Redaktioneller Ratgeber
Küche, Kaffee & Lifestyle

Küchenwaage zeigt Lo an: was die Meldung bedeutet und was die anderen Anzeigen heißen

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Küchenwaage zeigt Lo an? Was Lo, Err, EEEE, O-Ld, unSt und Out2 nach 54 Herstelleranleitungen bedeuten, warum Lo trotz neuer Batterie bleibt und was hilft.

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Aktualisiert 19.10.2026
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Autor & Redaktion
Clara Busch
Verantwortliche Redaktion
Clara Busch

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Stand des Artikels
Veröffentlicht
19.10.2026
Aktualisiert
19.10.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Gelesen wurden am 19.10.2026 54 Anleitungen von Küchen- und Kaffeewaagen, die an Amazon-Angeboten hingen, die Datenblätter von Energizer zu Knopf- und Rundzellen, die Verbrauchertipps des Umweltbundesamts zu Batterien und Akkus und Anhang I der EU-Richtlinie 2014/31 über nichtselbsttätige Waagen. Die Fragen dieser Seite sind wörtlich die Vorschläge, die Google zu diesem Thema anzeigt. Diese Seite enthält keine Kauflinks.

Was bedeutet Lo bei einer Küchenwaage?

„Lo“ heißt: Die Batterie ist schwach, oder der Akku ist leer. In 18 von 54 gelesenen Anleitungen steht „Lo“, und in allen 18 bedeutet es genau das. Die Waage braucht neue Batterien oder, wenn sie einen Akku hat, Strom aus dem Ladekabel.

Wer nur diese eine Antwort sucht, kann hier aufhören. Wer wissen will, warum „Lo“ manchmal trotz neuer Batterie bleibt, was „Err“, „EEEE“ oder „O-Ld“ bedeuten und warum eine Waage einfach ausgeht, findet die Antworten in den folgenden Abschnitten, jeder mit einer Frage, die so in der Suche gestellt wird.

Die Hersteller schreiben es unterschiedlich, meinen aber dasselbe. ADE: „Die Batterie ist leer.“ WMF: „Wird ein Batteriewechsel erforderlich, erscheint im Display das Batteriesymbol Lo.“ Cosori: „Batterie ist schwach. Batterien ersetzen.“ ZWILLING: „Der Akku ist leer. Akku über den USB-Anschluss der Waage laden.“ Zwei Waagen mit zwei Wägeflächen schreiben „L-o“.

Auch die Handlungsanweisung ist fast überall dieselbe: Batterien ersetzen, bei Akku-Waagen laden. Kein Hersteller nennt „Lo“ als Grund, die Waage einzuschicken, und keine Anleitung verbindet „Lo“ mit einem Defekt. Wer „Lo“ sieht, hat also kein kaputtes Gerät, sondern eine leere Zelle oder einen leeren Akku.

Das ist der Befund dieser Seite: Bei „Lo“ sind sich alle Anleitungen einig, bei den übrigen Meldungen nicht. Für eine zu schwere Last nennen die Hersteller fünf verschiedene Anzeigen, und eine davon klingt nach etwas anderem, als sie meint. Die Tabelle weiter unten stellt alle Meldungen nebeneinander.

▶ „Lo“: Batterie schwachoder Akku leer18 Anleitungen„EEEE“: Überlast8 Anleitungen„Err“: Überlast6 Anleitungen„O-Ld“: Überlast6 Anleitungen„unSt“: instabil5 Anleitungen„HHHH“: Überlast2 Anleitungen„E----“: Überlast1 Anleitungen„oUt2“: Last beimEinschalten1 Anleitungen
Welche Meldungen die Anleitungen nennen. Zahl der Anleitungen, die eine Meldung im Text erklären. Gezählt sind 54 Anleitungen von Küchen- und Kaffeewaagen; Versicherungsblätter, Datenerklärungen und reine Bildanleitungen ohne Text sind nicht gezählt.
Die Werte als Liste
  • „Lo“: Batterie schwach oder Akku leer: 18 Anleitungen
  • „EEEE“: Überlast: 8 Anleitungen
  • „Err“: Überlast: 6 Anleitungen
  • „O-Ld“: Überlast: 6 Anleitungen
  • „unSt“: instabil: 5 Anleitungen
  • „HHHH“: Überlast: 2 Anleitungen
  • „E----“: Überlast: 1 Anleitungen
  • „oUt2“: Last beim Einschalten: 1 Anleitungen
54 Anleitungen von Küchen- und Kaffeewaagen an Amazon-Angeboten, gelesen am 19.10.2026.

Die 54 Anleitungen stammen aus vier Auszählungen dieses Themenbereichs: Waagen ohne Batterie, Waagen mit Nährwertberechnung, feine Waagen mit 0,1 Gramm und gewöhnliche digitale Küchenwaagen. Gezählt ist nur, was im Text steht. Beurer und Soehnle zeigen ihre Meldungen als Bild ohne Text; sie fehlen deshalb in der Zählung, nicht weil ihre Waagen keine Meldungen kennen.

Warum gerade „Lo“? Die englischen Fassungen der Anleitungen sprechen von „low battery“, die deutschen von niedrigem Batteriestand oder, bei zwei Doppelplattformwaagen, von Niederspannung. „Lo“ ist die Kurzform davon, passend für ein Display mit wenigen Stellen. Gemeint ist immer die Spannung der Zelle, nie das Gewicht.

Nicht jede Waage schreibt „Lo“. Einige zeigen ein Batteriesymbol, WMF nennt es ausdrücklich „das Batteriesymbol Lo“, die ADE-Löffelwaage spricht nur von einem Batteriesymbol, eine Retoo-Waage von einer Meldung für niedrigen Batteriestand in der oberen linken Ecke des Displays. Gemeint ist in allen Fällen dasselbe.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Batterie- und Akku-Waagen. Bei einer Waage mit Batteriefach heißt „Lo“: Zellen wechseln. Bei einer Waage mit eingebautem Akku heißt es: laden. ZWILLING, LEBENLANG und TFA sagen das in ihren Anleitungen ausdrücklich. Wer bei einer Akku-Waage ein Batteriefach sucht, sucht vergeblich.

Bei Waagen mit beidem, Akku und Batteriefach, entscheidet die Stromquelle, die gerade benutzt wird. Die bemece schreibt bei „Lo“: „bitte sofort aufladen“, obwohl sie auch Batterien nimmt. Wer sie mit Batterien betreibt, wechselt diese.

Die Wigearss-Doppelplattformwaage zeigt, wie unklar das in Anleitungen werden kann: Sie schreibt bei „L-o“, der Akku sei leer und man solle ihn rechtzeitig ersetzen, an anderer Stelle, man solle die Batterie rechtzeitig ersetzen. Gemeint ist dieselbe Stromquelle. Wer unsicher ist, sieht nach, ob die Waage eine Ladebuchse hat.

Küchenwaage zeigt Lo an trotz neuer Batterie

Wenn „Lo“ trotz neuer Batterie bleibt, liegt es meist an der Zelle selbst: falscher Typ, Akku statt Batterie, alter Vorrat oder schlechter Kontakt. Bei Akku-Waagen hilft keine Batterie, dort muss geladen werden.

Erstens der Typ. Die Anleitungen verlangen den Typ aus den technischen Daten, und der stimmt nicht immer mit dem Angebot überein. Bei der ADE KE 1601 nennt das Angebot vier AAA-Zellen, die Anleitung vier AA-Zellen. Welche Zelle in welche Waage gehört, steht ausführlich auf der Seite welche Batterie die Küchenwaage braucht.

Bei Knopfzellen ist die Verwechslung leicht, weil sich CR2032 und CR2430 äußerlich ähneln und beide 3 Volt haben. WMF schreibt, Batterien seien nur durch den Typ zu ersetzen, der in der Anleitung vorgeschrieben ist.

Zweitens Akkus. Nickel-Metallhydrid-Akkus haben nach dem Umweltbundesamt etwa 1,2 Volt statt 1,5 Volt. Eine Retoo-Waage nennt eine Betriebsspannung von 2,4 bis 3,5 Volt bei zwei AAA-Zellen; zwei solche Akkus liefern genau 2,4 Volt, die untere Grenze. Eine Waage, die an dieser Grenze arbeitet, kann früh „Lo“ melden. Beurer schreibt für die KS 19 schlicht: „Keine Akkus verwenden!“

Das Umweltbundesamt nennt einen zweiten Nachteil einfacher NiMH-Akkus: Sie verlieren etwa 25 Prozent ihrer Ladung im Monat. Eine Waage, die mit frisch geladenen Akkus funktioniert, kann nach einigen Wochen in der Schublade wieder „Lo“ zeigen. Akkus mit geringer Selbstentladung verlieren nach dem Amt etwa 4 Prozent im Monat.

Drittens alte Zellen und gemischte Sätze. Cosori schreibt, man solle keine neuen und alten Batterien mischen, ADE, immer alle Batterien auszuwechseln. Eine neue Zelle neben einer fast leeren zieht den Satz nach unten. Und Zellen aus einer Schublade, die dort jahrelang lagen, sind nicht unbedingt neu.

Ein Hinweis aus den Datenblättern hilft beim Einordnen: Eine Alkalizelle der Größe AAA ist bei 21 °C zehn Jahre lagerfähig, eine Lithium-Knopfzelle CR2032 verliert etwa ein Prozent im Jahr. Zellen aus dem Vorrat sind also meist noch brauchbar, aber nicht neu. Wer unsicher ist, nimmt Zellen aus einer frischen Packung.

Viertens der Kontakt. ADE rät, Batterie- und Gerätekontakte bei Bedarf vor dem Einlegen zu reinigen, und nennt als erste Prüfung bei Störungen, ob die Batterie richtig herum liegt.

Fünftens, bei Akku-Waagen: Sie haben keine Batterie, die man wechseln könnte. Wer bei einer Waage mit USB-Buchse eine „neue Batterie“ einsetzen will, findet kein Fach. Hier hilft nur Laden, bei der TFA Panca nach der Anleitung etwa zwei bis drei Stunden bei 0,15 Ampere, bis „FULL“ im Display steht.

Wer alle fünf Punkte geprüft hat und weiter „Lo“ sieht, hat ein Problem, das keine Anleitung der Auszählung beschreibt. Dann ist der Hersteller gefragt. Wer seine Waage ohnehin ersetzen will, kann bei der Gelegenheit überlegen, ob es eine Waage ohne Batterie sein soll; die Bauarten mit Akku, Drehknopf oder Feder stehen auf der Seite zur Küchenwaage ohne Batterie.

Waage zeigt Lo an und geht aus

Wenn die Waage „Lo“ zeigt und sich dann abschaltet, ist die Spannung so weit gesunken, dass sie nicht mehr sicher misst. Zwei Anleitungen beschreiben genau dieses Verhalten. Die Lösung ist dieselbe wie bei „Lo“ allein: neue Batterien oder laden.

Die Anleitung der Smart-Cooking-Waage von wesmartify schreibt: Wenn die LED „LO“ anzeigt und sich ausschaltet, müsse man neue Batterien einsetzen. Girmi schreibt für die PS86, die Waage zeige „Lo“, wenn die Batterien erschöpft sind, und schalte sich dann automatisch aus. Das Abschalten ist also kein zweiter Fehler, sondern Teil derselben Meldung.

Für geeichte Waagen ist dieses Verhalten sogar Vorschrift. Die EU-Richtlinie über nichtselbsttätige Waagen verlangt von batteriebetriebenen Geräten, dass sie ein Absinken der Spannung unter den geforderten Mindestwert anzeigen und dann entweder korrekt weiterarbeiten oder sich selbsttätig ausschalten. Für Küchenwaagen gilt die Richtlinie nicht, aber viele verhalten sich so.

Für den Nutzer heißt das: Eine Waage, die bei schwacher Batterie abschaltet, schützt vor falschen Werten. Eine, die weiter misst, kann bei sinkender Spannung ungenauer werden, ohne es zu zeigen. Ob eine bestimmte Küchenwaage so oder so reagiert, steht in den gelesenen Anleitungen nur bei Girmi und wesmartify.

Ein Gegenbeispiel zur Abschaltung bei schwacher Batterie ist die Abschaltung bei Nichtbenutzung. G&G erlaubt sie im Menü ganz abzuschalten; die Waage bleibt dann immer an. Bei Batteriebetrieb empfiehlt G&G, die automatische Abschaltung an den eigenen Bedarf anzupassen, um die Betriebszeit zu verlängern.

Eine Sonderform zeigt die CASO Kitchen Energy, die ohne Batterie arbeitet und ihren Strom über einen Drehknopf in einem Kondensator speichert. Ihre Anleitung nennt eine Anzeige für schwache Ladung des Kondensators; bei dieser Anzeige schalte sich die Waage nach 10 Sekunden ab. Eine neue Batterie hilft dort nicht, weil die Waage keine hat; ihre Energie kommt aus dem Drehknopf.

Wie lange eine Waage ohne Bedienung eingeschaltet bleibt, ist dagegen eine Einstellung, kein Fehler. Die Anleitungen nennen dafür sehr unterschiedliche Zeiten, von einer Minute bis zu zwei Stunden.

häufigste Abschaltzeiten: 1 bis 2 min012125Angaben in min✓ WMF Digitale Küchenwaage 1✓ TFA Panca, Anzeige 1✓ Etekcity, Cosori, Girmi 2✗ 40-kg-Waage, bemece 5✗ G&G Werkseinstellung 15✗ Retoo GL-090 120
Nach wie vielen Minuten ohne Bedienung sich die Waage abschaltet. Abschaltzeit in Minuten, wie sie die Anleitungen nennen. Der Korridor zeigt den Bereich von einer bis zwei Minuten, in dem die meisten Angaben liegen. Eine Waage, die früher ausgeht, kann auch einfach ihre Abschaltautomatik ausführen.
  • häufigste Abschaltzeiten: 1 bis 2 min
  • WMF Digitale Küchenwaage: 1 min — im Korridor, etwa 60 Sekunden
  • TFA Panca, Anzeige: 1 min — im Korridor, Anleitung
  • Etekcity, Cosori, Girmi: 2 min — im Korridor, 120 Sekunden
  • 40-kg-Waage, bemece: 5 min — außerhalb des Korridors, Anleitung
  • G&G Werkseinstellung: 15 min — außerhalb des Korridors, einstellbar 0 bis 60
  • Retoo GL-090: 120 min — außerhalb des Korridors, Anleitung
Anleitungen von WMF, TFA, Etekcity, Cosori, Girmi, bemece, G&G, Retoo und einer 40-kg-Waage, gelesen am 19.10.2026.

Die Grafik hilft bei der Unterscheidung. Geht eine Waage nach einer Minute ohne Bedienung aus, ist das bei der WMF so vorgesehen. Geht sie mitten im Wiegen aus, nach wenigen Sekunden und mit „Lo“, ist es die Batterie. Die Retoo GL-090 bleibt nach ihrer Anleitung sogar 120 Minuten an, eine Ausnahme, die bei vergessener Waage Batterie kostet.

LEBENLANG trennt die beiden Fälle in der Fehlerbehebung sauber. Unter „Die Waage schaltet sich unerwartet ab“ nennt die Anleitung zwei mögliche Ursachen: Der Akku ist schwach, dann zeigt die Waage „LO“, oder die automatische Abschaltung hat gegriffen. Die Lösung ist im ersten Fall Laden, im zweiten einfach Wiedereinschalten.

Bei der Girmi PS86 schaltet sich die Waage nach ihrer Anleitung auch dann ab, wenn die Anzeige 120 Sekunden lang dasselbe Gewicht zeigt. Wer also eine Schüssel auf der Waage stehen lässt und zwei Minuten nichts dazugibt, sieht die Waage ausgehen, obwohl die Batterie voll ist. Bei langsamen Arbeiten, etwa beim Aufgießen von Filterkaffee, kommt das schnell vor.

Kaffeewaagen haben dafür oft längere Zeiten oder einen Timer, der die Waage wach hält. Wie fein solche Waagen messen und was ihre Anleitungen zur Abschaltung sagen, steht auf der Seite zur Küchenwaage mit 0,1 Gramm; dort ist auch eine Kaffeewaage mit fünf Minuten Abschaltzeit beschrieben.

Zwilling Küchenwaage Lo

Bei der ZWILLING Enfinigy heißt „Lo“: Der Akku ist leer. Die Anleitung sagt, man solle ihn über den USB-Anschluss der Waage laden. Batterien gibt es bei dieser Waage nicht; ein Batteriefach sucht man vergeblich.

Dieselbe Anleitung nennt einen zweiten Fall, der nach „Lo“ kommt: Die Waage lässt sich nicht einschalten, weil der Akku leer ist oder gerade geladen wird. Dann solle man den Ladevorgang abwarten oder das Kabel abziehen, um ihn vorzeitig zu beenden. Eine Waage, die am Kabel hängt und nicht angeht, ist also nicht unbedingt defekt.

Die ZWILLING Enfinigy hat nach ihrer Anleitung einen Akku mit 200 Milliamperestunden. Wie lange eine Ladung hält, nennt die Anleitung nicht. Wie das Angebot dazu steht und warum die Zahl dort eine andere ist, steht auf der Seite zur Küchenwaage ohne Batterie.

Andere Akku-Waagen verhalten sich ähnlich. LEBENLANG schreibt, bei „Lo“ müsse der Akku geladen werden; beim Laden blinke die Anzeige, voll geladen leuchte sie ganz. TFA schreibt für die Panca, man solle umgehend laden, sobald „Lo“ erscheint, um die Lebensdauer des Akkus zu erhalten, und den Akku alle sechs Monate laden, auch wenn die Waage nicht gebraucht wird.

Wer eine Akku-Waage selten benutzt, findet sie deshalb oft mit „Lo“ vor. LEBENLANG rät zum Laden alle drei Monate, TFA alle sechs. Was bei Waagen mit fest eingebautem Akku sonst zu beachten ist, besonders wenn der Akku nach Jahren nachlässt, steht auf der Seite zur Küchenwaage ohne Batterie.

TFA beschreibt für die Panca zudem, wie man den Ladestand erkennt: Ist die Waage beim Laden eingeschaltet, blinkt die Anzeige; ist der Akku voll, erscheint „FULL“. Vor dem ersten Gebrauch solle man vollständig laden. LEBENLANG nennt für seine Waage eine Ladezeit von 180 Minuten.

Akku-Waagen teilen dabei ein Problem mit anderen kleinen Akku-Geräten in der Küche: Wer sie lange liegen lässt, findet sie leer. Wie Akku-Stabmixer mit ihrer Ladung umgehen und was ihre Hersteller zur Laufzeit sagen, zeigt die Seite zum Akku-Stabmixer.

WMF Küchenwaage zeigt Lo an

Bei der WMF Digitalen Küchenwaage bedeutet „Lo“ nach der Anleitung, dass ein Batteriewechsel erforderlich ist. Die Waage braucht zwei Lithiumbatterien vom Typ CR2032, das Fach sitzt auf der Bodenplatte.

WMF beschreibt den Wechsel knapp: Batteriefach auf der Bodenplatte öffnen, zwei CR2032 nach den Polaritätsangaben einsetzen. Die mitgelieferten Batterien seien nicht aufladbar. Wer die Waage längere Zeit nicht benutzt, solle die Batterien herausnehmen.

Die WMF schaltet sich nach etwa 60 Sekunden ohne Bedienung ab, früher als die meisten Waagen der Auszählung. Wer langsam abwiegt, sieht sie also öfter ausgehen, ohne dass die Batterie schuld ist. Erst wenn „Lo“ dazukommt, ist es die Zelle.

Bei Überlast zeigt die WMF „EEEE“. Die Anleitung schreibt, wird das Höchstgewicht von 5 Kilogramm überschritten, erscheine diese Fehlermeldung, und bei zu viel Gewicht sei die Funktion nicht mehr gewährleistet. „EEEE“ und „Lo“ sind die beiden einzigen Meldungen, die die WMF-Anleitung nennt.

Die CR2032 der WMF ist eine Lithium-Knopfzelle mit 3 Volt. Zwei davon stecken in der Waage. Welche Zellen in anderen Waagen stecken und warum ein Akku in einer Knopfzellenwaage keine Option ist, erklärt die Seite welche Batterie in die Küchenwaage gehört.

Bei einer neuen WMF gibt es einen typischen Anfangsfehler: Vor dem ersten Gebrauch muss der Schutzstreifen vom Batteriefach entfernt werden. Erst dann, schreibt WMF, könne die Waage in Betrieb genommen werden. Eine neue Waage ohne Anzeige hat meist noch diesen Streifen.

Wer die WMF länger nicht benutzt, nimmt die Zellen nach der Anleitung heraus. Das verhindert, dass sie sich in der Waage entladen. Beim nächsten Gebrauch sind dann nur die Zellen wieder einzusetzen.

Beurer Waage zeigt Lo an

Bei Beurer-Küchenwaagen steht die Bedeutung der Batterieanzeige in den gelesenen Anleitungen nicht als Text, sondern als Bild mit der Beschriftung „Batterie leer“. Gemeint ist dasselbe wie überall: Zelle wechseln, bei der KS 19 und KS 22 eine CR2032, bei der KS 34 vier AAA.

Die Anleitungen der KS 19, KS 22 und KS 34 zeigen die Fehlermeldungen in einem Bildteil, der für alle Sprachen gilt. Daneben steht in vielen Sprachen ein kurzer Satz, bei der KS 34 auf Deutsch „Batterie leer“ und „Maximale Tragkraft überschritten“. Welche Buchstaben das Display dabei zeigt, lässt sich aus dem Text nicht ablesen.

Für den Wechsel nennen die Beurer-Anleitungen klare Regeln: nur denselben oder einen gleichwertigen Batterietyp verwenden, immer alle Batterien gleichzeitig wechseln, keine Akkus verwenden, wie es bei der KS 19 heißt. Bei längerer Nichtbenutzung sollen die Batterien aus dem Fach. Damit ist „Batterie leer“ bei Beurer in der Regel in zwei Minuten behoben.

Beurer gewährt nach den Anleitungen fünf Jahre Garantie auf Material- und Fabrikationsfehler. Für eine leere Batterie gilt sie nicht, wohl aber für eine Waage, die nach dem Wechsel weiter Fehler zeigt. Die Anleitungen nennen die Beurer GmbH in Ulm als Ansprechpartner.

Die Nährwertwaage DS 61 von Beurer hat eine ausführlichere Tabelle unter „Was tun bei Problemen?“. Dort steht etwa „E----“ für einen überschrittenen Wiegebereich von 5.000 Gramm. Beurer warnt bei allen Waagen, starke elektromagnetische Felder wie Mobiltelefone könnten die Genauigkeit beeinträchtigen. Mehr zur DS 61 steht auf der Seite zur Küchenwaage mit Nährwertberechnung.

Bei der DS 61 bedeutet „E----“ zugleich etwas Zweites: Der Speicher für mindestens einen Nähr- oder Energiewert sei überschritten. Wer viele Mahlzeiten nacheinander speichert, sieht die Meldung also auch ohne Überlast. Die Abhilfe nennt die Anleitung in derselben Tabelle.

Soehnle Küchenwaage zeigt Lo an

Auch Soehnle zeigt die Meldungen in den gelesenen Anleitungen nur als Bild, mit Hinweisen wie „New Battery“ beim Einsetzen der Zelle. Die Bedeutung ist dieselbe: Zelle wechseln, je nach Modell zwei oder drei AAA oder eine CR2430.

Bei Soehnle gibt es eine Besonderheit, die bei „Lo“ in die Irre führen kann. An vier Soehnle-Küchenwaagen hing am Prüftag die Anleitung einer Personenwaage mit 200 Kilogramm Höchstlast und drei AAA-Zellen. Wer dort nachliest, welche Batterie fehlt, liest die falsche. Die richtige Zelle steht im Batteriefach und im Angebot.

Woran man die falsche Anleitung erkennt: Sie zeigt Kilogramm und Stone, eine Höchstlast von 200 Kilogramm und den Hinweis, die Fläche sei bei Nässe rutschig. Eine Küchenwaage trägt 5 bis 20 Kilogramm. Wer diese Zahl vergleicht, braucht keine zweite Quelle.

Die Page Compact 300 braucht nach ihrer Anleitung eine CR2430 mit 3 Volt, die Page Profi 300 drei AAA-Zellen, die Page Profi zwei. Soehnle gewährt nach den Anleitungen fünf Jahre Garantie über die Leifheit AG. Wer nach dem Wechsel weiter „Lo“ sieht, kann sich dorthin wenden.

Die Bildanleitungen von Soehnle zeigen auch die Abschaltung: „Auto Off“ und eine Zeit, bei der Page Compact 300 acht Minuten nach der Bildangabe. Eine Soehnle, die nach einigen Minuten ohne Bedienung ausgeht, tut also, was sie soll. Erst wenn sie mitten im Wiegen ausgeht, lohnt der Blick auf die Batterie.

Meine Waage zeigt Lo an, was tun?

Bei „Lo“ helfen fünf Schritte in dieser Reihenfolge: Batterie oder Akku erkennen, Typ aus Fach oder Anleitung ablesen, alle Zellen gleichzeitig wechseln oder vollständig laden, Polung prüfen, neu einschalten ohne Last. In fast allen Fällen ist „Lo“ danach weg.

Erstens: Hat die Waage ein Batteriefach oder eine Ladebuchse? Bei einer Ladebuchse ist der Rest einfach, das Kabel anschließen und laden, bei der TFA Panca bis „FULL“ erscheint. Bei einem Batteriefach geht es mit dem zweiten Schritt weiter.

Manche Waagen haben beides. Die bemece-Kaffeewaage lädt über USB-C und nimmt alternativ drei AAA-Batterien, die G&G-Tischwaage läuft am Netzteil, über USB oder mit vier AA-Zellen. Bei solchen Waagen hilft bei „Lo“ oft schon, das Kabel anzuschließen.

Zweitens: Den Typ ablesen, im Fach, auf der alten Zelle oder in der Anleitung des Modells. Die häufigsten Zellen in den gelesenen Anleitungen sind AAA, dann die Knopfzelle CR2032, dann AA. Die Zahl der Zellen steht ebenfalls im Fach.

Wer die Anleitung nicht mehr hat, findet sie oft auf der Website des Herstellers unter der Modellnummer, die auf dem Boden der Waage steht. Beurer, TFA und Etekcity verweisen in ihren Unterlagen auf ihre Internetseiten.

Drittens: Alle Zellen gleichzeitig wechseln, mit frischen Zellen desselben Typs. ADE, Beurer und Cosori schreiben das ausdrücklich. Wer Akkus einsetzen will, prüft vorher die Anleitung; Beurer schließt sie bei der KS 19 aus, G&G bei der Tischwaage ganz oder teilweise.

Viertens: Polung prüfen. Alle Anleitungen zeigen Plus und Minus im Fach, und ADE nennt die falsch eingelegte Batterie als erste Ursache für eine Waage ohne Funktion. Fünftens: Die Waage auf eine feste, ebene Fläche stellen und ohne Last einschalten.

Bleibt „Lo“ nach diesen fünf Schritten, helfen die Abschnitte weiter unten zu den einzelnen Herstellern und zur Frage, warum „Lo“ trotz neuer Batterie bleibt. Und wer eine Waage sieht, deren Anzeige gar nicht „Lo“ heißt, findet in der Tabelle unten alle anderen Meldungen.

Etekcity Waage zeigt Lo an

Die Kurzanleitung der Etekcity EK9000 nennt keine Batteriemeldung im Text. Nach allem, was die übrigen 18 Anleitungen sagen, heißt „Lo“ auch hier: Batterien wechseln. Die EK9000 braucht zwei AAA-Zellen mit 1,5 Volt, die bei Lieferung schon eingesetzt sind.

Die Kurzanleitung beschreibt nur das Nötigste: Einschalten, Ausschalten durch zwei Sekunden Drücken, Tara, Einheit. Dazu die technischen Daten, die Abschaltung nach 120 Sekunden und die Abstufung: unter 1.000 Gramm in Zehntelgramm, darüber in ganzen Gramm. Für alles Weitere verweist Etekcity auf eine erweiterte Anleitung auf der eigenen Website.

Für Fragen nennt die Kurzanleitung eine deutsche E-Mail-Adresse des Kundendienstes und zwei Jahre Garantie auf Material- und Herstellungsfehler ab Kaufdatum. Wer nach dem Batteriewechsel weiter „Lo“ sieht, hat dort einen Ansprechpartner.

Dass gerade die meistbewertete Waage der Auszählung keine Meldung im Text erklärt, ist kein Einzelfall. Auch Beurer und Soehnle zeigen ihre Meldungen nur als Bild. Die ausführlichsten Fehlertabellen haben kleinere Marken wie LEBENLANG, Retoo und G&G.

Küchenwaage geht nicht mehr an

Wenn die Küchenwaage gar nicht mehr angeht, nennen die Anleitungen vier Ursachen: leere oder falsch eingelegte Batterien, ein vergessener Isolierstreifen, ein ausgeschalteter Schiebeschalter oder ein leerer Akku. Erst danach kommt ein Defekt in Frage.

ADE führt in der Störungstabelle „Keine Funktion“ auf die Frage zurück, ob die Batterie leer oder falsch herum eingelegt ist, und schreibt für den Batteriewechsel, er werde notwendig, wenn „Lo“ oder gar nichts mehr angezeigt wird. Eine dunkle Anzeige kann also dieselbe Ursache haben wie „Lo“, nur einen Schritt weiter.

Cosori nennt für „Die Waage schaltet sich nicht ein“ zwei Schritte: Batterien ersetzen und mit der richtigen Polarität einlegen, wie im Fach angegeben. WMF und ADE nennen den Isolierstreifen, der vor dem ersten Gebrauch aus dem Batteriefach gezogen werden muss.

LEBENLANG nennt für „Die Waage zeigt keine Anzeige oder reagiert nicht“ zwei Ursachen: Der Akku ist leer, oder die Waage ist nicht richtig eingeschaltet. Die Lösung im zweiten Fall: den Einschaltknopf erneut drücken oder gedrückt halten, bis die Anzeige leuchtet. Manche Waagen brauchen also einen langen Druck, nicht einen kurzen.

Einige Waagen schalten sich auf ungewohnte Weise ein. Die ADE KE 1800 schaltet sich nach ihrer Anleitung ein, wenn man zwei Sekunden lang mit etwas Kraft auf die Wiegefläche drückt; eine Taste gibt es dafür nicht. Die CASO Kitchen Energy wird durch Drehen des Knopfes geweckt, bis im Display null erscheint. Wer das nicht weiß, hält die Waage für tot.

TFA hat bei der Panca einen Schiebeschalter für Ein und Aus. Die Fehlertabelle nennt für „Keine Anzeige“ zuerst: Schalter auf „I“ stellen, dann: Gerät aufladen. Wer nur die Sensortaste drückt, während der Schalter auf „O“ steht, wartet vergeblich.

Auch bei der TFA Panca blinkt die Anzeige beim Laden, wenn der Schalter auf „I“ steht. Wer die Waage an das Kabel hängt und eine blinkende Anzeige sieht, sieht also keinen Fehler, sondern den Ladevorgang.

Bleibt die Waage nach allen Prüfungen dunkel, ist es ein Fall für Händler oder Hersteller. TFA schreibt das ausdrücklich: Funktioniert das Gerät trotz der Maßnahmen nicht, solle man sich an den Händler wenden, bei dem man es gekauft hat.

Küchenwaage zeigt Error

„Err“ heißt bei Küchenwaagen fast immer: zu schwer. In allen sechs gelesenen Anleitungen, die „Err“ erklären, bedeutet es eine überschrittene Höchstlast. Die Lösung ist einfach: Gewicht abnehmen.

ZWILLING schreibt: „Das Display zeigt ‚Err‘. Die Waage ist zu schwer beladen. Maximale Tragkraft von 10 kg beachten.“ LEBENLANG nennt „Err“ die Überlastungswarnung, Cosori ein Gewicht über 5.000 Gramm, Girmi ebenfalls mehr als 5 Kilogramm, die wesmartify-Waage mehr als 5,1 Kilogramm. Bei Belife steht „Err“ in den technischen Daten als Überlastungsanzeige.

Das ist bemerkenswert, weil „Err“ nach einem Fehler der Waage klingt. In den gelesenen Unterlagen ist es kein Defekt, sondern ein Hinweis auf die Last. Girmi warnt dabei ausdrücklich: Bei starker Last könne das Gerät brechen. Wer „Err“ sieht, nimmt also sofort etwas herunter.

Bei den Waagen mit Nährwertberechnung kommt ein zweiter Fall dazu: Cosori nennt in der Fehlerbehebung auch Probleme mit der Verbindung zum Telefon, etwa wenn die Waage schon mit einem anderen Telefon oder einer anderen App verbunden ist. Diese Probleme zeigt die Waage nicht als „Err“, sondern sie bemerkt der Nutzer in der App.

Andere Hersteller nennen dieselbe Überlast anders: „EEEE“ bei WMF, ADE, Venga, CASO, bemece und TFA, „O-Ld“ bei Retoo und anderen, „HHHH“ bei G&G, „E----“ bei der Beurer DS 61. Wer die Anleitung seiner Waage nicht hat, kann deshalb nur vermuten. Bei den Waagen dieser Auszählung heißt jede dieser fünf Anzeigen: zu schwer.

Die Höchstlast ist bei den Waagen der Auszählung sehr unterschiedlich: 300 Gramm bei der ADE-Löffelwaage, 5 Kilogramm bei WMF, Girmi und Cosori, 10 Kilogramm bei ZWILLING und LEBENLANG, 15 Kilogramm bei der großen ADE, 40 Kilogramm bei einer großen Küchenwaage aus Edelstahl. Wer „Err“ oder „EEEE“ sieht, prüft zuerst diese Zahl.

Wer häufig an die Grenze stößt, braucht eine Waage mit mehr Tragkraft, nicht eine robustere Batterie. Für große Teigmengen oder das Abwiegen ganzer Bleche nennen die Anleitungen Waagen mit 10, 15 oder 40 Kilogramm. Eine Waage mit 5 Kilogramm meldet bei einer schweren Schüssel mit Inhalt schnell Überlast.

Eine Überlast ist mehr als eine Anzeige. G&G schreibt, Stöße und Überlastungen über der angegebenen Höchstlast seien unbedingt zu vermeiden, weil die Waage beschädigt werden könnte, und Dauerlast im ausgeschalteten Zustand könne das Messwerk beschädigen. Wer eine schwere Kiste auf der Waage abstellt, riskiert also mehr als eine Fehlermeldung.

Eine Ausnahme mit ähnlichem Namen gibt es bei G&G: Dort steht „E-----“ mit fünf Strichen für einen Kalibrierfehler, die Speicherung sei nicht erfolgreich gewesen und eine Neukalibrierung erforderlich. Das ist eine andere Meldung als die Überlast, und sie kommt nur nach einem Kalibrierversuch vor.

Küchenwaage zeigt 0 Ld an

Was wie „0 Ld“ aussieht, ist „O-Ld“, kurz für Overload, also Überlast. Die Waage trägt mehr, als sie wiegen darf. Gewicht abnehmen, dann verschwindet die Meldung.

Sechs Anleitungen nennen diese Anzeige, mit kleinen Unterschieden in der Schreibweise: „O-Ld“, „O_Ld“ oder „O-LD“. Retoo schreibt, bei der Meldung solle man das Wägegut von der Waage nehmen, um Schäden zu vermeiden. Die ADE-Löffelwaage nennt die Grenze: 300 Gramm, beim Addieren von Gewichten 3.000 Gramm.

Bei Waagen mit zwei Wägeflächen gilt die Meldung für die jeweilige Fläche. Die kleine Fläche der Doppelplattformwaagen trägt nach den Anleitungen 500 Gramm, die große 10 oder 15 Kilogramm. Wer auf die kleine Fläche einen Topf stellt, sieht „O-Ld“, obwohl die Waage insgesamt viel mehr trägt.

Auf vielen Waagendisplays sehen der Buchstabe O und die Ziffer 0 fast gleich aus, daher die Suche nach „0 Ld“. Gemeint ist immer der Buchstabe. Wer die Meldung oft sieht, wiegt mit der falschen Waage: Die Höchstlast steht in der Anleitung, bei Küchenwaagen meist zwischen 5 und 15 Kilogramm, bei Löffelwaagen 300 Gramm.

Ein Sonderfall ist die Addierfunktion der ADE-Löffelwaage. Dort gilt die Grenze von 300 Gramm für eine einzelne Wägung, beim Addieren mehrerer Wägungen 3.000 Gramm. „O-Ld“ kann also auch kommen, wenn die Summe zu groß wird, nicht nur das einzelne Gewicht.

Küchenwaage zeigt UnSt an

„unSt“ heißt instabil. Die Waage findet keinen ruhigen Messwert, weil sie schief steht, wackelt oder Luftzug und Erschütterungen sie stören. Die Lösung: auf eine feste, ebene Fläche stellen und neu starten.

Fünf Anleitungen nennen die Meldung. TFA schreibt für die Panca: Waage auf eine ebene, feste Fläche stellen. Bemece: neu starten, um die Waage stabil zu halten. Die ADE-Löffelwaage: Die Waage werde nicht stabil beziehungsweise gerade gehalten. Zwei Doppelplattformwaagen nennen Wind, Vibration oder eine Fläche, die nicht waagerecht ist.

LEBENLANG nennt einen weiteren Grund für schwankende Werte, der auch zu „unSt“ führen kann: Gegenstände oder Schmutz unter der Waage. Die Lösung: Unterseite reinigen und Fremdkörper entfernen. Eine Waage, die auf einem Krümel steht, steht nicht eben.

Auch die Arbeitsplatte selbst spielt mit. Eine Waage neben einer laufenden Küchenmaschine bekommt deren Vibrationen ab. Wer gleichzeitig knetet und wiegt, wiegt besser auf der Maschine selbst; welche Küchenmaschinen eine eingebaute Waage haben, steht auf der Seite zur Küchenmaschine mit Waage.

Bei feinen Waagen mit 0,1 Gramm kommt die Meldung öfter vor als bei groben, weil schon kleine Störungen im Zehntel sichtbar werden. Wie empfindlich solche Waagen sind und was ihre Anleitungen zur Umgebung sagen, steht auf der Seite zur Küchenwaage mit 0,1 Gramm.

Ein einfacher Test zeigt, ob der Platz das Problem ist: Waage auf einen anderen Untergrund stellen, etwa vom Holzbrett auf die Arbeitsplatte, und neu einschalten. Verschwindet „unSt“, lag es am Platz. Bleibt es, sind Erschütterungen oder Luftzug in der Nähe die nächsten Verdächtigen, wie die Doppelplattformwaagen schreiben.

Küchenwaage zeigt Out2 an

„oUt2“ erscheint nach der Anleitung der ADE-Löffelwaage, wenn sich beim Einschalten schon mehr als 30 Gramm im Löffelaufsatz befinden. Die Waage kann dann nicht auf null stellen. Löffel leeren, neu einschalten.

Unter den 54 gelesenen Anleitungen nennt nur diese eine Waage „oUt2“. Die Meldung ist also keine allgemeine Anzeige, sondern eine Besonderheit von Löffelwaagen, die man oft direkt aus dem Vorratsbehälter füllt. Wer die Waage mit Gewürz im Löffel einschaltet, sieht sie.

Die ADE-Löffelwaage hat 300 Gramm Höchstlast, einen Messbereich ab 1,0 Gramm und eine Teilung von 0,1 Gramm. Nach dem Angebot hält eine Hold-Funktion das Gewicht länger in der Anzeige. Wer sie mit vollem Löffel einschaltet, sieht „oUt2“; wer sie mit leerem einschaltet und dann füllt, sieht das Gewicht.

Andere Waagen haben für dasselbe Problem keine eigene Meldung, aber dieselbe Regel: Beim Einschalten soll nichts auf der Fläche liegen. Die Retoo GL-090 zeigt beim Einschalten „8888“ für eine Nullpunktprüfung und erst dann null; gewogen werden kann nach ihrer Anleitung erst, wenn die Waage null anzeigt.

Wer häufig direkt aus dem Vorratsglas in den Löffel füllt, kann sich angewöhnen, die Waage zuerst einzuschalten und erst dann zu füllen. Dann bleibt „oUt2“ aus, und die Waage zeigt vom ersten Gramm an das Gewicht im Löffel.

Soehnle Küchenwaage zeigt nur Striche

Was Striche auf einer Soehnle-Waage bedeuten, steht in den gelesenen Soehnle-Anleitungen nicht als Text. Bei zwei anderen Herstellern haben Striche zwei verschiedene Bedeutungen: ein negatives Gewicht nach dem Tarieren oder eine Nullstellung, die nicht abgeschlossen ist.

Belife schreibt in den technischen Daten, die Waage zeige „---“ nach Tara-Entfernung für ein negatives Gewicht. Wer einen Behälter tariert und dann herunternimmt, sieht also Striche statt einer Minuszahl. Abhilfe ist, den Behälter zurückzustellen oder neu zu tarieren.

Dieselbe Situation tritt bei jeder Waage mit Tara auf, nur die Anzeige unterscheidet sich. Belife zeigt dafür Striche. Gemeint ist: Es liegt jetzt weniger auf der Waage als beim Tarieren.

G&G nennt „------“ mit sechs Strichen für eine Nullstellung, die nicht abgeschlossen ist, oder einen mechanischen Defekt. Bei anderen Meldungen solle man die Waage aus- und wieder einschalten; bleibe die Meldung, sei der Kundendienst gefragt. Ob Soehnle Striche für einen dieser Fälle oder für etwas anderes nutzt, bleibt nach den Unterlagen offen.

Bei G&G gibt es noch mehr Meldungen mit Strichen, alle im Zusammenhang mit der Kalibrierung: „C----F“ für eine instabile Nullstelle während der Kalibrierung, „C----H“ für eine überschrittene Kapazität oder einen Nullstellenfehler, „F----5“ für eine Störung des Sensorsignals oder eine defekte Wägezelle. Diese Meldungen sind bei den meisten Küchenwaagen unbekannt, weil sie keine Kalibrierung haben.

Küchenwaage zeigt falsches Gewicht an

Wenn die Waage offensichtlich falsch wiegt, nennt ADE drei Prüfungen: fester, ebener Untergrund, kein Gerät in der Nähe, das elektromagnetische Störungen auslöst, und Batterie herausnehmen, einen Moment warten, wieder einsetzen.

Der Untergrund ist die häufigste Ursache in den Anleitungen. Retoo schreibt, Unebenheiten der Oberfläche könnten die Messung beeinflussen; Waagen sollten nicht auf einem Teppich oder weichem Material stehen. LEBENLANG nennt als Ursache für falsche Werte auch, dass ein Behälter nicht korrekt tariert wurde.

LEBENLANG nennt in der Fehlerbehebung für „falsche oder schwankende Messwerte“ drei Ursachen: keine stabile, ebene Fläche, Schmutz unter der Waage, eine nicht korrekt verwendete Tara-Funktion. Die Lösungen sind dieselben: eben stellen, Unterseite reinigen, vor dem Wiegen auf null prüfen.

Elektromagnetische Felder nennen mehrere Hersteller. Beurer schreibt, starke Felder wie Mobiltelefone könnten die Genauigkeit beeinträchtigen, TFA dasselbe. Wer das Telefon neben der Waage ablegt, etwa um ein Rezept zu lesen, legt es besser einen Schritt weiter weg.

Bei Waagen mit Nährwertberechnung ist das Telefon allerdings Teil des Systems, weil die App darauf läuft. Wie Hersteller mit diesem Widerspruch umgehen und welche Waage ohne Telefon rechnet, steht auf der Seite zur Küchenwaage mit Nährwertberechnung.

Und schließlich die Batterie: ADE nennt das Herausnehmen und Wiedereinsetzen ausdrücklich als Schritt bei falschen Werten; es startet die Elektronik neu. Hilft das nicht, liegt es an der Waage, und dann hilft bei Waagen mit Justierfunktion eine Kalibrierung, bei den übrigen der Kundendienst.

Wie man prüft, ob eine Waage wirklich falsch wiegt oder nur falsch bedient wird, ist eine eigene Frage. Die ADE-Anleitungen nennen für ihre Waagen eine Abweichung von 1 Prozent plus oder minus eine Anzeigeteilung; bei 1 Kilogramm wären das bis zu 11 Gramm. Wer eine kleinere Abweichung sieht, liegt bei diesen Waagen noch im Rahmen der Anleitung.

Küchenwaage zeigt zu wenig an

Zeigt die Waage zu wenig an, ist meist die Tara im Spiel: Ein Behälter wurde tariert, und die Anzeige zeigt nur das Zugewogene. Bei der ZWILLING Enfinigy gibt es dazu eine Besonderheit, die ihre Anleitung ausdrücklich erklärt.

Die ZWILLING zeigt nach dem Zuwiegen das Zuwiegegewicht an, nicht das Gesamtgewicht. Das Gesamtgewicht erscheint nach der Anleitung erst ab 400 Gramm, wenn man das Bedienfeld nach dem Zuwiegen kurz drückt. Wer das nicht weiß, hält die Anzeige für falsch.

Diese Art der Anzeige ist ungewöhnlich, aber nicht falsch. Wer nacheinander mehrere Zutaten abwiegt, sieht so immer nur die aktuelle Zutat. Wer das Gesamtgewicht sehen will, tippt nach der Anleitung kurz auf das Bedienfeld.

Bei allen anderen Waagen gilt die einfache Regel der Tara: Wer den Behälter auf null gestellt hat, sieht nur, was dazukommt. Wer das Gesamtgewicht braucht, nimmt alles herunter, schaltet neu ein und wiegt ohne Tara. Liegt beim Einschalten schon etwas auf der Waage, kann sie es als Nullpunkt nehmen; die ADE-Löffelwaage meldet in diesem Fall ab 30 Gramm „oUt2“.

LEBENLANG nennt den umgekehrten Fall: Die Waage lässt sich nicht auf null setzen, weil die Tara-Taste nicht gedrückt wurde oder schon ein Gewicht auf der Waage liegt. Abhilfe: alle Gegenstände entfernen, Tara drücken, dann wiegen. Wer mit Behälter wiegt, prüft danach, ob der Behälter wirklich tariert ist.

Ein weiterer Fall ist die Abschaltung mitten im Zuwiegen. Schaltet sich die Waage ab, während ein Behälter mit Inhalt auf ihr steht, ist die Tara verloren. Wer dann neu einschaltet oder neu tariert, setzt Behälter und Inhalt zusammen auf null und sieht beim Weiterwiegen nur noch das Neue, also zu wenig, gemessen an der Gesamtmenge. Wer langsam wiegt, verlängert deshalb die Abschaltzeit, wo die Waage das erlaubt, wie bei G&G.

Küchenwaage zeigt oz an

Zeigt die Waage „oz“ statt Gramm, ist nur die Einheit umgestellt. Fast alle Waagen haben dafür eine eigene Taste, meist „UNIT“, bei ADE „MODE“. Einmal oder mehrmals drücken, bis „g“ erscheint.

Etekcity schreibt, mit UNIT wähle man zwischen Gramm, Milliliter für Wasser oder Milch, Unzen, Pfund und Flüssigunzen. Die Retoo-Waagen haben dieselbe Taste. Die große ADE-Küchenwaage schaltet mit MODE zwischen Gramm, Unzen und weiteren Einheiten um.

Manche Waagen merken sich die zuletzt gewählte Einheit. Die wesmartify-Anleitung schreibt ausdrücklich, das Gerät speichere die zuletzt gewählte Maßeinheit. Wer einmal versehentlich auf Unzen gestellt hat, sieht sie dann auch beim nächsten Einschalten wieder.

Die TFA Panca nennt sogar die Reihenfolge, in der die UNIT-Taste die Einheiten durchschaltet: Gramm, dann Pfund und Unzen, dann Unzen, dann Milliliter. Wer bei „oz“ landet, drückt einmal weiter bis Milliliter und noch einmal bis Gramm. Milliliter gelten dabei nach den Anleitungen für Wasser oder Milch; Etekcity schreibt ausdrücklich „ml (Wasser/Milch)“.

Küchenwaage reset

Einen Reset-Knopf haben die gelesenen Waagen nicht. Die Anleitungen beschreiben stattdessen: Batterie herausnehmen, einen Moment warten, wieder einsetzen. Das startet die Elektronik neu und setzt Fehlanzeigen zurück.

ADE nennt diesen Schritt bei offensichtlich falschen Wiegeergebnissen ausdrücklich. G&G empfiehlt bei unbekannten Fehlermeldungen, die Waage aus- und wieder einzuschalten; bleibe die Meldung, solle man den Kundendienst kontaktieren. Bemece rät bei „unSt“, neu zu starten.

Ein Reset löscht bei den meisten Waagen nichts Wichtiges. Die Waage speichert höchstens die zuletzt gewählte Einheit, wie die wesmartify-Waage, oder eine Kalibrierung, wie die G&G. Was mit einer Kalibrierung beim Herausnehmen der Batterien geschieht, sagt keine der gelesenen Anleitungen; wer unsicher ist, prüft danach mit dem passenden Gewicht.

Bei der TFA Panca reicht für einen Neustart der Schiebeschalter: auf „O“ und wieder auf „I“. Beim Einschalten zeigt sie kurz alle Segmente, dann „0 g“. Wer bei diesem Segmenttest ein fehlendes Segment sieht, weiß, dass eine Anzeige wie „Lo“ auch einmal falsch gelesen sein kann.

Bei Akku-Waagen ohne Batteriefach ist das Herausnehmen nicht möglich. Dort bleibt das Aus- und Einschalten und, wenn der Akku leer war, vollständiges Laden. TFA schreibt für die Panca, das Gerät vor dem ersten Gebrauch vollständig aufzuladen; im Display stehe dann „FULL“.

Küchenwaage kalibrieren

Kalibrieren lässt sich nur eine Waage, die dafür eine Funktion hat, und nur mit dem Gewicht, das ihre Anleitung verlangt. Drei Hersteller der Auszählung beschreiben das, alle mit derselben Warnung: Ohne passendes Gewicht verstellt man die Waage.

G&G schreibt, ein Versuch der Justierung ohne das passende Gewicht führe zu einem Verstellen der Waage, und empfiehlt ein Prüfgewicht der Klasse M2 oder besser. Die Wigearss-Anleitung schreibt, die Kalibrierfunktion solle nur verwendet werden, wenn das Wiegen ungenau ist, und nur mit dem entsprechenden Kalibriergewicht; am Ende erscheine „PASS“.

G&G nennt auch die Bedingungen für eine gute Justierung: stabile Umgebung, 30 Minuten Anwärmzeit eingeschaltet ohne Last, dann das Referenzgewicht mittig aufsetzen. Bei der KF-3000A sind es 2 Kilogramm, bei der KF6000 5 Kilogramm. Ein Versuch mit einem Gegenstand, dessen Gewicht man nur ungefähr kennt, macht die Waage ungenauer, nicht genauer.

Die Retoo GL-090 beschreibt den Weg genauer: Waage aus, mit dem Netzschalter einschalten, sofort UNIT drücken, Kalibrierbereich wählen, das verlangte Gewicht auflegen, bis „PASS“ erscheint. Bei Waagen ohne beschriebene Kalibrierung, und das sind die meisten, bleibt nur der Kundendienst. Wie man eine Waage mit Münzen oder ohne Prüfgewicht prüft, beschreibt der Ratgeber Küchenwaage auf Genauigkeit prüfen.

Wer seine Waage prüfen will, ohne sie zu verstellen, legt nur ein bekanntes Gewicht auf und liest ab, ohne die Kalibrierung zu starten. Weicht die Anzeige mehr ab, als die Anleitung erlaubt, ist das ein Fall für die Kalibrierung oder den Kundendienst.

Die Fehlermeldungen auf einen Blick

Die Tabelle fasst alle Meldungen zusammen, die in den 54 Anleitungen im Text erklärt sind. Die rechte Spalte nennt die Hersteller, bei denen die Meldung steht. Bei einer Waage, die hier nicht vorkommt, kann dieselbe Anzeige etwas anderes heißen; die Anleitung des Modells geht vor.

Die Tabelle zeigt auch, wie unterschiedlich die Hersteller arbeiten. Für dieselbe Überlast gibt es fünf Anzeigen, für einen instabilen Stand drei Schreibweisen, für einen schwachen Akku eine einzige. Wer zwei Waagen verschiedener Marken besitzt, muss also zwei Sprachen lesen, außer bei „Lo“.

Für den Alltag reicht eine Faustregel aus der Tabelle: „Lo“ betrifft die Stromversorgung, alle Anzeigen mit E, H oder „Ld“ die Last, „unSt“ den Stand, Striche die Nullstellung. Wer diese vier Gruppen kennt, liegt bei den Waagen der Auszählung fast immer richtig, auch ohne Anleitung. Die Ausnahme ist „E-----“ bei G&G, die einen Kalibrierfehler meint.

Die Faustregel ersetzt die Anleitung nicht, sie überbrückt nur die Zeit, bis man sie gefunden hat. Wo die Anleitung des eigenen Modells etwas anderes sagt, gilt sie, und bei Waagen mit Bildanleitungen wie Beurer und Soehnle hilft das Bild neben der Meldung weiter.

AnzeigeBedeutungWas tunWo es steht
Lo, LO, L-oBatterie schwach oder Akku leerBatterien wechseln; bei Akku-Waagen laden18 Anleitungen, darunter WMF, ADE, Cosori, Girmi, Venga, ZWILLING, LEBENLANG, TFA
EEEEHöchstlast überschrittenGewicht abnehmenWMF, ADE, Venga, CASO, bemece, TFA Panca
ErrHöchstlast überschrittenGewicht abnehmenZWILLING, LEBENLANG, Cosori, Girmi, Belife, wesmartify
O-Ld, O_Ld, O-LDÜberlastungWägegut von der Waage nehmenRetoo, ADE-Löffelwaage, 40-kg-Waage, Wigearss, Tolesum
HHHH, HHHHHWägekapazität überschrittenÜberlast entfernenG&G
E----Wiegebereich von 5.000 g überschrittenWiegegut entfernenBeurer DS 61
unSt, UNST, UnStinstabil, nicht waagerecht oder Erschütterungauf feste, ebene Fläche stellen, neu startenbemece, ADE-Löffelwaage, Wigearss, Tolesum, TFA Panca
oUt2beim Einschalten liegen schon mehr als 30 g im LöffelLöffel leeren, neu einschaltenADE-Löffelwaage
---negatives Gewicht nach Entfernen der TaraBehälter zurückstellen oder neu tarierenBelife
------Nullstellung nicht abgeschlossen oder mechanischer Defektaus- und einschalten, sonst ServiceG&G
8888Nullpunktprüfung beim Einschaltenwarten, bis 0 erscheintRetoo GL-090
keine AnzeigeBatterie leer, falsch eingelegt, Isolierstreifen, Schalter ausPolung, Streifen, Schalter prüfenADE, WMF, Cosori, TFA Panca

Was die Anzeige meiner Küchenwaage bedeutet

Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt. Die Zuordnung folgt den Anleitungen, die auf dieser Seite genannt sind.

1. Was zeigt das Display?
2. Wie bekommt die Waage Strom?

Ergebnis

Alle Batterien wechseln

Den Typ aus der Anleitung oder dem Fach, alle Zellen gleichzeitig, auf die Polung achten. Bleibt „Lo“, Akkus mit 1,2 V oder alte Zellen prüfen.

Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
  1. Wenn Anzeige: Lo, LO oder ein Batteriesymbol und Strom: Eingebauter Akku mit Ladebuchse, dann Akku laden. ZWILLING, LEBENLANG und TFA: „Lo“ heißt laden, über das USB-Kabel. LEBENLANG rät, alle drei Monate zu laden, TFA alle sechs Monate.
  2. Wenn Anzeige: Lo, LO oder ein Batteriesymbol und Strom: Batterien im Fach, dann Alle Batterien wechseln. Den Typ aus der Anleitung oder dem Fach, alle Zellen gleichzeitig, auf die Polung achten. Bleibt „Lo“, Akkus mit 1,2 V oder alte Zellen prüfen.
  3. Wenn Anzeige: EEEE, Err, O-Ld, HHHH oder E----, dann Zu schwer: Gewicht abnehmen. Alle fünf Anzeigen bedeuten in den gelesenen Anleitungen Überlast. Girmi warnt, bei starker Last könne das Gerät brechen.
  4. Wenn Anzeige: unSt, dann Waage ruhig und eben stellen. Feste, ebene Fläche, kein Luftzug, keine Erschütterung, dann neu starten (TFA, bemece, ADE).
  5. Wenn Anzeige: Striche, dann Tara prüfen, sonst neu einschalten. Belife: „---“ ist ein negatives Gewicht nach Entfernen der Tara. G&G: „------“ ist eine nicht abgeschlossene Nullstellung oder ein Defekt.
  6. Wenn Anzeige: Gar nichts und Strom: Eingebauter Akku mit Ladebuchse, dann Laden oder Schalter prüfen. ZWILLING: Akku leer oder wird gerade geladen. TFA Panca: Schiebeschalter auf „I“ stellen, dann laden.
  7. Wenn Anzeige: Gar nichts und Strom: Batterien im Fach, dann Streifen, Polung, Batterie. Isolierstreifen entfernt (WMF, ADE)? Batterien richtig herum (ADE, Cosori)? Sonst neue Batterien.
  8. In jedem anderen Fall: Anleitung des Modells prüfen. Dieselbe Anzeige kann bei einem anderen Hersteller etwas anderes heißen.

Anleitungen von ADE, WMF, Cosori, Girmi, Venga, ZWILLING, LEBENLANG, TFA, bemece, Belife, G&G und Retoo, gelesen am 19.10.2026.

Küchenwaage spinnt

Wenn die Anzeige springt, sich selbst verstellt oder ohne Last etwas anzeigt, nennen die Anleitungen drei Verdächtige: eine schwache Batterie, ein unruhiger Untergrund und elektromagnetische Störungen, etwa durch ein Mobiltelefon. Alle drei lassen sich ohne Werkzeug prüfen.

Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Aufwand. Zuerst das Telefon weglegen und die Waage auf eine feste, ebene Fläche stellen. Dann neu einschalten, ohne dass etwas auf der Fläche liegt. Und wenn das nicht hilft, die Batterien herausnehmen, einen Moment warten und wieder einsetzen, wie ADE es beschreibt.

LEBENLANG nennt noch einen weiteren Fall: Die Waage zeigt ständig dieselben Werte an oder reagiert langsam. Die Anleitung führt den Fall in derselben Fehlertabelle wie Akku, Untergrund und Tara; wer diese drei geprüft hat, hat die dort genannten Ursachen abgedeckt.

Bei feinen Waagen spielt auch die Umgebung mit. G&G nennt für die Tischwaage eine Einsatztemperatur von 20 °C ± 15 °C und rät, eine neue Waage mindestens 30 Minuten am Einsatzort akklimatisieren zu lassen. Eine Waage, die aus dem kalten Flur in die warme Küche kommt, kann in den ersten Minuten schwanken.

Wer viel mit Akku-Geräten arbeitet, kennt die Frage, ob ein schwacher Akku auch Messwerte verfälscht. Bei Fitnessarmbändern etwa spielen Laufzeitangaben eine große Rolle; wie unterschiedlich sie ausfallen, zeigt der Vergleich der Fitness-Tracker mit langer Akkulaufzeit. Für Küchenwaagen nennt keine der Anleitungen einen solchen Zusammenhang.

Hilft nichts davon, ist die Waage ein Fall für die Gewährleistung. Beurer und Soehnle gewähren nach ihren Anleitungen fünf Jahre Garantie, Etekcity zwei Jahre. Wer eine neue Waage sucht, findet die Bauarten und ihre Energieversorgung auf der Seite zur Küchenwaage ohne Batterie, feine Waagen auf der Seite zur Küchenwaage mit 0,1 Gramm.

Küchenwaage zeigt doppeltes Gewicht an

Diese Frage bleibt nach den 54 gelesenen Anleitungen offen. Keine von ihnen nennt eine Meldung oder einen Fehler, bei dem die Waage das doppelte Gewicht anzeigt. Was dahintersteckt, lässt sich aus den Unterlagen nicht belegen.

Zwei Erklärungen lassen sich aus den Anleitungen wenigstens prüfen. Die erste ist die Einheit: Wer Gramm erwartet und eine andere Einheit eingestellt hat, sieht eine andere Zahl. Die zweite ist die Tara: Wer bei einer Waage mit Zuwiegefunktion Werte addiert, wie bei der ADE-Löffelwaage mit ihrer Funktion „Gewichte addieren“, sieht eine Summe statt eines Einzelgewichts.

Wer diese Frage beantworten könnte, ist der Hersteller der jeweiligen Waage. Wer das Problem hat, notiert Modell, Einheit im Display, ob vorher tariert oder addiert wurde, und fragt beim Kundendienst nach. Bei ADE führt der Weg über den Händler, weil die Anleitung keine Service-Adresse nennt; Beurer, TFA und G&G nennen Kontakte in Deutschland.

Eine dritte Erklärung lässt sich wenigstens ausschließen: Die Tara-Funktion verdoppelt kein Gewicht. Sie setzt die Anzeige auf null und zieht das Gewicht des Behälters ab. Wer ein doppeltes Gewicht sieht, sucht den Grund also nicht dort, sondern bei Einheit, Addierfunktion oder einem Defekt.

Wer eine Antwort von einem Hersteller bekommt, kann sie mit dieser Seite abgleichen: Nennt der Hersteller eine Meldung, die hier fehlt, oder erklärt er eine Anzeige anders, gilt seine Auskunft für sein Modell. Diese Seite fasst zusammen, was in den Unterlagen steht, und sagt, wo diese aufhören.

Offen bleiben auch die Meldungen der Hersteller, die nur Bilder zeigen, Beurer und Soehnle, und die Anzeige der Etekcity EK9000, deren Kurzanleitung keine Batteriemeldung im Text nennt. Wer eine dieser Waagen besitzt und eine Meldung sieht, die hier fehlt, findet die Antwort am ehesten in der erweiterten Anleitung auf der Website des Herstellers, auf die Etekcity in der Kurzanleitung verweist.

Clara Busch

Verantwortlich für diesen Beitrag

Clara Busch

Fachredakteurin Familie & Haustiere

Familien-Praxis mit zwei Kindern, Fokus Sicherheit & Kindertauglichkeit

Fachfokus: Familie · Kinder & Haustiere · GPS-Tracker · Kindersicherheit · Pet-Tech

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
19.10.2026
Zuletzt aktualisiert
19.10.2026
Verfügbarkeit geprüft
19.10.2026

Datenbasis: Herstellerangaben und Produktdatenblätter, öffentlich einsehbare Händlerdaten zu Preis und Verfügbarkeit sowie die aggregierte Bewertungslage. Vor jeder Aktualisierung prüfen wir, ob die verlinkten Produkte noch bestellbar sind, und tauschen aus, was nicht mehr lieferbar ist.

Quellen dieser Einordnung

  1. 1. Umweltbundesamt: Batterien und Akkus richtig nutzen und fachgerecht entsorgenumweltbundesamt.de

    Zuletzt aktualisiert 18.03.2024, am 19.10.2026 gelesen. NiMH-Akkus etwa 1,2 V gegenüber 1,5 V bei Batterien; Selbstentladung; Rückgabe im Handel oder kommunal.

  2. 2. Richtlinie 2014/31/EU über nichtselbsttätige Waagen (EUR-Lex)eur-lex.europa.eu

    Am 19.10.2026 gelesen. Anhang I Nummer 7.3: Batteriebetriebene Geräte müssen ein Absinken der Betriebsspannung anzeigen und dann korrekt weiterarbeiten oder sich selbsttätig ausschalten (für die Verwendungen nach Artikel 1 Absatz 2 Buchstaben a bis f).

  3. 3. Energizer: Produktdatenblatt E92 (AAA Alkaline)data.energizer.com

    Am 19.10.2026 gelesen. IEC-LR03, Nennspannung 1,5 V.

  4. 4. Energizer: Produktdatenblatt NH12-850 (AAA NiMH)data.energizer.com

    Am 19.10.2026 gelesen. Nickel-Metallhydrid, Nennspannung 1,2 V, 850 mAh.

Was zuletzt geändert wurde

  • 19.10.2026: Ersterstellung im Themenbereich Küchenwaage. 54 Anleitungen von Küchen- und Kaffeewaagen nach Displaymeldungen ausgewertet, 21 Suchfragen wörtlich beantwortet, Diagnosetabelle, Wegweiser und zwei Grafiken.

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Themengebiet: Küche, Kaffee & Lifestyle

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