Smart, vernetzt, WLAN-fähig: drei Wörter, drei Versprechen
„Smart" steht auf vielen Kühlschränken, und es meint nicht immer dasselbe. Die Suchvorschläge zeigen das deutlich. Neben „smart kühlschrank app" und „smartthings kühlschrank" stehen „smart inverter kühlschrank", „smart frost kühlschrank", „smart eco kühlschrank" und „smartstore boxen". Die erste Gruppe meint eine App, die zweite Bauteile oder Funktionen, die mit einer App nichts zu tun haben: Inverter bezeichnet eine Art, den Kompressor zu regeln, Frost und Eco das Abtauen und den Sparbetrieb, Store die Aufbewahrung. Wer einen vernetzten Kühlschrank sucht, liest deshalb nicht das Wort „smart", sondern die Angabe zur Verbindung.
Auf dieser Seite heißt ein Kühlschrank vernetzt, wenn er sich über WLAN mit einer App des Herstellers verbinden lässt. Das trifft auf alle fünf Geräte der Auswahl zu. Die Angebote nennen dafür „WiFi", „Wi-Fi" oder „WLAN", und jedes nennt eine eigene App: Samsung SmartThings, Bosch Home Connect, LG ThinQ, Haier hOn und Midea MSmartHome. Fünf Geräte, fünf Apps und, soweit die Unterlagen etwas dazu sagen, fünf Anmeldungen beim jeweiligen Hersteller.
Was die Apps können, unterscheidet sich, aber eine Frage ist für alle gleich, und sie steht im Mittelpunkt dieser Seite: Wie lange wird die Software unterstützt? Ein Kühlschrank läuft viele Jahre, eine App und ihr Server nur so lange, wie der Hersteller sie betreibt und pflegt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät deshalb, vor dem Kauf zu erfragen, wie lange Sicherheitsupdates für das Gerät zur Verfügung gestellt werden.
Die Seite ist deshalb als Zeitachse gebaut: die erste Woche mit Einrichtung, WLAN und Konto, der dritte Monat mit dem, was die Apps im Alltag tun, und das dritte Jahr und danach, wenn sich zeigt, ob die Software noch gepflegt wird. Wer nur einen guten Kühlschrank sucht und auf die App verzichten kann, findet ihn im Kühlschrank-Ratgeber nach Bauart geordnet.
Fünf vernetzte Kühlschränke, fünf Apps
Die Auswahl umfasst je ein Gerät von Samsung, Bosch, LG, Midea und Haier, alle am Prüftag mit Kaufbox bei Amazon und alle im EU-Register eingetragen. Zwei sind Kühlschränke ohne Gefrierteil, drei sind Kombinationen. Die Breiten reichen von 59,5 bis 75,9 Zentimetern, die Jahresverbräuche laut Register von 77 bis 301 Kilowattstunden. Kein Gerät steht schon auf einer anderen Seite des Ratgebers.
Nicht in die Auswahl kamen vernetzte Getränkekühlschränke mit Glastür, die in derselben Suche auftauchen. Sie sind für Getränke gebaut, nicht für den Wocheneinkauf. Für sie gibt es die Seite über den Getränkekühlschrank. Ebenfalls nicht dabei sind WLAN-Thermometer und Zwischenstecker; von ihnen handelt ein eigener Abschnitt.
Die Tabelle zeigt, was beim vernetzten Gerät zählt: die App, die Art der Verbindung, was das Angebot über die App sagt, ob der Hersteller eine Dauer für Software-Updates nennt, und den Jahresverbrauch. Die Spalte zur Update-Dauer ist die kürzeste, weil vier von fünf Herstellern dort keine Dauer nennen.
| Gerät | App | Verbindung | Was die App kann | Update-Dauer | Jahresverbrauch | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|---|---|
Samsung RB53DG706AS9EF | SmartThings | WLAN laut Angebot | Verbrauch einsehen, AI Energy Mode laut Angebot | bis zu 7 Jahre ab Markteinführung | A, 128 kWh | Angebot ansehen |
Bosch KSN36VWCG | Home Connect | WLAN 2,4 und 5 GHz laut Konformitätserklärung | Einstellungen per App, Ferndiagnose durch den Kundendienst | keine Dauer genannt | C, 110 kWh | Angebot ansehen |
LG GLM71MCCSX | ThinQ | WiFi laut Angebot | ThinQ-App-Kompatibilität laut Angebot | keine Dauer genannt | C, 77 kWh | Angebot ansehen |
Midea MDRB521MIC46A | MSmartHome laut Angebot, SmartHome laut Midea | WiFi laut Angebot | Temperatur aus der Ferne, Modi nach Zeitplan, Überwachung laut Angebot | keine Dauer gefunden | C, 177 kWh | Angebot ansehen |
Haier HTW7720ENMP | hOn | Wi-Fi laut Angebot | Steuerung per hOn App, Tür-Offen-Alarm laut Angebot | keine Dauer genannt | E, 301 kWh | Angebot ansehen |
Auffällig ist das Alter der Modelle. Laut Register sind das LG- und das Haier-Gerät seit 2021 im Verkehr, das Midea-Gerät seit 2023, das Samsung-Gerät seit März 2024 und das Bosch-Gerät seit April 2026. Für einen Kühlschrank ohne App spielt das kaum eine Rolle. Für ein vernetztes Gerät kann es eine große Rolle spielen, weil Software-Unterstützung meist ab dem Marktstart zählt, nicht ab dem Kauf. Davon handelt das dritte Jahr dieser Zeitachse.
Auch bei den Maßen lohnt der Blick ins Register. Drei Geräte sind 59,5 Zentimeter breit und passen damit in eine übliche Nische, das Haier-Gerät ist 70 Zentimeter breit, das Samsung-Gerät 75,9. Die Höhen reichen von 1860 Millimetern beim LG-Gerät bis 2030 beim Samsung-Gerät, die Tiefen von 660 Millimetern beim Midea-Gerät bis 711 beim Samsung-Gerät. Alle fünf sind also tiefer als 60 Zentimeter, und wer sie neben eine Küchenzeile stellt, sieht sie ein Stück über die Arbeitsplatte hinausragen.
Die Angebote nennen Gewichte von 65,8 Kilogramm beim Bosch-Gerät bis 109 Kilogramm beim Samsung-Gerät. Als Herkunftsland nennen sie China für Samsung, LG und Midea, Polen für Bosch und Frankreich für Haier. Für die App spielt das keine Rolle, für die Lieferung schon: Ein Gerät mit über hundert Kilogramm kommt nicht allein in den dritten Stock, und wer die Lieferung bis in die Küche bestellt, klärt das vorher mit dem Händler.
Home Connect, SmartThings, ThinQ, hOn, SmartHome: die Namen hinter der App
Jede Marke hat ihre App, und einige Namen ändern sich. Bosch und Siemens, beide Marken der BSH-Gruppe, nutzen Home Connect; die Anleitung des Bosch-Geräts verweist auf die Home Connect App und die Seite home-connect.com. Samsung nennt im Angebot SmartThings und seinen „SmartThings AI Energy Mode". LG nennt ThinQ, Haier die hOn App. Bei Midea gehen die Namen auseinander: Das Angebot nennt die MSmartHome App, die deutsche Midea-Seite spricht von der Midea SmartHome App.
Der Unterschied zwischen Midea-Angebot und Midea-Seite ist mehr als eine Formalie. Midea kündigte 2023 an, die SmartHome App neu aufzulegen; laut Pressemitteilung vom 26.09.2023 können sich seither bis zu 20 Endgeräte, etwa Smartphones und Tablets, gleichzeitig mit demselben Account anmelden. Welche App ein Gerät heute erkennt, sagt also nicht unbedingt der Text im Angebot, sondern der App-Store und die Herstellerseite zum Zeitpunkt des Kaufs.
Die Midea-Seite zur SmartHome App nennt Kühlschränke ausdrücklich unter den Geräten, die sich per App steuern lassen, und führt als Beispiel eine French-Door-Kombination. Haier beschreibt auf seiner Seite „smart vernetzt kühlen" eine ganze Reihe von Funktionen der hOn App für Kühlschränke. LG schreibt im Newsroom über ThinQ UP und ThinQ Care, also über Software-Updates und die Überwachung des Gerätezustands. Samsung kündigte im September 2025 an, seine WLAN-fähigen Hausgeräte mit der Oberfläche One UI zu versorgen.
Für den Kauf heißt das: Die App gehört zum Gerät wie die Tür. Wer schon Geräte einer Marke vernetzt hat, bleibt mit einem Kühlschrank derselben Marke in einer App. Wer verschiedene Marken mischt, hat mehrere Apps und mehrere Konten. Ob sich Geräte verschiedener Hersteller in einer gemeinsamen Oberfläche verbinden lassen, sagen die gelesenen Unterlagen nicht.
Hinter den Apps stehen Gesellschaften, und nicht immer dieselben wie hinter dem Angebot. Im EU-Register sind Bosch von der BSH Hausgeräte GmbH, LG von der LG Electronics Deutschland GmbH und Midea von der Midea Europe GmbH eingetragen. Beim Samsung-Gerät steht dort die Samsung Electronics (UK) Limited, beim Haier-Gerät die Haier Iberia, S.L.U. Die deutschen Ansprechpartner sind die Samsung Electronics GmbH in Eschborn und die Haier Germany GmbH in München. Für den Kundendienst zählt die deutsche Gesellschaft, für die Daten im Register die eingetragene.
Die erste Woche: Einrichtung nach Anleitung
Die Stationen als Liste
- Tag 1: Einrichtung — Bosch: 3 Minuten nach dem Einschalten warten, dann App
- Woche 1: Konto und Daten — Erstregistrierung mit Gerätekennung und MAC-Adresse
- Monat 3: Alltag — Fernsteuerung, Alarm, Verbrauch, Ferndiagnose
- 11.12.2027: Cyber Resilience Act — mindestens 5 Jahre Unterstützung für neu in Verkehr gebrachte Produkte
- Marktstart + 7 Jahre: Samsung-Zusage — bis zu 7 Jahre Updates für WLAN-Modelle seit 2024
Am genauesten beschreibt die Bosch-Anleitung die Einrichtung. Das Gerät ist netzwerkfähig, und um Home Connect zu nutzen, wird zuerst die Verbindung zum WLAN-Heimnetz und zur Home Connect App eingerichtet. Nach dem Einschalten soll man mindestens 3 Minuten warten, bis die interne Geräteinitialisierung abgeschlossen ist. Dann wird ein QR-Code gescannt, über den sich die App installieren und das Gerät verbinden lässt, und die App leitet durch den Anmeldeprozess.
Die Haier-Anleitung nennt drei Schritte: die hOn App aus den Stores laden, in der App ein Konto erstellen oder sich anmelden und den Anweisungen zum Pairing folgen. Das WLAN-Modul des Kühlschranks wird eingeschaltet, indem man die Taste D auf dem Bedienfeld drei Sekunden lang berührt; das WLAN-Symbol blinkt, solange das Gerät nicht verbunden ist, und leuchtet dauerhaft, wenn es angemeldet und verbunden ist. Der englische Teil derselben Anleitung nennt fünf Minuten, in denen die Kopplung abgeschlossen sein muss.
Für die übrigen drei Geräte fand sich in den Unterlagen des Angebots keine Beschreibung der Einrichtung. Dem Samsung-Angebot liegt eine Unterlage zum EU Data Act bei, dem LG-Angebot ein mehrsprachiges Sicherheitsheft und ein Leitfaden zum Data Act, dem Midea-Angebot keine Anleitung als Datei. Wer vor dem Kauf wissen will, wie die Einrichtung abläuft, muss die Anleitung beim Hersteller suchen oder im App-Store nachlesen, was die App verlangt.
Ein Punkt der Bosch-Anleitung verdient besondere Beachtung: Die Bedienung am Gerät hat jederzeit Vorrang, und in dieser Zeit ist die Bedienung über die App nicht möglich. Das ist eine gute Nachricht für alle, die fürchten, ohne App nicht mehr an den Kühlschrank zu kommen. Die Temperatur lässt sich beim Bosch-Gerät am Bedienfeld einstellen, und die WLAN-Verbindung lässt sich dort ein- und ausschalten.
Zwei Hinweise der Bosch-Anleitung gehören in die erste Woche, weil sie später Ärger ersparen. Erstens sind die Home Connect Dienste nicht in jedem Land verfügbar, und die Verfügbarkeit der Funktion hängt von der Verfügbarkeit der Dienste im jeweiligen Land ab; die Anleitung verweist dafür auf home-connect.com. Zweitens lassen sich die Home Connect Einstellungen zurücksetzen, wenn es Verbindungsprobleme gibt oder das Gerät in einem anderen WLAN angemeldet werden soll: Die Taste „wifi" wird sieben Sekunden gedrückt gehalten, bis ihre Anzeige erlischt.
Bei Haier hat dieselbe Taste zwei Aufgaben. Die Taste D schaltet das WLAN-Modul ein, und dieselbe Taste, drei Sekunden lang berührt, setzt das WLAN zurück. Die Anzeige verrät den Zustand: Blinkt das WLAN-Symbol, ist das Gerät angemeldet, aber nicht verbunden; leuchtet es dauerhaft, ist es angemeldet und verbunden. Wer nach einem Routerwechsel nicht mehr in die App kommt, beginnt bei diesem Symbol.
Vor der App steht das Aufstellen, und auch dafür nennt die Bosch-Anleitung Bedingungen, die ein vernetztes Gerät mit jedem anderen teilt. Der Raum muss mindestens ein Volumen von einem Kubikmeter je acht Gramm Kältemittel haben; die Menge steht auf dem Typenschild. Das Gewicht kann je nach Modell bis zu 75 Kilogramm betragen, und der Untergrund muss eben und tragfähig sein. Für die Umgebungstemperatur nennt die Anleitung 10 bis 43 °C, denselben Bereich, den das EU-Register für alle fünf Geräte dieser Auswahl angibt.
Das WLAN am Aufstellort: Empfang und Frequenzband
Ein Kühlschrank steht dort, wo die Küche ihn braucht, nicht dort, wo der Router am besten funkt. Die Bosch-Anleitung nennt als Voraussetzung für die Einrichtung ausdrücklich, dass das Gerät am Aufstellort Empfang zum WLAN-Heimnetz hat. Wer den Router im Flur und den Kühlschrank in einer Küche hinter zwei Wänden hat, prüft das vor dem Kauf mit dem Smartphone an der Stelle, an der das Gerät stehen wird.
Beim Frequenzband sind die Unterlagen unterschiedlich genau. Die Konformitätserklärung in der Bosch-Anleitung nennt das 2,4-GHz-Band mit höchstens 100 Milliwatt und das 5-GHz-Band mit höchstens 150 Milliwatt; 5-GHz-WLAN ist danach in den genannten Ländern nur zum Gebrauch in Innenräumen bestimmt. Für die anderen vier Geräte fand sich in den gelesenen Unterlagen keine Angabe zum Frequenzband. Wer nur ein 5-GHz-Netz betreibt, sollte das vor dem Kauf klären.
Das BSI empfiehlt für vernetzte Kühlschränke, wenn eine Offline-Nutzung nicht gewünscht oder nicht möglich ist, ein separates heimisches WLAN einzurichten, etwa ein Gastnetz. Die Idee dahinter: Ein schlecht abgesichertes Haushaltsgerät soll keinen Zugang zu den Rechnern und Telefonen im Hauptnetz haben. Viele Router bieten ein Gastnetz an; ob die App des Herstellers damit funktioniert, sagt die Anleitung des Routers und im Zweifel ein Versuch.
Für die Fernsteuerung von unterwegs nennt das BSI einen weiteren Punkt: Vorsicht in öffentlichen WLANs, gegebenenfalls über ein VPN. Wer den Kühlschrank aus dem Café heraus prüfen will, öffnet damit eine Verbindung zum eigenen Haushalt, und die sollte so geschützt sein wie jede andere.
Konto, Daten und Erstregistrierung
Soweit die Unterlagen etwas dazu sagen, läuft die App-Nutzung über ein Konto oder eine Anmeldung beim Hersteller. Haier verlangt in der Anleitung, ein Konto in der hOn App zu erstellen oder sich anzumelden. Die Data-Act-Unterlage im Samsung-Angebot setzt ein Samsung-Konto voraus: Produkte müssen vorab gesondert im Samsung-Konto registriert werden, damit sie im EUDA-Portal erscheinen, und Produkte, die man nicht mehr besitzt, soll man aus dem Konto entfernen. Midea spricht von einem Account, mit dem sich bis zu 20 Endgeräte gleichzeitig anmelden können.
Welche Daten bei der Anmeldung fließen, beschreibt nur die Bosch-Anleitung genau. Mit der erstmaligen Verbindung zu einem Heimnetz mit Internetzugang überträgt das Gerät eine eindeutige Gerätekennung, bestehend aus Geräteschlüsseln und der MAC-Adresse des WLAN-Moduls, ein Sicherheitszertifikat des Moduls, die aktuelle Software- und Hardwareversion und den Status eines vorangegangenen Rücksetzens auf Werkseinstellungen. Diese Erstregistrierung ist laut Anleitung erst nötig, wenn man Home Connect zum ersten Mal nutzen will.
Zwei Sätze der Bosch-Anleitung ergänzen das. Die Home Connect Funktionen sind nur in Verbindung mit der Home Connect App nutzbar, eine andere Oberfläche nennt die Anleitung nicht. Und die Informationen zum Datenschutz stehen nicht in der Anleitung selbst, sondern lassen sich in der App abrufen. Wer sie vor dem Kauf lesen will, muss die App also schon installieren, bevor das Gerät im Haus ist.
Der Leitfaden zum EU Data Act im LG-Angebot nennt Kategorien von Daten, die LG für verschiedene Dienste speichert, darunter Kontoinformationen, Geräteinformationen und Informationen zur Nutzung von Produkten und Diensten, und er nennt Dateiformate wie CSV und PDF, in denen sie bereitgestellt werden. Samsung beschreibt das EUDA-Portal, in dem ein Nutzer nach Anmeldung mit dem Samsung-Konto eine Übersicht der gespeicherten Datensätze erhält. Beide Unterlagen beziehen sich ausdrücklich auf den EU Data Act.
Der LG-Leitfaden geht bis in die Form der Daten. Er nennt für verschiedene Dienste Größen von 100 Kilobyte bis 100 Megabyte im Monat und die Formate CSV und PDF. Die Samsung-Unterlage beschreibt, dass das Portal Zugriff auf die Daten aller vernetzten Produkte gibt, die mit demselben Samsung-Konto registriert sind, und dass ein Produkt, das dort nicht erscheint, womöglich einem anderen Konto zugeordnet ist. Für einen Haushalt mit mehreren Konten heißt das: Wer den Kühlschrank eingerichtet hat, sieht auch seine Daten.
Das BSI rät, vor der Nutzung zu klären, wo die Daten gespeichert werden, lokal auf dem Gerät oder in einer Cloud, und wer darauf Zugriff hat. Es weist darauf hin, dass die Nutzung oft die Cloud-Infrastruktur des Herstellers einschließt, was nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist. Für die fünf Geräte heißt das: Wo die Unterlagen es beschreiben, läuft die App-Nutzung über ein Konto beim Hersteller, und die Daten liegen bei ihm.
Das Konto bleibt auch dann ein Thema, wenn der Kühlschrank den Haushalt wechselt. Die Data-Act-Unterlage von Samsung empfiehlt, Produkte, die man nicht mehr besitzt, aus dem Samsung-Konto zu entfernen. Bei Bosch setzt das Zurücksetzen der Home Connect Einstellungen die Netzwerkverbindung zurück. Wer ein vernetztes Gerät verkauft, verschenkt oder bei einem Umzug in der alten Wohnung lässt, trennt es deshalb vom eigenen Konto und setzt die Verbindung zurück, bevor jemand anderes es anmeldet.
Sicherheit im Heimnetz: was das BSI rät
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik widmet smarten Kühlschränken eine eigene Seite, und sie ist nüchterner als jede Produktbeschreibung. Schlecht abgesicherte smarte Haushaltsgeräte könnten ein Einfallstor für Angreifer sein, schreibt das BSI. Infizierte Geräte könnten Teil eines Netzes werden, mit dem Kriminelle Angriffe ausführen; die Kühlschränke würden damit ungewollt zu Werkzeugen von Cyberkriminellen.
Daraus leitet das BSI eine Reihe von Empfehlungen ab. Vor dem Kauf soll man erfragen, wie lange Sicherheitsupdates des Herstellers für das Gerät zur Verfügung gestellt werden. Im Betrieb soll der automatische Update-Mechanismus der Kühlschrank-Software und der zugehörigen Smartphone-App aktiviert sein. Wenn eine Offline-Nutzung nicht gewünscht oder nicht möglich ist, soll das Gerät in ein separates heimisches WLAN, etwa ein Gastnetz. Und auch die Geräte, mit denen man den Kühlschrank steuert, also Smartphone und Router, sollen regelmäßig Sicherheitsupdates erhalten, aktivierte Firewalls haben und sichere Passwörter nutzen.
Zum Datenschutz stellt das BSI zwei Fragen: wo die Daten gespeichert werden, lokal auf dem Gerät oder in einer Cloud, und wer darauf Zugriff hat. Bei Geräten mit Kameras, Mikrofonen oder Sensoren soll man prüfen, welche personenbezogenen Informationen sie aufzeichnen könnten, und Rechte gegebenenfalls einschränken. In den gelesenen Angeboten und Anleitungen der fünf Geräte fand sich kein Hinweis auf eine Kamera oder ein Mikrofon; die Frage nach dem Speicherort der Daten bleibt bei allen fünf.
Für die fünf Geräte lässt sich die BSI-Liste so abarbeiten. Die erste Frage, die nach der Update-Dauer, beantwortet nur Samsung mit einer Zahl. Die Updates selbst beschreibt die Bosch-Anleitung, die Siemens-Seite für Firmware-Updates nennt den Zweck. Das Gastnetz ist eine Frage des Routers, nicht des Kühlschranks. Und die Datenfrage beantworten Bosch mit der Liste der Daten bei der Erstregistrierung, Samsung und LG mit ihren Unterlagen zum Data Act; bei Haier und Midea fand sich in den gelesenen Unterlagen dazu nichts.
Nach der ersten Woche: die Empfehlung
Unsere Empfehlung für eine vernetzte Kombination: Samsung RB53DG706AS9EF
Das einzige Gerät der Auswahl mit genannter Update-Dauer: bis zu 7 Jahre ab Markteinführung laut Samsung, Marktstart laut EU-Register am 18.03.2024. Effizienzklasse A, 128 kWh im Jahr, 34 dB(A). Einschränkung: 75,9 Zentimeter breit und 109 Kilogramm schwer.
4,6von 5 bei 51 Rezensionen, Stand 13.10.2026Nach der ersten Woche ist das Gerät eingerichtet, und die wichtigste Frage für die Zeit danach lässt sich nur bei einem der fünf Geräte mit einer Zahl beantworten. Samsung schreibt in einer Pressemitteilung vom 18.09.2025, die Geräte erhielten nach der Markteinführung bis zu 7 Jahre lang Software-Updates, und das gelte für alle WLAN-fähigen Modelle, die seit 2024 eingeführt wurden. Das RB53DG706AS9 ist laut EU-Register seit dem 18.03.2024 im Verkehr und fällt damit in diesen Kreis.
Dazu kommt, was das Gerät ohne App mitbringt. Laut Register hat es Effizienzklasse A bei einem Index von 41 und verbraucht 128 Kilowattstunden im Jahr, bei 370 Litern Kühlteil und 168 Litern Gefrierteil. Mit 34 dB(A) in Geräuschklasse B ist es das leiseste der fünf. Das Angebot nennt den SmartThings AI Energy Mode, mit dem sich der Stromverbrauch prüfen und Kompressor und Abtauen regeln lassen.
Die Empfehlung hat drei Einschränkungen. Die erste ist die Größe: Mit 75,9 Zentimetern Breite passt das Gerät in keine 60er-Nische, und mit 109 Kilogramm braucht es beim Aufstellen mehrere Hände. Die zweite steht in der Zusage selbst: Samsung behält sich vor, dass Hardwareeinschränkungen wie Arbeitsspeicher oder Chipleistung Updates begrenzen, und schreibt, der Zeitraum könne sich verkürzen, wenn der Verkaufsstart nach der Markteinführung liegt. Die dritte betrifft die Unterlagen: Dem Angebot lag keine Anleitung mit App-Kapitel bei.
Wer eine 60er-Nische hat, findet unter den übrigen Geräten keine Update-Zusage, aber die beste Dokumentation beim Bosch KSN36VWCG und den niedrigsten Verbrauch beim LG GLM71MCCSX, beide ohne Gefrierteil. Wer eine Kombination für die 60er-Nische braucht, hat das Midea-Gerät mit der breitesten Bewertungsbasis, muss aber auf eine Anleitung im Angebot und eine Update-Angabe verzichten.
Prüfliste vor der Bestellung
- Beim Hersteller erfragen, wie lange Sicherheitsupdates geliefert werden, wie es das BSI empfiehlt.
- Den Marktstart im EU-Register nachsehen, weil Zusagen ab Markteinführung zählen.
- WLAN-Empfang am Aufstellort mit dem Smartphone prüfen.
- Klären, ob der Router das nötige Frequenzband bereitstellt und ein Gastnetz anbietet.
- Die App im Store ansehen: Name, Bewertungen, verlangte Berechtigungen.
- Ein Konto beim Hersteller einplanen und die Datenschutzhinweise lesen.
- Prüfen, welche Funktionen am Gerät selbst bedienbar bleiben.
- Nischenbreite messen: drei der fünf Geräte passen in 60 Zentimeter, zwei nicht.
- Nischentiefe messen: alle fünf Geräte sind laut Register tiefer als 60 Zentimeter.
- Die Datenschutzhinweise der App lesen, bevor das Gerät geliefert wird.
- Klären, wie Tür- und Temperaturalarme ankommen: als Mitteilung auf dem Telefon oder nur am Gerät.
Der dritte Monat: was die Apps im Alltag tun
Nach drei Monaten ist der Kühlschrank Alltag, und die App hat gezeigt, was sie wirklich bringt. Die Herstellerangaben dazu sind unterschiedlich konkret. Das Midea-Angebot nennt drei Dinge: mit der App aus der Ferne die Temperatur einstellen, verschiedene Modi nach Zeitplan auswählen und den Kühlschrank jederzeit überwachen. Das Samsung-Angebot nennt den SmartThings AI Energy Mode, der den Stromverbrauch zeigt und Kompressorgeschwindigkeit und Abtaufunktion regelt, um die Stromrechnung zu senken, alles über WLAN.
Haier beschreibt auf seiner Seite für Kühlschränke mit hOn eine lange Liste: Fernsteuerung von unterwegs, eine Funktion, die über den Standort Einkaufsgewohnheiten und bevorzugte Supermärkte lernt und mit Wetterdaten verbindet, eine proaktive Kühlung, Vorschläge für die Temperatur der MyZone-Schublade, Rezepte mit automatischer Einstellung, eine Inventarliste mit Einkaufsliste und Hinweisen zu Verfallsdaten sowie eine Funktion, die Weinetiketten erkennt. Ob jede dieser Funktionen beim HTW7720ENMP verfügbar ist, sagt die Seite nicht; das Angebot nennt die Steuerung per hOn App und einen Tür-Offen-Alarm.
Beim Bosch-Gerät nennt die Anleitung eine Anzeige, die leuchtet, wenn benutzerdefinierte Einstellungen über die Home Connect App eingestellt sind; weitere Informationen stehen in der App. Das LG-Angebot nennt ThinQ-App-Kompatibilität ohne weitere Beschreibung. LG schreibt im Newsroom allgemein über ThinQ UP, mit dem sich Haushaltsgeräte per Software-Update an veränderte Bedürfnisse anpassen lassen, und über ThinQ Care, das den Gerätezustand überwacht und kleinste Unregelmäßigkeiten erkennt.
Für den Alltag lässt sich daraus eine nüchterne Bilanz ziehen. Die Funktionen, die bei mehreren Herstellern vorkommen, sind Fernsteuerung der Temperatur und Überwachung. Funktionen wie Inventar, Rezepte oder Standortlernen gibt es laut Unterlagen nur bei einem Hersteller. Wer vor allem wissen will, ob der Kühlschrank kalt ist, braucht dafür keinen vernetzten Kühlschrank; dafür gibt es eigene Lösungen, von denen ein späterer Abschnitt handelt.
Im Alltag zeigt sich auch, was im Gerät steckt, und das unterscheidet die fünf stärker als die App. Laut EU-Register haben drei Geräte einen Bereich mit 2 °C neben dem normalen Kühlteil: das Bosch-Gerät 160,5 Liter, das Haier-Gerät 60 Liter, das Midea-Gerät 40 Liter. Ein Gefrierteil mit vier Sternen haben Samsung, Midea und Haier; LG und Bosch haben keines. Wer ein Gerät für alles sucht, kommt an einer Kombination nicht vorbei, und wer schon einen Gefrierschrank hat, findet bei den Kühlschränken mit Gefrierfach die Mitte zwischen beiden Bauarten.
Beim Bosch-Gerät beschreibt die Anleitung den Kaltlagerbereich genauer. Im Lagerbehälter herrschen tiefere Temperaturen als im Kühlfach, zeitweise auch unter 0 °C, und er ist für leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Wurst gedacht. Das Kühlfach lässt sich von 2 bis 8 °C einstellen. Für den Obst- und Gemüsebehälter mit Feuchtigkeitsregler schreibt Bosch, frisches Obst und Gemüse ließen sich darin bis zu zweimal länger einlagern als bei konventioneller Lagerung; das ist eine Angabe des Herstellers, keine Messung dieser Seite.
Haier nennt im Angebot eine MyZone Plus und eine Humidity Zone, und auf der Seite zu hOn eine Funktion, mit der die App für ausgewählte Lebensmittel eine passende Temperatur der MyZone-Schublade vorschlägt. Das ist eine der wenigen App-Funktionen, die unmittelbar mit dem Innenraum zu tun haben. Ob sie beim HTW7720ENMP verfügbar ist, sagt die Seite nicht; die Schublade selbst steht im Angebot.
Alarm, wenn niemand zu Hause ist
Der Nutzen, den viele mit einem vernetzten Kühlschrank verbinden, ist der Alarm: Die Tür steht offen, die Temperatur steigt, und das Telefon meldet es. Ein Tür-Offen-Alarm ist in den Angeboten von Haier ausdrücklich genannt. Die Bosch-Anleitung beschreibt einen Warnton und einen Temperaturalarm am Gerät, der sich mit der Taste „alarm" ausschalten lässt. Ob und wie diese Alarme an die App weitergegeben werden, sagen die gelesenen Unterlagen für keines der fünf Geräte im Einzelnen.
Das ist eine Lücke, die vor dem Kauf geschlossen werden sollte. Wer einen vernetzten Kühlschrank vor allem wegen der Benachrichtigung kauft, prüft in der App-Beschreibung im Store oder beim Hersteller, ob Tür- und Temperaturalarme als Mitteilung auf dem Telefon ankommen. Eine Funktion, die nur am Gerät piept, hilft nicht, wenn niemand zu Hause ist.
Für den Fall, dass zu Hause etwas schiefgeht, lohnt ein Blick auf die Seite Kühlschrank kühlt nicht. Dort stehen die Prüfschritte aus acht Herstellerunterlagen, darunter Fehlercodes im Display und der Geräteselbsttest, den Bosch in einer anderen Anleitung beschreibt. Ein vernetztes Gerät nimmt einem diese Prüfungen nicht ab, aber es kann sie früher anstoßen.
AI und One UI: was die neuen Etiketten meinen
Seit 2025 tragen vernetzte Hausgeräte neue Etiketten. Samsung kündigte am 18.09.2025 an, die Oberfläche One UI in seine WLAN-fähigen Hausgeräte zu integrieren. Die ersten Updates sollten im September 2025 erfolgen, und die Initiative betrifft alle WLAN-fähigen Modelle, die seit 2024 eingeführt wurden. Mit dabei ist Knox Matrix, das Samsung als umfassende Sicherheitslösung beschreibt, mit der sich vernetzte Geräte gegenseitig überwachen und vor Cyberangriffen schützen sollen.
LG nennt seine Plattform ThinQ AI und schreibt im Newsroom vom 03.09.2025 über ThinQ UP und ThinQ Care. ThinQ UP ermöglicht laut LG die Anpassung von Haushaltsgeräten an veränderte Bedürfnisse per Software-Update, ThinQ Care überwacht ergänzend den Gerätezustand und erkennt kleinste Unregelmäßigkeiten. Für Kühlschränke nennt der Artikel Funktionen namens AI Saving Mode, Night View und Smart Fill, ohne zu sagen, auf welchen Modellen sie verfügbar sind.
Bei Samsung steht das Kürzel AI auch im Angebot des Kühlschranks dieser Auswahl, im „SmartThings AI Energy Mode". Das Angebot beschreibt ihn als Überprüfung des Stromverbrauchs und Regelung von Kompressorgeschwindigkeit und Abtaufunktion zur Senkung der Stromrechnung. Was die Regelung im Einzelnen tut und wie viel sie spart, steht dort nicht, und das EU-Register nennt den Verbrauch nach seiner eigenen Messmethode, unabhängig von solchen Modi.
Die Suchvorschläge fragen nach „samsung smart ai kühlschrank" und „Was ist ein AI Kühlschrank?". Eine allgemeine Antwort geben die gelesenen Unterlagen nicht. Sie zeigen nur, dass die Hersteller das Kürzel für Software-Funktionen verwenden, die über die App laufen und mit Updates kommen. Damit hängt auch der Nutzen solcher Funktionen an der Frage, die über dieser ganzen Seite steht: wie lange die Software gepflegt wird.
Verbrauch in der App, Verbrauch im Register
Samsung verbindet die Vernetzung mit dem Stromverbrauch: Der SmartThings AI Energy Mode soll den Verbrauch zeigen und das Gerät so regeln, dass die Stromrechnung sinkt. Wie viel dabei herauskommt, steht im Angebot nicht. Die verlässliche Zahl steht im EU-Register, und sie ist für alle fünf Geräte nach derselben Methode ermittelt.
Die Werte als Liste
- Haier HTW7720ENMP: 301 kWh
- Midea MDRB521MIC46A: 177 kWh
- Samsung RB53DG706AS9: 128 kWh
- Bosch KSN36VWCG: 110 kWh
- LG GLM71MCCSX: 77 kWh
Die Spanne ist groß: von 77 Kilowattstunden beim LG-Kühlschrank ohne Gefrierteil bis 301 beim Haier-Gerät mit 483 Litern. Unter den drei Kombinationen verbraucht das Samsung-Gerät mit 538 Litern weniger als das Midea-Gerät mit 378 Litern. Die Effizienzklassen reichen von A bei Samsung über C bei Bosch, LG und Midea bis E bei Haier. Eine App ändert an diesen Zahlen nichts, sie zeigt sie bestenfalls.
Wie sich der Verbrauch im Alltag beeinflussen lässt, schreibt Haier in seiner Anleitung, und die Tipps gelten für jedes der fünf Geräte. Das Gerät soll ordnungsgemäß belüftet sein und nicht in direktem Sonnenlicht oder neben Herd und Heizung stehen. Unnötig niedrige Temperaturen sind zu vermeiden, weil der Verbrauch steigt, je niedriger die eingestellte Temperatur ist. Funktionen wie Super-Freeze oder Super-Cool verbrauchen mehr Energie. Warme Mahlzeiten sollen abkühlen, die Tür so selten und kurz wie möglich offen sein, das Gerät nicht überladen werden, und Türdichtungen sollen sauber bleiben, damit die Tür richtig schließt.
Für vernetzte Geräte ist einer dieser Tipps besonders wichtig: der zu den Super-Funktionen. Wenn eine App erlaubt, Schnellkühlen oder Schnellgefrieren aus der Ferne zu starten, kostet jeder dieser Starts Energie. Haiers Satz, solche Funktionen verbrauchten mehr Energie, steht nicht in einem App-Kapitel, aber er gilt dort umso mehr, wo ein Fingertipp genügt.
Wer den Verbrauch zum wichtigsten Kriterium macht, braucht dafür keinen vernetzten Kühlschrank. Die Seite über energiesparende Kühlschränke ordnet Geräte nach dem Verbrauch, und wie man den eigenen Verbrauch einschätzt, steht auf der Seite zum Stromverbrauch des Kühlschranks.
Auch beim Geräusch steht die verlässliche Zahl im Register. Samsung liegt bei 34 dB(A) und Bosch bei 35, beide in Geräuschklasse B; LG und Haier liegen bei 37, Midea bei 38, alle drei in Klasse C. Für eine offene Wohnküche ist das wichtiger als jede App-Funktion, und Geräte, die nach dem Geräusch geordnet sind, stehen auf der Seite über leise Kühlschränke.
Beim Abtauen ist die Auswahl einheitlich. Das EU-Register trägt für alle Fächer aller fünf Geräte automatisches Abtauen ein. Das Midea- Angebot nennt No Frost, das Haier-Angebot Total No Frost. Was die Technik im Alltag bedeutet und wo ihre Grenzen liegen, steht auf der Seite über No-Frost-Kühlschränke.
Ferndiagnose: wenn der Kundendienst ins Gerät schaut
Eine Funktion, die erst im Schadensfall zählt, beschreibt nur die Bosch-Anleitung: die Ferndiagnose. Der Kundendienst kann über sie auf das Gerät zugreifen, wenn drei Bedingungen erfüllt sind. Man wendet sich mit dem entsprechenden Wunsch an den Kundendienst, das Gerät ist mit dem Home Connect Server verbunden, und die Ferndiagnose ist in dem Land verfügbar, in dem das Gerät verwendet wird. Weitere Hinweise nennt die Anleitung im Servicebereich von home-connect.com.
Der Zugriff geschieht also auf Wunsch, nicht von selbst, und er setzt eine bestehende Verbindung voraus. Wer das WLAN am Gerät ausgeschaltet hat, kann die Ferndiagnose nicht nutzen. Für die übrigen vier Geräte fand sich in den gelesenen Unterlagen keine vergleichbare Beschreibung; LG nennt mit ThinQ Care eine Überwachung des Gerätezustands, ohne in den gelesenen Texten einen Kundendienstzugriff zu beschreiben.
Bei der Garantie ändert die Ferndiagnose nichts. Für alle fünf Geräte nennt das EU-Register 24 Monate Mindestgarantiedauer, und alle fünf Angebote nennen zwei Jahre. Die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer bleibt davon unberührt, und für die digitalen Teile kommt eine eigene Pflicht dazu, von der der Abschnitt über das Gesetz handelt.
Wer im Schadensfall jemanden erreichen will, findet bei den fünf Herstellern sehr unterschiedliche Wege. Bosch nennt für große Hausgeräte die Nummer 089 69 339 339, laut Reparaturseiten montags bis freitags von 7 bis 22 Uhr und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr. LG nennt eine Support-Hotline mit Zeiten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr, dazu einen Chat. Samsung nennt für Haushaltsgeräte Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr. Haier nennt eine Nummer für den technischen Kundendienst, aber auf zwei Seiten unterschiedliche Zeiten, und Midea verweist auf WhatsApp und Formulare, ohne Zeiten zu nennen.
Updates im Betrieb: was während der Installation passiert
Updates sind der Kern der Frage nach dem dritten Jahr, und die Bosch-Anleitung beschreibt, wie sie ankommen. Ist ein Update der Home Connect Software verfügbar, erscheint eine Meldung in der App; die aktuelle Version steht in der App unter den Geräteinformationen. Zur Installation folgt man den Anweisungen der App, und während der Installation ist das Bedienfeld teilweise gesperrt.
Die Seite „Firmware-Updates" der Schwestermarke Siemens beschreibt den Zweck: Es gehe um Aktualisierungen, die die Funktionen erhalten, insbesondere Sicherheitsaktualisierungen, wie man sie vom Smartphone kenne. Sie würden „von Zeit zu Zeit" bereitgestellt; wer benachrichtigt werden will, nutzt die App. Eine Dauer nennt die Seite nicht.
Die Siemens-Seite vergleicht die Updates ausdrücklich mit denen eines Smartphones und nennt den Weg zur Benachrichtigung: das Gerät in der Siemens Hausgeräte App registrieren und verbinden, dann stehen dort weitere Informationen bereit. Was die Seite nicht sagt, ist, ob ein Update auch ohne App auf das Gerät kommt. Die Bosch-Anleitung beschreibt nur den Weg über die App; ein Gerät, das nie verbunden wurde, bekommt nach ihrem Wortlaut auch keine Meldung über ein verfügbares Update.
Das BSI empfiehlt, den automatischen Update-Mechanismus der Kühlschrank-Software und der zugehörigen Smartphone-App zu aktivieren. Es begründet das damit, dass Updates oftmals Sicherheitslücken schließen, bevor Cyberkriminelle sie ausnutzen können. Für ein Gerät, das Jahre im Netz hängt, ist das die wichtigste Einstellung nach der Einrichtung.
Dass Updates auch Risiken haben, zeigt sich in einem Detail der Bosch-Anleitung: Das Bedienfeld ist während der Installation teilweise gesperrt. Ein Update läuft also nicht unbemerkt im Hintergrund, sondern greift in die Bedienung ein. Wer ein Update startet, tut das besser nicht in dem Moment, in dem der Wocheneinkauf eingeräumt werden soll.
Eine Zeitangabe steht in der Bosch-Anleitung doch, an unerwarteter Stelle. Das Gerät enthält Software, die als freie oder Open-Source- Software lizenziert ist, und den zugehörigen Quellcode stellt BSH auf Anforderung zur Verfügung. Dieses Angebot gilt laut Anleitung drei Jahre ab dem Kaufdatum beziehungsweise mindestens für den Zeitraum, in dem BSH Support und Ersatzteile für das Gerät anbietet. Eine Zusage für Updates ist das nicht, aber es ist die einzige Stelle der Anleitung, die den Software-Teil des Geräts an einen Zeitraum bindet.
Das dritte Jahr und danach: wie lange die Software gepflegt wird
Die Frage, die das BSI vor dem Kauf zu stellen empfiehlt, lässt sich für die fünf Geräte so beantworten. Samsung nennt bis zu sieben Jahre Software-Updates nach der Markteinführung für WLAN-fähige Modelle seit 2024, mit Vorbehalt für Hardwareeinschränkungen und für einen späteren Verkaufsstart. BSH schreibt auf der Siemens-Seite, Updates würden von Zeit zu Zeit bereitgestellt, ohne Dauer. LG spricht im Newsroom von kontinuierlichen Software-Updates über ThinQ UP, ebenfalls ohne Dauer. Bei Haier und Midea fand sich keine Angabe.
Das ist der Befund dieser Seite: Einer von fünf Herstellern nennt eine Zahl. Die vier anderen lassen die Frage offen, die das BSI für den Kauf für entscheidend hält. Wer bei ihnen kauft, kann die Antwort nur beim Hersteller erfragen, und ob sie dann verbindlich ist, hängt davon ab, in welcher Form sie gegeben wird.
Auch Samsungs Zusage ist eine Obergrenze, keine Mindestdauer: „bis zu" sieben Jahre. Samsung schreibt außerdem, mit Knox Matrix könnten sich vernetzte Geräte gegenseitig überwachen und vor Cyberangriffen schützen. Was das im Einzelnen für einen Kühlschrank bedeutet, steht in der Pressemitteilung nicht. Und die Zusage gilt laut Samsung für WLAN-Modelle, die seit 2024 eingeführt wurden; für ältere Modelle steht dort keine.
Für Geräte ab Modelljahr 2025 nennt Samsung zusätzlich eine Übersicht, das Knox Security Dashboard, mit der sich der Sicherheitsstatus der vernetzten Geräte in Echtzeit überwachen lassen soll. Das RB53DG706AS9 ist laut Register seit März 2024 im Verkehr; ob das Dashboard auch für dieses Modell verfügbar ist, steht in der Pressemitteilung nicht. Wer Wert darauf legt, fragt bei Samsung nach.
Was nach dem Ende der Unterstützung passiert, sagt keine der gelesenen Unterlagen. Ob die App weiter funktioniert, ob nur keine Sicherheitsupdates mehr kommen oder ob Funktionen wegfallen, lässt sich aus ihnen nicht ableiten. Sicher ist nur, was die Bosch-Anleitung für ihr Gerät sagt: Die Bedienung am Gerät hat Vorrang, und das Gerät kühlt auch ohne App.
Die Uhr läuft ab Marktstart, nicht ab Kauf
Samsung zählt die sieben Jahre ab der Markteinführung. Damit wird das Alter eines Modells für vernetzte Geräte wichtig. Laut EU-Register sind die fünf Geräte zu sehr unterschiedlichen Zeiten in Verkehr gekommen: das LG-Gerät am 01.01.2021, das Haier-Gerät am 01.03.2021, das Midea-Gerät am 17.02.2023, das Samsung-Gerät am 18.03.2024 und das Bosch-Gerät am 01.04.2026.
Wer im Oktober 2026 kauft, kauft also ein LG- oder Haier-Modell, das schon mehr als fünfeinhalb Jahre auf dem Markt ist. Hätten diese Hersteller eine Zusage nach Samsung-Art, wäre ein großer Teil davon verbraucht. Beim Samsung-Gerät sind von den sieben Jahren gut zweieinhalb vorbei, wenn die Zusage für dieses Modell gilt. Beim Bosch-Gerät ist kaum Zeit vergangen, aber Bosch nennt keine Dauer.
Ein Rechenbeispiel macht die Größenordnung deutlich, ohne einem Hersteller etwas zu unterstellen. Gälte für das LG-Modell eine Frist von fünf Jahren ab Marktstart, wie sie der Cyber Resilience Act künftig als Mindestmaß vorsieht, wäre sie am 01.01.2026 abgelaufen, also vor diesem Kaufherbst. LG hat eine solche Frist nicht genannt, und das Gesetz gilt für dieses Modell nicht. Das Beispiel zeigt nur, warum das Datum des Marktstarts bei vernetzten Geräten in die Kaufentscheidung gehört.
Samsung macht dabei selbst eine Einschränkung, die in dieselbe Richtung zeigt: Liegt der Verkaufsstart eines Geräts nach der Markteinführung, kann sich der Zeitraum der Updates entsprechend verkürzen. Wer ein vernetztes Gerät kauft, schaut deshalb nicht nur auf das Modell, sondern auf das Datum, an dem es auf den Markt kam. Im EU-Register steht es für jedes Gerät.
Wie man das Gerät im Register findet, beschreibt die Bosch-Anleitung. Die Modellkennung ergibt sich aus den Zeichen vor dem Schrägstrich der Erzeugnisnummer auf dem Typenschild; alternativ steht sie in der ersten Zeile des EU-Energielabels. Mit ihr findet man in der Datenbank EPREL den Eintrag und dort das Datum, an dem das Modell in Verkehr kam. Vor dem Kauf genügt die Modellbezeichnung aus dem Angebot; bei Samsung fand sie sich im Register ohne die Endung EF, bei den übrigen vier wie im Angebot.
Für Kühlschränke ohne Vernetzung spielt das Alter eines Modells eine kleinere Rolle; dort zählen Verbrauch, Inhalt und Ersatzteile. Wie man ein Gerät nach dem EU-Datenblatt beurteilt, zeigt die Seite über freistehende Kühlschränke.
Was das Gesetz verlangt: § 475b BGB und der Cyber Resilience Act
Für Waren mit digitalen Elementen gilt in Deutschland schon heute eine Pflicht, die viele nicht kennen. Nach § 475b Absatz 4 BGB müssen dem Verbraucher Aktualisierungen bereitgestellt werden, die zum Erhalt der Vertragsmäßigkeit erforderlich sind, und er muss über sie informiert werden. Maßgeblich ist der Zeitraum, den der Verbraucher aufgrund der Art und des Zwecks der Ware und ihrer digitalen Elemente erwarten kann. Eine Zahl nennt das Gesetz nicht.
Konkreter wird der Cyber Resilience Act, die Verordnung (EU) 2024/2847. Nach Artikel 13 Absatz 8 legen Hersteller einen Unterstützungszeitraum fest, in dem sie Schwachstellen wirksam behandeln; er beträgt mindestens fünf Jahre, es sei denn, das Produkt wird voraussichtlich kürzer genutzt. Nach Absatz 19 muss das Ende des Unterstützungszeitraums mindestens mit Monat und Jahr beim Kauf klar angegeben werden, auf dem Produkt, der Verpackung oder digital.
Die Verordnung gilt laut Artikel 71 ab dem 11. Dezember 2027, einzelne Meldepflichten schon ab dem 11. September 2026. Für die fünf Geräte dieser Seite, die alle vor diesem Datum in Verkehr gekommen sind, gilt die Pflicht zur Angabe des Supportendes also noch nicht. Für Geräte, die danach in Verkehr kommen, wird die Frage, die heute nur Samsung beantwortet, zur Pflichtangabe.
Der Cyber Resilience Act geht noch einen Schritt weiter. Sofern es technisch machbar ist, sollen Hersteller den Nutzern eine Mitteilung anzeigen, wenn das Ende des Unterstützungszeitraums erreicht ist. Bei einem Kühlschrank mit App wäre das die App, bei einem Gerät mit Display das Display. Ein vernetzter Kühlschrank, der nach 2027 gekauft wird, soll seinem Besitzer also selbst sagen, wann die Pflege endet.
Bis dahin bleibt der Weg, den das BSI empfiehlt: vor dem Kauf fragen. Wer die Antwort schriftlich bekommt, hat mehr in der Hand als eine Werbeaussage. Und wer bei einem Händler kauft, kann sich im Streitfall auf § 475b BGB berufen, auch wenn der Hersteller keine Zahl nennt.
Wichtig ist dabei, gegen wen sich der Anspruch richtet. § 475b BGB steht im Kaufrecht und betrifft den Vertrag mit dem Verkäufer, nicht eine Zusage des Herstellers. Der Händler muss also dafür sorgen, dass die nötigen Aktualisierungen bereitgestellt werden, auch wenn er sie selbst nicht programmiert. Eine Herstellerzusage wie die von Samsung kommt als zweite Grundlage dazu, ersetzt die gesetzliche Pflicht aber nicht.
Wenn die App nicht mehr will: was ohne Vernetzung bleibt
Ein vernetzter Kühlschrank ist zuerst ein Kühlschrank. Bosch und Haier beschreiben in ihren Anleitungen ein Bedienfeld am Gerät, LG nennt im Angebot ein Touchdisplay, und bei Bosch steht ausdrücklich, dass die Bedienung am Gerät Vorrang hat. Fällt die App weg, weil der Server abgeschaltet wird oder das WLAN ausfällt, bleibt ein Gerät, das kühlt, aber nicht mehr meldet.
Das BSI nennt für den Fall, dass die Vernetzung nicht gewünscht ist, die Offline-Nutzung als erste Möglichkeit, und erst wenn sie nicht gewünscht oder nicht möglich ist, das Gastnetz. Wer einen vernetzten Kühlschrank kauft und die App nicht nutzen will, schaltet das WLAN am Gerät aus; beim Bosch-Gerät geschieht das mit der Taste „wifi", beim Haier-Gerät mit der Taste D.
Wer nur wissen will, ob der Kühlschrank kalt ist, kommt auch ohne vernetztes Gerät ans Ziel. In derselben Amazon-Suche wie die fünf Geräte tauchen WLAN-Thermometer für Kühlschränke mit Alarm-App auf, und die Suchvorschläge fragen nach „smart home kühlschrank thermometer", „smart plug kühlschrank" und „kühlschrank smart nachrüsten". Ein Thermometer im Kühlschrank meldet die Temperatur, ohne dass der Kühlschrank selbst ein Konto braucht. Welche Temperatur dort stehen sollte, steht auf der Seite zum Einstellen der Temperatur.
Ein Zwischenstecker zum Messen des Stroms, wie ihn der Suchvorschlag „smart plug kühlschrank" meint, zeigt den Verbrauch eines jeden Kühlschranks. Ob ein Hersteller das Abschalten über einen solchen Stecker für sein Gerät zulässt, steht in seiner Anleitung; Comfee etwa schreibt in einer anderen Anleitung, das Gerät müsse nach der Inbetriebnahme ununterbrochen laufen.
Die fünf vernetzten Kühlschränke im Einzelnen
Samsung RB53DG706AS9EF

Samsung RB53DG706AS9EF, Kühl-Gefrier-Kombination, 203 cm hoch, 75,9 cm breit, 538 Liter, SmartThings
Einrichtung laut Unterlagen: Samsung-Konto; das Gerät muss im Konto registriert sein, damit seine Daten im EUDA-Portal erscheinen (Data-Act-Unterlage im Angebot). Eine Anleitung mit App-Kapitel lag dem Angebot nicht bei.
Einordnung: Das einzige Gerät der Auswahl, für das der Hersteller eine Dauer der Software-Unterstützung nennt, und mit Klasse A das sparsamste nach Index. Es ist mit 75,9 Zentimetern breiter als eine übliche 60er-Nische und wiegt 109 Kilogramm.
Stärken laut Unterlagen: einzige genannte Update-Dauer der Auswahl, Effizienzklasse A, Index 41, 34 dB(A), das leiseste Gerät. Schwächen laut Unterlagen: 75,9 Zentimeter breit, passt nicht in eine 60er-Nische, Anleitung mit App-Kapitel nicht im Angebot, Zusage unter Hardwarevorbehalt.
Vor dem Kauf klären: Nische auf 76 Zentimeter Breite prüfen; ein Samsung-Konto einplanen; beim Händler den Verkaufsstart erfragen, weil sich die sieben Jahre laut Samsung bei späterem Verkaufsstart verkürzen können.
| App und Verbindung | SmartThings; WLAN laut Angebot |
| Update-Dauer | bis zu 7 Jahre ab Markteinführung |
| Maße laut Register | 2030 × 759 × 711 mm |
| Inhalt | 370 + 168 L |
| Verbrauch | A, 128 kWh |
| Im Verkehr seit | 18.03.2024 |
| EU-Register | EPREL 1865347 |
| Passt für | Für Haushalte mit breiter Nische, die Vernetzung über Jahre nutzen wollen und Wert auf eine schriftliche Update-Zusage legen. |
| Passt nicht für | Für Küchen mit 60-Zentimeter-Nische und für alle, die kein Herstellerkonto anlegen wollen. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | Samsung Electronics GmbH laut Rechtshinweisen von samsung.com/de; als Anmelderin im EU-Register steht die Samsung Electronics (UK) Limited |
| Sitz | Frankfurter Straße 2, 65760 Eschborn, Handelsregister HRB 4657 beim Amtsgericht Königstein |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr auf den geprüften deutschen Seiten (Rechtshinweise und Kontaktseite), abgerufen am 13.10.2026 |
| Support | Hotline für Haushaltsgeräte über die Kontaktseite samsung.com/de/support/contact; die Nummer wird dort erst nach einem Klick angezeigt und stand nicht im abgerufenen Text |
| Erreichbarkeit | Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr für Haushaltsgeräte laut Kontaktseite |
| Garantie und Updates | Angebot: 2 Jahre Herstellergarantie; EU-Register: 24 Monate. Software-Updates bis zu 7 Jahre nach Markteinführung für WLAN-Modelle seit 2024 laut Pressemitteilung vom 18.09.2025, mit Hardwarevorbehalt |
| Norm- und Prüfangaben | EPREL-Nummer 1865347 nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2016; Effizienzklasse A bei Index 41, 128 Kilowattstunden im Jahr, 34 dB(A) in Geräuschklasse B, Klimabereich 10 bis 43 °C |
| Herkunft | China laut Angebotsfeld Herkunftsland |
| Gewicht und Maße | 109 Kilogramm laut Angebotsfeld; 2030 × 759 × 711 Millimeter laut EU-Register |
| Modell und Kennung | im Verkehr seit 18.03.2024 laut EU-Register; Modellkennung RB53DG706AS9, Angebot RB53DG706AS9EF |
Bosch KSN36VWCG

Bosch Serie 4 KSN36VWCG, freistehender Kühlschrank ohne Gefrierteil, 186,2 × 59,5 cm, Home Connect
Einrichtung laut Unterlagen: Nach dem Einschalten mindestens 3 Minuten warten, QR-Code scannen, Home Connect App folgen. Die Bedienung am Gerät hat jederzeit Vorrang. Updates kommen über die App, das Bedienfeld ist während der Installation teilweise gesperrt.
Einordnung: Das neueste Modell der Auswahl und das am genauesten dokumentierte: Die Anleitung beschreibt Einrichtung, Update, Zurücksetzen, Ferndiagnose und die Daten der Erstregistrierung. Es hat kein Gefrierteil, dafür einen großen Kaltlagerbereich.
Stärken laut Unterlagen: Home-Connect-Kapitel mit Einrichtung, Update und Ferndiagnose, WLAN im 2,4- und 5-GHz-Band laut Konformitätserklärung, neuestes Modell, Markt seit April 2026. Schwächen laut Unterlagen: kein Gefrierteil, keine Dauer für Updates genannt, drei Rezensionen am Prüftag.
Vor dem Kauf klären: Klären, ob ein Kühlschrank ohne Gefrierteil reicht; WLAN-Empfang am Aufstellort prüfen; bedenken, dass die Bewertungsbasis am Prüftag drei Rezensionen umfasst.
| App und Verbindung | Home Connect; WLAN 2,4 und 5 GHz laut Konformitätserklärung |
| Update-Dauer | keine Dauer genannt |
| Maße laut Register | 1862 × 595 × 663 mm |
| Inhalt | 241,5 + 160,5 L Kaltlager |
| Verbrauch | C, 110 kWh |
| Im Verkehr seit | 01.04.2026 |
| EU-Register | EPREL 2360838 |
| Passt für | Für Haushalte mit separatem Gefriergerät, die eine 60er-Nische haben und eine gut dokumentierte App-Anbindung wollen. |
| Passt nicht für | Für Haushalte, die nur ein Kühlgerät mit Gefrierteil aufstellen können. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | BSH Hausgeräte GmbH laut Gebrauchsanleitung, zugleich Anmelderin im EU-Register |
| Sitz | Carl-Wery-Straße 34, 81739 München laut Gebrauchsanleitung |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr in der Gebrauchsanleitung; die Adresse bosch-home.com/de/impressum antwortete am 13.10.2026 mit Fehler 404 |
| Support | Kundendienst für große Hausgeräte 089 69 339 339 laut Serviceseiten von bosch-home.com/de; Ferndiagnose über den Home Connect Server laut Anleitung |
| Erreichbarkeit | Montag bis Freitag 7 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 18 Uhr laut Reparaturseiten; die Kontaktseite nennt an einer Stelle Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr |
| Garantie und Updates | Angebot: 2 Jahre Herstellergarantie; EU-Register: 24 Monate. Firmware-Updates „von Zeit zu Zeit“ laut der Seite Firmware-Updates der Schwestermarke Siemens, ohne Dauer |
| Norm- und Prüfangaben | EPREL-Nummer 2360838 nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2016; Effizienzklasse C bei Index 64, 110 Kilowattstunden im Jahr, 35 dB(A) in Geräuschklasse B. Konformität mit der Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU laut Anleitung |
| Herkunft | Polen laut Angebotsfeld Herkunftsland |
| Gewicht und Maße | 65,8 Kilogramm laut Angebotsfeld; 1862 × 595 × 663 Millimeter laut EU-Register |
| Modell und Kennung | im Verkehr seit 01.04.2026 laut EU-Register; Gebrauchsanleitung Dokument 9002016831 |
LG GLM71MCCSX

LG GLM71MCCSX, Kühlschrank ohne Gefrierteil, 386 Liter, Touchdisplay, Matte Black, WiFi und ThinQ
Einrichtung laut Unterlagen: Dem Angebot liegen ein mehrsprachiges Sicherheitsheft und ein Leitfaden zum EU Data Act bei; ein Kapitel zur ThinQ-App fand sich darin nicht.
Einordnung: Der niedrigste Jahresverbrauch der Auswahl, 77 Kilowattstunden, bei 386 Litern ohne Gefrierteil. Das Modell ist seit Januar 2021 im Register, also das älteste zusammen mit dem Haier-Gerät.
Stärken laut Unterlagen: 77 kWh im Jahr, der niedrigste Wert der Auswahl, ThinQ-App-Kompatibilität laut Angebot, 59,5 Zentimeter breit, passt in die 60er-Nische. Schwächen laut Unterlagen: kein Gefrierteil, App-Kapitel nicht in den Unterlagen des Angebots, seit 2021 im Verkehr.
Vor dem Kauf klären: Klären, ob ein Kühlschrank ohne Gefrierteil reicht; die ThinQ-App vorab ansehen; bedenken, dass das Modell seit 2021 im Verkehr ist.
| App und Verbindung | ThinQ; WiFi laut Angebot |
| Update-Dauer | keine Dauer genannt |
| Maße laut Register | 1860 × 595 × 707 mm |
| Inhalt | 386 L |
| Verbrauch | C, 77 kWh |
| Im Verkehr seit | 01.01.2021 |
| EU-Register | EPREL 413616 |
| Passt für | Für Haushalte mit separatem Gefrierschrank, die einen großen, sparsamen Kühlschrank mit App wollen. |
| Passt nicht für | Für alle, die ein Gefrierteil brauchen, und für alle, die eine Update-Zusage erwarten. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | LG Electronics Deutschland GmbH laut Impressum von lg.com/de, zugleich Anmelderin im EU-Register |
| Sitz | Alfred-Herrhausen-Allee 3-5, 65760 Eschborn, Handelsregister Frankfurt am Main HRB 107452 |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr im Impressum von lg.com/de, abgerufen am 13.10.2026 |
| Support | Support-Hotline +49 6196 7883000 laut Kontaktseite; das Impressum nennt zusätzlich 0800 45 444 45 und die Zentrale +49 6196 5821 100 |
| Erreichbarkeit | Telefon Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr; Chat Montag bis Freitag 9 bis 17:30 Uhr laut Kontaktseite |
| Garantie und Updates | Angebot: 2 Jahre Herstellergarantie; EU-Register: 24 Monate. Software-Updates „kontinuierlich“ über ThinQ UP laut Newsroom vom 03.09.2025, ohne Dauer |
| Norm- und Prüfangaben | EPREL-Nummer 413616 nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2016; Effizienzklasse C bei Index 64, 77 Kilowattstunden im Jahr, 37 dB(A) in Geräuschklasse C, Klimabereich 10 bis 43 °C |
| Herkunft | China laut Angebotsfeld Herkunftsland |
| Gewicht und Maße | 94 Kilogramm laut Angebotsfeld; 1860 × 595 × 707 Millimeter laut EU-Register |
| Modell und Kennung | im Verkehr seit 01.01.2021 laut EU-Register; Modell GLM71MCCSX |
Midea MDRB521MIC46A

Midea MDRB521MIC46A, Kühl-Gefrier-Kombination 378 Liter, 201 cm hoch, No Frost, WiFi-Steuerung
Einrichtung laut Unterlagen: Eine Anleitung lag dem Angebot nicht als Datei bei. Midea schreibt, bis zu 20 Endgeräte könnten sich gleichzeitig mit demselben Account anmelden (Pressemitteilung 26.09.2023).
Einordnung: Die breiteste Bewertungsbasis der Auswahl und ein Gerät mit allen drei Fächern: Kühlteil, Frischebereich und Gefrierteil. Das Angebot nennt die App MSmartHome, die deutsche Midea-Seite spricht von der Midea SmartHome App.
Stärken laut Unterlagen: Kühlteil, Frischebereich und Gefrierteil, Temperatur aus der Ferne laut Angebot, 136 Rezensionen am Prüftag. Schwächen laut Unterlagen: App-Name in Angebot und Herstellerseite verschieden, keine Anleitung im Angebot, keine Update-Dauer gefunden.
Vor dem Kauf klären: Vor dem Kauf im App-Store prüfen, welche App das Gerät heute erkennt; die Anleitung beim Händler oder bei Midea anfordern.
| App und Verbindung | MSmartHome laut Angebot, SmartHome laut Midea; WiFi laut Angebot |
| Update-Dauer | keine Dauer gefunden |
| Maße laut Register | 2010 × 595 × 660 mm |
| Inhalt | 216 + 40 + 122 L |
| Verbrauch | C, 177 kWh |
| Im Verkehr seit | 17.02.2023 |
| EU-Register | EPREL 1461956 |
| Passt für | Für Haushalte, die eine 60er-Nische mit einer Kombination füllen und die Temperatur gelegentlich aus der Ferne prüfen wollen. |
| Passt nicht für | Für alle, die vor dem Kauf eine Anleitung mit App-Kapitel lesen wollen. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | Midea Europe GmbH laut Impressum von midea.com/de, zugleich Anmelderin im EU-Register |
| Sitz | Ludwig-Erhard-Straße 14, 65760 Eschborn, Amtsgericht Darmstadt HRB 89054 |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr im Impressum von midea.com/de und keines im Registereintrag, abgerufen am 13.10.2026 |
| Support | Supportseite midea.com/de/support mit WhatsApp, Kontaktformular und Formular für Reparaturanfragen; das Impressum nennt die Zentrale +49 6196 9020-0 |
| Erreichbarkeit | Nicht auffindbar: weder Impressum noch Supportseite nennen Erreichbarkeitszeiten, Stand 13.10.2026 |
| Garantie und Updates | Angebot: 2 Jahre Garantie; EU-Register: 24 Monate. Eine Dauer für Software-Updates fand sich nicht |
| Norm- und Prüfangaben | EPREL-Nummer 1461956 nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2016; Effizienzklasse C bei Index 64, 177 Kilowattstunden im Jahr, 38 dB(A) in Geräuschklasse C, Klimabereich 10 bis 43 °C |
| Herkunft | China laut Angebotsfeld Herkunftsland |
| Gewicht und Maße | 74 Kilogramm laut Angebotsfeld; 2010 × 595 × 660 Millimeter laut EU-Register |
| Modell und Kennung | im Verkehr seit 17.02.2023 laut EU-Register; Modell MDRB521MIC46A |
Haier HTW7720ENMP

Haier HTW7720ENMP, Kühl-Gefrier-Kombination 483 Liter, 70 cm breit, MyZone Plus, Total No Frost, hOn
Einrichtung laut Unterlagen: hOn-App laden, Konto anlegen oder anmelden, Kopplung in der App; das WLAN-Modul wird mit Taste D drei Sekunden lang eingeschaltet. Der englische Teil der Anleitung nennt fünf Minuten für die Kopplung.
Einordnung: Der größte Gesamtinhalt der Auswahl und der höchste Verbrauch: 301 Kilowattstunden im Jahr bei Klasse E. Die Anleitung beschreibt die Kopplung kurz, die Herstellerseite viele Funktionen der App, die Dauer der Unterstützung nicht.
Stärken laut Unterlagen: 483 Liter, der größte Inhalt der Auswahl, Kopplung in der Anleitung beschrieben, Tür-Offen-Alarm laut Angebot. Schwächen laut Unterlagen: Effizienzklasse E, 301 kWh im Jahr, 70 Zentimeter breit, seit 2021 im Verkehr, keine Update-Dauer.
Vor dem Kauf klären: Nische auf 70 Zentimeter Breite prüfen; ein Konto in der hOn App einplanen; den Verbrauch gegen die sparsameren Geräte abwägen.
| App und Verbindung | hOn; Wi-Fi laut Angebot |
| Update-Dauer | keine Dauer genannt |
| Maße laut Register | 2006 × 700 × 675 mm |
| Inhalt | 283 + 60 + 140 L |
| Verbrauch | E, 301 kWh |
| Im Verkehr seit | 01.03.2021 |
| EU-Register | EPREL 441698 |
| Passt für | Für große Haushalte mit 70er-Nische, die viel Inhalt und die Funktionen der hOn App wollen. |
| Passt nicht für | Für alle, die laufende Kosten niedrig halten wollen, und für 60er-Nischen. |
Wer dahintersteht: Firmierung, Sitz, Support, Garantie
| Firmierung | Haier Germany GmbH laut Impressum von haier-europe.com/de_DE; als Anmelderin im EU-Register steht die Haier Iberia, S.L.U. |
| Sitz | Konrad-Zuse-Platz 6, 81829 München, Amtsgericht München HRB 266047 |
| Seit wann | Kein Gründungsjahr im Impressum von haier-europe.com/de_DE, abgerufen am 13.10.2026 |
| Support | Technischer Kundendienst +49 211 418 73 140 laut Kundendienstseite; das Impressum nennt für Deutschland nur eine E-Mail-Adresse |
| Erreichbarkeit | Widersprüchlich: Montag bis Samstag 8 bis 20 Uhr laut Kundendienstseite, Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr laut Seite zum Reparaturservice |
| Garantie und Updates | Angebot: 2 Jahre Herstellergarantie; EU-Register: 24 Monate. Eine Dauer für Software-Updates nennt die Seite „smart vernetzt kühlen“ nicht |
| Norm- und Prüfangaben | EPREL-Nummer 441698 nach der Delegierten Verordnung (EU) 2019/2016; Effizienzklasse E bei Index 100, 301 Kilowattstunden im Jahr, 37 dB(A) in Geräuschklasse C, Klimabereich 10 bis 43 °C |
| Herkunft | Frankreich laut Angebotsfeld Herkunftsland |
| Gewicht und Maße | 99 Kilogramm laut Angebotsfeld; 2006 × 700 × 675 Millimeter laut EU-Register |
| Modell und Kennung | im Verkehr seit 01.03.2021 laut EU-Register; Modell HTW7720ENMP |
Welcher vernetzte Kühlschrank passt? Der Assistent
Die Wahl hängt an vier Fragen: an der Nische, am Gefrierteil, an der Bedeutung einer Update-Zusage und am Verbrauch. Der Assistent stellt diese Fragen und nennt das Gerät, das nach den Angaben dieser Seite passt.
Welcher vernetzte Kühlschrank passt?
Vier Fragen. Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt.
Ergebnis
Midea MDRB521MIC46A
Kombination für die 60er-Nische, 378 Liter, App laut Angebot; keine Anleitung im Angebot, keine Update-Dauer.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Updates: die App ist mir nicht so wichtig, dann Ohne App entscheiden. Wenn die App nicht wichtig ist, lohnt der Vergleich nicht vernetzter Geräte nach Verbrauch und Inhalt. Zu den energiesparenden Kühlschränken
- Wenn Nische: 76 Zentimeter oder mehr und Gefrierteil: ja, dann Samsung RB53DG706AS9EF. Bis zu 7 Jahre Updates ab Markteinführung laut Samsung, Klasse A, 128 kWh, 538 Liter, 75,9 cm breit.
- Wenn Nische: 70 Zentimeter oder mehr und Gefrierteil: ja und Verbrauch: Inhalt geht vor, dann Haier HTW7720ENMP. 483 Liter, hOn App, Tür-Offen-Alarm laut Angebot; Klasse E, 301 kWh, keine Update-Dauer.
- Wenn Gefrierteil: nein, es gibt einen eigenen Gefrierschrank und Verbrauch: so niedrig wie möglich, dann LG GLM71MCCSX. 77 kWh im Jahr, 386 Liter ohne Gefrierteil, ThinQ; seit 2021 im Verkehr, keine Update-Dauer.
- Wenn Gefrierteil: nein, es gibt einen eigenen Gefrierschrank, dann Bosch KSN36VWCG. Neuestes Modell, Home Connect mit Ferndiagnose und dokumentierter Einrichtung; 110 kWh, kein Gefrierteil.
- Wenn Gefrierteil: ja, dann Midea MDRB521MIC46A. Kombination für die 60er-Nische, 378 Liter, App laut Angebot; keine Anleitung im Angebot, keine Update-Dauer.
- In jedem anderen Fall: Midea MDRB521MIC46A. Kombination für die 60er-Nische mit App; die Update-Dauer beim Hersteller erfragen.
EU-Register EPREL, Angebote bei Amazon, Samsung-Pressemitteilung vom 18.09.2025, Gebrauchsanleitungen Bosch und Haier; gelesen am 13.10.2026.
Der Assistent stellt die Update-Frage bewusst an die dritte Stelle, aber er lässt sie entscheiden, wenn die App nicht wichtig ist. Wer die Vernetzung nur nebenbei mitnimmt, sollte den Kühlschrank nach Verbrauch, Inhalt und Nische wählen und die App als Zugabe sehen.
Die übrigen Regeln folgen der Nische und dem Gefrierteil. Für 76 Zentimeter und mehr mit Gefrierteil bleibt das Samsung-Gerät, für 70 Zentimeter mit viel Inhalt das Haier-Gerät, das dafür am meisten Strom braucht. Ohne Gefrierteil entscheidet der Verbrauch zwischen LG und Bosch, und für die 60er-Nische mit Gefrierteil bleibt das Midea-Gerät. Keine Regel führt zu einem Gerät, für das eine Update-Dauer garantiert wäre, außer der zum Samsung-Gerät, und auch dort lautet sie „bis zu".
Für wen sich Vernetzung lohnt und für wen nicht
Ein vernetzter Kühlschrank lohnt sich für Haushalte, die die Funktionen der App wirklich nutzen: die Temperatur aus der Ferne prüfen, Alarme bekommen, den Verbrauch beobachten, den Kundendienst per Ferndiagnose ins Gerät schauen lassen. Er lohnt sich auch für alle, die ihre anderen Geräte schon in derselben App haben. Für sie ist der Kühlschrank ein weiteres Gerät in einem bekannten System.
Weniger lohnt er sich für Haushalte, die die App nach der ersten Woche nicht mehr öffnen. Für sie zählen dieselben Kriterien wie bei jedem Kühlschrank, und die Vernetzung bringt vor allem ein Konto und eine Datenverbindung, die gepflegt werden will. Das BSI nennt schlecht abgesicherte smarte Haushaltsgeräte ein mögliches Einfallstor für Angreifer und warnt, infizierte Geräte könnten ungewollt zu Werkzeugen von Cyberkriminellen werden.
Wer sich für ein vernetztes Gerät entscheidet, sollte die Bauart nicht aus den Augen verlieren. Drei der fünf Geräte sind Kombinationen, zwei Kühlschränke ohne Gefrierteil; wie sich Kombinationen untereinander unterscheiden, zeigt die Seite über die Kühl-Gefrier-Kombination. Wer breite Geräte mit Eiswürfelspender sucht, findet sie bei den Side-by-Side-Kühlschränken; ein vernetztes Side-by-Side-Gerät tauchte auch in der Amazon-Suche für diese Seite auf.
Alle fünf Geräte sind freistehend. Wer einen vernetzten Kühlschrank hinter einer Möbelfront sucht, wie es der Suchvorschlag „smart kühlschrank einbau" meint, findet in dieser Auswahl keinen. Wie Einbaugeräte in der Nische sitzen und worauf beim Einbau zu achten ist, beschreibt die Seite über den Einbaukühlschrank; ob ein bestimmtes Einbaugerät eine App hat, steht in seinem Angebot.
Und wer die Vernetzung nur als Zugabe sieht, vergleicht am besten ohne sie. Eine markenübergreifende Auswahl ohne App als Kriterium steht auf der Seite über den besten Kühlschrank. Wer dort ein Gerät findet, das zusätzlich eine App hat, kann die Fragen dieser Seite an dieses Gerät stellen: Welche App, welches Konto, welche Daten, und wie lange gibt es Updates?
Die Sterne der Angebote helfen bei dieser Wahl nur begrenzt. Am Prüftag hatte das Bosch-Gerät drei Rezensionen, das Haier-Gerät 29, das LG-Gerät 40, das Samsung-Gerät 51 und das Midea-Gerät 136. Die Durchschnitte liegen zwischen 4,2 und 4,6 Sternen. Bei drei Rezensionen sagt ein Durchschnitt wenig, und ob die Software über Jahre gepflegt wird, kann eine Rezension aus dem ersten Jahr nicht wissen.
Und wer eine knappe Nische hat, wird unter den vernetzten Geräten kaum fündig. Die schmalsten der Auswahl sind 59,5 Zentimeter breit. Für Lücken unter 60 Zentimetern gibt es die Seite über den schmalen Kühlschrank, auf der kein vernetztes Gerät steht. Die Suche nach „smart kühlschrank schmal" führt also in einen Bereich, in dem die Auswahl dünn ist.
Die Datenlage
Die Angaben dieser Seite stammen vom 13.10.2026. Am schnellsten veralten die Angaben zu den Apps. Namen wie MSmartHome und SmartHome zeigen, dass Hersteller ihre Apps umbenennen und neu auflegen; Funktionen kommen hinzu oder fallen weg, und keine der gelesenen Unterlagen legt fest, welche Funktionen ein Gerät über Jahre behält. Wer diese Seite später liest, prüft den App-Namen im Store.
Die Update-Zusagen können sich ändern. Samsungs Zusage stammt aus einer Pressemitteilung vom 18.09.2025, BSHs Formulierung von der Seite „Firmware-Updates“, LGs Angabe aus einer Mitteilung vom 03.09.2025. Wenn einer der anderen Hersteller eine Dauer nennt, ändert sich der Befund dieser Seite, und die Empfehlung kann kippen. Am 11.12.2027 ändert sich außerdem die Rechtslage: Für neu in Verkehr gebrachte Geräte muss dann das Ende des Unterstützungszeitraums beim Kauf angegeben sein.
Stabil sind die Registerdaten. Maße, Verbrauch, Geräuschwerte und das Datum des Marktstarts stehen im EU-Register und ändern sich für ein Modell nicht mehr. Sterne und Rezensionszahlen sind am Prüftag abgelesen; beim Bosch-Gerät waren es drei Rezensionen, beim Midea-Gerät 136. Diese Zahlen ändern sich täglich und sagen bei kleinen Werten wenig. Bei der nächsten Prüfung stehen die Update-Angaben der Hersteller an erster Stelle.
Konkret heißt das für die nächste Prüfung: bei Samsung, ob die Zusage für das RB53DG706AS9 bestätigt oder eingeschränkt wurde; bei BSH, LG, Haier und Midea, ob inzwischen eine Dauer genannt wird; bei Midea, unter welchem Namen die App das Gerät führt; und bei allen fünf, ob die Angebote noch eine Kaufbox haben. Die Data-Act-Unterlagen von Samsung und LG sind ebenfalls zu prüfen, weil sie beschreiben, wie Besitzer an ihre Daten kommen. Fällt eine Antwort anders aus, ändert sich diese Seite.
Eine Grenze dieser Seite gehört zur Datenlage. Keine der fünf Apps wurde eingerichtet, kein Gerät verbunden, keine Mitteilung auf einem Telefon geprüft. Was die Apps im Alltag tatsächlich leisten, ist hier nur so weit beschrieben, wie Anleitungen, Angebote und Herstellerseiten es sagen. Das Midea-Angebot etwa nennt Modi nach Zeitplan, ohne zu sagen, welche das sind. Wo eine Unterlage schweigt, schweigt auch diese Seite, und die Lücke ist benannt, statt sie zu füllen.

