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Überwachungskamera außen mit SIM-Karte: Kamera ohne WLAN

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Überwachungskamera außen mit SIM-Karte: zwei LTE-Kameras ohne WLAN nach Herstellerangaben – Band 20, PIN, APN, Datenvolumen je Monat und Tarif im Jahr.

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Aktualisiert 04.11.2026
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Matthias König
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Stand des Artikels
Veröffentlicht
04.11.2026
Aktualisiert
04.11.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Zwei Gigabyte im Monat: was eine Kamera mit SIM-Karte an Daten verbraucht, bevor es um Modelle geht

Zwei Gigabyte im Monat. Mit dieser Menge rechnet Reolink für eine Mobilfunk-Kamera wie die Go PT Plus bei normaler Nutzung. Im Hauptstrom mit 2 Megabit je Sekunde reicht ein Gigabyte laut demselben Support-Artikel für etwa eine Stunde Live-Bild. Zwei Gigabyte sind also zwei Stunden im Monat, gut vier Minuten am Tag. Wer abends nachsieht, ob am Gartenhaus alles ruhig ist, und dabei fünf Minuten zuschaut, liegt schon darüber.

Die Rechnung geht weiter beim Tarif. Ein Prepaid-Datenpaket mit 2 Gigabyte kostet beim Discounter ALDI TALK laut Tarifseite 4,99 Euro für vier Wochen, eines mit 5 Gigabyte 9,99 Euro, eines mit 10 Gigabyte 14,99 Euro. Vier Wochen sind kein Monat: Im Jahr werden dreizehn solcher Zeiträume fällig. Aus 4,99 Euro werden so 64,87 Euro im Jahr, aus 9,99 Euro 129,87 Euro. Ohne gebuchtes Paket rechnet derselbe Anbieter 0,24 Euro je Megabyte ab, für ein Gigabyte also rund 240 Euro. Der Anbieter steht hier als Rechenbeispiel, nicht als Empfehlung.

Diese laufende Rechnung trennt eine Kamera mit SIM-Karte von jeder anderen Außenkamera. Eine Kamera im WLAN kostet nach dem Kauf Strom, eine mit Akku nicht einmal den. Eine Kamera, die über das Mobilfunknetz sendet, kostet jeden Monat einen Tarif, und wie groß der sein muss, hängt davon ab, wie oft man hinsieht. Das Gerät selbst zählt dabei weniger als die eigene Gewohnheit.

Diese Seite geht deshalb den umgekehrten Weg: erst die Rechnung, dann vier Fragen, an denen sich entscheidet, welche Kamera passt und ob überhaupt eine mit SIM-Karte. Am Ende steht die Gegenprobe, das stärkste Argument gegen die Empfehlung. Wer noch nicht weiß, ob es eine Mobilfunk-Kamera sein muss oder ob WLAN, Kabel, Akku oder Solar genügen, findet die Wege im Überblick zur Überwachungskamera außen, dort auch die Frage, was eine Kamera am Grundstück sehen darf.

Stand 04.11.2026, Verfügbarkeit geprüft am 04.11.2026. Grundlage sind die Unterlagen der Hersteller: bei Reolink Support- und Produktseite der Go PT Plus, drei Support-Artikel zu Datenverbrauch, SIM-Karte und APN sowie die Kurzanleitung der Go Series G430; bei EZVIZ Datenblatt, deutsche Bedienungsanleitung (Fassung 1.1.0) und die FAQ zum Datenverbrauch der EB8 4G. Dazu eine Tarifseite als Rechenbeispiel und zwei Quellen der Bundesnetzagentur. Gemessen wurde nichts, keine der beiden Kameras war in der Hand. Preise der Kameras nennt diese Seite nicht, nur die Preislage.

Bitrate mal Minuten: wie aus Megabit je Sekunde ein Monatsvolumen wird

Die Hersteller geben den Datenverbrauch als Bitrate an, in Megabit oder Kilobit je Sekunde. Daraus wird ein Volumen, wenn man mit der Zeit malnimmt und durch acht teilt, denn ein Byte hat acht Bit. Eine Minute mit 2 Megabit je Sekunde sind 120 Megabit oder 15 Megabyte. Eine Stunde sind 900 Megabyte, fast ein Gigabyte. Genau das schreibt Reolink: eine Stunde je Gigabyte im Hauptstrom.

EZVIZ rechnet für die EB8 4G mit 1 Megabit je Sekunde in 1080p und kommt laut FAQ auf etwa 0,4 Gigabyte je Stunde Live-Bild. Nachgerechnet sind es 450 Megabyte; die Größenordnung stimmt. Eine Minute kostet bei dieser Bitrate 7,5 Megabyte, halb so viel wie bei Reolinks Hauptstrom.

Wichtig ist, was nicht in diese Rechnung gehört. Die Aufnahme auf die Speicherkarte in der Kamera verbraucht laut Reolink keine Daten. Erst wenn ein Video die Kamera verlässt, zählt es: beim Live-Bild, bei der Wiedergabe aus der Ferne, beim Hochladen in die Cloud oder auf einen FTP-Server, bei Push-Nachrichten und E-Mails. Ein einzelnes Video kann laut demselben Artikel bis zu 2 Megabyte verbrauchen.

Und es gibt einen Grundverbrauch, der ohne jedes Hinsehen anfällt. Die Kamera hält die Verbindung zu ihrem Server mit sogenannten Heartbeat-Paketen, kleinen Lebenszeichen in festen Abständen. Reolink nennt dafür „mehrere MB pro Tag“ und schreibt dazu, dass ein schwaches Signal mehr Verbindungspakete erzeugt. Eine genaue Zahl steht dort nicht, und EZVIZ nennt keine.

Für die Planung heißt das: Das Monatsvolumen besteht aus drei Teilen. Ein kleiner fester Sockel für das Lebenszeichen, ein Anteil für Benachrichtigungen und kurze Clips, und der große, schwankende Teil für das Live-Bild. Den dritten Teil bestimmt der Nutzer, nicht die Kamera. Wer nur bei einer Meldung kurz hineinschaut, kommt mit wenig aus, wer jeden Abend zehn Minuten den Hof betrachtet, nicht.

Warum auf dieser Seite zwei Kameras stehen und nicht fünf

Ein Vergleich auf dieser Website stellt sonst fünf Geräte nebeneinander. Hier sind es zwei, und das hat einen Grund, der selbst zum Befund gehört. Aufgenommen wird nur, wozu der Hersteller eine Unterlage bereitstellt, aus der sich Bänder, SIM-Anforderungen und Datenverbrauch nachlesen lassen. Bei Mobilfunk-Kameras ist das die Ausnahme.

Weitere Modelle kamen in Frage und schieden aus. Bei zwei Marken führt die Herstellerdomain auf eine geparkte Seite ohne Inhalt. Bei einer dritten nennt die Handbuchseite des Herstellers das Modell nur in ihrer Beschreibung, eine Anleitung dazu ist nicht verlinkt. Ein vierter Hersteller stellt nur eine Sammelanleitung für seine 4G-Kameras bereit, nicht eine zum Modell. Ein älteres Gerät ist an einen SIM-Dienst eines Netzbetreibers gebunden, der laut Herstellerforum zum 31.07.2024 eingestellt wurde, und eines ist mit einer SIM-Karte für US-Netze ausgestattet.

Übrig bleiben die EZVIZ EB8 4G und die Reolink Go PT Plus. Für beide liegen ein Datenblatt oder eine Spezifikationsseite, eine Anleitung und eigene Angaben zum Datenverbrauch vor, und beide waren am Prüftag lieferbar. Dass es nicht mehr sind, ist für den Kauf eine brauchbare Auskunft: Wer eine Mobilfunk-Kamera ohne erreichbare Anleitung kauft, erfährt erst nach dem Einlegen der SIM-Karte, ob sein Netz, sein Kartenformat und sein Tarif passen.

Erste Frage: Hat der Montageort Netz, und auf welchem Band?

Eine Kamera mit SIM-Karte ist nur so gut wie das Netz an der Stelle, an der sie hängt. Das klingt selbstverständlich und ist doch die häufigste Fehlerquelle, denn der Empfang am Handy in der Hosentasche sagt wenig über den Empfang an einer Hauswand zwei Meter höher oder in einem Gartenhaus aus Blech.

Vorher nachsehen lässt sich das in der Karte zum Mobilfunk-Monitoring, die das Gigabit-Grundbuch des Bundes im Auftrag der Bundesnetzagentur führt. Sie zeigt die erwartete Versorgung je Netzbetreiber und je Technik, also 2G, 4G und 5G, in einem Raster von 100 mal 100 Metern. Für die beiden Kameras zählt die Zeile 4G: Beide arbeiten mit LTE, die Reolink zusätzlich mit 3G, ohne es zu empfehlen, keine mit 5G.

Die Karte ist eine Prognose, kein Messwert. Sie rechnet aus Sicht eines Menschen in Bodennähe, und innerhalb eines Rasterfelds kann der Empfang schwanken. Der zuverlässigere Test ist das eigene Handy mit der künftigen SIM-Karte, genau am Montageort und zu verschiedenen Tageszeiten. Wer eine Prepaid-Karte für die Kamera kauft, kann sie vorher im Handy prüfen und dort auch gleich die PIN abschalten, was beide Hersteller verlangen.

Und dann die Frage nach dem Netzbetreiber. Reolink führt auf der Produktseite der Go PT Plus O2, Telekom Deutschland und Vodafone als verträglich. EZVIZ verweist für die unterstützten Regionen und Anbieter auf eine Liste auf der eigenen Website, die laut Datenblatt laufend erweitert wird. Ein Discount-Tarif läuft immer im Netz eines der großen Betreiber; welches das ist, steht auf seiner Tarifseite, beim Beispiel oben Telefónica.

Band 20 auf 800 MHz: warum die Bandliste auf dem Land zählt

LTE ist kein einzelner Funkbereich, sondern eine Reihe von Bändern, jedes mit eigener Frequenz. Eine Kamera kann nur die Bänder nutzen, die ihr Funkmodul kennt, und ein Netzbetreiber sendet an einem Mast nicht zwingend auf allen. Wer auf dem Land, am Waldrand oder in einer Senke montiert, achtet deshalb auf eines: Band 20.

Band 20 ist der 800-Megahertz-Bereich. Die Kurzanleitung der Reolink G430 gibt ihn mit 832 bis 862 Megahertz in Senderichtung an. Die Bundesnetzagentur schreibt in ihrem Szenarienpapier von 2021 zur Versorgung ländlicher Gebiete: „Hierfür eignen sich aus den o. g. Frequenzbereichen die 800-MHz-Frequenzen aufgrund ihrer Ausbreitungseigenschaften besonders.“ Niedrige Frequenzen reichen weiter und dringen besser durch Hindernisse als hohe.

Beide Kameras auf dieser Seite nennen Band 20 ausdrücklich. Beide nennen außerdem Band 28, den 700-Megahertz-Bereich, und die Bänder 1, 3, 7 und 8. EZVIZ führt zusätzlich zwei TDD-Bänder, 38 und 40. Bei der Bandliste ist zwischen den beiden also kein Unterschied, der für Deutschland eine Rolle spielt. Das ist kein Zufall, sondern das, was man von einer Kamera für den europäischen Markt erwarten darf.

Wichtig wird die Liste, wenn eine Kamera keine nennt oder nur eine für einen anderen Kontinent. Für die USA führt Reolink bei derselben Kamera eine ganz andere Reihe, mit Band 2, 4, 5, 12 und weiteren, aber ohne Band 20. Wer eine Kamera aus einem Angebot ohne Bandliste kauft, weiß nicht, welche Ausführung im Karton liegt. Eine Kamera ohne Band 20 kann auf dem Land funktionieren, wenn der nächste Mast auf 1.800 Megahertz sendet; verlassen sollte man sich darauf nicht.

Wo das Netz knapp ist, helfen zwei Dinge, die nichts kosten: die Kamera höher setzen, und sie nicht hinter Metall montieren. Die Reolink-Kurzanleitung rät außerdem, die Antenne nach oben auszurichten. Wer dagegen schon am Handy keinen Balken hat, braucht keine Kamera mit SIM-Karte, sondern einen anderen Weg, mehr dazu in der Gegenprobe am Ende.

Zweite Frage: Gibt es dort Strom, oder muss der Akku tragen?

Wo kein WLAN ist, ist oft auch keine Steckdose. Beide Kameras auf dieser Seite sind deshalb Akku-Kameras, und beide lassen sich mit einem Solarpanel nachladen. Der Unterschied liegt darin, was im Karton liegt und was man dazukaufen muss.

Die Reolink Go PT Plus hat einen Akku mit 6000 Milliamperestunden; laut FAQ der Produktseite hält eine Ladung etwa zwei Monate, je nach Einstellungen, Nutzung und Umgebung. Das Set auf dieser Seite enthält das Solarpanel. Ohne Panel lädt man über USB-C mit einem Netzteil mit 5 Volt und 2 Ampere.

Die EZVIZ EB8 4G hat mit 10.400 Milliamperestunden den größeren Akku. Weder Netzteil noch Solarpanel liegen im Karton, und das Datenblatt schränkt ein: Unterstützt werden nur EZVIZ-Panels mit USB-C-Anschluss. Eine Laufzeit je Ladung nennt EZVIZ nicht, nur den Hinweis, dass sie von Netzstabilität, Signalstärke, Umgebung und Häufigkeit der Aktivität abhängt. Beim Laden nimmt die Kamera laut Datenblatt höchstens 10 Watt auf.

Hier hängen Strom und Netz zusammen. Ein schwaches Signal kostet nicht nur Datenvolumen, sondern auch Akku, weil das Funkmodul länger und stärker senden muss. Reolink schreibt das für den Datenverbrauch ausdrücklich; für den Akku ergibt es sich aus derselben Ursache. Ein Montageort mit knappem Netz und wenig Sonne ist deshalb doppelt ungünstig.

Wie viel ein Panel im deutschen Winter bringt und wo es hängen sollte, ist eine eigene Frage. Sie steht im Vergleich Überwachungskamera außen mit Solar, der sich um die Stromquelle dreht und nicht um das Netz. Wer am Montageort doch eine Steckdose hat, aber kein WLAN, kann beide Kameras auch am Netzteil betreiben; dann entfällt die Sorge um den Akku, die um den Tarif bleibt.

Mobilfunk-Kameras im Vergleich: Bänder, SIM, Strom, Speicher und Abo

Die Tabelle setzt nebeneinander, was die Unterlagen zu Netz und Betrieb sagen. Die Spalte „PIN und APN“ fasst zusammen, wo der Hersteller das erklärt; die Einzelheiten stehen weiter unten. Grün markiert ist die Kamera, die auf die beiden ersten Fragen für die meisten Orte ohne WLAN die passendere Antwort gibt.

KameraLTE-Bänder EuropaBand 20SIM-FormatPIN und APNStromSpeicher in der KameraAbo nötigPasst, wenn / passt nicht, wennKaufen
EZVIZ EB8 4G (CS-EB8, 3 MP, 4GA), Schwenk-Neige-Kamera für außen mit 4G LTE, Akku 10.400 mAh, GPS, Farbnachtsicht und microSD-Steckplatz, ohne WLANEZVIZ EB8 4G
LTE FDD B1, B3, B7, B8, B20, B28; LTE TDD B38, B40ja, dazu B28 (700 MHz)Micro-SIM, Adapter für Nano-SIM im KartonPIN vorher abschalten (Anleitung), APN in der AppAkku 10.400 mAh; Netzteil 5 V/2 A oder EZVIZ-Solarpanel mit USB-C, beides separatmicroSD bis 512 GBnein; CloudPlay optional, nur in bestimmten Märkten+ Band 20 und Band 28 im Datenblatt
− Solarpanel und Netzteil nicht im Karton
Zum Angebot
Reolink Go PT Plus im Set mit Solarpanel, 5-Megapixel-Schwenk-Neige-Kamera für außen mit 4G LTE, Akku 6000 mAh, Farbnachtsicht und microSD-Steckplatz, ohne WLANReolink Go PT Plus mit Solarpanel
LTE B1, B3, B7, B8, B20, B28A; WCDMA B1, B8ja, dazu B28A (700 MHz)Nano-SIMPIN vorher abschalten (Kurzanleitung G430), APN per Textdatei auf der microSD-KarteAkku 6000 mAh; Solarpanel im Set, sonst USB-C mit 5 V/2 AmicroSD bis 128 GBnein; Reolink Cloud optional, nur in ausgewählten Ländern+ Solarpanel im Set
− IP64 und Frost nur bis –10 °C
Zum Angebot

Unsere Empfehlung für ein Gartenhaus, ein Ferienhaus oder eine Weide ohne WLAN, an denen die Kamera auch einen Winter draußen hängt, ist die EZVIZ EB8 4G: IP65, Betrieb bis –20 Grad, der größere Akku, eine Karte bis 512 Gigabyte und eine Anleitung, die PIN und APN für genau dieses Modell erklärt. Wer das Solarpanel gleich dabeihaben, mehr Bild und einen weiteren Blick nach unten will und die Kamera unter einem Dachvorsprung schützen kann, nimmt die Reolink Go PT Plus im Set.

Beide liegen in der Preislage im Mittelfeld. Bei der EZVIZ kommen ein Solarpanel aus dem eigenen Programm oder ein Netzteil dazu, bei beiden eine SIM-Karte mit Datentarif und eine microSD-Karte. Die laufenden Kosten sind, wie oben gerechnet, bei beiden dieselben: Sie hängen am Tarif und an der Zahl der Minuten, nicht am Gerät.

EZVIZ EB8 4G und Reolink Go PT Plus im Einzelnen

Jedes Profil beginnt mit dem, was die Unterlage zu Netz und SIM-Karte sagt, und geht dann zu Strom, Speicher und Gehäuse. Wo ein Herstellerfeld fehlt, steht im aufklappbaren Kasten, wo gesucht wurde.

EZVIZ EB8 4G

EZVIZ EB8 4G (CS-EB8, 3 MP, 4GA), Schwenk-Neige-Kamera für außen mit 4G LTE, Akku 10.400 mAh, GPS, Farbnachtsicht und microSD-Steckplatz, ohne WLAN

EZVIZ EB8 4G (CS-EB8, 3 MP, 4GA), Schwenk-Neige-Kamera für außen mit 4G LTE, Akku 10.400 mAh, GPS, Farbnachtsicht und microSD-Steckplatz, ohne WLAN

Preislage: Mittelfeld · Bild: 3 MP, 2304 × 1296, H.265 · Gehäuse: IP65, –20 bis 50 °C

Netz laut Hersteller: LTE FDD B1, B3, B7, B8, B20, B28; LTE TDD B38, B40 · SIM: Micro-SIM, Adapter für Nano-SIM im Karton

Strom: Akku 10.400 mAh; Netzteil 5 V/2 A oder EZVIZ-Solarpanel mit USB-C, beides separat · Speicher: microSD bis 512 GB

Netz und SIM-Karte: Das Datenblatt nennt für Europa sechs FDD-Bänder und zwei TDD-Bänder, darunter Band 20 auf 800 MHz und Band 28 auf 700 MHz. Die Bedienungsanleitung verlangt eine Micro-SIM; für eine Nano-SIM liegt ein Adapter im Karton. Ist die PIN gesperrt, muss sie vor dem Einsetzen entsperrt werden, und die Anleitung beschreibt den Weg dafür am iPhone und am Android-Telefon. Den APN trägt man in der EZVIZ-App ein, wenn die Kamera nach dem Zurücksetzen noch „Verbindung fehlgeschlagen“ meldet; die Daten dafür nennt der Mobilfunkanbieter. In der App stehen Verbindungsstatus, Datenverbrauch und verbleibendes Volumen.

Strom, Speicher, Gehäuse: Die EB8 4G ist die schwerere und robustere der beiden: 835 Gramm, IP65 und ein Betriebsbereich bis –20 Grad. Der Akku ist mit 10.400 Milliamperestunden der größere. Ein Netzteil und ein Solarpanel liegen nicht im Karton, und das Datenblatt erlaubt nur EZVIZ-Panels mit USB-C-Anschluss. Aufgenommen wird auf eine microSD-Karte bis 512 Gigabyte; fällt das Netz aus, läuft die lokale Aufnahme laut Anleitung weiter, nur die Cloud-Aufnahme stoppt. Eingebaut ist ein GPS-Empfänger, der nach dem Datenblatt nur im Freien zuverlässig arbeitet.

Passt, wenn: Band 20 und Band 28 im Datenblatt · PIN und APN in der Anleitung zum Modell erklärt · IP65 und Betrieb bis –20 °C · microSD bis 512 GB, kein Abo für die Erkennung

Passt nicht, wenn es auf das ankommt: Solarpanel und Netzteil nicht im Karton · nur EZVIZ-Panels mit USB-C laut Datenblatt · Neigewinkel im Datenblatt zweimal verschieden angegeben · nur 3 Megapixel

Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
UnternehmenEZVIZ EUROPE B.V. laut Impressum der deutschen Website; Rechteinhaberin der Bedienungsanleitung ist die Hangzhou EZVIZ Software Co., Ltd.
AnschriftDirk Storklaan, 2132 PX Hoofddorp, Niederlande, Registernummer 861520270, laut Impressum; Hausnummer und Postleitzahl stehen dort ohne Trennung
GegründetNicht genannt; geprüft wurden Impressum, Garantieseite, Datenblatt und Bedienungsanleitung
KontaktTelefon laut Impressum in der Schreibweise 49(6) 102 771 3000, E-Mail support.eu@ezvizlife.com; Garantiefälle über shop.de@ezviz.com laut Garantieseite
ZeitenNicht genannt; geprüft wurden Impressum und Garantieseite
Garantie2 Jahre ab Erstkauf laut Garantieseite, nur für in Deutschland gekaufte Geräte; Abwicklung per E-Mail mit Kaufbeleg, Rücksendung auf eigene Kosten
Normen und KennzeichnungCE, WEEE, RoHS, UKCA und REACH laut Datenblatt; Schutzart IP65
HerkunftNicht genannt; geprüft wurden Datenblatt und Bedienungsanleitung
Gewicht835 g netto, 1.072 g mit Verpackung laut Datenblatt
Seit wann im HandelNicht genannt; die Datei des Datenblatts trägt den Bearbeitungsstand 08.09.2023
Empfehlung für Orte ohne WLAN, an denen die Kamera auch im Winter hängt: IP65, Betrieb bis –20 Grad, der größere Akku, Karte bis 512 Gigabyte und PIN und APN in der Anleitung zum Modell erklärt.

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Reolink Go PT Plus mit Solarpanel

Reolink Go PT Plus im Set mit Solarpanel, 5-Megapixel-Schwenk-Neige-Kamera für außen mit 4G LTE, Akku 6000 mAh, Farbnachtsicht und microSD-Steckplatz, ohne WLAN

Reolink Go PT Plus im Set mit Solarpanel, 5-Megapixel-Schwenk-Neige-Kamera für außen mit 4G LTE, Akku 6000 mAh, Farbnachtsicht und microSD-Steckplatz, ohne WLAN

Preislage: Mittelfeld · Bild: 5 MP, 2880 × 1660, H.265 · Gehäuse: IP64, –10 bis 55 °C

Netz laut Hersteller: LTE B1, B3, B7, B8, B20, B28A; WCDMA B1, B8 · SIM: Nano-SIM

Strom: Akku 6000 mAh; Solarpanel im Set, sonst USB-C mit 5 V/2 A · Speicher: microSD bis 128 GB

Netz und SIM-Karte: Reolink nennt auf der Support-Seite der Go PT Plus für Europa sechs LTE-Bänder, darunter Band 20 und Band 28A, dazu zwei WCDMA-Bänder für 3G. Die Produktseite sagt, 3G werde unterstützt, aber nicht empfohlen, 5G und 2G gar nicht. Die Kamera nimmt eine Nano-SIM. Den Hinweis, die PIN vorher am Handy abzuschalten, enthält die Kurzanleitung der Go Series G430, die Reolink in seinen Support-Artikeln neben der Go PT Plus führt; die Produkt- und die SIM-Seite sagen dazu nichts. Braucht die Karte einen eigenen APN, legt man eine Textdatei mit dem Namen my_custom_apn.txt auf eine microSD-Karte und setzt die Kamera zurück.

Strom, Speicher, Gehäuse: Das Set enthält das Solarpanel; auf der Produktseite ist es beim Grundpaket nicht dabei. Der Akku hat 6000 Milliamperestunden, laut FAQ reicht eine Ladung etwa zwei Monate, abhängig von Einstellungen und Umgebung. Mit 5 Megapixeln und 140 Grad Neigung hat die Go PT Plus das größere Bild und den weiteren Blick nach unten. Die Karte darf höchstens 128 Gigabyte haben. Schwächer ist sie beim Wetter: IP64 und ein Betriebsbereich, der bei –10 Grad endet. Gewicht laut Produktseite 485 Gramm.

Passt, wenn: Solarpanel im Set · 5 Megapixel und 140 Grad Neigung · Band 20 und Band 28A auf der Support-Seite · Monatsmenge genannt: 2 GB bei normaler Nutzung

Passt nicht, wenn es auf das ankommt: IP64 und Frost nur bis –10 °C · APN nur über eine Datei auf der Speicherkarte · PIN-Hinweis nicht auf der Produktseite · microSD nur bis 128 GB

Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
UnternehmenReolink, laut Impressum mit Handelsregistriernummer HKG 2743024 in Hongkong, Geschäftsführer Aijun Wong
AnschriftRM. 4B, Kingswell Commercial Tower, 171-173 Lockhart Road, Wan Chai, Hongkong, laut Impressum; eine Anschrift in Deutschland nennt das Impressum nicht
GegründetNicht genannt; geprüft wurden Impressum, Produktseite und Support-Seite der Go PT Plus
KontaktE-Mail support@reolink.com, Telefon +86-755-86717302 laut Impressum
ZeitenOnline-Support „24/6“, also rund um die Uhr an sechs Tagen der Woche, laut Produktseite
Garantie2 Jahre eingeschränkte Garantie laut Support- und Produktseite, Abwicklung über support.reolink.com; dazu 30 Tage Geld-zurück laut Produktseite
Normen und KennzeichnungSchutzart IP64 laut Spezifikationen; EU-Konformitätserklärung auf der Produktseite als Download verlinkt
HerkunftNicht genannt; geprüft wurden Produktseite, Support-Seite und Impressum
Gewicht485 g (Kamera) laut Produktseite
Seit wann im HandelNicht genannt; geprüft wurden Produktseite und Support-Seite der Go PT Plus
Antwort für den, der das Solarpanel gleich im Karton haben will und mehr Bild braucht: 5 Megapixel, 140 Grad Neigung und das Panel im Set. Dafür nur IP64, Frost nur bis –10 Grad und der APN über eine Textdatei auf der Speicherkarte.

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Dritte Frage: Nur bei Bewegung aufnehmen oder rund um die Uhr?

Eine Akku-Kamera schläft die meiste Zeit. Sie wacht auf, wenn ihr Wärmesensor eine Bewegung meldet, nimmt einen Clip auf, schickt eine Nachricht und schläft weiter. Bei der Reolink reicht der Sensor laut Produktseite bis 10 Meter in einem Winkel von 120 Grad, und die Erkennung unterscheidet Personen, Fahrzeuge und Tiere. Die EZVIZ erkennt laut Datenblatt Bewegungen allgemein oder gezielt Menschen und kann ihnen mit dem Schwenkkopf folgen; Erkennungszonen lassen sich einstellen.

Daueraufnahme ist bei beiden kein Thema der Werbung. Reolink nennt für die Go PT Plus die Aufnahme bei Bewegung und Zeitraffer, eine Daueraufnahme steht auf der Produktseite nicht. EZVIZ schreibt in der Bedienungsanleitung nur, dass die lokale Aufnahme weiterläuft, wenn das Netz ausfällt. Wer eine lückenlose Aufzeichnung braucht, etwa auf einer Baustelle mit wechselnden Firmen, braucht eine Kamera mit festem Strom.

Für das Datenvolumen ist die Frage zweitrangig, denn die Aufnahme bleibt auf der Karte und kostet nichts. Für den Akku ist sie entscheidend: Jede Bewegung weckt die Kamera, und an einem Ort mit Wild, Weidetieren oder Ästen im Wind wacht sie oft auf. Reolink empfiehlt, die Kamera abzuschalten oder den Akku herauszunehmen, wenn man selbst vor Ort ist und sie nicht braucht.

Wo eine Kamera ständig laufen soll und Strom vorhanden ist, passt eher ein Gerät aus dem Vergleich Überwachungskameras für Gewerbe. Wo am Gelände ein Netzwerkkabel liegt, ist die PoE-Kamera mit Strom und Daten über ein Kabel die Lösung ohne Tarif und ohne Akku.

Vierte Frage: Muss die Aufnahme in die Cloud, oder reicht die Karte?

Bei Kameras mit SIM-Karte hat die Cloud eine besondere Rolle. Wird die Kamera gestohlen, ist die Karte mit ihr weg; ein Clip in der Cloud bleibt. Dafür kostet jedes Hochladen Datenvolumen, und die Cloud ist ein Abo, das zum Tarif dazukommt.

Beide Hersteller verlangen kein Abo für den Grundbetrieb. EZVIZ schreibt im Datenblatt „FREE No Subscription Fee“ an die Personenerkennung und die Verfolgung, und die Aufnahme geht auf eine Karte bis 512 Gigabyte; CloudPlay ist optional und laut Datenblatt nur in bestimmten Märkten verfügbar. Reolink zeichnet auf eine Karte bis 128 Gigabyte auf und bietet die Reolink Cloud ebenfalls nur in ausgewählten Ländern an.

Einen Diebstahlschutz eigener Art hat nur die EZVIZ: einen GPS-Empfänger, der den Standort der Kamera meldet. Das Datenblatt schränkt ein, dass er nur im Freien zuverlässig arbeitet. Für eine Kamera an einem Weidezaun oder auf einer Baustelle ist das ein Argument, für eine an der Hauswand eines Ferienhauses weniger.

Wer grundsätzlich keine Aufnahme auf fremden Servern will, findet die Wege ohne Cloud und ihre Grenzen im Vergleich Überwachungskamera außen ohne Cloud. Wer umgekehrt bewusst ein Abo nimmt, weil die Aufnahme den Diebstahl überstehen soll, vergleicht die Modelle im Vergleich mit Cloud-Speicher und rechnet das Hochladen beim Datenvolumen mit ein.

Live-Ansicht auf dem Handy ohne WLAN: Minuten je Tag in Gigabyte umgerechnet

Die Suchanfrage „Überwachungskamera mit Live-Übertragung aufs Handy ohne WLAN“ beschreibt genau das, was den Tarif am stärksten belastet. Der Rechner setzt die eigenen Gewohnheiten in Gigabyte im Monat um. Die untere Zahl rechnet mit EZVIZ' Standardbitrate von 1 Megabit je Sekunde, die obere mit den 3 Megabit je Sekunde, die Reolink auf der Produktseite als Standard für den Klar-Modus angibt.

Live-Minuten am Tag und das nötige Datenvolumen im Monat

Minuten Live-Ansicht je Tag eingeben. Die untere Zahl gilt für 1 Mbit/s (EZVIZ-Standard laut FAQ), die obere für 3 Mbit/s (Reolink-Klarmodus laut Produktseite). Gerechnet mit 30 Tagen und 1 GB = 1.000 MB, ohne Grundverbrauch für Lebenszeichen, Meldungen und Clips.

Datenvolumen im Monat: 1,1 bis 3,4 GB

Grundlage: Live-Minuten am Tag 5,0 Minuten.

Die hinterlegte Staffel vollständig
Live-Minuten am Tag (Minuten)Datenvolumen im Monat (GB)Anmerkung
2,0 bis 2,00,5 bis 1,4—
5,0 bis 5,01,1 bis 3,4Reolinks 2 GB reichen nur im unteren Teil
10,0 bis 10,02,3 bis 6,8—
15,0 bis 15,03,4 bis 10,1—
30,0 bis 30,06,8 bis 20,3über dem größten Beispielpaket mit 10 GB
60,0 bis 60,013,5 bis 40,5—

1 Mbit/s: EZVIZ-FAQ zum Datenverbrauch der EB8 4G (etwa 0,4 GB je Stunde). 3 Mbit/s: Produktseite der Reolink Go PT Plus (etwa 1,3 GB je Stunde im Klarmodus). Eigene Rechnung: Mbit/s × 60 × Minuten ÷ 8 × 30 Tage.

Ein Beispiel: Wer jeden Abend fünf Minuten nachsieht, braucht nach EZVIZ' Standard gut ein Gigabyte im Monat, nach Reolinks Klarmodus gut drei. Wer zehn Minuten zuschaut, ist zwischen gut zwei und knapp sieben Gigabyte. Dazu kommen der Grundverbrauch und das Volumen für Meldungen. Der Nebenstrom, bei Reolink „flüssig“ genannt, spart viel: Mit 672 Kilobit je Sekunde reicht ein Gigabyte laut Reolink etwa dreieinhalb Stunden.

Nicht vergessen: Auch das Handy, auf dem man zusieht, verbraucht Datenvolumen, wenn es unterwegs ist und nicht im WLAN. Dasselbe Video läuft zweimal über das Mobilfunknetz, einmal von der Kamera hoch und einmal zum Handy herunter, und es zählt auf zwei verschiedenen Tarifen.

▶ Reolink, Klarmodus 3Mbit/s (Produktseite)46 Minuten je GB▶ Reolink, Hauptstrom2 Mbit/s(Support-Artikel)60 Minuten je GBEZVIZ, Höchstbitrate 1,5Mbit/s (Datenblatt,umgerechnet)89 Minuten je GBEZVIZ, Standard 1 Mbit/s(FAQ, 0,4 GB je Stunde)150 Minuten je GBReolink, Nebenstrom 672kbit/s (Support-Artikel)210 Minuten je GB
Wie viele Minuten Live-Bild ein Gigabyte trägt. Minuten Live-Ansicht je Gigabyte nach den Angaben der Hersteller und nach eigener Umrechnung des EZVIZ-Höchstwerts. Reolinks Produktseite und Reolinks Support-Artikel nennen für dieselbe Kamera zwei verschiedene Standardbitraten: 46 gegen 60 Minuten je Gigabyte.
Die Werte als Liste
  • Reolink, Klarmodus 3 Mbit/s (Produktseite): 46 Minuten je GB
  • Reolink, Hauptstrom 2 Mbit/s (Support-Artikel): 60 Minuten je GB
  • EZVIZ, Höchstbitrate 1,5 Mbit/s (Datenblatt, umgerechnet): 89 Minuten je GB
  • EZVIZ, Standard 1 Mbit/s (FAQ, 0,4 GB je Stunde): 150 Minuten je GB
  • Reolink, Nebenstrom 672 kbit/s (Support-Artikel): 210 Minuten je GB
Reolink: Produktseite Go PT Plus und Support-Artikel „Wie hoch ist der Datenverbrauch der Reolink 4G Kameras bei normaler Nutzung“; EZVIZ: FAQ zum Datenverbrauch der EB8 4G und Datenblatt EB8 4G. Umrechnung des Höchstwerts: 1,5 Mbit/s × 3.600 s ÷ 8 = 675 MB je Stunde. Gelesen am 04.11.2026.

Format, PIN, APN: welche SIM-Karte die Anleitungen voraussetzen

Wer eine SIM-Karte für die Kamera kauft, muss vier Dinge wissen, und beide Hersteller beantworten sie unterschiedlich gut und an unterschiedlichen Stellen. Das Ergebnis des Abgleichs ist der eigentliche Befund dieser Seite.

Das Format. Die Reolink Go PT Plus nimmt eine Nano-SIM, die kleinste der üblichen Größen. Die EZVIZ EB8 4G nimmt eine Micro-SIM, die eine Stufe größer ist; die Bedienungsanleitung gibt ihr Maß mit 12 mal 15 Millimetern an und legt einen Adapter bei, mit dem eine Nano-SIM passend wird. Eine Karte, die beim Anbieter als Dreifach-Karte zum Herausbrechen kommt, passt in beide. Eine eSIM nennt keine der beiden Unterlagen.

Die PIN. Beide Kameras verlangen eine Karte ohne PIN-Abfrage, denn eine Kamera hat keine Tastatur. EZVIZ schreibt das in die Bedienungsanleitung zum Modell, mit Schritten für iPhone und Android: Karte ins Handy, PIN-Abfrage in den Einstellungen abschalten, Karte zurück in die Kamera. Bei Reolink steht derselbe Hinweis in der Kurzanleitung der Go Series G430, samt Sprachansage, wenn die Karte gesperrt ist; auf der Produktseite und im Artikel zur SIM-Wahl steht er nicht.

Der APN. Der Zugangspunkt, den das Netz für Daten erwartet, ist bei den meisten Karten voreingestellt. Wenn nicht, gehen die beiden Hersteller sehr verschiedene Wege. Bei EZVIZ tippt man in der App auf „APN-Konfiguration versuchen“ und gibt die Daten des Anbieters ein. Bei Reolink legt man eine Textdatei namens my_custom_apn.txt mit den Zeilen für APN, Benutzername und Passwort ins Hauptverzeichnis einer microSD-Karte mit FAT32, 16 oder 32 Gigabyte groß, steckt sie ein und setzt die Kamera zurück.

Die Art der Karte. Reolink rät von Vertragskarten mit Beschränkungen ab und verlangt eine Karte, die nicht an ein Gerät gebunden ist; die Kurzanleitung verlangt WCDMA und FDD LTE und erwähnt IoT- und M2M-Karten mit dem Hinweis, sie nicht ins Handy zu stecken. EZVIZ spricht von einer gültigen Micro-SIM mit Datentarif und verweist für die Anbieter auf seine Liste. Ob eine reine Datenkarte ohne Telefonie genügt, schreibt keiner der beiden ausdrücklich; die Unterlagen setzen nur Daten voraus.

Zusammengefasst: Band 20 nennen beide. Die PIN muss bei beiden weg, aber nur EZVIZ sagt das in der Anleitung zur Kamera selbst. Den APN richtet EZVIZ in der App ein, Reolink über eine Datei und einen Reset. Und das SIM-Format ist bei beiden ein anderes. Wer die Karte vorher kauft, nimmt eine, die beide Formate abdeckt.

Was die beiden Hersteller zum Datenverbrauch selbst schreiben, und wo es nicht zusammenpasst

Beide Hersteller nennen eine Bitrate, und beide nennen an zwei Stellen zwei verschiedene. Das ist kein Fehler im strengen Sinn, denn eine Bitrate lässt sich einstellen, aber es macht die Rechnung unsicher, wenn man nicht weiß, welche Zahl für den Auslieferungszustand gilt.

Reolink schreibt im Support-Artikel zum Datenverbrauch für die Gruppe mit der Go PT Plus: Hauptstrom 2 Megabit je Sekunde, ein Gigabyte für eine Stunde. Die Produktseite derselben Kamera nennt für den Klarmodus 3 Megabit je Sekunde als Standard und rund 1,3 Gigabyte je Stunde. Zwischen beiden Angaben liegt ein Drittel mehr Verbrauch. Beim Nebenstrom stimmen beide überein: 672 Kilobit je Sekunde, etwa dreieinhalb Stunden je Gigabyte.

EZVIZ nennt in der FAQ 1 Megabit je Sekunde als Standard in 1080p, das Datenblatt nennt 1,5 Megabit je Sekunde als Höchstbitrate und 2304 mal 1296 Bildpunkte als höchste Auflösung. Wer in voller Auflösung zusieht, liegt also eher bei 1,5 Megabit, und die 0,4 Gigabyte je Stunde aus der FAQ gelten für eine kleinere Stufe.

Zwei Angaben macht nur Reolink. Die eine ist die Menge je Clip: bis zu 2 Megabyte je Video. Die andere ist eine Empfehlung für den Monat: 2 Gigabyte bei normaler Nutzung. EZVIZ überlässt die Umrechnung dem Nutzer und schreibt, man könne aus dem Stundenwert einen passenden Tarif ableiten. Dafür zeigt die EZVIZ-App laut Anleitung den Verbrauch und das verbleibende Volumen an, was beim Nachrechnen hilft.

Bleibt ein Widerspruch im EZVIZ-Datenblatt, der nicht das Netz betrifft, aber den Montageort: Die Spezifikationstabelle nennt 340 Grad Schwenken und 65 Grad Neigen, die Seite mit den Funktionen zeigt 340 Grad horizontal und 80 Grad vertikal. Wer die Kamera hoch hängt und steil nach unten sehen will, rechnet mit dem kleineren Wert.

◆1● Paket mit5 GB nötig● Paket mit 10 GBnötig■ über den Beispielpaketen02510205 Min. täglich, 2 Mbit/s: 2,5 GB im MonatSkala von 0 bis 20 GB im MonatEingeordnet: Paket mit 5 GB nötig◆1 Paket mit 2 GB reicht: 0 bis 2
Fünf Minuten Live-Bild am Tag, eingeordnet nach Paketgröße. Monatsvolumen bei fünf Minuten Live-Ansicht täglich im Hauptstrom der Reolink (2 Mbit/s laut Support-Artikel): 2,5 GB, ohne Grundverbrauch. Das liegt über Reolinks Empfehlung von 2 GB und über dem kleinsten Beispielpaket, aber in einem Paket mit 5 GB. 5 Min. täglich, 2 Mbit/s liegt bei 2,5 GB im Monat und damit im Abschnitt Paket mit 5 GB nötig.Reolink-Support-Artikel zum Datenverbrauch (2 Mbit/s, 1 GB je Stunde, Empfehlung 2 GB im Monat); Paketgrößen 2, 5 und 10 GB von der Tarifseite ALDI TALK Daten-Pakete, abgerufen am 04.11.2026. Eigene Rechnung: 5 Minuten × 30 Tage = 150 Minuten = 2,5 Stunden ≈ 2,5 GB.

Tarif und Jahreskosten: Datenpaket, Basispreis und die teure Lücke dazwischen

Die Betriebskosten einer Kamera mit SIM-Karte sind fast nur der Tarif. Strom kostet bei einem Gerät am Solarpanel nichts, bei einem am Netzteil wenig. Ein Abo für die Erkennung verlangt keiner der beiden Hersteller. Bleibt das Datenvolumen, und dort entscheidet weniger der Preis je Gigabyte als die Frage, was passiert, wenn das Paket aufgebraucht ist.

Beim Rechenbeispiel ALDI TALK sind es drei Pakete: 2 Gigabyte für 4,99 Euro, 5 Gigabyte für 9,99 Euro und 10 Gigabyte für 14,99 Euro, jeweils für vier Wochen, laut Tarifseite am 04.11.2026. Dazu kommt einmalig ein Starter-Set. Je Gigabyte wird das größere Paket günstiger, rund 2,50 Euro im kleinen, 2 Euro im mittleren und 1,50 Euro im großen.

Was das Datenpaket für die Kamera im Jahr kostet

Gerechnet mit dem Paket mit 5 GB für 9,99 Euro je vier Wochen, also 13 Paketen im Jahr. Menge und Preis lassen sich ändern, etwa auf das Paket mit 2 GB für 4,99 Euro oder das mit 10 GB für 14,99 Euro.

Datenpaket 5 GB

Tarifseite ALDI TALK Daten-Pakete, abgerufen am 04.11.2026; nur Rechenbeispiel, keine Empfehlung

  • Datenpaket 5 GB: 13,0 Pakete im Jahr mal 9,99 = 129,87 Euro im Jahr

Laufende Kosten: 129,87 Euro im Jahr

Über ein Jahr: 129,87 Euro

Typische Nutzungsprofile mit den Startwerten dieser Seite
ProfilDatenpaket 5 GBIm JahrÜber 5 Jahre
GanzjährigKamera läuft das ganze Jahr, 13 Pakete13,0 Pakete im Jahr129,87 Euro129,87 Euro649,35 Euro
Nur SommerhalbjahrGartenhaus oder Weide von April bis September, rund 6,5 Pakete6,5 Pakete im Jahr64,94 Euro64,94 Euro324,68 Euro
Nur UrlaubszeitFerienhaus, zwei Zeiträume zu vier Wochen2,0 Pakete im Jahr20,00 Euro20,00 Euro100,00 Euro

Paketpreise: Tarifseite ALDI TALK Daten-Pakete, abgerufen am 04.11.2026 (2 GB 4,99 €, 5 GB 9,99 €, 10 GB 14,99 € je vier Wochen; Basispreis 0,24 € je MB). Ohne Starter-Set und ohne Kamera, Speicherkarte oder Solarpanel.

Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.

Ganzjährig kostet das Paket mit 5 Gigabyte damit 129,87 Euro im Jahr, das mit 2 Gigabyte 64,87 Euro und das mit 10 Gigabyte 194,87 Euro. Über fünf Jahre gerechnet sind das zwischen gut 324 und gut 974 Euro, allein für das Datenvolumen einer einzigen Kamera.

Die teure Lücke liegt zwischen den Paketen. Wer ohne gebuchtes Paket weitersurft, zahlt beim Beispielanbieter den Basispreis von 0,24 Euro je Megabyte, für ein Gigabyte rund 240 Euro. Eine Kamera, deren Paket am 20. Tag aufgebraucht ist, kann deshalb mehr kosten als ein ganzes Jahr Tarif, wenn die Karte nicht gegen Weiterverbrauch gesperrt ist. Wer eine Karte mit Basispreis nimmt, prüft, ob nach dem Paket gedrosselt oder abgerechnet wird; beim Beispielanbieter sinkt die Geschwindigkeit laut Tarifseite nach dem Inklusivvolumen auf 64 Kilobit je Sekunde, der Basispreis gilt ohne Paket.

Wer die Kamera nur einen Teil des Jahres betreibt, etwa am Gartenhaus von April bis September, halbiert die Kosten, wenn er das Paket nur in dieser Zeit bucht. Bei einem Ferienhaus, das nur in zwei Urlaubszeiten unbewacht ist, reichen zwei Pakete. Mehr Ideen dazu, wie eine Kamera im Garten hängt und was sie dort sehen soll, sammelt der Vergleich Überwachungskamera für den Garten.

Gartenhaus, Baustelle, Weide, Ferienhaus: vier Orte ohne WLAN, vier Antworten

Das Gartenhaus in der Kleingartenanlage. Meist kein Strom, kein WLAN, Netz je nach Lage. Die Kamera hängt unter dem Vordach und soll melden, wenn jemand die Tür aufbricht. Hier reicht die Aufnahme bei Bewegung, das Live-Bild braucht man selten. Beide Kameras passen; die Reolink im Set spart den Kauf eines Panels, die EZVIZ hält die Witterung besser aus. Ein Paket mit 2 Gigabyte genügt, wenn man nur bei Meldungen hineinschaut.

Die Baustelle. Wechselnde Leute, teures Material, oft ein Baustromverteiler. Gefragt ist eher eine lückenlose Aufnahme und ein Schutz gegen Diebstahl der Kamera selbst. Die EZVIZ hat das GPS, keine der beiden ist für Daueraufnahme gebaut. Wo Baustrom anliegt, ist eine Kamera am Netz mit eigener Aufnahme die bessere Wahl; Geräte mit festem Strom sammelt der Vergleich für Gewerbe.

Die Weide oder der Stall. Tiere lösen den Bewegungssensor ständig aus. Die Kamera verbraucht dann Akku und, wenn Meldungen mit Clips eingeschaltet sind, auch Volumen. Hier hilft eine Erkennung, die nicht auf jedes Tier anspringt: Reolink unterscheidet laut Produktseite Personen, Fahrzeuge und Tiere, EZVIZ lässt die Erkennung auf Menschen beschränken. Dazu eine enge Erkennungszone. Wer nachts nach den Tieren sehen will, rechnet das Live-Bild mit dem Rechner oben durch, und was eine Kamera im Dunkeln zeigt, ordnet der Vergleich Überwachungskamera mit Nachtsicht ein.

Das Ferienhaus. Monatelang leer, dann voll. Wichtig ist, dass die Kamera einen Winter übersteht und sich aus der Ferne bedienen lässt, wenn eine Meldung kommt. Hier passt die EZVIZ mit IP65 und Betrieb bis –20 Grad besser. Die Reolink endet laut Spezifikation bei –10 Grad, was an einem Ferienhaus im Mittelgebirge im Januar knapp wird. Was Frost, kurze Tage und Eis auf dem Glas mit Außenkameras machen, ordnet der Vergleich Überwachungskamera für den Winter ein.

In allen vier Fällen gilt dieselbe Regel für den Bildausschnitt: Die Kamera soll das eigene Grundstück zeigen, nicht den Weg davor und nicht das Nachbargrundstück. An einer Weide oder einem Gartenhaus liegt der öffentliche Weg oft direkt am Zaun. Was erlaubt ist und wo die Grenze verläuft, steht im Ratgeber zu den rechtlichen Fragen der Überwachungskamera, die Wahl der Montagestelle im Ratgeber wo man eine Überwachungskamera anbringt.

Wer keine Kamera mit SIM-Karte braucht

Wer am Montageort WLAN hat, auch schwaches. Eine Kamera im WLAN kostet keinen Tarif, und ein Verstärker oder ein zusätzlicher Zugangspunkt ist meist billiger als zwei Jahre Datenpaket. Welche Kameras im WLAN wie weit reichen und was bei der Reichweite zählt, steht im Vergleich der WLAN-Außenkameras.

Wer am Haus montiert und nur kein Kabel ziehen will. Dann ist die Frage nicht das Netz, sondern der Strom, und eine Akku-Kamera im heimischen WLAN löst sie. Die Laufzeiten und die Unterschiede beim Laden zeigt der Vergleich Überwachungskamera außen mit Akku.

Wer eine lückenlose Aufnahme rund um die Uhr braucht. Beide Kameras hier wachen bei Bewegung auf. Für eine Daueraufnahme braucht es festen Strom und am besten ein Kabel, mit dem auch die Daten kommen; das leistet eine PoE-Kamera, deren Grenzen bei Watt und Kabellänge die PoE-Seite durchrechnet.

Wer mehrere Kameras an einem Ort betreiben will. Zwei oder drei Kameras mit je eigener SIM-Karte bedeuten zwei oder drei Tarife. Ein Router mit SIM-Karte versorgt sie alle über WLAN mit einem einzigen Tarif. Das ist die Gegenprobe am Ende dieser Seite.

Wer die Kamera ohne Smartphone einrichten will. Beide Geräte lassen sich nur über die App des Herstellers einrichten, und bei beiden muss die PIN der SIM-Karte vorher am Handy abgeschaltet werden. Die ersten Schritte für die verschiedenen Bauformen erklärt der Ratgeber Überwachungskamera einrichten.

Die ersten Tage am Ort: Signal, Datenzähler und Akkustand beobachten

Ob Netz, Tarif und Montageort passen, zeigt sich nicht beim Einschalten, sondern in den ersten Tagen. Drei Anzeichen lassen sich ohne Messgerät beobachten, und für jedes gibt es einen Ausweg, solange die Rückgabefrist läuft.

Der Datenzähler läuft schneller als gerechnet. Nach einer Woche ist ein Viertel des Monatsvolumens weg, obwohl man kaum zugesehen hat. Dann sind meist Meldungen mit Clips, Cloud-Uploads oder ein schwaches Signal schuld; Reolink nennt alle drei als Ursache. Abhilfe: weniger Meldungen, Cloud abschalten, Live-Bild im Nebenstrom ansehen, die Kamera höher setzen. Die EZVIZ-App zeigt den Verbrauch direkt an, bei Reolink hilft der Blick in die Verbrauchsanzeige des Anbieters.

Die Kamera meldet sich immer wieder ab. Die App zeigt sie stundenweise offline, oder die Reolink sagt per Sprachansage, sie sei nicht im Netz registriert. Das ist fast immer der Montageort. Die Reolink-Kurzanleitung rät, die Kamera an eine Stelle mit besserem Signal zu bringen; ein anderer Netzbetreiber kann ebenso helfen. Liegt es am Netz, ist ein Kartentausch günstiger als ein Kameratausch.

Der Akku fällt schneller als die Sonne ihn füllt. Nach einer Woche steht er deutlich tiefer, obwohl das Panel hängt. Dann weckt der Sensor die Kamera zu oft, oder das Panel bekommt zu wenig Licht. Erkennungszone enger stellen, Tiererkennung abschalten, wo sie nicht gebraucht wird, Panel umsetzen. Wer im November montiert, wartet mit dem Urteil nicht bis zum März.

Hilft nichts davon, ist die Frist für die Rückgabe der richtige Zeitpunkt, die Gegenprobe ernst zu nehmen. Wie eine kabellose Lösung ohne SIM-Karte aussieht, zeigt die Übersicht der kabellosen Außenkameras.

Prüfliste vor dem Kauf einer Mobilfunk-Kamera

  1. Versorgung am Montageort in der Karte zum Mobilfunk-Monitoring nachsehen, Zeile 4G, je Netzbetreiber.
  2. Mit dem eigenen Handy und der künftigen SIM-Karte am Montageort und in der Montagehöhe prüfen, ob LTE ankommt.
  3. Bandliste der Kamera in der Herstellerunterlage lesen; Band 20 sollte für Europa dabei sein.
  4. SIM-Format klären: Nano bei der Reolink, Micro mit Adapter bei der EZVIZ.
  5. PIN der Karte vorher im Handy abschalten.
  6. APN-Daten beim Anbieter erfragen, bevor die Kamera draußen hängt.
  7. Live-Minuten je Tag ehrlich schätzen und mit dem Rechner in ein Monatsvolumen umsetzen.
  8. Für Lebenszeichen, Meldungen und Clips einen Aufschlag einplanen.
  9. Prüfen, was nach dem Paket passiert: Drosselung oder Abrechnung nach Basispreis.
  10. Speicherkarte in der richtigen Größe kaufen: bis 128 GB bei der Reolink, bis 512 GB bei der EZVIZ.
  11. Stromquelle festlegen: Panel im Set, Panel aus dem Programm des Herstellers oder Netzteil.
  12. Temperaturbereich mit dem Montageort abgleichen: –10 Grad bei der Reolink, –20 Grad bei der EZVIZ.
  13. Bildausschnitt so planen, dass Weg und Nachbargrundstück draußen bleiben.

Die meisten Punkte lassen sich vor dem Kauf erledigen, und genau das ist der Sinn. Eine Kamera mit SIM-Karte, die am Ort nicht ins Netz kommt, ist ein Fall für die Rücksendung, und der Weg zum Gartenhaus ist meist weiter als der zur Post.

Fragen, die vor dem ersten Einlegen der SIM-Karte auftauchen

Funktioniert eine Kamera mit SIM-Karte ganz ohne WLAN?

Ja, beide Kameras auf dieser Seite haben gar kein WLAN. EZVIZ schreibt im Datenblatt ausdrücklich, dass die EB8 4G nur mit 4G arbeitet und keine WLAN-Verbindung unterstützt; Reolink nennt WLAN bei der Go PT Plus nicht unterstützt.

Und ohne Strom?

Mit Akku und Solarpanel ja. Bei der Reolink liegt das Panel im Set, bei der EZVIZ muss es dazugekauft werden, und zwar eines aus dem Programm von EZVIZ mit USB-C-Anschluss.

Brauche ich eine besondere SIM-Karte?

Eine Karte mit Datentarif, ohne PIN-Abfrage, im passenden Format. Reolink rät von Vertragskarten mit Beschränkungen ab und nennt in der Kurzanleitung auch IoT- und M2M-Karten. Ob eine reine Datenkarte ohne Telefonie genügt, schreibt keiner der beiden Hersteller ausdrücklich; beide setzen nur Daten voraus.

Kostet die Aufnahme auf der Speicherkarte Datenvolumen?

Nein. Reolink schreibt das ausdrücklich: Die Aufnahme auf die lokale Karte verbraucht keinen Datenverkehr. Volumen kosten erst Live-Bild, Wiedergabe aus der Ferne, Cloud, FTP und Meldungen.

Brauche ich ein Abo beim Hersteller?

Für die Erkennung nicht. Beide bieten eine Cloud gegen Gebühr an, beide nur in bestimmten Ländern, und beide zeichnen ohne Cloud auf die Karte auf.

Was passiert, wenn das Netz ausfällt?

Bei der EZVIZ läuft laut Anleitung die lokale Aufnahme weiter, nur die Cloud-Aufnahme endet; ist die Kamera ganz aus, endet beides. Meldungen und Live-Bild kommen erst wieder, wenn das Netz zurück ist.

Kann ich die Kamera auch im Wohnmobil nutzen?

Technisch ja, beide sind tragbar und arbeiten im Mobilfunknetz. Für Reisen außerhalb Deutschlands entscheidet die Bandliste und der Tarif: Die Beispielpakete enthalten EU-Roaming, und beide Kameras führen für Europa dieselben LTE-Bänder.

Die Gegenprobe: ein LTE-Router am Ort statt einer Kamera mit SIM-Karte

Das stärkste Argument gegen die Empfehlung dieser Seite ist nicht eine andere Kamera, sondern ein anderes Gerät. Ein Router mit SIM-Karte, am Gartenhaus, im Stall oder im Baucontainer aufgestellt, macht aus dem Mobilfunknetz ein WLAN. Daran hängt dann jede gewöhnliche WLAN-Kamera, und zwar so viele, wie man will, mit einem einzigen Tarif.

Die Rechnung kippt schon bei zwei Kameras. Zwei Kameras mit eigener SIM-Karte brauchen zwei Datenpakete, nach dem Rechenbeispiel zweimal 129,87 Euro im Jahr beim Paket mit 5 Gigabyte. Ein Router braucht eines, und das Volumen teilt sich nach Bedarf. Dazu kommt die Auswahl: An einem Router hängen Kameras aus dem ganzen WLAN-Angebot, nicht nur aus den wenigen Modellen mit eingebautem Funkmodul und erreichbarer Anleitung, die diese Seite gefunden hat.

Auch das Problem mit dem Netz löst der Router oft besser. Er kann dort stehen, wo der Empfang am besten ist, etwa unter dem Dach, und die Kamera dort hängen, wo sie gebraucht wird. Eine Kamera mit SIM-Karte muss beides an derselben Stelle leisten. Und ist das Netz an einem Ort zu schwach, wechselt man beim Router die Karte, bei der Kamera unter Umständen das Gerät.

Die Gegenprobe hat drei Schwächen, und an ihnen hängt, ob die Empfehlung trotzdem gilt. Erstens braucht ein Router dauerhaft Strom; ohne Steckdose bleibt nur ein Router mit eigenem Solarpanel und Akku, eine Bauform, die es gibt, die aber selten mit einer Anleitung beim Hersteller kommt, wie diese Seite sie verlangt. Zweitens ist er ein zweites Gerät, das draußen geschützt hängen muss. Drittens sind WLAN-Kameras im Akkubetrieb ebenso sparsam wie die hier, der Router aber nicht: Er sendet ständig.

Daraus ergibt sich die Grenze, an der die Empfehlung gilt. Eine einzige Kamera an einem Ort ohne Steckdose: Kamera mit SIM-Karte. Zwei oder mehr Kameras, oder eine Steckdose am Ort: Router mit SIM-Karte und WLAN-Kameras. Und liegt das Haus mit WLAN in Sichtweite, kann eine Funkbrücke vom Haus zum Gartenhaus das Netz ganz ohne Tarif hinüberbringen. Wer dorthin will, beginnt beim Überblick zur Außenkamera mit der Frage nach Strom und Netz statt mit einem Gerät.

Matthias König

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Matthias König

Fachredakteur Digitale Geräte & Technik

Technik-Redakteur mit Schwerpunkt Consumer Electronics

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
04.11.2026
Zuletzt aktualisiert
04.11.2026
Verfügbarkeit geprüft
04.11.2026

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Quellen dieser Einordnung

  1. 1. Reolink: Go PT Plus, Support-Seite mit Spezifikationensupport.reolink.com

    EU-Bänder LTE B1, B3, B7, B8, B20, B28A und WCDMA B1, B8; US-Bänder ohne B20; 5 MP; Akku 6000 mAh; microSD bis 128 GB; IP64; –10 bis 55 °C; 2 Jahre eingeschränkte Garantie.

  2. 2. Reolink: Wie hoch ist der Datenverbrauch der Reolink 4G Kameras bei normaler Nutzungsupport.reolink.com

    Gruppe mit Go PT Plus: Hauptstrom 2 Mbit/s, 1 GB für etwa 1 Stunde; Nebenstrom 672 kbit/s, etwa 3,5 Stunden; 2 GB im Monat bei normaler Nutzung; bis zu 2 MB je Video; Aufnahme auf die SD-Karte ohne Datenverbrauch.

  3. 3. EZVIZ: Datenblatt EB8 4G (Modell CS-EB8, 3MP, 4GA)mfs.ezvizlife.com

    EU LTE FDD B1/B3/B7/B8/B20/B28, TDD B38/B40; Micro-SIM mit Nano-Adapter; kein WLAN; Höchstbitrate 1,5 Mbit/s; Akku 10.400 mAh; microSD bis 512 GB; IP65; –20 bis 50 °C; Solarpanel nicht im Karton, nur EZVIZ-Panels mit USB-C; Neigen 65° in der Tabelle, 80° auf der Funktionsseite.

  4. 4. EZVIZ: Bedienungsanleitung EB8 (4G), deutsch, Fassung 1.1.0mfs.ezvizlife.com

    Micro-SIM, gesperrte PIN vor dem Einsetzen entsperren (Weg für iOS und Android), APN-Konfiguration in der App mit Daten des Anbieters, Datenverbrauch in der App, lokale Aufnahme läuft ohne Netz weiter.

  5. 5. Bundesnetzagentur: Grundsätze und Szenarien für die Bereitstellung der Frequenzen (Szenarienpapier 2021)bundesnetzagentur.de

    Für die Versorgung ländlicher Gebiete eignen sich die 800-MHz-Frequenzen (Band 20) aufgrund ihrer Ausbreitungseigenschaften besonders.

  6. 6. Gigabit-Grundbuch: Mobilfunk-Monitoringgigabitgrundbuch.bund.de

    Karte der erwarteten Mobilfunkversorgung je Netzbetreiber und Technik (2G, 4G, 5G) im Raster von 100 × 100 m, als Prognose, nicht als Messwert.

Was zuletzt geändert wurde

  • 04.11.2026: Ersterstellung als Vertiefung des Clusters Überwachungskamera außen — zwei Mobilfunk-Kameras (EZVIZ EB8 4G, Reolink Go PT Plus) nach Herstellerunterlagen eingeordnet: LTE-Bänder, SIM-Format, PIN und APN, Datenverbrauch je Stunde und Monat, Datenpaket im Jahr als Rechenbeispiel; weitere Modelle ohne erreichbare Herstelleranleitung zum Modell nicht aufgenommen.

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