Worum es hier geht: Die Frage vor dem Kauf einer Mikrowelle lautet fast nie, welches Gerät das beste ist, sondern welche Bauart überhaupt gebraucht wird. Solo, mit Grill oder Kombi mit Heißluft, das ist die Entscheidung, die den Preis verdreifachen kann und die niemand zurücknimmt, wenn das Gerät erst einmal auf der Arbeitsplatte steht. Diese Seite sortiert fünf am 22.08.2026 auf amazon.de bestellbare Mikrowellen von 89,98 bis 222,00 Euro nach dem, was ihre Hersteller vor dem Kauf zusagen: Bauart, Garraum in Litern, Mikrowellenleistung, Grill- und Heißluftbetrieb, Drehteller oder Flachboden. Dafür wurden Produktseiten, technische Datenfelder und erreichbare Herstellerseiten einzeln gelesen. Es wurde keine Mikrowelle gekauft, aufgestellt oder betrieben. Fremde Testurteile sind als solche gekennzeichnet und der jeweiligen Quelle zugeordnet.
Auf einen Blick: sechs Punkte vor dem Kauf
- Die Bauart entscheidet, nicht die Marke. Solo wärmt auf, Grill überbackt, Kombi backt zusätzlich. Im Feld kostet das günstigste Solo-Gerät 89,98 Euro, das einzige mit Heißluft 222,00 Euro. Das ist der Preis für zwei Funktionen, nicht für bessere Qualität.
- Liter sagen nichts über die Stellfläche. Das Gerät mit 25 Litern ist mit 48,3 Zentimetern tiefer als das mit 28 Litern und deutlich tiefer als das mit 32 Litern. Wer nur auf den Garraum schaut, misst am Ende die falsche Zahl gegen die Arbeitsplatte.
- Die Wattzahl im Titel ist die Mikrowellenleistung, nicht der Stromverbrauch. Bei zwei der fünf Angebote trägt das Datenfeld Stromverbrauch trotzdem exakt denselben Wert, bei einem dritten einen Wert, der um den Faktor zehn danebenliegt.
- Keines der fünf Angebote nennt eine nutzbare Innenbreite. Es gibt Liter und es gibt Außenmaße, dazwischen nichts. Wer wissen will, ob die eigene Auflaufform hineinpasst, findet die Antwort auf keiner der fünf Produktseiten.
- Kein Standby-Wert und kein Dezibel-Wert, fünfmal von fünf. Für den Bereitschaftsverbrauch gibt es immerhin eine gesetzliche Obergrenze von 0,50 beziehungsweise 1,00 Watt. Für die Lautstärke gibt es gar nichts.
- Alle fünf Angebote sind Variantenlistings. Die Elternnummer weicht jedes Mal von der aufgerufenen Nummer ab. Sterne und Bewertungszahlen in der Tabelle gelten deshalb der jeweiligen Familie aus Farben und Ausführungen, nicht der einzelnen Variante.
Die fünf Modelle im Direktvergleich
Aufgenommen sind fünf Mikrowellen, die am 22.08.2026 auf amazon.de gelistet und bestellbar waren, jeweils einzeln von der Produktseite geprüft. Die Auswahl folgt bewusst den Bauarten und nicht dem Preis: zwei Solo-Geräte, davon eines mit flachem Glasboden statt Drehteller, ein Solo-Gerät mit Inverterantrieb, eine Mikrowelle mit Quarzgrill und ein Kombigerät mit Grill und Heißluft. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung geht an die SEVERIN 7761, weil sie von den fünf die meisten Kauffragen vor dem Kauf beantwortet: klarer Garantiezeitraum, sieben Jahre Ersatzteilversorgung, abrufbare Firmenanschrift, die beste Bewertung im Feld und der niedrigste Preis. Es ist eine Empfehlung auf Basis der recherchierten Angaben, kein Prüfurteil, denn hier wurde nichts erwärmt. Wer ausschließlich Platz sparen will und kein Interesse an Grill oder Heißluft hat, findet die schmale Klasse im eigenen Vergleich der kleinen Mikrowellen ab 44 Zentimetern Breite genauer aufgeschlüsselt.
| Bild | Marke und Modell | Auszeichnung | Bauart | Garraum | Mikrowellenleistung | Grill und Heißluft | Drehteller oder Flachboden | Bewertung | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | SEVERINSEVERIN 7761 | Unsere Empfehlung | Solo, Flachboden | 20 Liter | 800 Watt | kein Grill | Flachboden aus Glas | 4,6 / 837 | Jetzt ansehen |
![]() | PanasonicPanasonic NN-SM23QMEPG | Solo, Drehteller | 20 Liter | 800 Watt | kein Grill | Drehteller, Durchmesser nicht angegeben | 4,2 / 187 | Ansehen | |
![]() | BauknechtBauknecht MW 253 SM2 | Einzige mit bezifferter Grillleistung | Mit Quarzgrill, Drehteller | 25 Liter | 900 Watt | Quarzgrill, 1050 Watt, kein Heißluftbetrieb | Drehteller, Durchmesser nicht angegeben | 4,4 / 45 | Ansehen |
![]() | SamsungSamsung MC28A5137KK/E1 | Einzige mit Heißluft im Feld | Kombi mit Grill und Heißluft | 28 Liter | 900 Watt | Grill und Heißluft, Wattzahl nicht angegeben | Drehteller, Durchmesserangabe unplausibel | 4,2 / 199 | Ansehen |
![]() | PanasonicPanasonic NN-ST45KWEPG | Größter Garraum im Feld | Solo mit Inverter, Drehteller | 32 Liter | 1000 Watt | kein Grill | Drehteller, 34 Zentimeter | 4,3 / 615 | Ansehen |
Sterne und Bewertungszahlen wurden am 22.08.2026 einzeln von den Produktseiten abgerufen, nicht aus einer Suchergebnisliste. Alle fünf Angebote sind Variantenlistings, bei denen die Elternnummer von der aufgerufenen Nummer abweicht; die Zahlen gelten deshalb der jeweiligen Familie. Hervorgehoben ist allein die Spalte zur Bodenbauart, weil sie sich aus den Angaben zweifelsfrei belegen lässt. Die Spalte Mikrowellenleistung bleibt ohne Hervorhebung, weil zwei Anbieter im Datenfeld Stromverbrauch denselben Wert eintragen und damit die Grundlage für einen Bestwert fehlt. Preise am Prüftag: 89,98 Euro für die SEVERIN 7761, 97,99 Euro für die Panasonic NN-SM23QMEPG, 98,00 Euro für die Bauknecht MW 253 SM2, 160,55 Euro für die Panasonic NN-ST45KWEPG und 222,00 Euro für die Samsung MC28A5137KK/E1. Preise ändern sich täglich und stehen deshalb nicht in der Tabelle.
Solo, Grill oder Kombi: was die Bauarten wirklich trennt
Eine Mikrowelle im engeren Sinn besteht aus einem einzigen Bauteil, das Wärme erzeugt: dem Magnetron. Es erzeugt hochfrequente Felder, die Wassermoleküle in der Speise in Bewegung versetzen. Erwärmt wird also die Speise selbst, nicht die Luft um sie herum und nicht das Blech unter ihr. Genau daraus folgt die wichtigste Eigenschaft dieser Geräteklasse und zugleich ihre größte Enttäuschung: Ein Solo-Gerät bräunt nicht. Es kann eine Lasagne heiß machen, aber es kann keine Kruste erzeugen, weil dafür Hitze von außen nötig wäre. Wer das nicht weiß, hält sein neues Gerät für defekt.
Die zweite Bauart löst genau dieses Problem mit einem zusätzlichen Heizstab an der Decke des Garraums, meist einem Quarzgrill. Er strahlt von oben, bräunt die Oberfläche und lässt sich einzeln oder gemeinsam mit dem Magnetron betreiben. Damit werden Überbacken, Aufbacken und knusprige Oberflächen möglich. Wie stark dieser Grill heizt, ist die entscheidende Zahl, und sie wird selten genannt: In diesem Vergleich beziffert genau ein Anbieter die Grillleistung, nämlich mit 1050 Watt gegenüber 900 Watt Mikrowellenleistung. Wer die Bauart in der Breite vergleichen will, findet sie im eigenen Vergleich der Mikrowellen mit Grillfunktion; die Geräte, die zusätzlich mit Heißluft arbeiten, stehen im Text zur Kombi-Mikrowelle mit Grill und Heißluft.
| Bauart | Was technisch drinsteckt | Was sie nicht kann | Woran sie im Angebot zu erkennen ist |
|---|---|---|---|
| Solo | Nur Magnetron. Die Speise wird von innen heraus erwärmt, die Garraumwände bleiben vergleichsweise kühl | Bräunt nicht, überbackt nicht, backt nicht. Aufgewärmtes bleibt weich, Toast bleibt Toast | Im Titel steht Solo oder gar keine Zusatzfunktion. Im Garraum ist außer der Beleuchtung kein Heizelement sichtbar. |
| Mit Grill | Magnetron plus Heizstab, meist ein Quarzgrill an der Decke des Garraums. Beide lassen sich einzeln oder gemeinsam betreiben | Backt nicht. Der Grill wirkt von oben, ein Kuchen bekommt keine Hitze von unten und keine Umluft | An der Decke des Garraums sitzt ein sichtbarer Heizstab. Ein Grillrost liegt bei. Die Grillleistung sollte getrennt beziffert sein. |
| Kombi mit Heißluft | Magnetron plus Grill plus Gebläse mit Ringheizkörper. Damit zirkuliert heiße Luft wie in einem kleinen Backofen | Ersetzt keinen großen Backofen. Der Garraum fasst ein Blech, nicht zwei, und Hitze von unten fehlt in dieser Klasse meist | Im Titel stehen Begriffe wie Heißluft, Konvektion oder das Frittieren mit wenig Fett. Ein Backblech gehört zum Lieferumfang. |
| Einbau | Eine der drei Bauarten oben, gebaut für eine Nische mit genormter Breite statt für die Arbeitsplatte | Lässt sich nicht frei aufstellen und nicht ohne Weiteres umziehen. Die Nische bestimmt Breite und Höhe | Im Titel stehen Nischenmaße statt Außenmaße. Der Rahmen ist auf die Frontblende der Küche abgestimmt. |
Die dritte Bauart, das Kombigerät mit Heißluft, geht einen Schritt weiter und setzt zusätzlich ein Gebläse mit Ringheizkörper ein. Damit zirkuliert heiße Luft wie in einem Umluftbackofen, und das Gerät kann backen und mit wenig Fett frittieren. Der Preisunterschied im Feld ist deutlich: 89,98 Euro für das günstigste Solo-Gerät, 98,00 Euro für das mit Quarzgrill, 222,00 Euro für das mit Heißluft. Die ehrliche Kaufregel dazu lautet nicht, mehr Funktionen mitzunehmen, weil sie irgendwann nützlich sein könnten, sondern nachzuzählen, wie oft im Monat tatsächlich überbacken oder gebacken wird. Unter vier Anwendungen im Monat lohnt der Aufpreis nicht.
Liter gegen Stellfläche: die Zahl, die am häufigsten falsch gemessen wird
Der Garraum wird in Litern angegeben, die Arbeitsplatte in Zentimetern, und zwischen beiden gibt es keinen festen Umrechnungsfaktor. Das klingt banal, führt aber im Handel zu einem verlässlichen Fehlkauf. In diesem Vergleich ist das Gerät mit 25 Litern Garraum mit 48,3 Zentimetern das tiefste im Feld, tiefer als das Gerät mit 28 Litern und deutlich tiefer als das mit 32 Litern, das nur 40,1 Zentimeter misst. Der Grund liegt hinter der Rückwand: Magnetron, Trafo, Lüfter und bei Grillgeräten die zusätzliche Elektronik brauchen Bauraum, und wie viel davon in die Tiefe geht, entscheidet der Hersteller und nicht die Literzahl.
| Größenklasse | Übliche Außenmaße | Was hineinpasst | Für welchen Haushalt |
|---|---|---|---|
| 17 bis 20 Liter | Rund 44 bis 47 Zentimeter Breite, 33 bis 40 Zentimeter Tiefe | Ein Standardteller mit 24 bis 26 Zentimetern, eine Suppenschüssel, eine kleine Auflaufform | Ein bis zwei Personen, Büroküche, Ferienwohnung, alles, wo die Arbeitsplatte kurz ist |
| 23 bis 25 Liter | Rund 42 bis 50 Zentimeter Breite, 40 bis 49 Zentimeter Tiefe | Ein großer Teller, eine mittlere Auflaufform, ein Grillrost mit zwei Portionen | Zwei bis drei Personen, und alle, die einen Grill mitnehmen wollen, weil diese Klasse die günstigste mit Grill ist |
| 27 bis 32 Liter | Rund 51 bis 53 Zentimeter Breite, 40 bis 48 Zentimeter Tiefe | Eine Auflaufform in Backofengröße, ein Backblech, ein ganzes Hähnchen | Drei Personen und mehr, Haushalte ohne zweiten Backofen, alle Kombigeräte mit Heißluft |
Dazu kommt eine Zahl, die auf keiner der fünf Produktseiten steht: die nutzbare Innenbreite. Der Garraum in Litern ist ein Volumen, und ein Volumen sagt nichts darüber, ob eine 30 Zentimeter breite Auflaufform hineingeht. Bei Drehtellergeräten kommt erschwerend hinzu, dass sich der Teller drehen muss, die nutzbare Fläche also nicht die Bodenfläche ist, sondern der Kreis, den der Teller beschreibt. Von den fünf Angeboten beziffert genau eines den Drehteller sauber mit 34 Zentimetern. Ein zweites nennt 51,7 Zentimeter, was exakt der Außenbreite des Gehäuses entspricht und damit unmöglich ist. Ein drittes nennt 26 Zentimeter für ein Gerät, das gar keinen Drehteller hat. Zwei nennen überhaupt keinen Wert.
Für die Praxis heißt das: Vor dem Kauf den größten Teller und die häufigste Auflaufform messen, die Außenmaße mit einem Zollstock auf die Arbeitsplatte übertragen und hinten fünf bis zehn Zentimeter für die Lüftung freilassen, die keiner der fünf Hersteller beziffert. Wer die Arbeitsplatte gar nicht opfern will, landet bei einer anderen Bauart, für die andere Regeln gelten: Dort zählt nicht die Stellfläche, sondern die Nische, und die Maße sind genormt. Was dabei zu beachten ist, steht im Text zur Mikrowelle zum Einbauen.
Watt: was die Zahl bedeutet und was die Datenfelder daraus machen
Die Wattzahl im Titel einer Mikrowelle meint die Mikrowellenleistung, also das, was im Garraum an der Speise ankommt. Sie meint nicht die Leistungsaufnahme aus der Steckdose. Beide Werte unterscheiden sich, weil das Magnetron Verluste hat und weil Lüfter, Beleuchtung und Elektronik zusätzlich Strom ziehen. In der Praxis liegt die Aufnahme bei einem Solo-Gerät grob ein Drittel über der Abgabe. Wie die Abgabe zu messen ist, regelt DIN EN 60705, die Norm für Prüfverfahren an Mikrowellenkochgeräten. Stiftung Warentest beschreibt in ihrem frei einsehbaren Prüfaufbau, dass sie Temperaturunterschiede und Dauer beim Erhitzen von Wassergläsern sowie das Auftauen von 500 Gramm Hackfleisch jeweils in Anlehnung an diese Norm ermittelt hat.
In den Datenfeldern der fünf geprüften Angebote geht diese Trennung verloren, und zwar systematisch. Bei der Bauknecht MW 253 SM2 steht im Feld Stromverbrauch der Wert 900 Watt, also exakt die Mikrowellenleistung, obwohl das Gerät zusätzlich einen 1050-Watt-Grill besitzt, der im Kombibetrieb mitläuft. Bei der Panasonic NN-ST45KWEPG stehen 1000 Watt gleich dreimal: als Leistung, als Stromverbrauch und als Energieverbrauch. Bei der SEVERIN 7761 stehen im selben Datenblatt 800 Watt als Leistung, 800 Watt als Energieverbrauch und 80 Watt als Stromverbrauch, ein Zehntel davon. Bei der Samsung MC28A5137KK/E1 fehlt jede Angabe zu Grill und Heißluft, obwohl beide Funktionen den Preis begründen sollen.
Praktisch brauchbar ist deshalb nur eine Faustregel und die Kenntnis ihrer Grenzen. 700 bis 800 Watt reichen zum Aufwärmen und Auftauen, 900 bis 1000 Watt verkürzen die Zeit um etwa ein Fünftel, mehr als 1000 Watt gibt es im Haushalt kaum. Das Bundesamt für Strahlenschutz beschreibt den üblichen Leistungsbereich von Haushaltsgeräten mit rund 100 bis 1.300 Watt. Wichtiger als die Spitzenleistung ist die Frage, ob sich die Leistung sinnvoll herunterregeln lässt, und genau dort trennen sich die beiden Antriebsarten.
Inverter gegen Magnetron, Drehteller gegen Flachboden
Ein konventionelles Magnetron kennt nur zwei Zustände: an und aus. Wer eine Mikrowelle auf 50 Prozent stellt, bekommt deshalb nicht die halbe Leistung, sondern abwechselnd volle Leistung und Pause. Für eine Tasse Kaffee ist das gleichgültig. Für gefrorenes Hackfleisch ist es der Grund, warum die Ränder bereits garen, während die Mitte noch hart ist. Ein Inverter ersetzt dieses Takten durch eine stufenlos geregelte Abgabe: Bei halber Stufe liefert er durchgehend halbe Leistung. In diesem Vergleich hat genau ein Gerät diesen Antrieb, es kostet 160,55 Euro gegenüber 89,98 Euro für das günstigste Solo-Gerät.
Die zweite technische Trennlinie verläuft am Boden des Garraums. Ein Drehteller dreht die Speise durch das Feld, damit die Wellen aus einer festen Quelle jede Stelle erreichen. Ein Flachboden verzichtet auf die Mechanik und verteilt die Wellen stattdessen über einen Reflektor unter der Glasplatte. Der Unterschied wird im Alltag an zwei Stellen sichtbar: Eine eckige Auflaufform verhakt sich im Flachbodengerät nicht mehr an der Wand, und beim Auswischen gibt es keinen Rollenring und keine Mitnehmerkupplung, in denen sich Reste sammeln. Was das im Detail bedeutet, steht in den eigenen Texten zur Mikrowelle mit Inverter und zur Mikrowelle ohne Drehteller.
Bemerkenswert ist, wie wenig die Hersteller zu beiden Punkten sagen, sobald es konkret wird. Der Anbieter des Flachbodengeräts beziffert den Zugewinn an nutzbarer Fläche mit 33 Prozent, nennt aber weder ein Vergleichsgerät noch eine einzige Zentimeterangabe, und trägt zugleich im Datenfeld einen Drehscheiben-Durchmesser von 26 Zentimetern ein, obwohl das Gerät keine Drehscheibe hat. Der Anbieter des Invertergeräts beschreibt den Vorteil des Antriebs ausführlich, beziffert aber nicht, welche Leistung bei halber Stufe tatsächlich abgegeben wird. Beide Angaben wären prüfbar. Beide fehlen.
Die fünf Modelle im Detail

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 89,98 €
Bei Amazon ansehenSEVERIN 7761 Mikrowelle mit flachem Glasboden statt Drehteller, 20 Liter, 800 Watt, 6 Leistungsstufen
Von den fünf Modellen in diesem Vergleich ist dieses das einzige ohne Drehteller. Statt eines rotierenden Glastellers liegt ein flacher Glasboden im Garraum, unter dem ein Reflektor die Mikrowellen verteilt. Der praktische Unterschied ist größer, als er klingt: Eine eckige Auflaufform kann sich nicht mehr an der Garraumwand verhaken, und beim Auswischen gibt es keinen Rollenring und keine Mitnehmerkupplung, in denen sich Essensreste sammeln. SEVERIN beziffert den Gewinn an Stellfläche mit 33 Prozent, nennt aber weder das Vergleichsgerät noch einen Wert in Zentimetern. Mit 4,6 Sternen aus 837 Stimmen trägt das Modell im Feld die beste Bewertung bei der zweitbreitesten Basis, es kostet am wenigsten, und der Hersteller ist der einzige der fünf, dessen vollständige Anschrift sich am Prüftag ohne Umwege abrufen ließ. Stiftung Warentest führt in ihrer Mikrowellen-Testdatenbank ein Gerät mit derselben Modellnummer; das Qualitätsurteil dazu liegt hinter der Bezahlschranke und wird hier nicht wiedergegeben.
Angabe zur Leistung und was sie belegt: Der Titel nennt 800 Watt, das Datenfeld Leistung wiederholt 800 Watt, und das Datenfeld Energieverbrauch nennt ebenfalls 800 Watt. Daneben steht ein drittes Feld mit der Bezeichnung Stromverbrauch, und dort stehen 80 Watt. Ein Zehntel des Wertes daneben. Keiner der drei Einträge sagt, ob die Mikrowellenleistung im Garraum oder die Anschlussleistung aus der Steckdose gemeint ist. Physikalisch können 800 Watt Mikrowellenleistung nicht mit 800 Watt Anschlussleistung erzeugt werden, weil das Magnetron Verluste hat; die Anschlussleistung liegt in dieser Klasse regelmäßig um ein Drittel höher. Der Hersteller löst diesen Widerspruch nicht auf, er stellt drei Zahlen nebeneinander.
- Das einzige Modell im Feld ohne Drehteller: eckiges Geschirr lässt sich mittig stellen, ohne dass ein rotierender Teller es an die Wand fährt
- Der flache Glasboden ist ohne Rollenring und ohne Mitnehmer gebaut, das nimmt der Reinigung genau die zwei Stellen, an denen sich sonst Reste festsetzen
- Mit 4,6 Sternen bei 837 Stimmen die beste Bewertung im Feld, und das bei der zweitbreitesten Bewertungsbasis
- Als einziger der fünf Anbieter mit vollständiger, am Prüftag abrufbarer Anschrift: Röhre 27 in 59846 Sundern, dazu ein benannter Verantwortlicher
- Das Datenfeld zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU nennt sieben Jahre, das ist zusammen mit zwei weiteren Modellen der höchste Wert im Feld
- Mit 89,98 Euro der niedrigste Preis im Vergleich, und zugleich das Modell mit der klarsten Garantieangabe: zwei Jahre, ausdrücklich beziffert
- Das Datenfeld Durchmesser der Drehscheibe nennt 26 Zentimeter, obwohl das Gerät genau dafür bekannt ist, keine Drehscheibe zu haben; die Zahl beschreibt vermutlich den Glasboden, das steht aber nirgends
- Drei Leistungsfelder mit zwei verschiedenen Zahlen: Leistung 800 Watt, Energieverbrauch 800 Watt, Stromverbrauch 80 Watt. Welcher Wert die Anschlussleistung meint, bleibt offen
- Das Datenfeld Innenmaterial nennt Edelstahl, während das erste Bullet den Boden ausdrücklich als Glasboden beschreibt; beides zugleich kann nicht stimmen
- Die beworbenen 33 Prozent mehr Nutzfläche stehen ohne Vergleichsgerät und ohne eine einzige Zentimeterangabe da, damit ist die Zahl vor dem Kauf nicht nachrechenbar
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B09GJW3MXK stimmt mit dem Datenfeld ASIN überein, die Elternnummer B0GF9GK7SR weicht ab. Die 837 Stimmen gelten damit der Farb- und Ausführungsfamilie dieses Modells und nicht ausschließlich der hier abgerufenen Variante.
Passt zu: Wer eckiges Geschirr benutzt, wenig Lust auf das Auswaschen eines Rollenrings hat und ein einfaches Gerät ohne Grill sucht, das am Prüftag am wenigsten gekostet hat.
Passt nicht zu: Wer bräunen oder überbacken will, wer mehr als 20 Liter braucht oder wer eine Zeitschaltung mit Automatikprogrammen erwartet.
Offen geblieben: Wie breit die nutzbare Fläche in Zentimetern ist, worauf sich die 33 Prozent beziehen, wie hoch die Anschlussleistung liegt, wie laut das Gerät arbeitet und wie viel es im Bereitschaftszustand zieht, ließ sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Angabe klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 97,99 €
Bei Amazon ansehenPanasonic NN-SM23QMEPG Solo-Mikrowelle, 20 Liter, 800 Watt, 5 Leistungsstufen, mechanischer Drehregler
Dieses Gerät ist der Gegenentwurf zum Flachboden und zugleich das kompakteste im Feld. Mit 44 Zentimetern Breite und 33,3 Zentimetern Tiefe passt es auf eine Standardarbeitsplatte von 60 Zentimetern, ohne vorne überzustehen, und es kommt ohne Display, ohne Programmwahl und ohne Touchfläche aus. Zwei Drehregler, eine Taste zum Öffnen, fertig. Genau diese Reduktion ist der Grund, warum solche Modelle in Büroküchen und in Haushalten mit älteren Nutzern landen: Es gibt nichts zu lernen und nichts zu vergessen. Der Preis dafür ist eine dünne Datenlage. Es gibt keinen Drehteller-Durchmesser, kein brauchbares Gewicht, keine Anschlussleistung und keinen Hinweis darauf, ob eine Kindersicherung verbaut ist. Was das Gerät aber als Einziges liefert, ist die Bezifferung der Leistungsstufen.
Angabe zur Leistung und was sie belegt: Titel und Datenfeld Leistung nennen übereinstimmend 800 Watt. Ein Feld zur Anschlussleistung fehlt hier ganz, damit gibt es immerhin keinen Widerspruch, sondern schlicht eine Lücke. Bemerkenswert ist das zweite Bullet: Es zählt die Leistungsstufen mit ihren Werten auf, beginnend bei 100 Watt und 200 Watt für das Auftauen. Das ist im Feld die einzige Stelle, an der ein Hersteller die einzelnen Stufen beziffert statt nur ihre Anzahl zu nennen. Wer wissen will, was Stufe drei von fünf tatsächlich in den Garraum abgibt, bekommt hier als Einzigem eine Antwort.
- Als einziges Modell im Feld beziffert der Hersteller die Leistungsstufen einzeln und nennt dabei 100 Watt und 200 Watt für das Auftauen, statt nur ihre Anzahl zu nennen
- Mit 44 Zentimetern Breite und 33,3 Zentimetern Tiefe das kompakteste Gerät im Vergleich und damit das einzige, das auf einer 60er-Arbeitsplatte nicht vorsteht
- Bedienung über zwei mechanische Drehregler ohne Menü, ohne Display und ohne Touchfläche, damit ohne Einarbeitung nutzbar
- Push-to-Open-Taste statt Zuggriff, das spart neben dem Gerät die Handbreite, die ein aufschwingender Türgriff sonst braucht
- Das Datenfeld zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU nennt sieben Jahre, der höchste Wert im Feld
- Verpackung laut Herstellerangabe ohne Kunststoff und mit reduziertem Papieranteil, das ist im Feld die einzige Aussage zur Verpackung überhaupt
- Das Datenfeld Gewicht meldet 12 Gramm für ein Gerät mit 20 Litern Garraum und Metallgehäuse; die Angabe ist um Größenordnungen falsch und damit wertlos
- Kein Durchmesser für den Drehteller angegeben, obwohl genau diese Zahl entscheidet, welcher Teller noch hineinpasst
- Keine Angabe zur Anschlussleistung und keine zur Sicherung, die der Anschluss braucht; es gibt nur die 800 Watt Mikrowellenleistung
- Das Datenfeld Garantie steht auf einer deutschen Produktseite in englischer Sprache und lautet lediglich 2 years, ohne Beginn und ohne Umfang
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B0DTV3C68S stimmt mit dem Datenfeld ASIN überein, die Elternnummer B0DYKCL4P9 weicht ab. Die 187 Stimmen gelten der Farbfamilie dieses Modells und nicht der einzelnen Ausführung.
Passt zu: Wer ein schmales Gerät für eine kurze Arbeitsplatte sucht, das ohne Menü auskommt, und wer vor dem Kauf wissen will, was die einzelnen Leistungsstufen abgeben.
Passt nicht zu: Wer bräunen, überbacken oder Automatikprogramme nutzen will, und wer wissen muss, wie groß der Teller im Inneren ist.
Offen geblieben: Der Drehteller-Durchmesser, das tatsächliche Gewicht, die Anschlussleistung, die Lautstärke und der Verbrauch im Bereitschaftszustand ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären; die Impressumsseiten des Herstellers antworteten mit dem Status 403.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 98,00 €
Bei Amazon ansehenBauknecht MW 253 SM2 Mikrowelle mit Quarzgrill, 25 Liter, 900 Watt Mikrowelle, 1050 Watt Grill, AutoClean
Der Quarzgrill ist der eigentliche Grund, dieses Gerät anzuschauen. Er sitzt als Heizstab oben im Garraum und bräunt von der Oberseite, das ist der Unterschied zwischen aufgewärmtem und überbackenem Essen. Bauknecht ist der einzige Anbieter im Feld, der die Grillleistung überhaupt beziffert, nämlich mit 1050 Watt, und damit oberhalb der Mikrowellenleistung von 900 Watt. Dazu kommen Funktionen, die man in dieser Preisklasse selten beisammen findet: ein Reinigungsprogramm, das den Innenraum bedampft, sowie Automatiken für Joghurt, Hefeteig und geschmolzene Butter. Die Kehrseite steht in den Maßen und in der Bewertungsbasis. Mit 48,3 Zentimetern ist es das tiefste Gerät im Vergleich und steht auf einer 60er-Arbeitsplatte deutlich weiter vorn, und mit 45 Stimmen ist es zugleich das am dünnsten bewertete. Wer die Bauart abwägen will, findet die Alternativen bei den Modellen mit Grill und den Kombigeräten mit Heißluft.
Angabe zur Leistung und was sie belegt: Der Hersteller nennt in einem Bullet beide Werte getrennt: Mikrowelle 900 Watt, Quarz-Grill 1050 Watt. Das ist im Feld die einzige saubere Trennung von Mikrowellen- und Grillleistung und der Grund, warum dieses Gerät die Nebenauszeichnung trägt. Im Datenfeld kippt die Sorgfalt allerdings wieder: Dort steht unter Stromverbrauch derselbe Wert 900 Watt, der auch als Mikrowellenleistung angegeben ist. Ein Gerät, das im Kombibetrieb Mikrowelle und Quarzgrill gemeinsam einsetzt, zieht mehr aus der Steckdose als die 900 Watt, die es an die Speise abgibt. Der Wert im Feld Stromverbrauch beschreibt hier also nicht den Stromverbrauch.
- Als einziger Anbieter im Feld beziffert der Hersteller die Grillleistung getrennt von der Mikrowellenleistung: 1050 Watt Quarzgrill gegen 900 Watt Mikrowelle
- Quarzgrill als eigener Heizstab im Garraum, damit ist Überbacken und Bräunen möglich und nicht nur Aufwärmen
- Reinigungsprogramm, das den Innenraum vor dem Auswischen bedampft, das nimmt eingebrannten Spritzern die Hälfte der Arbeit
- Automatiken für Joghurt, Hefeteig und Schmelzen von Butter oder Schokolade, das ist im Feld die einzige Ausstattung dieser Art
- Zwei Jahre Herstellergarantie in den Produktdaten beziffert und auf Deutsch ausgewiesen, nicht nur als Wort Herstellergarantie
- Mit 98,00 Euro der günstigste Einstieg in eine Bauart mit Grill in diesem Vergleich, bei 25 Litern Garraum
- Das Datenfeld Stromverbrauch nennt 900 Watt und damit denselben Wert wie die Mikrowellenleistung; im Kombibetrieb mit dem 1050-Watt-Grill kann das nicht die Leistungsaufnahme sein
- Als einziges der fünf Angebote fehlt das Herkunftsland vollständig, es gibt weder ein Land noch einen Produktionsstandort
- Mit 48,3 Zentimetern Tiefe das ausladendste Gerät im Feld, es steht auf einer 60 Zentimeter tiefen Arbeitsplatte spürbar nach vorn
- Mit 45 Stimmen die schmalste Bewertungsbasis im Vergleich, und auch diese gehört einer Variantenfamilie und nicht dieser einen Ausführung
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B0CLB6CFWL stimmt mit dem Datenfeld ASIN überein, die Elternnummer B0D6YTPYZG weicht ab. Die 45 Stimmen sind zugleich die schmalste Bewertungsbasis im Feld und gelten der ganzen Familie unter der Elternnummer.
Passt zu: Wer überbacken und bräunen will, wer eine Anlaufstelle für Hefeteig und Joghurt sucht und wem ein beziffertes Grill-Watt vor dem Kauf wichtiger ist als eine breite Bewertungsbasis.
Passt nicht zu: Wer nur eine flache Arbeitsplatte hat, wer Heißluft zum Backen braucht oder wer sich auf viele Kundenstimmen stützen möchte.
Offen geblieben: Die Anschlussleistung im Kombibetrieb, der Drehteller-Durchmesser, das Herkunftsland, die Lautstärke und der Verbrauch im Bereitschaftszustand ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 222,00 €
Bei Amazon ansehenSamsung MC28A5137KK/E1 Kombi-Mikrowelle mit Grill und Heißluft, 28 Liter, 900 Watt, Keramik-Emaille
Dies ist im Feld das einzige Gerät, das nicht nur bräunt, sondern mit Heißluft auch backen und mit wenig Fett frittieren soll. Damit ersetzt es in kleinen Küchen tatsächlich einen zweiten Apparat, und das Backblech für die knusprige Zubereitung liegt bei. Der Garraum ist mit 28 Litern der zweitgrößte im Vergleich, der Innenraum aus Keramik-Emaille ist kratzfest und lässt sich abwischen, und das Datenfeld zur Ersatzteilversorgung nennt sieben Jahre. Bezahlt wird das mit dem höchsten Preis, dem höchsten Gewicht und mit dem größten Platzbedarf: 51,7 Zentimeter Breite und 47,6 Zentimeter Tiefe sind eine halbe Arbeitsplatte. Und mit dem Umstand, dass ausgerechnet die beiden Zusatzfunktionen ohne Wattangabe bleiben. Wer wissen will, wie sich Kombigeräte untereinander unterscheiden, findet das im eigenen Text zu den Kombi-Mikrowellen ausführlicher.
Angabe zur Leistung und was sie belegt: Das Gerät wird ausdrücklich als Kombination aus Mikrowelle, Grill und Heißluft beworben, und es liegt ein Backblech für das Frittieren mit wenig Fett bei. Beziffert wird davon genau eine Zahl: 900 Watt im Datenfeld Leistung. Wie stark der Grill heizt und mit welcher Leistung die Heißluft arbeitet, steht weder im Titel noch in einem der fünf Bullets noch in den technischen Details. Das ist der auffälligste Widerspruch im ganzen Feld, denn das Gerät kostet mehr als das Doppelte des günstigsten und verkauft genau die beiden Funktionen, deren Leistung es verschweigt. Zum Vergleich: Der deutlich günstigere Mitbewerber mit Quarzgrill nennt 1050 Watt für den Grill.
- Das einzige Gerät im Feld mit Heißluft: damit sind Backen und das Frittieren mit wenig Fett möglich, nicht nur Aufwärmen und Bräunen
- Backblech für die knusprige Zubereitung und ein Dampfgargefäß liegen bei, das ist im Feld das umfangreichste Zubehör im Karton
- Mit 28 Litern der zweitgrößte Garraum im Vergleich, groß genug für eine Auflaufform mittlerer Größe
- Innenraum aus kratzfester Keramik-Emaille, das ist die pflegeleichteste Innenbeschichtung im Feld
- Das Datenfeld zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU nennt sieben Jahre, der höchste Wert im Vergleich
- Als einziges Gerät im Feld nicht aus China, sondern laut Produktdaten aus Malaysia, und ausdrücklich auch für gewerbliche Nutzung ausgewiesen
- Das Datenfeld Durchmesser der Drehscheibe nennt 51,7 Zentimeter und damit exakt die Außenbreite des Geräts; ein Drehteller kann nicht so breit sein wie das Gehäuse
- Weder für den Grill noch für die Heißluft wird eine Wattzahl genannt, obwohl genau diese beiden Funktionen den Aufpreis begründen sollen
- Das Datenfeld Heizmethode nennt allein Konvektion und lässt die Mikrowellenfunktion unerwähnt, obwohl sie die Hauptfunktion des Geräts ist
- Mit 51,7 Zentimetern Breite und 47,6 Zentimetern Tiefe der größte Platzbedarf im Feld, dazu mit 17,8 Kilogramm das höchste Gewicht
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B0DFMSB49H stimmt mit dem Datenfeld ASIN überein, die Elternnummer B0FH1P2N45 weicht ab. Die 199 Stimmen gelten der Familie aus Farben und Ausführungen dieses Modells.
Passt zu: Wer in einer kleinen Küche ein Gerät für Aufwärmen, Überbacken und Backen zugleich sucht und dafür eine halbe Arbeitsplatte freiräumen kann.
Passt nicht zu: Wer nur aufwärmt, wer wenig Stellfläche hat oder wer vor dem Kauf wissen will, mit welcher Leistung Grill und Heißluft arbeiten.
Offen geblieben: Die Grill- und die Heißluftleistung, der tatsächliche Drehteller-Durchmesser, die nutzbare Innenbreite, die Lautstärke und der Verbrauch im Bereitschaftszustand ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 22.08.2026: 160,55 €
Bei Amazon ansehenPanasonic NN-ST45KWEPG Inverter-Mikrowelle, 32 Liter, 1000 Watt, Drehteller mit 34 Zentimetern, Sensorautomatik
Dieses Gerät steht in diesem Vergleich für die Frage, die im Cluster am häufigsten gestellt wird: Was bringt ein Inverter. Technisch ersetzt er das Takten des Magnetrons durch eine stufenlos geregelte Leistung. Bei 50 Prozent liefert ein konventionelles Gerät abwechselnd volle Leistung und Pause, ein Inverter liefert durchgehend halbe Leistung. Für Aufwärmen macht das wenig Unterschied, für Auftauen und für alles mit Eiweiß umso mehr, weil die Ränder nicht garen, während die Mitte noch gefroren ist. Dazu kommt hier der mit Abstand größte Garraum im Feld, 32 Liter, und als einziges der fünf Geräte ein sauber bezifferter Drehteller-Durchmesser von 34 Zentimetern. Der Haken liegt im Datenblatt: Die Ersatzteilversorgung ist mit zwei Jahren die kürzeste im Vergleich, die Garantie wird nicht beziffert, und die Programmzahl widerspricht sich selbst.
Angabe zur Leistung und was sie belegt: Titel und Datenfeld Leistung nennen 1000 Watt. Das Datenfeld Stromverbrauch nennt ebenfalls 1000 Watt, und das Datenfeld Energieverbrauch noch einmal dieselbe Zahl. Drei Felder, ein Wert, und keines sagt, ob damit die Abgabe in den Garraum oder die Aufnahme aus der Steckdose gemeint ist. Beides zugleich kann es nicht sein. Interessant wird das bei diesem Gerät deshalb, weil der Inverterantrieb genau an dieser Stelle etwas anders macht als ein konventionelles Magnetron: Er regelt die Leistung stufenlos herunter, statt sie im Takt an- und auszuschalten. Was das für die Leistungsaufnahme bei halber Stufe bedeutet, beziffert der Hersteller nicht.
- Als einziges Gerät im Feld mit stufenlos geregeltem Inverterantrieb statt eines taktenden Magnetrons, was vor allem beim Auftauen den Unterschied macht
- Mit 32 Litern der größte Garraum im Vergleich, dazu als Einziges ein sauber bezifferter Drehteller mit 34 Zentimetern Durchmesser
- Sensorautomatik, die den Dampf im Garraum misst und die Garzeit danach beendet, statt fest eingestellte Minuten abzuzählen
- Mit 615 Stimmen die zweitbreiteste Bewertungsbasis im Feld bei 4,3 Sternen
- Mit 11,5 Kilogramm trotz des größten Garraums das leichteste Gerät im Vergleich, was Umstellen und Reinigen erleichtert
- Auftauprogramm, das die Inverterregelung ausdrücklich nutzt, statt nur eine niedrige Leistungsstufe zu schalten
- Das Datenfeld zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU nennt zwei Jahre; drei andere Geräte im Feld nennen sieben, zwei davon zu einem niedrigeren Preis
- Das Datenfeld Garantie nennt nur das Wort Herstellergarantie ohne jede Dauer, während vier der fünf Angebote zwei Jahre beziffern
- Der Titel wirbt mit 21 Automatikprogrammen, das Datenfeld Anzahl Programme nennt sechs; welche Zahl gilt, bleibt offen
- Mit 52,5 Zentimetern das breiteste Gerät im Feld, und die Spannungsangabe lautet 240 Volt, während im deutschen Netz 230 Volt der Nennwert sind
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting. Die aufgerufene Nummer B07QRY5YW8 stimmt mit dem Datenfeld ASIN überein, die Elternnummer B08KV5VGTM weicht ab. Die 615 Stimmen gelten der Familie aus Farben und Ausführungen und nicht der weißen Variante allein.
Passt zu: Wer regelmäßig auftaut, wer große Formen unterbringen muss und wer einen bezifferten Drehteller-Durchmesser vor dem Kauf lesen will.
Passt nicht zu: Wer wenig Platz hat, wer bräunen oder backen will und wer auf eine lange Ersatzteilversorgung Wert legt.
Offen geblieben: Die Leistungsaufnahme bei halber Stufe, die tatsächliche Zahl der Automatikprogramme, die Garantiedauer, die Lautstärke und der Verbrauch im Bereitschaftszustand ließen sich am 22.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen
Was kein einziger Hersteller sagt: Innenbreite, Standby und Dezibel
Drei Angaben wurden bei allen fünf Angeboten gezielt gesucht, jeweils in Titel, Bullets und technischen Details. Das Ergebnis ist in allen drei Fällen dasselbe, und es zieht sich quer durch alle Preisklassen. Nutzbare Innenbreite: null von fünf. Es gibt Liter, es gibt Außenmaße, dazwischen gibt es nichts. Ein Anbieter wirbt mit 33 Prozent mehr Nutzfläche, ohne den Bezugspunkt und ohne eine einzige Zentimeterangabe zu nennen. Wer wissen will, ob die vorhandene Auflaufform hineinpasst, bekommt auf keiner der fünf Produktseiten eine Antwort.
Standby-Verbrauch in Watt: null von fünf. Jedes dieser Geräte hängt rund um die Uhr am Netz, vier von fünf zeigen dauerhaft eine Uhrzeit oder ein Display an, und keiner der Hersteller beziffert, was das kostet. Die einzige Zahl, die in diesem Zusammenhang überhaupt auftauchte, stand bei einem Panasonic-Angebot und lautete bis zu 50 Prozent Ersparnis im Standby-Modus, aus einem internen Produkttest, bezogen auf ein Kombigerät mit Umluft und nicht auf das hier gelistete Solo-Gerät. Ein Prozentwert ohne Ausgangsgröße beziffert nichts.
Lautstärke in Dezibel: null von fünf. Weder das Gerät für 89,98 Euro noch das für 222,00 Euro nennt einen Wert. Dabei ist die Geräuschentwicklung hier keine Randfrage: Es sind der Lüfter, der das Magnetron kühlt, und bei Drehtellergeräten zusätzlich der Antrieb unter dem Boden, die das Geräusch machen. In einer offenen Küche, in einem Einzimmerapartment oder in einer Wohnung mit schlafendem Kind ist das ein reales Kriterium. Es bleibt der Umweg über die Rezensionen und der Hinweis, dass ein Gerät ohne Drehteller eine bewegte Baugruppe weniger hat.
Was die Hersteller dagegen recht zuverlässig liefern, sind die Angaben, die aus Pflichtfeldern stammen. Vier von fünf nennen ein Herkunftsland, vier von fünf beziffern eine Garantiedauer von zwei Jahren, vier von fünf machen eine Angabe zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU, dreimal sieben Jahre und einmal zwei Jahre. Genau das ist das Muster: Wo eine Vorgabe existiert, steht eine Zahl. Wo keine existiert, steht ein Werbewort. Und in mehreren Fällen steht in einem Pflichtfeld ein Wert, der offensichtlich nicht stimmen kann, etwa ein Gewicht von 12 Gramm oder ein Drehteller, der so breit sein soll wie das Gehäuse.
Strom, Folgekosten über fünf Jahre und die fehlende Effizienzklasse
Wer im Handel nach der Energieeffizienzklasse einer Mikrowelle sucht, sucht etwas, das es nicht gibt. Die Verordnung (EU) Nr. 66/2014 regelt die Ökodesign-Anforderungen an Haushaltsbacköfen, Kochmulden und Dunstabzugshauben, und in Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe b nimmt sie Geräte mit einer Mikrowellenerwärmungsfunktion ausdrücklich vom Anwendungsbereich aus. Damit entfallen für diese Warengruppe sowohl die Effizienzklasse als auch das EU-Energielabel. Was bleibt, ist die Wattzahl, und die ist in den Datenfeldern der fünf geprüften Angebote nicht durchgängig sauber von der Leistungsaufnahme getrennt.
Für den Bereitschaftszustand gibt es dagegen eine harte gesetzliche Obergrenze, und sie ist der einzige belastbare Anhaltspunkt in diesem Abschnitt. Die Verordnung (EG) Nr. 1275/2008 führt Mikrowellenherde in Anhang I ausdrücklich unter den erfassten Kochgeräten auf. Anhang II Nummer 2 begrenzt die Leistungsaufnahme im Bereitschaftszustand auf 0,50 Watt und auf 1,00 Watt, sobald eine Information oder eine Statusanzeige mitläuft; für den Aus-Zustand gilt ebenfalls 0,50 Watt. Ein Watt Dauerlast entspricht rund 8,8 Kilowattstunden im Jahr. Bei einem Arbeitspreis von 35 Cent sind das etwa drei Euro jährlich, über fünf Jahre also grob 15 Euro, die kein Anbieter beziffert und die trotzdem nach oben begrenzt sind.
Der Betrieb selbst lässt sich mit einer Annahme überschlagen, die als Annahme kenntlich bleiben muss, weil kein Hersteller die Leistungsaufnahme nennt. Ein Gerät mit 800 Watt Mikrowellenleistung nimmt im Betrieb ungefähr ein Drittel mehr auf. Zehn Minuten Betrieb am Tag ergeben damit rund 65 Kilowattstunden im Jahr, also etwa 23 Euro bei 35 Cent je Kilowattstunde. Über fünf Jahre summiert sich das auf ungefähr 115 Euro und liegt damit über dem Anschaffungspreis des günstigsten Geräts im Feld. Die Rechnung im Detail, samt Vergleich mit Herd und Backofen, steht im eigenen Text zum Stromverbrauch einer Mikrowelle.
Der dritte Posten ist der, an den beim Kauf niemand denkt: das Ende der Nutzungsdauer. Eine Mikrowelle ist ein Elektroaltgerät und gehört nicht in den Restmüll. Das Umweltbundesamt weist auf die kostenlose Abgabe bei kommunalen Sammelstellen hin und auf die Rücknahmepflicht größerer Vertreiber nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz. Für ein Gerät mit 12 bis 18 Kilogramm ist das kein Nebensatz, sondern ein Transportweg. Wer hier vorausdenkt, achtet auf die Angabe zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU: Drei der fünf Geräte nennen sieben Jahre, eines nennt zwei, und ausgerechnet das mit den zwei Jahren ist das zweitteuerste im Feld.
Entscheidungshilfe nach Haushaltsgröße, Fehlkäufe und was nicht geht
Die folgende Zuordnung ist keine Rangliste, sondern eine Entscheidungshilfe. Sie liest sich von links nach rechts: den eigenen Fall suchen, das entscheidende Kriterium lesen, danach den Hinweis darauf, was die Angaben im Feld tatsächlich hergeben, und in der letzten Spalte steht, welches Gerät aus diesem Vergleich dafür in Frage kommt.
| Haushalt und Nutzung | Worauf es dabei ankommt | Was die Angaben hergeben | Passendes Modell |
|---|---|---|---|
| Eine Person, kurze Arbeitsplatte, überwiegend Aufwärmen | Breite unter 47 Zentimetern und eine Bedienung ohne Menü, dazu 700 bis 800 Watt | Beide Solo-Geräte im Feld liegen bei 20 Litern und 800 Watt. Das schmalste misst 44 Zentimeter, das mit Flachboden 46,5. | Panasonic NN-SM23QMEPG, alternativ SEVERIN 7761 |
| Zwei Personen, eckiges Geschirr, Reinigung soll schnell gehen | Flachboden statt Drehteller, weil Rollenring und Mitnehmer die aufwendigsten Stellen sind | Genau ein Gerät im Feld hat keinen Drehteller. Der Hersteller beziffert den Zugewinn an Fläche mit 33 Prozent, ohne Zentimeter zu nennen. | SEVERIN 7761 |
| Zwei bis drei Personen, es soll auch überbacken werden | Ein Grill mit beziffertem Watt und mindestens 25 Liter Garraum | Von den beiden Geräten mit Grillfunktion beziffert nur eines die Grillleistung, nämlich 1050 Watt bei 900 Watt Mikrowelle. | Bauknecht MW 253 SM2 |
| Familie ohne zweiten Backofen, kleine Küche | Heißluft, mindestens 27 Liter und Zubehör, das Backen und knuspriges Zubereiten abdeckt | Nur ein Gerät im Feld hat Heißluft. Es braucht dafür 51,7 Zentimeter Breite und 47,6 Zentimeter Tiefe, also eine halbe Arbeitsplatte. | Samsung MC28A5137KK/E1 |
| Regelmäßiges Auftauen, große Formen, Platz vorhanden | Inverterantrieb und ein beziffert großer Drehteller | Ein Gerät im Feld hat einen Inverter. Es ist zugleich das einzige, das den Drehteller mit 34 Zentimetern beziffert. | Panasonic NN-ST45KWEPG |
Wofür eine Mikrowelle nicht geeignet ist
- Als Ersatz für den Backofen. Auch das Kombigerät im Feld fasst ein Blech statt zwei und hat in dieser Klasse keine getrennte Unterhitze. Für Brot, Blechkuchen und alles, was von unten Hitze braucht, ist es die falsche Geräteklasse.
- Zum Erhitzen in Metall oder mit Metallanteil. Metallgeschirr, Goldrand und Alufolie gehören nicht in ein Mikrowellenfeld. Welche Materialien geeignet sind, woran sich das am Boden des Geschirrs erkennen lässt und was auf keinen Fall hineingehört, steht im eigenen Ratgeber zum Mikrowellengeschirr.
- Zum Erhitzen von Eiern in der Schale und geschlossenen Behältern. Der Dampf kann nicht entweichen, der Druck steigt, und das Ergebnis ist ein Garraum, der von innen gereinigt werden muss. Auch Babyflaschen erwärmen sich ungleichmäßig.
- Als Gerät mit sichtbarem Schaden an der Tür. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät bei mechanischen Veränderungen an der Tür oder starkem Verschleiß ausdrücklich zur Überprüfung durch den Kundendienst und gegebenenfalls zum Ersatz.
- Für den Einbau in eine Nische, wenn es ein Tischgerät ist. Freistehende Geräte brauchen ringsum Luft und dürfen nicht bündig eingeschoben werden. Wie viel Abstand nötig ist, beziffert keiner der fünf Hersteller.
Typische Fehlkäufe und wie sie sich vermeiden lassen
| Was schiefgeht | Welche Folge das hat | Was stattdessen zu tun ist |
|---|---|---|
| Die Wattzahl im Titel für die Leistungsaufnahme halten | Wer 900 Watt liest und damit den Stromverbrauch berechnet, rechnet zu niedrig. Die Mikrowellenleistung ist das, was in der Speise ankommt, nicht das, was aus der Steckdose kommt. | Nach einem getrennten Feld für die Anschlussleistung suchen. Fehlt es, mit einem Zuschlag von rund einem Drittel auf die Mikrowellenleistung rechnen und diese Annahme als Annahme behandeln. |
| Liter mit Stellfläche verwechseln | Ein Gerät mit 25 Litern kann tiefer sein als eines mit 28, weil Grill und Elektronik hinten Platz brauchen. Im Vergleich ist das tiefste Gerät zugleich das mit dem kleinsten Garraum unter den Kombis. | Vor dem Kauf die Außenmaße mit dem Zollstock auf die Arbeitsplatte übertragen und hinten fünf bis zehn Zentimeter für die Lüftung freilassen. Der Garraum in Litern sagt darüber nichts. |
| Den Drehteller-Durchmesser für nebensächlich halten | Der größte Teller im Schrank passt nicht, weil der Drehteller kleiner ist als die Öffnung vermuten lässt. Zwei der fünf Angebote nennen diese Zahl gar nicht, eines nennt sie falsch. | Den eigenen größten Teller messen und mit der Angabe vergleichen. Steht keine da, ist ein Flachboden die sichere Wahl, weil dort die volle Bodenfläche nutzbar ist. |
| Eine Kombi kaufen und nur aufwärmen | Bezahlt wird eine Heißluftfunktion, die nie eingeschaltet wird, dazu ein Gerät, das doppelt so viel Platz braucht und mehr als das Doppelte kostet. | Ehrlich zählen, wie oft in einem Monat überbacken oder gebacken wird. Unter viermal lohnt der Aufpreis nicht, dann ist ein Solo-Gerät die bessere Entscheidung. |
| Die Bewertungszahl für das gewählte Modell halten | Alle fünf Angebote sind Variantenlistings. Die Elternnummer weicht jedes Mal von der aufgerufenen Nummer ab, die Sterne gelten damit der ganzen Familie aus Farben und Ausführungen. | Vor dem Kauf prüfen, ob die Elternnummer abweicht, und die Rezensionen stichprobenartig darauf lesen, ob sie überhaupt die gewählte Ausführung meinen. |
Folgekosten über fünf Jahre
Anders als bei Geräten mit Verschleißteilen gibt es bei einer Mikrowelle keinen laufenden Nachkauf. Es gibt keine Filter, keine Beutel und keine Aufsätze, die alle drei Monate gewechselt werden. Der größte Posten nach der Anschaffung ist deshalb der Strom, und der wird regelmäßig unterschätzt: Bei zehn Minuten Betrieb täglich liegen die Kosten über fünf Jahre grob bei 115 Euro und damit über dem Kaufpreis des günstigsten Geräts im Feld. Dazu kommen bis zu 15 Euro für den Bereitschaftszustand, gedeckelt durch die gesetzliche Obergrenze von einem Watt.
Der zweite Posten ist die Lebensdauer selbst. Das Magnetron ist ein Verschleißteil mit begrenzter Betriebsstundenzahl, und keiner der fünf Hersteller nennt eine Zahl dazu. Was stattdessen in den Datenfeldern steht, ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU, und diese Angabe ist die einzige belastbare Aussage zur Reparierbarkeit im ganzen Feld. Drei Geräte nennen sieben Jahre, eines nennt zwei, bei einem fehlt die Angabe. Bei einem Anschaffungspreis unter 100 Euro entscheidet diese Zahl praktisch darüber, ob eine Reparatur überhaupt jemals wirtschaftlich sein wird.
Der dritte Posten ist das Zubehör, das nicht mitgeliefert wird, und er trifft ausgerechnet die Grill- und Kombigeräte. Ein Grillrost liegt in der Regel bei, eine für den Mikrowellenbetrieb geeignete Abdeckhaube und passendes Geschirr dagegen nicht. Wer bisher mit Metallformen gearbeitet hat, kauft mit dem Gerät faktisch eine neue Grundausstattung mit. Was eine Abdeckhaube kostet und wie viele Formen ersetzt werden müssen, hängt vom bisherigen Bestand ab und lässt sich nicht pauschal beziffern; einzuplanen ist der Posten aber in jedem Fall.
Alle technischen Werte auf dieser Seite sind Herstellerangaben vom 22.08.2026 und wurden nicht nachgemessen. Wo sich Angaben eines Anbieters widersprechen, steht der Widerspruch im Text und ist nicht zugunsten einer der beiden Zahlen aufgelöst. Angaben zu Testergebnissen Dritter sind der jeweiligen Quelle zugeordnet und stammen nicht aus einer eigenen Prüfung.
Häufige Fragen
Wie viel Watt sollte eine Mikrowelle haben?
Für das reine Aufwärmen reichen 700 bis 800 Watt, und genau dort liegen die beiden Solo-Geräte in diesem Vergleich. Mehr Watt heißt nicht besser, sondern schneller: 1000 Watt erwärmen dieselbe Portion in etwa vier Fünfteln der Zeit, die 800 Watt brauchen. Wichtiger als die Zahl ist, worauf sie sich bezieht. Gemeint ist die Mikrowellenleistung, also das, was im Garraum ankommt, nicht die Leistungsaufnahme aus der Steckdose. Das Bundesamt für Strahlenschutz beschreibt den üblichen Leistungsbereich von Haushaltsgeräten mit rund 100 bis 1.300 Watt. Wie diese Zahl zustande kommen soll, regelt DIN EN 60705; Stiftung Warentest beschreibt in ihrem Prüfaufbau, dass sie das Erhitzen von Wassergläsern und das Auftauen von 500 Gramm Hackfleisch in Anlehnung an diese Norm gemessen hat. Auf den Produktseiten in diesem Vergleich taucht die Norm allerdings bei keinem einzigen der fünf Anbieter auf.
Was ist der Unterschied zwischen Solo, Grill und Kombi?
Ein Solo-Gerät hat nur das Magnetron. Es erwärmt die Speise von innen heraus und bräunt deshalb nicht. Ein Gerät mit Grill hat zusätzlich einen Heizstab an der Decke des Garraums, meist einen Quarzgrill, und kann damit überbacken und die Oberfläche knusprig machen. Ein Kombigerät hat darüber hinaus ein Gebläse mit Ringheizkörper und arbeitet damit wie ein kleiner Umluftbackofen, kann also auch backen und mit wenig Fett frittieren. Die Preisstufen im Vergleich zeigen das Muster deutlich: Solo ab 89,98 Euro, mit Grill ab 98,00 Euro, mit Heißluft erst bei 222,00 Euro. Die entscheidende Frage vor dem Kauf ist deshalb nicht, was ein Gerät alles kann, sondern wie oft die zusätzliche Funktion in einem normalen Monat tatsächlich eingeschaltet wird.
Ist ein Inverter die Mehrkosten wert?
Das hängt davon ab, was in dem Gerät landet. Ein konventionelles Magnetron kennt nur an und aus. Bei 50 Prozent Leistung schaltet es abwechselnd volle Leistung und Pause, und genau dieses Takten ist der Grund, warum Ränder garen, während die Mitte noch gefroren ist. Ein Inverter regelt die Leistung stufenlos herunter und liefert bei halber Stufe durchgehend halbe Leistung. Für das Aufwärmen von Suppe macht das wenig Unterschied. Für das Auftauen, für Fisch, für Eier und für alles mit Eiweiß macht es den Unterschied zwischen brauchbar und angegart. Im Vergleich kostet das Invertergerät 160,55 Euro gegenüber 89,98 Euro für das günstigste Solo-Gerät. Wer selten auftaut, zahlt für eine Regelung, die er nicht braucht. Ausführlicher steht das im eigenen Text zur Inverter-Technik.
Drehteller oder Flachboden: was ist besser?
Der Flachboden gewinnt bei eckigem Geschirr und bei der Reinigung, der Drehteller bei der Gleichmäßigkeit zum kleinen Preis. Ein Drehteller dreht die Speise durch das Feld, damit die Wellen aus einer festen Quelle jede Stelle erreichen. Ein Flachboden verzichtet darauf und verteilt die Wellen über einen Reflektor unter der Glasplatte. Praktisch heißt das: Eine eckige Auflaufform kann sich im Flachbodengerät nicht mehr an der Wand verhaken, und beim Auswischen gibt es keinen Rollenring und keine Mitnehmerkupplung. Der Anbieter im Vergleich beziffert den Zugewinn an nutzbarer Fläche mit 33 Prozent, nennt dafür aber weder ein Vergleichsgerät noch eine Zentimeterangabe. Und ausgerechnet dieses Gerät trägt im Datenfeld einen Drehscheiben-Durchmesser von 26 Zentimetern, obwohl es keine Drehscheibe hat.
Wie viel Strom verbraucht eine Mikrowelle im Jahr?
Die belastbare Antwort besteht aus einer Rechnung und einer Lücke. Die Rechnung: Ein Gerät mit 800 Watt Mikrowellenleistung nimmt im Betrieb ungefähr ein Drittel mehr aus der Steckdose auf. Wer täglich zehn Minuten aufwärmt, kommt damit über ein Jahr auf grob 65 Kilowattstunden, also bei einem Arbeitspreis von 35 Cent auf rund 23 Euro. Die Lücke: Kein einziger der fünf Anbieter in diesem Vergleich beziffert den Verbrauch im Bereitschaftszustand, obwohl jedes Gerät mit Uhr und Display rund um die Uhr am Netz hängt. Eine Obergrenze gibt es trotzdem, sie steht in der Verordnung (EG) Nr. 1275/2008: Anhang I führt Mikrowellenherde ausdrücklich auf, Anhang II begrenzt die Leistungsaufnahme im Bereitschaftszustand auf 0,50 Watt und auf 1,00 Watt, sobald eine Anzeige mitläuft. Ein Watt Dauerlast entspricht rund 8,8 Kilowattstunden im Jahr, also etwa drei Euro.
Warum haben Mikrowellen keine Energieeffizienzklasse?
Weil die zuständige Verordnung sie ausdrücklich ausnimmt. Die Verordnung (EU) Nr. 66/2014 regelt die Ökodesign-Anforderungen an Haushaltsbacköfen, Kochmulden und Dunstabzugshauben, und in Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe b steht, dass sie für Geräte mit einer Mikrowellenerwärmungsfunktion nicht gilt. Damit gibt es für diese Warengruppe kein EU-Energielabel und keine Effizienzklasse von A bis G. Wer im Handel danach sucht, sucht etwas, das für Mikrowellen nicht existiert. Was es gibt, ist die Begrenzung des Bereitschaftsverbrauchs nach der Verordnung (EG) Nr. 1275/2008. Für den laufenden Betrieb bleibt als einziger Anhaltspunkt die Wattzahl, und die ist, wie dieser Vergleich zeigt, in den Datenfeldern nicht durchgängig sauber von der Leistungsaufnahme getrennt.
Ist die Strahlung einer Mikrowelle gefährlich?
Das Bundesamt für Strahlenschutz beantwortet diese Frage ausführlich, und die Antwort ist klar. Mikrowellenherde arbeiten mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern bei 2,45 Gigahertz. Die Felder entstehen im Inneren des Geräts, eine mehrfach ausgelegte Schutzvorrichtung schaltet ab, sobald die Tür geöffnet wird. Für die Leckstrahlung an der Türdichtung gilt laut BfS ein Emissionsgrenzwert von 5 Milliwatt je Quadratzentimeter in 5 Zentimetern Abstand von der Geräteoberfläche. Aus eigenen Messungen berichtet die Behörde, die Leckstrahlung habe im Mittel bei einem Prozent dieses Grenzwertes gelegen, und zwar bei alten wie bei aktuellen Geräten. In 30 Zentimetern Abstand sind davon noch fünf bis zehn Prozent messbar, in einem Meter Abstand ein Dreißigstel bis ein Hundertstel. Das BfS schließt daraus, dass bei technisch einwandfreien Geräten keine gesundheitliche Gefahr besteht, auch nicht für Schwangere oder Kleinkinder. Ausdrücklich anders ist die Lage bei sichtbaren Schäden an der Tür oder starkem Verschleiß; dann rät die Behörde zur Überprüfung durch den Kundendienst.
Wie laut ist eine Mikrowelle?
Das lässt sich anhand dieser fünf Angebote nicht sagen, und das ist der ehrlichste Befund dieses Abschnitts. Keiner der fünf Anbieter nennt einen Wert in Dezibel, weder im Titel noch in einem Bullet noch in den technischen Details. Weder das Gerät für 89,98 Euro noch das für 222,00 Euro. Dabei ist die Lautstärke bei diesen Geräten nicht nebensächlich: Es sind der Lüfter, der das Magnetron kühlt, und bei Drehtellermodellen zusätzlich der Antrieb unter dem Boden, die das Geräusch machen. In einer offenen Küche und in einer Wohnung mit Kleinkind ist das ein reales Kaufkriterium. Praktisch bleibt nur der Umweg über die Rezensionen, wo sich das Thema häufig wiederholt, und über den Hinweis, dass Geräte ohne Drehteller eine Geräuschquelle weniger haben.
Weiterlesen im Mikrowellen-Bereich
Diese Seite beantwortet die Frage, welche Bauart zu welchem Haushalt passt. Für die Vertiefungen gibt es eigene Texte: Die kompakte Standardklasse mit ihren Maßen steht im Vergleich der Mikrowellen mit 20 Litern, die schmalsten Modelle im Text zu den kleinen Mikrowellen. Wer bräunen will, findet die Geräte mit Grillfunktion und die Kombigeräte mit Heißluft jeweils gesondert aufgeschlüsselt, wer einbauen will die Einbaugeräte mit ihren Nischenmaßen.
Autorin: Sarah Leitner · Stand: 22.08.2026 · Datenbasiert, kein Hands-on-Test. Alle Produktdaten stammen aus den am Prüftag einzeln von den Produktseiten abgerufenen Angaben auf amazon.de sowie aus den erreichbaren Herstellerseiten. Wattzahlen, Maße, Gewichte und Materialangaben sind Herstellerangaben und wurden hier nicht nachgemessen. Angaben zu Testergebnissen Dritter sind als solche gekennzeichnet und der jeweiligen Quelle zugeordnet.
Die Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Kommt darüber ein Kauf zustande, erhält Test und Tipps eine Provision. Für Käuferinnen und Käufer ändert sich der Preis dadurch nicht. Die Auswahl der Modelle und ihre Einordnung sind davon unabhängig.

