Der Rand dieser Warengruppe ist teurer als ihre Mitte
Dieser Themenbereich behandelt eine einzige Bauart: das ortsveränderliche Klimagerät, bei dem der gesamte Kältekreis in einem Gehäuse im Zimmer steht und die abgeführte Wärme über einen Schlauch nach draußen geht. Alles, was darum herum im Regal und in den Suchergebnissen steht, gehört nicht dazu — und genau dort entstehen die teuersten Fehlkäufe dieser Warengruppe. Wer ein Gerät kauft, das dem Raum überhaupt keine Wärme entziehen kann, hat kein schlechtes Modell erwischt, sondern die falsche Produktart.
Deshalb beginnt dieser Überblick nicht mit dem, was in den Beiträgen steht, sondern mit dem, was bewusst nicht darin steht. Drei Nachbarschaften grenzen unmittelbar an, und alle drei werden im Handel regelmäßig mit dieser Bauart in einen Topf geworfen: der Verdunstungskühler ohne Kältekreis, die fest installierte Anlage mit Innen- und Außenteil und der Ventilator. Erst danach folgt, was innerhalb der Grenze tatsächlich zu entscheiden ist, und welcher Beitrag welche Frage übernimmt.
Die Abgrenzung ist keine redaktionelle Ordnungsfrage. Sie ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob eine Anschaffung überhaupt das gewünschte Ergebnis bringen kann. Ein Ventilator, der zwei Watt je Stunde weniger zieht als ein anderer, ist eine Detailfrage. Ein als Klimaanlage verkauftes Gebläse, das die Raumtemperatur nicht senken kann, ist eine Grundsatzfrage — und sie stellt sich, bevor irgendeine Kennzahl eine Rolle spielt.
| Was oft mitgesucht wird | Woran es zu erkennen ist | Wo es hingehört |
|---|---|---|
| Verdunstungskühler, oft als mobile Klimaanlage angeboten | Kein Verdichter, kein Kältemittel, kein Abluftschlauch. Stattdessen ein Wasserbehälter und eine Matte, an der Wasser verdunstet. | Entzieht dem Raum keine Wärme. Gehört nicht in diese Warengruppe und wird hier nicht behandelt. |
| Fest installierte Anlage mit Innen- und Außenteil | Der Verdichter sitzt draußen, die Wärme verlässt den Raum über eine Leitung durch die Wand. Einbau nur durch einen Fachbetrieb. | Eigene Warengruppe mit eigener Effizienzrechnung und eigener Rechtslage. Hier nicht behandelt. |
| Ventilator, Turm- oder Standbauform | Bewegt Luft, senkt aber die Lufttemperatur nicht. Wirkt über die Verdunstung auf der Haut. | Eigener Themenbereich im Bestand. Für viele Sommertage die sparsamere und leisere Antwort. |
| Luftentfeuchter | Zieht Feuchtigkeit aus der Luft, erwärmt sie dabei geringfügig. Arbeitet gegen Schimmel, nicht gegen Hitze. | Eigener Themenbereich im Bestand. Die Entfeuchtungsstufe eines Klimageräts ersetzt ihn nicht. |
| Luftreiniger | Filtert Partikel aus der Raumluft. Ohne Einfluss auf Temperatur oder Feuchte. | Eigener Themenbereich im Bestand, thematisch unabhängig von dieser Warengruppe. |
Stand der Prüfung: 4. September 2026. Die Zeilen beschreiben Produktarten, keine einzelnen Modelle.
Ein Kühler ohne Kältekreis steht in jedem dritten Suchergebnis
Die häufigste Verwechslung ist zugleich die folgenreichste. Vier Suchabfragen nach einer mobilen Klimaanlage haben für den Marktvergleich dieses Bereichs sechsundvierzig verschiedene Angebote ohne Anzeigenkennzeichnung ergeben. Zwanzig davon waren Monoblockmodelle mit Abluftschlauch, also das Gesuchte. Fünfzehn waren Verdunstungskühler: ein Wasserbehälter, ein Gebläse und eine Matte, an der das Wasser verdunstet. Sechs waren fest eingebaute oder geteilte Anlagen, vier waren Zubehörteile, eines war ein Ventilator. Rechnerisch kann damit jedes dritte Angebot, das diese Suche ausspuckt, dem Zimmer überhaupt keine Wärme entziehen.
Der Unterschied lässt sich in einem Satz beschreiben. Ein Gerät mit Kältekreis nimmt der Raumluft Wärme ab und schiebt sie durch den Schlauch ins Freie; die Temperatur im Zimmer sinkt messbar. Ein Verdunstungskühler nimmt Wasser aus einem Behälter, lässt es verdunsten und gibt die Luft feuchter und geringfügig kühler wieder ab. Die Wärme bleibt vollständig im Raum, die elektrische Leistung des Gebläses kommt als zusätzliche Wärme hinzu, und die Luftfeuchte steigt. In einem geschlossenen Schlafzimmer im August ist das eine Verschlechterung.
Dass diese Verwechslung nicht bloß ein Etikettenproblem ist, hat die Stiftung Warentest am 14. August 2026 dokumentiert. Die Redaktion hat ein als Klimaanlage beworbenes Modell aufgeschraubt und darin statt eines Kältekreises einen gewöhnlichen Rechnerlüfter und ein kleines Heizmodul gefunden. Das Gerät wog keine drei Kilogramm, die englischsprachige Anleitung verlor kein Wort über einen Kühlbetrieb, und beim Einschalten der Heizfunktion wurde es nach Darstellung der Prüfer so heiß, dass sie es vorsorglich wieder ausgeschaltet haben. Das Prüfhaus warnt ausdrücklich vor dem Anbieter und weist darauf hin, dass mit gefälschten Testberichten und erfundenen Erfindernamen geworben wurde.
Für die Erkennung genügen drei Merkmale, und alle drei stehen im Angebot oder sind an ihrem Fehlen erkennbar. Erstens der Abluftschlauch: Ein Gerät ohne Schlauch kann keine Wärme abführen. Zweitens das Kältemittel: Steht keines im Datenblatt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kein Kältekreis vorhanden. Drittens der Eintrag in der europäischen Produktdatenbank samt Effizienzklasse — Verdunstungskühler unterliegen der Kennzeichnungspflicht für Luftkonditionierer nicht und tauchen dort deshalb nicht auf. Wer eines dieser drei Merkmale vermisst, sollte den weiteren Datenblattvergleich sparen.
Für diese Bauart gibt es keinen unabhängigen Test, den man zitieren könnte
Die zweite Abgrenzung betrifft die fest installierte Anlage mit Innen- und Außenteil. Sie ist technisch die überlegene Lösung: Der Verdichter steht draußen, im Zimmer bleibt nur der leise Teil, und die Wärme verlässt den Raum über eine Leitung statt über einen Schlauch im Fensterspalt. Sie braucht dafür einen Fachbetrieb, einen Wanddurchbruch und, im Mietverhältnis, in aller Regel eine Zustimmung. Diese Warengruppe wird hier nicht behandelt, und der Grund dafür ist nicht Bequemlichkeit, sondern eine andere Kaufentscheidung mit anderen Fragen.
Die Abgrenzung hat allerdings eine Folge, die für diesen ganzen Themenbereich gilt und die auf jeder Seite mitgedacht werden muss. Die einzige aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zu Klimageräten, zuletzt am 27. Mai 2026 fortgeschrieben, prüft fünfzehn Anlagen mit Außen- und Innenteil. Zur beweglichen Bauart mit Abluftschlauch schreibt dieselbe Untersuchung ausdrücklich, dass sie seit Jahren nicht mehr geprüft wurde. Wer also nach einem unabhängigen Test mobiler Monoblockgeräte sucht, findet keinen — es gibt für diese Bauart schlicht keine aktuelle Prüfung eines unabhängigen Hauses.
Daraus folgt die Arbeitsweise aller Beiträge in diesem Bereich. Wo keine unabhängige Messung existiert, bleiben genau zwei Belegquellen: die Angaben der Anbieter und die Pflichtangaben, die dieselben Anbieter in der europäischen Produktdatenbank hinterlegen mussten. Beides lässt sich gegeneinanderhalten, und genau das tun die Vergleichsseiten. Was dabei herauskommt, ist keine Rangfolge nach Noten, sondern eine Aussage darüber, welche beworbene Zahl im Register wiederzufinden ist und welche nicht. Es gibt hier kein Hands-on-Verfahren und keine eigene Messung.
Wer ohnehin über eine bauliche Lösung nachdenkt, sollte das früh tun statt spät. Die bewegliche Bauart ist für einen Raum gebaut und für einen begrenzten Teil des Jahres. Wer eine ganze Wohnung über einen ganzen Sommer temperieren will, kauft mit einem Monoblockgerät ein Provisorium, das dauerhaft mehr Strom zieht, dauerhaft lauter ist und dauerhaft ein Fenster offen hält.
Bei vielen Sommertagen reicht Luftbewegung statt Kühlung
Die dritte Abgrenzung ist die unbequemste, weil sie eine Anschaffung ganz infrage stellt. Ein Ventilator senkt die Lufttemperatur nicht um ein Zehntelgrad. Er beschleunigt die Verdunstung auf der Haut, und das wird als Abkühlung empfunden. Bei mäßiger Wärme und trockener Luft trägt dieser Effekt weit; bei feuchter Schwüle und hohen Temperaturen trägt er nicht mehr. Das ist keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage der Bedingungen im Raum.
Der Unterschied im Betrieb ist erheblich. Ein Ventilator nimmt eine Leistung in der Größenordnung einiger Dutzend Watt auf, ein mobiles Klimagerät je nach Klasse ein Vielfaches davon; der Verbrauch je Betriebsstunde steht bei praktisch jedem angemeldeten Modell im Register. Dazu kommt, dass der Ventilator kein Fenster offen halten muss und keine Nachströmung erzeugt. Für die vielen mäßig warmen Abende eines deutschen Sommers ist er deshalb häufig die sachlich richtige Antwort, und für die wenigen wirklich heißen Nächte ist er es nicht.
Diese Abwägung wird in diesem Themenbereich nicht ausgearbeitet, weil sie einen eigenen Bestand hat. Der Ventilator ist ein eigenes Produkt mit eigenen Kennwerten, eigenen Bauformen und einer eigenen Geräuschfrage; die Beiträge dazu stehen im Bereich zu Ventilatoren und ihren Bauformen. Wer schwankt, sollte den Vergleich dort führen und nicht hier, und er sollte ihn führen, bevor er eine Kälteleistung in Kilowatt auswählt.
Innerhalb der Grenze bleibt eine einzige harte Trennlinie
Was nach diesen drei Abgrenzungen übrig bleibt, ist eine überschaubare Warengruppe mit einer Entscheidung, die alle anderen überlagert: ein Schlauch oder zwei. Ein Einschlauchmodell bläst warme Luft aus dem Zimmer nach draußen und zieht dieselbe Menge Luft durch Ritzen, Türspalte und die Fensterabdichtung von außen nach. Ein Zweischlauchmodell holt sich die Luft für den Verflüssiger über einen zweiten Schlauch von draußen und gibt sie dorthin zurück; im Raum entsteht kein Unterdruck. Der bauartbedingte Nachteil der ersten Lösung steht in keiner Pflichtangabe, weil es dafür kein Feld gibt.
Wie deutlich der Unterschied auch auf dem Papier ausfällt, zeigt eine vollständige Auslesung der Produktgruppe der Luftkonditionierer, gezählt über die Registriernummer und nicht über die von der Schnittstelle gemeldete Trefferzahl. Am Prüftag standen dort 2.236 verschiedene Einschlauch- und 231 Zweischlauchnummern; die schwächere Bauart stellt damit gut neun von zehn Einträgen. Die folgende Gegenüberstellung nennt für beide Gruppen dieselben vier Merkmale.
| Merkmal im Register | Ein Schlauch | Zwei Schläuche |
|---|---|---|
| Verschiedene Registriernummern am Prüftag | 2.236 | 231 |
| Mittelwert der Reihe bei der Schallleistung innen | 65 dB(A) | 58 dB(A) |
| Anteil bei 63 dB(A) oder darüber | 89,0 Prozent | 23,0 Prozent |
| Effizienzverhältnis ab 3,0 | 8,4 Prozent | 23,0 Prozent |
| Auch zum Heizen angemeldet | 23,7 Prozent | 78,4 Prozent |
Eigene Auslesung am 4. September 2026, zwei vollständige Durchläufe mit übereinstimmendem Ergebnis. Unter den 231 Zweischlaucheinträgen führt die Datenbank 55 ortsfeste Wandmodelle einer einzigen Marke; ohne sie fällt der Abstand bei der Effizienz noch etwas deutlicher aus.
Die Zahlen sind eine Momentaufnahme, denn das Register wächst und schrumpft täglich mit den Meldungen der Anbieter. Die Richtung ist trotzdem stabil: Die Bauart, die physikalisch im Nachteil ist, schneidet auch auf dem Papier schlechter ab, und sie stellt zugleich fast das gesamte Angebot. Wer ein Zweischlauchmodell will, hat eine sehr kleine Auswahl — und muss sie gezielt suchen, weil die Angebote die Bauart selten in den Vordergrund stellen.
Sechs von zehn Einträgen nennen genau denselben Schallwert
Eine zweite Beobachtung aus derselben Auslesung erklärt, warum Dezibelangaben in dieser Warengruppe so schwer einzuordnen sind. Von den 2.236 Einschlaucheinträgen deklarieren 1.379 eine Schallleistung von exakt 65 dB(A) — das sind 61,7 Prozent. Nur drei Einträge liegen darüber. Diese Zahl ist kein Zufall und kein Messergebnis, sondern eine Rechtsgrenze: Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 206/2012 setzt in seiner dritten Tabelle den zulässigen Höchstwert der Schallleistung innen für Ein- und Zweischlauchgeräte auf 65 dB(A) fest, gültig seit dem 1. Januar 2013.
Der Markt klebt also an der Obergrenze. Für die Kaufentscheidung heißt das zweierlei. Erstens sagt ein Registerwert von 65 dB(A) wenig über das tatsächliche Betriebsgeräusch aus, weil er ebenso gut eine vorsichtig gewählte Höchstangabe sein kann. Zweitens ist jede beworbene Zahl weit unterhalb dieser Marke erklärungsbedürftig — nicht automatisch falsch, aber prüfenswert. Genau hier setzt der Belegabgleich dieses Bereichs an, der beworbene und angemeldete Werte für dieselben Modelle nebeneinanderstellt.
Erschwerend kommt hinzu, dass Angebote den Schalldruckpegel und den Schallleistungspegel regelmäßig nicht auseinanderhalten. Beide werden in Dezibel angegeben, beide klingen gleich, und sie unterscheiden sich in der Praxis um einen zweistelligen Betrag. Eine Dezibelangabe ohne benannte Messgröße ist deshalb keine Angabe, sondern eine Zahl.
Ein vorgeschriebener Name, den im Handel niemand verwendet
Es gibt eine Vorschrift, die die Abgrenzung dieser Warengruppe eigentlich von selbst erledigen müsste. Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe g der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 626/2011 verlangt wörtlich, dass Einschlauchgeräte auf der Verpackung, in der Produktdokumentation und in jedem Werbematerial — elektronisch wie auf Papier — als lokale Klimageräte bezeichnet werden. Der Name ist kein Verwaltungsbegriff, sondern eine Warnung: Ein Einschlauchgerät klimatisiert lokal, also seine unmittelbare Umgebung, und nicht die Wohnung.
In den beiden Vergleichen dieses Bereichs wurde diese Vorgabe für neun Einschlauchmodelle einzeln geprüft. Keines von neun führt die vorgeschriebene Bezeichnung. Sie heißen mobile Klimaanlage, Klimagerät, tragbare Klimaanlage oder schlicht Air Conditioner. Der Begriff existiert im deutschen Handel durchaus, einzelne Anbieter führen ihn seit Jahren im Produktnamen — nur eben nicht dort, wo mit Schlafzimmern und ganzen Wohnräumen geworben wird.
Das ist die kompakteste Beschreibung dessen, worum es in diesem Themenbereich geht. Der einzige gesetzlich vorgeschriebene Hinweis auf die Grenze der Bauart fällt ausgerechnet in der Werbung weg. Was übrig bleibt, sind Kennwerte, die man selbst gegen eine amtliche Datenbank halten muss — und genau das leisten die Beiträge dieses Bereichs.
Welche Frage in welchem Beitrag beantwortet wird
Die sechs Beiträge dieses Bereichs sind nach Fragen geschnitten, nicht nach Modellen. Das hat einen praktischen Grund: Modelle wechseln im Lauf einer Saison, Fragen nicht. Wer wissen will, welche Bauart zu seinem Fenster passt, findet die Antwort im Marktvergleich zur Schlauchfrage. Wer einen kleinen Raum kühlen will und wissen muss, wie viel Kälteleistung dafür nötig ist, findet die Herleitung im Beitrag zum kleinen Zimmer.
Wer vor allem auf das Betriebsgeräusch achtet, sollte mit dem Abgleich der Dezibelangaben anfangen, weil dort jede beworbene Zahl gegen den hinterlegten Registerwert gehalten wird. Wer wissen will, was der Betrieb über eine Saison kostet, findet die Rechenwege im Beitrag zum Verbrauch.
Zwei Beiträge stehen vor und hinter der Kaufentscheidung. Wer erst verstehen will, was im Gehäuse überhaupt passiert, beginnt bei der Funktionsweise; wer das Gerät bereits hat und an der Fensterabdichtung scheitert, beim Einbau des Abluftschlauchs. Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt: An einer schlecht abgedichteten Öffnung verliert ein Einschlauchgerät einen erheblichen Teil dessen, wofür bezahlt wurde.
Zwei der sechs Beiträge stammen aus einem älteren Bestand und werden in einem eigenen Durchgang überarbeitet. Sie sind in der Übersicht als solche gekennzeichnet. Wo ihre Angaben von den drei neu aufgebauten Vergleichen abweichen, gilt der jüngere Stand.
Was dieser Themenbereich nicht leisten kann
Zur Abgrenzung nach außen gehört eine Abgrenzung nach innen. Keiner der Beiträge beruht auf einer eigenen Messung. Es gibt hier kein Labor, keine Klimakammer und keinen Prüfraum, und es wird keine Rangfolge nach selbst vergebenen Noten aufgestellt. Was hier geschieht, ist ein Abgleich von Anbieterangaben mit den Pflichtangaben derselben Anbieter in einer amtlichen Datenbank — eine Prüfung der Konsistenz, keine Prüfung der Leistung.
Daraus folgen drei Grenzen. Zur Haltbarkeit eines Geräts kann diese Auswertung nichts sagen, weil Haltbarkeit weder im Register noch im Angebot steht. Zur tatsächlichen Kälteleistung in einem konkreten Zimmer kann sie ebenfalls nichts sagen, weil die entscheidende Größe — wie viel Luft bei einem Einschlauchgerät nachströmt — von der Dichtheit des Gebäudes abhängt und in keiner Pflichtangabe vorkommt. Und zum Schallpegel in einem abgesenkten Nacht- oder Schlafbetrieb kann sie nichts sagen, weil die Datenbank für diese Bauart je Betriebsart genau einen Schallwert unter genormten Bedingungen führt.
Es gibt außerdem eine Grenze, die aus der Quellenlage folgt und die keine Recherche beheben kann. Weil kein unabhängiges Prüfhaus diese Bauart derzeit untersucht, existiert keine Vergleichsmessung, gegen die sich Herstellerangaben halten ließen. Der Registerwert ist ebenfalls eine Herstellerangabe — nur eine, die unter Rechtsfolgen abgegeben wurde und deshalb schwerer wiegt als eine Zeile im Werbetext. Mehr ist er nicht, und als mehr wird er auf keiner Seite dieses Bereichs ausgegeben.
Schließlich altert jede Marktbeobachtung. Die Auszählungen tragen deshalb ihren Prüftag, und die Registerzahlen sind ausdrücklich als Momentaufnahme gekennzeichnet. Wer eine Anschaffung plant, sollte die Modellnummer des ausgewählten Geräts vor dem Kauf noch einmal selbst gegen den Registereintrag halten. Das dauert zwei Minuten und ist der einzige Schritt, den keine Vergleichsseite abnehmen kann.
Prüfweg, Belege und benachbarte Themenbereiche
Die Registerzahlen dieser Seite stammen aus einer eigenen, vollständigen Auslesung der Produktgruppe der Luftkonditionierer über die offene Schnittstelle der europäischen Produktdatenbank, gefiltert auf die beiden hier behandelten Bauarten. Gezählt wurde ausschließlich über die Registriernummer, weil sich die Seiten der Abfrage überlappen und die von der Schnittstelle gemeldete Trefferzahl deshalb höher liegt als die Zahl der tatsächlich enthaltenen Einträge. Beide Durchläufe am Prüftag ergaben denselben Bestand.
Die Rechtsgrundlagen wurden im Volltext gegengelesen, nicht aus zweiter Hand zitiert: die Ökodesign-Anforderungen aus der Verordnung (EU) Nr. 206/2012 mit dem Höchstwert der Schallleistung und den Pflichtangaben je Bauart, und die Kennzeichnungspflichten aus der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 626/2011 mit der Vorgabe zur Bezeichnung. Beide Verweise der Stiftung Warentest wurden am Prüftag über Statuscode und Inhalt geprüft. Noten, Rangfolgen und Modellnamen aus deren Untersuchungen werden hier nicht wiedergegeben.
Für die abgegrenzten Nachbarschaften führt der Bestand eigene Themenbereiche. Wer nach Luftbewegung statt nach Kühlung sucht, findet sie im Bereich zu Ventilatoren. Wer gegen Feuchte und Schimmel vorgeht statt gegen Hitze, findet die passenden Beiträge im Bereich zu Luftentfeuchtern; die Entfeuchtungsstufe eines Klimageräts ersetzt ein solches Gerät nicht.
Die vollständige Quellenliste mit Abrufdatum steht im Nachweisblock dieser Seite. Verweise auf Produktangebote in den verlinkten Beiträgen sind Partnerlinks; am Endpreis ändert sich dadurch nichts.

