschaltung, und darum geht es in den nächsten Abschnitten.
Was kostet eine Tasse Tee, was ein Topf Nudelwasser?
Die Rechnung je Liter lässt sich auf jede Menge übertragen. Eine Tasse mit einem Viertelliter braucht von 15 auf 100 Grad rund 89 Kilojoule, 0,025 Kilowattstunden, also knapp einen Cent. Ein großer Becher mit 0,3 Litern kostet 1,1 Cent, eine French-Press-Kanne mit einem halben Liter 1,8 Cent, ein voller Kocher mit 1,7 Litern 6,2 Cent. Alle Werte gelten ohne Verluste und mit dem BDEW-Preis von 37,0 Cent je Kilowattstunde.
Beim Nudelwasser wird der Unterschied zwischen den Wegen sichtbar. Drei Liter im Wasserkocher kosten rechnerisch 11,0 Cent. Auf einer Glaskeramikplatte, gegenüber der der Kocher nach der Verbraucherzentrale NRW etwa 30 Prozent spart, wären es knapp 16 Cent, auf einer Gusseisenplatte, gegenüber der er etwa 45 Prozent spart, rund 20 Cent. Wer das Wasser in zwei Durchgängen im Kocher erhitzt und in den Topf gießt, spart gegenüber der Gusseisenplatte also etwa neun Cent je Topf.
Die Werte als Liste
- Tasse, 0,25 l, Wasserkocher: 0,9 Cent
- Becher, 0,3 l, Wasserkocher: 1,1 Cent
- Voller Kocher, 1,7 l: 6,2 Cent
- Nudelwasser, 3 l, Wasserkocher: 11 Cent
- Nudelwasser, 3 l, Glaskeramik: 15,7 Cent
- Nudelwasser, 3 l, Gusseisen: 20 Cent
Die Zahlen zeigen, wo sich Aufmerksamkeit lohnt. Bei der einzelnen Tasse geht es um Bruchteile eines Cents, beim Nudelwasser um ein paar Cent je Topf. Erst über ein Jahr und über viele Vorgänge werden daraus Euro. Wer täglich Nudeln kocht, spart mit dem Umweg über den Wasserkocher gegenüber einer Gusseisenplatte über ein Jahr gut 30 Euro, wer es einmal in der Woche tut, knapp fünf.
Ein Kaffee aus dem Handfilter oder der French Press braucht kochendes oder fast kochendes Wasser, und hier zählt dieselbe Rechnung wie beim Tee. Eine Kanne mit 0,75 Litern kostet rechnerisch 2,8 Cent. Wer jeden Morgen eine Kanne macht, kommt im Jahr auf rund zehn Euro, ganz gleich, mit welchem Kocher.
Auf das Jahr hochgerechnet werden auch die kleinen Beträge sichtbar. Vier Tassen mit je einem Viertelliter am Tag sind ein Liter, 36 Kilowattstunden und gut 13 Euro im Jahr. Wer für jede dieser Tassen den halben Kocher aufsetzt, also 0,75 Liter, kommt auf das Dreifache, rund 108 Kilowattstunden und 40 Euro. Die Gewohnheit kostet mehr als das Gerät.
„Auf dem Herd ist es genauso günstig“
Das stimmt für die meisten Herde nicht. Gerhild Loer von der Verbraucherzentrale NRW hat es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur vom 25.06.2026 beziffert: Im Vergleich zu einer Herdplatte aus Gusseisen könne man mit dem Wasserkocher etwa 45 Prozent Strom einsparen, im Vergleich zu einer Glaskeramikplatte etwa 30 Prozent. Der Wasserkocher sei „die effizientere Variante, wenn man Wasser erhitzen will“.
co2online kommt in seinen Stromspartipps zum selben Ergebnis und nennt den Grund: Ein Wasserkocher sei für das Erhitzen von Wasser effizienter als der Elektroherd, „weil weniger Abwärme freigesetzt wird“, und das gelte vor allem für kleinere Mengen. Die Heizfläche sitzt beim Wasserkocher direkt am Wasser, beim Herd heizt die Platte zuerst sich selbst und den Topfboden, und ein Teil der Wärme geht an der Seite vorbei in die Küche.
Die Werte als Liste
- Wasserkocher: 100 Prozent des Wasserkochers
- Induktionsplatte: 105 Prozent des Wasserkochers
- Glaskeramikplatte: 143 Prozent des Wasserkochers
- Gusseisenplatte: 182 Prozent des Wasserkochers
Die Grafik rechnet die Einsparungen um: Wenn der Wasserkocher 45 Prozent weniger braucht als die Gusseisenplatte, braucht die Platte für dieselbe Menge rund 182 Prozent dessen, was der Kocher braucht. Für einen Liter wären das statt 3,7 Cent rund 6,7 Cent auf der Gusseisenplatte und 5,3 Cent auf der Glaskeramik, wenn man die Verluste des Kochers außer Acht lässt.
Für das Nudelwasser hat die Verbraucherzentrale NRW einen praktischen Rat: das Wasser im Wasserkocher erhitzen „und dann das Wasser einfach zum Weiterkochen in den Topf umfüllen“. Der Herd muss dann nur noch die Temperatur halten, nicht das kalte Wasser aufheizen. Ein Wasserkocher mit 1,7 Litern reicht für einen mittleren Nudeltopf, bei mehr Wasser kocht man zweimal.
Beim Herd spielt außerdem der Topf eine Rolle. Ein Topf, der kleiner ist als die Platte, lässt Wärme an der Seite vorbei in die Küche; ein Topf ohne Deckel gibt über die Oberfläche Wärme und Dampf ab. co2online führt das Kochen mit Deckel als eigenen Tipp und nennt dafür 25 Euro Einsparpotenzial im Jahr, für das Kochen insgesamt. Beim Wasserkocher sind Deckel und Heizfläche fest eingebaut, und darin liegt ein Teil seines Vorsprungs.
„Mit Induktion ist der Topf genauso schnell und sparsam“
Bei Induktion stimmt die Annahme fast. Nach der Verbraucherzentrale NRW liegt der Unterschied zum Wasserkocher bei rund fünf Prozent. Ein Induktionsfeld erzeugt die Wärme im Topfboden selbst, nicht in einer Platte darunter, und kommt damit dem Prinzip des Wasserkochers nahe. Für einen Liter sind fünf Prozent rund zwei Zehntel Cent, über ein Jahr mit anderthalb Litern am Tag rund ein Euro.
Wer ein Induktionsfeld hat, muss sich also keinen Wasserkocher kaufen, um Strom zu sparen. Er braucht nur einen Topf mit passendem Boden und einen Deckel, denn ein offener Topf gibt über die Oberfläche viel Wärme ab. co2online führt Kochen mit Deckel als eigenen Stromspartipp mit 25 Euro Einsparpotenzial im Jahr, allerdings für das Kochen insgesamt, nicht nur für Wasser.
Wer eine mobile Induktionsplatte für eine kleine Küche sucht und dabei auf den Verbrauch achtet, findet auf der Seite zur energiesparenden Induktionsplatte die Geräte und ihre Leistungsstufen.
Für kleine Mengen bleibt der Wasserkocher trotzdem bequemer. Eine Tasse im Topf auf dem Induktionsfeld zu erhitzen, heißt, einen Topf zu spülen, und ein kleiner Topf auf einem großen Feld nutzt die Fläche schlecht. Für den Verbrauch macht das wenig aus, für den Alltag schon.
Für den Gasherd fehlt in den gelesenen Quellen ein vergleichbarer Wert. Ob Wasser auf der Gasflamme günstiger heiß wird als im elektrischen Kocher, hängt vom Gaspreis, vom Brenner und vom Topf ab, und weil ein Teil der Flamme am Topf vorbeigeht, ist der Wirkungsgrad schwer zu schätzen. Eine Zahl dazu wäre auf dieser Seite erfunden. Wer es wissen will, liest den Gaszähler vor und nach einem Liter ab und rechnet mit dem eigenen Gaspreis.
„Lieber voll machen, dann hat man gleich Vorrat“
Das ist die teuerste Gewohnheit am Wasserkocher. Gerhild Loer beschreibt sie so: Viele Leute erhitzten 0,75 Liter für ihre 0,3-Liter-Tasse und ließen dann mehr als die Hälfte des heißen Wassers im Kocher. Das entspreche „einer Stromverschwendung von mehr als 50 Prozent“. Der Vorrat kühlt ab, und beim nächsten Mal wird er wieder aufgeheizt, meist zusammen mit frischem Wasser.
co2online rechnet den Fall über das Jahr: Wird jeden Tag ein Liter zu viel zum Kochen gebracht, verursache das im Jahr 20 Kilogramm CO2, und wer beim Wasserkocher auf die richtige Füllmenge achte, könne im Durchschnitt 15 Euro im Jahr sparen. Mit dem BDEW-Preis von 37,0 Cent ergibt die eigene Rechnung für einen Liter zu viel am Tag 36 Kilowattstunden und gut 13 Euro im Jahr, ohne Verluste; mit Verlusten liegt man nahe bei den 15 Euro von co2online.
Die Rechnung für die Tasse ist einfach. 0,3 Liter von 15 auf 100 Grad brauchen rund 0,03 Kilowattstunden, 1,1 Cent. 0,75 Liter brauchen das Zweieinhalbfache, 0,074 Kilowattstunden und 2,8 Cent. Der Unterschied je Tasse ist klein, aber er fällt bei jeder Tasse an, und bei vier Tassen am Tag sind es über ein Jahr rund 65 Kilowattstunden mehr als nötig, rund 24 Euro.
Der einfachste Weg ist, die Tasse selbst als Maß zu nehmen: Tasse mit kaltem Wasser füllen, in den Kocher gießen, kochen. Wer mehrere Tassen braucht, füllt mehrere ein. Viele Kocher haben auf der Innenseite eine Skala in Tassen oder Litern, die dabei hilft.
Ein zweiter Effekt kommt hinzu, wenn der Rest im Kocher bleibt. Beim nächsten Aufkochen wird das abgekühlte Wasser noch einmal erhitzt, zusammen mit frischem. Die Energie, die es beim ersten Mal aufgenommen hat, ist inzwischen an die Küche gegangen. Wer den Rest wegschüttet oder in eine Kanne gießt, verliert weniger, als wer ihn immer wieder mitkocht; am wenigsten verliert, wer gar keinen Rest erzeugt.
„Die Mindestmarke ist nur eine Empfehlung“
Wer nur eine Tasse kochen will, stößt auf eine Grenze, die am Gerät steht: die Markierung „min“. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine Bedingung für den sicheren Betrieb, denn unter ihr kann das Heizelement trocken laufen, bevor die Abschaltung reagiert. Die Anleitungen nennen sie sehr verschieden. Solis setzt sie beim Eco Boil bei 0,2 Litern, Sage beim Smart Kettle bei 500 Millilitern, Russell Hobbs beim Calm bei „mindestens einer Tasse“.
Für den Verbrauch ist die Mindestmarke deshalb eine Kaufentscheidung. Wer meist eine Tasse kocht und ein Gerät mit einer Mindestmenge von einem halben Liter kauft, kocht für jede Tasse mehr als das Doppelte, und das Gerät kann nichts dafür. Bei vier Tassen am Tag zu je 0,25 Litern sind das über ein Jahr rund 36 Kilowattstunden mehr als nötig, gut 13 Euro.
Unterschreitet man die Marke trotzdem, greift im besten Fall der Trockengehschutz. Solis beschreibt in der Anleitung, was dann zu tun ist: kaltes Wasser einfüllen und etwa zwei Minuten warten, bis der Schutz sich zurückgesetzt hat. Wer das regelmäßig erlebt, hat ein Gerät, das nicht zur eigenen Menge passt.
Zwischen einem Gerät mit 0,2 Litern Mindestmenge und einem mit 0,5 Litern liegen für jede Tasse 0,3 Liter, die nicht getrunken werden. Das sind je Tasse gut einen Cent. Bei vier Tassen am Tag über ein Jahr sind es rund 43 Kilowattstunden und rund 16 Euro, mehr als die meisten Haushalte mit jeder anderen Maßnahme am Wasserkocher sparen. Die Mindestmenge ist damit die wichtigste Zahl in der Anleitung, wenn es um den Verbrauch geht.
Die Gegengrenze ist die Höchstmarke. Russell Hobbs warnt in der Anleitung zum Calm, ein überfüllter Kocher könne kochendes Wasser herausspucken. Wer über die Markierung „max“ füllt, kocht nicht nur mehr als nötig, sondern riskiert Spritzer auf Sockel und Arbeitsfläche. Zwischen „min“ und „max“ liegt der Bereich, in dem das Gerät nach seiner Anleitung arbeiten soll, und darin liegt auch die eigene Tasse.
Wer vor allem einzelne Tassen kocht, achtet beim Kauf auf eine kleine Mindestmenge in der Anleitung, nicht im Angebot. Geräte mit kleinem Volumen vergleicht die Seite zum Mini-Wasserkocher.
„Für grünen Tee kann man genauso gut kochen und dann warten“
Man kann, aber es kostet mehr. Wer Wasser auf 80 statt auf 100 Grad erhitzt, braucht von 15 Grad aus 65 statt 85 Grad Erwärmung, also rund ein Viertel weniger Energie. Für einen Liter sind das 0,076 statt 0,099 Kilowattstunden, 2,8 statt 3,7 Cent. Bei 70 Grad spart man gut ein Drittel.
Dazu kommt die Zeit. Wer kocht und dann abkühlen lässt, wartet zweimal: auf das Kochen und auf das Abkühlen. Ein Gerät mit Temperaturwahl schaltet bei 80 Grad ab, und das Wasser ist sofort bereit. Für Haushalte, die täglich grünen oder weißen Tee trinken, ist die Temperaturwahl eine der wenigen Ausstattungen, die sich im Verbrauch bemerkbar macht.
Über ein Jahr gerechnet, mit einem Liter grünem Tee am Tag, sind es bei 80 statt 100 Grad rund 8,5 Kilowattstunden weniger, gut drei Euro. Das ist nicht viel, aber es ist mehr, als jedes Gerät mit anderer Wattzahl spart. Welche Geräte die Temperatur wie genau halten, vergleicht die Seite zum Wasserkocher mit Temperatureinstellung.
Die Ersparnis setzt voraus, dass das Gerät die Temperatur tatsächlich trifft und nicht erst kocht und dann abkühlen lässt. Sage nennt für den Smart Kettle eine mögliche Abweichung von plus oder minus drei Grad und Stufen von 80 bis 100 Grad. Für die Rechnung macht eine Abweichung von drei Grad rund vier Prozent der Heizenergie aus, für den Tee mehr als für die Stromrechnung.
Welche Temperatur für welchen Tee empfohlen wird, steht auf der Seite zur Temperatur für Tee. Wer Schwarztee trinkt, braucht kochendes Wasser und spart mit der Temperaturwahl nichts.
Für Tees mit höherer Temperatur ist die Ersparnis kleiner. Bei 90 Grad, wie sie für manche Oolong-Tees genannt werden, spart man gegenüber dem Kochen rund zwölf Prozent, bei 95 Grad rund sechs. Für Babynahrung, die oft mit abgekochtem und wieder abgekühltem Wasser zubereitet wird, spart die Temperaturwahl nichts beim Kochen, aber Wartezeit, wenn das Gerät eine Warmhaltestufe für die Trinktemperatur hat.
„Warmhalten ist sparsamer als neu kochen“
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, und keine der gelesenen Quellen beziffert es. Was sich sagen lässt: Warmhalten ersetzt laufend die Wärme, die das Wasser an die Umgebung verliert, und das tut es, solange die Funktion läuft. Die Anleitungen nennen sehr verschiedene Zeiten: 20 Minuten bei etwa 95 Grad beim Sage Smart Kettle, 40 Minuten beim Russell Hobbs Calm, bis zu 60 Minuten laut Angebot beim Balter WK-4.
Ob Warmhalten oder Neukochen günstiger ist, hängt davon ab, wie gut der Kocher isoliert ist und wie lange man wartet. Wer in fünf Minuten die zweite Tasse will, spart mit dem Warmhalten wahrscheinlich gegenüber dem Abkühlen und Neukochen. Wer das Wasser eine Stunde warm hält, um es dann vielleicht zu brauchen, verbraucht eine Stunde lang Strom für eine Tasse, die womöglich nie getrunken wird.
Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt für viel Tee einen anderen Weg: „Einmal viel Wasser erhitzen und dann den fertigen Tee in einer Thermoskanne warmhalten.“ Eine Thermoskanne hält ohne Strom warm, und sie tut es länger als jede Warmhaltefunktion. Wer über den Vormittag verteilt trinkt, kocht einmal und füllt um.
Physikalisch verliert heißes Wasser umso schneller Wärme, je größer der Unterschied zur Raumtemperatur ist. Wasser, das bei 95 Grad gehalten wird, verliert also schneller als Wasser bei 70 Grad, und die Warmhaltefunktion muss entsprechend mehr nachheizen. Wer für grünen Tee 70 Grad warmhält, verbraucht dabei weniger als wer kochendes Wasser auf Vorrat hält. Eine Zahl dafür nennt keine Anleitung.
Eine Doppelwand hilft dem Wasser im Kocher, länger warm zu bleiben, auch ohne Warmhaltefunktion. Ob sie sich im Verbrauch bemerkbar macht, hängt davon ab, ob man das warme Wasser tatsächlich nutzt. Geräte mit Doppelwand vergleicht die Seite zum Wasserkocher aus Edelstahl.
„Die Abschaltautomatik reagiert sofort“
Nicht bei jedem Gerät. co2online weist darauf hin, manche Wasserkocher schalteten sich „oft erst viele Sekunden nach dem Kochen ab“, und rät, das Gerät gleich nach dem Kochen selbst abzuschalten und beim nächsten Kauf auf einen schneller reagierenden Wasserkocher zu achten. In dieser Zeit sprudelt das Wasser, und die Energie geht als Dampf in die Küche.
Wie viel das ausmacht, zeigt ein Rechenbeispiel. Läuft ein Gerät mit 2.200 Watt nach dem Kochen noch zehn Sekunden weiter, sind das 22 Kilojoule, rund sechs Prozent dessen, was ein Liter zum Aufheizen braucht. Bei einer Tasse mit einem Viertelliter sind dieselben zehn Sekunden schon ein Viertel der Heizenergie. Die Verzögerung trifft kleine Mengen also stärker als große.
Ein Gerät mit Temperaturwahl schaltet ab, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist; bei 80 Grad entfällt das Sprudeln ganz und damit auch die Frage, wie lange es dauert. Wie schnell ein bestimmtes Gerät reagiert, sagt keine der gelesenen Anleitungen, und kein Angebot nennt eine Nachlaufzeit.
Der praktische Rat folgt daraus: Wer daneben steht, schaltet beim ersten Sprudeln von Hand ab. Bei Geräten mit Schalter oder Taste geht das mit einem Griff, und es spart bei jeder Tasse die Sekunden, die die Automatik womöglich braucht.
Manche Anleitungen sehen das Abschalten von Hand ausdrücklich vor. Die Anleitung eines 24-Volt-Kochers von Lescars beschreibt, man könne das Gerät über den Schalter ausschalten, sobald das Wasser die gewünschte Temperatur erreicht hat. Die eines anderen Herstellers sagt, wer vor dem Kochen abschalten wolle, ziehe den Stecker. Beides zeigt, dass niemand warten muss, bis die Automatik reagiert.
Wie viel Strom braucht ein Wasserkocher pro Stunde?
Die Frage wird oft gestellt, und sie führt in die Irre. Ein Wasserkocher mit 2.200 Watt würde in einer Stunde Dauerbetrieb 2,2 Kilowattstunden verbrauchen, gut 80 Cent. Aber er läuft nie eine Stunde am Stück. Ein Liter ist nach gut zweieinhalb Minuten fertig, ein voller Kocher nach gut viereinhalb, dann schaltet er ab. Die Wattzahl beschreibt, wie viel er in der kurzen Zeit aufnimmt, nicht, was er über den Tag verbraucht.
Über ein Jahr gerechnet ergibt sich ein anderes Bild. Wer täglich anderthalb Liter kocht, lässt einen Kocher mit 2.200 Watt rechnerisch rund vier Minuten am Tag laufen, im Jahr knapp 25 Stunden. In diesen 25 Stunden fallen die 54 Kilowattstunden an, die oben gerechnet sind. Ein Kühlschrank läuft dagegen die ganzen 8.760 Stunden des Jahres, wenn auch mit Pausen des Kompressors.
Wer die Frage nach der Stunde stellt, will meist wissen, ob der Wasserkocher die Stromrechnung treibt. Die bessere Frage ist die nach dem Liter: Er kostet 3,7 Cent, ganz gleich, wie stark das Gerät ist und wie lange es dafür braucht. Und die beste Frage ist die nach der eigenen Menge am Tag, denn aus ihr folgt der Jahresverbrauch unmittelbar.
Am Extrem zeigt sich das am deutlichsten. Ein Kocher für das Bordnetz im Auto mit 120 Watt braucht für einen Liter rechnerisch fast 50 Minuten und ein Küchengerät mit 2.200 Watt knapp drei. Beide brauchen dafür dieselben 0,099 Kilowattstunden. Die Stunde ist für den Verbrauch eine falsche Einheit, solange man nicht weiß, wie viele Minuten das Gerät tatsächlich läuft.
„Ein Wasserkocher im Standby kostet viel Geld“
Seit dem 09.05.2025 gilt in der EU die Verordnung (EU) 2023/826 zum Stromverbrauch im Aus- und Bereitschaftszustand. Sie erfasst ausdrücklich Geräte zum Kochen und zur sonstigen Verarbeitung von Lebensmitteln und zur Zubereitung von Getränken, also auch Wasserkocher. Im Aus-Zustand darf ein Gerät höchstens 0,50 Watt aufnehmen, zwei Jahre nach Geltungsbeginn höchstens 0,30 Watt. Im Bereitschaftszustand mit Informations- oder Statusanzeige sind es höchstens 0,80 Watt.
Rechnerisch sind 0,5 Watt rund um die Uhr 4,4 Kilowattstunden im Jahr, gut 1,60 Euro. Bei 0,8 Watt mit Anzeige sind es 7 Kilowattstunden, rund 2,60 Euro. Bei 0,3 Watt ab 2027 sind es 2,6 Kilowattstunden, knapp ein Euro. Das ist nicht nichts, aber es ist weniger als das, was ein Liter zu viel am Tag kostet.
Viele Wasserkocher brauchen im ausgeschalteten Zustand gar nichts. Die Anleitung des Solis Eco Boil nennt für den Aus-Zustand null Watt; das Gerät hat einen mechanischen Schalter und keine Elektronik, die wach bleiben müsste. Geräte mit Temperaturwahl und Anzeige haben eine Elektronik, die auf einen Tastendruck wartet. Der Russell Hobbs Calm etwa schaltet nach seiner Anleitung nach zwei Minuten ohne Bedienung in einen Bereitschaftszustand mit dunkler Anzeige; eine Wattzahl dafür nennt die Anleitung nicht.
Wer den Bereitschaftsverbrauch ganz vermeiden will, zieht den Stecker des Sockels oder nutzt eine schaltbare Steckdosenleiste. Für ein Gerät mit mechanischem Schalter ist das überflüssig, für eines mit Anzeige spart es die genannten ein bis drei Euro im Jahr.
Die Verordnung unterscheidet dabei genau. Als Informations- oder Statusanzeige gilt eine Funktion, die auf einem Display Informationen liefert oder den Status angibt, einschließlich einer Zeitanzeige; eine einfache Lichtanzeige gilt ausdrücklich nicht als Statusanzeige. Ein Kocher, der im Ruhezustand eine Temperatur anzeigt, darf also 0,80 Watt aufnehmen, einer mit bloßer Kontrollleuchte nur 0,50.
„Kalk treibt den Stromverbrauch in die Höhe“
Die Annahme ist verbreitet, aber für Wasserkocher beziffert sie keine der gelesenen Quellen. Plausibel ist sie: Eine Kalkschicht auf dem Heizelement oder dem Boden liegt zwischen Wärmequelle und Wasser, und Kalk leitet Wärme schlechter als Metall. Wie viel mehr Strom ein verkalkter Kocher braucht, hängt von der Dicke der Schicht ab, und eine Messung dazu liegt dieser Seite nicht vor.
Was die Hersteller sagen, betrifft anderes. De’Longhi schreibt, bei älteren Geräten könne Entkalken das Geräusch verringern. Russell Hobbs verlangt beim Calm, mindestens einmal im Monat zu entkalken, und berechnet eine Reparaturgebühr für Geräte, die im Garantiezeitraum mit Mängeln durch Kalk zurückkommen. Solis begründet das Entkalken damit, die Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Vom Stromverbrauch ist in keiner dieser Anleitungen die Rede.
Für den Alltag spielt das kaum eine Rolle, denn Entkalken lohnt sich ohnehin: für Geschmack, Geräusch und Lebensdauer. Ob es nebenbei ein paar Prozent Strom spart, ist dann eine Zugabe. Wer in einer Gegend mit hartem Wasser lebt, entkalkt so oft, wie die Anleitung des eigenen Geräts es verlangt. Wie das mit Essig, Zitronensäure oder Entkalker geht, steht auf der Seite Wasserkocher entkalken.
Ein Kalkfilter in der Tülle ändert daran nichts. Er hält Kalkteilchen beim Ausgießen zurück, aber er verhindert nicht, dass sich Kalk am Boden bildet, und er hat mit dem Verbrauch nichts zu tun. In der Erhebung der Übersichtsseite nennen 23 von 70 Angeboten einen Kalkfilter. Er ist eine Frage des Geschmacks im Tee, nicht der Stromrechnung.
Auch die Kosten des Entkalkens sind klein. Solis kommt mit einem halben Liter Weißweinessig auf einen Liter Wasser aus, Sage mit einem Päckchen des eigenen Entkalkers in einem Liter warmem Wasser. Dazu kommt die Energie für das Aufkochen der Lösung und für das Nachspülen mit zwei vollen Füllungen, rechnerisch zusammen gut vier Liter, rund 16 Cent Strom.
„Die Mikrowelle ist für eine Tasse effizienter“
Auch dazu fehlt eine belastbare Zahl. Eine Mikrowelle erzeugt die Wärme im Wasser selbst, was nach einem Vorteil klingt. Sie braucht dafür aber Strom, um die Mikrowellen zu erzeugen, und nicht alles davon kommt im Wasser an. Wie hoch dieser Anteil bei Haushaltsgeräten ist, nennt keine der gelesenen Quellen, und eine pauschale Antwort wäre deshalb erfunden.
Praktische Gründe sprechen für den Wasserkocher. Er schaltet ab, wenn das Wasser kocht; eine Mikrowelle läuft so lange, wie man sie stellt, und wer zu lange wählt, heizt weiter, obwohl das Wasser längst heiß ist. Dazu kommt ein Sicherheitsaspekt: Wasser in einem glatten Gefäß kann in der Mikrowelle über den Siedepunkt erhitzt werden, ohne zu sprudeln, und dann beim Herausnehmen plötzlich aufkochen.
Zum Aufwärmen von Speisen taugt die Mikrowelle oft gut, für Wasser eher nicht. Was eine Mikrowelle im Betrieb und im Bereitschaftszustand verbraucht, steht auf der Seite zum Stromverbrauch der Mikrowelle.
Wer es für den eigenen Haushalt genau wissen will, kann beide Geräte mit einem Strommessgerät vergleichen: dieselbe Menge kaltes Wasser, einmal im Kocher, einmal in der Mikrowelle bis zum Sieden, und jeweils die angezeigten Kilowattstunden. Bei der Mikrowelle ist der Endpunkt schwerer zu treffen, weil sie nicht von selbst abschaltet; man beobachtet das Wasser und stoppt beim ersten Sprudeln. Dabei gilt wegen des möglichen Siedeverzugs besondere Vorsicht beim Herausnehmen.
„Warmes Wasser aus der Leitung spart Strom“
Rechnerisch ja: Wasser, das mit 40 statt 15 Grad in den Kocher kommt, braucht nur noch 60 statt 85 Grad Erwärmung, also rund 29 Prozent weniger Strom im Kocher. Für einen Liter wären das 2,6 statt 3,7 Cent. Aber die Energie ist damit nicht gespart, sondern verlagert. Das warme Wasser wurde vorher von der Heizung, einem Boiler oder einem Durchlauferhitzer erwärmt, und auch das hat Energie gekostet.
Ob die Verlagerung insgesamt etwas spart, hängt davon ab, wie das Warmwasser im Haus erzeugt wird und was das kostet. Bei einem elektrischen Durchlauferhitzer kommt der Strom aus derselben Steckdose, nur über einen anderen Weg, und dazu kommt das Wasser, das in der Leitung abkühlt, bis es warm aus dem Hahn kommt. Eine allgemeine Antwort gibt es nicht.
Am ehesten spart die Verlagerung, wenn das Warmwasser im Haus aus einer Quelle kommt, deren Energie ohnehin anfällt, etwa aus einer Solarthermieanlage im Sommer. Dann ist das warme Wasser im Speicher vorhanden, und der Kocher muss weniger leisten. In den meisten Haushalten ist das Warmwasser aber nicht kostenlos, und der Weg durch die Leitung kostet zusätzlich Wärme, bevor das Wasser warm aus dem Hahn kommt.
Für Tee nehmen die meisten ohnehin frisches kaltes Wasser, und dabei kann es bleiben. Über den Strompreis lässt sich an dieser Stelle kaum etwas gewinnen, was die Füllmenge nicht ohnehin leichter bringt.
„Ein neuer, effizienter Wasserkocher macht sich bezahlt“
Für Wasserkocher gibt es kein Energielabel, und kein Angebot kann belegen, dass es weniger Strom braucht als ein anderes, weil die Energie für das Wasser bei allen gleich ist. Sparen kann ein Gerät nur bei den Verlusten: durch eine Wand, die weniger Wärme abgibt, durch eine Abschaltung, die schneller reagiert, durch eine kleinere Mindestmenge oder durch eine Temperaturwahl.
Wie viel das ausmacht, zeigt eine obere Abschätzung. Angenommen, ein neues Gerät verliert zehn Prozent weniger als das alte, was großzügig gerechnet ist. Bei anderthalb Litern am Tag und rund 20 Euro im Jahr fürs Kochen wären das zwei Euro im Jahr. Ein neues Gerät für einen mittleren Preis hätte sich damit nach Jahrzehnten bezahlt gemacht, wenn überhaupt.
Ein Angebot auf der Seite zum leisen Wasserkocher verspricht mit einem besonderen Heizsystem „bis zu 25 %“ Energieersparnis gegenüber herkömmlichen Geräten. Die Anleitung desselben Geräts nennt die Ersparnis nicht. Selbst wenn sie stimmte, wäre sie nur im Vergleich zu einem Gerät mit sehr hohen Verlusten möglich, denn die Energie für das Wasser selbst kann kein Heizsystem unterbieten.
Die Ausstattung, die wirklich spart, ist die Temperaturwahl, und sie spart nur, wenn man sie nutzt. Wer Schwarztee und Kaffee trinkt, braucht sie nicht. Wer täglich grünen Tee trinkt, spart mit ihr rund drei Euro im Jahr, wie oben gerechnet. Für alle anderen spart der alte Kocher, richtig befüllt, genauso viel wie ein neuer.
Bei der Temperaturwahl gibt es eine Gegenrechnung. Ein Gerät mit Elektronik und Anzeige darf nach der EU-Verordnung im Bereitschaftszustand bis zu 0,80 Watt aufnehmen, rund um die Uhr rund 2,60 Euro im Jahr. Ein einfaches Gerät mit mechanischem Schalter braucht im Aus-Zustand oft gar nichts. Wer mit der Temperaturwahl drei Euro spart und den Sockel nie vom Netz nimmt, spart unter dem Strich wenig. Wer den Stecker zieht oder eine schaltbare Leiste nutzt, behält die Ersparnis.
„Der Wasserkocher ist ein großer Posten auf der Stromrechnung“
Im Vergleich mit anderen Geräten ist er klein. Rund 20 Euro im Jahr für anderthalb Liter am Tag stehen gegen Geräte, die das ganze Jahr laufen. co2online nennt in denselben Stromspartipps für einen energieeffizienten Kühlschrank ein Einsparpotenzial von 100 Euro im Jahr, das Fünffache dessen, was der Wasserkocher insgesamt kostet.
Das relativiert die Mühe, die man sich am Wasserkocher machen sollte. Die Füllmenge zu beachten, kostet nichts und spart nach co2online rund 15 Euro im Jahr. Ein neues Gerät zu kaufen, um Strom zu sparen, kostet mehr, als es spart. Und beim Kühlschrank, der rund um die Uhr läuft, ist jedes Prozent Effizienz mehr wert als beim Wasserkocher, der ein paar Minuten am Tag arbeitet. Was ein Kühlschrank im Jahr verbraucht, steht auf der Seite zum Stromverbrauch des Kühlschranks.
Innerhalb des Wasserkochers ist die Reihenfolge klar. Das Kochen selbst kostet bei anderthalb Litern am Tag rund 20 Euro im Jahr, der Aus-Zustand höchstens 1,63 Euro, und wer bisher für jede Tasse den halben Kocher aufsetzt, kann mit der Füllmenge mehr einsparen, als der Bereitschaftsbetrieb überhaupt kostet. Die Temperaturwahl bringt für Teetrinker rund drei Euro, ein neues Gerät mit geringeren Verlusten bestenfalls zwei.
Auch im Vergleich zu Geräten, die man ebenfalls nur zeitweise nutzt, ist der Wasserkocher kein großer Posten. Eine Heizdecke mit 100 Watt, die über ein Winterhalbjahr drei Stunden am Abend läuft, liegt nach derselben Rechenweise in einer ähnlichen Größenordnung wie ein Jahr Wasserkochen; die Rechnung dazu steht auf der Seite zum Stromverbrauch der Heizdecke.
Was das Wasserkochen in der Teeküche eines Büros kostet
In einer Teeküche mit vielen Nutzern gelten dieselben Regeln, nur in größerem Maßstab. Ein Rechenbeispiel: 20 Personen trinken je zwei Tassen am Tag, an 220 Arbeitstagen im Jahr. Wer jede Tasse mit einem Viertelliter kocht, braucht im Jahr 2.200 Liter, rund 218 Kilowattstunden und gut 80 Euro, ohne Verluste.
Wer stattdessen jedes Mal den Kocher halb oder ganz füllt, weil der Nächste vielleicht auch etwas will, und der Rest dann abkühlt, braucht leicht das Doppelte. Die Rechnung der Verbraucherzentrale NRW für die Tasse, 0,75 Liter für 0,3 Liter Bedarf, gilt im Büro erst recht, denn dort weiß niemand, wann der Nächste kommt. Die Thermoskanne am Morgen, aus der sich alle bedienen, ist im Büro die sparsamste Lösung für heißes Wasser.
Für die Teeküche zählt außerdem, dass das Gerät für diesen Einsatz gedacht ist. Manche Anleitungen nennen Personalküchen in Büros ausdrücklich als vorgesehenen Einsatz, andere verkürzen die Garantie bei gewerblicher Nutzung. Für den Verbrauch macht das keinen Unterschied, für die Frage, wer zahlt, wenn das Gerät nach einem Jahr ausfällt, schon.
„Wasser kochen schadet dem Klima kaum“
Das Umweltbundesamt nennt in einer Meldung vom 23.03.2026 den Emissionsfaktor des deutschen Strommixes: Im Jahr 2025 wurden je Kilowattstunde verbrauchten Stroms bei der Erzeugung durchschnittlich 344 Gramm CO2 ausgestoßen, nach 353 Gramm im Jahr 2024 und 379 im Jahr 2023. Damit lässt sich der Liter umrechnen: 0,099 Kilowattstunden entsprechen rund 34 Gramm CO2.
Über ein Jahr mit anderthalb Litern am Tag sind das rund 18,6 Kilogramm CO2. Ein Liter zu viel am Tag macht nach dieser Rechnung rund 12,4 Kilogramm im Jahr aus. co2online nennt für denselben Fall 20 Kilogramm. Der Unterschied erklärt sich vermutlich aus einem älteren oder anders berechneten Emissionsfaktor und aus Verlusten, die co2online einrechnet; die Seite nennt ihre Rechengrundlage nicht im Einzelnen.
Im Maßstab eines Haushalts ist das wenig. Es ist aber ein Posten, der sich ohne Verzicht verringern lässt, und darin liegt sein Wert. Wer nur so viel kocht, wie er braucht, spart je nach Gewohnheit ein Drittel bis die Hälfte der Emissionen am Wasserkocher, ohne eine Tasse weniger zu trinken.
Im Vergleich zum Jahr davor fällt die Rechnung etwas günstiger aus. Mit dem Faktor von 353 Gramm für 2024 wären es für denselben Haushalt rund 19,1 Kilogramm, mit 379 Gramm für 2023 rund 20,5. Die Emissionen je Liter sinken also langsam, ohne dass am Kocher etwas anders wird, weil sich der Strommix ändert. Die Menge bleibt die Größe, die jeder Haushalt selbst in der Hand hat.
Das Umweltbundesamt weist selbst darauf hin, dass der sinkende Faktor auch mit Stromimporten zusammenhängt, deren Emissionen im Ausland anfallen und in der deutschen Erzeugung nicht erscheinen. Die Zahl ist also eine Rechengröße für den Strommix, keine Messung am eigenen Wasserkocher.
Für die einzelne Tasse sind es rund 8,5 Gramm CO2, für den vollen Kocher rund 58 Gramm. Wer Ökostrom bezieht, kann für sich anders rechnen, aber die Energie, die das Wasser braucht, bleibt dieselbe. Die Füllmenge ist deshalb unabhängig vom Tarif die Größe, die den Verbrauch und damit auch die Emissionen bestimmt.
Für eine Familie mit drei Litern am Tag ergibt die Rechnung rund 37 Kilogramm CO2 im Jahr, für einen Haushalt, der dreimal täglich den vollen Kocher aufsetzt, obwohl er nur die Hälfte braucht, gut 63 Kilogramm. Der Unterschied zwischen sparsamer und verschwenderischer Nutzung ist damit größer als jeder Unterschied zwischen zwei Geräten.
Was ein Strommessgerät am eigenen Wasserkocher zeigt
Wer wissen will, was der eigene Kocher wirklich braucht, kann es messen. Ein Steckdosen-Strommessgerät zwischen Steckdose und Sockel zeigt die Kilowattstunden für einen Kochvorgang. Der Versuch ist einfach: einen Liter kaltes Wasser abmessen, Temperatur notieren, kochen, Anzeige ablesen. Die Rechnung von 0,099 Kilowattstunden für 85 Grad Erwärmung ist der Vergleichswert.
Kommt das Wasser mit einer anderen Temperatur aus der Leitung, passt man den Vergleichswert an. Ein Küchenthermometer im abgemessenen Liter genügt: 100 minus die gemessene Temperatur, mal 4,19, geteilt durch 3.600 ergibt die Kilowattstunden, die das Wasser mindestens braucht. Bei 10 Grad im Winter sind es 0,105, bei 20 Grad im Sommer 0,093. Der Unterschied zwischen Winter und Sommer liegt damit bei gut zehn Prozent, ohne dass sich am Gerät etwas geändert hat.
Was über diesem Wert liegt, sind die Verluste des Geräts: Wärme an Gehäuse und Luft und die Zeit, die die Abschaltung braucht. Wer zwei Geräte vergleichen will, misst beide mit derselben Menge und derselben Ausgangstemperatur. Wer den Einfluss der Füllmenge sehen will, misst einen Viertelliter und einen vollen Kocher und teilt jeweils durch die Menge.
Auch der Bereitschaftsverbrauch lässt sich so prüfen, wenn das Messgerät kleine Werte anzeigt. Bei einem Gerät mit mechanischem Schalter sollte es null anzeigen, bei einem mit Elektronik höchstens die Werte, die die EU-Verordnung erlaubt. Für die meisten Haushalte bestätigt die Messung, was die Rechnung sagt: Der Wasserkocher ist sparsam, wenn man ihn sparsam befüllt.
Einfache Messgeräte zeigen Kilowattstunden oft nur mit zwei oder drei Nachkommastellen. Ein einzelner Liter mit 0,099 Kilowattstunden liegt damit an der Grenze dessen, was sich ablesen lässt. Genauer wird die Messung, wenn man mehrere Vorgänge hintereinander misst, etwa fünf Liter in fünf Durchgängen, und das Ergebnis durch fünf teilt. Dann fallen auch die Verluste deutlicher ins Gewicht, die beim einzelnen Liter in der Rundung verschwinden.
„Eine Thermoskanne oder ein Teekocher spart nichts“
Die Thermoskanne spart, wenn sie das zweite Aufkochen ersetzt. Wer morgens einen Liter für den ganzen Vormittag kocht und in die Kanne füllt, braucht einmal 0,099 Kilowattstunden. Wer stattdessen viermal einen Viertelliter kocht, braucht dieselbe Energie für das Wasser, aber viermal die Verluste und viermal die Nachlaufzeit der Abschaltung. Wer viermal den halb vollen Kocher aufsetzt, braucht das Doppelte.
Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt genau das: einmal viel Wasser erhitzen und den fertigen Tee in einer Thermoskanne warmhalten. Sie fügt hinzu: „Denn je häufiger man den Wasserkocher benutzt, umso mehr Strom verbraucht das Gerät.“ Das gilt umso mehr, je kleiner die einzelne Menge ist, weil die festen Verluste bei jedem Kochvorgang anfallen.
Ein Teekocher, der Wasser kocht, den Tee ziehen lässt und warm hält, ist eine andere Sache. Er nimmt Arbeit ab, aber er verbraucht für das Warmhalten Strom, so lange es läuft. Wer ihn wegen der Zubereitung schätzt, findet die Geräte auf der Seite zum elektrischen Teekocher; wer nur sparen will, nimmt Wasserkocher und Kanne.
Ein Beispiel zeigt die Größenordnung. Wer am Vormittag vier Tassen trinkt und jedes Mal den Kocher mit 0,75 Litern aufsetzt, kocht drei Liter. Wer einmal einen Liter kocht und in die Kanne füllt, kocht einen. Der Unterschied sind zwei Liter am Tag, über ein Jahr rund 72 Kilowattstunden und gut 26 Euro. Eine gute Thermoskanne kostet einmalig und braucht keinen Strom.
Die Nicht-Kauf-Option: wann ein neuer Wasserkocher keinen Cent spart
Wer einen funktionierenden Wasserkocher hat, spart mit einem neuen fast nichts. Die Energie für das Wasser ist bei jedem Gerät dieselbe, die Unterschiede liegen bei den Verlusten, und die sind im Verhältnis klein. Ein neues Gerät mit gleicher Ausstattung bringt über ein Jahr bestenfalls ein, zwei Euro, und es kostet in der Anschaffung ein Vielfaches davon.
Was es kostet, nichts zu kaufen, ist dagegen leicht zu beziffern: nichts, solange man die alte Maschine richtig nutzt. Nur so viel Wasser einfüllen, wie man braucht, die Tasse als Maß nehmen, beim ersten Sprudeln abschalten, Wasser für mehrere Tassen in die Thermoskanne füllen und den Kocher entkalken, wenn er es braucht. Das spart nach co2online rund 15 Euro im Jahr, mehr als jedes neue Gerät.
Ein Neukauf lohnt sich aus anderen Gründen. Wenn das alte Gerät nicht mehr zuverlässig abschaltet, ist das ein Sicherheitsproblem, kein Stromproblem. Wenn die Mindestmenge des alten Geräts so hoch ist, dass man für jede Tasse einen halben Liter kocht, spart ein Gerät mit kleinerer Mindestmenge tatsächlich, bei vier Tassen am Tag gut 13 Euro im Jahr. Und wer täglich grünen Tee trinkt, spart mit einer Temperaturwahl rund drei Euro im Jahr und viel Wartezeit.
In allen anderen Fällen ist die beste Entscheidung für die Stromrechnung, den alten Kocher zu behalten. Ein Gerät, das noch läuft, hat seine Herstellung bereits hinter sich, und jedes neue Gerät beginnt mit dem Aufwand, der in ihm steckt. Wer trotzdem einen neuen will, wählt ihn nach Mindestmenge, Temperaturwahl und Abschaltung, nicht nach der Wattzahl, und gibt das alte bei einer Sammelstelle ab, wie es die Übersichtsseite zum Wasserkocher beschreibt.
Wer wissen will, ob sich der Tausch für den eigenen Haushalt rechnet, misst zuerst das alte Gerät mit einem Strommessgerät: einen Liter kaltes Wasser, Temperatur notieren, kochen, ablesen. Liegt das Ergebnis nahe an der Rechnung, gibt es bei den Verlusten nichts zu holen. Liegt es deutlich darüber, etwa weil das Gerät stark verkalkt ist oder lange nachläuft, ist zuerst das Entkalken dran, und erst danach die Frage nach einem neuen Gerät.

