Stand 01.11.2026. Grundlage sind die deutschen Bedienungsanleitungen zweier Mammotion-Modelle und die Herstellerseiten von Worx. Für weitere Allradmodelle, etwa von Segway und Dreame, waren die Herstellerseiten zum Zeitpunkt der Recherche nicht abrufbar; ihre Werte nennt diese Seite deshalb nicht. Gemessen wurde hier nichts.
80 Prozent sind 39 Grad, nicht fast senkrecht
Die eine Zahl, an der ein Mähroboter für den Hang hängt, ist die Steigung, und sie wird fast immer in Prozent angegeben. Prozent und Grad verhalten sich aber nicht proportional: 100 Prozent sind 45 Grad, nicht 90. Der Winkel ergibt sich als Arkustangens der Steigung, so steht es in der Wikipedia unter „Steigung“. 80 Prozent sind damit rund 38,7 Grad, 45 Prozent rund 24 Grad.
Wer die Zahl auf dem Karton liest und an eine Wand denkt, überschätzt sie. Wer sie für den ganzen Garten nimmt, auch: Mammotion nennt für zwei Allradmodelle 80 Prozent in der Mähfläche, aber nur 40 Prozent am Rand. Diese Seite ordnet die Angaben ein, zeigt, wie man den eigenen Hang misst, und nennt, was die Hersteller nicht sagen. Was einen Mähroboter grundsätzlich ausmacht, steht in der Übersicht zum Mähroboter.
Schafft ein Allrad-Mähroboter meinen Hang?
Die Steigung des steilsten Stücks in Prozent eingeben. Der Rechner nennt den Winkel und sagt, welche der drei belegten Modelle laut Hersteller dafür ausgelegt sind.
Winkel: 22 bis 39 Grad
Grundlage: Steigung 45 %.
Mammotion LUBA mini 2 AWD und LUBA 3 AWD nur innerhalb der Fläche, nicht am Rand; Worx WR340E laut Produktseite ja.
| Steigung (%) | Winkel (Grad) | Anmerkung |
|---|---|---|
| 0 bis 40 | 0 bis 22 | Laut Hersteller schaffen das alle drei, die Mammotion-Modelle auch am Rand der Fläche. |
| 40 bis 80 | 22 bis 39 | Mammotion LUBA mini 2 AWD und LUBA 3 AWD nur innerhalb der Fläche, nicht am Rand; Worx WR340E laut Produktseite ja. |
| 80 bis 84 | 39 bis 40 | Nur der Worx WR340E nennt bis 84 Prozent; einen Randwert gibt Worx nicht an. |
| 84 bis 100 | 40 bis 45 | Keines der drei belegten Modelle ist laut Hersteller dafür ausgelegt. |
Winkel = arctan(Prozent/100) nach Wikipedia „Steigung“; Steigungen laut Anleitungen von Mammotion und Produktseite von Worx, Stand 01.11.2026.
Prozent und Grad umrechnen
Die Formel ist kurz: Winkel gleich Arkustangens aus Prozent geteilt durch 100. Daraus ergeben sich gerundet 30 Prozent gleich 16,7 Grad, 40 Prozent gleich 21,8 Grad, 45 Prozent gleich 24,2 Grad, 80 Prozent gleich 38,7 Grad und 84 Prozent gleich 40 Grad. Mammotion schreibt für 80 Prozent 38,6 Grad, abgeschnitten statt gerundet; gemeint ist derselbe Wert.
- Mammotion: auch am Rand: 0 bis 40 %
- 30 % = 16,7°: 30 % — im Korridor
- 45 % = 24,2°: 45 % — außerhalb des Korridors
- 80 % = 38,7°: 80 % — außerhalb des Korridors
- 100 % = 45°: 100 % — außerhalb des Korridors
Wer zwei Angebote vergleicht, rechnet auf dieselbe Einheit um. Steht nur ein Gradwert da, gilt die Umkehrung: Prozent gleich Tangens des Winkels mal 100. Ein Hang von 20 Grad hat rund 36 Prozent.
Den eigenen Hang messen
Dafür braucht man eine lange Latte, eine Wasserwaage und einen Zollstock. Die Latte waagerecht vom Hang aus hangabwärts halten, mit der Wasserwaage ausrichten, dann am Ende den senkrechten Abstand zum Boden messen. Höhe geteilt durch Länge mal 100 ergibt die Steigung in Prozent; so ist die Steigung in der Mathematik definiert.
Eine Latte von 2 Metern und 60 Zentimeter Abstand am Ende ergeben 30 Prozent. Messen sollte man an der steilsten Stelle und dort, wo der Rasen an Beet, Zaun oder Mauer endet, denn dort gilt der Randwert. Wer gleichzeitig wissen will, wie viel Wasser der Hang beim Gießen braucht, findet das auf der Seite Wasserverbrauch des Gartenschlauchs.
Was die Hersteller angeben
Belegt aus Herstellerunterlagen sind für diese Seite drei Allradmodelle. Die deutschen Anleitungen von Mammotion nennen für den LUBA mini 2 AWD 1000 und den LUBA 3 AWD 1500 je 80 Prozent, das sind 38,6 Grad nach Herstellerschreibweise, innerhalb der Mähfläche. Worx nennt für den Landroid Vision Cloud 4WD WR340E auf der deutschen Produktseite 84 Prozent, 40 Grad.
Die Werte als Liste
- Worx Vision Cloud 4WD WR340E (Produktseite): 84 % (40°) %
- Mammotion LUBA mini 2 AWD, Mähfläche: 80 % (38,6°) %
- Mammotion LUBA 3 AWD, Mähfläche: 80 % (38,6°) %
- Mammotion LUBA mini 2 und LUBA 3, Rand: 40 % (21,8°) %
- Worx-UK-Blog: „mit Leichtigkeit“: 30 % (17°) %
Für Segway Navimow i205 AWD und Dreame A3 AWD waren die Herstellerseiten nicht abrufbar. In Suchauszügen der Navimow-Seiten stehen verschiedene Werte nebeneinander, 45, 55 und 84 Prozent; welcher gilt, ließ sich nicht prüfen. Welche Navigationssysteme diese Geräte nutzen, zeigt der Vergleich Mähroboter ohne Begrenzungskabel.
Der Rand ist steiler, als man denkt
Mammotion schreibt in beiden Anleitungen zwei Werte: maximale Neigung in der Fläche 80 Prozent, am Rand 40 Prozent, also 21,8 Grad. Das ist halb so viel. Für den älteren LUBA 2 AWD nennt das Supportportal am Rand 45 Prozent; die neuen Anleitungen nennen 40.
Einen Grund nennt Mammotion nicht. Worx nennt für den WR340E keinen Randwert. Wer einen Hang hat, der direkt an einem Beet oder einer Mauer endet, misst dort und vergleicht mit dem Randwert, nicht mit der Zahl auf dem Karton.
„Mit Leichtigkeit“: der zweite Wert von Worx
Worx selbst liefert ein Beispiel dafür, dass die Höchstzahl nicht die Alltagszahl ist. Der britische Worx-Blog zum Vision Cloud schreibt, das Gerät bewältige steile, unebene Hänge bis 30 Prozent, 17 Grad, mit absoluter Leichtigkeit, und im selben Text bis 84 Prozent, etwa 40 Grad.
Beide Zahlen stammen vom Hersteller. Die erste beschreibt, was ohne Mühe geht, die zweite, was unter günstigen Bedingungen geht. Zu den Bedingungen gibt Worx keine Angaben; in Suchauszügen nennt Navimow für seine Werte 5 Zentimeter Gras, trockenen Boden und keine Hindernisse.
Nasser Rasen am Hang
Mammotion warnt in beiden Anleitungen, dass Mähen im Regen dazu führen kann, dass Gras am Roboter haften bleibt und er abrutscht. Beide Modelle haben laut Anleitung eine Regenerkennung, stoppen bei Regen und fahren zur Station. Worx nennt für den WR340E einen Regensensor.
Nasser Rasen am Hang ist damit der Fall, in dem die Höchstzahl am wenigsten gilt. Einen eigenen Wert für nasse Hänge nennt keiner der beiden Hersteller.
Die Ladestation gehört auf ebenen Boden
Mammotion verlangt für die Ladestation eine ebene Fläche ohne größere Unebenheiten, Steigungen oder Steine, mit 1,5 Metern Freiraum links, rechts und vorn, nahe am Rasenrand. Einen Gradwert nennt die Anleitung nicht. Das Worx-Wiki zum Landroid Vision schreibt einen ebenen Platz und 2 Meter gerade Anfahrt vor der Station vor.
Wer einen durchgehend schrägen Garten hat, plant die Station deshalb zuerst und den Rest danach. Was im Winter mit der Station geschieht, beschreibt die Seite Mähroboter überwintern.
Allrad, Räder, Spikes
Alle drei belegten Modelle haben Allradantrieb. Mammotion beschreibt Hinterräder und Omni-Räder vorn, Worx vier Motoren mit Vorderradlenkung und ein Fahrwerk, bei dem alle vier Räder auch in unebenem Gelände Bodenkontakt behalten sollen. Zu Spikes machen beide Anleitungen keine Angabe.
Offroad-Räder für Worx gibt es als Zubehör, belegt aber nur über einen Händler. Wer nachrüsten will, fragt beim Hersteller nach, ob das Zubehör für das eigene Modell freigegeben ist.
Akku und Laufzeit am Hang
Der LUBA mini 2 AWD 1000 hat laut Anleitung einen Akku mit 21,6 Volt und 131,76 Wattstunden und mäht 150 Minuten je Ladung, der LUBA 3 AWD 1500 hat 203 Wattstunden und mäht 113 Minuten. Worx nennt für den WR340E einen Akku mit 20 Volt und 4 Amperestunden und 80 Minuten Ladezeit, aber keine Mähzeit.
Wie viel kürzer die Laufzeit am Hang ist, sagt kein Hersteller. Bergauf braucht jeder Antrieb mehr Energie; wie sich Wattstunden und Laufzeit allgemein verhalten, rechnet die Seite Heizdecke mit Akku an einem anderen Gerät vor.
Navigation am Hang: RTK, Kamera, LiDAR
Der LUBA mini 2 AWD 1000 navigiert laut Anleitung mit einem Dreifachkamera-Sichtsystem; NetRTK, mit dem Mammotion laut Suchauszügen wirbt, steht in der Anleitung des 1000 nicht. Der LUBA 3 AWD 1500 nutzt LiDAR und Kamera ohne RTK, NetRTK haben in der EU erst die Modelle ab 3000. Worx nennt für den WR340E eine RTK-Cloud ohne Basisstation im Garten.
Für den Hang heißt das: Wer eine Antenne aufstellen müsste, plant ihren Platz mit. Die drei belegten Modelle kommen ohne eigene Referenzstation aus. Wie Begrenzungskabel und kabellose Systeme sich unterscheiden, zeigt der Vergleich der Mähroboter ohne Kabel.
Gewicht und Lautstärke
Der LUBA mini 2 AWD 1000 wiegt laut Anleitung etwa 17 Kilogramm, der LUBA 3 AWD 1500 19 Kilogramm, der Worx WR340E 16,9 Kilogramm mit Akku. Für die Lautstärke nennt Mammotion bei beiden einen Schalldruckpegel von 56 dB und eine Schallleistung von 64 dB; Worx nennt keinen dB-Wert.
Bei den Lautstärken lohnt der Blick auf die Messgröße. In Suchauszügen der Mammotion-Seiten stehen 58 dB und bis 70 dB; maßgeblich ist die Anleitung. Wann ein Mähroboter überhaupt fahren sollte, begründet die Seite Mähroboter und Igel begründet.
Teiche, Treppen, Abhänge
Mammotion nennt in beiden Anleitungen Treppen, Absätze, Teiche, Gräben und Pools als Stellen, an denen bestimmte Funktionen nicht genutzt werden sollen, und empfiehlt No-Go-Zonen für Wasserflächen. Einen Mindestabstand zu Abhängen oder Gewässern nennt keine der gelesenen Unterlagen, auch keine Regel zum Querfahren am Hang.
Ein Hang, der in einen Teich oder über eine Mauer abfällt, ist damit der Fall, für den die Hersteller am wenigsten sagen. Eine No-Go-Zone mit großzügigem Abstand ist die einzige Maßnahme, die die Anleitungen selbst anbieten.
Fläche, Zonen und Hindernisse
Mammotion empfiehlt den LUBA mini 2 AWD 1000 für 1.000 Quadratmeter mit bis zu 10 Zonen, den LUBA 3 AWD 1500 für 1.500 Quadratmeter mit 15 Zonen. Worx nennt für den WR340E 600 Quadratmeter. Über Hindernisse kommt der LUBA mini 2 bis 45 Millimeter, der LUBA 3 bis 50 Millimeter.
Zonen helfen am Hang, weil man steile Teile getrennt planen kann. Eine Fläche mit einem steilen Stück und einer ebenen Wiese lässt sich so in zwei Zonen legen, jede mit eigenem Zeitplan.
Schnittbreite und Schnitthöhe
Der LUBA mini 2 AWD hat laut Anleitung eine Hauptschnittscheibe mit 200 Millimetern und eine Kantenschnittscheibe mit 120 Millimetern, die Schnitthöhe reicht von 20 bis 65 Millimeter. Der LUBA 3 AWD schneidet 400 Millimeter breit bei 25 bis 70 Millimetern Höhe. Worx nennt für den WR340E 20 Zentimeter Schnittbreite und 20 bis 70 Millimeter Höhe, elektrisch verstellt.
Für den Hang zählt die Höhe mehr als die Breite. Husqvarna rät für den ersten Schnitt im Frühjahr allgemein zu einer hohen Schnitthöhe, die man schrittweise senkt; das steht auf der Seite zum Überwintern.
Diebstahlschutz und Mobilfunk
Mammotion nennt für beide Modelle eine GPS-Diebstahlverfolgung, einen Alarm, wenn der Mäher mehr als 50 Meter aus dem Arbeitsbereich bewegt wird, einen Anhebe- und Neigungssensor und eine eingebaute SIM-Karte für 4G. Wie lange die Datenverbindung kostenlos ist, steht in der Anleitung nicht.
Worx schreibt, der WR340E lasse sich auch ausgeschaltet über die App orten; ein GPS-Modul gibt es als Zubehör. Ob der WR340E eine 4G-Version ist, nennt Worx nicht.
Garantie und Service
Mammotion gibt laut beiden Anleitungen drei Jahre Garantie, auch auf Akku, Motor und Ladestation, mit einer deutschsprachigen Hotline montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Worx gibt zwei Jahre, bei Registrierung innerhalb von 30 Tagen drei; der Akku hat unabhängig davon ein Jahr. Sitz von Worx in Deutschland ist die Positec Germany GmbH in Köln.
Beim Worx verlängert die Registrierung nur die Garantie des Geräts; für den Akku bleibt es bei einem Jahr. Bei Mammotion steht der Akku mit drei Jahren in derselben Tabelle wie Motor und Station.
Wann ein Mähroboter am Hang nicht passt
Wenn die steilste Stelle über 84 Prozent liegt, ist keines der drei belegten Geräte dafür ausgelegt. Wenn ein steiler Hang direkt am Rand liegt, gilt bei Mammotion der Randwert von 40 Prozent. Und wenn sich für die Ladestation kein ebener Platz findet, scheitert die Installation, bevor der Mäher den Hang sieht.
In solchen Fällen bleibt ein handgeführtes Gerät oder eine Bepflanzung, die nicht gemäht werden muss. Wer den Rasen im Frühjahr ohnehin aufarbeitet, findet Geräte dafür auf der Seite Elektro-Vertikutierer.
Laub am Hang im Herbst
Kein Hersteller beschreibt, wie seine Geräte mit Laub auf der Fläche umgehen. Wer im Herbst den Hang frei halten will, nimmt Laubbläser oder Laubsauger, die die Übersicht zum Laubsauger vergleicht.
Äste und Reisig vom Hang lassen sich häckseln. Welche Geräte dafür taugen, zeigt die Übersicht zum Häcksler.
Was die Einschätzung ändern würde
Drei Angaben würden diese Seite verändern. Erstens eine Steigung, die unter benannten Bedingungen gemessen ist, nasser Rasen eingeschlossen; bisher nennen die Hersteller Höchstwerte ohne Bedingungen, Navimow laut Suchauszug nur für trockenes, kurzes Gras. Zweitens ein Randwert von Worx. Drittens die Anleitungen von Segway und Dreame, die zum Zeitpunkt der Recherche nicht abrufbar waren.
Kommt eine dieser Angaben hinzu, wird die Seite nachgezogen. Bis dahin gilt: steilste Stelle messen, am Rand gesondert messen, auf Grad umrechnen und mit dem Randwert vergleichen. Die Übersicht aller Seiten zum Thema bündelt die Übersicht zum Mähroboter.

