Drei Bauarten und die Frage, die vor ihnen liegt
Ein Schreibtisch kann eine Arbeitshöhe haben oder zwei. Hat er zwei, geschieht der Wechsel entweder von Hand über eine Spindel mit Kurbel oder elektrisch über zwei Motoren und eine Steuerung. Drei Bauarten also, drei Preisniveaus, drei Listen von Ausfallstellen — und eine Entscheidung, die vor jeder Modellwahl liegt.
Diese Seite behandelt genau diese Entscheidung. Sie vergleicht keine Produkte und führt keine Kauflinks; sie ordnet die drei Bauarten nach dem, was sich an ihnen belegen lässt. Für die Kurbelbauart wurden dazu am 29.09.2026 sechs Angebote einzeln aufgerufen und ihre Datenblätter Feld für Feld aufgenommen, weil zu dieser Bauart im Themenfeld bisher keine Auswertung vorlag.
Die Feststellung dieser Seite
Die einfachere Technik ist die teurere. Die sechs geprüften Kurbelangebote kosteten am Erhebungstag zwischen 119,79 und 249,00 Euro, und vier von sechs liefern keine Tischplatte. Das billigste elektrische Gestell, das dieses Themenfeld ausgewertet hat, kostet 69,99 Euro; ein vollständiger elektrischer Tisch mit Platte beginnt bei rund 140 Euro. Der Verzicht auf Motor, Steuerung und Netzteil spart also kein Geld, sondern kostet welches. Und die sechs Kurbelangebote tragen zusammen 43 Bewertungen — ein einzelnes Angebot der Aufsatzbauart in diesem Themenfeld trägt 14.677.
Damit ist die Kurbel als Sparlösung erledigt, und die Entscheidung verschiebt sich auf zwei andere Fragen: ob Verstellbarkeit überhaupt gebraucht wird, und ob man ein Möbel ohne Elektronik haben will. Beides sind gute Gründe, und beide haben nichts mit dem Preis zu tun.
Wer die Entscheidung schon getroffen hat und nur noch ein Modell sucht, ist hier am falschen Platz: Die Angebotsauswertungen stehen in den Vergleichsseiten dieses Themenfelds, geordnet nach Maß, Preisgrenze, Bauform und Gestell. Den Überblick darüber gibt die Kaufberatung zum Schreibtisch.
Sechs Kurbelangebote, Feld für Feld
Die Übersicht ist nach dem Preis am Erhebungstag sortiert. Sie enthält keine Kauflinks, weil diese Seite eine Bauart einordnet und kein Produkt empfiehlt; die Kennungen stehen dabei, damit jede Zahl nachprüfbar bleibt. Die Spalte Platte ist die wichtigste: Bei vier von sechs Angeboten gehört keine dazu.
| Angebot | Verstellbereich im Feld | Platte dabei | Traglast | Preis am Erhebungstag | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| tectake 405111Kennung B0DHDBW86V · Elternnummer B0DJ2SX9F1 | 71 bis 121 cm | nein — Gestell | 70 kg im Feld | 119,79 € | 5,0 bei 4 Bewertungen |
| ACTIFORCE Steelforce 300 HCKennung B0FB4428LV · Elternnummer B0FB44H718 | 62 bis 101 cm | nein — Gestell | 60 kg im Feld | 129,00 € | 3,0 bei 1 Bewertung |
| Spacetronik SPEO113Kennung B0FSKZQSYJ · Elternnummer B0FSL6JYQD | 72 bis 109,5 cm | ja — 100 × 60 cm, 2,5 cm stark | 40 kg im Feld | 139,99 € | 5,0 bei 2 Bewertungen |
| LogiLink EO0027Kennung B099NS1T9X · Elternnummer B08DPM3MWW | 700 bis 1170 mm | ja — 1400 × 600 mm, 18 mm stark | 40 kg im Feld | 149,85 € | 4,8 bei 14 Bewertungen |
| Exeta ergoM M-02-BKennung B09YVGJVK3 · Elternnummer B0DWNBVG9F | 73 bis 121 cm | nein — Gestell | 80 kg im Feld | 159,00 € | 4,8 bei 6 Bewertungen |
| Ergotopia Desktopia BudgetKennung B08T1K9RMS · Elternnummer B07NQMWX7P | 72,5 bis 116,5 cm | nein — das Größenfeld lautet „Ohne Tischplatte" | kein Feld | 249,00 € | 4,6 bei 16 Bewertungen |
Zwei Zahlen fallen aus der Reihe. Das zweite Angebot endet bei 101 Zentimetern und reicht im Stehen damit nur für Körpergrößen bis etwa 1,63 Meter — es ist das einzige der sechs, das seinen eigenen Zweck nicht erfüllt. Und das teuerste Angebot, mit 249 Euro fast doppelt so teuer wie das billigste, trägt im Größenfeld die Angabe „Ohne Tischplatte": Was dort als Größe geführt wird, ist der Lieferumfang.
Die Bewertungsspalte ist die eigentliche Auskunft über diese Bauart. Vier, eine, zwei, vierzehn, sechs und sechzehn Bewertungen — zusammen 43 für sechs Angebote. Zum Vergleich: Die neun Angebotsseiten dieses Themenfelds haben 43 elektrische Tische und Gestelle ausgewertet, und mehrere davon tragen vierstellige Bewertungszahlen. Die Kurbel ist keine Alternative mit eigener Kundschaft, sondern eine Restgröße.
Bemerkenswert ist noch die Traglast. Fünf der sechs Angebote nennen sie in einem Datenfeld — 40, 40, 60, 70 und 80 Kilogramm —, während bei den elektrischen Tischen dieses Themenfelds regelmäßig kein einziges Datenfeld dazu existierte. Ein Gestell ohne Motor hat weniger zu verbergen und offenbar auch weniger Formularvorgaben; die höchsten Werte der ganzen Warengruppe stehen bei den Kurbelgestellen.
Ein Blick auf die Elternnummern lohnt sich auch hier. Bei allen sechs Angeboten weicht sie von der eigenen Kennung ab, die Familien sind aber klein: eine bis drei weitere Ausführungen, meist in einer anderen Farbe, in zwei Fällen in einer anderen Breite. Die Bewertungszahlen gelten damit jeweils der ganzen Familie — bei vier, einer und zwei Bewertungen macht das rechnerisch keinen Unterschied mehr, bei sechzehn schon.
Die Plattenstärke ist die letzte Zahl, die sich lohnt. Zwei der sechs Angebote liefern eine Platte, und beide nennen ihre Stärke im Feld: 18 Millimeter beim einen, 2,5 Zentimeter beim anderen. Damit liegt das Kurbelangebot mit 25 Millimetern über allem, was die elektrischen Tische dieses Themenfelds in dieser Preislage bieten — dort stehen 15 bis 25 Millimeter, und bei zwei Angeboten steht im gleichen Feld eine Zahl, die keine Plattenstärke beschreibt.
Warum die einfachere Technik teurer ist
Der Befund wirkt zunächst widersinnig: Ein Gestell mit Spindel und Kurbel hat weniger Bauteile als eines mit zwei Motoren, einer Steuerbox und einem Netzteil, und trotzdem kostet es mehr. Die Erklärung liegt nicht in der Technik, sondern in der Stückzahl.
Die Werte als Liste
- tectake Kurbelgestell: 119,79 Euro am Erhebungstag
- ACTIFORCE Kurbelgestell: 129 Euro am Erhebungstag
- Spacetronik Kurbel mit Platte: 139,99 Euro am Erhebungstag
- LogiLink Kurbel mit Platte: 149,85 Euro am Erhebungstag
- Exeta Kurbelgestell: 159 Euro am Erhebungstag
- Ergotopia Kurbelgestell: 249 Euro am Erhebungstag
- billigstes Motorgestell im Themenfeld: 69,99 Euro am Erhebungstag
- billigster Motortisch mit Platte: 139,99 Euro am Erhebungstag
Elektrische Hubsäulen werden in Millionenstückzahlen gebaut, und der Motor ist darin das billigste Teil. Eine Spindel mit Kegelradgetriebe, Umlenkung und Kurbelgriff wird in kleinen Serien gefertigt, und jedes Teil daran ist ein Metallteil mit Toleranzen. Die Kurbel spart kein Geld, sie spart Elektronik — und Elektronik ist in dieser Warengruppe der billigste Posten.
Dazu kommt ein zweiter Effekt. Zwei der sechs Kurbelangebote stammen von Marken mit eingetragenem deutschem Rechtsträger, ein drittes von einem Anbieter mit europäischem Markennamen; bei den Motortischen dieses Themenfelds war ein benennbarer Rechtsträger die Ausnahme. Wer in kleinen Stückzahlen und mit Firmensitz verkauft, kalkuliert anders als wer Container mit Gestellen umschlägt.
Für die Entscheidung heißt das: Das Preisargument gehört nicht der Kurbel. Wer wenig ausgeben will und Verstellbarkeit möchte, nimmt ein elektrisches Gestell oder einen fertigen elektrischen Tisch — die Auswertungen dazu stehen im Vergleich der elektrischen Gestelle und im Vergleich unter dreihundert Euro.
Bleibt die Frage, wofür die Kurbel dann gut ist. Die Antwort hat mit Geld nichts zu tun: Sie ist die einzige Verstellbauart ohne Elektronik und ohne Netzanschluss. Wer an einem Ort ohne freie Steckdose arbeitet, wer ein Möbel will, das in fünfzehn Jahren noch mechanisch reparierbar ist, oder wer Elektronik in einem Kinderzimmer vermeiden will, hat damit ein Argument, das kein Motortisch entkräftet.
Eine Einschränkung zum Preisbefund gehört dazu, damit er nicht mehr behauptet, als er trägt. Sechs Angebote sind keine Marktübersicht, und Preise am Erhebungstag sind Momentaufnahmen. Was die Zahlen tragen, ist die Aussage über diese sechs: Keines lag unter dem billigsten elektrischen Gestell des Themenfelds, und keines der vier ohne Platte lag unter dem billigsten vollständigen elektrischen Tisch. Für eine Bauart, die als sparsame Alternative gilt, ist das ein deutliches Ergebnis.
Wie die Datenfelder die drei Bauarten trennen — und wie nicht
Wer in einer Liste nach der Bauart filtern will, braucht ein Feld, das sie trägt. Bei den sechs geprüften Kurbelangeboten wurde deshalb nachgezählt, welches Feld überhaupt etwas über den Antrieb aussagt und wie oft es gefüllt ist.
| Feld | gefüllt | was darin steht |
|---|---|---|
| Hebemechanik | bei drei von sechs | zweimal „Manuell", einmal „Handkurbel" — drei Angebote führen das Feld nicht |
| Ist elektrisch | bei fünf von sechs | fünfmal „Nein". Das ist das verlässlichste Feld der Bauartunterscheidung, und es ist eine Ja-Nein-Angabe |
| Schreibtischdesign | bei sechs von sechs | viermal „Stehpult", zweimal „Schreibtisch" — und beide „Schreibtisch" liefern keine Tischplatte |
| Energiequelle | bei keinem | kein Angebot führt dieses Feld, obwohl es in dieser Warengruppe existiert |
| Enthaltene Komponenten | bei vier von sechs | einmal „abnehmbarer Griff, höhenverstellbare Füße" — die einzige Stelle, an der die Kurbel überhaupt als Bauteil auftaucht |
Das verlässlichste Feld ist eine Ja-Nein-Frage. „Ist elektrisch" ist bei fünf von sechs gefüllt und trägt fünfmal „Nein" — mehr Verlass ist auf keine andere Angabe. Nur trennt dieses Feld zwei Dinge und nicht drei: Ein feststehender Tisch trägt dort ebenfalls „Nein", und aus dem Feld allein lässt sich nicht erkennen, ob ein Tisch eine Kurbel hat oder gar keine Verstellung.
Das Feld, das die Bauart eigentlich benennen soll, ist „Hebemechanik", und es ist nur bei der Hälfte gefüllt. Wo es steht, trägt es zweimal „Manuell" und einmal „Handkurbel" — zwei Wörter für dieselbe Sache. Bei einem nicht aufgenommenen Angebot derselben Warengruppe stand dort „Gasdruckfeder", bei mehreren Motortischen „Pneumatisch". Vier Wörter für drei Bauarten, ungleich verteilt: Wer darüber filtert, sortiert Vokabular.
Kurios ist das Feld „Schreibtischdesign". Alle sechs füllen es, viermal mit „Stehpult" und zweimal mit „Schreibtisch" — und ausgerechnet die beiden mit „Schreibtisch" liefern keine Tischplatte. Ein Angebot nennt im Größenfeld sogar ausdrücklich „Ohne Tischplatte", also den Lieferumfang statt einer Größe. Das Feld, das die Warenart bezeichnet, taugt damit nicht einmal zur Unterscheidung von Gestell und Tisch.
Die Kurbel selbst, das Bauteil, um das es geht, taucht in genau einem Datenfeld eines einzigen Angebots auf: „abnehmbarer Griff, höhenverstellbare Füße" im Feld Enthaltene Komponenten. Bei allen anderen steht sie nur im Titel oder in der Werbeaufzählung. Das Bauteil, das die Bauart definiert, ist in den strukturierten Angaben praktisch nicht vorhanden.
Für die Suche folgt daraus eine unangenehme Konsequenz: Über Datenfelder lässt sich die Kurbelbauart nicht zuverlässig finden. Wer sie sucht, muss über den Titel und die Aufzählung gehen, und dort heißt sie Kurbel, Handkurbel, manuell verstellbar, mechanisch verstellbar oder mit Kurbelverstellung. Fünf Formulierungen für eine Bauart, und keine von ihnen steht in einem Feld, über das eine Liste sortiert werden könnte.
Ein zweites Feld wäre dafür geeignet und ist bei keinem der sechs gefüllt: die Energiequelle. In dieser Warengruppe existiert es, und ein Kurbeltisch hätte dort die einfachste aller Antworten. Dass es leer bleibt, während die Ja-Nein-Angabe „Ist elektrisch" bei fünf von sechs gepflegt wird, zeigt, welche Felder in dieser Warengruppe gefüllt werden: die, die das Formular verlangt, nicht die, die die Ware beschreiben.
Die Frage, an der alles hängt: wie oft würden Sie wechseln?
Alle drei Bauarten beantworten dieselbe Frage unterschiedlich gut, und die Frage lautet nicht „Ist Stehen gesund?", sondern „Wie oft am Tag wechseln Sie die Höhe?". Diese Zahl entscheidet, weil sie den Aufwand je Wechsel mit der Zahl der Wechsel multipliziert.
Die Wege als Liste
- Wie oft würden Sie die Arbeitshöhe ändern?
- Einmal, beim Aufbauen → Feststehender Tisch. Keine Mechanik, keine Elektronik, die Differenz wandert in Plattengröße und Plattenqualität.
- Ein- bis zweimal im Monat, etwa bei wechselnden Nutzern → Kurbel. Der Aufwand je Wechsel fällt bei dieser Häufigkeit nicht ins Gewicht, und es gibt keine Elektronik.
- Ein- bis dreimal am Tag → Motor mit Speicherplätzen. Ohne Speicherplätze bleibt der Tisch nach wenigen Wochen in einer Höhe stehen.
- Mehrmals täglich, aber der Tisch soll bleiben → Aufsatz auf die vorhandene Platte. Er hebt, senkt aber nicht — die sitzende Höhe bleibt die des alten Tisches.
Der zweite Ast verdient eine Erläuterung, weil er der am seltensten bedachte ist. Es gibt eine Lage, in der die Kurbel sachlich richtig ist und der Motor überflüssig: wenn zwei Personen denselben Arbeitsplatz zu verschiedenen Zeiten benutzen und ihre Arbeitshöhen sich um zehn Zentimeter unterscheiden. Dann ist der Höhenwechsel kein Haltungswechsel, sondern eine Einrichtung — und die geschieht einmal pro Nutzerwechsel.
Der dritte Ast ist der häufigste Fall und enthält die wichtigste Einschränkung dieser Seite: Ein Motor ohne Speicherplätze bringt den Wechsel nicht zustande. Wer jedes Mal eine Taste halten und die Höhe suchen muss, hört nach zwei Wochen auf. Bei den Angeboten dieses Themenfelds nennen die meisten drei oder vier Speicherplätze in der Werbeaufzählung, und ein Datenfeld dafür gibt es nicht.
Der vierte Ast führt zur kleinsten Bauart, und sie hat eine eigene Auswertung: den Abgleich der höhenverstellbaren Schreibtischaufsätze. Er ist dann der richtige Weg, wenn die sitzende Arbeitshöhe des vorhandenen Tisches stimmt — und der falsche, wenn sie das nicht tut.
Was ein feststehender Tisch besser macht
Über feststehende Schreibtische wird in Beratungstexten kaum noch geschrieben, und das verzerrt das Bild. Sie haben vier Eigenschaften, die keine verstellbare Bauart erreicht, und alle vier sind nachprüfbar.
Erstens: keine Ausfallstellen. Vier Beine und eine Platte haben nichts, was defekt werden kann außer der Verschraubung. Zweitens: die Plattenstärke. Wo bei verstellbaren Tischen dieses Themenfelds 15 bis 25 Millimeter stehen, sind bei feststehenden Tischen ohne Gewichtsbeschränkung dickere Platten und Massivholz üblich, weil kein Motor sie heben muss.
Drittens: der Stauraum. Ein feststehender Tisch kann einen Unterbau haben, weil unter der Platte nichts vorbeifahren muss. Bei einem verstellbaren Tisch hebt jedes Bauteil unter der Platte die niedrigste nutzbare Arbeitshöhe um seine eigene Bauhöhe an — was das im Einzelnen bedeutet, rechnet der Abgleich der Tische mit Schublade durch.
Viertens: das Gewicht. Ein Gestell mit zwei Motoren, Traverse und Steuerung wiegt ohne Platte zwischen fünfzehn und dreißig Kilogramm und lässt sich nicht zerlegen, ohne die Verkabelung zu lösen. Ein feststehender Tisch besteht aus Platte und Beinen und passt zerlegt in ein Auto. Wer alle zwei Jahre umzieht, rechnet diesen Posten mit.
Was ein feststehender Tisch nicht kann, ist die eine Sache, um die es geht: den Haltungswechsel. Nummer 6.1 Absatz 3 des Anhangs der Arbeitsstättenverordnung verlangt ausreichend Raum für wechselnde Arbeitshaltungen und -bewegungen — eine Anforderung an den Platz, nicht an das Möbel, und ein feststehender Tisch verstößt nicht dagegen. Er macht den Wechsel aber auch nicht leichter.
Ein fünfter Punkt kommt hinzu, der sich schwer beziffern lässt und im Alltag doch zählt: die Standfestigkeit. Ein Tisch mit vier Beinen an den Ecken kippelt nicht, weil die Auflagepunkte am weitesten auseinanderliegen. Ein verstellbares Gestell hat zwei Säulen mit zwei Füßen, und je höher es fährt, desto länger wird der Hebelarm über diesen Füßen. Warum das so ist und welches Bauteil dagegen arbeitet, steht im Vergleich zur Stabilität dieses Themenfelds — bei einem feststehenden Tisch entfällt die Frage.
Was am feststehenden Tisch dagegen ein echter Mangel ist: Er passt nur zu einer Körpergröße. Ein Tisch von 75 Zentimetern ist für 1,62 Meter rund sechs Zentimeter zu hoch, und die üblichen Auswege sind beide zweite Wahl. Ein höherer Stuhl bringt die Füße vom Boden und verlangt eine Fußstütze, die der Anhang der Arbeitsstättenverordnung ausdrücklich nur auf Wunsch und nur dann vorsieht, wenn es anders nicht geht. Die Beine des Tisches abzusägen ist die ehrlichere Lösung und erstaunlich selten falsch.
Die drei Ausfallstellen des Motorantriebs
Ein elektrisch verstellbarer Tisch bringt drei Bauteile mit, die ein feststehender nicht hat. Sie unterscheiden sich darin, wie wahrscheinlich ein Ausfall ist und wie leicht er sich beheben lässt — und die Reihenfolge ist nicht die, die man erwartet.
Das Netzteil ist der wahrscheinlichste Ausfall und der harmloseste. Es ist ein Steckernetzteil mit einer Ausgangsspannung, die meist auf dem Gehäuse steht, und es ist im Zweifel ersetzbar, auch ohne den Hersteller. Wer eines kauft, achtet auf Spannung, Strom und Steckerform — drei Angaben, die bei den Tischen dieses Themenfelds allerdings in keinem Datenfeld stehen.
Die Steuerbox ist der kritische Fall. Sie enthält die Speicherplätze, die Endlagenerkennung und, wo vorhanden, den Kollisionsschutz, und sie ist bei praktisch allen Angeboten dieses Themenfelds ein herstellerspezifisches Teil mit einem eigenen Stecksystem. Fällt sie aus, steht der Tisch in der Höhe, in der er zuletzt stand. Ein Ersatzteil gibt es nur über den Hersteller — und bei der Mehrzahl der Angebote dieses Themenfelds ist hinter der Marke kein Rechtsträger benennbar.
Die Hubsäulen sind der unwahrscheinlichste Ausfall, weil ein Spindelantrieb mit wenigen Bewegungen am Tag mechanisch kaum belastet ist. Der typische Fehler ist kein Bruch, sondern ein Gleichlaufverlust: Eine Säule läuft der anderen voraus, die Platte steht schief, und das lässt sich bei den meisten Steuerungen durch eine Rückstellung beheben. Wie oft das vorkommt, sagt kein Datenblatt, und diese Seite nennt dafür keine Zahl.
Das Gegenstück bei der Kurbel ist eine einzige Stelle: das Getriebe zwischen Kurbelwelle und Spindel. Es ist mechanisch, es ist sichtbar, und es ist im Gegensatz zu einer Steuerbox von jedem reparierbar, der einen Sechskantschlüssel halten kann. Genau das ist das Argument für diese Bauart — nicht der Preis.
Über die Häufigkeit dieser Ausfälle sagt diese Seite nichts, und das ist Absicht. Keines der Angebote dieses Themenfelds nennt eine erwartete Standzeit, eine Zahl von Hubzyklen oder eine Frist, innerhalb derer Ersatzteile verfügbar bleiben. Wer eine Ausfallwahrscheinlichkeit nennen wollte, müsste sie erfinden. Was sich stattdessen sagen lässt, ist die Struktur: drei Bauteile mehr bedeuten drei Stellen mehr, an denen etwas ausfallen kann, und bei einem davon hängt die Reparatur am Hersteller.
Eine Angabe, die diesen Abschnitt verkürzen würde, fehlt in dieser Warengruppe vollständig: die Bezeichnung der Steuerbox. Bei keinem der geprüften Angebote steht in einem Datenfeld, welches Steuerungsmodell verbaut ist. Wer nach zwei Jahren ein Ersatzteil sucht, muss es am Gehäuse ablesen — wenn dort etwas steht. Bei der Kurbelbauart stellt sich diese Frage nicht, weil es kein Elektronikteil gibt, dessen Typ man kennen müsste.
Strom: die Zahl, die kein Angebot nennt
Ein Motortisch hängt dauerhaft am Netz, weil die Steuerung auf den Tastendruck warten muss. Damit hat er einen Ruheverbrauch, und zwar rund um die Uhr — anders als die Geräte, mit denen er auf dem Schreibtisch steht und die abgeschaltet werden.
Über alle Erhebungen dieses Themenfelds hinweg nennt kein einziges Angebot eine Leistungsaufnahme, weder im Betrieb noch im Ruhezustand. Es gibt in dieser Warengruppe auch kein Datenfeld dafür. Damit lässt sich der Jahresverbrauch aus den Angaben nicht ermitteln, und diese Seite nennt deshalb keine Zahl — eine Schätzung wäre genau das, was diesen Seiten an den Werbetexten missfällt.
Was sich sagen lässt, ist die Struktur: Der Hubverbrauch fällt nur während der Fahrt an, dauert Sekunden am Tag und ist deshalb praktisch belanglos. Der Ruheverbrauch fällt 8.760 Stunden im Jahr an. Welche der beiden Zahlen größer ist, hängt an einer Angabe, die nirgends steht — und das ist die eigentliche Auskunft dieses Abschnitts.
Die Gegenmaßnahme kostet nichts und braucht keine Angabe: eine schaltbare Steckdosenleiste, an der Tisch, Bildschirm und Ladegeräte gemeinsam hängen. Wer abends abschaltet, hat den Ruheverbrauch auf null gebracht, ohne ihn zu kennen. Der einzige Nachteil: Die Speicherplätze bleiben bei den meisten Steuerungen erhalten, die Endlagenerkennung muss nach dem Einschalten gelegentlich neu angelernt werden.
Für die Bauartentscheidung ist der Strom damit kein starkes Argument, und wer ihn als solches liest, überschätzt ihn. Ein Kurbeltisch verbraucht nichts — aber die Ersparnis ist nicht bezifferbar, und wer sie beziffern will, müsste eine Zahl erfinden. Die Argumente für die Kurbel liegen bei der Reparierbarkeit und beim fehlenden Netzanschluss, nicht bei der Stromrechnung.
Der Verstellbereich: beide Enden prüfen, nicht eines
Ein verstellbarer Tisch nützt nur, soweit sein Verstellbereich die eigenen zwei Arbeitshöhen einschließt. Für die sitzende gelten als verbreitete Näherung etwa 42 Prozent der Körpergröße, für die stehende etwa 62 Prozent; bei 1,75 Meter sind das rund 74 und rund 109 Zentimeter.
Am unteren Ende sind die drei Bauarten klar gestaffelt. Ein feststehender Tisch liegt meist zwischen 73 und 76 Zentimetern und passt damit für Körpergrößen ab etwa 1,72 Meter. Die Kurbelangebote dieser Erhebung beginnen bei 71 bis 73 Zentimetern, eines bei 62. Elektrische Tische mit zweiteiligen Hubsäulen beginnen bei 72 Zentimetern, mit dreiteiligen bei 60 bis 62 — dieser Startwert ist der Hauptunterschied zwischen den Preisklassen und im Vergleich unter fünfhundert Euro beziffert.
Am oberen Ende wird es bei der Kurbel dünn. Von den sechs geprüften Angeboten endet eines bei 101 Zentimetern, eines bei 109,5, eines bei 116,5 und drei bei 121 Zentimetern. Das Angebot mit 101 Zentimetern reicht im Stehen für Körpergrößen bis etwa 1,63 Meter — es ist ein verstellbarer Tisch, der für die Mehrheit seiner Käufer den Zweck der Verstellbarkeit nicht erfüllt.
Hier liegt ein praktischer Vorteil der Kurbelbauart, der selten genannt wird: Drei der sechs erreichen 121 Zentimeter und damit mehr als die Mehrzahl der elektrischen Tische dieses Themenfelds, die zwischen 116 und 127 Zentimetern enden und meist bei 116 oder 120. Wer über 1,90 Meter groß ist, hat bei der Kurbel prozentual mehr Auswahl als beim Motor.
Die Prüfung selbst ist eine Minute Arbeit und wird meist halb gemacht. Fast jeder prüft den Startwert, fast niemand den Endwert — obwohl der Endwert die Hälfte des Nutzens trägt, für die der Antrieb überhaupt gekauft wurde. Beide Zahlen stehen bei den geprüften Angeboten in Datenfeldern, und zwar durchgehend: Alle sechs Kurbelangebote nennen Mindest- und Maximalhöhe.
Ein Detail der Einheiten gehört dazu, weil es beim Vergleich stört. Fünf der sechs Kurbelangebote nennen ihre Höhen in Zentimetern, eines in Millimetern — 700 bis 1170 statt 70 bis 117. Das ist harmlos, solange man es merkt, und es führt in die Irre, sobald man Zahlen aus mehreren Angeboten in eine eigene Tabelle überträgt. Dieselbe Uneinheitlichkeit kam in allen Erhebungen dieses Themenfelds vor, dort zusätzlich mit Zoll und Pfund.
Und eine Größe fehlt bei allen sechs: die Zahl, um die es bei einer Kurbel eigentlich geht. Wie viel Höhe eine Umdrehung bringt, sagt kein Feld und keine Aufzählung, und damit lässt sich auch nicht abschätzen, wie lange ein vollständiger Wechsel dauert. Der Verstellweg beträgt bei diesen Angeboten 39 bis 50 Zentimeter; wie viele Umdrehungen dafür nötig sind, steht nirgends. Diese Seite nennt dafür bewusst keine Zahl.
Was die Bauarten über zehn Jahre kosten
Ein Schreibtisch ist ein langlebiges Möbel, und die Anschaffung ist deshalb nur ein Teil der Rechnung. Der Umrechner unten legt die Einstiegspreise der drei Bauarten auf Nutzungsjahre um. Er rechnet nur mit dem, was belegbar ist — Anschaffungspreise vom Erhebungstag —, und lässt alles weg, wofür es keine Angabe gibt.
Anschaffungspreis je Nutzungsjahr
Die Preise sind Einstiegspreise vom Erhebungstag, nicht Durchschnitte. Die Zahl der Jahre ist eine Annahme dieser Seite: zehn Jahre für ein Möbel ohne Elektronik, zehn Jahre auch für die Motorbauart, weil keine belegte Standzeit vorliegt. Wer andere Zahlen für richtig hält, ändert sie im Feld.
| Rang | Angebot | Preis in Euro | Nutzungsjahr je Preis | Preis je Nutzungsjahr |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Aufsatz auf die vorhandene PlatteGünstigstes Angebot aus dem Aufsatzvergleich dieses Themenfelds. Setzt einen passenden Tisch voraus. | 5,70 Euro | ||
| 2 | Elektrisches Gestell ohne PlatteBilligstes Gestell aus dem Gestellvergleich dieses Themenfelds. Eine Platte kommt dazu. | 7,00 Euro | ||
| 3 | Feststehender Tisch, einfache AusführungKeine Mechanik, keine Elektronik. Der Preis ist eine Einordnung dieser Seite, kein Angebot aus der Erhebung. | 9,00 Euro | ||
| 4 | Kurbelgestell ohne PlatteBilligstes der sechs am Erhebungstag geprüften Kurbelangebote. Eine Platte kommt dazu. | 11,98 Euro | ||
| 5 | Elektrischer Tisch mit PlatteBilligster vollständiger Tisch aus dem Vergleich unter dreihundert Euro, mit Platte in 160 × 80 cm. | 14,00 Euro | ||
| 6 | Kurbeltisch mit PlatteGünstigstes Kurbelangebot mit Platte, allerdings nur 100 × 60 cm. | 14,00 Euro |
Günstigster Bezug: Aufsatz auf die vorhandene Platte — Preis je Nutzungsjahr 5,70 Euro
- Elektrisches Gestell ohne Platte: 123 Prozent des günstigsten Bezugs
- Feststehender Tisch, einfache Ausführung: 158 Prozent des günstigsten Bezugs
- Kurbelgestell ohne Platte: 210 Prozent des günstigsten Bezugs
- Elektrischer Tisch mit Platte: 246 Prozent des günstigsten Bezugs
- Kurbeltisch mit Platte: 246 Prozent des günstigsten Bezugs
Anschaffungspreise am 29.09.2026: die Kurbelangebote aus den sechs einzeln aufgerufenen Angeboten dieser Seite, die übrigen Werte aus den Auswertungen dieses Themenfelds. Der Wert für den feststehenden Tisch ist eine Einordnung und stammt nicht aus einer Erhebung. Betriebskosten sind bewusst nicht enthalten, weil für die Motorbauart keine Leistungsaufnahme angegeben ist.
Die Rechnung zeigt vor allem, wie klein die Unterschiede werden, sobald man sie auf Jahre verteilt. Zwischen dem billigsten Aufsatz und dem teuersten Kurbelgestell liegen über zehn Jahre rund neunzehn Euro im Jahr — weniger als die Differenz zwischen zwei Bürostühlen derselben Klasse. Wer über die Bauart nach dem Preis entscheidet, entscheidet über einen kleinen Betrag.
Zwei Posten fehlen in dieser Rechnung, und beide fehlen aus demselben Grund: Es gibt keine Angabe dazu. Der erste ist der Stromverbrauch der Motorbauart. Der zweite ist die Standzeit — keines der Angebote dieses Themenfelds nennt eine erwartete Nutzungsdauer, und keines nennt eine Frist für die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Zehn Jahre sind deshalb eine Annahme dieser Seite und keine belegte Größe.
Der Posten, der die Rechnung wirklich verschieben kann, ist die Platte. Bei drei der sechs Bauartvarianten kommt sie nicht mit, und eine beschichtete Platte in 160 mal 80 Zentimetern kostet im Zuschnitt einen zweistelligen, eine Massivholzplatte einen dreistelligen Betrag. Die Rechnung dazu steht im Vergleich der elektrischen Gestelle, der Gestell plus Platte gegen den fertigen Tisch stellt.
Gestell oder ganzer Tisch — bei der Kurbel die Regel
Bei elektrischen Angeboten ist der vollständige Tisch der Normalfall und das Gestell die Ausnahme. Bei der Kurbel ist es umgekehrt: Vier der sechs geprüften Angebote liefern keine Platte, und zwei von diesen vier werden im Feld Schreibtischdesign trotzdem als Schreibtisch geführt.
Das hat eine praktische Folge für jeden Preisvergleich. Ein Kurbelgestell für 119,79 Euro ist kein Tisch für 119,79 Euro; es ist ein halbes Möbel. Wer die Platte dazurechnet, landet je nach Material zwischen 170 und 300 Euro — und damit über dem, was ein vollständiger elektrischer Tisch mit größerer Platte kostet. Der Preisnachteil der Kurbelbauart ist also größer, als die Tabelle oben zeigt.
Die Prüfung ist einfach und wird oft übersprungen. Suchen Sie im Angebot nach dem Wort Lieferumfang oder nach dem Feld Enthaltene Komponenten. Bei den sechs geprüften Angeboten stand dort einmal „Tischgestell, Montagematerial, Montageanleitung" — eindeutig ohne Platte — und einmal „Gestell samt Bedienungsanleitung". Zwei Angebote füllten das Feld gar nicht, und bei einem stand die Auskunft im Größenfeld.
Wer ein Gestell kauft, prüft drei Dinge an seiner Platte: die Stärke, weil die Schrauben darin halten müssen; die Länge gegen die verstellbare Rahmenbreite des Gestells; und die Unterseite, weil Traversen und Kabelkanäle dort Platz brauchen. Bei den Kurbelgestellen dieser Erhebung reichten die Rahmenbreiten von 106 bis 151 Zentimetern nach dem jeweiligen Maßfeld.
Die beiden Kurbelangebote mit Platte sind dabei die interessanteren, weil bei ihnen die Plattenstärke im Feld steht: 18 Millimeter beim einen, 2,5 Zentimeter beim anderen. Das sind Werte, die in dieser Warengruppe im oberen Bereich liegen — bei den elektrischen Tischen dieses Themenfelds standen dort 15 bis 25 Millimeter, und bei einem stand eine Zahl, die keine Plattenstärke beschreibt.
Traglast: die Zahl, die bei der Kurbel im Feld steht
Hier fällt der Vergleich zugunsten der Kurbelbauart aus, und zwar deutlich. Fünf der sechs geprüften Kurbelangebote nennen eine Traglast in einem Datenfeld: 40, 40, 60, 70 und 80 Kilogramm. Bei den elektrischen Tischen dieses Themenfelds stand die Traglast regelmäßig in keinem einzigen Datenfeld, sondern nur in der Werbeaufzählung.
Woran das liegt, lässt sich aus den Angeboten nicht belegen, und diese Seite behauptet dazu nichts. Auffällig ist nur, dass die Gestelle ohne Motor die höheren Werte nennen: 70 und 80 Kilogramm stehen bei zwei Kurbelgestellen, während die elektrischen Angebote dieses Themenfelds, wo sie überhaupt eine Zahl nennen, bei 80 bis 100 Kilogramm liegen — allerdings ohne Datenfeld.
Für die Entscheidung ist die Traglast trotzdem selten der Ausschlag, und das ist wichtig zu sagen, damit die Zahl nicht überschätzt wird. Zwei Bildschirme mit 27 Zoll wiegen zusammen zehn bis vierzehn Kilogramm, ein Laptop zwei, Tastatur, Maus und Papier zusammen drei. Vierzig Kilogramm sind dafür reichlich, und die niedrigste Zahl dieser Erhebung liegt bei vierzig.
Was die Traglast praktisch begrenzt, ist ein anderes Bauteil: die Platte. Eine beschichtete Spanplatte von 18 Millimetern über 160 Zentimeter Breite biegt sich unter einer mittig aufgestellten Last sichtbar durch, lange bevor ein Gestell an seine Grenze kommt. Wer schwer belädt, achtet deshalb auf die Plattenstärke und nicht auf die Gestellangabe — dieselbe Regel gilt in allen Preisklassen dieses Themenfelds.
Eine Angabe fehlt bei allen sechs Kurbelangeboten wie bei allen elektrischen: die zulässige Lastverteilung. Ob die genannten Kilogramm gleichmäßig verteilt gelten oder auch an der Kante, sagt kein Feld. Bei einem Gestell mit zwei Säulen ist das ein erheblicher Unterschied, und diese Seite nennt dafür keine Zahl, weil keine angegeben ist.
Geräusch, Nachbarschaft und der Moment des Wechsels
Ein Motortisch macht beim Fahren ein Geräusch, eine Kurbel macht ein anderes, und ein feststehender Tisch macht keines. Wie laut es jeweils ist, sagt fast kein Angebot — und wo eine Zahl steht, steht sie ohne Messbedingung.
Über die Erhebungen dieses Themenfelds hinweg nannte genau ein Angebot einen Dezibelwert, und zwar ohne Angabe von Abstand, Last und Fahrtrichtung. Damit ist der Wert nicht vergleichbar: Ein Motor unter dreißig Kilogramm Last klingt anders als ein leerer, und ein Messpunkt in einem Meter Abstand ergibt andere Zahlen als einer am Gehäuse. Diese Seite gibt solche Werte als Angabe des Anbieters weiter und nicht als Eigenschaft.
Was sich ohne Messung sagen lässt, ist die Dauer. Ein Motor fährt den ganzen Verstellweg in etwa dreißig bis fünfzig Sekunden; das Geräusch dauert also unter einer Minute und tritt bei drei Wechseln am Tag dreimal auf. Eine Kurbel macht kein Motorgeräusch, sondern ein mechanisches Klacken über mehrere Minuten — leiser, aber länger. In einem Raum mit anderen Menschen ist das ein Unterschied, über den sich vorher nachdenken lässt.
Der praktisch wichtigere Punkt am Moment des Wechsels ist nicht das Geräusch, sondern das, was auf dem Tisch steht. Bei jedem Höhenwechsel bewegt sich alles mit: Bildschirme, Tassen, Kabel. Ein Kabel, das zu kurz bemessen ist, zieht beim Hochfahren am Stecker; eine Tasse, die auf einer geteilten Platte auf der Fuge steht, kippt beim Anfahren eher als in der Mitte eines Segments.
Bei der Kurbel entfällt dieses Problem nicht, aber es wird milder, weil die Bewegung langsamer und von Hand kontrolliert ist. Wer viele Kabel hat, gewinnt bei beiden Bauarten mit derselben Maßnahme: Kabel in einer Schlaufe unter der Platte führen und den Weg des längsten Kabels einmal von der niedrigsten bis zur höchsten Stellung durchfahren, bevor der Arbeitsplatz eingerichtet wird.
Was hinter den Marken steht: zwei von sechs
Bei der Kurbelbauart fällt der Befund zur Herstellerangabe anders aus als bei den Motortischen dieses Themenfelds, und das ist für ein Möbel, dessen einziges Verschleißteil ein Getriebe ist, keine Nebensache.
Zwei der sechs Angebote nennen im Herstellerfeld eine Gesellschaft mit Rechtsform, in beiden Fällen eine GmbH und in beiden Fällen unter einem anderen Namen als die Marke im Markenfeld. Bei einem davon führt das Impressum der Gesellschaft weiter: Es nennt ein Handelsregister mit Nummer, eine europäische Kennung und zwei Geschäftsführer. Beim anderen antwortete die Markenseite am Erhebungstag mit einer Zugriffssperre und einer Wartezwischenseite; belegbar ist dort nur der Feldwert. Das ist bereits mehr, als die meisten Angebotsseiten dieses Themenfelds liefern, wo Marken- und Herstellerfeld dasselbe Wort tragen und eine Firmierung fehlt.
Bei einem dritten Angebot weicht der Herstellername von der Marke ab, ohne eine Rechtsform zu nennen: Die Marke heißt anders als der Hersteller, und beides sind Fantasiebezeichnungen. Bei den drei übrigen tragen Marken- und Herstellerfeld dasselbe Wort. Und ein Angebot nennt als Herkunftsland nicht China, sondern Malaysia — der einzige Fall in allen Erhebungen dieses Themenfelds.
Praktisch bedeutet ein benennbarer Hersteller bei dieser Bauart mehr als bei der elektrischen. Bei einem Motortisch ist das kritische Ersatzteil die Steuerbox, und die gibt es nur vom Hersteller. Bei einem Kurbelgestell ist das kritische Teil das Getriebe, und selbst wenn niemand es liefert, ist es sichtbar, geschraubt und mit Standardwerkzeug zugänglich. Die Bauart macht den fehlenden Hersteller also weniger schlimm — nicht der Hersteller die Bauart besser.
Zur Garantie sagen die Felder auch hier wenig. Wo eine Angabe steht, lautet sie „Beschränkt", und eine Frist nennt kein Angebot. Wer eine Zusage über die zwei Jahre Gewährleistung hinaus will, findet sie nicht im Datenblatt, sondern nur in der Werbeaufzählung — und dort ist sie eine Ankündigung des Verkäufers und keine Angabe im Sinne eines Datenfelds.
Was die Vorschriften zur Verstellbarkeit sagen
Die Behauptung, ein verstellbarer Tisch sei vorgeschrieben, steht in Werbetexten dieser Warengruppe regelmäßig. Sie ist falsch, und zwar in zwei Stufen: Erstens verlangt keine Vorschrift einen verstellbaren Tisch. Zweitens gilt die Vorschrift, auf die sich solche Sätze berufen, für einen selbst gekauften Tisch in der eigenen Wohnung überhaupt nicht.
Die Stelle, die dem Argument am nächsten kommt, ist Nummer 6.1 Absatz 3 des Anhangs der Arbeitsstättenverordnung: Für die Beschäftigten ist ausreichend Raum für wechselnde Arbeitshaltungen und -bewegungen vorzusehen. Das ist eine Anforderung an den Platz und nicht an die Mechanik eines Möbels, und sie nennt weder eine Höhe noch einen Verstellweg. Ein feststehender Tisch mit genug Raum davor erfüllt sie.
Ob die Verordnung überhaupt greift, entscheidet sich an der Begriffsbestimmung für den Telearbeitsplatz und am Anwendungsbereich. Beide sind in der Kaufberatung zum Schreibtisch am Wortlaut geprüft und dort vollständig dargestellt; diese Seite wiederholt das nicht, sondern verweist darauf. Das Ergebnis in einem Satz: Wer sein Mobiliar selbst kauft und selbst aufbaut, fällt nicht darunter.
Was die Verordnung für Arbeitstische überhaupt enthält, ist funktional formuliert und ohne jede Zentimeterangabe: eine reflexionsarme Oberfläche, eine Fläche, auf der die Eingabemittel variabel angeordnet werden können, und Platz für die Handballen vor der Tastatur. Der häufig als Vorschrift zitierte Wert von 1600 mal 800 Millimetern stammt nicht aus der Verordnung, sondern aus einer Technischen Regel für Betriebe.
Für die Bauartentscheidung folgt daraus eine Entlastung: Sie ist frei. Niemand schreibt vor, dass ein Tisch zu Hause verstellbar sein muss, und niemand prüft es. Die Entscheidung kann deshalb nach dem gefällt werden, was sie tatsächlich betrifft — nach der Zahl der Höhenwechsel, nach der Körpergröße, nach dem Raum und nach der Frage, ob ein Möbel Elektronik enthalten soll.
Warum hier keine Zahl zur Rückengesundheit steht
In den Aufzählungen der geprüften Angebote stehen Aussagen über gesundheitliche Wirkungen: über eine gesündere Haltung, über Entlastung der Wirbelsäule, über mehr Konzentration im Stehen. Manche nennen Prozentwerte. Genannt wird dazu weder eine Untersuchung noch ein Umfang noch ein Zeitraum.
Diese Seite gibt solche Aussagen nicht weiter und setzt auch keine eigenen Zahlen an ihre Stelle. Der Grund ist derselbe, aus dem sie keinen Stromverbrauch schätzt: Eine Zahl ohne Grundlage täuscht Genauigkeit vor. Wie viel Energie Stehen gegenüber Sitzen verbraucht, wie stark eine Haltung auf Beschwerden wirkt, wie lange ein Effekt anhält — das sind Messfragen, und Messungen stehen nicht in Verkaufstexten.
Das ändert nichts daran, dass der Haltungswechsel ein sinnvolles Ziel sein kann. Nur ist die Begründung dafür keine Zahl aus einem Werbetext, sondern die schlichte Beobachtung, dass eine unveränderte Haltung über acht Stunden unangenehm wird. Wer daraufhin ein Möbel kauft, das den Wechsel erlaubt, handelt vernünftig, ohne dass dafür eine Prozentangabe nötig wäre.
Wichtiger als die Bauart ist an dieser Stelle ohnehin etwas anderes: der Stuhl, weil die Sitzdauer die Standdauer bei jeder realistischen Nutzung übersteigt. Wer beides gleichzeitig anschafft, beginnt mit dem Stuhl. Die Auswertungen dazu stehen im Themenfeld zum Bürostuhl, und für den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen gibt es dort eine eigene Seite zum Stuhl am Steh-Sitz-Arbeitsplatz.
Und noch eine Beobachtung, die keine Zahl braucht: Ohne Speicherplätze findet der Wechsel nicht statt. Das ist die einzige Aussage über die Wirkung eines verstellbaren Tisches, die diese Seite trifft — sie betrifft nicht den Rücken, sondern die Bedienung, und sie ist an den Angeboten dieses Themenfelds ablesbar, weil sie ihre Speicherplätze in der Aufzählung nennen und in keinem Datenfeld.
Wenn zwei Personen denselben Arbeitsplatz benutzen
Der Fall kommt in Wohnungen häufiger vor als in Büros und wird in Beratungstexten kaum behandelt: Zwei Personen mit verschiedenen Körpergrößen arbeiten zu verschiedenen Zeiten am gleichen Tisch. Für die Bauartentscheidung ist das die klarste Lage von allen.
Ein feststehender Tisch ist hier die schlechteste Wahl, weil er nur für eine der beiden Personen richtig steht. Bei 1,62 und 1,85 Meter Körpergröße liegen die sitzenden Arbeitshöhen rund zehn Zentimeter auseinander; ein Tisch von 75 Zentimetern ist für die eine zu hoch und für die andere knapp. Eine Fußstütze mildert das, ist nach der Arbeitsstättenverordnung aber ausdrücklich die zweite Wahl.
Die Kurbel ist hier sachlich richtig, und zwar genau deshalb, weil der Wechsel selten ist. Zwei Einstellungen am Tag, morgens und abends, sind mit einer Kurbel kein Aufwand. Was fehlt, ist die Wiederholgenauigkeit: Ohne Skala trifft man die eigene Höhe nicht auf den Millimeter, und ein paar Zentimeter Abweichung machen den Vorteil zunichte. Ein Bleistiftstrich an der Säule löst das.
Der Motor mit Speicherplätzen ist die bequemste Lösung für diesen Fall und die einzige, die die Wiederholgenauigkeit mitbringt. Vier Speicherplätze reichen für zwei Personen mit je einer sitzenden und einer stehenden Höhe genau aus — das ist die Zahl, die die meisten Angebote dieses Themenfelds in ihrer Aufzählung nennen, und der einzige Fall, in dem sie knapp ist.
Was bei zwei Personen zusätzlich zählt, ist die Plattenbreite, und hier hat die Kurbelbauart einen Nachteil: Das einzige Kurbelangebot dieser Erhebung mit Platte und größerem Format bietet 140 mal 60 Zentimeter, das andere 100 mal 60. Wer zwei Arbeitsplätze nebeneinander braucht, findet die passenden Formate im Formatvergleich rund um 160 mal 80.
Was beim Weitergeben übrig bleibt
Ein Schreibtisch wird selten aufgebraucht, sondern weitergegeben, verkauft oder entsorgt. Die drei Bauarten verhalten sich dabei sehr unterschiedlich, und das ist ein Posten, den keine Preistabelle zeigt.
Ein feststehender Tisch lässt sich zerlegen, transportieren und ohne Prüfung weitergeben. Es gibt nichts, was beim neuen Besitzer nicht funktionieren könnte, außer einer beschädigten Platte — und die sieht man. Ein Kurbelgestell verhält sich fast genauso: Die Mechanik ist sichtbar, ein Funktionstest dauert eine Minute, und es gibt kein Teil, dessen Zustand man nicht beurteilen kann.
Bei einem Motortisch ist das anders, und zwar aus zwei Gründen. Erstens ist der Zustand der Steuerung von außen nicht erkennbar; ein Käufer kauft ein Elektronikteil unbekannten Alters. Zweitens gehört zum Möbel ein Netzteil und meist ein herstellerspezifisches Kabelset, und wenn davon etwas fehlt, ist der Tisch ohne Ersatzteil unbrauchbar. Wer ein gebrauchtes Gestell kauft, prüft deshalb zuerst die Vollständigkeit und dann die Fahrt über den ganzen Weg.
Beim Entsorgen kehrt sich die Sache um. Ein Motorgestell führt eine Steuerung und ein Netzteil mit; wohin es gehört, richtet sich danach, ob es als Elektro- oder Elektronikgerät einzuordnen ist, und die Begriffsbestimmung dazu steht im Elektrogesetz. Ein feststehender Tisch und ein Kurbelgestell sind Möbel und Metall, und für sie stellt sich die Frage nicht. Das ist keine große Sache, aber ein Unterschied, den man kennt, bevor man ihn braucht.
Für die Entscheidung heißt das: Wer damit rechnet, das Möbel in wenigen Jahren wieder abzugeben, hat bei den beiden Bauarten ohne Elektronik den einfacheren Weg. Wer den Tisch behalten will, solange er hält, sollte stattdessen auf den benennbaren Hersteller achten — denn dann ist nicht der Wiederverkauf die Frage, sondern das Ersatzteil.
Für wen welche Bauart passt
Die Zuordnung folgt aus dem, was auf dieser Seite belegt ist, und sie enthält keine Empfehlung für ein Modell. Vier Lagen deckt sie ab; wer sich in keiner wiederfindet, entscheidet über die Zahl der Höhenwechsel.
Feststehend passt, wenn die Höhe einmal eingestellt wird und dann bleibt, wenn eine dicke oder massive Platte gewünscht ist, wenn unter der Platte Stauraum gebraucht wird oder wenn das Möbel häufig umzieht. Der Preis dieser Bauart liegt am unteren Ende, und die Differenz zu einem verstellbaren Tisch wandert sinnvoll in die Plattenqualität.
Kurbel passt, wenn Verstellbarkeit gebraucht wird, aber selten — bei wechselnden Nutzern etwa —, wenn am Aufstellort keine Steckdose frei ist oder freibleiben soll, oder wenn ein Möbel ohne Elektronik gewünscht ist. Sie passt nicht, wenn gespart werden soll: Am Erhebungstag war sie teurer als die Motorbauart, und vier von sechs Angeboten lieferten keine Platte.
Motor passt bei täglichem Wechsel, bei zwei Personen mit verschiedenen Arbeitshöhen und dann, wenn der Startwert unter 72 Zentimetern liegen muss — dreiteilige Hubsäulen gibt es nur elektrisch. Voraussetzung ist eine dauerhaft belegte Steckdose und mindestens drei Speicherplätze; ohne sie findet der Wechsel nicht statt.
Aufsatz passt, wenn die sitzende Arbeitshöhe des vorhandenen Tisches stimmt und nur eine Stehposition fehlt. Er ist die billigste und die am schnellsten rückgängig zu machende Lösung, nimmt dafür Fläche von der Platte und verbessert nichts darunter. Die Auswertung dazu steht im Abgleich der Schreibtischaufsätze.
Zwölf Prüfungen vor der Entscheidung
Die Reihenfolge führt von der eigenen Lage zum Angebot. Die ersten vier Punkte kosten nichts und entscheiden über die Bauart; die übrigen acht prüfen, ob ein konkretes Angebot zu der gewählten Bauart passt.
- Schätzen Sie, wie oft Sie in einer Woche die Höhe ändern würden. Diese Zahl entscheidet über die Bauart.
- Rechnen Sie Ihre sitzende Arbeitshöhe aus, etwa 42 Prozent der Körpergröße, und Ihre stehende, etwa 62 Prozent.
- Prüfen Sie, ob am Aufstellort dauerhaft eine Steckdose frei ist. Wenn nicht, fällt die Motorbauart aus.
- Klären Sie, ob unter der Platte etwas hängen soll. Wenn ja, sprechen die Höhenrechnung und der Stauraum für feststehend.
- Prüfen Sie den Startwert des Angebots gegen Ihre sitzende Höhe. Unter 72 Zentimetern gibt es nur elektrisch.
- Prüfen Sie den Endwert gegen Ihre stehende Höhe. Eines der sechs Kurbelangebote endet bei 101 Zentimetern.
- Suchen Sie im Angebot nach dem Lieferumfang. Vier der sechs Kurbelangebote liefern keine Tischplatte.
- Rechnen Sie bei einem Gestell die Platte dazu, bevor Sie Preise vergleichen. Sonst vergleichen Sie halbe Möbel mit ganzen.
- Suchen Sie im Datenfeld nach Speicherplätzen. Stehen sie nur in der Werbeaufzählung, sind sie trotzdem das entscheidende Merkmal.
- Prüfen Sie im Marken- und Herstellerfeld, ob eine Gesellschaft mit Rechtsform genannt ist. Bei der Motorbauart hängt daran das Ersatzteil.
- Vergleichen Sie Elternnummer und Kennung. Weichen sie ab, gehört die Bewertungszahl einer Variantenfamilie.
- Lassen Sie jede Aussage über gesundheitliche Wirkungen außer Betracht — sie findet sich in fast jedem Angebot dieser Warengruppe und unterscheidet keines.
Punkt acht ist der, der bei der Kurbelbauart am häufigsten fehlt und am meisten verschiebt. Ein Gestell für 120 Euro und eine Platte für 90 sind zusammen 210 — und für 210 Euro gibt es einen vollständigen elektrischen Tisch mit größerer Platte. Wer den Posten Platte in der Rechnung vergisst, entscheidet sich für die Kurbel aus einem Grund, der nicht stimmt.
Punkt sechs verdient eine Wiederholung, weil er so leicht untergeht. Fast jeder prüft, wie tief ein Tisch geht, und fast niemand, wie hoch er kommt. Bei den Kurbelangeboten dieser Erhebung reicht die Spanne der Endwerte von 101 bis 121 Zentimetern — zwanzig Zentimeter Unterschied bei einer Bauart, die nur sechs Angebote umfasst.
Häufige Fragen zur Wahl der Bauart
Brauche ich überhaupt einen höhenverstellbaren Schreibtisch?
Das hängt an einer Zahl, die Sie selbst schätzen müssen: wie oft Sie in einer Woche die Höhe ändern würden. Wer bei „einmal, beim Aufbauen" landet, kauft mit einem verstellbaren Tisch drei Bauteile, die er nie benutzt, und drei Stellen, an denen etwas ausfallen kann. Wer bei „mehrmals täglich" landet, bekommt den Haltungswechsel mit keinem anderen Möbel so mühelos. Eine Vorschrift, die einen verstellbaren Tisch verlangt, gibt es nicht — auch nicht für die Arbeit zu Hause.
Ist ein Tisch mit Kurbel billiger als einer mit Motor?
Nein, am Erhebungstag war er teurer. Die sechs geprüften Kurbelangebote lagen zwischen 119,79 und 249,00 Euro, der Mittelwert der Reihe bei 144,92 Euro. Das billigste elektrische Gestell, das dieses Themenfeld ausgewertet hat, kostete 69,99 Euro, ein vollständiger elektrischer Tisch mit Platte begann bei rund 140 Euro. Vier der sechs Kurbelangebote liefern dabei überhaupt keine Tischplatte. Die einfachere Technik ist in dieser Warengruppe also die teurere — weil sie in kleinen Stückzahlen gebaut wird.
Wie viele Kurbeldrehungen braucht ein Höhenwechsel?
Keines der sechs geprüften Angebote nennt eine Zahl. Weder ein Datenfeld noch eine Werbeaufzählung sagt, wie viel Höhe eine Umdrehung bringt oder wie lange ein Wechsel dauert. Was sich aus den Feldern ableiten lässt, ist der Weg: Die Verstellbereiche umfassen 39 bis 50 Zentimeter. Gängige Spindeln bewegen wenige Millimeter je Umdrehung, sodass ein vollständiger Wechsel im zweistelligen Bereich liegt. Diese Seite nennt dafür bewusst keine Zahl, weil sie in keinem Angebot steht.
Was kann bei einem elektrischen Schreibtisch ausfallen?
Drei Bauteile, die ein feststehender Tisch nicht hat: die Hubsäulen mit ihren Motoren, die Steuerbox und das Netzteil. Die Steuerbox ist dabei das kritische Teil, weil sie herstellerspezifisch ist und die Speicherplätze enthält. Fällt sie aus, steht der Tisch in der Höhe, in der er zuletzt stand — und ob ein Ersatzteil zu bekommen ist, hängt daran, ob hinter der Marke ein benennbarer Rechtsträger steht. Bei den Erhebungen dieses Themenfelds war das bei der Mehrzahl der Angebote nicht der Fall.
Wie viel Strom verbraucht ein höhenverstellbarer Schreibtisch?
Das nennt kein Angebot dieses Themenfelds. Über alle Erhebungen hinweg fehlt sowohl eine Leistungsaufnahme im Betrieb als auch eine im Ruhezustand — und im Ruhezustand befindet sich ein solcher Tisch praktisch immer, weil die Steuerung dauerhaft am Netz hängt. Eine Schätzung wäre hier eine erfundene Zahl. Wer den Verbrauch begrenzen will, hat eine einfache Möglichkeit, die nichts kostet: eine schaltbare Steckdosenleiste, die abends mit ausgeht.
Reicht der Verstellbereich für meine Körpergröße?
Prüfen Sie beide Enden, nicht nur eines. Für die stehende Arbeitshöhe gelten etwa 62 Prozent der Körpergröße, für die sitzende etwa 42 Prozent; bei 1,75 Meter sind das rund 109 und rund 74 Zentimeter. Von den sechs geprüften Kurbelangeboten endet eines bei 101 Zentimetern und reicht damit im Stehen nur bis etwa 1,63 Meter Körpergröße. Am unteren Ende beginnen fünf der sechs bei 71 bis 73 Zentimetern, eines bei 62 — wer kleiner als etwa 1,70 Meter ist, hat also fast keine Auswahl.
Weiter im Themenfeld Schreibtisch
Diese Seite behandelt die Entscheidung vor dem Modell. Die vier Vorentscheidungen zusammen — Antrieb, Umfang, Plattenmaß und Form — ordnet die Kaufberatung zum Schreibtisch, und dort steht auch der Anwendungsbereich der Arbeitsstättenverordnung vollständig.
Wer sich für die Motorbauart entschieden hat, findet die Angebotsauswertungen nach Preisgrenze im Vergleich unter dreihundert Euro und im Vergleich unter fünfhundert Euro, nach Antrieb und Tragkraft im Modellvergleich der Kopfseite.
Für die vorhandene Platte ist der Vergleich der elektrischen Gestelle der richtige Einstieg, für eine zweite Fläche darauf der Abgleich der Schreibtischaufsätze. Das Plattenmaß behandelt der Formatvergleich rund um 160 mal 80.
Drei Sonderfragen haben eigene Seiten: die L-Form für die Zimmerecke, der Stauraum unter der Platte und das Dekor in Eichen-Optik. Warum ein verstellbarer Tisch im Stehen wackelt, erklärt der Vergleich zur Stabilität.

