Gibt es noch Kondenstrockner ohne Wärmepumpe?
Im EU-Register ja, im Handel kaum noch. Am 02.10.2026 stehen in der europäischen Produktdatenbank EPREL unter dem seit Juli 2025 geltenden Energielabel 376 Einträge mit der Bauart „klassischer Kondenstrockner". Im gesichteten Angebot hatte keiner davon eine Kaufbox. Was heute unter dem Wort Kondenstrockner verkauft wird, hat fast immer eine Wärmepumpe.
Was das Register über klassische Kondenstrockner sagt
Von den 376 Einträgen haben 258 einen Energieeffizienzindex über 100, nach der Klassentabelle Klasse G. Ihr Median beträgt 180,6 — mehr als das Doppelte der Grenze von 85, ab der die Ökodesign-Verordnung seit dem 1. Juli 2025 kein neues Gerät mehr zulässt. 70 dieser 258 kondensieren dazu nur 71 Prozent der Feuchte, die Verordnung verlangt 80. Weitere 105 Einträge verbrauchen weniger als 2 Kilowattstunden je Gang — so viel wie ein Wärmepumpentrockner, nicht wie ein Gerät mit Heizstab. Bei fünf Modellen steht dasselbe Gerät zusätzlich als Wärmepumpentrockner im Register. Die Bauart im Register ist damit kein verlässliches Merkmal; der Verbrauch je Gang ist es.
Für den Kauf heißt das: Ein Kondenstrockner mit Heizstab ist ein Auslaufgerät. Was davon im Register steht, sind überwiegend ältere Modelle — 220 der 258 Einträge nennen als Beginn ein Jahr zwischen 2019 und 2024 —, und die fünf Geräte, die am Prüftag als Kondens- oder Kondensationstrockner zu kaufen waren, sind alle Wärmepumpentrockner. Zwei davon sagen das im Angebot nicht. Diese Seite vergleicht diese fünf und erklärt, woran man den Unterschied erkennt.
Diese Seite erprobt keine Geräte selbst. Sie hält am 02.10.2026 die Datensätze des EU-Registers gegen die Angebote und gegen die Unterlagen der Hersteller. Ausgewertet wurden alle 376 Registereinträge klassischer Kondenstrockner, 5.476 Einträge von Wärmepumpentrocknern und alle 180 Ablufttrockner; dazu 144 Angebote gesichtet und 16 Detailseiten einzeln auf Kaufbox, kanonische Adresse und ASIN-Feld geprüft. Anleitungen, die nur als PDF vorliegen, sind nicht ausgewertet. Wer die Grundsatzfrage zuerst klären will — was eine Wärmepumpe im Trockner anders macht als ein Heizstab —, findet sie im Vergleich Wärmepumpentrockner gegen Kondenstrockner; hier geht es darum, was heute tatsächlich zu kaufen ist.
Ist ein Kondenstrockner ein Wärmepumpentrockner?
Beides kondensiert. Ein Kondenstrockner leitet die feuchte Luft aus der Trommel an einem Wärmetauscher vorbei, an dem das Wasser ausfällt und im Behälter oder im Ablauf landet. Ob die Luft vorher von einem Heizstab oder von einer Wärmepumpe erwärmt wird, ist eine zweite Frage. Das EU-Register trennt deshalb nicht Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner, sondern drei Bauarten: Ablufttrockner, klassische Kondenstrockner und Wärmepumpen-Kondenstrockner.
| Bauart im EU-Register | Einträge am 02.10.2026 | Was die Luft erwärmt | Wohin das Wasser geht |
|---|---|---|---|
| Wärmepumpen-Kondenstrockner | 5.493 | Wärmepumpe mit Kältemittel | Behälter oder Ablauf |
| klassischer Kondenstrockner | 376 | Heizstab | Behälter oder Ablauf |
| Ablufttrockner | 180 | Heizstab | als Dampf durch einen Schlauch ins Freie |
Im Handel verschwimmt diese Trennung. Bei der Suche nach „Kondenstrockner" in fünf Varianten — mit 7, 8 und 9 Kilogramm und mit dem Zusatz „günstig" — waren 49 der 54 gesichteten Angebote laut eigenem Titel Wärmepumpentrockner. Zwei Angebote dieser Auswahl nennen ihr Wärmepumpengerät trotzdem nur Kondens- oder Kondensationstrockner; andere im gesichteten Feld schreiben „Kondensation mit Wärmepumpe" oder „Kondenstrockner mit Wärmepumpe". Wer den Begriff wörtlich nimmt, kauft also meist ein Gerät mit Wärmepumpe, ohne es zu wissen.
Das ist kein Nachteil, eher im Gegenteil. Aber es verändert die Frage, die man stellen sollte: nicht „Kondens oder Wärmepumpe?", sondern „Wie viel braucht das Gerät je Gang, und wie viel Wasser bleibt im Raum?". Wie sich die Bauarten im übrigen Sortiment verteilen, ordnet der Trockner-Ratgeber ein.
Auf dem Energielabel selbst ist der Unterschied zwischen Kondens- und Ablufttrockner sichtbar, der zwischen Heizstab und Wärmepumpe nicht. Laut HEA gibt es zwei Labelvarianten: die für Kondensationstrockner mit dem Symbol der Kondensationseffizienzklasse und die für andere Trockner, überwiegend Ablufttrockner, bei der dieses Symbol fehlt. Ob ein Kondenstrockner eine Wärmepumpe hat, zeigt das Etikett nur indirekt, über die Klasse und den Verbrauch je 100 Gänge.
Die 180 Ablufttrockner im Register sind überwiegend Kleingeräte: 134 haben eine Füllmenge von 2,5 oder 3 Kilogramm, 175 stehen in Klasse G, der Median des Index liegt bei 173,7, und 52 Einträge stammen von einer einzigen Marke. Für einen Haushalt mit voller Waschmaschinentrommel sind sie selten eine Alternative.
Eine Verwechslung gehört noch dazu, weil sie in der Suche oft auftaucht: „Kondensationstrockner" heißen auch Bautrockner, die auf Baustellen und in feuchten Kellern die Raumluft entfeuchten. Das sind Luftentfeuchter, keine Wäschetrockner, und sie stehen nicht in dem Registerteil, um den es hier geht.
Fünf Kondenstrockner mit Kaufbox nebeneinander
Alle Werte der Tabelle stammen aus dem EU-Register EPREL, abgerufen am 02.10.2026; die Registrierungsnummer steht im Einzelprofil. Die Spalte „im Angebot" zeigt, als was der Händler das Gerät verkauft. Alle fünf haben eine Wärmepumpe — ein klassischer Kondenstrockner mit Kaufbox fand sich im gesichteten Feld nicht.
| Gerät | im Angebot | Füllmenge · Klasse | kWh je 100 Gänge | Kondensation | Geräusch · Dauer | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
Beko B3TSW48C9ZW Award: niedrigster Verbrauch je Gang3,0 Sterne bei 1 Rezension am 02.10.2026 | „Kondenstrockner" | 8 kg · C (EEI 56,5) | 96 | 91 % · Klasse B | 63 dB(A) · 160 min | Ansehen |
Hoover NDE H9A3TCBEXS-SAward: niedrigster Verbrauch je Kilogramm Füllmenge4,1 Sterne bei 92 Rezensionen am 02.10.2026 | „Kondensationstrockner" | 9 kg · C (EEI 56,5) | 104 | 91 % · Klasse B | 69 dB(A) · 235 min | Ansehen |
Midea MDV5EH90WBCAward: längste Motorgarantie laut Hersteller4,9 Sterne bei 15 Rezensionen am 02.10.2026 | „Wärmepumpentrockner" | 9 kg · C (EEI 59,8) | 110 | 82 % · Klasse C | 64 dB(A) · 220 min | Ansehen |
Hisense DHQE800BW2Award: 8 kg in der unteren Preislage4,5 Sterne bei 397 Rezensionen am 02.10.2026 | „Kondensation mit Wärmepumpe" | 8 kg · D (EEI 70) | 119 | 82 % · Klasse C | 64 dB(A) · 208 min | Ansehen |
Privileg PD 7D WMBAward: kompaktestes Gerät der Auswahl3,8 Sterne bei 11 Rezensionen am 02.10.2026 | „Trockner" | 7 kg · D (EEI 69,4) | 109 | 88 % · Klasse B | 64 dB(A) · 174 min | Ansehen |
So liest man die Tabelle: Die Klasse folgt aus dem Energieeffizienzindex in Klammern, der Verbrauch je 100 Gänge ist der Wert vom Etikett, die Kondensationseffizienz sagt, wie viel Prozent der Feuchte im Gerät bleiben, und Geräusch und Dauer gelten für das eco-Programm mit voller Trommel. Alle fünf Spalten stammen aus demselben Registereintrag und sind deshalb untereinander vergleichbar, auch wenn die Füllmengen verschieden sind.
Die Auszeichnung geht an den Beko B3TSW48C9ZW. Er hat den niedrigsten Verbrauch je Gang, 96 Kilowattstunden je 100 Gänge, die höchste Kondensationseffizienz (91 Prozent, gleichauf mit dem Hoover), den niedrigsten Geräuschwert und das kürzeste Programm der fünf. Er liegt aber in der höchsten Preislage, und das Angebot verschweigt die Wärmepumpe. Die Nebenauszeichnungen tragen je eine Eigenschaft, die nur ein Gerät in der Auswahl hat.
Preise stehen hier nicht, weil sie sich schneller ändern als jede Angabe im Register. Die Preislage lässt sich beschreiben: Am Prüftag lagen Hisense und Privileg gleichauf am unteren Ende, Hoover und Midea in der Mitte und der Beko darüber. Die Rezensionszahlen reichen von einer beim Beko bis zu 397 beim Hisense. Wer mehr Modelle mit Wärmepumpe und eine breitere Auswahl sehen will, findet sie im Vergleich der Wärmepumpentrockner.
Drei Fragen zum passenden Gerät
Jede Regel folgt aus den Registerdaten der fünf Geräte: Füllmenge, Verbrauch, Geräuschwert und Kondensationseffizienz.
Ergebnis
Privileg PD 7D WMB
7 kg, 55 cm tief, 109 kWh je 100 Gänge, Kondensationseffizienz 88 %, 174 Minuten.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Füllmenge: bis 7 kg, ein bis zwei Personen, dann Privileg PD 7D WMB. 7 kg, 55 cm tief, 109 kWh je 100 Gänge, Kondensationseffizienz 88 %, 174 Minuten.
- Wenn Füllmenge: 8 kg und Schwerpunkt: niedrige Preislage, dann Hisense DHQE800BW2. 8 kg in der unteren Preislage, 119 kWh je 100 Gänge, Kondensationseffizienz 82 %. Im kleinen Raum ohne Fenster eher den Beko.
- Wenn Füllmenge: 8 kg, dann Beko B3TSW48C9ZW. 96 kWh je 100 Gänge, Kondensationseffizienz 91 %, 63 dB(A), 160 Minuten — in der höchsten Preislage.
- Wenn Füllmenge: 9 kg oder mehr und Schwerpunkt: leiser Betrieb, dann Midea MDV5EH90WBC. 9 kg bei 64 dB(A); der Hoover mit 9 kg liegt bei 69 dB(A).
- Wenn Füllmenge: 9 kg oder mehr, dann Hoover NDE H9A3TCBEXS-S. 104 kWh je 100 Gänge bei 9 kg, Kondensationseffizienz 91 % — aber 69 dB(A) und 235 Minuten.
- In jedem anderen Fall: Nicht hinterlegt. Für diese Kombination nennt keiner der fünf Registereinträge eine passende Einstufung.
Regeln aus den EPREL-Datensätzen der fünf Geräte (Füllmenge, Verbrauch, Geräuschwert, Kondensationseffizienz), abgerufen am 02.10.2026; Preislage am Prüftag.
Die Grenze von 85: was die Ökodesign-Verordnung seit Juli 2025 verlangt
Seit dem 1. Juli 2025 gelten für Haushaltstrockner zwei neue Verordnungen: (EU) 2023/2534 für das Energielabel und (EU) 2023/2533 für das Ökodesign. Die zweite setzt eine Mindestanforderung, die die Fachgemeinschaft HEA so zusammenfasst: Der Energieeffizienzindex darf nicht höher sein als 85, und Kondensationstrockner müssen mindestens 80 Prozent der Feuchte kondensieren. Geräte der Klassen F und G dürfen damit nicht mehr auf den Markt gebracht werden.
- zulässig seit 1. Juli 2025: 40 bis 85 EEI
- Beko, Hoover: 56,5 EEI — im Korridor, Klasse C
- Midea: 59,8 EEI — im Korridor, Klasse C
- Privileg, Hisense: 70 EEI — im Korridor, Klasse D, 69,4 und 70
- klassisch, 10 %: 175,8 EEI — außerhalb des Korridors, Klasse G
- klassisch, Median: 180,6 EEI — außerhalb des Korridors, Klasse G
- klassisch, 90 %: 186,7 EEI — außerhalb des Korridors, Klasse G
Der Energieeffizienzindex vergleicht den gewichteten Verbrauch eines Geräts im eco-Programm mit einem Bezugswert; je kleiner, desto sparsamer. Die Klassen ergeben sich daraus laut HEA so: A bis 43, B bis 50, C bis 60, D bis 70, E bis 85, F bis 100, G darüber. Die fünf Geräte dieser Seite liegen zwischen 56,5 und 70, also in C und D. Ein klassischer Kondenstrockner liegt im Register typischerweise bei 176 bis 187.
Dass keines der fünf in Klasse A oder B steht, ist so gewollt. Die Kommission hat die Klassengrenzen laut HEA so gesetzt, dass Klasse A bei der Einführung nicht erreicht wird; erst im Lauf von zehn Jahren soll die Mehrheit der Modelle dorthin kommen. Ein C auf dem neuen Etikett ist deshalb kein schwaches Ergebnis, sondern Mittelfeld eines Feldes, das nach oben bewusst Luft hat. Die Verteilung im Register bestätigt das: Von 5.476 Wärmepumpentrocknern stehen 279 in A, 506 in B, 2.102 in C, 1.173 in D und 1.336 in E.
Beide Verordnungen sind seither ergänzt worden: laut BAM die Ökodesign-Verordnung durch die Verordnung (EU) 2025/2262 ab dem 24. November 2025 und die Kennzeichnung durch die Verordnung (EU) 2025/1353, freiwillig ab demselben Tag und verpflichtend ab dem 1. Januar 2027. Die HEA nennt am Prüftag weiterhin die Grenze von 85 und die Mindestkondensation von 80 Prozent. Gemessen wird im eco-Programm, das Baumwollwäsche laut HEA von 60 Prozent auf 0 Prozent Restfeuchte trocknet, bei voller und bei halber Beladung. Der Verbrauch steht auf dem Etikett hochgerechnet auf 100 Trockengänge. Das ist ein Unterschied zum früheren Etikett, das einen Jahresverbrauch nannte; was das für alte Kostenrechnungen bedeutet, erklärt die Seite zur Energieeffizienz von Trocknern. Wer ein Angebot mit „Energieeffizienzklasse B" oder „A+++" sieht, sieht in der Regel die alte Skala.
Wie die Zahlen auf dem neuen Etikett mit dem Register zusammenhängen, lässt sich an einem Gerät zeigen. Das Etikett des klassischen Candy CSOE C9DG-S trägt die Zahl 338 neben der 100; im Register steht derselbe Wert als 3,38 Kilowattstunden je Gang. Die Klasse G ergibt sich aus dem Index 183,7, die Kondensationseffizienz von 71 Prozent aus einem eigenen Feld. Wer ein Etikett vor sich hat, kann über den QR-Code direkt den Registereintrag aufrufen und dort Index, Bauart und Programmdauer nachlesen, die auf dem Etikett selbst nicht alle stehen.
Die Verordnung regelt noch mehr, was für die Lebensdauer zählt: Wichtige Ersatzteile wie Dichtungen, Schalter, Kondensatpumpen, Motoren und Heizelemente müssen laut HEA mindestens zehn Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen verfügbar sein. Die Frist läuft also ab dem Zeitpunkt, an dem das letzte Gerät eines Modells in Verkehr gebracht wurde, nicht ab dem Kauf.
Warum gibt es kaum noch Kondenstrockner? Drei Kilowattstunden je Gang
Weil ein Heizstab mehr als dreimal so viel Strom braucht wie eine Wärmepumpe, um dieselbe Wäsche zu trocknen. Das Register zeigt es an Geräten derselben Füllmenge: Der klassische Beko DCU 8230 N mit 8 Kilogramm braucht 306 Kilowattstunden je 100 Gänge, der Beko B3TSW48C9ZW mit Wärmepumpe und ebenfalls 8 Kilogramm 96. Das ist ein Faktor von 3,2 bei derselben Marke und derselben Trommelgröße.
Die Werte als Liste
- Candy CSOE C9DG-S · 9 kg: 338 kWh je 100 Gänge
- Hoover HLE C8TG-S · 8 kg: 307 kWh je 100 Gänge
- Beko DCU 8230 N · 8 kg: 306 kWh je 100 Gänge
- Hisense DHQE800BW2 · 8 kg: 119 kWh je 100 Gänge
- Midea MDV5EH90WBC · 9 kg: 110 kWh je 100 Gänge
- Privileg PD 7D WMB · 7 kg: 109 kWh je 100 Gänge
- Hoover NDE H9A3 · 9 kg: 104 kWh je 100 Gänge
- Beko B3TSW48C9ZW · 8 kg: 96 kWh je 100 Gänge
Über alle 258 klassischen Kondenstrockner mit einem Index über 100 liegt der Verbrauch zwischen 2,8 und 3,7 Kilowattstunden je Gang. Die fünf Wärmepumpengeräte dieser Seite liegen zwischen 0,96 und 1,19. Je Füllmenge ist das Bild bei den klassischen Geräten fast linear: Der Median liegt bei 2,76 Kilowattstunden für 7 Kilogramm, 3,07 für 8, 3,37 für 9 und 3,66 für 10 — rund 0,3 Kilowattstunden mehr je zusätzlichem Kilogramm. Für einen Haushalt, der 100-mal im Jahr trocknet, sind das rund 200 Kilowattstunden Unterschied im Jahr. Die Verordnung setzt laut HEA keine Bauart fest, sondern eine Effizienzgrenze — und die schließt im Register praktisch alle Geräte mit Heizstab aus.
Ganz sauber ist auch das nicht. 13 klassische Einträge nennen einen Index von höchstens 100, obwohl sie 2,2 bis 4,7 Kilowattstunden je Gang verbrauchen — darunter fünf Modelle einer spanischen Marke mit genau 85, also mit dem Grenzwert, bei 4,5 bis 4,7 Kilowattstunden. Weil der Index laut HEA aus dem gewichteten Verbrauch berechnet wird, passen diese Paare nicht zusammen. Wer einen Trockner nach dem Register bewertet, liest deshalb zuerst den Verbrauch und erst dann Index und Klasse.
Die Nachteile eines klassischen Kondenstrockners lassen sich damit vollständig aus dem Register ablesen: rund dreimal so viel Strom je Gang wie ein Wärmepumpengerät gleicher Größe, Klasse G, eine Kondensationseffizienz von meist 71 oder 81 Prozent statt der 82 bis 91 Prozent dieser Auswahl und damit mehr Feuchte im Raum. Sein einziger Vorteil im Register ist die kürzere Laufzeit. Was es im Register noch gibt, ist der Bestand. 257 der 258 klassischen Geräte mit Index über 100 nennen kein Enddatum des Inverkehrbringens, und 220 tragen als Beginn ein Jahr zwischen 2019 und 2024. Eingetragen wurden die meisten unmittelbar vor oder mit dem Stichtag: 111 der 258 erschienen im Juli 2025 erstmals im Register, 52 schon im Februar 2025. Sechs Einträge nennen allerdings als erstes Inverkehrbringen den 1. Juli 2025 oder später. Ob es sich dabei um Datenfehler handelt, lässt sich aus dem Register nicht klären; ein Gerät mit diesen Werten dürfte nach der Mindestanforderung seit dem Stichtag nicht neu in Verkehr kommen.
Kondenstrockner ohne Wärmepumpe kaufen: was am Prüftag zu haben war
Wer gezielt nach einem Gerät mit Heizstab sucht, findet im Handel noch die Namen, aber kaum noch eine Kaufmöglichkeit. Gesichtet wurden am 02.10.2026 die Angebote zu „Kondenstrockner" in fünf Varianten und zu acht Markennamen in Verbindung mit „Kondenstrockner", zusammen 144 Kennungen. Darunter fanden sich drei klassische Kondenstrockner. Keiner hatte eine Kaufbox.
| Gerät | EU-Register | kWh je 100 Gänge | Kondensation | Angebot am 02.10.2026 |
|---|---|---|---|---|
| Beko DCU 8230 N, 8 kg | EPREL 2215006, Klasse G, EEI 180 | 306 | 81 % | keine Kaufbox; die frühere Kennung dieser Seite leitet still auf eine andere um |
| Hoover HLE C8TG-S, 8 kg | EPREL 2326620, Klasse G, EEI 213,2 | 307 | 71 % | keine Kaufbox; Titel nennt „Energieeffizienzklasse B" |
| Beko DCU 7330, 7 kg | nur unter der alten Verordnung 392/2012 eingetragen, Klasse B der alten Skala | kein Wert im neuen Register | — | keine Kaufbox |
Der Hoover zeigt, wie die alte und die neue Skala im Handel nebeneinanderstehen. Sein Angebotstitel nennt „Energieeffizienzklasse B" — das ist die Klasse des alten Etiketts, auf dem ein Gerät mit Heizstab noch B erreichen konnte. Im Register steht er seit April 2025 mit Klasse G und einem Index von 213,2. Dazu kondensiert er nur 71 Prozent der Feuchte; die Verordnung verlangt für neue Geräte 80.
Auch die vorige Fassung dieser Seite führte fünf solche Angebote: den LG RT80B2, den Beko DCU 8230 N, den Candy CSOE C9DG-S, den Hoover NDP C10TCBERX-S und den Telefunken T-11-400-W. Am Prüftag hatte keines davon eine Kaufbox. Der LG war dabei nicht einmal ein klassischer Kondenstrockner: Sein eigener Angebotstitel nennt „Dual Inverter Wärmepumpe". Die vier klassischen Geräte der alten Liste stehen alle im neuen Register, und alle mit Klasse G: der Telefunken T-11-400-W mit 7 Kilogramm und 276 Kilowattstunden je 100 Gänge, der Beko DCU 8230 N mit 8 Kilogramm und 306, der Candy CSOE C9DG-S mit 9 Kilogramm und 338 und der Hoover NDP C10TCBERX-S mit 10 Kilogramm und 365. Candy und Hoover kondensieren dabei je 71 Prozent, Beko und Telefunken 81. Die vorige Fassung nannte für alle fünf Geräte ihrer Liste Klasse B — nach der alten Skala —, für den Telefunken 9 statt 7 Kilogramm und für den Beko ein Modell DC 101230 mit 10 Kilogramm, während ihr Link am Prüftag auf den DCU 8230 N mit 8 Kilogramm umleitete. Wer heute einen Kondenstrockner ohne Wärmepumpe will, sucht Restposten, Ausstellungsstücke oder Gebrauchtgeräte — was das über die Jahre kostet, rechnet der Abschnitt zum Restbestand weiter unten vor.
Eine Ausnahme mit Heizstab gibt es: den Ablufttrockner. Er ist im Register eine eigene Bauart, braucht aber einen Schlauch ins Freie. Im gesichteten Feld fanden sich zwei kleine Geräte mit 4 und 5 Kilogramm. Für einen Haushalt mit 8-Kilogramm-Ladungen sind sie keine Alternative.
Ohne Wärmepumpe von Bosch, Siemens, AEG oder Beko? Was das Register nach Marke zeigt
Gesucht wird oft nach einer bestimmten Marke: AEG, Beko, Bosch, Siemens, Miele, jeweils „ohne Wärmepumpe". Die Antwort steht im Register, und sie fällt je nach Marke sehr verschieden aus. Gezählt sind hier die 258 Einträge mit der Bauart klassischer Kondenstrockner und einem Index über 100, also die Geräte, die tatsächlich mit Heizstab arbeiten.
| Marke laut Register | klassische Kondenstrockner |
|---|---|
| Beko | 41 |
| Candy | 40 |
| Hoover | 30 |
| Whirlpool | 22 |
| Indesit | 19 |
| Sharp | 13 |
| Hotpoint, auch als Hotpoint/Ariston | 13 |
| Blomberg · Telefunken · Bauknecht | 7 · 5 · 3 |
| 38 weitere Marken | je 1 bis 6 |
| AEG, Bosch, Siemens, Miele, Constructa, Electrolux, Gorenje, Haier, LG, Samsung | 0 |
Bei AEG, Bosch, Siemens und Miele gibt es unter dem neuen Label also keinen einzigen klassischen Kondenstrockner, ebenso bei LG, Samsung, Haier und Gorenje. Wer bei diesen Marken ein Gerät ohne Wärmepumpe sucht, sucht ein Modell, das unter dem neuen Etikett nicht eingetragen ist. Dieselben Marken stehen dafür mit vielen Wärmepumpengeräten im Register, AEG etwa mit 592, Bosch mit 395, Siemens mit 207 und Miele mit 159. Die Altgeräte im Register kommen fast vollständig von wenigen Marken: Beko, Candy, Hoover, Whirlpool, Indesit, Sharp und Hotpoint stellen 178 der 258.
Nach Füllmenge verteilen sich die 258 so: 60 Geräte mit 7 Kilogramm, 128 mit 8, 38 mit 9 und 32 mit 10. Ein klassischer Kondenstrockner mit 10 Kilogramm braucht im Register bis zu 3,66 Kilowattstunden je Gang, also rund 366 je 100 Gänge — fast viermal so viel wie der Beko B3TSW48C9ZW mit 8.
105 Einträge mit Wärmepumpen-Verbrauch: wenn das Register sich widerspricht
Das EU-Register ist die beste Quelle, die es für Trockner gibt, weil die Hersteller ihre Daten dort selbst eintragen müssen. Bei der Bauart ist es trotzdem unzuverlässig. Von den 376 Einträgen mit der Bauart „klassischer Kondenstrockner" verbrauchen 105 weniger als 2 Kilowattstunden je Gang, 103 davon zwischen 0,85 und 1,45. Allein 42 davon tragen die Marke Midea — und alle 42 Midea-Einträge dieser Bauart liegen auf diesem Niveau. Das sind Werte, wie sie die fünf Wärmepumpengeräte dieser Seite haben, und ein Drittel dessen, was ein Gerät mit Heizstab im Register braucht.
Bei fünf Modellen lässt sich der Widerspruch direkt nachweisen, weil dasselbe Gerät zweimal im Register steht — einmal mit Wärmepumpe, einmal ohne. Bei allen fünf sind Verbrauch, Index und Klasse in beiden Einträgen gleich.
| Modell | Eintrag als Wärmepumpe | Eintrag als klassischer Kondenstrockner |
|---|---|---|
| Midea MDV5EH90WBC | 2622163, Midea Europe GmbH | 2675321, Midea Italia S.r.l. |
| Midea MDV3EH90BD | 2787914 | 2823842 |
| Midea MD11EH80DN | 2730447 | 2732574 |
| Comfee CFP01EH80W | 2711415 | 2597615 |
| TEKA D 208D W EU | 2605746 | 2618781 |
Für die fünf Doppelfälle gilt: Die beiden Einträge stammen teils von verschiedenen Gesellschaften, wie beim Midea, und teils erscheinen sie im Abstand von Wochen. Ob es sich um ein Versehen oder um zwei Vertriebswege handelt, sagt das Register nicht. Das hat praktische Folgen. Wer auf einem Vergleichsportal oder in einem Händlerfilter nach „Kondenstrockner ohne Wärmepumpe" sucht, bekommt womöglich ein Wärmepumpengerät angezeigt, weil der Filter die Bauart aus genau diesem Feld liest. Das ist für den Geldbeutel kein Schaden — eher im Gegenteil —, aber es zeigt, dass die Frage nach der Bauart ohne den Verbrauch nicht zu beantworten ist.
Die Regel daraus ist einfach. Ein Trockner, der um 1 Kilowattstunde je Gang braucht, auf dem Etikett also um 100 je 100 Gänge, arbeitet auf Wärmepumpen-Niveau, gleich, was im Bauartfeld steht. Ein Gerät mit 2,8 bis 3,7 Kilowattstunden je Gang, auf dem Etikett 280 bis 370, ist ein klassischer Kondenstrockner. Werte dazwischen kommen unter den 376 klassischen Einträgen nur dreimal vor.
Die fünf Geräte im Einzelprofil
Zu jedem Gerät stehen hier die Werte aus dem EU-Register, die Angaben des Herstellers und das, was im Angebot nicht stimmt. Die Registrierungsnummer führt direkt zum Eintrag in der europäischen Produktdatenbank. Die linke Box enthält nur Registerwerte, die rechte nur das, was das Angebot sagt; wo beide auseinandergehen, steht der Unterschied in der rechten Box. Herstelleradresse, Kontakt und Garantie stehen aufklappbar darunter, mit dem Weg, auf dem sie gefunden wurden.

Beko B3TSW48C9ZW Wäschetrockner mit Wärmepumpe, 8 kg, im Angebot als Kondenstrockner geführt
- 96 kWh je 100 Gänge, niedrigster Verbrauch der Auswahl
- Kondensationseffizienz 91 %, Klasse B
- 63 dB(A), das leiseste Gerät der fünf
- 160 Minuten bei voller Trommel, kürzestes Wärmepumpenprogramm
- Wärmepumpe mit Kältemittel R290 laut Register
- höchste Preislage am Prüftag
- 68 cm tief, gleichauf am tiefsten
- eine einzige Rezension am Prüftag
- Angebotstitel verschweigt die Wärmepumpe
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Hoover NDE H9A3TCBEXS-S Wäschetrockner mit Wärmepumpe, 9 kg, im Angebot als Kondensationstrockner geführt
- 104 kWh je 100 Gänge bei 9 kg, niedrigster Wert je Kilogramm
- Kondensationseffizienz 91 %, Klasse B
- 60 cm tief, flacher als Beko und Midea
- 92 Rezensionen am Prüftag
- Wärmepumpe mit Kältemittel R290 laut Register
- 69 dB(A), Geräuschklasse D, das lauteste Gerät
- 235 Minuten bei voller Trommel, längstes Programm
- Angebotstitel verschweigt die Wärmepumpe
- Maße im Angebot weichen vom Register ab
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Midea MDV5EH90WBC Serie V5 Wärmepumpentrockner, 9 kg
- 9 kg bei 64 dB(A), Geräuschklasse B
- 110 kWh je 100 Gänge, Klasse C
- 10 Jahre Garantie auf den BLDC-Inverter-Motor laut Hersteller
- 4,9 Sterne bei 15 Rezensionen am Prüftag
- Angebotstitel nennt die Bauart richtig
- Kondensationseffizienz 82 %, Klasse C
- 68 cm tief, gleichauf am tiefsten
- 220 Minuten bei voller Trommel
- zwei Registereinträge mit zwei Bauarten
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Hisense DHQE800BW2 Wäschetrockner, Kondensation mit Wärmepumpe, 8 kg
- 397 Rezensionen, die meisten der Auswahl
- untere Preislage am Prüftag
- 58 cm tief, flachstes 8-kg-Gerät
- 64 dB(A), Geräuschklasse B
- Titel und Register nennen dieselbe Bauart
- 119 kWh je 100 Gänge, höchster Verbrauch der Auswahl
- Energieeffizienzindex 70, Klasse D
- Kondensationseffizienz 82 %, Klasse C
- Tiefe im Angebot 3 cm zu niedrig angegeben
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen

Privileg PD 7D WMB Wäschetrockner mit Wärmepumpe, 7 kg
- 55 cm tief, flachstes Gerät der Auswahl
- 174 Minuten bei voller Trommel
- Kondensationseffizienz 88 %, Klasse B
- 64 dB(A), Geräuschklasse B
- untere Preislage am Prüftag
- nur 7 kg Füllmenge
- Energieeffizienzindex 69,4, Klasse D
- Titel nennt keine Bauart
- 11 Rezensionen am Prüftag
Hersteller, Garantie und Kontakt im Einzelnen
Wo die fünf im Feld von 5.476 Wärmepumpentrocknern stehen
Fünf Geräte nebeneinander sagen wenig darüber, ob sie gut oder nur besser als die vier anderen sind. Das Register erlaubt den größeren Vergleich: Am 02.10.2026 ließen sich 5.476 der 5.493 Einträge mit der Bauart Wärmepumpen-Kondenstrockner auswerten. Jedes der fünf Geräte steht hier gegen alle Einträge mit derselben Füllmenge.
| Gerät | Vergleichsgruppe | sparsamer | leiser | kürzeres Programm | höhere Kondensation |
|---|---|---|---|---|---|
| Beko B3TSW48C9ZW | 2.398 mit 8 kg | 383 | 343 | 75 | 167 |
| Hisense DHQE800BW2 | 2.398 mit 8 kg | 1.198 | 658 | 1.753 | 1.489 |
| Hoover NDE H9A3TCBEXS-S | 2.065 mit 9 kg | 611 | 2.050 | 1.534 | 269 |
| Midea MDV5EH90WBC | 2.065 mit 9 kg | 1.050 | 1.043 | 1.286 | 1.740 |
| Privileg PD 7D WMB | 382 mit 7 kg | 71 | 9 | 101 | 48 |
Gelesen wird die Tabelle so: Beim Beko sind 383 von 2.398 Geräten mit 8 Kilogramm sparsamer, also knapp ein Sechstel, und nur 75 haben ein kürzeres Programm. Er gehört damit nicht nur in dieser Auswahl, sondern im ganzen Register zu den schnellen und sparsamen Geräten seiner Größe. Der Privileg steht in seiner kleinen Gruppe ähnlich gut da: Nur neun Geräte mit 7 Kilogramm sind leiser, nur 71 sparsamer.
Der Hoover zeigt das gemischte Bild am deutlichsten. Beim Verbrauch liegt er im besseren Drittel seiner Gruppe, bei der Kondensation unter den besten 15 Prozent — aber 2.050 der 2.065 Geräte mit 9 Kilogramm sind leiser. Hisense und Midea liegen beim Verbrauch genau in der Mitte ihrer Gruppen; beim Midea haben 1.740 von 2.065 Geräten eine höhere Kondensationseffizienz, das ist der schwächste Wert der fünf.
Zum Feld selbst: Die Mediane liegen bei 1,14 Kilowattstunden je Gang für 7 Kilogramm, 1,19 für 8, 1,07 für 9 und 1,37 für 10; die Programmdauer im Median bei 180, 184, 212 und 260 Minuten. Klasse A tragen 279 Einträge, die meisten davon von AEG, Electrolux, Bosch, LG und Siemens. Und 80 Einträge mit Wärmepumpe stehen in Klasse F oder G — auch dort ist die Bauart allein kein Versprechen. Als Kältemittel nennen 4.948 der 5.476 Einträge R290, 248 R134a und 157 R450A; alle fünf Geräte dieser Seite tragen R290, der Midea allerdings nur in seinem ersten Registereintrag. Wer mehr Geräte dieser Bauart vergleichen will, findet sie in der Übersicht welche Trockner die besten sind.
144 Kennungen gesichtet: was unter „Kondenstrockner" angeboten wird
Die fünf Geräte sind das, was nach einem Durchgang durch das ganze Angebot übrig blieb. Gesichtet wurden am 02.10.2026 die Treffer zu „Kondenstrockner" mit und ohne Füllmenge und mit dem Zusatz „günstig" sowie zu acht Markennamen zusammen mit „Kondenstrockner". Von den 144 Kennungen ließ sich bei 140 der Titel auslesen. Sortiert man sie danach, was der Titel über die Bauart sagt, ergibt sich ein klares Bild.
| Was der Titel sagt | Angebote | Was dahintersteht |
|---|---|---|
| Wärmepumpe im Titel | 87 | Wärmepumpentrockner; 18 davon stehen bereits auf Schwesterseiten dieses Themenfelds und wurden hier nicht noch einmal aufgenommen |
| Ersatzteile und Zubehör | 32 | Wasserbehälter, Filter, Kondensatoren und Lichtleisten, vor allem zu Candy und Hoover — bei den Markenanfragen oft die einzigen Treffer; für die alten Geräte werden also noch Teile gehandelt, die Geräte selbst kaum noch |
| Waschmaschine oder Waschtrockner | 10 | keine Trockner |
| „Kondens-" oder „Kondensationstrockner" ohne Wärmepumpe im Titel | 6 | drei Wärmepumpentrockner (Beko B3TSW48C9ZW, Hoover NDE H9A3TCBEXS-S, Hoover NDEH10A2TSBEXS-S), zwei klassische Geräte ohne Kaufbox, ein Schleudertrockner im Kleinformat |
| „Trockner" ohne Bauart | 3 | zwei Wärmepumpentrockner (Privileg PD 7D WMB, Beko BMT73EW) und der klassische Hoover HLE C8TG-S ohne Kaufbox |
| Ablufttrockner | 2 | Kleingeräte mit 4 und 5 kg |
Von neun Angeboten, die im Titel keine Wärmepumpe nennen, haben laut Register fünf eine. Das ist die Zahl, die man im Kopf behalten sollte: Wer ein Angebot ohne das Wort Wärmepumpe sieht, kann daraus nicht schließen, dass keine drinsteckt — eher im Gegenteil.
Nicht aufgenommen wurden außer den Geräten ohne Kaufbox auch Angebote, die auf einer Nachbarseite schon stehen, damit sich die Seiten des Themenfelds nicht gegenseitig wiederholen, und zwei Geräte mit sehr dünner Datenlage: der Hisense DH3S902BWCC, der im Titel ausdrücklich „Kondenstrockner mit Wärmepumpe" heißt, am Prüftag aber eine einzige Rezension hatte, und der Gorenje D5G49D, dessen Rezensionen zu einer Familie von acht Ausführungen gehören. Der Hisense teilt im Register übrigens drei Werte mit dem Midea MDV5EH90WBC: 9 Kilogramm, 110 Kilowattstunden je 100 Gänge, Index 59,8; bei Kondensationseffizienz, Geräusch und Tiefe liegt er besser.
Welcher Trockner eignet sich für geschlossene Räume? Was in Litern im Raum bleibt
Jeder Kondenstrockner gibt einen Teil der Feuchte an den Raum ab. Wie viel, steht im Register als Kondensationseffizienz: der Anteil des Wassers, der im Behälter oder im Ablauf landet. Rechnet man ihn auf eine volle Trommel um, wird die Zahl greifbar. Das eco-Programm trocknet laut HEA Wäsche mit 60 Prozent Anfangsfeuchte, eine volle 8-Kilogramm-Trommel enthält also 4,8 Liter Wasser.
| Gerät | Füllmenge | Wasser in der Wäsche | Kondensationseffizienz | rechnerisch im Raum |
|---|---|---|---|---|
| Beko B3TSW48C9ZW | 8 kg | 4,8 l | 91 % | 0,43 l |
| Hoover NDE H9A3TCBEXS-S | 9 kg | 5,4 l | 91 % | 0,49 l |
| Privileg PD 7D WMB | 7 kg | 4,2 l | 88 % | 0,50 l |
| Hisense DHQE800BW2 | 8 kg | 4,8 l | 82 % | 0,86 l |
| Midea MDV5EH90WBC | 9 kg | 5,4 l | 82 % | 0,97 l |
| klassisch, Beko DCU 8230 N | 8 kg | 4,8 l | 81 % | 0,91 l |
| klassisch, Hoover HLE C8TG-S | 8 kg | 4,8 l | 71 % | 1,39 l |
| Wäscheständer im Raum | 8 kg | 4,8 l | — | 4,8 l |
Die Rechnung ist eine Näherung: Das Register nennt eine gewichtete Kondensationseffizienz aus voller und halber Beladung, und die Restfeuchte nach dem Schleudern hängt von der Waschmaschine ab. Die Größenordnung stimmt trotzdem. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Gerät dieser Tabelle liegt fast ein Liter je Trommel, also über 100 Liter bei 100 Gängen im Jahr.
Im ganzen Register erreichen 443 der 5.476 Wärmepumpentrockner die Kondensationsklasse A, 2.481 die Klasse B; der Median liegt je nach Füllmenge zwischen 84 und 88 Prozent. Beko und Hoover gehören mit 91 Prozent zum oberen Rand, Hisense und Midea mit 82 Prozent zum unteren. Für ein kleines Bad ohne Fenster sind deshalb Beko und Hoover die passenden Geräte, für einen belüfteten Keller spielt der Unterschied eine kleinere Rolle. Wer ohnehin mit Feuchte zu kämpfen hat, sollte die Zahl ernst nehmen; was bei feuchten Wänden zuerst zu tun ist, beschreibt die Seite zum Luftentfeuchter gegen Schimmel. Lüften nach dem Gang bleibt bei jedem der fünf Geräte sinnvoll.
Ein Ablufttrockner gehört nicht in diese Rechnung. Er bläst die feuchte Luft durch einen Schlauch nach draußen und braucht dafür ein Fenster oder einen Mauerdurchbruch; im Raum bleibt bei richtiger Verlegung kaum Feuchte, dafür zieht er Raumluft nach. Für ein Bad ohne Fenster ist er deshalb die schlechteste Wahl, für einen Keller mit Kellerfenster eine mögliche.
Wie lange dauert ein Trockengang? 142 gegen 235 Minuten
Hier hat der klassische Kondenstrockner seinen einzigen Vorteil. Der Beko DCU 8230 N mit Heizstab braucht laut Register 142 Minuten für eine volle 8-Kilogramm-Trommel im eco-Programm, der Hoover HLE C8TG-S 165. Über die klassischen Geräte im Register liegt der Median bei 125 Minuten für 7 Kilogramm, 140 für 8, 168 für 9 und 197 für 10. Die fünf Wärmepumpengeräte brauchen zwischen 160 und 235 Minuten.
Innerhalb der Auswahl liegen die Unterschiede weiter auseinander, als die Bauart vermuten lässt. Der Beko B3TSW48C9ZW kommt mit 160 Minuten fast an die klassischen Geräte heran, der Privileg mit 174. Hisense und Midea liegen bei 208 und 220 Minuten, der Hoover NDE H9A3TCBEXS-S bei 235. Bei halber Beladung sind es zwischen 100 Minuten beim Beko und 145 beim Hoover.
Wer oft nur halbe Ladungen trocknet, schaut auf die zweite Zahl im Register. Dort liegen die fünf zwischen 100 Minuten beim Beko und 145 beim Hoover, die klassischen Vergleichsgeräte bei 80 Minuten (Beko DCU 8230 N) und 96 (Hoover HLE C8TG-S). Auch bei halber Trommel sind die Geräte mit Heizstab also schneller. Für einen Haushalt, der abends wäscht und morgens trockene Wäsche braucht, spielt das keine Rolle. Für einen, der mehrere Ladungen hintereinander trocknet, schon: Bei drei Trommeln am Samstag macht der Unterschied zwischen Beko und Hoover über drei Stunden aus. Wer mehrere Ladungen auf einmal trocknet, findet die Abwägung zwischen Füllmenge und Laufzeit im Vergleich der Trockner für Familien.
Damit ist auch die Frage nach den Nachteilen eines Wärmepumpentrockners zur Hälfte beantwortet: Er braucht länger, im Median des Registers 180 bis 260 Minuten je nach Füllmenge gegen 125 bis 197 beim klassischen Gerät. Die andere Hälfte ist der Kältemittelkreislauf, den ein Gerät mit Heizstab nicht hat; über seine Haltbarkeit sagt das Register nichts. Die Zeiten gelten für das eco-Programm, in dem das Register misst. Für die Schnell- und Kurzprogramme, mit denen die Angebote werben, nennt keines der fünf Registerblätter einen Verbrauch.
Stromkosten: was 100 Trockengänge kosten
Das Etikett nennt den Verbrauch je 100 Trockengänge, und das ist zugleich eine brauchbare Annahme für einen Haushalt, der zwei Mal in der Woche trocknet. Der Rechner nimmt den Wert des Beko B3TSW48C9ZW und den Haushaltsstrompreis, den der BDEW für 2026 mit 37,0 Cent je Kilowattstunde angibt. In der Profiltabelle steht neben den fünf Wärmepumpengeräten der klassische Beko DCU 8230 N, damit der Abstand zur alten Bauart in Euro sichtbar wird. Beide Werte lassen sich ändern; die Zahl der Gänge ist eine Annahme, keine Messung.
Stromkosten nach Registerwert und Haushaltsstrompreis
Ausgangswert 96 kWh bei 100 Trockengängen im Jahr (Beko B3TSW48C9ZW, EPREL 2462101) und 37,0 Cent je Kilowattstunde (BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026). Die Profile rechnen mit dem Registerwert des jeweiligen Geräts.
Strom
Verbrauch je 100 Gänge aus dem EU-Register; 100 Gänge im Jahr sind eine änderbare Annahme; Preis: Durchschnitt für Haushalte 2026 laut BDEW.
- Strom: 96 kWh im Jahr bei 100 Gängen mal 0,37 = 35,52 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 35,52 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 35,52 Euro
| Profil | Strom | Im Jahr | Über 10 Jahre |
|---|---|---|---|
| Beko B3TSW48C9ZW8 kg, Wärmepumpe, 96 kWh | 96 kWh im Jahr bei 100 Gängen35,52 Euro | 35,52 Euro | 355,20 Euro |
| Hoover NDE H9A3TCBEXS-S9 kg, Wärmepumpe, 104 kWh | 104 kWh im Jahr bei 100 Gängen38,48 Euro | 38,48 Euro | 384,80 Euro |
| Privileg PD 7D WMB7 kg, Wärmepumpe, 109 kWh | 109 kWh im Jahr bei 100 Gängen40,33 Euro | 40,33 Euro | 403,30 Euro |
| Midea MDV5EH90WBC9 kg, Wärmepumpe, 110 kWh | 110 kWh im Jahr bei 100 Gängen40,70 Euro | 40,70 Euro | 407,00 Euro |
| Hisense DHQE800BW28 kg, Wärmepumpe, 119 kWh | 119 kWh im Jahr bei 100 Gängen44,03 Euro | 44,03 Euro | 440,30 Euro |
| Beko DCU 8230 N8 kg, Heizstab, 306 kWh | 306 kWh im Jahr bei 100 Gängen113,22 Euro | 113,22 Euro | 1.132,20 Euro |
Verbrauch: EPREL-Datensätze der Geräte, abgerufen am 02.10.2026. Strompreis: BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, Durchschnitt für Haushalte 37,0 ct/kWh. Die Zahl der Gänge ist eine Annahme.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
| Gerät | kWh je 100 Gänge | 100 Gänge | 10 Jahre zu je 100 Gängen |
|---|---|---|---|
| Beko B3TSW48C9ZW | 96 | 35,52 € | 355,20 € |
| Hoover NDE H9A3TCBEXS-S | 104 | 38,48 € | 384,80 € |
| Privileg PD 7D WMB | 109 | 40,33 € | 403,30 € |
| Midea MDV5EH90WBC | 110 | 40,70 € | 407,00 € |
| Hisense DHQE800BW2 | 119 | 44,03 € | 440,30 € |
| klassisch, Beko DCU 8230 N | 306 | 113,22 € | 1.132,20 € |
Zwischen den fünf Wärmepumpengeräten liegen je 100 Gänge höchstens 8,51 Euro — der Unterschied zwischen Beko und Hisense. Über zehn Jahre sind das 85,10 Euro, und das ist die Größe, gegen die man den Abstand in der Preislage halten muss: Den Aufpreis des Beko gegenüber dem Hisense holt der Stromverbrauch allein in zehn Jahren nicht wieder herein. Wer den Beko kauft, kauft ihn wegen Kondensation, Lautstärke und Laufzeit, nicht wegen der Stromrechnung.
Je Kilogramm Füllmenge gerechnet ändert sich die Reihenfolge leicht: Der Hoover braucht 11,6 Kilowattstunden je Kilogramm und 100 Gänge, der Beko 12,0, der Midea 12,2, der Hisense 14,9 und der Privileg 15,6. Der klassische Beko DCU 8230 N kommt auf 38,3. Wer große Ladungen trocknet, fährt mit einem 9-Kilogramm-Gerät je Kilogramm also nicht schlechter als mit einem kleineren. Der Bereitschaftsverbrauch ändert an der Rechnung nichts. Das Register nennt für den ausgeschalteten Zustand 0,3 Watt beim Midea, 0,45 beim Hoover und 0,5 bei Beko, Hisense und Privileg, für den Bereitschaftszustand 0,5 Watt bei Beko und Privileg und 0,85 beim Hoover; Midea und Hisense lassen dieses Feld leer. Selbst der höchste dieser Werte ergibt über ein Jahr rund 7 Kilowattstunden, wenn das Gerät nie vom Netz getrennt wird.
Der klassische Kondenstrockner dagegen kostet je 100 Gänge 77,70 Euro mehr als das Wärmepumpengerät derselben Marke und Füllmenge. Das ist die Zahl, die den Markt erklärt — und die Zahl, die der Abschnitt zum Restbestand weiter unten aufgreift.
Wie laut ist ein Kondenstrockner? 63 bis 69 dB(A) im Register
Das Register nennt für jedes Gerät die Luftschallemission im eco-Programm bei voller Trommel und eine Geräuschklasse. Die Grenzen laut HEA: A bis 60 dB(A), B bis 64, C bis 68, D darüber. Vier der fünf Geräte liegen mit 63 und 64 dB(A) in Klasse B, der Hoover NDE H9A3TCBEXS-S mit 69 dB(A) in Klasse D. Im ganzen Register stehen von 5.476 Wärmepumpentrocknern 404 in Klasse A, 3.513 in B, 1.532 in C und nur 27 in D — der Hoover gehört zu dieser kleinen Gruppe.
Die klassischen Kondenstrockner sind nicht leiser: 66 dB(A) beim Beko DCU 8230 N, 69 beim Hoover HLE C8TG-S, und über die klassischen Geräte im Register liegen sie zwischen 65 und 69 dB(A), im Median bei 65 bis 68 je nach Füllmenge. Der Median der Wärmepumpentrockner liegt mit 63 bis 64 dB(A) je nach Füllmenge allerdings ein bis fünf Dezibel darunter. Wer leise trocknen will, wählt also vor allem das Gerät, erst dann die Bauart. Zusammen mit der Laufzeit ergibt sich ein Bild, das im Angebot nicht steht: Der Hoover mit Wärmepumpe ist zugleich das lauteste Gerät und das mit dem längsten Programm, also knapp vier Stunden bei 69 dB(A).
Ein Dezibelwert sagt nichts darüber, wie das Gerät klingt — ob es brummt, rattert oder pfeift — und nichts über die Übertragung durch den Boden. Wer in einer hellhörigen Wohnung oder nachts trocknet, findet die Einordnung samt Rechtslage in der Seite zu leisen Trocknern.
Garantie und Ersatzteile: 24 Monate im Register, zehn Jahre Ersatzteile
Bei der Garantie sind sich die fünf Registereinträge einig: 24 Monate bei allen. Bei den 258 klassischen Kondenstrocknern ist das Feld weniger einheitlich: 210 nennen 24 Monate, 32 nennen 12, elf 36 und zwei 60 — und drei tragen dort eine Null ein. Die Angebote von Beko, Hisense und Privileg nennen ebenfalls zwei Jahre Herstellergarantie, das Midea-Angebot schreibt das Feld auf Englisch, das Hoover-Angebot führt keins. Was darüber hinausgeht, steht nur bei den Herstellern selbst.
Midea gibt auf der deutschen Garantieseite für Waschen und Trocknen zwei Jahre und zusätzlich zehn Jahre auf den BLDC-Inverter-Motor an. Hisense bietet eine Garantieverlängerung über eine eigene Seite an. Bei Hoover antwortete die naheliegende Garantieseite am Prüftag mit einem Fehler. Für Beko und Privileg haben wir keine längere Zusage für Trockner gefunden; Beko verweist auf seiner Kontaktseite auf eigene Garantiepläne.
Wichtiger als die Garantie ist für einen Trockner, der zehn Jahre halten soll, die Ersatzteilfrist der Ökodesign-Verordnung: Dichtungen, Schalter, Kondensatpumpen, Motoren, Heizelemente und mehr müssen laut HEA mindestens zehn Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen eines Modells verfügbar sein, Türen und Türscharniere auch für Endnutzer. Unabhängig davon haftet der Verkäufer nach § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB zwei Jahre für Mängel, und zeigt sich ein Mangel innerhalb eines Jahres nach der Übergabe, wird nach § 477 Abs. 1 BGB vermutet, dass er schon bei der Übergabe vorlag.
Fünf Marken, vier Registranten: wer hinter den Geräten steht
Fünf Markennamen auf dem Etikett heißen nicht fünf Hersteller. Im EU-Register steht hinter jedem Gerät die Gesellschaft, die es eingetragen hat, und im Impressum der Marke die, die in Deutschland verantwortlich ist. Beides zusammen ergibt ein anderes Bild als das Angebot.
Beko und Privileg sind im Register von derselben Gesellschaft eingetragen, der BEKO EUROPE MANAGEMENT S.R.L. Das Impressum von privileg.de nennt die Bauknecht Hausgeräte GmbH in Stuttgart, das von Beko die Beko Germany GmbH in Eschborn — und beide Impressen nennen dieselben zwei Geschäftsführer. Der Hisense ist von der slowenischen Gorenje-Gesellschaft eingetragen, und das deutsche Impressum der Marke nennt die Hisense Gorenje Germany GmbH in Garching. Hinter Hoover steht laut Impressum die Haier Germany GmbH in München, im Register die Candy Hoover Group.
Der Midea ist der Sonderfall: zwei Registranten für ein Modell, die Midea Europe GmbH in Eschborn und die Midea Italia S.r.l., mit zwei verschiedenen Bauarten. Die Herkunftsfelder der Angebote passen zu diesem Bild: Beko und Privileg nennen die Türkei, Hoover, Midea und Hisense nennen China. Für den Käufer zählt am Ende die Adresse im deutschen Impressum, denn dort sitzt der Ansprechpartner für Garantie und Ersatzteile. Sie steht in jedem Einzelprofil.
Praktisch bedeutsam ist der Unterschied zwischen Registrant und Impressum an einer Stelle: bei der Frage, wo man in Jahren Ersatzteile bekommt. Wer in zehn Jahren eine Dichtung oder eine Kondensatpumpe braucht, fragt zuerst beim Kundendienst der Marke; nennt der keine Bezugsquelle, ist die Gesellschaft aus dem Registereintrag die zweite Adresse.
Wann sich keiner der fünf lohnt
Ein Trockner dieser Art lohnt sich für einen Haushalt, der regelmäßig wäscht, eine Stellfläche von 60 × 60 Zentimetern hat und die Wäsche nicht aufhängen kann oder will. Vier Gruppen kaufen trotzdem einen, obwohl eine andere Lösung besser passt — oder ein anderes Gerät als die fünf hier. Für jede steht der Grund dabei und, wo es eine gibt, die Seite mit der passenderen Auswahl.
Wer in einer kleinen Wohnung ohne Hauswirtschaftsraum lebt, hat mit einem 85 Zentimeter hohen, bis zu 68 Zentimeter tiefen Gerät ein Platzproblem, bevor die Stromrechnung eine Rolle spielt. Kompaktere Bauformen und schmale Geräte stellt der Vergleich der Trockner für kleine Wohnungen zusammen.
Wer vor allem Daunen, Outdoorjacken und empfindliche Textilien trocknet, braucht vor allem passende Programme und niedrige Temperaturen, nicht die größte Trommel. Was dafür zählt, beschreibt die Seite zum Trockner für Daunenjacken.
Wer regelmäßig mehr als 9 Kilogramm auf einmal trocknet, etwa Bettwäsche einer großen Familie, findet in dieser Auswahl kein passendes Gerät; im Register stehen 535 Wärmepumpentrockner mit 10 Kilogramm, im Median mit 1,37 Kilowattstunden je Gang und 260 Minuten Programmdauer. Im Median steigt die Programmdauer dort mit der Füllmenge, von 180 Minuten bei 7 auf 260 bei 10 Kilogramm.
Wer zwei Mal im Monat wäscht und einen Balkon hat, bezahlt mit einem Trockner vor allem Bequemlichkeit. Die Rechnung dafür steht im nächsten Abschnitt, und wer überhaupt erst klären will, ob und welcher Trockner passt, beginnt mit der Seite Trockner kaufen.
Die billigere Lösung: der Wäscheständer — unter einer Bedingung
Die günstigste Art, Wäsche zu trocknen, braucht keinen Strom. Ein Wäscheständer im Raum gibt aber die gesamte Feuchte an die Luft ab: bei einer 8-Kilogramm-Ladung mit 60 Prozent Restfeuchte die vollen 4,8 Liter, die ein Kondenstrockner zu 82 bis 91 Prozent auffängt. Im Sommer auf dem Balkon ist das egal, im Winter in einer kleinen Wohnung nicht.
Die Bedingung ist deshalb der Raum. Wer draußen oder in einem gut belüfteten Raum trocknen kann, spart sich das Gerät, die Anschaffung und im Jahr 35 bis 44 Euro Strom bei 100 Gängen. Wer im Winter drinnen trocknen muss, holt die Feuchte entweder mit Lüften wieder heraus oder bekommt sie an den Wänden zu sehen. Wie man das im Winter ohne Trockner hinbekommt und wann es kippt, beschreibt die Seite Wäsche trocknen im Winter.
Viele Haushalte machen beides: im Sommer auf den Ständer, im Winter in den Trockner. Bei 50 Gängen im Jahr braucht der Beko B3TSW48C9ZW laut Register 48 Kilowattstunden, beim BDEW-Preis 17,76 Euro; der klassische Beko DCU 8230 N bräuchte 153 Kilowattstunden und 56,61 Euro. Ein weiterer Mittelweg ist es, die Waschmaschine höher schleudern zu lassen. Weniger Wasser in der Wäsche heißt kürzere Trockenzeit auf der Leine und weniger Feuchte im Raum; um wie viel, hängt von der Waschmaschine ab und steht in deren Datenblatt als Schleuderwirkungsklasse.
Restposten und Gebrauchtgerät: was ein Heizstab über zehn Jahre mehr kostet
Wer einen klassischen Kondenstrockner als Restposten, Ausstellungsstück oder gebraucht angeboten bekommt, kann die Rechnung selbst machen. Bei 100 Gängen im Jahr braucht der Beko DCU 8230 N laut Register 210 Kilowattstunden mehr als der Beko B3TSW48C9ZW mit Wärmepumpe. Beim BDEW-Durchschnittspreis von 37,0 Cent sind das 77,70 Euro im Jahr und 777 Euro über zehn Jahre.
Ein Heizstab-Gerät lohnt sich also nur, wenn es um mehr als diesen Betrag billiger ist als ein Wärmepumpengerät, oder wenn es nur selten läuft. Bei 30 Gängen im Jahr schrumpft der Unterschied auf rund 23 Euro im Jahr, und dann kann ein günstiger Restposten tatsächlich die bessere Wahl sein. Dazu kommt ein Punkt, den die Rechnung nicht zeigt: Ein Gerät mit 71 Prozent Kondensationseffizienz lässt fast anderthalb Liter je Trommel im Raum.
Bei anderen Füllmengen fällt die Rechnung ähnlich aus. Ein klassisches Gerät mit 9 Kilogramm liegt im Register im Median bei 337 Kilowattstunden je 100 Gänge, ein Wärmepumpengerät dieser Auswahl mit 9 Kilogramm bei 104 bis 110; das sind 227 bis 233 Kilowattstunden oder 84 bis 86 Euro je 100 Gänge. Mit 10 Kilogramm wächst der Abstand weiter, weil der Heizstab je Kilogramm etwa 0,3 Kilowattstunden mehr braucht.
Bei einem Restposten aus dem Handel hilft noch eine zweite Frage: Steht das Modell überhaupt unter dem neuen Label im Register? Der Beko DCU 7330 aus dem gesichteten Feld etwa ist nur unter der alten Verordnung eingetragen, mit einer Klasse B der alten Skala. Für einen Vergleich mit heutigen Geräten fehlt dann der Wert je 100 Gänge, und man muss ihn aus der Füllmenge schätzen.
Wer ein Gebrauchtgerät kauft, sollte deshalb vorher das Typenschild fotografieren lassen und den Eintrag im Register nachsehen: Steht dort ein Verbrauch um 3 Kilowattstunden je Gang, ist es ein klassisches Gerät; steht dort um 1, hat es eine Wärmepumpe, gleich, was im Inserat steht.
Prüfliste vor dem Kauf eines Kondenstrockners
Die Liste lässt sich ausdrucken und gilt für jedes Gerät, nicht nur für die fünf hier. Sie braucht nichts außer dem Angebot, dem Energielabel und fünf Minuten in der Produktdatenbank.
- Modellnummer aus dem Angebot in der EU-Produktdatenbank EPREL suchen oder den QR-Code auf dem Energielabel scannen.
- Verbrauch je 100 Gänge ablesen: um 100 Kilowattstunden heißt Wärmepumpe, um 300 heißt Heizstab — gleich, was im Bauartfeld steht.
- Klasse und Index prüfen: Klasse F oder G, Index über 85, ist ein Gerät, das seit dem 1. Juli 2025 nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden darf.
- Steht im Angebot „A+++" oder eine Klasse ohne die Skala A bis G, die Klasse im Register nachsehen.
- Nennt der Titel weder Wärmepumpe noch Heizstab, nicht raten: Von neun solchen Angeboten im gesichteten Feld hatten fünf eine Wärmepumpe.
- Kondensationseffizienz ablesen und mit dem Aufstellraum abgleichen: unter 85 Prozent nur in belüfteten Räumen.
- Geräuschwert und Programmdauer zusammen lesen; beides steht im Register.
- Tiefe aus dem Register nehmen, nicht aus dem Angebot, und mit der Nische vergleichen; dazu Platz für das Öffnen der Tür.
- Prüfen, ob ein Abwasseranschluss in der Nähe ist, wenn der Behälter nicht nach jedem Gang geleert werden soll.
- Garantie in den Bedingungen des Herstellers nachlesen, nicht im Angebotsfeld.
- Programmdauer bei voller und halber Beladung im Register ablesen und mit dem eigenen Wäscherhythmus abgleichen.
- Bei mehreren Angeboten desselben Modells prüfen, ob es mehrere Registereinträge gibt und ob sie dieselbe Bauart nennen.
- Lieferdatum notieren: Die Widerrufsfrist beträgt nach § 355 Abs. 2 BGB 14 Tage und beginnt bei Waren nach § 356 Abs. 2 BGB in der Regel mit dem Erhalt.
Die ersten drei Punkte sind die, an denen die meisten Angebote scheitern, die dieser Seite begegnet sind. Wer nur sie prüft, weiß schon, ob er einen klassischen Kondenstrockner oder ein Wärmepumpengerät kauft und ob das Gerät nach der neuen Verordnung noch zulässig ist. Eine Übersicht weiterer Modelle mit Registerangaben bietet der Vergleich Welche Trockner sind die besten?
Nach zwei Wochen: woran man merkt, dass es das falsche Gerät war
Zwei Wochen Betrieb reichen, um drei Anzeichen zu erkennen. Das erste: Das Fenster im Aufstellraum beschlägt nach jedem Gang, oder es riecht muffig — dann bleibt mehr Feuchte im Raum, als der Raum verträgt. Das zweite: Die Wäsche kommt nach dem eco-Programm nicht schranktrocken heraus, und man startet regelmäßig ein zweites Programm. Das dritte: Das Gerät läuft länger, als der Alltag zulässt, und die Ladungen stauen sich.
| Was man sieht | Wahrscheinliche Ursache | Was zuerst zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Fenster beschlagen, Raum riecht feucht | zu viel Feuchte für die Raumgröße, Flusensieb oder Wärmetauscher zugesetzt | Sieb und Wärmetauscher nach Anleitung reinigen, nach jedem Gang lüften |
| Wäsche nach dem Programm noch feucht | Trommel überladen, Trockengrad zu niedrig gewählt, Feuchtesensor verschmutzt | Füllmenge mit dem Registerwert vergleichen, Trockengrad erhöhen, Sensor nach Anleitung reinigen |
| Kein Wasser im Behälter | Ablaufschlauch angeschlossen, oder Pumpe und Leitung verstopft | Anschluss prüfen; ist keiner gesteckt, den Kundendienst des Herstellers kontaktieren |
| Programm läuft deutlich länger als im Register | Wäsche schlecht geschleudert, Raum zu kalt, Flusen im Wärmetauscher | Schleuderdrehzahl der Waschmaschine erhöhen, Filter reinigen |
| Lauter als erwartet | Gerät steht nicht waagerecht oder berührt Wand oder Möbel | Füße ausrichten, Abstand herstellen |
Für die ersten beiden Anzeichen gilt dieselbe Reihenfolge: zuerst Pflege und Bedienung prüfen, dann den Raum, dann das Gerät. Wer danach beim Gerät landet, hat bei einem Kauf im Internet innerhalb der Widerrufsfrist noch die Wahl. Ein Wechsel lohnt sich vor allem in eine Richtung: von einem Gerät mit 82 Prozent Kondensationseffizienz zu einem mit 91, wenn der Raum klein ist, und vom lautesten Gerät zu einem in Klasse B, wenn die Wohnung hellhörig ist. Die Tabelle nennt Ursachen, die bei jedem Kondenstrockner vorkommen können, und keine Defekte eines bestimmten Modells.
Ein Punkt, der erst im Alltag auffällt, ist der Behälter. Bei einer vollen Trommel landen rechnerisch zwischen 3,7 Litern beim Privileg und 4,9 Litern beim Hoover im Gerät. Wie viel der Behälter fasst, nennen die Registerblätter nicht; wer ihn nicht nach jedem Gang leeren will, braucht einen Ablauf in der Nähe und den Schlauch dafür.
Ein viertes Anzeichen betrifft die Rechnung: Wer nach zwei Wochen sieht, dass er deutlich öfter trocknet als gedacht, sollte den Stromkostenrechner oben mit der echten Zahl der Gänge füttern. Bei 200 statt 100 Gängen im Jahr verdoppeln sich die Beträge, und der Abstand zwischen dem sparsamsten und dem verbrauchsstärksten Gerät dieser Auswahl wächst auf rund 17 Euro im Jahr. Für einen Wechsel reicht das nicht; für die Entscheidung, das eco-Programm statt eines Schnellprogramms zu nutzen, schon.

