Sieben Kilo Wäsche, knapp vier Liter Wasser: die Rechnung vorweg
Eine Ladung mit sieben Kilogramm trockener Wäsche, geschleudert in einer Waschmaschine der Schleuderklasse B, hängt mit 3,2 bis 3,8 Litern Wasser auf dem Ständer. Diese Menge muss in die Raumluft und aus ihr wieder heraus, bevor die Wäsche trocken ist. Ein Luftentfeuchter mit 12 Litern Nennleistung zieht unter seiner Prüfbedingung, 30 Grad und 80 Prozent Luftfeuchte, einen halben Liter je Stunde aus der Luft. Für vier Liter braucht er also mindestens sechs bis acht Stunden. Bei 20 Grad und 60 Prozent, wo ein Wohnraum im Winter eher liegt, nennt einer der Hersteller für dasselbe Nennformat 4,77 Liter am Tag. Dann sind es 16 bis 19 Stunden.
Alle Zahlen dieser Rechnung stehen in Dokumenten, die sich nachlesen lassen. Die Klassengrenzen der Schleuderwirkung legt eine EU-Verordnung fest. Dass sich die Prozentzahl auf das Trockengewicht der Wäsche bezieht, steht in einer älteren EU-Richtlinie. Die Entfeuchtung je Tag steht in den Technischen Daten der Anleitungen. Diese Seite arbeitet sich an diesen Dokumenten entlang: zuerst die Wassermenge, dann die Stunden, dann der Strom, und dazwischen das, was fünf Hersteller in ihren Anleitungen über den Wäschemodus schreiben. Welche Bauarten es überhaupt gibt und welcher Raum welches Gerät braucht, steht in der Übersicht zu Luftentfeuchtern.
Das Ergebnis vorweg in einem Satz: Die verbreiteten Faustwerte, ein Liter Wasser je Kilo Wäsche und vier bis sechs Stunden je Ladung, stehen in keiner der Unterlagen. Der erste ist für eine heutige Waschmaschine zu hoch, der zweite gilt nur unter Bedingungen, die in einer beheizten Wohnung selten herrschen.
Wie viel Wasser steckt in einer Ladung Wäsche?
So viel, wie die Waschmaschine darin lässt. Das Maß dafür heißt Restfeuchte und wird in Prozent angegeben. Eine Restfeuchte von 50 Prozent bedeutet: Auf ein Kilogramm trockene Wäsche kommt ein halbes Kilogramm Wasser, also ein halber Liter. Die Rechnung ist damit eine Multiplikation. Trockengewicht der Ladung mal Restfeuchte ergibt die Wassermenge, die der Raum aufnehmen und der Entfeuchter wieder abführen muss.
Das Trockengewicht kennt man meist nicht aus der Waage, sondern aus der Maschine. Die Nennkapazität einer Waschmaschine, sieben, acht oder neun Kilogramm, bezieht sich auf trockene Wäsche. Wer die Trommel im Normalprogramm voll macht, liegt in dieser Größenordnung; wer halbvoll wäscht, entsprechend darunter. Handtücher und Jeans wiegen mehr, als sie aussehen, Hemden und Synthetik weniger. Wer es genau wissen will, stellt den leeren Wäschekorb auf die Personenwaage, dann den Korb mit der trockenen Schmutzwäsche, und zieht ab.
Die Restfeuchte hängt fast nur an der Schleuder. Je höher die Drehzahl, desto weniger Wasser bleibt im Gewebe. Die Schweizer Studie „Wäschetrocknen im Mehrfamilienhaus“ aus dem Impulsprogramm RAVEL rechnete 1992 mit 70 Prozent Restfeuchte und ordnete das einer Schleuder mit etwa 800 Umdrehungen zu. Heutige Waschmaschinen schleudern höher und tragen die Schleuderwirkung als Klasse auf dem Energielabel. Genau diese Klasse macht die Rechnung möglich, ohne die Wäsche nass zu wiegen.
Die Gewebeart verschiebt das Ergebnis. Die RAVEL-Autoren zitieren Untersuchungen, nach denen verschiedene Gewebe bei gleicher Schleuder unterschiedlich entwässert werden; Frottee hält am meisten Wasser zurück. Die Klassengrenzen auf dem Label gelten für die Prüfladung im Programm „eco 40-60“. Eine Ladung nur aus Handtüchern liegt eher am oberen Rand der eigenen Klasse, eine Ladung Hemden eher am unteren.
Schleuderklasse A bis G: die Tabelle aus der Verordnung
Die Klassen stehen in der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2014 über die Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltswaschmaschinen, Anhang II, Tabelle 3. Die Schleudereffizienzklasse wird dort allein aus der Restfeuchte D bestimmt. Wer den Wortlaut nachlesen will, findet Anhang II der Verordnung (EU) 2019/2014 als Volltext. Die Grenzen sind seit der Vorgängerverordnung von 2010 unverändert.
| Klasse | Restfeuchte D laut Tabelle 3 | Wasser je kg Trockenwäsche |
|---|---|---|
| A | unter 45 % | unter 0,45 l |
| B | 45 bis unter 54 % | 0,45 bis 0,54 l |
| C | 54 bis unter 63 % | 0,54 bis 0,63 l |
| D | 63 bis unter 72 % | 0,63 bis 0,72 l |
| E | 72 bis unter 81 % | 0,72 bis 0,81 l |
| F | 81 bis unter 90 % | 0,81 bis 0,90 l |
| G | 90 % und mehr | ab 0,90 l |
Gemessen wird nach Anhang IV im Programm „eco 40-60“, und zwar bei Nennkapazität, halber und gegebenenfalls Viertelkapazität, jeweils mit der höchsten Schleuderdrehzahl, die dieses Programm zulässt. Die drei Werte werden gewichtet zu einer Zahl zusammengezogen. Das heißt zweierlei. Erstens gilt die Klasse für das Eco-Programm, nicht für Pflegeleicht oder Wolle, die oft deutlich langsamer schleudern. Zweitens bildet sie einen Durchschnitt über verschiedene Füllmengen.
Die genaue Zahl steht nicht auf dem Etikett, nur der Buchstabe. Im Produktdatenblatt nach Anhang V steht dagegen die gewichtete Restfeuchte in Prozent mit einer Nachkommastelle, dazu die Schleuderdrehzahl und die Klasse bei voller, halber und Viertelbeladung. Das Datenblatt ist über die EU-Produktdatenbank EPREL abrufbar, der QR-Code auf dem Energielabel führt dorthin. Wer seine Maschine kennt, setzt diese Zahl in die Rechnung ein statt der Klassengrenze. Wie man die anderen Werte des Labels liest, erklärt der Ratgeber zur Energieeffizienz von Waschmaschinen.
Trockengewicht, nicht Nassgewicht: worauf sich die Prozent beziehen
Die heutige Verordnung definiert die Restfeuchte als „die in der eingefüllten Wäsche nach dem Waschzyklus enthaltene Feuchtigkeitsmenge“ und verweist für das Messverfahren auf die harmonisierten Normen. Deutlicher war die erste Kennzeichnungsrichtlinie für Waschmaschinen. Die Richtlinie 95/12/EG, Anhang II verlangte die Angabe als „nach dem Schleudervorgang verbleibende Restfeuchte … % (Anteil am Trockengewicht der Wäsche)“.
Das ist der Unterschied, an dem viele Rechnungen scheitern. 50 Prozent Restfeuchte heißen nicht, dass die nasse Wäsche zur Hälfte aus Wasser besteht. Sie heißen, dass zu jedem Kilogramm Stoff ein halbes Kilogramm Wasser kommt. Eine nasse Ladung von 10,5 Kilogramm besteht dann aus 7 Kilogramm Stoff und 3,5 Kilogramm Wasser. Auf das Nassgewicht bezogen ist das ein Drittel.
Für die Praxis folgt daraus: Wer die nasse Wäsche wiegt, teilt das Wasser durch das Trockengewicht, nicht durch das Nassgewicht, um auf die Labelzahl zu kommen. Und wer eine Angabe „pro Kilogramm nasser Wäsche“ liest, muss sie umrechnen, bevor er sie mit dem Label vergleicht. Ein Kilogramm nasse Wäsche aus einer Maschine der Klasse B enthält 0,31 bis 0,35 Liter Wasser, ein Kilogramm trockene Wäsche bringt 0,45 bis 0,54 Liter mit.
„Schranktrocken“ ist in der Verordnung übrigens genau festgelegt, für Waschtrockner: Endfeuchte null Prozent, gemessen im Gleichgewicht mit Raumluft von 20 Grad und 65 Prozent relativer Feuchte. Auch luftgetrocknete Wäsche ist in diesem Sinn nicht wasserfrei, sondern im Gleichgewicht mit dem Raum. Das Bezugsgewicht der Rechnung ist genau dieser Zustand.
Stimmt die Faustregel „ein Liter je Kilo“?
Nein, nicht für eine Waschmaschine mit Energielabel. Ein Liter Wasser je Kilogramm Trockenwäsche entspräche einer Restfeuchte von 100 Prozent. Das liegt über der Grenze der schlechtesten Klasse G, die bei 90 Prozent beginnt. Wer seine Wäsche in einer Maschine der Klasse A oder B schleudert, hat weniger als die Hälfte bis gut die Hälfte davon: unter 0,45 beziehungsweise 0,45 bis 0,54 Liter.
Auf das Nassgewicht bezogen ist die Faustregel noch weiter weg. Ein Kilogramm nasse Wäsche besteht nie vollständig aus Wasser. Selbst bei 100 Prozent Restfeuchte bezogen aufs Trockengewicht wäre es ein halber Liter je Kilogramm Nassgewicht. Die Faustregel stimmt also allenfalls für tropfnasse, handgewaschene oder gar nicht geschleuderte Wäsche.
Für die Planung ist der Unterschied nicht klein. Sieben Kilogramm nach der Faustregel ergeben sieben Liter, nach Klasse B höchstens 3,8 Liter. Wer ein Gerät nach der Faustregel aussucht, kauft eine Nummer größer als nötig oder rechnet mit doppelt so vielen Stunden. Wer umgekehrt eine alte Maschine mit niedriger Drehzahl betreibt oder im Wollprogramm schleudert, kommt der Faustregel näher. Dann lohnt es, zuerst noch einmal nachzuschleudern, bevor die Wäsche auf den Ständer kommt.
Das Umweltbundesamt empfiehlt für den Trockner die höchstmögliche Schleuderdrehzahl, Richtwert 1.400 Umdrehungen, und nennt den zusätzlichen Strom fürs Schleudern vernachlässigbar. Für den Luftentfeuchter gilt dasselbe Argument: Jeder Liter, den die Schleuder abführt, muss nicht durch die Luft.
Die Werte als Liste
- Klasse A: unter 3,2 l Liter
- Klasse B: bis 3,8 l Liter
- Klasse C: bis 4,4 l Liter
- Klasse D: bis 5,0 l Liter
- Klasse E: bis 5,7 l Liter
- Klasse F: bis 6,3 l Liter
- Klasse G: ab 6,3 l Liter
- 1 l je kg: 7,0 l Liter
Wie lange braucht Wäsche zum Trocknen mit Luftentfeuchter?
So lange, wie das Gerät braucht, um das Wasser der Ladung aus der Luft zu holen, und ein wenig länger. Die Luft eines Zimmers kann nur einen kleinen Teil davon aufnehmen. Die RAVEL-Studie rechnet für Luft von 20 Grad und 60 Prozent mit 8,7 Gramm Wasser je Kilogramm Luft; ein Raum von 15 Quadratmetern und 2,5 Metern Höhe enthält rund 45 Kilogramm Luft. Mehr als einige hundert Milliliter passen da nicht hinein, bevor die Luft gesättigt ist und die Wäsche aufhört zu trocknen. Der Rest muss durch das Gerät, durch ein offenes Fenster oder in die Wände.
Damit ist die Entfeuchtungsleistung die Zahl, die die Dauer bestimmt. Teilt man die Wassermenge durch die Leistung je Stunde, erhält man die Mindestlaufzeit. Ein Gerät mit 12 Litern am Tag schafft einen halben Liter je Stunde, wenn es seine Nennleistung bringt. Für die 3,2 bis 3,8 Liter aus sieben Kilogramm der Klasse B braucht es also sechs bis acht Stunden, für vier Kilogramm vier Stunden.
Die Spanne nach unten ist klein, die nach oben groß. Wenn die Wäsche trocknet, steigt die Feuchte im Raum, und ein Kompressorgerät zieht bei hoher Feuchte mehr Wasser. Gegen Ende, wenn nur noch Säume und Bündchen feucht sind, sinkt die Raumfeuchte und mit ihr die Leistung. Die Studie hielt in ihrer Benutzeranleitung für einen Trockenraum mit Raumluft-Wäschetrockner fest, der Vorgang dauere „je nach Wäschemenge und -Feuchte (schleudern!) etwa 4 - 8 Stunden“. Das waren Geräte für Trockenräume von Mehrfamilienhäusern, keine Zimmergeräte.
Wasser und Gerätestunden je Ladung
Zwei Angaben genügen: die Schleuderklasse vom Energielabel der Waschmaschine und das Trockengewicht der Ladung. Ausgegeben werden die Wassermenge nach den Klassengrenzen und die rechnerische Laufzeit eines Geräts mit 12 Litern Nennleistung, einmal bei Nennbedingung (0,5 Liter je Stunde) und einmal bei 20 °C und 60 Prozent (4,77 Liter am Tag laut Meaco-Anleitung).
Ergebnis
bis 1,8 Liter Wasser
4 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse A tragen bis 1,8 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch bis 4 Stunden bei Nennbedingung, bis 9 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Schleuderklasse: A (Restfeuchte unter 45 %) und Ladung: 4 kg (etwa halbe Trommel), dann bis 1,8 Liter Wasser. 4 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse A tragen bis 1,8 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch bis 4 Stunden bei Nennbedingung, bis 9 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: A (Restfeuchte unter 45 %) und Ladung: 7 kg, dann bis 3,2 Liter Wasser. 7 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse A tragen bis 3,2 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch bis 6 Stunden bei Nennbedingung, bis 16 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: A (Restfeuchte unter 45 %) und Ladung: 9 kg, dann bis 4,1 Liter Wasser. 9 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse A tragen bis 4,1 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch bis 8 Stunden bei Nennbedingung, bis 20 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: B (45 bis unter 54 %) und Ladung: 4 kg (etwa halbe Trommel), dann 1,8 bis 2,2 Liter Wasser. 4 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse B tragen 1,8 bis 2,2 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 4 Stunden bei Nennbedingung, 9 bis 11 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: B (45 bis unter 54 %) und Ladung: 7 kg, dann 3,2 bis 3,8 Liter Wasser. 7 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse B tragen 3,2 bis 3,8 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 6 bis 8 Stunden bei Nennbedingung, 16 bis 19 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: B (45 bis unter 54 %) und Ladung: 9 kg, dann 4,1 bis 4,9 Liter Wasser. 9 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse B tragen 4,1 bis 4,9 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 8 bis 10 Stunden bei Nennbedingung, 20 bis 24 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: C (54 bis unter 63 %) und Ladung: 4 kg (etwa halbe Trommel), dann 2,2 bis 2,5 Liter Wasser. 4 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse C tragen 2,2 bis 2,5 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 4 bis 5 Stunden bei Nennbedingung, 11 bis 13 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: C (54 bis unter 63 %) und Ladung: 7 kg, dann 3,8 bis 4,4 Liter Wasser. 7 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse C tragen 3,8 bis 4,4 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 8 bis 9 Stunden bei Nennbedingung, 19 bis 22 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: C (54 bis unter 63 %) und Ladung: 9 kg, dann 4,9 bis 5,7 Liter Wasser. 9 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse C tragen 4,9 bis 5,7 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 10 bis 11 Stunden bei Nennbedingung, 24 bis 29 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: D (63 bis unter 72 %) und Ladung: 4 kg (etwa halbe Trommel), dann 2,5 bis 2,9 Liter Wasser. 4 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse D tragen 2,5 bis 2,9 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 5 bis 6 Stunden bei Nennbedingung, 13 bis 14 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: D (63 bis unter 72 %) und Ladung: 7 kg, dann 4,4 bis 5,0 Liter Wasser. 7 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse D tragen 4,4 bis 5,0 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 9 bis 10 Stunden bei Nennbedingung, 22 bis 25 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: D (63 bis unter 72 %) und Ladung: 9 kg, dann 5,7 bis 6,5 Liter Wasser. 9 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse D tragen 5,7 bis 6,5 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch 11 bis 13 Stunden bei Nennbedingung, 29 bis 33 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent.
- Wenn Schleuderklasse: E, F oder G (ab 72 %) und Ladung: 4 kg (etwa halbe Trommel), dann mindestens 2,9 Liter Wasser. 4 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse E, F oder G tragen mindestens 2,9 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch mindestens 6 Stunden bei Nennbedingung, mindestens 14 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent. Nachschleudern lohnt sich.
- Wenn Schleuderklasse: E, F oder G (ab 72 %) und Ladung: 7 kg, dann mindestens 5,0 Liter Wasser. 7 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse E, F oder G tragen mindestens 5,0 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch mindestens 10 Stunden bei Nennbedingung, mindestens 25 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent. Nachschleudern lohnt sich.
- Wenn Schleuderklasse: E, F oder G (ab 72 %) und Ladung: 9 kg, dann mindestens 6,5 Liter Wasser. 9 kg Trockenwäsche aus einer Maschine der Klasse E, F oder G tragen mindestens 6,5 Liter Wasser. Ein Gerät mit 12 Litern Nennleistung braucht dafür rechnerisch mindestens 13 Stunden bei Nennbedingung, mindestens 33 Stunden bei 20 °C und 60 Prozent. Nachschleudern lohnt sich.
- In jedem anderen Fall: Nicht hinterlegt. Für diese Kombination ist keine Rechnung hinterlegt. Die Wassermenge ergibt sich aus Trockengewicht mal Restfeuchte, die Stunden aus Wassermenge geteilt durch die Entfeuchtung je Stunde.
Klassengrenzen nach Delegierter Verordnung (EU) 2019/2014, Anhang II Tabelle 3, bezogen auf das Trockengewicht (Richtlinie 95/12/EG, Anhang II Nr. 8). Entfeuchtung: 12 l in 24 h bei 30 °C und 80 % (Bosch Dry 2000, Meaco 12L Low Energy) und 4,77 l in 24 h bei 20 °C und 60 % (Meaco 12L Low Energy, Technische Daten). Laufzeit als Wassermenge geteilt durch Entfeuchtung je Stunde, ohne Wasser, das über Lüftung oder Wände abgeht. Gerundet. Stand 03.11.2026.
30 Grad und 80 Prozent: warum die Literzahl auf dem Gerät zu hoch greift
Die Zahl im Namen eines Entfeuchters, 10, 12 oder 20 Liter, gilt für eine Prüfbedingung, die es in einer Wohnung kaum gibt: 30 Grad Lufttemperatur bei 80 Prozent relativer Feuchte. Warme, sehr feuchte Luft gibt am Verdampfer besonders viel Wasser ab. Von sieben gelesenen Anleitungen nennen nur zwei zusätzlich einen Wert bei raumnahen Bedingungen.
Meaco gibt für das Modell 12L Low Energy 12 Liter bei 30 Grad und 80 Prozent an und 4,77 Liter bei 20 Grad und 60 Prozent; für das 20-Liter-Modell 20 und 8,48 Liter. Das ist weniger als die Hälfte. Bosch nennt für den Dry 2000 12 Liter bei 30 Grad und 80 Prozent und 7 Liter bei 27 Grad und 60 Prozent. Die übrigen Anleitungen nennen eine Höchstleistung, ohne zu sagen, unter welcher Bedingung; Trotec etwa 10 Liter in 24 Stunden für den TTK 26 E.
Für das Wäschetrocknen liegt die Wahrheit dazwischen. Hängt nasse Wäsche in einem geschlossenen Raum, steigt die Feuchte schnell über 60 Prozent. Die Temperatur bleibt aber bei Zimmertemperatur oder sinkt sogar, weil verdunstendes Wasser Wärme braucht. 30 Grad erreicht ein Wäscheraum nur im Hochsommer. Die Nennbedingung gibt deshalb die Untergrenze der Laufzeit, der Wert bei 20 Grad und 60 Prozent eine vorsichtige Obergrenze. Wer ein Gerät für die Wäsche sucht, vergleicht am besten die Angabe bei der niedrigeren Bedingung, sofern der Hersteller sie nennt.
Daraus folgt auch die Bemessung. Ein Gerät mit 20 Litern Nennleistung bringt nach Meaco-Angabe bei 20 Grad und 60 Prozent 8,48 Liter am Tag, rund 0,35 Liter je Stunde. Für 3,8 Liter aus sieben Kilogramm Klasse B sind das knapp elf Stunden, bei Nennbedingung gut vier. Wer regelmäßig volle Trommeln über Nacht trocknen will, rechnet mit diesen Zahlen und nicht mit dem Aufdruck. Welche Geräte welche Leistung angeben, vergleicht der Vergleich der Luftentfeuchter für die Wohnung.
Fünf Anleitungen, kein einziger Zeitwert
Gelesen wurden sieben Bedienungsanleitungen: TROTEC TTK 26 E und TTP 2 E, Bosch Dry 1000/2000/4000, COMFEE CDDOE-10DEN7, Klarstein Drybest 2000 2G, Meaco DD8L und Meaco 12L/20L Low Energy. Gesucht wurde nach allem, was die Hersteller zum Trocknen von Wäsche schreiben: ein eigener Modus, eine Zielfeuchte, eine Dauer, eine Wäschemenge, ein Hinweis zum Raum.
Fünf der sieben beschreiben einen Wäschebetrieb. Die beiden Peltier-Kleingeräte von Trotec und Klarstein schweigen; Trotec warnt beim TTP 2 E nur davor, Kleidungsstücke auf das Gerät zu legen. Keine der fünf nennt eine Trocknungsdauer je Ladung, keine eine Wäschemenge in Kilogramm, keine eine Wassermenge. Die einzigen Zeitwerte sind Abschalttimer: Bosch stellt im Wäschebetrieb acht Stunden voreingestellt ein, wählbar von einer bis zwölf; Meaco bietet beim DD8L einen Timer mit 1, 2, 4 oder 8 Stunden an, der sich „zum Trocknen von Wäsche innerhalb eines bestimmten Zeitraumes“ eigne.
| Anleitung | Modus | Zielfeuchte | Zeitangabe | Raum und Aufstellung |
|---|---|---|---|---|
| TROTEC TTK 26 E | Wäschetrocknung über die höchste Ventilatorstufe | 46 % schranktrocken, 58 % bügelfeucht, 65 % angetrocknet | keine | Mindestabstände auch für den Wäscheständer; offene Türen und Fenster vermeiden |
| Bosch Dry 2000 | Wäschebetrieb mit maximaler Leistung | Kompressor pausiert bei 35 % | Abschalttimer 8 h voreingestellt, 1 bis 12 h | nichts Eigenes zur Wäsche |
| COMFEE CDDOE-10DEN7 | Trocknermodus: kontinuierlich, hohe Lüfterstufe | keine, Feuchte nicht einstellbar | keine | Türen und Fenster zu, Wäsche vorher entwässern, 30 bis 50 cm Abstand |
| Meaco DD8L (Zeolith) | Modus „Wäsche“, trocknet kontinuierlich | ca. 35 % | Timer 1, 2, 4 oder 8 h | kleiner Raum, Türen und Fenster zu, Heizung leicht aufdrehen |
| Meaco 12L/20L Low Energy | kein eigener Modus: 30 % oder Dauerbetrieb, Lüfter maximal | 30 % | keine | kleiner Raum, Fenster und Türen zu, warme Raumtemperatur |
Bei der Zielfeuchte gehen die Anleitungen weit auseinander. Meaco empfiehlt für die Wäsche beim 12L und 20L die niedrigste Stufe, 30 Prozent, beim DD8L arbeitet der Wäschemodus auf etwa 35 Prozent hin. Bosch lässt den Kompressor im Wäschebetrieb pausieren, sobald 35 Prozent erreicht sind. Trotec nennt 46 Prozent für schranktrockene Wäsche. COMFEE nennt keine Zahl und lässt das Gerät im Trocknermodus durchlaufen. Nur eine der fünf Anleitungen, die von COMFEE, verlangt ausdrücklich, die Kleidung vorher zu entwässern.
Wer also wissen will, wie lange seine Wäsche braucht, bekommt die Antwort von keinem Hersteller. Er bekommt sie aus der eigenen Waschmaschine und der Entfeuchtungsangabe, wie oben gerechnet. Wie man den Hygrostat im Alltag einstellt, wenn gerade keine Wäsche hängt, steht im Ratgeber Luftentfeuchter richtig nutzen.
- Heimgebrauch laut Meaco: 45 bis 55 % relative Feuchte
- Meaco 12L/20L: 30 % relative Feuchte — außerhalb des Korridors
- DD8L, Bosch: 35 % relative Feuchte — außerhalb des Korridors
- Trotec schranktrocken: 46 % relative Feuchte — im Korridor
- Trotec bügelfeucht: 58 % relative Feuchte — außerhalb des Korridors
- Trotec angetrocknet: 65 % relative Feuchte — außerhalb des Korridors
46, 58, 65 Prozent: Trotec und der Trocknungsgrad
Trotec ist der einzige Hersteller im Feld, der die Zielfeuchte mit dem gewünschten Ergebnis verbindet. Die Betriebsanleitung des TTK 26 E nennt drei Werte: 46 Prozent relative Luftfeuchte für schranktrockene Wäsche, 58 Prozent für bügelfeuchte, 65 Prozent für angetrocknete. Als Beispiel schlägt sie 60 Prozent für bügelfeuchte Wäsche vor, weil der Hygrostat in Schritten arbeitet, und rät zu einem Messgerät für die Luftfeuchtigkeit.
Dahinter steht ein physikalischer Zusammenhang. Textilien gleichen ihre Feuchte an die der umgebenden Luft an. In trockener Luft geben sie mehr Wasser ab, in feuchter Luft behalten sie mehr. Wer bei 65 Prozent abschaltet, nimmt die Wäsche angetrocknet ab, wer bei 46 Prozent abschaltet, schranktrocken. Die Verordnung legt „schranktrocken“ für Waschtrockner auf den Gleichgewichtszustand bei 65 Prozent Raumfeuchte fest; Trotec setzt die Schwelle für den Entfeuchter mit 46 Prozent deutlich tiefer an.
Für die Praxis ist der Trotec-Ansatz der sparsamste. Das Gerät schaltet ab, wenn der Raum den Zielwert erreicht, und läuft nicht weiter gegen 30 oder 35 Prozent. Wer Hemden ohnehin bügelt, stellt 60 Prozent ein und spart die letzten, langsamsten Stunden. Wer die Wäsche direkt in den Schrank legt, stellt 45 Prozent ein. Der Wäschemodus von Trotec ist dabei kein eigenes Programm, sondern die höchste Ventilatorstufe; die Leuchte der hohen Stufe trägt in der Anleitung den Zusatz „Wäschetrocknungsfunktion“.
Die Anleitung verlangt außerdem, bei der Aufstellung von Gerät und Wäscheständer die Mindestabstände der Technischen Daten einzuhalten: oben 50 Zentimeter, hinten, seitlich und vorn je 20 Zentimeter. Der Wäscheständer zählt hier als Hindernis wie eine Wand.
Bosch Dry 2000: acht Stunden Timer, Pause bei 35 Prozent
Bosch beschreibt in der Anleitung für Dry 1000, 2000 und 4000 einen eigenen Wäschebetrieb. Das Gerät läuft darin mit maximaler Leistung und standardmäßig mit einem Abschalttimer von acht Stunden, einstellbar von einer bis zwölf Stunden. Erreicht die Raumluft vor Ablauf des Timers 35 Prozent, schaltet der Kompressor ab und nur der Ventilator läuft weiter; steigt die Feuchte wieder, kommt der Kompressor zurück. Nach Ablauf des Timers schaltet das Gerät ganz ab.
Die acht Stunden sind die einzige Zahl in allen Anleitungen, die nach einer Trocknungsdauer aussieht. Sie ist aber keine Zusage, dass die Wäsche dann trocken ist, sondern eine Voreinstellung. Mit der Rechnung von oben verglichen passt sie zu einer Ladung von vier bis sieben Kilogramm der Klasse A oder B bei hoher Raumfeuchte. Bei kühlem Raum und voller Trommel reicht sie nicht; dann bleibt die Wäsche nach dem Abschalten feucht, und der Raum nimmt die Feuchte wieder auf.
Wer das vermeiden will, nutzt die zweite Funktion, die Bosch über den Wäschebetrieb anbietet: die Dauerentfeuchtung. Sie wird im Wäschebetrieb durch weiteres Tastendrücken gewählt, bis „CO“ im Display erscheint; das Gerät entfeuchtet dann ohne Timer und ohne Sollfeuchte mit hoher Ventilatorstufe. Das ist der Zustand, den andere Hersteller Wäschemodus nennen.
Zur Leistung nennt Bosch 178 Watt Nenneingangsleistung für den Dry 2000 und, wie oben, 12 Liter bei 30 Grad und 80 Prozent sowie 7 Liter bei 27 Grad und 60 Prozent. Bei der niedrigeren Bedingung sind das 0,29 Liter je Stunde. Sieben Kilogramm der Klasse B brauchen damit elf bis 13 Stunden, mehr als der voreingestellte Timer. Der Wasserbehälter fasst laut Technischen Daten 2,5 Liter; für eine volle Trommel muss er einmal geleert werden oder ein Schlauch angeschlossen sein.
COMFEE und Meaco: Dauerbetrieb, kleiner Raum, Luft auf die Wäsche
Das Handbuch des COMFEE CDDOE-10DEN7 beschreibt einen Trocknermodus: kontinuierliche Entfeuchtung und hohe Lüftergeschwindigkeit, die Feuchte lässt sich nicht einstellen. Dazu vier Hinweise: Türen und Fenster schließen, die nasse Kleidung zuerst „dehydrieren“, also gründlich schleudern, den Luftstrom auf die Kleidung richten, und bei dicker, schwerer Kleidung damit rechnen, dass die Entfeuchtung nicht optimal funktioniert. Oben und rechts sollen 30 bis 50 Zentimeter Abstand zur nassen Wäsche bleiben.
Meaco rät beim 12L und 20L Low Energy zu einem möglichst kleinen Raum mit geschlossenen Fenstern und Türen, damit das Gerät nicht die Luft der ganzen Wohnung trocknen muss. Der Lüftungsschlitz soll die trockene Luft auf einen möglichst großen Teil der Wäsche richten, die Kleidungsstücke sollen so hängen, dass Luft zwischen ihnen zirkuliert, und eine warme Raumtemperatur helfe. Einen eigenen Modus gibt es nicht; empfohlen wird die niedrigste Feuchtestufe von 30 Prozent oder der Dauerbetrieb bei maximaler Lüfterdrehzahl.
Für den DD8L schreibt Meaco ähnlich: kleiner Raum, Türen und Fenster zu, Heizung leicht aufdrehen, Kleidung nicht aneinander, kein Tropfwasser auf das Gerät, 30 Zentimeter Abstand zu Vorhängen und Gegenständen. Auch der Wäschemodus erreiche einen Punkt, an dem kein Wasser mehr entzogen werde, „um sie nicht so weit auszutrocknen, dass das Atmen unangenehm wird“, rund 35 Prozent.
Die Gemeinsamkeit der drei: Der Wäschemodus ist Dauerbetrieb mit viel Luft. Der Unterschied liegt in der Frage, wann aufgehört wird. COMFEE hört gar nicht auf, solange niemand ausschaltet, Meaco bei 30 oder 35 Prozent, Trotec bei dem Wert, den man einstellt. Je tiefer der Endpunkt, desto länger die letzte Phase, in der das Gerät viel Strom für wenig Wasser aufnimmt.
Luftentfeuchter mit Wäschetrocknungsfunktion: was der Modus wirklich schaltet
Nach den fünf Anleitungen schaltet ein Wäschemodus drei Dinge: die höchste Lüfterstufe, den Dauerbetrieb oder eine sehr niedrige Zielfeuchte, und manchmal einen Timer. Mehr steht in keiner der Unterlagen. Keine nennt eine eigene Heizung für die Wäsche, keine eine Feuchtemessung in der Wäsche selbst, keine eine Abschaltung, wenn die Wäsche trocken ist. Gemessen wird immer die Raumluft.
Daraus folgt: Ein Gerät ohne Wäschetaste trocknet Wäsche genauso, wenn es einen Dauerbetrieb oder eine niedrige Feuchtestufe und eine hohe Lüfterstufe hat. Meaco sagt das für die eigenen Low-Energy-Modelle ausdrücklich, Trotec beim TTK 26 E ebenso. Der Name der Funktion ist ein Bedienkomfort, kein technisches Merkmal. Wer ein Gerät sucht, prüft deshalb zuerst die Feuchtestufen: Lässt sich nicht tiefer als 45 oder 50 Prozent einstellen und gibt es keinen Dauerbetrieb, wird das Trocknen langsam.
Zwei Dinge machen beim Wäschetrocknen einen größeren Unterschied als der Modus. Das erste ist der Luftstrom: Meaco und COMFEE verlangen, die trockene Luft auf die Wäsche zu richten. Ein Gerät mit verstellbarer Auslassklappe hat hier einen Vorteil, eines mit Auslass nach oben weniger. Das zweite ist der Ablauf: Eine volle Trommel bringt mehr Wasser, als viele Behälter fassen. Ein Schlauchanschluss zum Abfluss oder ein ausreichend großer Behälter entscheidet, ob das Gerät in der Nacht durchläuft oder nach drei Stunden mit vollem Tank stehen bleibt.
Bei der Lautstärke ist der Wäschemodus die ungünstigste Einstellung, weil der Ventilator in der höchsten Stufe läuft. Meaco gibt für die Low-Energy-Modelle 41 und 46 dB(A) als Höchstwert an. Wer im selben Raum schläft, trocknet besser tagsüber; was ein Gerät nachts darf, behandelt der Ratgeber zum Luftentfeuchter fürs Schlafzimmer.
Wäscheständer und Entfeuchter: Abstand, Luftstrom, Raumgröße
Die Abstände stehen in den Anleitungen, wenn auch an verschiedenen Stellen. Trotec verlangt beim TTK 26 E oben 50 und an den übrigen Seiten 20 Zentimeter, ausdrücklich auch zum Wäscheständer. COMFEE nennt 30 bis 50 Zentimeter oben und rechts zur nassen Wäsche, Meaco beim DD8L 30 Zentimeter zu Gegenständen. Allen gemeinsam ist der Hinweis, dass kein Wasser auf das Gerät tropfen darf. Das Gerät gehört also neben oder vor den Ständer, nicht darunter.
Beim Aufhängen hilft, was die RAVEL-Studie den Bewohnern ihrer Versuchssiedlung mitgab: schwer Trocknendes nah ans Gerät, mit etwas Zwischenraum, damit die trockene Luft auch nach hinten kommt. Die Kleidungsstücke sollen sich nicht berühren. Je mehr Oberfläche frei hängt, desto schneller gibt die Wäsche ihr Wasser ab.
Zur Raumgröße sagen Meaco und COMFEE dasselbe: so klein wie möglich, Türen und Fenster zu. Der Grund steht in der Rechnung. Das Gerät soll das Wasser der Wäsche entfernen, nicht die Feuchte der übrigen Wohnung oder der Außenluft. Ein Abstellraum, ein kleines Bad oder ein Gästezimmer mit geschlossener Tür eignet sich besser als ein offenes Wohnzimmer. Wer das Bad dafür nutzt, findet die Regeln für Steckdose und Abstand zur Dusche im Ratgeber Luftentfeuchter für das Badezimmer.
Eine Grenze nach unten nennen die Kompressorgeräte selbst: Wegen des Kältemittels R290 verlangen Trotec und Bosch eine Raumfläche von mehr als vier Quadratmetern. Ein Wäscheständer in der Abstellkammer unter vier Quadratmetern ist mit einem solchen Gerät nicht zulässig.
Wäsche im Keller trocknen: was die Temperatur ändert
Kalte Räume trocknen langsamer, aber weniger dramatisch, als man denkt. Die RAVEL-Autoren ließen am Schweizerischen Institut für Hauswirtschaft Raumluft-Wäschetrockner bei 23, 18 und 14 Grad prüfen. Das Ergebnis nannten sie selbst „überraschend“: im Mittel bei 18 Grad kein höherer Energieverbrauch als bei 23 Grad, bei 14 Grad nur eine kleine Zunahme, und die Trocknungsdauern unterschieden sich ähnlich wenig. Die in den Geräten eingebauten Startheizungen hielten sie deshalb für überflüssig oder ab 15 Grad für abschaltbar.
Für Kompressorgeräte im Keller gibt es dennoch eine Untergrenze. Bosch nennt als Betriebsgrenze plus fünf Grad, COMFEE rät, das Gerät nicht in Bereichen unter fünf Grad aufzustellen, weil die Kühlschlangen vereisen. Unterhalb von etwa 15 Grad verbringt ein Kompressorgerät zunehmend Zeit mit Abtauen; die RAVEL-Prüfung beobachtete Abtauvorgänge bei manchen Geräten schon bei 18 Grad, bei anderen auch bei 14 Grad noch keine.
Ohne Gerät ist der Keller außerhalb der Heizperiode der schwierigste Ort. Die Studie beschreibt, dass untergeschossige Trockenräume im Sommer ohne erzwungenen Luftaustausch einen Kaltluftsee bilden, der das Trocknen fast zum Stillstand bringt; nach ein bis zwei Tagen rieche es muffig. Während der Heizperiode funktionierten solche Räume dagegen meist, weil warme Leitungen und Decken die Luft erwärmen und ihre relative Feuchte senken.
Wer im Keller wäscht und trocknet, hat zwei Feuchtequellen: die Wäsche und die Wände. Ein Gerät, das beides schaffen soll, braucht mehr Leistung als eines nur für die Wäsche. Welche Geräte für Keller mit Restfeuchte und kalten Wänden geeignet sind, steht im Vergleich Luftentfeuchter für den Keller.
Kompressor oder Zeolith für die Waschküche?
Der Meaco DD8L ist unter den gelesenen Geräten das einzige mit Trockenmittel. Ein Zeolith-Rad nimmt das Wasser auf, ein Heizelement treibt es wieder aus. Meaco gibt den Einsatzbereich mit 1 bis 37 Grad an, also deutlich unter der Grenze der Kompressorgeräte. Für unbeheizte Räume, Garagen und kalte Keller ist das der Vorteil dieser Bauart.
Der Preis dafür ist der Strom. Meaco nennt für den DD8L 30, 330 und 650 Watt als Stromverbrauch je nach Betriebsart und 8 Liter Entfeuchtung am Tag. In welcher Stufe der Wäschemodus läuft, sagt die Anleitung nicht. Läuft er mit 650 Watt, braucht das Gerät knapp zwei Kilowattstunden je Liter. Ein Kompressorgerät wie der Bosch Dry 2000 kommt bei Nennbedingung auf 0,36, bei 27 Grad und 60 Prozent auf 0,61 Kilowattstunden je Liter.
Die RAVEL-Studie hat ein großes Sorptionsgerät für Trockenräume untersucht und zwei Schwächen beschrieben: kleine Entfeuchtungsleistung je Anschlussleistung, und eine Leistung, die bei steigender Luftfeuchte nicht zunimmt. Ein Kompressorgerät zieht bei feuchter Luft mehr Wasser, ein Sorptionsgerät nicht im selben Maß. Beim Wäschetrocknen, wo die Feuchte im Raum hoch ist, spielt der Kompressor seinen Vorteil also gerade dann aus, wenn das meiste Wasser anfällt.
Die Wärme bleibt in beiden Fällen im Raum. Der DD8L gibt nach Meaco-Angabe Luft ab, die 10 bis 12 Grad wärmer ist als die angesaugte. In einem kalten Raum ist das willkommen, und Meaco rät beim Wäschetrocknen ohnehin, die Heizung leicht aufzudrehen. Für die beheizte Wohnung bei Zimmertemperatur ist der Kompressor die sparsamere Wahl, für den Raum unter zehn Grad das Trockenmittel die einzige, die dort zuverlässig arbeitet.
Was kostet eine Ladung Wäsche mit dem Luftentfeuchter?
Die Kosten folgen direkt aus der Rechnung. Wassermenge geteilt durch die Entfeuchtung je Stunde ergibt die Stunden, Stunden mal Leistungsaufnahme die Kilowattstunden. Für sieben Kilogramm der Klasse B, 3,8 Liter, und den Bosch Dry 2000 mit 178 Watt sind das bei 27 Grad und 60 Prozent rund 2,3 Kilowattstunden, bei Nennbedingung rund 1,35. Als Strompreis gilt der Durchschnitt für Haushalte im bisherigen Jahr 2026, 37,3 Cent je Kilowattstunde laut BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026. Eine Ladung kostet damit 50 bis 86 Cent.
Strom für das Wäschetrocknen im Winterhalbjahr
Vorbelegt: 78 Ladungen mit je 7 kg Trockenwäsche der Klasse B (3,8 Liter Wasser), drei je Woche über 26 Wochen, getrocknet mit dem Bosch Dry 2000 bei 27 °C und 60 Prozent. Ladungszahl und Strompreis sind Annahmen und im Feld veränderbar; die Profile rechnen andere Geräte und Bedingungen mit ihren Angaben aus der Anleitung.
Strom
3,8 l je Ladung geteilt durch 7 l in 24 h (Bosch Dry 2000 bei 27 °C/60 %), mal 178 W: 2,31 kWh je Ladung, mal 78 Ladungen als Annahme. Strompreis BDEW Herbst 2026, im Feld veränderbar
- Strom: 180 kWh im Jahr mal 0,373 = 67,14 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 67,14 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 67,14 Euro
| Profil | Strom | Im Jahr | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Bosch Dry 2000, Nennbedingung12 l in 24 h, 1,35 kWh je Ladung | 105 kWh im Jahr39,14 Euro | 39,14 Euro | 195,71 Euro |
| Meaco 20L, Nennbedingung20 l in 24 h, 219 W, 0,99 kWh je Ladung | 78 kWh im Jahr28,94 Euro | 28,94 Euro | 144,69 Euro |
| Meaco 12L bei 20 °C und 60 %4,77 l in 24 h, 157 W, 2,99 kWh je Ladung | 233 kWh im Jahr86,88 Euro | 86,88 Euro | 434,40 Euro |
| Meaco DD8L mit 650 W8 l in 24 h, 7,37 kWh je Ladung, Obergrenze | 575 kWh im Jahr214,51 Euro | 214,51 Euro | 1.072,56 Euro |
Leistung und Entfeuchtung aus den Anleitungen: Bosch Dry 1000/2000/4000 (178 W; 12 l bei 30 °C/80 %, 7 l bei 27 °C/60 %), Meaco 12L/20L Low Energy (157 W und 219 W; 12 l und 20 l bei 30 °C/80 %, 4,77 l und 8,48 l bei 20 °C/60 %), Meaco DD8L (30/330/650 W, 8 l am Tag). Wassermenge nach Delegierter Verordnung (EU) 2019/2014, Anhang II Tabelle 3. Ladungszahl als Annahme. Strompreis 37,3 Cent je kWh, BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026. Stand 03.11.2026.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Über ein Winterhalbjahr mit drei Ladungen je Woche kommen so rund 67 Euro zusammen, mit einem 20-Liter-Gerät unter Nennbedingung rund 29 Euro, mit dem Trockenmittelgerät bei voller Heizleistung rund 214 Euro. Die Spanne ist groß, weil die Entfeuchtung je Kilowattstunde stark von Bauart und Raumbedingung abhängt. Wovon der Verbrauch eines Entfeuchters außerhalb der Wäschezeit abhängt und wie man ihn mit einem Zwischenstecker misst, erklärt der Ratgeber zum Stromverbrauch von Luftentfeuchtern.
Nicht eingerechnet ist die Wärme. Die gesamte aufgenommene Leistung eines Entfeuchters bleibt als Wärme im Raum, dazu die Wärme, die beim Kondensieren des Wassers frei wird. In der Heizperiode ersetzt sie einen Teil der Heizung, im Sommer heizt sie den Raum zusätzlich auf. Die Rechnung oben ist deshalb im Winter eine Obergrenze der echten Mehrkosten, im Sommer nicht.
Luftentfeuchter oder Wärmepumpentrockner: was gemessen ist und was nicht
Eine aktuelle, unabhängige Messung, die Zimmer-Luftentfeuchter und Wärmepumpentrockner unter denselben Bedingungen vergleicht, war nicht zu finden. Die einzige Messstudie mit Raumluft-Wäschetrocknern, die als Original vorliegt, ist die RAVEL-Untersuchung von 1992. Sie nannte als Werte der Warendeklarationen rund 0,7 Kilowattstunden je Kilogramm Trockenwäsche für Tumbler, rund 1 für Trockenschränke und rund 0,4 für Raumluft-Entfeuchtungstrockner nach dem Wärmepumpenprinzip. Wärmepumpen-Tumbler kamen darin nicht vor.
Für den heutigen Wärmepumpentrockner nennt das Umweltbundesamt 73 bis 97 Kilowattstunden je 100 Trocknungszyklen, ältere Geräte ohne Wärmepumpe rund 340. Das sind 0,73 bis 0,97 Kilowattstunden je Zyklus. Wie viel Wäsche ein Zyklus umfasst, hängt am Gerät; die Angabe ist deshalb nicht direkt je Kilogramm umrechenbar.
Legt man die Zahlen trotzdem nebeneinander, liegt der Wärmepumpentrockner je Ladung unter den 1,35 bis 2,3 Kilowattstunden, die der Bosch Dry 2000 für sieben Kilogramm Klasse B rechnerisch braucht, und deutlich unter dem Trockenmittelgerät. Nur ein großer Kompressor-Entfeuchter unter günstigen Bedingungen kommt in seine Nähe. Ein Luftentfeuchter ist also nicht automatisch die Stromsparvariante. Für ihn sprechen andere Gründe: Er schont die Wäsche, weil sie hängt statt sich zu drehen, er entfeuchtet den Raum auch außerhalb der Wäschetage, und er braucht keinen Platz für ein zweites großes Gerät.
Wer täglich große Mengen trocknet und den Platz hat, fährt mit dem Wärmepumpentrockner meist schneller und eher sparsamer. Welche Modelle dort welche Effizienzklasse erreichen, vergleicht der Vergleich der Wärmepumpentrockner.
Raumluft-Wäschetrockner: das Gerät für den Trockenraum
Was im Handel als Raumluft-Wäschetrockner verkauft wird, ist technisch ein Luftentfeuchter, aber für einen anderen Zweck gebaut: fest an der Wand eines Trockenraums montiert, für die Wäsche mehrerer Haushalte, mit Steuerung, die nach dem Trocknen abschaltet. Die RAVEL-Studie hat fünf solcher Geräte von drei Herstellern in neun Trockenräumen einer Zürcher Siedlung über einen Sommer und einen Winter untersucht. Die Bewohnerinnen wogen ihre Wäsche, die Geräte hatten eigene Zähler.
Die Prüfstandsversuche liefen mit angepasster Ladung, 25 Kilogramm Trockenwäsche für große, 10 Kilogramm für kleine Geräte. Unter diesen Bedingungen waren die Unterschiede zwischen den Geräten klein. Unter günstigen Voraussetzungen, vor allem bei genügend großen Wäschemengen, erreichten die Raumluft-Entfeuchtungstrockner auch in der Praxis deutlich kleinere Stromverbräuche als die damaligen Tumbler; bei unzweckmäßiger Benutzung konnte jedoch ein Mehrverbrauch eintreten.
Eine weitere Beobachtung betrifft die Wassermenge. Die im Prüfraum vom Gerät abgeschiedene Wassermenge wich von der Anfangsrestfeuchte der Wäsche zum Teil stark ab, zwischen etwa 45 und 106 Prozent, lag aber fast immer bei 100 Prozent. Das stützt die Rechnung dieser Seite: In einem geschlossenen Raum muss das Wasser der Wäsche am Ende fast vollständig durch das Gerät.
Für Haushalte ohne Trockenraum ist ein Wandgerät dieser Klasse selten sinnvoll. Der Zimmer-Luftentfeuchter auf Rollen erfüllt denselben Zweck in kleinerem Maßstab und kann in der übrigen Zeit dort stehen, wo Feuchte entsteht. Wer kein Gerät mit Strom will, findet die Grenzen von Granulat und Silikagel im Vergleich Luftentfeuchter ohne Strom: Für Liter aus einer Waschmaschine sind sie nicht gebaut.
Kleine Mengen, nachgehängte Socken: wie sich der Verbrauch verdoppelt
Die wichtigste Erkenntnis der Siedlungsmessung war nicht technisch. Der spezifische Energieverbrauch der Raumluft-Entfeuchtungstrockner, Kilowattstunden je Kilogramm Trockenwäsche, werde „sehr stark vom Benutzerverhalten beeinflusst“, schreiben die Autoren. Vier Umstände führten zu hohen Verbräuchen, unter Umständen bis zum Doppelten des deklarierten Werts.
- Kleine Wäschemengen pro Durchgang.
- Feuchte Wäsche, die während des Trocknens dazugehängt wird.
- Stark verschiedene Flächengewichte in einer Ladung, etwa Jeans neben Bettwäsche.
- Eine Steuerung ohne endgültige Abschaltung, die das Gerät immer wieder kurz einschaltet.
Jeder der vier Punkte lässt sich auf das Zimmergerät übertragen. Eine halbe Trommel braucht nicht die halbe Zeit, weil das Gerät die Raumluft ohnehin mittrocknen muss. Wer abends noch ein T-Shirt dazuhängt, verlängert den Durchgang für die ganze Ladung; die Studie empfahl, nur in den ersten ein bis zwei Stunden nachzuhängen. Handtücher und Hemden zusammen lassen das Gerät für die letzten feuchten Frotteesäume weiterlaufen, während die Hemden längst trocken sind.
Der vierte Punkt betrifft genau die Einstellungen, die die Anleitungen für Wäsche empfehlen. Dauerbetrieb ohne Zielwert und eine Zielfeuchte von 30 Prozent halten das Gerät am Laufen, auch wenn kaum noch Wasser kommt. Trotecs Weg, auf 46 bis 65 Prozent je nach Trocknungsgrad einzustellen, oder ein Timer wie bei Bosch beenden den Durchgang. Die Studie riet den Bewohnern zudem, wegen einiger feuchter Hosenbünde das Gerät nicht noch einmal zu starten, sondern diese in der Wohnung fertig trocknen zu lassen.
Wäsche in der Wohnung trocknen: Lüften, Schimmel, Grenzen des Geräts
Das Umweltbundesamt rät, die Wäsche möglichst im Freien oder in unbeheizten, gut belüfteten Räumen zu trocknen. Wer sie in der Wohnung trocknet, soll vor allem im Winter ausreichend lüften, kurz stoßweise fünf bis zehn Minuten, um Schimmel zu verhindern. Ein Luftentfeuchter ersetzt dieses Lüften zum Teil, aber nicht in jedem Fall.
Er ersetzt es, solange er das Wasser der Wäsche schneller abführt, als es verdunstet. Dann steigt die Raumfeuchte nur kurz an und fällt wieder. Er ersetzt es nicht, wenn das Gerät zu klein ist, im falschen Raum steht oder vor der Wäsche abschaltet. Dann bleibt die Feuchte stundenlang hoch, und an kalten Außenwänden, Fensterlaibungen und hinter Schränken schlägt sie sich nieder. Die Rechnung oben zeigt, wie schnell das passiert: Ein 12-Liter-Gerät bei Zimmertemperatur braucht für eine volle Trommel einen ganzen Tag.
Ein Hygrometer im Raum ist deshalb das wichtigste Zubehör. Steigt die Feuchte während des Trocknens über längere Zeit deutlich über 60 Prozent und fällt sie bis zum nächsten Morgen nicht, reicht das Gerät für diese Ladung nicht. Dann hilft eine kleinere Ladung, ein kleinerer Raum oder zusätzliches Stoßlüften. Wo schon Flecken an der Wand sind, gehört die Ursache geklärt, bevor ein Gerät gekauft wird; wie Entfeuchter und Schimmel zusammenhängen, steht im Ratgeber Luftentfeuchter gegen Schimmel.
Wer ganz ohne Gerät auskommen will, findet Regeln für das Trocknen auf dem Ständer, die Lüftungszeiten und den Vergleich mit dem Trockner im Ratgeber Wäsche trocknen im Winter.
Woran man merkt, dass Gerät oder Raum nicht reichen
Drei Anzeichen lassen sich nach den ersten zwei Wochen beobachten, ohne etwas zu messen außer der Luftfeuchte.
Erstens: Der Behälter ist voll, bevor die Wäsche trocken ist. Bei einer vollen Trommel mit fast vier Litern Wasser reicht ein Behälter von 2,5 Litern nicht. Das ist kein Defekt, sondern eine Frage der Aufstellung. Mit Schlauch zum Abfluss läuft das Gerät durch; ohne Schlauch muss jemand nachts leeren oder die Ladung kleiner machen.
Zweitens: Die Wäsche riecht muffig, obwohl sie trocken geworden ist. Die RAVEL-Autoren beschreiben diesen Geruch für Trockenräume, in denen die Wäsche ein bis zwei Tage feucht hing. Dann war die Trocknung zu langsam, meist weil der Raum zu groß, zu kalt oder zu offen ist oder die Ladung zu dicht hängt. Abhilfe schafft zuerst der kleinere, geschlossene Raum, dann das Nachschleudern.
Drittens: Das Hygrometer zeigt am Morgen nach dem Trocknen noch deutlich mehr als vor dem Aufhängen. Dann hat das Gerät nicht das ganze Wasser abgeführt, der Rest steckt in Wänden und Möbeln. Wer das regelmäßig sieht, braucht ein Gerät mit höherer Leistung bei 20 Grad und 60 Prozent, nicht eines mit höherer Zahl im Namen. Innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen bei Onlinekäufen lässt sich das noch ohne Verlust korrigieren.
Sommer, Heizperiode, neue Waschmaschine: wann Warten die bessere Wahl ist
Der Zeitpunkt entscheidet beim Wäschetrocknen mehr als das Gerät. Von Frühjahr bis Herbst trocknet Wäsche im Freien: nach der RAVEL-Studie praktisch immer bei Sonnenschein, ohne Sonne bei relativer Luftfeuchte unter etwa 70 Prozent, dann abhängig von Temperatur und Wind. Das Umweltbundesamt nennt Wäscheleine und Wäscheständer die energieeffizienteste Methode. Wer im April einen Entfeuchter nur für die Wäsche kauft, kann mit dem Kauf meist bis zum Herbst warten und dann wissen, wie viele Ladungen wirklich drinnen trocknen müssen.
In der Heizperiode sieht die Rechnung anders aus. Draußen trocknet kaum etwas, drinnen steigt die Feuchte, und die Abwärme des Geräts kommt dem Raum zugute. Das ist die Zeit, in der sich ein Entfeuchter für die Wäsche am ehesten trägt, und die Zeit, in der der Bedarf sichtbar wird: beschlagene Scheiben am Morgen nach einem Waschtag sind das deutlichste Signal.
Ein dritter Zeitpunkt ist die nächste Waschmaschine. Wer ohnehin bald eine neue braucht, gewinnt mit einer höheren Schleuderklasse mehr als mit einem größeren Entfeuchter: Der Sprung von Klasse D auf Klasse A senkt das Wasser einer Sieben-Kilo-Ladung von bis zu fünf auf unter 3,2 Liter. Das ist mehr als ein Drittel weniger Laufzeit und Strom für jedes künftige Trocknen. Wer vor der Wahl steht, zuerst die Maschine oder zuerst den Entfeuchter zu ersetzen, nimmt die Maschine.
Und wer überlegt, ob statt des Entfeuchters ein Wärmepumpentrockner kommen soll: Seit dem 1. Juli 2025 gilt für Wäschetrockner das neue Energielabel mit den Klassen A bis G, laut Umweltbundesamt erreichen die sparsamsten Geräte heute meist A oder B. Wer die Entscheidung bis zum nächsten Waschmaschinenkauf aufschieben kann, vergleicht beide Geräte dann mit den neuen Klassen nebeneinander. Bis dahin führt die Luftentfeuchter-Übersicht zu den Räumen, in denen ein Gerät auch ohne Wäsche gebraucht wird.

