Sechshundertsechzig Millimeter über dem Boden: dort endet, was unter der Platte hängen darf
Eine Schublade an einem höhenverstellbaren Schreibtisch ist kein Zubehör, sondern ein Bauteil, das in den Beinraum hineinragt. Wie weit, entscheidet eine einzige Zahl: die Bauhöhe des Kastens unter der Tischplatte. Am 16.09.2026 wurden vierzehn Angebote mit Schublade einzeln aufgerufen und ihre Datenblätter aufgenommen — Aufzählungszeilen, Detailfelder, Variantenstruktur, Elternkennung. Diese eine Zahl steht in genau einem der vierzehn.
Der Befund in drei Sätzen
Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit" zieht in Abbildung 6 zwei Linien: 685 Millimeter über dem Boden für die Unterkante der Tischplatte und 660 Millimeter für die Unterkante einer Unterkonstruktion. Eine Schublade ist eine Unterkonstruktion. Von den fünf hier aufgenommenen Angeboten nennt eines die Bauhöhe seiner Schublade — und schon dieses liegt nur fünf Millimeter darüber. Zwei weitere setzen ihre Fächer auf die Platte statt darunter. Bei den zwei übrigen ist die Rechnung mangels Zahl nicht zu führen.
Das ist keine Formalie. Wer die Platte in der niedrigsten Stellung braucht — und das sind alle, die kleiner sind als etwa 1,75 Meter —, stößt mit den Oberschenkeln genau dort an, wo der Kasten hängt. Der Tisch fährt dann zwar auf 720 Millimeter herunter, nutzbar ist diese Stellung aber nicht mehr. Praktisch verliert ein Sitz-Steh-Tisch mit Schublade den unteren Teil seines Verstellwegs, ohne dass das irgendwo stünde.
Was der Beinraum in der Breite braucht und warum die Gestellgeometrie dabei wichtiger ist als das Plattenmaß, steht im Vergleich der Tische mit 160 mal 80 Zentimetern. Diese Seite nimmt die andere Achse: die Höhe. Sie führt fünf Angebote mit Schublade, rechnet für jedes durch, was unter der Platte übrig bleibt, und sagt bei zweien ausdrücklich, dass die Rechnung nicht zu führen ist.
Fünf Tische mit Schublade im Datenblattabgleich
Die Spalten sind nach dem gewählt, was in diesem Feld über den Beinraum entscheidet: wo die Fächer sitzen, ob ihre Maße genannt sind, bei welcher Höhe die Verstellung beginnt und wie viel Höhe zwischen Plattenunterkante und der 660-Millimeter-Linie bleibt. Preise stehen hier bewusst nicht als Zahl — sie ändern sich, die Rechnung nicht.
| Tisch | Wo die Fächer sitzen | Bauhöhe genannt? | Verstellbereich | Höhenreserve | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| VASAGLE 120 x 60VASAGLE (EUZIEL International GmbH) | unter der Platte, außermittig links | 40 Millimeter, ausdrücklich genannt | 720 bis 1200 mm | 45 mm | Angebot ansehen |
| Lufeiya 100 x 60Lufeiya (Fujian Yunzixing Intelligent Technology Co., Ltd.) | über der Platte | entfällt — die Fächer hängen nicht unter der Platte | 720 bis 1160 mm | 45 mm | Angebot ansehen |
| FLEXISPOT Q3-1206FLEXISPOT | unter der Platte, außermittig links | nicht genannt | 735 bis 1180 mm | 55 mm | Angebot ansehen |
| OffiGo 120 x 54OffiGo | unter der Platte, über die volle Breite | nicht genannt | 780 bis 1200 mm | 100 mm | Angebot ansehen |
| HUANUO 120 x 60HUANUO (BSQ Technology GmbH) | auf der Platte, unter einer Erhöhung für Bildschirme (laut Herstellerbeschreibung) | entfällt laut Herstellerbeschreibung — die Schubladen sitzen auf der Platte | 719 bis 1181 mm | 44 mm | Angebot ansehen |
Die Höhenreserve ist gerechnet: niedrigste Arbeitshöhe minus Plattenstärke minus 660 Millimeter. Bei zwei der fünf Angebote fehlt die Plattenstärke im Datenblatt beziehungsweise auf der Herstellerseite; dort ist mit 15 Millimetern gerechnet, dem niedrigsten im Feld genannten Wert.
Die Spalte Höhenreserve ist die eigentliche Auskunft dieser Tabelle. Sie sagt, wie hoch eine Schublade an diesem Tisch überhaupt bauen darf, ohne den Beinraum zu unterschreiten — und sie reicht von 44 bis 100 Millimetern. Die Spanne entsteht fast vollständig aus der niedrigsten Arbeitshöhe: Wo die Verstellung erst bei 780 Millimetern beginnt, ist unten mehr Luft. Was wie ein Nachteil aussieht, ist bei einem Tisch mit Schublade die entscheidende Eigenschaft.
Was die ASR A6 zum Beinraum verlangt, welchen Verstellbereich sie vorzieht — und wo sie nicht gilt
Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A6 „Bildschirmarbeit" ist im Juli 2024 in Kraft getreten und konkretisiert Nummer 6 des Anhangs der Arbeitsstättenverordnung. Sie ist frei abrufbar, und sie ist für die Frage nach der Schublade die einzige verfügbare Maßangabe mit amtlichem Rang. Abschnitt 6.3.9 Absatz 4 formuliert die Anforderung so: Unter der genutzten Arbeitsfläche muss an Sitzarbeitsplätzen und an Steh-Sitz-Arbeitsplätzen ein bewegungsgerechter Beinraum zur Verfügung stehen, und die Anforderungen nach Abbildung 6 müssen über eine Breite von mindestens 850 Millimetern erfüllt sein.
Abbildung 6 selbst trägt fünf Maße. Von der Oberkante des Fußbodens bis zur Unterkante der Tischplatte mindestens 685 Millimeter. Bis zur Unterkante der Unterkonstruktion mindestens 660 Millimeter. Fußraumhöhe mindestens 120 Millimeter. Und die Beinraumtiefe gestaffelt mit mindestens 500, 600 und 800 Millimetern, je nachdem, in welcher Höhe gemessen wird. Die Zeichnung ist beispielhaft für eine Tischhöhe von 740 Millimetern plus minus 20 angelegt.
Die zweite Angabe ist die, um die es hier geht. Eine Schublade ist keine Tischplatte, sondern etwas, das unter ihr sitzt — im Sprachgebrauch der Zeichnung also Unterkonstruktion. Für sie gelten nicht die 685, sondern die 660 Millimeter. Das ist die gute Nachricht: Zwischen Plattenunterkante und der Linie liegen 25 Millimeter Spielraum, die es sonst nicht gäbe. Die schlechte folgt sofort: 25 Millimeter sind für eine Schublade nichts. Erst weil die Tische im Feld nicht bei 705, sondern bei rund 719 bis 780 Millimetern beginnen, kommt überhaupt eine brauchbare Reserve zusammen.
Dieselbe Regel sagt in Absatz 2 etwas, das im ganzen Feld niemand erfüllt: Stufenlos höhenverstellbare Arbeitsflächen von 650 bis 1250 Millimetern seien den einstellbaren oder festen Höhen vorzuziehen. Keiner der fünf Tische kommt unten an 650 heran — der niedrigste Wert im Feld liegt bei rund 719, der höchste bei 780 Millimetern. Oben erreicht keiner die 1250; die Spanne endet zwischen 1160 und 1200. Das ist kein Mangel dieser fünf Angebote, sondern eine Eigenschaft der ganzen Warengruppe, die auch der Überblick zum höhenverstellbaren Schreibtisch für seine Auswahl zeigt.
Und jetzt die Einschränkung, ohne die der Rest unredlich wäre. Abschnitt 2 der Regel nennt ihren Anwendungsbereich, und er schließt den Privatbereich ausdrücklich aus: Die Regel gilt für Bildschirmarbeitsplätze in Arbeitsstätten und für Telearbeitsplätze — nicht für die Verwendung von Bildschirmgeräten außerhalb von Arbeitsstätten oder außerhalb von Telearbeitsplätzen. Wer sich privat einen Tisch ins Wohnzimmer stellt, verstößt gegen nichts. Die 660 Millimeter sind für ihn keine Vorschrift, sondern der einzige belastbare Maßstab, den es für diese Frage überhaupt gibt — und er stammt nicht von einem Möbelhersteller.
Arbeitshöhe minus Plattenstärke minus Schublade: die Rechnung im Einzelnen
Die Rechnung hat drei Posten und ist in zehn Sekunden gemacht. Von der niedrigsten Arbeitshöhe des Tisches wird die Plattenstärke abgezogen — das ergibt die Höhe der Plattenunterkante über dem Boden. Davon wird die Bauhöhe der Schublade abgezogen. Was bleibt, ist die Höhe der Schubladenunterkante. Liegt sie unter 660 Millimetern, ist die niedrigste Stellung des Tisches rechnerisch nicht mehr nutzbar.
Umgekehrt gelesen ergibt dieselbe Rechnung eine Obergrenze: Niedrigste Arbeitshöhe minus Plattenstärke minus 660 Millimeter ist die höchstzulässige Bauhöhe. Bei 720 Millimetern Arbeitshöhe und einer Platte von 20 Millimetern sind das 40 Millimeter. Bei derselben Arbeitshöhe und 15 Millimetern Platte sind es 45. Fünf Millimeter Plattenstärke verschieben also das Ergebnis um mehr als ein Zehntel des ganzen Budgets — und genau diese Zahl nennen zwei der fünf Angebote gar nicht.
Wie flach muss die Schublade bauen?
Geben Sie die niedrigste Arbeitshöhe Ihres Tisches ein. Das Ergebnis ist die Bauhöhe, die eine Schublade unter der Platte höchstens haben darf, damit die Unterkante nicht unter 660 Millimeter fällt. Der Korridor entsteht aus den Plattenstärken, die im Feld genannt werden: 15 Millimeter am unteren, 20 Millimeter am oberen Ende.
Höchstzulässige Bauhöhe der Schublade: 40 bis 45 Millimeter
Grundlage: Niedrigste Arbeitshöhe des Tisches 720 Millimeter.
| Niedrigste Arbeitshöhe des Tisches (Millimeter) | Höchstzulässige Bauhöhe der Schublade (Millimeter) | Anmerkung |
|---|---|---|
| 650 bis 699 | 0 bis 24 | Der von der ASR A6 vorgezogene Bereich beginnt bei 650 Millimetern. Kein Tisch im Feld erreicht ihn — und dort bliebe für eine Schublade ohnehin nichts. |
| 700 bis 729 | 20 bis 54 | Drei der fünf Tische starten bei 719 bis 720 Millimetern. Hier entscheidet die Plattenstärke über das Ergebnis. |
| 730 bis 759 | 50 bis 84 | Ein Tisch startet bei 735 Millimetern und hat damit die zweitgrößte Reserve im Feld. |
| 760 bis 799 | 80 bis 124 | Ein Tisch startet bei 780 Millimetern. Hier passt jede handelsübliche Schublade — dafür ist die Grundstellung für kleinere Körpergrößen zu hoch. |
Beinraumhöhe unter der Unterkonstruktion mindestens 660 Millimeter nach Abbildung 6 der ASR A6 „Bildschirmarbeit“, Ausgabe Juli 2024. Plattenstärken 15 und 20 Millimeter aus den Datenblättern der am 16.09.2026 geprüften Angebote.
Zwei Vorbehalte gehören dazu. Erstens rechnet die Formel mit der Bauhöhe des Kastens, und die Angebote nennen — wenn überhaupt — die Innenmaße. Ein Kasten mit vier Zentimetern Innenhöhe baut außen höher, weil Boden und Schienen dazukommen. Die Rechnung ist damit eher zu freundlich als zu streng. Zweitens gilt sie für die niedrigste Stellung. Wer den Tisch ohnehin auf 760 oder 800 Millimeter fährt, hat das Problem nicht — und wer ihn ganz nach oben fährt, erst recht nicht.
Wie hoch eine Schublade bauen darf
Von den fünf Angeboten lässt sich eines durchrechnen. Beim Erstplatzierten steht die Bauhöhe in der Aufzählung: Die Schublade misst 22,7 mal 32,5 mal 4,0 Zentimeter. Bei zwei weiteren stellt sich die Frage nicht, weil ihre Fächer auf der Platte sitzen — im Aufsatz beziehungsweise, beim HUANUO-Tisch, laut Herstellerseite in einer Erhöhung. Bei den beiden übrigen fehlt jede Zahl, aus der sich die Bauhöhe ergäbe. Bis zum Produktersatz am 02.11.2026 stand an dieser Stelle ein zweites rechenbares Angebot; es ist nicht mehr lieferbar.
- zulässig nach Abbildung 6 der ASR A6: 660 bis 740 Millimeter über dem Boden
- VASAGLE 120 x 60: 665 Millimeter über dem Boden — im Korridor, 720 mm Arbeitshöhe, 15 mm Platte, 40 mm Schublade — Bauhöhe im Angebot genannt
Fünf Millimeter Luft bleiben über der Grenze. Das ist im Möbelbau wenig, aber es ist der Unterschied zwischen einem Tisch, dessen niedrigste Stellung man benutzen kann, und einem, bei dem man sie besser auslässt: Eine Platte, die fünf Millimeter dicker wäre, oder ein Kasten, der außen fünf Millimeter höher baut als innen, und die Rechnung kippt. Kein Käufer kann das aus der Produktseite ablesen, weil sie es nicht ausrechnet.
Wie dünn die Datenlage auch beim Hersteller selbst ist, zeigt die Produktseite des HUANUO-Tisches: Sie nennt Verstellbereich, Tragfähigkeit und Gewicht, aber weder die Plattenstärke noch die Maße der Schubladen. Weil die beiden Schubladen dort laut Beschreibung in einer Erhöhung auf der Platte sitzen, ist das für den Beinraum unerheblich — für die Frage, wie viel Arbeitsfläche übrig bleibt, nicht.
Was unter der Platte tatsächlich übrig bleibt
Die Gegenrichtung ist für den Kauf die brauchbarere: Wie viel Bauhöhe steht an jedem der fünf Tische überhaupt zur Verfügung? Diese Zahl hängt nicht an der Schublade, sondern am Tisch, und sie lässt sich für alle fünf bestimmen. Sie ist die Obergrenze, gegen die jede Schublade — die mitgelieferte wie eine nachgerüstete — zu prüfen ist.
Die Werte als Liste
- VASAGLE 120 x 60:45 mm bei 720 mm Arbeitshöhe Millimeter
- Lufeiya 100 x 60:45 mm bei 720 mm Arbeitshöhe (Plattenstärke nicht genannt, mit 15 mm als Annahme gerechnet) Millimeter
- FLEXISPOT Q3-1206: 55 mm bei 735 mm Arbeitshöhe Millimeter
- OffiGo 120 x 54: 100 mm bei 780 mm Arbeitshöhe Millimeter
- HUANUO 120 x 60:44 mm bei 719 mm Arbeitshöhe (Plattenstärke nicht genannt, mit 15 mm als Annahme gerechnet) Millimeter
Der Abstand zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Balken beträgt 56 Millimeter, und er kommt vollständig aus der niedrigsten Arbeitshöhe. Der Tisch mit der größten Reserve ist zugleich der, der erst bei 780 Millimetern anfängt — was für Bildschirmarbeit im Sitzen ein handfester Nachteil ist. Die beiden Eigenschaften hängen zusammen: Wer drei Fächer über die volle Breite unter die Platte hängt, kann nicht gleichzeitig tief herunterfahren. Das ist keine Nachlässigkeit der Konstrukteure, sondern Geometrie.
Für die Kaufentscheidung heißt das etwas Unbequemes: Stauraum unter der Platte und niedrige Sitzhöhe schließen einander in dieser Preisklasse weitgehend aus. Wer beides will, kauft einen Tisch ohne Schublade und stellt einen Rollcontainer daneben — die Lösung, die im Feld der Tische unter dreihundert Euro ohnehin die verbreitetere ist, weil dort kaum ein Modell eine Schublade führt.
Warum die Schublade die niedrigste nutzbare Arbeitshöhe anhebt
Die 660 Millimeter sind kein Zierwert. Sie kommen aus der Sitzhaltung, die die Regel in Abschnitt 6.3.11 als Referenz beschreibt: aufrecht sitzen, ganze Sitzfläche nutzen, Kontakt zur Rückenlehne, Füße vollflächig auf dem Boden, Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel etwa 90 Grad oder etwas mehr. Die Zeichnung in Abbildung 6 setzt genau diese Haltung um: Sie zeigt eine sitzende Person, deren Oberschenkel waagerecht unter der Platte liegen, und legt die 660-Millimeter-Linie so, dass darüber noch Bewegung möglich bleibt. Alles, was unter diese Linie ragt, wird in der Referenzsitzhaltung berührt — nicht bei ungünstiger Haltung, sondern bei der, die die Regel als richtig beschreibt.
Daraus folgt die praktische Umrechnung, die auf keiner Produktseite steht: Eine Schublade mit 46 Millimetern Bauhöhe hebt die niedrigste nutzbare Arbeitshöhe eines Tisches, der bei 720 Millimetern beginnt, auf mindestens 726 Millimeter an. Sie kostet also nicht nur Beinfreiheit, sondern einen Teil des Verstellwegs, für den man bezahlt hat. Bei einem Tisch mit 460 Millimetern Gesamthub sind sechs Millimeter wenig — bei einer Schublade mit 70 oder 80 Millimetern Bauhöhe wären es 40 bis 50, und das ist eine ganze Körpergrößenklasse.
Wer klein ist, ist von diesem Effekt doppelt betroffen: Er braucht die niedrigen Stellungen, die die Schublade wegnimmt, und er sitzt tendenziell mit höher eingestellter Sitzfläche, wenn die Füße sonst nicht aufkommen. Die Regel schreibt für diesen Fall eine Fußstütze vor und weist im selben Atemzug darauf hin, dass Fußstützen auf Dauer nicht zu empfehlen seien, weil sie die freien Bewegungsmöglichkeiten im Beinraum einschränken. Welche Stühle in dieser Lage überhaupt tief genug gehen, steht im Vergleich der Bürostühle für kleine Menschen.
Umgekehrt gibt es eine Gruppe, für die die Schublade nichts kostet: Wer über 1,85 Meter groß ist, fährt den Tisch im Sitzen ohnehin auf 760 bis 780 Millimeter. Dort liegt die Plattenunterkante bei 740 bis 760 Millimetern, und selbst ein Kasten von acht Zentimetern bleibt über der Linie. Für große Menschen ist die Schublade damit reiner Gewinn — und das ist auch der einzige Fall, in dem sich das Bauteil ohne Einschränkung empfehlen lässt.
Beinraumbreite: 850 Millimeter gegen einen Kasten von 65 Zentimetern
Die Höhe ist die eine Achse, die Breite die andere. Die Regel verlangt, dass die Anforderungen an den Beinraum über eine Breite von mindestens 850 Millimetern erfüllt sind, und empfiehlt im Hinweis darunter einen freien Beinraum unter der gesamten genutzten Arbeitsfläche. Eine Schublade, die sich über 650 Millimeter erstreckt, deckt damit gut drei Viertel der geforderten Breite ab — vorausgesetzt, sie sitzt mittig.
Sie sitzt bei zwei der fünf Angebote nicht mittig, sondern unter der linken Plattenhälfte. Das ist für die Rechnung günstiger, als es klingt: Bei einer Plattenbreite von 1200 Millimetern und einem Kasten von 650 Millimetern links bleiben rechts rund 550 Millimeter frei. Das reicht nicht für die geforderten 850, aber es bedeutet, dass ein Teil des Beinraums unangetastet bleibt und sich der Stuhl seitlich versetzt unterschieben lässt. Wer den Bildschirm ohnehin rechts hat, verliert dadurch wenig.
Genau hier unterscheiden sich die fünf am deutlichsten. Ein Angebot nennt für seine Ablage 22,7 mal 32,5 Zentimeter, ohne zu sagen, welche der beiden Zahlen die Breite ist — in beiden Lesarten bleibt daneben ein erheblicher Teil des Beinraums unangetastet. Ein anderes hängt drei Fächer über die gesamte Plattenbreite und lässt damit in der Breite gar nichts frei. Zwei weitere haben unter der Platte überhaupt nichts, weil ihre Fächer auf der Platte sitzen — im Aufsatz oder in einer Erhöhung. Die Bandbreite innerhalb einer einzigen Produktkategorie ist damit größer als der Unterschied zwischen zwei Möbelklassen.
Was die Angebote zur Breite sagen, ist dünner als zur Höhe, aber immerhin vorhanden: Eines der fünf nennt Maße seiner Schublade, vier nicht. Wer die Zahl braucht und sie nicht findet, kann sie nach der Lieferung in zehn Sekunden nachmessen — und innerhalb der Widerrufsfrist noch handeln. Wie viel Raumtiefe und Wandabstand für die freie Bewegungsfläche vor dem Tisch nötig sind, ist eine dritte Achse und steht im Vergleich der Plattenmaße.
Stoffschublade, Kastenschublade, Aufsatzfach — drei Bauarten, drei Folgen
Die Angebote verwenden drei Wörter für Dinge, die sich baulich deutlich unterscheiden, und sie verwenden sie nicht konsequent. Die folgende Gegenüberstellung funktioniert unabhängig von dieser Seite und lässt sich an jedem Angebot anwenden.
| Bauart | Woran man sie erkennt | Was sie für den Beinraum bedeutet | Was sie kostet |
|---|---|---|---|
| Kastenschublade unter der Platte | feste Front, Griff oder Griffmulde, Metall- oder Kunststoffschienen; im Bild ein geschlossener Korpus | volle Bauhöhe wirkt gegen die 660-Millimeter-Linie; die Höhe ist starr und lässt sich nicht verringern | Beinfreiheit und den unteren Teil des Verstellwegs |
| Stoffschublade oder Stofftasche | Textilbeutel in einem Rahmen oder an der Kante eingehängt; gibt nach, wenn man dagegenstößt | wirkt in der Höhe ähnlich, gibt aber bei Berührung nach; hängt oft an der Seitenkante statt mittig | weniger Beinfreiheit, dafür keine Formstabilität für Papier |
| Fach im Monitoraufsatz | sitzt auf der Platte unter der Bildschirmebene; im Bild oberhalb der Arbeitsfläche | berührt den Beinraum überhaupt nicht | Arbeitsfläche und Tiefe — bei kleinen Platten der teurere Verlust |
Die Zuordnung ist in den Angeboten unsauber. Bei einem Tisch heißt die Variante „mit Stoffschublade", das Datenfeld nennt eine Utility-Schublade, und das Produktbild zeigt einen festen Kasten mit geschlossener Front. Bei einem anderen nennen Aufzählung und Datenfeld übereinstimmend drei Stoffschubladen, während das Bild drei Korpusse mit aufgesetzten Griffen zeigt. Wer nach dem Wort kauft, kann etwas anderes bekommen, als er erwartet — und für die Beinfreiheit macht es einen Unterschied, ob ein Beutel nachgibt oder eine Spanplattenkante nicht.
Die dritte Bauart ist die unterschätzte. Fächer im Aufsatz kosten keinen Millimeter Beinraum, dafür kosten sie Tiefe auf der Platte — und zwar dort, wo ohnehin der Bildschirm stehen soll. Bei 60 Zentimetern Plattentiefe ist das spürbar, bei 54 Zentimetern erst recht. Für eine kleine Fläche ist ein Aufsatz mit Fächern deshalb selten die richtige Antwort; die Alternative ist eine schmale Zusatzfläche neben dem Tisch, die nichts von der Hauptplatte wegnimmt.
Tragkraft, Plattengewicht und was in die Schublade darf
Vier der fünf Angebote nennen eine Tragkraft, eines davon auf der Herstellerseite: zweimal 80 Kilogramm, zweimal 60. Eines nennt gar keine. Was die Zahl umfasst, sagt keines der fünf. Bei einem Tisch mit Schublade ist das eine sinnvolle Frage, denn die Schublade und ihr Inhalt hängen an derselben Mechanik, die auch Bildschirme und Tastatur hebt. Ob die genannte Tragkraft die mitgelieferte Schublade einschließt oder ob sie zur Nutzlast hinzukommt, steht in keinem Datenblatt.
Was in die Schublade selbst darf, beziffert keines der fünf Angebote. Praktisch ist die Grenze ohnehin meist nicht die Tragfähigkeit, sondern die Höhe: In eine Schublade mit vier Zentimetern Innenhöhe passt kein einziger Aktenordner, gleich was sie tragen dürfte.
Die Plattengewichte im Feld liegen zwischen 20 und 29,2 Kilogramm, soweit sie genannt sind — zwei Angebote nennen gar keins, und eines nennt einen Wert, der für die Bauart nicht sein kann. Das ist mehr als eine Ungenauigkeit: Wer eine Schublade nachrüsten will, muss wissen, was die Platte wiegt und wie viel Nutzlast die Motoren darüber hinaus tragen. Worauf es bei der Standsicherheit in voller Höhe ankommt und warum die Quertraverse dabei mehr zählt als die Kilogrammzahl, steht im Vergleich der stabilsten höhenverstellbaren Schreibtische.
Eine Eigenschaft, die bei Schubladentischen wichtiger ist als bei allen anderen, nennt keines der fünf Angebote: den Kollisionsschutz. Eine Schublade, die offen steht, während der Tisch nach unten fährt, trifft irgendwann die Stuhllehne, die Armlehne oder die Schreibtischkante darunter. Ein Tisch, der den Widerstand erkennt und stoppt, verhindert genau diesen Schaden. Am Erhebungstag stand die Funktion bei einem Angebot als besonderes Merkmal im Datenblatt, ohne Auslösekraft; dieses Angebot ist nicht mehr lieferbar. Die übrigen erwähnen sie nicht — und eine Schublade ist das Bauteil, das eine Kollision überhaupt erst wahrscheinlich macht.
Wo sich die fünf Angebote selbst widersprechen
Kein einziges der fünf Datenblätter ist in sich stimmig. Das ist in dieser Warengruppe kein Einzelfall, aber es ist hier folgenreicher als anderswo, weil die Rechnung aus dem vorigen Abschnitt auf genau diesen Feldern aufsetzt. Wer die Plattenstärke aus dem falschen Feld nimmt, rechnet fünf Millimeter daneben, und fünf Millimeter sind ein Achtel des Budgets.
| Tisch | Der Widerspruch | Was er für die Rechnung bedeutet |
|---|---|---|
| VASAGLE 120 x 60 | Die Aufzählung nennt die Schublade mit 22,7 mal 32,5 mal 4,0 Zentimetern. Das sind rechnerisch knapp drei Liter. Das Datenfeld Speichervolumen nennt 1,57 Liter, also gut die Hälfte. Beide Angaben stehen auf derselben Seite. Dazu kommt die Bezeichnung: Die Variante heißt „mit Stoffschublade", das Datenfeld Schubfachtyp nennt eine Utility-Schublade, und das Produktbild zeigt einen festen Kasten mit sichtbarer Front. | 665 Millimeter in der niedrigsten Stellung — fünf Millimeter über der Linie aus Abbildung 6 |
| Lufeiya 100 x 60 | Das Datenfeld Artikelabmessungen nennt 91 mal 55 mal 13 Zentimeter. Das ist ersichtlich das Versandmaß und nicht der Tisch, der laut Titel und Größenfeld 100 mal 60 Zentimeter misst. Das Datenfeld Artikeltiefe nennt 91 Zentimeter, also erneut den Karton. Wer sich auf die Detailtabelle verlässt, bestellt nach den Maßen einer Verpackung. | entfällt — unter der Platte hängt nichts |
| FLEXISPOT Q3-1206 | Das Datenfeld Artikelgewicht nennt 20 Pfund, also gut neun Kilogramm. Ein elektrisch höhenverstellbarer Tisch von 120 Zentimetern Breite wiegt im Feld zwischen 20 und 29 Kilogramm; der HUANUO-Tisch derselben Breite wiegt laut Herstellerseite rund 21 Kilogramm. Dazu kommt das Flächenmaß: Titel und Artikeltiefe nennen 120 mal 60 Zentimeter, das Feld „Artikel Abmessungen" nennt 140 mal 70. | nicht berechenbar — die Bauhöhe der Schublade fehlt |
| OffiGo 120 x 54 | Aufzählung und Datenfeld nennen übereinstimmend drei Stoffschubladen. Das Produktbild zeigt drei feste Kästen mit aufgesetzten Griffen und geschlossenen Fronten. Beides kann nicht zugleich stimmen, und für die Frage, wie weit die Fächer unter die Platte bauen, macht es einen erheblichen Unterschied: Ein Stoffbeutel hängt anders als ein Korpus. | nicht berechenbar — die Bauhöhe der Fächer fehlt |
| HUANUO 120 x 60 | Die Herstellerseite rechnet in drei Einheiten: den Verstellbereich in Zoll (28,3 bis 46,5), die Produktmaße in Zentimetern (120 x 60 x 72) und das Gewicht in Pfund (46,96). Die Größenauswahl nennt 48 mal 24 Zoll, der Titel 120 mal 60 Zentimeter. Und die Produktmaße nennen mit 72 Zentimetern nur eine einzige Höhe, ohne zu sagen, ob das die niedrigste Stellung ist — der Verstellbereich beginnt umgerechnet bei 71,9 Zentimetern. | entfällt — unter der Platte hängt laut Herstellerbeschreibung nichts; Maße der Schubladen nennt die Seite nicht |
Zwei Muster wiederholen sich. Erstens das Versandmaß im Feld für die Artikelabmessungen: Bei zwei der fünf steht dort die Größe des Kartons und nicht die des Tisches, einmal sogar mit 13 Zentimetern Höhe. Zweitens das Gewicht: Ein Angebot nennt 20 Pfund für einen elektrisch verstellbaren Tisch von 120 Zentimetern Breite. Die vergleichbaren Modelle im Feld wiegen rund 21 bis 29,2 Kilogramm. Eine Zahl, die um den Faktor zwei danebenliegt, ist kein Rundungsfehler.
Ein dritter Fall stand nicht in der Auswahl, gehört aber hierher, weil er zeigt, wie die Felder zustande kommen: Bei einem der neun nicht aufgenommenen Angebote trägt das Datenfeld „Art der Garantie" den Eintrag „[HYPOTHETICAL]". Das ist kein Wert, sondern ein unausgefüllter Platzhalter aus einem Eingabeformular, der live ausgeliefert wird. Wer Datenfelder für gepflegte Angaben hält, findet hier den Gegenbeweis in eckigen Klammern. Ähnliche Auffälligkeiten in den Datenblättern der Gestelle sind im Vergleich der elektrischen Schreibtischgestelle aufgeführt.
Was im Datenfeld „Hersteller" steht und wie weit die Suche kam
Jedes Angebot führt ein Datenfeld mit der Überschrift Hersteller. Man sollte meinen, dort stünde, wer das Möbel herstellt oder in Verkehr bringt. Bei einem der fünf steht dort tatsächlich eine Gesellschaft mit Rechtsform. Bei den übrigen vier steht dort der Markenname noch einmal.
Für jedes der fünf wurde derselbe Weg abgearbeitet: Datenfeld lesen, Markendomain aufrufen, Impressum oder Unternehmensseite suchen, Registerangaben prüfen — und bei jeder Domain eine Gegenprobe machen, indem ein frei erfundener Pfad aufgerufen wird. Wer das nicht tut, hält eine Startseitenhülle für ein Impressum. Was dabei herausgekommen ist, steht hier vollständig, auch da, wo nichts herausgekommen ist. Beim HUANUO-Tisch, der seit dem 02.11.2026 anstelle eines nicht mehr lieferbaren Angebots in der Auswahl steht, stammen Firmierung und Anschrift aus dem Impressum der europäischen Herstellerseite.
VASAGLE 120 x 60 — im Datenfeld Hersteller steht: „VASAGLE“
Ergebnis: belegt. EUZIEL International GmbH. Das Angebotsfeld Hersteller nennt nur „VASAGLE"; die Firmierung stammt vom Impressum der Markenseite songmics.de, auf der VASAGLE ausdrücklich als eine der drei geführten Marken steht.
Anschrift: Brauckstr. 51, 58454 Witten. Registergericht Amtsgericht Bochum, Registernummer HRB 20607, Geschäftsführer Yi Kong, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE 317569294, WEEE-Reg.-Nr. DE16129326.
Erreichbarkeit: Telefon +49 2302 9886610, Fax +49 2302 9886612, E-Mail über die im Impressum genannte Adresse — Zeiten: Montag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr laut Impressum
Geprüft wurde: Angebotsfeld Hersteller, Markenseite songmics.de mit VASAGLE in der Markenliste, deren Impressum, Gegenprobe mit einem frei erfundenen Pfad auf derselben Domain (Antwort: echter Fehlercode 404, deutlich kürzer als die Impressumsseite).
Lufeiya 100 x 60 — im Datenfeld Hersteller steht: „Fujian Yunzixing Intelligent Technology Co., Ltd.“
Ergebnis: teilweise. Fujian Yunzixing Intelligent Technology Co., Ltd. Das Angebotsfeld Hersteller nennt diese Gesellschaft ausdrücklich, obwohl die Marke Lufeiya heißt.
Anschrift: nicht auffindbar. Geprüft wurden das Angebotsfeld, die Markendomain lufeiya.com (Antwort: Code 402 mit dem Hinweis, der Shop sei deaktiviert) und die Variante lufeiya.de (keine Antwort). Eine Anschrift zu der genannten Gesellschaft war über diese Wege nicht zu belegen.
Erreichbarkeit: kein Herstellersupport ausgewiesen. Das Angebot verspricht „professionellen Kundensupport", nennt aber weder Rufnummer noch Adresse. — Zeiten: nicht auffindbar. Ohne benannten Kanal gibt es keine Zeiten.
Geprüft wurde: Angebotsfeld Hersteller, Markendomain lufeiya.com und lufeiya.de, Datenblatt. Die Domain antwortete mit einer Shopify-Meldung über einen deaktivierten Laden; eine Gegenprobe mit erfundenem Pfad erübrigte sich damit.
FLEXISPOT Q3-1206 — im Datenfeld Hersteller steht: „FLEXISPOT“
Ergebnis: teilweise. nicht auffindbar als Rechtsträger. Das Angebotsfeld Hersteller wiederholt die Marke „FLEXISPOT". Im Fuß der deutschen Markenseite steht „Flexispot GmbH" — dort allerdings ausdrücklich als Lager-Adresse und nicht als Sitz der Gesellschaft, und ohne Registergericht und Registernummer.
Anschrift: nicht als Sitz belegbar. Der Fuß der Markenseite nennt „Franz-Greiß-Straße 7, 50735 Köln" unter der Überschrift Lager-Adresse. Die Impressumsseite selbst liefert clientseitig nach und war über die geprüften Adressen nicht im ausgelieferten Text enthalten.
Erreichbarkeit: Telefon 0211 368 74223, E-Mail info@flexispot.de laut Fuß der Markenseite — Zeiten: Beratung von 9 bis 17 Uhr laut Fuß der Markenseite; Wochentage werden nicht genannt.
Geprüft wurde: Angebotsfeld Hersteller, Markendomain flexispot.de, fünf verschiedene Impressumspfade, Gegenprobe mit einem frei erfundenen Pfad. Alle sechs Adressen lieferten denselben Erfolgscode und eine Seitenhülle von rund 169 Kilobyte ohne Registerangaben.
OffiGo 120 x 54 — im Datenfeld Hersteller steht: „OFFIGO“
Ergebnis: teilweise. AODK International Technology Inc. Das Angebotsfeld Hersteller nennt nur „OFFIGO"; die Gesellschaft steht auf der Seite „About OffiGo" der Markendomain.
Anschrift: 1025 N Todd Ave, Azusa, Kalifornien 91702, Vereinigte Staaten. Ein Registereintrag, eine europäische Anschrift oder ein Impressum nach deutschem Recht waren über die geprüften Wege nicht auffindbar.
Erreichbarkeit: Telefon +1 800 346 9023, E-Mail support@offigo.com laut Markenseite — Zeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr Ostküstenzeit laut Markenseite. In Deutschland entspricht das etwa 15 bis 23 Uhr.
Geprüft wurde: Angebotsfeld Hersteller, Markendomain offigo.com, Pfad /pages/impressum (Fehlercode, zeichengleich mit einem frei erfundenen Pfad), Seite „About OffiGo" mit der Firmenangabe.
HUANUO 120 x 60 — im Datenfeld Hersteller steht: „HUANUO“
Ergebnis: teilweise. BSQ Technology GmbH laut Impressum der europäischen Herstellerseite huanuo.eu; die Produktseite nennt als Hersteller „HUANUO".
Anschrift: Feringastraße 6, 85774 Unterföhring, Registernummer HRB 281511 laut Impressum. Ein Registergericht nennt das Impressum nicht.
Erreichbarkeit: E-Mail support@huanuo.com laut Impressum — Zeiten: Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr laut Impressum, mit dem Zusatz „CST"; welche Zeitzone gemeint ist, steht nicht dabei.
Geprüft wurde: Produktseite, Impressum und Garantieseite der europäischen Herstellerdomain huanuo.eu, abgerufen am 02.11.2026. Eine Gegenprobe mit frei erfundenem Pfad wurde für diesen Ersatz nicht gemacht; Firmierung und Registernummer stehen im ausgelieferten Text der Impressumsseite.
Die Auszählung dazu: Genau ein Angebot lässt sich bis zu einer Gesellschaft mit Registergericht, Registernummer und Geschäftsführer auflösen — und ausgerechnet dort heißt die Gesellschaft anders als die Marke. Ein zweites, der HUANUO-Tisch, nennt im Impressum seiner europäischen Herstellerseite eine deutsche GmbH mit Registernummer, aber ohne Registergericht und Geschäftsführer. Eines nennt auf seiner Markenseite eine Firma mit Anschrift, aber ohne Register und ohne europäische Adresse. Eines nennt im Datenfeld eine Gesellschaft, deren Domain deaktiviert ist. Eines lässt sich gar nicht auflösen, weil die Impressumsseite clientseitig nachlädt und jede erfundene Adresse dieselbe Hülle liefert.
Wichtig ist, was hier nicht steht. Es steht nirgends, dass diese Hersteller kein Impressum hätten oder nicht existierten. Es steht da, dass sie über die genannten Wege nicht auffindbar waren — und die Wege sind genannt, damit jeder sie nachgehen kann. Was nicht geht, ist eine Anschrift aus einer gleichnamigen Domain abzuschreiben: Ein Domainname ist kein Impressum. Wer bei einer dieser Marken die naheliegende Suche macht, landet ohne Weiteres bei einem Unternehmen, das mit dem Tisch nichts zu tun hat.
Ein Satz zur Methode, weil er den auffälligsten Einzelbefund erklärt. Bei einem Anbieter ließ sich die Impressumsseite unter der naheliegenden Adresse aufrufen, und der Server antwortete mit dem Code für Erfolg. Dann wurde derselbe Aufruf mit einem frei erfundenen Pfad wiederholt. Ergebnis: derselbe Erfolgscode, dieselbe Seite, rund 169 Kilobyte, in beiden Fällen ohne eine einzige Registerangabe im ausgelieferten Text. Fünf weitere Schreibweisen des Pfades ergaben dasselbe. Auf dieser Domain ist der Statuscode wertlos; nur der Text zählt.
Was ein nicht belegbarer Hersteller praktisch bedeutet
Das ist der Teil, der über eine Kuriosität hinausgeht. Wer ein Möbel kauft, dessen Hersteller sich nicht benennen lässt, verliert nicht das Möbel — aber er verliert drei Wege, die es sonst gäbe.
Erstens die Gewährleistung. Sie ist die gesetzliche und die wichtigere der beiden, und sie richtet sich gegen den Verkäufer, nicht gegen den Hersteller. Nach Paragraf 438 Absatz 1 Nummer 3 BGB beträgt sie bei beweglichen Sachen zwei Jahre ab Übergabe. Hier ändert ein fehlender Hersteller nichts — das ist die gute Nachricht, und sie gilt für alle fünf gleichermaßen. Ein Motor, der nach vierzehn Monaten stehenbleibt, ist ein Fall für den Verkäufer.
Zweitens die Garantie. Sie ist freiwillig, sie kommt vom Hersteller, und sie ist genau so viel wert wie die Möglichkeit, ihn zu erreichen. Die vier am Erhebungstag ausgewerteten Angebote tragen im Datenfeld „Art der Garantie" den Eintrag „Beschränkt". Keines nennt eine Dauer. Keines nennt einen Abwicklungsweg. Bei einem steht zusätzlich „Lebensdauer" in einem zweiten Feld. Eine Garantiezusage ohne erreichbaren Zusagenden und ohne Frist ist eine Zeile im Datenblatt und sonst nichts. Anders der HUANUO-Tisch: Die Garantieseite des Herstellers nennt für elektrische Stehschreibtische zwei Jahre auf Motor, Controller und Kabelanschlüsse und bis zu fünf Jahre für weitere Teile, mit E-Mail als Weg.
Drittens Ersatzteile und Rückrufe. Bei einem Tisch mit Schublade sind das zwei getrennte Fragen. Die Schienen der Schublade sind Verschleißteile, die Motoren und die Steuerbox sind Elektrik. Kein einziges der fünf Angebote nennt eine Ersatzteilquelle, eine Teilenummer oder eine Bezugsadresse. Für den Rückruf gilt dasselbe wie bei jedem Elektrogerät: Wer den Hersteller nicht kennt, erfährt von einer Sicherheitswarnung nur, wenn der Marktplatz sie weitergibt. Die praktische Folge ist unspektakulär, aber sie ist eine: Der Kaufbeleg ist hier wichtiger als sonst, weil er der einzige Anknüpfungspunkt bleibt. Wer ein Möbel für einen Arbeitgeber oder eine Einrichtung beschafft und einen benennbaren Inverkehrbringer nachweisen muss, greift zu dem einen Angebot mit belegtem Rechtsträger — oder bleibt beim Tisch ohne Schublade und einem Container aus dem Bürofachhandel.
Die Variantenfalle: dieselbe Produktseite liefert den Tisch auch ohne Schublade
Bei Möbeln ist die Variantenstruktur die Regel und nicht die Ausnahme. Bei allen vier am Erhebungstag ausgewerteten Angeboten dieser Seite weicht die Kennung des Elternangebots von der aufgerufenen Kennung ab — vier von vier. Auch die Herstellerseite des HUANUO-Tisches führt das Modell in drei Größen und drei Farben. Zweitens liefert dieselbe Produktseite je nach Auswahl ein anderes Möbel.
In diesem Feld hat das eine Besonderheit, die man anderswo nicht findet: Bei einem der fünf Angebote ist die Schublade selbst eine Variante. Unter derselben Produktseite hängen siebzehn Ausführungen an drei Achsen — Farbe, Größe und eine dritte, die im Bedienfeld „Set name" heißt. Diese dritte Achse kennt drei Werte: „mit Stoffschublade", „mit Monitorständer" und „mit Organizer". Sechs der siebzehn Ausführungen tragen die Schublade, elf nicht. Der Produkttitel erwähnt sie überhaupt nicht.
| Tisch | Aufgerufene Kennung | Elternangebot | Ausführung laut Variantenzeile |
|---|---|---|---|
| VASAGLE 120 x 60 | B0BDKS7SVW | B0CQLVKC98 | Vintagebraun + Tintenschwarz · 120 x 60 cm · mit Stoffschublade |
| Lufeiya 100 x 60 | B0FPKPWJV8 | B0GD7YPN51 | Weiß · 100 x 60 cm |
| FLEXISPOT Q3-1206 | B0DLNR1ZW7 | B0H9W71ZT8 | Eleganzweiß · Höhenverstellbarer Schreibtisch mit Schublade · Q3-1206 (73,5 bis 118 cm) |
| OffiGo 120 x 54 | B0DDS9497V | B0DNMDHKX4 | 120 x 54 cm · Weiß |
| HUANUO 120 x 60 | B0G5PNWJ47 | nicht erhoben — das Profil stützt sich auf die Herstellerseite | Natürlich · 48 x 24 Zoll (120 x 60 cm) · 2 Schubladen |
Die zweite Falle steckt bei einem anderen Angebot in der Achse „Größe". Dort stehen nicht Zentimeterangaben, sondern Modellbezeichnungen mit dem Verstellbereich in Klammern — und die beiden angebotenen Modelle unterscheiden sich am unteren Ende um 135 Millimeter: Das eine fährt von 735 bis 1180 Millimeter, das andere von 600 bis 1240. Wer in der Variantenzeile eine Zeile danebengreift, bekommt einen Tisch, der ganz andere Körpergrößen bedient — und für den die Rechnung aus dieser Seite komplett anders ausgeht.
Praktisch heißt das: Prüfen Sie vor dem Kauf die Variantenzeile und nicht nur den Titel. Die vier am Erhebungstag aufgeführten Kennungen wurden daraufhin einzeln nachgesehen — aufgerufen wurde die Detailseite, abgeglichen wurden Titel, Variantenzeile und die Kennung, die die Seite selbst als aufgerufenes Angebot ausweist. In allen vier Fällen stimmte die Kennung mit der hier beschriebenen Ausführung überein. Dasselbe gilt für Eckmodelle, bei denen zusätzlich die Ausrichtung eine Variantenachse ist: Der Vergleich der höhenverstellbaren Eckschreibtische führt sie einzeln auf.
Wie die Auswahl zustande kam: vierzehn Angebote geprüft, fünf aufgenommen
Damit die Zahlen aus der Eröffnung nachvollziehbar sind, steht die Grundlage hier vollständig.
| Angebot | Was zur Schublade dasteht | Aufgenommen |
|---|---|---|
| VASAGLE 120 x 60 cm | Maße vollständig genannt | ja |
| Lufeiya 100 x 60 cm | zwei Fächer im Aufsatz, keine Maße | ja |
| FLEXISPOT Q3-1206 | Vollauszug, keine Maße | ja |
| COMHOMA 120 x 60 cm | nur Fassungsvermögen, keine Grundfläche | nein — ohne Grundfläche ist die Bauhöhe nicht zu errechnen |
| OffiGo 120 x 54 cm | drei Fächer, keine Maße | ja |
| Agilestic mit 2 Schubladen | nur Fassungsvermögen | nein — das Garantiefeld trägt einen unausgefüllten Platzhalter |
| Claiks 120 x 60 cm | Grundfläche und Fassungsvermögen genannt | nicht mehr lieferbar, ersetzt durch HUANUO HNESD247 (Profil nach Herstellerseite) |
| HUANUO 120 x 60 cm | zwei Fächer, keine Maße | am Erhebungstag nein; seit 02.11.2026 steht das HUANUO-Modell HNESD247 nach Herstellerangaben in der Auswahl |
| Klicelor 100 x 60 cm | zwei Fächer, keine Maße | nein |
| ErGear 120 x 60 cm | eine Schublade, keine Maße | nein |
| Agilestic Stehschreibtisch 120 x 60 cm | eine Schublade, keine Maße | nein — zweites Angebot derselben Marke |
| YIHAYO 100 x 60 cm | Schubladen und Monitorständer, keine Maße | nein |
| Claiks mit Steckdosen 120 x 60 cm | eine Schublade, keine Maße | nein |
| 160 x 70 cm mit 4 Schubladen, ohne Marke im Titel | vier Fächer, keine Maße | nein — kein Markenname |
Das eine nennt zwar ein Fassungsvermögen, aber keine Grundfläche — damit ist die Bauhöhe nicht zu errechnen, und es wäre ein zweites Angebot derselben Bauart ohne zusätzliche Auskunft. Das andere trägt im Garantiefeld einen unausgefüllten Platzhalter und stammt von einer Marke, die im Feld bereits mit einem zweiten Angebot vertreten ist.
Die fünf Tische im Einzelnen
Zu jedem Tisch steht hier, welche Rolle er im Feld spielt, für wen er gedacht ist, für wen ausdrücklich nicht, und wo sich das Angebot selbst widerspricht.

UNSERE EMPFEHLUNG
1. VASAGLE 120 x 60
VASAGLE (EUZIEL International GmbH) · Modell LSD112X01 · Kennung B0BDKS7SVW · Elternangebot B0CQLVKC98
Genau diese dritte Zahl fehlt bei allen anderen. Der Tisch fährt von 720 auf 1200 Millimeter, trägt 80 Kilogramm, hat vier Speicherplätze, zwei Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse in der Platte sowie einen Haken an der Seite. Die Beine lassen sich gegen vier Rollen mit Bremse tauschen.
Die Rolle im Feld: Das einzige Angebot im Feld, das für seine Schublade alle drei Maße nennt — und damit das einzige, bei dem sich der Beinraum vor dem Kauf ausrechnen lässt
Spricht dafür
- Einziges Angebot im Feld mit Länge, Breite und Höhe der Schublade
- Unterkante der Schublade rechnerisch 665 Millimeter über dem Boden und damit über der Linie aus Abbildung 6 der ASR A6
- Hersteller über ein Impressum mit Registergericht und Registernummer belegbar
- Verstellbereich bis 1200 Millimeter, der höchste Endwert im Feld
- Vier Speicherplätze, zwei Steckdosen und zwei USB-Anschlüsse in der Platte
Spricht dagegen
- Vier Zentimeter Innenhöhe sind wenig — die Schublade ist eine Ablage, kein Stauraum
- Fassungsvermögen im Datenfeld und Maße in der Aufzählung widersprechen sich um den Faktor zwei
- Schublade sitzt außermittig links und schneidet den Beinraum einseitig an
- Keine Angabe zur Leistungsaufnahme, kein Herkunftsland im Datenblatt
- Variantenbezeichnung „mit Stoffschublade" passt nicht zum abgebildeten festen Kasten
Gedacht für: Wer nachrechnen will, bevor er kauft. Mit vier Zentimetern Bauhöhe und einer Platte von anderthalb Zentimetern bleibt die Unterkante der Schublade in der niedrigsten Stellung bei 665 Millimetern über dem Boden und damit knapp über der Linie, die die ASR A6 für alles zieht, was unter der Platte hängt.
Nicht gedacht für: Wer Stauraum sucht. Vier Zentimeter Innenhöhe nehmen Stifte, Kabel und ein Notizbuch auf, sonst nichts. Wer einen Ordner unterbringen will, braucht einen Rollcontainer neben dem Tisch und keine Schublade unter der Platte.
Einordnung: Der Markenname VASAGLE steht nicht auf einem Unternehmen, sondern auf einer Produktlinie. Der Rechtsträger dahinter heißt EUZIEL International GmbH und sitzt in Witten. Dass sich das überhaupt belegen lässt, ist in diesem Feld die Ausnahme: Es ist der einzige der fünf Anbieter, bei dem eine Herstellerseite mit Registergericht, Registernummer und Geschäftsführer erreichbar war und bei dem die Gegenprobe mit einem frei erfundenen Pfad einen echten Fehlercode lieferte.
Wo sich das Angebot selbst widerspricht: Die Aufzählung nennt die Schublade mit 22,7 mal 32,5 mal 4,0 Zentimetern. Das sind rechnerisch knapp drei Liter. Das Datenfeld Speichervolumen nennt 1,57 Liter, also gut die Hälfte. Beide Angaben stehen auf derselben Seite. Dazu kommt die Bezeichnung: Die Variante heißt „mit Stoffschublade", das Datenfeld Schubfachtyp nennt eine Utility-Schublade, und das Produktbild zeigt einen festen Kasten mit sichtbarer Front.
Die Schublade laut Angebot: Bauart flacher Kasten mit Auszug, unter der linken Plattenhälfte. Lage unter der Platte, außermittig links. Maße 22,7 x 32,5 x 4,0 Zentimeter laut Aufzählung. Bauhöhe 40 Millimeter, ausdrücklich genannt. Unterkante in der niedrigsten Stellung: 665 Millimeter in der niedrigsten Stellung — fünf Millimeter über der Linie aus Abbildung 6.
Der Tisch laut Angebot: Verstellbereich 720 bis 1200 Millimeter. Plattenstärke 1,5 Zentimeter laut Datenfeld. Tragkraft 80 Kilogramm laut Aufzählung und Datenfeld. Höhenreserve zwischen Plattenunterkante und der 660-Millimeter-Linie: 45 Millimeter.
Hersteller laut Datenfeld und Recherche: EUZIEL International GmbH. Das Angebotsfeld Hersteller nennt nur „VASAGLE"; die Firmierung stammt vom Impressum der Markenseite songmics.de, auf der VASAGLE ausdrücklich als eine der drei geführten Marken steht. Sitz: Brauckstr. 51, 58454 Witten. Registergericht Amtsgericht Bochum, Registernummer HRB 20607, Geschäftsführer Yi Kong, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE 317569294, WEEE-Reg.-Nr. DE16129326. Gegründet: nicht auffindbar. Geprüft wurden das Impressum und die Unternehmensseite; ein Gründungsjahr wird an keiner der beiden Stellen genannt. Support: Telefon +49 2302 9886610, Fax +49 2302 9886612, E-Mail über die im Impressum genannte Adresse. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr laut Impressum Garantie: Datenfeld „Art der Garantie" trägt „Beschränkt", das Feld „Mfg Garantietyp" trägt „Lebensdauer". Welche der beiden Angaben gilt und worauf sie sich bezieht, steht nirgends. Ein Abwicklungsweg wird nicht genannt. Prüfzeichen: keine Norm und kein Prüfzeichen im Angebot. Das Datenfeld „Auf UL-Liste" trägt „Nein". Herkunft: nicht auffindbar. Das Datenblatt dieses Angebots führt kein Feld Herkunftsland, und die Herstellerseite nennt für dieses Modell keinen Fertigungsort. Gewicht: 29,2 Kilogramm laut Datenfeld Artikelgewicht — der höchste Wert im Feld. Markteinführung: nicht auffindbar. Weder das Angebot noch die Markenseite nennen ein Modelljahr.

NEBENBADGE: Fächer im Aufsatz, der Beinraum bleibt unberührt
2. Lufeiya 100 x 60
Lufeiya (Fujian Yunzixing Intelligent Technology Co., Ltd.) · Modell LST-SJZ-100 · Kennung B0FPKPWJV8 · Elternangebot B0GD7YPN51
Das günstigste Angebot des Feldes und zugleich das einzige, das die Stauraumfrage anders löst: Die beiden Fächer sitzen in einem Aufsatz auf der Platte, unter dem der Bildschirm steht. Unter der Platte hängt nur eine Stofftasche an der Seitenkante, und die sitzt außerhalb der Beinraumbreite. Der Tisch fährt von 720 auf 1160 Millimeter, arbeitet nach Angabe unter 50 Dezibel und hat drei Speicherplätze. Die Platte misst 100 mal 60 Zentimeter.
Die Rolle im Feld: Der Gegenentwurf: Die Fächer sitzen im Aufsatz über der Platte, nicht darunter — dafür kostet sie Arbeitsfläche statt Beinfreiheit
Spricht dafür
- Fächer im Aufsatz über der Platte, die Beinraumhöhe bleibt unberührt
- Stofftasche sitzt an der Seitenkante und damit außerhalb der geforderten Beinraumbreite
- Datenfeld Hersteller nennt eine Gesellschaft mit Rechtsform statt nur der Marke
- Werkzeug liegt bei, Montage nach Angabe in rund zwanzig Minuten
- Günstigstes Angebot des Feldes bei voller Höhenverstellung von 720 auf 1160 Millimeter
Spricht dagegen
- Keine Tragkraftangabe in Kilogramm — als einziges der fünf Angebote
- Keine Plattenstärke im Datenblatt, nur die Beschreibung „dicke P2-Spanplatte"
- Artikelabmessungen im Datenblatt sind das Versandmaß, nicht das Tischmaß
- Der Aufsatz kostet Arbeitsfläche, und 100 mal 60 Zentimeter sind ohnehin knapp
- Markendomain deaktiviert, Anschrift des genannten Unternehmens nicht auffindbar
Gedacht für: Wer den Beinraum nicht antasten will und trotzdem Fächer möchte. Wer überwiegend im Stehen arbeitet und den Bildschirm ohnehin höher haben will, bekommt beides in einem Bauteil.
Nicht gedacht für: Wer Arbeitsfläche braucht. Der Aufsatz nimmt bei 100 mal 60 Zentimetern einen erheblichen Teil der ohnehin knappen Tiefe. Das Format liegt weit unter dem, was die ASR A6 für Bildschirmarbeit als Mindestfläche vorsieht.
Einordnung: Das Datenfeld Hersteller nennt hier als einzigem im Feld eine Gesellschaft mit Rechtsform: Fujian Yunzixing Intelligent Technology Co., Ltd. Nachprüfen lässt sich davon trotzdem wenig. Die naheliegende Markendomain lufeiya.com antwortet mit dem Code für „Zahlung erforderlich" und einer Shopify-Meldung, der Laden sei deaktiviert. Ein Firmenname ohne erreichbare Anschrift ist mehr als ein Markenname ohne alles — aber nicht viel mehr.
Wo sich das Angebot selbst widerspricht: Das Datenfeld Artikelabmessungen nennt 91 mal 55 mal 13 Zentimeter. Das ist ersichtlich das Versandmaß und nicht der Tisch, der laut Titel und Größenfeld 100 mal 60 Zentimeter misst. Das Datenfeld Artikeltiefe nennt 91 Zentimeter, also erneut den Karton. Wer sich auf die Detailtabelle verlässt, bestellt nach den Maßen einer Verpackung.
Die Schublade laut Angebot: Bauart zwei Fächer im Monitoraufsatz über der Platte, dazu eine Stofftasche an der Seitenkante. Lage über der Platte. Maße keine Angabe zu Länge, Breite oder Höhe der Fächer. Bauhöhe entfällt — die Fächer hängen nicht unter der Platte. Unterkante in der niedrigsten Stellung: entfällt — unter der Platte hängt nichts.
Der Tisch laut Angebot: Verstellbereich 720 bis 1160 Millimeter. Plattenstärke nicht genannt; das Angebot nennt nur „dicke P2-Spanplatte". Tragkraft keine Angabe — das Angebot nennt keine Tragkraft in Kilogramm. Höhenreserve zwischen Plattenunterkante und der 660-Millimeter-Linie: 45 Millimeter.
Hersteller laut Datenfeld und Recherche: Fujian Yunzixing Intelligent Technology Co., Ltd. Das Angebotsfeld Hersteller nennt diese Gesellschaft ausdrücklich, obwohl die Marke Lufeiya heißt. Sitz: nicht auffindbar. Geprüft wurden das Angebotsfeld, die Markendomain lufeiya.com (Antwort: Code 402 mit dem Hinweis, der Shop sei deaktiviert) und die Variante lufeiya.de (keine Antwort). Eine Anschrift zu der genannten Gesellschaft war über diese Wege nicht zu belegen. Gegründet: nicht auffindbar. Ohne erreichbare Unternehmensseite gibt es keine Fundstelle, die sich zitieren ließe. Support: kein Herstellersupport ausgewiesen. Das Angebot verspricht „professionellen Kundensupport", nennt aber weder Rufnummer noch Adresse.. Erreichbarkeit: nicht auffindbar. Ohne benannten Kanal gibt es keine Zeiten. Garantie: Datenfeld „Art der Garantie" trägt „Beschränkt", ohne Dauer und ohne Abwicklungsweg. Die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer bleibt davon unberührt. Prüfzeichen: keine Norm und kein Prüfzeichen im Angebot. Herkunft: China laut Datenfeld Herkunftsland. Gewicht: nicht auffindbar. Das Datenblatt führt kein Artikelgewicht.. Markteinführung: nicht auffindbar. Kein Modelljahr im Datenblatt.

NEBENBADGE: Die größte Höhenreserve unter der Platte im Feld der Untertisch-Schubladen
3. FLEXISPOT Q3-1206
FLEXISPOT · Modell Q3-1206 · Kennung B0DLNR1ZW7 · Elternangebot B0H9W71ZT8
Der einzige Anbieter im Feld mit einem eigenen deutschen Vertrieb und der einzige, dessen Schublade als Vollauszug ausgewiesen ist. Der Tisch startet bei 735 Millimetern und damit 15 Millimeter höher als drei der vier anderen. Für einen Tisch ohne Schublade wäre das ein Nachteil, weil kleinere Menschen eine niedrigere Platte brauchen. Für einen Tisch mit Schublade ist es der wichtigste Vorteil im Feld: Es sind 15 Millimeter mehr Bauhöhe, die die Schublade haben darf, bevor der Beinraum reißt.
Die Rolle im Feld: Der Tisch mit der höchsten niedrigsten Stellung — was hier wie ein Nachteil klingt, ist für eine Schublade der entscheidende Vorteil
Spricht dafür
- Höchste niedrigste Arbeitshöhe im Feld und damit die größte Höhenreserve für eine Untertisch-Schublade
- Einziges Angebot mit ausdrücklich ausgewiesenem Vollauszug der Schublade
- Vier Speicherplätze, Type-C-Anschluss und Kindersicherung am Bedienfeld
- Deutscher Vertrieb mit Rufnummer, Beratungszeiten und E-Mail-Adresse
- Montagezeit laut Angebot zehn bis fünfzehn Minuten, der niedrigste Wert im Feld
Spricht dagegen
- Keine Maßangabe zur Schublade — die Höhenreserve lässt sich nicht gegenrechnen
- Artikelgewicht im Datenblatt ist für diese Bauart unplausibel niedrig
- Flächenmaß im Datenblatt widerspricht dem Titel um 20 mal 10 Zentimeter
- Impressum nur clientseitig, Gegenprobe mit erfundenem Pfad liefert dieselbe Seite
- Für Körpergrößen unter etwa 1,65 Meter ist die Grundstellung zu hoch
Gedacht für: Wer eine Schublade will, die mehr aufnimmt als Stifte, und dafür eine höhere Grundstellung in Kauf nimmt. Bei 735 Millimetern Arbeitshöhe und einer Platte von zwei Zentimetern bleiben 55 Millimeter, bevor die Unterkante die Linie aus Abbildung 6 unterschreitet.
Nicht gedacht für: Wer unter etwa 1,65 Meter groß ist und im Sitzen arbeitet. 735 Millimeter sind für kleinere Körpergrößen bereits ohne Schublade zu hoch, und tiefer geht dieses Modell nicht.
Einordnung: Das Angebot wirbt mit „seit über 25 Jahren". Das Impressum der deutschen Markenseite ließ sich trotzdem nicht abrufen: Jeder erfundene Pfad auf derselben Domain liefert dieselbe Seitenhülle mit demselben Erfolgscode. Im Fuß dieser Hülle steht eine Adresse — allerdings ausdrücklich als „Lager-Adresse" bezeichnet, nicht als Sitz. Ein Lager ist kein Rechtsträger.
Wo sich das Angebot selbst widerspricht: Das Datenfeld Artikelgewicht nennt 20 Pfund, also gut neun Kilogramm. Ein elektrisch höhenverstellbarer Tisch von 120 Zentimetern Breite wiegt im Feld zwischen 20 und 29 Kilogramm; der HUANUO-Tisch derselben Breite wiegt laut Herstellerseite rund 21 Kilogramm. Dazu kommt das Flächenmaß: Titel und Artikeltiefe nennen 120 mal 60 Zentimeter, das Feld „Artikel Abmessungen" nennt 140 mal 70.
Die Schublade laut Angebot: Bauart breite Schublade mit Vollauszug unter der linken Plattenhälfte. Lage unter der Platte, außermittig links. Maße keine Angabe zu Länge, Breite oder Höhe. Bauhöhe nicht genannt. Unterkante in der niedrigsten Stellung: nicht berechenbar — die Bauhöhe der Schublade fehlt.
Der Tisch laut Angebot: Verstellbereich 735 bis 1180 Millimeter. Plattenstärke 2 Zentimeter laut Datenfeld. Tragkraft 132,28 Pfund laut Datenfeld, also rund 60 Kilogramm. Höhenreserve zwischen Plattenunterkante und der 660-Millimeter-Linie: 55 Millimeter.
Hersteller laut Datenfeld und Recherche: nicht auffindbar als Rechtsträger. Das Angebotsfeld Hersteller wiederholt die Marke „FLEXISPOT". Im Fuß der deutschen Markenseite steht „Flexispot GmbH" — dort allerdings ausdrücklich als Lager-Adresse und nicht als Sitz der Gesellschaft, und ohne Registergericht und Registernummer. Sitz: nicht als Sitz belegbar. Der Fuß der Markenseite nennt „Franz-Greiß-Straße 7, 50735 Köln" unter der Überschrift Lager-Adresse. Die Impressumsseite selbst liefert clientseitig nach und war über die geprüften Adressen nicht im ausgelieferten Text enthalten. Gegründet: nicht auffindbar. Die Aufzählung nennt „seit über 25 Jahren", ohne Jahreszahl und ohne Gesellschaft, auf die sich die Angabe bezieht. Support: Telefon 0211 368 74223, E-Mail info@flexispot.de laut Fuß der Markenseite. Erreichbarkeit: Beratung von 9 bis 17 Uhr laut Fuß der Markenseite; Wochentage werden nicht genannt. Garantie: Datenfeld „Art der Garantie" trägt „Beschränkt". Eine Dauer nennt das Angebot nicht, einen Abwicklungsweg ebenfalls nicht. Prüfzeichen: keine Norm und kein Prüfzeichen im Angebot. Das Datenfeld „Auf UL-Liste" trägt „Nein". Herkunft: China laut Datenfeld Herkunftsland. Gewicht: 20 Pfund laut Datenfeld, also rund 9,1 Kilogramm — für diese Bauart unplausibel und im Feld der niedrigste Wert um mehr als die Hälfte.. Markteinführung: nicht auffindbar. Das Datenblatt nennt die Modellnummer Q3, aber kein Einführungsjahr.

NEBENBADGE: Der meiste Stauraum unter der Platte — und die höchste Grundstellung
4. OffiGo 120 x 54
OffiGo · Modell 850066549308 · Kennung B0DDS9497V · Elternangebot B0DNMDHKX4
Das Angebot mit dem meisten Stauraum unter der Platte: drei Fächer nebeneinander über die gesamte Breite, dazu ein Monitoraufsatz, eine LED-Leiste, zwei Steckdosen, zwei USB-Buchsen und eine Kabelrinne. Die Platte misst 120 mal 54 Zentimeter — die geringste Tiefe im Feld. Der Verstellbereich beginnt bei 780 Millimetern und damit 60 Millimeter über dem Feld. Genau dieser Umstand ist hier kein Zufall, sondern die Folge der Bauweise: Unter drei Fächern ist kein Platz mehr für eine tiefere Grundstellung.
Die Rolle im Feld: Der Extremfall des Feldes: drei Fächer über die ganze Breite, dafür beginnt die Verstellung erst bei 780 Millimetern
Spricht dafür
- Größte rechnerische Höhenreserve unter der Platte im Feld, weil die Verstellung erst bei 780 Millimetern beginnt
- Drei Fächer über die gesamte Plattenbreite — der meiste Stauraum im Feld
- Monitoraufsatz, zwei Steckdosen, zwei USB-Buchsen und Kabelrinne im Lieferumfang
- Datenfeld nennt mit 45 bis 55 Dezibel als einziges einen Bereich statt eines Maximalwerts
- Gesellschaft mit Rechtsform, Anschrift und Rufnummer auf der Markenseite auffindbar
Spricht dagegen
- Grundstellung 780 Millimeter — der höchste Einstiegswert im Feld und für kleinere Körpergrößen unbrauchbar
- Plattentiefe 54 Zentimeter, die geringste im Feld
- Aufzählung nennt Stoffschubladen, das Produktbild zeigt feste Kästen
- Keine Maßangabe zu den drei Fächern
- Service nur über eine US-Rufnummer zu Ostküstenzeit, kein deutsches Impressum auffindbar
Gedacht für: Wer Stauraum unter der Platte wirklich braucht und überwiegend im Stehen oder in hoher Sitzposition arbeitet. Mit 780 Millimetern Grundstellung und 20 Millimetern Plattenstärke bleiben rechnerisch 100 Millimeter Bauhöhe, bevor die Unterkante der Fächer die Linie aus Abbildung 6 unterschreitet — die größte Reserve im Feld.
Nicht gedacht für: Wer im Sitzen eine niedrige Arbeitshöhe braucht. 780 Millimeter sind für Körpergrößen unter etwa 1,80 Meter ohne Fußstütze zu hoch, und dieser Tisch fährt nicht tiefer. Wer Bildschirmarbeit im Sinne der Arbeitsstättenregel leistet, findet außerdem 54 Zentimeter Tiefe deutlich unterhalb dessen, was dort gefordert ist.
Einordnung: Das Datenfeld Hersteller nennt „OFFIGO". Die Markenseite führt kein Impressum unter der naheliegenden Adresse — der Aufruf endet im selben Fehlercode wie ein frei erfundener Pfad. Auf der Seite „About OffiGo" steht dagegen eine Gesellschaft: AODK International Technology Inc mit einer Geschäftsadresse in Kalifornien und einer gebührenfreien US-Rufnummer. Die genannten Servicezeiten sind Ostküstenzeit; in Deutschland entspricht das dem späten Nachmittag bis in die Nacht.
Wo sich das Angebot selbst widerspricht: Aufzählung und Datenfeld nennen übereinstimmend drei Stoffschubladen. Das Produktbild zeigt drei feste Kästen mit aufgesetzten Griffen und geschlossenen Fronten. Beides kann nicht zugleich stimmen, und für die Frage, wie weit die Fächer unter die Platte bauen, macht es einen erheblichen Unterschied: Ein Stoffbeutel hängt anders als ein Korpus.
Die Schublade laut Angebot: Bauart drei nebeneinanderliegende Fächer über die gesamte Plattenbreite. Lage unter der Platte, über die volle Breite. Maße keine Angabe zu Länge, Breite oder Höhe der drei Fächer. Bauhöhe nicht genannt. Unterkante in der niedrigsten Stellung: nicht berechenbar — die Bauhöhe der Fächer fehlt.
Der Tisch laut Angebot: Verstellbereich 780 bis 1200 Millimeter. Plattenstärke 2 Zentimeter laut Datenfeld. Tragkraft 60 Kilogramm laut Datenfeld. Höhenreserve zwischen Plattenunterkante und der 660-Millimeter-Linie: 100 Millimeter.
Hersteller laut Datenfeld und Recherche: AODK International Technology Inc. Das Angebotsfeld Hersteller nennt nur „OFFIGO"; die Gesellschaft steht auf der Seite „About OffiGo" der Markendomain. Sitz: 1025 N Todd Ave, Azusa, Kalifornien 91702, Vereinigte Staaten. Ein Registereintrag, eine europäische Anschrift oder ein Impressum nach deutschem Recht waren über die geprüften Wege nicht auffindbar. Gegründet: nicht auffindbar. Weder die Markenseite noch das Angebot nennen ein Gründungsjahr. Support: Telefon +1 800 346 9023, E-Mail support@offigo.com laut Markenseite. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr Ostküstenzeit laut Markenseite. In Deutschland entspricht das etwa 15 bis 23 Uhr. Garantie: Datenfeld „Art der Garantie" trägt „Beschränkt", ohne Dauer und ohne Abwicklungsweg. Prüfzeichen: keine Norm im Angebot. Das Datenfeld „Auf UL-Liste" trägt als einziges im Feld „Ja" — ohne Angabe, welches Bauteil gelistet ist und unter welcher Nummer. UL ist eine US-Prüforganisation; eine Aussage über die Standsicherheit des Tisches nach europäischen Möbelnormen folgt daraus nicht. Herkunft: China laut Datenfeld Herkunftsland. Gewicht: nicht auffindbar. Das Datenblatt führt kein Artikelgewicht.. Markteinführung: nicht auffindbar. Kein Modelljahr im Datenblatt.
NEBENBADGE: Stauraum laut Hersteller auf der Platte — mit Klemmkante für Monitorarme
5. HUANUO 120 x 60
HUANUO (BSQ Technology GmbH) · Modell HNESD247N-120B-EU · Kennung B0G5PNWJ47 · Elternangebot nicht erhoben — das Profil stützt sich auf die Herstellerseite
Der Ersatz für das nicht mehr lieferbare Claiks-Angebot löst die Stauraumfrage anders als die Untertisch-Schubladen: Die Herstellerseite beschreibt den Tisch als doppellagig, mit zwei Schubladen in einer Erhöhung, auf die sich Bildschirme stellen lassen. Er fährt laut Hersteller von 28,3 auf 46,5 Zoll, umgerechnet rund 719 bis 1181 Millimeter, hat vier Speicherplätze, einen T-förmigen Rahmen aus Kohlenstoffstahl und eine laminierte Spanplatte, trägt 80 Kilogramm und wiegt 46,96 Pfund, also rund 21,3 Kilogramm. Die hintere Kante ist um 6,6 Zentimeter verlängert, damit sich eine Monitorhalterung mit Klemme befestigen lässt.
Die Rolle im Feld: Seit 02.11.2026 anstelle des nicht mehr lieferbaren Claiks 120 x 60: der zweite Tisch im Feld, dessen Fächer laut Beschreibung nicht unter der Platte hängen, und der einzige, dessen Daten von der Herstellerseite stammen
Spricht dafür
- Fächer laut Herstellerbeschreibung auf der Platte, der Beinraum bleibt frei
- Rückkante um 6,6 Zentimeter verlängert für Monitorhalterungen mit Klemme
- Tragfähigkeit 80 Kilogramm und vier Speicherplätze laut Herstellerseite
- Garantie mit Dauer: zwei Jahre auf die Elektrik, bis zu fünf Jahre auf weitere Teile
- Hersteller mit deutscher Anschrift und Registernummer im Impressum
Spricht dagegen
- Keine Maße der Schubladen und keine Plattenstärke auf der Herstellerseite
- Die Erhöhung kostet Arbeitsfläche auf der Platte
- Verstellbereich nur in Zoll angegeben
- Kein Kollisionsschutz genannt
- Impressum ohne Registergericht und ohne Geschäftsführer
Gedacht für: Wer den Beinraum frei halten, trotzdem zwei Schubladen haben und mit Monitorarm arbeiten will. Die verlängerte Rückkante nimmt eine Klemme auf, und die Erhöhung hebt die Bildschirme näher an die Augenhöhe.
Nicht gedacht für: Wer jeden Zentimeter Plattentiefe braucht. Die Erhöhung mit den Schubladen steht auf der Platte und kostet Arbeitsfläche. Wie viel, lässt sich vor dem Kauf nicht rechnen, weil die Herstellerseite weder die Maße der Schubladen noch die der Erhöhung nennt.
Einordnung: Hinter der Marke steht laut Impressum der europäischen Herstellerseite die BSQ Technology GmbH in Unterföhring, mit der Registernummer HRB 281511. Ein Registergericht und ein Geschäftsführer stehen dort nicht. Die Garantieseite derselben Domain nennt für elektrische Stehschreibtische zwei Jahre auf Motor, Controller und Kabelanschlüsse und bis zu fünf Jahre für weitere Teile — die einzige Garantieangabe mit Dauer in diesem Feld.
Wo sich das Angebot selbst widerspricht: Die Herstellerseite rechnet in drei Einheiten: den Verstellbereich in Zoll (28,3 bis 46,5), die Produktmaße in Zentimetern (120 x 60 x 72) und das Gewicht in Pfund (46,96). Die Größenauswahl nennt 48 mal 24 Zoll, der Titel 120 mal 60 Zentimeter. Und die Produktmaße nennen mit 72 Zentimetern nur eine einzige Höhe, ohne zu sagen, ob das die niedrigste Stellung ist — der Verstellbereich beginnt umgerechnet bei 71,9 Zentimetern.
Die Schublade laut Angebot: Bauart zwei Schubladen in einer Erhöhung auf der Platte; die Herstellerseite nennt den Tisch „doppellagig". Lage auf der Platte, unter einer Erhöhung für Bildschirme (laut Herstellerbeschreibung). Maße nicht genannt — die Herstellerseite nennt nur die Zahl der Schubladen. Bauhöhe entfällt laut Herstellerbeschreibung — die Schubladen sitzen auf der Platte. Unterkante in der niedrigsten Stellung: entfällt — unter der Platte hängt laut Herstellerbeschreibung nichts; Maße der Schubladen nennt die Seite nicht.
Der Tisch laut Angebot: Verstellbereich 719 bis 1181 Millimeter. Plattenstärke nicht genannt; die Herstellerseite nennt nur laminierte Spanplatte. Tragkraft 80 Kilogramm laut Herstellerseite. Höhenreserve zwischen Plattenunterkante und der 660-Millimeter-Linie: 44 Millimeter.
Hersteller laut Datenfeld und Recherche: BSQ Technology GmbH laut Impressum der europäischen Herstellerseite huanuo.eu; die Produktseite nennt als Hersteller „HUANUO". Sitz: Feringastraße 6, 85774 Unterföhring, Registernummer HRB 281511 laut Impressum. Ein Registergericht nennt das Impressum nicht. Gegründet: nicht genannt. Support: E-Mail support@huanuo.com laut Impressum. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr laut Impressum, mit dem Zusatz „CST"; welche Zeitzone gemeint ist, steht nicht dabei. Garantie: Garantieseite der Herstellerdomain: begrenzte Garantie von einem bis fünf Jahren je Produkttyp, für elektrische Stehschreibtische zwei Jahre auf Motor, Controller und Kabelanschlüsse und bis zu fünf Jahre für weitere Teile; nur bei Kauf direkt oder bei autorisierten Händlern und zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung. Prüfzeichen: keine Norm und kein Prüfzeichen auf der Herstellerseite genannt. Herkunft: nicht genannt. Gewicht: 46,96 Pfund laut Herstellerseite, also rund 21,3 Kilogramm. Markteinführung: nicht genannt.
Wer einen Schreibtisch mit Schublade nicht kaufen sollte
Eine Empfehlung, die nicht abrät, ist keine. Vier Gruppen sind in diesem Feld schlecht bedient, und für jede gibt es eine benennbare Alternative.
Wer unter etwa 1,70 Meter groß ist und im Sitzen arbeitet. Sie brauchen die unteren Stellungen des Verstellwegs, und genau die nimmt die Schublade weg. Bei einem der fünf Tische liegt die Unterkante der Schublade in der niedrigsten Stellung rechnerisch nur fünf Millimeter über der Linie, bei zwei weiteren sitzen die Fächer auf der Platte, bei den zwei übrigen lässt es sich mangels Maßangabe gar nicht ausrechnen. Für Sie passt ein Tisch ohne Schublade besser — die Auswahl dafür steht im Überblick zum höhenverstellbaren Schreibtisch, der Stauraum kommt daneben.
Wer Ordner unterbringen will. Keine der fünf Schubladen nimmt einen Aktenordner auf. Die einzige bezifferte Innenhöhe im Feld beträgt vier Zentimeter — ein Ordner im Format DIN A4 braucht acht. Wer Ordner hat, braucht einen Rollcontainer oder ein Regal, und beides gibt es unabhängig vom Tisch. Die Schublade unter der Platte ist eine Ablage für Flaches: Stifte, Kabel, ein Notizbuch, ein Tablet.
Wer einen Arbeitsplatz nach Arbeitsstättenrecht einrichtet. Wenn ein Arbeitgeber einen Telearbeitsplatz einrichtet, gilt die ASR A6 — und dann ist die Plattentiefe das erste Problem, nicht die Schublade. Vier der fünf Tische haben 60 Zentimeter Tiefe, einer 54. Gefordert sind 80. Wer in dieser Lage beschafft, findet die passenden Formate im Vergleich der Tische mit 160 mal 80 Zentimetern und sollte die Schublade als Anforderung streichen.
Wer zwei oder mehr Bildschirme auf schmaler Platte betreibt. Drei der fünf lösen die Stauraumfrage auf der Platte: zwei mit einem Aufsatz, einer laut Herstellerseite mit Schubladen in einer Erhöhung. Ein Aufsatz steht dort, wo bei zwei Bildschirmen der zweite stehen müsste, und er lässt sich nicht verschieben. Wer Monitorarme verwendet, verliert außerdem meist die hintere Kante als Klemmfläche; beim HUANUO-Tisch ist sie dafür laut Hersteller um 6,6 Zentimeter verlängert. Für diesen Fall ist ein Tisch ohne Aufbau die bessere Wahl, und der Stauraum wandert an die Wand.
Was der Betrieb kostet und welche Zahl dafür fehlt
Ein elektrisch höhenverstellbarer Tisch hat zwei laufende Posten: den Strom für die Hübe und den Ruheverbrauch der Steuerung, die rund um die Uhr am Netz hängt. Der zweite ist der größere, weil er 8.760 Stunden im Jahr läuft, während die Motoren zusammen vielleicht zwanzig Minuten arbeiten. Keines der fünf Angebote nennt eine Leistungsaufnahme in Watt — weder für den Betrieb noch für den Ruhezustand. Fünf Elektrogeräte, fünfmal keine Zahl.
Damit ist die Rechnung nicht aus den Angeboten zu führen, sondern nur mit ausgewiesenen Annahmen. Wer für die Steuerbox 0,5 bis 1,0 Watt Ruheleistung ansetzt — der Bereich, in dem sich Steckernetzteile dieser Bauart bewegen —, kommt auf 4,4 bis 8,8 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem angenommenen Arbeitspreis von 39,4 Cent je Kilowattstunde sind das 1,73 bis 3,47 Euro im Jahr. Beide Zahlen sind Annahmen und keine Herstellerangaben; sie stehen hier, damit die Größenordnung klar ist und nicht, weil sie belegt wären. Wer sie genau wissen will, liest die Wattzahl vom Typenschild der Steuerbox ab — dort steht sie, auch wenn sie im Angebot fehlt.
Der zweite Posten ist Verschleiß, und hier ist die Schublade der Unterschied zum Tisch ohne. Sie hat bewegliche Teile: zwei Schienen, je nach Bauart mit Kugel- oder Rollenlager, bei einem Angebot aus Nylon. Diese Schienen sind das Bauteil, das als Erstes ausfällt, und kein einziges der fünf Angebote nennt eine Ersatzteilquelle, eine Bezeichnung oder ein Maß. Wer eine Schiene nachkaufen will, muss sie ausbauen und im Baumarkt vergleichen. Das ist machbar, aber es gehört in die Rechnung.
Dritter Posten: der Preisunterschied selbst. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot dieser Auswahl liegt ein Vielfaches, und das ist in dieser Warengruppe ungewöhnlich viel. Was das obere Ende mehr liefert, ist im Wesentlichen ein deutscher Vertrieb mit Rufnummer, eine höhere Grundstellung und ein ausgewiesener Vollauszug. Was es nicht liefert, ist eine Maßangabe zur Schublade — die steht ausgerechnet beim Angebot aus dem mittleren Bereich.
Woran Sie nach zwei Wochen merken, dass es der falsche Tisch war
Drei Anzeichen, die sich beobachten lassen, und was dann zu tun ist. Alle drei zeigen sich in den ersten Tagen, also innerhalb der Frist, in der im Fernabsatz nach Paragraf 312g BGB ein Widerruf möglich ist.
Erstens: Sie fahren den Tisch nie ganz nach unten. Wenn Sie nach zwei Wochen merken, dass Ihre Sitzstellung zwei oder drei Zentimeter über der tiefsten Einstellung liegt, ohne dass Sie das bewusst so gewählt hätten, ist die Schublade der Grund. Messen Sie nach: Abstand vom Boden bis zur Unterkante der Schublade in der tiefsten Stellung. Liegt er unter 660 Millimetern, ist der untere Teil des Verstellwegs für Sie verloren, und der Tisch ist faktisch ein Modell mit kleinerem Hub.
Zweitens: Sie stoßen beim Aufstehen an. Das ist das deutlichere Zeichen und betrifft vor allem Schubladen, die über die ganze Breite gehen. Wer sich beim Aufstehen seitlich herausdrehen muss, hat zu wenig Beinraumbreite. Prüfen Sie, ob die Schublade sich ohne Werkzeug abnehmen lässt — bei zwei Bauarten im Feld ist sie nur eingehängt. Wenn ja, ist das Problem in fünf Minuten gelöst, und der Tisch bleibt.
Drittens: Die Schublade klemmt oder hängt schief. Bei einer eingehängten Schale ohne durchgehenden Korpus reicht eine leicht verzogene Platte, damit die Schienen nicht mehr parallel laufen. Lösen Sie die Schrauben der Schienen, schieben Sie die Schublade zweimal durch und ziehen Sie erst dann fest. Bleibt es dabei, ist es ein Mangel im Sinne der Gewährleistung, und die richtet sich gegen den Verkäufer — unabhängig davon, ob der Hersteller auffindbar ist.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was zuerst zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Knie stoßen in der tiefsten Stellung an | Unterkante der Schublade unter 660 Millimetern | Vom Boden bis zur Schubladenunterkante messen; Tisch zwei Zentimeter höher fahren und die Sitzhöhe nachstellen |
| Stuhl lässt sich nicht mehr unterschieben | Armlehnen stoßen an die Schublade, nicht an die Platte | Armlehnen absenken oder abnehmen; sonst Schublade auf die andere Seite versetzen, falls die Bohrungen es hergeben |
| Tisch stoppt beim Herunterfahren von selbst | Kollisionsschutz löst aus, weil die offene Schublade aufsetzt | Schublade schließen, bevor der Tisch gefahren wird; Hindernis unter der Platte entfernen |
| Schublade läuft schwer oder kippt beim Ausziehen | Schienen nicht parallel montiert oder Teilauszug am Anschlag | Schienenschrauben lösen, Schublade zweimal durchschieben, dann festziehen; bei Teilauszug ist die Neigung bauartbedingt |
| Platte schwingt im Stehen stärker als vorher | Gewicht der Schublade sitzt außermittig und verschiebt den Schwerpunkt | Schublade leeren und gegenprüfen; schwere Gegenstände auf die andere Tischhälfte legen |
| Motor läuft, Platte bewegt sich nicht gleichmäßig | Gleichlauffehler der Hubsäulen, nicht die Schublade | Rücksetzvorgang nach Bedienungsanleitung ausführen; bleibt es, greift die Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer |
Die letzte Zeile gehört streng genommen nicht zur Schublade, steht aber hier, weil sie bei diesen Tischen der häufigste echte Defekt ist. Was mechanisch beim Schwingen passiert und welches Bauteil dagegen hilft, ist auf der weiter oben verlinkten Seite zur Standfestigkeit ausgeführt.
Die billigere Lösung: Rollcontainer, Unterbauschublade oder gar nichts
Für einen erheblichen Teil derer, die nach einem Tisch mit Schublade suchen, ist der Tisch mit Schublade nicht die richtige Antwort. Drei Alternativen sind billiger, und zwei davon lösen das Problem besser.
Der Rollcontainer neben dem Tisch. Er kostet einen Bruchteil des Aufpreises, den ein Tisch mit Schublade gegenüber demselben Tisch ohne verlangt, er nimmt Aktenordner auf, und er berührt den Beinraum überhaupt nicht — vorausgesetzt, er steht neben dem Tisch und nicht darunter. Das ist die Bedingung, unter der er reicht: Sie brauchen etwa 45 Zentimeter Stellfläche seitlich. Ein zweiter Vorteil, der bei Sitz-Steh-Tischen zählt: Der Container fährt nicht mit. Wer den Tisch nach oben fährt, kommt trotzdem an seine Sachen, ohne sich zu bücken.
Die nachgerüstete Unterbauschublade. Sie wird unter die vorhandene Platte geschraubt und kostet wenig. Nur: Sie erzeugt exakt dasselbe Problem wie die mitgelieferte, und zwar ohne dass irgendjemand die Bauhöhe genannt hätte. Wer nachrüstet, misst vorher die Höhenreserve seines Tisches aus — niedrigste Arbeitshöhe minus Plattenstärke minus 660 Millimeter — und kauft nur, was darunter bleibt. Der Rechner weiter oben gibt die Zahl aus. Für einen Tisch, der erst bei 780 Millimetern beginnt, ist Nachrüsten unkritisch; für einen, der bei 720 beginnt, ist es die schlechtere Idee.
Gar nichts. Was auf dem Schreibtisch liegt, liegt dort, weil man es täglich braucht. Was in eine Schublade wandert, wird meistens nicht gebraucht — es wird nur aus dem Blick geräumt. Ein Wandregal über dem Tisch, ein Hängeordner an der Seitenwange oder schlicht eine Kiste im Schrank leisten dasselbe und kosten weder Beinraum noch Arbeitsfläche. Wer ohnehin gerade einrichtet und den Platz dafür neu ordnet, findet die passende Zusatzfläche im Vergleich der schmalen Beistelltische.
Was die Nicht-Kauf-Option kostet, lässt sich beziffern: Es ist der Preis eines Rollcontainers plus der Platz, den er braucht — gegen den Aufpreis, den die Schublade am Tisch kostet, plus die Millimeter Beinraum, die sie nimmt. Die Rechnung geht bei kleinen Körpergrößen fast immer für den Container aus, bei großen fast immer für die Schublade. Das ist der eine Satz, auf den sich dieses Kapitel eindampfen lässt.
Zum Mitnehmen: Prüfliste vor dem Kauf und Abnahmeliste bei der Lieferung
Beide Listen funktionieren ohne diese Seite. Die erste ist in der Reihenfolge aufgebaut, in der die Fragen beim Kauf auftreten; die zweite in der Reihenfolge, in der bei der Lieferung geprüft wird — und zwar bevor die Widerrufsfrist abläuft.
Zwölf Punkte vor dem Kauf
- Wie groß sind Sie? Unter 1,70 Meter ist eine Schublade unter der Platte der falsche Weg.
- Bei welcher Höhe beginnt der Verstellbereich? Je höher der Startwert, desto mehr Platz für die Schublade — und desto schlechter für kleine Körpergrößen.
- Wie stark ist die Platte? Steht die Zahl zweimal verschieden im Angebot, nehmen Sie den höheren Wert.
- Rechnen Sie: niedrigste Arbeitshöhe minus Plattenstärke minus 660 Millimeter. Das ist Ihr Budget.
- Nennt das Angebot die Bauhöhe der Schublade? Wenn nein: Nennt es Grundfläche und Fassungsvermögen? Dann teilen Sie das eine durch das andere.
- Sitzt die Schublade unter der Platte oder in einem Aufsatz darüber? Nur das Erste kostet Beinraum.
- Wie breit ist sie, und sitzt sie mittig oder seitlich? Seitlich lässt mehr Beinraum frei.
- Ist die Schublade eine Variante? Prüfen Sie die Variantenzeile — bei einem Angebot im Feld tragen elf von siebzehn Ausführungen keine.
- Stimmt die Elternkennung mit der aufgerufenen überein?
- Nennt das Angebot einen Kollisionsschutz? Bei einer Schublade ist er wichtiger als sonst.
- Was steht im Datenfeld Hersteller — eine Gesellschaft oder nur die Marke?
- Rufen Sie die Herstellerdomain auf, dann dieselbe Adresse mit einer erfundenen Zeichenfolge dahinter. Kommt zweimal dieselbe Seite, ist die erste kein Beleg.
Abnahmeliste bei der Lieferung, vor dem Ablauf der Widerrufsfrist
- Kartons zählen und auf äußere Schäden prüfen, bevor Sie quittieren. Diese Tische kommen in zwei bis drei Paketen.
- Plattenmaß nachmessen. Zwei der fünf Angebote nennen im Datenblatt das Versandmaß statt des Tischmaßes.
- Plattenstärke an der Kante messen. Sie ist der Posten, an dem die Rechnung hängt.
- Tisch aufbauen, ganz nach unten fahren und vom Boden bis zur Unterkante der Schublade messen.
- Liegt der Wert unter 660 Millimetern, ist die tiefste Stellung für Sie nicht nutzbar. Jetzt entscheiden, nicht in vier Wochen.
- Freie Breite unter der Platte messen, dort wo nichts hängt. 850 Millimeter sind der Maßstab.
- Schublade voll ausziehen und prüfen, ob sie kippt oder am Anschlag hängt.
- Tisch mit offener Schublade langsam herunterfahren und beobachten, ob der Kollisionsschutz auslöst.
- Stuhl unterschieben, mit Armlehnen. Passt er nicht, ist es jetzt noch änderbar.
- Typenschild der Steuerbox fotografieren. Dort steht die Wattzahl, die im Angebot fehlt.
- Kaufbeleg sichern. Bei drei der fünf Anbieter ist er der einzige belastbare Anknüpfungspunkt.
Punkt vier der zweiten Liste ist der, den fast niemand macht und der am meisten bringt. Er dauert zwanzig Sekunden und beantwortet die einzige Frage, die diese Warengruppe von einem gewöhnlichen höhenverstellbaren Schreibtisch ohne Anbauten unterscheidet.
Was diese Einschätzung ändern würde
Diese Seite steht auf einer einzigen Angabe, und diese Angabe fehlt bei zwei der drei Anbieter, deren Fächer unter der Platte hängen: der Bauhöhe des Kastens unter der Platte. Sobald sie dasteht, kippt die Bewertung dieser Seite in beide Richtungen. Ein Anbieter, der 35 Millimeter Bauhöhe nennt, wäre für kleine Körpergrößen die erste Wahl im Feld, unabhängig von allem anderen. Ein Anbieter, der 80 nennt, wäre es für niemanden, der im Sitzen tief fahren will — auch wenn sein Tisch sonst der beste wäre.
Die Angabe wäre ohne jeden Aufwand zu machen. Sie fällt bei der Konstruktion ohnehin an, sie steht in jeder Fertigungszeichnung, und sie ist eine einzige Zahl in Millimetern. Dass sie in dreizehn von vierzehn geprüften Angeboten fehlt, liegt nicht an der Messbarkeit, sondern daran, dass niemand danach fragt. Das ist die Anforderung, die dieser Markt nicht bedient — und sie ist die einzige, die eine Schublade von einem beliebigen anderen Ausstattungsmerkmal unterscheidet.
Zwei weitere Angaben würden die Einschätzung ebenfalls verschieben. Erstens eine Aussage darüber, ob die genannte Tragkraft die Schublade samt Inhalt einschließt oder nicht — das entscheidet, ob fünf Kilogramm in der Schublade von den 80 Kilogramm abgehen. Zweitens eine Bezeichnung der Schienen, damit sich ein Ersatzteil beschaffen lässt. Beides wäre eine Zeile im Datenblatt.
Bis dahin gilt die Rechnung mit drei Posten, und sie lässt sich mit einem Zollstock in der Wohnung nachprüfen: Boden bis Schubladenunterkante, tiefste Stellung, 660 Millimeter als Linie. Wer in der Beschaffung steht und dieselbe Frage für die Plattengröße beantworten muss, findet sie im Vergleich der Plattenmaße durchgerechnet.
Vierzehn Angebote mit Schublade geprüft, fünf aufgenommen; seit 02.11.2026 ist eines davon durch den HUANUO-Tisch ersetzt.
Zur Methode: Diese Seite wertet Angebotsunterlagen, Herstellerangaben und eine Technische Regel für Arbeitsstätten aus. Es wurde kein Tisch gekauft, aufgebaut oder nachgemessen. Wo hier steht, eine Angabe fehle, heißt das, dass sie im Angebot nicht steht — und nicht, dass das Möbel die Eigenschaft nicht hätte.
Zur Rechnung: Alle Höhenangaben sind aus den Datenfeldern der Angebote und der Abbildung 6 der ASR A6 in der Ausgabe vom Juli 2024 abgeleitet. Die Bauhöhe einer Schublade ist bei einem Angebot genannt; bei zwei weiteren sitzen die Fächer auf der Platte, bei den übrigen zwei ist sie nicht bestimmbar. Die Angaben zum HUANUO-Tisch stammen von dessen Herstellerseite.
Impressen und Unternehmensseiten wurden am selben Tag abgerufen und jeweils mit einem frei erfundenen Pfad gegengeprüft; beim HUANUO-Tisch wurden Produkt-, Impressums- und Garantieseite der Herstellerdomain am 02.11.2026 abgerufen.

