„Ersetzen Sie die Hauptplatine“: ein Satz aus einer Fehlertabelle
In der Anleitung einer Induktionsplatte, die bei Amazon unter dem Namen Kesser angeboten wird, steht zweierlei. In den Sicherheitshinweisen: „Reparieren oder ersetzen sie keine teile des Geräts, es sei denn, dies ist ausdrücklich in der Bedienungsanleitung angegeben.“ Und in der Tabelle zur Fehlersuche, beim Code E3 mit der Ursache „IGBT-Thermistor kurz oder offen“, als Abhilfe: „Ersetzen Sie die Hauptplatine“. Bei E6 heißt es, man solle warten, bis der IGBT abgekühlt ist, oder die Hauptplatine austauschen. Bei E7, dem Anzeigefehler, solle man die Lichtplatine tauschen.
Formal widerspricht sich die Anleitung damit nicht: Der Austausch steht ja ausdrücklich in ihr. Praktisch empfiehlt sie einem Haushalt, eine Platine in einem Gerät zu tauschen, das an 230 Volt hängt und nach dem eigenen Text geerdet sein muss. Dieselbe Anleitung verlangt an anderer Stelle, Installation und Wartung müssten von einem spezialisierten Techniker nach den Anweisungen des Herstellers durchgeführt werden. Für wen die Tabelle geschrieben ist, für den Nutzer oder für diesen Techniker, sagt sie nicht.
Der Satz ist ein guter Einstieg, weil er zeigt, wie Fehlertabellen von Induktionsplatten entstehen. Sie sind oft für Servicestellen geschrieben und in die Bedienungsanleitung übernommen worden. Wer zu Hause ein E3 im Display sieht, braucht etwas anderes: die Antwort auf die Frage, ob er selbst etwas tun kann, ob das Gerät nur abkühlen muss oder ob es zum Kundendienst gehört.
Diese Seite geht deshalb nicht von einer allgemeinen Liste aus, sondern von den Dokumenten selbst. Neun Anleitungen, Abschnitt für Abschnitt, mit dem, was sie sagen, und dem, was sie offenlassen. Das wichtigste Ergebnis vorweg: Derselbe Code bedeutet bei verschiedenen Herstellern Verschiedenes, und wer eine Erklärung aus dem Internet auf sein Gerät überträgt, liegt leicht falsch.
Wer noch keine Platte hat und vor dem Kauf wissen will, welche Bauarten es gibt und worauf es bei Leistung, Bedienung und Geschirr ankommt, beginnt besser im Überblick zu Induktionsplatten. Diese Seite ist für den Moment gedacht, in dem das Display schon etwas anzeigt.
Neun Anleitungen, acht Anbieter: worauf diese Seite beruht
Gelesen wurden die Fehlertabellen von neun mobilen Induktionsplatten. Fünf Anleitungen liegen auf den Seiten der Hersteller: die der Rommelsbacher CTS 2000/IN in der Fassung R2606, die der Rommelsbacher CT 2010/IN und CT 3410/IN in der Fassung R2511, die der Caso ProChef 3500 vom 26.02.2024, die der WMF Kult X Mono mit der Artikelnummer 04 1524 0011 und die der Hendi 3500 M mit der Nummer 239780.
Vier weitere stammen aus den Unterlagen, die an den Amazon-Angeboten hingen: Medion MD 18490, eine Kesser-Platte mit der Modellbezeichnung WQ-8010, eine Aobosi-Einzelplatte und der Zorro ZIH 1. Bei der Kesser-Platte nennt die Anleitung als Hersteller nicht Kesser, sondern den Satz „Hergestellt für Dilaw Warehouse GmbH“ mit einer Adresse in Münster. Die WMF-Anleitung aus dem Amazon-Angebot stimmt in der Fehlertabelle wörtlich mit der Fassung auf wmf.com überein.
Bei Rommelsbacher und Caso lagen jeweils zwei Fassungen vor, eine beim Hersteller und eine am Händlerangebot. Die Caso-Tabelle ist in beiden gleich. Bei der CT 2010/IN unterscheiden sich die Fassungen; dazu unten mehr. Bei der CTS 2000/IN stehen die Codes in der Herstellerfassung als Grafik, im Text sind nur die Beschreibungen lesbar; die ältere Fassung beim Händler nennt dieselben elf Beschreibungen in derselben Reihenfolge mit den Codes E0 bis E8, Eb und U1. Auf diese Zuordnung stützt sich die Seite.
Ausgewählt wurden die Geräte nicht nach Beliebtheit, sondern danach, ob eine lesbare Fehlertabelle mit deutschem Text vorlag. Zu zwei weiteren Platten aus der Suche war keine Anleitung hinterlegt, bei einer dritten bestand das PDF nur aus Bildern ohne lesbaren Text. Zwei Angebote, die von Medion und die der Hendi, hatten am Prüftag keine Kaufbox. Ihre Anleitungen sind trotzdem gelesen worden, weil es hier um die Codes geht, nicht um den Kauf.
Die Zitate auf dieser Seite sind wörtlich übernommen, auch dort, wo die Rechtschreibung der Anleitung abweicht, etwa bei Kleinschreibung oder bei „Überhitzungsschnutz“ in der Caso-Tabelle. Übersetzungen aus dem Englischen sind als solche gekennzeichnet. Wo eine Anleitung einen Code nennt, aber keine Abhilfe, steht das hier ebenso.
Derselbe Code, fünf Bedeutungen: E3 im Vergleich
Wer „E3 Induktionsplatte“ sucht, findet Antworten, die sich widersprechen. Die Anleitungen erklären, warum. Bei Rommelsbacher CTS 2000/IN heißt E3, der Temperatursensor liefere einen erhöhten Messwert; Selbsthilfe ist, den Netzstecker zu ziehen und das Gerät abkühlen zu lassen. Bei Kesser ist E3 der IGBT-Thermistor, kurz oder offen, mit der Abhilfe Hauptplatine. Bei Aobosi steht E3 für eine Spannung über 270 Volt. Und in der älteren Anleitung der Rommelsbacher CT 2010/IN, also beim selben Hersteller, bedeutet E3 ebenfalls Überspannung über 270 Volt, nicht einen Sensorwert.
Beim Zorro ZIH 1 bedeutet E3 „Temporäre Überspannung, Gerät Wurde zu heiß“; man soll das Gerät vom Strom trennen und einige Minuten abkühlen lassen. Bei Hendi heißt der Code E03 und steht für eine anormale Versorgungsspannung, zu hoch oder zu niedrig. Bei WMF gehört E03 zusammen mit E04 und E05 zum Überhitzungsschutz. Und bei Medion steht E03 gleich zweimal in der Tabelle, mit zwei Bedeutungen; dazu weiter unten mehr.
Sechs Hersteller, mindestens fünf Ursachen: ein Sensor, der zu warm misst, ein defektes Bauteil, zu viel Spannung, zu wenig Spannung, ein überhitztes Gerät. Bei zwei Bedeutungen hilft Abkühlen, bei einer der Blick auf die Steckdose, bei einer nur der Kundendienst. Ein Code ohne Hersteller ist deshalb keine Diagnose. Er sagt nur, dass die Elektronik etwas bemerkt hat.
Bei E0 ist das anders. Wo die Anleitungen E0 verwenden, bei beiden Rommelsbacher-Modellen, Medion, WMF, Aobosi und Zorro, bedeutet es übereinstimmend: kein Kochgeschirr erkannt oder ungeeignetes Geschirr. Kesser und Hendi beginnen ihre Tabellen erst bei E1 oder E01 und führen die Topferkennung nicht als Code. Caso nennt überhaupt nur einen Code. E0 ist also der einzige Code, auf den man sich über Herstellergrenzen hinweg einigermaßen verlassen kann.
Daraus folgt der erste Schritt bei jedem Code außer E0: die Anleitung des eigenen Geräts suchen. Wer sie nicht mehr hat, findet sie bei vielen Herstellern auf der Produktseite. Bei Rommelsbacher, Caso und WMF lagen sie am 20.10.2026 dort als PDF, bei Hendi im Downloadbereich. Modellbezeichnung und Artikelnummer stehen auf dem Typenschild, bei Caso laut Anleitung an der Unterseite des Geräts.
Von einem bis elf Codes: wie ausführlich die Tabellen sind
Die Tabellen unterscheiden sich nicht nur im Inhalt, sondern auch im Umfang. Die längste hat die Rommelsbacher CTS 2000/IN mit elf Einträgen, die kürzeste die Caso ProChef 3500 mit einem einzigen. Dazwischen liegen Geräte mit drei, vier, sechs und sieben Codes. Bei Medion und WMF stehen jeweils sechs Codes; WMF fasst dabei E01 und E02 sowie E03 bis E05 zu einer Zeile zusammen.
Die Werte als Liste
- Rommelsbacher CTS 2000/IN: 11 Codes: E0 bis E8, Eb, U1 Codes
- Kesser, Modell WQ-8010: 7 Codes: E1 bis E7 Codes
- Aobosi, Einzelplatte: 7 Codes: E0 bis E6 Codes
- Medion MD 18490: 6 Codes: E0, E01, E02, E03, E06, E08 Codes
- WMF Kult X Mono: 6 Codes: E0, E01 bis E05 Codes
- Rommelsbacher CT 2010/IN, ältere Fassung: 7 Codes: E0 bis E6 Codes
- Rommelsbacher CT 2010/IN, Fassung R2511: 6 Fehlerbilder, Überhitzung entfällt Codes
- Zorro ZIH 1:4 Codes: E0 bis E3 Codes
- Hendi 3500 M: 3 Codes: E01 bis E03 Codes
- Caso ProChef 3500: 1 Code: E05 Codes
Mehr Codes bedeuten nicht, dass ein Gerät mehr Fehler hat. Sie bedeuten, dass die Elektronik feiner unterscheidet und die Anleitung es offenlegt. Rommelsbacher trennt bei der CTS 2000/IN zwischen einem Sensor, der einen unzulässigen Wert liefert (E1 und E2), einem, der einen erhöhten Wert liefert (E3), und einem, der defekt ist (Eb). Für den Nutzer ist das hilfreich, denn die Selbsthilfe ist verschieden: einmal Kundendienst, einmal abkühlen lassen.
Die Caso-Platte überwacht nach ihrer Anleitung ebenfalls mehr als nur die Temperatur; das Kapitel zur Topferkennung, die Signaltöne und die Hinweise zur Luftströmung zeigen das. In die Fehlertabelle hat es aber nur der Überhitzungsschutz geschafft. Erscheint ein anderer Code, steht der Nutzer ohne Erklärung da. Die Anleitung schreibt für diesen Fall, das Gerät müsse zur Überprüfung an den Kundendienst, wenn nach längerer Wartezeit und Neustart weiter Fehleranzeigen erscheinen.
Die kurze Hendi-Tabelle mit drei Einträgen passt zu einem Gerät für Profiküchen, das laut Anleitung von geschultem Personal bedient werden soll. Die drei Codes decken die Fälle ab, die in einer Großküche vorkommen: Gerät zu heiß, Geschirr zu heiß, Spannung falsch. Alles andere geht an den Lieferanten.
Für die Auswahl beim Kauf lässt sich daraus eine kleine Regel ableiten: Wer Wert darauf legt, Fehler selbst einordnen zu können, sieht sich vor dem Kauf die Fehlertabelle an. Sie steht bei vielen Herstellern frei im Netz. Was Leistungsstufen, Temperaturstufen und Zonen sonst unterscheiden, ordnet der Vergleich zur einzelnen Induktionskochplatte.
E0 und die Topferkennung: 30 oder 60 Sekunden bis zur Abschaltung
Der häufigste Code ist zugleich der harmloseste. E0 erscheint, wenn die Platte eingeschaltet ist, aber keinen passenden Topf erkennt. Die Hersteller beschreiben dasselbe Verhalten mit verschiedenen Zeiten. Rommelsbacher schreibt bei beiden Modellen, man solle innerhalb von 60 Sekunden einen geeigneten Topf auf die Kochstelle stellen, sonst schalte die Elektronik in den Standby. Medion nennt 30 Sekunden.
Beim Zorro ZIH 1 ertönt nach der Anleitung ein Piepen in regelmäßigen Abständen, wenn man den Topf abnimmt, und nach etwa 30 Sekunden schaltet sich das Gerät ab. Die Kesser-Anleitung beschreibt es unter der Überschrift „Topfinspektion“: Ist der Topf ungeeignet, nicht richtig positioniert oder hat er nicht die richtigen Abmessungen, ertönt ein kurzer Ton, die Einstellung bleibt erhalten, und wird innerhalb von 30 Sekunden kein Topf erkannt, schaltet das Kochfeld aus. WMF schreibt, das Gerät piepe und zeige E0.
Die Rommelsbacher CTS 2000/IN beschreibt die Reihenfolge genauer: zuerst ein periodischer Signalton, kurz darauf der Code im Display. Bei der CT 2010/IN ist jede Kochstelle mit einem eigenen Sensor ausgestattet; bei der Doppelplatte CT 3410/IN kann also eine Seite E0 zeigen, während die andere kocht.
Wer E0 sieht, obwohl ein Topf auf der Platte steht, hat nach den Anleitungen drei mögliche Gründe. Der Topf ist nicht für Induktion geeignet. Er ist zu klein. Oder er steht nicht in der Mitte. Aobosi fasst die beiden letzten Fälle in seiner Fehlertabelle zusammen: Das Kochfeld könne die Pfanne nicht erkennen, weil sie zu klein für die Kochzone sei oder nicht in der Mitte stehe; man solle sie zentrieren und darauf achten, dass ihre Basis der Größe der Kochzone entspricht.
E0 ist also fast nie ein Defekt, sondern eine Rückmeldung. Wer eine Platte mit einer Pfanne prüft, die er für geeignet hält, und E0 bekommt, prüft zuerst die Pfanne. Welche Böden funktionieren und warum manche Edelstahltöpfe trotzdem scheitern, steht im Ratgeber welches Kochgeschirr für die Induktionsplatte passt.
Wie groß der Topf sein muss: 12, 14,5 oder 18 Zentimeter
Wie klein ein Topf sein darf, bevor die Platte ihn nicht mehr erkennt, beantworten die Anleitungen unterschiedlich. Rommelsbacher nennt für die CT 2010/IN und CT 3410/IN Kochgeschirr mit einem Bodendurchmesser von 120 bis 230 Millimetern und rät in den Energiespartipps, keine Gefäße unter 12 Zentimetern zu verwenden. Für die CTS 2000/IN steht in denselben Tipps eine Untergrenze von 145 Millimetern.
Medion gibt in den technischen Daten der MD 18490 einen Durchmesser für geeignetes Kochgeschirr von 15 bis 20 Zentimetern an. WMF empfiehlt für die Kult X Mono Kochgeschirr von 180 bis 280 Millimetern und begrenzt das Gewicht von Topf mit Inhalt auf 6 Kilogramm. Zorro schreibt, das Gerät sei optimal für Töpfe von 12 bis 26 Zentimetern.
Diese Zahlen sind wichtig, weil ein kleiner Espressokocher oder eine Stielkasserolle auf einer Platte mit 18 Zentimetern Untergrenze E0 auslösen kann, obwohl der Boden magnetisch ist. Auf einer Rommelsbacher CT 2010/IN funktioniert derselbe Topf vielleicht. Die Anleitung des Geräts, nicht die Größe der aufgedruckten Kochzone, ist hier maßgeblich.
Zur Prüfung, ob ein Topf überhaupt geeignet ist, beschreibt Caso einen Magnettest: Einen Haftmagneten an den Boden führen; wird er kräftig angezogen, eignet sich das Gefäß. Ungeeignet sind nach derselben Tabelle Gefäße aus Kupfer, Aluminium, feuerfestem Glas und rostfreiem Stahl ohne magnetischen Eisenkern. Der Test sagt aber nichts über den Durchmesser. Ein kräftig magnetischer Milchtopf mit 11 Zentimetern kann trotzdem E0 auslösen.
Wer regelmäßig mit kleinen Töpfen kocht, zum Beispiel für eine Person, achtet beim Kauf auf die Untergrenze in der Anleitung. Für sehr kleine Küchen und Einpersonenhaushalte ordnet der Ratgeber zur Induktionsplatte für die kleine Küche die Bauformen.
Überhitzung: E05 bei Caso, E2 bei Zorro, E03 bis E05 bei WMF
Der zweithäufigste Grund für einen Code ist Hitze. Caso erklärt seinen einzigen Code so: Erscheint E05, hat der Überhitzungsschutz ausgelöst, um Gerät und Kochgeschirr zu schützen. Er schalte sich automatisch ein, wenn man die Direktfunktionen gewählt habe und die Temperatur 260 Grad übersteige. Zurückgesetzt wird er durch Ziehen des Netzsteckers.
Dieselbe Anleitung gibt einen Hinweis, der den Code vermeiden hilft. Weil beim Braten mit sehr wenig Fett die Temperatur im Topfboden sehr schnell steige und der Grenzwert von 260 Grad schnell erreicht werde, solle man beim Braten in den Modus „Temperatur“ umschalten. Dort liege die Höchsttemperatur bei 240 Grad. Wer bei Caso also häufig E05 sieht, brät vermutlich auf Leistungsstufe statt nach Temperatur.
Rommelsbacher beschreibt in der älteren Anleitung der CT 2010/IN denselben Mechanismus mit einer anderen Zahl. E5 erscheine, wenn die Temperatur der Kochstelle im Modus Leistungsstufen den zulässigen Höchstwert von 200 Grad überschreite, etwa durch heißes Öl oder Fett, einen leeren Topf oder einen anderen Metallgegenstand auf dem eingeschalteten Gerät. Man solle die Ursache entfernen, abkühlen lassen und für konstante Temperaturen über 200 Grad den Modus Temperaturstufen nutzen. Zwei Hersteller, dieselbe Empfehlung: Zum scharfen Anbraten die Temperatur einstellen, nicht die Leistung.
WMF fasst die Codes E03, E04 und E05 unter „Der Überhitzungsschutz hat ausgelöst“ zusammen. Die Abhilfe: Gerät ausschalten, abkühlen lassen, vom Netz trennen, wieder einschalten. An anderer Stelle schreibt WMF, das Erwärmen eines leeren Kochbehälters führe zum Auslösen des Überhitzungsschutzes. Welcher der drei Codes für welchen Fall steht, sagt die Anleitung nicht.
Bei Zorro heißt der Code in der Tabelle E2, „Überhitzungsschutz wurde aktiviert Und das Gerät abgeschaltet“; man soll das Kochgeschirr entfernen und einige Minuten warten. Im Fließtext derselben Anleitung heißt derselbe Fall „E02“: Werde ein Topf oder eine Pfanne zu heiß, schalte sich das Gerät automatisch aus, ein Summen ertöne und auf dem Display erscheine „E02“. Welche Schreibweise das Display zeigt, lässt sich aus der Anleitung allein nicht sagen.
Kesser unterscheidet zwei Arten von Hitze: E5 für eine hohe Temperatur der Oberfläche, mit der Abhilfe, den Strom abzuschalten und abkühlen zu lassen, und E6 für einen heißen IGBT, das Leistungsbauteil der Elektronik. Aobosi trennt ähnlich zwischen E2, interner Überhitzung, und E6, Überhitzung der oberen Platte. Wer bei diesen Geräten den Code kennt, weiß, ob der Topf oder das Innere zu heiß war. Wie die Temperaturregelung im Normalbetrieb arbeitet, erklärt der Ratgeber zur Temperaturregelung von Induktionsplatten.
Leerer Topf, heißer Boden: E02 bei Hendi und das Leerkochen
Ein besonderer Fall der Überhitzung ist der Topf, der leer gekocht ist. Hendi nennt ihn ausdrücklich. E02 bedeute, dass die Temperatur des Kochgeschirrs zu hoch sei; möglicherweise sei das Kochgeschirr leer geworden, und das Gerät schalte zum Schutz ab. Die Abhilfe: Netzstecker ziehen, Kochgeschirr herunternehmen und warten, bis das Gerät vollständig abgekühlt ist. Das ist eine Übersetzung aus dem englischen Teil der Anleitung, der deutsche Teil sagt dasselbe.
Bei Hendi steht E01 für den anderen Fall: Die Temperatur des Geräts selbst sei zu hoch. Dafür gibt es zwei Ursachen. Entweder ist das Gerät überhitzt, dann hilft dieselbe Abkühlpause. Oder das Kühlgebläse ist defekt, dann soll man sich an den Lieferanten wenden. Die Tabelle unterscheidet also zwischen Hitze im Topf und Hitze im Gerät, und für die zweite gibt es zwei Möglichkeiten, die man von außen nur am Lüfter erkennen kann.
Wer beim Leerkochen nicht dabei war, merkt es an der Pfanne: Rückstände, die fest eingebrannt sind, ein verfärbter Boden. Hersteller wie WMF verbieten das Erwärmen leerer Behälter ausdrücklich, Kesser nennt den Fall unter den hohen Oberflächentemperaturen. Für den Topf ist Leerkochen schlimmer als für die Platte, denn die Platte schaltet ab.
Eine Platte mit Timer verhindert Leerkochen nicht, sie begrenzt es. Kesser schreibt, das Kochfeld schalte sich nach zwei Stunden automatisch aus, wenn man keine Kochzeit eingestellt oder vergessen habe, es auszuschalten, und es nicht bedient habe. Medion stellt beim Einschalten eine Garzeit von zwei Stunden voreingestellt ein. Bei längeren Schmorgerichten muss man diese Zeit verlängern, sonst schaltet die Platte mitten im Garen ab.
Wie Timer und Abschaltautomatik bei verschiedenen Platten eingestellt werden und welche Zeiten sie zulassen, zeigt der Ratgeber zur Induktionsplatte mit Timer. Für die Fehlersuche genügt die Frage: Lief ein Timer ab, oder kam ein Code?
Lüftungsschlitze, Lüfter, Nachlauf: wenn das Gerät selbst zu warm wird
Fast alle Anleitungen nennen verstopfte Lüftungsschlitze als Ursache für Abschaltungen. Zorro schreibt bei E1 ausdrücklich „Gerät zu heiß (z.B. blockierte Lüftungsschlitze)“ und rät, nach dem Abkühlen die Lüftungsöffnungen zu prüfen und die Blockierung zu entfernen. Medion nennt beim Problem „Kochvorgang wird unterbrochen“ zuerst einen ausgefallenen Lüfter und als Abhilfe, die Lüftungsschlitze zu reinigen.
Rommelsbacher hat bei der CT 2010/IN ein eigenes Fehlerbild „Innentemperatur“: Der Innenraum des Geräts sei zu warm, etwa durch behinderte Luftzufuhr, einen blockierten oder defekten Lüfter oder eine zu hohe Umgebungstemperatur. Die Selbsthilfe: Lüftungseinlässe reinigen, Fremdkörper entfernen, Belüftung verbessern. WMF rät beim plötzlichen Abschalten ebenfalls, die Lüftungsschlitze zu reinigen und das Gerät auf Raumtemperatur abkühlen zu lassen.
Wo die Luft hereinkommt, sagt Caso: Die Kühlluft werde von der Unterseite des Geräts angesaugt, und das Gerät brauche zum korrekten Betrieb eine ausreichende Luftströmung, mit jeweils 10 Zentimetern Abstand links und rechts. Eine Platte, die auf einem Geschirrtuch, einer Tischdecke oder in einer engen Nische steht, bekommt diese Luft nicht. Das erklärt manche Abschaltung, die im Sommer häufiger kommt als im Winter.
Dass der Lüfter nach dem Ausschalten weiterläuft, ist nach allen Anleitungen, die es erwähnen, normal. WMF schreibt, der Lüfter laufe einige Sekunden nach. Kesser schreibt, das Lüftergeräusch sei während des Betriebs und einige Minuten nach dem Ausschalten hörbar. Hendi rät, zu warten, bis sich das Kühlgebläse nicht mehr dreht. Aobosi fügt einen wichtigen Satz hinzu: Man solle das Kochfeld nicht an der Wand ausschalten, solange der Lüfter läuft.
Genau das tun aber viele Nutzer, weil die Anleitungen an anderer Stelle verlangen, nach dem Kochen den Netzstecker zu ziehen. Beides lässt sich verbinden: erst ausschalten, warten, bis der Lüfter still ist, dann den Stecker ziehen. Wer den Stecker zieht, solange der Lüfter noch kühlt, riskiert nach Aobosi eine Überhitzung der Elektronik. Wie man eine mobile Platte sicher aufstellt und betreibt, fasst der Ratgeber mobiles Kochfeld sicher verwenden zusammen.
Spannung zu hoch, Spannung zu niedrig: Grenzen zwischen 90 und 270 Volt
Fast jede Tabelle hat einen Code für die Netzspannung. Medion trennt E01 für ausgelösten Überspannungsschutz und E02 für zu niedrige Netzspannung. WMF fasst beide unter E01 und E02 zusammen, Kesser nennt E1 für Niederspannung und E2 für Hochspannung, Aobosi E3 und E4, Hendi E03, Zorro E3 mit „Temporäre Überspannung“.
Nur drei Anleitungen nennen Zahlen. Rommelsbacher schreibt bei der CTS 2000/IN, E7 erscheine bei zu geringer Spannung unter 180 Volt und E8 bei zu hoher über 270 Volt. Bei der CT 2010/IN desselben Herstellers steht für die Unterspannung eine Grenze von 160 Volt, für die Überspannung ebenfalls 270 Volt. Aobosi nennt für E3 und E4 eine Spannung über 270 und unter 90 Volt.
- 220 bis 240 V: Nennspannung laut Anleitung: 220 bis 240 V
- Aobosi, Unterspannung (E4): 90 V — außerhalb des Korridors, „Spannung < 90 V“
- Rommelsbacher CT 2010/IN, Unterspannung: 160 V — außerhalb des Korridors, „< 160 V~“
- Rommelsbacher CTS 2000/IN, Unterspannung (E7): 180 V — außerhalb des Korridors, „< 180 V~“
- Rommelsbacher und Aobosi, Überspannung: 270 V — außerhalb des Korridors, „> 270 V~“ bei beiden Rommelsbacher, E3 bei Aobosi
Die Grafik zeigt, wie weit die Grenzen auseinanderliegen. Nach oben sind sich die Hersteller einig, nach unten nicht: Die Aobosi-Platte meldet erst unter 90 Volt einen Fehler, die neuere Rommelsbacher schon unter 180. Was die Platten zwischen der Untergrenze und der Nennspannung tun, ob sie mit verringerter Leistung weiterlaufen oder normal arbeiten, sagt keine Anleitung.
Die Selbsthilfe ist bei allen gleich und wenig konkret. Rommelsbacher: sicherstellen, dass das Gerät an der auf dem Typenschild angegebenen Netzspannung hängt. Medion: prüfen, ob die Netzspannung der Steckdose der auf dem Typenschild entspricht, und den Kundendienst kontaktieren. WMF: das Gerät an eine geeignete Spannungsversorgung anschließen. Kesser zusätzlich: „Mainboard austauschen“.
Im Haushalt mit einer normalen Steckdose ist ein Spannungscode deshalb ein Hinweis, die Zuleitung zu prüfen: Hängt die Platte an einer langen Kabeltrommel, an einer Mehrfachsteckdose mit anderen großen Verbrauchern, an einem Generator oder an einem Campingplatzanschluss? Wie man eine mobile Platte richtig an die Steckdose bringt und was Verlängerungen aushalten müssen, steht im Ratgeber mobiles Kochfeld anschließen.
Rommelsbacher gegen Rommelsbacher: andere Codes, andere Grenzen
Der Unterschied zwischen den beiden Rommelsbacher-Platten ist aufschlussreich, weil es derselbe Hersteller ist, mit demselben Aufbau der Anleitung und fast denselben Sätzen. Die CT 2010/IN meldet Unterspannung unter 160 Volt, die CTS 2000/IN unter 180 Volt. Beide melden Überspannung über 270 Volt. Beide geben als Nennspannung 220 bis 240 Volt an.
Warum die neuere Platte empfindlicher ist, steht in keiner der beiden Anleitungen. Die CTS 2000/IN hat nach ihrer Anleitung einen Temperatursensor und mehr Überwachungsfunktionen, ihre Tabelle ist fast doppelt so lang. Es ist möglich, dass eine feinere Elektronik engere Grenzen braucht. Belegen lässt sich das aus den Unterlagen nicht.
Praktisch bedeutet es: Wer mit einer CT 2010/IN an einer bestimmten Steckdose nie einen Spannungsfehler hatte und mit der neuen CTS 2000/IN plötzlich E7 sieht, hat nicht unbedingt ein defektes Gerät. Die neue Platte meldet früher. Die Steckdose war vielleicht schon immer schwach, die alte Platte hat es nur nicht angezeigt.
Noch deutlicher wird der Unterschied bei den Codes selbst. In der älteren Anleitung der CT 2010/IN, die am Amazon-Angebot hing, stehen sieben: E0 Topferkennung, E1 Kurzschluss in der Elektronik, E2 Temperatursensor, E3 Überspannung, E4 Unterspannung, E5 Überhitzungsschutz und E6 Innentemperatur. Bei der CTS 2000/IN bedeutet E1 dagegen einen unzulässigen Sensorwert, E3 einen erhöhten Sensorwert, E4 und E5 Elektronikfehler. Nur E0 meint bei beiden dasselbe.
Das ist mehr als eine Kleinigkeit. Wer von der CT 2010/IN auf die CTS 2000/IN umsteigt und E5 sieht, könnte an den Überhitzungsschutz der alten Platte denken, die Ursache entfernen und neu starten. Bei der CTS 2000/IN steht bei E5 aber „Selbsthilfe: Nicht möglich“, und die Anleitung verweist an die Serviceabteilung. Ein Code, den man zu kennen glaubt, ist hier am gefährlichsten.
Auch die Anleitung der CT 2010/IN selbst hat sich geändert. In der aktuellen Fassung R2511 auf der Herstellerseite stehen die Codes als Grafik neben dem Text, und es sind nur noch sechs Fehlerbilder. Der Überhitzungsschutz, in der älteren Fassung E5, fehlt; die übrigen Beschreibungen stimmen bis auf kleine Abweichungen überein. Ob das Gerät geändert wurde oder nur die Anleitung, sagt keine der beiden Fassungen.
Eine Gemeinsamkeit haben beide: Im Fehlerfall wird die Leistungszufuhr abgeschaltet, im Display erscheint ein Code, und in den ersten 60 Sekunden ertönt zusätzlich ein Signal. Wer nach dieser Minute in die Küche kommt, sieht nur noch den Code und hört nichts mehr.
Sensorfehler: wenn der Fühler unter dem Glas falsche Werte meldet
Unter der Glaskeramik sitzt bei vielen Platten ein Temperaturfühler. Rommelsbacher beschreibt ihn bei der CT 2010/IN: Die Temperatur des Kochgeschirrbodens werde durch einen Sensor gemessen, der sich unterhalb der Glaskeramikplatte in der Mitte der Kochzone befinde. Die Regelung funktioniere nur dann einwandfrei, wenn das Kochgeschirr diesen Bereich überdeckt. Fällt dieser Sensor aus, zeigen die Platten eigene Codes.
Die CTS 2000/IN hat dafür vier: E1 und E2 für einen unzulässigen Messwert, beide mit dem Satz „Selbsthilfe: Nicht möglich“, E3 für einen erhöhten Messwert, bei dem Abkühlen hilft, und Eb für einen defekten Sensor, wieder ohne Selbsthilfe. Bei der CT 2010/IN gibt es ein einziges Fehlerbild „Temperatursensor“, in der älteren Fassung E2, mit einer anderen Abhilfe: Man solle das Gerät eine Weile stehen lassen, damit es sich an die Umgebungstemperatur anpassen kann.
Dieser Hinweis ist für Platten wichtig, die im Winter aus dem Auto, dem Keller oder dem Wohnwagen kommen. Ein Gerät, das bei Frost gelagert wurde und sofort eingeschaltet wird, liefert nach Rommelsbacher womöglich einen unzulässigen Messwert. Der Fehler verschwindet, wenn das Gerät Raumtemperatur hat. Wer seine Platte nur gelegentlich nutzt, findet Hinweise zur Lagerung im Ratgeber zur Induktionsplatte beim Camping.
Bei Medion heißt der Sensorfehler E08: „Der Haupsensor reagiert nicht“, mit dem Verweis auf den Kundendienst. Kesser hat E4 für einen Oberflächenthermistor, kurz oder offen; die Abhilfe lautet, zu prüfen, ob sich der Thermistor gelockert hat, oder ihn zu ersetzen. Aobosi nennt E5 für den Sensor der oberen Platte, offen oder kurzgeschlossen, und E1 für den IGBT-Sensor.
Für den Nutzer ist die Lage bei allen Sensorfehlern dieselbe, mit einer Ausnahme. Wenn die Anleitung keine Selbsthilfe nennt oder auf ein Bauteil im Inneren verweist, gehört das Gerät zum Kundendienst. Die Ausnahme ist der erhöhte oder unzulässige Messwert nach Temperaturwechsel, bei dem Rommelsbacher Abkühlen oder Anpassen empfiehlt. Wer das versucht hat und den Code danach noch sieht, hat einen echten Defekt.
Elektronikfehler und Kurzschluss: die Codes ohne Selbsthilfe
Eine Gruppe von Codes ist für den Haushalt eindeutig. Rommelsbacher nennt bei der CTS 2000/IN drei Elektronikfehler, bei denen in einem Schaltkreis eine Fehlfunktion aufgetreten sei: E4, E5 und U1. Alle drei tragen den Satz „Selbsthilfe: Nicht möglich – bitte kontaktieren Sie unsere Serviceabteilung.“ Bei der CT 2010/IN heißt es beim Elektronikfehler, in der älteren Fassung E1, in einem Schaltkreis sei ein Kurzschluss aufgetreten; das Gerät sei „in jedem Fall dem Kunden-Service zuzuführen“.
Medion schreibt bei E03 und E06, es sei ein Kurzschluss in der Elektronik aufgetreten; man solle den Netzstecker ziehen und den Kundendienst kontaktieren. Der Zorro ZIH 1 nennt bei E1 neben der Hitze eine zweite Ursache: elektrische Teile beschädigt, zum Beispiel ein Transistor. Wenn Abkühlen nicht hilft, solle man den Anbieter kontaktieren, und das Gerät sei durch einen Techniker zu prüfen.
Rommelsbacher hat bei der CTS 2000/IN einen Elektronikfehler, bei dem doch Selbsthilfe möglich ist: E6. Hier sei in einem Schaltkreis eine Temperaturabweichung festgestellt worden; man solle den Netzstecker ziehen und das Gerät abkühlen lassen. Die Unterscheidung zwischen E5, Kundendienst, und E6, abkühlen, ist eine Stelle, an der eine falsch übertragene Erklärung echten Schaden anrichten kann: Wer ein E5 für einen Hitzefehler hält, wartet und schaltet wieder ein, obwohl die Anleitung den Kundendienst verlangt.
Für alle Codes dieser Gruppe gilt dasselbe Vorgehen: Stecker ziehen, nicht weiter benutzen, Anleitung und Kaufbeleg heraussuchen und den Hersteller kontaktieren. Ein Gehäuse zu öffnen ist bei keinem dieser Hersteller vorgesehen. Wie die Anleitungen das begründen, steht im Abschnitt zur Reparatur weiter unten.
Ein Code, zwei Bedeutungen: E03 in der Medion-Tabelle
In der Anleitung der Medion MD 18490 steht E03 zweimal. Auf der ersten Seite der Fehlertabelle: „E03 Temperatursensor ist überhitzt“. Die Abhilfe: warten, bis das Kochfeld wieder Raumtemperatur erreicht hat, dann erneut einschalten, und den Kundendienst kontaktieren. Auf der zweiten Seite: „E03/E06 Es ist ein Kurzschluss in der Elektronik aufgetreten“, mit der Abhilfe, den Netzstecker zu ziehen und den Kundendienst zu kontaktieren.
Ein Code für einen überhitzten Sensor und einen Kurzschluss in derselben Tabelle ist für den Nutzer kaum zu deuten. Der Unterschied zwischen beiden ist erheblich: Im ersten Fall genügt nach Medion das Abkühlen, im zweiten nicht. Wer E03 sieht, kann es nur ausprobieren. Kühlt das Gerät ab und läuft danach normal, war es vermutlich der Sensor. Kommt E03 sofort wieder, ist es eher die Elektronik.
Medion schreibt unter die Tabelle einen Satz, der beide Fälle betrifft: Bei allen genannten Fehlern solle man das Gerät zurücksetzen, indem man den Netzstecker zieht. Das ist bei einem Kurzschluss ohnehin der erste Schritt, bei einem überhitzten Sensor schadet es nicht. Der doppelte Code ist auf dieser Seite der deutlichste Beleg dafür, dass Fehlertabellen nicht immer sorgfältig redigiert sind.
Eine Unschärfe anderer Art steht in derselben Anleitung im Kapitel zum Kochen mit Induktion. Dort heißt es, die Methode stelle durch eine Energieeinsparung bis zu 50 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Kochmethoden eine sehr energiesparende Alternative dar. Welche herkömmliche Methode gemeint ist und wie gemessen wurde, steht nicht dabei. Was sich zum Verbrauch tatsächlich belegen lässt, ordnet der Ratgeber zur energiesparenden Induktionsplatte.
Zurücksetzen durch den Netzstecker: der Schritt, den fast alle nennen
So verschieden die Codes sind, ein Schritt wiederholt sich fast überall: den Netzstecker ziehen. Caso setzt E05 so zurück. Medion schreibt es unter die ganze Tabelle. WMF nennt es beim Überhitzungsschutz. Hendi verlangt es bei E01 und E02, Zorro bei E3. Rommelsbacher nennt es bei allen Codes, bei denen Abkühlen hilft.
Rommelsbacher ist bei der CT 2010/IN am deutlichsten. In einem Hinweis unter der Tabelle heißt es, bei allen Fehlercodeanzeigen mit Ausnahme der Topferkennung müsse man die Steuerung manuell durch Ziehen des Netzsteckers oder durch Trennen von der Spannungsversorgung zurücksetzen. Das Gerät setzt sich also nicht von selbst zurück, auch wenn die Ursache behoben ist. Wer nur auf die Ein-Taste drückt, sieht den Code weiter.
Wie lange der Stecker draußen bleiben soll, steht in den wenigsten Anleitungen. Bei Hitzefehlern ergibt es sich aus der Sache: bis das Gerät abgekühlt ist. Hendi schreibt „vollständig abgekühlt“, Medion „Raumtemperatur“, Zorro „einige Minuten“. Bei anderen Codes nennt keine Anleitung eine Zeit.
Vor dem Stecker kommt der Lüfter. Weil mehrere Anleitungen beschreiben, dass er nach dem Ausschalten weiterläuft, und Aobosi davor warnt, das Kochfeld an der Wand auszuschalten, solange der Lüfter läuft, ist die Reihenfolge bei Hitzefehlern: Topf herunter, Gerät ausschalten, Lüfter auslaufen lassen, dann den Stecker ziehen. Bei Kurzschluss und Elektronikfehlern geht der Stecker vor, wie Medion es verlangt.
Kommt der Code nach dem Zurücksetzen wieder, ist die Lage klar. Caso schreibt: Sollten nach längerer Wartezeit und Neustart weiter Fehleranzeigen erscheinen, müsse das Gerät zur Überprüfung an den Kundendienst. Dieser Satz gilt sinngemäß für alle neun Geräte.
Keine Anzeige, kein Code: Störungen, die nicht im Display stehen
Nicht jede Störung hat einen Code. Die einfachste steht bei Caso ganz oben: Keine Anzeige. Ursachen laut Tabelle: Netzstecker nicht eingesteckt oder Sicherung nicht eingeschaltet. Medion nennt für „Das Gerät funktioniert nicht“ zusätzlich ein beschädigtes Netzkabel oder einen beschädigten Stecker, und Aobosi rät, auch an einen Stromausfall im Haus oder in der Umgebung zu denken.
Ein zweiter Fall ohne Code ist das Gerät, das leuchtet, aber nicht heizt. WMF erklärt ihn: Leuchte die Kontrollleuchte der Ein-/Aus-Taste, heize das Gerät aber nicht, befinde es sich im Standby, und die Heizfunktion sei nicht aktiviert; man müsse eine Betriebsart wählen. Befinde sich das Kochfeld im Pause-Modus, schalte es sich nach zehn Minuten ohne Betätigung in den Standby. Wer eine Pause einlegt und zu spät zurückkommt, findet ein Gerät vor, das scheinbar ausgefallen ist.
Rommelsbacher schreibt bei der CT 2010/IN, das Gerät schalte nach 60 Sekunden Nichtbenutzung automatisch in den Standby. WMF nennt zusätzlich eine automatische Abschaltung bei Nichtbenutzung, nach der man das Gerät wieder einschalten soll. Das sind keine Fehler, sondern Schutzfunktionen, die in der Fehlertabelle stehen, weil Nutzer sie für Fehler halten.
Ein dritter Fall ist das Touchfeld, das nicht reagiert. Aobosi beschreibt ihn in seiner Tabelle: Möglicherweise liege ein kleiner Wasserfilm auf dem Bedienfeld, oder man tippe mit den Fingerspitzen. Man solle das Bedienfeld trocken halten und mit den Fingerballen tippen. Wer mit nassen Händen vom Spülbecken kommt, erlebt genau das. Platten mit Tastensperre zeigen ein ähnliches Bild; Zorro beschreibt eine „Schlüssel“-Taste, die man drei Sekunden gedrückt halten muss, um die Sperre aufzuheben.
Wie Tastensperren bei den verschiedenen Platten funktionieren und wie man sie löst, zeigt der Ratgeber zur Induktionsplatte mit Kindersicherung. Wer eine Platte vor sich hat, die auf nichts reagiert, prüft zuerst diese Sperre, dann den Stecker.
Pfeifen, Knacken, Brummen: Geräusche, die kein Defekt sind
Geräusche führen viele Nutzer zum Kundendienst, ohne dass ein Code erscheint. Die Anleitungen von Kesser und Aobosi erklären sie. Kesser schreibt, Induktionskochfelder könnten während des normalen Betriebs pfeifen oder knistern; diese Geräusche kämen aufgrund der Eigenschaften des Bodens, etwa bei einem Boden aus mehreren Materialschichten oder einem unebenen Boden, tatsächlich aus den Töpfen und Pfannen.
Die Geräusche variieren nach Kesser mit dem verwendeten Topf und mit der Menge der Lebensmittel darin, und sie weisen nicht auf einen Defekt hin. Aobosi beschreibt dasselbe als Knack- oder Klickgeräusche, verursacht durch die Struktur des Kochgeschirrs, bei der Schichten aus verschiedenen Metallen unterschiedlich vibrieren. Das sei normal und kein Fehler.
Ein leises Brummen bei hoher Leistung nennt Aobosi ebenfalls: Es werde durch die Technologie des Induktionskochens verursacht, sei normal und solle nachlassen oder verschwinden, wenn man die Leistung verringert. Dazu kommt der Lüfter, den alle Anleitungen erwähnen, die über Geräusche sprechen.
Wer ein Geräusch einordnen will, macht einen einfachen Versuch: einen anderen Topf auf dieselbe Stufe stellen. Verschwindet das Pfeifen, kam es aus dem Topf. Bleibt es bei jedem Topf und wird mit der Zeit lauter, oder kommt ein Brandgeruch dazu, ist es kein normales Betriebsgeräusch. Für diesen Fall schreibt WMF, man solle das Gerät nicht in Betrieb nehmen oder sofort den Netzstecker ziehen, wenn der Verdacht auf einen Defekt besteht.
Kratzer auf der Glasfläche, nach denen ebenfalls oft gefragt wird, führt Aobosi auf Kochgeschirr mit rauen Kanten oder ungeeignete Scheuermittel zurück. Kesser warnt, Salz, Zucker und Sand könnten die Glasoberfläche zerkratzen, und Zucker oder stark zuckerhaltige Lebensmittel beschädigten das Kochfeld und müssten sofort entfernt werden. Gereinigt werden soll nach Kesser erst, wenn die Restwärmeanzeige „H“ nicht mehr leuchtet.
Selbst reparieren? Was Kesser, Aobosi, Caso und Rommelsbacher dazu schreiben
Zurück zum Satz vom Anfang. Kesser nennt in der Fehlertabelle bei sechs von sieben Codes den Austausch eines Bauteils: Mainboard bei E1 und E2, Hauptplatine bei E3 und E6, Thermistor bei E4, Lichtplatine bei E7. Zugleich verlangt dieselbe Anleitung, Installation und Wartung einem spezialisierten Techniker zu überlassen, und verbietet, Teile zu ersetzen, wenn es nicht ausdrücklich in der Anleitung steht.
Die anderen Hersteller sind eindeutiger. Aobosi schreibt im Kapitel zur Pflege, wenn mit dem Gerät etwas nicht stimme, dürfe es ausschließlich von Fachleuten repariert werden. Caso schreibt, Reparaturen an Elektrogeräten dürften nur von Fachkräften durchgeführt werden, die vom Hersteller geschult sind, und durch unsachgemäße Reparaturen könnten erhebliche Gefahren für den Benutzer und Schäden am Gerät entstehen. WMF schließt bei nicht fachgerechter Reparatur Haftung und Garantieleistungen aus.
Rommelsbacher verweist bei allen Codes ohne Selbsthilfe an die eigene Serviceabteilung. Hendi schreibt im englischen Teil, ein beschädigtes Netzkabel müsse vom Hersteller, seinem Servicevertreter oder ähnlich qualifizierten Personen ersetzt werden. Nach keiner dieser Anleitungen gehört das Öffnen des Gehäuses zur Selbsthilfe.
Für Kesser-Besitzer bleibt die Frage, was sie mit den Austauschhinweisen anfangen sollen. Die vorsichtige Lesart: Die Tabelle beschreibt, was ein Techniker tun würde. Ob Ersatzteile wie Hauptplatine oder Lichtplatine überhaupt erhältlich sind und für wen, sagt die Anleitung nicht. Wer einen dieser Codes sieht und das Gerät noch in der Gewährleistung hat, meldet sich beim Verkäufer.
Bei Hendi gibt es eine Besonderheit: Für die 3500 M bietet der Hersteller nach Chargennummern getrennte Ersatzteilformulare zum Download an. Das zeigt, dass es für dieses Profigerät einen Teileweg gibt. Für Privatleute ist er nach der Anleitung nicht gedacht, denn sie richtet sich an geschultes Personal in Restaurants und Kantinen.
Profigeräte in der Privatküche: Zorro und Hendi
Zwei der neun Geräte sind ausdrücklich nicht für den Haushalt bestimmt. Die Zorro-Anleitung schreibt: „Dieses Produkt ist für den gewerblichen Gebrauch bestimmt.“ Im Vorwort nennt sie als Einsatz ein Beistellgerät in einem Hotel, in einer Kantine oder zum Warmhalten auf Buffets. Hendi schreibt, das Gerät sei für den gewerblichen Gebrauch bestimmt und solle von geschultem Personal in der Küche von Restaurants, Kantinen oder Bars bedient werden.
Hendi geht weiter. Die Anleitung schreibt, das Gerät dürfe nicht von Personen mit eingeschränkten physischen, sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mit mangelnder Erfahrung und Kenntnis betrieben werden, und unter keinen Umständen von Kindern. Haushaltsgeräte erlauben die Nutzung durch diese Personen in der Regel unter Aufsicht oder nach Einweisung; Hendi schließt sie ganz aus.
Für die Fehlercodes hat das Folgen. Die kurzen Tabellen der Profigeräte setzen voraus, dass jemand mit Erfahrung davorsteht und weiß, wann ein Gerät zum Service muss. Zorro schreibt bei E1, das Gerät solle durch einen Techniker überprüft werden; Hendi verweist bei einem defekten Kühlgebläse an den Lieferanten. Wer ein solches Gerät privat nutzt, hat diese Strukturen nicht.
Dazu kommt die Gewährleistung. Hendi nennt in der Anleitung eine Herstellergarantie von einem Jahr ab Kauf für Funktionsmängel. Bei Haushaltsgeräten wie den Rommelsbacher-Platten sind es zwei Jahre Qualitätsgarantie für in Deutschland gekaufte Produkte. Wer ein Profigerät für die Privatküche kauft, weil es mehr Leistung hat, sollte das wissen. Wie viel Leistung im Haushalt sinnvoll ist, ordnet der Ratgeber zur Wattzahl der Induktionsplatte.
Fehlercode-Wegweiser: Code und Hersteller eingeben
Der Wegweiser fasst die neun Tabellen zusammen. Er fragt nach dem Code im Display und nach dem Hersteller und gibt aus, was die Anleitung dieses Herstellers dazu sagt. Für Hersteller, die hier nicht gelesen wurden, gibt er den allgemeinen Teil aus, der für alle Tabellen gilt.
Codes mit und ohne führende Null sind zusammengefasst: E3 und E03 stehen in derselben Auswahl, weil die Hersteller beide Schreibweisen verwenden, Zorro sogar beide in derselben Anleitung. Wo ein Hersteller einen Code nicht kennt, sagt der Wegweiser das.
Was bedeutet der Fehlercode meiner Induktionsplatte?
Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt. Die Ausgabe gibt die Bedeutung und die Selbsthilfe wieder, die die Anleitung des jeweiligen Herstellers nennt.
Ergebnis
Kein oder ungeeignetes Kochgeschirr
Bei allen Herstellern, die E0 verwenden, dieselbe Bedeutung. Topf mittig stellen, Magnettest, Mindestdurchmesser der Anleitung prüfen. Rommelsbacher: 60 Sekunden bis Standby; Medion, Zorro, Kesser: 30 Sekunden.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Code: E0 und Hersteller: Kesser, dann Kein E0 in der Tabelle. Kesser führt die Topferkennung nicht als Code: Bei ungeeignetem, falsch stehendem oder zu kleinem Topf ertönt ein kurzer Ton; wird binnen 30 Sekunden kein Topf erkannt, schaltet das Kochfeld aus.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: Rommelsbacher CT 2010/IN oder CT 3410/IN, dann Kurzschluss in der Elektronik. Rommelsbacher CT 2010/IN (ältere Anleitung): Selbsthilfe nicht möglich, das Gerät ist in jedem Fall dem Kunden-Service zuzuführen.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: Rommelsbacher CT 2010/IN oder CT 3410/IN, dann Temperatursensor: unzulässiger Messwert. Rommelsbacher CT 2010/IN: das Gerät eine Weile stehen lassen, damit es sich an die Umgebungstemperatur anpasst, etwa nach Lagerung in der Kälte. Danach Netzstecker ziehen und neu starten.
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: Rommelsbacher CT 2010/IN oder CT 3410/IN, dann Überspannung über 270 Volt. Rommelsbacher CT 2010/IN: sicherstellen, dass das Gerät an der Netzspannung vom Typenschild hängt. Achtung: Bei der CTS 2000/IN bedeutet E3 etwas anderes.
- Wenn Code: E5 oder E05 und Hersteller: Rommelsbacher CT 2010/IN oder CT 3410/IN, dann Überhitzungsschutz über 200 °C. Rommelsbacher CT 2010/IN (ältere Anleitung): im Modus Leistungsstufen über 200 °C, etwa heißes Öl, leerer Topf, Metallgegenstand. Ursache entfernen, abkühlen lassen, für über 200 °C den Modus Temperaturstufen nutzen.
- Wenn Code: E4, E6, E7, E8, Eb oder U1 und Hersteller: Rommelsbacher CT 2010/IN oder CT 3410/IN, dann E4 oder E6. Rommelsbacher CT 2010/IN: E4 Unterspannung unter 160 V, Anschluss prüfen. E6 Innentemperatur, Lüftungseinlässe reinigen und Belüftung verbessern. Höhere Codes nennt die Anleitung nicht.
- Wenn Code: E0, dann Kein oder ungeeignetes Kochgeschirr. Bei allen Herstellern, die E0 verwenden, dieselbe Bedeutung. Topf mittig stellen, Magnettest, Mindestdurchmesser der Anleitung prüfen. Rommelsbacher: 60 Sekunden bis Standby; Medion, Zorro, Kesser: 30 Sekunden.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: Rommelsbacher CTS 2000/IN, dann Temperatursensor: unzulässiger Messwert. Rommelsbacher: Selbsthilfe nicht möglich, bitte die Serviceabteilung kontaktieren.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: Medion, dann Überspannungsschutz hat ausgelöst. Medion: prüfen, ob die Netzspannung der Steckdose der auf dem Typenschild entspricht; Kundendienst kontaktieren. Zurücksetzen durch Ziehen des Netzsteckers.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: WMF, dann Über- oder Unterspannungsschutz. WMF: E01/E02 bedeuten, dass der Über- oder Unterspannungsschutz ausgelöst hat; das Gerät an eine geeignete Spannungsversorgung anschließen.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: Kesser, dann Niederspannung. Kesser: Spannung prüfen. Den zusätzlich genannten Mainboard-Austausch überlässt man nach den Sicherheitshinweisen derselben Anleitung einem Techniker.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: Aobosi, dann IGBT-Sensor unterbrochen oder kurzgeschlossen. Aobosi: Defekt eines Sensors der Elektronik. Reparatur nach der Anleitung ausschließlich durch Fachleute.
- Wenn Code: E1 oder E01 und Hersteller: Zorro oder Hendi, dann Gerät zu heiß oder Bauteil defekt. Zorro E1: zu heiß (z. B. blockierte Lüftungsschlitze) oder beschädigtes Teil wie ein Transistor; abkühlen, Lüftung prüfen, sonst Techniker. Hendi E01: Gerät zu heiß oder Kühlgebläse defekt; abkühlen, sonst Lieferant.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: Rommelsbacher CTS 2000/IN, dann Temperatursensor: unzulässiger Messwert. Rommelsbacher: wie E1, Selbsthilfe nicht möglich, Serviceabteilung kontaktieren.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: Medion, dann Netzspannung zu niedrig. Medion: prüfen, ob die Netzspannung der Steckdose der auf dem Typenschild entspricht. Lange Kabeltrommeln und Mehrfachsteckdosen mit großen Verbrauchern prüfen.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: WMF, dann Über- oder Unterspannungsschutz. WMF: wie E01, das Gerät an eine geeignete Spannungsversorgung anschließen.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: Kesser, dann Hochspannung. Kesser: Spannung prüfen; Mainboard-Austausch nur durch einen Techniker.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: Aobosi, dann Interne Überhitzung. Aobosi: das Innere ist zu heiß. Lüftung frei halten, abkühlen lassen; den Lüfter nach dem Ausschalten auslaufen lassen, bevor der Stecker gezogen wird.
- Wenn Code: E2 oder E02 und Hersteller: Zorro oder Hendi, dann Überhitzungsschutz, Topf zu heiß. Zorro E2: Überhitzungsschutz, Geschirr herunter, einige Minuten abkühlen. Hendi E02: Kochgeschirr zu heiß, möglicherweise leer gekocht; Stecker ziehen, Geschirr herunter, vollständig abkühlen lassen.
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: Rommelsbacher CTS 2000/IN, dann Temperatursensor: erhöhter Messwert. Rommelsbacher: Netzstecker ziehen und das Gerät abkühlen lassen; danach kann es wieder benutzt werden.
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: Medion, dann Zwei Bedeutungen: Sensor überhitzt oder Kurzschluss. Medion nennt E03 zweimal. Abkühlen bis Raumtemperatur und neu einschalten; kommt E03 sofort wieder, Netzstecker ziehen und Kundendienst kontaktieren (Kurzschluss, wie E06).
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: WMF, dann Überhitzungsschutz. WMF: E03/E04/E05 bedeuten Überhitzung. Ausschalten, abkühlen lassen, vom Netz trennen, wieder einschalten. Leere Töpfe lösen den Schutz ebenfalls aus.
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: Kesser, dann IGBT-Thermistor kurz oder offen. Kesser nennt als Abhilfe die Hauptplatine. Das ist ein Fall für den Verkäufer oder einen Techniker, nicht für die Selbsthilfe.
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: Aobosi, dann Überspannung über 270 Volt. Aobosi: Netzspannung zu hoch. Anschluss prüfen; an einer normalen Hausinstallation selten, eher an Generatoren oder Campinganschlüssen.
- Wenn Code: E3 oder E03 und Hersteller: Zorro oder Hendi, dann Spannung oder Überhitzung. Zorro E3: temporäre Überspannung, Gerät wurde zu heiß; vom Strom trennen, einige Minuten abkühlen. Hendi E03: Versorgungsspannung zu hoch oder zu niedrig; geeigneten Anschluss sicherstellen.
- Wenn Code: E5 oder E05 und Hersteller: Rommelsbacher CTS 2000/IN, dann Elektronik-Fehler. Rommelsbacher E5: Fehlfunktion in einem Schaltkreis. Selbsthilfe nicht möglich, Serviceabteilung kontaktieren. Nicht mit E6 verwechseln, bei dem Abkühlen hilft.
- Wenn Code: E5 oder E05 und Hersteller: Caso, dann Überhitzungsschutz über 260 °C. Caso: ausgelöst in den Direktfunktionen über 260 °C. Netzstecker ziehen, danach normal weiter. Zum Braten den Modus Temperatur wählen (höchstens 240 °C).
- Wenn Code: E5 oder E05 und Hersteller: WMF, dann Überhitzungsschutz. WMF: wie E03, ausschalten, abkühlen lassen, vom Netz trennen, wieder einschalten.
- Wenn Code: E5 oder E05 und Hersteller: Kesser, dann Hohe Oberflächentemperatur. Kesser: Strom abschalten und abkühlen lassen.
- Wenn Code: E5 oder E05 und Hersteller: Aobosi, dann Sensor der oberen Platte offen oder kurzgeschlossen. Aobosi: Sensorfehler; Reparatur nur durch Fachleute.
- Wenn Code: E4, E6, E7, E8, Eb oder U1 und Hersteller: Rommelsbacher CTS 2000/IN, dann Je nach Code. Rommelsbacher CTS 2000/IN: E4 und U1 Elektronik, E6 Temperaturabweichung (abkühlen), E7 Unterspannung unter 180 V, E8 Überspannung über 270 V, Eb Temperatursensor defekt. Ohne Selbsthilfe: E4, Eb, U1.
- Wenn Code: E4, E6, E7, E8, Eb oder U1 und Hersteller: Medion, dann E06 oder E08. Medion E06: Kurzschluss in der Elektronik, Stecker ziehen, Kundendienst. E08: Hauptsensor reagiert nicht, Kundendienst. Andere Codes nennt die Tabelle nicht.
- Wenn Code: E4, E6, E7, E8, Eb oder U1 und Hersteller: WMF, dann E04 ist Überhitzung. WMF: E04 gehört mit E03 und E05 zum Überhitzungsschutz. E06 und höher nennt die Anleitung nicht.
- Wenn Code: E4, E6, E7, E8, Eb oder U1 und Hersteller: Kesser, dann E4, E6 oder E7. Kesser E4: Oberflächenthermistor kurz oder offen. E6: IGBT zu heiß, abkühlen lassen. E7: Anzeigefehler zwischen Hauptplatine und Display. Bauteiltausch nur durch einen Techniker.
- Wenn Code: E4, E6, E7, E8, Eb oder U1 und Hersteller: Aobosi, dann E4 oder E6. Aobosi E4: Spannung unter 90 V. E6: Überhitzung der oberen Platte, abkühlen lassen. Höhere Codes nennt die Tabelle nicht.
- Wenn Hersteller: Caso, dann Code nicht in der Caso-Tabelle. Caso erklärt nur E05. Für jeden anderen Code: Netzstecker ziehen, abwarten, neu starten; erscheint er weiter, muss das Gerät zur Überprüfung an den Kundendienst.
- Wenn Hersteller: Kesser, dann Code nicht in der Kesser-Tabelle. Kesser nennt nur E1 bis E7. Stecker ziehen, abkühlen lassen, neu starten; bleibt der Code, Verkäufer kontaktieren.
- In jedem anderen Fall: Erst die eigene Anleitung, dann der Stecker. Derselbe Code bedeutet bei verschiedenen Herstellern Verschiedenes. Anleitung des eigenen Modells suchen (Typenschild), Topf herunter, ausschalten, Lüfter auslaufen lassen, Netzstecker ziehen, abkühlen lassen. Kommt der Code nach dem Neustart wieder, gehört das Gerät zum Kundendienst.
Fehlertabellen der Anleitungen von Rommelsbacher (CTS 2000/IN, CT 2010/IN in zwei Fassungen), Medion, WMF, Caso, Kesser, Aobosi, Zorro und Hendi, gelesen am 20.10.2026.
Der Wegweiser deckt nur die hier gelesenen Anleitungen ab. Bei einem Gerät eines anderen Herstellers, auch bei einem anderen Modell desselben Herstellers, kann derselbe Code etwas anderes bedeuten; der Abstand von 160 und 180 Volt zwischen den beiden Rommelsbacher-Platten zeigt, wie schnell das geht. Für die CT 2010/IN folgt er der älteren Fassung mit Buchstaben; die aktuelle zeigt die Codes als Grafik.
Wer im Wegweiser beim allgemeinen Ergebnis landet, geht in dieser Reihenfolge vor: Topf herunter, Gerät aus, Lüfter auslaufen lassen, Stecker ziehen, abkühlen lassen, neu starten. Diese Folge widerspricht keiner der neun Anleitungen. Erst wenn der Code danach wieder erscheint, lohnt der Anruf beim Hersteller.
Kundendienst und Garantie: wen man anruft und was man bereithält
Wenn die Selbsthilfe nicht reicht, beschreiben die Anleitungen den Weg sehr unterschiedlich. Rommelsbacher am ausführlichsten: Zuerst den Kundenservice über die Supportseite oder telefonisch kontaktieren und den Mangel beschreiben. Geräte, die ohne vorherige Absprache eingesendet werden, könnten nicht bearbeitet werden. Wird das Gerät gebraucht, solle man es mit Kaufbeleg und einer schriftlichen Fehlerbeschreibung einsenden; ohne diese Beschreibung könne keine Reparatur erfolgen.
Für diese Fehlerbeschreibung ist der Code das wichtigste Detail. Wer notiert, welcher Code erschien, wann er erschien und was er vorher getan hat, spart dem Service eine Rückfrage. Bei der CTS 2000/IN, deren Codes in der Herstellerfassung nur als Grafik stehen, hilft ein Foto des Displays. Rommelsbacher gewährt nach beiden Anleitungen Privatkunden zwei Jahre Qualitätsgarantie ab Kaufdatum für in Deutschland gekaufte Produkte. Bei bestätigten Garantiefällen übernimmt der Hersteller die Portokosten.
Aobosi nennt eine Herstellergarantie von 24 Monaten ab Kaufdatum gegen Herstellungsfehler und eine E-Mail-Adresse, und empfiehlt, ein Foto oder Video des Defekts bereitzustellen. Hendi nennt ein Jahr für Funktionsmängel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und verlangt Ort und Datum des Kaufs sowie einen Kaufbeleg. Caso und Medion verweisen in den Tabellen auf ihren Kundendienst.
Unabhängig von der Herstellergarantie gilt beim Kauf die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer. Wer über einen Marktplatz gekauft hat, wendet sich bei einem Code ohne Selbsthilfe zuerst an den Verkäufer, besonders bei Geräten ohne eigene deutsche Herstelleradresse in der Anleitung, wie der Kesser-Platte, deren Anleitung nur den Auftraggeber in Münster nennt.
Wer nach einem Defekt über ein anderes Gerät nachdenkt, kann die Fehlertabelle zum Kriterium machen: eine Anleitung mit klarer Selbsthilfe und einem erreichbaren Service. Welche Doppelgeräte es gibt und wie sie sich unterscheiden, zeigt der Vergleich zur Doppel-Induktionskochplatte, die Alternative ohne Elektronik der Vergleich elektrischer Kochplatten mit Gussplatte.
Was nicht herauszufinden war
Einige Fragen ließen sich aus den Unterlagen nicht beantworten. Die wichtigste: Warum verwenden Hersteller dieselben Codes für verschiedene Fehler? Eine gemeinsame Liste, nach der sich E0 bis E8 richten würden, nennt keine der neun Anleitungen. Die Übereinstimmung bei E0 deutet auf eine verbreitete Praxis hin; ob sie auf eine Norm, auf gemeinsame Zulieferer der Elektronik oder auf Gewohnheit zurückgeht, ist aus den Dokumenten nicht zu sehen.
Offen bleibt auch, warum die aktuelle Anleitung der Rommelsbacher CT 2010/IN den Überhitzungsschutz nicht mehr als Code führt, den die ältere Fassung als E5 mit der Grenze von 200 Grad beschrieb. Ob die Platte diese Schutzfunktion noch hat, ob sie anders angezeigt wird oder ob sie in der Neufassung schlicht fehlt, lässt sich aus den beiden Dokumenten nicht entscheiden. Wer eine CT 2010/IN besitzt, prüft, welche Fassung seiner Platte beilag.
Bei einer Platte aus der Suche, einem Angebot von AMZCHEF, bestand das hinterlegte PDF nur aus Bildern, ohne lesbaren Text; es ist hier nicht ausgewertet. Für zwei weitere, von Cooktron und Ciarra, war am Prüftag keine Anleitung hinterlegt. Ob ihre Codes von denen der übrigen abweichen, bleibt offen.
Auch was zwischen den Grenzwerten passiert, sagt keine Anleitung. Ob eine Platte bei 200 Volt mit voller Leistung arbeitet oder drosselt, ob der Überhitzungsschutz bei WMF für E03, E04 und E05 an verschiedenen Stellen misst, welche Schreibweise das Zorro-Display tatsächlich zeigt: Das lässt sich nur am Gerät selbst prüfen, und kein Gerät wurde für diese Seite betrieben.
Der Stand dieser Seite ist der 20.10.2026. Anleitungen ändern sich mit neuen Gerätegenerationen, wie die beiden Fassungen der Rommelsbacher CTS 2000/IN zeigen. Für das eigene Gerät gilt die Anleitung, die dabeilag oder die der Hersteller zum Modell auf seiner Seite führt, und dort zuerst die Fehlertabelle. Wer sie liest, bevor er einen Code im Internet sucht, ist meistens schneller am Ziel.

