Ein Wintermorgen um sechs: was in der halben Stunde vor dem Weckton passiert
Im Dezember ist es um sechs Uhr morgens draußen noch Nacht. Im Schlafzimmer ist es dunkel, der Wecker klingelt in die Dunkelheit, und der erste Griff geht zum Lichtschalter, dessen Licht in den Augen schmerzt. Ein Lichtwecker will diesen Morgen anders machen: Eine halbe Stunde vor dem Weckton beginnt eine Lampe auf dem Nachttisch zu glimmen, erst rot, dann orange, dann gelblich, und wird langsam heller, bis zum Weckton ein Raum entsteht, der nach Morgen aussieht.
Bei dieser halben Stunde geht es um drei Dinge. Wie lange dauert der Übergang von dunkel zu hell? Wie hell wird es am Ende, dort, wo der Kopf liegt? Und was passiert, wenn in der Nacht der Strom ausfällt? Diese drei Fragen entscheiden, ob ein Lichtwecker das Aufwachen verändert oder nur eine Nachttischlampe mit Uhr ist.
Die Farbe gehört dazu. Die Hersteller mit Anleitung beschreiben den Verlauf ähnlich: Beim Philips ändert sich das Licht laut Angebot von Rot zu Gelb, beim Beurer WL 50 wechselt das Licht nach der Anleitung zuerst von Rot nach Gelb und dann nach Weiß, und der Alarm ertönt zur tatsächlichen Weckzeit. Der Sonnenaufgang beginnt also vor der Weckzeit, nicht mit ihr. Wer um sechs geweckt werden will, sieht bei 30 Minuten Dauer ab halb sechs das erste Glimmen.
Wer die Angebote liest, findet zu diesen Fragen erstaunlich wenig. Gezählt werden Klänge, Lichtfarben und Helligkeitsstufen, aber kaum ein Angebot sagt, wie hell es am Ende wird. Diese Seite gleicht deshalb für fünf Lichtwecker ab, was das Angebot sagt, was die Anleitung sagt und was übrig bleibt, wenn man beides nebeneinanderlegt.
Ein Lichtwecker ist keine Tageslichtlampe. Eine Tageslichtlampe steht am Frühstückstisch und bringt in einer halben Stunde Sitzung mehrere tausend Lux ans Auge; was dafür nötig ist und bei welchem Abstand die Zahl gilt, behandelt der Vergleich der Tageslichtlampen mit 10.000 Lux. Ein Lichtwecker arbeitet, während man noch schläft, mit viel weniger Licht. Er weckt, er therapiert nicht, und er sollte an diesem Zweck gemessen werden.
Wer morgens nicht wegen der Dunkelheit schlecht aus dem Bett kommt, sondern weil die Nacht unruhig war, sollte zuerst dort nachsehen. Was Geräte am Handgelenk über die Schlafphasen messen und wie belastbar das ist, ordnet die Seite zum Schlaftracking mit dem Fitness-Tracker; ein Lichtwecker ändert an einer schlechten Nacht wenig.
Fünf Lichtwecker im Belegabgleich: Helligkeit, Dauer und wo die Zahl steht
Die Auswahl umfasst fünf Lichtwecker von fünf Marken, alle am 17.10.2026 mit Kaufbox: zwei Geräte von Spezialherstellern für Licht, eines von einem deutschen Hersteller für Gesundheitsgeräte und zwei günstige Geräte ohne Markenhersteller. In der Preislage lag der ecozy am unteren Ende, der Blonbar knapp darüber, der Beurer in der Mitte, der Lumie darüber und der Philips am oberen Ende. Die letzte Spalte vor dem Link sagt, wo die Zahlen stehen.
| Lichtwecker | Helligkeit | Sonnenaufgang | Wo steht die Zahl | Kaufen |
|---|---|---|---|---|
Philips Wake-up Light HF3531 | bis 300 Lux, ohne Abstand | 30 Minuten (Angebot); 20 bis 40, Standard 30 (Anleitung) | Lux nur im Angebot; Abstand 40 bis 50 cm nur in der Anleitung | Zum Angebot |
Lumie Bodyclock Spark 100 | Stufen 1 bis 5, ohne Lux | 30 Minuten (Angebot und Anleitung) | Dauer in beiden; Stufen nur in der Anleitung; Einstufung in beiden | Zum Angebot |
Beurer WL 50 | 800 Lux bei ca. 10 cm (nur Anleitung) | keine Dauer im Angebot; 10, 20 oder 30 Minuten (Anleitung) | Lux, Abstand und Dauer nur in der Anleitung | Zum Angebot |
ecozy AC-SCE60A | 20 Helligkeitsstufen, ohne Lux | 0 bis 60 Minuten (Angebot) | nur im Angebot; keine Anleitung hinterlegt | Zum Angebot |
Blonbar 4 in 1 AJ300F | 3 Helligkeitsstufen, ohne Lux | fest 10 Minuten vor dem Weckton (Angebot) | nur im Angebot; keine Anleitung hinterlegt | Zum Angebot |
Die Spalte „Wo steht die Zahl“ ist der Kern dieser Seite. Bei zwei Geräten steht alles nur im Angebot, weil keine Anleitung hinterlegt war; das lässt sich nicht gegenprüfen. Beim Beurer steht alles nur in der Anleitung, im Angebot nichts. Beim Philips und beim Lumie stehen die Zahlen in beiden, und bei der Dauer stimmen sie überein. Nur ein Gerät nennt überhaupt eine Helligkeit im Angebot.
Abgeglichen wurde Zeile für Zeile. Für jede Zahl im Angebot wurde in der Anleitung nach derselben Größe gesucht, und umgekehrt. Wo die Anleitung mehrere Modelle abdeckt, wie beim Philips für HF3531 und HF3532 oder beim Lumie für Spark 100 und Glow 150, wurde nur der Teil gewertet, der für das Modell der Auswahl gilt. Anleitungen, die als Datei nicht lesbar waren, zählen als nicht vorhanden.
Wer nur eine Zeile lesen will: Der Philips nennt 300 Lux und 30 Minuten, beides im Angebot, und die Anleitung bestätigt die 30 Minuten und nennt den Abstand zum Kopf. Der Lumie nennt keine Luxzahl, ist aber laut Angebot und Anleitung ein Medizinprodukt der Klasse I. Der Beurer hat die vollständigste Anleitung und das dünnste Angebot. Die beiden günstigen Geräte haben viele Einstellungen und keine Unterlage.
Diese Ordnung folgt aus den Unterlagen, nicht aus einer Messung. Ein Gerät ohne Anleitung kann am Kopfkissen genauso hell sein wie eines mit Anleitung. Man weiß es nur nicht, und darum geht es: Wer einen Lichtwecker kauft, um morgens mit Licht statt mit Ton aufzuwachen, sollte wissen, wie viel Licht er bekommt.
Die Sterne helfen bei dieser Frage wenig. Vier der fünf Geräte liegen zwischen 4,1 und 4,5 Sternen, nur der Beurer fällt mit 3,4 Sternen ab. Die Zahl der Rezensionen reicht von 224 beim Lumie bis 4.008 beim Philips. Was in den Rezensionen über die Helligkeit steht, wurde für diese Seite nicht ausgewertet; die Unterlagen der Hersteller sind die Grundlage des Abgleichs.
40 Angebote gelesen: gezählt werden Klänge, nicht Lux
Grundlage sind die Detailseiten aus sechs Amazon-Suchen vom 17.10.2026: „lichtwecker“, „lichtwecker sonnenaufgang“, „wake up light“, „lichtwecker philips“, „lichtwecker beurer“ und „tageslichtwecker“. Aus 104 Treffern, darunter Tageslichtlampen, Lichttherapiebrillen, Geräte für weißes Rauschen und Deckenleuchten, wurden 40 Lichtwecker ausgewählt und vollständig gelesen: Titel, Aufzählung, Datenfelder und Beschreibung.
Gezählt wurde so: Eine Sonnenaufgangsdauer zählt, wenn eine Zahl in Minuten ausdrücklich für das Heller-Werden vor dem Wecken steht; Timer für Musik oder Schlummerpausen zählen nicht. Eine Helligkeit zählt nur in Lux oder Lumen, nicht als Stufe oder Prozentwert. Als Effizienzklasse zählt ein Buchstabe im Datenfeld oder im Text, als alte Skala jede Angabe mit Pluszeichen. Wörter wie „energiesparend“ zählen nicht als Klasse.
Die Werte als Liste
- Sonnenaufgangsdauer in Minuten: 26 Angebote
- Zahl der Helligkeitsstufen: 17 Angebote
- Zahl der Klänge oder Wecktöne: 16 Angebote
- Effizienzklasse A bis G der Lichtquelle: 13 Angebote
- Klasse nach alter Skala (A++, A+++): 3 Angebote
- Helligkeit in Lux: 3 Angebote
- Lumen, Kelvin oder Standby-Verbrauch: 0 Angebote
Das Muster ist deutlich. Eine Dauer für den Sonnenaufgang nennen 26 von 40, meist eine Spanne bis 60 Minuten. Die Zahl der Helligkeitsstufen nennen 17, die Zahl der Klänge 16. Wie hell das Licht wird, in Lux am Kopf oder in Lumen an der Lampe, nennen drei Angebote, alle von Philips, alle mit derselben Zahl: bis 300 Lux. Eine Farbtemperatur in Kelvin nennt keines, einen Stromverbrauch im Bereitschaftsbetrieb ebenfalls keines.
Das ist bei einem Gerät, dessen Kern das Licht ist, bemerkenswert. Bei einer Tageslichtlampe nennen alle Angebote eine Luxzahl, auch wenn der Abstand oft fehlt. Bei Lichtweckern fehlt die Helligkeit fast immer ganz. Statt dessen stehen Stufen im Angebot: 3, 10 oder 20, manchmal ein Bereich von 10 bis 100 Prozent. Eine Stufe sagt, wie fein sich das Licht regeln lässt, nicht, wie hell es wird.
Eine Lumenzahl wäre die einfachste Angabe, weil sie nicht vom Abstand abhängt. Sie sagt, wie viel Licht die Lampe insgesamt abgibt, und die Label-Verordnung rechnet mit ihr die Effizienzklasse aus. Dass keines der 40 Angebote sie nennt, obwohl 13 eine Klasse nennen, für die sie gebraucht wird, zeigt, wie wenig das Licht in diesen Angeboten zählt.
Die Effizienzklasse der Lichtquelle nennen 16 Angebote mit einem Buchstaben, 13 davon nach der Skala von A bis G, drei nach einer Skala mit Pluszeichen, die es in der geltenden Verordnung nicht mehr gibt. Vier weitere schreiben nur Wörter wie „energiesparend“. Ein Angebot bezeichnet sich als Medizinprodukt, der Lumie Spark 100.
Bei der Dauer ist die Spanne breit. Die häufigste Angabe ist ein Bereich von 10 bis 60 Minuten. Einige Geräte erlauben 0 Minuten, also gar keinen Sonnenaufgang, andere bis 90 Minuten. Einige nennen fest 10 Minuten vor dem Weckton, andere fest 30. Wie viel davon sinnvoll ist, hängt davon ab, wie hell das Licht am Ende wird, und das steht, wie gesagt, fast nirgends.
300 Lux am Nachttisch: wie viel Licht ein Lichtwecker im Vergleich liefert
Die einzige Luxzahl in den Angeboten, 300 Lux beim Philips, lässt sich einordnen. Zum Vergleich: Eine Tageslichtlampe für die Lichttherapie arbeitet nach den Anleitungen der Hersteller mit 2.500 bis 10.000 Lux in 20 bis 50 Zentimetern, und ein gut ausgeleuchtetes Büro hat nach der Anleitung einer solchen Lampe etwa 500 Lux. Ein Lichtwecker mit 300 Lux liegt also unter einem hellen Büro und weit unter einer Therapielampe.
Die Einordnung ist kein Urteil über den Wecker. Für das Wecken braucht es keine 10.000 Lux; es geht darum, dass die Augen hinter den Lidern einen Übergang von dunkel zu hell wahrnehmen. Die Farben der Skala beziehen sich deshalb auf eine Sitzung vor der Tageslichtlampe, nicht auf den Wecker. Für den Wecker zeigt die Skala vor allem, wie wenig 300 Lux im Vergleich zu einer Therapielampe sind.
Der Beurer WL 50 nennt in seiner Anleitung 800 Lux, aber bei ca. 10 Zentimetern Abstand. Auf dem Nachttisch liegt der Kopf eher 40 bis 50 Zentimeter entfernt; so viel nennt die Philips-Anleitung als Abstand. Weil die Beleuchtungsstärke mit dem Abstand stark abnimmt, kommen von den 800 Lux am Kopfkissen deutlich weniger an. Wie viel genau, sagt keine Unterlage.
Eine grobe Vorstellung gibt die Regel, nach der die Beleuchtungsstärke einer punktförmigen Quelle mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt: Bei der vierfachen Entfernung bliebe ein Sechzehntel. Ein Lichtwecker ist keine punktförmige Quelle, und die Regel gilt für ihn nur ungefähr. Sie zeigt aber die Richtung: Eine Zahl bei 10 Zentimetern sagt über das Licht in 40 Zentimetern wenig, und eine Zahl ohne Abstand gar nichts.
Daraus folgt, dass ein Lichtwecker eine Tageslichtlampe nicht ersetzt. Wer im Winter eine Lichttherapie machen will, braucht eine Lampe, die für diese Dosis gebaut ist und deren Einstufung belegt ist; was dabei zählt, prüft der Vergleich der Lichttherapie-Lampen als Medizinprodukt. Ein Lichtwecker kann eine solche Lampe ergänzen: Er macht das Aufwachen leichter, die Lampe danach die Sitzung am Frühstückstisch.
Und umgekehrt kann ein Lichtwecker abends zu hell sein. Wer ihn als Leselampe nutzt, sollte vor dem Einschlafen die Helligkeit herunterregeln. Einige Geräte bieten dafür ein gedämpftes Nachtlicht; wer nachts aufsteht und nur den Weg finden will, ist mit einem Licht in Bodennähe besser bedient, wie es der Vergleich der Nachtlichter mit Bewegungsmelder zeigt.
5 bis 60 Minuten im Angebot, 20 bis 40 in der Anleitung: die Dauer des Sonnenaufgangs
Bei der Dauer zeigt sich der deutlichste Widerspruch der Auswahl, und zwar bei einem Markenhersteller. Das Angebot des Philips HF3531 nennt einen Sonnenaufgang von 30 Minuten. Ein zweites Angebot desselben Herstellers, für das Schwestermodell HF3532 mit Ladefunktion, nennt einen Sonnenaufgang, dessen Licht sich innerhalb von 5 bis 60 Minuten von Rot zu Gelb ändere, einstellbar.
Die Bedienungsanleitung gilt für beide Modelle, HF3531 und HF3532. Sie schreibt: Die Sonnenaufgangszeit ist die Zeit, in der die Lichtintensität stetig ansteigt, bis die Stufe erreicht ist, bei der der Weckton ausgelöst wird. Ab Werk beträgt sie 30 Minuten, und sie lässt sich auf 20 oder 25 Minuten verkürzen oder auf 35 oder 40 Minuten verlängern. Von 5 oder 60 Minuten steht dort nichts.
Die 5 bis 60 Minuten finden sich in derselben Anleitung trotzdem, aber an anderer Stelle: als Einstellbereich der Einschlaffunktion, bei der die Lampe langsam dunkler wird. Es spricht einiges dafür, dass das Angebot die Spanne des Sonnenuntergangs dem Sonnenaufgang zugeschrieben hat. Für den Käufer heißt das: Beim HF3532 gilt für den Morgen die Anleitung, 20 bis 40 Minuten.
Bei den anderen Geräten passt die Dauer zur Anleitung oder lässt sich nicht prüfen. Der Lumie Spark 100 nennt 30 Minuten in Angebot und Anleitung. Der Beurer WL 50 nennt im Angebot keine Dauer, in der Anleitung 10, 20 oder 30 Minuten. Der ecozy nennt 0 bis 60 Minuten, der Blonbar fest 10 Minuten vor dem Weckton; für beide gibt es keine Anleitung.
Beim Lumie gibt es eine Besonderheit der Datei: In der gemeinsamen Anleitung für Spark 100 und Glow 150 fehlt beim Auslesen die Ziffer 2, sodass für den Glow 150 „0, 30 oder 45 Minuten“ zu lesen ist. Das Angebot des Glow 150 nennt 20, 30 und 45 Minuten, und andere Stellen derselben Datei zeigen, dass die Ziffer 2 durchgehend fehlt. Ein Widerspruch ist das nicht, sondern ein Fehler beim Lesen der Datei; für den Spark 100 der Auswahl spielt er keine Rolle.
Wie lang der Sonnenaufgang sein sollte, sagt keine der Quellen dieser Seite in Zahlen. Die Hersteller mit Anleitung stellen 30 Minuten als Standard ein, und das ist auch der Wert, den das Angebot des Philips HF3531 und des Lumie nennen. Wer unsicher ist, beginnt mit 30 Minuten und ändert dann. Die Philips-Anleitung schreibt dazu, weil die Lichtempfindlichkeit bei jedem Menschen unterschiedlich sei, dauere es möglicherweise ein paar Tage, bis man die ideale Einstellung gefunden habe.
Was die Forschung zur Dämmerungssimulation sagt
Ein Lichtwecker simuliert die Morgendämmerung, und unter dem Namen Dämmerungssimulation ist das Verfahren auch in der Forschung zur Lichttherapie untersucht worden. Die bekannteste Übersicht ist eine Metaanalyse von Golden und Kollegen aus dem Jahr 2005 im American Journal of Psychiatry. Die Autoren haben randomisierte, kontrollierte Studien zur Lichttherapie bei affektiven Störungen ausgewertet, die zwischen 1975 und 2003 erschienen sind.
Für die Dämmerungssimulation bei saisonal abhängiger Depression fanden sie fünf Studien, die ihre Kriterien erfüllten, und eine signifikante Verringerung der Schwere der depressiven Symptome mit einer Effektstärke von 0,73. Für die Therapie mit hellem Licht bei derselben Störung waren es acht Studien mit einer Effektstärke von 0,84. Die Autoren schreiben, diese Effektstärken entsprächen denen der meisten Studien zu Antidepressiva.
Die Metaanalyse hat zwei Grenzen, die man kennen sollte. Erstens erfüllten nur 13 Prozent der gefundenen Studien die Einschlusskriterien, und die Autoren schreiben, viele Berichte über die Wirksamkeit der Lichttherapie beruhten nicht auf strengen Studiendesigns. Zweitens sagt sie nichts über bestimmte Geräte. Welche Helligkeit und welche Dauer die untersuchten Dämmerungssimulationen hatten, lässt sich aus der Zusammenfassung nicht ablesen, und ein Lichtwecker aus dem Handel ist nicht automatisch dasselbe wie ein Gerät aus einer Studie.
Die Studien der Metaanalyse stammen aus einer Zeit, in der Lichtwecker noch nicht im Elektronikhandel standen. Die Lumie-Anleitung schreibt, das Unternehmen habe den ersten Lichtwecker 1993 erfunden. Wer heute einen günstigen Wecker kauft, kauft ein Gerät, das dem Prinzip nach ähnlich arbeitet, aber nicht in einer Studie geprüft wurde.
Für den Kauf heißt das: Die Idee hinter dem Lichtwecker ist nicht aus der Luft gegriffen, aber kein Angebot kann sich auf diese Studien für sein Modell berufen. Der Lumie Spark 100 schreibt „hilft erwiesenermaßen gegen SAD/Winterblues“, und seine Anleitung führt dafür drei Literaturangaben. Das ist mehr als bei den anderen Geräten, aber kein Beleg für die Wirkung genau dieses Weckers.
Wer eine saisonal abhängige Depression hat oder vermutet, sollte einen Lichtwecker deshalb nicht als Behandlung kaufen, sondern die Behandlung mit der Praxis besprechen. Ein Lichtwecker kann das Aufstehen erleichtern; ob er bei einer Erkrankung hilft, ist eine Frage, die über den Kauf eines Weckers hinausgeht.
Für Menschen ohne Erkrankung, die nur schlecht aus dem Bett kommen, ist die Frage einfacher. Ob ein Lichtwecker hilft, lässt sich in wenigen Wochen ausprobieren, und die Kosten des Versuchs sind überschaubar. Wer nach zwei, drei Wochen merkt, dass das Aufstehen leichter fällt, hat seinen Beleg, auch wenn er nicht in einer Studie steht.
Die fünf Lichtwecker einzeln: Angebot, Anleitung, was übrig bleibt
Jedes Profil folgt demselben Schema: Was das Angebot sagt, was die Anleitung sagt, was übrig bleibt, wenn man beides vergleicht. Die Auszeichnung steht jeweils am Ende des Profils. Die Herstellerangaben stammen aus der Anleitung, dem Impressum oder der Website des Herstellers und aus den Datenfeldern; wo etwas fehlt, steht dort, wo gesucht wurde. Sterne und Rezensionszahlen sind von der Detailseite abgelesen und gelten für den 17.10.2026.
Philips Wake-up Light HF3531

Philips Wake-up Light HF3531/01 mit farbiger Sonnenaufgangssimulation, 20 Lichtstärken, 7 natürlichen Klängen, UKW-Radio und Mitternachtslicht
Preislage: höchste der Auswahl
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt 20 Lichtintensitäten, die sich auf bis zu 300 Lux einstellen lassen, einen Sonnenaufgang, der sein Licht innerhalb von 30 Minuten von Rot auf Gelb ändert, sieben natürliche Wecktöne und ein gedämpftes, orangefarbenes Mitternachtslicht. Eine Aufzählung schreibt, das Gerät enthalte eine Lichtquelle der Energieeffizienzklasse G.
Was die Anleitung sagt: Die Bedienungsanleitung gilt für die Modelle HF3531 und HF3532. Sie rät, das Gerät ca. 40 bis 50 Zentimeter vom Kopf entfernt aufzustellen, etwa auf dem Nachttisch. Die Sonnenaufgangszeit ist ab Werk 30 Minuten und lässt sich auf 20 oder 25 Minuten verkürzen oder auf 35 oder 40 Minuten verlängern. Nach einem Stromausfall bleibt die Uhrzeit bis zu acht Stunden gespeichert, danach muss alles neu eingestellt werden. Eine Luxzahl nennt die Anleitung nicht.
Was übrig bleibt: Die 300 Lux stehen ohne Abstand im Angebot. Wie viel davon in 40 bis 50 Zentimetern am Kopfkissen ankommt, sagt keine Unterlage. Die Dauer passt zusammen: 30 Minuten im Angebot, 30 Minuten ab Werk in der Anleitung. Ein Schwesterangebot desselben Herstellers für das Modell HF3532 nennt dagegen 5 bis 60 Minuten, die dieselbe Anleitung nicht bestätigt.
Spricht dafür
- einzige Luxangabe der Auswahl, bis 300 Lux
- Sonnenaufgang im Angebot und ab Werk in der Anleitung 30 Minuten
- Abstand zum Kopf in der Anleitung: 40 bis 50 cm
- Uhrzeit bleibt nach Stromausfall bis zu 8 Stunden erhalten
- meistbewertetes Gerät der Auswahl
Spricht dagegen
- 300 Lux ohne Abstand
- höchste Preislage
- Lichtquelle der Energieeffizienzklasse G
- Garantie nur im separaten Heft, das nicht hinterlegt war
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Philips laut Datenfeld; die Anleitung trägt den Vermerk Koninklijke Philips Electronics N.V. |
| Anschrift | High Tech Campus 52, 5656 AG Eindhoven, Niederlande, laut Datenfeld Kontaktinformationen des Herstellers |
| Gegründet | Keine Angabe in Anleitung und Datenfeld; das Angebot spricht von über 100 Jahren Erfahrung |
| Kontakt | Die Anleitung verweist für technische Unterstützung auf ein separates Heft mit wichtigen Informationen, das nicht hinterlegt war |
| Zeiten | Nicht genannt |
| Garantie | In der gelesenen Anleitung nicht genannt; Verweis auf das separate Heft |
| Zertifikate und Normen | Lichtquelle der Energieeffizienzklasse G laut Aufzählung; keine Norm genannt |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht | 2,54 Pfund laut Datenfeld, also rund 1,15 kg; 14,6 × 19,9 × 19,2 cm |
| Seit wann im Handel | Kein Datum im Angebot; auf der Seite war keine datierte Rezension zu sehen; Modellnummer HF3531/01 |
Unsere Empfehlung: Angebot und Anleitung passen bei der Dauer zusammen, und als einziges Gerät der Auswahl nennt es eine Helligkeit in Lux.
Lumie Bodyclock Spark 100

Lumie Bodyclock Spark 100 Lichtwecker mit 30-minütigem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, Nachtlicht und selbstdimmendem Display
Preislage: zweithöchste der Auswahl
Was das Angebot sagt: Das Angebot nennt einen 30-minütigen Sonnenaufgang mit einstellbarer Lichtintensität am Ende, einen 30-minütigen Sonnenuntergang, nach dem das Licht ausgeht oder als Nachtlicht weiterleuchtet, und schreibt: Hilft erwiesenermaßen gegen SAD/Winterblues, zertifiziertes Medizinprodukt (Klasse 1).
Was die Anleitung sagt: Die gemeinsame Anleitung für Spark 100 und Glow 150 führt das Gerät in den technischen Daten als Medizinprodukt der Klasse I und schreibt, es erfülle die Norm für die elektromagnetische Verträglichkeit von Medizinprodukten. Die Lichtintensität am Ende des Sonnenaufgangs lässt sich in den Stufen 1 bis 5 einstellen. Ohne Stromversorgung bleibt die Uhrzeit 30 Minuten gespeichert, alle anderen Einstellungen dauerhaft. Die LEDs haben laut Anleitung eine durchschnittliche Lebensdauer von 30.000 Stunden.
Was übrig bleibt: Angebot und Anleitung stimmen bei Dauer und Einstufung überein. Was die Stufe 5 in Lux bedeutet, steht nirgends. Das Wort „erwiesenermaßen“ stützt die Anleitung mit drei Literaturangaben; welche Wirkung ein Gerät dieser Helligkeit hat, sagen sie für dieses Modell nicht.
Spricht dafür
- Medizinprodukt der Klasse I in Angebot und Anleitung
- Sonnenaufgang und -untergang je 30 Minuten, übereinstimmend belegt
- drei Jahre Garantie laut Anleitung
- Einstellungen bleiben ohne Strom erhalten, Uhrzeit 30 Minuten
Spricht dagegen
- keine Luxzahl, nur Stufen 1 bis 5
- Dauer des Sonnenaufgangs nicht veränderbar
- Hersteller außerhalb der EU
- Energieeffizienzklasse im Datenfeld nach der alten Skala (A++)
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Outside In (Cambridge) Limited, Inhaberin der Marke Lumie, laut Anleitung |
| Anschrift | 3 The Links, Trafalgar Way, Bar Hill, Cambridge, Großbritannien, laut Anleitung |
| Gegründet | 1991 in Cambridge, laut Website des Herstellers („Light therapy experts since 1991“) |
| Kontakt | Lumie Careline +44 (0)1954 780500, info@lumie.com, laut Anleitung |
| Zeiten | In der Anleitung nicht genannt |
| Garantie | Drei Jahre ab Kaufdatum gegen Herstellungsmängel, zusätzlich zu gesetzlichen Verbraucherschutzregelungen, laut Anleitung |
| Zertifikate und Normen | Medizinprodukt der Klasse I laut Anleitung und Angebot; EMV-Norm für Medizinprodukte laut Anleitung; Energieeffizienzklasse im Datenfeld „a_plus_plus“ |
| Herkunft | China laut Datenfeld; Hersteller in Großbritannien |
| Gewicht | Kein Gewicht im Angebot; 19 × 19 × 16 cm laut Datenfeld |
| Seit wann im Handel | Kein Datum im Angebot; auf der Seite war keine datierte Rezension zu sehen; Modellnummer NBCKE-0000 |
Award: einziger Lichtwecker der Auswahl, den Angebot und Anleitung als Medizinprodukt ausweisen
Beurer WL 50

Beurer WL 50 Lichtwecker mit LED-Stimmungslicht, Sonnenauf- und -untergang, UKW-Radio, Bluetooth und Akku
Preislage: mittlere Preislage der Auswahl
Was das Angebot sagt: Das Angebot beschreibt einen schrittweise heller werdenden Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang, Stimmungslicht mit Farbwechsel, UKW-Radio mit 30 Speicherplätzen, Bluetooth und AUX, drei Lichtstufen und einen Betrieb über Netzteil oder Akku mit ca. 3 Stunden Laufzeit. Eine Helligkeit, eine Dauer oder eine Effizienzklasse nennt es nicht.
Was die Anleitung sagt: Die Gebrauchsanweisung nennt für das weiße Licht 800 Lux bei einem Abstand von ca. 10 Zentimetern, drei Lichtstufen und eine Sonnenaufgangsdauer von 10, 20 oder 30 Minuten. Der Akku hat 2.000 mAh, die Musikwiedergabe reicht bis zu ca. 5 Stunden. Die Lichtquelle hat die Energieeffizienzklasse G, das Netzteil nimmt ohne Last höchstens 0,07 Watt auf. Kinder ab acht Jahren dürfen das Gerät unter Aufsicht oder nach Einweisung nutzen.
Was übrig bleibt: Die wichtigsten Zahlen stehen nur in der Anleitung, im Angebot keine einzige davon. Die Akkulaufzeit widerspricht sich: ca. 3 Stunden im Angebot, bis zu ca. 5 Stunden Musikwiedergabe in der Anleitung. Die 800 Lux gelten bei 10 Zentimetern, einem Abstand, in dem niemand schläft.
Spricht dafür
- Lux mit Abstand, Dauer und Effizienzklasse in der Anleitung
- Akku, läuft auch ohne Steckdose
- Radio, Bluetooth und AUX
- Netzteil ohne Last höchstens 0,07 W laut Anleitung
Spricht dagegen
- Angebot nennt weder Lux noch Dauer
- 800 Lux nur bei ca. 10 cm
- Akkulaufzeit in Angebot und Anleitung verschieden
- niedrigste Bewertung der Auswahl
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Beurer GmbH laut Datenfeld und Gebrauchsanweisung |
| Anschrift | Söflinger Straße 218, 89077 Ulm, laut Impressum |
| Gegründet | Keine Angabe im Impressum; gesucht dort und in der Anleitung |
| Kontakt | Die Anleitung verweist auf das Garantie-Faltblatt; die Anleitung der Beurer TL 80 nennt die Service-Hotline +49 731 3989-144 und kd@beurer.de |
| Zeiten | In Anleitung und Impressum nicht genannt |
| Garantie | Die Gebrauchsanweisung verweist auf das mitgelieferte Garantie-Faltblatt; im gelesenen Dokument steht keine Dauer |
| Zertifikate und Normen | Funkanlagen-Richtlinie 2014/53/EU laut Anleitung; Lichtquelle der Energieeffizienzklasse G; Netzteil Schutzklasse II |
| Herkunft | China laut Datenfeld; Hersteller Beurer GmbH, Ulm |
| Gewicht | ca. 540 g bei Ø 10,5 × 13,2 cm laut Anleitung; 600 g laut Datenfeld |
| Seit wann im Handel | Kein Datum im Angebot; auf der Seite war keine datierte Rezension zu sehen; Modell WL050, Artikelnummer 589.21 |
Ohne Auszeichnung: die vollständigste technische Anleitung der Auswahl, aber das Angebot nennt keine ihrer Zahlen.
ecozy AC-SCE60A

ecozy Tageslichtwecker mit Bluetooth-Zeitsynchronisierung, 26 Klängen, 17 Lichtfarben und 20 Helligkeitsstufen
Preislage: niedrigste der Auswahl
Was das Angebot sagt: Das Angebot beschreibt ein Rotlicht, das sich über 0 bis 60 Minuten zu warmem Sonnenlicht aufhellt, einen Sonnenuntergang über 10 bis 480 Minuten, 26 Klänge mit 16 Lautstärkestufen, 17 Lichtfarben und 20 Helligkeitsstufen. Über Bluetooth übernimmt das Gerät die Uhrzeit des Smartphones. Eine eingebaute Batterie speichert nur die Einstellungen; zum Betrieb muss das Gerät dauerhaft an der Steckdose hängen.
Was die Anleitung sagt: Auf der Angebotsseite war keine Anleitung hinterlegt.
Was übrig bleibt: Alle Zahlen stehen nur im Angebot und lassen sich nicht gegenprüfen. Die Spanne von 0 bis 60 Minuten ist die weiteste der Auswahl beim Sonnenaufgang, aber wie hell es am Ende wird, steht nirgends. Das Datenfeld nennt eine Lichtquelle der Klasse G.
Spricht dafür
- Sonnenaufgang bis 60 Minuten einstellbar
- Uhrzeit per Bluetooth vom Smartphone
- Batterie hält die Einstellungen ohne Strom
- niedrigste Preislage
Spricht dagegen
- keine Luxzahl
- keine Anleitung hinterlegt
- läuft nicht mit Batterie, nur am Netz
- keine Anschrift des Herstellers
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | ecozy laut Datenfeld Hersteller |
| Anschrift | Keine Anschrift im Angebot; die Herstellerinformationen der Seite waren am Prüftag nicht abrufbar |
| Gegründet | Keine Angabe; gesucht in Aufzählung und Datenfeldern |
| Kontakt | Keine Kontaktangabe im Angebot |
| Zeiten | Nicht genannt |
| Garantie | Kein Garantiefeld im Angebot; es gilt die gesetzliche Gewährleistung des Verkäufers |
| Zertifikate und Normen | Lichtquelle der Energieeffizienzklasse G laut Datenfeld; keine Norm genannt |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht | Kein Gewicht im Angebot; 18 × 16 × 7,8 cm laut Datenfeld |
| Seit wann im Handel | Kein Datum im Angebot; auf der Seite war keine datierte Rezension zu sehen; Modellnummer AC-SCE60A |
Ohne Auszeichnung: viele Einstellungen und ein offener Hinweis zur Batterie, aber keine Unterlage.
Blonbar 4 in 1 AJ300F

Blonbar 4-in-1 Lichtwecker AJ300F, Nachttischlampe mit Tageslichtfunktion, zwei Weckzeiten, 10 Naturklängen und USB-Ladeausgang
Preislage: zweitniedrigste der Auswahl
Was das Angebot sagt: Das Angebot schreibt, das Wecklicht leuchte bereits 10 Minuten vor dem Weckton auf. Es nennt zwei Wecker, 10 Naturklänge mit Abschaltung nach 30, 60 oder 90 Minuten, drei Helligkeitsstufen, einen USB-Ladeausgang mit 10 Watt und ein Gehäuse aus Kunststoff in Holzoptik. Das Datenfeld nennt eine Lichtquelle der Energieeffizienzklasse A und zwei Jahre Garantie.
Was die Anleitung sagt: Auf der Angebotsseite war keine Anleitung hinterlegt.
Was übrig bleibt: Ein Sonnenaufgang im Sinn der anderen Geräte ist es nach dem Angebot nicht: Das Licht geht 10 Minuten vor dem Ton an, ob es dabei langsam heller wird, steht nicht da. Die Klasse A verlangt nach der Label-Verordnung eine sehr hohe Lichtausbeute; eine Lumenzahl, die das stützt, nennt das Angebot nicht.
Spricht dafür
- zwei Weckzeiten, 10 Naturklänge
- USB-Ladeausgang mit 10 W
- zwei Jahre Garantie laut Datenfeld
- meistbewertetes Gerät ohne Markenhersteller
Spricht dagegen
- Weckphase fest 10 Minuten, Verlauf nicht beschrieben
- keine Luxzahl, nur drei Stufen
- Klasse A ohne Lumenangabe
- keine Anleitung, Hersteller nur als Firmenname
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | SHENZHENHEJIAXINGDIANZIYOUXIANGONGSI laut Datenfeld Hersteller; Marke blonbar |
| Anschrift | Keine Anschrift im Angebot; die Herstellerinformationen der Seite waren am Prüftag nicht abrufbar |
| Gegründet | Keine Angabe; gesucht in Aufzählung und Datenfeldern |
| Kontakt | Keine Kontaktangabe im Angebot |
| Zeiten | Nicht genannt |
| Garantie | Zwei Jahre laut Datenfeld Garantie („2 year“), ohne Bedingungen |
| Zertifikate und Normen | Lichtquelle der Energieeffizienzklasse A laut Datenfeld; keine Norm genannt |
| Herkunft | China laut Datenfeld |
| Gewicht | 465 g bei 5,1 × 22,4 × 22,6 cm laut Datenfeld |
| Seit wann im Handel | Kein Datum im Angebot; auf der Seite war keine datierte Rezension zu sehen; Modellnummer AJ300F |
Ohne Auszeichnung: meistbewertetes Gerät ohne Markenhersteller, aber mit der kürzesten und am wenigsten beschriebenen Weckphase.
Die Empfehlung: Philips HF3531, weil Angebot und Anleitung bei der Dauer übereinstimmen
Die Empfehlung dieser Seite geht an den Philips Wake-up Light HF3531. Er ist das einzige Gerät der Auswahl, dessen Angebot eine Helligkeit in Lux nennt, und sein Angebot nennt dieselbe Dauer, die die Anleitung als Werkseinstellung führt: 30 Minuten. Die Anleitung ergänzt, was das Angebot nicht sagt: den Abstand zum Kopf, 40 bis 50 Zentimeter, und wie lange die Uhrzeit einen Stromausfall übersteht, bis zu acht Stunden.
Dazu kommen die Einstellungen, die das Gerät für einen Wintermorgen braucht: 20 Lichtstärken, zwei Weckzeiten, etwa für Werktage und Wochenende, ein Weckprofil aus Zeit, Lichtintensität und Lautstärke, ein Radio und sieben natürliche Klänge. Das orangefarbene Mitternachtslicht lässt sich nach der Anleitung durch zweimaliges Antippen der Oberseite einschalten. Er ist auch das meistbewertete Gerät der Auswahl.
Die Empfehlung hat drei Bedingungen. Erstens nennt auch der Philips die 300 Lux ohne Abstand, und die Anleitung nennt keine Luxzahl. Zweitens hat er die höchste Preislage der Auswahl. Drittens ist die Lichtquelle laut Angebot in der Energieeffizienzklasse G, der untersten der Skala. Wer eine dieser Bedingungen nicht hinnehmen will, findet bei den anderen Geräten jeweils eine Alternative mit einem anderen Nachteil.
Gegen die Empfehlung spricht auch, dass der Philips mit 4.008 Rezensionen zwar das meistbewertete Gerät ist, die Bewertungen aber über Jahre und womöglich über Modellstände gesammelt wurden. Für die Entscheidung dieser Seite zählen sie deshalb weniger als die Unterlagen. Sie zeigen nur, dass viele Käufer das Gerät behalten haben.
Wer Wert auf eine Einstufung als Medizinprodukt und eine Garantie von drei Jahren legt, nimmt den Lumie Spark 100. Wer einen Akku und Bluetooth will und die Zahlen lieber in einer vollständigen Anleitung als im Angebot liest, nimmt den Beurer WL 50. Wer günstig einsteigen will und keine Unterlage braucht, nimmt den ecozy wegen der einstellbaren Dauer bis 60 Minuten. Der Blonbar ist eher eine Nachttischlampe mit Weckfunktion als ein Lichtwecker im engeren Sinn.
Medizinprodukt der Klasse I: was die Einstufung bei einem Lichtwecker heißt
Der Lumie Spark 100 ist das einzige der 40 Angebote, das sich als Medizinprodukt bezeichnet, und seine Anleitung bestätigt das: In den technischen Daten steht für Spark 100 und Glow 150 jeweils „Medizinprodukt der Klasse I“. Die Anleitung schreibt außerdem, das Gerät erfülle die Anforderungen der Norm für die elektromagnetische Verträglichkeit von Medizinprodukten.
Bei Tageslichtlampen, die Licht für eine Therapie abgeben, nennen die Anleitungen der Spezialhersteller die Klasse IIa. Ein Lichtwecker in Klasse I ist eine niedrigere Einstufung. Was das im Einzelnen bedeutet und welche Regeln der Verordnung über Medizinprodukte für Lichttherapie gelten, steht im Vergleich der Lichttherapie-Lampen als Medizinprodukt. Für den Lichtwecker genügt: Der Hersteller nennt einen medizinischen Zweck und steht mit seiner Anleitung dafür ein.
Die Anleitung des Lumie beschreibt diesen Zweck vorsichtig. Das Aufwachen mit Licht hebe erwiesenermaßen die Stimmung und steigere Energie, Leistungsfähigkeit sowie die Schlaf- und Aufwachqualität; Lichtwecker könnten Menschen mit SAD oder Winterdepression helfen, die dunklen Wintermorgen besser zu verkraften. Und sie nennt einen Hinweis, der bei keinem anderen Gerät steht: nicht zur Verwendung an bewusstlosen Personen oder durch Personen mit verminderter Handlungsfähigkeit, etwa nach Alkohol oder Betäubungsmitteln.
Die drei Literaturangaben der Anleitung stehen als Fußnoten unter der Einführung, mit Zeitschrift, Jahr und Seiten: eine Arbeit in Acta Psychiatrica Scandinavica aus dem Jahr 1993, eine im Journal of Affective Disorders und eine in Sleep and Biological Rhythms. Zwei andere der 40 Angebote berufen sich auf Wissenschaft oder auf Hormone wie Melatonin, nennen aber keine Quelle.
Für den Kauf ist die Einstufung ein Hinweis auf Sorgfalt, nicht auf Helligkeit. Auch der Lumie nennt keine Luxzahl, nur Stufen von 1 bis 5 für das Licht am Ende des Sonnenaufgangs. Wer die Einstufung als Grund für den Kauf nimmt, kauft einen Hersteller, der eine Anleitung mit Gegenanzeigen und Literatur liefert, nicht einen helleren Wecker.
Wer sich zwischen Spark 100 und Glow 150 entscheiden muss: Beide sind laut Anleitung Medizinprodukte der Klasse I. Der Glow 150 lässt nach der Anleitung die Dauer von Sonnenauf- und Sonnenuntergang wählen und hat zehn Klänge, der Spark 100 arbeitet fest mit 30 Minuten. Für die Auswahl dieser Seite wurde der Spark 100 genommen, weil nur sein Angebot die Einstufung ausdrücklich nennt.
Der Lumie zeigt auch, wie sorgfältig ein Hersteller mit einer Übersetzung umgehen kann oder nicht. Die deutsche Anleitung des Spark 100 ist klar formuliert. Die Anleitung eines anderen Lichtweckers desselben Herstellers, die als Datei auf dessen Angebotsseite lag, trägt in der deutschen Fassung den Vermerk „Machine Translated by Google“ und nennt das Modell „Glanz 300“. Wer eine Anleitung vor dem Kauf liest, sieht auch, wie viel Mühe darin steckt.
Energieeffizienzklasse G, A und A++: was die Angaben zur Lichtquelle bedeuten
Seit die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2015 die Energiekennzeichnung von Lichtquellen regelt, gilt eine Skala von A bis G. Die Klasse richtet sich nach der Lichtausbeute, also nach Lumen je Watt: Klasse A verlangt mindestens 210 Lumen je Watt, Klasse G steht für weniger als 85. Steckt eine Lichtquelle in einem anderen Gerät, etwa einem Lichtwecker, verlangt die Verordnung in der Anleitung den Satz „Dieses Produkt enthält eine Lichtquelle der Energieeffizienzklasse“ mit dem Buchstaben.
Genau dieser Satz steht in der Anleitung des Beurer WL 50, mit dem Buchstaben G, und wörtlich in einer Aufzählung des Philips, ebenfalls G. Der ecozy nennt G im Datenfeld. Das ist bei einem Lichtwecker nicht überraschend: Die Lichtquelle soll warmes, rötliches Licht machen, keine maximale Lichtausbeute. Für den Stromverbrauch spielt sie kaum eine Rolle, weil sie nur kurz voll leuchtet.
Auffällig sind die Ausnahmen. Der Blonbar nennt im Datenfeld die Klasse A, also mindestens 210 Lumen je Watt. Das wäre eine sehr hohe Lichtausbeute, höher als bei den anderen Geräten der Auswahl, und eine Lumenzahl, die das stützt, nennt das Angebot nicht. Der Lumie Spark 100 und das Schwestermodell Glow 150 führen im Datenfeld „a_plus_plus“, also A++, eine Klasse der alten Skala, die in der Verordnung 2019/2015 nicht vorkommt. Ein weiteres Angebot nennt A+++.
Für den Käufer ist die Klasse bei einem Lichtwecker ein Prüfstein für die Sorgfalt des Angebots, weniger ein Kaufkriterium. Ein Angebot, das eine Klasse der alten Skala nennt, wurde offenbar lange nicht überarbeitet. Ein Angebot, das Klasse A ohne Lumen nennt, lässt sich nicht nachrechnen. Und ein Angebot mit Klasse G und dem Satz aus der Verordnung tut, was die Verordnung verlangt.
Wie viel Strom die Lichtquelle selbst zieht, lässt sich aus der Klasse grob ableiten, wenn man die Lumenzahl kennt. Ohne Lumenzahl hilft nur die Leistung im Datenfeld: 16,5 Watt beim Philips, 10 Watt beim Blonbar, beim Lumie und beim ecozy keine Angabe für das Gerät selbst. Für die Stromkosten eines Lichtweckers ist das ohnehin zweitrangig, wie der nächste Abschnitt zeigt.
Wer im Schlafzimmer ohnehin über Licht nachdenkt, findet bei Leuchtstreifen dieselbe Frage nach Lumen und Watt. Was dort in den Angeboten steht und was fehlt, ordnet der Vergleich der LED-Lichtleisten mit Fernbedienung.
Strom rund um die Uhr: Display, Bereitschaft und was ein Jahr kostet
Ein Lichtwecker hängt Tag und Nacht am Netz, weil er die Uhrzeit anzeigt und auf die Weckzeit wartet. Wie viel Strom er dabei zieht, nennt keines der 40 Angebote. Die Verordnung (EU) 2023/826 legt seit dem 9. Mai 2025 Höchstwerte für Haushaltsgeräte im Bereitschaftszustand fest: 0,50 Watt, wenn nur eine Reaktivierungsfunktion bereitsteht, 0,80 Watt, wenn zusätzlich eine Informations- oder Statusanzeige läuft. Als Statusanzeige zählt ausdrücklich auch eine Zeitanzeige.
Ob ein Lichtwecker im Einzelfall unter diese Verordnung fällt, sagt sie nicht ausdrücklich; Radiogeräte gehören zu ihrem Anwendungsbereich. Die 0,80 Watt eignen sich aber als Orientierung, weil kein Hersteller einen eigenen Wert nennt. Die einzige Zahl in diese Richtung steht in der Anleitung des Beurer WL 50: Das Netzteil nimmt ohne Last höchstens 0,07 Watt auf. Das betrifft das Netzteil, nicht das Gerät mit Display.
Stromkosten eines Lichtweckers im Jahr
Vorbelegt mit 0,80 Watt rund um die Uhr, dem Höchstwert der Verordnung (EU) 2023/826 bei Zeitanzeige, und einem Sonnenaufgang von 30 Minuten täglich mit 16,5 Watt aus dem Datenfeld des Philips. Die Profile zeigen andere Annahmen.
Bereitschaft mit Zeitanzeige, 0,80 W, 24 Stunden an 365 Tagen
0,80 W mal 8.760 Stunden, also rund 7,0 kWh; Höchstwert aus Anhang III der Verordnung (EU) 2023/826 als Annahme; Strompreis 37,0 ct/kWh nach der BDEW-Strompreisanalyse 2026
Sonnenaufgang, 16,5 W, 30 Minuten an 365 Tagen
16,5 W laut Datenfeld des Philips HF3531 mal 0,5 Stunden mal 365 Tage, also rund 3,0 kWh; als Obergrenze, weil die Lampe beim Sonnenaufgang erst am Ende voll leuchtet
- Bereitschaft mit Zeitanzeige, 0,80 W, 24 Stunden an 365 Tagen: 7,0 kWh im Jahr mal 0,37 = 2,59 Euro im Jahr
- Sonnenaufgang, 16,5 W, 30 Minuten an 365 Tagen: 3,0 kWh im Jahr mal 0,37 = 1,11 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 3,70 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 3,70 Euro
| Profil | Bereitschaft mit Zeitanzeige, 0,80 W, 24 Stunden an 365 Tagen | Sonnenaufgang, 16,5 W, 30 Minuten an 365 Tagen | Im Jahr | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Höchstwert 0,80 W und 30 Minuten volle LeistungAnnahme nach Verordnung und Datenfeld | 7,0 kWh im Jahr2,59 Euro | 3,0 kWh im Jahr1,11 Euro | 3,70 Euro | 18,50 Euro |
| Bereitschaft 0,50 W, Sonnenaufgang 30 MinutenHöchstwert ohne Statusanzeige | 4,4 kWh im Jahr1,62 Euro | 3,0 kWh im Jahr1,11 Euro | 2,73 Euro | 13,64 Euro |
| zusätzlich 30 Minuten Leselicht am Abenddoppelte Leuchtzeit | 7,0 kWh im Jahr2,59 Euro | 6,0 kWh im Jahr2,22 Euro | 4,81 Euro | 24,05 Euro |
Verordnung (EU) 2023/826, Anhang III; Leistung 16,5 W laut Datenfeld des Philips HF3531 vom 17.10.2026; Strompreis BDEW 2026. Alle Werte sind Annahmen, kein Hersteller nennt den Verbrauch im Bereitschaftsbetrieb.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Das Ergebnis liegt bei wenigen Euro im Jahr: rund 2,60 Euro für die Bereitschaft beim Höchstwert, gut ein Euro für einen täglichen Sonnenaufgang mit voller Leistung. Weil die Lampe beim Sonnenaufgang erst am Ende voll leuchtet, ist der zweite Wert eher zu hoch angesetzt. Der Strom ist bei einem Lichtwecker kein Kaufargument, aber er zeigt, dass die Bereitschaft über das Jahr mehr ausmacht als das Licht.
Die BDEW-Strompreisanalyse nennt für 2026 einen durchschnittlichen Strompreis für Haushalte von 37,0 Cent je Kilowattstunde; mit diesem Wert rechnet der Rechner. Wer einen anderen Tarif hat, ändert den Preis im Rechner.
Zum Vergleich mit der einzigen Herstellerzahl: Das Netzteil des Beurer WL 50 nimmt ohne Last höchstens 0,07 Watt auf. Über ein Jahr wären das rechnerisch rund 0,6 Kilowattstunden, keine 25 Cent. Der Unterschied zum Höchstwert der Verordnung zeigt, wie viel ein Hersteller mit einer einzigen Zahl klären könnte. Für das Gerät mit eingeschaltetem Display nennt aber auch Beurer keinen Wert.
Stromausfall und Akku: was nach einer Unterbrechung bleibt
Die gefährlichste Nacht für einen Lichtwecker ist die mit einem kurzen Stromausfall. Fällt danach die Uhrzeit auf null, klingelt am Morgen nichts. Die Angebote sagen dazu wenig, die Anleitungen mehr, und die Unterschiede sind groß.
Beim Philips bleibt die eingestellte Uhrzeit nach einem Stromausfall laut Anleitung bis zu acht Stunden gespeichert. Dauert der Ausfall länger, geht das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück, und alle Funktionen müssen neu eingestellt werden. Beim Lumie bleibt die Uhrzeit ohne Strom 30 Minuten gespeichert, alle anderen Einstellungen dauerhaft. Der ecozy hat eine Batterie, die nach dem Angebot ausschließlich die Einstellungen speichert; betrieben werden kann er damit nicht.
Was das in der Praxis heißt, zeigt die Rückkehr zu den Werkseinstellungen beim Philips: Danach sind beide Weckprofile mit Uhrzeit, Lichtintensität und Lautstärke neu einzustellen, ebenso die Sonnenaufgangsdauer und das Format der Uhrzeit. Beim Lumie dagegen bleiben nach der Anleitung alle Einstellungen außer der Uhrzeit dauerhaft erhalten; nach einem langen Ausfall muss man nur die Uhr stellen.
Der Beurer WL 50 geht einen anderen Weg: Er hat einen Akku mit 2.000 Milliamperestunden und läuft auch ohne Steckdose. Wie lange, sagen Angebot und Anleitung verschieden: Das Angebot nennt ca. 3 Stunden Laufzeit, die Anleitung bis zu ca. 5 Stunden Musikwiedergabe. Die beiden Werte messen womöglich Verschiedenes, aber eine Laufzeit für eine ganze Nacht als Wecker mit Licht nennt keine der Unterlagen.
Der Akku hat eine zweite Seite. Die Beurer-Anleitung führt eigene Warnhinweise zum Umgang damit: bei ausgelaufener Flüssigkeit die Haut mit Wasser abwaschen und ärztliche Hilfe suchen, den Akku vor übermäßiger Wärme schützen, nicht ins Feuer werfen, nicht zerlegen, nur mit den in der Anleitung genannten Ladegeräten laden. Für einen Nachttisch, der nachts nicht beaufsichtigt wird, ist das eine Liste, die man einmal gelesen haben sollte.
Für den Kauf heißt das: Wer in einer Gegend mit häufigen kurzen Stromausfällen wohnt, sollte den Philips oder den Lumie wählen und den Unterschied kennen, acht Stunden Uhrzeit gegen 30 Minuten. Wer sich auf den Wecker verlassen muss, etwa für eine Frühschicht, stellt ohnehin einen zweiten Wecker, zum Beispiel am Smartphone. Ein Lichtwecker ersetzt diesen Rückhalt nicht, solange er vom Netz abhängt.
Der ecozy holt sich die Uhrzeit nach dem Angebot per Bluetooth vom Smartphone. Das löst das Problem nach einem Stromausfall, wenn das Telefon in der Nähe ist, und erspart das manuelle Stellen. Bei den Geräten mit Anleitung wird die Uhrzeit dagegen über Tasten eingestellt, beim Beurer über die Mode-Taste, beim Lumie über die Programmtaste.
Klänge, Radio und Bluetooth: was die Zusatzfunktionen bringen
Die Zahl der Klänge ist eine der häufigsten Angaben in den Angeboten: 16 von 40 nennen sie, oft zweistellig. Der ecozy nennt 26 Klänge, der Philips sieben Wecktöne und ein UKW-Radio, der Blonbar zehn Naturklänge. Der Beurer WL 50 hat nach der Anleitung zwei Aufwachmelodien, Vogelgezwitscher und Glockenspiel, einen Piepton, das Radio und eine Einschlafmelodie, dazu Bluetooth und AUX für eigene Musik.
Beim Radio unterscheiden sich die Geräte in der Bedienung. Der Philips sucht nach der Anleitung die Sender automatisch, wenn man die Plus- oder Minustaste etwa zwei Sekunden gedrückt hält. Der Beurer WL 50 empfängt nach der Anleitung von 87,5 bis 108 Megahertz, hat 30 Speicherplätze und einen Lautsprecher mit 5 Watt. Der Lumie Spark 100 hat kein Radio, nur Klänge, der ecozy einen Bluetooth-Lautsprecher.
Für das Wecken mit Licht sind die Klänge zweitrangig. Sie entscheiden, wie die letzten Sekunden des Weckens klingen, wenn das Licht nicht gereicht hat. Wer mit Licht allein aufwachen will, sollte darauf achten, dass sich der Ton abschalten lässt. Beim Lumie geht das nach der Anleitung, indem man den Weckklang auf 0 stellt; wer aber die Lichtintensität des Sonnenaufgangs auf 0 stellt, muss stattdessen einen Klang wählen.
Die Liste der Klänge sagt manchmal mehr über den Hersteller als über das Gerät. Die Lumie-Anleitung führt für das Schwestermodell Glow 150 zehn Klänge, darunter Amsel, Wellen und Grillen, aber auch Cafégeräusche, Ziegen und eine Dampflok. Ob man davon aufwachen will, entscheidet jeder selbst; für den Kauf ist es nebensächlich.
Ähnlich ist es mit den Farben. Der ecozy nennt 17 Lichtfarben, acht Einzelfarben und neun wechselnde, der Beurer ein Stimmungslicht mit automatischem und manuellem Farbwechsel. Für das Wecken zählt nur der Verlauf von Rot über Gelb zu Weiß; die anderen Farben machen den Wecker zur Stimmungsleuchte. Wer das nicht braucht, sollte nicht dafür bezahlen, und wer es braucht, bekommt es bei den günstigen Geräten ebenso wie bei den teuren.
Wichtiger ist, wie leise der Wecker in der Nacht ist. Ein Lichtwecker hat keine beweglichen Teile, die Geräusche machen, aber ein Gerät daneben vielleicht. Wer im Sommer einen Ventilator im Schlafzimmer laufen lässt, findet im Vergleich leiser Ventilatoren fürs Schlafzimmer die Geräte, die einen Weckton nicht übertönen.
Schlummern, Ausschalten, Ausprobieren: die Bedienung am Morgen
Am Morgen entscheidet die Bedienung, ob ein Lichtwecker im Alltag bleibt. Wer im Halbschlaf eine kleine Taste suchen muss, um den Ton abzustellen, greift nach einer Woche wieder zum Smartphone. Die Anleitungen beschreiben die Handgriffe genau, und sie unterscheiden sich mehr, als die Angebote vermuten lassen.
Beim Philips genügt nach der Anleitung ein Tippen auf die Oberseite des Geräts, wenn der Weckton spielt. Die Lampe bleibt an, der Ton verstummt und setzt nach neun Minuten wieder ein. Auf dem Display blinkt dann das Symbol der betreffenden Weckzeit. Beim Lumie schlummert man mit der Minustaste oder durch leichtes Klopfen mit der Handfläche auf die Oberseite; Sonnenaufgang und Weckklang werden nach neun Minuten wiederholt. Ausgeschaltet wird der Alarm mit der Taste A.
Beim Beurer WL 50 dauert die Schlummerpause nach der Anleitung acht Minuten, beim ecozy lässt sie sich nach dem Angebot zwischen 5 und 20 Minuten einstellen, mit neun Minuten als Standard. Der Blonbar verlängert nach dem Angebot die Schlafzeit um weitere zehn Minuten. Wer gern noch einmal die Augen schließt, sollte wissen, ob dabei das Licht anbleibt; beim Philips und beim Lumie tut es das.
Zum Ausprobieren hat der Philips eine Funktion, die keines der Angebote erwähnt: einen Demo-Modus. Hält man die Taste einer Weckzeit mindestens drei Sekunden gedrückt, zeigt das Gerät nach der Anleitung in 90 Sekunden, wie Licht und Ton ansteigen. Das ist nützlich, um vor der ersten Nacht die richtige Lichtstärke zu finden, ohne einen Morgen zu opfern.
Zwei Weckzeiten haben der Philips, der Beurer und der Blonbar. Das ist praktisch für Werktage und Wochenende, macht die Bedienung aber länger: Jede Weckzeit hat beim Philips ihr eigenes Profil aus Uhrzeit, Lichtintensität und Lautstärke. Der Lumie Spark 100 hat eine Weckzeit, die sich nach der Anleitung mit einem Druck auf A ein- und ausschalten lässt; wer am Wochenende ausschlafen will, schaltet sie am Freitagabend ab.
Der Abend: Sonnenuntergang und Einschlaffunktion
Fast alle Geräte der Auswahl haben neben dem Sonnenaufgang einen Sonnenuntergang: Das Licht wird über eine eingestellte Zeit dunkler und geht dann aus. Beim Philips heißt das Einschlaffunktion, einstellbar von 5 bis 60 Minuten, mit Klang oder Radio. Drückt man die Taste, ohne etwas auszuwählen, wird die Lampe nach der Anleitung in den folgenden 30 Minuten allmählich dunkler.
Die Philips-Anleitung beschreibt für die Einschlaffunktion drei Schritte: Taste drücken, Zeit mit Plus und Minus zwischen 5 und 60 Minuten wählen, dann den Klang oder das Radio. Wer die Funktion wieder ausschalten will, drückt die Einschlaftaste noch einmal. Das ist schlicht, und es funktioniert ohne App.
Der Lumie Spark 100 dimmt nach dem Angebot 30 Minuten lang ab und geht dann aus oder leuchtet als Nachtlicht weiter; die Stärke des Nachtlichts lässt sich nach der Anleitung in fünf Stufen einstellen. Der ecozy nennt für den Sonnenuntergang 10 bis 480 Minuten, also bis zu acht Stunden, der Beurer WL 50 eine Einschlaffunktion mit voreingestellter Zeit und Musik.
Ob ein langsam dunkler werdendes Licht beim Einschlafen hilft, belegt keine der Quellen dieser Seite. Die Lumie-Anleitung schreibt, ein Sonnenuntergang helfe, sich auf natürliche Weise zu entspannen, und führt dafür eine Literaturangabe. Für den Kauf genügt: Wer abends im Bett liest, hat mit dem Sonnenuntergang eine Leselampe, die sich selbst ausschaltet.
Wer abends schwer einschläft, sollte die Ursache nicht nur im Licht suchen. Die Temperatur im Raum, trockene Heizungsluft oder Geräusche spielen mit. Was ein Heizlüfter im Schlafzimmer leisten kann, ohne zu stören, ordnet der Vergleich leiser Heizlüfter fürs Schlafzimmer; für die Luftfeuchte gibt es einen Ratgeber zum Luftbefeuchter im Schlafzimmer.
Wo der Wecker stehen soll: Abstand, Winkel und Display
Die Philips-Anleitung ist die einzige der Auswahl, die einen Abstand nennt: ca. 40 bis 50 Zentimeter vom Kopf, zum Beispiel auf dem Nachttisch. Die Lumie-Anleitung nennt als idealen Ort einen Nachttisch in der Nähe einer Steckdose. Beide gehen davon aus, dass das Licht das Gesicht erreicht.
Der Abstand hat einen zweiten Zweck. Wer den Wecker näher als 40 Zentimeter an den Kopf rückt, bekommt mehr Licht, aber auch ein helleres Display und mehr Wärme vom Gerät. Lumie schreibt, das Gerät werde warm, wenn das Licht eingeschaltet ist, und dürfe deshalb nicht abgedeckt werden. Ein Wecker zwischen Kissen und Bücherstapel ist also kein guter Platz.
Daraus ergeben sich einige praktische Regeln. Der Wecker sollte auf Kopfhöhe oder etwas darüber stehen, nicht tief unten neben dem Bett, und die Lichtseite sollte zum Gesicht zeigen. Wer auf der anderen Seite schläft, dreht dem Licht den Rücken zu; dann wird es im Raum zwar hell, aber weniger Licht erreicht die Augen. Ein Nachttisch auf der Seite, zu der man sich meist dreht, ist der bessere Platz.
Wer zu zweit schläft, hat ein zusätzliches Problem. Ein Lichtwecker auf einem Nachttisch erhellt auch die andere Seite des Bettes. Wer früher aufsteht als der Partner, stellt den Wecker deshalb so, dass das Licht vor allem das eigene Gesicht erreicht, und wählt eine mittlere Lichtstärke. Die 20 Stufen des Philips und die fünf Stufen des Lumie erlauben das, die drei Stufen des Beurer und des Blonbar weniger fein.
Das Display ist der zweite Punkt. Ein helles Display stört nachts mehr als ein Lichtwecker morgens hilft. Der Lumie passt die Helligkeit des Displays nach der Anleitung automatisch an und lässt sich auf aus oder schwach stellen; die Uhrzeit sieht man dann durch leichtes Klopfen auf das Gerät. Beim Philips lässt sich nach der Anleitung der Displaykontrast einstellen, der Beurer hat drei Stufen: 100 Prozent, 50 Prozent und aus.
Und das Schlafzimmer selbst spielt mit. Ein Lichtwecker wirkt am besten in einem dunklen Raum, in dem kein Straßenlicht durch die Vorhänge fällt, denn dann ist der Übergang von dunkel zu hell am deutlichsten. Wer dagegen mit Rollläden schläft, die das Morgenlicht ganz aussperren, hat den größten Gewinn vom Wecker. Für ein gutes Bett als Grundlage gibt die Kaufberatung für Matratzen Hinweise zu Härtegrad und Liegeposition.
Nach einigen Wintern: Lebensdauer, Ersatzteile und Garantie
Ein Lichtwecker steht jahrelang auf dem Nachttisch und leuchtet jeden Morgen. Was nach einigen Wintern bleibt, hängt an drei Dingen: an den Leuchtdioden, am Netzteil und an der Garantie. Die Angebote sagen dazu fast nichts, die Anleitungen etwas mehr.
Die Lumie-Anleitung nennt für die LEDs eine durchschnittliche Lebensdauer von 30.000 Stunden. Bei einer Stunde Licht am Tag, Sonnenaufgang und etwas Leselicht zusammen, wären das rechnerisch mehr als 80 Jahre. Die Anleitung räumt ein, dass hin und wieder einzelne LEDs ausfallen können, was die Lichtleistung praktisch nicht beeinträchtige. Ersatznetzteile sind laut Anleitung bei Lumie erhältlich.
Beim Beurer WL 50 ist die Lage strenger: Werden der USB-Netzadapter oder das Micro-USB-Kabel beschädigt, müssen sie nach der Anleitung entsorgt werden, und das Gerät darf man nicht öffnen oder reparieren, sonst erlischt die Garantie. Das Datenfeld nennt eine Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU von einem Jahr. Der Akku ist ein Verschleißteil; die Anleitung rät, ihn vor der ersten Inbetriebnahme vollständig zu laden.
Bei der Garantie reicht die Spanne von drei Jahren beim Lumie über zwei Jahre laut Datenfeld beim Blonbar bis zu einem Verweis auf ein Faltblatt beim Beurer und auf ein separates Heft beim Philips, das nicht hinterlegt war. Beim ecozy steht nichts. In allen Fällen gilt zusätzlich die gesetzliche Gewährleistung des Verkäufers; die Garantie des Herstellers kommt nur hinzu.
Für den Kauf heißt das: Ein Lichtwecker mit Netzteil ohne Akku hat weniger Verschleißteile, einer mit Akku läuft auch ohne Steckdose, altert aber. Wer lange Ruhe haben will, nimmt ein Gerät mit langer Garantie und einem Hersteller, der Ersatznetzteile anbietet. Wer den Wecker auch auf Reisen mitnehmen will, nimmt den Akku in Kauf.
Lichtwecker oder Tageslichtlampe: wann welches Gerät passt
Beide Geräte arbeiten mit Licht am Morgen, aber sie tun Verschiedenes. Ein Lichtwecker weckt, während man schläft, mit wenigen hundert Lux, die langsam ansteigen. Eine Tageslichtlampe gibt nach dem Aufwachen eine Dosis, mit mehreren tausend Lux in kurzem Abstand über eine halbe Stunde oder länger. Wer das eine kauft, hat das andere nicht.
Wer morgens vor allem schlecht aus dem Bett kommt, weil es dunkel ist, ist mit einem Lichtwecker gut bedient. Wer im Winter über Wochen gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und erhöhten Schlafbedarf hat, braucht eher eine Tageslichtlampe, und er sollte vorher mit der Praxis sprechen. Die Metaanalyse von 2005 fand für beide Verfahren bei saisonal abhängiger Depression einen Nutzen, für helles Licht aus mehr Studien.
Es gibt auch Menschen, für die beides sinnvoll ist: der Lichtwecker für das Aufwachen, die Tageslichtlampe für die Sitzung am Frühstückstisch. Wer so plant, sollte beim Lichtwecker nicht auf eine Luxzahl achten, die er ohnehin nicht braucht, sondern auf Bedienung, Display und Dauer. Die Helligkeit für die Therapie liefert die andere Lampe.
Eine dritte Gerätegruppe taucht in den Suchergebnissen ebenfalls auf: Lichttherapiebrillen. Sie wurden für diese Seite nicht ausgewertet, weil sie weder wecken noch auf dem Nachttisch stehen. Wer zwischen Lichtwecker, Tageslichtlampe und Brille schwankt, sollte zuerst klären, ob es ums Aufwachen oder um eine Sitzung geht; danach ergibt sich das Gerät fast von selbst.
Wer nicht weiß, welches Problem er hat, beginnt mit dem Schritt, der am wenigsten verlangt. Ein Lichtwecker braucht keine feste Sitzung, er arbeitet, während man schläft. Hilft er nach einigen Wochen nicht, ist das ein Hinweis, dass es um mehr geht als um dunkle Morgen.
Lichtwecker für Kinder: was die Unterlagen zum Alter sagen
In der Suche taucht „lichtwecker für kinder“ häufig auf, und einige Angebote werben damit. Der Lumie Spark 100 schreibt, das Nachtlicht nach dem Sonnenuntergang sei gut geeignet für Kinder; der ecozy nennt Kinder als Zielgruppe. Was die Anleitungen dazu sagen, ist zurückhaltender.
Die Anleitung des Beurer WL 50 schreibt, das Gerät dürfe von Kindern ab acht Jahren benutzt werden, wenn sie beaufsichtigt werden oder im sicheren Gebrauch unterwiesen wurden und die Gefahren verstehen; Kinder dürften nicht mit dem Gerät spielen, Reinigung und Wartung nicht ohne Aufsicht durchführen. Das Gerät hat einen Lithium-Ionen-Akku, für den die Anleitung eigene Warnhinweise führt.
Auch die Lumie-Anleitung nennt Grenzen für die Benutzung, allerdings keine Altersgrenze: nicht zur Verwendung an bewusstlosen Personen und nicht durch Personen mit verminderter Handlungsfähigkeit, etwa nach Alkohol oder Betäubungsmitteln. Bei den Geräten ohne Anleitung steht keine Angabe zum Alter; der ecozy nennt Kinder ausdrücklich als Zielgruppe, ohne Einschränkung.
Für ein Kinderzimmer heißt das: Ein Lichtwecker kann helfen, wenn ein Kind morgens schlecht aufsteht, aber er gehört an einen Platz, an dem das Kind nicht nachts mit Kabel und Netzteil hantiert. Ein Nachtlicht mit Sonnenuntergang kann den Abend erleichtern, wenn es nicht zu hell ist. Die Displayhelligkeit sollte sich ganz abschalten lassen.
Wer einen Lichtwecker für ein Kind sucht, das die Uhr noch nicht lesen kann, findet im Licht selbst ein Signal: Wenn es hell wird, darf man aufstehen. Dafür reicht ein einfaches Gerät, dessen Sonnenaufgang sich auf die gewünschte Zeit stellen lässt. Ein Radio, Bluetooth oder 26 Klänge braucht es dafür nicht, eher ein Display, das sich ganz abschalten lässt.
Wer im Kinderzimmer auch an die Luft denkt, weil Kinder im Winter oft mit trockenem Hals aufwachen, findet bei Luftreinigern dieselbe Frage nach Lautstärke in der Nacht; was dort zählt, beschreibt der Ratgeber zum Luftreiniger fürs Schlafzimmer.
Wer keinen Lichtwecker braucht
Nicht jeder profitiert von einem Lichtwecker. Vier Gruppen kommen nach den Quellen dieser Seite ohne aus oder sollten vorher nachdenken.
Die erste Gruppe sind Menschen, die ohnehin bei Tageslicht aufwachen, etwa im Sommer oder in einem Zimmer mit Fenster nach Osten ohne Rollladen. Für sie leistet die Sonne, was der Wecker simuliert, und zwar heller. Die zweite Gruppe sind Menschen, die zu wechselnden Zeiten aufstehen, etwa im Schichtdienst. Für sie ist ein Wecker mit zwei Weckzeiten nützlich, aber die Weckzeiten müssen ständig angepasst werden.
Die dritte Gruppe sind Menschen mit Partnern, die zu einer anderen Zeit aufstehen. Ein Lichtwecker weckt auch den, der länger schlafen will, wenn das Licht den ganzen Raum erhellt. Die vierte Gruppe sind Menschen, die einen Lichtwecker als Behandlung für eine Winterdepression kaufen wollen. Für sie ist die Praxis der richtige erste Schritt, nicht ein Gerät auf dem Nachttisch.
Für alle anderen gilt: Ein Lichtwecker ist ein günstiger Versuch, den Wintermorgen freundlicher zu machen. Ob er wirkt, merkt man nach einigen Wochen; die ersten Tage fallen in die Rückgabefrist. Wer zum Einschlafen zu Mitteln greift, die mehr versprechen als ein dunkler werdendes Licht, findet im Vergleich der Einschlafsprays eine nüchterne Einordnung dessen, was belegt ist.
Eine fünfte Gruppe sind Menschen, die sehr fest schlafen und von Licht nicht aufwachen. Für sie ist der Weckton das eigentliche Wecken, und das Licht macht nur den Raum hell. Einige Angebote unter den 40 werben ausdrücklich für Tiefschläfer, eines mit einem Weckton von 95 Dezibel; der Lichtwecker wird dann zum Wecker mit Lampe. Das ist kein Fehler, aber ein anderes Gerät als das, um das es auf dieser Seite geht.
Kurz gefragt
Wie hell wird ein Lichtwecker?
Nur drei von 40 Angeboten nennen eine Luxzahl, alle von Philips: bis 300 Lux, ohne Abstand. Die Anleitung des Beurer WL 50 nennt 800 Lux bei ca. 10 Zentimetern. Am Kopfkissen in 40 bis 50 Zentimetern kommt weniger an; wie viel, sagt keine Unterlage.
Wie lange sollte der Sonnenaufgang dauern?
Die Hersteller mit Anleitung stellen ab Werk 30 Minuten ein. Philips erlaubt laut Anleitung 20 bis 40 Minuten, Beurer 10, 20 oder 30. Wer unsicher ist, beginnt mit 30 Minuten und passt nach einigen Tagen an.
Ersetzt ein Lichtwecker eine Tageslichtlampe?
Nein. Ein Lichtwecker liefert einige hundert Lux beim Aufwachen, eine Tageslichtlampe mehrere tausend in kurzem Abstand über eine Sitzung. Beide können sich ergänzen.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Beim Philips bleibt die Uhrzeit laut Anleitung bis zu acht Stunden gespeichert, beim Lumie 30 Minuten. Der Beurer WL 50 hat einen Akku, der ecozy eine Batterie nur für die Einstellungen. Ein zweiter Wecker am Smartphone ist für wichtige Termine sinnvoll.
Was die Einschätzung ändern würde
Die Empfehlung für den Philips beruht auf einer einzigen Zahl, die kein anderes Gerät nennt: 300 Lux. Diese Zahl hat einen Mangel, den Abstand. Sie würde sich ändern, wenn einer von drei Herstellern eine Angabe veröffentlicht, die heute fehlt.
Erstens: Nennt Lumie für den Spark 100 eine Luxzahl in 40 bis 50 Zentimetern, die an 300 Lux heranreicht, ginge die Empfehlung an den Lumie. Er hätte dann alles, was der Philips hat, dazu die Einstufung als Medizinprodukt, drei Jahre Garantie und eine niedrigere Preislage. Die Stufen 1 bis 5 der Anleitung in Lux umzurechnen, wäre für den Hersteller eine Zeile in der Anleitung.
Zweitens: Nennt Philips, bei welchem Abstand die 300 Lux gelten, und liegt dieser Abstand bei den 40 bis 50 Zentimetern der eigenen Anleitung, würde die Empfehlung fester. Liegt er bei wenigen Zentimetern, wie die 800 Lux des Beurer bei 10 Zentimetern, verlöre die Zahl ihren Vorsprung, und die Empfehlung hinge nur noch an Dauer, Abstand und Stromausfall.
Drittens: Legt einer der günstigen Hersteller eine Anleitung vor, die Dauer, Helligkeit mit Abstand und Effizienzklasse nennt, und bestätigt sie die Zahlen aus dem Angebot, würde der ecozy zur Empfehlung für alle, die günstig einsteigen wollen. Seine Spanne beim Sonnenaufgang ist die weiteste der Auswahl, und er stellt die Uhr selbst. Es fehlt nur der Beleg.
Bis eine dieser Angaben erscheint, bleibt es bei der Reihenfolge dieser Seite: der Philips, weil er die einzige Helligkeit nennt und bei der Dauer mit seiner Anleitung übereinstimmt, der Lumie für die Einstufung, der Beurer für die vollständigste Anleitung. Wer einen Lichtwecker kauft, kann diese Prüfung selbst wiederholen: Angebot und Anleitung nebeneinanderlegen und nachsehen, wo die Zahl steht. Wie dieselbe Lücke bei Tageslichtlampen, Medizinprodukten und Krankenkasse aussieht, zeigt der Überblick über alle Seiten zu Lichttherapie und Tageslicht.

