Worum es hier geht: Ein Glätteisen mit Akku ist ein Kompromissgerät. Es tauscht die Steckdose gegen eine Ladung, die zwischen zwanzig und fünfzig Minuten reicht, und danach zwei bis dreieinhalb Stunden Ladezeit verlangt. Diese Seite hat fünf am Prüftag auf amazon.de bestellbare Geräte von fünf verschiedenen Anbietern daraufhin ausgezählt, welche kaufentscheidenden Zahlen die Hersteller tatsächlich hinschreiben. Alle fünf sind echte Akkugeräte mit bezifferter Laufzeit und bezifferter Ladezeit, keines hat ein abnehmbares Kabel oder eine Drehkupplung. Das Ergebnis vorweg: Kein einziger nennt die Akkukapazität in Wattstunden, und genau die ist die Größe, nach der die Beförderungsregeln für Lithium-Ionen-Akkus unterscheiden. Zwei von fünf beziffern eine Abschaltautomatik, zwei nennen eine Transportsperre, zwei legen ein ausdrücklich hitzebeständiges Etui bei. Und drei von fünf geben eine Höchsttemperatur an, die über den rund 200 Grad liegt, die Stiftung Warentest für gesundes Haar nennt. Es wurde kein Gerät gekauft, geladen oder an Haar geführt.
Die fünf Akkugeräte im Direktvergleich
Aufgenommen sind fünf kabellose Haarglätter mit fest verbautem Lithium-Ionen-Akku, die am Prüftag gelistet und bestellbar waren, jedes einzeln von der Produktseite abgerufen und, wo vorhanden, mit der hinterlegten Herstellerunterlage abgeglichen. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung geht an den Dyson Corrale, weil dieses Gerät als einziges alle drei sicherheitsrelevanten Merkmale zugleich beziffert oder benennt: eine Abschaltautomatik mit Minutenwert, eine Verriegelung zum sofortigen Verstauen und ein ausdrücklich hitzebeständiges Behältnis. Es ist eine Empfehlung auf Basis der recherchierten Herstellerangaben und kein Prüfurteil, denn hier wurde nichts erhitzt.
| Bild | Marke und Modell | Auszeichnung | Höchsttemperatur | Laufzeit | Ladezeit | Abschaltung | Kapazität | Wattstunden | Bewertung | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | DysonDyson CorraleMarkenhersteller, Premiumsegment | Unsere Empfehlung | 210 Grad laut Datenfeld | bis zu 30 Minuten | 70 Minuten | nach 10 Minuten Inaktivität | nicht beziffert, nur als Vier-Zellen-Lithium-Ionen-Akku beschrieben | nicht angegeben | 4,1 / 467 | Jetzt ansehen |
![]() | ghdghd unpluggedMarkenhersteller, Premiumsegment | Kürzeste Abschaltzeit im Feld | 185 Grad, fest eingestellt | bis zu 20 Minuten | 2 Stunden | nach 3 Minuten Nichtbenutzung | nicht beziffert, Anzeige in fünf Ladestufen | nicht angegeben | 3,8 / 577 | Ansehen |
![]() | BeurerBeurer HS 20Markenhersteller, Gesundheitstechnik | Längste Herstellergarantie im Feld | 200 Grad, drei Stufen | 20 Minuten laut Datenblatt, 30 Minuten laut Angebotsseite | ca. 2 Stunden | nicht angegeben | nicht beziffert, nur als Lithium-Ionen-Akku beschrieben | nicht angegeben | 3,7 / 1.223 | Ansehen |
![]() | SUNMAYSUNMAY VogaDirektanbieter | Größte Bewertungsbasis im Feld | 205 Grad, drei Stufen | 30 bis 40 Minuten laut Bullet, 20 bis 35 laut Beschreibung | 2,5 bis 3,5 Stunden | nicht angegeben | 5.000 Milliamperestunden | nicht angegeben, mangels Spannungsangabe auch nicht errechenbar | 4,4 / 3.966 | Ansehen |
![]() | AYESYAYESY 2 in 1Direktanbieter | Einzige Spannungsangabe im Feld | 220 Grad, sechs Stufen | ca. 30 bis 50 Minuten | 3 Stunden | nicht angegeben | 4.500 Milliamperestunden | nicht angegeben, aber als einziges Gerät im Feld aus zwei veröffentlichten Werten errechenbar | 3,9 / 46 | Ansehen |
Sterne und Bewertungszahlen wurden am Prüftag einzeln von den Produktseiten abgerufen, nicht aus einer Suchergebnisliste. Alle fünf Angebote sind Variantenlistings, bei denen die Elternnummer von der aufgerufenen Nummer abweicht; die Sternzahlen gelten damit jeweils der Produktfamilie und nicht zwingend der aufgerufenen Farbausführung. Bei zwei Angeboten desselben Anbieters ist die Elternnummer sogar identisch, obwohl die beiden Ausführungen technisch verschieden sind. Hervorgehoben ist allein die Spalte mit der Abschaltautomatik, weil dort zwei Angaben in derselben Einheit stehen und die Frage sicherheitsrelevant ist. Die Laufzeitspalte bleibt ohne Markierung: Vier der fünf Angaben sind Spannen, zwei Anbieter widersprechen sich in zwei eigenen Quellen, und niemand nennt die Temperaturstufe, bei der gemessen wurde.
Auf einen Blick: acht Punkte vor dem Kauf
- Die eine Zahl, die im Flugzeug zählt, nennt keiner. Null von fünf Herstellern geben die Akkukapazität in Wattstunden an. Nach dieser Größe unterscheiden die Beförderungsregeln für Lithium-Ionen-Akkus, und sie steht in keinem Datenfeld, in keinem Aufzählungspunkt und in keiner Unterlage. Bei genau einem Gerät lässt sie sich aus zwei anderen veröffentlichten Werten errechnen.
- Milliamperestunden sind keine Energieangabe. Zwei von fünf nennen eine Kapazität in Milliamperestunden und stellen sie in den Titel. Ohne die Nennspannung ist daraus keine Wattstundenzahl zu bilden, und die Spannung veröffentlicht genau ein Anbieter im ganzen Feld.
- Drei von fünf nennen keine Abschaltautomatik. Zwei beziffern sie, mit drei beziehungsweise zehn Minuten. Die Stiftung Warentest hat 2018 zwei von sieben geprüften Haarglättern genau deshalb mit mangelhaft bewertet und das Fehlen wörtlich ein brandgefährliches Sicherheitsrisiko genannt. Bei einem Gerät, das in eine Tasche wandert, wiegt das schwerer als beim Netzgerät.
- Akkugeräte bleiben nicht automatisch unter 200 Grad. Die Höchstwerte in diesem Feld reichen von 185 bis 220 Grad, drei von fünf liegen über den rund 200 Grad, die Stiftung Warentest für gesundes, kräftiges Haar nennt. Wer eine schonende Temperatur sucht, achtet auf die unterste Stufe und nicht auf die oberste.
- Drei von fünf bieten eine Stufe unterhalb von 170 Grad. Und es sind nicht die teuersten. Ein Premiumgerät hat eine feste Temperatur von 185 Grad ohne jede Wahlmöglichkeit, beim zweiten steht nur der Höchstwert im Datenfeld. Für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar ist das der entscheidende Punkt.
- Die Laufzeit steht bei zwei von fünf zweimal verschieden auf derselben Seite. Einmal dreißig gegen zwanzig Minuten zwischen Aufzählungspunkt und Herstellerdatenblatt, einmal dreißig bis vierzig gegen zwanzig bis fünfunddreißig zwischen Aufzählungspunkt und Beschreibungsblock. Im Zweifel gilt die Unterlage des Herstellers.
- Kein einziger Akku ist wechselbar. Zwei Anbieter schließen den Wechsel in ihren eigenen Unterlagen ausdrücklich aus, drei sagen nichts dazu, und eine Zahl erwarteter Ladezyklen nennt niemand. Damit ist die Lebensdauer der Zelle faktisch die Lebensdauer des Geräts.
- Nur zwei legen ein hitzebeständiges Behältnis bei. Beide beschreiben es in ihren Unterlagen als den vorgesehenen Ort zum Abkühlen und Transportieren. Zwei weitere Geräte werden ausdrücklich für Reise und Koffer beworben und bringen nichts dergleichen mit.
Akku oder Kabel: was die Bauform wirklich kostet
Die Kaufentscheidung in dieser Warengruppe fällt fast immer vor dem Modell und nicht beim Modell. Sie fällt bei der Frage, ob das Gerät an eine Steckdose gebunden sein darf. Wer ein Akkugerät kauft, kauft Mobilität, und Mobilität hat einen Preis, den kein Produkttext ausschreibt. Der folgende Vergleich stellt die Herstellerangaben dieser fünf Akkugeräte den Befunden gegenüber, die zu netzbetriebenen Haarglättern öffentlich belegt sind. Wer den Umgang mit Akkugeräten in verwandten Warengruppen kennt, findet dasselbe Muster übrigens auch bei den Damenrasierern mit Akku: bezifferte Laufzeiten, unbezifferte Kapazitäten und ein fest verbauter Akku als stille Verschleißgrenze.
| Punkt | Glätteisen mit Akku | Glätteisen mit Netzkabel | Was daraus folgt |
|---|---|---|---|
| Höchsttemperatur | Im Feld dieser Seite zwischen 185 und 220 Grad nach Herstellerangabe | Im von der Schweizer Schwesterzeitschrift Saldo wiedergegebenen Test wurden bei einigen Geräten weit mehr als 200 Grad gemessen, der Höchstwert lag bei 250 Grad | Die verbreitete Annahme, Akkugeräte blieben grundsätzlich kühler, ist so nicht belegbar. Belegbar ist nur, dass gemessene Netzgeräte den Spitzenwert halten, den kein Akkugerät dieses Feldes auch nur behauptet. |
| Dauer der Anwendung | Zwanzig bis fünfzig Minuten je Ladung, danach zwei bis dreieinhalb Stunden Ladezeit | Unbegrenzt, solange das Kabel in der Steckdose steckt | Das ist der eine harte Unterschied, der die Bauform begründet, und zugleich ihre einzige echte Schwäche. Wer langes oder dickes Haar in mehreren Durchgängen bearbeitet, stößt an die Ladung. |
| Abschaltautomatik | Zwei von fünf beziffern eine, drei nennen keine | Im Vergleich der Stiftung Warentest von 2018 fehlte sie zwei von sieben geprüften Haarglättern, was zur Note mangelhaft führte | Das Merkmal ist in beiden Bauformen keineswegs selbstverständlich. Beim Akkugerät wiegt sein Fehlen schwerer, weil das Gerät nach der Anwendung nicht auf einer Ablage liegt, sondern in eine Tasche wandert. |
| Gehäusetemperatur | Kein Anbieter im Feld nennt eine Zahl; zwei warnen ausdrücklich vor heißen Oberflächen | Bei einem geprüften Gerät maß die Stiftung Warentest an manchen Stellen des Gehäuses über 90 Grad | Es gibt keinen Grund, bei einem Akkugerät ein kühles Gehäuse zu unterstellen. Kein Hersteller dieses Feldes behauptet es, und geprüft wurde hier nichts. |
| Verschleißgrenze | Fest verbauter Lithium-Ionen-Akku, bei zwei Geräten ausdrücklich nicht austauschbar, Ladezyklen nennt keiner | Kein Akku, damit keine Zellalterung; Verschleiß betrifft Kabel, Schalter und Beschichtung | Beim Akkugerät ist die Lebensdauer der Zelle in aller Regel die Lebensdauer des Geräts. Das ist der Preis der Mobilität, den kein Produkttext ausschreibt. |
| Gewicht und Maß | Im Feld zwischen 242 und 300 Gramm nach der jeweils plausibelsten Quelle, Längen um 21 bis 29 Zentimeter | Vergleichbares Gerätegewicht, dazu Kabel und Netzstecker | Der Größenvorteil des Akkugeräts ist kleiner, als die Werbung nahelegt. Was wegfällt, ist nicht Masse, sondern die Steckdose. |
| Mitnahme im Flugzeug | Enthält Lithium-Ionen-Zellen und fällt damit unter die Regeln für Geräte mit Akku | Enthält keine Zellen und ist als reines Elektrogerät unproblematischer | Genau hier entscheidet die Wattstundenzahl, und genau die veröffentlicht keiner der fünf Anbieter. Wer sicher gehen will, fragt vor dem Flug bei der Fluggesellschaft nach; ein Hersteller sagt das sogar selbst. |
Ein Punkt daraus verdient eine eigene Bemerkung, weil er der verbreitetsten Annahme über diese Bauform widerspricht. Es gilt als ausgemacht, dass Akkugeräte schwächer heizen und deshalb schonender seien. Für dieses Feld stimmt das nach den Herstellerangaben nicht. Der höchste Wert liegt bei 220 Grad, der niedrigste Höchstwert bei 185 Grad, und drei von fünf Geräten überschreiten nach eigener Angabe die Marke von rund 200 Grad. Was tatsächlich anders ist als beim Netzgerät, ist nicht die Spitze, sondern die Ausdauer. Ein Netzgerät hält seine Temperatur so lange, wie Strom fließt. Ein Akkugerät hat zwischen zwanzig und fünfzig Minuten, und ob die Platten am Ende dieser Zeitspanne noch dieselbe Temperatur liefern wie am Anfang, sagt kein einziger der fünf Anbieter.
Der zweite unterschätzte Punkt ist die Verschleißgrenze. Bei einem netzbetriebenen Gerät altert die Beschichtung, das Kabel wird brüchig, der Schalter ermüdet. Bei einem Akkugerät kommt eine Grenze hinzu, die keiner der fünf Anbieter beziffert: die Zahl der Ladezyklen, nach denen die Zelle spürbar weniger Energie speichert. Zwei Hersteller schreiben ausdrücklich, der Akku sei nicht austauschbar. Damit endet die Nutzungsdauer des Geräts, wenn die Zelle nachlässt, und wann das ist, sagt niemand. Wer diesen Zusammenhang aus anderen Warengruppen kennt, etwa von den Akku-Staubsaugern mit langer Laufzeit, weiß, dass die beworbene Laufzeit fast immer die Laufzeit im Neuzustand ist und nicht die nach drei Jahren.
Die Sicherheitsfrage: Abschaltautomatik, Sperre und Etui
Der belegte Befund: Die Stiftung Warentest hat im Dezember 2018 sechzehn Haarglätter, Lockenstäbe und Curler geprüft und teilte in ihrer frei zugänglichen Pressemitteilung mit, fast ein Drittel der Geräte sei brandgefährlich, nämlich fünf von sechzehn. Von den sieben geprüften Haarglättern wurden zwei mit mangelhaft bewertet, und die Begründung lautet wörtlich, beiden Glättern fehle die Abschaltautomatik, was ein brandgefährliches Sicherheitsrisiko sei. Bei einem der Geräte heizte zusätzlich das Gehäuse mit, an manchen Stellen auf über neunzig Grad, was nach Angabe der Prüfer reicht, um sich Kopfhaut, Ohren oder Finger zu verbrennen. Siebenmal wurde in derselben Untersuchung das Urteil Gut vergeben.
Für ein Akkugerät ist dieser Befund doppelt einschlägig, und zwar aus einem Grund, der bei Netzgeräten nicht existiert. Ein Netzgerät ohne Abschaltautomatik bleibt heiß, solange es in der Steckdose steckt, und es liegt dabei in aller Regel auf einer Ablage im Bad. Ein Akkugerät ohne Abschaltautomatik bleibt heiß, bis die Zelle leer ist, und es liegt dabei möglicherweise in einer Handtasche, in einem Rucksack oder in einem Koffer, also inmitten brennbarer Gegenstände und ohne dass jemand es sieht. Genau deshalb sind Abschaltautomatik, Verriegelung und hitzebeständiges Behältnis bei dieser Bauform keine Ausstattungsdetails, sondern die eigentliche Produktfrage.
Das Ergebnis der Auszählung fällt ernüchternd aus. Zwei von fünf Anbietern beziffern eine Abschaltautomatik, einer mit drei Minuten, einer mit zehn Minuten Inaktivität. Ein dritter beschreibt stattdessen einen Schutzmodus, der bei ununterbrochenem Betrieb abschaltet, was eine andere Funktion ist und den Fall des vergessenen Geräts nicht abdeckt. Zwei Anbieter sagen zur Abschaltung überhaupt nichts, und beide bewerben ihr Gerät ausdrücklich für Reise, Koffer und Handtasche. Eine Verriegelung benennen ebenfalls zwei von fünf, und beide begründen sie mit dem Verstauen unmittelbar nach der Anwendung. Ein ausdrücklich hitzebeständiges Behältnis liegt zwei Geräten bei; ein drittes bringt eine Aufbewahrungstasche mit, ohne sie hitzebeständig zu nennen, und zwei bringen gar nichts mit.
Wie real das Risiko in dieser Warengruppe ist, zeigt eine Meldung vom 4. Mai 2026. Die Online-Plattform Temu rief vier Elektrogeräte wegen Sicherheitsmängeln zurück, darunter ausdrücklich ein Glätteisen der Marke Crasts. Als Grund nennt der Rückruf Konstruktionsmängel an Isolierung, Griff und Netzkabel, die zu Verbrennungen und Stromschlägen führen können; das betroffene Produkt ist an einer Identifikationsnummer auf der Verpackung erkennbar. Das zurückgerufene Gerät ist ein Netzgerät, nicht eines der hier verglichenen Akkugeräte, und die Meldung wird hier auch nicht als Aussage über sie verstanden. Sie belegt aber, dass Haarglätter eine Warengruppe sind, in der Sicherheitsmängel im Markt vorkommen und nicht bloß theoretisch denkbar sind. Wer wissen möchte, wie sich derselbe Sicherheitsgedanke in einer benachbarten Warengruppe niederschlägt, findet das bei den Befunden der Stiftung Warentest zu Mundduschen in vergleichbarer Form.
Was diese Seite ausdrücklich nicht behauptet: Es wurde kein Gerät gekauft, geladen oder betrieben. Es liegt keine eigene Temperaturmessung vor, keine Messung der Gehäusetemperatur und keine Prüfung, ob eine beschriebene Abschaltautomatik tatsächlich greift. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus Herstellerangaben, aus hinterlegten Herstellerunterlagen oder aus namentlich genannten, frei zugänglichen Veröffentlichungen. Wo eine Zahl fehlt, steht das ausdrücklich da. Insbesondere wird nicht behauptet, ein Griff bleibe kühl: Zwei der fünf Hersteller warnen in ihren eigenen Unterlagen ausdrücklich vor heißen Oberflächen und weisen an, das Gerät nicht außerhalb des Fingerschutzes zu berühren.
Temperatur: 160, 185, 200 oder 220 Grad
Die Stiftung Warentest nennt in ihrer frei zugänglichen Pressemitteilung zwei Zahlen, und sie sind für diese Seite die wichtigsten überhaupt. Gesundes, kräftiges Haar verträgt danach rund 200 Grad Celsius. Feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar sollte nur mit rund 170 Grad Celsius behandelt werden, weil sonst die oberste Haarschicht schmilzt, das Haar seinen Glanz verliert und strohig wird. Das sind keine Grenzwerte im rechtlichen Sinn, sondern eine Verträglichkeitsangabe, aber sie ist die einzige frei zugängliche Orientierung dieser Art aus unabhängiger Quelle.
Hält man die fünf Geräte dagegen, ergibt sich ein Bild, das der verbreiteten Erwartung widerspricht. Die Höchstwerte lauten 185, 200, 205, 210 und 220 Grad. Drei von fünf liegen damit nach eigener Herstellerangabe über der Marke von rund 200 Grad. Die Annahme, ein Akkugerät erreiche solche Temperaturen ohnehin nicht, lässt sich mit den Angaben dieses Feldes also nicht stützen. Ob die Geräte die genannten Werte tatsächlich erreichen und über die Ladung halten, ist eine andere Frage, und sie ist hier nicht beantwortbar, weil nichts gemessen wurde. Zum Vergleich: In einem von der Schweizer Schwesterzeitschrift Saldo durchgeführten und von test.de wiedergegebenen Test von neun netzbetriebenen Haarglättern ermittelten die Prüfer bei einigen Geräten Temperaturen von weit mehr als 200 Grad; den Höchstwert stellte ein Gerät mit 250 Grad auf höchster Stufe auf.
Praktisch bedeutsam ist deshalb nicht die obere, sondern die untere Grenze. Wer feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar hat, braucht eine bezifferte Stufe unterhalb von rund 170 Grad, und die haben in diesem Feld drei von fünf Geräten: zweimal 160 Grad und einmal 165 Grad. Ausgerechnet die beiden teuersten Geräte des Vergleichs bieten sie nicht. Bei einem davon ist die Temperatur fest auf 185 Grad eingestellt, und der Hersteller begründet das ausführlich damit, dass darüber Haarbindungen brechen könnten und darunter das Styling nicht halte. Das ist eine nachvollziehbare Produktphilosophie, aber sie nimmt dem Käufer die Anpassung an den eigenen Haartyp aus der Hand.
Eine Zahl, die selten genannt wird: Der Test der Stiftung Warentest zu Glätteisen hält in seinem frei zugänglichen Teil fest, dass Haar erst nach einer Behandlung mit Temperaturen von mehr als 120 Grad Celsius glänzt und mit heißeren Platten mehr glänzt. Darunter passiert also im Sinne des Glanzes wenig. Zugleich hielt die Glättung bei manchen Geräten schon nach vier Stunden nicht mehr durch. Zwischen 120 Grad, ab denen überhaupt ein Effekt eintritt, und 170 beziehungsweise 200 Grad, ab denen Schäden drohen, liegt damit das gesamte sinnvolle Arbeitsfenster dieser Warengruppe.
Lithium-Ionen im Gepäck: warum die Wattstundenzahl fehlt
Hier unterscheidet sich ein Glätteisen mit Akku grundlegend von einem mit Kabel, und hier liegt zugleich die größte Angabelücke dieses Feldes. Ein Netzgerät ist im Reisegepäck ein gewöhnliches Elektrogerät. Ein Akkugerät enthält Lithium-Ionen-Zellen und fällt damit unter die Regeln, die für Reisende mit Lithiumbatterien gelten. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung veröffentlicht dazu eine Übersicht für Reisende, und diese Übersicht unterscheidet ausschließlich nach einer einzigen Größe: der Wattstundenzahl der verbauten Zelle. Nicht nach Milliamperestunden, nicht nach Gewicht, nicht nach Gerätetyp. Nach Wattstunden.
| Energieklasse | Gerät mit eingebautem Akku | Zustimmung | Was das für dieses Feld bedeutet |
|---|---|---|---|
| Bis 100 Wattstunden | Im Handgepäck erlaubt, im aufgegebenen Gepäck erlaubt | Keine Zustimmung der Fluggesellschaft nötig | In diese Klasse fällt nach der Rechnung dieser Seite das eine Gerät des Feldes, dessen Wattstundenzahl sich überhaupt bestimmen lässt. Bei den vier übrigen ist die Einordnung mit veröffentlichten Herstellerwerten nicht möglich. |
| Über 100 bis 160 Wattstunden | Im Handgepäck erlaubt, im aufgegebenen Gepäck nicht | Zustimmung der Fluggesellschaft erforderlich | Diese Klasse betrifft in der Praxis große Kamera- und Werkzeugakkus. Ein Haarglätter dürfte sie nach den bekannten Kapazitätsangaben deutlich unterschreiten, doch belegen lässt sich das nur dort, wo der Hersteller die Zahlen nennt. |
| Über 160 Wattstunden | Weder im Handgepäck noch im aufgegebenen Gepäck | Nur als Fracht nach den Gefahrgutvorschriften | Für Haarglätter praktisch ohne Bedeutung, hier nur zur Vollständigkeit der Systematik aufgeführt. |
| Gerät im aufgegebenen Gepäck | Wo erlaubt, gelten zusätzliche Auflagen | Schutz vor Beschädigung, Schutz vor unbeabsichtigtem Einschalten, vollständig ausgeschaltet | Genau an dieser Stelle wird die Transportsperre vom Ausstattungsdetail zur Voraussetzung. Zwei der fünf Geräte im Feld haben eine ausdrücklich benannte Verriegelung, drei nicht. |
Die Systematik ist also klar, und für Haarglätter ist sie in der Praxis großzügig: Kapazitäten, wie sie hier genannt werden, liegen weit unterhalb der ersten Schwelle. Nur lässt sich das eben nicht belegen, solange die Zahl fehlt. Null von fünf Anbietern nennen eine Wattstundenzahl. Bei einem einzigen Gerät stehen beide Ausgangswerte auf der Seite, nämlich 4.500 Milliamperestunden und eine Eingangsspannung von 3,7 Volt Gleichstrom; daraus ergeben sich rund 16,7 Wattstunden. Diese Multiplikation ist eine Rechnung dieser Seite und keine Herstellerangabe, und sie ist nur deshalb zulässig, weil beide Faktoren veröffentlicht sind. Bei den vier übrigen fehlt mindestens einer der beiden Werte.
Zwei Hersteller sprechen die Reisefrage immerhin an. Der eine schreibt im Anwendungshinweis seiner Angebotsseite, das Gerät solle während eines Fluges nicht verwendet werden, und verweist in der Bedienungsanleitung im Abschnitt über das Reisen darauf, vor dem Fliegen die eigene Fluggesellschaft nach Hinweisen zum Reisen mit dem Gerät zu fragen. Der andere erwähnt in seiner Unterlage zu Vorschriften und Sicherheit einen Aufkleber mit der Aufschrift Flight-ready und warnt davor, ihn zu entfernen, solange die Heizplatten noch heiß sind. Drei Anbieter äußern sich zur Mitnahme mit keinem Wort. Für Geräte mit Akku ist die Frage übrigens in dieser Rubrik nicht neu; sie stellt sich in derselben Form bei der elektrischen Zahnbürste im Flugzeug, und auch dort ist die entscheidende Angabe selten zu finden.
Wichtig zur Einordnung: Diese Seite gibt keine Beförderungsregel wieder, die sie nicht selbst geprüft hat, und sie ersetzt keine Auskunft der Fluggesellschaft. Verbindlich sind die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Unternehmens und die Vorgaben am Abflugort; sie können strenger sein als die allgemeine Systematik. Die hier dargestellte Einteilung stammt aus der veröffentlichten Übersicht der Internationalen Luftverkehrsvereinigung für Reisende mit Lithiumbatterien. Wer sicher sein will, fragt vor der Reise nach. Ein Hersteller dieses Feldes gibt in seiner eigenen Anleitung genau diesen Rat.
Was die Hersteller beziffern und was nicht
Die folgende Auszählung ist der Kern dieser Seite. Sie geht Merkmal für Merkmal durch und nennt jeweils die Quote, also wie viele der fünf Anbieter dazu überhaupt eine Angabe machen. Grundlage sind die Angebotsseiten mit ihren Aufzählungspunkten, Beschreibungsblöcken und Datenfeldern sowie die dort hinterlegten Herstellerunterlagen, soweit sie maschinell auswertbar waren. Eine Unterlage lag als reine Bilddatei ohne Textebene vor und konnte deshalb nicht ausgewertet werden; das ist an der betreffenden Stelle vermerkt.
| Merkmal | Quote | Wer | Befund |
|---|---|---|---|
| Akkukapazität in Wattstunden | 0 von 5 | niemand | Das ist der Kernbefund dieser Seite. Die Wattstundenzahl ist die einzige Größe, nach der die Beförderungsregeln für Lithium-Ionen-Akkus im Flugzeug unterscheiden, und kein einziger der fünf Anbieter schreibt sie hin. Weder auf der Angebotsseite, noch in einem Datenfeld, noch in einer der ausgewerteten Unterlagen. Bei einem Gerät lässt sich der Wert aus zwei anderen veröffentlichten Zahlen errechnen, bei den übrigen vier nicht einmal das. |
| Akkukapazität in Milliamperestunden | 2 von 5 | SUNMAY mit 5.000, AYESY mit 4.500 | Die beiden Direktanbieter nennen eine Kapazität und stellen sie sogar in den Titel. Die drei Markengeräte nennen keine. Bei einem davon steht immerhin, dass vier Lithium-Ionen-Zellen verbaut sind, bei einem zweiten wird die Ladung über eine fünfstufige Anzeige dargestellt, beim dritten steht nur, dass ein Lithium-Ionen-Akku vorhanden ist. Milliamperestunden allein sagen über die Energie allerdings nichts, solange die Spannung fehlt. |
| Nennspannung des Akkus | 1 von 5 | AYESY mit 3,7 Volt Gleichstrom | Erst diese Angabe macht aus Milliamperestunden eine Energiemenge. Genau ein Anbieter im Feld veröffentlicht sie, und zwar an zwei Stellen derselben Seite. Zusammen mit den 4.500 Milliamperestunden ergeben sich daraus rund 16,7 Wattstunden. Das ist eine Rechnung dieser Seite und keine Herstellerangabe. Bei den vier übrigen Geräten ist die Zahl mit veröffentlichten Werten nicht bestimmbar. |
| Betriebsdauer je Ladung in Minuten | 5 von 5 | alle fünf, zwei davon widersprüchlich | Alle fünf nennen eine Laufzeit, und das ist die einzige Angabe, die jeder macht. Nur nennen zwei von fünf sie zweimal verschieden: Bei einem Gerät stehen dreißig Minuten im Aufzählungspunkt und zwanzig Minuten im Datenblatt desselben Herstellers, bei einem zweiten dreißig bis vierzig Minuten im Aufzählungspunkt und zwanzig bis fünfunddreißig im Beschreibungsblock. Und kein einziger Anbieter sagt, bei welcher Temperaturstufe gemessen wurde. |
| Betriebsdauer bei voller Temperatur gemessen | 0 von 5 | niemand | Das ist die zweite große Lücke. Eine Laufzeitangabe ohne Temperaturstufe ist bei einem Heizgerät mit Akku keine belastbare Zahl, denn die Leistungsaufnahme steigt mit der Solltemperatur. Ein Gerät mit sechs Stufen zwischen 160 und 220 Grad wird auf der untersten Stufe erheblich länger durchhalten als auf der obersten. Nicht ein einziger Anbieter benennt die Prüfbedingung, und keiner sagt, ob die Temperatur gegen Ende der Ladung noch gehalten wird. |
| Maximale Plattentemperatur beziffert | 5 von 5 | ghd 185, Beurer 200, SUNMAY 205, Dyson 210, AYESY 220 | Auch hier liefert jeder eine Zahl, und die Spanne ist bemerkenswert: fünfunddreißig Grad zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert. Drei der fünf liegen nach eigener Angabe über den rund 200 Grad, die Stiftung Warentest in ihrer frei zugänglichen Pressemitteilung als Verträglichkeitsgrenze für gesundes, kräftiges Haar nennt. Die verbreitete Annahme, Akkugeräte erreichten hohe Temperaturen ohnehin nicht, ist nach den Herstellerangaben dieses Feldes also nicht haltbar. |
| Alle wählbaren Stufen einzeln beziffert | 3 von 5 | Beurer mit 160, 180, 200; SUNMAY mit 165, 185, 205; AYESY mit 160 bis 220 in sechs Stufen | Ein Gerät hat gar keine Stufen, weil die Temperatur fest ist, und nennt dafür den einen Wert an vier Stellen. Bei einem weiteren Gerät steht nur der Höchstwert im Datenfeld, die einzelnen Stufen stehen nirgends. Für die Kaufentscheidung ist die Abstufung wichtiger als der Höchstwert, denn geschädigtes Haar braucht die untere und nicht die obere Grenze. |
| Stufe unterhalb von 170 Grad vorhanden | 3 von 5 | Beurer und AYESY mit 160 Grad, SUNMAY mit 165 Grad | Die Stiftung Warentest nennt für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar rund 170 Grad. Drei der fünf Geräte bieten eine bezifferte Stufe darunter, und ausgerechnet die beiden teuersten Geräte im Feld tun das nicht: Eines hat eine feste Temperatur von 185 Grad, beim anderen ist die unterste Stufe nicht ausgewiesen. Wer geschädigtes Haar hat, entscheidet hier gegen den Preis. |
| Abschaltautomatik mit Minutenwert | 2 von 5 | ghd nach 3 Minuten, Dyson nach 10 Minuten | Das ist der sicherheitsrelevanteste Befund der Auszählung. Die Stiftung Warentest hat 2018 sieben Haarglätter geprüft und zwei davon mit mangelhaft bewertet, ausdrücklich weil ihnen die Abschaltautomatik fehlte, was sie wörtlich ein brandgefährliches Sicherheitsrisiko nannte. Drei der fünf Akkugeräte in diesem Vergleich nennen keine. Bei einem Gerät, das in eine Handtasche oder einen Rucksack wandert, ist das ein anderer Sachverhalt als bei einem Netzgerät auf dem Waschtisch. |
| Transportsperre oder Verriegelung | 2 von 5 | Dyson mit Sicherheitsverschluss, AYESY mit Sicherheitsverschluss und isolierter Abdeckung | Zwei Anbieter benennen eine Verriegelung ausdrücklich, und beide begründen sie mit dem Verstauen unmittelbar nach der Anwendung. Ein dritter beschreibt stattdessen einen Schutzmodus, der bei Dauerbetrieb abschaltet, was etwas anderes ist. Zwei nennen gar nichts. Eine Verriegelung verhindert nicht nur das versehentliche Einschalten, sondern hält bei einem Zwei-in-eins-Gerät auch die Platten zusammen. |
| Hitzebeständiges Etui im Lieferumfang | 2 von 5 | ghd mit gepolsterter Tragetasche, Dyson mit Reisetasche und Ladestation | Beide nennen die Tasche ausdrücklich hitzebeständig, und beide beschreiben sie in ihren Unterlagen als den vorgesehenen Ort, an den das Gerät nach dem Ausschalten zum Abkühlen gehört. Ein dritter Anbieter legt eine Aufbewahrungstasche bei, ohne sie hitzebeständig zu nennen. Zwei legen gar nichts bei, obwohl beide das Gerät ausdrücklich für Reise und Koffer bewerben. |
| Ladezeit beziffert | 5 von 5 | Dyson 70 Minuten, ghd und Beurer je 2 Stunden, AYESY 3 Stunden, SUNMAY 2,5 bis 3,5 Stunden | Auch hier liefert jeder eine Zahl. Das Verhältnis von Ladezeit zu Laufzeit ist die eigentliche Kennzahl dieser Bauform, und es fällt bei allen fünf ungünstig aus: Im günstigsten Fall stehen siebzig Minuten Laden dreißig Minuten Anwendung gegenüber, im ungünstigsten dreieinhalb Stunden Laden gegenüber einer Laufzeit, die der Anbieter selbst zweimal verschieden angibt. |
| Aussage zur Mitnahme im Flugzeug | 2 von 5 | ghd zweifach, Dyson über einen Aufkleber | Nur die beiden Markengeräte im Premiumsegment sprechen das Thema überhaupt an. Der eine Anbieter schreibt im Anwendungshinweis, das Gerät nicht während eines Fluges zu verwenden, und verweist in der Bedienungsanleitung darauf, vor dem Fliegen die Fluggesellschaft zu kontaktieren. Der andere erwähnt in seiner Unterlage zu Vorschriften und Sicherheit einen Aufkleber mit der Aufschrift Flight-ready und warnt davor, ihn im heißen Zustand zu entfernen. Drei Anbieter sagen zur Mitnahme gar nichts, obwohl alle drei mit Reise, Koffer oder Handtasche werben. |
| Akku wechselbar oder ausdrücklich nicht | 2 von 5 sagen ausdrücklich nein | Dyson und ghd | Beide schreiben in ihren eigenen Unterlagen, dass der Akku nicht austauschbar ist; einer verbietet zusätzlich, ihn zum Entsorgen herauszunehmen. Kein einziger Anbieter im Feld nennt einen Akku als wechselbar, und drei äußern sich gar nicht dazu. Bei einem fest verbauten Akku ist dessen Lebensdauer die Lebensdauer des Geräts, und eine Ladezyklenzahl nennt ebenfalls keiner der fünf. |
| Plattenmaterial widerspruchsfrei angegeben | 3 von 5 | ghd Keramik, Beurer Keramik mit Turmalin, Dyson mit zwei Metallangaben | Bei zwei Geräten widerspricht sich das Material innerhalb derselben Angebotsseite: einmal Titanlegierung im ersten und Keramik im fünften Aufzählungspunkt, einmal Keramik im Datenfeld und ABS-Kunststoff im Beschreibungsblock. Das ist kein Schönheitsfehler, denn Titan und Keramik unterscheiden sich in der Wärmeleitfähigkeit deutlich, und der Preisunterschied zwischen beiden Bauweisen ist am Markt beträchtlich. |
| Chemische Basis der Beschichtung | 0 von 5 | niemand | Kein einziger Anbieter nennt, woraus die Beschichtung der Heizplatten chemisch besteht. Genannt werden Materialklassen wie Keramik, Titan oder Turmalin, aber keine Stoffangabe. Damit wiederholt sich in dieser Warengruppe ein Muster, das sich bei beschichteten Heizflächen quer durch das Sortiment zieht. |
| Vollständige Anschrift im Datenfeld | 0 von 5 | niemand | Bei allen fünf Angeboten wurde das Feld für die Kontaktinformation von Hersteller und Importeur beim direkten Abruf am Prüftag nicht ausgeliefert; an seiner Stelle stand jeweils eine Fehlermeldung. Auch die hinterlegten Unterlagen helfen nur begrenzt: Eine nennt für Deutschland lediglich einen Firmennamen ohne Anschrift, eine zweite nur den Hinweis, dass deutsches Recht gilt. Für die drei übrigen findet sich in keiner erreichbaren Quelle eine ladungsfähige Anschrift. |
| Garantiedauer aus einer Quelle belegbar | 3 von 5 | Beurer 3 Jahre, ghd und Dyson je 2 Jahre | Die längste Garantie steht ausgerechnet beim günstigsten Markengerät und ausgerechnet nicht auf der Angebotsseite, sondern nur im hinterlegten Datenblatt des Herstellers. Bei den beiden Direktanbietern ist das Garantiefeld gar nicht ausgefüllt, und keine sonstige Quelle nennt eine Dauer. Die gesetzliche Gewährleistung bleibt davon unberührt, eine Herstellergarantie ist eine freiwillige Zusage obendrauf. |
Die fünf Geräte im Einzelnen
Dyson Dyson Corrale
Dyson Corrale Haarglätter mit biegsamen Heizplatten, Vier-Zellen-Lithium-Ionen-Akku, OLED-Anzeige für Akkustand und Temperatur, Ladestation und hitzebeständiger Reisetasche
Von den fünf Kandidaten ist dies das einzige Gerät, bei dem die Sicherheitsausstattung nicht aus einem Werbewort besteht, sondern aus drei getrennt benannten Funktionen mit jeweils eigener Beschreibung: eine automatische Abschaltung mit Zahl, ein Sicherheitsverschluss zum sofortigen Verstauen und eine hitzebeständige Reisetasche. Dazu kommt ein Detail, das kein zweiter Anbieter im Feld hat, nämlich ein Anzeigefeld, das während der Anwendung Akkustand und Temperatur zeigt. Wer wissen will, wie viel Ladung noch da ist und wie heiß die Platten gerade sind, muss bei den vier anderen raten oder eine Kontrollleuchte deuten. Die Kehrseite steht in denselben Unterlagen. Die Akkukapazität ist nirgends beziffert, weder in Milliamperestunden noch in Wattstunden; es steht lediglich, dass vier Lithium-Ionen-Zellen verbaut sind. Der Akku ist ausdrücklich nicht austauschbar, was bei einem Gerät dieser Preisklasse die Nutzungsdauer an die Zellchemie bindet. Und die Produktdetails nennen als Abmessung ein Zentimeter mal ein Zentimeter mal ein Zentimeter, was ein reiner Platzhalter ist. Wer sich fragt, wie viel Platz das Gerät im Handgepäck belegt, findet die Antwort erst im zweiten Datenfeld.
Dafür spricht
- Einziges Gerät im Feld, dessen Hersteller die automatische Abschaltung mit einer Zahl versieht und zugleich einen Sicherheitsverschluss zum sofortigen Verstauen benennt: Abschaltung nach zehn Minuten Inaktivität
- Einziges Gerät im Feld mit einer Anzeige, die während der Anwendung sowohl den Akkustand als auch die Temperatur ausweist, und damit das einzige, bei dem die Resttemperatur nicht geraten werden muss
- Kürzeste bezifferte Ladezeit im Vergleich: siebzig Minuten für eine volle Ladung, gegenüber zwei bis dreieinhalb Stunden bei den übrigen vier
- Hitzebeständige Reisetasche und eine zusammenklappbare Ladestation gehören zum Lieferumfang; die Ladestation ist zugleich die vorgeschriebene Ablage zwischen zwei Durchgängen
- Der einzige Anbieter im Feld, dessen eigene Unterlage einen Aufkleber mit der Aufschrift Flight-ready benennt und damit die Reisefrage überhaupt anspricht
- Die Unterlage nennt Betriebs- und Lagerbedingungen mit Zahlen: Lagerung bei achtzehn bis achtundzwanzig Grad, Betrieb und Ladung bei zehn bis fünfunddreißig Grad Umgebungstemperatur
Dagegen spricht
- Keine Akkukapazität in irgendeiner Einheit, weder Milliamperestunden noch Wattstunden; es steht nur, dass vier Lithium-Ionen-Zellen verbaut sind
- Der Akku ist laut eigener Unterlage ausdrücklich nicht austauschbar, und ein Ladezyklenwert oder eine erwartete Lebensdauer steht nirgends
- Höchster Temperaturwert unter den drei Markengeräten dieses Vergleichs, und das im selben Datenblatt, in dem der erste Aufzählungspunkt weniger Hitze verspricht
- Die Produktdetails nennen als Produktabmessungen ein Zentimeter mal ein Zentimeter mal ein Zentimeter bei 560 Gramm, was als Maß offenkundig ein Platzhalter ist
- Das Feld für die Kontaktinformation von Hersteller und Importeur wurde beim direkten Abruf nicht ausgeliefert, und die Herstellerseite antwortete auf drei Länderadressen mit dem Statuscode 403
- Variantenlisting: Die Elternnummer weicht ab, die 467 Stimmen gelten der Produktfamilie und nicht zwingend dieser Farbausführung
Zur Temperatur im Einzelnen: Das Datenfeld Maximale Temperatureinstellung trägt den Wert 210 Grad Celsius. Damit ist dieses Gerät im Feld eines von dreien, dessen Höchstwert nach Herstellerangabe über der Grenze von rund 200 Grad liegt, die Stiftung Warentest in ihrer frei zugänglichen Pressemitteilung für gesundes, kräftiges Haar nennt. Bemerkenswert ist der Widerspruch zur eigenen Werbeaussage: Der erste Aufzählungspunkt der Angebotsseite verspricht weniger Hitze und fünfzig Prozent weniger Haarschäden, im selben Datenblatt steht der höchste Temperaturwert unter den drei Markengeräten dieses Vergleichs. Beides kann zugleich stimmen, wenn der Hersteller die Ersparnis auf die Zahl der Durchgänge und nicht auf die Spitzentemperatur bezieht, doch genau das schreibt er nicht hin. Ob die Platten diese Temperatur über die gesamte Ladung halten, sagt keine der abgerufenen Quellen. Ein Anzeigefeld für die aktuelle Temperatur gibt es immerhin, und das ist im Feld einmalig.
Zum Angebot selbst: Variantenlisting: Die aufgerufene Nummer B0CMTYWDT2 und die Elternnummer B0FBMLNN61 stimmen nicht überein. Die 4,1 Sterne aus 467 Stimmen gelten damit der Produktfamilie und nicht zwingend genau dieser Farbausführung in Kupfer. Das ist beim Lesen der Sternzahl mitzudenken.
Höchsttemperatur: 210 Grad laut Datenfeld
Laufzeit je Ladung: bis zu 30 Minuten
Ladezeit: 70 Minuten
Akkukapazität: nicht beziffert, nur als Vier-Zellen-Lithium-Ionen-Akku beschrieben
Wattstunden: nicht angegeben
Abschaltautomatik: nach 10 Minuten Inaktivität
Transportsperre: Ja, Sicherheitsverschluss ausdrücklich zum Aufbewahren direkt nach der Anwendung
Etui: Hitzebeständige Reisetasche und zusammenklappbare Ladestation im Lieferumfang
Angabe zum Flugzeug: Ja. Die hinterlegte Unterlage nennt einen Aufkleber mit der Aufschrift Flight-ready
Plattenmaterial: Datenfeld Heizflächenmaterial trägt den Wert Messing, Datenfeld Material trägt den Wert Nickel
Akku wechselbar: Nein. Die hinterlegte Unterlage schreibt wörtlich, der Akku sei nicht austauschbar
Maße: 29,2 x 4,1 cm laut Artikelmaße
Lieferumfang: Gerät, magnetisches Ladekabel, zusammenklappbare Ladestation, hitzebeständige Reisetasche
Passt zu: Wer ein kabelloses Gerät sucht, bei dem Abschaltzeit, Ladezeit, Verschluss und Reisetasche nicht erraten werden müssen, sondern in den Unterlagen des Herstellers stehen.
Passt nicht zu: Wer die Akkukapazität vor dem Kauf kennen will, wer einen wechselbaren Akku braucht oder wer eine Höchsttemperatur unterhalb von 200 Grad sucht.
Offen geblieben: Akkukapazität in Milliamperestunden und in Wattstunden, Nennspannung, Zahl der Ladezyklen, Gerätegewicht ohne Zubehör, Verhalten der Plattentemperatur über die Ladung hinweg und eine ladungsfähige Anschrift für Deutschland stehen in keiner der abgerufenen Quellen.
Herstellerangaben im Einzelnen
Firma: Das Datenfeld Marke und das Datenfeld Hersteller tragen beide den Wert Dyson. Der Byline-Block über dem Titel, aus dem sich sonst der Markenshop ablesen lässt, wurde beim direkten Abruf am Prüftag nicht ausgeliefert. Die auf der Angebotsseite hinterlegte Unterlage zu Vorschriften und Sicherheit nennt für Deutschland die Dyson GmbH als Garantiegeberin und führt daneben eine Tabelle mit je einer Landesgesellschaft für rund dreißig europäische Staaten
Sitz: Das Feld Kontaktinformation Hersteller und Importeur wurde am Prüftag beim direkten Abruf nicht ausgeliefert; an seiner Stelle stand die Meldung, die Informationen der verantwortlichen Person könnten wegen eines Problems nicht angezeigt werden. In der hinterlegten Unterlage zu Vorschriften und Sicherheit steht für Deutschland lediglich der Firmenname Dyson GmbH ohne Straßenanschrift, während für Österreich und die Niederlande vollständige Anschriften abgedruckt sind
Gegründet: Kein Gründungsjahr in den Produktangaben und keines in der hinterlegten Unterlage zu Vorschriften und Sicherheit. Die Herstellerseite selbst antwortete am Prüftag auf drei verschiedenen Länderadressen mit dem Statuscode 403 und lieferte keinen Inhalt aus
Support: Keine Servicerufnummer in den Produktangaben. Die hinterlegte Unterlage verweist an mehreren Stellen auf den Dyson Kundendienst, unter anderem für den Fall eines beschädigten Akkus und für den Fall, dass das Gerät heruntergefallen ist, nennt aber keine Rufnummer und keine Adresse für Deutschland
Servicezeiten: Keine Servicezeiten veröffentlicht, Stand 26.08.2026. Weder die Angebotsseite noch die hinterlegte Unterlage nennen ein Zeitfenster
Garantie: Das Datenfeld Garantie trägt den Wert 2 year manufacturer, also zwei Jahre, allerdings in englischer Sprache innerhalb einer deutschsprachigen Produktseite. Die hinterlegte Unterlage führt eine ausführliche Zwei-Jahres-Garantie mit einer eigenen Aufzählung dessen, was abgedeckt ist und was nicht
Normen und Kennzeichnung: Ein Datenfeld Spezifikation erfüllt ist bei diesem Angebot nicht ausgefüllt, und eine IP-Schutzart nennt der Anbieter nicht. Die hinterlegte Unterlage nennt stattdessen Betriebsbedingungen: Lagerung bei achtzehn bis achtundzwanzig Grad, Betrieb und Ladung bei zehn bis fünfunddreißig Grad Umgebungstemperatur. Eine Produktleistungsnorm für Haarglätter gibt es nicht, und der Anbieter behauptet auch keine
Herkunft: Herkunftsland China laut Produktdaten vom 26.08.2026. Die Marke ist britisch, die Garantie wird über Landesgesellschaften abgewickelt
Gewicht: Widersprüchlich. Die Produktdetails nennen als Produktabmessungen ein Zentimeter mal ein Zentimeter mal ein Zentimeter bei 560 Gramm, was als Maßangabe offensichtlich ein Platzhalter ist. Das Datenfeld Artikelmaße nennt daneben 29,2 mal 4,1 Zentimeter. Ein belastbares Gerätegewicht steht damit auf der Angebotsseite nicht
Markteinführung: Im Angebot von amazon.de seit dem 3. November 2023 laut Produktdetails. Das ist das Datum dieser Angebotsnummer und nicht zwingend das Datum der Markteinführung der Baureihe
ghd ghd unplugged
ghd unplugged kabelloser Haarglätter mit fester Stylingtemperatur, Dual-Zone-Heizelementen, USB-C-Ladung und hitzebeständiger Tragetasche
Dieses Gerät beantwortet die zentrale Frage dieser Seite auf eine Weise, die im Feld einzigartig ist: Es lässt die Temperatur gar nicht erst wählen. 185 Grad, fest, und dazu eine ausgeschriebene Begründung, warum darüber und darunter beides falsch sei. Für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar liegt dieser Wert allerdings deutlich über den rund 170 Grad, die Stiftung Warentest in ihrer frei zugänglichen Pressemitteilung dafür nennt, und eine niedrigere Stufe gibt es hier nicht. Wer geschädigtes Haar hat, kauft mit diesem Gerät also eine Festlegung mit, die er nicht korrigieren kann. Sicherheitsseitig ist es dagegen das strengste Gerät im Vergleich: Die Abschaltautomatik greift nach drei Minuten und damit mehr als dreimal so schnell wie beim zweiten Gerät, das überhaupt eine Zahl nennt. Die Anleitung beschreibt zusätzlich einen Schutzmodus, der das Gerät bei Dauerbetrieb abschaltet, und eine Ausfallsicherung, die bei einem Systemfehler die Heizung stoppt. Und die Tragetasche ist nicht Zubehör, sondern in der Anleitung als vorgesehener Ort zum Abkühlen und Transportieren beschrieben. Die Laufzeit ist mit zwanzig Minuten die kürzeste bezifferte im Feld.
Dafür spricht
- Kürzeste Abschaltzeit im gesamten Vergleich: Die Anleitung nennt drei Minuten ohne Benutzung und beschreibt zusätzlich eine Zwei-Ton-Abschaltmelodie als hörbare Rückmeldung
- Einziges Gerät im Feld mit fest eingestellter Temperatur und einer ausgeschriebenen Begründung dafür, warum sie weder höher noch niedriger sein soll
- Der Temperaturwert steht an vier voneinander unabhängigen Stellen der Angebotsseite gleichlautend, was im Feld kein zweiter Anbieter erreicht
- Die hitzebeständige gepolsterte Tragetasche ist in der Anleitung ausdrücklich als der Ort beschrieben, an den das Gerät nach dem Ausschalten zum Abkühlen und Transportieren gehört
- Die Anleitung beschreibt neben der Abschaltautomatik zwei weitere Schutzfunktionen: einen Schutzmodus gegen Dauerbetrieb und eine Ausfallsicherung, die bei einem Systemfehler die Heizung stoppt
- Einziger Anbieter im Feld, der die Reisefrage in zwei getrennten Quellen anspricht, und der einzige, der ausdrücklich auf die Fluggesellschaft verweist
Dagegen spricht
- Keine Akkukapazität in irgendeiner Einheit; die Ladung wird nur über eine fünfstufige Anzeige dargestellt, eine Zahl nennt weder Angebotsseite noch Anleitung
- Keine Stufe unterhalb von 185 Grad, obwohl die Stiftung Warentest für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar rund 170 Grad nennt
- Kürzeste bezifferte Laufzeit im Feld mit zwanzig Minuten, bei zugleich zwei Stunden Ladezeit; das ergibt ein Verhältnis von eins zu sechs
- In der neunsprachigen Bedienungsanleitung selbst steht keine einzige Temperaturangabe, obwohl der Wert das zentrale Verkaufsargument ist
- Der Akku ist laut Anleitung nicht austauschbar, und die Anleitung verbietet ausdrücklich, ihn zum Entsorgen herauszunehmen
- Niedrigste Sternzahl im Vergleich, und das Datenfeld Sprache weist die Produktinformation als Englisch aus, obwohl die hinterlegte Anleitung einen deutschen Teil hat
Zur Temperatur im Einzelnen: Dieses Gerät ist im Feld der einzige Fall, in dem die Temperatur nicht wählbar, sondern fest ist, und der einzige, in dem der Hersteller diese Festlegung begründet. Im Frage-und-Antwort-Bereich der Angebotsseite steht wörtlich, Temperaturen über 185 Grad könnten die Haarbindungen brechen und irreversible Haarschäden verursachen, Temperaturen darunter sorgten nicht für ein langanhaltendes Styling. Der Wert steht daneben in der Bildbeschreibung des Produktvideos, in der Beschreibung der Dual-Zone-Sensoren, die Temperatur nach Herstellerangabe zweihundertmal je Sekunde überwachen, und in der Gebrauchsanweisung im Abschnitt für wichtige Informationen. Vier voneinander unabhängige Stellen mit demselben Wert, das schafft im Feld kein zweiter Anbieter. Bemerkenswert ist, was daneben fehlt: In der neunsprachigen Bedienungsanleitung selbst steht keine einzige Temperaturangabe. Wer nur das Dokument liest, das dem Gerät beiliegt, erfährt nicht, wie heiß es wird.
Zum Angebot selbst: Variantenlisting: Die aufgerufene Nummer B09BFHBJ4H und die Elternnummer B0GP678VTW stimmen nicht überein. Die 3,8 Sterne aus 577 Stimmen gelten damit der Produktfamilie aus mehreren Farbausführungen. Es ist zugleich die niedrigste Sternzahl im Vergleich.
Höchsttemperatur: 185 Grad, fest eingestellt
Laufzeit je Ladung: bis zu 20 Minuten
Ladezeit: 2 Stunden
Akkukapazität: nicht beziffert, Anzeige in fünf Ladestufen
Wattstunden: nicht angegeben
Abschaltautomatik: nach 3 Minuten Nichtbenutzung
Transportsperre: Keine Verriegelung beschrieben, dafür ein Schutzmodus gegen Dauerbetrieb
Etui: Hitzebeständige gepolsterte Tragetasche im Lieferumfang, ausdrücklich zum Abkühlen und Transportieren
Angabe zum Flugzeug: Ja, zweifach. Anwendungshinweis und Bedienungsanleitung äußern sich getrennt dazu
Plattenmaterial: Datenfeld Material und Datenfeld Heizflächenmaterial tragen beide den Wert Keramik
Akku wechselbar: Nein. Die Anleitung schreibt, das Gerät enthalte Batterien, die nicht ausgetauscht werden können
Maße: 21 x 4 x 4 cm, 300 g
Lieferumfang: Gerät, hitzebeständige Tragetasche, USB-C-Kabel, USB-C-Ladegerät
Passt zu: Wer kräftiges, gesundes Haar hat, eine kurze Abschaltzeit als Sicherheitsmerkmal schätzt und ein Gerät sucht, das ohne Temperaturwahl auskommt.
Passt nicht zu: Wer feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar hat und deshalb eine Stufe unterhalb von 185 Grad braucht, oder wer mehr als zwanzig Minuten am Stück stylt.
Offen geblieben: Akkukapazität, Nennspannung, Wattstunden, Zahl der Ladezyklen, Gewicht ohne Tasche, das Verhalten der Temperatur gegen Ende der Ladung und eine ladungsfähige Anschrift stehen in keiner der abgerufenen Quellen.
Herstellerangaben im Einzelnen
Firma: Das Datenfeld Marke und das Datenfeld Hersteller tragen beide den Wert ghd. Der Byline-Block über dem Titel wurde beim direkten Abruf am Prüftag nicht ausgeliefert. Die auf der Angebotsseite hinterlegte Bedienungsanleitung ist neunsprachig und führt einen eigenen Garantieabschnitt für Deutschland
Sitz: Das Feld Kontaktinformation Hersteller und Importeur wurde am Prüftag beim direkten Abruf nicht ausgeliefert. In der hinterlegten Bedienungsanleitung steht im Garantieabschnitt der Hinweis, die Garantie unterliege dem Recht der Bundesrepublik Deutschland, eine Straßenanschrift steht dort nicht. Die Herstellerseite antwortete am Prüftag mit dem Statuscode 403
Gegründet: Kein Gründungsjahr in den Produktangaben und keines in der hinterlegten Bedienungsanleitung. Die Marke wirbt im Markenbereich der Angebotsseite mit einer Kollektion aus Stylingwerkzeugen und Pflegeprodukten, nennt aber keine Jahreszahl
Support: Keine Servicerufnummer in den Produktangaben. Die Bedienungsanleitung fordert auf der ersten Seite zur Registrierung der Produktgarantie auf und verweist dafür auf eine Seitenzahl im Dokument selbst; eine deutsche Rufnummer steht weder dort noch auf der Angebotsseite
Servicezeiten: Keine Servicezeiten veröffentlicht, Stand 26.08.2026
Garantie: Das Datenfeld Garantie trägt den Wert 2 Jahre Hersteller Garantie. Die Bedienungsanleitung bestätigt das und ergänzt, die Garantie gelte unter den genannten Voraussetzungen einschließlich der Vorlage des Kaufnachweises auch für jeden künftigen Eigentümer
Normen und Kennzeichnung: Ein Datenfeld Spezifikation erfüllt ist nicht ausgefüllt, eine IP-Schutzart nennt der Anbieter nicht. Die Bedienungsanleitung führt stattdessen einen Sicherheitsabschnitt mit der Überschrift Achtung, heiße Oberflächen und die Anweisung, die Platten niemals zu berühren und das Gerät nicht außerhalb des erhöhten Fingerschutzes zu halten
Herkunft: Herkunftsland China laut Produktdaten vom 26.08.2026, bei einer Marke mit britischem Ursprung
Gewicht: 300 Gramm laut Datenfeld Artikelgewicht, dazu Produktabmessungen von 21 mal 4 mal 4 Zentimetern. Das Datenfeld Größe nennt daneben 22,5 Millimeter mal 80 Millimeter, was ersichtlich das Plattenmaß und nicht das Gerätemaß ist
Markteinführung: Im Angebot von amazon.de seit dem 29. September 2021 laut Produktdetails. Das ist damit das älteste Angebot im Feld
Beurer Beurer HS 20
Beurer HS 20 Akku-Haarglätter mit Lithium-Ionen-Akku, USB-Ladung, drei Temperaturstufen, keramikbeschichteten Heizplatten mit Turmalin und Schnellaufheizung
Dieses Gerät ist im Feld der klarste Fall dafür, warum diese Seite überhaupt Quellen gegeneinander hält. Die Angebotsseite verspricht im ersten Aufzählungspunkt eine kabellose Anwendung von bis zu dreißig Minuten. Das Datenblatt desselben Herstellers, hinterlegt auf derselben Angebotsseite, nennt zweimal zwanzig Minuten: einmal als Akkubetrieb und einmal als kabellose Anwendung. Das ist keine Rundungsdifferenz, sondern ein Drittel Unterschied bei der Angabe, die für diese Bauform am wichtigsten ist. Wer nur die Aufzählungspunkte liest, plant mit einer halben Stunde und hat womöglich zwanzig Minuten. Dasselbe Muster wiederholt sich beim Gewicht mit 290 gegenüber 242 Gramm und bei den Maßen. Zugleich hat dieses Gerät die freundlichste Temperaturabstufung im ganzen Vergleich, die längste Garantie und die zweitgrößte Bewertungsbasis. Und es hat als einziges Gerät im Feld ein Datenfeld, das zwei AA-Batterien als erforderlich ausweist, obwohl der erste Aufzählungspunkt einen Lithium-Ionen-Akku beschreibt.
Dafür spricht
- Einziges Gerät im Feld, bei dem alle wählbaren Temperaturstufen einzeln beziffert sind: 160, 180 und 200 Grad laut hinterlegtem Datenblatt des Herstellers
- Unterste Stufe mit 160 Grad unterhalb der rund 170 Grad, die Stiftung Warentest für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar nennt, und damit die günstigste Abstufung im Vergleich
- Längste Herstellergarantie im Feld mit drei Jahren, ausgewiesen im hinterlegten Datenblatt
- Zweitgrößte Bewertungsbasis im Vergleich mit 1.223 Stimmen, und damit ein Schnitt, den eine einzelne Bewertung nicht mehr verschiebt
- Höchstwert von 200 Grad, der die von der Stiftung Warentest genannte Obergrenze für gesundes, kräftiges Haar nicht überschreitet
- Datenblatt und Angebotsseite nennen übereinstimmend Lithium-Ionen-Technik und eine Ladung über ein mitgeliefertes Mini-USB-Kabel
Dagegen spricht
- Laufzeit widersprüchlich: Der erste Aufzählungspunkt nennt bis zu dreißig Minuten, das Datenblatt desselben Herstellers zweimal zwanzig Minuten
- Keine Abschaltautomatik in irgendeiner Quelle beschrieben, obwohl genau deren Fehlen die Stiftung Warentest in ihrem Test von sieben Haarglättern zweimal als brandgefährliches Sicherheitsrisiko benannt hat
- Weder Etui noch Tasche im Lieferumfang, obwohl das Gerät ausdrücklich als Reisebegleiter beworben wird
- Gewicht und Maße widersprechen sich zwischen Datenfeld, Produktdetails und Datenblatt: 10,23 Unzen, 290 Gramm und 242 Gramm bei zwei verschiedenen Maßangaben
- Das Datenfeld Batterien weist zwei AA-Batterien als erforderlich und enthalten aus, während der erste Aufzählungspunkt einen Lithium-Ionen-Akku beschreibt
- Die hinterlegte Bedienungsanleitung liegt als reine Bilddatei ohne Textebene vor und ist damit weder durchsuchbar noch vorlesbar
Zur Temperatur im Einzelnen: Hier stimmen ausnahmsweise zwei Quellen überein und ergänzen sich sogar. Das Datenfeld Maximale Temperatureinstellung nennt 200 Grad Celsius, das hinterlegte Datenblatt des Herstellers nennt daneben die drei Stufen einzeln mit 160, 180 und 200 Grad. Damit ist dies das einzige Gerät im Feld, bei dem alle wählbaren Stufen beziffert sind und der Höchstwert zugleich nicht über der Grenze von rund 200 Grad liegt, die Stiftung Warentest für gesundes, kräftiges Haar nennt. Die unterste Stufe von 160 Grad liegt unterhalb der rund 170 Grad, die dieselbe Quelle für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar nennt. Für einen Haartyp, bei dem Hitze das eigentliche Risiko ist, ist das die günstigste Abstufung im ganzen Vergleich. Was fehlt, ist die Gegenprobe: Ob die Platten die eingestellte Stufe über die gesamte Akkuladung halten, sagt der Hersteller nicht, und ein Temperaturanzeigefeld hat das Gerät nicht, nur eine blinkende Betriebsbereitschaftsanzeige.
Zum Angebot selbst: Variantenlisting: Die aufgerufene Nummer B085CY57MS und die Elternnummer B0G1TJT7K2 stimmen nicht überein. Die 3,7 Sterne aus 1.223 Stimmen gelten damit der Produktfamilie, die mehrere Farbausführungen umfasst, und nicht zwingend der aufgerufenen Ausführung in Rosa.
Höchsttemperatur: 200 Grad, drei Stufen
Laufzeit je Ladung: 20 Minuten laut Datenblatt, 30 Minuten laut Angebotsseite
Ladezeit: ca. 2 Stunden
Akkukapazität: nicht beziffert, nur als Lithium-Ionen-Akku beschrieben
Wattstunden: nicht angegeben
Abschaltautomatik: nicht angegeben
Transportsperre: Keine Verriegelung und keine Transportsperre beschrieben
Etui: Kein Etui und keine Tasche im Lieferumfang ausgewiesen
Angabe zum Flugzeug: Nein. Weder Angebotsseite noch Datenblatt äußern sich zur Mitnahme
Plattenmaterial: Datenfeld Material trägt den Wert Turmalin Keramik, Datenfeld Heizflächenmaterial den Wert Keramik
Akku wechselbar: nicht angegeben
Maße: 21,8 x 3,5 x 4,8 cm, 242 g laut Datenblatt
Lieferumfang: Gerät, Mini-USB-Kabel; ein Etui ist nicht ausgewiesen
Passt zu: Wer feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar hat und eine bezifferte Stufe unterhalb von 170 Grad braucht, und wer eine lange Garantie höher gewichtet als Zubehör.
Passt nicht zu: Wer eine Abschaltautomatik als Sicherheitsmerkmal voraussetzt oder wer das Gerät ohne eigenes hitzebeständiges Behältnis in eine Tasche legen möchte.
Offen geblieben: Akkukapazität, Nennspannung, Wattstunden, Abschaltautomatik, Aufheizzeit in Sekunden, das wahre Gerätegewicht und eine ladungsfähige Anschrift bleiben nach Auswertung aller erreichbaren Quellen offen.
Herstellerangaben im Einzelnen
Firma: Das Datenfeld Marke trägt den Wert Beurer, das Datenfeld Hersteller den Wert Beurer GmbH. Der Byline-Block über dem Titel verweist auf einen eigenen Markenshop. Das ist im Feld der einzige Fall, in dem die Herstellerangabe eine Rechtsform enthält
Sitz: Das Feld Kontaktinformation Hersteller und Importeur wurde am Prüftag beim direkten Abruf nicht ausgeliefert. Auch das auf der Angebotsseite hinterlegte Datenblatt des Herstellers nennt keine Anschrift, sondern nur Artikelnummer, Verpackungseinheit und die Europäische Artikelnummer. Die Herstellerdomäne lieferte auf drei versuchten Produktadressen den Statuscode 404
Gegründet: Kein Gründungsjahr in den Produktangaben, keines im hinterlegten Datenblatt und keines in einer sonst am Prüftag erreichbaren Quelle des Herstellers
Support: Keine Servicerufnummer in den Produktangaben und keine im hinterlegten Datenblatt. Ein Kontaktweg ist auf der Angebotsseite nur über den Markenshop ausgewiesen
Servicezeiten: Keine Servicezeiten veröffentlicht, Stand 26.08.2026
Garantie: Drei Jahre. Der Wert steht ausschließlich im hinterlegten Datenblatt des Herstellers, dort als eigener Aufzählungspunkt. Das Datenfeld Garantie der Angebotsseite ist bei diesem Artikel gar nicht ausgefüllt. Es ist damit zugleich die längste Herstellergarantie im Feld und die am schwersten auffindbare
Normen und Kennzeichnung: Ein Datenfeld Spezifikation erfüllt ist nicht ausgefüllt, eine IP-Schutzart nennt weder die Angebotsseite noch das Datenblatt. Die hinterlegte Bedienungsanleitung liegt als reine Bilddatei ohne Textebene vor und war deshalb maschinell nicht auswertbar
Herkunft: Herkunftsland China laut Produktdaten vom 26.08.2026, bei einer Marke mit deutschem Ursprung
Gewicht: Widersprüchlich. Das Datenfeld Artikelgewicht nennt 10,23 Unzen, die Produktdetails nennen 290 Gramm bei Produktabmessungen von 22,6 mal 8,1 mal 5 Zentimetern, das hinterlegte Datenblatt des Herstellers nennt dagegen 242 Gramm bei Produktmaßen von 21,8 mal 3,5 mal 4,8 Zentimetern. Drei Quellen, drei Werte
Markteinführung: Kein Datum in den Produktdetails. Das hinterlegte Datenblatt trägt in seiner Fußzeile eine Datumskennung mit dem Jahr 2019, was auf den Entstehungszeitraum des Dokuments hindeutet, aber kein ausgewiesenes Einführungsdatum ist
SUNMAY SUNMAY Voga
SUNMAY Voga kabelloser Haarglätter und Lockenstab mit 5.000-Milliamperestunden-Akku, drei bezifferten Temperaturstufen, Ladung über USB-C und Aufbewahrungstasche
Von den fünf Kandidaten liefert dieser die meisten Zahlen und die wenigsten belastbaren. Akkukapazität, drei Temperaturstufen mit Haartypzuordnung, zwei Aufheizzeiten, eine Ladezeitspanne, eine Laufzeitspanne, Länge, Breite und Gewicht stehen alle auf der Seite. Nur widersprechen sich mehrere davon innerhalb derselben Angebotsseite. Die Laufzeit steht im vierten Aufzählungspunkt mit dreißig bis vierzig Minuten und im Beschreibungsblock mit zwanzig bis fünfunddreißig. Das Gewicht steht an drei Stellen mit drei verschiedenen Werten. Und die Heizplatte ist im ersten Aufzählungspunkt aus Titanlegierung und im fünften aus Keramik. Das ist kein Detail, denn Titan und Keramik unterscheiden sich in Wärmeleitfähigkeit und Verhalten am Haar erheblich, und der Preisunterschied zwischen beiden Bauweisen ist am Markt beträchtlich. Was der Anbieter dagegen als einziges Gerät im Feld beziffert, ist die Zeit bis zur Betriebstemperatur. Die 5.000 Milliamperestunden sind zugleich die höchste Kapazitätsangabe im Vergleich, aber ohne Spannungsangabe lässt sich daraus keine Wattstundenzahl bilden.
Dafür spricht
- Höchste bezifferte Akkukapazität im Feld mit 5.000 Milliamperestunden und damit einer von nur zwei Anbietern, die überhaupt eine Kapazität nennen
- Einziger Anbieter im Vergleich, der die Aufheizzeit mit zwei Zahlen beziffert: rund zwanzig Sekunden bis 165 Grad und rund vierzig Sekunden bis 205 Grad
- Alle drei Temperaturstufen einzeln beziffert und jeder Stufe ein Haartyp zugeordnet, was sonst nur ein zweites Gerät im Feld leistet
- Größte Bewertungsbasis im Vergleich mit 3.966 Stimmen und dem zweithöchsten Schnitt, wenn auch für eine ganze Produktfamilie
- Eine Aufbewahrungstasche und ein Benutzerhandbuch gehören laut Beschreibungsblock zum Lieferumfang, dazu eine Haarklammer
- Ladung über eine Schnittstelle vom Typ C, ausdrücklich auch an Powerbank, Auto oder Rechner, was das mitgeführte Ladegerät einspart
Dagegen spricht
- Die Laufzeit steht auf derselben Angebotsseite zweimal verschieden: dreißig bis vierzig Minuten im Aufzählungspunkt, zwanzig bis fünfunddreißig im Beschreibungsblock
- Das Gewicht steht an drei Stellen mit drei Werten: 245 Gramm, 225 Gramm und 480 Gramm, also mehr als das Doppelte zwischen niedrigstem und höchstem
- Das Plattenmaterial widerspricht sich innerhalb derselben Aufzählung: Titanlegierung im ersten Punkt, Keramik im fünften
- Keine Abschaltautomatik, keine Verriegelung und keine Angabe, ob die Aufbewahrungstasche hitzebeständig ist
- Kein Garantiefeld, keine Anschrift, keine Bedienungsanleitung auf der Angebotsseite und kein Datum der Aufnahme ins Sortiment
- Die Schwesterausführung trägt dieselbe Elternnummer und dieselbe Stimmenzahl, sodass die Bewertungsbasis zwei technisch verschiedene Geräte zusammenfasst
Zur Temperatur im Einzelnen: Der dritte Aufzählungspunkt nennt drei einstellbare Temperaturen mit 165, 185 und 205 Grad und ordnet jeder Stufe einen Haartyp zu: 165 Grad für dünnes, 185 Grad für normales und 205 Grad für mitteldickes Haar. Das Datenfeld Maximale Temperatureinstellung trägt dazu passend den Wert 205, allerdings ohne Einheit. Derselbe Aufzählungspunkt liefert als einziger im Feld auch eine Aufheizzeit mit zwei Zahlen: rund zwanzig Sekunden bis 165 Grad und rund vierzig Sekunden bis 205 Grad. Das ist mehr Aufheizinformation, als die beiden Markengeräte im Premiumsegment zusammen liefern. Nur ist der Höchstwert eben höher als die rund 200 Grad, die Stiftung Warentest als Obergrenze für gesundes, kräftiges Haar nennt, und die unterste Stufe liegt mit 165 Grad knapp unter den rund 170 Grad für feines Haar. Ein Anzeigefeld für die tatsächliche Temperatur gibt es nicht.
Zum Angebot selbst: Variantenlisting: Die aufgerufene Nummer B0BXPJ69QS und die Elternnummer B0CWRVL6R3 stimmen nicht überein. Auffällig ist, dass die Schwesterausführung Voga Plus dieselbe Elternnummer und exakt dieselbe Stimmenzahl trägt. Die 3.966 Stimmen gelten also einer Familie aus mindestens zwei technisch verschiedenen Geräten, nicht diesem Modell.
Höchsttemperatur: 205 Grad, drei Stufen
Laufzeit je Ladung: 30 bis 40 Minuten laut Bullet, 20 bis 35 laut Beschreibung
Ladezeit: 2,5 bis 3,5 Stunden
Akkukapazität: 5.000 Milliamperestunden
Wattstunden: nicht angegeben, mangels Spannungsangabe auch nicht errechenbar
Abschaltautomatik: nicht angegeben
Transportsperre: Keine Verriegelung und keine Transportsperre beschrieben
Etui: Eine Aufbewahrungstasche ist im Lieferumfang genannt, hitzebeständig wird sie nicht genannt
Angabe zum Flugzeug: Nein. Weder Aufzählungspunkte noch Beschreibungsblock äußern sich zur Mitnahme
Plattenmaterial: Widersprüchlich: Titel und erster Aufzählungspunkt nennen Titanlegierung, der fünfte Aufzählungspunkt und der Beschreibungsblock nennen Keramik
Akku wechselbar: nicht angegeben
Maße: 21,5 x 3,3 x 3,8 cm laut Beschreibung
Lieferumfang: Gerät, USB-C-Ladekabel, Aufbewahrungstasche, Benutzerhandbuch, Haarklammer
Passt zu: Wer die längste Laufzeitangabe im Feld sucht, drei bezifferte Stufen braucht und mit dem Widerspruch beim Plattenmaterial leben kann.
Passt nicht zu: Wer eine Abschaltautomatik als Mindestanforderung setzt, wer eine Garantiezusage braucht oder wer wissen will, aus welchem Material die Heizplatte tatsächlich besteht.
Offen geblieben: Nennspannung, Wattstunden, Abschaltautomatik, Garantiedauer, Anschrift, Plattenmaterial, das tatsächliche Gewicht und die tatsächliche Laufzeit bleiben nach Auswertung der Angebotsseite offen.
Herstellerangaben im Einzelnen
Firma: Das Datenfeld Marke und das Datenfeld Hersteller tragen beide den Wert SUNMAY. Der Byline-Block über dem Titel verweist auf einen eigenen Markenshop. Eine Rechtsform, eine Firmierung oder eine handelsregisterfähige Bezeichnung steht an keiner Stelle
Sitz: Das Feld Kontaktinformation Hersteller und Importeur wurde am Prüftag beim direkten Abruf nicht ausgeliefert. Eine Anschrift steht auch nicht im Beschreibungsblock der Angebotsseite, und eine Bedienungsanleitung ist auf der Angebotsseite nicht hinterlegt
Gegründet: Kein Gründungsjahr in den Produktangaben und keines im Markenbereich der Angebotsseite
Support: Keine Servicerufnummer und keine Kontaktadresse in den Produktangaben. Der Beschreibungsblock listet stattdessen den Lieferumfang und eine fünfschrittige Gebrauchsanweisung
Servicezeiten: Keine Servicezeiten veröffentlicht, Stand 26.08.2026
Garantie: Das Datenfeld Garantie ist bei diesem Artikel nicht ausgefüllt, und der Beschreibungsblock nennt keine Garantiezeit. Es ist damit das einzige Gerät im Feld, für das aus keiner Quelle eine Garantiedauer hervorgeht
Normen und Kennzeichnung: Ein Datenfeld Spezifikation erfüllt ist nicht ausgefüllt, eine IP-Schutzart nennt der Anbieter nicht, und eine Bedienungsanleitung liegt der Angebotsseite nicht bei. Der Beschreibungsblock nennt als einzige technische Rahmenangabe die Ladung über eine Schnittstelle vom Typ C
Herkunft: Herkunftsland China laut Produktdaten vom 26.08.2026
Gewicht: Dreifach widersprüchlich. Der sechste Aufzählungspunkt nennt 245 Gramm, der Beschreibungsblock derselben Seite nennt 225 Gramm, und die Produktdetails nennen 480 Gramm bei Abmessungen von 21,5 mal 3,3 mal 3,3 Zentimetern. Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert liegt mehr als das Doppelte
Markteinführung: Kein Datum in den Produktdetails und keines im Beschreibungsblock
AYESY AYESY 2 in 1
AYESY kabelloser Haarglätter und Lockenstab mit 4.500-Milliamperestunden-Akku, sechs bezifferten Temperaturstufen, Anzeigefeld, Sicherheitsverschluss und isolierter Abdeckung
Dieses Angebot ist der interessanteste Fall des ganzen Vergleichs, und zwar wegen eines einzigen Datenfelds, das sonst niemand ausfüllt. Es nennt eine Eingangsspannung von 3,7 Volt Gleichstrom, und zwar zweimal: im technischen Datenfeld und im Beschreibungsblock. Zusammen mit den 4.500 Milliamperestunden ist das der einzige Fall im Feld, in dem sich aus veröffentlichten Herstellerwerten überhaupt eine Wattstundenzahl bilden lässt. Aus 4,5 Amperestunden mal 3,7 Volt ergeben sich rund 16,7 Wattstunden. Diese Rechnung ist eine Rechnung dieser Seite und keine Herstellerangabe; sie ist nur deshalb möglich, weil beide Ausgangswerte veröffentlicht sind. Bei den vier übrigen Geräten fehlt mindestens einer der beiden Werte, und damit ist die Zahl, auf die es bei der Mitnahme im Flugzeug ankommt, dort nicht bestimmbar. Im Übrigen ist das Angebot das schwächste im Feld: kein Garantiefeld, keine Anschrift, keine Anleitung, kein Dokumentenblock, drei einander widersprechende Maßangaben, drei einander widersprechende Materialangaben und ein Datenfeld, das bei einem Einzelgerät die Anzahl der Artikel mit fünf angibt.
Dafür spricht
- Einziges Gerät im Feld mit veröffentlichter Nennspannung: 3,7 Volt Gleichstrom, und zwar sowohl im technischen Datenfeld als auch im Beschreibungsblock
- Einziges Gerät im Feld, bei dem sich aus zwei veröffentlichten Werten eine Wattstundenzahl bilden lässt, nämlich rund 16,7 Wattstunden aus 4.500 Milliamperestunden und 3,7 Volt
- Feinste Temperaturabstufung im Vergleich mit sechs Stufen zwischen 160 und 220 Grad und einer Zuordnung in drei Haartypbänder
- Niedrigste Stufe im ganzen Feld mit 160 Grad, und damit unterhalb der rund 170 Grad, die Stiftung Warentest für feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar nennt
- Sicherheitsverschluss gegen versehentliches Öffnen und eine isolierte Abdeckung, die sich nach Gebrauch schließt, beides im ersten Aufzählungspunkt benannt
- Anzeigefeld, das die Temperatur in Echtzeit ausweist, was sonst nur ein zweites Gerät im Feld leistet
Dagegen spricht
- Höchster Temperaturwert im ganzen Vergleich mit 220 Grad, deutlich über der von der Stiftung Warentest genannten Obergrenze für gesundes, kräftiges Haar
- Keine Abschaltautomatik in irgendeiner Quelle, obwohl das Gerät ausdrücklich für Reise und Koffer beworben wird
- Drei einander widersprechende Maßangaben und drei einander widersprechende Materialangaben auf derselben Angebotsseite
- Kein Garantiefeld, keine Anschrift, keine Bedienungsanleitung und als einziges Angebot im Feld gar kein Block mit Produktdokumenten
- Kleinste Bewertungsbasis im Vergleich mit 46 Stimmen, bei zugleich abweichender Elternnummer
- Das Datenfeld Anzahl der Artikel trägt bei einem Einzelgerät den Wert fünf, und ein Ladekabel ist im Lieferumfang nicht ausdrücklich ausgewiesen
Zur Temperatur im Einzelnen: Dieses Gerät nennt den höchsten Temperaturwert im ganzen Vergleich. Der zweite Aufzählungspunkt spricht von einer Aufheizung auf maximal 220 Grad in dreißig Sekunden, der dritte von sechs Temperatureinstellungen zwischen 160 und 220 Grad mit einer Zuordnung in drei Bändern: 160 bis 180 Grad für feines, 180 bis 200 Grad für normales und 200 bis 220 Grad für dickes Haar. Das Datenfeld Maximale Temperatureinstellung bestätigt die 220 Grad. Damit liegt der Höchstwert deutlich über den rund 200 Grad, die Stiftung Warentest als Obergrenze für gesundes, kräftiges Haar nennt, und er nähert sich dem Bereich, in dem der von der Schweizer Schwesterzeitschrift Saldo gemessene Hitzerekord eines netzbetriebenen Geräts von 250 Grad lag. Die Gegenrechnung liefert derselbe Anbieter mit: Das Gerät hat als einziges im Feld eine Anzeige, die Temperatur in Echtzeit ausweist, und die unterste Stufe von 160 Grad ist die niedrigste im ganzen Vergleich.
Zum Angebot selbst: Variantenlisting: Die aufgerufene Nummer B0FR9HNW9P und die Elternnummer B0FR9ZK3T6 stimmen nicht überein. Die 3,9 Sterne aus 46 Stimmen gelten damit der Farbfamilie. Es ist zugleich die kleinste Bewertungsbasis im Feld, und bei 46 Stimmen verschieben wenige Bewertungen den Schnitt spürbar.
Höchsttemperatur: 220 Grad, sechs Stufen
Laufzeit je Ladung: ca. 30 bis 50 Minuten
Ladezeit: 3 Stunden
Akkukapazität: 4.500 Milliamperestunden
Wattstunden: nicht angegeben, aber als einziges Gerät im Feld aus zwei veröffentlichten Werten errechenbar
Abschaltautomatik: nicht angegeben
Transportsperre: Ja, ein Sicherheitsverschluss gegen versehentliches Öffnen und eine isolierte Abdeckung, die sich nach Gebrauch schließt
Etui: Kein Etui im Lieferumfang; beigelegt sind ein Kamm und drei Klammern
Angabe zum Flugzeug: Nein. Weder Aufzählungspunkte noch Beschreibungsblock äußern sich zur Mitnahme
Plattenmaterial: Widersprüchlich: Datenfeld Heizflächenmaterial nennt Keramik mit Turmalin, Datenfeld Material nennt Keramik, der Beschreibungsblock nennt Kunststoff der Sorte ABS
Akku wechselbar: nicht angegeben
Maße: 21 x 3,5 x 3,5 cm laut Beschreibung
Lieferumfang: Gerät, ein Kamm, drei Haarklammern; ein Ladekabel ist nicht ausdrücklich ausgewiesen
Passt zu: Wer die feinste Temperaturabstufung sucht, eine Echtzeitanzeige braucht und wer den einen Datensatz haben will, aus dem sich die Wattstundenzahl rechnen lässt.
Passt nicht zu: Wer eine Abschaltautomatik voraussetzt, wer eine Garantiezusage braucht oder wer bei einem Heizgerät wissen will, aus welchem Material die Platten bestehen.
Offen geblieben: Abschaltautomatik, Garantiedauer, Anschrift, Plattenmaterial, Ladekabel im Lieferumfang, tatsächliche Maße und die Frage, ob die 220 Grad über die Ladung gehalten werden, bleiben offen.
Herstellerangaben im Einzelnen
Firma: Das Datenfeld Marke und das Datenfeld Hersteller tragen beide den Wert AYESY. Der Byline-Block verweist nicht auf einen Markenshop, sondern auf eine Suchergebnisliste zum Markennamen. Eine Rechtsform oder Firmierung steht an keiner Stelle
Sitz: Das Feld Kontaktinformation Hersteller und Importeur wurde am Prüftag beim direkten Abruf nicht ausgeliefert; an seiner Stelle stand die Meldung, die Informationen der verantwortlichen Person könnten wegen eines Problems nicht angezeigt werden. Der Block mit den Produktdokumenten fehlte bei diesem Angebot ganz, anders als bei den vier übrigen
Gegründet: Kein Gründungsjahr in den Produktangaben und keines im Beschreibungsblock
Support: Keine Servicerufnummer und keine Kontaktadresse in den Produktangaben
Servicezeiten: Keine Servicezeiten veröffentlicht, Stand 26.08.2026
Garantie: Das Datenfeld Garantie ist nicht ausgefüllt, und der Beschreibungsblock nennt keine Garantiezeit
Normen und Kennzeichnung: Ein Datenfeld Spezifikation erfüllt ist nicht ausgefüllt, eine IP-Schutzart wird nicht genannt, und eine Bedienungsanleitung ist der Angebotsseite nicht beigefügt. Dafür trägt dieses Angebot als einziges im Feld ein technisches Datenfeld, das sonst nirgends auftaucht: eine Eingangsspannung von 3,7 Volt Gleichstrom
Herkunft: Herkunftsland China laut Produktdaten vom 26.08.2026
Gewicht: 290 Gramm laut Produktdetails, dort zusammen mit Abmessungen von 23 mal 5 mal 5 Zentimetern. Das Datenfeld Größe nennt daneben 20,3 mal 3,5 Zentimeter, der Beschreibungsblock 21 mal 3,5 mal 3,5 Zentimeter. Drei Quellen, drei Maßangaben
Markteinführung: Kein Datum in den Produktdetails. Die Artikelnummer enthält eine Zeichenfolge, die als Datum im Jahr 2025 gelesen werden kann, was aber keine ausgewiesene Angabe ist und deshalb hier nicht als solche gewertet wird
Welches Gerät zu welchem Fall passt
| Fall | Worauf es dabei ankommt | Was die Angaben hergeben | Passende Geräte |
|---|---|---|---|
| Feines, gebleichtes oder geschädigtes Haar | Eine bezifferte Stufe unterhalb von rund 170 Grad und eine Abstufung, die auch tatsächlich erreichbar ist | Die Stiftung Warentest nennt für diesen Haartyp rund 170 Grad und begründet das damit, dass sonst die oberste Haarschicht schmilzt, das Haar seinen Glanz verliert und strohig wird. Drei der fünf Geräte bieten eine bezifferte Stufe darunter, und es sind nicht die teuersten. | Beurer HS 20 und AYESY 2 in 1 mit je 160 Grad, SUNMAY Voga mit 165 Grad |
| Das Gerät wandert direkt nach dem Stylen in eine Tasche | Abschaltautomatik mit Zahl, Verriegelung und ein ausdrücklich hitzebeständiges Behältnis | Nur ein einziges Gerät im Feld hat alle drei Merkmale zugleich. Zwei haben zwei davon, zwei haben keines der drei, obwohl beide ausdrücklich mit Reise und Koffer werben. | Dyson Corrale mit Abschaltung nach zehn Minuten, Sicherheitsverschluss und hitzebeständiger Reisetasche |
| Kurzes Styling zwischendurch, wenige Minuten | Kurze Aufheizzeit und eine Abschaltung, die schnell greift, weil das Gerät oft unbeaufsichtigt liegen bleibt | Die kürzeste bezifferte Abschaltzeit im Feld liegt bei drei Minuten. Das ist zugleich der einzige Fall, in dem der Hersteller die Abschaltung mit einem hörbaren Signal koppelt, sodass sie auch bemerkt wird. | ghd unplugged mit fester Temperatur und Abschaltung nach drei Minuten |
| Langes oder dickes Haar in mehreren Durchgängen | Die längste belastbare Laufzeit und die Möglichkeit, zwischendurch an einer Powerbank nachzuladen | Hier ist Vorsicht geboten: Die längsten Laufzeitangaben stammen von den beiden Anbietern, die sich in zwei eigenen Quellen widersprechen. Wer auf Nummer sicher gehen will, rechnet mit dem jeweils niedrigeren der beiden Werte. | AYESY 2 in 1 mit dreißig bis fünfzig Minuten, SUNMAY Voga mit zwanzig bis vierzig je nach Quelle |
| Reise mit dem Flugzeug | Eine nachvollziehbare Angabe zur Akkuenergie und eine Verriegelung für den Fall, dass das Gerät ins aufgegebene Gepäck muss | Nur ein Gerät im Feld liefert beide Ausgangswerte, aus denen sich die Wattstundenzahl bilden lässt. Zwei weitere sprechen die Reisefrage in eigenen Unterlagen an, ohne eine Zahl zu nennen. Ein Anbieter verweist ausdrücklich auf die Fluggesellschaft. | AYESY 2 in 1 mit 4.500 Milliamperestunden und 3,7 Volt, ghd unplugged mit Hinweis auf die Fluggesellschaft |
| Das Gerät soll möglichst lange halten | Ein wechselbarer Akku oder wenigstens eine Angabe zu Ladezyklen und eine lange Herstellergarantie | Ein wechselbarer Akku ist in diesem Feld nicht zu haben. Zwei Anbieter schließen den Wechsel ausdrücklich aus, drei sagen nichts, und eine Ladezyklenzahl nennt niemand. Bleibt die Garantie als einziger belastbarer Anhaltspunkt. | Beurer HS 20 mit drei Jahren laut hinterlegtem Datenblatt |
Eine Bemerkung zur Nachfrage, weil sie die Auswahl dieser Seite erklärt: In der deutschsprachigen Autovervollständigung führt die Wortfolge nach dem Stammbegriff und dem Wort ohne an erster Stelle auf ein Gerät ohne Kabel, und die Wortfolge mit dem Wort mit an zweiter Stelle auf ein Gerät mit Akku. Der Stammbegriff selbst liefert auf dem siebten Platz eine Frage zum Handgepäck. Das ist der Grund, warum diese Seite die Reisefrage nicht am Rand behandelt, sondern in einem eigenen Abschnitt. Wer die Bauformfrage in einer verwandten Warengruppe nachvollziehen will, findet sie beim Vergleich der Akku-Mundduschen für die Reise in derselben Systematik aufbereitet: Tank gegen Ladung, Mobilität gegen Ausdauer. Wo dieser Vergleich im Bereich steht und welche Angaben über alle zwanzig Geräte hinweg fehlen, zeigt der Überblick über den Bereich Glätteisen und seine sieben Artikel.
Häufige Fragen zu Glätteisen mit Akku
Sind Glätteisen mit Akku schwächer als Geräte mit Kabel?
Bei der Temperatur nach Herstellerangabe lässt sich das für dieses Feld nicht sagen. Die fünf Akkugeräte nennen Höchstwerte zwischen 185 und 220 Grad, und drei davon liegen über den rund 200 Grad, die Stiftung Warentest als Verträglichkeitsgrenze für gesundes, kräftiges Haar nennt. Der belegbare Unterschied liegt nicht bei der Spitzentemperatur, sondern bei der Dauer: Ein Netzgerät heizt so lange, wie es angeschlossen ist, ein Akkugerät zwanzig bis fünfzig Minuten und danach zwei bis dreieinhalb Stunden gar nicht. Ob die Platten die eingestellte Temperatur über die gesamte Ladung halten, sagt kein einziger der fünf Anbieter, und geprüft wurde das hier nicht.
Darf ich ein Glätteisen mit Akku ins Flugzeug mitnehmen?
Maßgeblich ist nach der veröffentlichten Übersicht der Internationalen Luftverkehrsvereinigung für Reisende mit Lithiumbatterien die Wattstundenzahl der Zelle. Geräte bis 100 Wattstunden dürfen danach sowohl ins Handgepäck als auch ins aufgegebene Gepäck, ohne dass eine Zustimmung der Fluggesellschaft nötig wäre; darüber wird es gestuft strenger. Wird ein Gerät aufgegeben, muss es nach derselben Übersicht vor Beschädigung und vor unbeabsichtigtem Einschalten geschützt und vollständig ausgeschaltet sein. Das Problem ist praktischer Natur: Keiner der fünf Hersteller nennt die Wattstundenzahl, bei einem einzigen lässt sie sich aus zwei veröffentlichten Werten errechnen. Verbindlich sind am Ende die Beförderungsbedingungen der jeweiligen Fluggesellschaft, und ein Hersteller im Feld verweist in seiner Bedienungsanleitung ausdrücklich darauf, vor dem Fliegen dort nachzufragen.
Wie wichtig ist die Abschaltautomatik wirklich?
Sie ist nach der frei zugänglichen Pressemitteilung der Stiftung Warentest vom Dezember 2018 der Grund, aus dem zwei von sieben geprüften Haarglättern mit mangelhaft bewertet wurden. Wörtlich heißt es dort, beiden Glättern fehle die Abschaltautomatik, und das sei ein brandgefährliches Sicherheitsrisiko. Insgesamt bezeichnete die Stiftung fünf von sechzehn geprüften Haarglättern, Lockenstäben und Curlern als brandgefährlich, also fast ein Drittel. Bei einem Akkugerät kommt ein Umstand hinzu, den es beim Netzgerät nicht gibt: Es liegt nach der Anwendung nicht auf einer Ablage neben der Steckdose, sondern wandert in eine Tasche, in der es ohne Stromnetz weiterheizen kann, bis der Akku leer ist. Drei der fünf Geräte in diesem Vergleich nennen keine Abschaltautomatik.
Was bedeuten 5.000 Milliamperestunden bei einem Glätteisen?
Für sich genommen wenig. Milliamperestunden geben eine Ladungsmenge an, keine Energiemenge. Erst die Multiplikation mit der Nennspannung ergibt Wattstunden, und das ist die Größe, nach der die Beförderungsregeln unterscheiden. In diesem Feld nennen zwei Anbieter eine Kapazität in Milliamperestunden, aber nur ein einziger nennt daneben die Spannung. Bei diesem einen ergeben 4.500 Milliamperestunden und 3,7 Volt rund 16,7 Wattstunden; das ist eine Rechnung dieser Seite und keine Herstellerangabe. Bei allen anderen fehlt der zweite Wert, und dann ist die Umrechnung schlicht nicht möglich.
Warum steht auf manchen Angeboten zweimal eine andere Laufzeit?
Weil Aufzählungspunkte, Beschreibungsblock, Datenfelder und hinterlegte Herstellerunterlagen auf einer Angebotsseite aus verschiedenen Quellen stammen und nicht gegeneinander geprüft werden. In diesem Vergleich betrifft das zwei von fünf Geräten. Bei einem nennt der erste Aufzählungspunkt dreißig Minuten, während das Datenblatt desselben Herstellers zweimal zwanzig Minuten nennt. Bei einem zweiten stehen dreißig bis vierzig Minuten im Aufzählungspunkt und zwanzig bis fünfunddreißig im Beschreibungsblock. Im Zweifel gilt die Unterlage des Herstellers, und wer sichergehen will, rechnet mit dem niedrigeren Wert.
Ist Titan besser als Keramik?
Diese Frage lässt sich mit den Angaben dieses Feldes nicht beantworten, und zwar aus einem unerwarteten Grund: Zwei der fünf Anbieter widersprechen sich beim Plattenmaterial innerhalb derselben Angebotsseite. Bei einem steht Titanlegierung im ersten und Keramik im fünften Aufzählungspunkt, bei einem zweiten Keramik im Datenfeld und ABS-Kunststoff im Beschreibungsblock. Solange nicht feststeht, woraus die Platte besteht, ist ein Materialvergleich gegenstandslos. Hinzu kommt, dass kein einziger Anbieter im Feld die chemische Basis der Beschichtung nennt, sondern nur Materialklassen.
Kann man den Akku tauschen, wenn er nachlässt?
In diesem Feld nicht. Zwei Anbieter schreiben in ihren eigenen Unterlagen ausdrücklich, der Akku sei nicht austauschbar, einer davon verbietet zusätzlich, ihn beim Entsorgen herauszunehmen. Die drei übrigen äußern sich gar nicht dazu, und kein einziger nennt eine Zahl erwarteter Ladezyklen. Damit ist bei allen fünf Geräten die Lebensdauer der Zelle faktisch die Lebensdauer des Geräts. Wer das Gerät lange behalten will, hat als einzigen belastbaren Anhaltspunkt die Herstellergarantie, und die reicht im Feld von einer nicht ausgewiesenen Dauer bis zu drei Jahren.
Wie erkenne ich ein echtes Akkugerät und kein Gerät mit abnehmbarem Kabel?
Am zuverlässigsten am Datenfeld Betriebsart, das bei einem echten Akkugerät batteriebetrieben oder wiederaufladbarer Akku ausweist, und an einer bezifferten Laufzeit in Minuten. Werbeworte wie kabellos, drahtlos oder schnurlos allein genügen nicht, denn sie werden am Markt auch für Geräte mit abnehmbarem Kabel oder mit Drehkupplung verwendet. Ein zweiter Prüfschritt ist die Ladezeit: Wo eine Ladezeit in Stunden steht, ist eine Zelle verbaut. Für diese Seite wurde jedes der fünf Geräte einzeln daraufhin geprüft, und alle fünf tragen sowohl eine bezifferte Laufzeit als auch eine bezifferte Ladezeit.
Wie diese Seite entstanden ist
Ausgangspunkt war die Auswahl der Geräte. Am Markt gibt es zahlreiche Angebote, die mit den Worten kabellos, drahtlos oder schnurlos werben und dabei lediglich ein abnehmbares Kabel oder eine Drehkupplung meinen. Für diese Seite wurde deshalb jedes einzelne Angebot daraufhin geprüft, ob eine Zelle verbaut ist: Alle fünf tragen entweder ein Datenfeld, das den Betrieb als batteriebetrieben oder als wiederaufladbarer Akku ausweist, oder eine bezifferte Kapazität samt bezifferter Ladezeit, meist beides. Kein Gerät mit abnehmbarem Kabel ist im Feld.
Danach wurde jede Produktseite einzeln abgerufen, nicht aus einer Ergebnisliste übernommen. Ausgewertet wurden Aufzählungspunkte, Beschreibungsblock, technische Datenfelder, Produktdetails und die auf der Angebotsseite hinterlegten Herstellerunterlagen. Von den fünf Angeboten führten drei eine solche Unterlage, eines davon als reine Bilddatei ohne Textebene, die deshalb nicht ausgewertet werden konnte; bei einem Angebot fehlte der Dokumentenblock ganz. Widersprüche zwischen zwei Quellen desselben Anbieters werden auf dieser Seite nicht geglättet, sondern benannt, weil sie für die Kaufentscheidung erheblich sind.
Die unabhängigen Belege stammen aus drei frei zugänglichen Veröffentlichungen der Stiftung Warentest sowie aus der veröffentlichten Übersicht der Internationalen Luftverkehrsvereinigung für Reisende mit Lithiumbatterien. Aus den kostenpflichtigen Teilen der Untersuchungen werden weder Noten noch Rangfolgen wiedergegeben; verwendet sind ausschließlich die frei lesbaren Befunde und Zahlen. Sämtliche Angaben stehen auf dem Stand vom 26.08.2026. Produktangaben ändern sich, Angebote werden ersetzt, Elternnummern wechseln; wer eine Zahl braucht, prüft sie am Kauftag noch einmal auf der Angebotsseite nach.
Redaktionelle Bearbeitung: Clara Busch. Die mit dem Zusatz zum Angebot versehenen Verweise sind Partnerlinks. Wird darüber gekauft, kann eine Provision anfallen; für die kaufende Person ändert sich der Betrag dadurch nicht. Die Auswahl der fünf Geräte und die Auszählung der Angaben sind davon unberührt und folgen allein den oben beschriebenen Regeln.






