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Slow Cooker Stromverbrauch: Watt, kWh und Kosten von 15 Schongarern nachgerechnet

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Slow Cooker Stromverbrauch: 100 bis 1.200 Watt bei fünfzehn Geräten, 0,8 bis 2,56 kWh je Garvorgang, Kosten je Portion und Jahr, dazu Backofen und Herd im Vergleich.

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Quellenbasierte Einordnung
Aktualisiert 06.10.2026
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Autor & Redaktion
Dr. Lena Förster
Verantwortliche Redaktion
Dr. Lena Förster

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Stand des Artikels
Veröffentlicht
06.10.2026
Aktualisiert
06.10.2026

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Stromverbrauch und Stromkosten von Slow Cookern, gerechnet aus den Leistungsangaben von fünfzehn Geräten, dem Haushaltsstrompreis des BDEW und den Vergleichsangaben von Herstellern, FSIS und Stromspiegel. Gemessen haben wir nicht; Stand 06.10.2026.

Ein Rindfleischtopf für sechs, acht Stunden, höchstens 68 Cent: die Rechnung vorweg

Ein Rindfleischtopf aus dem Rezeptheft des Crockpot SCCPBPP605: 0,9 bis 1,8 Kilogramm Gulaschfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie und Brühe, acht bis zehn Stunden auf niedriger Stufe, sechs bis acht Portionen. Das Gerät hat laut Amazon-Angebot 230 Watt. Läuft es acht Stunden lang mit dieser Leistung, verbraucht es 0,23 Kilowatt mal acht Stunden, also 1,84 Kilowattstunden. Mit dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde, den der BDEW für 2026 ermittelt hat, kostet das 68 Cent.

Das ist eine Obergrenze, keine Messung. Die 230 Watt sind die Nennleistung, die das Gerät höchstens aufnimmt; ob es auf niedriger Stufe weniger aufnimmt oder dieselbe Leistung in Abständen, schreibt Crockpot nicht. Der tatsächliche Verbrauch liegt bei 1,84 Kilowattstunden oder darunter. Je Portion sind es bei sechs Essern höchstens 11,3 Cent, bei acht höchstens 8,5 Cent. Wer den Topf jede Woche einmal so nutzt, zahlt im Jahr höchstens 52 mal 68 Cent, rund 35 Euro.

Diese Rechnung ist der Kern dieser Seite, und sie lässt sich für jedes Gerät wiederholen. Sie braucht nur drei Zahlen: die Leistung, die Laufzeit und den Strompreis. Die Laufzeit steht im Rezept, der Strompreis beim BDEW, und die Leistung steht irgendwo in den Unterlagen des Geräts, wenn man Glück hat in der Anleitung, sonst im Angebot. Bei sieben der fünfzehn Geräte, deren Unterlagen wir für die Vergleiche dieses Clusters gelesen haben, steht sie nicht in der Anleitung, bei sechs davon nur im Angebot.

Was die Rechnung nicht liefert, ist der Vergleich mit Herd und Backofen, nach dem am häufigsten gefragt wird. Dafür fehlen Messungen, die beide Seiten unter gleichen Bedingungen erfassen, und die Seite arbeitet sich deshalb an den wenigen Dokumenten entlang, die es gibt: Typenschilder, Anleitungen, der Strompreis des BDEW, ein Merkblatt der US-Lebensmittelbehörde FSIS, die Backofenangaben des Portals Stromspiegel und die Energieversprechen der Hersteller. Am Ende steht, was davon belegt ist und was nicht. Die Geräte selbst vergleichen die Seiten zu kleinen, großen und Slow Cookern mit Anbratfunktion.

Leistung, Fundstelle, Stufen: was die Unterlagen von fünfzehn Geräten angeben

Für einen Vergleich des Stromverbrauchs der Slow Cooker stellt die Tabelle die Leistungsangaben aller Geräte aus den drei Vergleichen nebeneinander, mit der Fundstelle und der Frage, ob eine Unterlage die Leistung je Stufe nennt. Die letzte Spalte rechnet die Obergrenze für acht Stunden aus, Nennleistung mal Laufzeit; bei Spannen ist die obere Zahl eingesetzt. Für die drei Multikocher mit Anbratheizung ist keine Acht-Stunden-Zahl angegeben, weil ihre Nennleistung für das Anbraten gilt und nicht für das Schongaren.

GerätVolumenLeistungFundstelleLeistung je StufeObergrenze 8 Stunden (kWh)
Rosenstein & Söhne1,42 l100 WAnleitung und Angebotkeine0,80
Bestron ASC1501,5 l120 WAnleitung, Herstellerseite, Angebotkeine0,96
Russell Hobbs 25570-562 l93–110 WTypenschildzeile der Anleitung; Angebot 110 W im Datenfeld, 145 W im Titelkeine0,88
Crockpot CSC061X2,4 l130 Wnur Angebotkeine1,04
Morphy Richards Sear & Stew 4600223,5 l160 WAngebot und Herstellerseitekeine1,28
Swan Retro SF170213,5 l200 Wnur Angebotkeine1,60
Crockpot SCCPBPP6055,7 l230 Wnur Angebotkeine1,84
Russell Hobbs MaxiCook 22750-566 l170–200 WTypenschildzeile der Anleitung; Angebot 200 Wkeine1,60
Crockpot Sizzle & Stew CSC112X6,5 l270 Wnur Angebotkeine2,16
Tower Cavaletto T160436,5 l300 WAnleitung und Angebotkeine2,40
Crockpot CSC063X7,5 l320 Wnur Angebotkeine2,56
Elite Gourmet MST-900RXT8 l300 Wnur Angebotkeine2,40
Russell Hobbs Good to Go 28270-566,5 l630–750 WTypenschildzeile der Anleitung; Angebot und Herstellerseite 750 WAnbraten bei etwa 220 °C, Leistung je Programm nicht genannt—
Instant Superior SCMC80007,1 l800 WAnleitung und AngebotSautieren 110–160 °C, Leistung je Programm nicht genannt—
Ninja PossibleCooker MC1001EU8 l1.200 WAnleitung, Angebot, HerstellerseiteProgramme mit HI/LO, Leistung je Programm nicht genannt—

Drei Befunde stehen in der Tabelle. Erstens nennt keine einzige Unterlage die Leistung je Stufe, also wie viel Watt das Gerät auf niedrig, auf hoch und beim Warmhalten aufnimmt. Zweitens steht die Leistung bei sechs Geräten ausschließlich im Amazon-Angebot und bei einem weiteren nur in Angebot und Herstellerseite; beim Russell Hobbs 25570-56 widersprechen sich Titel, Datenfeld und Anleitung. Drittens reicht die Spanne bei den reinen Schongarern von 93 bis 320 Watt, bei den Multikochern von 630 bis 1.200 Watt.

Auffällig ist ein Hersteller. Bei allen vier Crockpot-Geräten steht die Leistung nur im Amazon-Angebot; in den vier Crockpot-Anleitungen, die wir gelesen haben, fehlt sie. Russell Hobbs dagegen druckt die Typenschildzeile mit Spannung und Leistung in jede der vier Anleitungen, die wir von ihm gelesen haben, und auch Tower, Instant, Ninja, Bestron und Rosenstein & Söhne nennen die Leistung in der Anleitung. Den Stromverbrauch der Crockpot-Geräte kann man deshalb nur aus dem Angebot oder vom Typenschild am Gerät abschätzen.

Für die Stromrechnung zählt vor allem der erste Befund. Ohne Leistung je Stufe bleibt jede Rechnung eine Obergrenze, und wie weit der tatsächliche Verbrauch darunter liegt, lässt sich aus den Unterlagen nicht ablesen. Der Abschnitt zum Selbstmessen beschreibt, wie man die Lücke für das eigene Gerät schließt.

Nennleistung ist eine Obergrenze: was die Watt-Zahl auf dem Typenschild bedeutet

Die Watt-Zahl auf dem Typenschild oder im Angebot ist die Nennleistung, die Leistung, für die das Gerät ausgelegt ist. Bei Russell Hobbs steht sie in der Anleitung als Spanne neben der Spannung, etwa „220-240V~50/60Hz 170-200Watts“ beim MaxiCook 22750-56. Ähnliche Spannen nennt Russell Hobbs für den Compact Home 25570-56 (93 bis 110 Watt), den Multikocher 3-in-1 25630-56 (290 bis 350 Watt) und den Good to Go 28270-56 (630 bis 750 Watt).

Die Spannen sehen aus wie zwei Stufen, sind es aber nach der Rechnung wohl nicht. Teilt man jeweils die untere durch die obere Zahl, kommt man auf 0,83 bis 0,85. Genau dieses Verhältnis ergibt sich, wenn ein Heizwiderstand statt mit 240 mit 220 Volt betrieben wird, denn seine Leistung steigt und fällt mit dem Quadrat der Spannung: 220 zum Quadrat geteilt durch 240 zum Quadrat ergibt 0,84. Die Spanne bildet damit sehr wahrscheinlich den Spannungsbereich ab, für den das Gerät zugelassen ist, nicht den Unterschied zwischen niedrig und hoch. Russell Hobbs selbst erklärt die Spanne nicht.

Für die Abschätzung ist die obere Zahl die sichere Obergrenze; beim Russell Hobbs Slow Cooker MaxiCook sind das 200 Watt. Wer genau rechnen will, nimmt sie und weiß, dass der Verbrauch bei niedrigerer Spannung etwas darunter liegt. Für die Abschätzung macht das wenig aus: Beim MaxiCook sind es über acht Stunden 1,36 statt 1,6 Kilowattstunden, ein Unterschied von rund 9 Cent.

Was die Nennleistung nicht verrät, ist das Verhalten auf den Stufen. Ein Gerät kann auf niedriger Stufe dauerhaft weniger Leistung aufnehmen oder die volle Leistung nur zeitweise; beides führt zu unterschiedlichen Verbräuchen, und keine Anleitung im Cluster beschreibt, wie ihr Gerät es macht. Die Obergrenze mit voller Nennleistung über die ganze Garzeit ist deshalb die einzige Zahl, die sich aus den Unterlagen sicher ableiten lässt.

Watt auf Low, High und Warmhalten: die Zahl, die niemand angibt

Wer nach dem Stromverbrauch auf niedriger und hoher Stufe sucht, findet im Netz Zahlen, die nach Herstellerangaben aussehen. Eine KI-Übersicht in der Google-Suche nannte am Prüftag für niedrig etwa 75 bis 150 Watt, für hoch 150 bis 220 Watt und für das Warmhalten 30 bis 60 Watt, ohne Quelle für die einzelnen Werte. Auch auf Englisch wird viel danach gefragt: nach der Slow-Cooker-Wattage on Warm, on Low und on High, nach der Crockpot-Wattage on Low und on High, nach Crockpot watts und watt hours, nach slow cooker watt usage, watt hours und kWh usage oder schlicht „slow cooker how many watt“. Wer den lowest watt slow cooker sucht, findet ihn in der Tabelle weiter unten: mit 100 Watt der Rosenstein & Söhne, nach der unteren Zahl seiner Spanne der Russell Hobbs 25570-56 mit 93 Watt.

In den Unterlagen der fünfzehn Geräte steht keine solche Zahl. Die Anleitungen nennen eine Nennleistung, die Angebote ebenfalls, und keine Unterlage verteilt sie auf die Stufen. Die Temperaturtabelle von Rosenstein & Söhne zeigt zwar, dass die niedrige Stufe langsamer heizt als die hohe, nach zwei Stunden 63 °C gegen 86 °C, aber nicht, mit welcher Leistung. Wie heiß die Stufen werden, behandelt unsere Seite zur Temperatur im Slow Cooker.

Ob niedrig weniger Strom kostet als hoch, ist deshalb offen. Niedrig läuft länger, nach den Garzeittabellen etwa doppelt bis zweieinhalbmal so lange; hoch nimmt mehr Leistung auf, wie viel mehr, sagt niemand. Würde die niedrige Stufe genau die halbe Leistung aufnehmen, wäre der Verbrauch bei doppelter Laufzeit gleich. Die Garzeittabellen von Crockpot setzen für dasselbe Gericht auf niedriger Stufe sechs bis zehn Stunden an, auf hoher drei bis vier.

Für die Wahl der Stufe ist der Stromverbrauch nach den verfügbaren Unterlagen deshalb kein Argument. Die Unterschiede in der Obergrenze entstehen durch die Laufzeit, nicht durch die Stufe: acht Stunden mit voller Nennleistung kosten doppelt so viel wie vier. Wer es für sein Gerät wissen will, misst beide Stufen einmal mit einem Zwischenstecker-Messgerät.

Faustwerte aus dem Netz: 200 Watt, „Watt pro Stunde“ und eine einzelne Messung

Neben den Unterlagen der Hersteller kursieren Faustwerte, und am Prüftag standen sie gleich oben in den Suchergebnissen zu „slow cooker stromverbrauch“. Ein Technikmagazin rechnete 2023 mit einer Leistungsaufnahme „um die 200 Watt“, ein Rezeptportal nannte 180 bis 220 Watt, der Blog eines Anbieters von Powerstations 200 bis 300 Watt. Aus den Suchergebnissen lässt sich nicht erkennen, auf welche Geräte sich die Spannen beziehen; das Technikmagazin, dessen Artikel wir gelesen haben, nennt für seine 200 Watt keine Quelle.

Legt man die fünfzehn Geräte aus dem Cluster daneben, passen die Faustwerte schlecht. In die Spanne von 180 bis 220 Watt fallen mit ihrer oberen Nennleistung nur zwei, der Swan mit 200 Watt und der Russell Hobbs MaxiCook mit 170 bis 200 Watt. In die Spanne von 200 bis 300 Watt fallen sechs: neben diesen beiden der Crockpot SCCPBPP605 mit 230, der Sizzle & Stew mit 270, der Tower und der Elite Gourmet mit je 300 Watt. Darunter liegen fünf Geräte mit 100 bis 160 Watt, darüber der Crockpot CSC063X mit 320 Watt und die drei Multikocher mit 750 bis 1.200 Watt.

Ein Faustwert von 200 Watt überschätzt damit die kleinen Töpfe um bis zu das Doppelte und unterschätzt die großen Crockpot-Geräte und alle Multikocher. Für die eigene Rechnung taugt er nur, wenn man die Nennleistung des eigenen Geräts nicht findet, und dann ist der Blick auf das Typenschild am Boden des Geräts der bessere Weg.

Dazu kommt eine Verwechslung der Einheiten. Die KI-Übersicht gab ihre Werte in „Watt pro Stunde“ an, ein älterer Blogbeitrag nannte einen Verbrauch von „ca. 1,4 kW/h“. Beides ist als Verbrauchsangabe schief: Watt ist eine Leistung, also schon Energie je Zeit, und der Verbrauch ist Leistung mal Zeit, angegeben in Wattstunden oder Kilowattstunden. Ein Gerät mit 200 Watt verbraucht in einer Stunde höchstens 200 Wattstunden, in acht Stunden 1,6 Kilowattstunden. Wer „1,4 kW/h“ liest, kann nur vermuten, dass 1,4 Kilowattstunden für ein Gericht gemeint sind.

Die Rechnung selbst ist bei jedem Gerät mit Heizwiderstand dieselbe, Leistung in Kilowatt mal Stunden mal Preis je Kilowattstunde. Nach demselben Muster rechnet unsere Seite zu den Stromkosten des Heizlüfters, nur dass dort viel höhere Leistungen über kürzere Zeiten laufen und der Slow Cooker mit wenig Leistung über viele Stunden.

Die einzige Messung je Stufe, die wir bei der Suche fanden, ist ein Nutzerbericht in einem englischsprachigen Forum, rund zwölf Jahre alt: Ein Gerät mit 160 Watt auf dem Typenschild habe auf niedriger Stufe 114 Watt aus der Steckdose genommen, auf hoher 150. Prüfen lässt sich der Bericht nicht, Gerät und Messgerät sind nicht bekannt. Er zeigt aber, wie die Rechnung mit Messwerten aussieht: Acht Stunden auf niedrig wären 0,91 Kilowattstunden, vier Stunden auf hoch 0,6. In diesem einen Fall wäre die hohe Stufe sparsamer, sofern das Gericht in der halben Zeit gar wird; verallgemeinern lässt sich das aus einer einzigen Messung nicht.

Kilowattstunden je Garvorgang: von 0,8 bis 2,56

Rechnet man die Obergrenze für einen typischen Garvorgang von acht Stunden auf alle zwölf reinen Schongarer aus dem Cluster, liegt der kleinste Wert bei 0,8 Kilowattstunden, der größte bei 2,56. Das kleinste Gerät, der Rosenstein & Söhne mit 1,42 Litern und 100 Watt, kostet damit höchstens 29,6 Cent je Garvorgang, das stärkste, der Crockpot CSC063X mit 7,5 Litern und 320 Watt, höchstens 94,7 Cent. Dazwischen liegen alle anderen, in der Reihenfolge ihrer Nennleistung. Der Stromverbrauch der Schongarer unterscheidet sich damit um mehr als das Dreifache.

Wer auf hoher Stufe gart, rechnet mit der Hälfte der Zeit. Vier Stunden ergeben als Obergrenze 0,4 Kilowattstunden beim Rosenstein und 1,28 beim Crockpot CSC063X, also 14,8 und 47,4 Cent. Ob die hohe Stufe dabei wirklich die volle Nennleistung aufnimmt und die niedrige weniger, sagt keine Unterlage; die Obergrenze für vier Stunden hoch ist deshalb genau halb so groß wie die für acht Stunden niedrig, obwohl der tatsächliche Unterschied kleiner oder größer sein kann.

Rosenstein & Söhne 1,42 l(100 W)0,80 kWhRussell Hobbs 25570-56 2 l(110 W)0,88 kWhBestron ASC150 1,5 l (120W)0,96 kWhCrockpot CSC061X 2,4 l(130 W)1,04 kWhMorphy Richards 460022 3,5l (160 W)1,28 kWhSwan SF17021 3,5 l (200 W)1,60 kWhRussell Hobbs 22750-56 6 l(200 W)1,60 kWh▶ Crockpot SCCPBPP605 5,7 l(230 W)1,84 kWhCrockpot CSC112X 6,5 l(270 W)2,16 kWhTower T16043 6,5 l (300 W)2,40 kWhElite Gourmet MST-900RXT 8l (300 W)2,40 kWhCrockpot CSC063X 7,5 l(320 W)2,56 kWh
Stromverbrauch über acht Stunden, Obergrenze aus der Nennleistung. Nennleistung mal acht Stunden für die zwölf Schongarer aus den drei Vergleichen; der tatsächliche Verbrauch liegt darunter oder höchstens dort.
Die Werte als Liste
  • Rosenstein & Söhne 1,42 l (100 W): 0,80 kWh
  • Russell Hobbs 25570-56 2 l (110 W): 0,88 kWh
  • Bestron ASC150 1,5 l (120 W): 0,96 kWh
  • Crockpot CSC061X 2,4 l (130 W): 1,04 kWh
  • Morphy Richards 460022 3,5 l (160 W): 1,28 kWh
  • Swan SF17021 3,5 l (200 W): 1,60 kWh
  • Russell Hobbs 22750-56 6 l (200 W): 1,60 kWh
  • Crockpot SCCPBPP605 5,7 l (230 W): 1,84 kWh
  • Crockpot CSC112X 6,5 l (270 W): 2,16 kWh
  • Tower T16043 6,5 l (300 W): 2,40 kWh
  • Elite Gourmet MST-900RXT 8 l (300 W): 2,40 kWh
  • Crockpot CSC063X 7,5 l (320 W): 2,56 kWh
Nennleistung aus Anleitung, Angebot oder Herstellerseite (siehe Tabelle oben), bei Spannen die obere Zahl; Laufzeit acht Stunden; Stand 06.10.2026.

Die Reihenfolge folgt fast genau der Größe. Kleine Töpfe mit 1,4 bis 2,4 Litern liegen bei 0,8 bis gut einer Kilowattstunde, die Familiengeräte von 5,7 bis 8 Litern bei 1,6 bis 2,56. Ausreißer gibt es in beide Richtungen: Der Swan mit 3,5 Litern hat dieselbe Nennleistung wie der Russell Hobbs mit 6 Litern, und der Russell Hobbs MaxiCook liegt mit 200 Watt bei sechs Litern unter dem Crockpot mit 5,7 Litern.

Für die Frage, welcher Slow Cooker im Stromverbrauch der günstigste ist, taugt die Grafik nur halb. Sie zeigt, wer höchstens wie viel verbraucht, aber nicht, wer tatsächlich weniger verbraucht, und sie vergleicht Töpfe, in die sehr verschieden viel Essen passt. Aussagekräftiger ist die Rechnung je Portion im nächsten Abschnitt.

Je Liter und je Portion: warum kleine Töpfe mehr Strom kosten

Teilt man die Nennleistung durch das Volumen, kehrt sich die Reihenfolge um. Der Rosenstein mit 1,42 Litern kommt auf 70 Watt je Liter, der Bestron mit 1,5 Litern auf 80, der kleine Crockpot mit 2,4 Litern auf 54. Bei den großen Geräten sind es 33 Watt je Liter beim Russell Hobbs MaxiCook, 40 beim Crockpot mit 5,7 und 43 beim Crockpot mit 7,5 Litern. Je Liter Inhalt brauchen kleine Töpfe also mehr Leistung als große.

Die übrigen Schongarer liegen dazwischen: der Russell Hobbs 25570-56 mit 2 Litern bei 55 Watt je Liter, der Swan mit 3,5 Litern bei 57, der Morphy Richards mit 3,5 Litern bei 46, der Tower und der Sizzle & Stew mit je 6,5 Litern bei 46 und 42, der Elite Gourmet mit 8 Litern bei 38. Die Multikocher fallen aus der Reihe, weil ihre Nennleistung für das Anbraten bemessen ist: Der Russell Hobbs Good to Go kommt auf 115 Watt je Liter, der Instant auf 113, der Ninja auf 150.

Am deutlichsten zeigt das ein Hersteller mit drei Größen. Crockpot nennt für den CSC061X mit 2,4 Litern im Angebot 130 Watt und ein bis zwei Personen, für den SCCPBPP605 mit 5,7 Litern 230 Watt und fünf bis sechs Personen, für den CSC063X mit 7,5 Litern 320 Watt und zehn oder mehr Personen. Je Person und acht Stunden ergibt das höchstens 0,52, 0,31 und 0,26 Kilowattstunden, also höchstens 19,2, 11,3 und 9,5 Cent, jeweils mit der größten Personenzahl gerechnet.

Der Unterschied hat eine Bedingung, die schon für die Größenwahl gilt: Der große Topf ist je Portion nur günstiger, wenn er tatsächlich so viele Portionen garen darf. Die Anleitungen von Crockpot verlangen, den Topf mindestens zur Hälfte zu füllen. Wer in einem 7,5-Liter-Topf für zwei kocht, verletzt die Füllregel und zahlt die Leistung für zehn. Die Seite zu großen Slow Cookern rechnet die Untergrenzen für jedes Gerät aus.

Für die Wahl heißt das: Strom spart, wer die Topfgröße passend zur eigenen Portionszahl wählt und den Topf füllt, nicht wer das kleinste Gerät kauft. Ein Haushalt mit sechs Personen kocht im 5,7-Liter-Topf je Portion günstiger als in drei kleinen nacheinander, und ein Haushalt mit einer Person kocht im 1,42-Liter-Topf günstiger als in einem großen, den er nicht füllen darf.

Vier Haushalte, vier Töpfe: die Stromrechnung nach Personenzahl

Wie stark die Topfgröße die Rechnung bestimmt, zeigt ein Durchgang durch vier Haushalte, jeweils mit einem Gerät, dessen Personenangabe zum Haushalt passt, und einem Schmorgericht pro Woche über acht Stunden. Alle Zahlen sind Obergrenzen aus der Nennleistung und dem BDEW-Preis von 37,0 Cent.

HaushaltGerät und Leistungje Garvorgangje Personim Jahr (52 Garvorgänge)
zwei PersonenBestron ASC150 1,5 l, 120 W0,96 kWh, 35,5 ct17,8 ct18,47 €
zwei PersonenCrockpot CSC061X 2,4 l, 130 W1,04 kWh, 38,5 ct19,2 ct20,01 €
sechs PersonenCrockpot SCCPBPP605 5,7 l, 230 W1,84 kWh, 68,1 ct11,3 ct35,40 €
zehn PersonenCrockpot CSC063X 7,5 l, 320 W2,56 kWh, 94,7 ct9,5 ct49,25 €

Der Haushalt mit zehn Personen zahlt im Jahr gut zweieinhalbmal so viel wie der Zweipersonenhaushalt mit dem Bestron, je Person aber gut die Hälfte. Die Personenzahlen stammen aus den Angeboten: Bestron nennt für seinen 1,5-Liter-Topf bis zu zwei Personen, Crockpot für den 2,4-Liter-Topf ein bis zwei, für den 5,7-Liter-Topf fünf bis sechs und für den 7,5-Liter-Topf zehn oder mehr. Zwischen den beiden kleinen Töpfen liegt kaum etwas: Der Bestron nimmt zehn Watt weniger auf als der Crockpot, im Jahr macht das 1,54 Euro aus, obwohl in den Crockpot fast ein Liter mehr passt.

Die Tabelle ist kein Argument für den größten Topf, sondern für den passenden. Wie die Personenangaben der Hersteller zu den Litern passen, rechnet die Seite zu kleinen Slow Cookern für Töpfe bis 3,5 Liter nach; für den Stromverbrauch zählt nur, dass der Topf so gefüllt wird, wie die Anleitung es verlangt.

Was ein Jahr Schongaren kostet

Was Slow Cooker im Jahr an Strom kosten, ergibt sich aus der Rechnung je Garvorgang, wenn man die Häufigkeit dazunimmt. Der Rechner unten ist mit dem Crockpot SCCPBPP605 voreingestellt, 230 Watt über acht Stunden, einmal pro Woche: 96 Kilowattstunden im Jahr. Für ein anderes Gerät ändert man die Kilowattstunden, Nennleistung in Kilowatt mal Stunden mal Garvorgänge im Jahr, und für einen anderen Tarif den Preis.

Stromkosten eines Slow Cookers im Jahr

Obergrenze aus der Nennleistung: Der tatsächliche Verbrauch liegt darunter oder höchstens dort. Voreingestellt: Crockpot SCCPBPP605, 230 W, acht Stunden, einmal pro Woche.

Strom (Obergrenze aus Nennleistung)

Rindfleischtopf vom Seitenanfang einmal pro Woche: 1,84 kWh je Garvorgang, im Jahr 95,7 kWh, aufgerundet 96. Die 230 W stehen nur im Amazon-Angebot, nicht in der Anleitung.

  • Strom (Obergrenze aus Nennleistung): 96 kWh im Jahr mal 0,37 = 35,52 Euro im Jahr

Laufende Kosten: 35,52 Euro im Jahr

Über ein Jahr: 35,52 Euro

Typische Nutzungsprofile mit den Startwerten dieser Seite
ProfilStrom (Obergrenze aus Nennleistung)Im JahrÜber 10 Jahre
Gelegentlicheinmal im Monat, acht Stunden22 kWh im Jahr8,17 Euro8,17 Euro81,70 Euro
Wöchentlicheinmal pro Woche, acht Stunden96 kWh im Jahr35,52 Euro35,52 Euro355,20 Euro
Vorkochenzweimal pro Woche, acht Stunden192 kWh im Jahr71,04 Euro71,04 Euro710,40 Euro
Werktagsfünfmal pro Woche, acht Stunden480 kWh im Jahr177,60 Euro177,60 Euro1.776,00 Euro

Rechenweg: Kilowatt mal Stunden mal Garvorgänge mal Preis. Preis je Kilowattstunde aus der BDEW-Analyse vom 21.08.2026 (Haushalte, Jahresverlauf 2026); Leistung aus dem Crockpot-Angebot.

Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.

Bei wöchentlicher Nutzung sind es höchstens rund 35 Euro im Jahr, bei zweimal pro Woche 71 Euro, an allen Werktagen 178 Euro. Mit dem kleinsten Gerät im Cluster, dem Rosenstein mit 100 Watt, liegen dieselben Werte bei 15, 31 und 77 Euro, mit dem größten, dem Crockpot CSC063X mit 320 Watt, bei 49, 99 und 246 Euro. Die Spanne zwischen klein und groß ist damit größer als die zwischen den Nutzungsprofilen eines Geräts.

Wer seinen eigenen Verbrauch kennt, weil er gemessen hat, setzt die gemessenen Kilowattstunden je Garvorgang mal Zahl der Garvorgänge ein und erhält eine Zahl, die nicht mehr Obergrenze ist. Wie man Geräte rechnet, die stundenlang laufen, zeigt auch unsere Seite zum Stromverbrauch des Brotbackautomaten, der ebenfalls mehrere Stunden am Stück arbeitet.

Slow Cooker oder Backofen: was die Quellen tatsächlich vergleichen

Dass ein Slow Cooker weniger Strom braucht als ein Backofen, steht bei der US-Lebensmittelbehörde FSIS in einem Halbsatz: Es brauche weniger Elektrizität, einen Slow Cooker zu benutzen als einen Ofen. Eine Zahl nennt die Behörde nicht, und das Merkblatt sagt auch nicht, für welches Gericht und welche Garzeit der Satz gilt. Genau danach wird aber gesucht, oft knapp als „Slow Cooker vs. Backofen“.

Die genauesten Zahlen für Backöfen stehen auf dem EU-Energielabel, das es nach dem Stromspiegel für Backöfen gibt, für Kochfelder nicht; in keinem der 17 Slow-Cooker-Angebote, die wir für diesen Cluster geprüft haben, steht eine Energieeffizienzklasse. Das Portal Stromspiegel nennt als Beispiel einen Backofen der Effizienzklasse A mit 0,97 Kilowattstunden je Zyklus bei Ober- und Unterhitze und 0,81 Kilowattstunden bei Umluft, nach Herstellerangaben. Ein solcher Zyklus ist ein genormter Backvorgang, kein achtstündiges Schmoren; die Zahl eignet sich, um Backöfen untereinander zu vergleichen, nicht, um einen Backofen gegen einen Slow Cooker zu rechnen.

Die Hersteller vergleichen konkreter, aber jeder für sich. Russell Hobbs wirbt beim Slow Cooker Good to Go mit bis zu 59 Prozent weniger Energieverbrauch als ein konventioneller Ofen und nennt die Bedingung: ein ganzes Brathähnchen von etwa 1,4 Kilogramm bei 190 °C. Crockpot hat auf der Produktseite des Sizzle & Stew eine Fußnote zu einem Test von Newell in Großbritannien 2022, Rindereintopf gegen einen eingebauten 70-Liter-Umluftofen der Energieklasse A; der Satz mit dem Ergebnis, auf den sich die Fußnote bezieht, steht auf der Seite nicht. Messprotokolle legt keiner der beiden vor.

Was sich aus den Unterlagen ableiten lässt, ist eine Größenordnung. Ein Slow Cooker mit 230 Watt verbraucht in acht Stunden höchstens 1,84 Kilowattstunden. Ein Backofen verbraucht für einen genormten Zyklus nach dem Stromspiegel-Beispiel 0,81 bis 0,97 Kilowattstunden. Ob ein dreistündiges Schmorgericht im Ofen mehr oder weniger braucht als acht Stunden im Slow Cooker, hängt an Garzeit, Ofen und Gericht, und diese Messung hat niemand veröffentlicht, den wir gefunden haben.

Für Gerichte mit kurzer Garzeit stellt sich die Frage ohnehin anders. Dort konkurriert der Backofen nicht mit dem Slow Cooker, sondern mit Geräten, die schnell heiß werden und nach kurzer Zeit fertig sind; wie sich das rechnet, vergleicht unsere Seite Heißluftfritteuse oder Backofen. Für den Slow Cooker bleibt der Vergleich auf die Gerichte beschränkt, die auch im Ofen Stunden brauchen: Schmorbraten, Gulasch, Eintöpfe mit Hülsenfrüchten.

Der Satz „Slow Cooker oder Backofen, der Slow Cooker spart immer“ ist damit nicht belegt, nur wahrscheinlich für lange Schmorgerichte. Sicher ist: Wer im Backofen schmort, kann sparen, indem er auf Vorheizen verzichtet und die Restwärme nutzt. Der Stromspiegel beziffert das mit 26 Euro im Jahr, Umluft spare bis zu 40 Prozent Energie. Wer statt eines großen Ofens kleine Mengen gart, findet auf unserer Seite zum Stromverbrauch der Mikrowelle eine weitere Alternative mit kurzer Laufzeit.

Slow Cooker oder Herd: 25 Prozent laut Russell Hobbs

Für den Vergleich mit dem Herd gibt es eine einzige Zahl in den Unterlagen, und sie steht gleichlautend in drei Russell-Hobbs-Anleitungen, beim MaxiCook 22750-56, beim 25570-56 und beim Good to Go 28270-56: Beim Schongaren werde 25 Prozent weniger Energie verbraucht als beim Einsatz einer kleinen Kochplatte eines durchschnittlichen Kochfelds. Wie das gemessen wurde, mit welchem Gericht und über welche Zeit, schreibt Russell Hobbs nicht.

Die Zahl ist plausibel, aber sie hängt stark am Kochfeld. Der Stromspiegel nennt das Induktionskochfeld das energiesparendste Kochfeld und den gusseisernen Herd das mit dem höchsten Stromverbrauch; Gas sei die günstigste Variante, aber nicht überall möglich. Ein Vergleich mit einer „kleinen Kochplatte eines durchschnittlichen Kochfelds“ sagt deshalb wenig darüber, wie ein Slow Cooker gegen eine moderne Induktionsplatte abschneidet.

Hinzu kommt die Art des Garens. Wie lange und mit welcher Leistung ein Eintopf auf dem Herd köchelt, hängt am Rezept und am Kochfeld; eine Zahl dazu fanden wir in keiner Quelle, und die Rechnung bleibt ohne Messung offen. Wie viel Leistung Induktionsplatten aufnehmen und wo sie sparen, beschreiben unsere Seiten zur energiesparenden Induktionsplatte und zur Leistung von Induktionsplatten.

Insgesamt geht nach dem Stromspiegel in einem durchschnittlichen Haushalt knapp ein Zehntel des Stromverbrauchs auf Kochen und Backen. Ein Slow Cooker verschiebt einen Teil davon, er schafft ihn nicht ab, und ob er ihn senkt, hängt daran, was er ersetzt: den Backofen für ein Schmorgericht wahrscheinlich, das Induktionsfeld für einen schnellen Eintopf nicht unbedingt.

Anbraten im Gerät: was die Anbratheizung zusätzlich braucht

Multikocher mit eigener Anbratheizung haben zwei- bis zwölfmal so viel Nennleistung wie die reinen Schongarer, und das wirft die Frage auf, ob sie auch entsprechend mehr Strom verbrauchen. Nach den Unterlagen nicht unbedingt, denn die hohe Leistung brauchen sie für das Anbraten, und das ist zeitlich begrenzt. Russell Hobbs begrenzt das Anbratprogramm des Good to Go auf höchstens eine Stunde, Instant das Sautieren ebenfalls auf eine Stunde, und Ninja empfiehlt, vor dem Anbraten fünf Minuten vorzuheizen.

Als Obergrenze gerechnet kostet eine volle Stunde Anbraten beim Russell Hobbs höchstens 0,75 Kilowattstunden, rund 28 Cent, beim Instant höchstens 0,8 Kilowattstunden, rund 30 Cent. Fünf Minuten Vorheizen beim Ninja mit 1.200 Watt sind höchstens 0,1 Kilowattstunden, knapp 4 Cent. Wer in der Praxis zehn bis fünfzehn Minuten anbrät, bleibt deutlich darunter. Wie viel diese Geräte danach beim Schongaren aufnehmen, nennt keine Anleitung; ihre Nennleistung gilt für die stärksten Programme, nicht für die niedrige Schongarstufe.

◆ Schongarer ohne Anbratheizung (93–320 W)0 bis 330● Multikocher mit Anbratheizung (630–800 W)330 bis 850■ Multikocher mit Back- und Anbratprogrammen (1.200 W)850 bis 1400230 W: Crockpot SCCPBPP605: 230 WattSkala von 0 bis 1400 WattEingeordnet: Schongarer ohne Anbratheizung (93–320 W)
Nennleistung: Schongarer und Multikocher im Cluster. Die Nennleistung der fünfzehn Geräte aus den drei Vergleichen ordnet sich in drei Gruppen. Eingetragen ist der Crockpot SCCPBPP605 aus der Rechnung am Anfang. 230 W: Crockpot SCCPBPP605 liegt bei 230 Watt und damit im Abschnitt Schongarer ohne Anbratheizung (93–320 W).Nennleistungen aus Anleitungen, Angeboten und Herstellerseiten der fünfzehn Geräte aus den drei Vergleichen des Clusters, Stand 06.10.2026. Die Einordnung bezieht sich auf die Nennleistung, nicht auf den Verbrauch beim Schongaren.

Beim Herdtopf, wie ihn der Morphy Richards Sear & Stew und der Crockpot Sizzle & Stew haben, verlagert sich das Anbraten auf das Kochfeld. Das Heizteil des Slow Cookers bleibt mit 160 und 270 Watt bei der Leistung eines Schongarers, und der Strom für das Anbraten fällt am Herd an, in einer Höhe, die vom Kochfeld abhängt und die keine Unterlage nennt. Welche der drei Bauarten wofür taugt, vergleicht unsere Seite zu Slow Cookern mit Anbratfunktion.

Für die Stromrechnung ist die Anbratfunktion deshalb kein großer Posten, solange sie für das genutzt wird, wofür sie gebaut ist: wenige Minuten scharfe Hitze vor Stunden langsamer Wärme. Ein Multikocher, der auch backt oder dampfgart, verbraucht für diese Programme so viel, wie die Programme verlangen, und dann ist er kein Slow Cooker mehr, sondern ein kleiner Herd oder Ofen auf der Arbeitsplatte.

Warmhalten im Stromverbrauch: Stunden, die mitzählen

Nach dem Garen läuft bei den Timer-Geräten die Warmhaltefunktion weiter, und diese Stunden kosten ebenfalls Strom. Wie viel, sagt kein Hersteller; die Warmhaltestufe ist in keiner Unterlage mit einer eigenen Leistung angegeben. Rechnet man mit voller Nennleistung, überschätzt man den Verbrauch vermutlich deutlich, denn nach der Rosenstein-Tabelle erreicht die Warmhaltestufe aus kaltem Zustand nach drei bis sechs Stunden 60 bis 74 °C, also Werte unter dem Garbereich.

Was die Hersteller angeben, ist die Dauer, und sie reicht von vier bis zwanzig Stunden. Russell Hobbs schaltet beim Good to Go nach vier Stunden Warmhalten ab, Crockpot beim 5,7-Liter-Topf nach sechs, Russell Hobbs beim MaxiCook nach zehn, Instant nach bis zu zehn, Ninja nach zwölf. Beim Crockpot CSC063X und beim Sizzle & Stew nennt die Anleitung kein Ende, empfiehlt aber höchstens vier Stunden. Elite Gourmet schreibt, Speisen könnten bis zu 20 Stunden warmgehalten werden.

Als grobe Obergrenze lässt sich rechnen: Vier Stunden Warmhalten beim Crockpot mit 230 Watt kosten höchstens 0,92 Kilowattstunden, also 34 Cent, wenn die volle Nennleistung anliegt; tatsächlich dürfte es weniger sein, eine Messung dazu fanden wir nicht. Zwölf Stunden beim Ninja wären mit voller Nennleistung 14,4 Kilowattstunden, eine Zahl, die zeigt, wie wenig die Nennleistung über das Warmhalten aussagt.

Für den Verbrauch wie für die Sicherheit ist das Warmhalten deshalb eine Frage der Dauer. Wer nach acht Stunden Garen noch vier Stunden warmhält, verlängert die Laufzeit um die Hälfte. Welche Temperatur beim Warmhalten nach den Behörden mindestens nötig ist und was die Warmhaltestufen erreichen, steht auf unserer Seite zur Temperatur im Slow Cooker.

Standby, Abschaltung und Netzstecker

Ein Slow Cooker, der nach dem Warmhalten in den Standby geht, verbraucht dort weiter Strom, wenn auch wenig. Wie viel, nennt keine der Anleitungen. Russell Hobbs schreibt beim MaxiCook, das Gerät wechsle nach zehn Stunden Warmhalten in den Standby-Modus, beim Good to Go höre es nach vier Stunden auf zu heizen und kehre zur Standardanzeige zurück. Instant beschreibt einen stromsparenden Standby-Modus mit abgedunkeltem Display. Ninja schaltet das Gerät ab, wenn zehn Minuten lang kein Programm gewählt wird.

Mehrere Hersteller verlangen, das Gerät nach dem Gebrauch vom Netz zu trennen. Bei zwei digitalen Crockpot-Modellen ist das sogar der beschriebene Weg, sie auszuschalten: Die Anleitungen des CSC063X und des Sizzle & Stew schreiben, zum Ausschalten den Stecker zu ziehen. Russell Hobbs sagt dasselbe beim MaxiCook, sobald das Essen servierfertig ist. Tower und Elite Gourmet verlangen, den Stecker zu ziehen, wenn das Gerät nicht verwendet wird.

Für die Stromrechnung ist das ein kleiner Posten, für die Gewohnheit ein großer. Wer den Slow Cooker nach dem Essen ausstöpselt, folgt den Anleitungen und spart den Standby, dessen Höhe niemand nennt. Wer ihn eingesteckt lässt, weil er auf der Arbeitsplatte steht, sollte wissen, dass diese beiden Crockpot-Modelle nach ihren Anleitungen erst mit dem Ziehen des Steckers aus sind.

Halber Topf, kürzere Zeit: was die Füllung am Verbrauch ändert

Die Füllmenge wirkt auf den Verbrauch über die Garzeit. Crockpot schreibt beim 5,7-Liter-Topf, man müsse die Garzeit des Rezepts verkürzen, wenn der Topf weniger als drei Viertel voll ist. Morphy Richards rät, bei einem nur halb gefüllten Topf ein bis zwei Stunden früher nachzusehen, ob das Essen gar ist. Weniger Inhalt heißt nach diesen Anleitungen kürzere Garzeit, und kürzere Garzeit heißt bei gleicher Leistung weniger Strom.

Als Obergrenze gerechnet sind zwei Stunden weniger beim Crockpot mit 230 Watt 0,46 Kilowattstunden, rund 17 Cent. Das ist die Ersparnis, wenn das Gericht wirklich früher gar ist und das Gerät abgeschaltet wird, nicht, wenn es die gesparte Zeit auf Warmhalten verbringt.

Unter die Hälfte sollte die Füllung trotzdem nicht sinken; Crockpot, Tower und Instant verlangen sie als Untergrenze. Wer regelmäßig wenig kocht, spart nicht mit einem halb leeren großen Topf, sondern mit einem kleineren Gerät, das die Menge füllt; die Rechnung je Portion weiter oben zeigt, wie groß der Unterschied ist.

Deckel zu, nicht vorheizen: was die Anleitungen zum Sparen hergeben

Strom sparen lässt sich beim Slow Cooker vor allem über die Laufzeit, und die Anleitungen nennen dafür einige Hebel, ohne sie Sparhinweise zu nennen. Der wichtigste ist der Deckel. Instant schreibt, jedes Öffnen verlängere die Garzeit um 15 bis 30 Minuten, Elite Gourmet nennt zehn Minuten. Bei einem Gerät mit 230 Watt sind 15 bis 30 Minuten zusätzliche Laufzeit höchstens 0,06 bis 0,12 Kilowattstunden, 2 bis 4 Cent je Öffnen.

Der zweite Hebel ist das Vorheizen, das der Stromspiegel beim Backofen als Sparquelle nennt. Beim Slow Cooker stellt sich die Frage kaum: Tower schreibt, den Schongarer nicht vorzuheizen, es sei denn, das Rezept verlange es, und stellt den Satz unter die Pflegehinweise zum Keramiktopf, der plötzliche Temperaturwechsel nicht verträgt. Bei Ninja dagegen gehört ein Vorheizen von fünf Minuten zum Anbraten und zum Köcheln, und die Anleitung schreibt dazu, die Vorheizzeit hänge von Menge und Temperatur der Zutaten ab. Wie verschieden Hersteller das Vorheizen bei einem anderen Küchengerät handhaben, zeigt unsere Seite zum Vorheizen der Heißluftfritteuse.

Der dritte Hebel ist das Ende. Wer nach dem Garen abschaltet, statt stundenlang warmzuhalten, spart die Warmhaltezeit; bei vier Stunden und 230 Watt sind das höchstens 0,92 Kilowattstunden, 34 Cent. Und wer die Garzeit an die Füllmenge anpasst, wie Crockpot und Morphy Richards es für weniger volle Töpfe beschreiben, spart die Stunden, die der Inhalt nicht braucht.

Der größte der drei Hebel ist das Warmhalten: Vier Stunden auf der Warmhaltestufe können bei einem Gerät mit 230 Watt höchstens so viel kosten wie die halbe Garzeit. Das Öffnen des Deckels fällt im Strom kaum ins Gewicht, in der Garzeit und der Temperatur sehr wohl. Und zwei der drei Hebel, Deckel zu und kein Vorheizen, stehen in einzelnen Anleitungen ohnehin, aus Gründen, die mit Strom nichts zu tun haben.

Selbst messen: Zwischenstecker oder Stromzähler

Weil die Unterlagen nur Obergrenzen liefern, ist die eigene Messung die einzige Möglichkeit, den tatsächlichen Verbrauch zu kennen. Am einfachsten geht es mit einem Zwischenstecker-Messgerät, das zwischen Steckdose und Slow Cooker kommt und die verbrauchten Kilowattstunden zählt. Man setzt den Zähler vor dem Einschalten auf null und liest ihn nach dem Garvorgang ab, getrennt für niedrig, hoch und Warmhalten, wenn man die Stufen vergleichen will.

Ohne Messgerät hilft der Stromzähler des Hauses. Der Stromspiegel beschreibt das Verfahren für den Backofen: Zählerstand vor und nach dem Backen notieren und vergleichen, mit dem Hinweis, dass in der Zeit auch andere Geräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine Strom verbrauchen. Beim Slow Cooker ist dieser Fehler größer, weil der Garvorgang acht Stunden dauert und in dieser Zeit fast alles andere im Haushalt mitläuft.

Ein Gegenwert hilft dabei: Wer den Zähler an einem anderen Tag über dieselben acht Stunden ohne Slow Cooker abliest, hat einen groben Wert für alles andere und zieht ihn ab. Genau wird das nicht, denn Kühlschrank, Warmwasser und Beleuchtung laufen an keinem Tag gleich. Als Plausibilitätsprüfung reicht es aber: Liegt der Rest deutlich über der Obergrenze aus Nennleistung mal Laufzeit, steckt der Unterschied im Haushalt, nicht im Slow Cooker.

Wer misst, bekommt eine Zahl je Garvorgang und kann sie in den Rechner oben einsetzen. Für die Vergleichbarkeit lohnt es sich, Gericht, Füllmenge, Stufe und Dauer zu notieren; ohne diese Angaben lässt sich der Messwert eines anderen Haushalts kaum auf das eigene Gerät übertragen. Den Verbrauchsangaben aus dem Netz, die wir am Prüftag gesehen haben, etwa 0,7 oder 1,4 Kilowattstunden für ein Gericht, fehlen sie.

Der Strompreis: 37,0 Cent und was sich daran ändert

Alle Rechnungen auf dieser Seite verwenden 37,0 Cent je Kilowattstunde. Das ist der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im bisherigen Jahresverlauf 2026 nach der Strompreisanalyse des BDEW vom Herbst 2026, veröffentlicht am 21. August 2026. Der eigene Tarif kann darüber oder darunter liegen; die Rechnung bleibt dieselbe, nur der Preis ändert sich.

Wer seinen Tarif kennt, setzt ihn in den Rechner ein. Bei 30 Cent je Kilowattstunde kostet der Rindfleischtopf aus dem Crockpot höchstens 55 statt 68 Cent, bei 45 Cent höchstens 83 Cent. Die Spanne zwischen zwei Tarifen ist damit ähnlich groß wie die zwischen dem Crockpot mit 5,7 und dem mit 7,5 Litern.

Für das kleinste und das stärkste Gerät unter den reinen Schongarern sieht die Rechnung so aus: Der Rosenstein mit 100 Watt kostet über acht Stunden bei 30 Cent höchstens 24 Cent, bei 37,0 Cent 29,6 Cent, bei 45 Cent 36 Cent. Der Crockpot CSC063X mit 320 Watt kostet bei denselben Preisen höchstens 76,8, 94,7 und 115,2 Cent. Bei keinem Gerät und keinem dieser Tarife erreicht ein einzelner Garvorgang mehr als gut einen Euro, solange es bei acht Stunden ohne langes Warmhalten bleibt.

Der Stromspiegel rechnet in seinem Backofenbeispiel noch mit 40,07 Cent, dem Durchschnitt von 2022. Zahlen aus älteren Artikeln über den Stromverbrauch von Slow Cookern sind mit dem Preis ihres Erscheinungsjahrs gerechnet, chip.de etwa in einem Artikel vom August 2023 mit 37,3 Cent, Stand Juli 2022; wer sie heute liest, rechnet mit dem aktuellen Preis nach.

Kein Energielabel: was der Markt nicht kennzeichnet

Für Backöfen gibt es ein EU-Energielabel mit dem Verbrauch je Zyklus, für Kochfelder nach dem Stromspiegel nicht, und für Slow Cooker fanden wir in keinem der 17 Amazon-Angebote, die wir für diesen Cluster geprüft haben, eine Energieeffizienzklasse. Wer zwei Slow Cooker im Verbrauch vergleichen will, hat deshalb nur die Nennleistung, und die steht, wie die Tabelle oben zeigt, bei sieben von fünfzehn Geräten nicht in der Anleitung.

Selbst die Nennleistung ist nicht immer eindeutig. Beim Russell Hobbs 25570-56 nennt der Angebotstitel 145 Watt, das Datenfeld desselben Angebots 110 Watt und die Anleitung 93 bis 110 Watt. Wer nach dem Titel rechnet, kommt über acht Stunden auf 1,16 Kilowattstunden statt 0,88, knapp ein Drittel mehr, als die Anleitung hergibt. Für den Kauf ist das ein Grund, die Anleitung vor dem Angebot zu lesen, wenn beide verfügbar sind.

Die Folge ist, dass Energieaussagen über Slow Cooker fast immer Herstellerversprechen sind: 59 Prozent weniger als ein Ofen bei Russell Hobbs, 25 Prozent weniger als eine Kochplatte in drei Russell-Hobbs-Anleitungen, ein Energievergleich mit einem 70-Liter-Ofen bei Crockpot ohne Ergebnis auf der Seite. Ninja wirbt mit „5x leistungsfähiger als herkömmliche Multikocher“, ohne zu sagen, worauf sich das Fünffache bezieht.

Für Käufer heißt das: Die Nennleistung aus der Anleitung ist die belastbarste Zahl, die es gibt, und wo sie fehlt, ist die Angabe im Angebot die zweitbeste. Ein Gerät mit 100 Watt verbraucht höchstens halb so viel wie eines mit 200, mehr lässt sich ohne Messung nicht sagen.

Ist ein Slow Cooker energiesparend? Für wen sich das rechnet

Ist ein Slow Cooker energiesparend? Gemessen an seiner Leistung ja: Die reinen Schongarer im Cluster nehmen 93 bis 320 Watt auf, und die FSIS bestätigt den geringeren Stromverbrauch gegenüber dem Ofen. Gemessen an einem einzelnen Garvorgang kommt es auf die Laufzeit an, denn acht Stunden mit 200 Watt sind 1,6 Kilowattstunden, mehr als ein genormter Backofenzyklus nach dem Stromspiegel-Beispiel.

Für wen lohnt sich ein Slow Cooker also im Stromverbrauch? Für Haushalte, die damit Schmorgerichte aus dem Backofen ersetzen, spricht die Herstellerzahl von Russell Hobbs und der Satz der FSIS dafür. Für Haushalte, die Eintöpfe sonst auf einer Induktionsplatte kochen, ist der Vorteil nicht belegt; ob für sie ein Schnellkochtopf passender ist, hängt vor allem daran, ob jemand beim Kochen in der Küche steht. Für Haushalte, die den Topf füllen, ist der Strom je Portion gering, nach der Rechnung oben höchstens 9,5 bis 11,3 Cent bei den großen Crockpot-Geräten.

Kleine Haushalte erreichen diese Werte über das Vorkochen. Wer zu zweit im 5,7-Liter-Topf für drei Tage kocht, verteilt die höchstens 68 Cent des Garvorgangs auf sechs Portionen, statt dreimal einen kleinen Topf anzuwerfen. Dazu kommt der Strom für Kühlen und Aufwärmen der Reste, den diese Rechnung nicht enthält; aufgewärmt werden sollten sie nach der FSIS nicht im Slow Cooker, sondern auf dem Herd, im Backofen oder in der Mikrowelle.

Ein Stromfresser ist ein Slow Cooker nicht, auch wenn er lange läuft: Ein Jahr mit wöchentlichem Schmorgericht kostet nach der Obergrenze 15 bis 49 Euro, je nach Gerät. Wer fragt „Welche 3 Geräte sind Stromfresser?“, findet in unseren Quellen keine Rangliste; naheliegender als der Slow Cooker sind Geräte, die rund um die Uhr laufen, wie der Kühlschrank; wie man dessen Verbrauch einordnet, steht auf unserer Seite zum Stromverbrauch des Kühlschranks.

Häufige Fragen zum Stromverbrauch des Slow Cookers

Wie viel Strom verbraucht ein Slow Cooker in kWh?

Höchstens Nennleistung mal Laufzeit. Bei den reinen Schongarern im Cluster sind das über acht Stunden 0,8 Kilowattstunden beim kleinsten Gerät mit 100 Watt und 2,56 beim stärksten mit 320 Watt. Der tatsächliche Verbrauch liegt darunter oder höchstens dort; eine Herstellermessung je Garvorgang veröffentlicht keiner der fünfzehn Hersteller.

Was kostet ein Slow Cooker pro Stunde?

Bei 37,0 Cent je Kilowattstunde höchstens 3,7 Cent für ein Gerät mit 100 Watt, 7,4 Cent für 200 Watt und 11,8 Cent für 320 Watt. Wer nach dem Slow-Cooker-Verbrauch in kWh per hour oder Watts per hour sucht, rechnet genauso: Nennleistung in Kilowatt ist die Höchstmenge je Stunde.

Was kostet 1 Stunde Backofen auf 200 Grad?

Eine Zahl je Stunde nennt keine unserer Quellen. Das EU-Energielabel nennt den Verbrauch je genormtem Zyklus, im Beispiel des Stromspiegels 0,97 Kilowattstunden bei Ober- und Unterhitze und 0,81 bei Umluft; bei 37,0 Cent sind das 30 bis 36 Cent je Zyklus. Wie lange ein Zyklus dauert und wie viel der Ofen danach bei 200 Grad weiter aufnimmt, hängt am Gerät.

Wie viel Watt sollte ein Slow Cooker haben?

Eine Empfehlung dazu gibt keine der Unterlagen. Im Cluster nehmen kleine Töpfe mit 1,4 bis 2,4 Litern 93 bis 130 Watt auf, große mit 5,7 bis 8 Litern 200 bis 320 Watt. Mehr Watt bedeutet bei gleicher Laufzeit höchstens mehr Strom; ob es schneller gart, sagen die Hersteller nicht, ihre Garzeittabellen richten sich nach der Stufe.

Braucht die niedrige Stufe weniger Strom als die hohe?

Unbekannt. Keine Unterlage nennt die Leistung je Stufe. Niedrig läuft etwa doppelt bis zweieinhalbmal so lange, hoch nimmt mehr Leistung auf; welcher Effekt überwiegt, zeigt nur eine Messung am eigenen Gerät.

Verbraucht ein Slow Cooker beim Warmhalten Strom?

Ja, aber wie viel, nennt kein Hersteller. Die Warmhaltestufe hat in keiner der fünfzehn Unterlagen eine eigene Leistungsangabe. Nach der Temperaturtabelle von Rosenstein & Söhne erreicht sie nach drei bis sechs Stunden 60 bis 74 °C, weniger als die Garstufen; mit voller Nennleistung gerechnet sind vier Stunden beim Crockpot mit 230 Watt höchstens 34 Cent. Wie lange die Geräte warmhalten, reicht nach den Anleitungen von vier bis zwanzig Stunden.

Kostet ein großer Slow Cooker mehr Strom als ein kleiner?

Je Garvorgang ja, je Portion nein, wenn der Topf gefüllt wird. Der Crockpot CSC061X mit 2,4 Litern kommt über acht Stunden auf höchstens 38,5 Cent, der CSC063X mit 7,5 Litern auf höchstens 94,7 Cent. Je Person gerechnet, mit den Personenangaben aus den Angeboten, sind es höchstens 19,2 und 9,5 Cent. Wer den großen Topf nur halb nutzt, zahlt die volle Leistung für weniger Portionen.

Wie viel Strom braucht ein Multikocher beim Schongaren?

Das sagt keine Anleitung. Die Nennleistung von 750 bis 1.200 Watt gilt für die stärksten Programme, beim Russell Hobbs Good to Go und beim Instant für das Anbraten, das beide auf höchstens eine Stunde begrenzen. Eine Stunde Anbraten kostet damit höchstens 28 beziehungsweise 30 Cent. Für die Schongarstufe nennt keiner eine eigene Leistung; die tatsächliche Aufnahme beim Schongaren zeigt nur eine Messung.

Haben Slow Cooker ein Energielabel?

Nein, eine Effizienzklasse wie beim Backofen fanden wir bei keinem Slow Cooker. Für den Kauf bleibt die Watt-Zahl als einziger Anhaltspunkt: Weniger Watt heißt bei gleicher Laufzeit höchstens weniger Verbrauch, und wo Anleitung und Angebot verschiedene Zahlen nennen, ist die Anleitung die verlässlichere Quelle.

Wie messe ich den Stromverbrauch meines Slow Cookers?

Mit einem Zwischenstecker-Messgerät zwischen Steckdose und Gerät: Zähler vor dem Einschalten auf null, nach dem Garvorgang ablesen, für jede Stufe getrennt. Ohne Messgerät geht es über den Stromzähler des Hauses, mit dem Fehler, dass in acht Stunden alle anderen Geräte mitlaufen. Notieren sollte man Gericht, Füllmenge, Stufe und Dauer, sonst ist der Wert später nicht vergleichbar.

Lohnt sich ein Slow Cooker, um Strom zu sparen?

Belegt ist das nur in der Richtung, nicht in der Höhe. Die FSIS schreibt, ein Slow Cooker brauche weniger Elektrizität als ein Ofen, nennt aber keine Zahl; Russell Hobbs wirbt mit bis zu 59 Prozent weniger als ein Ofen beim Brathähnchen und schreibt in drei Anleitungen von 25 Prozent weniger als eine kleine Kochplatte, beides ohne Messprotokoll. Wer den Backofen für Schmorgerichte ersetzt, spart wahrscheinlich; wer schnell auf Induktion kocht, nicht unbedingt.

Ist ein Slow Cooker über Nacht teuer?

Nicht teurer als tagsüber, sofern kein besonderer Nachttarif gilt. Acht Stunden über Nacht kosten bei 200 Watt höchstens 59 Cent. Teurer wird es, wenn das Gerät morgens noch Stunden auf Warmhalten steht, weil niemand es ausschaltet; die Geräte mit automatischer Abschaltung begrenzen das, bei den anderen hilft der Netzstecker.

Die Datenlage: was belegt ist und was bei der nächsten Prüfung nachzusehen ist

Belegt sind auf dieser Seite drei Dinge. Die Nennleistung von fünfzehn Geräten, mit Fundstelle, bei acht aus der Anleitung oder dem Typenschild, bei sieben nur aus dem Angebot oder von der Herstellerseite; beim Russell Hobbs 25570-56 widersprechen sich Anleitung, Datenfeld und Titel. Der Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde aus der BDEW-Strompreisanalyse vom August 2026. Und die Backofenwerte je Zyklus aus dem Beispiel des Stromspiegels, Stand April 2023.

Zusammengetragen haben wir die Angaben für die drei Vergleiche dieses Clusters und für diese Seite am 6. Oktober 2026: die Anleitungen der Hersteller, soweit sie als PDF auf den Herstellerseiten oder im Angebot verlinkt waren, die Amazon-Angebote mit Titel, Datenfeldern und Produktbeschreibung und die Produktseiten der Hersteller. Wo die Angaben auseinandergehen, nennt die Tabelle die Fundstelle; wo eine Anleitung fehlte oder zu einem anderen Gerät gehörte, steht das in den Vergleichen.

Nicht belegt sind die Zahlen, nach denen am häufigsten gefragt wird: der tatsächliche Verbrauch eines Garvorgangs, die Leistung je Stufe, der Verbrauch beim Warmhalten und im Standby und ein Vergleich mit Herd und Backofen unter gleichen Bedingungen. Was es dazu gibt, sind Herstellerversprechen ohne Messprotokoll und Zahlen im Netz ohne Quelle für die einzelnen Werte.

Bis zur nächsten Prüfung kann sich vor allem der Strompreis ändern. Die nächste Strompreisanalyse des BDEW ist der erste Ort, an dem nachzusehen ist; ändert sich der Durchschnittspreis, ändern sich alle Centbeträge dieser Seite im selben Verhältnis. Ebenfalls nachzusehen sind die Angebote: Bei sieben Geräten stammt die Leistung nur aus Angebot oder Herstellerseite, und Angebote ändern sich, ohne dass der Hersteller eine neue Anleitung veröffentlicht.

Was die Datenlage verbessern würde, ist einfach zu benennen: eine Angabe der Leistung je Stufe in der Anleitung, wie sie keine der fünfzehn enthält, oder eine Messung des Verbrauchs je Garvorgang durch eine unabhängige Stelle. Bis dahin ist die Obergrenze aus Nennleistung und Laufzeit die ehrlichste Zahl, und für die Entscheidung reicht sie: Ein Slow Cooker kostet je Garvorgang Cent, nicht Euro, und je voller der Topf, desto weniger je Portion.

Dr. Lena Förster

Verantwortlich für diesen Beitrag

Dr. Lena Förster

Fachredakteurin Energieeffizienz & Haushaltsgroßgeräte

Promotion Wirtschaftsingenieurwesen, Forschungsschwerpunkt Energieeffizienz im Haushalt

Fachfokus: Energieeffizienz · Waschmaschinen · Trockner · Spülmaschinen · Kühlschränke

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
06.10.2026
Zuletzt aktualisiert
06.10.2026
Verfügbarkeit geprüft
06.10.2026

Datenbasis: Herstellerangaben und Produktdatenblätter, öffentlich einsehbare Händlerdaten zu Preis und Verfügbarkeit sowie die aggregierte Bewertungslage. Vor jeder Aktualisierung prüfen wir, ob die verlinkten Produkte noch bestellbar sind, und tauschen aus, was nicht mehr lieferbar ist.

Quellen dieser Einordnung

  1. 1. BDEW: Strompreisanalyse Herbst 2026bdew.de

    Durchschnittlicher Strompreis für Haushalte im bisherigen Jahresverlauf 2026: 37,0 Cent je Kilowattstunde, davon 15,2 Cent Beschaffung und Vertrieb, 9,2 Cent Netzentgelte. Veröffentlicht 21.08.2026, abgerufen 06.10.2026.

  2. 2. Stromspiegel für Deutschland: Herd und Backofenstromspiegel.de

    Kochen und Backen bis 10 Prozent des Haushaltsstroms; Induktion energiesparendstes Kochfeld, Gas kostengünstigste Variante; EU-Energielabel nur für Backöfen; Beispielbackofen Klasse A mit 0,97 kWh je Zyklus konventionell und 0,81 kWh mit Umluft; Restwärme nutzen und auf Vorheizen verzichten spart 26 Euro im Jahr, Umluft bis zu 40 Prozent. Stand 04.04.2023, abgerufen 06.10.2026.

  3. 3. USDA Food Safety and Inspection Service: Slow Cookers and Food Safetyfsis.usda.gov

    Ein Slow Cooker braucht weniger Elektrizität als ein Ofen, ohne Zahl; Arbeitsbereich 170 bis 280 °F; Deckel geschlossen halten. Stand 08.08.2013, abgerufen 06.10.2026.

  4. 4. Russell Hobbs: Bedienungsanleitung MaxiCook 22750-56de.russellhobbs.com

    Leistung 170 bis 200 Watt; Schongaren verbraucht laut Anleitung 25 Prozent weniger Energie als eine kleine Kochplatte eines durchschnittlichen Kochfelds, ohne Angaben zur Messung. Abgerufen 06.10.2026.

  5. 5. Russell Hobbs: Bedienungsanleitung Slow Cooker Good to Go 28270-56de.russellhobbs.com

    Leistung 630 bis 750 Watt; Anbraten bei etwa 220 °C höchstens eine Stunde; Warmhalten vier Stunden, danach Abschaltung; dieselbe 25-Prozent-Angabe zur Kochplatte. Abgerufen 06.10.2026.

  6. 6. Crockpot: Produktseite Sizzle & Stew CSC112crockpot.com.de

    Fußnote zu einem Energievergleich von Newell in Großbritannien 2022 (Rindereintopf gegen eingebauten 70-Liter-Umluftofen der Klasse A); das zugehörige Ergebnis steht nicht auf der Seite. Abgerufen 06.10.2026.

Was zuletzt geändert wurde

  • 06.10.2026: Ersterstellung. Leistungsangaben von fünfzehn Slow Cookern und Multikochern mit Fundstelle aus Anleitung, Angebot oder Herstellerseite zusammengetragen und daraus Verbrauch und Kosten je Garvorgang, je Portion und je Jahr mit dem Haushaltsstrompreis des BDEW gerechnet; dazu die Vergleichsangaben von FSIS, Stromspiegel und Herstellern zu Backofen und Herd, Anbraten, Warmhalten, Standby und Sparhebeln aus den Anleitungen.

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