Vorab, weil es hier wichtiger ist als sonst: Eine Futtermittelallergie ist eine Diagnose und keine Kaufentscheidung. Diese Seite stellt keine Diagnose, empfiehlt keine Behandlung und enthält keine Anleitung für eine Ausschlussdiät. Juckreiz, Durchfall, entzündete Ohren und stumpfes Fell haben viele Ursachen. Wer den Verdacht hat, dass sein Hund etwas nicht verträgt, klärt das in der Tierarztpraxis ab und nicht im Warenkorb. Was diese Seite leisten kann, ist etwas anderes: nachzählen, welche Angaben in den Angeboten tatsächlich stehen und welche fehlen.
Worum es hier geht: Das Wort hypoallergen steht in keinem Gesetz. In der Verordnung (EG) Nr. 767/2009, die Kennzeichnung und Inverkehrbringen von Futtermitteln regelt, kommt es im gesamten Volltext nicht ein einziges Mal vor. Diese Seite nimmt fünf am 23.08.2026 auf amazon.de bestellbare Trockenfutter zwischen 3,14 und 13,33 Euro je Kilogramm und zählt aus, was ihre Angebote über die eine Frage sagen, auf die es bei einem Verdacht auf eine Unverträglichkeit ankommt: Welche Tierart steckt in welcher Menge im Sack. Alle Werte sind Herstellerangaben vom Prüftag, einzeln von den Produktseiten und aus den Impressen entnommen. Es wurde nichts gekauft, nichts verfüttert und nichts im Labor untersucht.
Auf einen Blick: sechs Punkte vor dem Kauf
- Hypoallergen ist kein geschützter Begriff. Der Volltext der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 enthält das Wort an keiner Stelle. Zulässig ist es nach Artikel 13 nur als objektive, nachprüfbare und wissenschaftlich begründbare Angabe. Zwei der fünf Angebote verwenden es, keines begründet es.
- Die Stiftung Warentest nennt eine solche Auslobung falsch. In ihrem Test von Insekten-Hundefutter vom 29.06.2023 steht der Satz, dass die Aussage hypoallergen auf einigen Produkten im Vergleich daher falsch ist, weil auch Insekten wie alle tierischen oder pflanzlichen Proteine eine Allergie auslösen können.
- Kein einziges Angebot benennt jede tierische Zutat. Null von fünf. In jeder der vier lesbaren Zutatenlisten steht mindestens eine tierische Position ohne Tierart: Fischmehl, Geflügelfett, Öle und Fette, Proteinhydrolysat.
- Vier Angebote werben mit einer einzigen Proteinquelle, keines hält es durch. Null von fünf enthalten tatsächlich nur eine tierische Quelle. Ein Futter mit dem Datenfeld Einzelzutat führt Lamm, Fischmehl, Geflügelfett und Geflügelleber in derselben Liste.
- Ein Angebot nennt seine Zutaten überhaupt nicht. Unter der Rubrik Wichtige Informationen stehen dort zwei Zeilen: Tränenflecken und Trocken lagern. Es ist zugleich das teuerste im Feld mit 13,33 Euro je Kilogramm.
- Teurer heißt nicht verträglicher. Die Stiftung Warentest fasst ihren Trockenfutter-Test vom 24.07.2025 frei zugänglich so zusammen, dass jedes dritte Futter ausgewogen versorgt, dass gutes Futter günstig zu haben ist und dass sich Mehrausgaben für Sensitiv-Futter oft nicht lohnen.
Die fünf Futter im Direktvergleich
Aufgenommen sind fünf Trockenfutter für ausgewachsene Hunde von fünf verschiedenen Herstellern, die am 23.08.2026 auf amazon.de gelistet und bestellbar waren, jeweils einzeln von der Produktseite geprüft. Die Gebinde reichen von 1,5 bis 14 Kilogramm, die Kilopreise von 3,14 bis 13,33 Euro. Die hervorgehobene Spalte ist die wichtigste dieser Tabelle: Sie zeigt, ob und wie das Angebot seine Zutaten benennt. Genau das ist bei einem Verdacht auf eine Unverträglichkeit die einzige Angabe, die weiterhilft. Dieselbe Systematik, angewendet auf gewöhnliches Futter ohne Sensitiv-Anspruch, findet sich im Trockenfutter-Vergleich. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung geht an MERA pure sensitive Fresh Meat, und zwar nicht wegen der Sterne, sondern weil dieses Angebot als einziges Zusammensetzung und Nährwerte gemeinsam im Text ausweist.
| Bild | Marke und Produkt | Auszeichnung | Zutatenliste im Angebot | Tierische Quellen laut Liste | Analytische Bestandteile | Energiedichte | Auslobung | Gebinde | Kilopreis | Bewertung | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | MERAMERA pure sensitive Fresh Meat64,99 Euro | Unsere Empfehlung | offen, zehn von dreizehn Zutaten mit Prozentangabe | Truthahn, Geflügel unbestimmter Art zweimal, Lachs | Protein 23 %, Fett 12,5 %, Rohfaser 2,5 %, Rohasche 7,2 % | nicht angegeben | sensitiv und getreidefrei, nicht hypoallergen | 12,5 kg Beutel | 5,20 Euro je Kilogramm | 4,5 / 739 | Jetzt ansehen |
![]() | The Hunger of the WolfThe Hunger of the Wolf Lamm und Reis43,99 Euro | Niedrigster Kilopreis, breiteste Bewertungsbasis | offen benannt, Prozentangabe nur beim Lamm | Lamm, Fisch unbestimmter Art, Geflügel unbestimmter Art zweimal | mehrere Wertesätze ohne Zuordnung | nicht angegeben | hypoallergen, ohne Begründung | 14 kg Beutel | 3,14 Euro je Kilogramm | 4,4 / 2.284 | Ansehen |
![]() | Happy DogHappy Dog Sensible Montana M19,88 Euro | Kleinstes Gebinde mit seltener Tierart | gemischt, eine Sammelkategorie in der Liste | Pferd, dazu zwei Posten ohne Tierart | nicht angegeben | nicht angegeben | Monoprotein, nicht überprüfbar | 3 kg als Dreierpack | 6,63 Euro je Kilogramm | 4,7 / 249 | Ansehen |
![]() | HEY HOLYHEY HOLY Bulldoggen Lachs50,91 Euro | Einziger Umstellungsplan im Angebot | offen benannt, Prozentangabe nur beim Lachs | Lachs, Grünlippmuschel, ein Hydrolysat ohne Tierart | nicht angegeben | nicht angegeben | hypoallergen im Titel, ohne Begründung | 7 kg Beutel | 7,27 Euro je Kilogramm | 4,4 / 367 | Ansehen |
![]() | Nature’s ProtectionNature’s Protection Superior Care Weißfisch19,99 Euro | Einziges Angebot ganz ohne Zutatenliste | keine Zutatenliste im Angebot | Weißfisch unbestimmter Art, Lachs, Krill | nicht angegeben | nicht angegeben | getreidefrei und Anti-Tränenflecken, nicht hypoallergen | 1,5 kg Beutel | 13,33 Euro je Kilogramm | 4,6 / 715 | Ansehen |
Sterne, Bewertungszahlen, Preise, Zutatenlisten und Datenfelder wurden am 23.08.2026 einzeln von den Produktseiten abgerufen, nicht aus einer Suchergebnisliste. Alle fünf Angebote sind Variantenlistings, bei denen die aufgerufene Nummer von der Elternnummer abweicht; dort gelten die Zahlen der jeweiligen Variantenfamilie und nicht allein der hier beschriebenen Sorte. Bei vier der fünf hängen unter derselben Elternnummer Sorten mit anderen Tierarten, allein bei MERA sind es nur zwei Gebindegrößen derselben Rezeptur. Hervorgehoben ist die Spalte mit der Zutatenliste, weil sich objektiv feststellen lässt, ob eine solche Liste vorhanden ist oder nicht. Kilopreise am Prüftag: 3,14 Euro für The Hunger of the Wolf, 5,20 Euro für MERA pure sensitive Fresh Meat, 6,63 Euro für Happy Dog Sensible Montana, 7,27 Euro für HEY HOLY und 13,33 Euro für Nature’s Protection Superior Care.
Hypoallergen steht in keinem Gesetz
Der Befund, der diese Seite trägt, lässt sich in einem Satz prüfen. Die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln ist über die Datenbank EUR-Lex frei im Volltext abrufbar. Sucht man darin nach dem Wort hypoallergen, findet man null Treffer. Es gibt keine Definition, keinen Grenzwert, kein Prüfverfahren und keine Instanz, die eine solche Angabe vorab genehmigt. Dasselbe gilt für sensitiv, für Monoprotein und für die meisten anderen Wörter, die auf der Vorderseite eines Futtersacks für den Preisaufschlag sorgen.
Rechtsfrei ist der Bereich damit nicht. Artikel 13 Absatz 1 der Verordnung regelt, unter welchen Bedingungen Kennzeichnung und Aufmachung die Aufmerksamkeit auf ein spezifisches nährstoffbezogenes Merkmal lenken dürfen. Die Angabe muss objektiv, durch die zuständigen Behörden nachprüfbar und für den Verwender verständlich sein, und die für die Kennzeichnung verantwortliche Person muss auf Anfrage der Behörde eine wissenschaftliche Begründung vorlegen, die zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens bereits vorliegen muss. Käufer haben ausdrücklich das Recht, der Behörde ihre Zweifel an der Richtigkeit einer Angabe mitzuteilen. Kommt die Behörde zu dem Schluss, dass die Angabe nicht ausreichend begründet ist, gilt sie nach demselben Artikel als irreführend im Sinne von Artikel 11. Absatz 3 zieht die harte Grenze: Es darf nicht behauptet werden, ein Futter verhindere, behandle oder heile eine Krankheit.
Wie eine Behörde oder ein Gericht diese Prüfung im Einzelfall ausgehen ließe, ist hier nicht zu beurteilen, und diese Seite maßt sich das auch nicht an. Was sich feststellen lässt, ist die Ausgangslage: Zwei der fünf geprüften Angebote verwenden das Wort hypoallergen, eines davon im Produkttitel. Keines der beiden nennt eine Begründung, keines enthält ein hydrolysiertes Hauptprotein, und beide führen in ihrer eigenen Zutatenliste mehr als eine tierische Quelle. Für die feuchte Variante derselben Warengruppe gelten übrigens dieselben Kennzeichnungsregeln, nachzulesen im Nassfutter-Vergleich, wo der hohe Wasseranteil zusätzlich die Preisrechnung verzerrt.
Der zweite Anker ist die einzige unabhängige Prüfung, die sich zu dieser Auslobung ausdrücklich geäußert hat. Die Stiftung Warentest hat am 29.06.2023 zehn Insekten-Hundefutter untersucht, sieben Trocken- und drei Feuchtfutter, mit Tagesrationen zwischen 1,15 und 11,20 Euro. Sechs Produkte brachten einen sehr guten Nährstoffmix mit, vier waren mangelhaft. Frei zugänglich steht dort ein eigener Abschnitt mit der Überschrift, dass Insekten-Hundefutter im Vergleich nicht hypoallergen ist, und darin der Satz: Die Aussage hypoallergen auf einigen Produkten im Vergleich ist daher falsch. Begründet wird das damit, dass wie alle tierischen oder pflanzlichen Proteine auch Insekten eine Allergie auslösen können und dass ein Hund im Laufe seines Lebens auch auf eine seltene Proteinquelle allergisch reagieren kann. Die Bewertungstabellen dieses Tests liegen hinter einer Bezahlschranke und werden hier nicht wiedergegeben.
Was die fünf Angebote angeben und was nicht
Die folgende Auszählung ist die Grundlage für alles, was auf dieser Seite steht. Sie zählt, wie viele der fünf geprüften Angebote eine bestimmte Angabe überhaupt machen, wer sie macht und warum sie bei diesem Thema zählt. Wo eine Quote bei null steht, ist das die Aussage und keine Lücke in der Recherche. Drei Zeilen stechen heraus, und alle drei betreffen genau die Frage, mit der jemand vor dem Regal steht, dessen Hund eine bestimmte Tierart nicht bekommen soll.
| Angabe | Quote | Wer sie macht und wer nicht | Warum sie zählt |
|---|---|---|---|
| Zutatenliste im Angebot lesbar | 4 von 5 | MERA, The Hunger of the Wolf, Happy Dog und HEY HOLY weisen eine Zusammensetzung im Text aus. Bei Nature’s Protection stehen unter Wichtige Informationen nur die Zeilen Tränenflecken und Trocken lagern. | Bei einem Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit ist die Zutatenliste die einzige Angabe, mit der sich eine bestimmte Tierart meiden lässt. Fehlt sie, ist jede weitere Frage gegenstandslos. |
| Liste ohne Sammelkategorie | 3 von 5 | MERA, The Hunger of the Wolf und HEY HOLY benennen jede Position einzeln. Happy Dog führt Öle und Fette als Kategorie. Nature’s Protection führt gar nichts. | Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe c erlaubt bei Heimtierfutter, die Zutat durch ihre Kategorie zu ersetzen. Wer Kategorien liest, erfährt nicht, von welchem Tier ein Bestandteil stammt. |
| Tierart bei jeder tierischen Zutat benannt | 0 von 5 | Bei MERA bleiben Geflügelproteinhydrolysat und Geflügelfett offen, bei The Hunger of the Wolf Fischmehl, Geflügelfett und Geflügelleber, bei Happy Dog Öle und Fette sowie hydrolysiertes Protein, bei HEY HOLY das Proteinhydrolysat. Bei Nature’s Protection fehlt die Liste ganz. | Das ist die zentrale Zahl dieser Seite. Kein einziges der fünf Angebote erlaubt es, eine bestimmte Tierart sicher auszuschließen. Genau das ist aber der Zweck, für den diese Produkte gekauft werden. |
| Tatsächlich nur eine tierische Quelle | 0 von 5 | MERA nennt neben Truthahn drei weitere tierische Posten, The Hunger of the Wolf drei, Happy Dog zwei unbestimmte, HEY HOLY zwei weitere, Nature’s Protection laut Datenfeld Lachsöl und Krill neben dem Weißfisch. | Vier der fünf Angebote werben mit einer einzigen Proteinquelle, mit Monoprotein oder mit dem Datenfeld Einzelzutat. Keines dieser vier hält die Aussage in der eigenen Deklaration durch. |
| Mehr als eine Prozentangabe in der Liste | 1 von 5 | Nur MERA beziffert zehn von dreizehn Zutaten. The Hunger of the Wolf, Happy Dog und HEY HOLY nennen je genau eine Zahl, nämlich die gesetzlich vorgeschriebene zur hervorgehobenen Zutat. Nature’s Protection nennt keine. | Eine einzelne Prozentzahl ist keine Freundlichkeit, sondern die Pflicht aus Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe a. Erst mehrere Zahlen machen eine Rezeptur nachvollziehbar. |
| Analytische Bestandteile eindeutig zugeordnet | 1 von 5 | Nur MERA nennt Protein, Fett, Rohfaser und Rohasche im Text dieser Sorte. Bei The Hunger of the Wolf stehen mehrere Wertesätze eines Sortenvergleichs ohne Zuordnung, bei den drei übrigen steht nichts. | Anhang VII Kapitel II der Verordnung schreibt für Alleinfutter für Hunde genau vier Werte vor: Rohprotein, Rohfaser, Rohöle und -fette sowie Rohasche. Im Online-Angebot fehlen sie fast durchweg. |
| Energiedichte in Kilokalorien je 100 Gramm | 0 von 5 | Keines der fünf Angebote nennt einen Energiewert, weder im Text noch in den Datenfeldern. | Ohne diesen Wert lässt sich weder die Tagesration ausrechnen noch der Preis je Mahlzeit. Vorgeschrieben ist er nicht; die Verordnung regelt in Anhang VII nur, nach welcher Methode er zu bestimmen ist, sofern er angegeben wird. |
| Futtermittelart ausdrücklich benannt | 1 von 5 | Nur MERA spricht im Beschreibungstext von einem Alleinfutter. Die anderen vier verwenden das Wort an keiner Stelle. | Artikel 15 Buchstabe a verlangt die Angabe Einzelfuttermittel, Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel. Wer sie nicht findet, weiß nicht, ob das Produkt allein satt und versorgt macht. |
| Aussage zur Kreuzkontamination der Linie | 0 von 5 | Kein Angebot und keine Herstellerseite sagt etwas darüber, ob eine Produktionslinie zwischen zwei Sorten gereinigt wird oder ob Spuren anderer Tierarten enthalten sein können. | Bei jedem der fünf Hersteller laufen mehrere Tierarten durch dasselbe Sortiment. Wer eine Tierart strikt meiden soll, müsste genau das wissen. Erfahren tut er es nirgends. |
| Hauptprotein hydrolysiert | 0 von 5 | In vier der fünf Rezepturen steht ein Hydrolysat, aber immer als Nebenzutat weit hinten in der Liste: hydrolysierte Geflügelleber, Geflügelproteinhydrolysat, hydrolysiertes Protein, Proteinhydrolysat. | Die von der Stiftung Warentest wiedergegebene fachliche Definition von hypoallergen verlangt, dass das enthaltene Eiweiß in hydrolysierter Form vorliegt. Ein Hydrolysat als Geschmackskomponente erfüllt das nicht. |
| Wort hypoallergen im eigenen Angebot | 2 von 5 | HEY HOLY führt es im Produkttitel und im Datenfeld Allergen, The Hunger of the Wolf im Beschreibungstext und im Datenfeld Vorteile. MERA, Happy Dog und Nature’s Protection verwenden es nicht. | Beide Angebote, die das Wort verwenden, liefern keine Begründung dafür. Artikel 13 Absatz 1 verlangt, dass eine solche Angabe objektiv und nachprüfbar ist und wissenschaftlich begründet werden kann. |
| Bewertungen gelten einer Variantenfamilie | 5 von 5 | Bei allen fünf weicht die aufgerufene Nummer von der Elternnummer ab. In vier Familien hängen Sorten mit anderen Tierarten, allein bei MERA sind es nur zwei Gebindegrößen derselben Rezeptur. | Wer aus Sternen ableiten will, ob ein Hund eine bestimmte Rezeptur verträgt, liest bei vier von fünf Angeboten überwiegend Rückmeldungen zu anderen Tierarten mit. |
Der Befund lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Angegeben wird zuverlässig das, was das Gesetz erzwingt, und verschwiegen wird das, worauf es bei diesem Produktversprechen ankommt. Vier von fünf nennen eine Prozentzahl zur beworbenen Fleischsorte, weil Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe a sie vorschreibt. Aber null von fünf benennen jede tierische Zutat mit ihrer Tierart, null von fünf enthalten tatsächlich nur eine tierische Quelle, null von fünf sagen etwas zur Reinigung der Produktionslinie, und null von fünf nennen eine Energiedichte. Der Kaufinteressent bekommt also präzise die Zahl geliefert, die für das Marketing gebraucht wird, und keine einzige von denen, die er für seinen eigentlichen Zweck bräuchte.
Fünf Wörter auf der Packung und was sie belegen
Auf den fünf geprüften Packungen stehen zusammen fünf Wörter, die den Preis tragen: hypoallergen, sensitiv, Monoprotein, getreidefrei und glutenfrei. Vier davon sind rechtlich nicht definiert, das fünfte ist wenigstens nachprüfbar. Die folgende Übersicht trennt sauber, was das Recht dazu sagt, was die fachliche Lesart ist und was im geprüften Feld tatsächlich dahintersteckt.
| Wort | Was das Recht dazu sagt | Was fachlich gemeint ist | Was im Feld dahintersteckt |
|---|---|---|---|
| hypoallergen | In der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 kommt das Wort an keiner Stelle vor. Es gibt keine Definition, keinen Grenzwert und kein Verfahren. Zulässig ist es als Angabe nach Artikel 13 nur, wenn es objektiv, nachprüfbar und wissenschaftlich begründet ist. | Die Stiftung Warentest gibt die tiermedizinische Lesart so wieder: Das enthaltene Eiweiß muss in hydrolysierter, also aufgespaltener Form vorliegen, und üblicherweise wird nur eine einzige Eiweißquelle eingesetzt. | Zwei von fünf Angeboten verwenden das Wort. Keines der beiden enthält ein hydrolysiertes Hauptprotein, und beide führen mehrere tierische Quellen in der eigenen Zutatenliste. |
| sensitiv | Ebenfalls nicht definiert. Rechtlich handelt es sich nach Auskunft der Stiftung Warentest um dieselbe Kategorie wie bei jedem anderen Alleinfutter, nämlich um ein Alleinfuttermittel nach Artikel 15 Buchstabe a. | Keine fachliche Festlegung. Die so beworbenen Futter sind entsprechend unterschiedlich zusammengesetzt, die Proteinquellen wechseln, und die Werbeversprechen zielen auf Getreidefreiheit, Glutenfreiheit oder Verdaulichkeit. | Ein Angebot trägt das Wort im Produktnamen. Die Stiftung Warentest fasst ihren Trockenfutter-Test vom 24.07.2025 frei zugänglich damit zusammen, dass sich Mehrausgaben für Sensitiv-Futter oft nicht lohnen. |
| Monoprotein | Nicht definiert. Es gibt keine Vorschrift, wie viele tierische Quellen ein so bezeichnetes Futter enthalten darf und ob Fette, Hydrolysate und Öle mitzählen. | Gemeint ist üblicherweise eine einzige tierische Eiweißquelle. Ob tierisches Fett, ein Proteinhydrolysat und ein Fischöl dazugehören, ist genau die Stelle, an der die Angabe in der Praxis auseinanderfällt. | Ein Angebot wirbt ausdrücklich damit und führt gleichzeitig Öle und Fette sowie ein hydrolysiertes Protein ohne Tierart in der eigenen Liste. |
| getreidefrei | Nicht definiert, aber immerhin nachprüfbar: In einer offenen Zutatenliste steht entweder Getreide oder es steht keines. Ersetzt wird es fast immer durch Kartoffel, Erbse oder Kichererbse. | Die Stiftung Warentest hält fest, dass Hunde die Stärke aus Getreide durchaus verdauen können, dass eine Studie die gegenteilige Annahme widerlegt hat und dass Getreide wegen seiner Ballaststoffe und Mineralstoffe ein guter Energielieferant ist. | Drei von fünf Angeboten werben mit getreidefrei. Mit dem Auslöser einer Futtermittelallergie hat das nichts zu tun: Die häufigen Auslöser sind tierische Proteine, nicht Getreide. |
| glutenfrei | Es gibt keine Vorschrift, wie viel Gluten ein als glutenfrei deklariertes Tierfutter höchstens enthalten darf. Die Stiftung Warentest weist ausdrücklich darauf hin, dass solches Futter Spuren von Gluten enthalten kann. | Gluten aus Getreide vertragen Hunde meist; eine Glutenallergie ist nach derselben Quelle sehr selten. Es gibt zudem glutenfreies Getreide, etwa Reis oder Hirse. | Zwei Angebote werben mit glutenfrei. Das eine davon enthält Reis, also Getreide, was kein Widerspruch ist, im Regal aber regelmäßig als einer gelesen wird. |
Eine Abgrenzung verdient dabei besondere Aufmerksamkeit, weil sie im Handel systematisch verwischt wird: Getreidefrei ist nicht dasselbe wie hypoallergen, und beides ist nicht dasselbe wie glutenfrei. Die häufigen Auslöser einer Futtermittelallergie sind tierische Proteine. Getreide gehört nicht dazu, und eine Glutenallergie ist nach Auskunft der Stiftung Warentest sehr selten. Wer getreidefrei kauft, tauscht eine Kohlenhydratquelle gegen eine andere, meist Kartoffel, Erbse oder Kichererbse. Genau das leisten drei der fünf Futter dieses Vergleichs, und keines von ihnen kommt dadurch der Frage näher, welche Tierart im Sack ist.
Der zweite Punkt betrifft die Reihenfolge der Zutaten. Artikel 17 Absatz 1 Buchstabe e verlangt, dass die Liste in absteigender Reihenfolge nach Gewicht steht. Die erste Zeile ist also immer die schwerste Zutat, und genau diese eine Zeile ist die wertvollste Information auf der Packung. In diesem Feld steht die namensgebende Tierart nur bei zwei von fünf Futtern an erster Stelle. Bei einem beginnt die Liste mit Kartoffel, das Pferdeprotein folgt mit 15 Prozent, bei einem weiteren stehen Truthahnfrischfleisch und Kartoffelflocken gleichauf bei je 25 Prozent. Für heranwachsende Hunde gilt dieselbe Leseregel, dort allerdings vor dem Hintergrund eines deutlich höheren Nährstoffbedarfs, wie der Welpenfutter-Vergleich im Einzelnen zeigt.
Warum hier kein Diätfuttermittel steht
Der Altbestand dieser Seite führte sieben Produkte, darunter eines mit der Bezeichnung Diät-Trockenfutter für Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten. Im Datenblatt desselben Angebots stand im Feld Diättyp der Eintrag Veterinär-Diät. Dieses Produkt ist bei der Neufassung entfernt worden, und der Grund gehört auf diese Seite, weil er die Systematik der ganzen Warengruppe erklärt.
Futtermittel für besondere Ernährungszwecke sind eine eigene Rechtskategorie. Nach Artikel 9 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 darf ein solches Futter nur dann als solches in den Verkehr gebracht werden, wenn der vorgesehene Verwendungszweck in dem Verzeichnis nach Artikel 10 aufgeführt ist und das Futter die dort festgelegten wichtigsten Ernährungsmerkmale erfüllt. Artikel 18 verlangt zusätzlich drei Dinge: das Bestimmungswort Diät in Verbindung mit der Futtermittelbezeichnung, das ausschließlich dieser Kategorie vorbehalten ist, die für den Verwendungszweck vorgeschriebenen Angaben aus dem Verzeichnis und den ausdrücklichen Hinweis, dass vor der Verwendung oder vor einer Verlängerung der Verwendungsdauer der Rat eines Fütterungsexperten oder Tierarztes eingeholt werden sollte.
Ein Produkt, das diese Kennzeichnung trägt, richtet sich an eine Indikation und nicht an einen Suchbegriff. Es in eine Rangliste mit gewöhnlichen Alleinfuttermitteln zu stellen, würde nahelegen, dass beides gegeneinander abgewogen werden kann. Das kann es nicht. Wenn eine Tierärztin oder ein Tierarzt ein solches Futter vorsieht, ist die Auswahl damit getroffen und dieser Vergleich gegenstandslos. Wenn nicht, gehört das Produkt nicht in den Warenkorb. Aus demselben Grund ist ein weiteres der ursprünglich sieben Produkte entfallen, allerdings aus einem anderen Grund: Es stammte vom selben Hersteller wie ein bereits enthaltenes Futter, und dieser Vergleich enthält bewusst fünf Produkte von fünf verschiedenen Herstellern.
Die fünf Futter im Detail

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 23.08.2026: 64,99 Euro für 12,5 kg Beutel
Bei Amazon ansehenMERA pure sensitive Fresh Meat Truthahn und Kartoffeln, getreidefreies Hundetrockenfutter für ausgewachsene Hunde, 12,5-Kilogramm-Beutel, offene Deklaration mit Prozentangabe bei zehn von dreizehn Zutaten, Truthahnfrischfleisch 25 Prozent, Kartoffelflocken 25 Prozent, Truthahnprotein 20 Prozent getrocknet
Die Auszeichnung geht an dieses Futter nicht, weil es der beste Inhalt für den Napf wäre oder weil es eine Allergie lindern würde. Beides ließe sich ohne Diagnose und ohne Labor gar nicht sagen, und diese Seite behauptet es auch nicht. Sie geht an das einzige der fünf Angebote, in dem sich vor dem Kauf beides nachlesen lässt: was drin ist, mit einer Prozentzahl für die meisten Zutaten, und was analytisch dabei herauskommt. Für jemanden, der mit seinem Hund gerade eine bestimmte Tierart meiden soll, ist das der einzige praktisch verwertbare Unterschied im ganzen Feld. Bemerkenswert ist dabei, was auf diesem Etikett nicht steht: Das Wort hypoallergen kommt im gesamten Angebot nicht vor. Beworben wird sensitiv, beworben wird getreidefrei, beworben wird eine Rezeptur mit begrenzter Zutatenzahl. Das ist genau die Zurückhaltung, die zwei andere Anbieter in diesem Feld nicht aufbringen. Der Preis dafür ist eine unangenehme Wahrheit, die dieselbe Deklaration gleich mitliefert: Neben dem Truthahn stehen Geflügelproteinhydrolysat, Geflügelfett und Lachsöl in der Liste, und zwei dieser drei Positionen tragen keine Prozentzahl. Wer wirklich nur eine einzige Tierart füttern soll, bekommt das auch hier nicht.
Tierische Quellen laut Liste: Truthahn, Geflügel unbestimmter Art zweimal, Lachs. Analytische Bestandteile: Protein 23 %, Fett 12,5 %, Rohfaser 2,5 %, Rohasche 7,2 %. Energiedichte: nicht angegeben.
Was die Deklaration hergibt: Dieses Angebot ist der Sonderfall im Feld, und zwar im guten Sinn. Es ist das einzige der fünf, das die Zusammensetzung nicht nur auflistet, sondern den meisten Zutaten einen eigenen Gewichtsprozentsatz mitgibt: Truthahnfrischfleisch 25 Prozent, Kartoffelflocken 25 Prozent, Truthahnprotein 20 Prozent getrocknet, Kartoffelstärke 13 Prozent, Apfeltrester 3,6 Prozent, Rübentrockenschnitzel 3 Prozent, Leinsamen 2,3 Prozent, Lachsöl 0,25 Prozent, Sonnenblumenöl 0,1 Prozent und Zichorien-Inulin 0,1 Prozent. Vorgeschrieben ist eine solche Zahl nach Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 nur für die Zutat, die in der Kennzeichnung hervorgehoben wird, hier also für Truthahn und für Kartoffel. Alles Weitere ist freiwillig. Dazu kommen die analytischen Bestandteile mit Protein 23 Prozent, Fettgehalt 12,5 Prozent, Rohfaser 2,5 Prozent, Rohasche 7,2 Prozent, Calcium 1,25 Prozent, Phosphor 0,9 Prozent und Natrium 0,35 Prozent sowie eine vollständige Zusatzstoffliste je Kilogramm. Genau diese Offenheit legt allerdings auch frei, worauf es auf dieser Seite ankommt: Ohne Prozentzahl bleiben ausgerechnet drei Positionen, und zwei davon sind tierisch. Geflügelproteinhydrolysat und Geflügelfett stehen ohne Zahl in der Liste, dazu kommt Lachsöl mit 0,25 Prozent. In einem Futter, das mit einer begrenzten Zutatenzahl beworben wird, stammen damit mindestens drei Positionen von anderen Tieren als dem Truthahn auf der Vorderseite.
- Das einzige Angebot im Feld, das den meisten Zutaten einen eigenen Gewichtsprozentsatz mitgibt, obwohl die Verordnung das nur für die hervorgehobene Zutat verlangt
- Analytische Bestandteile vollständig im Angebotstext und eindeutig dieser Sorte zugeordnet: Protein 23 Prozent, Fettgehalt 12,5 Prozent, Rohfaser 2,5 Prozent, Rohasche 7,2 Prozent, dazu Calcium, Phosphor und Natrium
- Das einzige Angebot, das die Futtermittelart ausdrücklich benennt und von einem Alleinfutter spricht, eine Pflichtangabe nach Artikel 15 Buchstabe a der Verordnung
- Verzichtet vollständig auf das Wort hypoallergen und wirbt stattdessen mit sensitiv und mit einer begrenzten Zutatenzahl
- Kleinste Variantenfamilie im Vergleich: unter der Elternnummer hängen nur zwei Gebindegrößen derselben Rezeptur, die Bewertungen sind dadurch aussagekräftiger als bei den anderen vier
- Der Hersteller sagt im eigenen Shop drei Monate Geld-zurück-Garantie zu und benennt für Streitfälle eine externe Ombudsstelle mit eigener Rufnummer
- Trotz begrenzter Zutatenzahl stehen neben dem Truthahn drei weitere tierische Posten in der Liste: Geflügelproteinhydrolysat, Geflügelfett und Lachsöl. Für eine gezielte Vermeidung einer einzelnen Tierart ist das Futter damit nicht geeignet
- Ausgerechnet Geflügelproteinhydrolysat und Geflügelfett tragen keine Prozentzahl, obwohl zehn andere Zutaten eine haben; die Menge dieser beiden tierischen Posten bleibt offen
- Das Wort Geflügel benennt eine Tiergruppe, keine Tierart. Ob Huhn, Pute oder Ente dahintersteht, lässt sich dem Angebot nicht entnehmen
- Keine Energiedichte in Kilokalorien je 100 Gramm, weder im Text noch in den Datenfeldern; ohne diesen Wert lässt sich die Tagesration nicht nachrechnen
- Das Datenfeld Besondere Merkmale behauptet geeignet bei Leishmaniose und purinarm. Das ist eine krankheitsnahe Angabe in einem Datenfeld, ohne Beleg und ohne Nennung eines Purinwertes
- Mit 5,20 Euro je Kilogramm der dritthöchste Kilopreis im Feld, und die Stiftung Warentest hält Mehrausgaben für Sensitiv-Futter in ihrem frei zugänglichen Fazit oft für nicht lohnend
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting mit der kleinsten Familie im Feld. Die aufgerufene Nummer B07FMXPSL6 weicht von der Elternnummer B09HCV766X ab, unter der Elternnummer hängen jedoch nur zwei Gebindegrößen derselben Rezeptur, nämlich 4 und 12,5 Kilogramm; das Variantenfeld Mustername steht auf Single. Die 739 Bewertungen gelten damit als einzige in diesem Vergleich weitgehend einer einzigen Zusammensetzung und nicht einem Sortiment mit wechselnden Tierarten.
Passt zu: Wer vor dem Kauf schwarz auf weiß lesen will, welche Zutat in welcher Menge im Sack ist, wer eine Nachweiskette bis zur Prozentzahl braucht und wer ein Futter sucht, dessen Bewertungen sich weitgehend auf eine einzige Rezeptur beziehen.
Passt nicht zu: Wer eine einzelne Tierart strikt meiden soll und dafür eine Deklaration ohne unbenannte tierische Posten braucht, wer die Tagesration selbst ausrechnen will und dafür eine Kilokalorienangabe benötigt, und wer beim Kilopreis auf jeden Cent schaut.
Offen geblieben: Die Energiedichte in Kilokalorien je 100 Gramm, die Tierart hinter Geflügelproteinhydrolysat und Geflügelfett, deren Mengenanteil, der Feuchtegehalt des fertigen Futters und jede Aussage zur Reinigung der Produktionslinie zwischen zwei Sorten ließen sich am 23.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
Herstellerdaten anzeigen

Bestellbarkeit und Preis geprüft am 23.08.2026: 43,99 Euro für 14 kg Beutel
Bei Amazon ansehenThe Hunger of the Wolf Trockenfutter mit Lamm und Reis für ausgewachsene Hunde aller Rassen, 14-Kilogramm-Beutel, Zusammensetzung beginnt mit Lammmehl 20 Prozent, gefolgt von Reis, Mais, Fischmehl, Maiskeimen, Geflügelfett und hydrolysierter Geflügelleber
Mit 3,14 Euro je Kilogramm ist dieses Futter das mit Abstand günstigste im Vergleich, und mit 2.284 Bewertungen hat es die breiteste Rückmeldungsbasis. Beides ist echt und beides zählt. Der Grund, warum es trotzdem nicht die Auszeichnung bekommt, steht in seiner eigenen Produktbeschreibung. Ein Futter, das im Datenfeld als Einzelzutat geführt wird und dessen Beschreibung eine hypoallergene Formel verspricht, enthält laut eigener Deklaration vier tierische Quellen, von denen drei die Tierart nicht nennen. Ein Aufzählungspunkt wirbt mit frei von Huhn, zwei Zeilen der Zutatenliste beginnen mit Geflügel. Genau an dieser Stelle greift Artikel 13 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 767/2009: Eine Angabe zu einem spezifischen nährstoffbezogenen Merkmal muss objektiv und nachprüfbar sein, und der für die Kennzeichnung Verantwortliche muss auf Anfrage der Behörde eine wissenschaftliche Begründung vorlegen können. Im Angebot findet sich keine, und die Verordnung selbst kennt das Wort hypoallergen an keiner Stelle. Für einen Hund ohne jeden Verdacht auf eine Unverträglichkeit ist das hier ein preiswertes Trockenfutter mit lesbarer Zutatenliste. Für einen Hund, bei dem eine Tierart gemieden werden soll, ist es das Gegenteil dessen, was die Vorderseite verspricht.
Tierische Quellen laut Liste: Lamm, Fisch unbestimmter Art, Geflügel unbestimmter Art zweimal. Analytische Bestandteile: mehrere Wertesätze ohne Zuordnung. Energiedichte: nicht angegeben.
Was die Deklaration hergibt: Dieses Angebot ist das billigste im Feld und zugleich dasjenige, an dem sich der Kern dieser Seite am deutlichsten zeigen lässt. Im Datenfeld Vorteile steht wörtlich eine hypoallergene Formel für empfindliche Verdauung und Allergielinderung, im Feld Diättyp steht Einzelzutat, und der Beschreibungstext spricht von einer hypoallergenen und verdauungsfreundlichen Formel. Die Zutatenliste desselben Angebots lautet: Lammmehl 20 Prozent, Reis, Mais, Fischmehl, Maiskeime, Geflügelfett, hydrolysierte Geflügelleber, Leinsamen, Hefe, Kokosöl, Mannanoligosaccharide, Fructooligosaccharide, Beta-Glucane, Glucosamin, Chondroitin, Yucca und Futterzusätze. Das sind vier verschiedene tierische Quellen in einem Produkt, das als Einzelzutat geführt wird: Lamm, Fisch ohne Angabe der Art, Geflügelfett und hydrolysierte Geflügelleber. Dazu kommt ein zweiter Widerspruch im selben Angebot. Der erste Aufzählungspunkt verspricht frei von Huhn, während zwei Positionen der Zutatenliste von Geflügel stammen, ohne die Art zu benennen. Beides steht im selben Text, keine drei Bildschirmhöhen voneinander entfernt. Der dritte Punkt ist rechnerisch: Der Aufzählungstext beziffert 195 Gramm Lamm in einem Kilogramm Futter, die Deklaration nennt 20 Prozent Lammmehl, also 200 Gramm. Fünf Gramm Abweichung sind belanglos, die Tatsache, dass zwei Zahlen auf derselben Seite nicht übereinstimmen, ist es nicht.
- Niedrigster Kilopreis im Vergleich mit 3,14 Euro; für einen Hund mit 15 Kilogramm Körpergewicht sind das rund 267 Euro Futterkosten im Jahr gegenüber rund 1.133 Euro beim teuersten Angebot des Feldes
- Breiteste Bewertungsbasis im Feld mit 2.284 Stimmen und 4,4 Sternen, allerdings verteilt auf eine ganze Variantenfamilie
- Vollständige Zutatenliste im Angebotstext lesbar, mit Prozentzahl beim namensgebenden Lammmehl und mit ausgeschriebenen Zusatzstoffen
- Die namensgebende Zutat steht tatsächlich an erster Stelle der Zusammensetzung; das trifft in diesem Feld nur auf zwei von fünf Futtern zu
- Größtes Gebinde im Vergleich mit 14 Kilogramm, damit die niedrigsten Kosten je Mahlzeit für mittelgroße und große Hunde
- Vier tierische Quellen in einem Produkt, das im Datenfeld Diättyp als Einzelzutat geführt wird: Lamm, Fischmehl, Geflügelfett und hydrolysierte Geflügelleber
- Der Aufzählungspunkt frei von Huhn steht im selben Angebot wie zwei Zutaten, die von Geflügel stammen und die Tierart nicht benennen; für einen Hund mit Verdacht auf eine Geflügelunverträglichkeit ist das Angebot damit unbrauchbar
- Die Auslobung hypoallergen wird an keiner Stelle begründet. Das Hauptprotein liegt nicht hydrolysiert vor, hydrolysiert ist allein die Geflügelleber, und die steht an siebter Stelle
- Fischmehl benennt keine Fischart. Nach dem Katalog der Einzelfuttermittel, Verordnung (EU) Nr. 68/2013, Nummer 10.4.2, ist Fischmehl schlicht ein Erzeugnis aus ganzen Fischen oder Fischteilen
- Zwei Zahlen zum Lammanteil im selben Angebot: 195 Gramm je Kilogramm im Aufzählungstext, 20 Prozent Lammmehl in der Deklaration
- Die analytischen Bestandteile erscheinen nur als Sammelblock eines Sortenvergleichs mit mehreren Wertesätzen hintereinander, ohne dass ein Satz dieser Sorte zugeordnet wäre
- Weder Energiedichte noch Futtermenge im Angebot; der Hersteller führt kein Impressum und keine Rufnummer
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting mit einer besonders breiten Familie. Die aufgerufene Nummer B07WQLXBSM weicht von der Elternnummer B0DK1Q1P9V ab. Unter dieser Elternnummer hängen die Sorten Huhn, Huhn High Energy, Huhn Light, Huhn Welpe, Huhn mit Lamm, Lachs und Kartoffeln, Lamm Welpe, Lamm und Reis, Rind und Vollkornreis sowie Wild und Süßkartoffeln, dazu sechs Rassezuschnitte und drei Gebindegrößen. Die 2.284 Bewertungen gelten damit einem Sortiment mit mindestens fünf verschiedenen Hauptproteinquellen. Wer aus diesen Sternen ablesen will, ob ein Hund gerade dieses Lamm verträgt, liest überwiegend Rückmeldungen zu Hühnerfutter mit.
Passt zu: Wer ein preiswertes Alleinfutter für einen gesunden ausgewachsenen Hund ohne besondere Anforderungen sucht, wer ein großes Gebinde braucht und wer eine breite Rückmeldungsbasis schätzt, ohne aus ihr eine Aussage über eine einzelne Rezeptur abzuleiten.
Passt nicht zu: Wer Geflügel oder Fisch meiden soll, wer eine belegte Aussage zur Tierart braucht, wer die Nährwerte dieser konkreten Sorte vor dem Kauf lesen will und wer einen Hersteller mit erreichbarem Kundendienst erwartet.
Offen geblieben: Die Fischart hinter dem Fischmehl, die Geflügelart hinter Geflügelfett und hydrolysierter Geflügelleber, die dieser Sorte zugehörigen analytischen Bestandteile, die Energiedichte, die Futtermenge je Hundegewicht und die Frage, welches der drei genannten Länder für die Produktion steht, ließen sich am 23.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
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Bestellbarkeit und Preis geprüft am 23.08.2026: 19,88 Euro für 3 kg als Dreierpack
Bei Amazon ansehenHappy Dog Sensible Montana M Trockenfutter mit Pferd, Dreierpack zu je einem Kilogramm, glutenfrei und getreidefrei, als Monoprotein beworben, Zusammensetzung beginnt mit Kartoffel, gefolgt von Pferdeprotein 15 Prozent, Kartoffelprotein sowie Ölen und Fetten
Pferd ist in Europa eine Tierart, die in Hundefutter selten vorkommt, und genau darum geht es bei diesem Produkt. Die Stiftung Warentest beschreibt in ihrem frei zugänglichen Ratgeber genau dieses Vorgehen: Bei Hunden mit einer Allergie gegen häufig eingesetzte Fleischsorten wie Schwein, Rind und Huhn kommen Eiweißquellen zum Einsatz, die der Hund bisher noch nicht bekommen hat und gegen die er daher noch keine Allergie entwickeln konnte, beispielsweise Strauß, Pferd oder Insekten. Das Prinzip ist also anerkannt, und dieses Futter setzt es dem Namen nach um. Nur endet die Nachvollziehbarkeit genau dort, wo sie anfangen müsste. Die Liste nennt Öle und Fette als Kategorie und hydrolysiertes Protein ohne Tierart, und der schwerste Posten der Rezeptur ist nicht das Pferd, sondern die Kartoffel; das Pferdeprotein folgt mit 15 Prozent an zweiter Stelle. Dazu kommt eine Besonderheit, die beim schnellen Lesen leicht untergeht: Verkauft wird ein Dreierpack zu je einem Kilogramm, nicht ein Zehnkilosack. Der ausgewiesene Preis von 19,88 Euro entspricht 6,63 Euro je Kilogramm. Der praktische Vorteil dieser Packungsgröße ist real: Drei Kilogramm reichen bei einem Hund mit 15 Kilogramm Körpergewicht knapp zwei Wochen, und wer ein neues Futter erst einmal in kleiner Menge anbieten möchte, verschwendet hier am wenigsten. Wer sein Futter jedoch dauerhaft aus dieser Packungsgröße bezieht, zahlt mehr als das Doppelte des günstigsten Angebots im Feld.
Tierische Quellen laut Liste: Pferd, dazu zwei Posten ohne Tierart. Analytische Bestandteile: nicht angegeben. Energiedichte: nicht angegeben.
Was die Deklaration hergibt: Dieses Futter wirbt in seinem ersten Aufzählungspunkt mit Monoprotein aus Pferdefleisch für Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten, und im Datenfeld Besondere Merkmale steht das Wort Monoprotein noch einmal. Die Zutatenliste im selben Angebot lautet: Kartoffel getrocknet, Pferdeprotein getrocknet 15 Prozent, Kartoffelprotein getrocknet, Öle und Fette, Rübenmelasseschnitzel getrocknet und entzuckert, hydrolysiertes Protein, Apfeltrester getrocknet, Natriumchlorid und Hefe extrahiert. Zwei dieser neun Positionen lassen offen, von welchem Tier sie stammen, und beide sind für diese Seite die entscheidenden. Öle und Fette ist keine Zutat, sondern eine Kategoriebezeichnung. Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 erlaubt bei Mischfuttermitteln für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere ausdrücklich, die spezifische Bezeichnung des Einzelfuttermittels durch die Bezeichnung der Kategorie zu ersetzen. Für Hundefutter heißt das: Ein Hersteller darf schreiben, dass Fett drin ist, ohne zu sagen, ob es von einem Rind, einem Schwein oder einem Huhn stammt. Der Katalog der Einzelfuttermittel, Verordnung (EU) Nr. 68/2013, beschreibt unter Nummer 9.2.1 Tierfett schlicht als Erzeugnis, das aus Fett warmblütiger Landtiere besteht. Die zweite offene Position heißt hydrolysiertes Protein, ebenfalls ohne Tierart. Damit ist die Monoprotein-Aussage aus dem Angebot heraus nicht überprüfbar. Sie ist nicht widerlegt, sie ist unbelegt, und für eine gezielte Vermeidung einer Tierart ist das dasselbe.
- Höchster Sternewert im Vergleich mit 4,7 bei 249 Bewertungen, wenn auch verteilt auf sieben Sorten der Variantenfamilie
- Pferd als in Hundefutter selten eingesetzte Tierart, ausdrücklich mit einer Prozentzahl beziffert: Pferdeprotein getrocknet 15 Prozent
- Kleinstes Einstiegsgebinde im Feld: drei einzeln verpackte Kilogramm statt eines großen Sacks, damit weniger Verlust, wenn ein Futter nicht angenommen wird, und kürzere Standzeit nach dem Öffnen
- Einziger Hersteller im Vergleich mit veröffentlichten Beratungszeiten von montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr und freitags 8 bis 15 Uhr sowie einer eigenen Rubrik Futterberatung
- Getreide- und glutenfreie Rezeptur auf Kartoffelbasis, damit ohne Weizen, Gerste und Roggen
- Die Zutat Öle und Fette ist eine Kategoriebezeichnung nach Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe c und benennt keine Tierart; damit ist die Monoprotein-Aussage aus dem Angebot heraus nicht überprüfbar
- Zweiter Posten ohne Tierart: hydrolysiertes Protein steht an sechster Stelle der Liste, ebenfalls ohne Angabe, von welchem Tier es stammt
- Der schwerste Posten der Rezeptur ist Kartoffel, das namensgebende Pferdeprotein folgt mit 15 Prozent an zweiter Stelle
- Weder analytische Bestandteile noch Energiedichte noch eine Futtermenge im Angebot; von den vier Pflichtwerten nach Anhang VII Kapitel II der Verordnung steht kein einziger im Text
- Das Datenfeld Hersteller nennt die Interquell GmbH, das Impressum des Markenshops die IQ Petfood Service GmbH; zwei Rechtsträger für dasselbe Produkt
- Widersprüchliche Datenfelder: Diättyp steht auf Roh, obwohl extrudierte Kroketten verkauft werden, und Gelegenheit und Anlass steht auf therapeutic, ohne dass das Futter ein Diätfuttermittel wäre
- Mit 6,63 Euro je Kilogramm der zweithöchste Kilopreis im Feld, weil die Ware als Dreierpack zu je einem Kilogramm und nicht als großes Gebinde angeboten wird
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting mit der breitesten Tierartenspanne im Feld. Die aufgerufene Nummer B0D59XFFJ3 weicht von der Elternnummer B0D1CTP83N ab. Unter dieser Elternnummer hängen die Sorten Africa mit Strauß, Canada mit Lachs, Kaninchen und Lamm, France mit Ente, Ireland mit Lachs und Kaninchen, Montana mit Pferd, Neuseeland mit Lamm und Toscana mit Ente und Lachs, dazu zehn Gebindegrößen von einem Kilogramm bis 12,5 Kilogramm im Doppelpack. Die 249 Bewertungen verteilen sich damit auf sieben Rezepturen mit mindestens sechs verschiedenen Tierarten. Ausgerechnet bei einem Futter, dessen Verkaufsargument die eine seltene Tierart ist, sagt der Sternewert über diese Tierart am wenigsten aus.
Passt zu: Wer ein Futter mit einer in Europa selten verwendeten Tierart sucht, wer erst einmal eine kleine Menge anbieten möchte, ohne einen großen Sack zu riskieren, und wer Wert auf einen Hersteller mit erreichbarer Beratung und veröffentlichten Servicezeiten legt.
Passt nicht zu: Wer eine Deklaration braucht, in der jede tierische Zutat ihre Tierart nennt, wer die Nährwerte vor dem Kauf lesen will und wer einen großen Hund dauerhaft mit dieser Packungsgröße versorgen möchte.
Offen geblieben: Die Tierart hinter Öle und Fette, die Tierart hinter hydrolysiertes Protein, sämtliche analytischen Bestandteile, die Energiedichte, die Futtermenge je Hundegewicht, die Herkunft des Pferdefleisches und das Verhältnis zwischen Interquell GmbH und IQ Petfood Service GmbH ließen sich am 23.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
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Bestellbarkeit und Preis geprüft am 23.08.2026: 50,91 Euro für 7 kg Beutel
Bei Amazon ansehenHEY HOLY Premium Trockenfutter für ausgewachsene Bulldoggen, 7-Kilogramm-Beutel, im Titel als hypoallergen und zu 100 Prozent getreidefrei ausgelobt, Zusammensetzung beginnt mit Lachs 40,0 Prozent, gefolgt von Kartoffelmehl, Erbsenprotein, Erbsen, Kichererbsen und Karotten
Dieses Futter ist im Vergleich das einzige, das das Wort hypoallergen im Produkttitel führt. Damit ist es der klarste Anwendungsfall für den Befund dieser Seite. Die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 kennt das Wort nicht. Die fachliche Definition, die die Stiftung Warentest in ihrem frei zugänglichen Ratgeber wiedergibt, verlangt, dass das enthaltene Eiweiß in hydrolysierter, also aufgespaltener Form vorliegt, und üblicherweise, dass nur eine einzige Eiweißquelle eingesetzt wird. Dieses Futter erfüllt weder das eine noch das andere: Der Lachs mit 40 Prozent ist nicht hydrolysiert, hydrolysiert ist allein ein namenloses Proteinhydrolysat an achter Stelle, und neben dem Lachs stehen drei weitere Proteinquellen in der Liste, darunter mit dem Grünlippmuschelextrakt eine zweite tierische. Was für dieses Angebot spricht, liegt an einer anderen Stelle. Es ist das einzige der fünf, das eine Umstellungsempfehlung mitliefert, und zwar eine differenzierte: schrittweise über zehn Tage, bei empfindlichen Hunden über zwei bis drei Wochen. Genau dieser Punkt entscheidet in der Praxis darüber, ob eine Futterumstellung überhaupt aussagekräftig ist. Und die Geld-zurück-Garantie ist die am genauesten beschriebene Zusage im Feld. Mit 7,27 Euro je Kilogramm gehört das Futter allerdings ins obere Preissegment, und die rassenbezogene Zuschneidung auf Bulldoggen ist eine Marketingaussage, für die im Angebot kein Beleg steht.
Tierische Quellen laut Liste: Lachs, Grünlippmuschel, ein Hydrolysat ohne Tierart. Analytische Bestandteile: nicht angegeben. Energiedichte: nicht angegeben.
Was die Deklaration hergibt: Dieses Angebot trägt das Wort hypoallergen im Produkttitel und noch einmal im Datenfeld Allergen. Der zweite Aufzählungspunkt verspricht frischen Lachs als einzige Proteinquelle. Die Zutatenliste desselben Angebots lautet: Lachs 40,0 Prozent, Kartoffelmehl, Erbsenprotein, Erbsen getrocknet, Kichererbsen getrocknet, Karotten getrocknet, Kartoffelprotein, Proteinhydrolysat, Hefe getrocknet, Sonnenblumenöl, Dicalciumphosphat, Calciumcarbonat, Apfeltrester getrocknet, Flohsamenschalen, Blaubeeren getrocknet, Pfefferminze getrocknet und Grünlippmuschelextrakt. Vier Positionen dieser Liste sind Proteinquellen neben dem Lachs: Erbsenprotein, Kartoffelprotein, ein Proteinhydrolysat ohne Angabe der Tierart und Grünlippmuschelextrakt, also ein Erzeugnis aus einer Muschel und damit aus einem Tier. Die Aussage einzige Proteinquelle ist mit der eigenen Zutatenliste im selben Angebot nicht vereinbar. Zur Prozentzahl beim Lachs gehört ebenfalls eine Einordnung: Sie steht dort nicht aus Entgegenkommen, sondern weil Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe a sie vorschreibt, sobald eine Zutat in Worten, Bildern oder Grafiken hervorgehoben wird. Ein Produktbild mit einem Lachsfilet ist eine solche Hervorhebung. Was in diesem Angebot dagegen vollständig fehlt, sind die analytischen Bestandteile. Rohprotein, Rohfaser, Rohöle und -fette sowie Rohasche kommen im gesamten Text nicht vor, obwohl Anhang VII Kapitel II der Verordnung genau diese vier Werte für Alleinfutter für Hunde vorschreibt.
- Einziges Angebot im Feld mit einer Umstellungsempfehlung, und zwar einer abgestuften: schrittweise über zehn Tage, bei empfindlichen Hunden über zwei bis drei Wochen
- Ausführlichste Zutatenliste im Vergleich mit siebzehn einzeln benannten Positionen, keine davon eine Sammelkategorie
- Die namensgebende Zutat steht an erster Stelle und trägt mit 40,0 Prozent die höchste bezifferte Fleischangabe des gesamten Feldes
- Am genauesten beschriebene Rückgabezusage: dreißig Tage Geld-zurück-Garantie mit Erstattung des vollen Kaufpreises samt Hinversand, Rücksendekosten trägt der Kunde
- Vollständiges Impressum mit Registergericht, Registernummer, zwei Umsatzsteuernummern und namentlich genannten Geschäftsführerinnen
- Der Aufzählungspunkt frischer Lachs als einzige Proteinquelle steht im Widerspruch zur eigenen Zutatenliste, die mit Erbsenprotein, Kartoffelprotein, einem Proteinhydrolysat und Grünlippmuschelextrakt vier weitere Proteinquellen nennt
- Das Wort hypoallergen steht im Produkttitel und im Datenfeld Allergen, ohne dass das Angebot eine Begründung dafür liefert; das Hauptprotein liegt nicht in hydrolysierter Form vor
- Proteinhydrolysat ohne Angabe der Tierart; wer eine bestimmte Tierart meiden soll, kann diesen Posten nicht einordnen
- Keine analytischen Bestandteile im Angebot, obwohl Anhang VII Kapitel II der Verordnung für Alleinfutter für Hunde Rohprotein, Rohfaser, Rohöle und -fette sowie Rohasche vorschreibt
- Der Werbesatz mit Tierärzten entwickelt nennt weder Namen noch Praxis noch Hochschule noch eine Veröffentlichung
- Keine Telefonnummer im Impressum, obwohl Artikel 19 der Verordnung für Heimtierfuttermittel eine kostenfreie Rufnummer oder ein anderes geeignetes Kommunikationsmittel vorsieht
- Mit 7,27 Euro je Kilogramm das zweitteuerste Futter im Feld; die rassenbezogene Zuschneidung auf Bulldoggen ist im Angebot nicht belegt
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting mit einer nach Hunderassen sortierten Familie. Die aufgerufene Nummer B0C2WGWH2P weicht von der Elternnummer B0DN2N2MHC ab. Unter dieser Elternnummer hängen Ente für große Jagdhunde, Ente für Pudel, Ente für Schäferhunde, Forelle für Minis, Huhn für Hütehunde, Lachs für Bulldoggen, Lamm für Retriever, Rind für kleine Jagdhunde und Rind für Molosser, dazu drei Gebindegrößen. Die 367 Bewertungen gelten damit einem Sortiment mit sechs verschiedenen Tierarten, darunter ausgerechnet Huhn und Rind, also die beiden Fleischsorten, die die Stiftung Warentest als häufige Auslöser benennt.
Passt zu: Wer eine ausführlich benannte Zutatenliste ohne Sammelkategorien sucht, wer bei der Umstellung eine konkrete Anleitung des Herstellers haben möchte und wer eine klar formulierte Rückgabezusage schätzt.
Passt nicht zu: Wer der Auslobung hypoallergen einen Inhalt zuschreiben will, wer wirklich nur eine tierische Quelle füttern soll, wer die Nährwerte vor dem Kauf lesen möchte und wer beim Hersteller anrufen können will.
Offen geblieben: Die analytischen Bestandteile, die Energiedichte, die Futtermenge je Hundegewicht, die Tierart hinter dem Proteinhydrolysat, die Herkunft des Lachses samt der Frage nach Wildfang oder Aquakultur und die Namen der beteiligten Tierärzte ließen sich am 23.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
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Bestellbarkeit und Preis geprüft am 23.08.2026: 19,99 Euro für 1,5 kg Beutel
Bei Amazon ansehenNature’s Protection Superior Care Trockenfutter für Hunde mit Weißfisch, 1,5-Kilogramm-Beutel für kleine Rassen, getreidefrei und mit Anti-Tränenflecken-Formel beworben, ohne jede Angabe zur Zusammensetzung im Angebot
Dieses Angebot steht in diesem Vergleich, weil es die Frage der Seite so klar beantwortet wie kein anderes. Es taucht in der Amazon-Ergebnisliste zum Suchbegriff hypoallergenes Hundefutter auf, es gehört zu einer Produktlinie, in der Schwesterangebote das Wort hypoallergen im Titel führen, und es selbst gibt über seinen Inhalt nichts preis. Keine Zusammensetzung, keine Nährwerte, keine Kilokalorien, keine Futtermenge, keine Prozentzahl zum Weißfisch. Der einzige Hinweis auf den Inhalt ist ein Datenfeld, das Lachsöl und antarktischen Krill nennt, also zwei weitere tierische Quellen neben dem Fisch im Produktnamen. Wer bei dem Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit vor dieser Seite steht, bekommt exakt null verwertbare Informationen und zahlt dafür 13,33 Euro je Kilogramm, den höchsten Kilopreis im gesamten Feld. Es gibt einen sachlichen Grund, aus dem das Produkt trotzdem nicht rundheraus abzulehnen ist: Mit 1,5 Kilogramm ist es das kleinste Einzelgebinde im Vergleich, die Krokettengröße ist auf kleine Rassen zugeschnitten, und 715 Bewertungen bei 4,6 Sternen sind eine breite Rückmeldung. Nur ersetzt keine Rückmeldung eine Zutatenliste. Bei einem Hund, der eine bestimmte Tierart nicht bekommen darf, ist eine fehlende Deklaration ein Ausschlusskriterium und kein Schönheitsfehler.
Tierische Quellen laut Liste: Weißfisch unbestimmter Art, Lachs, Krill. Analytische Bestandteile: nicht angegeben. Energiedichte: nicht angegeben.
Was die Deklaration hergibt: Dieses Angebot ist der Extremfall des Feldes, und es ist als solcher aufgenommen. Unter der Rubrik Wichtige Informationen, in der die anderen vier Angebote ihre Bestandteile ausweisen, stehen hier genau zwei Zeilen: Allgemeine Angaben Tränenflecken und Gebrauchsanweisung Trocken lagern. Eine Zusammensetzung gibt es nicht, analytische Bestandteile gibt es nicht, eine Energiedichte gibt es nicht, eine Futtermenge gibt es nicht. Nicht einmal die Prozentzahl zur namensgebenden Zutat ist vorhanden, obwohl Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe a sie für hervorgehobene Zutaten vorschreibt und der Weißfisch im Produktnamen unzweifelhaft hervorgehoben ist. Was dieses Angebot über seinen Inhalt preisgibt, steht ausschließlich in einem Datenfeld namens Zusatzstoffe, und dort ist zu lesen: Lachsöl, Leinsamen, antarktischer Krill. Neben dem Weißfisch enthält dieses Futter also nach Auskunft des eigenen Datenblatts mindestens zwei weitere tierische Quellen, nämlich Lachs und Krill, während dasselbe Datenblatt im Feld Diättyp den Eintrag Einzelzutat trägt. Für einen Hund, bei dem eine Tierart gemieden werden soll, ist dieses Angebot damit nicht nur unzureichend, sondern schlicht unbenutzbar: Man weiß nicht einmal, welche Fischart der Weißfisch ist.
- Kleinstes Einzelgebinde im Vergleich mit 1,5 Kilogramm; ein geöffneter Beutel ist damit auch bei einem kleinen Hund schnell aufgebraucht, was die von der Stiftung Warentest genannte Frist von sechs Wochen leicht einhalten lässt
- Krokettengröße ausdrücklich auf kleine Rassen zugeschnitten, damit eine der wenigen Optionen im Feld für Hunde unter zehn Kilogramm
- Breite Rückmeldungsbasis mit 715 Bewertungen und 4,6 Sternen, wenn auch verteilt auf sechs Rezepturen der Variantenfamilie
- Verzichtet im eigenen Angebotstext auf das Wort hypoallergen, obwohl Schwesterprodukte derselben Linie es im Titel führen
- Der Hersteller nennt auf seiner Markenseite immerhin eine abgestufte Umstellungsdauer von fünf bis sieben Tagen, wenn auch nicht im Angebot selbst
- Einziges Angebot im Feld ohne jede Zutatenliste: unter Wichtige Informationen stehen nur die Zeilen Tränenflecken und Trocken lagern
- Nicht einmal die Prozentzahl zur namensgebenden Zutat ist vorhanden, obwohl Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung sie für hervorgehobene Zutaten vorschreibt
- Das Datenfeld Zusatzstoffe nennt Lachsöl und antarktischen Krill, also mindestens zwei weitere tierische Quellen neben dem Weißfisch, während das Feld Diättyp den Eintrag Einzelzutat trägt
- Die Bezeichnung Weißfisch benennt keine Fischart; welcher Fisch verarbeitet wurde, geht aus keiner erreichbaren Quelle hervor
- Höchster Kilopreis im Vergleich mit 13,33 Euro, mehr als das Vierfache des günstigsten Angebots
- Kein Impressum, keine Anschrift, keine Rufnummer und keine Mailadresse im Klartext; als Kanal bleibt ein Kontaktformular
- Widersprüchliche Datenfelder: 1500 Gramm im Feld Anzahl von Einheiten gegen 1,52 Kilogramm im Feld Artikelgewicht, und im Feld Artikelnummer steht ein Händlername
Zur Bewertungszahl: Variantenlisting mit sechs Rezepturen unter einer Nummer. Die aufgerufene Nummer B08F59LCL4 weicht von der Elternnummer B09KF18LJR ab. Unter dieser Elternnummer hängen die Sorten Hering, Insekten, Lachs, Lamm, Lamm und Reis sowie Weißfisch, dazu die Gebinde 1,5 und 10 Kilogramm. Die 715 Bewertungen gelten damit sechs verschiedenen Rezepturen mit mindestens fünf verschiedenen Tierarten, darunter Lamm, also eine der Fleischsorten, die häufig als Auslöser in Frage kommen.
Passt zu: Wer einen kleinen Hund ohne besondere Anforderungen füttert, wer eine kleine Packung zum Ausprobieren sucht und wer die Krokettengröße für kleine Rassen braucht.
Passt nicht zu: Wer wissen muss, welche Tierart im Sack ist, wer eine Zutatenliste vor dem Kauf lesen will, wer Nährwerte oder eine Futtermenge braucht und wer beim Hersteller nachfragen können will.
Offen geblieben: Die vollständige Zusammensetzung, die Fischart hinter der Bezeichnung Weißfisch, sämtliche analytischen Bestandteile, die Energiedichte, die Futtermenge je Hundegewicht, der Sitz und die Rechtsform des Herstellers sowie jede Auskunftsmöglichkeit nach Artikel 19 der Verordnung ließen sich am 23.08.2026 aus keiner erreichbaren Quelle klären.
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Fünf Variantenlistings und was die Sterne hier bedeuten
Bei allen fünf geprüften Angeboten weicht die aufgerufene Produktnummer von der Elternnummer ab. Das ist die technische Kennzeichnung eines Variantenlistings: Mehrere Ausführungen hängen unter einem gemeinsamen Elternangebot und teilen sich eine Bewertung. Bei Farbvarianten wäre das harmlos. Bei Hundefutter ist es das nicht, und bei einem Futter, dessen Kernversprechen die Verträglichkeit ist, ist es das erst recht nicht. Unter der Elternnummer eines der fünf Angebote hängen sieben Sorten mit den Tierarten Strauß, Lachs, Kaninchen, Lamm, Ente und Pferd, dazu zehn Gebindegrößen. Die 249 Bewertungen dieses Listings gelten allen sieben Rezepturen gemeinsam.
Dieselbe Mechanik gilt bei den drei weiteren: Unter dem Lammfutter hängen zehn Sorten, darunter fünf mit Huhn; unter dem Bulldoggenfutter hängen neun Rassezuschnitte mit sechs Tierarten, darunter Huhn und Rind; unter dem Weißfischfutter hängen sechs Rezepturen von Hering bis Lamm. Wer aus einer Bewertung ableiten will, ob ein Hund eine bestimmte Rezeptur verträgt, liest damit Rückmeldungen zu Rezepturen mit, die er nie kaufen wird, und zwar überwiegend zu genau den Tierarten, die er meiden soll.
Die Ausnahme ist ausgerechnet das Futter mit der Auszeichnung. Unter der Elternnummer von MERA pure sensitive Fresh Meat hängen nur zwei Gebindegrößen derselben Rezeptur, das Variantenfeld steht auf Single. Die 739 Bewertungen beziehen sich damit weitgehend auf eine einzige Zusammensetzung. Die praktische Prüfung dauert einen Klick: Lässt sich auf der Produktseite die Sorte umschalten, gelten die Sterne der ganzen Familie. Bei Hunden ab etwa sieben Jahren kommt zu dieser Frage noch ein veränderter Energiebedarf hinzu, den der Vergleich der Seniorenfutter für Hunde im Einzelnen einordnet. Welche Begriffe geschützt sind und welche nicht, ordnet die Übersicht der Futterarten und Begriffe ein.
Die Futtermittelallergie ist zugleich eine der belegten Grunderkrankungen hinter der wiederkehrenden Ohrentzündung, weshalb die Auswertung der Ohrenreiniger im Vergleich der Ohrenreiniger für Hunde die Ursachenkette ausdrücklich vor die Reinigung stellt.Für welchen Hund welches Futter passt
Die folgende Zuordnung ist keine Rangliste, sondern eine Entscheidungshilfe, und sie beginnt bewusst mit zwei Zeilen, in denen kein Produkt steht. Sie liest sich von links nach rechts: den eigenen Fall suchen, das entscheidende Kriterium lesen, danach den Hinweis darauf, was die Angaben im Feld tatsächlich hergeben, und in der letzten Spalte steht, welches der fünf Futter dafür in Frage kommt oder eben keines.
| Situation | Worauf es dabei ankommt | Was die Angaben hergeben | Passendes Futter |
|---|---|---|---|
| Verdacht auf eine Futtermittelunverträglichkeit, noch keine Diagnose | Zuerst die Tierarztpraxis, nicht der Warenkorb. Symptome wie Juckreiz, Durchfall oder entzündete Ohren haben viele Ursachen. | Kein Futter dieser Seite ersetzt eine Abklärung. Die Stiftung Warentest schreibt dazu, dass eine Diagnose nur die Tierärztin oder der Tierarzt stellen kann und dass zuerst andere Krankheiten ausgeschlossen werden. | Zunächst keines. Erst nach der Abklärung entscheidet sich, welche Tierart gemieden werden soll. |
| Eine bestimmte Tierart soll nach tierärztlicher Auskunft gemieden werden | Eine Deklaration, die jede tierische Zutat mit Tierart und Menge ausweist. | Diese Anforderung erfüllt in diesem Vergleich kein einziges Angebot. Am nächsten kommt MERA mit zehn bezifferten Zutaten, aber auch dort bleiben Geflügelproteinhydrolysat und Geflügelfett unbestimmt. | Keines der fünf ohne Rücksprache. Die Auswahl gehört in diesem Fall in die Tierarztpraxis. |
| Gesunder ausgewachsener Hund, das Futter soll nur schlicht bleiben | Wenige, benannte Zutaten, lesbare Nährwerte, ein Preis, der sich über ein Jahr rechnen lässt. | Hier zahlt sich die Deklaration unmittelbar aus, weil sich das Futter mit anderen vergleichen lässt. | MERA pure sensitive Fresh Meat, wenn die Nährwerte zählen; The Hunger of the Wolf, wenn der Kilopreis zählt. |
| Ein neues Futter soll erst einmal in kleiner Menge angeboten werden | Ein kleines Gebinde, damit nichts verdirbt und nichts weggeworfen wird, wenn der Hund es nicht annimmt. | Die Stiftung Warentest nennt sechs Wochen als Frist, in der ein geöffneter Sack aufgebraucht sein sollte. Bei einem kleinen Hund reicht ein 14-Kilogramm-Sack rechnerisch weit über ein Jahr. | Happy Dog Sensible Montana als Dreierpack zu je einem Kilogramm oder Nature’s Protection mit 1,5 Kilogramm. |
| Kleiner Hund unter zehn Kilogramm | Krokettengröße und Gebindegröße, damit der Sack nicht monatelang offen steht. | Nur zwei der fünf Angebote sind ausdrücklich für kleine Rassen zugeschnitten, und eines davon nennt seinen Inhalt nicht. | Nature’s Protection Superior Care im 1,5-Kilogramm-Beutel, allerdings ohne jede Zutatenliste. |
| Die Umstellung soll sauber ablaufen | Eine Anleitung des Herstellers, wie lange altes und neues Futter gemischt werden sollen. | Nur ein Angebot im Feld liefert eine, und zwar abgestuft nach Empfindlichkeit des Hundes. | HEY HOLY mit zehn Tagen, bei empfindlichen Hunden zwei bis drei Wochen. |
| Der Hund ist über sieben Jahre alt | Ein anderer Energiebedarf und häufig andere Anforderungen an Phosphor und Protein. | Die FEDIAF Nutritional Guidelines 2025 nennen für Hunde über sieben Jahre 95 statt 110 Kilokalorien je Kilogramm metabolischem Körpergewicht. Ein Adult-Futter deckt das ab, portioniert wird aber anders. | Keines der fünf im Besonderen; die Systematik dafür steht im Vergleich der Seniorenfutter. |
| Welpe oder heranwachsender Hund | Deutlich höherer Nährstoffbedarf, insbesondere beim Protein und beim Verhältnis von Calcium zu Phosphor. | Alle fünf Futter dieses Vergleichs sind Alleinfutter für ausgewachsene Hunde. Ein Adult-Futter deckt den Bedarf im Wachstum nicht. | Keines der fünf. Die Auswahl gehört in den Welpenfutter-Vergleich. |
Wofür keines der fünf Futter gedacht ist
- Für die Suche nach dem Auslöser einer Unverträglichkeit. Eine solche Abklärung hat feste Regeln, dauert Wochen und gehört in die Tierarztpraxis. Kein Angebot dieses Feldes benennt jede tierische Zutat mit ihrer Tierart, und ohne diese Angabe lässt sich nichts sauber ausschließen.
- Für einen kranken Hund. Alle fünf sind gewöhnliche Futter für gesunde ausgewachsene Hunde. Diätfuttermittel für besondere Ernährungszwecke unterliegen nach Artikel 18 der Verordnung eigenen Kennzeichnungspflichten und tragen den Hinweis, vorher tierärztlichen Rat einzuholen.
- Für Welpen und heranwachsende Hunde. Die FEDIAF-Richtwerte für frühes Wachstum liegen beim Protein deutlich über denen für ausgewachsene Tiere. Ein Adult-Futter deckt das nicht ab, unabhängig davon, wie schlicht die Rezeptur ist.
- Für eine Reduktionsdiät. Wer das Futter eines übergewichtigen Hundes kürzt, riskiert eine Unterversorgung mit Vitaminen und Spurenelementen. Die Stiftung Warentest empfiehlt für diesen Fall ausdrücklich den Weg über die Tierarztpraxis.
- Für einen belastbaren Nährstoffabgleich vor dem Kauf. Nur eines der fünf Angebote nennt die analytischen Bestandteile eindeutig zugeordnet, keines eine Energiedichte und keines einen Feuchtegehalt. Ohne diese Werte lässt sich nichts auf Trockenmasse umrechnen und mit den FEDIAF-Richtwerten vergleichen.
- Für den Ausschluss von Spuren einer Tierart. Keiner der fünf Hersteller sagt etwas darüber, ob die Produktionslinie zwischen zwei Sorten gereinigt wird. Bei jedem von ihnen laufen mehrere Tierarten durch dasselbe Sortiment.
Typische Fehlkäufe und wie sie sich vermeiden lassen
| Was schiefgeht | Welche Folge das hat | Was stattdessen zu tun ist |
|---|---|---|
| Das Wort hypoallergen auf der Packung als Eigenschaft lesen | Man kauft ein teureres Futter mit derselben rechtlichen Einstufung wie jedes andere Alleinfutter und hält das Problem für gelöst, während der Auslöser weiter im Napf liegen kann. | Die Zutatenliste lesen und prüfen, ob wirklich nur eine Tierart vorkommt. In diesem Vergleich trifft das auf kein einziges der fünf Futter zu. |
| Getreidefrei mit hypoallergen verwechseln | Man tauscht die Kohlenhydratquelle aus und lässt die tierische Proteinquelle unverändert, obwohl die häufigen Auslöser tierische Proteine sind. | Getreidefrei ist eine nachprüfbare Rezepturangabe und mehr nicht. Wer eine Tierart meiden soll, achtet auf die Tierart und nicht auf das Getreide. |
| Aus dem Sternewert auf die Verträglichkeit der Rezeptur schließen | Man liest Rückmeldungen zu Sorten mit, die man nie kaufen wird. Bei einem Angebot hängen unter derselben Nummer sieben Rezepturen mit mindestens sechs Tierarten. | Auf der Produktseite prüfen, ob sich Sorte oder Gebindegröße umschalten lassen. Ist das der Fall, gelten die Sterne der ganzen Familie. |
| Auf eigene Faust eine Ausschlussdiät beginnen | Ohne festen Plan und ohne Begleitung ist das Ergebnis am Ende nicht auswertbar, und der Hund hat wochenlang ein Futter bekommen, das die Frage nicht beantwortet. | Die Stiftung Warentest beschreibt den Weg so, dass zuerst andere Krankheiten ausgeschlossen werden und dann mit einer Diät, die einzelne Zutaten weglässt, abgeklärt wird, welche Zutat nicht vertragen wird. Das gehört in die Tierarztpraxis. |
| Ein Diätfuttermittel ohne tierärztliche Indikation kaufen | Produkte mit dem Bestimmungswort Diät sind für einen besonderen Ernährungszweck bestimmt und tragen nach Artikel 18 Buchstabe c den Hinweis, vorher den Rat eines Tierarztes einzuholen. | Solche Futter gehören nicht in einen allgemeinen Kaufvergleich. Genau deshalb ist in diesem Vergleich eines der ursprünglich sieben Produkte entfallen. |
| Den Kilopreis mit den Kosten je Mahlzeit gleichsetzen | Ein Kilopreis vergleicht Gewicht, nicht Energie. Ohne Kilokalorienangabe bleibt jede Rechnung eine Schätzung, und keines der fünf Angebote nennt einen Energiewert. | Mit einer offengelegten Annahme rechnen und diese als Annahme kennzeichnen. Genau das tut die Kostentabelle weiter unten. |
| Einen großen Sack kaufen, um beim Kilopreis zu sparen | Ein 14-Kilogramm-Sack reicht bei einem Hund mit 15 Kilogramm Körpergewicht rechnerisch etwa sechzig Tage. Die Stiftung Warentest nennt sechs Wochen als Frist, in der ein geöffneter Sack aufgebraucht sein sollte. | Gebindegröße am tatsächlichen Verbrauch ausrichten und nicht am Kilopreis. Bei kleinen Hunden ist der große Sack fast immer die schlechtere Wahl. |
Alle Angaben zu Zusammensetzung, Nährwerten und Preisen auf dieser Seite sind Herstellerangaben vom 23.08.2026, entnommen aus den einzeln aufgerufenen Produktseiten sowie aus den Impressen und Shopseiten der Hersteller. Es wurde nichts nachgemessen und nichts im Labor untersucht. Der Verdacht auf eine Unverträglichkeit, die Abklärung ihrer Ursache und jede Form von Diät gehören in die Tierarztpraxis; diese Seite kann und will das nicht ersetzen.
Was ein Jahr dieses Futters kostet
Der Kilopreis ist bei Hundefutter kein Nebenschauplatz, sondern die eigentliche Rechnung. Ein Hund frisst jeden Tag, und über zwölf Monate summiert sich der Unterschied zwischen 3,14 und 13,33 Euro je Kilogramm zu einem dreistelligen bis vierstelligen Betrag. Die folgende Aufstellung rechnet mit dem Erhaltungsbedarf aus Tabelle VII-6 der FEDIAF Nutritional Guidelines 2025 für Hunde zwischen drei und sieben Jahren, also mit 110 Kilokalorien je Kilogramm metabolischem Körpergewicht; metabolisches Körpergewicht heißt Körpergewicht hoch 0,75. Die Energiedichte ist mit 360 Kilokalorien je 100 Gramm angesetzt, und zwar als Annahme, weil kein einziges der fünf Angebote einen Energiewert nennt. Diese Annahme ist in der letzten Spalte ausdrücklich als solche gekennzeichnet.
| Fall | Wie sich das rechnet | Über ein Jahr | Was davon belegt ist |
|---|---|---|---|
| Kleiner Hund, 5 Kilogramm | Metabolisches Körpergewicht 3,34, mal 110 Kilokalorien ergibt rund 368 Kilokalorien am Tag. Bei angenommenen 360 Kilokalorien je 100 Gramm sind das rund 102 Gramm täglich, also rund 37 Kilogramm im Jahr. | 117 Euro beim günstigsten, 497 Euro beim teuersten Futter des Feldes | Belegt sind die Kilopreise vom 23.08.2026 und der Bedarfswert aus Tabelle VII-6 der FEDIAF Nutritional Guidelines 2025. Die Energiedichte ist eine Annahme, weil kein Angebot einen Wert nennt. |
| Mittelgroßer Hund, 15 Kilogramm | Metabolisches Körpergewicht 7,62, mal 110 Kilokalorien ergibt rund 838 Kilokalorien am Tag. Bei angenommenen 360 Kilokalorien je 100 Gramm sind das rund 233 Gramm täglich, also rund 85 Kilogramm im Jahr. | 267 Euro bei 3,14 Euro je Kilogramm, 1.133 Euro bei 13,33 Euro je Kilogramm | Dieselbe Grundlage. Der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Futter dieses Vergleichs beträgt rund 866 Euro im Jahr, ohne dass sich aus den Angaben ein Qualitätsunterschied belegen ließe. |
| Großer Hund, 30 Kilogramm | Metabolisches Körpergewicht 12,82, mal 110 Kilokalorien ergibt rund 1.410 Kilokalorien am Tag. Bei angenommenen 360 Kilokalorien je 100 Gramm sind das rund 392 Gramm täglich, also rund 143 Kilogramm im Jahr. | 449 Euro beim günstigsten, 1.040 Euro beim zweitteuersten Futter des Feldes | Dieselbe Grundlage. Das kleinste Gebinde im Vergleich mit 1,5 Kilogramm wäre bei diesem Hund nach knapp vier Tagen leer und scheidet praktisch aus. |
| Standzeit eines geöffneten Sacks | Ein 14-Kilogramm-Sack geteilt durch 233 Gramm am Tag ergibt rund sechzig Tage bei einem Hund mit 15 Kilogramm. Ein 1,5-Kilogramm-Beutel reicht demselben Hund rund sechseinhalb Tage. | rund sechs große Säcke oder rund siebenundfünfzig kleine Beutel | Die Frist von sechs Wochen für einen geöffneten Sack stammt aus dem frei zugänglichen Ratgeber der Stiftung Warentest. Die Gebindegrößen sind Herstellerangaben vom Prüfdatum. |
| Der Aufschlag für das Wort sensitiv | Zwischen dem günstigsten Futter im Feld mit 3,14 Euro je Kilogramm und dem als sensitiv beworbenen mit 5,20 Euro liegen 2,06 Euro je Kilogramm. Bei 85 Kilogramm Jahresverbrauch sind das 175 Euro. | 175 Euro Aufschlag im Jahr bei einem Hund mit 15 Kilogramm | Die Preise sind belegt, der Nutzen nicht. Die Stiftung Warentest kommt in ihrem frei zugänglichen Fazit zum Trockenfutter-Test vom 24.07.2025 zu dem Ergebnis, dass sich Mehrausgaben für Sensitiv-Futter oft nicht lohnen. |
Bei einem Hund mit 15 Kilogramm liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Futter dieses Vergleichs rund 866 Euro im Jahr. Das ist mehr, als die meisten Halter für Zubehör ausgeben, und es ist eine Entscheidung, die täglich neu bestätigt wird. Belegen lässt sich mit den Angaben der Anbieter kein Qualitätsunterschied, der diesen Abstand trägt: Das teuerste Angebot im Feld nennt seine Zutaten überhaupt nicht, das günstigste nennt sie vollständig. Die einzige unabhängige Prüfung dieser Warengruppe kommt zu dem frei zugänglichen Ergebnis, dass gutes Futter günstig zu haben ist und dass sich Mehrausgaben für Sensitiv-Futter oft nicht lohnen.
Häufige Fragen
Ist hypoallergen bei Hundefutter ein geschützter Begriff?
Nein. Die Verordnung (EG) Nr. 767/2009, die das Inverkehrbringen und die Kennzeichnung von Futtermitteln regelt, kennt das Wort an keiner Stelle ihres Volltextes. Es gibt keine Definition, keinen Grenzwert und kein Prüfverfahren. Was es gibt, ist Artikel 13 Absatz 1: Eine Angabe, die die Aufmerksamkeit auf ein spezifisches nährstoffbezogenes Merkmal lenkt, muss objektiv, durch die Behörden nachprüfbar und für den Verwender verständlich sein, und der für die Kennzeichnung Verantwortliche muss auf Anfrage der Behörde eine wissenschaftliche Begründung vorlegen. Kommt die Behörde zu dem Schluss, dass die Angabe nicht ausreichend begründet ist, gilt sie als irreführend im Sinne von Artikel 11. In diesem Vergleich verwenden zwei von fünf Angeboten das Wort, und keines von beiden liefert eine Begründung mit.
Was sagt die Stiftung Warentest zur Auslobung hypoallergen?
Im frei zugänglichen Teil ihres Tests von Insekten-Hundefutter vom 29.06.2023 steht ein Abschnitt mit der Überschrift, dass Insekten-Hundefutter im Vergleich nicht hypoallergen ist. Der zugehörige Text lautet, dass Futter mit Insekten für allergiegeplagte Hunde eine bekömmliche Alternative sein kann, dass aber wie alle tierischen oder pflanzlichen Proteine auch Insekten eine Allergie auslösen können, und dann folgt der entscheidende Satz: Die Aussage hypoallergen auf einigen Produkten im Vergleich ist daher falsch. Geprüft wurden dort zehn Produkte, sieben Trocken- und drei Feuchtfutter; sechs brachten einen sehr guten Nährstoffmix mit, vier waren mangelhaft, und die Tagesration kostete zwischen 1,15 und 11,20 Euro. Die Bewertungstabellen liegen hinter einer Bezahlschranke und werden hier nicht wiedergegeben.
Was müsste ein Futter erfüllen, damit hypoallergen zutrifft?
Die Stiftung Warentest gibt die tiermedizinische Lesart in ihrem Ratgeber so wieder: Futter für Allergikerhunde sollte hypoallergen sein, das heißt, das enthaltene Eiweiß muss in hydrolysierter, also aufgespaltener Form vorliegen. Üblicherweise wird zusätzlich nur eine Eiweißquelle, also eine Tierart, eingesetzt. Keines der fünf Futter in diesem Vergleich erfüllt den ersten Teil. In vier der fünf Rezepturen steht zwar ein Hydrolysat, aber immer als Nebenzutat weit hinten in der Liste und nie als Hauptprotein. Den zweiten Teil erfüllt ebenfalls keines: In jeder der vier lesbaren Zutatenlisten stehen mindestens zwei tierische Quellen.
Warum steht in diesem Vergleich kein Diätfuttermittel?
Weil solche Produkte nicht in einen allgemeinen Kaufvergleich gehören. Ein Futtermittel für einen besonderen Ernährungszweck darf nach Artikel 9 der Verordnung nur in Verkehr gebracht werden, wenn der vorgesehene Verwendungszweck im Verzeichnis nach Artikel 10 steht und die dort festgelegten Ernährungsmerkmale erfüllt sind. Artikel 18 verlangt zusätzlich das Bestimmungswort Diät im Namen, die für den Verwendungszweck vorgeschriebenen Angaben und den ausdrücklichen Hinweis, vor der Verwendung den Rat eines Fütterungsexperten oder Tierarztes einzuholen. Bei der Prüfung des Altbestands trug genau ein Produkt diese Kennzeichnung, im Datenfeld Diättyp stand Veterinär-Diät. Es ist deshalb aus dieser Auswahl entfernt worden.
Ist getreidefreies Futter dasselbe wie hypoallergenes Futter?
Nein, und es ist auch nicht dasselbe wie glutenfreies Futter. Die häufigen Auslöser einer Futtermittelallergie sind tierische Proteine, nicht Getreide. Die Stiftung Warentest hält fest, dass Hunde die Stärke aus Getreide durchaus verdauen können, dass eine Studie die gegenteilige Annahme widerlegt hat und dass Getreide wegen seiner Ballaststoffe und Mineralstoffe ein guter Energielieferant ist, gerade bei älteren Tieren oder bei Nierenproblemen. Zur Glutenfreiheit schreibt dieselbe Quelle, dass Hunde Gluten meist vertragen, dass eine Glutenallergie sehr selten ist und dass als glutenfrei deklariertes Tierfutter Spuren von Gluten enthalten kann, weil es keine Vorschrift über einen Höchstgehalt gibt. Getreidefreie Rezepturen ersetzen die Stärke ohnehin meist durch Kartoffeln, Erbsen oder Kichererbsen.
Warum darf ein Hersteller die Tierart verschweigen?
Weil die Verordnung es erlaubt. Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe c gestattet bei Mischfuttermitteln für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere ausdrücklich, die spezifische Bezeichnung eines Einzelfuttermittels durch die Bezeichnung der Kategorie zu ersetzen. Der Katalog der Einzelfuttermittel, Verordnung (EU) Nr. 68/2013, beschreibt unter Nummer 9.2.1 Tierfett als Erzeugnis, das aus Fett warmblütiger Landtiere besteht, unter Nummer 9.1.1 tierische Nebenprodukte als warmblütige Landtiere oder Teile davon und unter Nummer 10.4.2 Fischmehl als Erzeugnis aus ganzen Fischen oder Fischteilen. Keine dieser Bezeichnungen nennt eine Tierart. Als Ausgleich sieht Artikel 19 vor, dass auf dem Etikett von Heimtierfutter eine kostenfreie Telefonnummer oder ein anderes geeignetes Kommunikationsmittel steht, über das der Käufer Auskunft über die enthaltenen Einzelfuttermittel bekommen kann.
Welche Angaben sind bei einem Alleinfutter für Hunde Pflicht?
Anhang VII Kapitel II der Verordnung nennt für Alleinfuttermittel für Katzen, Hunde und Pelztiere genau vier analytische Bestandteile: Rohprotein, Rohfaser, Rohöle und -fette sowie Rohasche. Dazu kommen nach Artikel 15 unter anderem die Futtermittelart, also die Angabe Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel, der für die Kennzeichnung Verantwortliche, die Chargennummer, die Nettomasse und die Zusatzstoffliste, nach Artikel 17 zusätzlich die Zielart, die Fütterungshinweise, die Mindesthaltbarkeit und die Zusammensetzung in absteigender Reihenfolge nach Gewicht. Ein Energiewert in Kilokalorien gehört ausdrücklich nicht dazu; die Verordnung regelt lediglich, nach welcher Methode er zu bestimmen ist, wenn er angegeben wird. In den fünf hier geprüften Online-Angeboten stehen die vier Pflichtwerte genau einmal eindeutig zugeordnet.
Wie erkenne ich, ob die Sterne eines Angebots der Rezeptur gelten?
Die Prüfung dauert einen Klick. Lässt sich auf der Produktseite die Sorte oder die Gebindegröße umschalten, handelt es sich um ein Variantenlisting, und die Bewertungen gelten der ganzen Familie. Technisch erkennt man es daran, dass die aufgerufene Produktnummer von der Elternnummer abweicht. Bei allen fünf Angeboten dieses Vergleichs ist das der Fall. Der Unterschied liegt im Inhalt der Familie: Bei einem Angebot hängen nur zwei Gebindegrößen derselben Rezeptur darunter, bei den anderen vier hängen Sorten mit anderen Tierarten darunter, in einem Fall sieben Rezepturen mit mindestens sechs Tierarten. Bei einem Produkt, dessen Kernversprechen die Verträglichkeit ist, wiegt das schwerer als bei einem Sack Nudeln.
Was bedeutet Frischfleisch gegenüber getrocknetem Protein in der Liste?
Beide Angaben beschreiben die Einwaage, also den Zeitpunkt vor der Herstellung, aber sie beschreiben völlig verschiedene Stoffe. Frisches Fleisch wird mit seinem gesamten Wasser eingewogen, ein getrocknetes Protein oder ein Fleischmehl ist bereits getrocknet und vermahlen. Ein Angebot in diesem Vergleich nennt beides nebeneinander und macht den Unterschied damit sichtbar: Truthahnfrischfleisch 25 Prozent und Truthahnprotein getrocknet 20 Prozent. Was am Ende als Trockensubstanz im Napf liegt, steht in keinem der fünf Angebote. Die Stiftung Warentest formuliert es in ihrem Ratgeber so, dass die meisten Etiketten ungenau über den wahren Fleischanteil informieren und dass sich die genaue Fleischmenge im Labor nicht bestimmen lässt, weil die Zutaten getrocknet und vermahlen sind.
Kann eine Kreuzkontamination in der Produktion eine Rolle spielen?
Das lässt sich aus den geprüften Quellen nicht beantworten, und genau das ist der Befund. Alle fünf Hersteller führen mehrere Tierarten im Sortiment, in einem Fall sieben Sorten mit mindestens sechs Tierarten unter einer einzigen Produktnummer. Keines der fünf Angebote und keine der fünf Herstellerseiten sagt etwas darüber, ob eine Produktionslinie zwischen zwei Sorten gereinigt wird oder ob Spuren anderer Tierarten enthalten sein können. Wer eine Tierart aus medizinischen Gründen strikt meiden soll, müsste diese Auskunft haben. Sie steht nirgends, und sie lässt sich über die vorgesehene Auskunftsmöglichkeit nach Artikel 19 der Verordnung allenfalls beim Hersteller erfragen.
Was diese Seite bewusst offen lässt
Diese Seite beantwortet eine einzige Frage: Welche Angaben macht ein als hypoallergen, sensitiv oder Monoprotein beworbenes Trockenfutter vor dem Kauf, und was folgt daraus für jemanden, dessen Hund eine bestimmte Tierart nicht bekommen soll. Vier angrenzende Themen sind hier bewusst nur gestreift. Das erste ist die Diagnose selbst, die in die Tierarztpraxis gehört und für die diese Seite ausdrücklich keine Anleitung gibt. Das zweite ist die ernährungsphysiologische Qualität, die sich nur im Labor bestimmen lässt und für die es mit den Untersuchungen der Stiftung Warentest unabhängige Quellen gibt. Das dritte ist die Frage nach Schadstoffen, zu der dieselbe Quelle mitteilt, dass im jüngsten Trockenfutter-Test Aflatoxine kein Problem waren. Das vierte ist die Abgrenzung zu gewöhnlichem Trocken- und Nassfutter, die in den beiden Nachbarseiten des Clusters steht. Was hier steht, ist eine Auszählung dessen, was die Hersteller selbst veröffentlichen, mit ihrer Quelle genannt und mit Lücken, die als Lücken stehen bleiben.
Autorin: Clara Busch · Stand: 23.08.2026 · Datenbasiert, kein Hands-on-Test. Alle Produktdaten stammen aus den am Prüftag einzeln von den Produktseiten abgerufenen Angaben auf amazon.de sowie aus den frei abrufbaren Impressen, Shopseiten und Garantiehinweisen der Hersteller. Zusammensetzungen, Nährwerte, Preise und Gewichte sind Herstellerangaben und wurden hier nicht nachgemessen. Angaben zu fremden Prüfungen sind ihrer Quelle namentlich zugeordnet und werden nicht als eigenes Urteil ausgegeben. Bewertungen der Stiftung Warentest liegen hinter einer Bezahlschranke und werden hier nicht wiedergegeben. Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Beratung und trifft keine Aussage über die Wirkung eines Futters bei einem einzelnen Tier.
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