Watt steht in jedem Angebot, die Wärme am Sitzplatz in keiner Unterlage
Elektrische Terrassenstrahler werden über eine einzige Zahl verkauft: 2.000 Watt, 2.500 Watt, 3.000 Watt. Diese Zahl beschreibt die elektrische Leistungsaufnahme. Sie sagt, was der Zähler mitschreibt, und sie sagt nichts darüber, wie warm es an dem Stuhl wird, auf dem jemand sitzt. Was dort ankommt, ist die Bestrahlungsstärke, gemessen in Watt je Quadratmeter, und die hängt an vier Größen, von denen kein einziges Angebot eine nennt: am Abstand zwischen Strahler und Person, an der Montagehöhe, am Abstrahlwinkel und daran, welcher Anteil der aufgenommenen Leistung überhaupt als gerichtete Strahlung austritt.
Herangezogen wurden am 6. September 2026 fünf lieferbare Elektrostrahler, und zu jedem wurden drei Quellen nebeneinandergelegt: der Angebotstext samt strukturierter Datentabelle, die auf derselben Seite hinterlegte Herstellerunterlage und, wo vorhanden, der Firmenauftritt. Gasbetriebene Heizpilze bleiben hier außen vor; sie folgen einer anderen Physik, einer anderen Rechtslage und einem anderen Kaufprozess. Wie Infrarotstrahlung überhaupt entsteht und warum sie Personen statt Luft erwärmt, ist im Bestand bereits an der Physik der Wärmestrahlung auseinandergelegt — dort geht es allerdings um Innenräume, hier um den offenen Sitzplatz.
Das Ergebnis der Gegenüberstellung vorweg, weil es die ganze Seite trägt: Nicht ein einziges der fünf Modelle nennt irgendwo eine Bestrahlungsstärke mit zugehörigem Abstand. Nicht im Titel, nicht in den Aufzählungspunkten, nicht in der Detailtabelle, nicht in der Bedienungsanleitung und nicht auf dem Firmenauftritt. Vier von ihnen nennen stattdessen eine Fläche in Quadratmetern, für die das Modell reichen soll — eine Angabe, die ohne Abstand und Montagehöhe physikalisch nicht bestimmt ist. Das fünfte nennt gar keine Fläche und ist damit, so verdreht das klingt, an dieser Stelle das ehrlichste der fünf.
Fünf Elektrostrahler, fünf Unterlagen, eine Gegenüberstellung
Die Tabelle zeigt bewusst nicht die Wattzahl in der ersten Spalte. Sie zeigt, was in der Herstellerunterlage steht und wo genau es steht. Die vierte Spalte ist die eigentliche Aussage: Bei keinem der fünf steht die Schutzart in der strukturierten Datentabelle des Angebots, obwohl es dort ein Feld dafür gäbe. Sie steht in Werbetexten, in Grafiken und in Anleitungen — also überall dort, wo sich nicht nach ihr filtern lässt.
| Modell | Bauart laut Unterlage | Schutzart | Wo die Schutzart steht | Außenbetrieb laut Anleitung | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| TROTEC IR 2050 | Kurzwellen-Infrarotröhre in der Ausführung Low Glare | IP65 | Betriebsanleitung und Angebotstext, nicht in der Detailtabelle | ausdrücklich auch unüberdacht | Angebot ansehen |
| VASNER HeatTower | Carbonröhre, Strahlungsart als Infrarot A bezeichnet | IP65 | nur im Angebot; die hinterlegte Sicherheitsunterlage nennt keine | nur im Angebot behauptet | Angebot ansehen |
| TRESKO THSL-009 | Carbon-Heizelement | IP34 | Bedienungsanleitung und Angebotstext, nicht in der Detailtabelle | widerspruechlich in derselben Anleitung | Angebot ansehen |
| heidenfeld IH110 | vergoldetes Infrarot-Heizelement | IP55 | Bedienungsanleitung, Angebotstext und Herstellershop | ausdrücklich nur witterungsgeschuetzt | Angebot ansehen |
| Güde GIH 2000 | Quarz-Heizelemente | IPX4, Schutzklasse I | Betriebsanleitung und Angebotstext, nicht in der Detailtabelle | widerspruechlich zwischen Anleitung und Angebot | Angebot ansehen |
Auffällig ist die fünfte Spalte. Ein Modell gibt den unüberdachten Betrieb ausdrücklich frei und begründet das mit seiner Schutzart. Ein zweites behauptet dasselbe, aber nur im Werbetext, während die auf derselben Seite hinterlegte Unterlage zum Thema schweigt. Ein drittes verbietet den ungeschützten Betrieb im Freien ausdrücklich. Und bei den beiden übrigen widerspricht sich die eigene Anleitung: Beide nennen an einer Stelle den offenen Bereich und an einer anderen den Regen als bestimmungswidrige Verwendung. Wer einen Strahler kauft, der über Winter draußen hängen bleiben soll, hat damit bei drei von fünf Modellen keine belastbare Antwort in der Hand.
Die zweite Spalte fällt in die andere Richtung auf. Jedes der fünf benennt irgendwo eine Bauart — Kurzwellenröhre, Carbonröhre, Carbon-Heizelement, vergoldetes Rohr, Quarzelement. Aber nur ein einziges nennt dazu ein Spektralband, nämlich Infrarot A, und auch das steht in einer Werbegrafik und nicht in einem Datenblatt. Eine Wellenlänge in Mikrometern oder eine Strahlertemperatur in Grad nennt keines der fünf. Damit fehlt genau die Größe, die darüber entscheidet, ob die Wärme abends als angenehm oder als blendend empfunden wird.
Was von 2.000 Watt am Sitzplatz ankommt, lässt sich nachrechnen
Es gibt eine Rechnung, die ohne jede Herstellerangabe auskommt, und sie ist unangenehm eindeutig. Strahlung, die von einer im Verhältnis zum Abstand kleinen Quelle ausgeht, verteilt sich auf eine Fläche, die mit dem Quadrat des Abstands wächst. Verdoppelt sich der Abstand, viertelt sich die Bestrahlungsstärke. Verdreifacht er sich, bleibt ein Neuntel. Bei vier Metern ist es ein Sechzehntel. Diese Beziehung braucht keinen Wirkungsgrad und keine Bauartannahme, sie folgt allein aus der Geometrie — und sie erklärt, warum derselbe Strahler an einem Zweiertisch als angenehm und an einer sechs Meter langen Tafel als wirkungslos erlebt wird.
Für einen absoluten Wert braucht es eine offengelegte Annahme. Vier der fünf Modelle liefern sie selbst, indem sie eine Fläche bewerben, für die das Modell reichen soll. Rechnet man die aufgenommene Leistung auf diese beworbene Fläche um und unterstellt dabei den physikalisch unerreichbaren Idealfall, dass die gesamte aufgenommene Leistung als gleichmäßig verteilte Strahlung auf dieser Fläche ankommt, ergibt sich eine Obergrenze. Sie liegt bei allen vier zwischen 100 und 300 Watt je Quadratmeter. Zur Einordnung: Die in der Photovoltaik übliche Referenzbestrahlungsstärke, die einer klaren Mittagssonne nachempfunden ist, beträgt 1.000 Watt je Quadratmeter.
| Modell | Aufnahme | Beworbene Fläche | Obergrenze der Bestrahlungsstärke |
|---|---|---|---|
| TROTEC IR 2050 | 750 / 1.500 / 2.000 Watt | 14 Quadratmeter in der Detailtabelle, 8 bis 14 in der Herstellergrafik | rund 143 Watt je Quadratmeter |
| VASNER HeatTower | 825 bis 2.500 Watt in vier Stufen | keine Flächenangabe | nicht berechenbar, weil keine Fläche genannt wird |
| TRESKO THSL-009 | 650 / 1.350 / 2.000 Watt | 15 bis 20 Quadratmeter | 100 bis 133 Watt je Quadratmeter |
| heidenfeld IH110 | 1.000 / 2.000 / 3.000 Watt | 25 Quadratmeter im Angebot, 10 bis 25 in der Anleitung | 120 bis 300 Watt je Quadratmeter |
| Güde GIH 2000 | 650 / 1.350 / 2.000 Watt laut Anleitung | 159,96 Quadratfuß in der Tabelle, 15 Kubikmeter im Titel | rund 135 Watt je Quadratmeter |
Diese Obergrenze ist keine Messung und wird hier auch nicht als solche ausgegeben. Sie ist die Schranke, die selbst unter der günstigsten denkbaren Annahme nicht überschritten werden kann. Der wirkliche Wert liegt darunter, weil ein Teil der aufgenommenen Leistung als Konvektion an die Luft geht, weil kein Reflektor perfekt bündelt und weil die Verteilung innerhalb der beworbenen Fläche stark ungleich ist: direkt unter dem Strahler deutlich höher, an ihrem Rand deutlich niedriger. Der Unterschied zwischen Strahlungswärme und erwärmter Luft ist im Bestand bereits im Vergleich der drei Zusatzheizungen beschrieben; im Freien fällt der Konvektionsanteil praktisch vollständig aus, weil die erwärmte Luft sofort abzieht.
Praktisch folgt daraus eine Kaufregel, die in keinem der fünf Angebote steht: Der Abstand entscheidet stärker als die Wattzahl. Ein Modell mit 2.000 Watt in eineinhalb Metern Abstand liefert am Kopf mehr als eines mit 3.000 Watt in drei Metern, und zwar deutlich mehr. Wer die Wahl zwischen einer stärkeren und einer näher montierbaren Lösung hat, sollte die Nähe wählen — und zwar bis an die Grenze, die jeweilige Anleitung als Mindestabstand setzt. Genau diese Grenze steht in allen fünf Anleitungen und in keinem einzigen Angebotstext.
TROTEC IR 2050: die einzige Unterlage mit einer Mindestmontagehöhe

Was das Angebot sagt. Der Angebotstext wirbt mit reduzierter Lichtemission, nennt IP65 als staubdicht und strahlwassergeschützt und beziffert die drei Stufen mit 750, 1.500 und 2.000 Watt. Die Detailtabelle setzt eine Heizungsabdeckung von 14 Quadratmetern an und trägt 230 Volt neben 10 Ampere. Aus diesen beiden Werten ergäben sich 2.300 Watt, also 300 mehr, als dieselbe Tabelle als Heizleistung angibt.
Was die Herstellerunterlage sagt. Die Betriebsanleitung führt IR 2050 und IR 3050 gemeinsam. Sie nennt die bestimmungsgemäße Verwendung zur Erwärmung von Oberflächen in überdachten und nicht überdachten Außenbereichen, dazu Lagerräume, Baustellenräume, Container, Gastronomie und Veranstaltungen. Der technische Anhang setzt 220 bis 240 Volt an, Steckerart CEE 7/7, Schutzart IP65, Abmessungen 165 mal 630 mal 105 Millimeter, 2 Kilogramm und Mindestabstände von 50 Zentimetern oben, seitlich und vorne sowie 180 Zentimetern nach unten. Zusätzlich verlangt sie einen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zwischen Abstrahlseite und brennbaren Stoffen.
Was davon nachprüfbar bleibt. Nachprüfbar bleibt: 750, 1.500 und 2.000 Watt Aufnahme, IP65 aus zwei unabhängigen Stellen, eine Mindestmontagehöhe von 180 Zentimetern, ein Meter Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen, 2 Kilogramm Eigengewicht und eine ausdrückliche Freigabe zum unüberdachten Betrieb. Eine Bestrahlungsstärke steht auch hier nirgends.
Die EU-Konformitätserklärung ist die aufschlussreichste Unterlage dieser fuenf. Sie beruft sich in der Überschrift auf die Niederspannungsrichtlinie, zählt in der Liste der Richtlinien aber nur die Stoffbeschränkung und die elektromagnetische Verträglichkeit auf. Im Feld für Chargen-, Typen- oder Seriennummer steht das Wort Heizstrahler. Zur Variantenfrage: Die Kennung löst sich als 2.000 Watt in Silber auf. Zur selben Familie gehören eine schwarze Ausführung mit ebenfalls 2.000 Watt und eine dritte mit 2.200 Watt in Silber und Schwarz. Wer die Farbe wechselt, wechselt hier unter Umständen die Leistung mit.
Spricht dafür: Als einziges der fuenf nennt die Unterlage eine Mindestmontagehöhe, nämlich 180 Zentimeter Abstand zum Boden · IP65 steht in der Betriebsanleitung und im Angebotstext gleichlautend, ein Widerspruch besteht hier nicht · Die Anleitung erlaubt ausdrücklich auch den nicht überdachten Außenbereich und begruendet das mit der Schutzart · Die Konformitätserklärung benennt die angewandten Normen einzeln und ist damit überhaupt prüfbar · Zehn Jahre Frist zur Bereitstellung von Ersatzteilen stehen als strukturiertes Angebotsfeld hinterlegt · Zwei Kilogramm Eigengewicht machen die Wandmontage ohne Spezialdübel handhabbar
Spricht dagegen: Spannung und Stromstärke der Detailtabelle ergeben 2.300 Watt statt der dort angegebenen 2.000 · Die beworbene Fläche schwankt zwischen 8 und 14 Quadratmetern, je nachdem, welche Stelle des Angebots man liest · Low Glare und Kurzwellenroehre stehen nebeneinander, ohne dass eine Wellenlänge oder Strahlertemperatur genannt wird · Die Richtlinienliste der Konformitätserklärung nennt die Niederspannungsrichtlinie nicht, obwohl die Überschrift sie anführt
Passt zu: Feste Montage über einer Sitzgruppe, die das ganze Jahr draußen bleibt, mit mindestens 1,80 Meter freier Bauhöhe und einer Wand oder Decke, die tragen kann. Passt nicht zu: Wer keine 1,80 Meter Deckenabstand hat oder das Modell mitnehmen will, liegt hier falsch: die Anleitung untersagt die Montage darunter und kennt keinen Standfuß. Stand der Prüfung am 6. September 2026: Auf Lager, 4,0 von 5 aus 259 Bewertungen, Marktsegment Mid-Tier. Die Bauartangabe stammt aus dieser Quelle: Betriebsanleitung, Kapitel Beschreibung. Vorgeschriebener Sicherheitsabstand: 1 m zu brennbaren Stoffen; oben 50, unten 180, seitlich 50, vorne 50 cm.
VASNER HeatTower: Infrarot A in der Datentabelle, Dunkelstrahler in der Werbung

Was das Angebot sagt. Das Angebot ist das einzige der fuenf, das eine Strahlungsart benennt: kurzwellige Infrarot-A-Strahlung, erzeugt von einer Carbonröhre. Es verspricht außerdem, das Modell ersetze jeden Dunkelstrahler, und wirbt damit, dass es dank IP65 dauerhaft im Freien nutzbar sei. Die Detailtabelle setzt 240 Volt und 10,42 Ampere an und nennt als Ursprungsland Deutschland. Als Zertifizierungen führt die Datentabelle ausschließlich elektromagnetische Verträglichkeit und die Chemikalienverordnung auf.
Was die Herstellerunterlage sagt. Die auf der Angebotsseite hinterlegte Unterlage ist keine Bedienungsanleitung, sondern ein mehrsprachiges Sicherheitsblatt ohne jede Modellbezeichnung. Es verlangt eine geerdete Steckdose und eine Absicherung mit 16 Ampere, warnt vor dem Betrieb an Mehrfachsteckdosen und schreibt mindestens einen Meter Abstand zwischen Heizstrahler und Vorhängen, Holz, Karton, Textilien, jeglichen anderen Materialien, lebenden Organismen und sonstigen Modellen vor. Zum Betrieb im Freien, zur Schutzart und zur Montage steht dort nichts.
Was davon nachprüfbar bleibt. Nachprüfbar bleibt: 2.500 Watt Aufnahme in vier Stufen, Carbonröhre, Infrarot A als Bandangabe, ein Meter Sicherheitsabstand einschließlich Personen, 8,9 Kilogramm, Schukostecker, 1,85 Meter Kabel. Die Schutzart und die Freigabe zum Dauerbetrieb im Freien stehen allein im Werbetext.
Der Widerspruch steckt in zwei Sätzen desselben Angebots. Ein Dunkelstrahler ist definitionsgemäß ein langwelliger Strahler ohne sichtbares Licht. Ein Modell, das seine Strahlungsart selbst als Infrarot A angibt, ist das Gegenteil davon und kann einen Dunkelstrahler daher nicht ersetzen, sondern nur verdrängen. Zur Variantenfrage: Die Kennung löst sich als silberne Ausführung auf. Zur Familie gehören zwei weiße Varianten, eine davon mit Abdeckhaube. Die Leistung bleibt in allen dreien bei 2.500 Watt, hier wechselt nur die Farbe.
Spricht dafür: Als einziges der fuenf benennt das Angebot überhaupt ein Spektralband, nämlich Infrarot A · Das Sicherheitsblatt nennt eine konkrete Absicherung mit 16 Ampere und verlangt eine geerdete Steckdose · Der Sicherheitsabstand von einem Meter schließt ausdrücklich lebende Organismen ein, was keine andere Unterlage so klar sagt · Vollaluminium und 8,9 Kilogramm Eigengewicht sprechen gegen Umkippen bei Wind · Kabellänge und Steckerart stehen mit 1,85 Metern und Schukostecker konkret in der Datentabelle
Spricht dagegen: Die Werbung stellt das Modell einem Dunkelstrahler gleich, obwohl die eigene Datentabelle Infrarot A ausweist · Die hinterlegte Unterlage nennt weder Modell noch Schutzart noch eine Freigabe zum Außenbetrieb · Die Detailtabelle rechnet mit 240 Volt; im deutschen Netz mit 230 Volt liegt der Strom höher als die dort genannten 10,42 Ampere · Als Ursprungsland steht Deutschland, ein Fertigungsort wird an keiner Stelle benannt
Passt zu: Wer einen mobilen Strahler sucht, ihn an wechselnde Sitzplätze stellen will und Wert auf ein Aluminiumgehäuse mit hohem Eigengewicht legt. Passt nicht zu: Wer blendfrei sitzen will. Infrarot A ist das kurzwellige, sehr helle Band; genau das leuchtet abends am stärksten. Stand der Prüfung am 6. September 2026: Auf Lager, 4,6 von 5 aus 116 Bewertungen, Marktsegment Premium. Die Bauartangabe stammt aus dieser Quelle: Datentabelle im erweiterten Angebotsbereich. Vorgeschriebener Sicherheitsabstand: 1 m zu Vorhängen, Holz, Karton, Textilien und lebenden Organismen.
TRESKO THSL-009: dieselbe Anleitung erlaubt den Regen und verbietet ihn

Was das Angebot sagt. Der Angebotstext nennt IP34 und bezeichnet das Modell in einem Atemzug als wasserfest und korrosionsbeständig. Er behauptet außerdem, die Carbonröhre sei 30 Prozent sparsamer und effektiver als normale Halogenroehren, und es würden 90 Prozent der Energie in Wärme umgewandelt. Beide Zahlen tragen keine Bezugsgröße. Die Detailtabelle trägt die Montageart Innenmontage, obwohl dieselbe Tabelle als Raumtyp Terrasse und als Verwendung Außenbereich führt, und gibt die Kabellänge in Zoll an.
Was die Herstellerunterlage sagt. Die Bedienungsanleitung nennt das Modell THSL-009 und setzt 650, 1.350 und 2.000 Watt an, 8,6 Ampere, 220 bis 240 Volt, Steckerart CEE 7/7, Schutzart IP34, Kabellänge 1,80 Meter, Abmessungen 300 mal 300 mal 1.000 Millimeter und 5 Kilogramm. Die bestimmungsgemäße Verwendung nennt überdachte und nicht überdachte Außenbereiche, die Aufzählung der Einsatzorte danach nur noch überdachte Terrassen, und die Liste der bestimmungswidrigen Verwendung schließt mit dem Satz, das Modell dürfe nicht der Feuchtigkeit oder Witterungseinflüssen durch Regen und Sonne ausgesetzt werden.
Was davon nachprüfbar bleibt. Nachprüfbar bleibt: 650, 1.350 und 2.000 Watt, 8,6 Ampere, IP34, ein Meter Sicherheitsabstand nach allen vier Seiten, 5 Kilogramm laut Anleitung, Carbon als Heizelement. Ob das Modell bei Regen stehen bleiben darf, beantwortet die eigene Anleitung an drei Stellen unterschiedlich.
Die Marke gehört nicht zu einem Elektrohersteller, sondern zu einem Kölner Handelshaus, das nach eigener Darstellung über eine Million Warensendungen im Jahr abwickelt und Eigenmarken aufkauft und ausbaut. Die zugehörige Domain tresko.de steht offen zum Verkauf und führt keine Produktseiten mehr. Zur Variantenfrage: Die Kennung löst sich als silberne Ausführung auf, daneben stehen eine schwarze und eine anthrazitfarbene. Die Leistung bleibt bei allen dreien bei 2.000 Watt.
Spricht dafür: Von allen fuenf ist dies die ausführlichste Bedienungsanleitung mit einer vollständigen Tabelle technischer Daten · Der Sicherheitsabstand ist mit 100 Zentimetern nach oben, hinten, seitlich und vorne einzeln beziffert · Nennstrom und Netzanschluss stehen in der Anleitung und passen zur angegebenen Leistung · Mit 467 Stimmen die breiteste Bewertungsgrundlage dieser Auswahl · Die Anleitung benennt das Carbon-Heizelement ausdrücklich als Ursprung der Strahlung
Spricht dagegen: Zweckbestimmung, Einsatzliste und Verbotsliste derselben Anleitung widersprechen sich beim Betrieb im Regen · IP34 ist die niedrigste Schutzart dieser Auswahl und deckt Schlagregen nicht ab · Die Detailtabelle nennt Innenmontage und Terrasse im selben Datensatz · Die Ersparnis von 30 Prozent und der Wirkungsgrad von 90 Prozent stehen ohne Bezug und ohne Messverfahren im Raum
Passt zu: Den überdachten Sitzplatz unter Markise, Pergola oder Balkonplatte, der abends genutzt und danach hereingeholt wird. Passt nicht zu: Den frei stehenden Gartensitzplatz ohne Dach. IP34 schuetzt gegen fallendes Spritzwasser, nicht gegen Schlagregen aus wechselnden Richtungen. Stand der Prüfung am 6. September 2026: Auf Lager, 4,4 von 5 aus 467 Bewertungen, Marktsegment Einsteiger. Die Bauartangabe stammt aus dieser Quelle: Bedienungsanleitung, Kapitel Funktionsprinzip. Vorgeschriebener Sicherheitsabstand: 100 cm nach oben, hinten, seitlich und vorne.
Heidenfeld IH110: die Anleitung gehört zu einer anderen Artikelnummer

Was das Angebot sagt. Der Angebotstext nennt drei Stufen mit 1.000, 2.000 und 3.000 Watt, IP55 und den ganzjaehrigen Einsatz in geschuetzten Außenbereichen. Die Detailtabelle führt als Raumtyp Badezimmer, Esszimmer, Heimbuero, Schlafzimmer und Wohnzimmer, setzt die Heizungsabdeckung auf 25 Quadratmeter und nennt als Modellnummer PR0032214.
Was die Herstellerunterlage sagt. Die auf der Angebotsseite hinterlegte Anleitung trägt den Titel IH110 2.0 und die Artikelnummer PR0034108, also eine andere Nummer als die Detailtabelle. Sie beginnt mit dem Satz, dieses Produkt sei nur zum Einsatz in gut isolierten Räumen oder zum gelegentlichen Gebrauch geeignet. Sie nennt eine geeignete Raumgröße von 10 bis 25 Quadratmetern, IP55, ein vergoldetes Infrarot-Heizelement, Sicherheitsabstaende von einem Meter zu allen Seiten und als Netzstecker einen Eurostecker vom Steckdosentyp C. Zum Außenbetrieb sagt sie, das Modell dürfe nicht über einen längeren Zeitraum ungeschuetzt im Freien betrieben und nicht in Nassräumen eingesetzt werden.
Was davon nachprüfbar bleibt. Nachprüfbar bleibt: 1.000, 2.000 und 3.000 Watt, IP55 aus drei Quellen, ein vergoldetes Rohr, ein Meter Sicherheitsabstand rundum, 3,4 Kilogramm, feste Wand- oder Deckenmontage, keine freistehende Nutzung. Die Freigabe endet an der Überdachung.
Der Einleitungssatz der Anleitung ist kein Zufall. Die Formulierung, ein Produkt sei nur zum Einsatz in gut isolierten Räumen oder zum gelegentlichen Gebrauch geeignet, ist der Pflichthinweis zu elektrischen Einzelraumheizgeräten der Innenraumbeheizung. Wer ihn abdruckt, ordnet sein Modell damit dem Innenbereich zu, nicht dem Freien. Zur Variantenfrage: Die Kennung führt nur eine schwarze Ausführung ohne weitere Auswahl. Die Wattstufe ist hier keine Variantenachse.
Spricht dafür: Die Anleitung benennt die Bauart als vergoldetes Infrarot-Heizelement und damit präziser als drei der vier anderen · IP55 steht in Anleitung, Angebotstext und Herstellershop gleichlautend · Der Sicherheitsabstand ist mit einem Meter zu allen Seiten beziffert, dazu eine eigene Regel zum Holzuntergrund · Die Anleitung nennt eine Kabellänge, eine Raumgröße und eine Steckerart und ist damit vollstaendiger als die Detailtabelle · Drei Jahre Herstellergarantie sind im Angebot und im Shop des Inverkehrbringers hinterlegt · Mit 3,4 Kilogramm bleibt die Deckenmontage handhabbar
Spricht dagegen: Die hinterlegte Anleitung gehört zur Artikelnummer PR0034108, das Angebot nennt PR0032214 · Anleitung und Shop nennen als Netzstecker einen Eurostecker vom Typ C, der bei 3.000 Watt nicht passt · Die Detailtabelle führt das Badezimmer als Raumtyp, die Anleitung verbietet Nassraeume · Der Pflichthinweis zu Einzelraumheizgeräten der Innenraumbeheizung steht auf einem Modell, das als Terrassenheizung beworben wird
Passt zu: Die feste Montage unter einem Vordach oder in einem Wintergarten, wo Regen und Schnee nicht hinkommen und 3.000 Watt an einer eigenen Leitung hängen. Passt nicht zu: Das Badezimmer, obwohl die Detailtabelle es aufführt: die eigene Anleitung untersagt Nassraeume ausdrücklich. Stand der Prüfung am 6. September 2026: Nur noch 4 auf Lager, 4,0 von 5 aus 442 Bewertungen, Marktsegment Mid-Tier. Die Bauartangabe stammt aus dieser Quelle: Bedienungsanleitung und Herstellershop. Vorgeschriebener Sicherheitsabstand: 1 m zu allen Seiten; auf Holz zusaetzlich 1 cm oder eine feuerfeste Platte.
Güde GIH 2000: ausschließlich im Freien, aber nicht bei feuchtem Wetter

Was das Angebot sagt. Der Titel nennt drei Heizstufen mit 650, 1.035 und 2.000 Watt und ein maximales Raumheizvermögen von 15 Kubikmetern. Die Detailtabelle setzt die Heizungsabdeckung dagegen auf 159,96 Quadratfuß an, also eine Fläche statt eines Volumens, und trägt als Raumtyp den rohen Wert extern. Der Beschreibungstext wirbt mit dem Einsatz drinnen wie draußen und nennt das Modell zu jedem Raum passend.
Was die Herstellerunterlage sagt. Die Originalbetriebsanleitung beginnt auf der Titelseite in zehn Sprachen mit dem Satz, dieses Modell dürfe ausschließlich im Freien und entfernt von brennbaren Materialien verwendet werden. Die bestimmungsgemäße Verwendung wiederholt das und ergaenzt, die verwendete Steckdose muesse sich immer in einem vor Wasser geschuetzten Innenraum befinden. Wenige Seiten weiter steht in den Sicherheitshinweisen, das Heizgerät sei zur Verwendung im Freien bei feuchtem Wetter nicht geeignet. Die Tabelle technischer Daten nennt 230 Volt, 2 Kilowatt, drei Stufen mit 0,65, 1,35 und 2,0 Kilowatt, 8,7 Ampere, 260 Zentimeter Kabel, Überhitzungsschutz bei 60 Grad, Schutzart IPX4 und Schutzklasse I sowie 8,2 Kilogramm netto.
Was davon nachprüfbar bleibt. Nachprüfbar bleibt: 650, 1.350 und 2.000 Watt laut Anleitung, 8,7 Ampere, IPX4, Schutzklasse I, Überhitzungsschutz bei 60 Grad, Teleskopstange, 8,2 Kilogramm, ein Meter Sicherheitsabstand. Die Angabe 1.035 Watt im Titel findet sich in keiner Unterlage wieder.
Auffällig ist eine Kleinigkeit im Sicherheitstext: brennbare Gegenstände sollen mindestens einen Meter vom Luftauslass entfernt sein. Ein Strahler hat keinen Luftauslass. Der Satz stammt erkennbar aus der Vorlage eines Heizlüfters und ist mit übernommen worden. Zur Variantenfrage: Die Kennung führt keine Variantenfamilie. Es gibt genau eine Ausführung mit 2.000 Watt.
Spricht dafür: Die Anleitung ist die einzige, die einen Überhitzungsschutz mit einer Auslösetemperatur beziffert, nämlich 60 Grad · Schutzart und Schutzklasse stehen gemeinsam in der Tabelle, was sonst keine der fuenf Unterlagen leistet · Die Teleskopstange erlaubt eine Verstellung von 1,20 bis 2,10 Meter und damit eine echte Anpassung des Abstands · Nennstrom und Leistung passen rechnerisch zusammen, 8,7 Ampere bei 230 Volt ergeben 2.000 Watt · Der Hersteller unterhält ein eigenes Servicezentrum mit eigener Rufnummer und veröffentlichten Zeiten
Spricht dagegen: Der Angebotstitel nennt 1.035 Watt als mittlere Stufe, die Anleitung 1.350 Watt · Titelseite und Sicherheitsteil derselben Anleitung erlauben und verbieten den Betrieb im Freien · Die Flächenangabe steht als Quadratfuß in der Tabelle und als Kubikmeter im Titel · IPX4 bedeutet, dass ein Schutz gegen Staub gar nicht geprüft wurde
Passt zu: Den mobilen Einsatz auf einer Terrasse, auf der die Steckdose ohnehin im Trockenen sitzt und der Strahler nach dem Abend wieder untergestellt wird. Passt nicht zu: Den Innenraum, obwohl das Angebot ihn bewirbt: die eigene Anleitung erlaubt ausschließlich den Betrieb im Freien. Stand der Prüfung am 6. September 2026: Auf Lager, 4,3 von 5 aus 38 Bewertungen, Marktsegment Einsteiger. Die Bauartangabe stammt aus dieser Quelle: nur Angebotstext, die Anleitung nennt keine Bauart. Vorgeschriebener Sicherheitsabstand: 1 m zu Möbeln, Vorhängen und ähnlichen brennbaren Stoffen.
Halogen, Karbon, vergoldetes Rohr: woran das Wärmegefühl hängt
Elektrische Terrassenstrahler zerfallen in drei Bauarten, und der Unterschied zwischen ihnen wiegt schwerer als der zwischen 2.000 und 3.000 Watt. Ein Halogenstrahler arbeitet mit einer sehr heißen Wendel in einem Quarzrohr. Er startet in Sekundenbruchteilen, gibt seine Energie im kurzwelligen Bereich ab und leuchtet dabei hell orangerot. Ein Karbon- oder Golden-Tube-Strahler arbeitet mit einem Kohlefaserband oder einem vergoldeten Rohr bei niedrigerer Temperatur, strahlt im mittelwelligen Bereich und leuchtet gedämpft. Ein Dunkelstrahler arbeitet mit einer noch niedrigeren Oberflächentemperatur, gibt langwellige Strahlung ab und leuchtet gar nicht. Je kürzer die Welle, desto heller das Licht und desto punktueller die Wärme; je länger die Welle, desto weicher und flächiger das Empfinden.
Diese Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage, sie ist der Grund, warum manche Käufer ihren Strahler nach zwei Abenden wieder abbauen. Wer auf einer Terrasse sitzt und ins Gespräch schaut, hat einen kurzwelligen Strahler dauerhaft im Gesichtsfeld. Vier der fünf hier geprüften Modelle bleiben an dieser Stelle uneindeutig. Das fünfte, der VASNER, ist das einzige, das eine Bandangabe macht — und ausgerechnet dieses Modell wirbt im selben Text damit, es ersetze jeden Dunkelstrahler. Beides zusammen ergibt keinen Sinn: Infrarot A ist die kurzwellige, sichtbar leuchtende Bauart, ein Dunkelstrahler ist ihr Gegenteil.
Die zweite Folge betrifft die Aufheizzeit und damit den Verbrauch. Kurzwellige Strahler sind nach ein bis zwei Sekunden auf Leistung, langwellige brauchen Minuten. Wer nur eine Stunde draußen sitzt, verschenkt bei einem Dunkelstrahler einen spürbaren Teil der Betriebszeit ans Aufheizen; wer ihn dauerhaft betreibt, hat das Problem nicht. Diese Abwägung ist die einzige, bei der die Wattzahl tatsächlich etwas aussagt — und auch nur, weil sie hier die Betriebskosten bestimmt und nicht die Wärme. Wie sich Wandpaneele im Innenraum davon unterscheiden, ist im Überblick zu Infrarotheizungen beschrieben: Dort heizt eine Fläche einen geschlossenen Raum über Stunden auf, hier wärmt ein Punktstrahler eine Person im Freien für die Dauer eines Abends.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Wer den Strahler seitlich oder hinter der Sitzgruppe unterbringen kann, fährt mit einer kurzwelligen Röhre gut, weil sie sofort wärmt und die Blendung aus dem Blickfeld fällt. Wer ihn frontal über dem Tisch hängen hat, sollte die längere Welle suchen — also ein vergoldetes Rohr oder einen echten Dunkelstrahler — und dafür in Kauf nehmen, dass die Wärme erst nach ein paar Minuten voll da ist. Da die Angebote die Bauart nur in Werbeworten führen, bleibt als verlässliche Prüfung: die Bedienungsanleitung öffnen, bevor bestellt wird, und im Kapitel Beschreibung nachsehen.
Warum ein Terrassenstrahler keine Effizienzklasse tragen kann
Bei Kühlschränken, Fernsehern und Waschmaschinen liefert das EU-Energielabel eine amtlich erhobene, zwischen Herstellern vergleichbare Zahl. Bei elektrischen Terrassenstrahlern gibt es sie nicht, und zwar aus zwei Gründen, die beide im Verordnungstext stehen. Die Ökodesign-Verordnung zu Einzelraumheizgeräten, Verordnung (EU) 2015/1188, nimmt in ihrem Artikel 1 ausdrücklich zwei Fallgruppen aus: Geräte, die anderen Zwecken als der Innenraumbeheizung dienen, und Geräte, die ausschließlich zum Betrieb im Freien bestimmt sind. Ein reiner Terrassenstrahler fällt damit unter keine der dortigen Wirkungsgradanforderungen.
Die zugehörige Energielabel-Verordnung (EU) 2015/1186 geht noch weiter. Sie nimmt in Artikel 1 elektrische Einzelraumheizgeräte insgesamt von der Kennzeichnungspflicht aus, unabhängig davon, wo sie betrieben werden, und schließt zusätzlich Geräte zum ausschließlichen Betrieb im Freien aus. Ein Strahler dieser Art bekommt daher kein Energielabel und keinen Eintrag in der europäischen Produktdatenbank. Deren Schnittstelle führt 33 Produktgruppen; die Gruppe zu Einzelraumheizgeräten beruht auf ebendieser Verordnung 2015/1186 und kann elektrische Bauarten deshalb gar nicht enthalten. Für die stromhungrigste Warengruppe der Terrasse existiert damit kein einziger behördlich vergleichbarer Kennwert. Was ein Betriebsabend kostet, muss man sich selbst ausrechnen — die Systematik dafür steht bei den Betriebskosten elektrischer Strahlungsheizungen, und sie gilt im Freien unverändert.
Genau an dieser Stelle liegt der auffälligste Fund dieser Gegenüberstellung. Die Bedienungsanleitung des Heidenfeld IH110 beginnt mit dem Satz, dieses Produkt sei nur zum Einsatz in gut isolierten Räumen oder zum gelegentlichen Gebrauch geeignet. Das ist kein beiläufiger Hinweis, sondern der vorgeschriebene Warnhinweis zu elektrischen Einzelraumheizgeräten der Innenraumbeheizung. Wer ihn abdruckt, ordnet sein Produkt der Innenraumbeheizung zu — und nimmt damit für sich in Anspruch, gerade keines der ausgenommenen Außengeräte zu sein. Verkauft wird dasselbe Modell im Titel als Terrassenheizung. Es ist der einzige der fünf, bei dem die Unterlage überhaupt eine regulatorische Einordnung vornimmt, und sie fällt gegen den eigenen Verkaufstext aus.
Auch eine unabhängige Prüfung gibt es nicht. Die Stiftung Warentest führt zu Terrassenheizstrahlern keinen Produkttest, sondern eine einzelne Meldung vom 25. Februar 2010. Sie enthält keine Noten und keine Modellnamen, sondern verweist auf eine Berechnung des Umweltbundesamtes: Die Energie, die ein Gas-Heizpilz in einer Stunde verbraucht, reiche aus, um einen gleich großen Raum im Schnitt sechsmal so lange zu beheizen wie die Freifläche. Die Behörde empfiehlt daraufhin, auf Terrassenstrahler und Heizpilze zu verzichten. Wer sich trotzdem für einen entscheidet, sollte das wissen — und es ist ehrlicher, das hier zu schreiben, als eine Prüfnote zu erfinden, die es nicht gibt.
Hängend, an der Wand oder auf dem Fuß: was die Montageart wirklich entscheidet
Die Montageart ist keine Geschmacksfrage, sondern die Größe, die über den Abstand entscheidet — und damit über die Wärme. Ein Wand- oder Deckenstrahler sitzt fest, hat einen definierten Abstand zum Kopf und bringt seine Leistung dorthin, wo sie geplant war. Ein Standgerät lässt sich verschieben, steht aber typischerweise weiter weg und strahlt einen Teil seiner Leistung an der Sitzgruppe vorbei. Die drei Standmodelle dieser Auswahl kommen auf Bauhöhen zwischen einem und 2,10 Metern, die beiden Wandmodelle verlangen laut Unterlage feste Montage und dulden keinen Standfuß.
Die entscheidenden Zahlen stehen ausschließlich in den Anleitungen. Der TROTEC verlangt mindestens 180 Zentimeter Abstand zum Boden, 50 Zentimeter nach oben, zur Seite und nach vorn sowie einen Meter zu allen brennbaren Stoffen. Der TRESKO verlangt 100 Zentimeter nach oben, hinten, seitlich und vorne. Der Heidenfeld verlangt einen Meter rundum und bei Wandmontage auf Holz zusätzlich einen Zentimeter Luft oder eine feuerfeste Platte. Der VASNER verlangt einen Meter zu Vorhängen, Holz, Karton, Textilien und ausdrücklich auch zu lebenden Organismen. Der Güde verlangt einen Meter zu Möbeln und Vorhängen. Fünf Anleitungen, fünf Abstandsangaben, null Angebotstexte, die davon eine erwähnen. Wer eine Markise, eine Pergola oder eine Holzverkleidung über dem Sitzplatz hat, prüft diese Werte vor dem Kauf und nicht nach der Montage.
Ein zweiter Punkt betrifft den Anschluss. Drei der fünf Modelle liegen bei 2.000 Watt oder darunter und lassen sich an einer normalen Außensteckdose betreiben. Der VASNER mit 2.500 Watt verlangt laut eigener Unterlage eine Absicherung mit 16 Ampere und ausdrücklich keinen Betrieb an einer Mehrfachsteckdose. Der Heidenfeld mit 3.000 Watt zieht rechnerisch rund 13 Ampere — und wird in Anleitung und Herstellershop trotzdem mit einem Eurostecker vom Typ C geführt, also mit der ungeerdeten Bauform, die für einen Bruchteil dieses Stroms ausgelegt ist. Wer den Balkon ohnehin nur über eine Verlängerung versorgt, sollte bei diesen Leistungen genauer hinsehen; welche Regeln auf einem Mietbalkon sonst noch gelten, ist am Beispiel des Grillens auf dem Balkon für Hausordnung, Mietvertrag und Nachbarrecht ausführlich durchgegangen.
Unsere Empfehlung fällt deshalb auf den TROTEC IR 2050, und zwar aus einem einzigen, nachprüfbaren Grund: Es ist das einzige Modell dieser Auswahl, dessen Unterlage eine Mindestmontagehöhe nennt, dessen Schutzart in zwei unabhängigen Quellen gleich lautet und dessen Anleitung den unüberdachten Betrieb ausdrücklich freigibt, statt ihn an einer Stelle zu erlauben und an einer anderen zu verbieten. Das ist keine Aussage darüber, welcher Strahler sich am wärmsten anfühlt — diese Aussage lässt keiner der fünf Datensätze zu. Es ist eine Aussage darüber, welcher Anbieter seine eigenen Grenzen so vollständig aufschreibt, dass ein Käufer vor dem Bohren weiß, ob die Stelle überhaupt in Frage kommt.
Was diese Einschätzung ändern würde: eine Angabe der Bestrahlungsstärke in Watt je Quadratmeter mit zugehörigem Abstand, veröffentlicht von auch nur einem der fünf Anbieter. Sobald ein einziger diese Zahl nennt, wird sie vergleichbar, und die ganze Ordnung dieser Seite ändert sich. Bis dahin gilt die Reihenfolge, die sich aus den Unterlagen ergibt und nicht aus den Verkaufstexten — und die beginnt bei der Frage, wie nah der Strahler an den Stuhl darf, nicht bei der Frage, wie viele Watt auf dem Karton stehen.

