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Küche, Kaffee & Lifestyle

Vakuumierschublade 2026: Nischenmaß, Technik, Kosten

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Einbau-Vakuumierschublade in der 14-cm-Nische: 141 x 560 x 550 mm, 0,32 kW, 99 Prozent Vakuum in der Kammer. Was der Aufpreis zum Standgerät kauft.

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Quellenbasierte Einordnung
Aktualisiert 06.08.2026
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Autor & Redaktion
Sarah Leitner
Verantwortliche Redaktion
Sarah Leitner

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Stand des Artikels
Veröffentlicht
06.08.2026
Aktualisiert
06.08.2026

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Vakuumierschublade: Einbaumaße, Technik und Aufpreis mit belegten Zahlen

Ratgeber · Datenbasiert, kein Hands-on-Test

Auf einen Blick — Stand 06.08.2026

  • Es gibt nur eine Bauhöhe: Jede Vakuumierschublade im deutschen Handel sitzt in einer Nische von 141 Millimetern. Die viel gesuchten 29 Zentimeter sind die Höhe der Wärmeschublade, nicht der Vakuumierschublade
  • Nischenmaß: 141 x 560 x 550 Millimeter bei NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau. Miele baut das Gerät mit 595 x 141 x 570 Millimetern etwas tiefer
  • Anschluss: 0,32 Kilowatt an einer normalen Schuko-Steckdose. Kein Starkstrom, keine eigene Zuleitung. Absicherung 6 Ampere bei den BSH-Marken, 10 Ampere bei Miele
  • Vakuum: maximal 99 Prozent in der Kammer und maximal 90 Prozent außerhalb. Umgerechnet sind das rund 10 gegenüber rund 101 Millibar Restdruck
  • Belastbarkeit: Miele nennt 15 Kilogramm für die Teleskopauszüge, Gaggenau 10 Kilogramm maximale Beladung
  • Wartung: Die Pumpe läuft mit Öl. Ein Trocknungslauf von höchstens 20 Minuten ist Pflicht, sonst sperrt sich das Gerät selbst
Zur Methode: Dieser Ratgeber empfiehlt bewusst kein einzelnes Modell und trägt keine Produktkarten. Er ordnet eine Geräteklasse ein, die im Onlinehandel praktisch nicht stattfindet und deren Kaufentscheidung Monate vor der Küchenmontage fällt. Grundlage sind ausschließlich am Recherchetag geöffnete Herstellerdokumente: das Produktblatt und die Gebrauchs- und Montageanweisung der Miele EVS 7010, die Datenblätter der NEFF-Modelle N 90 N29XA11Y1 und N 70 N17XH10G0, das Gaggenau-Datenblatt der DVP 221 100, die Datenblätter der baugleichen Geräte Siemens BV910E1B1 und Bosch BVE9101B1 sowie die Herstellerangaben zum freistehenden Kammergerät CASO VacuChef 50 als Vergleichspunkt. Für die lebensmittelhygienischen Aussagen sind die Fragen-und-Antworten-Sammlung des Bundesinstituts für Risikobewertung zum Botulismus und dessen Verbrauchertipps zu Listerien herangezogen. Jede Zahl in diesem Text steht in einem dieser Dokumente oder ist im Text als Umrechnung ausgewiesen. Wo Herstellerangaben sich widersprechen, steht der Widerspruch im Text.

Was eine Vakuumierschublade von einem Standgerät unterscheidet

Der Name führt in die Irre, denn das Entscheidende ist nicht die Schublade, sondern die Kammer darin. Eine Vakuumierschublade ist technisch ein Kammervakuumierer: Der Beutel liegt vollständig in einem geschlossenen Raum, ein Glasdeckel schließt ihn ab, und die Pumpe evakuiert diesen gesamten Raum. Innen und außen herrscht deshalb während des Vorgangs derselbe Druck. Der Beutel wird nicht zusammengedrückt, sondern legt sich erst an, wenn nach dem Verschweißen Luft in die Kammer zurückströmt.

Aus diesem Prinzip folgt der praktische Unterschied zum verbreiteten Balkengerät. Weil kein Druckgefälle zwischen Beutelinneren und Umgebung besteht, wird auch nichts aus dem Beutel gesogen. Miele nennt in der Gebrauchsanweisung der EVS 7010 für Saucen, Ragouts und Currys mit einer Flüssigkeitszugabe von mehr als 50 Gramm ausdrücklich die mittlere Vakuumierstufe und begrenzt die Füllmenge auf ein Drittel des Beutels bei Flüssigkeiten und zwei Drittel bei festen Lebensmitteln. Ein Balkengerät scheitert an derselben Aufgabe, weil die Flüssigkeit in die Ansaugöffnung wandert.

Die Kammer ist bei allen Herstellern ähnlich dimensioniert. Miele weist 8,0 Liter Fassungsvermögen und eine nutzbare Innenhöhe von 80 Millimetern aus, NEFF, Siemens und Bosch nennen 8 Liter, Gaggenau 7 Liter Nutzvolumen bei ebenfalls bis zu 80 Millimetern nutzbarer Höhe. Bei Gaggenau steht zusätzlich die Stellfläche im Datenblatt: 210 x 275 Millimeter. Das ist die Zahl, an der sich die Alltagstauglichkeit entscheidet, denn sie beschreibt, was flach nebeneinander in die Kammer passt.

Wer die Bauform ohne den Einbau will, findet dieselbe Physik in einem Gehäuse zum Aufstellen. Die Unterschiede liegen dann nicht in der Technik, sondern in Kammergröße, Bedienung und Stellfläche, und sie sind bei den Kammergeräten als freistehende Bauform nach genau diesen Kriterien sortiert. Die folgende Tabelle stellt die drei Bauarten anhand der Herstellerangaben gegenüber.

MerkmalEinbau-VakuumierschubladeFreistehendes KammergerätBalkengerät
Wo die Luft abgesaugt wirdAus der gesamten Kammer. Beutel und Umgebung stehen unter demselben Druck, deshalb wird der Beutelinhalt nicht zusammengepresstEbenfalls aus der gesamten Kammer. Technisch dasselbe Prinzip, nur in einem Gehäuse zum Aufstellen statt in einer FrontNur aus dem Beutel. Der Außendruck von rund 1.013 Millibar drückt den Beutel während des Vorgangs zusammen
Angegebenes EndvakuumNEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau nennen maximal 99 Prozent in der Kammer und maximal 90 Prozent außerhalb. Miele gibt statt Prozent drei Stufen anCASO weist für den VacuChef 50 einen erreichbaren Unterdruck von 0,95 bar aus und zeigt ihn während des Vorgangs auf einem Manometer anWird von den Herstellern meist gar nicht in Druckeinheiten angegeben, sondern nur als Saugleistung in Litern je Minute
FlüssigkeitenMöglich. Miele nennt für Saucen und Ragouts mit mehr als 50 Gramm Flüssigkeitszugabe ausdrücklich die mittlere VakuumierstufeMöglich, gleiche Physik. Die Füllmenge begrenzt hier die Kammertiefe von 90 Millimetern beim VacuChef 50Nur mit Vorfrieren oder Trick. Flüssigkeit wird sonst in die Ansaugöffnung gezogen
Stellfläche in der KücheKeine. Das Gerät sitzt in einer Nische von 141 Millimetern Höhe und ist geschlossen Teil der FrontBeim VacuChef 50 sind es 360 x 290 Millimeter Grundfläche und 8,5 Kilogramm Gewicht, dauerhaft auf der Arbeitsplatte oder im SchrankAm kleinsten, aber ebenfalls dauerhaft irgendwo abzustellen oder nach jedem Gebrauch zu verstauen
Maximale BeutelbreiteMiele nennt 250 x 350 Millimeter für Siegelrandbeutel und 240 x 350 Millimeter für Schlauchbeutel, Gaggenau 240 x 350 MillimeterCASO gibt für den VacuChef 50 eine Schweißnaht von 29 Zentimetern und Beutel bis 30 Zentimeter Breite anHängt an der Balkenlänge und liegt bei Haushaltsmodellen meist zwischen 28 und 32 Zentimetern
Wartung durch den NutzerEin Trocknungslauf, den das Gerät selbst anfordert. Ein Ölwechsel ist in der Gebrauchsanweisung nicht vorgesehenBei Haushaltsmodellen ebenfalls keiner. Erst gewerbliche Kammermaschinen mit Drehschieberpumpe verlangen einen periodischen ÖlwechselKeine. Membranpumpen laufen ölfrei, dafür ist ihr erreichbares Vakuum deutlich niedriger
AnschlussSchuko, 220 bis 240 Volt, 0,32 Kilowatt. Absicherung 6 Ampere bei den BSH-Marken, 10 Ampere bei MieleSchuko. Der VacuChef 50 nimmt 300 Watt auf und hängt an einem Kabel von 116 ZentimeternSchuko. Haushaltsmodelle dieser Bauart liegen üblicherweise unter 200 Watt

Bemerkenswert ist die letzte Zeile. Die teuerste Bauart verlangt vom Nutzer am wenigsten Wartung, weil der Ölkreislauf gekapselt ist und das Gerät den nötigen Trocknungslauf selbst anfordert. Dafür ist er nicht optional: Wird er ignoriert, sperrt sich die Schublade.

Die Nische ist immer 14 Zentimeter hoch, und 29 Zentimeter meint etwas anderes

Zu den häufigsten Suchanfragen rund um dieses Gerät gehört die nach der Bauhöhe, und dort liegt gleich das erste Missverständnis. Vakuumierschubladen gibt es nur in einer einzigen Höhe. NEFF gibt für die N 90 N29XA11Y1 Gerätemaße von 140 x 596 x 542 Millimetern und ein Nischenmaß von 141 x 560 x 550 Millimetern an. Für die N 70 N17XH10G0 stehen dieselben 141 Millimeter Nischenhöhe im Datenblatt, mit einer Breitentoleranz von 560 bis 568 Millimetern. Siemens und Bosch nennen für die baugleichen BV910E1B1 und BVE9101B1 exakt dieselben Werte, Gaggenau spricht schlicht von der 14 Zentimeter hohen Möbelnische.

Die viel gesuchten 29 Zentimeter tauchen in den Herstellerunterlagen ausschließlich an anderer Stelle auf: bei der Wärmeschublade. Miele führt die Gourmet-Wärmeschublade ESW 7020 als grifflose Schublade in 29 Zentimeter Höhe, und NEFF listet im Zubehör zur Vakuumierschublade Blendensets mit Bezeichnungen wie 90 Zentimeter für die Kombination aus Wärmeschublade mit 29 Zentimetern und einem 60er-Gerät. Wer nach einer Vakuumierschublade in 29 Zentimetern sucht, sucht also nach einem Produkt, das kein Hersteller anbietet.

Miele weicht bei den Gerätemaßen ab und baut die EVS 7010 mit 595 x 141 x 570 Millimetern tiefer als die BSH-Geräte mit ihren 542 Millimetern. Für die Planung wichtiger sind zwei Randbedingungen aus der Montageanweisung, die in keinem Prospekt stehen: Hinter der Einbaunische darf keine Schrankrückwand vorhanden sein, und wenn das Gerät unter eine Arbeitsplatte kommt, darf deren Überstand höchstens 29 Millimeter betragen. Beides sind Ausschlusskriterien, keine Empfehlungen.

Gaggenau ergänzt die Fugenmaße, die über das optische Ergebnis entscheiden. Das seitliche Spaltmaß zwischen Gerätefront und Möbelfront muss mindestens 5 Millimeter betragen, der Abstand vom Möbelkorpus bis zur Frontfläche 21 Millimeter. Miele nennt die Frontstärke des Geräts selbst: 22 Millimeter bei der EVS 7010 und 23,3 Millimeter bei der Edelstahlvariante EVS 7110. Wer flächenbündig plant, rechnet mit diesen Zahlen, nicht mit dem Katalogbild.

ModellMaße und NischeKammer und VakuumElektrikWas im Datenblatt auffällt
Miele EVS 7010Gerätemaße 595 x 141 x 570 Millimeter. Hinter der Einbaunische darf keine Schrankrückwand stehen, der Arbeitsplattenüberstand darf höchstens 29 Millimeter betragenEdelstahlkammer mit 8,0 Litern, nutzbare Innenhöhe 80 Millimeter, Saugleistung der Pumpe 4 Kubikmeter je Stunde, drei Vakuumier- und drei Schweißstufen0,32 Kilowatt, 230 Volt, 50 bis 60 Hertz, Absicherung 10 Ampere, eine Phase, Anschlusskabel mit SteckerTeleskopauszüge bis 15 Kilogramm, Lüftungsausschnitt von mindestens 180 Quadratzentimetern, Frontstärke 22 Millimeter
NEFF N 90 N29XA11Y1Gerätemaße 140 x 596 x 542 Millimeter, Nischenmaß 141 x 560 x 550 MillimeterMaximal 99 Prozent Vakuum in der Kammer, Vakuumieren außerhalb der Kammer über Adapter und Schlauch, Trocknungsprogramm für die Pumpe220 bis 240 Volt, Absicherung 6 Ampere, Schuko mit ErdungAusdrücklich für die Kombination mit einem Kompaktgerät in der 45-Zentimeter-Nische vorgesehen
NEFF N 70 N17XH10G0Gerätemaße 140 x 595 x 542 Millimeter, Nischenmaß 141 x 560 bis 568 x 550 MillimeterVolumen 8 Liter, drei Vakuumierstufen bis maximal 99 Prozent, Trocknungsprogramm, Bedienung über Sensortasten0,32 Kilowatt, 220 bis 240 Volt, 6 Ampere, Anschlusskabel 150 ZentimeterZubehörblende Z11SZ60G0 fasst 45 und 14 Zentimeter zu einer durchgehenden Front zusammen
Siemens BV910E1B1 und Bosch BVE9101B1Gerätemaße 140 x 594 x 542 Millimeter, Nischenmaß 141 x 560 x 550 MillimeterEdelstahlraum mit 8 Litern, drei Stufen bis 99 Prozent in der Kammer, drei Stufen bis 90 Prozent außerhalb, drei Versiegelungszeiten0,32 Kilowatt, 220 bis 240 Volt, 6 Ampere, Anschlusskabel 150 ZentimeterTürkontaktschalter, Adapter für Flaschenverschlüsse und drei Flaschenverschlüsse im Lieferumfang
Gaggenau DVP 221 100Integrierbar in die 14 Zentimeter hohe Möbelnische, seitliches Spaltmaß mindestens 5 Millimeter, Abstand vom Möbelkorpus bis zur Frontfläche 21 MillimeterNutzvolumen 7 Liter, nutzbare Höhe bis 80 Millimeter, Stellfläche 210 x 275 Millimeter, Beutel bis 240 x 350 Millimeter, einsetzbare Erhöhung von 44 Millimetern0,32 Kilowatt, Anschlusskabel 1,50 Meter, elektrischer Anschluss hinter dem Gerät zulässigBeladung maximal 10 Kilogramm, herausnehmbarer antihaftbeschichteter Schweißbalken, Deckel aus Sicherheitsglas mit automatischer Öffnung

Die Tabelle zeigt nebenbei, wie eng dieser Markt ist. NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau gehören zum selben Konzern, und ihre Datenblätter nennen bis auf einen Millimeter Frontbreite und die Farbgebung identische Werte. Ein echter zweiter Konstruktionsansatz steht in Deutschland nur bei Miele im Regal.

99 Prozent in der Kammer, 90 Prozent außerhalb: was das in Millibar bedeutet

Prozentangaben zum Vakuum sind bequem und sagen wenig, solange niemand den Bezugspunkt nennt. Er ist der Luftdruck auf Meereshöhe, der Normwert der Standardatmosphäre liegt bei 1.013 Millibar. Wenn NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau übereinstimmend maximal 99 Prozent Vakuum in der Kammer angeben, bleibt darin also ein Restdruck von rund 10 Millibar. Das ist der einzige Weg, die Herstellerangabe mit einer technischen Größe zu verbinden, und keiner der rankenden Anbieter geht ihn.

Interessanter ist die zweite Zahl, die im selben Datenblatt steht und meist überlesen wird. Für das Vakuumieren außerhalb der Kammer, also für Behälter und Flaschen über Schlauch und Adapter, nennen dieselben Hersteller maximal 90 Prozent. Das entspricht rund 101 Millibar Restdruck, also dem zehnfachen Wert. Wer Behälter statt Beutel nutzt, arbeitet mit einem deutlich schwächeren Vakuum, und das ist keine Sparmaßnahme, sondern eine Folge der Bauart: Die Kammer lässt sich vollständig evakuieren, ein externer Behälter nur über eine dünne Schlauchleitung.

Miele geht einen anderen Weg und nennt in Produktblatt und Anleitung überhaupt keine Prozentzahl, sondern drei Vakuumierstufen und drei Stufen für externe Behälter. Die Zuordnung steht dafür sehr konkret in der Anleitung: Stufe 1 für sehr druckempfindliche Lebensmittel wie Salat, Beerenobst oder Chips und für Gläser mit flüssigem Inhalt, Stufe 2 für Marinieren, Beizen und Sous-vide sowie für Saucen, Stufe 3 für Fleisch, festere Lebensmittel und Hartkäse zur Vorratshaltung. Die technische Angabe, die Miele stattdessen liefert, ist die Saugleistung der Pumpe: 4 Kubikmeter je Stunde.

Zum Einordnen hilft ein Blick auf ein freistehendes Kammergerät. CASO gibt für den VacuChef 50 einen erreichbaren Unterdruck von 0,95 bar an, was bei 1.013 Millibar Umgebungsdruck einen Restdruck von rund 63 Millibar bedeutet, und zeigt diesen Wert während des Vorgangs auf einem Manometer an. Die Einbaugeräte liegen mit ihren rund 10 Millibar also klar darunter. Wer noch tiefer will oder Dauerbetrieb braucht, landet bei den Geräten für den Dauerbetrieb, deren Pumpen und Schweißbalken auf eine andere Einschaltdauer ausgelegt sind.

Eine Ehrlichkeitsnotiz gehört dazu: Die Umrechnung von Prozent in Millibar ist eine Rechnung, keine Herstellerangabe. Belegt sind die Prozentwerte, der Unterdruck in bar beim Vergleichsgerät und der Normluftdruck. Wer in 800 Metern Höhe wohnt, rechnet mit einem niedrigeren Ausgangsdruck und kommt auf entsprechend kleinere Absolutwerte.

Stromanschluss, Leistungsaufnahme und Lüftung: die Planungsdaten für den Elektriker

Hier räumt ein Blick in die Datenblätter mit einer verbreiteten Sorge auf. Eine Vakuumierschublade braucht keinen Starkstrom und keine eigene Zuleitung. Miele, NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau geben übereinstimmend einen Gesamtanschlusswert von 0,32 Kilowatt an. Das sind 320 Watt, also weniger als ein Wasserkocher zieht. Angeschlossen wird über eine gewöhnliche Schuko-Steckdose mit 220 bis 240 Volt.

Bei der Absicherung gehen die Hersteller auseinander, und zwar deutlich. Die BSH-Marken nennen 6 Ampere, Miele für die EVS 7010 10 Ampere bei 230 Volt, 50 bis 60 Hertz und einer Phase. Beides ist mit einem normalen Haushaltsstromkreis erfüllt, aber die Angabe gehört in die Elektroplanung, weil sie zusammen mit den anderen Geräten der Nische zu betrachten ist. Ein Backofen darüber und ein Kaffeevollautomat daneben summieren sich.

Die Kabellänge ist der Punkt, an dem sich Planung entscheidet, und ausgerechnet dort widersprechen sich zwei Miele-Dokumente. Das Produktblatt der EVS 7010 weist eine Länge der Anschlussleitung von 1,8 Metern aus, die Montageanweisung nennt im Kapitel Anschlüsse und Belüftung eine Netzanschlussleitung mit 2.200 Millimetern. Wer die Steckdose nach dem knapperen Wert setzt, liegt in jedem Fall richtig. NEFF, Siemens und Bosch nennen einheitlich 150 Zentimeter, Gaggenau 1,50 Meter. Anderthalb Meter sind bei einem Gerät in Bodennähe schnell aufgebraucht.

Zwei weitere Vorgaben aus der Miele-Montageanweisung werden in der Praxis regelmäßig übersehen. Erstens muss die Steckdose nach dem Einbau der Schublade leicht zugänglich bleiben. Zweitens verlangt die Installationszeichnung einen Lüftungsausschnitt von mindestens 180 Quadratzentimetern und markiert einen Bereich, in dem kein Anschluss liegen darf. Gaggenau formuliert es umgekehrt und erlaubt den elektrischen Anschluss ausdrücklich hinter dem Gerät. Wer beide Marken plant, plant also nicht dieselbe Nische.

Ein Detail zum Betrieb: Der Anschlusswert von 320 Watt ist eine Momentangröße und läuft nur, solange die Pumpe arbeitet. Ein Vakuumiervorgang endet nach Miele-Angabe spätestens nach zwei Minuten, entweder mit dem Verschweißen oder mit einem Abbruch. Der Jahresverbrauch dieses Geräts ist damit selbst bei täglicher Nutzung eine Randgröße, und keiner der Hersteller weist deshalb einen Energieverbrauchswert aus.

Belastbarkeit der Auszüge und was tatsächlich in die Kammer passt

Eine Vakuumierschublade wird im Alltag wie eine Schublade behandelt, und genau dort liegt eine Grenze, die keine Werbeseite nennt. Miele beziffert die Belastbarkeit der Teleskopauszüge in den Sicherheitshinweisen mit maximal 15 Kilogramm. Gaggenau geht noch weiter herunter und nennt im Datenblatt der DVP 221 100 eine maximale Beladung von 10 Kilogramm. Ein gefüllter Bräter oder ein Stapel Konserven hat in dieser Schublade also nichts verloren, auch wenn der Vollauszug das nahelegt.

Für das Vakuumiergut selbst gelten drei Maße, die zusammen den Nutzraum beschreiben. Die nutzbare Innenhöhe beträgt bei Miele und Gaggenau 80 Millimeter. Die Stellfläche in der Kammer gibt Gaggenau mit 210 x 275 Millimetern an. Und die Beutelgröße ist bei Miele auf 250 x 350 Millimeter für Siegelrandbeutel und 240 x 350 Millimeter für Schlauchbeutel begrenzt, wobei die Anleitung zusätzlich eine maximale Beutelbreite von 25 Zentimetern nennt. Gaggenau begrenzt auf 240 x 350 Millimeter.

Die 80 Millimeter Innenhöhe sind auch die Grenze für Gläser. Miele erlaubt das Vakuumieren von Einweckgläsern und Twist-off-Gläsern nur in der geschlossenen Kammer und nur bis 8 Zentimeter Glashöhe, damit ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Zentimeter zum Glasdeckel bleibt. Der Hinweis ist kein Formalismus: Ein beschädigter Glasdeckel kann implodieren, und die Anleitung untersagt den Betrieb bei sichtbaren Schäden ausdrücklich.

Gaggenau löst das Problem flacher Beutel mit einem Zubehörteil, das andere Hersteller nicht führen: eine einsetzbare Vakuumierguterhöhung von 44 Millimetern. Sie hebt den Beutel an, damit sein Rand ohne Falten auf dem Schweißbalken liegt. Miele erreicht dasselbe mit einer Beutelabstützung, die im Lieferumfang liegt und laut Anleitung immer dann unter den Beutel kommt, wenn dieser zu klein ist und in die Vakuumwanne rutscht.

Für die Füllmenge gilt eine Faustregel, die Miele in Zahlen fasst: Feste Lebensmittel füllen den Beutel höchstens zu zwei Dritteln, Flüssigkeiten höchstens zu einem Drittel. Wer Flüssigkeiten vorher einfriert, darf auch bei ihnen bis zwei Drittel gehen. Das ist der Unterschied zwischen einer sauberen Naht und einem Beutel, der nach dem Auftauen tropft.

Kombination mit Dampfgarer, Backofen und Wärmeschublade

Eine Vakuumierschublade wird selten allein eingebaut. Sie ist als Sockel für ein Kompaktgerät gedacht, und die Hersteller machen dazu erstaunlich konkrete Vorgaben. Miele listet in der Montageanweisung, mit welchen eigenen Geräten die EVS 7010 kombinierbar ist: alle Backöfen, Dampfgarer, Kaffeevollautomaten, Mikrowellen und der Dialoggarer, jeweils mit einer Frontbreite von 595 Millimetern. Das Kombinationsgerät wird dabei ohne weiteren Zwischenboden direkt auf die Schublade gestellt.

Daraus ergeben sich zwei Standardnischen, die Miele in der Anweisung getrennt bemaßt: eine Nische mit 450 Millimetern Höhe und eine mit 590 Millimetern. Gaggenau beschreibt dasselbe Prinzip aus der anderen Richtung und erlaubt den Einbau eines Kompaktgeräts direkt über der Vakuumierschublade in einer Nische von 59 Zentimetern, ebenfalls ohne Zwischenboden. NEFF formuliert es im Datenblatt der N 90 als Verkaufsargument: Die Schublade integriere sich in Kombination mit einem Kompakt-Hausgerät in die 45-Zentimeter-Nische.

Wer eine durchgehende Front will, braucht bei NEFF ein weiteres Teil. Das Zubehör Z11SZ60G0 fasst 45 und 14 Zentimeter zu einer Seamless-Kombination zusammen, und im Zubehörverzeichnis der N 90 stehen Blendensets für zahlreiche Konstellationen, darunter Wärmeschublade mit 14 Zentimetern plus 60er-Gerät, ein 105 Zentimeter hoher Verbund aus 60 und 45 sowie ein 120er-Verbund aus Wärmeschublade mit 14 Zentimetern, 60 und 45. Diese Blenden sind kein Dekor, sondern der Grund, warum eine Gerätesäule optisch aus einem Stück wirkt.

Ein Satz aus der Miele-Anweisung verdient besondere Aufmerksamkeit, weil er Geld kostet, wenn man ihn überliest: Die Schublade darf ausschließlich in Kombination mit den von Miele angegebenen Geräten eingebaut werden, bei Kombination mit anderen Geräten erlischt der Garantieanspruch. Wer also eine Miele-Vakuumierschublade unter einen Dampfgarer einer anderen Marke setzen will, gibt die Garantie auf. Diese Einschränkung steht in keinem Onlineshop, sondern nur in der Montageanweisung.

Statisch ist eine solche Säule ebenfalls kein Selbstläufer. Miele verlangt, dass der Boden, auf dem Schublade und Kombinationsgerät stehen, fest eingebaut ist und die Tragfähigkeit für beide Geräte gewährleistet. Bei einem Dampfbackofen mit gefülltem Wassertank über einer Schublade mit Vakuumpumpe kommen schnell 60 Kilogramm zusammen, die auf einem Möbelboden lasten.

Sous-vide: was die Schublade beisteuert und was der Dampfgarer leisten muss

Sous-vide ist das Argument, mit dem diese Geräteklasse verkauft wird, und die Arbeitsteilung ist dabei klar: Die Schublade verpackt, der Dampfgarer gart. NEFF schreibt im Datenblatt der N 90 ausdrücklich, die Vakuumierschublade diene der Vorbereitung von Gerichten, die anschließend im Dampfgarer bei Niedrigtemperatur garen. Miele ordnet in der Anleitung die Vakuumierstufen 2 und 3 dem Sous-vide-Garen zu, Stufe 2 für druckempfindliche Ware wie zarte Fischfilets, Stufe 3 für Fleisch und festere Lebensmittel.

Der Beutel ist dabei kein Nebenthema. Miele verlangt für das anschließende Garen ausdrücklich kochfeste Vakuumierbeutel und liefert je 50 Stück in den Größen 180 x 280 und 240 x 350 Millimeter mit, beide mit einer Stärke von 90 Mikrometern. Welche Folienstärken und Temperaturfreigaben sonst noch im Umlauf sind und warum ein Gefrierbeutel hier ausscheidet, steht bei den Beutelanforderungen beim Garen im Wasserbad im Detail.

Hygienisch verlangt die Kombination aus Vakuum und Niedrigtemperatur mehr Aufmerksamkeit als das Marketing nahelegt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält in seiner Fragen-und-Antworten-Sammlung zum Botulismus fest, dass unter Luftabschluss verpackte Lebensmittel, ausdrücklich genannt sind vakuumverpackte und mit Schutzatmosphäre verpackte Ware, bei ungekühlter Lagerung ein Wachstum von Clostridium botulinum ermöglichen können. Die Sporen dieses Bakteriums werden erst bei Temperaturen über 100 Grad Celsius inaktiviert, die gebildeten Toxine bei 100 Grad Celsius, bei nur 80 Grad Celsius erst nach mehreren Minuten. Sous-vide-Temperaturen erreichen diese Werte nicht.

Für Listerien gilt eine ähnliche Logik. Nach den Verbrauchertipps des Instituts vermehren sich Listerien in einem Bereich von minus 0,4 bis 45 Grad Celsius mit einem Optimum zwischen 30 und 37 Grad Celsius, und selbst Kühlschranktemperaturen stoppen sie nicht. Das Institut empfiehlt, den Kühlschrank auf höchstens 7 Grad Celsius einzustellen, besser unter 5 Grad Celsius, und Speisen zum sicheren Abtöten mindestens zwei Minuten auf 70 Grad Celsius Kerntemperatur zu erhitzen. Ein Vakuum ersetzt keine dieser Maßnahmen, es verlängert nur die Zeit bis zum sichtbaren Verderb.

Miele zieht daraus in der Anleitung die passenden Konsequenzen und verlangt, nur gekühlte Lebensmittel zu vakuumieren, vorgekochte und vorgebratene Speisen vorher mindestens auf Raumtemperatur von etwa 20 Grad Celsius abkühlen zu lassen und das fertige Paket anschließend im Kühlschrank zu lagern oder einzufrieren. Wer das einhält, nutzt das Vakuum als Qualitäts- und nicht als Sicherheitsargument. Genau so ist es gemeint.

Die ölgeschmierte Pumpe: Trocknungslauf, Wartung und Lebensdauer

Der wichtigste technische Unterschied zu einem Balkengerät steckt nicht in der Kammer, sondern in der Pumpe. Miele weist in den Sicherheitshinweisen ausdrücklich darauf hin, dass in der Schublade eine Vakuumpumpe mit Öl eingebaut ist, und verlangt, das Gerät nur waagerecht zu transportieren und zu lagern, damit kein Öl ausläuft. Vor dem Einbau müssen zwingend die rote Transportsicherung entfernt und der mitgelieferte Luftfilter eingesetzt werden, dazu zwei Sicherungsschrauben an der Rückseite. Wird das vergessen, gibt es beim ersten Einschalten laut Störungstabelle einen lauten Knall, und das Gerät muss wieder ausgebaut werden.

Im Betrieb gelangt durch das Vakuumieren feuchter Lebensmittel Wasser in den Ölkreislauf. Alle Hersteller lösen das mit derselben Funktion, NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau nennen sie Trocknungsprogramm für die Vakuumierpumpe. Miele beschreibt den Ablauf am genauesten und macht daraus eine harte Regel: Leuchtet die zuständige Sensortaste gelb, sind noch zehn Vakuumiervorgänge möglich. Leuchtet sie rot, ist die Schublade für jede weitere Nutzung gesperrt. Der Trocknungslauf selbst dauert höchstens 20 Minuten.

So läuft der Trocknungslauf ab. Erstens: sämtliches Vakuumiergut und alle Restflüssigkeiten aus der Kammer entfernen, die Kammer reinigen und trocknen. Zweitens: die Sensortaste für den Trocknungslauf berühren. Drittens: den Glasdeckel schließen, woraufhin der Lauf startet und die Taste während der gesamten Dauer gelb blinkt. Viertens: warten, bis ein Signal ertönt und die Taste erlischt. Fünftens: normal weiterarbeiten, die zuletzt gewählten Stufen stehen wieder im Bedienfeld. Ein Abbruch ist möglich, macht den Lauf aber nur später wieder fällig.

Reicht ein Lauf nicht aus, bleibt die Schublade nach Miele-Angabe eine Stunde für jede Nutzung gesperrt, bevor ein zweiter Lauf möglich ist. Wichtigste Ursache ist Restflüssigkeit in der Kammer, deshalb steht die trockene Kammer als Bedingung an erster Stelle. Ein Ölwechsel durch den Nutzer ist in den Unterlagen der Hausgerätehersteller nirgends vorgesehen. Das unterscheidet die Einbaugeräte von gewerblichen Kammermaschinen mit Drehschieberpumpe, bei denen ein periodischer Ölwechsel zum Wartungsplan gehört.

Für die Lebensdauer relevant ist eine zweite Zahl aus der Störungstabelle: Zwischen zwei Vakuumiervorgängen sollen mindestens zwei Minuten liegen, sonst überhitzt das Öl. Zeigt sich ein Ölfilm am Glasdeckel oder dauert ein Vorgang spürbar länger als gewohnt, verlangt die Anleitung eine Abkühlpause von einer Stunde. Wer regelmäßig zwanzig Portionen am Stück verpackt, arbeitet gegen die Auslegung dieses Geräts.

Reinigung, Kammerdichtung und Schweißbalken im Alltag

Die Kammer ist bei allen Herstellern aus Edelstahl, was die Reinigung erleichtert, aber zwei empfindliche Bauteile bleiben: der Glasdeckel und die Kammerdichtung. Miele untersagt für beide scheuernde und säurehaltige Reinigungsmittel sowie scharfe oder spitze Gegenstände und verweist auf ein sauberes Schwammtuch mit Handspülmittel und warmem Wasser oder ein feuchtes Mikrofasertuch. Anschließend werden die Flächen mit einem weichen Tuch getrocknet.

Die Reinigungsroutine in vier Schritten. Erstens: Verschmutzungen sofort entfernen, nicht antrocknen lassen, sonst wird aus einem Spritzer eine Aufgabe für die Ecken der Kammer. Zweitens: den Schweißbalken abnehmen. Miele gibt an, dass er sich zur leichteren Reinigung nach oben abziehen lässt, Gaggenau führt ihn als herausnehmbares, antihaftbeschichtetes Bauteil. Drittens: Reinigungsmittelreste mit klarem Wasser abnehmen. Viertens: die Beutelabstützung erst wieder einsetzen, wenn sie vollständig trocken ist.

Die Kammerdichtung ist das Bauteil, an dem sich Störungen zuerst zeigen. Bricht ein Vorgang nach etwa fünf Sekunden ab, liegt nach der Miele-Störungstabelle meist ein Gegenstand oder eine Verschmutzung im Auflagebereich, oder die Dichtung sitzt nicht korrekt und muss ringsum gleichmäßig angedrückt werden. Zeigt sie Risse, endet die Selbsthilfe und der Kundendienst tauscht sie. Dasselbe gilt für einen beschädigten Schweiß- oder Gegendruckbalken.

Ein kleiner, aber typischer Alltagsschaden steht ebenfalls in der Tabelle und betrifft die Front. Beim Ein- oder Ausbau eines Geräts über der Schublade entstehen Abriebspuren auf der oberen Kante der Frontblende. Miele nennt dafür ein überraschend robustes Mittel: vorsichtiges Abreiben mit der harten Seite eines handelsüblichen Topfschwamms. Wer das weiß, ruft deswegen keinen Techniker.

Für die Schweißnaht gibt es eine Pflegeregel, die im Kern gar keine Reinigung ist. Der Beutelrand muss im Bereich der Naht trocken und fettfrei sein, deshalb schlägt man ihn zum Befüllen nach außen um. Liegt er faltenfrei und rund zwei Zentimeter über dem Balken, ist die häufigste Ursache undichter Beutel bereits ausgeschaltet.

Was der Aufpreis gegenüber einem freistehenden Kammergerät wirklich kauft

Diese Frage beantwortet keine der rankenden Seiten, dabei ist sie die eigentliche Kaufentscheidung. Miele weist für die EVS 7010 auf der eigenen Produktseite am Recherchetag 2.889 Euro aus. CASO verlangt im eigenen Shop für den Kammervakuumierer VacuChef 50 499,99 Euro. Der Faktor liegt also bei knapp sechs, und die spannende Frage lautet, was dafür an Technik dazukommt.

Bei der Pumpe erstaunlich wenig. Miele gibt für die EVS 7010 eine Saugleistung von 4 Kubikmetern je Stunde an, das sind rund 67 Liter je Minute. CASO nennt für den VacuChef 50 eine Vierkolbenpumpe mit 70 Litern je Minute, also etwa 4,2 Kubikmeter je Stunde. Beim Endvakuum liegt das Einbaugerät vorn, denn 99 Prozent entsprechen rund 10 Millibar Restdruck, während 0,95 bar Unterdruck rund 63 Millibar bedeuten. Bei der Kammer ebenfalls: 8,0 gegen rund 4 Liter.

An zwei Stellen gewinnt allerdings das günstigere Gerät. Die Beutelbreite ist beim VacuChef 50 mit einer Schweißnaht von 29 Zentimetern und Beuteln bis 30 Zentimeter Breite größer als bei der EVS 7010, deren Anleitung eine maximale Beutelbreite von 25 Zentimetern nennt. Und die Naht ist doppelt ausgeführt, zweimal 2 Millimeter, während die Einbaugeräte mit einer Naht und drei wählbaren Schweißzeiten arbeiten. Wer Doppelnähte zum Kriterium macht, kauft sie in dieser Klasse also nicht automatisch mit.

Der Aufpreis kauft folglich vor allem drei Dinge, und alle drei haben mit der Küche zu tun und nicht mit dem Vakuum: eine Front, die zur Gerätesäule passt, eine Bauform ohne Stellfläche und ein Bedienkonzept mit Vollauszug, Push-to-open und flächenbündiger Sensorleiste. Wer diese drei Punkte nicht braucht, bekommt die Kammertechnik erheblich günstiger. Einen Überblick über sämtliche Bauformen von Handgerät bis Kammermaschine liefert der Marktüberblick über alle Bauformen im Themenbereich.

SituationEinordnungWarum
Neubau oder Vollsanierung, Küche wird ohnehin geplantBauart passtDie 14-Zentimeter-Nische kostet in der Planung nur eine Schubladenreihe, der Stromanschluss wird mitverlegt und die Front bleibt durchgehend. Genau für diesen Fall ist die Bauart gemacht
Bestehende Küche, ein Auszug soll ersetzt werdenVorher messenEs braucht 141 Millimeter Höhe, 560 Millimeter Breite und 550 Millimeter Tiefe im Korpus, eine offene Rückwand und eine erreichbare Steckdose. Fehlt eines davon, wird aus dem Nachrüsten ein Tischlerauftrag
Hohe Vakuumierfrequenz, mehrere Beutel am StückGrenzen beachtenZwischen zwei Vorgängen sind laut Anleitung mindestens zwei Minuten Pause nötig, sonst überhitzen Schweißbalken und Pumpenöl. Wer serienweise portioniert, arbeitet mit einem freistehenden Kammergerät zügiger
Beutel breiter als 25 Zentimeter nötigBauart passt nichtMiele begrenzt die Beutelbreite auf 25 Zentimeter, Gaggenau auf 240 Millimeter. Ein freistehendes Kammergerät wie der VacuChef 50 verschweißt nach Herstellerangabe Beutel bis 30 Zentimeter Breite
Mietwohnung ohne UmbaurechtBauart passt nichtDer Einbau greift in den Korpus, die Elektrik und die Front ein und bleibt bei einem Umzug zurück. Für diesen Fall bleibt nur ein Standmodell
Sous-vide zusammen mit einem Dampfgarer geplantBauart passtNEFF führt das Vorbereiten für das Garen im Dampfgarer bei Niedrigtemperatur ausdrücklich als Zweck. Schublade und Kompaktgerät teilen sich dann eine Nische von 59 Zentimetern ohne Zwischenboden
Vorhandene Küche einer anderen MarkeErst Freigabe prüfenMiele erlaubt die Kombination ausdrücklich nur mit eigenen Einbaugeräten mit 595 Millimetern Frontbreite und lässt bei anderen Kombinationen den Garantieanspruch entfallen. Das ist vor dem Kauf zu klären, nicht danach

Die Tabelle zeigt ein Muster: Die Bauart entscheidet sich fast nie am Vakuum, sondern an der baulichen Situation und an der Nutzungsfrequenz. Beides steht vor der Küchenbestellung fest und lässt sich danach nur teuer korrigieren.

Planung im Küchenbau und Nachrüsten in eine bestehende Zeile

In der Neuplanung ist der Einbau unspektakulär, weil die Nische ohnehin entsteht. Kritisch wird es beim Nachrüsten, und dafür gibt es eine überprüfbare Liste. Erstens das Rohmaß: 141 Millimeter Höhe, 560 Millimeter Breite und 550 Millimeter Tiefe müssen im Korpus frei sein. Zweitens die Rückwand: Miele verlangt, dass hinter der Einbaunische keine Schrankrückwand vorhanden ist. Drittens die Lüftung: Die Miele-Installationszeichnung fordert einen Ausschnitt von mindestens 180 Quadratzentimetern.

Viertens der Strom: Es braucht eine Schuko-Steckdose, die nach dem Einbau leicht zugänglich bleibt, und sie muss innerhalb der Kabellänge liegen, also innerhalb von 1,5 Metern bei den BSH-Marken. Miele markiert in der Installationszeichnung zusätzlich einen Bereich, in dem kein Anschluss liegen darf, während Gaggenau den Anschluss hinter dem Gerät ausdrücklich erlaubt. Fünftens die Arbeitsplatte: Beim Unterbau darf ihr Überstand höchstens 29 Millimeter betragen. Sechstens die Statik: Der Boden muss fest eingebaut und für Schublade und Kombinationsgerät tragfähig sein.

Beim Nachrüsten scheitert es in der Praxis meistens an Punkt zwei und Punkt vier. Serienküchen haben eine durchgehende Rückwand, und eine Steckdose sitzt selten dort, wo sie hier gebraucht wird. Beides ist lösbar, aber es ist Tischler- und Elektrikerarbeit und keine Selbstmontage. Miele formuliert das unmissverständlich und verlangt, den Einbau nur von einer qualifizierten Fachkraft vornehmen zu lassen; Installations- und Wartungsarbeiten oder Reparaturen dürfen nur von entsprechend geschultem Personal ausgeführt werden.

Eine Einbausituation, die häufiger möglich ist als gedacht, ist der Unterbau unter der Arbeitsplatte in einer Einzelnische. Gaggenau nennt sie im Datenblatt ausdrücklich als Alternative zum Einbau unter einem Kompaktgerät, Miele bemaßt sie in einer eigenen Installationszeichnung. Wer also keine Gerätesäule hat, aber eine 14 Zentimeter hohe Schubladenreihe unter der Arbeitsplatte opfern kann, hat einen realistischen Weg.

Wer nach dieser Prüfung feststellt, dass die Küche den Einbau nicht hergibt, muss nicht auf die Kammertechnik verzichten. Für knappe Verhältnisse sind die Geräte für knappe Stellfläche nach Aufstellmaß, Kabelführung und Verstaubarkeit sortiert, und ein Kammergerät mit 360 x 290 Millimetern Grundfläche passt in viele Schränke, in die keine Nische passt.

Garantie, Ersatzteile und Servicewege der Hersteller

Miele nennt die Garantiezeit in der Gebrauchsanweisung ohne Umschweife: zwei Jahre, weitere Einzelheiten stehen in den mitgelieferten Garantiebedingungen. Das ist die Untergrenze und deckt sich mit der gesetzlichen Gewährleistungsfrist. Verlängerungen werden von den Herstellern und vom Fachhandel angeboten, sie sind aber Vertragssache und keine Produkteigenschaft und gehören deshalb nicht in einen Datenblattvergleich.

Zwei Klauseln aus derselben Anweisung sind wichtiger als die Fristlänge. Erstens erlischt der Garantieanspruch, wenn die Schublade mit Geräten kombiniert wird, die Miele nicht freigegeben hat. Zweitens hält die Anweisung fest, dass ein Anspruch auf Garantieleistungen nur besteht, wenn das Gerät von einem autorisierten Kundendienst repariert wird. Beides sind Bedingungen, die man vor der Küchenbestellung kennen sollte und nicht danach.

Für den Servicefall verlangt Miele zwei Angaben, die auf dem Typenschild stehen: die Modellkennung und die Fabrikationsnummer. Deshalb steht in der Anweisung ausdrücklich, das Typenschild und die Aufkleber mit Sicherheits- und Einbauhinweisen nicht zu entfernen. Bei einem Einbaugerät ist das Typenschild nach der Montage nur noch bei geöffneter Schublade erreichbar, weshalb es sich lohnt, beide Nummern vor dem Einbau zu fotografieren.

Bei den Verschleißteilen zeigen die Hersteller unterschiedliche Offenheit. Gaggenau nennt im Datenblatt konkrete Ersatzteilnummern für die kleinen und großen Vakuumierbeutel, 00578813 und 00578814. Miele führt die Beutel VB 1828 mit 180 x 280 Millimetern und VB 2435 mit 240 x 350 Millimetern als nachkaufbares Zubehör, jeweils 50 Stück und 90 Mikrometer stark, und weist den Schweißbalken im Produktblatt ausdrücklich als auswechselbar aus. Siemens wirbt im Datenblatt der BV910E1B1 mit einer verlängerten Verfügbarkeit der Ersatzteile.

Der Punkt, an dem die Selbsthilfe endet, ist bei allen Herstellern derselbe: Kammerdichtung, Schweißbalken und Gegendruckbalken werden bei Beschädigung vom Kundendienst getauscht, nicht vom Nutzer. Wer eine Schublade zwanzig Jahre in einer Küche stehen hat, sollte deshalb weniger auf die Garantiefrist schauen als darauf, wie lange der Hersteller diese drei Teile liefert.

Störungen an Vakuumierschubladen: Symptom, Ursache, Lösung

Die Störungstabellen der Hersteller sind ungewöhnlich ausführlich, und ein Großteil der beschriebenen Fälle ist kein Defekt, sondern eine Bedienreaktion des Geräts. Die folgende Übersicht fasst die häufigsten Symptome zusammen, wie sie in der Miele-Gebrauchsanweisung dokumentiert sind, und ordnet ihnen Ursache und Vorgehen zu.

SymptomUrsacheLösung
Eine Kontrollleuchte für den Trocknungslauf leuchtet gelb, das Vakuum fällt schwächer aus als gewohntBeim Vakuumieren ist Feuchtigkeit in den Ölkreislauf der Pumpe gelangt. Das reduziert nach Miele-Angabe die Leistung der VakuumierstufenTrocknungslauf starten. Miele räumt nach der gelben Warnung noch zehn weitere Vakuumiervorgänge ein, danach sperrt sich die Schublade vollständig. Der Lauf dauert höchstens 20 Minuten und verlangt eine leere, trockene Kammer
Die Anzeige leuchtet rot, es lässt sich kein Vorgang mehr startenDie Vorwarnung wurde ignoriert. Das Gerät ist für jede weitere Nutzung gesperrt, bis der Trocknungslauf durchgelaufen istKammer leeren und trocknen, Trocknungslauf durchführen. Reicht ein Lauf nicht aus, bleibt die Schublade laut Anleitung eine Stunde gesperrt, danach wird der Lauf wiederholt
Der Vorgang bricht nach etwa fünf Sekunden ab, ein Signal ertöntDer Glasdeckel liegt nicht gleichmäßig auf. Meist liegt ein Beutelrand oder eine Verschmutzung im Auflagebereich der KammerdichtungFremdkörper entfernen, Deckel schließen und nach Miele-Anleitung rund fünf Sekunden leicht auf die Markierung drücken. Sitzt die Dichtung schief, wird sie ringsum gleichmäßig angedrückt. Risse in der Dichtung sind ein Fall für den Kundendienst
Der Vorgang bricht nach zwei Minuten ab und die Anzeige wird rotDas gewählte Endvakuum wurde nicht erreicht. Häufigste Ursache nach der Anleitung ist stark erhitztes Pumpenöl nach intensiver NutzungSchublade aus- und wieder einschalten, Vorgang mit einer niedrigeren Stufe starten. Bei mehreren Vorgängen hintereinander mindestens zwei Minuten Pause lassen, sonst eine Stunde abkühlen lassen
Die Schweißnaht ist stellenweise offenVerschmutzter oder feuchter Beutelrand, Falten auf dem Schweißbalken, verschobene Gummierung des Gegendruckbalkens oder eine zu niedrige SchweißstufeBeutelrand zum Befüllen nach außen umschlagen, damit er trocken und fettfrei bleibt. Rand faltenfrei und rund zwei Zentimeter überstehend auflegen. Gummierung glattstreichen, Schweißstufe erhöhen. Miele empfiehlt für die mitgelieferten Beutel Stufe 3
Nach mehreren Vorgängen hintereinander wird die Naht fehlerhaftDer Schweißbalken ist überhitztMindestens zwei Minuten zwischen den Vorgängen warten. Miele nennt als Gegenmaßnahme auch, nach einigen Vorgängen die nächst niedrigere Schweißstufe zu wählen, weil der Balken warm bleibt
Im Beutel bleibt sichtbar Luft zurückZu niedrige Vakuumierstufe oder ein Beutel, der deutlich größer ist als das VakuumiergutHöhere Stufe wählen oder einen kleineren Beutel verwenden. Miele erlaubt ausdrücklich, einen zu großen Beutel passend zuzuschneiden. Feste Lebensmittel füllen den Beutel höchstens zu zwei Dritteln, Flüssigkeiten höchstens zu einem Drittel
Am Glasdeckel und in der Kammer liegt ein ÖlfilmDas Öl in der Vakuumpumpe war stark erhitztKammer reinigen und die Schublade eine Stunde abkühlen lassen, bevor der nächste Vorgang startet. Tritt der Film weiter auf, ist es ein Fall für den Kundendienst
Alle Anzeigen sind erloschen und der Glasdeckel lässt sich nicht öffnenStromunterbrechung während des Vorgangs. Die Kammer steht noch unter VakuumKeinesfalls mit Gewalt oder Werkzeug öffnen. Sobald die Stromversorgung zurück ist und das Gerät initialisiert hat, lässt sich der Deckel wieder öffnen
Beim ersten Einschalten nach dem Einbau gab es einen lauten KnallDie Transportsicherung der Pumpe wurde nicht entfernt und der mitgelieferte Luftfilter nicht eingebautDas ist kein Bedienfehler, sondern ein Montagefehler. Miele verweist hier direkt auf den Kundendienst. Die Sicherung und die beiden Sicherungsschrauben an der Rückseite gehören vor dem Einbau entfernt

Auffällig ist die Verteilung: Sieben der zehn Fälle enden bei Wartezeit, Reinigung oder einer anderen Stufeneinstellung und damit beim Nutzer. Nur drei führen zum Kundendienst, und zwei davon betreffen Bauteile, die in der Kammer sitzen. Ein Gerät, das sich selbst sperrt, wirkt im ersten Moment wie ein Defekt, ist aber genau das Gegenteil: eine Schutzfunktion für die Pumpe, deren Öl der teuerste Teil des Systems ist.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Vakuumierschublade?

Die Klasse liegt im vierstelligen Bereich. Miele weist für die EVS 7010 auf der eigenen Produktseite am Recherchetag 2.889 Euro aus, jeweils inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung frei Verwendungsstelle. Die Geräte von NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau werden im Fachhandel gelistet, ihre unverbindlichen Preisempfehlungen stehen nicht in den öffentlich abrufbaren Datenblättern. Zum Vergleich: Ein freistehendes Kammergerät mit vergleichbarer Pumpenleistung kostet beim Hersteller CASO für den VacuChef 50 499,99 Euro.

Was ist der Unterschied zwischen einer Vakuumierschublade und einem Vakuumiergerät?

Die Schublade ist ein Kammervakuumierer in Einbauform. Der Beutel liegt vollständig in einer geschlossenen Kammer, die evakuiert wird, deshalb entsteht kein Druckgefälle zwischen Beutel und Umgebung und auch Flüssigkeiten lassen sich verpacken. Ein klassisches Balkengerät saugt dagegen nur aus dem Beutel und arbeitet gegen den Außendruck von rund 1.013 Millibar. Der zweite Unterschied ist baulich: Die Schublade sitzt in einer Nische von 141 Millimetern Höhe, ein Standgerät braucht dauerhaft Stellfläche.

Welches Nischenmaß braucht eine Vakuumierschublade?

NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau nennen übereinstimmend 141 x 560 x 550 Millimeter für Höhe, Breite und Tiefe, NEFF für die N 70 mit einer Breitentoleranz von 560 bis 568 Millimetern. Die Geräte selbst messen 140 x 594 bis 596 x 542 Millimeter. Miele baut die EVS 7010 mit 595 x 141 x 570 Millimetern tiefer. Dazu kommen zwei Bedingungen aus der Miele-Montageanweisung: Hinter der Nische darf keine Schrankrückwand stehen, und ein Arbeitsplattenüberstand darf höchstens 29 Millimeter betragen.

Gibt es eine Vakuumierschublade mit 29 Zentimetern Höhe?

Nein. Alle im deutschen Handel geführten Vakuumierschubladen von Miele, NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau sind Geräte für die 14-Zentimeter-Nische. Die 29 Zentimeter gehören zur Wärmeschublade, bei Miele etwa zur Gourmet-Wärmeschublade ESW 7020. NEFF führt entsprechende Blendensets ausdrücklich unter Bezeichnungen wie Wärmeschublade mit 29 Zentimetern plus 60er-Gerät. Wer Vakuum und Wärme will, plant zwei Geräte und damit zwei Nischen.

Braucht eine Vakuumierschublade einen Starkstromanschluss?

Nein. Alle fünf Hersteller geben einen Gesamtanschlusswert von 0,32 Kilowatt an, also 320 Watt, und einen Anschluss über eine gewöhnliche Schuko-Steckdose bei 220 bis 240 Volt. Bei der Absicherung nennen die BSH-Marken 6 Ampere, Miele 10 Ampere bei 230 Volt und einer Phase. Wichtiger als die Stromstärke ist die Kabellänge: 150 Zentimeter bei NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau, bei Miele je nach Dokument 1,8 Meter oder 2.200 Millimeter. Die Steckdose muss nach dem Einbau leicht zugänglich bleiben.

Kann man eine Vakuumierschublade nachrüsten?

Technisch ja, praktisch selten ohne Umbau. Es braucht 141 Millimeter freie Höhe im Korpus, eine offene Rückwand hinter der Nische, einen Lüftungsausschnitt von mindestens 180 Quadratzentimetern nach der Miele-Installationszeichnung und eine erreichbare Steckdose innerhalb der Kabellänge. Miele verlangt zusätzlich, den Einbau nur von einer qualifizierten Fachkraft vornehmen zu lassen, und dass der Boden für Schublade und Kombinationsgerät tragfähig ist. Gaggenau nennt den Unterbau unter der Arbeitsplatte in einer Einzelnische ausdrücklich als Alternative.

Wie stark ist das Vakuum einer Vakuumierschublade wirklich?

NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau geben maximal 99 Prozent für das Vakuumieren in der Kammer und maximal 90 Prozent für das Vakuumieren außerhalb der Kammer an. Bezogen auf den Normluftdruck von 1.013 Millibar entspricht das rund 10 beziehungsweise rund 101 Millibar Restdruck. Miele nennt keine Prozentwerte, sondern drei Vakuumierstufen und eine Saugleistung der Pumpe von 4 Kubikmetern je Stunde. Die Umrechnung von Prozent in Millibar ist eine Rechnung und keine Herstellerangabe.

Wie oft muss die Pumpe gewartet werden?

Einen Ölwechsel durch den Nutzer sieht keiner der Hersteller vor. Vorgeschrieben ist stattdessen der Trocknungslauf, der die Feuchtigkeit aus dem Ölkreislauf entfernt. Miele meldet ihn über eine Sensortaste an: leuchtet sie gelb, sind noch zehn Vorgänge möglich, leuchtet sie rot, ist die Schublade gesperrt. Der Lauf dauert höchstens 20 Minuten und verlangt eine leere, trockene Kammer. NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau führen dieselbe Funktion als Trocknungsprogramm für die Vakuumierpumpe.

Wie viel darf man in die Schublade legen?

Zwei Grenzen sind zu beachten. Miele beziffert die Belastbarkeit der Teleskopauszüge mit maximal 15 Kilogramm, Gaggenau nennt eine maximale Beladung von 10 Kilogramm. Für das Vakuumiergut gilt eine nutzbare Innenhöhe von 80 Millimetern, bei Gaggenau eine Stellfläche von 210 x 275 Millimetern. Beutel dürfen bei Miele höchstens 250 x 350 Millimeter messen und nicht breiter als 25 Zentimeter sein, feste Lebensmittel füllen den Beutel höchstens zu zwei Dritteln, Flüssigkeiten höchstens zu einem Drittel.

Kann ich eine Vakuumierschublade mit einem Dampfgarer einer anderen Marke kombinieren?

Bei Miele nicht ohne Folgen. Die Montageanweisung der EVS 7010 erlaubt den Einbau ausschließlich in Kombination mit den von Miele angegebenen Geräten, also Backöfen, Dampfgarern, Kaffeevollautomaten, Mikrowellen und dem Dialoggarer mit 595 Millimetern Frontbreite, und hält fest, dass bei Kombination mit anderen Geräten der Garantieanspruch erlischt. Auch technisch spricht einiges dafür, in einer Marke zu bleiben: Das Kombinationsgerät wird ohne Zwischenboden direkt auf die Schublade gestellt, und die Nischenhöhen von 450 und 590 Millimetern sind auf die eigenen Fronten abgestimmt.

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06.08.2026
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    06.08.2026: Ersterstellung. Zweiter neuer Spoke der Vakuumierer-Erweiterung und der erste Ratgeber des Themenbereichs, der eine fest eingebaute Geräteklasse behandelt. Der Artikel trägt bewusst keine Produktkarten und keine Modellempfehlung: Einbau-Vakuumierschubladen von Miele, NEFF, Siemens, Bosch und Gaggenau sind im Onlinehandel praktisch nicht gelistet, ihre Kaufentscheidung fällt Monate vor der Küchenmontage beim Küchenplaner. Grundlage sind ausschließlich am Recherchetag geöffnete Herstellerdokumente: das Produktblatt FS_12305300 und die Gebrauchs- und Montageanweisung der Miele EVS 7010, die Datenblätter der NEFF-Modelle N 90 N29XA11Y1 und N 70 N17XH10G0, das Gaggenau-Datenblatt der DVP 221 100 mit Stand 16.04.2026, die Datenblätter der baugleichen BSH-Modelle Siemens BV910E1B1 und Bosch BVE9101B1 sowie die Herstellerangaben zum freistehenden Kammergerät CASO VacuChef 50. Für die lebensmittelhygienischen Aussagen sind die Fragen-und-Antworten-Sammlung des Bundesinstituts für Risikobewertung zum Botulismus vom 12.11.2025 und dessen Verbrauchertipps zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen mit Listerien ausgewertet. Information Gain gegenüber der rankenden Top-10, die vollständig aus Herstellerkategorien, Küchenstudio-Ratgebern und Einrichtungsblogs besteht und keine einzige Datentabelle führt: Erstens übersetzt keine Referenz die Herstellerangabe von maximal 99 Prozent Vakuum in einen Restdruck; bezogen auf den Normluftdruck von 1.013 Millibar sind das rund 10 Millibar, während die im selben Datenblatt stehenden maximal 90 Prozent für das Vakuumieren außerhalb der Kammer rund 101 Millibar bedeuten. Zweitens klärt der Artikel das häufigste Missverständnis der Suchanfragen: Vakuumierschubladen gibt es ausschließlich für die Nische mit 141 Millimetern Höhe; die gesuchten 29 Zentimeter sind die Bauhöhe der Wärmeschublade, bei Miele der ESW 7020, und tauchen bei NEFF nur in Blendensets wie Wärmeschublade 29 plus 60 auf. Drittens nennt keine Referenz die Belastbarkeit der Auszüge, obwohl Miele sie mit maximal 15 Kilogramm und Gaggenau die Beladung mit maximal 10 Kilogramm beziffert. Viertens fehlt überall der Trocknungslauf der ölgeschmierten Pumpe, den Miele mit einer gelben Vorwarnung über zehn Restvorgänge, einer anschließenden vollständigen Sperre und einer Dauer von höchstens 20 Minuten beschreibt. Fünftens rechnet niemand den Aufpreis gegen: Miele weist für die EVS 7010 eine Saugleistung von 4 Kubikmetern je Stunde aus, CASO für den VacuChef 50 eine Vierkolbenpumpe mit 70 Litern je Minute, also rund 4,2 Kubikmeter je Stunde, wobei das günstigere Gerät sogar Beutel bis 30 Zentimeter Breite mit doppelter Naht verschweißt, während Miele auf 25 Zentimeter Beutelbreite begrenzt. Sechstens dokumentiert der Artikel einen Widerspruch in den Miele-Unterlagen selbst: Das Produktblatt nennt eine Anschlussleitung von 1,8 Metern, die Montageanweisung 2.200 Millimeter. Siebtens steht die garantierelevante Klausel, dass die Miele-Schublade ausschließlich mit freigegebenen Miele-Einbaugeräten mit 595 Millimetern Frontbreite kombiniert werden darf, in keinem Onlineshop, sondern nur in der Montageanweisung. Preisangaben stehen ausschließlich im Fließtext als Markteinordnung und in keinem Datenfeld: 2.889 Euro für die Miele EVS 7010 auf der Herstellerproduktseite am Recherchetag und 499,99 Euro für den CASO VacuChef 50 im Herstellershop. Die Produktseite von miele.de ist nicht in der Quellenliste geführt, weil sie automatisierte Abrufe blockiert; die dort gezeigten technischen Werte sind vollständig über das verlinkte Produktblatt belegt.

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Autor & Redaktion
Sarah Leitner
Verantwortliche Redaktion
Sarah Leitner
Redaktionsleitung Küche & Lifestyle
5+ Jahre Erfahrung in der Produktrecherche & Verbraucherberatung

Sarah leitet seit dem Start von Test & Tipps im Oktober 2025 die Redaktion für Küche, Kaffee und Haushalt und betreut die größte Sektion der Site. Vor Test & Tipps hat sie über 5 Jahre als Produkt-Recherche und Verbraucher-Beratung gearbeitet sowie Hospitanzen bei Stiftung-Warentest-Kollegen in der Kategorie Küchengeräte absolviert. Sie recherchiert systematisch Testberichte von Stiftung Warentest, ÖKO-Test, CHIP und Effilee, wertet Hersteller-Datenblätter sowie Nutzer-Bewertungen mit Mindest-Stichprobe von 200 Reviews aus und vergleicht Markt-Positionen über mehrere Jahre. Ihre Spezial-Themen umfassen Heißluftfritteusen, Kaffeevollautomaten, Mini-Mixer, Meal-Prep-Lösungen und Kochzubehör — Bereiche, die sie auch privat täglich anwendet. Sarah legt besonderen Wert auf alltagstaugliche Empfehlungen mit klaren Kriterien und auf regelmäßige Updates, sobald neue Stiftung-Warentest-Tests verfügbar sind. Was Sarah prägt: ihre erste eigene Heissluftfritteuse hat 2020 nach 14 Monaten den Geist aufgegeben — eine Tefal Easy Fry XL, die sie damals begeistert empfohlen hatte. Seitdem prüft sie bei jeder Fritteuse-Empfehlung die Lebensdauer-Daten aus Reklamations-Statistiken und Langzeit-User-Reviews — keine 14-Monats-Ausfaller mehr in den Empfehlungen. Bei Kaffeemaschinen analysiert Sarah immer auch das Reinigungs-Programm aus den Hersteller-Specs — bei den meisten Vollautomaten unter 600 Euro ist die Brüheinheit nicht entnehmbar, was nach 2-3 Jahren zu Hygiene-Problemen führt.

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Einordnung dieses Beitrags

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