Eine Eismaschine für veganes Eis: für wen diese Seite gedacht ist und für wen nicht
Eine Eismaschine weiß nicht, was in ihrem Behälter ist. Sie kühlt und rührt eine Masse, ob darin Sahne, Kokosmilch oder Hafer steckt. Wer schon eine Eismaschine besitzt, braucht für veganes Eis keine neue. Er braucht Rezepte, die ohne Milch, Sahne, Ei und Eiweiß funktionieren, und ein Gefühl dafür, wie viel Zucker und Fett eine pflanzliche Masse braucht, um fest zu werden.
Diese Seite ist deshalb für zwei Gruppen geschrieben. Für alle, die noch keine Eismaschine haben und von Anfang an vegan arbeiten wollen. Und für alle, die bei Amazon nach „Eismaschine vegan“ suchen und wissen wollen, was hinter dem Wort in den Angeboten steckt. Wer nur die Bauart klären will, Gefrierbehälter oder Kompressor, findet das auf den Seiten zur Eismaschine mit Kompressor und zur Maschine ohne Kompressor ausführlicher.
Die Kurzfassung: Von 43 Maschinen aus Suchen nach veganem Eis werben 18 mit dem Wort vegan. Nur bei drei dieser 18 steht in der deutschen Anleitung auch etwas zu veganem Eis, und dahinter stecken zwei Texte, einer von Unold, einer von Ninja. Die Empfehlung dieser Seite geht an die Unold 48872 Exklusiv, weil bei ihr Angebot und Anleitung zusammenpassen. Wer klein anfangen will, nimmt die WMF Küchenminis mit ihrem ausdrücklich veganen Rezept; wer auch veganen Joghurt will, die KLAMER 3-in-1.
Die Nachfrage nach veganen Alternativen ist kein Randthema. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zitiert in seiner Untersuchung zu Pflanzendrinks den Ernährungsreport 2024 des Bundesministeriums: Der Anteil der Menschen, die täglich zu vegetarischen oder veganen Alternativen greifen, sei von fünf Prozent im Jahr 2020 auf zehn Prozent im Jahr 2024 gestiegen, bei den 14- bis 29-Jährigen liege er bei 18 Prozent.
Die Seite beginnt mit denen, die keine Maschine kaufen sollten, und mit dem, was „vegan“ in einem Angebot bedeutet. Danach stehen die fünf Geräte nebeneinander. Am Ende steht die Gegenprobe: das stärkste Argument gegen die eigene Empfehlung, ausformuliert und nicht versteckt.
Die Auswahl stützt sich auf die Unterlagen, nicht auf eine Verkostung. Kein veganes Eis wurde hier gemacht oder probiert. Was die Seite leisten kann, ist der Abgleich: was die Angebote versprechen, was in den Anleitungen dazu steht, und was die Leitsätze, das Landesamt und der Gerichtshof zu den Zutaten sagen, die in veganem Eis landen.
Wer keine neue Maschine braucht: jede Bauart friert pflanzliche Massen
Keine der 18 deutschen Anleitungen in dieser Auszählung verbietet pflanzliche Zutaten oder schränkt sie ein. Kein Hersteller schreibt, sein Gerät brauche für Hafer- oder Sojadrink ein anderes Programm, eine andere Temperatur oder einen anderen Behälter. Die drei Unold- Anleitungen der Auszählung schreiben das Gegenteil: Milch könne durch Sojamilch oder Sojadrink ersetzt werden, ohne weitere Bedingung.
Wer also eine funktionierende Eismaschine hat, ob mit Gefrierbehälter, Kompressor oder Becher, kann damit veganes Eis machen. Was sich ändert, ist das Rezept, nicht die Maschine. Wie eine Eismaschine die Masse überhaupt fest bekommt, erklärt die Seite wie eine Eismaschine funktioniert; für veganes Eis gilt dort nichts anderes.
Auch wer bisher Milcheis macht und nur gelegentlich eine vegane Sorte will, braucht kein zweites Gerät. Unold lässt die entnehmbaren Teile mit warmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen, WMF Deckel, Rührer und Halterung auch in der Spülmaschine. Wer Spuren von Milch vermeiden will, reinigt gründlich; ein eigenes Reinigungsprogramm für einen Wechsel von Milch auf pflanzliche Massen nennt keine der Anleitungen.
Eine Ausnahme gibt es, und sie betrifft die Planung, nicht die Zutaten. Wer eine Maschine mit Gefrierbehälter hat und mehrere Sorten am Tag machen will, eine mit Milch und eine vegane, braucht zwei Behälter oder zwei Tage. Das ist bei veganem Eis nicht anders als bei zwei Sorten Milcheis. Unold empfiehlt für mehrere Sorten nacheinander ausdrücklich zusätzliche Kühlbehälter.
Wer nicht vorhat, regelmäßig Eis zu machen, sondern zwei- oder dreimal im Sommer eine Portion Sorbet, sollte auch über gar keine Maschine nachdenken. Wie man Eis ohne Maschine und mit einfachen Mitteln macht und wann die Maschine den Unterschied macht, steht auf der Seite Eis mit der Eismaschine selber machen.
Sorbet ist nicht automatisch vegan: was die Leitsätze und die Anleitungen sagen
Wer veganes Eis sucht, denkt schnell an Sorbet. Die Leitsätze für Speiseeis der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission bestätigen das zum Teil: Für ein Sorbet werden Milch und Milchbestandteile nicht als Zutaten verwendet, und ein Frucht-Sorbet enthält mindestens 25 Prozent Frucht. Fett wird nicht zugesetzt.
Milchfrei heißt aber nicht vegan. Die Leitsätze schließen Milch aus, nicht Ei. Und genau dort liegt der Haken in den Anleitungen. In der Anleitung der Unold 48872 steht ein Grundrezept für Sorbet aus pürierten Früchten oder Fruchtsaft, Zucker und ein bis zwei Esslöffeln Eiweiß. Erdbeersorbet, Campari-Orangen-Sorbet, Cassis-Sorbet, Holunderblütensorbet und Basilikum-Sorbet enthalten ebenfalls Eiweiß, das Sauerkirsch-Sorbet kaltlösliche Gelatine. Von sieben Sorbet-Rezepten in dieser Anleitung ist keines vegan.
Bei anderen Herstellern sieht es nicht viel besser aus. Die Unold 48855 hat ein einziges Sorbet, das Campari-Orangen-Sorbet, mit Eiweiß. Die WMF Küchenminis führt unter „Rezepte Sorbets“ ein Basilikum-Sorbet mit 150 Gramm Joghurt, also gerade das, was ein Sorbet nach den Leitsätzen nicht enthält. Ihr Mango-Sorbet dagegen besteht aus Mango, Zitrone, Mineralwasser und Holunderblütensirup.
Wer veganes Sorbet machen will, kann sich also auf das Wort Sorbet in einem Rezept nicht verlassen und muss die Zutatenliste lesen. Eiweiß lässt sich in den meisten Sorbet-Rezepten weglassen; was das für die Konsistenz bedeutet, steht in keiner der Anleitungen. Die Unold-Anleitung gibt einen anderen Hinweis, der für alle Sorbets gilt: Fruchteis und Sorbet sofort umfüllen und höchstens 15 Minuten im Gefrierschrank nachfrieren, weil es sonst außen fest und innen noch leicht flüssig ist.
Das ist die erste Gegenprobe zur Suche nach einer „veganen Eismaschine“. Wer nur Sorbet will, braucht keine besondere Maschine, sondern Rezepte ohne Eiweiß und Gelatine. Wer cremiges veganes Eis will, braucht eine pflanzliche Fettquelle, und dann wird die Frage nach Zucker und Fett wichtig, die weiter unten folgt.
Sorbet, Fruchteis, Wassereis: welche Sorten nach den Leitsätzen ohne Milch auskommen
Die Leitsätze für Speiseeis kennen keine Sorte „veganes Eis“. Sie beschreiben aber mehrere Sorten, bei denen Milch nicht vorkommt oder nicht vorkommen muss, und wer veganes Eis selbst macht, findet in ihnen eine brauchbare Orientierung. Unter Nummer 2.1.3 stehen die Speiseeissorten ohne zugesetztes Fett: Sorbet, Fruchteis und Wassereis.
Für das Sorbet schließen die Leitsätze Milch und Milchbestandteile ausdrücklich aus. Ein Frucht-Sorbet enthält mindestens 25 Prozent Frucht, bei sauren Früchten wie Zitrusfrüchten und bei Früchten mit intensivem Geschmack oder dichter Konsistenz wie Mango, Passionsfrucht oder Guave mindestens 15 Prozent. Ein Gemüse-Sorbet enthält in der Regel mindestens 25 Prozent Gemüse.
Fruchteis, etwa Erdbeerfruchteis, enthält mindestens 20 Prozent Frucht und wird ohne Fettzusatz hergestellt. Dass es ohne Milch auskommt, sagen die Leitsätze nicht. Wassereis enthält nach den Leitsätzen hauptsächlich Wasser, Zucker sowie Geschmack gebende und färbende Zutaten. Für alle anderen Sorten mit Milch im Namen, Milcheis, Sahneeis oder Rahmeis, setzen die Leitsätze Milch oder Milchfett voraus.
Für das vegane Erdbeereis der WMF heißt das: Mit 75 Gramm Erdbeeren in rund 250 Gramm Masse hat es etwa 30 Prozent Frucht und liegt damit über den 20 Prozent, die die Leitsätze für ein Erdbeereis nennen. Ein Sorbet ist es nicht, weil es mit Sojacreme Fett enthält. Das Mango-Sorbet der WMF aus einer kleinen Mango, Zitrone, Wasser und Holunderblütensirup passt dagegen zur Beschreibung eines Frucht-Sorbets.
Die Leitsätze helfen also beim Benennen, nicht beim Einkaufen. Ob ein Sorbet vegan ist, hängt wie oben gezeigt an Eiweiß, Gelatine und Honig, die die Leitsätze für Sorbet nicht ausschließen. Wer veganes Eis verschenkt oder für Gäste macht, beschreibt es deshalb am besten nach seinen Zutaten, nicht nach der Sorte.
43 Maschinen aus Suchen nach veganem Eis: Werbung und Anleitung im Abgleich
Grundlage sind Amazon-Suchen vom 18.10.2026 nach „eismaschine vegan“ mit zwei Ergebnisseiten, dazu „veganes eis maschine“, „eismaschine“ und „eismaschine sorbet“. Unter 65 verschiedenen Kennungen waren 46 Maschinen, die Eis, Softeis oder Slush machen; Eispulver, Bindemittel, Rezeptbücher, Eiswürfelbereiter und andere Küchengeräte blieben draußen. 43 hatten eine Kaufbox und eine Kennung, die zum beschriebenen Gerät passt.
Bei jedem Angebot wurden Titel, Aufzählung, Beschreibung und Herstellerteil nach dem Wort vegan durchsucht, dazu die als PDF hinterlegten Unterlagen. Viele Angebote führen dort nur zwei allgemeine Dokumente zu einer Geräteversicherung; sie wurden nicht mitgezählt. Eine echte Anleitung mit deutschem Text hatten 18 der 43 Maschinen, und weil zwei Ninja-Angebote dieselbe Anleitung haben, sind es 17 verschiedene Texte.
Die Werte als Liste
- werben mit „vegan“: 18 Angebote
- haben eine Anleitung mit deutschem Text: 18 Angebote
- deutsche Anleitungen, die veganes Eis erwähnen (sieben Texte): 8 Angebote
- Angebote mit „vegan“ in der Werbung, deren Anleitung es aufgreift: 3 Angebote
- mit „vegan“ im Titel: 4 Angebote
- Anleitungen mit ausdrücklich veganem Rezept (zwei Rezepte): 3 Angebote
Das ist die Feststellung dieser Seite. 18 der 43 Angebote werben mit veganem Eis, vier davon schon im Titel. Von diesen 18 hat nur ein Drittel überhaupt eine deutsche Anleitung hinterlegt, und nur bei dreien steht darin etwas zu veganem Eis: bei der Unold 48872 und bei zwei Angeboten der Ninja CREAMi Scoop & Swirl, die dieselbe Anleitung teilen. Bei 15 der 18 Angebote mit dem Wort vegan bleibt das Wort ohne Gegenstück in einer deutschen Unterlage.
Umgekehrt gibt es Anleitungen, die mehr zu veganem Eis sagen als ihr Angebot. Die WMF Küchenminis hat ein Rezept mit der Überschrift „vegan & laktosefrei“, die Unold 48845 dasselbe vegane Schokoladeneis wie die 48872, drei KLAMER-Anleitungen geben Hinweise zum Mixen veganer Massen oder zu veganem Joghurt. In keinem dieser fünf Angebote kommt das Wort vegan vor.
Ausdrücklich als vegan überschriebene Rezepte gibt es in der Auszählung zwei: das Erdbeereis der WMF und das Schokoladeneis der beiden Unold-Kompressorgeräte. Wer eine Maschine wegen des Wortes vegan im Angebot kauft, bekommt also meist eine normale Eismaschine mit normaler Anleitung. Das ist kein Mangel des Geräts. Es ist ein Hinweis darauf, dass das Wort im Angebot eine Zielgruppe anspricht, keine Eigenschaft beschreibt.
Bei den Angeboten selbst klingt das Versprechen oft gleich. Ninja schreibt „vegan oder proteinreich“, Unold „vegane, laktosefreie und steviahaltige Eiskreationen“, Seeger nennt veganes Eis neben laktosefreiem und leichtem Eis, GOURMETmaxx schreibt, seine Sorbet- Maschine sei gut geeignet für vegane, fett- und zuckerarme Zutaten. Ein Satz dazu, was eine pflanzliche Masse von der Maschine verlangt, steht in keinem dieser Angebote.
Vier Angebote tragen das Wort schon im Titel: die Cuisinart FreezeWand mit „Vegan, laktosefrei, proteinreich“, die Unold 48855 mit „vegane, laktosefreie und steviahaltige Eiskreationen“, eine Maschine von STARLYF mit „Glutenfrei und vegan“ und eine Eismaschine für Kinder, die „vegane Sorbet- und milchfreie Leckereien“ verspricht. Nur eine dieser vier, die Unold, hat eine deutsche Anleitung hinterlegt, und gerade sie enthält kein veganes Rezept. Bei der Cuisinart hingen nur die beiden Versicherungsdokumente am Angebot, bei den anderen beiden gar keine Unterlage.
Was „vegan“ in einem Angebot heißt und was nicht
Das Wort vegan im Titel einer Eismaschine ist keine Zertifizierung. Es beschreibt nicht die Maschine, die aus Metall, Kunststoff und einem Kältemittel besteht, sondern das, was man darin machen kann. Und das kann man in jeder Eismaschine. Die Frage ist deshalb nicht, ob eine Maschine vegan ist, sondern ob ihr Hersteller zu veganem Eis etwas Brauchbares sagt.
Bei den Lebensmitteln selbst ist die Sache genauer geregelt. Der Gerichtshof der Europäischen Union hat 2017 entschieden, dass rein pflanzliche Produkte grundsätzlich nicht unter Bezeichnungen wie Milch, Rahm, Butter, Käse oder Joghurt vermarktet werden dürfen, auch nicht mit einem Zusatz, der auf den pflanzlichen Ursprung hinweist. Ausnahmen stehen in einem eigenen Verzeichnis.
Anlass war ein Streit um ein deutsches Unternehmen, das rein pflanzliche Produkte unter Namen wie Tofubutter, Pflanzenkäse und Veggie-Cheese verkaufte. Ein Wettbewerbsverband sah darin einen Verstoß gegen die Unionsvorschriften über die Bezeichnungen von Milch und Milcherzeugnissen und klagte vor dem Landgericht Trier, das die Fragen dem Gerichtshof vorlegte. Der Gerichtshof gab dem Verband im Grundsatz recht.
Der Gerichtshof begründete das Verbot auch damit, dass klarstellende oder beschreibende Zusätze eine Verwechslungsgefahr beim Verbraucher nicht mit Sicherheit ausschließen könnten. Dass Hersteller veganer Alternativen zu Fleisch oder Fisch keinen vergleichbaren Beschränkungen unterliegen, ließ er nicht als Ungleichbehandlung gelten; es handle sich um ungleiche Erzeugnisse, für die verschiedene Vorschriften gelten.
Speiseeis kommt in dieser Aufzählung nicht vor. Die Leitsätze für Speiseeis kennen sogar ausdrücklich Speiseeissorten mit pflanzlichem Fett; sie werden als „Eis“ bezeichnet. Die Leitsätze fügen allerdings hinzu, dass auch für diese Sorten in der Regel Milch und Milcherzeugnisse verwendet werden. Ein Eis mit Pflanzenfett ist also nach den Leitsätzen nicht automatisch milchfrei, geschweige denn vegan.
Für das Selbermachen folgt daraus eine einfache Regel: Ob ein Eis vegan ist, entscheidet die Zutatenliste, nicht die Maschine und nicht das Wort im Angebot. Wer Zutaten kauft, liest bei Schokolade, Keksen, Sirup oder Bindemitteln die Liste; das gilt für Eis aus jeder Maschine gleich.
Wie leicht ein Rezept durch einen Tipp unvegan wird, zeigt die Anleitung der Unold 48855. In den Hinweisen zu den Rezepten steht, Eis schmelze nicht so schnell, wenn man der Eismasse vor dem Gefrieren ein Päckchen kaltlösliche Gelatine zufüge. Dieselbe Anleitung, deren Angebot vegane Eiskreationen verspricht, empfiehlt also eine tierische Zutat als allgemeinen Trick, ohne zu sagen, dass er für veganes Eis nicht taugt.
Wer bei den fertigen Zutaten auf das Wort vegan auf der Packung achtet, sollte wissen, dass es dafür keine gesetzliche Definition gibt, die auf dieser Seite belegt werden könnte. Diese Seite verwendet das Wort deshalb im einfachsten Sinn: ohne Milch, Sahne, Joghurt, Butter, Ei, Eiweiß, Honig und Gelatine.
Ähnlich steht es mit der Eisbasis, die beide Unold-Anleitungen für eine längere Aufbewahrung empfehlen: 20 Gramm bei der 48872, 30 Gramm bei der 48855. Sie verhindere, dass sich die Wasserkristalle bei der Lagerung wieder zusammenziehen und das Eis splitterig werde. Woraus diese Eisbasis besteht, sagt keine der beiden Anleitungen; sie nennen nur einen Versandhändler. Wer vegan arbeitet, prüft die Zutatenliste des Produkts, bevor er es zufügt.
Fünf Maschinen für veganes Eis: Kältequelle, Behälter, „vegan“ im Angebot
Die Auswahl umfasst fünf Geräte von vier Marken, alle am 18.10.2026 mit Kaufbox und mit einer deutschen Anleitung, die gelesen wurde. In der Preislage liegt die Unold 48855 unten, die WMF in der unteren Mitte, die KLAMER in der Mitte, die Ninja in der oberen Mitte und die Unold 48872 oben. Drei werben mit vegan, zwei nicht; vier haben in der Anleitung einen Hinweis auf veganes Eis, eine nur einen Satz zum Sojadrink.
| Maschine | Kältequelle | Behälter | „vegan“ im Angebot | Veganes in der Anleitung | Kaufen |
|---|---|---|---|---|---|
Unold 48872 Exklusiv | Kompressor, kein Vorfrieren | 2,0 l, entnehmbar, höchstens 1.500 ml Füllmenge | ja: „eignet sich auch gut für veganes, laktosefreies und steviahaltiges Eis“ | ja: ein veganes Schokoladeneis mit Kokos- und Mandeldrink; Milch durch Soja ersetzbar | Zum Angebot |
KLAMER 3-in-1 | Kompressor, kein Vorfrieren; Heizung für Joghurt | 2 l Edelstahl (Angebot), zwischen 1/3 und 2/3 füllen | nein | ja: Mixer für veganes Eis, veganer Sojajoghurt rund 14 Stunden | Zum Angebot |
Ninja CREAMi Scoop & Swirl | Grundmasse mindestens 24 Stunden im Gefrierschrank | 2 Becher je 480 ml mit Deckel | ja: „vegan oder proteinreich“ | ja: zwei Programme ausdrücklich für vegane Rezepte, eines für milchfreie Fruchtbasis | Zum Angebot |
WMF Küchenminis 3in1 | Gefrierbehälter, mindestens 12 Stunden bei −18 °C | Gefrierbehälter mit Deckel, höchstens 300 ml Masse | nein | ja: „Erdbeereis (vegan & laktosefrei)“ mit Soja | Zum Angebot |
Unold 48855 Gelato | Gefrierbehälter, mindestens 8 Stunden bei −18 °C | Kühlbehälter 1,5 l, eloxiert (Angebot), höchstens 1.100 ml Füllmenge | ja, im Titel: „vegane, laktosefreie und steviahaltige Eiskreationen“ | nur: „Milch kann auch durch Sojadrink ersetzt werden“; kein veganes Rezept | Zum Angebot |
Die Tabelle zeigt, warum die Spalte „vegan im Angebot“ für die Entscheidung am wenigsten taugt. Unter den drei Geräten mit dem Wort im Titel oder in der Aufzählung sind das teuerste und das günstigste der Auswahl, und das günstigste hat kein einziges veganes Rezept. Die beiden Geräte mit den brauchbarsten Hinweisen in der Anleitung, WMF und KLAMER, erwähnen vegan im Angebot gar nicht.
Wer mit der Tabelle allein entscheiden will, liest sie von links nach rechts: erst die Kältequelle, weil sie die Planung bestimmt, dann den Behälter, weil er die Menge bestimmt. Die beiden rechten Spalten zeigen, ob und wo der Hersteller etwas zu veganem Eis sagt. Die Profile weiter unten sagen, was genau.
Die Auszeichnungen folgen dieser Logik. Die Empfehlung geht an die Unold 48872, weil Angebot und Anleitung bei ihr übereinstimmen. Zwei Nebenauszeichnungen gehen an die WMF für die kleine Portion mit veganem Rezept und an die KLAMER für veganen Joghurt und die Zuckerregel. Die Ninja und die günstige Unold 48855 sind Alternativen für bestimmte Fälle, die in ihren Profilen stehen.
Gefrierbehälter, Kompressor oder Becher: die Kältequelle bei pflanzlichen Massen
Die Kältequelle entscheidet über die Planung, und für veganes Eis gilt dabei nichts anderes als für Milcheis. Ein Gefrierbehälter muss vorher ins Gefrierfach: bei der WMF mindestens 12 Stunden bei minus 18 Grad, bei der Unold 48855 mindestens 8 Stunden, je nach Gefriergerät bis 22. Ein Kompressor kühlt selbst, die Masse kann sofort hinein. Ein Becher-Gerät wie die Ninja verlangt, dass die ganze Grundmasse mindestens 24 Stunden vorher eingefroren wird.
Bei Geräten mit Gefrierbehälter kommt eine Bedingung hinzu, die bei dickeren veganen Massen wichtig wird. WMF schreibt, der Gefrierbehälter müsse sich drehen, damit die Flüssigkeit nicht am Rand festfriert; deshalb wird die Maschine erst gestartet und dann die Masse eingefüllt. Eine Masse aus Kokosmilch und geschmolzener Schokolade oder aus pürierter Frucht mit wenig Flüssigkeit sollte also dünn genug sein, dass das Rührwerk sie von Anfang an bewegen kann.
Bei der Unold 48855 widersprechen sich Angebot und Anleitung an dieser Stelle. Das Angebot nennt 8 bis 12 Stunden Vorfrieren bei minus 18 Grad, die Anleitung 8 bis 22 Stunden je nach Temperatur des Gefriergeräts und empfiehlt, mit der Schüttelprobe zu prüfen, ob die gesamte Kühlflüssigkeit gefroren ist. Wer sich auf das Angebot verlässt und nach zwölf Stunden startet, liegt bei einem wärmeren Gefrierfach zu früh.
Für pflanzliche Massen hat die Kältequelle eine Folge, die in keiner Anleitung ausdrücklich steht, sich aber aus ihnen ergibt. Ein Gefrierbehälter hat eine feste Menge Kälte, und eine Masse mit wenig Zucker und wenig Fett, etwa ein ungesüßter Haferdrink mit Frucht, gefriert darin anders als eine Sahnemasse. Wie anders, sagt keiner der Hersteller. Tefal schreibt in der Anleitung der Freezi, Wasser könne ohne Zucker zu Eisblöcken gefrieren und auch Milch brauche zucker- und fettreiche Zutaten wie Sahne für ein cremiges Ergebnis.
Beim Becher-Gerät liegt die Sache noch einmal anders. Die Ninja friert die Grundmasse vorher komplett durch und schabt sie dann mit einer Klinge zu Eis. Die Anleitung schreibt, das Gerät sei für Grundmassen zwischen minus 13 und minus 20 Grad ausgelegt; ist die Masse zu kalt, wird sie krümelig, und das Programm Re-Spin soll sie glätten. Ist sie nach der Verarbeitung nicht fest, könne der Fett- oder Zuckeranteil zu hoch sein.
Für veganes Eis hat das Becher-Prinzip einen Vorteil, den Ninja selbst nennt: Man könne mehrere Becher gleichzeitig vorbereiten und im Gefrierschrank aufbewahren, um sie bei Bedarf zu verarbeiten. Wer am Wochenende drei Sorten anrührt, eine mit Kokos, eine mit Frucht, eine mit Nüssen, hat sie unter der Woche ohne Vorbereitung. Mit zwei Bechern im Lieferumfang braucht es dafür aber weitere Becher.
Welche Kältequelle zum eigenen Alltag passt, hängt vor allem davon ab, wie spontan man Eis machen will. Wer am Nachmittag entscheidet, am Abend Eis zu essen, braucht einen Kompressor. Wer am Wochenende plant, kommt mit einem Behälter oder einem Becher aus. Was die Bauarten sonst unterscheidet, ordnet die Übersicht zu Eismaschinen, ihren Bauarten und Mengen.
Wie kalt die Masse sein soll: fünf Anleitungen, mehrere Angaben
Bevor die Masse in die Maschine kommt, soll sie kalt sein, und hier gehen die Anleitungen der fünf Geräte auseinander, auch innerhalb einer einzigen Anleitung. Unold verlangt für die 48872, die Eismasse solle mindestens kühlschrankkalt sein; je kälter, desto kürzer die Zubereitungszeit. Für die 48855 sollen die Zutaten einige Stunden vorher im Kühlschrank stehen. WMF schreibt, eine Masse, die sich bei der Zubereitung erwärmt hat, solle vorher im Kühlschrank abkühlen.
Bei KLAMER stehen zwei Angaben in derselben Anleitung, die nicht zusammenpassen. In den Tipps heißt es, die vorbereitete Eismasse solle rund 6 bis 8 Grad haben, was normaler Kühlschranktemperatur entspreche. In den Sicherheitshinweisen steht dagegen, die Anfangstemperatur für die Herstellung der Eismischung betrage 25 Grad, plus oder minus 5, und die Zutaten könnten nicht im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe vorgefroren und dann in die Maschine gegeben werden.
Die Fehlertabelle derselben Anleitung löst den Widerspruch halb auf: Ist das Eis zu flüssig, sei die Masse beim Einfüllen zu warm gewesen; sie solle höchstens Zimmertemperatur haben, für optimale Ergebnisse rund 6 bis 8 Grad. Wer der Anleitung folgen will, hält sich an diese Angabe. Für vegane Massen ändert sich daran nichts: Ein Pflanzendrink aus dem Kühlschrank hat Kühlschranktemperatur wie Milch.
Bei der Ninja ist die Frage eine andere, weil die Masse vorher ganz durchfriert. Auch hier nennt die Anleitung zwei Spannen. In den Tipps zum Einfrieren steht, der Gefrierschrank solle für beste Ergebnisse auf minus 13 bis minus 22 Grad eingestellt sein; in der Fehlerbehebung heißt es, das Gerät sei für Grundmassen zwischen minus 13 und minus 20 Grad ausgelegt.
Für den Alltag heißt das: Kühlschranktemperatur für Maschinen mit Behälter oder Kompressor, ein normal eingestellter Gefrierschrank für die Ninja. Wer eine Masse aus Kokosmilch und geschmolzener Schokolade anrührt wie im veganen Rezept von Unold, plant die Zeit ein, bis sie wieder kalt ist; bei Massen mit gekochten Zutaten empfiehlt Unold für die 48855, sie am Vortag zu kochen.
Pflanzendrinks in der Eismaschine: Zucker, Fett und was auf der Packung steht
Die meisten veganen Grundmassen beginnen mit einem Pflanzendrink, Kokosmilch oder einer pflanzlichen Creme. Was davon in der Packung steckt, hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit untersucht: 50 Pflanzendrinks und fünf Haferdrinkpulver, darunter 36 reine Haferdrinks. Bei 95 Prozent der Proben stimmte der angegebene Zuckergehalt.
Die Auswahl des Landesamts zeigt zugleich, welche Drinks im Handel überwiegen. Unter den 50 flüssigen Proben waren 36 reine Haferdrinks, fünf Hafer-Soja- und zwei Hafer-Mandel-Mischungen, drei Mandeldrinks, ein Reisdrink, zwei Reis-Kokos-Drinks und ein Dinkeldrink. Sojadrink, die Zutat, die die Anleitungen am häufigsten nennen, kam nur in den Mischungen vor.
Für die Eismaschine sind die Zahlen dahinter wichtiger als die Beanstandungen. Klassische Haferdrinks enthalten nach dem Landesamt in der Regel etwa 3 bis 5,5 Gramm Zucker je 100 Milliliter. Dieser Zucker ist meist nicht zugesetzt, sondern entsteht, wenn Enzyme die Stärke des Hafers bei der Herstellung spalten. Ein Drink mit dem Hinweis „ohne Zuckerzusatz“ kann deshalb durchaus Zucker enthalten; nur „zuckerfrei“ bedeutet nach der Health-Claims-Verordnung höchstens 0,5 Gramm je 100 Milliliter.
Das Landesamt beschreibt auch, wie man den Zucker im Drink erkennt. Wird die Stärke so stark verzuckert, dass sich Geschmack oder Zuckergehalt ändern, muss das Zutatenverzeichnis die Getreidezutat entsprechend kennzeichnen, etwa als „Hafer fermentiert“. In neun Fällen fand das Landesamt Hinweise auf eine solche Fermentation, ohne dass sie im Zutatenverzeichnis stand. Verlässlich ist die Nährwerttabelle: Dort muss der gesamte Zucker stehen, ob zugesetzt, natürlich vorhanden oder durch Fermentation entstanden.
Damit liegt ein Haferdrink pur weit unter dem, was die Anleitungen für eine Eismasse verlangen. KLAMER schreibt, Zucker oder Zuckeralternativen sollten 15 bis 20 Prozent der Gesamtmasse ausmachen. Tefal verlangt in der Freezi für Eiscreme mindestens 7 Prozent Zucker. Ein zuckerfreier Drink kommt auf weniger als ein halbes Prozent, ein klassischer Haferdrink auf drei bis fünfeinhalb.
KLAMER wird an anderer Stelle derselben Anleitung noch genauer. Zucker spiele eine entscheidende Rolle für die Konsistenz; ein Mindestgehalt von 8 Prozent, bezogen auf das Gesamtgewicht, sei erforderlich, damit die Masse korrekt gefriert, darunter bildeten sich Eiskristalle, statt dass die Masse gleichmäßig gefriert. Für eine cremige, portionierbare Konsistenz empfiehlt dieser Abschnitt 15 bis 25 Prozent. In den Tipps zur Vorbereitung stehen 15 bis 20. Beide Angaben liegen weit über dem, was ein Pflanzendrink allein mitbringt.
Das Landesamt fügt einen Satz hinzu, der beim Rechnen hilft: Ein ungesüßter Drink könne durchaus mehr Zucker enthalten als ein gesüßter Drink auf Basis eines anderen Rohstoffs. Wer den Zuckeranteil seiner Masse ausrechnen will, nimmt deshalb die Zahl aus der Nährwerttabelle, nicht die Werbung auf der Vorderseite. KLAMER gibt dazu einen Hinweis, der beim Abschmecken hilft: Eismasse schmecke vor dem Frieren immer deutlich süßer als das fertige Eis.
- 15 bis 20 % Zucker an der Gesamtmasse laut KLAMER: 15 bis 20 %
- Haferdrink „zuckerfrei“: 0,5 % — außerhalb des Korridors, höchstens 0,5 g je 100 ml
- Haferdrink klassisch, untere Grenze: 3 % — außerhalb des Korridors, LGL
- Haferdrink klassisch, obere Grenze: 5,5 % — außerhalb des Korridors, LGL
- Tefal Freezi: Mindestzucker für Eiscreme: 7 % — außerhalb des Korridors, Anleitung
- KLAMER: Mindestzucker, darunter Eiskristalle: 8 % — außerhalb des Korridors, Anleitung
- Unold, veganes Schokoladeneis: 11 % — außerhalb des Korridors, 120 g in rund 1.080 g
- WMF, Erdbeereis vegan: 12 % — außerhalb des Korridors, 30 g in 250 g
Die Grafik zeigt eine Lücke, die keine der Anleitungen erklärt. Die beiden ausdrücklich veganen Rezepte setzen 11 und 12 Prozent Zucker zu, dazu kommt der Zucker aus Schokolade und Erdbeeren. Sie liegen damit über dem Minimum von Tefal und, je nach Frucht und Schokolade, in der Nähe der KLAMER-Regel. Ein Haferdrink allein liegt weit darunter. Wer ein Milcheis-Rezept nimmt und die Milch eins zu eins durch einen ungesüßten Drink ersetzt, verändert also nicht nur den Geschmack.
Wer nachsüßen muss, findet bei Tefal eine Liste, die für veganes Eis brauchbar ist. Erreicht eine Zubereitung den Mindestzucker nicht, sollen je Portion ein bis zwei Esslöffel aromatisierter Sirup, Zucker, Rohrzucker, Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Agavendicksaft, Zuckersirup oder Honig dazukommen, auch noch während des Gefrierens. Bis auf den Honig passt alles davon zu einer veganen Masse.
Bei Süßstoffen sind die Anleitungen vorsichtig. Unold schreibt, Zucker könne durch Honig, Sirup oder Süßstoff ersetzt werden, bei Softeis aber nicht. Tefal weist für die Slush-Programme darauf hin, dass künstliche Süßstoffe nicht dazu beitragen, den Zuckerbedarf zu decken. Wer eine vegane Masse mit Stevia statt Zucker süßt, wie es das Sauerkirsch-Sorbet der Unold mit 10 Gramm Stevia tut, sollte also nicht erwarten, dass sie sich in der Maschine verhält wie eine Masse mit Zucker.
Beim Fett ist die Lage ähnlich, aber schlechter belegt. Das Landesamt hat in dieser Untersuchung den Zucker gemessen, nicht das Fett. Die Unold-Anleitungen schreiben, je mehr Sahne man verwende, desto cremiger werde die Eismasse. Ein veganes Gegenstück zu dieser Regel steht in keiner Anleitung. Das vegane Schokoladeneis von Unold holt sich sein Fett aus 500 Gramm Kokosmilch und 300 Gramm Schokolade.
Wie wenig die Hersteller dabei an vegane Massen gedacht haben, zeigt das Softeis-Kapitel der Unold 48872. Das Grundrezept für Softeis besteht aus 700 Millilitern Sahne, 120 Gramm Bienenhonig, vier Eigelb und zwei Eiern; die Varianten mit Vanille und Schokolade bauen darauf auf. Ein Ersatz für Sahne, Honig oder Ei wird dort nicht genannt, obwohl dieselbe Anleitung für Milch einen Ersatz kennt.
Die Leitsätze für Speiseeis nennen ein Beispiel für pflanzliches Fett, und es ist das, was in veganem Eis am häufigsten vorkommt: Kokosfett. Unter Nummer 1.1.6 steht, pflanzliches Fett sei aus pflanzlichem Ursprung stammendes Speisefett, zum Beispiel Kokosfett. Wie viel davon ein Eis cremig macht, regeln die Leitsätze nicht; für Sahneeis und Rahmeis nennen sie Mindestmengen an Milchfett, für Eis mit pflanzlichem Fett keine.
Wer Zucker bewusst reduziert, findet bei Ninja das passende Programm, Lite Ice Cream für wenig Zucker oder Fett. Wer ohne Programm arbeitet, sollte wissen, was die Anleitungen über zu wenig Zucker sagen: Das Eis kann zu hart, zu krümelig oder bei Slush zu einem Block werden. Was zu tun ist, wenn das Eis am Ende nicht fest wird, ordnet der Ratgeber Eis wird nicht fest in der Eismaschine nach Bauart.
Ninja nennt in der Anleitung noch einen Weg für alle, die nicht einen Tag auf den gefrorenen Becher warten wollen: gekaufte Eiscreme mit Mix-ins verfeinern oder einen Milchshake machen. Für veganes Eis heißt das, ein gekauftes veganes Eis im Programm Mix-in mit Nüssen oder Früchten zu verfeinern. Ein Rezept für die eigene vegane Grundmasse ersetzt das nicht.
Sojamilch, Mandelmilch, Kokosmilch: warum die Anleitungen anders reden als die Packung
In den Anleitungen stehen Wörter, die man im Kühlregal nicht findet. WMF schreibt Sojasahne und Sojamilch, Unold in der 48872 Sojamilch und Mandelmilch, in der 48855 Sojadrink. Im Laden heißen diese Produkte anders, und das hat einen rechtlichen Grund. Das Landesamt erklärt in derselben Untersuchung, Milch sei dem Gemelk von Säugetieren vorbehalten; Bezeichnungen wie Hafermilch, Mandelmilch, Reismilch oder Sojamilch seien nicht erlaubt. Deshalb heißen sie Drinks.
Eine Ausnahme nennt das Landesamt ausdrücklich: Kokosmilch. Sie ist, wie Kakaobutter oder Erdnussbutter, seit vielen Jahren aufgrund einer Ausnahmeregelung zulässig. Das Urteil des Gerichtshofs von 2017 verweist auf dieses Verzeichnis der Ausnahmen. Wer also für das vegane Schokoladeneis von Unold einkauft, findet die Kokosmilch unter diesem Namen, die Mandelmilch aber als Mandeldrink.
Für das Eis selbst spielt der Name keine Rolle, für den Einkauf schon. Wer im Regal nach Sojasahne sucht, findet pflanzliche Cremes zum Kochen oder Schlagen unter anderen Namen. Welches Produkt dem entspricht, was WMF mit Sojasahne meint, sagt die Anleitung nicht; sie nennt nur die Menge, 80 Milliliter für eine Portion von rund 250 Gramm.
Auch bei Joghurt gilt die Regel. Pflanzliche Joghurtalternativen dürfen nicht Joghurt heißen. KLAMER schreibt in seiner Anleitung trotzdem von veganem Joghurt auf Sojabasis, gemeint ist das Ergebnis, das man selbst im Gerät ansetzt. Um Frozen Joghurt aus Milchjoghurt, die Joghurtanteile der Herstellerrezepte und die Joghurtprogramme geht es auf der Seite zur Eismaschine für Frozen Joghurt.
Kokos, Soja, Mandel: welche Grundmassen die Anleitungen verwenden
In den 17 deutschen Anleitungstexten der Auszählung kommen pflanzliche Grundzutaten selten vor. Fünf nennen überhaupt einen Pflanzendrink, Kokosmilch oder eine pflanzliche Creme: die drei von Unold, die von WMF und die der Medion-Slushmaschine. Hafer steht nur in zwei Slush-Rezepten von Medion, einmal als Barista-Haferdrink, einmal als Hafermilch; in keinem Rezept für Eis zum Löffeln.
Soja ist die Zutat, die die Hersteller am ehesten nennen. Alle drei Unold-Anleitungen schreiben, Milch könne durch Sojamilch oder Sojadrink ersetzt werden, WMF verwendet Sojasahne und Sojamilch im Erdbeereis, KLAMER nennt Soja als Beispiel für veganen Joghurt. Kokos steht bei Unold im veganen Schokoladeneis und im Mango-Kokos-Eis, das allerdings 350 Gramm Naturjoghurt enthält, bei WMF als Esslöffel im Mangoeis.
Mandel kommt als Drink nur in einem Rezept vor, im veganen Schokoladeneis von Unold mit 160 Millilitern, das in den Anleitungen der 48872 und der 48845 gleich lautet. Ein veganes Nusseis mit Mengen steht in keiner der Anleitungen.
Daraus folgt für den Kauf: Wer veganes Eis machen will, sollte seine Rezepte nicht von der Anleitung erwarten. Selbst die Geräte mit dem klarsten Bekenntnis zu veganem Eis liefern ein oder zwei Rezepte. Das ist für eine Kaufentscheidung kein Grund für oder gegen ein Gerät, aber ein Grund, das Wort vegan im Angebot nicht für mehr zu halten, als es ist.
Wer eine Masse aus mehreren Pflanzendrinks oder aus Kokos und Nüssen anrührt, sollte die Füllmenge im Blick behalten. Jede der fünf Anleitungen nennt sie: 300 Milliliter bei der WMF, 1.100 bei der Unold 48855, 1.500 bei der Unold 48872, bis zwei Drittel des Behälters bei der KLAMER, bis zur Markierung im Becher bei der Ninja. KLAMER begründet die Grenze damit, dass sich die Masse beim Gefrieren ausdehnt.
Der Mixer vor der Maschine: was KLAMER für veganes Eis verlangt
Ein Satz in der KLAMER-Anleitung ist für veganes Eis wichtiger als jede Programmtaste. Es empfehle sich, die Eismasse vor der Zubereitung gut durchzumixen, um später ein cremiges Eis zu erhalten; besonders bei Fruchtsorbets, veganem Eis oder Nusssorten sei ein Hochleistungsmixer unabdingbar. Derselbe Satz steht in zwei weiteren KLAMER-Anleitungen, dort mit dem Wort „unerlässlich“.
Keine andere Anleitung der Auszählung stellt diesen Zusammenhang her. Warum ein Mixer bei veganem Eis wichtiger sein soll als bei Milcheis, begründet KLAMER nicht. Die Anleitung nennt veganes Eis in einer Reihe mit Fruchtsorbet und Nusssorten, also mit Massen, in denen feste Bestandteile fein verteilt werden müssen. Wer eine Grundmasse aus Cashews, Avocado oder gefrorener Banane macht, braucht das Gerät ohnehin, um sie überhaupt flüssig zu bekommen.
Wer nur mit Pflanzendrink, Zucker und Kakao arbeitet, kommt mit einem Schneebesen aus; das vegane Schokoladeneis von Unold verlangt lediglich, Schokolade zu schmelzen und alles gut zu vermischen. Der Mixer ist also keine Bedingung für veganes Eis, sondern für bestimmte vegane Grundmassen. Das ist eine Ausgabe, die man vor dem Kauf einplanen sollte, wenn man vor allem Nuss- oder Fruchtmassen machen will.
Im selben Abschnitt nennt KLAMER Zuckeralternativen wie Kokosblütenzucker und Trockenfrüchte und weist darauf hin, dass einige davon einen starken Eigengeschmack haben. Auch für sie gilt die Regel von 15 bis 20 Prozent der Gesamtmasse. Honig, den KLAMER ebenfalls nennt, scheidet für veganes Eis aus.
Veganer Joghurt aus der Eismaschine: 14 statt 8 Stunden
Einige Kompressormaschinen haben ein Heizelement und ein Programm, um Joghurt anzusetzen. Die KLAMER 3-in-1 ist eine davon. Ihr Joghurtprogramm erwärmt den Inhalt des Behälters ohne Rühren und ist auf 8 Stunden voreingestellt, die Zeit für rund einen Liter klassischen Joghurt. Für veganen Joghurt, etwa auf Sojabasis, empfiehlt die Anleitung eine deutlich längere Zeit von rund 14 Stunden.
Das ist die einzige Zeitangabe für eine pflanzliche Masse in allen 17 Anleitungstexten. Welche Temperatur das Programm hält, sagt die KLAMER-Anleitung nicht. Ob ein Sojadrink mit Kultur nach 14 Stunden die Festigkeit erreicht, die man von Joghurt kennt, hängt auch vom Drink und der Kultur ab; dazu schreibt die Anleitung nichts.
Nach dem Ansetzen kühlt die KLAMER den Joghurt selbst. Ist das Programm abgeschlossen, laufen Kompressor und Gebläse 15 Minuten lang; steigt die Temperatur danach über 8 Grad, kühlt die Maschine erneut für 4 Minuten, bis jemand eine Taste drückt oder sie ausschaltet. Wer den veganen Joghurt über Nacht ansetzt, findet ihn am Morgen also gekühlt im Behälter.
Für veganes Eis ist der selbst angesetzte Joghurt eine Möglichkeit, eine säuerliche, cremige Grundmasse zu bekommen, ohne fertige Alternativen zu kaufen. Er verlängert den Vorgang aber deutlich: 14 Stunden Ansetzen, danach Kühlen, danach Gefrieren. Wer das nicht will, nimmt eine gekaufte Joghurtalternative und gefriert sie direkt.
Wer Joghurt in der Eismaschine ansetzt, hat zudem eine Frage der Hygiene zu bedenken, die keine der Anleitungen für pflanzliche Ansätze eigens behandelt. Die Anleitungen geben nur allgemein vor, Behälter und Teile vor dem Gebrauch gründlich zu reinigen und zu trocknen. Wer das Gerät zwischen Milchjoghurt und veganem Ansatz wechselt, reinigt dazwischen wie nach jedem Gebrauch.
Die fünf Maschinen einzeln: was Angebot und Anleitung zu veganem Eis sagen
Jedes Profil folgt demselben Schema: was das Angebot sagt, was die Anleitung zeigt und was für veganes Eis übrig bleibt. Sterne und Rezensionszahlen sind von der Detailseite abgelesen und gelten für den 18.10.2026. Wo ein Herstellerfeld leer bleibt, steht dort, wo gesucht wurde.
Unold 48872 Exklusiv

UNOLD 48872 Eismaschine Exklusiv, Edelstahl, 180 W, selbstkühlender Kompressor, 2 Liter Volumen, digitaler Timer
Preislage: oberste der Auswahl
Kälte: Kompressor, kein Vorfrieren
Menge: bis 1.500 ml Masse je Ladung
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt ein Volumen für rund 2 Liter Eiskreationen, einen Gefrierbereich bis etwa minus 35 Grad, Sahneeis in rund 30 Minuten bei vorgekühlten Zutaten, einen selbstkühlenden Kompressor, ein Edelstahlgehäuse und einen Timer von 5 bis 60 Minuten mit drei Programmen. In der Aufzählung steht ausdrücklich, das Gerät eigne sich auch gut für veganes, laktosefreies und steviahaltiges Eis.
Was die Anleitung zeigt: Die Anleitung nennt 180 Watt, 2,0 Liter Fassungsvermögen, höchstens 1.500 Milliliter Füllmenge und rund 13 Kilogramm Gewicht. Sie kennt drei Programme: Mischen, Gefrieren sowie Mischen und Gefrieren, voreingestellt auf 60 Minuten. Nach dem Ausschalten sollen mindestens 5 Minuten vergehen, bevor der Kompressor wieder startet. In den Hinweisen zu den Rezepten steht, Milch könne durch Sojamilch ersetzt werden, und unter den Rezepten ein „Veganes Schokoladeneis“ aus 500 Gramm Kokosmilch, 300 Gramm veganer Schokolade, 120 Gramm Zucker, Vanille, Salz, Kakao und 160 Millilitern Mandelmilch. Die Teile sind laut Anleitung nicht spülmaschinengeeignet.
So entsteht das vegane Eis: Die Masse anrühren und mindestens kühlschrankkalt machen. Behälter einsetzen, höchstens 1.500 Milliliter einfüllen, Programm Mischen und Gefrieren starten. Die Anleitung nennt für kalte Massen rund 30 Minuten. Fruchteis und Sorbet sofort in einen tiefkühlgeeigneten Behälter umfüllen und höchstens 15 Minuten in den Gefrierschrank stellen, sonst bleibt es innen leicht flüssig.
Was übrig bleibt: Die Unold 48872 ist das Gerät, bei dem Werbung und Anleitung beim veganen Eis am besten zusammenpassen: Das Angebot verspricht es, die Anleitung liefert ein Rezept und den Satz zur Sojamilch. Mehr liefert sie nicht. Ihre Sorbet-Rezepte enthalten fast alle Eiweiß, eines Gelatine, und wer veganes Sorbet machen will, muss diese Zutaten selbst weglassen. Mit 13 Kilogramm ist sie ein Standgerät.
Passt: Für alle, die regelmäßig größere Mengen veganes Eis machen und keinen Behälter im Gefrierfach lagern wollen.
Passt nicht: Nicht für kleine Küchen, nicht für den gelegentlichen Becher und nicht für alle, die fertige vegane Sorbet-Rezepte erwarten.
Spricht dafür
- „vegan“ im Angebot und ein veganes Rezept in der Anleitung
- Kompressor, kein Vorfrieren, drei Programme
- höchstens 1.500 ml Füllmenge, die größte der Auswahl
- Hersteller mit Anschrift in Hockenheim und 24 Monaten Garantie
Spricht dagegen
- rund 13 kg Gewicht laut Anleitung
- Sorbet-Rezepte fast alle mit Eiweiß, eines mit Gelatine
- Teile nicht spülmaschinengeeignet
- oberste Preislage der Auswahl
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | UNOLD AG (Anleitung) |
| Anschrift | Mannheimer Straße 4, 68766 Hockenheim (Anleitung) |
| Gegründet | In den gelesenen Unterlagen nicht genannt. |
| Kontakt | Telefon +49 (0) 62 05/94 18-0, info@unold.de (Anleitung) |
| Zeiten | In der Anleitung nicht genannt. |
| Garantie | 24 Monate ab Kaufdatum, bei gewerblichem Gebrauch 12 Monate, für in Deutschland und Österreich verkaufte Geräte (Anleitung) |
| Normen und Zertifikate | Konformität mit den Richtlinien 2014/30/EU und 2014/35/EU, Lebensmittelkontakt nach LFGB und Verordnung 1935/2004 laut Anleitung; Kältemittel R600a |
| Herkunft | China (Datenfeld) |
| Gewicht | rund 13 kg (Anleitung und Datenfeld) |
| Seit wann im Handel | Zwei Fassungen der Anleitung hinterlegt, Stand Juni 2018 und Juni 2023. |
Unsere Empfehlung: eines von drei Angeboten, bei denen „vegan“ in der Werbung und ein Hinweis in der deutschen Anleitung zusammenkommen, mit einem ausdrücklich veganen Rezept, Kompressor und 1.500 Millilitern Füllmenge.
KLAMER 3-in-1

KLAMER 3-in-1 Eismaschine und Joghurtbereiter, 180 W, selbstkühlender Kompressor, 2 Liter, Speiseeis, Sorbet, Slush und Joghurt
Preislage: Mitte der Auswahl
Kälte: Kompressor, kein Vorfrieren; Heizung für Joghurt
Menge: rund 0,7 bis 1,3 l Masse nach der Drittel-Regel
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt eine Eismaschine mit Kompressor für Speiseeis, Sorbet, Joghurt und Slush ohne Vorkühlen, 180 Watt, 2 Liter Speiseeis in 30 Minuten, einen herausnehmbaren Behälter, eine Deckelöffnung und Gehäuse und Behälter aus Edelstahl. Vegan nennt es nicht. Dafür wirbt es mit Support aus Berlin und einer Auszeichnung für den Kundenservice.
Was die Anleitung zeigt: Die Anleitung ist die einzige der Auszählung, die zu pflanzlichen Massen konkret wird. Für veganen Joghurt, etwa auf Sojabasis, empfiehlt sie im Joghurtprogramm rund 14 statt der voreingestellten 8 Stunden. Vor dem Gefrieren solle die Masse gut durchgemixt werden; besonders bei Fruchtsorbets, veganem Eis oder Nusssorten sei ein Hochleistungsmixer unabdingbar. Zucker oder Zuckeralternativen sollen 15 bis 20 Prozent der Gesamtmasse ausmachen. Der Behälter wird zwischen einem und zwei Dritteln gefüllt, weil die Masse sich beim Gefrieren ausdehnt. Das Eisprogramm läuft höchstens 60 Minuten.
So entsteht das vegane Eis: Grundmasse im Hochleistungsmixer glatt mixen, Zuckeranteil auf 15 bis 20 Prozent rechnen, kalt stellen. Behälter zu einem bis zwei Dritteln füllen, Eisprogramm starten; die Maschine stoppt das Rühren, wenn das Eis fest ist. Für veganen Joghurt Sojadrink mit Kultur in den Behälter, Joghurtprogramm auf rund 14 Stunden stellen, danach kühlen.
Was übrig bleibt: Die KLAMER sagt am meisten darüber, was eine pflanzliche Masse braucht: Mixer, Zucker, Zeit. Dass das Angebot das Wort vegan nicht verwendet, ist eher ein Vorteil als ein Nachteil; die Unterlage hält, was das Angebot nicht verspricht. Eine Anschrift des Herstellers steht in der Anleitung nicht, nur eine E-Mail-Adresse.
Passt: Für alle, die veganes Eis und veganen Joghurt in einem Gerät machen wollen und einen Hochleistungsmixer haben.
Passt nicht: Nicht für alle, die ohne Mixer arbeiten, und nicht für alle, die eine Postanschrift des Herstellers in der Anleitung erwarten.
Spricht dafür
- Joghurtprogramm mit eigener Zeitangabe für Sojajoghurt
- Zuckerregel 15 bis 20 % der Gesamtmasse in der Anleitung
- Kompressor, Edelstahlbehälter, Rührstopp bei festem Eis
- Füllgrenzen nach oben und unten in der Anleitung
Spricht dagegen
- vegan wird im Angebot nicht erwähnt
- Hochleistungsmixer laut Anleitung unabdingbar
- Herstelleranschrift nicht in der Anleitung, nur E-Mail
- 11,1 kg (Datenfeld)
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | KLAMER (Marke); ein Unternehmen nennt die Anleitung nicht |
| Anschrift | In der Anleitung nicht genannt; das Angebot verweist auf Support aus Berlin. |
| Gegründet | In den gelesenen Unterlagen nicht genannt. |
| Kontakt | hello@klamer-kitchen.com, Hilfe und Tipps auf eis180.klamer-kitchen.com (Anleitung) |
| Zeiten | In der Anleitung nicht genannt. |
| Garantie | Garantie nach der Gesetzgebung des Wohnsitzlandes, mindestens 12 Monate ab Verkauf an den Endverbraucher (Anleitung) |
| Normen und Zertifikate | CE-konform laut Anleitung; 180 W, höchstens 0,5 W im Aus-Modus |
| Herkunft | China (Datenfeld) |
| Gewicht | 11,1 kg (Datenfeld) |
| Seit wann im Handel | Auf der Detailseite nicht ausgewiesen. |
Auszeichnung für veganen Joghurt und Sorbet: die einzige Anleitung der Auszählung mit einer Zeit für pflanzlichen Joghurt (rund 14 statt 8 Stunden) und einer Zuckerregel, die für pflanzliche Massen gleich mitgilt.
Ninja CREAMi Scoop & Swirl

Ninja CREAMi Scoop & Swirl Eismaschine, 13 Funktionen, 2 Behälter, Softeis-Ausgabe, Modell NC701EU
Preislage: obere Mitte der Auswahl
Kälte: Grundmasse mindestens 24 Stunden im Gefrierschrank
Menge: bis zur Markierung MAX FILL je Becher
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt 13 Programme, sechs zum Löffeln, sechs als Softeis, dazu Mix-in, ein Creamerizer-Paddle, das gefrorene Zutaten zerkleinert, ein Programm für proteinreiches Eis und zwei 480-Milliliter-Behälter. Im selben Absatz steht, man könne „vegan oder proteinreich“ Desserts machen, die auf die eigene Ernährung abgestimmt sind. Gewicht 9,45 Kilogramm.
Was die Anleitung zeigt: Die Anleitung beschreibt das Programm Ice Cream als geeignet für Rezepte „mit Milchprodukten und Milchalternativen“. Lite Ice Cream sei für Keto-, Paleo- und vegane Rezepte mit wenig Zucker oder Fett oder mit Zuckerersatz gedacht, Lite Soft Serve ausdrücklich auch für vegane Rezepte, Fruiti für eine milchfreie Fruchtbasis. Die Grundmasse soll mindestens 24 Stunden eingefroren werden; das Gerät ist für Grundmassen zwischen minus 13 und minus 20 Grad ausgelegt, Gefriertruhen rät die Anleitung ab. Ein Rezept mit Mengen für veganes Eis enthält sie nicht. Die technischen Daten nennen 800 Watt.
So entsteht das vegane Eis: Pflanzliche Grundmasse bis zur Markierung MAX FILL in den Becher füllen, Deckel drauf, mindestens 24 Stunden in den Gefrierschrank, nicht in die Gefriertruhe. Becher einsetzen und je nach Masse Lite Ice Cream, Lite Soft Serve oder Fruiti wählen. Ist das Ergebnis krümelig, folgt laut Anleitung ein weiterer Durchgang.
Was übrig bleibt: Die Scoop & Swirl ist das Gerät, das vegane Rezepte am deutlichsten einem Programm zuordnet. Sie ordnet sie allerdings dort ein, wo auch Keto und Paleo stehen: bei den leichten Programmen für wenig Zucker und Fett. Wer eine fette Kokosbasis verarbeitet, findet in der Anleitung keine Aussage, welches Programm dafür das richtige ist. Und wer spontan Lust hat, wartet einen Tag.
Passt: Für alle, die vegane Massen einen Tag im Voraus einfrieren und Eis wahlweise zum Löffeln oder als Softeis wollen.
Passt nicht: Nicht für alle, die ohne Planung arbeiten wollen, und nicht für alle, die ein fertiges veganes Mengenrezept in der Anleitung erwarten.
Spricht dafür
- zwei Programme ausdrücklich für vegane Rezepte
- Fruiti für milchfreie Fruchtbasis
- zwei Becher, Softeis-Ausgabe, Mix-in
- Hersteller mit Anschrift in Frankfurt und kostenloser Helpline
Spricht dagegen
- Grundmasse mindestens 24 Stunden vorfrieren
- kein veganes Mengenrezept in der Anleitung
- vegan nur in den Programmen für wenig Zucker und Fett eingeordnet
- 9,45 kg und 48,5 cm tief
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Ninja Germany GmbH (Garantiegeber laut Anleitung) |
| Anschrift | Rotfeder-Ring 9, 60327 Frankfurt am Main (Anleitung) |
| Gegründet | In der Anleitung nicht genannt. |
| Kontakt | Kundendienst-Helpline 0800 000 9063 (Anleitung) |
| Zeiten | In der Anleitung nicht genannt. |
| Garantie | Zwei Jahre Herstellergarantie laut Anleitung |
| Normen und Zertifikate | Keine Norm genannt; Leistung 800 W laut Anleitung |
| Herkunft | China (Datenfeld) |
| Gewicht | 9,45 kg (Angebot) |
| Seit wann im Handel | Auf der Detailseite nicht ausgewiesen. |
Zwei Programme der Anleitung nennen vegane Rezepte ausdrücklich, ein drittes eine milchfreie Fruchtbasis; Becher-System mit Softeis-Ausgabe.
WMF Küchenminis 3in1

WMF Küchenminis 3in1 Eismaschine für Frozen Joghurt, Sorbet und Eiscreme, Gefrierbehälter 300 ml, Eisportionierer, 30-Minuten-Timer
Preislage: untere Mitte der Auswahl
Kälte: Gefrierbehälter, mindestens 12 Stunden bei −18 °C
Menge: höchstens 300 ml Masse
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt Frozen Joghurt, Eiscreme und Sorbet aus einem kompakten Gerät, 300 Milliliter Eismasse, einen Timer von 1 bis 30 Minuten, spülmaschinengeeigneten Deckel, Rührer und Halterung sowie Rezeptideen. Vegan nennt es nicht. Die Datenfelder nennen 1,07 Kilogramm, Herstellungsjahr 2020 und Deutschland als Ursprungsland.
Was die Anleitung zeigt: Die Anleitung verlangt, den leeren und trockenen Gefrierbehälter mindestens 12 Stunden bei minus 18 Grad aufrecht einzufrieren, die Maschine erst zu starten und dann höchstens 300 Milliliter Masse durch die Öffnung einzufüllen. Unter den Rezepten steht ein „Erdbeereis (vegan & laktosefrei)“ aus 75 Gramm Erdbeeren, 30 Gramm Zucker, 80 Millilitern Sojasahne, 65 Millilitern Sojamilch und einer Prise Salz, rund 20 Minuten in der Maschine. Ein Mangoeis mit einem Esslöffel Kokosmilch und ein Mango-Sorbet kommen ohne tierische Zutaten aus, ohne so bezeichnet zu sein; das Basilikum-Sorbet enthält 150 Gramm Joghurt.
So entsteht das vegane Eis: Behälter am Vorabend leer und trocken aufrecht ins Gefrierfach, mindestens 12 Stunden. Erdbeeren mit Zucker ein bis zwei Stunden ziehen lassen, pürieren, mit Sojadrink und Sojacreme verrühren, kalt stellen. Behälter einsetzen, Timer auf rund 20 Minuten, starten, dann die Masse einfüllen. Für eine zweite Portion braucht es einen zweiten gefrorenen Behälter.
Was übrig bleibt: Die WMF ist das kleinste Gerät der Auswahl und hat das klarste vegane Rezept. 300 Milliliter reichen für zwei, vielleicht drei Portionen; mehr gibt der Behälter nicht her. Wer veganes Eis erst ausprobieren will, bevor er ein Standgerät kauft, fängt hier mit wenig Platz und wenig Gewicht an.
Passt: Für Einzelne oder Paare, die veganes Eis ausprobieren wollen, und für kleine Küchen mit Platz im Gefrierfach.
Passt nicht: Nicht für Familien, nicht für mehrere Sorten am Tag und nicht für alle, die den Behälter nicht 12 Stunden vorfrieren wollen.
Spricht dafür
- ausdrücklich veganes Rezept in der Anleitung
- 1,07 kg, kleinstes Gerät der Auswahl
- Deckel, Rührer und Halterung spülmaschinengeeignet
- höchste Zahl an Rezensionen der fünf
Spricht dagegen
- höchstens 300 ml Masse
- Behälter mindestens 12 Stunden vorfrieren
- vegan im Angebot nicht erwähnt
- Garantiedauer im gelesenen Text nicht gefunden
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | WMF consumer electric GmbH (Anleitung) |
| Anschrift | Messerschmittstraße 4, 89343 Jettingen-Scheppach; Kundendienst Steinstraße 19, 90419 Nürnberg (Anleitung) |
| Gegründet | In den gelesenen Unterlagen nicht genannt. |
| Kontakt | Telefon +49 (0) 7331 256 256, service-wmf@wmf-ce.de (Anleitung) |
| Zeiten | In der Anleitung nicht genannt. |
| Garantie | Die Anleitung verweist auf Garantiehinweise am Ende; eine Dauer stand im gelesenen deutschen Teil nicht. |
| Normen und Zertifikate | Schutzklasse II, 12 W laut Anleitung |
| Herkunft | Deutschland (Datenfeld) |
| Gewicht | 1,07 kg (Datenfeld) |
| Seit wann im Handel | Datenfeld „Herstellungsjahr 2020“. |
Auszeichnung für die kleine Portion: eines von zwei verschiedenen Rezepten in der Auszählung, die ausdrücklich als vegan überschrieben sind, für 300 Milliliter Masse und einen Behälter von gut einem Kilogramm Gerätegewicht.
Unold 48855 Gelato

Unold 48855 Eismaschine Gelato, Speiseeisbereiter 1,5 L, 12 W, LCD-Display, digitaler Timer
Preislage: unterste der Auswahl
Kälte: Gefrierbehälter, mindestens 8 Stunden bei −18 °C
Menge: bis 1.100 ml Masse je Ladung
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt im Titel und in der Aufzählung vegane, laktosefreie und steviahaltige Eiskreationen, ein Volumen für rund 1,5 Liter, Sahneeis in 20 bis 30 Minuten bei vorgekühlten Zutaten, 8 bis 12 Stunden Vorfrieren bei minus 18 Grad, einen Timer von 5 bis 45 Minuten, Rechts-Links-Lauf und einen eloxierten Eisbehälter. Die Datenfelder nennen 3,2 Kilogramm und Herstellungsjahr 2023.
Was die Anleitung zeigt: Die Anleitung nennt 12 Watt, höchstens 1.100 Milliliter Füllmenge und als Kühlflüssigkeit Carboxymethylcellulose, Harnstoff und Wasser. Der Behälter soll mindestens 8 Stunden bei mindestens minus 18 Grad gefrieren; je nach Gefriergerät dauere es 8 bis 22 Stunden, die Schüttelprobe zeigt, ob alles gefroren ist. Zu veganem Eis steht nur ein Satz: Milch könne auch durch Sojadrink ersetzt werden. Alle sechs Rezepte enthalten Milch, Sahne, Ei oder Eiweiß, auch das Campari-Orangen-Sorbet.
So entsteht das vegane Eis: Behälter mindestens 8 Stunden, je nach Gefrierschrank bis 22, aufrecht einfrieren. Masse einige Stunden im Kühlschrank vorkühlen, Milch bei Bedarf durch Sojadrink ersetzen. Behälter einsetzen, höchstens 1.100 Milliliter in die laufende Maschine geben, je nach Rezept 15 bis 40 Minuten laufen lassen.
Was übrig bleibt: Die Unold 48855 ist der günstigste Weg zu einem Liter veganem Eis in dieser Auswahl, aber sie ist zugleich das deutlichste Beispiel dafür, was „vegan“ in einem Titel bedeutet: nichts, was die Anleitung einlöst. Das Gerät kann pflanzliche Massen gefrieren wie jede andere Maschine mit Gefrierbehälter. Das Rezept muss man selbst mitbringen.
Passt: Für alle, die vegane Rezepte schon kennen und einen günstigen Gefrierbehälter mit einem Liter Füllmenge suchen.
Passt nicht: Nicht für alle, die sich auf das Wort vegan im Titel verlassen, und nicht für alle ohne Platz für den Behälter im Gefrierfach.
Spricht dafür
- unterste Preislage der Auswahl
- bis 1.100 ml Füllmenge mit Gefrierbehälter
- 12 W, 3,2 kg
- Kühlflüssigkeit in der Anleitung benannt
Spricht dagegen
- kein veganes Rezept, alle sechs Rezepte mit Milch, Sahne, Ei oder Eiweiß
- Vorfrierzeit im Angebot 8 bis 12, in der Anleitung 8 bis 22 Stunden
- 3,8 Sterne bei 51 Bewertungen, niedrigste der fünf
- Behälter blockiert das Gefrierfach
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | UNOLD AG (Anleitung) |
| Anschrift | Mannheimer Straße 4, 68766 Hockenheim (Anleitung) |
| Gegründet | In den gelesenen Unterlagen nicht genannt. |
| Kontakt | Kundendienst Telefon +49 (0) 62 05/94 18-27, service@unold.de (Anleitung) |
| Zeiten | In der Anleitung nicht genannt. |
| Garantie | 24 Monate ab Kaufdatum, bei gewerblichem Gebrauch 12 Monate, für in Deutschland und Österreich verkaufte Geräte (Anleitung) |
| Normen und Zertifikate | Schutzklasse II laut Anleitung; keine Norm genannt |
| Herkunft | Deutschland (Datenfeld) |
| Gewicht | 3,2 kg (Anleitung und Datenfeld) |
| Seit wann im Handel | Datenfeld „Herstellungsjahr 2023“, Anleitung Stand 25.10.2024. |
Unterste Preislage der Auswahl mit 1.100 Millilitern Füllmenge; „vegan“ steht im Titel, aber kein veganes Rezept in der Anleitung.
Die Unold 48872 Exklusiv, weil Werbung und Anleitung beim veganen Eis zusammenpassen
Die Empfehlung geht an die Unold 48872 Exklusiv. Der Grund ist nicht, dass sie besseres veganes Eis macht; das hat hier niemand geprüft. Der Grund ist, dass sie eines von drei Angeboten ist, bei denen das Wort vegan im Angebot und ein Hinweis in der deutschen Anleitung zusammenkommen, und das einzige dieser drei mit einem ausdrücklich veganen Rezept mit Mengen.
Dazu kommt die Bauart. Mit Kompressor muss kein Behälter vorgefroren und keine Grundmasse einen Tag vorher eingefroren werden. Mit 1.500 Millilitern Füllmenge macht sie die größte Ladung der Auswahl, und ihre Anleitung nennt für kalte Massen rund 30 Minuten. Wer eine Grundmasse am Vormittag anrührt und kalt stellt, hat am Nachmittag Eis.
Die Anleitung der 48872 ist zudem bei den allgemeinen Hinweisen genauer als die meisten. Sie verlangt kühlschrankkalte Massen, nennt die Wartezeit von fünf Minuten zwischen zwei Starts des Kompressors und erklärt, warum Sorbet nach dem Programm noch kurz in den Gefrierschrank gehört. Die Anschrift des Herstellers und die Garantiebedingungen stehen in der Anleitung.
Wer mehr über die anderen Unold-Modelle wissen will, auch über die 48845 mit demselben veganen Schokoladeneis in der Anleitung, findet sie auf der Seite zu Unold-Eismaschinen im Vergleich. Was gegen die Empfehlung spricht, steht am Ende dieser Seite in der Gegenprobe.
Was eine Ladung veganes Eis an Strom kostet
Die Stromkosten hängen an Leistung und Laufzeit, und für veganes Eis gelten dieselben Zahlen wie für Milcheis. Unold nennt für die 48872 180 Watt und für kalte Massen rund 30 Minuten; das Programm ist auf 60 Minuten voreingestellt, das Nachfrieren im Programm Gefrieren auf 30. KLAMER nennt 180 Watt und 2 Liter Eis in 30 Minuten. Die beiden Geräte mit Gefrierbehälter, WMF und Unold 48855, nennen je 12 Watt; die Kälte kommt dort aus dem Gefrierschrank.
Gerechnet mit dem Strompreis für Haushalte nach der BDEW-Strompreisanalyse vom Herbst 2026, 37,0 Cent je Kilowattstunde: Eine Ladung von 30 Minuten mit 180 Watt braucht 0,09 Kilowattstunden, also gut 3 Cent. Läuft das Programm die vollen 60 Minuten, sind es 0,18 Kilowattstunden oder knapp 7 Cent. Ein Gerät mit 12 Watt braucht für 30 Minuten 0,006 Kilowattstunden, weniger als einen Viertelcent, zuzüglich des Gefrierschranks.
Stromkosten einer Kompressormaschine für veganes Eis
Vorbelegt mit der Unold 48872, einer Eisladung von 30 Minuten und einem Nachfrieren von 30 Minuten je Woche. Die Profile zeigen eine Ladung ohne Nachfrieren und den Sommerbetrieb.
Eisladung, 30 Minuten mit 180 W, einmal je Woche
180 W laut Anleitung, rund 30 Minuten für kalte Massen laut Anleitung, also 0,09 kWh je Ladung; 52 Ladungen im Jahr als Annahme; Strompreis 37,0 ct/kWh nach der BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026
Nachfrieren im Programm Gefrieren, 30 Minuten, einmal je Woche
Programm Gefrieren laut Anleitung mit 30 Minuten voreingestellt, 180 W als Annahme für die volle Laufzeit; 52-mal im Jahr; Strompreis wie oben
- Eisladung, 30 Minuten mit 180 W, einmal je Woche: 4,68 kWh im Jahr mal 0,37 = 1,73 Euro im Jahr
- Nachfrieren im Programm Gefrieren, 30 Minuten, einmal je Woche: 4,68 kWh im Jahr mal 0,37 = 1,73 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 3,46 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 3,46 Euro
| Profil | Eisladung, 30 Minuten mit 180 W, einmal je Woche | Nachfrieren im Programm Gefrieren, 30 Minuten, einmal je Woche | Im Jahr | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Je Woche Eis und Nachfrierenbeide Programme einmal | 4,68 kWh im Jahr1,73 Euro | 4,68 kWh im Jahr1,73 Euro | 3,46 Euro | 17,32 Euro |
| Nur die Eisladungohne Nachfrieren | 4,68 kWh im Jahr1,73 Euro | 0,00 kWh im Jahr0,00 Euro | 1,73 Euro | 8,66 Euro |
| Nur im Sommer, 13 Wochenein Viertel des Jahres | 1,17 kWh im Jahr0,43 Euro | 1,17 kWh im Jahr0,43 Euro | 0,87 Euro | 4,33 Euro |
Unold 48872: 180 W und rund 30 Minuten für kalte Massen, Programm Gefrieren mit 30 Minuten voreingestellt, laut Anleitung; Strompreis BDEW Herbst 2026; Häufigkeit als Annahme, im Rechner veränderbar.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Das Ergebnis liegt bei wöchentlicher Nutzung bei rund 3,50 Euro im Jahr für beide Programme, gut 1,70 Euro für die Eisladung allein. Der Strom ist bei veganem Eis kein Argument für oder gegen ein Gerät. Der größere Posten sind die Zutaten: Kokosmilch, vegane Schokolade, Nüsse und Pflanzendrinks.
Bei der KLAMER kommt das Joghurtprogramm dazu, wenn man veganen Joghurt ansetzt. Die Heizleistung nennt die Anleitung nicht, deshalb lässt sich der Verbrauch für 14 Stunden Ansetzen hier nicht rechnen. Für die Ninja nennt die Anleitung 800 Watt, aber keine Laufzeit je Programm; dazu kommt der Gefrierschrank, der die Becher einen Tag lang kühlt. Wer es genau wissen will, misst eine Ladung mit einem Zwischenstecker.
Bei den Geräten mit Gefrierbehälter verschiebt sich der Verbrauch in den Gefrierschrank. Wie viel er für einen Behälter mehr braucht, hängt von Gerät, Füllung und Umgebung ab und steht in keiner der gelesenen Unterlagen. Für kleine Mengen, wie sie die Seite zu Mini-Eismaschinen für kleine Mengen behandelt, spielt das kaum eine Rolle.
Behälter und Reinigung: was nach Kokos, Nuss und Fruchtpüree zu tun ist
Vegane Grundmassen mit Kokosfett, Nussmus oder Fruchtpüree hinterlassen andere Reste als Milch, und die Anleitungen machen bei der Reinigung keinen Unterschied. Was sie vorgeben, unterscheidet sich aber stark von Gerät zu Gerät. Bei der Unold 48872 sind die entnehmbaren Teile laut Anleitung nicht spülmaschinengeeignet; der Eisbehälter soll nicht in Wasser eingetaucht werden, weil eindringendes Wasser das Lager beschädigen kann.
Bei der WMF dürfen Deckel, Rührer und Halterung in die Spülmaschine. Der Gefrierbehälter muss vollkommen trocken sein, bevor er wieder ins Gefrierfach kommt. KLAMER erlaubt, die Kunststoffteile auf der oberen Ebene der Spülmaschine bei höchstens 60 Grad zu reinigen. Ninja nennt im Angebot spülmaschinengeeignete herausnehmbare Teile. Die Unold 48855 hat laut Angebot einen eloxierten Eisbehälter und ist komplett zerlegbar.
Wer zwischen Milcheis und veganem Eis wechselt, etwa wegen einer Milchallergie im Haushalt, reinigt gründlicher als sonst. Eine eigene Anweisung dafür steht in keiner Anleitung. Unold verlangt allgemein, aus hygienischen Gründen vor jeder Verwendung alle Teile gründlich zu säubern und zu trocknen. Die ausführlichen Reinigungsschritte nach Bauart stehen auf der Seite Eismaschine reinigen.
Bei Geräten mit Gefrierbehälter gibt es eine Besonderheit beim Trocknen. WMF und Unold verlangen, dass der Behälter vollkommen trocken ist, bevor er wieder ins Gefrierfach kommt. Wer nach einer Kokosmasse spült, trocknet also gründlich ab, bevor er den Behälter für die nächste Ladung einfriert.
Für Kokosmassen gilt ein praktischer Punkt, der sich aus den Anleitungen ableiten lässt. Unold verbietet scharfe oder spitze Gegenstände im Eisbehälter, verlangt Kunststoff- oder Holzlöffel und empfiehlt Teigschaber aus Silikon, um den Behälter nicht zu beschädigen. Wer festes Kokoseis aus dem Behälter holt, nimmt also Kunststoff oder Holz, auch wenn es mühsamer ist.
Wenn das vegane Eis zu hart, zu weich oder krümelig wird
Die Fehler bei veganem Eis sind dieselben wie bei Milcheis, nur liegen die Ursachen öfter im Rezept. Zu wenig Zucker kann eine Masse zu weit durchfrieren lassen. Tefal schreibt für die Freezi, alle Zutaten müssten mindestens 7 Prozent Zucker enthalten, um ein vollständiges Durchfrieren zu verhindern; Wasser könne sonst zu Eisblöcken gefrieren. Für die Slush-Programme fügt die Anleitung hinzu, künstliche Süßstoffe trügen nicht zum Zuckerbedarf bei.
Bei der Ninja zeigt sich zu wenig oder zu viel Zucker und Fett anders. Ist die Grundmasse nach der Verarbeitung krümelig, war sie laut Anleitung oft zu kalt, und Re-Spin soll helfen. Ist sie nach der Verarbeitung weich, könne der Fett- oder Zuckeranteil zu hoch sein oder der Gefrierschrank zu warm. Die Lite-Programme für vegane Rezepte sind für Massen mit wenig Zucker oder Fett gedacht.
Bei der KLAMER kann ein anderer Fall eintreten, der mit dem Rezept nichts zu tun hat. Friert das Rührteil in der Eismasse oder am Rand fest, hat sich laut Fehlertabelle der Motor zum Schutz vor Überhitzung abgeschaltet. Das Eis soll dann umgefüllt werden, die Maschine mindestens 30 Minuten ruhen, und für die folgenden Ladungen empfiehlt die Anleitung eine etwas kürzere Rührzeit. Dichte vegane Massen aus Nüssen oder Kokos sind davon nicht ausgenommen.
Bei Sorbet ist weiches Eis oft kein Fehler. Unold schreibt, Fruchteis und Sorbet seien am Ende des Programms außen fest und innen ggf. noch leicht flüssig, und empfiehlt bis zu 15 Minuten im Gefrierschrank. Bei der Unold 48855 stehen zwei Tipps für festeres Eis: die Masse vorher 15 bis 30 Minuten ins Gefrierfach stellen, und Alkohol erst am Ende zugeben, weil er die Gefrierzeit verlängert.
Die Unold 48855 nennt einen Grund, warum Eis im Sommer weicher ausfallen kann: Gerade in der heißen Jahreszeit seien die Temperaturen auch im Kühlschrank etwas höher, weil die Tür öfter geöffnet werde und die Raumtemperatur höher sei. Deshalb rät sie, die Masse vor dem Einfüllen 15 bis 30 Minuten ins Gefrierfach zu stellen, wenn man festeres Eis möchte. Das gilt für eine vegane Masse genauso.
Ist das Eis nach dem Lagern zu hart, hilft Antauen. Die Anleitung der Unold 48872 verlangt, angetautes Eis sofort zu verbrauchen und nicht wieder einzufrieren, und rät, Eis innerhalb einer Woche zu verbrauchen. Für die Lagerung empfiehlt Unold nicht den Eisbehälter des Geräts, sondern einen geeigneten Behälter mit Deckel.
Unold erinnert in der Anleitung der 48872 daran, dass selbst gemachtes Eis keine Konservierungsstoffe enthalte und für den sofortigen Gebrauch bestimmt sei; es verliere nach kurzer Zeit an Geschmack und Qualität. Wer veganes Eis auf Vorrat machen will, macht deshalb lieber kleinere Mengen öfter als eine große Menge selten.
Bei der Lagerung sind sich die Hersteller nicht einig. Unold schreibt für die 48872, das Eis nie im Eisbehälter des Geräts ins Eisfach zu stellen, sondern in einen geeigneten Behälter mit Deckel umzufüllen; KLAMER schreibt, der Eisbehälter sei nur für die Zubereitung gedacht. WMF dagegen erlaubt, das Eis im Gefrierbehälter mit dem zugehörigen Deckel aufzubewahren. Für veganes Eis gilt jeweils die Anleitung des eigenen Geräts.
KLAMER wird bei der Lagerung genauer. Die Anleitung empfiehlt, das Eis rechtzeitig aus der Maschine zu nehmen und im Gefrierfach höchstens minus 10 bis minus 15 Grad einzustellen, damit es cremig bleibt; vor dem Essen solle es 15 bis 30 Minuten im Kühlschrank antauen. Wer das Gefrierfach nicht verstellen will, plant die Antauzeit ein. Für Massen mit wenig Zucker gilt das umso mehr, weil sie nach dem Hinweis von Tefal eher zu weit durchfrieren.
Wer mehr über die Ursachen wissen will, warum Eis in einer Maschine nicht fest wird, und wie sich Gefrierbehälter, Kompressor und Becher dabei unterscheiden, findet die Fehlersuche Schritt für Schritt im Ratgeber zur Maschine, die nicht friert; für Becher-Geräte lohnt zusätzlich der Blick auf die Seite zu den Ninja-Eismaschinen.
Prüfliste vor dem Kauf einer Eismaschine für veganes Eis
Wer die Liste vor dem Kauf durchgeht, braucht dafür die Anleitung des Geräts, nicht nur das Angebot. Bei 18 der 43 Maschinen dieser Auszählung war eine Anleitung mit deutschem Text hinterlegt; an vielen anderen hing nur ein allgemeines Versicherungsdokument.
- Steht in der Anleitung ein veganes Rezept oder wenigstens ein Satz zu pflanzlichen Zutaten, oder nur im Angebot?
- Welche Kältequelle hat das Gerät, und passt die Vorfrierzeit zum eigenen Alltag: 8 bis 22 Stunden, 12 Stunden, 24 Stunden oder keine?
- Wie viel Masse passt in den Behälter: 300 Milliliter, gut ein Liter oder 1,5 Liter?
- Gibt es einen Hochleistungsmixer im Haushalt, wenn Nuss- oder Fruchtmassen geplant sind?
- Enthalten die Sorbet-Rezepte der Anleitung Eiweiß, Gelatine, Joghurt oder Honig?
- Wie viel Zucker verlangt die Anleitung, und wie viel liefert der geplante Pflanzendrink?
- Welche Teile dürfen in die Spülmaschine, und womit soll man den Behälter auskratzen?
- Wer ist Hersteller, mit Anschrift, und wie lange gilt die Garantie?
Die erste Frage ist die wichtigste und die, die das Angebot am wenigsten beantwortet. Bei 15 der 18 Angebote mit dem Wort vegan fand sich in einer deutschen Anleitung kein Gegenstück. Wer ein Gerät nur wegen dieses Wortes in die engere Wahl nimmt, prüft vor dem Kauf, ob die Anleitung als PDF hinterlegt ist, und liest dort nach.
Bei der zweiten und dritten Frage hilft ein Blick in die Profile dieser Seite. Die fünf Geräte decken die Spanne ab: von 300 Millilitern mit Gefrierbehälter bei der WMF über 1.100 Milliliter bei der Unold 48855 und zwei Becher zu 480 Millilitern bei der Ninja bis zu 1.500 Millilitern mit Kompressor bei der Unold 48872. Die KLAMER liegt mit ihrer Drittel-Regel bei rund 0,7 bis 1,3 Litern.
Die Fragen zur Kältequelle und zur Menge sind dieselben wie bei jeder Eismaschine. Wer sie noch nicht beantwortet hat, findet die Unterschiede ausführlich auf der Seite Eismaschine ohne Kompressor, die die Geräte mit Gefrierbehälter vergleicht.
Was in keiner Anleitung steht: Fett, Hafer und Softeis aus Pflanzen
Drei Fragen, die bei veganem Eis naheliegen, beantwortet keine der 17 Anleitungen. Die erste ist das Fett. Unold schreibt, mehr Sahne mache das Eis cremiger, Tefal nennt Fettgrenzen für Milcheis, Ninja ordnet vegane Rezepte bei den Programmen für wenig Fett ein. Wie viel Fett eine pflanzliche Masse braucht, um cremig zu werden, und ob Kokosfett sich dabei verhält wie Milchfett, steht nirgends.
Die zweite ist Hafer. Haferdrinks sind nach dem Landesamt der weitaus häufigste Pflanzendrink im Handel; von 50 untersuchten Drinks waren 36 reine Haferdrinks. In den Eisrezepten der Anleitungen kommt Hafer nicht vor, nur in zwei Slush-Rezepten von Medion. Wer Haferdrink als Basis nimmt, arbeitet ohne Vorlage des Herstellers.
Medion verwendet in seinen Slush-Rezepten 1.280 Milliliter Barista-Haferdrink für einen Strawberry-Matcha-Latte-Slush und 1.700 Milliliter Hafermilch für einen Kürbis-Slush; beide Rezepte enthalten zusätzlich Sirup oder Zucker. Für Eis zum Löffeln lässt sich daraus nur ableiten, dass auch Medion den Drink nicht pur verarbeitet.
Die dritte ist veganes Softeis. Ninja nennt das Programm Lite Soft Serve ausdrücklich für vegane Rezepte. Ein Rezept mit Mengen gibt es dazu in der Anleitung nicht. Wer veganes Softeis aus dem Hahn will, findet zu den Bauarten mehr auf der Seite zur Softeismaschine; vegane Massen sind dort so wenig ein eigenes Thema wie in den Anleitungen.
Was nachzusehen ist, wenn sich die Lage ändert: die Anleitung in der aktuellen Fassung vom Hersteller, dort die Hinweise zu den Rezepten und die Rezepte selbst. Wer wissen will, welche Schwachstellen die Bauarten vor dem Kauf haben, unabhängig vom Rezept, findet sie im Vergleich der Eismaschinen nach Bauart.
Die Gegenprobe: was gegen die Empfehlung spricht
Das stärkste Argument gegen die Unold 48872 steht in ihrer eigenen Anleitung. Von den Rezepten, die man für veganes Eis am ehesten aufschlagen würde, den Sorbets, ist keines vegan. Sechs enthalten Eiweiß, eines Gelatine. Das einzige vegane Rezept ist ein Schokoladeneis. Wer ein Gerät kauft, weil Angebot und Anleitung beim veganen Eis zusammenpassen, bekommt genau ein Rezept und einen Satz zur Sojamilch.
Das zweite Argument ist die Größe. Mit rund 13 Kilogramm, 2 Litern Fassungsvermögen und der obersten Preislage der Auswahl ist die 48872 ein Gerät für Haushalte, die oft und viel Eis machen. Für jemanden, der veganes Eis erst ausprobieren will, ist die WMF mit 300 Millilitern und gut einem Kilogramm die vernünftigere Wahl, mit einem eigenen veganen Rezept.
Dazu kommt, dass die Unold 48872 für veganes Eis nichts kann, was die anderen Kompressormaschinen nicht auch könnten. Ihr Vorteil liegt in der Anleitung, nicht in der Technik. Wer bereits eine Kompressormaschine eines anderen Herstellers hat, gewinnt mit ihr für veganes Eis nichts außer einem Rezept.
Das dritte Argument ist die KLAMER. Ihr Angebot schweigt zum veganen Eis, ihre Anleitung sagt mehr dazu als jede andere: Mixer, Zucker, veganer Joghurt. Wer veganes Eis nicht nach Rezept, sondern nach Regeln machen will, ist mit ihr besser bedient, auch in einer niedrigeren Preislage, und hat dazu ein Joghurtprogramm.
Warum die Empfehlung trotzdem bei der Unold bleibt: Sie ist die Antwort auf die Frage, die hinter der Suche nach einer Eismaschine für veganes Eis steht, nämlich ob man sich auf das Wort im Angebot verlassen kann. Bei ihr kann man es, in bescheidenem Umfang. Bei 15 von 18 Angeboten mit diesem Wort konnte man es nicht. Wer die Gegenargumente für sich stärker gewichtet, nimmt die KLAMER oder die WMF und verliert nichts, was die Unold beim veganen Eis voraus hätte.

