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Wasserfilter-Kanne: fünf Modelle am Maßstab DIN EN 17093

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Wasserfilter-Kanne: fünf Kannen an DIN EN 17093 eingeordnet. Für welche Wasserhärte die Literzahl gilt, wer Silber offenlegt und was die Anzeige zählt.

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Aktualisiert 03.10.2026
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Autor & Redaktion
Sarah Leitner
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Stand des Artikels
Veröffentlicht
03.10.2026
Aktualisiert
03.10.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Ausgewertet sind Herstellerunterlagen, Normtexte und Angebote, Stand 03.10.2026 · kein eigener Test

Wie viel Liter eine Kartusche schafft: 120, nicht 150

„Reduktion der Karbonathärte bis zu 120 L gesichert.“ Der Satz steht in der Gebrauchsanleitung der BRITA MAXTRA PRO, im deutschen Teil, ganz unten, als Fußnote zu einem Sternchen. Davor steht, nach welchem Maßstab geprüft wurde: DIN EN 17093:2018, die europäische Norm für Kannenfilter. Im Angebot steht eine andere Zahl. Dort heißt es, die Kartusche filtere bis zu 150 Liter in vier Wochen. Beide Angaben stimmen. Die 150 Liter sind die maximale Lebensdauer, nach der die Kartusche ausgetauscht werden soll. Die 120 Liter sind die Menge, für die der Kalkschutz nach Normprüfung trägt. Nur die erste Zahl erreicht den Käufer.

Das ist kein Brita-Problem, es ist das Muster dieser Warengruppe. Am 03.10.2026 wurden 25 Wasserfilterkannen ausgewertet, die in der Suche nach „wasserfilter kanne“ als erste nicht gesponserte Treffer erscheinen. In keinem der 25 Angebote steht DIN EN 17093. Zwölf verweisen stattdessen auf amerikanische Normen der Prüforganisation NSF. Neunzehn nennen eine Literzahl je Kartusche, und kein einziges sagt, für welche Wasserhärte sie gilt. Das ist die Angabe, auf die es bei einer Filterkanne ankommt, denn je härter das Wasser, desto früher ist der Ionenaustauscher erschöpft.

Die Herstellerunterlagen sind besser, aber nur stellenweise. Brita nennt die Norm. BWT nennt als einziger Hersteller in der Anleitung die Härte, für die seine Literzahl gilt, beruft sich aber auf eine Norm, die seit 2018 ersetzt ist. Philips, Waterdrop und Aquaphor nennen keine europäische Norm. Diese Seite legt deshalb einen Maßstab an, den es schon gibt: die Punkte, die DIN EN 17093 regelt, und die Kriterien, nach denen die Stiftung Warentest 2022 Wasserfilter geprüft hat. An diesem Maßstab werden fünf Kannen gemessen, aus fünf Marken, aus der unteren, mittleren und oberen Preislage, mit Ionenaustauscher und ohne, aus Kunststoff und aus Glas. Den Überblick über alle Bauarten von der Kanne bis zur Umkehrosmose bietet die Übersichtsseite zu Wasserfiltern.

Wie diese Seite arbeitet: Keine Kanne wurde gekauft, befüllt oder im Labor untersucht. Verglichen wurden die Gebrauchsanleitungen und Produktseiten der Hersteller, die Angebotsseiten mit Kaufbox, die Normbeschreibungen von DIN Media und die veröffentlichten Prüfkriterien der Stiftung Warentest. Wo eine Laborzahl genannt wird, stammt sie aus einer dieser Quellen und steht mit Fundstelle da. Sterne und Bewertungszahlen sind von der Detailseite abgelesen, Prüftag 03.10.2026.

Welche Norm für eine Wasserfilterkanne gilt

Die Norm heißt DIN EN 17093:2018-10 und trägt den Titel „Leitungsungebundene Haushaltsgeräte zur Behandlung von Trinkwasser – Haushaltswasserfiltersysteme – Sicherheits- und Leistungsanforderungen, Kennzeichnung und mitzuliefernde Informationen“. Gemeint sind Kannenfiltersysteme, also genau die Geräte dieser Seite: eine Kanne, ein Trichter, eine Kartusche, durch die das Wasser von selbst läuft. Der Einführungsbeitrag von DIN Media stellt vorweg klar, wofür solche Filter da sind und wofür nicht: Sie dienen nach diesem Text nicht der Wasseraufbereitung zur Herstellung von Trinkwasser, sondern optimieren Wasser, das schon Trinkwasser ist, für bestimmte Anwendungen. Dasselbe steht, fast wörtlich, in der BWT-Anleitung.

Was die Norm regelt, zeigt ihr Inhaltsverzeichnis. Sie definiert Begriffe, die in Angeboten oft fehlen: das Nennvolumen, die maximale Lebensdauer der Kartusche, die Filterwechselanzeige und die Durchlaufzeit. Sie stellt Anforderungen an die Werkstoffe, die mit Wasser in Berührung kommen, an die Freisetzung von Silber und an die mikrobiologische Sicherheit, einschließlich einer Prüfung, ob sich Keime in der Kanne ansiedeln können. Sie legt Leistungsanforderungen fest für die Verminderung von Metallen, von Kesselstein, freiem Chlor und Nitrat, für den Geschmack und für Trihalogenmethane. Und sie verlangt Mindestinhalte für die Gebrauchsanleitung. Der Kalkschutz wird nicht nur chemisch gemessen, sondern auch in einem Kochversuch, in dem sich zeigt, wie viel Kesselstein sich bildet.

DIN EN 17093 hat eine Vorgängerin. DIN 10521:2009-02 regelte „Haushaltswasserfilter auf der Basis von Kationenaustauschern und Aktivkohle“ als rein deutsche Norm. DIN Media führt sie als zurückgezogen und nennt als Ersatz DIN EN 17093:2018-10. Der Änderungsvermerk beschreibt den Übergang knapp: Die Anforderungen an diese Filter stehen jetzt im europäischen Dokument, und es kamen weitere Prüfverfahren hinzu. Wer heute eine Anleitung liest, die sich auf DIN 10521 beruft, liest also einen Verweis auf ein Regelwerk, das seit Oktober 2018 nicht mehr gilt. Das muss nicht heißen, dass die Kartusche schlechter ist. Es heißt, dass ihre Prüfung nach einem Maßstab erfolgte oder beschrieben wird, der nicht mehr der aktuelle ist.

PrüfpunktWas DIN EN 17093 laut Inhaltsverzeichnis regeltWas die Stiftung Warentest 2022 bewertet hatIn wie vielen der fünf Herstellerunterlagen eine Angabe steht
KalkVerminderung von Kesselstein, mit Kochversuch und AbnahmekriterienGesamthärte nach 5, 25, 50, 75 und 100 Prozent der angegebenen Kapazität, Kesselstein im Wasserkocher, Teil der Filterfunktion mit 55 Prozentzwei mit Litern und Bedingung: Brita (120 Liter nach Norm), BWT (120 Liter bei 15 bis 17,8 °dH)
MetalleVerminderung des Gehalts an MetallenReduktion von Blei und Kupferzwei mit Normbezug: Brita (DIN EN 17093), BWT (DIN 10521)
Chlor und Geschmackfreies Chlor, organoleptische Auffälligkeiten, TrihalogenmethaneTrichlormethan als chlororganischer Stoffdrei mit Normbezug: Brita, BWT, Waterdrop (NSF/ANSI 42)
SilberFreisetzung von SilberSilber im Filtrat gemessen, Deklaration in den Sicherheitshinweisen bewertetdrei: Brita, BWT, Aquaphor
Keimemikrobiologische Verunreinigung, Kolonisationsfähigkeit der Kanneeine Woche Stillstand bei Zimmertemperatur, danach der zehnte Liter auf Bakterien und Schimmel untersuchtvier mit Lagerregel für das gefilterte Wasser; Waterdrop ohne Angabe auf der Produktseite
Wechselanzeige und AnleitungBegriff Filterwechselanzeige, Mindestinhalte der Gebrauchsanleitung, KennzeichnungAnleitung, Wechselanzeige und Filtrierdauer als Teil der Handhabung mit 30 Prozentfünf mit einer Anzeige, aber fünf verschiedene Zählweisen

Norminhalt nach dem Inhaltsverzeichnis und dem Einführungsbeitrag auf DIN Media; der Normtext selbst ist kostenpflichtig und wurde nicht eingesehen. Prüfkriterien nach der Seite „So haben wir getestet“ der Stiftung Warentest zum Test 7/2022.

Wasserfilter-Kanne im Vergleich: fünf Kannen am Maßstab der Norm

Die Tabelle legt die fünf Kannen an die Punkte der Norm. Spalte drei zeigt die Literleistung, wie sie in der Herstellerunterlage steht, und darunter, was das Angebot daraus macht. Spalte fünf ist die wichtigste: Sie sagt, ob die Literzahl an eine Wasserhärte oder an eine Normprüfung gebunden ist. Ohne diese Bedingung ist eine Literzahl ein Höchstwert, kein Versprechen. Die Reihenfolge ist keine Rangliste. Die Auszeichnung geht an die Kanne, deren Unterlagen am Maßstab der Norm am vollständigsten sind; die Zusatzhinweise in der ersten Spalte nennen, worin die anderen Kannen vorn liegen.

KanneKartusche und FiltermediumLiterleistung laut Unterlage (Angebot)Wechsel spätestensKalkangabe mit BezugNorm in der HerstellerunterlageSilber offengelegtFassungsvermögenSterne (Bewertungen)Angebot
BRITA Wasserfilter-Kanne Marella mit MAXTRA PRO Pure PerformanceBRITA Marella Unsere EmpfehlungMAXTRA PRO Pure PerformanceIonenaustauscher-Perlen, Aktivkohle aus Kokosnussschalen, zwei Filtergewebe gegen Partikel ab 30 Mikrometer150 Liter oder 4 Wochen; Kalkreduktion nach DIN EN 17093 bis 120 Liter gesichertAngebot: bis zu 150 Liter in 4 Wochen4 Wochen120 Liter nach DIN EN 17093; 150 Liter bei 10 bis 12 °dH laut Brita-FAQDIN EN 17093:2018 für Blei, Kupfer, Chlor und KarbonathärteAngebot: NSF/ANSI 53 für PFOS und PFOAja, in der Anleitung2,4 Liter4,7 (4.350)Zum Angebot
BWT Tischwasserfilter Vida 2,6 Liter mit Magnesium-KartuscheBWT VidaEinzige Anleitung mit Wasserhärte zur LiterzahlMagnesium MineralizerVier Stufen laut Anleitung: Partikelfilter, Ionenaustausch mit Abgabe von Magnesium statt Calcium, Aktivkohle, Feinfilter120 Liter (ovale) bzw. 100 Liter (runde Kartusche) bei 15 bis 17,8 °dH Gesamthärte; spätestens nach 4 WochenAngebot: keine Literzahl; bis zu 120 Einweg-Flaschen je Kartusche4 Wochen120 Liter bei 15 bis 17,8 °dH, in der AnleitungDIN 10521, zurückgezogen und 2018 durch DIN EN 17093 ersetztAngebot: Datenfeld „NSF-zertifiziert“ ohne Normnummerja, in der Anleitung2,6 Liter4,5 (1.089)Zum Angebot
Philips Water Wasserfilterkanne AWP2933 mit sechs KartuschenPhilips AWP2933Geschmack+ laut Angebot, Micro X-Clean laut HandbuchAktivkohle laut Angebotsfeld; Handbuch und Broschüre nennen kein Filtermediumkeine Literzahl; „alle 30 Tage“ unter der Voraussetzung von 3 Litern am TagAngebot: 150 Liter oder etwa 1 Monat30 TagekeinerkeineAngebot: keinekeine Angabe2,6 Liter Behälter, 1,9 Liter gefiltertes Wasser4,5 (4.301)Zum Angebot
Waterdrop Wasserfilter-Kanne PT-05 mit drei Monaten Laufzeit, 2,5 LiterWaterdrop PT-05Längste Laufzeit: drei Monate je KartuscheWD-PF-01A PlusAktivkohlefaser laut Herstellerseite, „silver-loaded activated carbon“ laut Angebot; kein Ionenaustauscher genannt757 Liter oder 3 MonateAngebot: 757 Liter oder 3 Monate3 Monatekeiner; Herstellerseite: Der Filter senke den TDS-Wert nichtNSF/ANSI 42 und NSF/ANSI 372Angebot: NSF/ANSI 372 und 42nur im Angebot, englisch2,5 Liter4,5 (15.962)Zum Angebot
AQUAPHOR Wasserfilter-Kanne aus Glas 2,5 Liter mit MAXFOR+AQUAPHOR GlasGlaskanne, 200 Liter je Kartusche, Anzeige ohne BatterieMAXFOR+Aktivkohle, Ionenaustauscherharz und AQUALEN-Fasern laut Anleitung; Datenfeld nennt nur Aktivkohlemax. 200 Liter, keine Zeitgrenze; bei sehr hoher Karbonathärte früher wechselnAngebot: bis zu 200 Liter; Datenfeld Filterlebensdauer 60 Tage200 Liter, Angebotsfeld 60 Tagekeiner; Hinweis auf früheren Wechsel bei sehr harter Karbonathärtekeine; Ausgangswasser muss der Trinkwasserverordnung entsprechenAngebot: keineja, in der Anleitung2,5 Liter, Trichter 1 Liter4,3 (499)Zum Angebot

Unsere Empfehlung: BRITA Marella mit MAXTRA PRO. Sie ist die einzige Kanne im Feld, deren Unterlage den geltenden Maßstab nennt, die Stoffe aufzählt, für die nach ihm geprüft wurde, und die Literzahl einschränkt, für die der Kalkschutz gesichert ist. Silber ist offengelegt, der Hersteller hat eine deutsche Anschrift und eine kostenfreie Rufnummer bis 20 Uhr. Die Schwäche liegt im Angebot, das von 150 Litern spricht und die 120 verschweigt, und in den Website-FAQ, in die der Härtebezug ausgelagert ist. Wer sehr hartes Wasser hat, sollte vor dem Kauf die Kanne von BWT ansehen, deren Literzahl für 15 bis 17,8 °dH gilt. Die Auszeichnung ordnet die Unterlagen ein und ist kein Testurteil.

Was der Sprung zwischen den Preislagen bringt, lässt sich an diesen fünf Kannen genau sagen. In der unteren Preislage liegen BWT und Waterdrop: Die eine liefert die einzige Literzahl mit Härtebezug, die andere die längste Laufzeit, aber keinen Kalkschutz. In der mittleren liegen die Marella und das Philips-Set; der Aufpreis kauft bei Brita die besseren Unterlagen und bei Philips einen Kartuschenvorrat für ein halbes Jahr. In der oberen Preislage liegt die Glaskanne von Aquaphor, und der Aufpreis kauft Glas statt Kunststoff, nicht mehr Filterleistung. Ab der mittleren Preislage bringt mehr Geld also keine bessere Kartusche, sondern ein anderes Material oder einen Vorrat.

Die Empfehlung kippt an einer einzigen Angabe: der Härte des eigenen Wassers. Liegt sie bei 10 bis 12 °dH, gilt die Brita-Bedingung, und die Marella ist die Kanne mit den vollständigsten Unterlagen. Liegt sie bei 15 °dH oder darüber, ist die BWT-Kanne mit der Kartusche für hartes Wasser die einzige, deren Literzahl für dieses Wasser ausdrücklich gilt. Liegt sie deutlich unter 8 °dH, ist Kalk kaum ein Thema, und die Frage ist eher, ob überhaupt gefiltert werden muss.

Sterne und Bewertungszahlen von der jeweiligen Detailseite, Stand 03.10.2026. Alle fünf Angebote gehören zu einer Variantenfamilie. Produktpreise stehen bewusst nicht auf dieser Seite; sie ändern sich täglich.

Was in 25 Angeboten über Norm, Liter und Silber steht

Die fünf Kannen der Tabelle sind eine Auswahl. Um zu sehen, ob ihre Lücken typisch sind, wurden am 03.10.2026 die ersten 40 nicht gesponserten Treffer der Suche nach „wasserfilter kanne“ gesichtet und daraus die ersten 25 Kannen in Trefferreihenfolge ausgewertet; reine Kartuschenpacks blieben draußen. Gelesen wurden Titel, Aufzählungspunkte und Datenfelder jedes Angebots. Alle 25 hatten eine Kaufbox. Zwölf der 25 sind Brita-Angebote, das spiegelt die Trefferliste und verzerrt die Auszählung in eine Richtung: Brita schreibt mehr hinein als die meisten.

Datenfeld TDS-Wasserhärte24 von 25Literzahl je Kartusche19 von 25Kühlschrank erwähnt15 von 25NSF-Norm erwähnt12 von 25Silber im Filter1 von 25▶ Härte zur Literzahlkeines von 25▶ DIN EN 17093keines von 25
Angaben in 25 Angeboten für Wasserfilterkannen. Wie viele von 25 Angeboten die jeweilige Angabe in Titel, Aufzählung oder Datenfeldern tragen, Stand 03.10.2026.
Die Werte als Liste
  • Datenfeld TDS-Wasserhärte: 24 von 25
  • Literzahl je Kartusche: 19 von 25
  • Kühlschrank erwähnt: 15 von 25
  • NSF-Norm erwähnt: 12 von 25
  • Silber im Filter: 1 von 25
  • Härte zur Literzahl: keines von 25
  • DIN EN 17093: keines von 25
Eigene Auszählung der Angebotsseiten mit Kaufbox, Suche „wasserfilter kanne“ auf amazon.de, 03.10.2026.

Am häufigsten ist ein Datenfeld, das kein Hersteller in seinen Unterlagen kennt: „Maximale unterstützte TDS-Wasserhärte (PPM)“. 24 der 25 Angebote füllen es, mit Werten zwischen 50 und 1.000. Für dieselbe Brita-Kartusche stehen dort in verschiedenen Angeboten 300, 500 und 600. Eine Kartusche hat aber nicht drei Grenzwerte, und TDS, die Summe aller gelösten Stoffe, ist ohnehin nicht dasselbe wie Härte. Das Feld sagt nichts darüber, wie lange eine Kartusche bei einem bestimmten Wasser hält. Es sieht nur so aus.

Die Literzahl dagegen ist fast überall da: 19 Angebote nennen sie, mit Werten von 150, 200, 500 und 757 Litern. In keinem dieser 19 steht dabei, unter welcher Bedingung sie gilt. Die NSF-Verweise in zwölf Angeboten stammen aus drei Quellen. Zehn Brita-Angebote schreiben, PFAS seien „geprüft nach NSF/ANSI 53“; Waterdrop nennt NSF/ANSI 372 und 42; BWT trägt im Datenfeld „NSF-zertifiziert“, ohne Nummer. Silber, das in drei der fünf Herstellerunterlagen offengelegt ist, erwähnt genau ein Angebot, und zwar auf Englisch. Die Norm, die das alles regelt, kommt in keinem der 25 Angebote vor.

Was folgt daraus für den Kauf? Die Angebotsseite ist für eine Filterkanne keine verlässliche Grundlage, die Anleitung schon eher. Bei vier der fünf Hersteller liegt sie als PDF vor; am Angebot selbst hängt sie nur bei Brita, bei Aquaphor am Angebot eines anderen Modells derselben Reihe. Wer zwei Kannen vergleicht, sollte in der Anleitung nach drei Dingen suchen: der Literzahl mit Härteangabe, dem Hinweis auf Silber und der Lagerregel für das gefilterte Wasser. Steht eines davon nicht drin, ist das schon eine Auskunft über den Hersteller.

Die fünf Wasserfilterkannen einzeln

Zu jeder Kanne stehen hier die Angaben aus der Herstellerunterlage, die Abweichungen im Angebot und was dafür und dagegen spricht, als zweizeilige Tabelle. Hersteller, Kundendienst und Garantie stehen aufklappbar darunter, jeweils mit dem Weg, auf dem sie gefunden wurden. Die Sterne gelten für das einzelne Angebot und dessen Variantenfamilie, nicht für die Kartusche allein. Mit 499 bis 15.962 Bewertungen ist die Rückmeldungslage bei allen fünf breit genug, um Ausreißer zu erkennen, aber nicht, um eine Filterleistung zu beurteilen: Kalk und Keime sieht man nicht.

BRITA Wasserfilter-Kanne Marella mit MAXTRA PRO Pure Performance

BRITA Wasserfilter-Kanne Marella mit MAXTRA PRO Pure Performance

Kartusche MAXTRA PRO Pure Performance · 4,7 Sterne aus 4.350 Bewertungen am 03.10.2026 · Familie mit drei Ausführungen, darunter Packs mit drei Kartuschen

Die Marella ist die einzige Kanne im Feld, deren Unterlage die europäische Norm für Kannenfilter nennt, und zwar mit Stoffliste: Blei, Kupfer, Chlor und Karbonathärte seien nach DIN EN 17093:2018 geprüft. Im selben Satz steht die Einschränkung, die das Angebot weglässt: Gesichert ist die Kalkreduktion für 120 Liter, beworben werden 150. Beides widerspricht sich nicht, denn 150 Liter sind die maximale Lebensdauer der Kartusche und 120 die Menge, für die der Kalkschutz nach Normprüfung trägt. Die Brita-FAQ ergänzen den Härtebezug, den weder Angebot noch Anleitung haben: 150 Liter gelten für Wasser mit 10 bis 12 °dH, härteres Wasser verkürzt die Laufzeit. Im deutschen Teil der Anleitung fehlt dagegen die Tabelle mit Prozentwerten, die der italienische Teil derselben Broschüre für 18 Stoffe abdruckt.

  • Filtermedium: Ionenaustauscher-Perlen, Aktivkohle aus Kokosnussschalen, zwei Filtergewebe gegen Partikel ab 30 Mikrometer
  • Literleistung laut Unterlage: 150 Liter oder 4 Wochen; Kalkreduktion nach DIN EN 17093 bis 120 Liter gesichert
  • Literleistung laut Angebot: bis zu 150 Liter in 4 Wochen
  • Norm in der Unterlage: DIN EN 17093:2018 für Blei, Kupfer, Chlor und Karbonathärte; im Angebot: NSF/ANSI 53 für PFOS und PFOA
  • Silber: ja, in der Anleitung
  • Wechselanzeige: BRITA Memo im Deckel, Display mit vier Balken; dazu ein Kalendereintrag alle vier Wochen über den QR-Code der Packung
  • Material und Spülmaschine: Kunststoff, Kanne und Trichter spülmaschinengeeignet bis 50 °C, Deckel mit Memo nicht
  • Kartuschen im Jahr bei zwei Litern am Tag: 13
Spricht dafürEinzige Unterlage mit DIN EN 17093 und Stoffliste; Gesicherte Kalkleistung in Litern genannt; Silberbehandlung offengelegt; Kostenfreie Rufnummer, Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr; Höchste Bewertung im Feld bei über 4.000 Stimmen.
Spricht dagegenAngebot nennt 150 Liter ohne die 120 gesicherten; Härtebezug nur in den Website-FAQ; Prozenttabelle nur im italienischen Teil; Kein Herkunftsland und kein Gewicht im Angebot.

Passt zu: Haushalten mit ein bis zwei Litern gefiltertem Wasser am Tag und Wasser im mittleren Härtebereich, die für Tee, Kaffee und Wasserkocher weniger Kalk wollen und Wert darauf legen, dass der Hersteller sagt, wofür seine Literzahl gilt.

Passt nicht zu: Wer sehr hartes Wasser hat und mehr als die gesicherten 120 Liter erwartet, wechselt früher und zahlt entsprechend mehr. Wer eine Kanne ohne Kunststoff im Wasserweg sucht, findet hier keine.

Offen geblieben: Was das Memo-Display genau zählt, sagt die Anleitung nicht; beim Smart Light der Glaskanne nennt sie Zeit und Wassermenge. Für welche Ausgangshärte die 120 Liter der Normprüfung gelten, steht weder in der Anleitung noch in den FAQ.

Woher die Angaben stammen: Norm, Silber, gesicherte 120 Liter, Lagerung und Abkochregel stehen in der Gebrauchsanleitung MAXTRA PRO, die als PDF am Angebot hängt. Die 10 bis 12 °dH, die Kapazität der Vorgängerkartusche und die Lagerfähigkeit stammen aus den Kartuschen-FAQ auf brita.de, Anschrift und Register aus dem Brita-Impressum. Sterne, Bewertungszahl und Datenfelder sind am 03.10.2026 auf der Angebotsseite abgelesen.

Hersteller, Kundendienst und Garantie
Firma
BRITA SE, Vorstand Markus Hankammer (Vorsitzender), Stefan Jonitz und Dr. Rüdiger Kraege; Handelsregister HRB 33467, Amtsgericht Wiesbaden
Sitz
Heinz-Hankammer-Straße 1, 65232 Taunusstein
Unternehmensgeschichte
1966 in Taunusstein; laut Unternehmensgeschichte auf brita.de fertigte Gründer Heinz Hankammer die ersten Filter im eigenen Garten
Kundendienst
Verbraucher-Service für Tischwasserfilter 0800 500 1919, kostenfrei aus dem Festnetz; E-Mail über info@brita.net
Servicezeiten
Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr laut Kontaktseite brita.de
Garantie
Angebotsfeld: 2 Jahre. Die Gebrauchsanleitung nennt zusätzlich eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, deren Bedingungen dort nicht stehen; Abwicklung über den Verbraucher-Service
Normen und Kennzeichnung
DIN EN 17093:2018 für Blei, Kupfer, Chlor und Karbonathärte laut Gebrauchsanleitung; im italienischen Teil zusätzlich NSF/ANSI 42-2021 Klasse V und NSF/ANSI 401-2020; im Angebot NSF/ANSI 53 für PFAS
Herkunft
Kein Herkunftsland im Angebot der Marella. Gesucht wurde in den Produktdetails und in der Gebrauchsanleitung; die Glaskanne derselben Marke trägt im Angebotsfeld Deutschland, die Style Essential Polen
Gewicht und Maße
Kein Gewicht in Angebot und Anleitung. Maße laut Angebot 11 mal 26,5 mal 27,5 Zentimeter, Fassungsvermögen 2,4 Liter
Markteinführung
Kein Datum für die Marella. Laut Brita-FAQ löste die MAXTRA PRO die MAXTRA+ ab und hob die Kapazität von 100 auf 150 Liter; ein Jahr nennen die FAQ nicht
Angebot ansehen
BWT Tischwasserfilter Vida 2,6 Liter mit Magnesium-Kartusche

BWT Tischwasserfilter Vida 2,6 Liter mit Magnesium-Kartusche

Kartusche Magnesium Mineralizer · 4,5 Sterne aus 1.089 Bewertungen am 03.10.2026 · Familie mit drei Ausführungen

BWT ist der einzige Hersteller im Feld, der seine Literzahl in der Anleitung an eine Wasserhärte bindet: 120 Liter bei 15 bis 17,8 °dH Gesamthärte für die ovale Kartusche, 100 Liter für die runde. Das ist der Bereich, in dem auch das Prüfwasser der Stiftung Warentest lag. Die Norm, auf die sich dieselbe Anleitung beruft, gilt dagegen nicht mehr: DIN 10521 ist laut DIN Media zurückgezogen und seit Oktober 2018 durch DIN EN 17093 ersetzt. Im Angebot steht stattdessen das Datenfeld „NSF-zertifiziert“, für das die Anleitung keinen Beleg liefert. Die Kartusche tauscht Calcium gegen Magnesium und hebt dessen Gehalt laut Angebot auf 25 bis 30 Milligramm je Liter. Die Anzeige zählt Füllungen und Tage, die Liter muss man selbst ausrechnen.

  • Filtermedium: Vier Stufen laut Anleitung: Partikelfilter, Ionenaustausch mit Abgabe von Magnesium statt Calcium, Aktivkohle, Feinfilter
  • Literleistung laut Unterlage: 120 Liter (ovale) bzw. 100 Liter (runde Kartusche) bei 15 bis 17,8 °dH Gesamthärte; spätestens nach 4 Wochen
  • Literleistung laut Angebot: keine Literzahl; bis zu 120 Einweg-Flaschen je Kartusche
  • Norm in der Unterlage: DIN 10521, zurückgezogen und 2018 durch DIN EN 17093 ersetzt; im Angebot: Datenfeld „NSF-zertifiziert“ ohne Normnummer
  • Silber: ja, in der Anleitung
  • Wechselanzeige: Easy-Control: zählt Füllungen und Tage, nicht Liter; blinkt spätestens nach 28 Tagen
  • Material und Spülmaschine: Polyethylenterephthalat laut Angebotsfeld; Kanne und Trichter spülmaschinengeeignet, Deckel nicht
  • Kartuschen im Jahr bei zwei Litern am Tag: 13
Spricht dafürLiterzahl mit Wasserhärte belegt; Kartuschen getrennt nach Härte ab 15 °dH und bis 14,9 °dH erhältlich; Silber offengelegt; Klare Pausen- und Stillstandsregeln in der Anleitung; Niedrige Preislage.
Spricht dagegenAnleitung beruft sich auf eine zurückgezogene Norm; NSF im Datenfeld ohne Beleg; Anzeige zählt Füllungen statt Liter; Keine Servicezeiten für Tischwasserfilter; Datenfeld nennt als Reinigungsverfahren „Magnete“.

Passt zu: Haushalten mit hartem Wasser ab etwa 15 °dH, die für Tee und Kaffee Kalk reduzieren und dabei Magnesium im Wasser behalten wollen. Dazu allen, die eine Literzahl wollen, deren Bedingung dabeisteht.

Passt nicht zu: Wer mehr als drei Liter am Stück filtern will, muss laut Anleitung danach 15 Minuten pausieren. Wer die Kanne öfter mehrere Tage stehen lässt, verwirft laut Anleitung nach zwei Tagen die erste Füllung und tauscht nach zwei Wochen Stillstand die Kartusche.

Offen geblieben: Ob die Vida die ovale oder die runde Kartusche führt, sagt das Angebot nicht ausdrücklich; die Tabelle der Anleitung nennt Penguin und Slim. Wann BWT die Normangabe auf DIN EN 17093 umstellt, ist nicht bekannt.

Woher die Angaben stammen: Kapazität, Härtebezug, Norm, Silber, Pausenregel und Abkochempfehlung stehen in der Bedienungsanleitung Tischwasserfilter auf bwt.com (Datei manual_twf_de_en_fr_it_nl_pl.pdf). Der Status von DIN 10521 stammt von DIN Media. Sterne, Bewertungszahl und Datenfelder sind am 03.10.2026 auf der Angebotsseite abgelesen.

Hersteller, Kundendienst und Garantie
Firma
Laut Bedienungsanleitung Hersteller und Vertrieb BWT water + more GmbH; das Impressum der Website nennt an derselben Anschrift die BWT Sports & Digital Services GmbH, Firmenbuch FN 534002y, Landesgericht Wels. Deutsche Gesellschaft: BWT Wassertechnik GmbH, Handelsregister HRB 430676, Amtsgericht Mannheim
Sitz
Walter-Simmer-Straße 4, 5310 Mondsee, Österreich; deutsche Gesellschaft Industriestraße 7, 69198 Schriesheim
Unternehmensgeschichte
1990 per Management-Buy-out aus der Benckiser Wasser Technik, laut Unternehmensseite auf bwt.com
Kundendienst
Telefon aus Deutschland 0800 1122322 laut Impressum; die Anleitung nennt nur eine Service-Hotline in Österreich, +43 800 800 555
Servicezeiten
Im Impressum keine Zeiten. Die Kundenservice-Seite nennt Zeiten nur für die Haustechnik, Montag bis Donnerstag 6:30 bis 18 Uhr und Freitag 6:30 bis 16 Uhr, nicht für Tischwasserfilter
Garantie
Herstellergarantie von zwei Jahren auf das Wasserfiltersystem laut Bedienungsanleitung; den elektronischen Wechselanzeiger, ausgelegt auf rund 3,5 Jahre, tauscht BWT bei Defekt über das Service-Team
Normen und Kennzeichnung
DIN 10521 für die mikrobiologischen Anforderungen und den Chlor-, Blei- und Kupferrückhalt laut Anleitung; die Norm ist laut DIN Media zurückgezogen. Angebotsfeld: NSF-zertifiziert, ohne Normnummer
Herkunft
Österreich laut Angebotsfeld Ursprungsland
Gewicht und Maße
798 Gramm laut Angebot; Maße 15 mal 10 mal 30 Zentimeter, Fassungsvermögen 2,6 Liter
Markteinführung
Kein Datum. Gesucht wurde auf der Angebotsseite, in der Bedienungsanleitung und auf bwt.com
Angebot ansehen
Philips Water Wasserfilterkanne AWP2933 mit sechs Kartuschen

Philips Water Wasserfilterkanne AWP2933 mit sechs Kartuschen

Kartusche Geschmack+ laut Angebot, Micro X-Clean laut Handbuch · 4,5 Sterne aus 4.301 Bewertungen am 03.10.2026 · Familie mit sechs Ausführungen; das Angebot ist ein Set aus Kanne und sechs Kartuschen

Die Philips-Kanne kommt mit sechs Kartuschen, also mit einem halben Jahr Vorrat, und ist damit das einzige Set im Feld. An Unterlagen ist sie die schwächste. Das Handbuch nennt keine Literzahl, keine Norm und kein Silber; es rechnet mit drei Litern am Tag und kommt so auf einen Wechsel alle 30 Tage, das wären 90 Liter. Das Angebot nennt 150 Liter. Der Timer ist laut Handbuch „auf sechzig Tage eingestellt“, zwei Sätze später zeigt er zu Beginn 30 Tage an. Hergestellt wird die Kanne nicht von Philips, sondern unter Lizenz von Hong Kong AquaShield, und die ist laut Handbuch auch Garantiegeber. Dazu passt die Supportseite: Für dieses Produkt gibt es nur E-Mail, die Anruf-Schaltfläche ist deaktiviert.

  • Filtermedium: Aktivkohle laut Angebotsfeld; Handbuch und Broschüre nennen kein Filtermedium
  • Literleistung laut Unterlage: keine Literzahl; „alle 30 Tage“ unter der Voraussetzung von 3 Litern am Tag
  • Literleistung laut Angebot: 150 Liter oder etwa 1 Monat
  • Norm in der Unterlage: keine; im Angebot: keine
  • Silber: keine Angabe
  • Wechselanzeige: Digitaler Timer, laut Handbuch „auf sechzig Tage eingestellt“, im selben Abschnitt zeigt er zu Beginn 30 Tage
  • Material und Spülmaschine: Kunststoff; Behälter und Trichter spülmaschinenfest bis 50 °C, Deckel mit Timer nicht
  • Kartuschen im Jahr bei zwei Litern am Tag: gut 12
Spricht dafürSechs Kartuschen im Lieferumfang; Durchfluss in der Broschüre beziffert: 0,3 Liter je Minute; Temperaturgrenze für das Rohwasser genannt: 5 bis 38 °C; 24-Stunden-Regel im Handbuch.
Spricht dagegenKeine Norm, keine Literzahl, kein Silber in den Unterlagen; Angebot nennt 150 Liter, Handbuch rechnet mit 90; Timerangabe im Handbuch widersprüchlich; Kartuschenname im Angebot und im Handbuch verschieden; Lizenznehmer ohne Anschrift, Support nur per E-Mail.

Passt zu: Wer vor allem Geschmack und Chlor verbessern will, wenig Wert auf Normangaben legt und einen Vorrat an Kartuschen gleich mitkaufen möchte.

Passt nicht zu: Wer gegen Kalk filtern will und wissen möchte, wie lange die Kartusche das schafft, findet in den Unterlagen keine Zahl. Wer Garantiefälle telefonisch klären will, erreicht für diese Kanne niemanden.

Offen geblieben: Welche Kartusche genau beiliegt: Das Angebot nennt Geschmack+, das Handbuch Micro X-Clean und Micro X-Clean Ultra. Ob Ionenaustauscher enthalten ist, sagen weder Handbuch noch Broschüre.

Woher die Angaben stammen: Timer, Wechselregel, 24-Stunden-Hinweis, Wassertemperatur und Lizenzvermerk stammen aus dem Benutzerhandbuch (Revision C, September 2022) und der Werbebroschüre vom 1. November 2023 auf der Supportseite philips.de. Sterne, Bewertungszahl, Literzahl und Datenfelder sind am 03.10.2026 auf der Angebotsseite abgelesen.

Hersteller, Kundendienst und Garantie
Firma
Hong Kong AquaShield Health Technology Company Limited, hergestellt und verkauft unter Lizenz von Koninklijke Philips N.V.; Garantiegeber laut Benutzerhandbuch ist AquaShield
Sitz
Keine Anschrift des Lizenznehmers in Handbuch und Broschüre. Herausgeber der deutschen Philips-Website ist die Philips GmbH Market DACH, Röntgenstraße 22, 22335 Hamburg, Handelsregister HRB 74 560
Unternehmensgeschichte
Kein Gründungsjahr des Lizenznehmers. Gesucht wurde in Handbuch, Broschüre und auf der Supportseite philips.de
Kundendienst
Kontakt über die Supportseite philips.de per E-Mail; die Anruf-Schaltfläche ist für dieses Produkt deaktiviert
Servicezeiten
E-Mail-Kontakt Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr laut Supportseite
Garantie
2 Jahre laut Angebotsfeld und Produktseite philips.de; Garantiegeber laut Handbuch der Lizenznehmer AquaShield, nicht Philips
Normen und Kennzeichnung
Keine Norm in Handbuch, Broschüre oder Angebot. Gesucht wurde nach DIN, EN, NSF und Silber in allen drei Unterlagen
Herkunft
China laut Angebotsfeld; die Broschüre nennt China als Herstellungsland der Kanne
Gewicht und Maße
1 Kilogramm laut Angebot für das Set; Maße 26 mal 11 mal 25,5 Zentimeter laut Broschüre, Behälter 2,6 Liter
Markteinführung
Kein Datum. Frühester Beleg ist das Benutzerhandbuch in Revision C vom September 2022, die Broschüre trägt den 1. November 2023
Angebot ansehen
Waterdrop Wasserfilter-Kanne PT-05 mit drei Monaten Laufzeit, 2,5 Liter

Waterdrop Wasserfilter-Kanne PT-05 mit drei Monaten Laufzeit, 2,5 Liter

Kartusche WD-PF-01A Plus · 4,5 Sterne aus 15.962 Bewertungen am 03.10.2026 · Familie mit acht Ausführungen

Die Waterdrop-Kanne arbeitet anders als die übrigen vier: Ihre Kartusche hält drei Monate oder 757 Liter, und sie nennt dafür keinen Ionenaustauscher, sondern Aktivkohlefaser. Zertifiziert ist sie nach NSF/ANSI 42 für Chlor, Geschmack und Geruch und nach NSF/ANSI 372, einer Anforderung an bleifreie Werkstoffe. Das Angebot macht daraus mehr: Es nennt im Datenfeld „Reduziert Blei, Fluor“ und in der Aufzählung Kalzium und Magnesium. Die eigene Produktseite sagt das Gegenteil, der Filter könne den TDS-Wert nicht senken, weil er nützliche Mineralien behalte; die Ersatzfilterseite derselben Domain schreibt wiederum, er entferne TDS. Wer Kalk loswerden will, hat mit dieser Kanne keinen Beleg in der Hand.

  • Filtermedium: Aktivkohlefaser laut Herstellerseite, „silver-loaded activated carbon“ laut Angebot; kein Ionenaustauscher genannt
  • Literleistung laut Unterlage: 757 Liter oder 3 Monate
  • Literleistung laut Angebot: 757 Liter oder 3 Monate
  • Norm in der Unterlage: NSF/ANSI 42 und NSF/ANSI 372; im Angebot: NSF/ANSI 372 und 42
  • Silber: nur im Angebot, englisch
  • Wechselanzeige: Schwerkraftsensor im Deckel, Licht blau, rot blinkend, rot
  • Material und Spülmaschine: Kunststoff; Ersatzfilter nicht spülmaschinengeeignet
  • Kartuschen im Jahr bei zwei Litern am Tag: 4
Spricht dafürLängste Laufzeit im Feld: drei Monate; Zertifizierung mit Normnummer und Prüfstelle; Nur vier Kartuschen im Jahr; Höchste Zahl an Bewertungen im Feld.
Spricht dagegenKein Ionenaustauscher, kein Kalkbeleg; NSF/ANSI 372 betrifft Werkstoffe, nicht die Bleireduktion; TDS-Aussagen auf zwei Seiten derselben Domain widersprechen sich; Produktseite im deutschen Shop auf Englisch; Kein Impressum im Fußbereich, keine deutsche Rufnummer.

Passt zu: Wer weiches oder mittelhartes Wasser hat und nur Chlorgeschmack loswerden will, wenig Kartuschenwechsel möchte und auf Kalkschutz verzichten kann.

Passt nicht zu: Wer gegen Kalk filtert, für Kaffeemaschine oder Wasserkocher, oder wer eine Bleiangabe sucht, die durch eine Reduktionsprüfung gedeckt ist.

Offen geblieben: Welche Stoffe außer Chlor nach NSF/ANSI 42 geprüft sind, nennt die Produktseite nur als Verweis auf ein Leistungsdatenblatt in der Anleitung, das online nicht zu finden war. Eine Silberangabe auf Deutsch fehlt.

Woher die Angaben stammen: Laufzeit, NSF-Normen, Durchfluss, Temperaturbereich und TDS-Aussage stammen von der Produktseite PT-05 und der Ersatzfilterseite WD-PF-01A Plus auf waterdropfilter.de, Hersteller und EU-Büro von der Kontaktseite derselben Domain. Sterne, Bewertungszahl, Silberhinweis und Datenfelder sind am 03.10.2026 auf der Angebotsseite abgelesen.

Hersteller, Kundendienst und Garantie
Firma
Hersteller laut Kontaktseite Qingdao Ecopure Filter Co., Ltd.; EU-Geschäftsbüro ECOLIFE EUROPE INTERNATIONAL LIMITED; Kundendienst über Ecolife Technologies, Inc.
Sitz
No. 13, Yishengbai Road, Environmental Protection Industry Zone, Jimo, Qingdao, China; EU-Büro 3 Rue d’Héliopolis, 75017 Paris
Unternehmensgeschichte
„Seit 2015“ laut Seite zur Markengeschichte auf waterdropfilter.de; ein Impressum im Fußbereich des deutschen Shops gibt es nicht
Kundendienst
E-Mail service@waterdropfilter.com, Telefon +1 888-352-3558 (Rufnummer in den USA), Live-Chat; eine deutsche Rufnummer ist nicht angegeben
Servicezeiten
Fußzeile: „24/7 Support-Team“; Antwort auf Tickets laut Kontaktseite innerhalb von 24 Stunden
Garantie
Herstellerseite: „3-month quality assurance guarantee“ für die Kartusche; für die Kanne keine eigene Garantieangabe
Normen und Kennzeichnung
NSF/ANSI 42 für Chlor, Geschmack und Geruch und NSF/ANSI 372 für bleifreie Werkstoffe laut Herstellerseite; keine europäische Norm
Herkunft
China laut Angebotsfeld Ursprungsland
Gewicht und Maße
0,8 Kilogramm laut Herstellerseite für die Baureihe PT-05 (Modelle WD-PT-05P und WD-PT-05W); Fassungsvermögen 2,5 Liter laut Angebot
Markteinführung
Kein Datum. Die Produktseite im deutschen Waterdrop-Shop ist seit Februar 2023 angelegt
Angebot ansehen
AQUAPHOR Wasserfilter-Kanne aus Glas 2,5 Liter mit MAXFOR+

AQUAPHOR Wasserfilter-Kanne aus Glas 2,5 Liter mit MAXFOR+

Kartusche MAXFOR+ · 4,3 Sterne aus 499 Bewertungen am 03.10.2026 · Familie mit zwei Ausführungen

Die Glaskanne von Aquaphor ist die einzige im Feld, bei der das Wasser nach dem Filtern nur Glas berührt; Deckel und Trichter sind aus Kunststoff. Ihre Kartusche nennt die höchste Literzahl der vier Ionenaustauscher-Kannen, 200 Liter, und die Anleitung setzt keine Zeitgrenze, nur den Hinweis, bei sehr harter Karbonathärte früher zu wechseln. Das Angebotsfeld nennt dagegen 60 Tage. Silber steckt laut Anleitung in den AQUALEN-Fasern, mit Verweis auf ein US-Patent. Eine Norm nennt Aquaphor nicht. Die Anzeige kommt ohne Batterie aus: Ein Zeiger rückt bei jeder Befüllung über die Klappe weiter und misst damit Füllungen, nicht Liter und nicht Tage.

  • Filtermedium: Aktivkohle, Ionenaustauscherharz und AQUALEN-Fasern laut Anleitung; Datenfeld nennt nur Aktivkohle
  • Literleistung laut Unterlage: max. 200 Liter, keine Zeitgrenze; bei sehr hoher Karbonathärte früher wechseln
  • Literleistung laut Angebot: bis zu 200 Liter; Datenfeld Filterlebensdauer 60 Tage
  • Norm in der Unterlage: keine; Ausgangswasser muss der Trinkwasserverordnung entsprechen; im Angebot: keine
  • Silber: ja, in der Anleitung
  • Wechselanzeige: Mechanischer Zeiger im Deckel ohne Batterie, rückt bei jeder Befüllung über die Klappe weiter
  • Material und Spülmaschine: Borosilikatglas, Deckel und Trichter aus Kunststoff
  • Kartuschen im Jahr bei zwei Litern am Tag: knapp 4 bis gut 6
Spricht dafürGefiltertes Wasser in Borosilikatglas; 200 Liter je Kartusche; Anzeige ohne Batterie und ohne Elektroschrott; Silber offengelegt; Nutzungsdauer der Kanne genannt: 5 Jahre.
Spricht dagegenKeine Norm in den Unterlagen; Zeitgrenze nur im Angebotsfeld, nicht in der Anleitung; Anzeige zählt Klappenöffnungen, nicht Liter; Kein Impressum unter aquaphor.de, Telefon nur beim Vertriebspartner; Geringste Bewertungszahl im Feld.

Passt zu: Wer das gefilterte Wasser nicht in Kunststoff stehen lassen will, eine Kanne für den Tisch sucht und mit weniger Kartuschen im Jahr auskommen möchte als bei vier Wochen Laufzeit.

Passt nicht zu: Wer die Kanne in die Kühlschranktür stellen will, sollte die Maße prüfen: Glas ist schwerer und breiter als die schmalen Kunststoffkannen. Wer eine geprüfte Kalkleistung sucht, findet keine Zahl mit Bedingung.

Offen geblieben: Wie lange die 200 Liter bei welcher Härte reichen, nennt die Anleitung nicht. Ob die Anzeige auch weiterrückt, wenn die Klappe ohne Befüllung geöffnet wird, beschreibt sie nicht.

Woher die Angaben stammen: Filtermedium, Silber, 200 Liter, Trichtervolumen, Anzeige, Gewährleistung und Nutzungsdauer stehen in der Gebrauchsanleitung für die Modelle Amethyst, Compact, Glass, Jasper, Lago, Onyx und Time, die als PDF am Angebot der Compact hängt. Kontakt und Vertrieb stammen von aquaphor.com/de-de. Sterne, Bewertungszahl und Datenfelder sind am 03.10.2026 auf der Angebotsseite abgelesen.

Hersteller, Kundendienst und Garantie
Firma
Hersteller laut Gebrauchsanleitung Aquaphor International OÜ; Vertrieb in Deutschland AQUAPHOR GmbH
Sitz
L. Tolstoi 2A, 40231 Sillamäe, Estland; Vertrieb Edisonstraße 63, 12459 Berlin
Unternehmensgeschichte
Kein Gründungsjahr. Gesucht wurde auf der Unternehmensseite aquaphor.com/de-de/company, auf der Kontaktseite und in der Gebrauchsanleitung
Kundendienst
E-Mail kontakt@aquaphor.com. Eine Rufnummer nennt nur der offizielle DACH-Partner Aquintos Wasseraufbereitung GmbH in Voerde, +49 2855 89 69 860. Unter aquaphor.de/impressum steht kein Impressum (Antwort 404)
Servicezeiten
Keine Zeiten auf der Kontaktseite und in der Anleitung
Garantie
Gesetzliche Gewährleistung von 2 Jahren ab Verkaufsdatum laut Anleitung; Nutzungsdauer der Kanne ohne Kartusche 5 Jahre ab Inbetriebnahme; Kratzer und Risse aus der Benutzung gelten nicht als Reklamationsgrund
Normen und Kennzeichnung
Keine Norm in der Gebrauchsanleitung; dort nur der Hinweis, das Ausgangswasser müsse der Trinkwasserverordnung entsprechen
Herkunft
Estland laut Angebotsfeld Ursprungsland und Herstellerangabe in der Anleitung
Gewicht und Maße
1,04 Kilogramm laut Angebot; Maße 12 mal 18 mal 23,6 Zentimeter
Markteinführung
Kein Datum. Gesucht wurde auf der Angebotsseite, in der Anleitung und auf aquaphor.com
Angebot ansehen

Tischwasserfilter mit Ionenaustauscher oder nur Aktivkohle

In einer Filterkanne arbeiten meist zwei Stoffe. Der Ionenaustauscher hält Calcium und Magnesium fest, die Bestandteile der Härte, und gibt dafür andere Ionen ab. Laut Stiftung Warentest sind das bei den üblichen Kartuschen Wasserstoffionen; das Wasser wird anfangs weicher und saurer und enthält weniger Mineralien. BWT tauscht laut eigener Anleitung Calcium gegen Magnesium, das Wasser behält also einen Teil seiner Mineralien und schmeckt laut Hersteller weniger sauer. Die Aktivkohle bindet Chlor und andere Stoffe, die Geruch und Geschmack stören. Ohne Ionenaustauscher gibt es keinen Kalkschutz, ohne Aktivkohle keinen Chlorschutz.

Vier der fünf Kannen kombinieren beides: Brita, BWT und Aquaphor sagen es in der Anleitung, Philips nennt im Datenfeld nur Aktivkohle und in Handbuch und Broschüre gar kein Medium. Die Waterdrop-Kanne setzt auf Aktivkohlefaser und nennt keinen Ionenaustauscher. Konsequent schreibt Waterdrop auf der eigenen Produktseite, der Filter senke den TDS-Wert nicht, weil er nützliche Spurenelemente behalte; wer gelöste Stoffe entfernen wolle, solle eine Umkehrosmoseanlage wählen. Das Angebot derselben Kanne zählt trotzdem Kalzium und Magnesium zu den Stoffen, die reduziert würden. Wer mit einer Filterkanne Kalk aus dem Wasserkocher fernhalten will, braucht einen Ionenaustauscher, und für die Waterdrop-Kanne gibt es dafür keinen Beleg.

Wie viel der Kalkschutz im Gerät bringt, hängt am Wasser und am Gerät. Für Kaffeevollautomaten mit eigenem Filter ist die Frage, ob eine Kanne vorgeschaltet sinnvoll ist, eine eigene; die Seite zur Wasserhärte im Kaffeevollautomaten erklärt die Härtestufen der Automaten, die Umrechnung zwischen Millimol und Grad deutscher Härte und wann eine Filterpatrone nichts bringt.

Wasserfilter-Kanne gegen Kalk: für welche Wasserhärte die Literzahl gilt

Eine Kartusche hat eine feste Menge Austauscherharz. Je mehr Calcium und Magnesium im Wasser sind, desto schneller ist es belegt. Eine Literzahl ohne Härteangabe beschreibt deshalb einen Durchschnitt, den der Käufer nicht kennt. Nur zwei Hersteller nennen eine Bedingung. BWT schreibt in die Anleitung, die Kapazität betrage 120 Liter bei einer Gesamthärte von 15 bis 17,8 °dH. Brita nennt in den Kartuschen-FAQ seiner Website 150 Liter bei 10 bis 12 °dH und setzt hinzu, härteres Wasser verkürze die Lebensdauer. Die beiden Literzahlen gelten also für verschiedenes Wasser und sind nicht direkt vergleichbar.

hartes Wasser laut Verbraucherzentrale: 14 bis 21 °dH48121620Angaben in °dH✗ Brita, untere Grenze 10✗ Brita, obere Grenze 12✓ BWT, untere Grenze 15✓ Prüfwasser Warentest 16,5✓ BWT, obere Grenze 17,8
Für welche Wasserhärte die Literangaben gelten. Härtebezug der Literzahlen von Brita und BWT, Prüfwasser der Stiftung Warentest und die Grenze zu hartem Wasser nach Verbraucherzentrale, in Grad deutscher Härte.
  • hartes Wasser laut Verbraucherzentrale: 14 bis 21 °dH
  • Brita, untere Grenze: 10 °dH — außerhalb des Korridors, 150 Liter gelten für 10 bis 12 °dH laut Brita-FAQ
  • Brita, obere Grenze: 12 °dH — außerhalb des Korridors, härteres Wasser verkürzt die Laufzeit
  • BWT, untere Grenze: 15 °dH — im Korridor, 120 Liter bei 15 bis 17,8 °dH laut Anleitung; eigene Kartusche für Wasser bis 14,9 °dH
  • Prüfwasser Warentest: 16,5 °dH — im Korridor, Test 7/2022, hartes Prüfwasser um 16,5 °dH
  • BWT, obere Grenze: 17,8 °dH — im Korridor, oberes Ende des Bezugsbereichs in der BWT-Anleitung
Brita-FAQ zu Filterkartuschen, BWT-Bedienungsanleitung Tischwasserfilter, Stiftung Warentest Test 7/2022, Verbraucherzentrale Wasserhärte (Stand 28.04.2025).

Was das praktisch bedeutet, zeigt der Warentest von 2022. Geprüft wurde mit hartem Wasser um 16,5 °dH, und gemessen wurde nach einem Viertel, der Hälfte, drei Vierteln und der ganzen angegebenen Kapazität. Fast alle frischen Filter machten aus hartem Wasser weiches. Schon nach dem ersten Viertel der angegebenen Kapazität schafften sie nur noch mittelhartes Wasser, selbst der beste. Der ARD-Marktcheck kam 2026 mit einer kleinen Stichprobe zu einem ähnlichen Bild: Neue Kartuschen reduzierten den Kalk sehr wirksam, bei halber Kapazität deutlich schwächer. Brita entgegnete dort, diese teilweise Eliminierung sei absolut ausreichend; BWT, es müsse nur ein Teil der Härte entfernt werden, um den Kalkschutz über die ganze Laufzeit zu halten.

Die eigene Härte muss niemand schätzen. Nach Paragraf 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes muss der Wasserversorger den Härtebereich mindestens einmal im Jahr mitteilen: weich unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, mittel 1,5 bis 2,5, hart darüber. Die Verbraucherzentrale spricht ab 14 °dH von hartem Wasser. Wer im Bereich der BWT-Angabe liegt, kann mit deren Literzahl rechnen; wer darunter liegt, bekommt bei Brita eine Bedingung, die zu seinem Wasser passt. Wer deutlich über 17,8 °dH liegt, hat für keine der fünf Kannen eine Literzahl, die für ihn gilt, und sollte mit einem früheren Wechsel planen.

Wo der Kalk nicht im Glas, sondern im Gerät stört, ist der Filter nicht die einzige Antwort. Ein Wasserkocher lässt sich mit Zitronensäure oder Essig in wenigen Minuten entkalken, wie es die Seite Wasserkocher entkalken Schritt für Schritt beschreibt. Für viele Haushalte mit mittelhartem Wasser ist das die günstigere Lösung als dreizehn Kartuschen im Jahr.

NSF auf der Kanne: was 42, 53, 372 und 401 bedeuten

NSF ist eine amerikanische Prüf- und Zertifizierungsorganisation, und die Nummern bezeichnen Normen, die in den USA für Wasserfilter gelten. NSF beschreibt sie auf der eigenen Website so: NSF/ANSI 42 betrifft ästhetische Effekte, also Stoffe ohne Gesundheitsbezug wie Chlor, Geschmack, Geruch, Chloramin, Partikel, Eisen, Mangan, Zink und die gelösten Stoffe insgesamt. NSF/ANSI 53 betrifft Stoffe mit Gesundheitsbezug und bietet mehr als 50 einzelne Reduktionsnachweise, darunter Blei. NSF/ANSI 401 deckt bis zu 15 Stoffe ab, die als Spuren im Trinkwasser nachgewiesen wurden, vor allem Arzneimittel, Herbizide und Pestizide. In allen dreien ist die Materialsicherheit nach NSF/ANSI/CAN 372 enthalten.

Diese Unterscheidung entscheidet, was ein Verweis bedeutet. Eine Zertifizierung nach NSF/ANSI 372, wie sie Waterdrop nennt, sagt etwas über den Bleigehalt der Werkstoffe, aus denen die Kanne gebaut ist. Sie sagt nichts darüber, ob die Kartusche Blei aus dem Wasser holt. Das Waterdrop-Angebot schreibt dennoch „Reduziert Blei“ in sein Datenfeld. Bei Brita ist die Lage sauberer: Die Angebote nennen NSF/ANSI 53 ausdrücklich für zwei PFAS-Verbindungen, PFOS und PFOA. Im italienischen Teil der Brita-Anleitung stehen NSF/ANSI 42 für Partikel und NSF/ANSI 401 für 13 Spurenstoffe, darunter Arzneimittel und Pflanzenschutzmittel, jeweils mit einem Mindestwert in Prozent. Im deutschen Teil derselben Broschüre fehlt diese Tabelle.

Ein NSF-Verweis ist also nicht wertlos, aber er ersetzt die europäische Norm nicht. DIN EN 17093 prüft, was in Deutschland bei einer Kanne interessiert: Kalk im Kochversuch, Silber, Keimbesiedlung, Chlor und Metalle, dazu die Anleitung. NSF/ANSI 42 und 53 prüfen Chlor, Geschmack und Gesundheitsstoffe, aber keinen Kesselstein. Wer auf einer Packung nur NSF liest, weiß deshalb wenig über den Kalkschutz, und um den geht es den meisten Käufern einer Filterkanne in Deutschland. Umgekehrt ersetzt DIN EN 17093 keinen NSF-Nachweis für Stoffe, die sie nicht abdeckt, etwa einzelne Arzneimittelreste; wer genau danach fragt, braucht die Zahl aus einer Prüfung nach NSF/ANSI 401 mit Stoffname.

Wasserfilter-Kanne schädlich? Was über Silber in der Kartusche bekannt ist

Silber steckt in den meisten Kartuschen, weil es Keime im feuchten Filtermaterial bremst. Brita behandelt das Filtermaterial laut Anleitung „aus hygienischen Gründen“ mit Silber und schreibt, es könne eine geringe Menge an das Wasser abgegeben werden, entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. BWT sagt dasselbe fast wortgleich. Aquaphor nennt Silber in seinen AQUALEN-Fasern und verweist auf ein US-Patent. Philips schreibt in Handbuch und Broschüre nichts dazu. Waterdrop erwähnt Silber nur im Angebot, auf Englisch, als „silver-loaded activated carbon“.

Wie viel Silber ins Wasser gelangt, nennt keiner der fünf Hersteller als Zahl. Die Norm regelt die Freisetzung von Silber in einem eigenen Abschnitt, die Stiftung Warentest hat Silber im Filtrat gemessen und eigens bewertet, ob die Hersteller den Eintrag in den Sicherheitshinweisen deklarieren. Für den Käufer heißt das: Er kann die Menge nicht vergleichen, aber er kann prüfen, ob sie überhaupt erwähnt wird. Drei von fünf Unterlagen tun das, eine davon ist nur über das Angebot zu erschließen. In 24 von 25 Angeboten kommt Silber gar nicht vor.

Schädlicher als Silber ist nach den vorliegenden Befunden etwas anderes: stehendes, warmes Wasser in einer feuchten Kartusche. Darum geht es im Abschnitt zu Keimen weiter unten. Eine zweite Nebenwirkung nennt Brita in Anleitung und FAQ: Beim Filtern steigt der Kaliumgehalt des Wassers anfangs leicht. Brita rechnet vor, ein Liter enthalte weniger Kalium als ein Apfel, rät aber Menschen mit Nierenerkrankung oder kaliumarmer Diät, vor der Nutzung einen Arzt zu fragen. Die anderen vier Unterlagen schweigen dazu.

Wasserfilter-Kanne mit Anzeige: zählt sie Tage, Füllungen oder Liter?

Alle fünf Kannen haben eine Wechselanzeige, und keine zwei zählen dasselbe. Das ist wichtiger, als es klingt. Eine Anzeige, die nur Tage zählt, meldet bei einem Singlehaushalt zu spät, wenn das Wasser sehr hart ist, und bei einem Vierpersonenhaushalt zu spät, wenn die Literzahl vor dem Datum erreicht ist. Eine Anzeige, die Füllungen zählt, rechnet mit vollen Trichtern. Keine der fünf misst, was im Filter tatsächlich passiert; das räumt auch der SWR in seinem Text zu Tischwasserfiltern ein, nach dem manche Anzeigen nur Nutzungsdauer oder Befüllungen zählen.

KanneWas die Anzeige zähltWann sie meldetStromversorgung
BRITA MarellaMemo-Display mit vier Balken; was es misst, sagt die Anleitung nicht. Das Smart Light anderer Brita-Kannen misst laut Anleitung Zeit und Wassermengeleeres Display blinkt bei fälliger KartuscheBatterie, Lebensdauer rund 5 Jahre
BWT VidaFüllungen und Tage, ausdrücklich nicht Literspätestens nach 28 Tagen, auch wenn die Füllungen nicht erreicht sindElektronik, ausgelegt auf rund 3,5 Jahre
Philips AWP2933Tagebei 00; Handbuch nennt einmal 60 und einmal 30 TageTimer im Deckel; eine Knopfzelle erwähnt nur der englische Warnhinweis des Handbuchs
Waterdrop PT-05Schwerkraftsensor, laut Herstellerseite „in Echtzeit“rot blinkend vor dem Wechsel, rot zum Wechselnicht angegeben
AQUAPHOR GlasBefüllungen über die Klappe; ein Zeiger rückt je Öffnen und Schließen weiterwenn der Zeiger den roten Bereich erreichtmechanisch, ohne Batterie

Die Philips-Angabe verdient einen zweiten Blick. Im Handbuch steht: „Der Timer, zur Anzeige der Restlaufzeit des Filters, ist auf sechzig Tage eingestellt.“ Zwei Absätze weiter: „Zu Beginn werden 30 Tage angezeigt.“ Welche Zahl gilt, lässt sich ohne die Kanne nicht klären. Der Wechselhinweis im selben Handbuch lautet 30 Tage, und so steht es auch in der Broschüre. Wer die Kanne kauft, sollte nach dem ersten Start prüfen, welchen Wert das Display zeigt, und den Wechsel im Zweifel nach 30 Tagen selbst vormerken.

Wer eine Anzeige nicht mag oder ihr nicht traut, kann das Datum auf die Kartusche schreiben. Brita bietet zusätzlich einen Kalendereintrag über den QR-Code der Packung an, der alle vier Wochen erinnert. Für die Kühlschranktür ist die Elektronik im Deckel übrigens kein Hindernis, für die Spülmaschine schon: Bei Brita, BWT und Philips darf der Deckel mit Anzeige nicht hinein.

Wasserfilter-Kanne groß oder klein: Fassungsvermögen, Trichter und Durchlaufzeit

Die Zahl im Titel einer Kanne ist fast immer das Gesamtvolumen, nicht die Menge gefilterten Wassers. Philips nennt beides und zeigt den Abstand: 2,6 Liter Behälter, 1,9 Liter gefiltertes Wasser. Das Angebot von Amazon Basics schreibt 2,3 Liter Kanne und 1,4 Liter gefiltertes Wasser. Aquaphor gibt in der Anleitung das Volumen des Trichters je Modell an, also die Menge, die bei einer Befüllung durch die Kartusche läuft: 0,9 Liter bei der Compact, 1 Liter bei der Glaskanne und der Lago, 1,1 Liter bei der Time, 1,2 Liter bei der Onyx und 1,4 Liter bei Amethyst und Jasper. DIN EN 17093 kennt dafür den Begriff Nennvolumen. In den Angeboten taucht er nicht auf.

Die Bemessung folgt daraus in einem Schritt: Tagesbedarf geteilt durch die Trichterfüllung ergibt die Befüllungen am Tag. Zwei Liter mit der Glaskanne von Aquaphor sind zwei Befüllungen, im Monat also rund 60; der Zeiger der Anzeige rückt bei jeder davon weiter. Bei BWT ist der Zusammenhang in der Anleitung ausdrücklich: Die Penguin-Kanne meldet nach 100 Füllungen oder 28 Tagen, die größere Slim nach 85 Füllungen oder 28 Tagen. Wer mehr als einen Trichter am Stück braucht, wartet. Philips nennt in der Broschüre einen Durchfluss von 0,3 Litern je Minute, eine volle Füllung braucht damit gut sechs Minuten. Waterdrop gibt 0,8 bis 2 Liter je Minute an. BWT verlangt nach mehr als drei Litern hintereinander eine Pause von 15 Minuten, und im ARD-Marktcheck dauerte ein Durchlauf bei einer der vier Kannen teils mehr als 30 Minuten.

Für den Kühlschrank zählt die Tiefe. Laut Angebot misst die Marella 11 Zentimeter in der schmalen Richtung, die Philips-Kanne ebenfalls 11, die BWT Vida 10 und die Glaskanne von Aquaphor 12 mal 18 Zentimeter; für Waterdrop schreibt die Herstellerseite nur, die Kanne passe in die meisten Kühlschranktüren. Vor dem Kauf lohnt das Maßband an der Türablage. Wer das gefilterte Wasser vor allem für den Wasserkocher braucht, kann Kanne und Kocher aufeinander abstimmen, damit eine Trichterfüllung für eine Kochfüllung reicht; Fassungsvermögen und Mindestmengen der Geräte vergleicht die Seite zu Wasserkochern.

Wie oft die Kartusche wechseln, und was das im Jahr kostet

Die Zahl der Kartuschen im Jahr ergibt sich aus der Laufzeitgrenze des Herstellers, solange die Literzahl nicht vorher erreicht wird. Bei zwei Litern gefiltertem Wasser am Tag sind das 730 Liter im Jahr. Brita und BWT setzen vier Wochen, das sind rund 13,0 Kartuschen im Jahr, egal ob in diesen vier Wochen 56 oder 150 Liter durchlaufen. Philips setzt 30 Tage, das sind rund 12,2. Waterdrop setzt drei Monate, also 4. Bei Aquaphor gibt die Anleitung keine Zeitgrenze, nur 200 Liter; bei zwei Litern am Tag sind das 3,65 Kartuschen im Jahr. Hält man sich an die 60 Tage aus dem Angebotsfeld, sind es 6,1.

Die Literzahl greift erst bei mehr Wasser. Eine Brita-Kartusche ist nach vier Wochen bei 5,4 Litern am Tag am Ende ihrer 150 Liter, eine BWT-Kartusche bei 4,3 Litern am Tag am Ende ihrer 120. Wer mehr filtert, braucht entsprechend mehr Kartuschen; wer hartes Wasser hat, bei Brita und Aquaphor nach Herstellerhinweis ebenfalls. Der Rechner unten setzt den Stückpreis als Annahme an. Er stammt aus den Mehrfachpacks der fünf Hersteller am Prüftag und lag dort bei rund 3,80 bis 5,30 Euro je Kartusche. Das Feld ist änderbar, die Profiltabelle rechnet mit demselben Stückpreis für alle Systeme und zeigt deshalb vor allem, wie stark die Zahl der Wechsel den Betrieb bestimmt.

Kartuschenkosten im Jahr nach der Laufzeitgrenze des Herstellers

Ausgangswert sind 13 Kartuschen im Jahr bei vier Wochen Laufzeit, wie bei Brita und BWT. Die Profile rechnen die anderen Laufzeiten mit demselben Stückpreis.

Filterkartuschen

Menge: 365 Tage geteilt durch 28 Tage Laufzeit laut Brita- und BWT-Anleitung, gerundet. Stückpreis als Annahme aus Mehrfachpacks der fünf Hersteller am 03.10.2026, rund 3,80 bis 5,30 Euro je Kartusche, im Feld veränderbar.

  • Filterkartuschen: 13,0 Stück im Jahr mal 4,50 = 58,50 Euro im Jahr

Laufende Kosten: 58,50 Euro im Jahr

Über ein Jahr: 58,50 Euro

Typische Nutzungsprofile mit den Startwerten dieser Seite
ProfilFilterkartuschenIm JahrÜber 5 Jahre
Vier Wochen (Brita, BWT)Zeitgrenze greift bis 5,4 bzw. 4,3 Liter am Tag13,0 Stück im Jahr58,66 Euro58,66 Euro293,30 Euro
30 Tage (Philips)Wechselhinweis im Handbuch12,2 Stück im Jahr54,75 Euro54,75 Euro273,75 Euro
60 Tage (Aquaphor, Angebotsfeld)Zeitangabe nur im Angebot6,1 Stück im Jahr27,38 Euro27,38 Euro136,88 Euro
200 Liter bei 2 Litern am Tag (Aquaphor, Anleitung)keine Zeitgrenze in der Anleitung3,7 Stück im Jahr16,43 Euro16,43 Euro82,13 Euro
Drei Monate (Waterdrop)757 Liter werden bei 2 Litern am Tag nicht erreicht4,0 Stück im Jahr18,00 Euro18,00 Euro90,00 Euro

Laufzeiten aus den Herstellerunterlagen und Angeboten, abgerufen am 03.10.2026. Stückpreis ist eine Annahme aus den Mehrfachpacks am selben Tag und im Feld änderbar.

Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.

Zu den Kartuschen kommt wenig hinzu. Strom braucht keine der fünf Kannen. Brita und BWT bauen eine Elektronik in den Deckel, die laut Hersteller auf rund fünf beziehungsweise 3,5 Jahre ausgelegt ist; bei Aquaphor zählt ein Zeiger ohne Batterie. Das Leitungswasser selbst fällt kaum ins Gewicht. Wichtiger ist die Verfügbarkeit der Kartuschen über Jahre: Brita gibt an, dass versiegelte Kartuschen bei 1 bis 50 °C mehrere Jahre lagerfähig sind, und dass die MAXTRA PRO in alle aktuellen Brita-Kannen passt. Aquaphor nennt für die Kanne selbst eine Nutzungsdauer von fünf Jahren. Die Angebotsfelder zur Ersatzteilverfügbarkeit sind dagegen unbrauchbar: Bei BWT steht dort „4 Wochen“, bei Philips „30 Tage“, offenbar die Laufzeit der Kartusche.

Wie viele Kartuschen ein Haushalt wirklich braucht, hängt also an drei Zahlen: der Tagesmenge, der Härte und der Zeitgrenze des Herstellers. Bei zwei Litern am Tag bestimmt fast immer die Zeitgrenze, bei sechs Litern die Literzahl. Wer Tee in großen Mengen kocht, kommt schnell auf solche Werte; die Seite zur richtigen Wassertemperatur für Tee zeigt, wie viel Wasser je Sorte und Kanne üblich ist.

Wasserfilter-Kanne und Keime: Kühlschrank, 24 Stunden, Abkochgebot

Der Befund, der am meisten Beachtung verdient, betrifft nicht den Filter, sondern die Pause. Die Stiftung Warentest ließ die Kartuschen nach der chemischen Prüfung eine Woche bei Zimmertemperatur stehen, filterte dann weiter und untersuchte den zehnten Liter. In allen Kannen fanden sich Bakterien, in einem Modell zusätzlich Schimmelpilze. Der ARD-Marktcheck fand 2026 bei einer von vier Kannen erhöhte Gesamtkeimzahlen und coliforme Bakterien, die im Ausgangswasser nicht vorkamen, in einer Wiederholung erneut; bei den Kannen von Brita, BWT und Lidl war die Probe unauffällig. Bei derselben Kanne lag in einer Probe auch der Nitritwert über dem Grenzwert, in einer zweiten Probe nicht.

Die Anleitungen ziehen daraus sehr ähnliche Regeln. Gefiltertes Wasser soll kühl stehen und binnen 24 Stunden oder eines Tages verbraucht werden, so steht es bei Brita, BWT, Philips und Aquaphor. BWT empfiehlt zusätzlich, die Kartusche einmal in der Woche abzukochen, bei Nutzungspausen die ganze Kanne mit Kartusche in den Kühlschrank zu stellen, nach zwei Tagen Pause die erste Füllung wegzugießen und nach zwei Wochen Stillstand die Kartusche zu tauschen. Brita rät bei längerer Nichtnutzung, die Kartusche lose in den leeren Trichter zu legen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt ebenfalls den Kühlschrank. Welche Temperatur im Kühlschrank gelten soll, nennen Verordnung, Hersteller und Umweltbundesamt unterschiedlich; die Seite zum Einstellen der Kühlschranktemperatur stellt die vier Angaben nebeneinander.

Ein Fall, den nur zwei Anleitungen regeln, ist das Abkochgebot. Fordert das Gesundheitsamt dazu auf, Leitungswasser abzukochen, gilt das laut Brita und BWT auch für gefiltertes Wasser. Brita formuliert die Reihenfolge knapp: erst filtern, dann abkochen. Ist das Gebot aufgehoben, verlangen beide eine neue Kartusche und eine gereinigte Kanne. Säuglingsnahrung ist ein eigener Fall: Brita, BWT und Aquaphor empfehlen, Wasser für Säuglinge auch nach dem Filtern abzukochen, wie bei ungefiltertem Wasser.

Wasserfilter-Kanne reinigen und die Kartusche entsorgen

Beim Reinigen widersprechen sich die Anleitungen an einer Stelle. BWT verlangt, die Kanne mindestens einmal in der Woche mit Spülmittel zu reinigen und gründlich mit warmem Wasser zu spülen, Kalkflecken auf dem Deckel mit einem Entkalkungsmittel zu entfernen und die Kartusche wöchentlich abzukochen. Aquaphor empfiehlt warmes Wasser mit einem milden Reinigungsmittel, vor der ersten Nutzung und bei jedem Kartuschenwechsel. Brita schreibt, die Kanne solle vor dem ersten Gebrauch, bei jedem Wechsel und regelmäßig gereinigt werden, Kanne und Trichter dürfen bis 50 °C in die Spülmaschine. Philips dagegen: „Verwenden Sie zum Reinigen keine Reinigungsmittel.“ Ein Grund steht nicht dabei. Der SWR rät allgemein zu einer wöchentlichen Reinigung, weil Deckel, Trichter, Ausguss und Ritzen dauernd feucht sind.

Beim Entsorgen gehen die Hersteller zwei Wege. Brita betreibt laut eigenen FAQ seit 1992 ein Recyclingprogramm, sammelt gebrauchte Kartuschen und bringt sie in eine Anlage in Deutschland; dafür müssen die Kartuschen zurückgeschickt oder abgegeben werden. BWT schreibt in die Anleitung, erschöpfte Kartuschen gehörten in den Hausmüll. Die Elektronik im Deckel ist in beiden Fällen ein eigenes Thema: Das Brita Memo und das Smart Light sind batteriebetrieben und sollen am Ende ihrer Nutzungsdauer herausgenommen und nach den gesetzlichen Bestimmungen entsorgt werden, der Easy-Control von BWT ebenso, er lässt sich mit einem Schraubendreher aus dem Deckel heben. Die mechanische Anzeige von Aquaphor erspart diesen Schritt.

Wer sehr viele Kartuschen im Jahr verbraucht, sollte das Rücknahmeangebot in die Rechnung aufnehmen. Dreizehn Kartuschen bei vier Wochen Laufzeit sind dreizehn kleine Kunststoffgehäuse mit Harz und Kohle. Bei drei Monaten Laufzeit sind es vier. Die Wahl des Systems entscheidet hier mehr als das Verhalten beim Entsorgen. Wie der Wechsel bei allen Bauarten abläuft, vom Eintauchen der neuen Kartusche bis zur Rücksendung der alten, beschreibt der Ratgeber Wasserfilter-Kartusche wechseln.

Wasserfilter-Kanne aus Glas oder Kunststoff

Nach „wasserfilter kanne glas“ und „ohne plastik“ wird oft gesucht, und die Antwort ist kürzer, als die Angebote vermuten lassen. Auch bei der Glaskanne von Aquaphor sind Deckel und Trichter aus Kunststoff, die Kartusche ohnehin. Glas ersetzt nur den Behälter, in dem das gefilterte Wasser steht. Brita und Aquaphor werben beim Borosilikatglas damit, dass es geschmacksneutral, hitzebeständig und gegen Verfärbungen beständig sei. Dafür ist die Glaskanne mit 1,04 Kilogramm die schwerste Kanne im Feld, für die ein Gewicht angegeben ist, und sie kann zerbrechen. Wer Glas in der Küche ohnehin bevorzugt, findet dieselbe Abwägung beim Wasserkocher aus Glas; die Seite vergleicht dort Borosilikatglas, Beleuchtung und Reinigung.

Wer den Kunststoff in Deckel und Trichter genauer einordnen will: Was für Kunststoffbehälter in der Küche rechtlich gilt, vom BPA-Verbot bis zu den Migrationsgrenzwerten, steht auf der Seite Mixer aus Glas oder Kunststoff. Für Filterkannen kommt die Spülmaschine dazu: Brita erlaubt Kanne und Trichter laut Anleitung bis 50 °C, das Angebot der Brita-Glaskanne nennt 60 °C, Philips 50 °C; Deckel mit Elektronik dürfen bei allen dreien nicht hinein. Aquaphor empfiehlt warmes Wasser mit einem milden Reinigungsmittel.

Wer konsequent ohne Kunststoff im Wasserweg auskommen will, wird bei Filterkannen nicht fündig; das gilt auch für die teureren Glaskannen. Beim Erhitzen sieht das anders aus: Für den Wasserkocher ohne Plastik gibt es Geräte, bei denen das Wasser nur Glas oder Edelstahl berührt, und das ist der Ort, an dem heißes Wasser lange mit dem Material in Kontakt steht.

Wasserfilter-Kanne kompatibel mit Brita: fremde Kartuschen im Trichter

Die Brita-Kartusche ist so verbreitet, dass andere Hersteller ihre Kannen darauf auslegen. Die Kanne von Amazon Basics ist laut Angebot mit Brita-MAXTRA-Kartuschen kompatibel, Waterdrop verkauft eigene Ersatzkartuschen für Brita-Kannen, und auch die Glaskaraffe von Silberthal wirbt mit Kompatibilität. Umgekehrt steht in der Brita-Anleitung, Brita garantiere eine optimale Filtration nur, wenn MAXTRA-PRO-Kartuschen verwendet werden. Die Brita-FAQ nennen als erste mögliche Ursache, wenn Wasser nicht durchläuft oder nur tropft, eine Kartusche, die nicht original ist.

Für den Käufer heißt das zweierlei. Erstens wechselt mit der Kartusche der Hersteller, dessen Unterlage gilt: Wer eine Fremdkartusche in eine Brita-Kanne setzt, bekommt deren Literzahl, deren Silberangabe und deren Normbezug, oder keine davon. Zweitens dichtet eine Kartusche nur so gut wie ihr Sitz im Trichter. Brita hat dafür das PerfectFit-System und schreibt, man solle die Kartusche tiefer drücken, wenn nichts durchläuft. Läuft Wasser am Filter vorbei, ist es ungefiltert, und keine Anzeige meldet das.

Wer schon eine ältere Brita-Kanne hat, braucht meist keine neue: Laut Brita-FAQ passt die MAXTRA PRO in alle aktuellen Brita-Tischwasserfilter. Für sehr alte Kannen nennt Brita keine Liste. Hier lohnt der Blick auf die Kartuschenform, bevor ein Mehrfachpack gekauft wird. Auf die Frage, warum vorhandene Kartuschen nicht mehr in die Kanne passen, antworten die Brita-FAQ nur mit dem Hinweis, dass PerfectFit allein für Originalkartuschen garantiert werde.

Für wen eine Wasserfilterkanne die falsche Anschaffung ist

Wer Blei im Leitungswasser vermutet, sollte keinen Filter kaufen, sondern das Wasser untersuchen lassen. Das Umweltbundesamt schreibt ausdrücklich, die Anwendung von Filtern zur Bleientfernung sei nicht sinnvoll; bei einer Grenzwertüberschreitung müssten die Bleileitungen entfernt werden, bis dahin solle das Wasser nicht getrunken werden. Die Verbraucherzentrale verweist darauf, dass Häuser, die nach 1973 gebaut wurden, keine Bleirohre haben. Der richtige Weg führt über den Vermieter oder das Gesundheitsamt und eine Wasseranalyse, nicht über eine Kanne, deren Bleireduktion bei zwei von fünf Herstellern überhaupt belegt ist.

Wer Wasser für Säuglinge zubereitet, gewinnt mit einer Filterkanne nichts, denn Brita, BWT und Aquaphor empfehlen, das gefilterte Wasser für Säuglinge trotzdem abzukochen, wie bei Leitungswasser. Die Verbraucherzentrale hält gefiltertes Wasser auch für Kleinkinder und Kranke für nicht nötig. Wer hier sparen will, nimmt frisches, kaltes Leitungswasser und kocht es ab. Wer eine Nierenerkrankung hat oder kaliumarm isst, sollte laut Brita vor dem Gebrauch einen Arzt fragen, weil der Kaliumgehalt beim Filtern anfangs steigt; für diese Gruppe ist die Kanne ohne ärztliche Rücksprache die falsche Wahl.

Wer nur Kalk im Gerät loswerden will, ist mit Entkalken oft besser bedient als mit dreizehn Kartuschen im Jahr. Für den Kaffeevollautomaten zeigt die Seite Kaffeevollautomat entkalken die Intervalle und Mittel, für die Siebträgermaschine die Seite Siebträgermaschine entkalken.

Wer vor allem Tee trinkt und den Kalkfilm auf der Tasse loswerden will, hat mit der Kanne den richtigen Ansatz, sollte aber zuerst die Wassertemperatur prüfen, denn auch sie verändert den Geschmack. Ein elektrischer Teekocher mit Temperaturwahl löst diesen Teil der Frage, ein Filter nur den Kalk.

Wer eigentlich Sprudelwasser will und die Kanne nur kauft, um Flaschen zu sparen, ist beim Wassersprudler richtig. Der filtert nicht, sondern versetzt Leitungswasser mit Kohlensäure; die Übersicht zu Wassersprudlern vergleicht Bauarten und Zylinder. Beides lässt sich kombinieren, nötig ist der Filter dafür nicht.

Die billigere Lösung: Leitungswasser, kalt und frisch gezapft

Die günstigste Wasserfilterkanne ist eine Glaskaraffe ohne Filter. Das klingt nach einem Ausweichen, ist aber die Empfehlung der beiden Stellen, die Trinkwasser in Deutschland am genauesten beobachten. Das Umweltbundesamt schreibt, mehr als 99 Prozent der Messwerte genügten den Anforderungen der Trinkwasserverordnung oder überträfen sie deutlich. Die Verbraucherzentrale hält Wasserfilter aus gesundheitlicher Sicht in der Regel für nicht notwendig und nennt die Werbebehauptungen, Leitungswasser sei belastet, völlig übertrieben. Die Stiftung Warentest überschrieb ihren Test von 2022 mit „Überflüssig bis schädlich“. Welche Behauptungen der Filterwerbung gegen die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung halten, prüft der Faktencheck zu Wasserfiltern.

Was stattdessen hilft, ist einfach. Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung gestanden hat, soll laut Umweltbundesamt ablaufen, bis es merklich kühler aus dem Hahn kommt; das abgelaufene Wasser eignet sich zum Blumengießen. Für Getränke und zum Kochen nimmt man kaltes Wasser. Den Perlator am Hahn rät der SWR ab und zu zu reinigen; wer dort statt des Siebs einen Filter aufschrauben will, findet die Aufsätze im Vergleich der Wasserfilter für den Wasserhahn. Und wer wissen will, was aus seinem Hahn kommt, fragt den Versorger, der die Wasserqualität und den Härtebereich mitteilen muss.

Eine Filterkanne ergibt dann Sinn, wenn das Wasser sehr hart ist und der Geschmack von Tee und Kaffee darunter leidet, oder wenn der Wasserkocher in kurzer Zeit verkalkt. Das sagen auch der SWR und der Hydrologe im ARD-Marktcheck. Für alle anderen ist die Karaffe mit Leitungswasser im Kühlschrank die Lösung, die nichts kostet und die Keimfrage gar nicht erst aufwirft. Wer sein Leitungswasser lieber mit Kohlensäure und aus Glas trinkt, findet beim Vergleich der Wassersprudler mit Glasflasche fünf Geräte und die Frage, wie gut ihr Berstschutz belegt ist.

Woran Sie nach zwei Wochen merken, dass die Kanne nicht passt

Zwei Wochen reichen, um die meisten Fehlkäufe zu erkennen. Drei Anzeichen lassen sich beobachten, ohne etwas zu messen. Erstens der Wasserkocher: Bildet sich nach zwei Wochen wieder ein deutlicher Kalkbelag, obwohl nur gefiltertes Wasser hineinkam, ist das Wasser für diese Kartusche zu hart oder die Kartusche filtert nicht. Zweitens die Durchlaufzeit: Tropft das Wasser nur, sitzt die Kartusche nicht richtig, oder sie wurde nicht nach Anleitung vorbereitet. Drittens die Kühlschranktür: Passt die Kanne nicht hinein, steht sie auf der Arbeitsplatte, und genau dort verkeimt sie.

Was Sie sehenWahrscheinliche UrsacheWas zuerst zu prüfen ist
Kalk im Wasserkocher kommt nach zwei bis drei Wochen zurückHärte über dem Bezugsbereich der Literzahl, Kartusche früher erschöpftHärtebereich beim Versorger nachsehen; bei BWT die Kartusche ab 15 °dH wählen, sonst früher wechseln
Wasser läuft nicht durch oder tropft nurKartusche nicht tief genug eingesetzt, nicht vorbereitet oder nicht originalKartusche tiefer drücken, nach Anleitung wässern; Brita nennt alle drei Ursachen in den FAQ
Schwarze Teilchen im WasserAktivkohleabrieb aus der neuen Kartuschelaut Brita und BWT unbedenklich; erste Füllungen verwerfen, bis das Wasser klar ist
Weiße Ränder in der KanneWasser stand länger als 24 Stunden und ist verdunstetlaut BWT mit der Reinigung zu entfernen; Wasser kürzer stehen lassen
Wasser schmeckt muffigKeime in Kanne oder Kartusche nach einer PauseKanne reinigen, Kartusche tauschen, künftig im Kühlschrank lagern
Anzeige meldet anders als erwartetAnzeige zählt Tage oder Füllungen statt Literin der Anleitung nachlesen, was gezählt wird; bei Philips den Startwert prüfen

Was dann zu tun ist, hängt am Kaufweg. Bei einem Onlinekauf läuft die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen, Brita gibt laut Anleitung zusätzlich eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Eine Kanne, die nicht in die Kühlschranktür passt, lässt sich nicht nachrüsten; eine Kartusche, die das Wasser nicht schafft, schon, etwa durch die härtere Kartuschenvariante bei BWT. Und eine Kanne, die einfach selten benutzt wird, ist kein Fall für die Rücksendung, sondern für ein Gespräch mit sich selbst: Dann war Leitungswasser die richtige Antwort.

Prüfliste vor dem Kauf einer Wasserfilterkanne

Die Liste folgt der Reihenfolge, in der die Fragen beim Kauf auftauchen. Sie funktioniert ohne diese Seite und lässt sich ausdrucken.

  1. Härtebereich beim Wasserversorger nachsehen; er muss ihn mindestens einmal im Jahr mitteilen.
  2. Fragen, wofür gefiltert werden soll: Kalk im Gerät, Geschmack von Tee und Kaffee oder Chlorgeruch.
  3. Für Kalk eine Kartusche mit Ionenaustauscher wählen; reine Aktivkohle senkt die Härte nicht.
  4. Die Gebrauchsanleitung vor dem Kauf öffnen; bei vielen Angeboten hängt sie als PDF an der Seite.
  5. In der Anleitung nach der Literzahl suchen und danach, für welche Härte sie gilt.
  6. Nach einer Norm suchen: DIN EN 17093 ist die geltende europäische Norm, DIN 10521 ist zurückgezogen.
  7. Prüfen, ob die Anleitung Silber im Filter erwähnt.
  8. Die Lagerregel nachlesen: Kühlschrank, Verbrauch binnen 24 Stunden, Verhalten nach Pausen.
  9. Klären, was die Wechselanzeige zählt: Tage, Füllungen oder Liter.
  10. Kartuschen im Jahr ausrechnen: 365 Tage geteilt durch die Zeitgrenze, oder Jahresliter geteilt durch die Literzahl, der höhere Wert gilt.
  11. Maße mit der Kühlschranktür vergleichen, bevor die Kanne bestellt wird.
  12. Hersteller mit Anschrift und erreichbarem Kundendienst bevorzugen.

Wer mehr als drei Punkte nicht beantworten kann, kauft auf Verdacht. Das ist bei einer Filterkanne kein großes Risiko, aber auch kein Grund, es einzugehen.

Wann sich Warten auf die nächste Kanne lohnt

Drei Termine sprechen dafür, die Entscheidung nicht zu überstürzen. Der erste ist eine Rechtsänderung: Ab dem 12. Januar 2028 sinkt der Grenzwert für Blei im Trinkwasser von 0,010 auf 0,005 Milligramm je Liter, so steht es in Anlage 2 der Trinkwasserverordnung. Bleileitungen mussten laut SWR schon bis Januar 2026 entfernt oder stillgelegt werden. Wer wegen Blei über einen Filter nachdenkt, sollte sich auf diese Termine stützen und beim Vermieter nachfragen, nicht auf eine Kanne; das Umweltbundesamt hält Filter zur Bleientfernung für nicht sinnvoll.

Der zweite ist ein veralteter Test. Die Stiftung Warentest hat Wasserfilter zuletzt 2022 geprüft, mit Proben aus dem Herbst 2021. Seither hat Brita die MAXTRA+ durch die MAXTRA PRO ersetzt und die Kapazität laut eigenen FAQ von 100 auf 150 Liter erhöht, begründet mit optimierten Testverfahren. Philips führt im Angebot eine Kartusche Geschmack+, im Handbuch noch Micro X-Clean. Ein neuer Test würde zeigen, ob die neuen Kartuschen bei hartem Wasser länger halten als die alten. Wer bisher ohne Filter ausgekommen ist, verliert nichts, wenn er auf diese Zahlen wartet.

Der dritte ist kein Datum, sondern ein Zustand: die Normangabe. Solange BWT in der Anleitung DIN 10521 nennt, Waterdrop nur NSF und Philips gar nichts, lohnt es sich, bei jedem Kartuschenkauf einen Blick in die neue Anleitung zu werfen. Steht dort eines Tages DIN EN 17093 mit Literzahl und Härtebezug, ist das die Angabe, nach der sich die Entscheidung richten sollte. Wer jetzt kauft, kauft die Kanne für Jahre und die Kartuschen für Wochen; das macht den Kauf der Kanne zur kleineren und die Wahl des Kartuschensystems zur größeren Entscheidung. Die Angaben auf dieser Seite sind Stand 03.10.2026.

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
03.10.2026
Zuletzt aktualisiert
03.10.2026
Verfügbarkeit geprüft
03.10.2026

Datenbasis: Herstellerangaben und Produktdatenblätter, öffentlich einsehbare Händlerdaten zu Preis und Verfügbarkeit sowie die aggregierte Bewertungslage. Vor jeder Aktualisierung prüfen wir, ob die verlinkten Produkte noch bestellbar sind, und tauschen aus, was nicht mehr lieferbar ist.

Quellen dieser Einordnung

  1. 1. Stiftung Warentest: Wasserfilter im Test, Überflüssig bis schädlich (test 7/2022) und So haben wir getestettest.de

    Acht Filter, sechs davon mit Kanne. Prüfwasser um 16,5 Grad deutscher Härte, Filtrate nach 5, 25, 50, 75 und 100 Prozent der angegebenen Kapazität analysiert; frische Filter machten hartes Wasser weich, nach dem ersten Viertel nur noch mittelhart. Nach einer Woche bei Zimmertemperatur Bakterien in allen Kannen, in einer zusätzlich Schimmel. Gewichtung Filterfunktion 55, Einträge wie Silber 15, Handhabung 30 Prozent. Abgerufen 03.10.2026.

  2. 2. DIN Media: DIN EN 17093:2018-10, Haushaltswasserfiltersysteme, Sicherheits- und Leistungsanforderungendinmedia.de

    Einführungsbeitrag: Haushaltswasserfilter dienen nicht der Herstellung von Trinkwasser; Anforderungen an Werkstoffe, Silberfreisetzung, Mikrobiologie, Verminderung von Metallen, Kesselstein, freiem Chlor, Nitrat, THM und Mindestinhalte der Gebrauchsanleitung. Ersatzvermerk: ersetzt DIN 10521:2009-02. Abgerufen 03.10.2026.

  3. 3. DIN Media: DIN 10521:2009-02, Haushaltswasserfilter auf der Basis von Kationenaustauschern und Aktivkohledinmedia.de

    Als zurückgezogen geführt, ersetzt durch DIN EN 17093:2018-10. Belegt, dass sich die BWT-Anleitung auf eine nicht mehr geltende Norm beruft. Abgerufen 03.10.2026.

  4. 4. SWR, ARD-Marktcheck: Brita, BWT und Co., wie gut funktionieren Tischwasserfilter?swr.de

    Laborstichprobe mit vier Kannen vom 28.08.2026: neue Kartuschen reduzieren Kalk wirksam, bei halber Kapazität deutlich schwächer; bei einem Filter erhöhte Keimzahlen und in einer Probe Nitrit über dem Grenzwert; Stellungnahmen von Brita und BWT zur Teilenthärtung. Abgerufen 03.10.2026.

  5. 5. Umweltbundesamt: Trinkwasser aus der Leitung, nachhaltig, gesund, günstigumweltbundesamt.de

    Mehr als 99 Prozent der Messwerte erfüllen die Trinkwasserverordnung; Stagnationswasser nach mehr als vier Stunden ablaufen lassen; Filter zur Bleientfernung nicht sinnvoll. Aktualisiert 23.04.2026, abgerufen 03.10.2026.

  6. 6. Trinkwasserverordnung 2023, Anlage 2 Teil IIgesetze-im-internet.de

    Grenzwert für Blei 0,010 Milligramm je Liter bis zum 11. Januar 2028, ab dem 12. Januar 2028 0,005 Milligramm je Liter. Abgerufen 03.10.2026.

Was zuletzt geändert wurde

  • 03.10.2026: Ersterstellung im neuen Cluster Wasserfilter. Fünf Kannen am Maßstab DIN EN 17093 und an den Prüfkriterien der Stiftung Warentest von 2022 eingeordnet: Literleistung mit und ohne Wasserhärte, Normangabe in Anleitung und Angebot, Silber, Wechselanzeige, Lagerregeln und Kartuschen im Jahr. Dazu 25 Kannen-Angebote auf Norm, NSF-Verweis, Literzahl und Silberangabe ausgezählt.

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