Elektrogrill oder Gasgrill: die Grundsatzentscheidung mit belegten Zahlen
Auf einen Blick — Stand 05.08.2026
- Der harte Unterschied: nicht die Hitze, sondern die Flasche. Für die Lagerung von Flüssiggas gelten Vorschriften, für eine Steckdose nicht
- Aufheizen: Gasgrill 10 bis 15 Minuten auf 260 bis 290 Grad Celsius, Elektrogrill rund 20 Minuten und bei 220 Volt fünf Minuten länger
- Leistungsangaben: 2.200 Watt beim Elektrogrill sind aufgenommene elektrische Leistung, 9,4 Kilowatt beim Gasgrill sind Brennstoffleistung. Die Zahlen messen nicht dasselbe
- Kosten je Grillabend: rund 2,1 Kilowattstunden Strom gegen rund 0,57 Kilogramm Propan. Der Rechenweg steht weiter unten im Text
- Aroma: Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt Gas- und Elektrogrill gemeinsam dem Holzkohlegrill gegenüber, nicht einander
- Vorschriften: Muster-Feuerungsverordnung Paragraf 11 und 12, DGUV Regel 110-010, Technische Regel Flüssiggas 2021
Die Gasflasche ist der eigentliche Unterschied, nicht die Hitze
Wer die Suchergebnisse zu dieser Frage durchgeht, findet zehnmal dieselbe Diskussion: Geschmack, Aufheizzeit, Reinigung, Anschaffungspreis. Kein einziger dieser Punkte trennt die beiden Bauarten so scharf wie ein Thema, das in keiner der rankenden Seiten vorkommt. Ein Elektrogrill braucht eine Steckdose. Ein Gasgrill braucht einen Druckbehälter mit brennbarem Gas, und für dessen Aufstellung und Lagerung gibt es Vorschriften, die vom Bauordnungsrecht bis zur Technischen Regel Flüssiggas reichen.
Die Muster-Feuerungsverordnung, an der sich die Feuerungsverordnungen der Länder ausrichten, regelt das in zwei Paragrafen. Paragraf 12 Absatz 4 erlaubt, Flüssiggas in Wohnungen und in Räumen außerhalb von Wohnungen zu lagern, aber jeweils nur in einem Behälter mit einem Füllgewicht von nicht mehr als 16 Kilogramm, und nur dann, wenn die Fußböden allseitig oberhalb der Geländeoberfläche liegen und außer Abläufen mit Flüssigkeitsverschluss keine Öffnungen haben. Paragraf 12 Absatz 1 verbietet zusätzlich, Behälter für brennbare Gase in notwendigen Treppenräumen, in Räumen zwischen notwendigen Treppenräumen und Ausgängen ins Freie sowie in notwendigen Fluren zu lagern oder aufzustellen. Und Paragraf 11 Absatz 1 Nummer 4 verlangt ab mehr als insgesamt 16 Kilogramm Flüssiggas je Gebäude oder Brandabschnitt einen eigenen Brennstofflagerraum, der bestimmte Anforderungen an Lüftung, Öffnungen und Kennzeichnung erfüllt.
Übersetzt in den Alltag einer Mietwohnung heißt das: Eine 11-Kilogramm-Flasche darf grundsätzlich in der Wohnung stehen, aber nicht im Keller, nicht im Treppenhaus und nicht im Hausflur. Wer im dritten Stock wohnt, trägt die Flasche also durch genau die Räume, in denen sie nicht abgestellt werden darf. Und die zweite, volle Reserveflasche, die viele Griller vorhalten, überschreitet zusammen mit der ersten bereits die Grenze von 16 Kilogramm.
Der Deutsche Verband Flüssiggas formuliert dieselbe Linie in der Sprache der Praxis. Gasflaschen sind oberhalb der Erdgleiche und aufrecht stehend zu lagern, der Lagerort muss gut belüftet sein, geeignet sind zum Beispiel Gartenschuppen oder Garagen. Nicht erlaubt ist die Lagerung in Kellern, Schlafräumen, Fluren, Treppenhäusern und Durchgängen. Für die Menge verweist der Verband auf die Technische Regel Flüssiggas: In Räumen darf höchstens eine Flasche mit 5 oder 11 Kilogramm betrieben werden, zusätzlich darf höchstens eine weitere Flasche derselben Größe in der Wohnung gelagert werden, wobei Schlafräume und Keller ausgenommen bleiben.
Warum ausgerechnet der Keller, fragt sich, wer den physikalischen Hintergrund nicht kennt. Die DGUV Regel 110-010 liefert ihn im Stoffdatenanhang. Propan hat gegenüber Luft ein Dichteverhältnis von 1,55, n-Butan sogar 2,09 — beide Gase sinken also zu Boden statt sich zu verflüchtigen. Aus einem Liter flüssigem Propan werden beim Verdampfen rund 260 Liter Gas, und ein Gemisch aus Luft und Flüssiggas ist bereits ab 1,5 Volumenprozent explosionsfähig. Ein Kellerraum ohne bodennahe Lüftung ist damit genau die Geometrie, in der sich eine kleine Undichtigkeit über Stunden zu einer zündfähigen Schicht sammelt. Die Regel zieht daraus die klare Konsequenz und formuliert ein grundsätzliches Verbot der Lagerung in Räumen unter Erdgleiche, also in Räumen, die allseitig tiefer als einen Meter unter der umgebenden Geländeoberfläche liegen.
Eine Einordnung gehört dazu: Die DGUV Regel richtet sich an Unternehmen und beschreibt Arbeitsschutzpflichten, nicht Pflichten von Privatpersonen. Sie ist hier trotzdem die beste verfügbare technische Referenz, weil sie ihre Zahlenwerte ausdrücklich aus der Technischen Regel Flüssiggas 2021 übernimmt — und diese Regel ist auch der Maßstab, auf den sich der Flüssiggasverband gegenüber Verbrauchern beruft. Wer einen Gasgrill kauft, kauft diese Regelwerke mit. Wer einen Elektrogrill kauft, nicht.
Auch der Hersteller selbst zieht hier eine Linie, die viele Käufer überrascht: Weber schreibt in der Anleitung der Spirit-Reihe, dass ausgebaute Gasflaschen nicht in Gebäuden, Garagen oder anderen geschlossenen Räumen aufbewahrt werden dürfen. Das ist strenger als die Verbandsempfehlung, die eine gut belüftete Garage zulässt. Wo Hersteller und Verband auseinandergehen, gilt im Zweifel die engere Vorgabe des Geräts, das man tatsächlich besitzt.
Aufheizzeit und erreichbare Temperatur: was in den Anleitungen wirklich steht
Das populärste Argument für Gas lautet, der Grill sei schneller heiß. Es stimmt, aber es fällt kleiner aus als erwartet, und es lässt sich anhand von Dokumenten desselben Herstellers sauber gegenrechnen. Weber gibt für die Gasgrills der Spirit-Reihe an, alle Brennerregler auf die höchste Stufe zu stellen, den Deckel zu schließen und auf 260 bis 290 Grad Celsius vorzuheizen; das dauere je nach Lufttemperatur und Wind etwa 10 bis 15 Minuten. Für die Elektrogrills Q 1400 und Q 2400 steht in der entsprechenden Anleitung eine Vorheizzeit von etwa 20 Minuten, mit dem Zusatz, dass sich diese Zeit in Ländern mit einer Netzspannung von 220 Volt um weitere 5 Minuten verlängert.
Der Unterschied liegt also bei fünf bis zehn Minuten, nicht bei einer halben Stunde. Interessanter ist die zweite Zahl, und zwar durch ihr Fehlen. Der Elektrogrill hat in der Weber-Anleitung überhaupt keine Temperaturangabe. Der Regler kennt vier Stellungen — AUS, NIEDRIG, MITTEL und HOCH — und die rote Kontrollleuchte erlischt, wenn die Temperatur für die Stellung HOCH erreicht ist. Welcher Wert das in Grad Celsius ist, steht nirgends. Das ist branchenüblich und macht den Vergleich mit dem Gasgrill, dessen Deckelthermometer eine Zahl anzeigt, systematisch schief.
Ein anderer Hersteller schließt die Lücke. Steba nennt für den Tischgrill VG 200 in der Gebrauchsanweisung konkrete Arbeitstemperaturen: durchgebraten bei 160 bis 170 Grad Celsius, medium bei 170 bis 180 Grad Celsius, englisch gebraten bei 200 bis 220 Grad Celsius, und der Hinweis, dass die Temperatur bei geschlossenem Gerät um etwa 20 Grad Celsius höher liegt. Damit lässt sich die Größenordnung endlich beziffern: Ein Elektro-Tischgrill arbeitet im Bereich von rund 160 bis 240 Grad Celsius, ein vorgeheizter Gasgrill startet bei 260 bis 290 Grad Celsius.
Diese Differenz von rund 50 bis 100 Grad Celsius ist der eigentliche technische Unterschied, und sie ist an einer Stelle spürbar: bei dick geschnittenem Fleisch, das außen eine kräftige Kruste und innen einen rosa Kern behalten soll. Für Würstchen, Gemüse, Fisch und Geflügelbrust spielt sie keine Rolle, weil diese Lebensmittel ohnehin nicht bei Maximalhitze gegart werden. Wer bewusst wenig Verkohlung will, liegt mit der niedrigeren Temperatur sogar richtiger, wie der Abschnitt zu Röstaromen weiter unten zeigt.
| Merkmal | Elektrogrill | Gasgrill | Woher die Angabe stammt |
|---|---|---|---|
| Aufheizzeit bis zur Grilltemperatur | Rund 20 Minuten. Bei 220 Volt Netzspannung verlängert sich die Zeit laut Anleitung um weitere 5 Minuten | Rund 10 bis 15 Minuten bei allen Brennern auf höchster Stufe und geschlossenem Deckel | Weber nennt für die Elektrogrills Q 1400 und Q 2400 etwa 20 Minuten und den Zuschlag von 5 Minuten bei 220 Volt. Für die Gasgrills der Spirit-Reihe stehen 10 bis 15 Minuten in derselben Herstellerdokumentation |
| Angegebene Arbeitstemperatur | Meist gar keine Gradangabe, sondern nur Stufen. Steba beziffert für den VG 200 einen Bereich von 160 bis 220 Grad Celsius, bei geschlossenem Gerät etwa 20 Grad Celsius mehr | 260 bis 290 Grad Celsius als empfohlene Gartemperatur nach dem Vorheizen, ablesbar am Deckelthermometer | Der Weber Q 1400 hat nur die Stellungen AUS, NIEDRIG, MITTEL und HOCH und keine Skala in Grad. Die Spirit-Anleitung nennt 260 bis 290 Grad Celsius ausdrücklich als Zielwert des Vorheizens |
| Bedeutung der Leistungsangabe | 2.200 Watt elektrische Leistungsaufnahme. Diese Energie wird im Heizstab praktisch vollständig zu Wärme, direkt unter dem Grillgut | 7,8 bis 12,9 Kilowatt Brennstoffleistung. Ein erheblicher Teil davon verlässt den Grill als heißes Abgas durch die Deckelöffnung | Weber gibt für den Q 1400 eine Leistungsabgabe von 2.200 W an. Für die Spirit-Reihe stehen 7,8 kW beim Zweibrenner, 9,4 kW beim Dreibrenner und 12,9 kW beim Modell mit Seitenbrenner in der Verbrauchstabelle |
| Energie vor Ort | Haushaltssteckdose. Weber verlangt eine Steckdose, die für 2.200 W geeignet ist, und keine weiteren Großverbraucher im selben Stromkreis | Flüssiggasflasche mit 5,8 oder 11 Kilogramm Füllgewicht. In Deutschland und Österreich mit einem Druckregler für 50 mbar | Die Steckdosenanforderung steht in den Sicherheitshinweisen der Weber-Elektroanleitung. Die Gasart I3B/P mit 50 mbar für Deutschland und Österreich steht in der Anschlusstabelle der Spirit-Anleitung |
| Bevorratung zwischen zwei Grillabenden | Keine. Der Strom kommt aus der Wand, es gibt nichts zu lagern und nichts, was leer werden kann | Eine gefüllte Flasche, in der Praxis meist eine zweite als Reserve. Beides unterliegt Lagerungsvorschriften | Der Deutsche Verband Flüssiggas leitet aus der Technischen Regel Flüssiggas ab, dass in Räumen höchstens eine Flasche mit 5 oder 11 Kilogramm betrieben und höchstens eine weitere derselben Größe in der Wohnung gelagert werden darf |
| Betrieb bei Frost | Technisch unbegrenzt, praktisch nur langsamer. Lufttemperatur und Wind verlängern die Vorheizzeit | Mit Propan bis weit unter den Gefrierpunkt. Mit Butan endet der Betrieb bereits nahe null Grad Celsius | Die DGUV Regel 110-010 nennt für Propan einen Siedepunkt von minus 42,1 Grad Celsius und für n-Butan minus 0,5 Grad Celsius und hält fest, dass eine Gasentnahme mit n-Butan unterhalb von etwa 5 Grad Celsius nicht möglich ist |
| Betrieb unter einem Balkon oder einer Markise | Vom Hersteller nicht ausgeschlossen. Begrenzend sind Rauch, Nachbarschaft und die Hausordnung | Vom Hersteller ausdrücklich ausgeschlossen: kein Betrieb in einer Garage und nicht auf einer überdachten oder geschlossenen Veranda oder Terrasse | Der Warnhinweis steht wörtlich im Abschnitt zum Aufstellort der Weber-Spirit-Anleitung, zusammen mit der Vorgabe, im Umkreis von 60 cm keine entflammbaren Materialien zu dulden |
| Regelung der Hitze | Thermostat mit Stufen. Das Heizelement taktet, die Temperatur schwankt um den eingestellten Wert | Stufenlos je Brenner. Damit lassen sich direkte und indirekte Zone nebeneinander einstellen | Weber beschreibt für den Q 1400 die rote Kontrollleuchte, die beim Takten des Heizelements an und aus geht. Für die Spirit-Reihe steht die getrennte Einstellung der einzelnen Brennerregler nach dem Vorheizen in der Anleitung |
Eine Randnotiz aus derselben Anleitung, die in keinem Vergleich auftaucht: Weber nennt Wind und Lufttemperatur ausdrücklich als Einflussgrößen für beide Bauarten. Die Vorheizzeit ist also keine Konstante, sondern ein Wetterwert — und genau deshalb steht der Punkt weiter unten noch einmal ausführlicher im Text.
2.200 Watt gegen 9,4 Kilowatt: warum die Leistungsangaben nicht vergleichbar sind
Kaum ein Missverständnis hält sich hartnäckiger. Auf dem Karton des Elektrogrills stehen 2.200 Watt, auf dem Datenblatt des Gasgrills 9,4 Kilowatt. Wer beide Zahlen nebeneinanderlegt, liest daraus einen Faktor von mehr als vier und schließt, der Gasgrill sei viermal so stark. Das ist falsch, weil die beiden Zahlen unterschiedliche Dinge messen.
Die Watt-Angabe eines Elektrogeräts ist elektrische Leistungsaufnahme. Weber gibt für den Q 1400 die Nennwerte 220 bis 240 Volt und eine Leistungsabgabe von 2.200 W an. Diese Energie wird im Heizstab praktisch vollständig in Wärme umgesetzt, und der Heizstab liegt unmittelbar unter dem Grillrost. Verluste entstehen erst danach, durch Abstrahlung nach oben und durch die Deckelöffnung.
Die Kilowatt-Angabe eines Gasgrills ist dagegen Brennstoffleistung, in der Normsprache Nennwärmebelastung. Sie beschreibt, wie viel chemische Energie pro Stunde durch die Düsen geht — nicht, wie viel davon im Grillgut ankommt. Das lässt sich an den Herstellerdaten sogar nachrechnen. Weber führt in der Spirit-Anleitung eine Verbrauchstabelle: 7,8 kW und 558 Gramm Propan je Stunde beim Zweibrenner, 9,4 kW und 672 Gramm je Stunde beim Dreibrenner, 12,9 kW und 922 Gramm je Stunde beim Modell mit Seitenbrenner. Der Stoffdatenanhang der DGUV Regel 110-010 nennt für Propan einen Brennwert von 13,98 Kilowattstunden je Kilogramm. Multipliziert man 0,672 Kilogramm mit 13,98, ergibt das 9,39 Kilowattstunden je Stunde — exakt die ausgewiesenen 9,4 kW. Dieselbe Rechnung geht für den Zweibrenner auf, 0,558 mal 13,98 sind 7,80, und für das größte Modell, 0,922 mal 13,98 sind 12,89.
Damit ist bewiesen, was sonst nur behauptet wird: Die Kilowatt-Zahl auf dem Gasgrill ist der Brennwert des durchgesetzten Gases. Sie sagt nichts darüber aus, wie viel Wärme das Steak erreicht. Ein Gasgrill mit geschlossenem Deckel arbeitet mit einem Kamin, ein Elektrogrill mit einem Heizstab zehn Zentimeter unter dem Rost. Deshalb liegt die tatsächliche Rosttemperatur beider Geräte nur rund 50 bis 100 Grad Celsius auseinander, obwohl die Typenschilder einen Faktor von vier suggerieren.
Für die Kaufentscheidung folgt daraus zweierlei. Erstens: Watt-Angaben zwischen zwei Elektrogrills sind vergleichbar, Watt gegen Kilowatt ist es nicht. Zweitens: Die elektrische Seite hat eine harte Obergrenze, die nichts mit dem Gerät zu tun hat, sondern mit der Hausinstallation. Weber verlangt eine Steckdose, die für 2.200 W geeignet ist, und stellt ausdrücklich die Bedingung, dass im gleichen Stromkreis keine weiteren Geräte mit hoher Leistungsaufnahme angeschlossen sind. Dass der Weber Q 1400, der Steba VG 200 und die SEVERIN-Standgrills der PG-8565-Reihe unabhängig voneinander bei 2.200 Watt liegen, ist kein Zufall, sondern das Ende der Fahnenstange am normalen Haushaltsstromkreis.
Ein Gasbrenner kennt diese Grenze nicht. Er skaliert mit der Düse, und deshalb gibt es Gasgrills mit 20 und mehr Kilowatt, aber keine Elektrogrills mit 6.000 Watt für die Balkonsteckdose. Wer hohe Dauerleistung über eine große Fläche braucht, hat auf der Elektroseite schlicht kein Angebot.
Was ein Grillabend kostet: der Rechenweg mit Strompreis und Gaspreis
Zu dieser Frage kursieren beliebige Zahlen, weil fast nie steht, was ein Grillabend eigentlich ist. Deshalb hier zuerst die Annahme, danach die Rechnung. Ein Grillabend bedeutet in diesem Text: vollständiges Vorheizen, danach eine Stunde Grillbetrieb für vier Personen. Beim Elektrogrill sind das 20 Minuten Vorheizen und 60 Minuten Betrieb, beim Gasgrill 15 Minuten Vorheizen und 60 Minuten Betrieb.
Elektroseite. Das Gerät nimmt 2.200 Watt auf, also 2,2 Kilowatt. Das Vorheizen läuft durchgehend auf voller Leistung: 2,2 mal 0,33 Stunden ergibt 0,73 Kilowattstunden. In der folgenden Stunde taktet der Thermostat; setzt man eine Einschaltdauer von 60 Prozent an, sind das 2,2 mal 1,0 mal 0,6 gleich 1,32 Kilowattstunden. Zusammen rund 2,1 Kilowattstunden. Die Obergrenze ohne jedes Takten läge bei 2,93 Kilowattstunden. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft weist in seiner Strompreisanalyse mit Stand April 2026 einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde aus; das Statistische Bundesamt meldete für das zweite Halbjahr 2025 einen Durchschnitt von 40,55 Cent je Kilowattstunde. Mit dem aktuelleren Wert kostet der Grillabend rund 78 Cent, mit dem amtlichen Halbjahreswert rund 85 Cent, im ungünstigsten Fall ohne Taktung gut 1,10 Euro.
Gasseite. Der Dreibrenner setzt bei voller Leistung 672 Gramm Propan je Stunde um. Das Vorheizen über 15 Minuten kostet 168 Gramm. In der folgenden Stunde werden die Brenner heruntergeregelt; bei rund 60 Prozent sind das 403 Gramm. Zusammen rund 571 Gramm, also knapp 0,6 Kilogramm. Die Obergrenze bei durchgehend voller Leistung läge bei 840 Gramm. Auf der Produktseite eines bundesweiten Baumarkts kostete die Füllung einer 11-Kilogramm-Propan-Pfandflasche am Recherchetag 28,20 Euro, ausgewiesen mit 2,56 Euro je Kilogramm. Der Grillabend kommt damit auf rund 1,46 Euro, im ungünstigsten Fall auf gut 2,15 Euro.
Das Ergebnis überrascht die meisten: Der Gasgrill ist im Betrieb rund doppelt so teuer wie der Elektrogrill. Und das, obwohl die Energie selbst deutlich billiger ist. 2,56 Euro je Kilogramm geteilt durch den Heizwert von 12,87 Kilowattstunden je Kilogramm aus dem Stoffdatenanhang der DGUV Regel 110-010 ergibt rund 20 Cent je Kilowattstunde — gegenüber 37 Cent beim Strom also fast die Hälfte. Der Grund liegt in der Menge: Für denselben Grillabend setzt der Gasgrill rund 7,3 Kilowattstunden Brennstoffenergie um, der Elektrogrill 2,1 Kilowattstunden Strom. Der billigere Arbeitspreis wird durch den mehr als dreifachen Verbrauch überkompensiert.
Zwei Größen, die dabei nützlich sind: Eine 11-Kilogramm-Flasche enthält rechnerisch rund 142 Kilowattstunden und reicht bei diesem Nutzungsprofil für etwa 19 Grillabende. Wer die Methodik auf ein anderes Gerät übertragen will, findet sie in derselben Form bei den Verbrauchswerten geschlossener Grillgeräte — dort mit dem gleichen Dreisatz aus Leistung, Einschaltdauer und Arbeitspreis.
Wichtig ist die Ehrlichkeit über die Unschärfe. Die Einschaltdauer des Thermostats und die Reglerstellung am Gasgrill sind Annahmen, keine Messwerte. Belegt sind die Leistungsaufnahme, der Gasdurchsatz je Stunde, der Heizwert und die Preise. Wer andere Annahmen für richtiger hält, setzt sie in denselben Rechenweg ein und bekommt ein anderes, aber nachvollziehbares Ergebnis.
Anschaffung, Verschleißteile und Lebensdauer: die Rechnung über fünf Jahre
Der Anschaffungspreis allein führt in die Irre, weil beide Bauarten über die gesamte Bandbreite verfügbar sind — vom einfachen Tischgerät bis zum Standgrill mit Deckel und Untergestell. Aussagekräftiger ist, was nach dem Kauf noch dazukommt, und dort trennen sich die Wege deutlich.
Auf der Gasseite fallen drei Positionen an, die es beim Elektrogrill nicht gibt. Erstens der einmalige Pfand für die Flasche: Für die 11-Kilogramm-Pfandflasche wies derselbe Baumarkt am Recherchetag 30,00 Euro für das Leergut aus. Zweitens die Füllungen. Bei 15 Grillabenden im Jahr und rund 0,57 Kilogramm je Abend sind das 8,6 Kilogramm jährlich, also über fünf Jahre knapp 43 Kilogramm oder vier Flaschenfüllungen zu je 28,20 Euro. Drittens der Schlauch: Weber empfiehlt, die Gasschlauch-Baugruppe alle fünf Jahre auszutauschen, und weist darauf hin, dass in einigen Ländern kürzere Fristen vorgeschrieben sind, die dann Vorrang haben. Die DGUV Regel 110-010 setzt für den gewerblichen Bereich eine Obergrenze und verlangt, Druckregeleinrichtungen, Leckgassicherungen und Schlauchleitungen spätestens nach zehn Jahren auszutauschen.
Auf der Elektroseite besteht die Rechnung nur aus Strom. 15 Grillabende zu 2,1 Kilowattstunden sind 31,5 Kilowattstunden im Jahr, über fünf Jahre knapp 158 Kilowattstunden. Bei 37,0 Cent je Kilowattstunde entspricht das rund 58 Euro für den gesamten Zeitraum. Zum Vergleich: Vier Gasfüllungen kommen auf gut 112 Euro, dazu einmalig der Flaschenpfand und mindestens ein Schlauchwechsel. Die Betriebskostenlücke über fünf Jahre liegt damit in derselben Größenordnung wie der Kaufpreis eines einfachen Geräts.
Bei der Lebensdauer verschiebt sich das Bild wieder. Ein Gasgrill besteht aus Bauteilen, die einzeln ersetzbar sind: Brenner, Flammenverteiler, Zündelektrode, Rost, Schlauch, Regler. Der Deutsche Verband Flüssiggas weist darauf hin, dass Flüssiggasflaschen kein Haltbarkeitsdatum haben und nach Ablauf einer zehn- beziehungsweise fünfzehnjährigen Prüffrist vor dem nächsten Befüllen geprüft werden — um diese Prüfung kümmert sich der Flaschenbetreiber, nicht der Griller. Beim Elektrogrill ist das zentrale Bauteil das Heizelement mit seinem Anschluss; ist es defekt, endet die Reparatur bei den meisten Geräten dieser Klasse.
Der größte Kostentreiber ist bei beiden Bauarten weder Brennstoff noch Verschleißteil, sondern eine ruinierte Oberfläche. Ein zerkratzter Antihaftbelag oder ein durchgerosteter Rost beendet ein funktionierendes Gerät zuverlässiger als jeder technische Defekt. Welche Werkstoffe welches Werkzeug vertragen und warum die Restwärme dabei der größte Hebel ist, steht im Pflegeleitfaden für Elektrogrills — die Werkstoffregeln gelten für die Roste eines Gasgrills unverändert.
Platzbedarf und Aufbewahrung: wohin das Gerät und wohin die Flasche
Auf einem Balkon mit sechs Quadratmetern ist Fläche die knappste Ressource, und der Gasgrill braucht davon mehr, als sein Grundriss vermuten lässt. Zur Stellfläche des Geräts kommt der Platz für die Flasche, und dieser Platz ist nicht frei wählbar.
Die DGUV Regel 110-010 nennt in ihrer Tabelle der Mindestabstände, ausdrücklich mit der Quellenangabe Technische Regel Flüssiggas 2021, für Flüssiggasflaschen zu Heizgeräten, Feuerstätten und ähnlichen Wärmequellen einen Mindestabstand von 0,70 Metern ohne und 0,30 Metern mit wirksamem Strahlungsschutz aus nichtbrennbarem Material. Hintergrund ist die Vorgabe, dass sich das Flüssiggas in der Flasche nicht über 40 Grad Celsius erwärmen darf. Wird die Flasche im Unterschrank des Grills mitgeführt, muss dieser Schrank sie also nachweislich vor Wärme schützen. Weber ergänzt aus Sicht des Geräts, dass im Umkreis von 60 Zentimetern um den Grill keine entflammbaren Materialien vorhanden sein dürfen — auch nicht darüber und darunter.
Rechnet man das zusammen, belegt ein Gasgrill auf dem Balkon eine Fläche, die deutlich über seiner Standfläche liegt, weil rundherum ein Sicherheitsabstand freibleiben muss und die Flasche entweder daneben mit 70 Zentimetern Abstand oder im geschützten Unterschrank steht. Ein Elektro-Standgrill braucht nichts davon; begrenzend sind hier die Kabelführung und der Abstand zu brennbaren Bauteilen, den die Hersteller ebenfalls angeben.
Für die Aufbewahrung zwischen den Einsätzen kehrt das Thema aus dem ersten Abschnitt zurück. Der Elektrogrill wandert in den Keller, in die Abstellkammer oder unter die Werkbank — Steba verlangt für den VG 200 lediglich, das Gerät nicht im Freien und nicht in einem feuchten Raum aufzubewahren. Die Gasflasche darf genau das nicht: Keller und Treppenhaus sind ausgeschlossen, ein Gartenschuppen oder eine gut belüftete Garage sind laut Flüssiggasverband geeignet, während Weber für die eigenen Geräte auch die Garage ausschließt. Wer weder Schuppen noch Garage hat, bleibt mit der Flasche auf dem Balkon — und muss sie dort gegen Umfallen sichern und vor direkter Sonne schützen.
Die Bauform des Geräts ist die zweite Stellschraube. Ein Tischgrill verschwindet nach dem Abkühlen im Schrank, ein Standgrill nicht. Welche Bauarten der Elektromarkt überhaupt führt und wie stark sie sich in Stellfläche und Anschlusswert unterscheiden, ist im Wegweiser durch das Elektrogrill-Angebot nach Segmenten aufgeschlüsselt.
Mietvertrag, Hausordnung und Brandschutz: was auf Balkon und Terrasse zulässig ist
Die Zulässigkeitsfrage hat zwei getrennte Ebenen, und genau dort entsteht die meiste Verwirrung. Die erste Ebene ist das Verhältnis zu Vermieter und Nachbarn: Was darf auf dem Balkon betrieben werden, wie viel Rauch ist hinzunehmen, was steht in Mietvertrag und Hausordnung. Die zweite Ebene ist das Bauordnungs- und Sicherheitsrecht: Wo darf ein Druckbehälter mit brennbarem Gas stehen.
Auf der ersten Ebene sind beide Bauarten weitgehend gleich gestellt. Beide erzeugen Rauch, wenn Fett auf ein heißes Bauteil tropft, und beide fallen damit unter dieselben nachbarrechtlichen Maßstäbe. Der Elektrogrill hat hier einen praktischen Vorteil, weil in vielen Hausordnungen ausdrücklich das Grillen mit offener Flamme oder mit Holzkohle geregelt ist. Ein pauschales Grillverbot kann allerdings auch elektrische Geräte erfassen. Welche Klauseln wie weit reichen, welche Urteile dazu vorliegen und welche Bußgeldrahmen die Landes-Immissionsschutzgesetze vorsehen, ist ausführlich in der Übersicht dazu behandelt, ob ein Elektrogrill auf dem Balkon erlaubt ist.
Auf der zweiten Ebene trennen sich die Bauarten scharf. Für den Elektrogrill gibt es sie schlicht nicht. Für den Gasgrill gilt zusätzlich zu allem Mietrechtlichen die Muster-Feuerungsverordnung mit den Paragrafen 11 und 12, umgesetzt in den Feuerungsverordnungen der Länder, sowie die Technische Regel Flüssiggas. Wer eine 11-Kilogramm-Flasche auf dem Balkon betreibt, bewegt sich innerhalb der zulässigen Menge von einem Behälter bis 16 Kilogramm; wer eine zweite volle Flasche zusätzlich in der Wohnung lagert, überschreitet sie.
Ein Punkt schlägt in der Praxis härter durch als jede Verordnung, und er steht in der Bedienungsanleitung. Weber schreibt für die Gasgrills der Spirit-Reihe, das Gerät sei ausschließlich für den Betrieb im Freien vorgesehen und dürfe nicht in einer Garage und nicht auf einer überdachten oder geschlossenen Veranda oder Terrasse betrieben werden. Der typische Mietwohnungsbalkon ist durch den Balkon der darüberliegenden Wohnung überdacht. Nach dem Wortlaut der Anleitung ist ein Gasgrill dort nicht bestimmungsgemäß zu betreiben — unabhängig davon, was der Mietvertrag sagt. Dazu kommt der Warnhinweis, im Umkreis von 60 Zentimetern keine entflammbaren Materialien zu dulden, was auf einem Balkon mit Sichtschutzmatte, Markise und Holzverkleidung schnell eng wird.
Für tiefer liegende Räume schließt die Muster-Feuerungsverordnung den Kreis. Nach Paragraf 4 Absatz 6 dürfen Feuerstätten für Flüssiggas in Räumen, deren Fußboden an jeder Stelle mehr als einen Meter unter der Geländeoberfläche liegt, nur aufgestellt werden, wenn sie eine Flammenüberwachung haben und sichergestellt ist, dass austretendes Flüssiggas nicht in gefahrdrohender Menge stehen bleibt oder über eine mechanische Lüftungsanlage sicher abgeführt wird. Für eine Souterrainterrasse ist das keine akademische Frage, sondern der Grund, warum dort kein Gasgrill steht.
Aroma und Röstaromen: was Physik ist und was Marketing
Das Geschmacksargument ist das älteste in dieser Debatte und das am schlechtesten belegte. Es lohnt, es in seine Bestandteile zu zerlegen, denn zwei davon sind messbare Physik und einer ist reine Behauptung.
Erstens die Röstaromen. Sie entstehen durch die Maillard-Reaktion an der Oberfläche des Grillguts. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt sie als Bräunungsreaktion und nennt in derselben Sammlung konkrete Schwellen: Die Bildung von Acrylamid als unerwünschtes Reaktionsprodukt beginnt oberhalb von etwa 120 Grad Celsius und steigt im Bereich von 170 bis 180 Grad Celsius sprunghaft an. Heterozyklische aromatische Amine bilden sich bei proteinreichen Lebensmitteln vermehrt bei starkem Erhitzen auf mehr als 150 Grad Celsius. Beide Schwellen liegen unterhalb dessen, was ein Elektrogrill erreicht — Steba gibt für den VG 200 bis 220 Grad Celsius an. Bräunung ist also keine Frage des Brennstoffs, sondern der Oberflächentemperatur, und die erreichen beide Bauarten.
Zweitens der Rauchgeschmack. Er entsteht, wenn Fett und Fleischsaft auf ein heißes Bauteil tropfen, dort verdampfen und mit dem aufsteigenden Rauch wieder an das Grillgut gelangen. Beim Gasgrill sind das die Flammenverteiler über den Brennern, beim Elektrogrill die Heizschlange und das Reflektorblech. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beschreibt genau diesen Mechanismus, wenn es feststellt, dass polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe vermehrt entstehen, wenn aus dem Grillgut stammende tierische Fette oder Pflanzenöle in die Glut eines Kohlegrills oder auf die Heizschlange eines Elektrogrills tropfen, und dass diese Stoffe mit dem Rauch zum Grillgut transportiert werden. Der Effekt existiert bei beiden Bauarten. Er ist beim Gasgrill nur größer, weil die heiße Fläche größer und heißer ist.
Drittens der angebliche Eigengeschmack des Brennstoffs. Hier endet die Physik. Propan verbrennt zu Kohlendioxid und Wasser. Flüssiggas ist nach der DGUV Regel 110-010 farb- und geruchlos; der wahrnehmbare Geruch stammt von einem eigens zugesetzten Geruchsstoff, der Undichtigkeiten bemerkbar machen soll — und dieser Stoff verbrennt mit. Ein Brennstoffaroma, das ins Grillgut übergeht, gibt es beim Gasgrill so wenig wie beim Elektrogrill. Wer einen Unterschied schmeckt, schmeckt die Temperatur und den verdampften Tropfsaft, nicht das Gas.
Am aufschlussreichsten ist, wie das Bundesinstitut die beiden Bauarten überhaupt gruppiert. Es stellt sie nicht einander gegenüber, sondern gemeinsam dem Holzkohlegrill: Die Verwendung eines Gas- oder Elektrogrills anstelle eines Holzkohlegrills könne mit geringeren Gehalten an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen im Grillgut einhergehen. Aus Sicht der Risikobewertung stehen Gas und Elektro auf derselben Seite.
Praktisch bleibt ein Unterschied, der nichts mit Aroma zu tun hat, aber oft dafür gehalten wird: die Zonenbildung. Mehrere getrennt regelbare Brenner erlauben eine heiße und eine moderate Zone nebeneinander, was bei dicken Stücken den Unterschied zwischen Kruste und Durchgaren ausmacht. Ein einzelnes Heizelement mit Thermostat kann das nicht. Das ist ein echter, technischer Vorteil des Gasgrills — nur eben kein geschmacklicher, sondern ein garungstechnischer.
Wind, Kälte und Nässe: wo beide Bauarten an ihre Grenzen kommen
Ganzjähriges Grillen ist der Punkt, an dem sich beide Bauarten am deutlichsten anders verhalten — und an dem die Physik des Brennstoffs zum ersten Mal wirklich zählt.
Der entscheidende Wert steht im Stoffdatenanhang der DGUV Regel 110-010. Propan siedet bei Atmosphärendruck bei minus 42,1 Grad Celsius, n-Butan dagegen bei minus 0,5 Grad Celsius. Daraus folgt die Regel, die dort ausdrücklich formuliert ist: Eine Gasentnahme ist mit Propan auch bei Umgebungstemperaturen unter null Grad Celsius möglich, mit n-Butan unterhalb von etwa fünf Grad Celsius dagegen nicht. Der Deutsche Verband Flüssiggas übersetzt das für Grillfans in einen einfachen Satz: Die üblichen Propangasflaschen mit 5,8 oder 11 Kilogramm sind für die kalte Jahreszeit die bessere Wahl gegenüber den kleineren blauen Butankartuschen, weil Butan bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt keinen Druck mehr aufbaut.
Ein zweites Kälteproblem betrifft auch Propan. Wenn ein leistungsstarker Grill an einer zu kleinen Flasche hängt, wird mehr Gas entnommen, als der Flascheninhalt verdampfen kann. Der Verband beschreibt die Folge: Auf der Flasche bildet sich eine Reifschicht, und im Extremfall geht der Grill aus. Die Empfehlung lautet deshalb, 5-Kilogramm-Flaschen für Grills mit maximal zwei Brennern zu verwenden, spezielle 8-Kilogramm-Flaschen für den Unterschrank und 11-Kilogramm-Flaschen für leistungsstärkere Geräte. Eine vereiste Flasche wird zugedreht, damit bei steigender Temperatur kein Gas austritt.
Der Elektrogrill kennt keine dieser Grenzen, dafür eine andere. Weber weist in der Anleitung für den Q 1400 ausdrücklich darauf hin, dass die Vorheizzeit von den Außenbedingungen abhängt, namentlich von Lufttemperatur und Wind, und dass Wind und Wetter eine Nachregelung über den Temperaturregler erfordern können. Bei Frost bedeutet das schlicht: Es dauert länger, und die eingestellte Stufe hält nicht dieselbe Rosttemperatur wie im Sommer. Dazu kommt die Feuchtigkeit, die bei einem Gerät mit Netzanschluss im Freien ein eigenes Thema ist und im nächsten Abschnitt steht.
Für beide Bauarten gilt dieselbe Gegenmaßnahme, und sie kostet nichts. Der Flüssiggasverband nennt einen windgeschützten Standort und einen möglichst selten geöffneten Deckel als die wirksamsten Hebel, weil ein seitlicher Windzug die Hitze aus dem Garraum trägt und die Grillzeit verlängert. Wer keinen windgeschützten Platz hat, verliert bei beiden Geräten Zeit und Energie.
Wer im Winter überhaupt nicht nach draußen will, verschiebt die Frage ohnehin auf eine dritte Bauart. Was geschlossene Geräte drinnen leisten und wo ihre Grenzen liegen, ist im Beitrag zum Grillen in der Wohnung während der kalten Monate beschrieben — inklusive der Frage, was an Rauch und Geruch in einer Mietwohnung realistisch ist.
Sicherheit im Alltag: Gasleck, Kabel im Freien und was in Fachhände gehört
Beide Bauarten haben ein Sicherheitsthema, und beide sind beherrschbar. Sie unterscheiden sich aber darin, wie schnell aus einem Fehler ein Schaden wird und wie viel davon der Nutzer selbst erledigen darf.
Die Gasseite: Dichtheit ist Routine, Reparatur ist es nicht. Weber beschreibt in der Spirit-Anleitung eine Prüfung, die vor der ersten Verwendung und nach jedem Flaschenwechsel fällig ist. Man mischt einen Teil Flüssigseife mit vier Teilen Wasser, dreht die Gaszufuhr an der Flasche auf und benetzt damit die Anschlüsse. Bilden sich Blasen oder wird eine Blase größer, liegt ein Leck vor. Die Brenner dürfen dabei ausdrücklich nicht gezündet werden. Bei einem Leck an den Schlauch- und Verteileranschlüssen wird das Gas zugedreht, der Anschluss nachgezogen und erneut geprüft; bleibt es undicht oder liegt das Leck am Regler, an der Flasche oder an den Ventilen, gilt die klare Anweisung: Gas zudrehen, den Grill nicht betreiben und den Händler einschalten. Das ist die Grenze zwischen Nutzer und Fachbetrieb, und sie wird nicht verhandelt.
Die DGUV Regel 110-010 ergänzt zwei Punkte, die im Ernstfall zählen. Erstens ist Flüssiggas farb- und geruchlos; der Geruch stammt von einem zugesetzten Geruchsstoff, der genau dafür da ist, Undichtigkeiten früh bemerkbar zu machen. Zweitens ist bei ausströmendem Gas die Hauptabsperreinrichtung sofort zu schließen. Übertragen auf den privaten Gasgrill heißt das: Flaschenventil zu, keine Flamme, keinen Lichtschalter, keine Klingel — und den Bereich lüften. Der Grund steht in denselben Unterlagen: Aus einem Liter Gasphase entstehen rund 67 Liter gefährliche explosionsfähige Atmosphäre, weil die untere Explosionsgrenze bei nur 1,5 Volumenprozent liegt.
Die Elektroseite: Der Fehler heißt Feuchtigkeit. Weber verlangt für den Q 1400 einen Anschluss über einen Fehlerstrom-Schutzschalter mit einem Nennfehlerstrom von maximal 30 Milliampere. Wird ein Verlängerungskabel verwendet, muss es für den Außengebrauch und für die Eingangs-Nennwerte des Geräts zugelassen sein, es soll so kurz wie möglich sein, und zwei oder mehr Verlängerungskabel dürfen niemals zusammengeschlossen werden. Dazu kommen drei Alltagsregeln aus derselben Anleitung: das Netzkabel nicht über Wegbereiche verlegen, es nicht mit dem heißen Grill in Kontakt kommen lassen und den Stecker ziehen, wenn der Grill nicht verwendet wird.
Der Vergleich fällt nüchtern aus. Beim Elektrogrill ist der wahrscheinlichste Zwischenfall ein auslösender Fehlerstrom-Schutzschalter, beim Gasgrill eine Verpuffung beim Zünden nach unbemerktem Gasaustritt. Das erste ist ärgerlich, das zweite gefährlich. Dafür ist die Prüfroutine beim Gas kurz, klar beschrieben und mit Haushaltsmitteln durchführbar — sie muss nur tatsächlich durchgeführt werden.
Eines gilt für beide: Ein Gerät mit sichtbar beschädigtem Kabel, gequetschtem Schlauch oder verbeulter, rostiger Flasche wird nicht in Betrieb genommen. Weber führt eine verbeulte oder rostige Gasflasche und eine Flasche mit beschädigtem Ventil ausdrücklich als Ausschlusskriterium auf.
Symptom, Ursache, Lösung: die häufigsten Probleme beider Bauarten
Die folgende Übersicht sortiert die Fälle, die in der Praxis am häufigsten auftreten, nach dem technischen Grund und dem Handgriff, der ihn behebt. Wo eine Hersteller- oder Regelwerksangabe die Lösung trägt, ist sie benannt. Zwei Punkte betreffen ausdrücklich beide Bauarten.
| Symptom | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Gasgrill wird nicht mehr richtig heiß, an der Flasche bildet sich Reif | Die entnommene Gasmenge ist größer, als die Flasche bei dieser Außentemperatur verdampfen kann. Der Flascheninhalt kühlt dabei weiter ab und der Effekt verstärkt sich | Flaschengröße an die Grillleistung anpassen. Der Deutsche Verband Flüssiggas empfiehlt 5-Kilogramm-Flaschen für Grills mit maximal zwei Brennern und 11-Kilogramm-Flaschen für leistungsstärkere Geräte. Eine vereiste Flasche wird zugedreht, damit bei steigender Temperatur kein Gas austritt |
| Es riecht nach Gas, obwohl der Grill aus ist | Undichtigkeit an Flaschenanschluss, Druckregler, Schlauch oder Ventil. Flüssiggas ist farb- und geruchlos, der wahrnehmbare Geruch stammt von einem zugesetzten Geruchsstoff | Sofort das Flaschenventil schließen, keine Flamme, keinen Schalter, kein Feuerzeug. Danach die Anschlüsse mit Seifen-Wasser-Lösung prüfen, wie Weber es beschreibt. Bleibt es nach dem Nachziehen undicht, wird der Grill nicht betrieben, sondern der Fachbetrieb eingeschaltet |
| Der Elektrogrill bringt weniger Hitze als früher | Fettschicht auf Rost und Reflektor wirkt als Wärmedämmung. Zusätzlich möglich: ein zu langes oder zu dünnes Verlängerungskabel | Vollreinigung von Rost, Reflektor und Grillkammer. Beim Kabel gilt die Weber-Vorgabe: kürzest mögliches Verlängerungskabel, zugelassen für den Außengebrauch, niemals zwei Kabel hintereinander |
| Der Fehlerstrom-Schutzschalter löst aus, sobald der Grill läuft | Feuchtigkeit in Stecker, Kupplung oder Heizelement, oder ein beschädigtes Kabel. Im Freien ist das der häufigste Auslöser | Netzstecker ziehen, alles vollständig trocknen lassen, Kabel und Stecker auf Beschädigungen sichten. Weber schreibt den Anschluss über einen Fehlerstrom-Schutzschalter mit maximal 30 mA Nennfehlerstrom ausdrücklich vor. Löst er weiter aus, gehört das Gerät in Fachhände |
| Der Gasgrill lässt sich nicht mehr aufdrehen, obwohl die Flasche voll ist | Die Schlauchbruchsicherung im Druckregler hat abgesperrt, weil bei geöffneten Brennerventilen aufgedreht wurde | Alle Brennerregler auf AUS, Flaschenventil schließen, kurz warten, dann in der richtigen Reihenfolge erneut öffnen. Bleibt es dabei, werden Regler und Schlauch geprüft. Die DGUV Regel 110-010 nennt für Druckregeleinrichtungen, Leckgassicherungen und Schlauchleitungen einen Austausch spätestens nach zehn Jahren |
| Beide Bauarten rauchen stark, obwohl kein Grillgut aufliegt | Fettreste verbrennen auf heißen Bauteilen. Beim Gasgrill auf den Flammenverteilern, beim Elektrogrill auf der Heizschlange und im Reflektor | Auffangschale leeren, Grillkammer mechanisch räumen, Rost reinigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe vermehrt entstehen, wenn Fette auf die Heizschlange eines Elektrogrills tropfen |
| Die Nachbarn beschweren sich über Rauch und Geruch | Bei beiden Bauarten stammt der Rauch aus tropfendem Fett, nicht aus dem Brennstoff. Auf kleinen Balkonen zieht er direkt in die darüberliegende Wohnung | Mit Wasserschale oder Fettauffangwanne arbeiten, mageres Grillgut wählen, Deckel schließen. Wo die Grenze zwischen hinzunehmender und wesentlicher Beeinträchtigung verläuft, ist eine Rechtsfrage und keine Gerätefrage |
| Nach dem Winter zündet der Gasgrill schlecht und brennt ungleichmäßig | Verstopfte Brennerbohrungen, Spinnennester in den Venturirohren, gealterter Schlauch | Brenner ausbauen und reinigen, Zündelektrode säubern, danach zwingend eine Dichtheitsprüfung mit Seifen-Wasser-Lösung. Weber empfiehlt, die Gasschlauch-Baugruppe alle fünf Jahre auszutauschen |
| Der Elektrogrill schaltet mitten im Grillen ab | Überlastung des Stromkreises durch weitere Großverbraucher oder ein nicht korrekt eingesteckter Temperaturregler | Weber verlangt eine Steckdose, die für 2.200 W geeignet ist, und keine weiteren Geräte mit hoher Leistungsaufnahme im selben Stromkreis. Den Temperaturregler vollständig einstecken, bevor das Netzkabel angeschlossen wird |
Auffällig ist die Verteilung. Die Störungen des Elektrogrills enden fast immer bei Reinigung, Kabel oder Stromkreis und lassen sich vom Nutzer beheben. Die Störungen des Gasgrills berühren in der Hälfte der Fälle eine gasführende Komponente — und dort endet die Selbsthilfe nach der Dichtheitsprüfung.
Für wen welche Bauart die richtige ist
Aus allen Einzelpunkten lässt sich eine Entscheidung ableiten, die nicht von Geschmacksfragen abhängt, sondern von der Wohnsituation, der Grillfrequenz und dem verfügbaren Lagerplatz. Die folgende Zuordnung nennt für jedes Profil die naheliegende Bauart und den Grund dafür.
| Situation | Naheliegende Bauart | Warum |
|---|---|---|
| Mietwohnung mit kleinem, überdachtem Balkon | Elektrogrill | Der Gasgrill scheidet hier schon nach der Herstellerangabe aus: Weber untersagt den Betrieb auf einer überdachten oder geschlossenen Veranda oder Terrasse. Dazu kommt die Frage, wo die Flasche zwischen zwei Grillabenden steht, denn Keller, Flur und Treppenhaus sind dafür ausgeschlossen |
| Reihenhaus mit Terrasse, Gartenschuppen vorhanden | Gasgrill, falls hohe Hitze zählt | Der Lagerplatz ist gelöst, die Zuwegung führt nicht durch ein Treppenhaus, und die 260 bis 290 Grad Celsius Vorheiztemperatur der Spirit-Reihe sind mit einem Haushaltsstromkreis nicht zu erreichen. Wer dagegen selten und kurz grillt, fährt mit Strom günstiger |
| Zwei bis vier Personen, ein bis zwei Grillabende im Monat | Elektrogrill | Bei dieser Frequenz dominiert nicht der Verbrauch, sondern die Bereitschaft. Eine Gasflasche, die zwischen den Einsätzen wochenlang steht, verursacht Lager- und Prüfaufwand, ohne dass der niedrigere Arbeitspreis je Kilowattstunde ihn wieder einspielt |
| Regelmäßig acht bis zwölf Personen, lange Garzeiten | Gasgrill | Indirektes Garen über eine Stunde ist die Domäne mehrerer getrennt regelbarer Brenner. Der Elektrogrill mit einem einzigen Heizelement und Thermostat kann eine Zone nicht dauerhaft heiß und eine zweite gleichzeitig moderat halten |
| Ganzjährig grillen, auch bei Frost | Beide, mit Einschränkungen | Propan bleibt bis weit unter null Grad Celsius entnehmbar, Butan nicht. Der Elektrogrill braucht bei Kälte länger zum Vorheizen und ein für den Außengebrauch zugelassenes Kabel. Entscheidend ist in beiden Fällen ein windgeschützter Stellplatz |
| Wohnung ohne eigenen Außenbereich | Weder noch | Ein Gasgrill ist ausschließlich für den Betrieb im Freien vorgesehen. Ein Elektro-Standgrill mit offener Grillfläche ist zwar elektrisch unbedenklich, erzeugt in Innenräumen aber Fettnebel und Rauch. Für drinnen ist ein geschlossenes Gerät die passendere Bauart |
| Wohnungseigentum mit strenger Hausordnung | Erst prüfen, dann kaufen | Viele Hausordnungen behandeln Grillgeräte und die Lagerung von Druckgasflaschen getrennt. Ein pauschales Verbot von Gasflaschen im Gebäude trifft den Gasgrill hart und den Elektrogrill gar nicht. Das ist vor dem Kauf zu klären, nicht danach |
Die kürzeste Fassung lautet so: Wer einen eigenen Lagerplatz oberhalb der Erdgleiche hat, oft und lange grillt und eine offene, nicht überdachte Fläche nutzt, bekommt mit Gas mehr Gerät für sein Geld. Wer in einer Etagenwohnung mit überdachtem Balkon lebt, ein- bis zweimal im Monat grillt und keinen Schuppen hat, trifft mit Strom die Entscheidung, die weniger Auflagen, weniger Logistik und niedrigere Betriebskosten mit sich bringt.
Wer sich für die Elektroseite entscheidet, steht damit vor der nächsten Frage: Rauchverhalten, Aufstellmaß, Sicherheitsabstand und Kabelführung sind auf kleiner Fläche die eigentlichen Auswahlkriterien. Genau danach sind die Geräte im Feld der balkontauglichen Elektrogrills sortiert, mit den Herstellerangaben zu Maßen, Leistung und Fettauffangsystem im Direktvergleich.
Häufige Fragen
Ist ein Elektrogrill besser als ein Gasgrill?
Nicht generell, sondern je nach Situation. Der Gasgrill erreicht die höhere Temperatur — Weber nennt für die Spirit-Reihe 260 bis 290 Grad Celsius nach dem Vorheizen, während ein Elektro-Tischgrill nach Steba-Angaben im Bereich von 160 bis 220 Grad Celsius arbeitet — und er lässt sich in mehrere Zonen aufteilen. Der Elektrogrill ist schneller einsatzbereit, ohne Brennstofflogistik nutzbar, im Betrieb günstiger und unterliegt keiner einzigen der Vorschriften, die für die Lagerung von Flüssiggas gelten. Auf einem überdachten Mietbalkon entscheidet das die Frage bereits.
Was ist günstiger, Gasgrill oder Elektrogrill?
Im Betrieb der Elektrogrill, und zwar entgegen der verbreiteten Annahme. Ein Grillabend mit 20 Minuten Vorheizen und einer Stunde Betrieb kostet beim 2.200-Watt-Gerät rund 2,1 Kilowattstunden, bei 37,0 Cent je Kilowattstunde nach der Strompreisanalyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft also etwa 78 Cent. Der Dreibrenner-Gasgrill setzt bei 672 Gramm Propan je Stunde im selben Szenario rund 0,57 Kilogramm um; bei 2,56 Euro je Kilogramm sind das rund 1,46 Euro. Die Energie ist beim Gas billiger, der Verbrauch aber mehr als dreimal so hoch.
Darf eine Gasflasche auf dem Balkon stehen?
Auf dem Balkon selbst ist die Lage günstiger als in der Wohnung, weil der Balkon im Freien und oberhalb der Geländeoberfläche liegt. Die Muster-Feuerungsverordnung erlaubt in Paragraf 12 Absatz 4 je einen Behälter mit einem Füllgewicht von nicht mehr als 16 Kilogramm in Wohnungen und in Räumen außerhalb von Wohnungen, sofern die Fußböden allseitig oberhalb der Geländeoberfläche liegen und außer Abläufen mit Flüssigkeitsverschluss keine Öffnungen haben. Nicht zulässig ist die Lagerung in notwendigen Treppenräumen und notwendigen Fluren. Der Deutsche Verband Flüssiggas nennt zusätzlich Keller, Schlafräume und Durchgänge als ausgeschlossen. Hausordnung und Mietvertrag können strenger sein.
Warum darf eine Gasflasche nicht in den Keller?
Weil Flüssiggas schwerer als Luft ist und sich am Boden sammelt. Der Stoffdatenanhang der DGUV Regel 110-010 gibt für Propan ein Dichteverhältnis von 1,55 gegenüber Luft an, für n-Butan 2,09. Aus einem Liter flüssigem Propan werden beim Verdampfen rund 260 Liter Gas, und ein Luftgemisch ist bereits ab 1,5 Volumenprozent explosionsfähig. Dieselbe Regel formuliert deshalb ein grundsätzliches Verbot der Lagerung in Räumen unter Erdgleiche, also in Räumen, die allseitig tiefer als einen Meter unter der umgebenden Geländeoberfläche liegen.
Wie viel Watt braucht ein guter Elektrogrill?
Die Obergrenze setzt nicht das Gerät, sondern der Stromkreis. Weber verlangt für den Q 1400 eine Steckdose, die für 2.200 W geeignet ist, und dass im selben Stromkreis keine weiteren Geräte mit hoher Leistungsaufnahme laufen. Dass der Weber Q 1400, der Steba VG 200 und die SEVERIN-Standgrills der PG-8565-Reihe unabhängig voneinander bei 2.200 Watt liegen, zeigt, wo die praktische Grenze verläuft. Innerhalb dieser Klasse ist nicht die Wattzahl entscheidend, sondern wie die Leistung auf die Grillfläche verteilt wird und ob ein Deckel die Wärme hält.
Wie lange hält eine 11-Kilogramm-Gasflasche beim Grillen?
Das lässt sich aus den Herstellerangaben ausrechnen. Ein Dreibrenner setzt nach der Weber-Verbrauchstabelle 672 Gramm Propan je Stunde bei voller Leistung um. Bei 15 Minuten Vorheizen und einer Stunde Grillbetrieb mit heruntergeregelten Brennern sind das rund 0,57 Kilogramm je Abend, also etwa 19 Grillabende je 11-Kilogramm-Flasche. Energetisch entspricht eine solche Flasche mit einem Heizwert von 12,87 Kilowattstunden je Kilogramm rund 142 Kilowattstunden.
Schmeckt Grillgut vom Gasgrill besser?
Ein Brennstoffaroma gibt es nicht. Propan verbrennt zu Kohlendioxid und Wasser, und Flüssiggas ist nach der DGUV Regel 110-010 von Haus aus farb- und geruchlos; der wahrnehmbare Geruch stammt von einem zugesetzten Geruchsstoff. Was tatsächlich schmeckbar unterschiedlich ist, sind die Oberflächentemperatur und die Menge an verdampftem Tropffett. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stellt Gas- und Elektrogrill gemeinsam dem Holzkohlegrill gegenüber und hält fest, dass ihre Verwendung mit geringeren Gehalten an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen einhergehen kann.
Kann man mit einem Gasgrill auch bei Frost grillen?
Mit Propan ja, mit Butan nicht. Die DGUV Regel 110-010 nennt für Propan einen Siedepunkt von minus 42,1 Grad Celsius und für n-Butan minus 0,5 Grad Celsius und hält fest, dass eine Gasentnahme mit n-Butan unterhalb von etwa fünf Grad Celsius nicht möglich ist. Der Deutsche Verband Flüssiggas empfiehlt für das Wintergrillen ausdrücklich die üblichen Propanflaschen und weist darauf hin, dass eine zur Grillleistung zu kleine Flasche vereisen kann und der Grill dann sogar ausgeht.
Wie prüfe ich einen Gasgrill auf Dichtheit?
Mit Seifenlauge, nie mit einer Flamme. Weber beschreibt die Mischung aus einem Teil Flüssigseife und vier Teilen Wasser, das Aufdrehen des Flaschenventils und das Benetzen aller Anschlüsse mit Sprühflasche, Bürste oder Lappen. Blasen zeigen ein Leck an. Die Brenner dürfen dabei nicht gezündet werden. Sitzt das Leck an Schlauch oder Verteiler, wird nachgezogen und erneut geprüft; sitzt es am Regler, an der Flasche oder an den Ventilen, wird das Gas zugedreht, das Gerät nicht betrieben und der Fachbetrieb eingeschaltet. Nach dem Test werden alle Anschlüsse mit klarem Wasser abgespült.
Wie oft muss der Gasschlauch gewechselt werden?
Weber empfiehlt in der Anleitung der Spirit-Reihe, die Gasschlauch-Baugruppe alle fünf Jahre auszutauschen, und weist darauf hin, dass in einigen Ländern kürzere Fristen vorgeschrieben sind, die dann Vorrang haben. Die DGUV Regel 110-010 setzt für den gewerblichen Bereich die Obergrenze und verlangt, Druckregeleinrichtungen, Leckgassicherungen und Schlauchleitungen spätestens nach zehn Jahren auszutauschen. Für den Elektrogrill gibt es kein solches Intervall; dort zählt die Sichtprüfung von Anschlussleitung und Stecker vor jeder Saison.

