Bis 2019 trug jeder Staubsauger im Laden ein Energieetikett: eine Effizienzklasse, ein Jahresverbrauch in Kilowattstunden, eine Reinigungsklasse für Teppich und Hartboden, eine Staubemissionsklasse und ein Wert in Dezibel. Dieses Etikett gibt es nicht mehr. Das Gericht der Europäischen Union hat die dahinterstehende Delegierte Verordnung 665 aus dem Jahr 2013 am 8. November 2018 für nichtig erklärt, und weil die Kommission kein Rechtsmittel eingelegt hat, wirkt die Nichtigkeit seit dem 18. Januar 2019 zurück, als hätte es die Verordnung nie gegeben. Eine Nachfolgeregelung ist bis heute nicht erlassen worden.
Für diese Seite ist das keine Randnotiz, sondern die Ausgangslage. Es gibt für Staubsauger keine Effizienzklasse mehr, keine Pflichtangabe zum Jahresverbrauch, keinen genormten Wert zur Staubaufnahme auf dem Karton und keine amtlich vorgeschriebene Dezibelangabe. Alles, was ein Angebot heute über Saugkraft, Watt oder Pascal behauptet, ist eine Herstellerangabe ohne verpflichtende Prüfgrundlage. Wer ein Gerät danach aussucht, wie leicht es zu bedienen ist, hat deshalb keinen Maßstab, den er nachschlagen könnte, sondern nur die Unterlagen der Hersteller selbst.
Diese Seite geht deshalb nicht von einer Rangliste aus, sondern von vier Gabelungen. Jede beantwortet eine Frage, die sich vor dem Kauf stellt und die sich aus veröffentlichten Unterlagen beantworten lässt: Kabel oder Akku, wie das Gerät angeht, wie der Staub aus der Wohnung kommt und wo das Gerät zwischen zwei Einsätzen steht. Fünf Geräte wurden am 04.09.2026 über ihre Produktnummer aufgerufen, dazu die Bedienungsanleitungen, Datenblätter und Produktinformationen ihrer Hersteller im Volltext gelesen. Am Ende der zweiten Gabelung steht die Übersicht.
Was auf dieser Seite nicht passiert ist. Es wurde kein Gerät gekauft, gewogen, gehalten oder betrieben. Es gab hier kein Hands-on. Die Seite gleicht ausschließlich veröffentlichte Angaben gegeneinander ab: die Angebotsseiten des Marktplatzes gegen die Unterlagen der Hersteller. Über Gesundheit, Beweglichkeit oder Einschränkungen der Leserinnen und Leser steht hier nichts, weil sich dazu nichts belegen lässt. Es geht um Eigenschaften von Geräten.
Erste Gabelung: Kabel oder Akku, und wer damit aus der Verordnung fällt
Die erste Frage wirkt banal und ist es nicht. Sie entscheidet nämlich zugleich darüber, ob für das Gerät überhaupt eine europäische Mindestanforderung gilt. Die Ökodesign-Verordnung 666 aus dem Jahr 2013 ist eine andere Verordnung als die für nichtig erklärte, und sie gilt weiter. Ihr Artikel 1 nimmt aber ausdrücklich aus: Nasssauger, kombinierte Nass- und Trockensauger, akkubetriebene Staubsauger, Saugroboter, Industriesauger, Zentralstaubsauger, Bohnermaschinen und Geräte für den Außenbereich. Erfasst sind netzbetriebene Geräte und Hybridgeräte, also solche mit Netz und Akku.
Was die Verordnung seit dem 1. September 2017 verlangt, ist konkret: eine Nennleistungsaufnahme unter 900 Watt, einen jährlichen Energieverbrauch unter 43 Kilowattstunden, eine Staubaufnahme auf Teppich von mindestens 0,75 und auf Hartboden von mindestens 0,98, eine Staubemission von höchstens einem Prozent, einen Schallleistungspegel von höchstens 80 dB(A), einen Schlauch, der nach 40.000 Schwenkungen unter Belastung noch verwendbar ist, und eine Motorlebensdauer von mindestens 500 Stunden. Das ist kein Etikett und keine Klasse, sondern eine Untergrenze, unterhalb derer ein Gerät in der EU nicht verkauft werden darf.
Von den fünf Geräten dieser Auswahl fallen drei darunter und zwei nicht. Für den Rowenta, den Hoover und den Amazon Basics gilt die Motorlebensdauer von 500 Stunden, der Schlauchtest über 40.000 Schwenkungen und die Obergrenze von 80 dB(A). Für den Bosch und den Kärcher gilt davon nichts, weil beide reine Akkugeräte sind. Das ist der eigentliche Preis der Kabelfreiheit, und er steht in keinem Angebot: Wer sich für einen Akkusauger entscheidet, verlässt den geregelten Bereich vollständig. Was ein Akkusauger im Alltag leistet, hängt damit allein an den Zusagen des Herstellers.
Die Pointe dieser Gabelung. Ausgerechnet das Gerät mit der höchsten veröffentlichten Schallangabe des Feldes ist eines der beiden, für die die 80-dB(A)-Grenze nicht gilt. Der Bosch nennt 80 dB(A) nach DIN EN 60704-2-1 und ist als Akkugerät von der Verordnung ausgenommen. Die drei Netzgeräte, für die die Grenze gilt, liegen bei 65, 78 und 79 dB(A) und damit alle darunter. Der Wert, der eine Verordnung erfüllen müsste, steht damit beim einzigen Gerät, das sie nicht erfüllen muss.
Zweite Gabelung: wie das Gerät angeht
Diese Frage steht in keinem Datenfeld, in keiner Vergleichstabelle und in keinem Angebotstext. Sie steht in den Bedienungsanleitungen, und dort steht sie eindeutig. Ein Teil der Akkusauger wird über einen Auslöser am Griff betrieben, der während des Saugens gedrückt gehalten werden muss. Ein anderer Teil hat einen Schalter, der einrastet. Bei Bodengeräten sitzt der Schalter entweder als Taste oben auf dem Gehäuse oder als Pedal, das mit dem Fuß niedergedrückt wird. Für die Bedienkraft, die während einer Putzrunde aufgebracht werden muss, ist das der größte Einzelunterschied im ganzen Feld.
Bei den fünf geprüften Geräten sieht das so aus. Der Bosch hat einen rastenden Ein-Aus-Schalter am Handgriff; die Anleitung beschreibt das Ausschalten als erneutes Drücken desselben Schalters. Der Hoover hat eine Ein-Aus-Taste am Gehäuse. Der Amazon Basics hat einen Druckschalter oben auf dem Gehäuse, den seine Anleitung im Abschnitt 8.1 beschreibt. Der Rowenta wird über ein Fußpedal auf der Oberseite eingeschaltet, das die bebilderte Anleitung mit einem Fuß darstellt. Genau ein Gerät verlangt ein Halten: Der Kärcher hat einen Schalter, der laut Anleitung während des Betriebs gedrückt gehalten wird, und zugleich einen Feststellhebel, mit dem sich das Gerät auf Dauerbetrieb schalten lässt.
Die zweite Frage in dieser Gabelung ist die Höhe, in der sich der Schalter befindet. Beim Bosch und beim Kärcher liegt er am Griff, also dort, wo ohnehin die Hand ist. Beim Hoover und beim Amazon Basics sitzt er auf dem Gehäuse, das während des Saugens auf dem Boden steht; zum Ein- und Ausschalten muss man sich bücken oder das Gerät mit dem Fuß erreichen. Beim Rowenta ist das Pedal ausdrücklich für den Fuß gemacht. Wer ohnehin ein Gerät sucht, das sich vor allem auf Stufen und in engen Bereichen führen lässt, sollte diese Frage sogar noch strenger stellen, weil dort beide Hände gebraucht werden.
Fünf Geräte, geordnet nach dem, was dauerhaft in der Hand liegt
Die Übersicht ist nach der Last geordnet, die während des Saugens getragen werden muss, nicht nach Preis und nicht nach Bekanntheit. Bei den drei Bodengeräten ist diese Last null, weil das Gerät rollt und nur Rohr und Düse geführt werden. Bei den beiden Akkugeräten ist sie das gesamte Gerätegewicht. Die dritte Spalte nennt deshalb nicht das Versandgewicht, sondern das, was der Hersteller selbst als getragene Masse ausweist, und sie sagt dazu, worauf sich die Angabe bezieht. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung steht beim einzigen Gerät, das drei Dinge zugleich erfüllt: Es muss nie angehoben werden, es nennt die niedrigste Schallangabe des Feldes, und sein Staub verlässt die Wohnung in einem geschlossenen Beutel. Das ist eine Aussage über nachprüfbare Eigenschaften, nicht über Reinigungsleistung.
| Gerät | Bauart | Was dauerhaft getragen wird | Wie es angeht | Schallangabe | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
Rowenta Green Force Max Silence RO6136Marke: Rowenta Unsere Empfehlung | Bodensauger mit Beutel | nichts wird dauerhaft getragen, das Gerät rollt auf vier Lenkrollen; der Hersteller nennt in keiner Unterlage ein Gewicht | Fußpedal auf der Oberseite des Gehäuses, rastend; Saugkraft über einen Drehregler am Gerät | 65 dB(A) laut Hersteller, ohne Angabe einer Messnorm; das Datenfeld im Angebot nennt 64 Dezibel | Ansehen |
Hoover HE1 Bodenstaubsauger mit BeutelMarke: HooverGewichtsangabe mit erklärtem Bezug | Bodensauger mit Beutel | nichts wird dauerhaft getragen; der Hersteller gibt 3,8 Kilogramm ausdrücklich als Gewicht nur des Staubsaugers an, 5,2 Kilogramm netto und 6,5 Kilogramm gesamt | Ein-Aus-Taste am Gehäuse, rastend; die Saugkraft wird über einen Nebenluftschieber am Handgriff geregelt | 79 dB(A) laut Hersteller, ohne Angabe einer Messnorm | Ansehen |
Amazon Basics Zylinder-StaubsaugerMarke: Amazon BasicsDeutsche Anleitung im Angebot hinterlegt | Bodensauger ohne Beutel | nichts wird dauerhaft getragen; in der Anleitung steht kein Gewicht, das Datenfeld des Angebots nennt 11,79 Pfund | Druckschalter oben auf dem Gehäuse, rastend; die Saugkraft wird über einen Schieber am Schlauch verstellt | höchstens 78 dB(A) laut der eigenen Anleitung, ohne Angabe einer Messnorm | Ansehen |
Kärcher VC 6 Cordless ourFamilyMarke: KärcherEinzige Filterklasse mit Prüfnorm | Akku-Stielsauger | 2,6 Kilogramm ohne Zubehör laut Datenblatt; das Angebot nennt daneben 2,8 Kilogramm Komplettgewicht, unter 1,7 Kilogramm Handgewicht und im Datenfeld 3,62 Kilogramm | Ein-Aus-Schalter, der während des Betriebs gedrückt gehalten wird, mit einem Feststellhebel für Dauerbetrieb | unter 78 dB(A), vom Hersteller ausdrücklich als Schallleistungspegel bezeichnet, aber ohne Angabe einer Messnorm | Ansehen |
Bosch Unlimited Serie 8 ProPowerMarke: BoschEinziger Schallwert mit genannter Messnorm | Akku-Stielsauger | 3,3 Kilogramm einsatzbereit mit Rohr und Bodendüse laut Datenblatt, 4,1 Kilogramm netto; das Datenfeld des Angebots nennt 2,9 Kilogramm, ein Wert, der in keiner Herstellerunterlage steht | rastender Ein-Aus-Schalter am Handgriff, dazu ein eigener Taster für die höchste Stufe | 80 dB(A), gemessen nach DIN EN 60704-2-1; im Angebot fehlt der Wert vollständig | Ansehen |
Alle Angaben am 04.09.2026 den Angebotsseiten und den Unterlagen der Hersteller entnommen. Wo eine Angabe fehlt, steht das ausdrücklich da. Wo Angebot und Unterlage sich widersprechen, sind beide Werte genannt.
Die fünf Geräte einzeln, gehalten gegen ihre eigenen Unterlagen
Für jedes Gerät stehen hier drei Blöcke nebeneinander: was die Angebotsseite sagt, was die Unterlage des Herstellers sagt, und was nach dem Abgleich übrig bleibt. Die Reihenfolge folgt der Übersicht, also der getragenen Last. Alle fünf Produktnummern wurden am 04.09.2026 einzeln aufgerufen und auf Kaufbox, Verfügbarkeitsmeldung, Canonical und Variantenzuordnung geprüft.

1. Rowenta Green Force Max Silence RO6136
Rowenta Green Force Max Silence RO6136 Bodenstaubsauger mit Beutel, 4,5 Liter Beutelvolumen
Stromform: Netzbetrieb, fällt unter die Ökodesign-Verordnung 666/2013
Was das Angebot als Saugkraft nennt: Watt, also Leistungsaufnahme: 900 Watt als höchste Motorleistung im Titel, 750 Watt als Leistung in Watt auf derselben Herstellerseite
Was das Angebot sagt
Der Titel nennt 900 Watt, 4,5 Liter Beutel, eine HEPA-Filterung von 99,98 Prozent und 12 Meter Aktionsradius. Die Detailtabelle führt daneben ein Feld mit der Bezeichnung höchste Saugleistung und trägt dort 64 Zentimeter ein, eine Spannung von 400 Volt, eine Kabellänge von 472,44 Zoll und als geeignete Geländeart den Eintrag Kunststoff. Die Zahl der Leistungsstufen steht auf eins.
Was die Unterlage sagt
Die Herstellerseite trennt zwei Angaben, die im Angebot zu einer verschmelzen: Leistung in Watt 750, höchste Leistung 900 Watt, dazu die Fußnote, dass die Angabe der Verordnung 666 aus dem Jahr 2013 folgt. Das Netzkabel ist 8,4 Meter lang, der Aktionsradius 12 Meter. Die Filterung heißt dort ausdrücklich HEPA-Niveau, und das Ersatzteil zum Gerät ist ein Filter der Klasse EPA 11. Die bebilderte Anleitung zeigt einen Drehregler von MIN bis MAX.
Was übrig bleibt
Die 900 Watt aus dem Titel sind nicht der Wert, den die Verordnung begrenzt. Begrenzt wird die Nennleistungsaufnahme, und die gibt der Hersteller mit 750 Watt an. Beim Filter ist der Hersteller mit sich selbst uneins: Das technische Feld nennt eine Filterung von mehr als 99,98 Prozent auf HEPA-Niveau, der Werbetext auf derselben Seite spricht von einem HEPA-Filter, und das zugehörige Ersatzteil wird als EPA-11-Filter verkauft. Ebenso steht die Lautstärke einmal mit 65 dB(A) und daneben in einem Feld namens Lautstärke-Kategorie mit der Spanne 66 bis 69 dB(A). Die Kabellänge im Datenfeld ist in Wahrheit der Aktionsradius; das Kabel ist 3,6 Meter kürzer.
Spricht dafür
- Die niedrigste veröffentlichte Schallangabe im Feld, 65 dB(A) laut Hersteller
- Das Gewicht muss nie angehoben werden, das Gerät rollt auf vier Lenkrollen
- Größtes Beutelvolumen der Auswahl mit 4,5 Litern, entsprechend seltene Wechsel
- Der Beutel bleibt laut Hersteller beim Herausziehen verschlossen
- Zwölf Meter Aktionsradius, das Umstecken entfällt in den meisten Räumen
- Der Anbieter sagt eine Verfügbarkeit von Ersatzteilen über fünfzehn Jahre zu
Spricht dagegen
- Das Einschalten verlangt einen Fußtritt auf ein Pedal am Boden, nicht einen Griff in Handhöhe
- Weder Herstellerseite noch Anleitung nennen ein Gewicht des Geräts
- Das Datenfeld nennt eine Kabellänge, die in Wahrheit der Aktionsradius ist
- Die Filterbezeichnung im Angebot ist schärfer als die des Herstellers
- Das Kabel bleibt im Weg, und es ist die einzige Stolperstelle, die sich vermeiden ließe
Passt zu
Wohnungen auf einer Ebene, in denen das Gerät geschoben und nicht getragen wird, und Haushalte mit wenigen Steckdosen. Zwölf Meter Aktionsradius decken die meisten Wohnzimmer aus einer einzigen Dose ab, und ein Beutel dieser Größe muss selten gewechselt werden.
Passt nicht zu
Wer sich nicht sicher auf einem Bein hält, kommt mit einem Fußpedal am Boden schlechter zurecht als mit einem Schalter in Griffhöhe. Für Treppen ist das Gerät ungeeignet, und das Kabel bleibt eine Stolperstelle, die keines der Akkugeräte hat.
Anbieter und Erreichbarkeit
Firma: GROUPE SEB WMF CONSUMER GmbH, Vertrieb der Marke Rowenta in Deutschland
Sitz: WMF-Platz 1, 73312 Geislingen an der Steige
Gegründet: Gründungsjahr der Gesellschaft nicht veröffentlicht, Registergericht Ulm HRB 747021; die Marke selbst führt der Hersteller auf das Jahr 1909 zurück
Kontakt: Kundenservice unter 07331 256256, dazu Kontaktformular, Chat und Nachrichtendienste auf dem Herstellerauftritt
Servicezeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr
Zusagen und Kennzahlen
Garantie: Zwei Jahre Garantie auf die gesamte Produktpalette bei privater Nutzung, ein Jahr bei gewerblicher; eine kostenpflichtige Verlängerung um ein bis drei Jahre wird über einen Versicherungspartner angeboten
Normen und Klassen: Keine Messnorm zur Schallangabe genannt; die Leistungsangabe verweist ausdrücklich auf die Verordnung 666 aus dem Jahr 2013, die Filterung heißt HEPA-Niveau ohne Filterklasse
Herkunft: Der Hersteller schreibt in seiner Produktbeschreibung, das Gerät werde in Frankreich und aus mindestens 30 Prozent recycelten Materialien hergestellt; das Datenfeld des Angebots nennt ebenfalls Frankreich, Herstellungsjahr 2023
Gewichtsangaben: Im Angebot 4,7 Kilogramm; in keiner Herstellerunterlage steht ein Gewicht, der Wert ist damit nicht gegenprüfbar
Kennung und Ersatzteile: Modellbezeichnung RO6136EA, Ersatzteilverfügbarkeit vom Anbieter seit dem 1. Januar 2022 auf fünfzehn Jahre erweitert

2. Hoover HE1 Bodenstaubsauger mit Beutel
Hoover HE1 kompakter Bodenstaubsauger mit Beutel, 700 Watt, für alle Böden
Stromform: Netzbetrieb, fällt unter die Ökodesign-Verordnung 666/2013
Was das Angebot als Saugkraft nennt: Zwei verschiedene Größen im selben Angebot: 700 Watt Leistungsaufnahme und 15,5 kPa als Saugleistung; die zweite Zahl steht in keiner Herstellerunterlage
Was das Angebot sagt
Die Aufzählung im Datenfeld beginnt mit 15,5 kPa starker Saugleistung, nennt einen 2,5-Liter-Behälter, einen Arbeitsradius von 7,5 Metern und 700 Watt. Als Modellname steht dort HEZ107HM 011 mit der Seriennummer 39002342, als Filtertyp EPA Filter waschbar, als Schlauchlänge 5 Meter und als Farbe Schwarz und Violett.
Was die Unterlage sagt
Auf dem deutschen Herstellerauftritt ist diese Modellnummer nicht auffindbar; der Aufruf endet auf der Kategorieseite. Belegbar ist dort das Modell HE110HM mit dem Produktcode 39002326. Dessen Datenblatt nennt 3,8 Kilogramm nur Staubsauger, 2,5 Liter Beutelvolumen, 700 Watt, einen Aktionsradius von 8,2 Metern, 79 dB Geräuschpegel, einen waschbaren Mikrofilter und eine feste Leistungsregelung. Eine Angabe in kPa oder in Air Watt kommt in keinem Hoover-Dokument vor.
Was übrig bleibt
Die auffälligste Zahl des Angebots ist zugleich die einzige, für die es keine Herstellergrundlage gibt. 15,5 kPa ist ein Unterdruck und keine Saugleistung, und ohne Angabe der Messbedingung ist der Wert mit keinem anderen Gerät dieser Auswahl vergleichbar. Zusätzlich weichen Arbeitsradius und Farbe von der einzigen veröffentlichten Ausführung ab, was auf eine Handelsvariante hindeutet, zu der der Hersteller nichts veröffentlicht.
Spricht dafür
- Der niedrigste sauber deklarierte Gewichtswert unter den drei Bodengeräten, 3,8 Kilogramm
- Der Hersteller sagt ausdrücklich, worauf sich die Gewichtsangabe bezieht
- Ein-Aus-Taste am Gehäuse statt eines Pedals am Boden
- Teleskoprohr aus Metall, die Griffhöhe lässt sich anpassen
- Der Beutel schließt den Staub ein, es wird nichts über der Tonne ausgekippt
Spricht dagegen
- Die höchste veröffentlichte Schallangabe der drei Netzgeräte
- Die Kennzahl 15,5 kPa aus dem Angebot steht in keiner Herstellerunterlage
- Die im Angebot geführte Modellnummer ist auf dem deutschen Herstellerauftritt nicht auffindbar
- Nur ein Beutelvolumen von 2,5 Litern, also häufigere Wechsel als beim größten Gerät im Feld
- Die Saugkraft wird über einen Nebenluftschieber geregelt, nicht über die Motorleistung
Passt zu
Kleine Wohnungen, in denen ein Bodensauger auch einmal die Treppe hoch getragen werden muss. 3,8 Kilogramm sind der niedrigste sauber deklarierte Wert unter den drei Bodengeräten, und die Ein-Aus-Taste sitzt oben auf dem Gehäuse statt am Boden.
Passt nicht zu
Wer geräuschempfindlich ist oder ein Hörgerät trägt, findet hier den höchsten veröffentlichten Wert der drei Netzgeräte. Und wer sich auf die Angaben des Angebots verlassen möchte, hat bei dieser Ausführung schlechte Karten, weil der Hersteller sie nicht führt.
Anbieter und Erreichbarkeit
Firma: Haier Germany GmbH als Anbieter im deutschen Impressum, Markeninhaber ist die Candy Hoover Group S.r.l. unter der Leitung der Candy S.p.A.
Sitz: Konrad-Zuse-Platz 6, 81829 München; Rechtssitz der Markeninhaberin Via Comolli 57, 20861 Brugherio in Italien
Gegründet: Gründungsjahr der deutschen Gesellschaft nicht veröffentlicht, Registergericht München HRB 266047; die Marke selbst führt ihren Ursprung auf ein Patent aus dem Jahr 1908 zurück
Kontakt: Servicenummer 0211 41873221 für Deutschland, dazu ein Kontaktformular und die Anschrift service.deutschland@candy-hoover.com
Servicezeiten: keine Servicezeiten veröffentlicht
Zusagen und Kennzahlen
Garantie: Vierundzwanzig Monate bei üblichem Gebrauch im Haushalt, zwölf Monate bei gewerblicher Nutzung, jeweils ab Kaufdatum und nur mit Originalbeleg; eine Verlängerung wird über die Produktregistrierung angeboten, ohne die Zusatzjahre zu beziffern
Normen und Klassen: Keine Messnorm zu Schall oder Saugleistung genannt; der Beutel wird als EPA-Filterbeutel bezeichnet, eine Filterklasse mit Zahl nennt der Hersteller nicht
Herkunft: Herkunftsland im Datenfeld China, Herstellungsjahr 2024; ein Produktionsland veröffentlicht der Hersteller nicht
Gewichtsangaben: 3,8 Kilogramm nur Staubsauger, 5,2 Kilogramm netto, 6,5 Kilogramm gesamt, jeweils laut Datenblatt zum Modell HE110HM
Kennung und Ersatzteile: Im Angebot als HEZ107HM 011 geführt, belegbar auf dem Herstellerauftritt nur HE110HM mit dem Produktcode 39002326

3. Amazon Basics Zylinder-Staubsauger
Amazon Basics Zylinder-Staubsauger ohne Beutel mit HEPA-Filter, 700 Watt, 1,5 Liter Behälter
Stromform: Netzbetrieb, fällt unter die Ökodesign-Verordnung 666/2013
Was das Angebot als Saugkraft nennt: Nur Watt, also Leistungsaufnahme: 700 Watt in Titel, Datenfeld und Anleitung. Eine Saugkraftzahl in kPa, Pascal oder Air Watt nennt weder Angebot noch Anleitung
Was das Angebot sagt
Das Angebot nennt einen waschbaren HEPA-12-Filter mit mehr als 99,5 Prozent, fünf Meter Kabellänge, 700 Watt und 1,5 Liter. Die Detailtabelle desselben Angebots trägt als Kabellänge 1,5 Meter ein, als Verbindungstechnik USB, als Höhe des Geräts 150 Zentimeter und als Filtertyp Patrone. Als Modellnummer steht dort 15KC-71EU4.
Was die Unterlage sagt
Das Angebot verlinkt eine achtundsechzigseitige Anleitung mit deutschem Teil. Deren Abschnitt mit den technischen Daten nennt die Modellnummer VCS35B15KC, 700 Watt, 1,5 Liter Behälter, fünf Meter Anschlussleitung und höchstens 78 dB(A). Ein Gewicht steht dort nicht, und der Filter heißt dort schlicht HEPA-Filter, ohne Klasse. Das Einschalten beschreibt der Abschnitt 8.1 als Druck auf den Ein-Aus-Schalter am Gehäuse.
Was übrig bleibt
Die eigene Anleitung widerlegt zwei Angaben der Detailtabelle desselben Angebots. Die Anschlussleitung ist fünf Meter lang und nicht anderthalb; anderthalb Meter ist die Schlauchlänge, die in derselben Tabelle ein zweites Mal steht. Und die Filterklasse HEPA 12, die den Kauf begründen soll, steht ausschließlich im Verkaufstext, nicht in der Anleitung. Eine Höhe von 150 Zentimetern hat kein Zylindersauger.
Spricht dafür
- Als einziges Gerät der Auswahl ist eine deutschsprachige Anleitung unmittelbar im Angebot hinterlegt
- Die Anleitung nennt die Schallangabe als Höchstwert und nicht als Mittelwert
- Druckschalter oben auf dem Gehäuse, kein Pedal und kein gehaltener Auslöser
- Kein Beutelnachkauf, der Filter ist nach Herstellerangabe waschbar
- Fünf Meter Anschlussleitung laut Anleitung, mehr als das Datenfeld verspricht
Spricht dagegen
- Kein Gewicht in der Anleitung, der Wert im Datenfeld ist nicht gegenprüfbar
- Die Filterklasse HEPA 12 steht nur im Verkaufstext, nicht in der Anleitung
- Die Detailtabelle nennt eine Kabellänge, die der eigenen Anleitung widerspricht
- Kleinster Behälter der drei Bodengeräte, 1,5 Liter
- Das Leeren eines offenen Behälters über der Tonne setzt Staub frei
Passt zu
Haushalte, die selten und kurz saugen und den Behälter lieber über der Tonne leeren als Beutel nachzukaufen. Der Schalter sitzt oben auf dem Gehäuse und lässt sich im Stehen mit der Hand erreichen, wenn das Gerät auf einen Tisch gestellt wird.
Passt nicht zu
Wer den Staub nicht sehen und nicht riechen will, ist mit einem Beutel besser bedient. Das Leeren eines offenen Behälters über der Tonne setzt Staub frei, und der Behälter ist mit 1,5 Litern der kleinste der drei Bodengeräte.
Anbieter und Erreichbarkeit
Firma: Amazon EU S.à r.l. als eingetragener Verkäufer, Amazon Europe Core S.à r.l. als Betreiberin des Marktplatzes
Sitz: 38 avenue John F. Kennedy, L-1855 Luxemburg; Niederlassung Deutschland Anni-Albers-Straße 21, 80807 München
Gegründet: Gründungsjahr nicht veröffentlicht; Registergericht Luxemburg B-101818, Niederlassung Deutschland Amtsgericht München HRB 218574
Kontakt: Kontakt nur nach Anmeldung über das Kundenkonto; öffentlich genannt ist im Impressum ausschließlich eine Anschrift für Impressumsanfragen
Servicezeiten: keine Servicezeiten veröffentlicht
Zusagen und Kennzahlen
Garantie: Keine Herstellergarantie über die gesetzliche Gewährleistung hinaus veröffentlicht; angeboten wird auf der Angebotsseite nur eine kostenpflichtige Police eines Versicherers
Normen und Klassen: Keine Messnorm genannt, weder zur Schallangabe noch zum Filter; die Filterklasse HEPA 12 steht ausschließlich im Verkaufstext
Herkunft: Herkunftsland im Datenfeld China; als Hersteller ist dort schlicht Amazon Basics eingetragen, ohne Rechtsform und Anschrift
Gewichtsangaben: Im Datenfeld 11,79 Pfund; die Anleitung nennt kein Gewicht, der Wert ist damit nicht gegenprüfbar
Kennung und Ersatzteile: Modellnummer im Datenfeld 15KC-71EU4, in der Anleitung VCS35B15KC; zwei Bezeichnungen für dasselbe Gerät

4. Kärcher VC 6 Cordless ourFamily
Kärcher Akku-Staubsauger VC 6 Cordless ourFamily mit Wandhalterung und Ladefunktion
Stromform: reiner Akkubetrieb, ausdrücklich vom Geltungsbereich der Verordnung 666/2013 ausgenommen
Was das Angebot als Saugkraft nennt: Der Hersteller nennt einen 250-Watt-Motor und sonst keine Zahl. Das Datenfeld des Angebots trägt 1400 Watt ein, das Feld Stil und Form auf derselben Seite 250 Watt
Was das Angebot sagt
Der Titel nennt zwei Saugstufen, bis zu 50 Minuten Laufzeit, 2,8 Kilogramm und einen 25,2-Volt-Akku. Der Markenblock auf derselben Seite nennt 250 Watt Leistung, eine Ladedauer von 220 Minuten bis 80 Prozent und 270 Minuten bis 100 Prozent, unter 78 dB Lautstärke und unter 1,7 Kilogramm Handgewicht. Die Detailtabelle darunter nennt 1400 Watt, eine Batterieladezeit von 50 Minuten, 3,62 Kilogramm Artikelgewicht und als Modellnamen VC 4 Cordless myHome.
Was die Unterlage sagt
Die Produktinformation zur Sachnummer 1.198-670.0 nennt 2,6 Kilogramm ohne Zubehör, 235 Minuten Ladezeit mit dem Standardladegerät, einen Schallleistungspegel unter 78 dB(A), einen Behälter von 800 Millilitern, 50 Minuten im Normalmodus und 11 Minuten im Boost-Modus sowie einen HEPA-12-Filter nach EN 1822 in der Fassung von 1998. Die Betriebsanleitung beschreibt einen Ein-Aus-Schalter mit Feststellhebel und weist die freistehende Parkstation als Zubehör aus, das nicht im Lieferumfang ist.
Was übrig bleibt
Dieses Angebot widerspricht sich innerhalb einer einzigen Seite. Die Ladezeit steht einmal mit 270 Minuten im Markenblock und einmal mit 50 Minuten im Datenfeld; 50 Minuten ist in Wahrheit die Laufzeit. Die Wattzahl steht einmal mit 250 und einmal mit 1400. Das Gewicht steht in drei verschiedenen Werten, der Modellname nennt ein anderes Gerät. Belastbar ist nur die Sachnummer, und die führt zur richtigen Unterlage.
Spricht dafür
- Der einzige Hersteller im Feld, der eine Filterklasse mit Prüfnorm nennt, HEPA 12 nach EN 1822
- Der Auslöser lässt sich über einen Feststellhebel auf Dauerbetrieb einrasten
- Die niedrigste dauerhaft getragene Last der beiden Akkugeräte, 2,6 Kilogramm ohne Zubehör
- Der Hersteller sagt ausdrücklich, dass sich die Gewichtsangabe auf das Gerät ohne Zubehör bezieht
- Der Schallwert ist als Schallleistungspegel bezeichnet und damit einordenbar
- Wandhalterung mit Ladefunktion gehört zum Lieferumfang, das Gerät hängt in Griffhöhe
Spricht dagegen
- Das Datenfeld des Angebots nennt eine Ladezeit, die in Wahrheit die Laufzeit ist
- Die Wattzahl im Datenfeld liegt um mehr als das Fünffache über der Herstellerangabe
- Drei verschiedene Gewichtsangaben auf einer Seite, dazu der Modellname eines anderen Geräts
- Die freistehende Parkstation ist Zubehör und nicht im Lieferumfang
- Der Behälter fasst 800 Milliliter und wird offen über der Tonne geleert
- Als Akkugerät gilt für dieses Modell keine der Ökodesign-Grenzen
Passt zu
Wohnungen mit Treppen und kurzen Einsätzen zwischendurch, in denen ein Kabel stört. Der Feststellhebel nimmt den einzigen Nachteil des Auslösers wieder heraus: Der Schalter muss nicht dauerhaft gedrückt gehalten werden, sondern lässt sich einrasten.
Passt nicht zu
Wer das Gerät zwischen zwei Einsätzen einfach hinstellen möchte, braucht die Parkstation, und die gehört bei dieser Ausführung nicht zum Lieferumfang. Für lange Putzrunden ist die Rechnung ungünstig: 50 Minuten Laufzeit stehen fast vier Stunden Ladezeit gegenüber.
Anbieter und Erreichbarkeit
Firma: Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH, Konzernzentrale Alfred Kärcher SE & Co. KG
Sitz: Friedrich-List-Straße 4, 71364 Winnenden; Konzernzentrale Alfred-Kärcher-Straße 28 bis 40, 71364 Winnenden
Gegründet: Das Unternehmen nennt auf dem eigenen Auftritt das Jahr 1935 als Gründungsjahr; Registergericht Stuttgart HRB 263370
Kontakt: Telefon 07195 9030, dazu Kontaktformular, Chat und eine Anschrift für den Vertrieb
Servicezeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 20 Uhr, Samstag von 8 bis 16 Uhr
Zusagen und Kennzahlen
Garantie: Vierundzwanzig Monate Garantiezeit mit kostenloser Instandsetzung bei Material- oder Herstellungsfehlern; ausgeschlossen sind gewerblicher Einsatz und das Öffnen des Geräts zur Eigenreparatur
Normen und Klassen: Filter der Klasse HEPA 12 nach EN 1822 in der Fassung von 1998; zur Schallangabe und zur Saugleistung ist keine Messnorm genannt
Herkunft: Herkunftsland im Datenfeld China; der Hersteller veröffentlicht deutsche Werksstandorte, aber kein Produktionsland für dieses Modell
Gewichtsangaben: 2,6 Kilogramm ohne Zubehör laut Datenblatt, 5,2 Kilogramm einschließlich Verpackung; das Angebot nennt zusätzlich 2,8 und 3,62 Kilogramm
Kennung und Ersatzteile: Sachnummer 1.198-670.0; keine Zusage zur Ersatzteilverfügbarkeit in Jahren veröffentlicht

5. Bosch Unlimited Serie 8 ProPower
Bosch Akku-Staubsauger Unlimited Serie 8 ProPower BSS81POW1, beutellos, mit Wechselakku
Stromform: reiner Akkubetrieb, ausdrücklich vom Geltungsbereich der Verordnung 666/2013 ausgenommen
Was das Angebot als Saugkraft nennt: Keine Zahl und keine Einheit. Der Hersteller beschreibt die Saugkraft nur mit Worten und belegt stattdessen die Staubaufnahme nach EN 60312 in der Fassung von 2017
Was das Angebot sagt
Das Angebot nennt einen 18-Volt-Akku mit 5,0 Amperestunden, 35 Minuten Akkulaufzeit, fünf Stunden Ladezeit, 2,9 Kilogramm Artikelgewicht, zwei Leistungsstufen und eine Wandhalterung. Ein Geräuschpegel steht im gesamten Angebot nicht. Im Feld Stil und Form steht stattdessen eine Auszeichnungsbehauptung, die dort nichts zu suchen hat.
Was die Unterlage sagt
Das Datenblatt nennt 3,3 Kilogramm einsatzbereit mit Rohr und Bodendüse, 4,1 Kilogramm netto, eine Gerätehöhe von 1309 Millimetern und 80 dB(A) nach DIN EN 60704-2-1. Die Laufzeit von 35 Minuten gilt für die Normalstufe mit nicht elektrischem Zubehör; mit Elektrodüse sind es 30 Minuten, auf der höchsten Stufe 10. Die Ladung über die Ladestation dauert fünfeinhalb Stunden. Die Anleitung enthält den Satz, dass das Gerät nicht von alleine stehen kann.
Was übrig bleibt
Der Wert, der die Kaufentscheidung dieser Zielgruppe am stärksten berührt, steht ausgerechnet nicht im Angebot: 80 dB(A) ist die höchste Schallangabe des ganzen Feldes, sie ist als einzige mit einer Messnorm hinterlegt, und sie taucht auf der Verkaufsseite nirgends auf. Das Gewicht im Datenfeld liegt vierhundert Gramm unter dem niedrigsten Wert, den der Hersteller selbst nennt. Und die 35 Minuten gelten nur ohne Elektrodüse.
Spricht dafür
- Der einzige Hersteller im Feld, der zu seiner Schallangabe die Messnorm nennt
- Rastender Schalter am Handgriff, in Handhöhe und ohne Halten
- Der Hersteller sagt ausdrücklich, worauf sich die Gewichtsangabe bezieht, einsatzbereit mit Rohr und Düse
- Herausnehmbarer Wechselakku, er lässt sich getrennt vom Gerät laden
- Wandhalterung im Lieferumfang, das Gerät hängt in Griffhöhe
- Die Staubaufnahme ist nach EN 60312 in der Fassung von 2017 belegt, mit genannter Kapitelnummer
Spricht dagegen
- Die höchste Schallangabe des Feldes, 80 dB(A), und im Angebot steht sie überhaupt nicht
- Das Gewicht im Datenfeld liegt unter jedem Wert, den der Hersteller veröffentlicht
- Die Anleitung sagt ausdrücklich, dass das Gerät nicht von alleine stehen kann
- Zum Behälter gibt es keine Literangabe, nur eine Größenklasse
- Die genannten 35 Minuten gelten nur ohne Elektrodüse, mit ihr sind es 30 und auf der höchsten Stufe 10
- Als Akkugerät gilt für dieses Modell keine der Ökodesign-Grenzen
Passt zu
Alle, die den Schalter in Handhöhe haben wollen und nicht am Boden. Der Schalter rastet ein, es muss nichts gehalten werden, und die Wandhalterung nimmt das Gerät in Griffhöhe auf, statt es in einen Bodenschrank zu zwingen.
Passt nicht zu
Wer die ganze Wohnung in einem Zug saugen will, rechnet mit 35 Minuten und fünfeinhalb Stunden Ladung. Und wer das Gerät zwischendurch abstellen möchte, findet in der Anleitung den ausdrücklichen Hinweis, dass es nicht von alleine steht.
Anbieter und Erreichbarkeit
Firma: Robert Bosch Hausgeräte GmbH als Betreiberin des Herstellerauftritts, BSH Hausgeräte GmbH als Verkäuferin
Sitz: Carl-Wery-Straße 34, 81739 München; dieselbe Anschrift steht als Kontaktinformation im Datenfeld des Angebots
Gegründet: Gründungsjahr auf dem eigenen Auftritt nicht veröffentlicht; Registergericht München HRB 71864, die verkaufende Gesellschaft HRB 75534
Kontakt: Kundendienst unter 089 69339339, dazu Kontaktformular und die Anschrift des Infoteams
Servicezeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 8 bis 18 Uhr; Produktberatung Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr
Zusagen und Kennzahlen
Garantie: Im Datenfeld des Angebots zwei Jahre Herstellergarantie; der Hersteller selbst veröffentlicht zusätzlich eine zehnjährige Motorgarantie auf Staubsauger, die eine Registrierung des Geräts voraussetzt
Normen und Klassen: Schallangabe nach DIN EN 60704-2-1, Staubaufnahme und Filtration nach EN 60312 in der Fassung von 2017; eine Filterklasse nennt der Hersteller nicht
Herkunft: Herkunftsland im Datenfeld Deutschland; der Hersteller schreibt in seiner Garantieunterlage, dass die Motoren in Deutschland entwickelt und gefertigt werden
Gewichtsangaben: 3,3 Kilogramm einsatzbereit mit Rohr und Bodendüse, 4,1 Kilogramm netto, 6,2 Kilogramm brutto; das Datenfeld nennt abweichend 2,9 Kilogramm
Kennung und Ersatzteile: Modellnummer BSS81POW1, Ersatzteilverfügbarkeit für kleine Hausgeräte vom Anbieter mit bis zu zehn Jahren angegeben
Dritte Gabelung: wie der Staub aus der Wohnung kommt
Zwei der fünf Geräte arbeiten mit Beutel, drei ohne. Der Unterschied ist bei dieser Frage nicht der Nachkauf, sondern der Vorgang selbst. Ein Beutel wird an der Klappe entnommen und in die Tonne gelegt; beim Rowenta bleibt er nach Herstellerangabe dabei verschlossen. Ein Behälter wird über die geöffnete Tonne gehalten und entriegelt, wobei der Inhalt herausfällt. Das erste ist eine Bewegung, das zweite sind zwei, und das zweite verlangt zusätzlich, dass das Gerät oder der Behälter dabei gehalten wird.
Die Größen unterscheiden sich erheblich. Der Rowenta fasst 4,5 Liter im Beutel, der Hoover 2,5 Liter, der Amazon Basics 1,5 Liter im Behälter, der Kärcher 800 Milliliter. Beim Bosch steht in keiner Unterlage eine Literangabe; das Datenblatt nennt nur eine Größenklasse mit dem Buchstaben M. Damit ist das Verhältnis zwischen dem größten und dem kleinsten dokumentierten Fassungsvermögen dieser Auswahl größer als fünf zu eins, und genau dieses Verhältnis bestimmt, wie oft der Vorgang überhaupt stattfindet. Welche Bauart hier im Alltag welche Folgekosten erzeugt, ist eine eigene Rechnung und hängt weniger am Staub als am Beutelpreis.
Die Höhe, in der das alles geschieht, wird von keinem der fünf Hersteller angegeben, und das ist eine echte Lücke. Bei den Bodengeräten liegt die Beutel- oder Behälterklappe dort, wo das Gehäuse steht, also am Boden; wer sich nicht bücken möchte, hebt das Gerät zuvor auf einen Tisch. Bei den Akkugeräten sitzt der Behälter am oberen Ende des Stiels und ist im Stehen erreichbar, sobald das Gerät aus der Wandhalterung genommen wird. Die Aussage, ein Gerät lasse sich ohne Bücken entleeren, lässt sich also für keines der fünf mit einer Herstellerangabe belegen; belegen lässt sich nur, wo das Bauteil sitzt.
Was in den Filterangaben steckt. Genau ein Hersteller nennt eine Filterklasse mit Prüfnorm: Kärcher schreibt HEPA 12 nach EN 1822 in der Fassung von 1998. Rowenta schreibt HEPA-Niveau und verkauft als zugehöriges Ersatzteil einen Filter der Klasse EPA 11; im Angebot wird daraus ein glattes HEPA. Beim Amazon Basics steht HEPA 12 nur im Verkaufstext, in der eigenen Anleitung steht schlicht HEPA-Filter. Bosch und Hoover nennen überhaupt keine Klasse. Vier von fünf Angeboten führen das Wort HEPA oder EPA, und genau eines davon ist mit einer Norm hinterlegt.
Vierte Gabelung: wo das Gerät zwischen zwei Einsätzen steht
Diese Frage klingt nach Nebensache und ist bei Akkugeräten die praktischste von allen. Ein Stielsauger, der sich nicht abstellen lässt, muss bei jeder Unterbrechung entweder gehalten, angelehnt oder aufgehängt werden. Die Bosch-Anleitung ist an dieser Stelle ungewöhnlich deutlich: Sie sagt, dass das Gerät nicht von alleine stehen kann, und rät ausdrücklich davon ab, es an Wände oder Tischkanten zu lehnen. Aufbewahrt wird es in der mitgelieferten Wandhalterung.
Beim Kärcher gibt es eine freistehende Parkstation, aber sie ist in der Teileliste der Betriebsanleitung als Zubehör gekennzeichnet, und im Lieferumfang der geprüften Sachnummer steht sie nicht. Geliefert wird eine große Wandhalterung mit Ladefunktion. Die Kurzanleitung bemaßt die Höhe der Parkstation mit 0,83 bis 0,85 Metern und warnt zugleich davor, dass man über eine ungünstig platzierte Station stolpern kann. Damit gilt für beide Akkugeräte dieser Auswahl dasselbe: Zwischen zwei Einsätzen gehören sie an die Wand, nicht in eine Ecke.
Bei den drei Bodengeräten stellt sich die Frage anders. Sie stehen von selbst, weil sie auf Rädern rollen, und sie brauchen dafür Stellfläche statt Wandfläche. Was sie dagegen brauchen, ist eine Steckdose in Reichweite. Der Rowenta nennt zwölf Meter Aktionsradius bei 8,4 Metern Kabel, der Hoover 8,2 Meter Aktionsradius, der Amazon Basics fünf Meter Anschlussleitung laut Anleitung. Jeder Meter weniger bedeutet einen zusätzlichen Gang zur Steckdose, und jeder dieser Gänge ist ein Bücken. Die Wandhalterung der Akkugeräte ersetzt diesen Gang, verlangt dafür aber eine Bohrung.
Was die Angebote über Saugkraft behaupten
Seit dem Wegfall des Etiketts ist die Saugkraft die freieste Angabe der ganzen Warengruppe, und die Auszählung fällt entsprechend aus. Vier der fünf Angebote stellen eine Zahl in den Vordergrund, eines nicht. Der Rowenta nennt 900 Watt, der Hoover 700 Watt und zusätzlich 15,5 kPa, der Amazon Basics 700 Watt, der Kärcher 1400 Watt im Datenfeld und 250 Watt im Markenblock derselben Seite. Bosch nennt keine einzige Zahl zur Saugkraft, weder im Angebot noch in der eigenen Unterlage.
Diese Zahlen beschreiben nicht dieselbe Größe. Watt ist die elektrische Leistungsaufnahme, also das, was das Gerät aus der Dose zieht oder aus dem Akku entnimmt. Kilopascal ist ein Druck, genauer der Unterdruck, den das Gebläse bei geschlossener Öffnung erzeugt. Air Watt wäre eine dritte Größe, nämlich ein aus Unterdruck und Volumenstrom gebildetes Produkt. Die drei lassen sich nicht ineinander umrechnen, weil zwischen ihnen der Volumenstrom und der Wirkungsgrad des Systems stehen, und beide veröffentlicht keiner der fünf Hersteller. Ein Vergleich zwischen 900 Watt und 15,5 kPa ist deshalb kein Vergleich.
Entscheidend ist die zweite Auszählung. Genau ein Angebot nennt eine Zahl in einer Druckeinheit, nämlich der Hoover mit 15,5 kPa. Diese Zahl steht in keinem einzigen Dokument des Herstellers; weder Datenblatt noch Handbuch führen kPa, Pascal, mbar oder Air Watt. Und keines der fünf Angebote nennt zu einer Saugkraftzahl eine Messnorm. Null von fünf. Was stattdessen normbezogen belegt wird, ist etwas anderes: Bosch belegt die Staubaufnahme nach EN 60312 in der Fassung von 2017 mit Kapitelangabe, Rowenta verweist bei der Leistungsangabe auf die Verordnung 666 aus dem Jahr 2013, Kärcher nennt EN 1822 für den Filter. Drei Normverweise im ganzen Feld, und keiner davon steht neben einer Saugkraftzahl.
Die Watt-Falle beim Rowenta. Der Titel nennt 900 Watt. Die Verordnung begrenzt seit dem 1. September 2017 die Nennleistungsaufnahme auf weniger als 900 Watt. Beides zusammen sähe nach einem Gerät am Rand des Erlaubten aus. In Wahrheit trennt der Hersteller auf seiner eigenen Seite zwei Felder: Leistung in Watt 750, höchste Leistung 900 Watt, mit der ausdrücklichen Fußnote, dass die Angabe der Verordnung folgt. Die Zahl im Titel ist damit nicht die Zahl, die geregelt wird. Wer Geräte nach der Wattzahl im Titel sortiert, sortiert nach der falschen Spalte, und wer nach der Lautstärke sortiert, kommt der Sache näher.
Woran diese Seite das Wort seniorengerecht festmacht
Ein Seniorenstaubsauger ist keine Produktkategorie. Kein Hersteller dieser Auswahl baut ein Gerät für ältere Menschen, keiner bewirbt eines als solches, und in keiner der fünf Unterlagen kommt das Wort vor. Wer eine Auswahl unter dieser Überschrift trifft, muss deshalb sagen, woran er sie festmacht, sonst bleibt es eine Behauptung. Diese Seite macht sie an sechs Eigenschaften fest, die alle drei Bedingungen erfüllen: Sie stehen in einer veröffentlichten Unterlage, sie unterscheiden die fünf Geräte tatsächlich voneinander, und sie beschreiben das Gerät und nicht die Person, die es benutzt.
Erstens die Last, die während des Saugens getragen wird, und zwar getrennt vom Gesamtgewicht. Ein Bodengerät von 4,7 Kilogramm wird geschoben, ein Stielsauger von 3,3 Kilogramm wird die ganze Zeit gehalten. Zweitens die Art des Schalters: rastend oder gehalten, am Griff oder am Boden. Drittens der Weg, auf dem der Staub die Wohnung verlässt, und die Größe des Behältnisses, weil sie bestimmt, wie oft dieser Weg gegangen wird. Viertens die Frage, ob sich das Gerät zwischen zwei Einsätzen abstellen lässt. Fünftens die veröffentlichte Schallangabe samt der Frage, ob eine Messnorm dabeisteht. Sechstens die Reichweite, weil jeder Meter Kabel ein Bücken zur Steckdose spart.
Ausgeschieden sind bewusst drei Kriterien, die in solchen Vergleichen häufig vorkommen. Die Griffhöhe, weil sie sich für vier der fünf Geräte nicht belegen lässt; Teleskoprohre nennen die Hersteller, aber keiner nennt einen Verstellbereich in Zentimetern. Die Ablesbarkeit von Anzeigen, weil vier der fünf Geräte gar keine Anzeige haben. Und jede Aussage über Kraftaufwand in Newton, weil sich zu keinem der fünf Geräte eine Bedienkraft finden ließ. Wer solche Zahlen in einem Vergleich sieht, sollte nach der Fundstelle fragen. Erfundene Normnummern sind in dieser Warengruppe verbreitet; es gibt keine Norm, die Staubsauger für ältere Nutzer regelt, und diese Seite behauptet auch nicht, dass es eine gäbe.
Für die frühere Fassung dieser Seite hat dieser Maßstab eine unbequeme Folge. Sie führte einen Akku-Stielsauger, dessen Bedienung über einen Auslöser am Griff läuft, der während des Saugens gedrückt gehalten werden muss, und dessen einsatzbereites Gewicht bei rund drei Kilogramm liegt. Ein Gerät, das man dreißig Minuten lang mit gedrücktem Finger vor sich her trägt, ist an genau den beiden Punkten schwach, die diese Seite für die wichtigsten hält. Am Prüftag war das Angebot dieses Geräts zudem ohne Kaufbox; es wurde ersetzt. Was ein Cluster wie dieser insgesamt abdeckt, zeigt die Übersicht zu Staubsaugern.
Wo die Datenfelder ihren eigenen Unterlagen widersprechen
Bei diesen fünf Angeboten sind zweiundzwanzig Abweichungen zwischen Datenfeld, Verkaufstext und Herstellerunterlage aufgefallen, und keine davon ist eine Geschmacksfrage. Die dichteste Häufung trägt der Kärcher. Sein Datenfeld nennt 1400 Watt, der Markenblock auf derselben Seite 250 Watt, das Herstellerdatenblatt einen 250-Watt-Motor. Das Feld Batterieladezeit nennt fünfzig Minuten; fünfzig Minuten ist die Laufzeit, die Ladezeit beträgt laut Datenblatt 235 Minuten und laut Markenblock derselben Seite 270 Minuten bis zur vollen Ladung. Als Modellname steht dort ein anderes Gerät derselben Reihe. Drei Gewichtsangaben stehen nebeneinander: 2,8 Kilogramm im Titel, unter 1,7 Kilogramm Handgewicht im Markenblock, 3,62 Kilogramm im Datenfeld, während der Hersteller 2,6 Kilogramm ohne Zubehör nennt.
Beim Rowenta trägt das Feld mit der Bezeichnung höchste Saugleistung den Wert 64 Zentimeter. Ein Saugwert in einer Längeneinheit ist keine ungenaue Angabe, sondern ein in die falsche Zeile geratener Dezibelwert. Dasselbe Angebot nennt eine Spannung von 400 Volt für ein Haushaltsgerät, eine Kabellänge von 472,44 Zoll, was genau den zwölf Metern Aktionsradius entspricht und nicht den 8,4 Metern Kabel, eine geeignete Geländeart mit dem Eintrag Kunststoff und eine einzige Leistungsstufe, obwohl die Anleitung einen Drehregler von MIN bis MAX zeigt. Der Geräuschpegel steht im Datenfeld auf 64 und im Verkaufstext derselben Seite auf 65; der Hersteller selbst führt daneben ein Feld namens Lautstärke-Kategorie mit der Spanne 66 bis 69 dB(A), was seiner eigenen Zahl widerspricht. Beim Kärcher stehen im selben Angebot als geeignete Bodenart einmal Hartboden und einmal Teppichreinigung.
Beim Amazon Basics widerspricht die Detailtabelle der Anleitung, die dasselbe Angebot verlinkt: Kabellänge 1,5 Meter gegen fünf Meter Anschlussleitung, wobei 1,5 Meter in derselben Tabelle bereits als Schlauchlänge steht. Die Verbindungstechnik ist dort mit USB angegeben, die Bauhöhe mit 150 Zentimetern, und es stehen zwei verschiedene Modellnummern für dasselbe Gerät auf der Seite. Beim Bosch fehlt der Geräuschpegel vollständig, während das Gewicht mit 2,9 Kilogramm unter jedem vom Hersteller veröffentlichten Wert liegt. Beim Hoover ist die Modellnummer des Angebots auf dem deutschen Herstellerauftritt nicht auffindbar, und die einzige Saugkraftzahl des ganzen Feldes hat dort keine Grundlage.
Zusammengenommen ergibt sich dasselbe Bild wie in anderen Warengruppen: Die strukturierten Datenfelder des Marktplatzes sind die unzuverlässigste Quelle, die Bedienungsanleitungen und Datenblätter der Hersteller die zuverlässigste, und dazwischen liegt der Verkaufstext. Bei drei der fünf Geräte ließ sich der Widerspruch allein aus Angaben auf ein und derselben Angebotsseite feststellen, ohne die Herstellerunterlage überhaupt zu öffnen. Wer wissen will, wie lange ein solches Gerät hält, findet dazu in den Angeboten übrigens gar nichts; die Frage nach der Lebensdauer beantwortet für die drei Netzgeräte allein die Verordnung mit ihren 500 Motorstunden.
Was von den vier Gabelungen übrig bleibt
Es gibt hier keinen Sieger, sondern vier Antworten, die verschieden ausfallen. Wer nie etwas tragen will, bleibt bei einem Bodengerät und nimmt dafür einen Schalter am Boden und ein Kabel im Weg in Kauf. Wer den Schalter in Handhöhe haben will, nimmt ein Akkugerät und trägt dafür das ganze Gewicht. Wer den Staub nicht sehen will, nimmt einen Beutel und kauft ihn nach. Wer das Gerät zwischendurch abstellen will, braucht bei beiden Akkugeräten eine Wandhalterung und damit eine Bohrung. Jede dieser vier Antworten ist richtig, und keine von ihnen ergibt sich aus einer Wattzahl.
Was am Prüftag offen geblieben ist, gehört ebenfalls dazu. Für kein einziges der fünf Geräte veröffentlicht ein Hersteller die Höhe, in der Beutel oder Behälter entnommen wird. Für kein einziges gibt es eine Angabe zur Kraft, die zum Öffnen der Klappe oder zum Verstellen des Rohrs nötig ist. Für zwei der fünf gibt es überhaupt kein Gewicht in einer Herstellerunterlage, sodass die Werte in den Datenfeldern nicht gegenprüfbar sind. Und für die beiden Akkugeräte gibt es keine einzige verbindliche Mindestanforderung, weil sie außerhalb des Geltungsbereichs der Verordnung liegen.
Es gibt für diese Warengruppe einen laufend gepflegten unabhängigen Test einer deutschen Verbraucherorganisation, der Bodengeräte und Akkusauger nach demselben Schema bewertet, mit einer Prüfeinrichtung, die die Düse mit einer festgelegten Schiebekraft führt, und mit einer Geräuschmessung nach DIN EN 60704-2-1. Die Ergebnisse sind kostenpflichtig, und weder Noten noch Rangfolgen stehen auf dieser Seite. Was sich frei nachlesen lässt, ist die Prüfmethodik, und sie zeigt denselben Befund wie diese Auszählung: Gewogen wird die Handhabung mit dreißig Prozent, während es für die Saugkraft in Watt kein einziges Kriterium gibt.
Zum Vorgehen. Alle fünf Produktnummern wurden am 04.09.2026 einzeln abgerufen und auf Kaufbox, erste nicht leere Verfügbarkeitsmeldung, Canonical und Elternnummer geprüft. Vier tragen eine Kaufbox und sind lieferbar; ein zuvor gelistetes Gerät war ohne Kaufbox und wurde ersetzt. Für jedes Gerät wurde anschließend die Bedienungsanleitung, das Datenblatt oder die Produktinformation des Herstellers gesucht und im Volltext gelesen. Angaben, die sich nur an einer Stelle finden ließen, sind als solche gekennzeichnet.

