Akku herausnehmen: ja bei fünf von sieben Fenstersaugern, Ersatzakku mit Gerätebezug bei zweien
Fünf von sieben Akku-Fenstersaugern lassen den Akku vom Nutzer herausnehmen, zwei nicht. Einen Ersatzakku, der ausdrücklich für genau dieses Gerät geführt wird, nennen nur zwei Hersteller: Kärcher beim WVP 10 mit der Bestellnummer 2.633-123.0 und Bosch beim GlassVAC als Ersatzteil über den eigenen Ersatzteildienst. Drei weitere Geräte laufen mit dem Akku einer Werkzeugreihe, der ohnehin als Zubehör verkauft wird. Wie lange ein Ersatzakku lieferbar bleibt, steht in keiner der Unterlagen.
Das ist die Ausgangslage, wenn der Fenstersauger nicht mehr lädt. Ob man den Fehler selbst eingrenzt, einen neuen Akku einschiebt oder das ganze Gerät einschickt, entscheidet sich weniger an der Störung als an dieser einen Zeile in der Anleitung. Leifheit schreibt zum Dry & Clean: „Dieses Gerät enthält Batterien, die nicht ausgetauscht werden können.“ Und weiter, das Grundgerät dürfe man nie selbst öffnen. Bosch beschreibt in der Anleitung zum GlassVAC von April 2026 dagegen in vier Schritten, wie man den Akku ohne Werkzeug wechselt.
Ab dem 18. Februar 2027 gilt Artikel 11 der EU-Batterieverordnung. Er verlangt, dass Gerätebatterien in Produkten, die dann in Verkehr gebracht werden, vom Endnutzer mit handelsüblichen Werkzeugen entnommen und getauscht werden können, und dass sie mindestens fünf Jahre nach der letzten Einheit eines Modells als Ersatzteil erhältlich sind. Bei zwei der sieben Geräte sieht die heutige Anleitung keinen Austausch durch den Nutzer vor, und eine Lieferdauer für Ersatzakkus nennt bisher keine. Was das für Besitzer heißt, steht am Ende dieser Seite.
Zuerst aber geht es um das Gerät, das gerade nicht lädt. Die Seite folgt dabei vier Gabelungen: Lädt der Akku gar nicht? Lädt er, hält aber nicht? Läuft das Gerät und saugt trotzdem nicht? Und wenn der Akku hin ist: selbst tauschen oder einschicken? Wer noch vor dem Kauf steht und Laufzeiten, Ladung und Wechselakku vergleichen will, findet die fünf gängigen Geräte im Vergleich der Akku-Fenstersauger.
| Gerät | Akku vom Nutzer herausnehmbar? | Ersatzakku als Ersatzteil? | Ladezeit | Was die Leuchte sagt |
|---|---|---|---|---|
| Kärcher WVP 10Produktinformation 1.633-550.0 (10/2026), Textheft 59682270 (08/23) | ja – „Akku entnehm- und wechselbar“ | ja – Wechselakku 2.633-123.0, Ersatz-Ladestation 2.633-041.0 | 180 min (Ladestation des Adv: 50 min) | drei Leuchtdioden über dem Schalter; nach voller Ladung 60 min an, dann aus |
| Kärcher WV 4-4 PlusBetriebsanleitung 59697330 (03/22) | ja – Entriegelungstaste, Akku des Battery Power 4 V Systems | Systemakku „BP 4 V“, in der Anleitung ohne Bestellnummer | keine Angabe, Verweis auf die Anleitung des Ladegeräts | eigene Tabelle: untere LED langsam = leer, alle 2 × alle 2 s = Temperatur, 5 × = Akkufehler, schnell = Motor |
| Bosch GlassVACOriginalbetriebsanleitung 1 609 92A G0Y (04/2026) | ja – Kappe des Akkufachs drehen, Akku herausziehen | ja – „als Bosch-Ersatzteil“ über boschtoolservice.com, Akku BA 4V 2.0 Ah | keine Angabe; Laden per USB mit 5 V und 1 A | grün blinkend = lädt, grün = voll, nach 60 min aus; rot = unter 33 %; rot blinkend = Überlast oder Akku beschädigt |
| Einhell BRILLIANTOOriginalbetriebsanleitung (09.04.2024), Datenblatt 21023 | ja – Akku aus dem Handgriff ziehen | Systemakku Power X-Change, als Sonderzubehör mit Artikelnummer; in der Anleitung als Verschleißteil geführt | „direkt am Ladegerät“, je nach Akku und Ladegerät | am Ladegerät rot und grün in fünf Zuständen; am Akku drei LED für den Ladestand |
| RYOBI RWV18Produktdatenblatt RWV18-0 | ja – 18-V-Akku der ONE+-Reihe, Gerät ohne Akku geliefert | Systemakku ONE+, im Datenblatt nur als Gewichtsangabe (RB1820C) | keine Angabe | keine deutsche Anleitung im Volltext erreichbar |
| Leifheit Dry & CleanBedienungsanleitung, Druck 01-2024 | nein – „Batterien, die nicht ausgetauscht werden können“ | nein; Gerät nicht selbst öffnen, Reparatur nur durch autorisierte Kundendiensttechniker | ca. 180 min | grün blinkend = lädt, dauerhaft grün = voll; rot blinkend = leer oder Störung |
| Kärcher WV 2 Plus NProduktinformation 1.633-642.0 (12/2024), Textheft 59685090 (09/20) | nein – kein entnehmbarer Akku genannt; Textheft: „Akkus, die nicht austauschbar sind“ | nein; als Ersatzteil nur das Ladegerät 2.633-107.0 | 230 min (Vorgänger WV 2 von 2013: 140 min) | LED im Schalter; beim Vorgänger: blinkt beim Laden, grün = voll, langsam = schwach, schnell = Händler |
Erste Gabelung: lädt er gar nicht, hält er nicht, oder saugt er nicht?
„Der Akku lädt nicht“ beschreibt im Alltag drei verschiedene Lagen. In der ersten passiert am Ladegerät nichts, keine Leuchte, kein Blinken. In der zweiten lädt das Gerät scheinbar normal, hält dann aber nur noch zwei, drei Fenster. In der dritten läuft der Motor, und trotzdem bleibt das Wasser auf der Scheibe. Die Störungstabellen der Hersteller trennen diese Fälle sauber, und jeder führt zu einer anderen Abhilfe.
Die erste Frage ist deshalb nicht, was kaputt ist, sondern was die Leuchte tut. Alle Geräte mit Anleitung haben eine Anzeige am Gerät oder am Ladegerät, und alle schreiben, was ein Blinken bedeutet. Wer die Bedeutung nicht kennt, hält ein normales Ladeblinken für einen Fehler oder eine ausgegangene Leuchte für einen leeren Akku. Bei Kärcher und Bosch ist Letzteres sogar die Regel, wie weiter unten zu lesen ist.
Der Assistent unten führt durch die drei Fälle. Er nimmt die Antworten aus den Störungstabellen und Anzeigetabellen der gelesenen Anleitungen und sagt, wo man zuerst nachsieht. Gibt das Gerät gar kein Problem, sondern ein streifiges Ergebnis auf der Scheibe, liegt es selten am Akku; dafür gibt es eine eigene Seite zu Streifen nach dem Fenstersauger.
Akku lädt nicht? Drei Fragen bis zur Zeile in der Anleitung
Ergebnis
Erst Steckdose, Stecker und Kabel
Andere Steckdose versuchen, Stecker fest in die Ladebuchse drücken, bei Bosch das USB-Kabel prüfen, bei Einhell die Ladekontakte. Kärcher und Leifheit erlauben nur das mitgelieferte oder ein vom Hersteller zugelassenes Ladegerät.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Lage: Der Akku lädt nicht oder scheinbar nicht und Leuchte: Nichts, sie bleibt dunkel, dann Erst Steckdose, Stecker und Kabel. Andere Steckdose versuchen, Stecker fest in die Ladebuchse drücken, bei Bosch das USB-Kabel prüfen, bei Einhell die Ladekontakte. Kärcher und Leifheit erlauben nur das mitgelieferte oder ein vom Hersteller zugelassenes Ladegerät.
- Wenn Lage: Der Akku lädt nicht oder scheinbar nicht und Leuchte: Sie blinkt grün, dann Er lädt gerade. Bei Kärcher, Leifheit und Bosch bedeutet grünes Blinken: Ladevorgang läuft. Erst dauerhaft grün heißt voll. Bis dahin vergehen laut Unterlage bis zu 230 Minuten.
- Wenn Lage: Der Akku lädt nicht oder scheinbar nicht und Leuchte: Sie war grün und ist jetzt aus, dann Kein Fehler: Anzeige schaltet ab. Kärcher (WVP 10, WV-Reihe) und Bosch schalten die Anzeige 60 Minuten nach voller Ladung aus. Gerät einschalten: Leuchtet es grün, ist der Akku voll.
- Wenn Lage: Der Akku lädt nicht oder scheinbar nicht und Leuchte: Sie blinkt rot oder schnell, dann Temperatur oder Fehler. Leifheit: bis zu dreimal aus und an, dann einige Minuten bei Raumtemperatur. Bosch: abkühlen lassen; blinkt es danach rot, ist der Akku beschädigt. Kärcher schnell blinkend: Händler. Einhell rot und grün blinkend: Akku defekt.
- Wenn Lage: Er lädt, hält aber nur kurz und Akku: Ja, Wechsel- oder Systemakku, dann Akku tauschen. Bosch rät zum Tausch, wenn die Betriebszeit nach dem Laden wesentlich verkürzt ist. Kärcher WVP 10: Wechselakku 2.633-123.0; Einhell und RYOBI: Akku der eigenen Werkzeugreihe gegenprüfen. Laufzeiten der gängigen Geräte
- Wenn Lage: Er lädt, hält aber nur kurz und Akku: Nein, fest eingebaut, dann Alterung, Weg über den Kundendienst. Kärcher schreibt, nachlassende Kapazität durch Alterung sei kein Mangel; Leifheit schließt kürzere Entladezeit durch Alter von der Garantie aus. Innerhalb von zwölf Monaten nach Kauf zuerst den Verkäufer fragen, danach den Kundendienst.
- Wenn Lage: Das Gerät läuft, saugt aber nicht, dann Kein Akkuproblem: Saugweg prüfen. Tank leeren, Düse abnehmen und ausspülen. Kärcher nennt bei blockierter Saugturbine zu viel Flüssigkeit, Feststoffe, Schaumreiniger und Spiritus; Bosch einen blockierten Saugkopf.
- In jedem anderen Fall: Nicht hinterlegt. Für diese Kombination steht in den gelesenen Anleitungen nichts. Beginnen Sie mit der Leuchte und der Anzeigetabelle Ihres Geräts.
Störungs- und Anzeigetabellen von Kärcher (WV 2, WV-Reihe, WV 4-4 Plus, WVP 10), Leifheit, Bosch und Einhell sowie die Garantiebedingungen von Kärcher und Leifheit, gelesen am 04.11.2026.
Akku lädt nicht und die Leuchte bleibt dunkel: Steckdose, Buchse, Kabel
Bleibt beim Einstecken jede Anzeige aus, liegt der Fehler meist vor dem Akku. Einhell schreibt das in der Anleitung zum BRILLIANTO als einziger Hersteller ausdrücklich als Prüfreihenfolge: zuerst, ob an der Steckdose Netzspannung anliegt, dann, ob ein einwandfreier Kontakt an den Ladekontakten des Ladegeräts besteht. Erst wenn beides stimmt und das Laden immer noch nicht klappt, sollen Ladegerät, Ladeadapter und Akku an den Kundendienst gehen, und zwar zusammen.
Bosch setzt in der Fehlerbehebung des GlassVAC eine eigene Zeile „Akku lädt nicht“ mit zwei Ursachen: USB-Kabel nicht richtig angeschlossen, oder der Akku ist zu kalt oder zu heiß. Geladen wird dort über eine USB-Buchse am Gerät, unter einer Abdeckung. Die Anleitung verlangt ein Steckernetzteil mit 5 Volt und 1,0 Ampere. Wer ein schwächeres Handynetzteil oder einen USB-Anschluss am Rechner nimmt, liegt außerhalb dieser Angabe; was dann passiert, schreibt Bosch nicht.
Kärcher und Leifheit sind strenger. Beide erlauben nur das mitgelieferte Ladegerät; Kärcher lässt zusätzlich Ladegeräte zu, die Kärcher selbst freigegeben hat. Leifheit setzt noch einen Satz dazu, den man leicht überliest: Das Ladegerät sei nur in Verbindung mit dem Leifheit-Fenstersauger zu verwenden. Der Ladeadapter liefert laut Anleitung 5 Volt und 1 Ampere. Kärcher gab beim alten WV 2 von 2013 5,5 Volt und 600 Milliampere an.
Für Kärcher-Geräte mit Display gibt es zusätzlich einen Code, der genau hierher gehört. Das Textheft der WV-Reihe nennt beim WV 6 den Fehler E3, Ladespannung zu hoch, mit der Abhilfe: nur das mitgelieferte Originalladegerät oder ein von Kärcher zugelassenes verwenden. Wer ein fremdes Netzteil mit passendem Stecker gefunden hat, sieht damit die Antwort im Display. Ein beschädigtes Ladegerät mit Ladekabel ist laut Kärcher sofort durch ein Originalteil zu ersetzen.
Kärcher-Akku-Fenstersauger blinkt grün: laden, voll oder schwach
Die Suche nach einem grün blinkenden Kärcher ist eine der häufigsten zu diesem Thema, und die Antwort hängt von der Gerätegeneration ab. Die Anleitung zum WV 2 von 2013 erklärt die Lade- und Betriebsanzeige in drei Zuständen. Während des Ladevorgangs blinkt sie. Ist der Akku voll geladen, leuchtet sie konstant grün. Im Betrieb leuchtet sie ebenfalls konstant grün, bis der Akku schwach wird; dann beginnt sie langsam zu blinken, und das Gerät schaltet nach einer gewissen Zeit ab.
Grünes Blinken ist damit je nach Lage zweierlei. Am Ladekabel heißt es: Er lädt. Beim Putzen heißt es: Er wird leer. In der Störungstabelle unterscheidet Kärcher das noch genauer. Läuft das Gerät nicht an, soll man die Anzeige prüfen. Kein Signal oder langsames Blinken: Akku laden. Schnelles Blinken: Händler kontaktieren. Das schnelle Blinken ist also das einzige Signal dieser Anleitung, bei dem der Nutzer nichts mehr selbst tun soll.
Beim WV 4-4 Plus mit Wechselakku hat Kärcher eine eigene Anzeigetabelle. Blinkt die untere LED langsam und der Motor ist aus, ist der Akkupack vollständig entladen. Blinken alle LED zweimal alle zwei Sekunden, ist das eine Temperaturwarnung; läuft der Motor dabei noch, ist der obere Grenzwert nah, ist er aus, ist der Akku zu warm oder zu kalt. Fünfmaliges Blinken aller LED alle zwei Sekunden meldet einen dauerhaften Fehler des Akkupacks. Schnelles Blinken aller LED steht für eine Motorblockade oder einen internen Gerätefehler.
Für den aktuellen WV 2 Plus N nennt die Produktinformation eine LED-Anzeige im Ein- und Ausschalter, die rechtzeitig meldet, wenn der Akku geladen werden muss. Eine eigene Anleitung mit Blinkcodes lag für dieses Modell nicht vor; Kärcher legt seinen aktuellen Geräten ein Textheft mit Sicherheitshinweisen bei und zeigt die Bedienung als Bildfolge. Das Textheft der WV-Reihe nennt, je nach Gerätetyp, nur ein Anzeigesymbol: die Abschaltung der LED 60 Minuten nach voller Ladung.
Leuchte aus nach dem Laden: bei Kärcher und Bosch kein Fehler
Wer abends lädt und morgens eine dunkle Anzeige sieht, nimmt leicht an, das Gerät habe nicht geladen. Bei Kärcher und Bosch ist das Gegenteil richtig. Das Textheft zum WVP 10 und das der WV-Reihe zeigen dafür ein eigenes Symbol mit dem Satz: Nachdem der Akku vollständig geladen ist, leuchten die LED für 60 Minuten und erlöschen dann. Bosch schreibt beim GlassVAC dasselbe in Worten: Leuchtet die Anzeige dauerhaft grün, ist der Akku voll; die Anzeige erlischt nach 60 Minuten.
Die Prüfung ist einfach. Gerät vom Ladekabel nehmen und einschalten. Beim WVP 10 zeigen dann drei Leuchtdioden über dem Schalter den Ladezustand, beim GlassVAC leuchtet die Anzeige grün, oder rot, wenn weniger als 33 Prozent Kapazität übrig sind. Bosch nennt damit als einziger Hersteller eine Prozentschwelle für die Warnung.
Leifheit verhält sich anders. Die Anleitung zum Dry & Clean beschreibt beim Laden grünes Blinken und bei voller Ladung dauerhaftes Grün, ohne Abschaltung nach einer Zeit. Dafür blinkt die Leuchte grün, wenn das eingeschaltete Gerät zwei Minuten lang keine feste Fläche berührt hat; dann ist es im Sleep-Modus und läuft wieder an, sobald die Gummilippe aufgesetzt wird. Ein grünes Blinken mitten im Putzen ist dort also weder Laden noch Fehler, sondern Pause.
Leifheit verlangt außerdem, das Ladegerät nach dem Laden immer von Steckdose und Fenstersauger zu trennen. In den gelesenen Kärcher-Heften steht das nicht. Einhell schreibt am Ladegerät, wenn die Anzeige READY TO GO zeigt, den Akku etwa 15 Minuten länger stecken zu lassen, weil das Gerät auf eine Schonladung umschaltet, und ihn danach zu entnehmen und das Ladegerät vom Netz zu trennen.
Leifheit-Fenstersauger blinkt rot: drei Schritte bis zum Händler
Die Leifheit-Anleitung hat für Akkuprobleme eine einzige Zeile in der Störungshilfe, „Rot blinkende LED“, und dahinter eine Abfolge. Erstens: Der Akku ist leer, Gerät nachladen. Zweitens, wenn das Gerät teilweise oder ganz geladen ist: über den Geräteschalter bis zu dreimal aus- und direkt wieder einschalten, um eine kurzfristige Störung auszuschließen. Drittens, wenn das Blinken anhält: das Gerät bei Raumtemperatur einige Minuten ausgeschaltet stehen lassen. Eine zu niedrige Gerätetemperatur könne eine kurzfristige Störung verursachen.
Erst danach kommt der Satz, der die Abfolge schließt: Wenn das Blinken anhält, kontaktieren Sie den Händler, bei dem Sie das Gerät gekauft haben. Nicht den Hersteller und nicht den Kundendienst, sondern den Händler. Das passt zu einem Hinweis an anderer Stelle derselben Anleitung: Arbeitet das Produkt unter normalen Bedingungen nicht richtig, soll man sich mit Kaufbeleg an den Händler wenden.
Der Grund für diesen Weg steht in den Sicherheitshinweisen. Reparaturen dürfen nur von autorisierten Kundendiensttechnikern erfolgen; das Grundgerät soll man nie selbst öffnen, die Komponenten nicht zerlegen, reparieren oder umbauen. Wer den Leifheit-Akku als defekt erkannt hat, hat laut Anleitung keinen eigenen Handgriff mehr. Die Leifheit-Garantie verweist für den Garantiefall auf eine Meldung per E-Mail oder Kontaktformular an Leifheit, mit Problembeschreibung und Rechnungskopie.
Ein Detail aus dem Kapitel zur Inbetriebnahme erklärt manche Klage über zu kurze Laufzeit bei neuen Geräten. Der Fenstersauger werde nicht mit vollständig geladenem Akku geliefert und entwickle seine volle Kapazität erst nach einigen Lade- und Entladezyklen. Wer das Gerät neu auspackt, nur kurz anlädt und nach zehn Minuten eine rote Leuchte sieht, hat noch keinen Defekt.
Einhell BRILLIANTO lädt nicht: zwei Leuchten am Ladegerät, drei am Akku
Beim BRILLIANTO sitzt die Ladeanzeige nicht am Fenstersauger, sondern am Ladegerät der Power-X-Change-Reihe. Die Anleitung hat dafür eine eigene Tabelle mit fünf Zuständen aus einer roten und einer grünen LED. Grün blinkend allein: Das Ladegerät ist am Netz, aber kein Akku steckt. Rot an: Schnellladung läuft, die Ladezeit steht auf dem Ladegerät. Grün an: Der Akku ist geladen und einsatzbereit, danach folgt eine Schonladung.
Die beiden übrigen Zustände sind die, die hierher gehören. Rot blinkend heißt Anpassungsladung: Das Ladegerät lädt aus Sicherheitsgründen langsamer, weil der Akku sehr lange nicht geladen wurde oder seine Temperatur nicht zwischen 10 und 45 Grad liegt. Laut Anleitung ist dann nichts zu tun als zu warten. Blinken rot und grün zugleich, ist der Ladevorgang nicht mehr möglich, und der Akku ist defekt; er darf dann nicht mehr geladen werden. Leuchten beide dauerhaft, liegt eine Temperaturstörung vor, der Akku ist zu heiß oder unter 0 Grad.
Am Akku selbst sitzt eine Kapazitätsanzeige mit drei LED, die auf Knopfdruck den Ladestand zeigt: drei für voll, zwei oder eine für ausreichend, eine blinkende für leer. Blinken alle drei, ist die Temperatur unterschritten. Dann soll der Akku einen Tag bei Raumtemperatur liegen. Tritt der Fehler danach wieder auf, schreibt Einhell, sei der Akku tiefentladen und defekt.
Weil der Akku auch in anderen Einhell-Geräten steckt, lässt sich bei Einhell als einzigem Hersteller in der Gruppe ohne Kundendienst gegenprüfen. Lädt ein zweiter Power-X-Change-Akku am selben Ladegerät normal, liegt es am ersten Akku; lädt keiner, am Ladegerät. Wer schon Gartengeräte der Reihe hat, etwa einen Akku-Laubsauger, hat den zweiten Akku meist schon im Regal.
Zu kalt oder zu warm: die Temperaturgrenzen beim Laden
Temperatur ist die Ursache, die fast alle Anleitungen nennen, und sie wird am leichtesten übersehen. Der Fenstersauger liegt im Winter in der Garage, im Sommer auf der Fensterbank in der Sonne, und beides lässt ihn nicht laden. Die Grenzen sind je Hersteller verschieden, und nur zwei nennen überhaupt eine Zahl für das Laden selbst.
Bosch gibt beim GlassVAC eine empfohlene Umgebungstemperatur beim Laden von 5 bis 35 Grad an, für Betrieb und Lagerung 0 bis 50 Grad. Einhell nennt als Idealbereich der Akkutemperatur 10 bis 45 Grad; außerhalb lädt das Ladegerät nur langsam, unter 0 Grad oder zu heiß gar nicht. Kärcher schreibt beim alten WV 2 für das Ladegerät 5 bis 40 Grad und trockene Räume, Leifheit nur Zimmertemperatur und einen trockenen Ort, nie im Freien.
Was nach einem Temperaturfehler zu tun ist, beschreiben die Hersteller mit sehr unterschiedlicher Geduld. Leifheit lässt das Gerät einige Minuten bei Raumtemperatur stehen. Bosch lässt das Gerät abkühlen und erklärt den Akku für beschädigt, wenn die Anzeige danach weiter rot blinkt. Einhell verlangt einen ganzen Tag bei etwa 20 Grad. Kärcher schreibt beim Fehler E1 nur: Gerät abkühlen lassen oder erwärmen und es nur bei für Wohnbereiche üblichen Temperaturen verwenden und lagern.
Für die Sonne gibt es eine eigene Warnung. Kärcher verlangt in allen aktuellen Heften, den Akku keiner starken Sonneneinstrahlung, Hitze oder Feuer auszusetzen, und schreibt beim WV 4-4 Plus in die Störungstabelle: Der Akkupack kann sehr warm sein; Gerät und Akku nicht in die Sonne stellen. Leifheit nennt direkte, starke Sonneneinstrahlung und Hitze in den Hinweisen zum Lithium-Ionen-Akku, Einhell beim Ladegerät die direkte Sonne als Ursache einer Temperaturstörung. Wer an einem warmen Tag die Südseite putzt und danach sofort lädt, sollte dem Gerät zuerst eine halbe Stunde im Schatten gönnen.
Wie lange laden? 50 bis 230 Minuten laut Unterlage
Wer wissen will, ob das Gerät noch lädt oder schon hängt, braucht die Ladezeit. Für drei der sieben Geräte steht eine in der Unterlage, Einhell verweist auf das Ladegerät, Bosch, RYOBI und die Anleitung des WV 4-4 Plus nennen keine; dazu kommen die Schnellladestation des WVP 10 Adv und der Vorgänger WV 2. Die Spanne reicht von 50 Minuten an der Schnellladestation des Kärcher WVP 10 Adv bis 230 Minuten beim WV 2 Plus N.
Die Werte als Liste
- Kärcher WVP 10 Adv, Station: 50 min
- Kärcher WV 2 (2013): 140 min
- Kärcher WVP 10: 180 min
- Leifheit Dry & Clean: 180 min
- Kärcher WV 2 Plus N: 230 min
Auffällig ist die Richtung bei Kärcher. Der WV 2 von 2013 lud in 140 Minuten, das aktuelle Modell braucht laut Produktinformation 230. Beim WVP 10 nennt die grafische Anleitung von 2018 185 Minuten, die Produktinformation von 2026 180. Ein Gerät, das nach zwei Stunden noch blinkt, ist also nicht auffällig, sondern im Rahmen. Auffällig wäre ein WV 2 Plus N, der nach vier Stunden noch immer nicht dauerhaft grün zeigt.
Die 50 Minuten gelten nur für den Akku in der separaten Schnellladestation 2.633-041.0, die zum WVP 10 Adv gehört und für das einfache WVP 10 als Ersatzteil gelistet ist. Mit zwei Akkus lädt der eine, während der andere arbeitet. Das ist der eigentliche Vorteil des Wechselakkus beim langen Putztag, vor allem wenn mit Stiel an hohen Fenstern gearbeitet wird; welche Sets dafür in Frage kommen, steht beim Fenstersauger mit Teleskopstange.
Einhell schreibt zur Ladezeit nur, sie stehe direkt auf dem Ladegerät und könne je nach vorhandener Ladung etwas abweichen. Das ist folgerichtig: Der BRILLIANTO wird ohne Akku verkauft, und Akkus der Reihe gibt es laut Datenblatt von 2,0 bis 8,0 Amperestunden, dazu mehrere Ladegeräte. Eine Zahl für das Gerät gibt es deshalb nicht, nur eine für die Kombination aus Akku und Ladegerät.
Zweite Gabelung: Akku lädt, Fenstersauger läuft aber nur kurz
Die zweite Lage ist die häufigste nach einigen Jahren: Die Leuchte wird grün, das Gerät läuft an, und nach zwei Fenstern ist Schluss. Kärcher hat dazu einen Satz, der fast wortgleich im Textheft der WV-Reihe und in der Anleitung zum WV 4-4 Plus steht. Mit zunehmender Alterung verringere sich die Kapazität des Akkus auch bei guter Pflege, sodass auch im vollgeladenen Zustand nicht mehr die volle Laufzeit erreicht werde. Und dann: Dies stellt keinen Mangel dar.
Der Satz ist ehrlich und folgenreich. Er sagt, dass ein Akku, der nach drei Jahren nur noch die Hälfte schafft, aus Sicht des Herstellers normal altert. Bosch schreibt das Gleiche praktischer: Tauschen Sie den Akku, wenn die Betriebszeit nach dem Aufladen wesentlich verkürzt ist. Bei Bosch ist das ein Handgriff, bei Kärcher hängt es am Modell. Wer einen WVP 10 oder WV 4-4 Plus hat, schiebt einen neuen Akku ein. Wer einen WV 2 Plus N hat, hat keinen Akku zum Tauschen.
Bevor man auf Alterung schließt, lohnt ein Blick auf zwei andere Ursachen, die die Anleitungen nennen. Kärcher schreibt beim alten WV 2, die Betriebszeit erhöhe sich deutlich, wenn man das Gerät ausschaltet, solange die Sprühflasche im Einsatz ist. Wer es durchlaufen lässt, während er einsprüht und einwäscht, verbraucht einen guten Teil der Ladung in der Luft. Leifheit regelt das selbst: Das Gerät läuft im Stand-by ruhig und geht nach zwei Minuten ohne Kontakt zur Scheibe in den Sleep-Modus.
Die zweite Ursache ist Kälte. Einhell schreibt, außerhalb von 10 bis 45 Grad lade das Ladegerät langsamer; ein kalter Akku gibt auch weniger her. Wer im März die Außenseite bei vier Grad putzt, sieht kürzere Laufzeiten als im Mai. Wie lange die einzelnen Geräte laut Hersteller überhaupt laufen sollen und wie viel Fläche das ist, steht im Vergleich zu Laufzeit und Ladung.
Wie lange Akku und Gerät insgesamt halten sollen, nennt keine der Unterlagen in Jahren oder Ladezyklen. Kärcher spricht in den Garantiebedingungen allgemein von Batterien nach Überschreitung der vom Batteriehersteller vorgegebenen Ladezyklen, ohne die Zahl für Fenstersauger zu nennen. Wie man die Lebensdauer von Saugern überhaupt einschätzt und was sie verkürzt, behandelt der Ratgeber zur Lebensdauer von Staubsaugern.
Nach der Winterpause leer: Tiefentladung und Lagerung
Ein Fenstersauger arbeitet zweimal im Jahr und liegt dazwischen monatelang im Schrank. Das ist für einen Lithium-Ionen-Akku die schwierigste Nutzung. Einhell sagt es am deutlichsten: Den Akku nie vollständig entladen, das führe zu einem Defekt. Für eine lange Lebensdauer solle man für eine rechtzeitige Wiederaufladung sorgen, spätestens wenn die Leistung des Geräts nachlässt.
Leifheit regelt die Pause mit zwei Sätzen in der Inbetriebnahme: nach Beenden der Arbeit immer nachladen und das Gerät im geladenen Zustand lagern. Kärcher hat für die Wechselakkus des WVP 10 einen Hinweis, der überrascht: Tiefentladungsgefahr, Akkupacks nicht in einer Ladestation lagern. Wer den Zweitakku in der Schnellladestation stecken lässt, bis das nächste Frühjahr kommt, macht laut Textheft genau das Falsche. Beim WV 4-4 Plus soll man den Akku bei längeren Unterbrechungen aus dem Gerät nehmen und nach der Anleitung des Akkupacks lagern.
Auch der Lagerort hat Zahlen. Einhell nennt für Gerät und Zubehör einen dunklen, trockenen und frostfreien Ort, optimal zwischen 5 und 30 Grad. Bosch erlaubt für die Lagerung 0 bis 50 Grad. Kärcher verlangt trockene Räume und das Gerät aufrecht stehend. Ein unbeheizter Dachboden kommt im Sommer über diese Grenzen, ein Gartenhaus im Winter darunter.
Wie man einen tiefentladenen Akku erkennt, beschreibt nur Einhell: Blinken nach einem Tag bei Raumtemperatur noch immer alle drei LED, ist er defekt, und ein defekter Akku darf weder verwendet noch geladen werden. Für Akku-Staubsauger, die ebenfalls lange stehen, gelten ähnliche Regeln; was deren Hersteller zu Laufzeit und Pflege schreiben, steht beim Akku-Staubsauger.
Dritte Gabelung: Fenstersauger läuft, saugt aber nicht
Manche Meldung „funktioniert nicht“ hat mit dem Akku nichts zu tun. Der Motor läuft hörbar, aber das Wasser bleibt auf der Scheibe oder kommt als Tropfen zurück. Bosch führt dafür eine eigene Zeile: eingeschränkte oder gar keine Saugleistung, Ursache Saugkopf blockiert, Abhilfe die Blockierung im Saugkopf beseitigen. Schaltet sich der GlassVAC dabei ab, nennt Bosch zwei Ursachen, Temperatur des Akkus oder wieder den Saugkopf.
Kärcher führt beim WV 6 den Fehler E2: Saugturbine blockiert durch zu viel aufgesaugte Flüssigkeit oder angesaugte Feststoffe. Die Abhilfe ist eine Liste aus vier Punkten: keine größeren Mengen Flüssigkeit von waagerechten Flächen absaugen, keine Stäube oder Feststoffe, den Tank spätestens an der Markierung leeren, nur geeignete Reinigungsmittel, kein Spiritus, kein Schaumreiniger. Dieselbe Liste steht beim WV 4-4 Plus hinter dem schnellen Blinken aller LED.
Der Hinweis auf Schaum ist der, den man am ehesten unterschätzt. Ein Spritzer Spülmittel zu viel in der Sprühflasche erzeugt im Tank Schaum, der bis in den Lüfter steigt. Welche Mittel in Sprühflasche und Tank überhaupt gehören und welche die Anleitungen ausschließen, steht im Ratgeber Welches Reinigungsmittel darf in den Fenstersauger?
Bei Leifheit gibt es eine dritte Erklärung, die keine Störung ist. Der Dry & Clean entwickelt seine volle Leistung erst, wenn die Gummilippe auf der Scheibe angesetzt oder leicht angedrückt wird. Wer die Lippe kaum berührt, hört einen ruhig laufenden Motor und bekommt wenig Saugleistung. Und bei entriegeltem Tank lässt sich das Gerät gar nicht einschalten; wer nach dem Reinigen den Tank nicht hörbar eingerastet hat, sucht den Fehler am Akku vergeblich.
Fenstersauger undicht: Wasser aus den Lüftungsschlitzen
Tritt Wasser am Gerät aus, ist das bei vier Herstellern eine eigene Zeile, und alle vier nennen dieselbe Hauptursache: den zu vollen Tank. Leifheit schreibt, bei 100 Milliliter sei der maximale Füllstand erreicht; werde er überschritten, könne bei starker Neigung Wasser aus den Lüftungsschlitzen austreten. Kärcher nannte beim WV 2 die Störung „Wasser tritt seitlich am Tank aus“ mit der Abhilfe, den Tank zu entleeren, höchstens 100 Milliliter Inhalt.
Bosch und Einhell setzen einen Satz dazu, der beruhigt: Dadurch entstehe kein Schaden am Fenstersauger, bei Einhell: Das Gerät wird dadurch nicht beschädigt. Einhell nennt neben dem Wasserstand ausdrücklich Schaum über der Markierung und verlangt, den Akku zu entnehmen und das Gerät trocknen zu lassen. Wie man den Füllstand richtig abliest, steht auch dort: bei eingesetztem Akku, mit dem Gerät auf dem Boden stehend.
Leifheit nennt eine zweite Ursache, die nur über Kopf auftritt: Durch sehr ruckartige Bewegungen könne Wasser durch den Lüfter entweichen. Wer an einer Dachschräge arbeitet, leert den Tank also früher als an der senkrechten Scheibe. Ein Fenstersauger ist für 25 Milliliter verschüttete Flüssigkeit auf dem Tisch gebaut, wie Kärcher schreibt, nicht für ein umgefallenes Glas; für größere Mengen ist ein Nasssauger das passende Gerät.
Undicht im eigentlichen Sinn, also ein Riss im Tank oder eine Dichtung, die nicht mehr schließt, behandelt keine Anleitung als Störung. Kärcher schreibt in den Sicherheitshinweisen nur, ein Gerät, das heruntergefallen, sichtbar beschädigt oder undicht ist, nicht mehr zu verwenden. Leifheit verlangt, keine harten Gegenstände wie eine Spülbürste in den Tank zu führen, weil er dadurch beschädigt werden könne. Ein Ersatztank als Teil mit Nummer stand in keiner der gelesenen Unterlagen.
Fenstersauger funktioniert nicht: vom Symptom zur Zeile in der Anleitung
Die Tabelle fasst die drei Gabelungen in einer Übersicht zusammen, geordnet nach dem, was man am Gerät sieht. Die Ursachen stammen aus den Störungs- und Anzeigetabellen der genannten Hersteller; die Reihenfolge der ersten Handgriffe folgt dem, was die Anleitungen vor dem Gang zum Händler verlangen.
| Symptom | Ursache laut Unterlage | Erster Griff |
|---|---|---|
| Ladegerät steckt, keine Leuchte am Gerät | kein Strom an der Steckdose, Stecker nicht ganz in der Buchse, Kabel lose (Bosch: USB-Kabel; Einhell: Kontakte am Ladegerät) | andere Steckdose, Stecker fest einstecken, bei Bosch das USB-Kabel tauschen, bei Einhell die Ladekontakte ansehen |
| Leuchte war grün und ist jetzt aus | kein Fehler: Kärcher (WVP 10, WV-Reihe) und Bosch schalten die Anzeige 60 Minuten nach voller Ladung ab | Gerät einschalten; leuchtet die Anzeige dann grün, ist der Akku voll |
| Kärcher blinkt schnell, Gerät läuft nicht an | Fehler am Gerät (WV 2: Händler kontaktieren; WV 4-4 Plus: Motorblockade oder interner Fehler) | Fremdkörper in Düse und Saugkanal suchen, Akku beim WV 4-4 Plus einmal herausnehmen und einsetzen, dann Händler |
| Leifheit blinkt rot, obwohl gerade geladen | kurzfristige Störung oder zu kaltes Gerät (Störungshilfe) | bis zu dreimal aus und an, einige Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, dann erst der Händler |
| Einhell-Ladegerät: rot und grün blinken | Ladevorgang nicht mehr möglich, der Akku ist defekt | Akku nicht weiter laden, herausnehmen; einen zweiten Power-X-Change-Akku auf demselben Ladegerät gegenprüfen |
| Einhell-Ladegerät: rot und grün leuchten | Temperaturstörung, Akku zu heiß oder unter 0 °C | Akku einen Tag bei etwa 20 °C liegen lassen, dann neu laden |
| Voll geladen, aber nach wenigen Fenstern leer | Alterung des Akkus; Kärcher: „stellt keinen Mangel dar“; Bosch: tauschen, wenn die Betriebszeit wesentlich verkürzt ist | Kaufdatum prüfen (Gewährleistung, Garantie), bei Wechselakku tauschen, bei festem Akku Kundendienst fragen |
| Läuft kurz an und schaltet ab, Akku warm | Akku überhitzt (WV 4-4 Plus, Bosch, Kärcher E1) | Gerät aus der Sonne nehmen, abkühlen lassen; bei Wechselakku den Akku herausnehmen |
| Motor läuft, aber es wird nichts aufgesaugt | Saugkopf blockiert (Bosch), Saugturbine blockiert durch Flüssigkeit, Schaum oder Feststoffe (Kärcher E2) | Tank leeren, Düse abnehmen und ausspülen, kein Schaumreiniger und kein Spiritus in die Sprühflasche |
| Wasser tritt an den Lüftungsschlitzen oder seitlich aus | Tank über MAX, ruckartige Bewegung über Kopf, Schaum im Tank (Leifheit, Bosch, Einhell, Kärcher WV 2) | Gerät ausschalten, Tank leeren, trocknen lassen; Bosch und Einhell: kein Schaden am Gerät |
Zwei Zeilen fehlen, weil keine Unterlage sie trägt: ein Akku, der sich aufbläht, und ein Ladegerät, das heiß wird. Für den ersten Fall verbieten Leifheit und Bosch, den Akku zu öffnen, Kärcher, beschädigte Akkupacks zu laden, und alle drei warnen vor austretender Flüssigkeit oder Dämpfen. Kärcher verlangt, bei Kontakt sofort mit Wasser zu spülen und bei Augenkontakt einen Arzt aufzusuchen. Für den zweiten gilt der Kärcher-Satz zum beschädigten Ladegerät: sofort durch ein Originalteil ersetzen.
Vierte Gabelung: Akku wechseln mit einem Klick bei Kärcher WVP 10 und WV 4-4 Plus
Steht fest, dass der Akku selbst das Problem ist, entscheidet die Bauart über den Weg. Kärcher hat in der Gruppe beides: zwei Geräte mit Wechselakku und eines mit festem. Der WVP 10 führt laut Produktinformation einen entnehmbaren Lithium-Ionen-Akku mit 3,7 Volt, „Akku entnehm- und wechselbar“. Der passende Wechselakku trägt die Bestellnummer 2.633-123.0 und ist laut eigener Produktinformation mit WVP 10 und WVP 10 Adv kompatibel; die Überschrift nennt zusätzlich den WV 5.
Die Produktinformation verspricht einen einfachen und schnellen Akkuwechsel mit nur einem Klick. Eine Anleitung in Worten dafür gibt es nicht, das Textheft zeigt die Bedienung als Bildfolge. Was das Textheft dagegen in Worten sagt, ist eine doppelte Regel: Beschädigte Akkupacks nicht laden, sondern durch von Kärcher zugelassene ersetzen. Der Satz gilt ausdrücklich nicht für Geräte mit fest eingebautem Akku.
Der WV 4-4 Plus geht einen Schritt weiter. Er nimmt nur Akkupacks und Ladegeräte des Kärcher Battery Power 4 V Systems, gekennzeichnet mit dem Symbol BP 4 V. Der Akku rastet spürbar ein und wird über eine Entriegelungstaste entnommen. Die Störungstabelle nennt als letzte Ursache für ein Gerät, das nicht funktioniert: Akkupack oder Ladegerät defekt, Behebung ersetzen. Eine Bestellnummer für den Akku steht in der Anleitung nicht; sie verweist auf die Anleitungen von Akkupack und Ladegerät.
Für das Laden außerhalb des Geräts gibt es beim WVP 10 die Ersatz-Schnellladestation 2.633-041.0, die den Wechselakku laut Produktinformation in 50 Minuten lädt, und das Ladegerät 2.633-107.0, das zugleich für mehrere WV-Modelle und den Akku-Wischer passt. Für einen defekten WVP 10 ist der Weg damit der kürzeste in der Gruppe: Akku heraus, neuen Akku mit Bestellnummer hinein, ohne Werkzeug und ohne Kundendienst.
Bosch GlassVAC: Kappe auf, Akku raus, ohne Werkzeug
Die ausführlichste Anleitung zum Akkutausch hat Bosch. Die Originalbetriebsanleitung zum GlassVAC von April 2026 hat dafür ein eigenes Kapitel mit Bild und vier Schritten. Kappe des Akkufachs gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen und abziehen. Akku aus dem Akkufach ziehen. Neuen Akku einschieben. Kappe bündig aufsetzen und im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen, bis sie auf beiden Seiten einrastet. Ein Werkzeug kommt in keinem Schritt vor.
Dazu stehen drei Regeln. Erstens wann: Tauschen, wenn die Betriebszeit nach dem Aufladen wesentlich verkürzt ist. Zweitens womit: ausschließlich Bosch-Lithium-Ionen-Akkus. Drittens woher: Den Akku finde man als Bosch-Ersatzteil unter boschtoolservice.com. Bei Rückfragen und Ersatzteilbestellungen soll man die zehnstellige Sachnummer vom Typenschild angeben. Die technischen Daten nennen als Bezugsakku den BA 4V 2.0 Ah, mit dem auch die Laufzeit gemessen wurde.
Eine Warnung gehört zum Tausch: Den entfernten Akku fernhalten von Büroklammern, Münzen, Schlüsseln, Nägeln und anderen kleinen Metallteilen, die die Kontakte überbrücken könnten; ein Kurzschluss könne Verbrennungen oder Feuer verursachen. Kärcher schreibt Ähnliches knapper: Akkupacks nicht zusammen mit Metallgegenständen aufbewahren. Wer den alten Akku in die Jackentasche steckt, um ihn zum Wertstoffhof zu bringen, hat genau diese Lage.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt. Die Anleitung ist vom 10. April 2026 und beschreibt einen Austausch, wie ihn Artikel 11 der Batterieverordnung ab Februar 2027 verlangt: durch den Endnutzer, ohne Spezialwerkzeug, mit Anleitung und Ersatzteil. Ob frühere Ausgaben des GlassVAC das auch erlaubten, lässt sich aus den gelesenen Unterlagen nicht sagen; vorgelegen hat nur diese Fassung.
Einhell und RYOBI: der Akku aus der Werkzeugreihe
Einhell und RYOBI lösen die Akkufrage anders. Beide verkaufen den Fenstersauger ohne Akku und ohne Ladegerät. Der BRILLIANTO läuft nur mit Akkus der Power-X-Change-Reihe, die nur an Power-X-Ladegeräten geladen werden dürfen. Der RYOBI RWV18 nimmt den 18-Volt-Akku der ONE+-Reihe; das Datenblatt nennt ihn nur als Gewichtsangabe, 1,0 Kilogramm ohne und 1,4 mit dem Akku RB1820C.
Der Akku wird damit nicht als Ersatzteil des Fenstersaugers geführt, sondern als eigenes Produkt. Das Einhell-Datenblatt listet ihn als Sonderzubehör mit Artikelnummern, etwa den 2,0-Ah-Akku unter 4511395 und den 4,0-Ah-Akku unter 4511396, dazu mehrere Ladegeräte. Die Anleitung zählt den Akku in den Service-Informationen zu den Verschleißteilen, neben dem Fensterpad und der Saugdüse, mit dem Zusatz: nicht zwingend im Lieferumfang enthalten.
Für Besitzer hat das zwei Seiten. Ein defekter Akku legt nicht nur den Fenstersauger still, sondern womöglich auch Bohrschrauber und Heckenschere. Dafür lässt er sich am selben Tag ersetzen, und wer schon zwei Akkus hat, prüft den Fehler ohne Kundendienst. Wie viel ein Akkusystem für mehrere Geräte trägt, lässt sich am Vergleich kleiner Akkuschrauber nachvollziehen.
Einhell hat zum Versand eine Regel, die sonst niemand nennt: Akkus oder Akkugeräte für Versand und Entsorgung einzeln in Kunststoffbeutel verpacken, um Kurzschlüsse und Brand zu vermeiden, und für den Versand vorher den Kundendienst oder die Verkaufsstelle fragen. Wer den Fehlerfall meldet, tut das laut Anleitung im Internet unter Einhell-Service.com und soll dabei unter anderem angeben, ob das Gerät je funktioniert hat.
Leifheit und Kärcher WV 2 Plus N: fester Akku, Weg über den Kundendienst
Zwei Geräte der Gruppe haben einen Akku, den der Nutzer nicht tauschen soll. Bei Leifheit ist es wörtlich geregelt: Das Gerät enthält Batterien, die nicht ausgetauscht werden können; das Grundgerät nie selbstständig öffnen; Reparaturen nur durch autorisierte Kundendiensttechniker. Einen Akku als Ersatzteil nennt die Anleitung nicht. Separat erhältlich sind laut Sonderzubehör nur die schmale 17-Zentimeter-Düse und die Gummilippe.
Bei Kärcher ist es indirekt geregelt. Die Produktinformation des WV 2 Plus N nennt als Akkutyp „Lithium-Ionen-Akku“ ohne den Zusatz entnehmbar, den der WVP 10 trägt, und listet als Zubehör Düsen, Lippen, Bezüge, Sprühflaschen, Verlängerung, Reinigungsmittel und das Ladegerät 2.633-107.0, aber keinen Akku. Das Textheft der WV-Reihe sagt allgemein: Dieses Gerät enthält Akkus, die nicht austauschbar sind; gilt nicht für Geräte mit austauschbarem Akkupack.
Für Besitzer bleibt damit der Weg über Händler oder Kundendienst. Kärcher schreibt im Textheft, im Garantiefall wende man sich mit Kaufbeleg an den Händler oder die nächste autorisierte Kundendienststelle, und beseitige Störungen innerhalb der Garantiefrist kostenlos, sofern ein Material- oder Herstellungsfehler die Ursache ist. Nach Ablauf der Garantie nennt keine der beiden Unterlagen, ob und zu welchem Preis ein Akkutausch angeboten wird.
So wirkt sich ein fester Akku aus, den man beim Kauf kaum bemerkt hat, nur eben Jahre später. Wer einen Fenstersauger fünf oder acht Jahre nutzen will, sieht schon im Laden nach, ob der Akku herausnehmbar ist. Welche der gängigen Geräte einen Wechselakku haben und was das für Laufzeit und Gewicht bedeutet, steht in der Übersicht der Akku-Fenstersauger im Abgleich mit ihren Unterlagen.
Ladegerät, Netzteil, Ladekabel: was als Ersatzteil mit Nummer geführt wird
Oft ist nicht der Akku defekt, sondern das Ladegerät verschwunden oder das Kabel gebrochen. Die Suche nach Ladekabel und Netzteil ist bei Kärcher, Leifheit und Vileda häufig. Was die Unterlagen dazu hergeben, ist ungleich verteilt. Kärcher führt das Ladegerät mit Bestellnummer 2.633-107.0, laut eigener Produktinformation kompatibel unter anderem mit dem WV 2 Plus Multi Edition, dem WV 2 Black Edition und dem WVP 10, laut Beschreibung auch mit dem Akku-Wischer; „ein Netzteil für zwei Gerätegruppen“.
Leifheit nennt kein Ladegerät als Ersatzteil mit Nummer, aber die Daten des Ladeadapters stehen vollständig in der Anleitung: Modellkennungen ZD006C050100EU und S005BNV0500100, Eingang 100 bis 240 Volt, Ausgang 5,0 Volt und 1,0 Ampere, 5,0 Watt, durchschnittliche Effizienz im Betrieb 76,68 beziehungsweise 74,90 Prozent, Leistungsaufnahme bei Nulllast 0,07 beziehungsweise 0,04 Watt. Zugleich soll der Akku nur mit dem mitgelieferten Ladegerät geladen werden. Wer ein neues braucht, fragt deshalb bei Leifheit und nimmt kein beliebiges 5-Volt-Netzteil.
Beim GlassVAC gehört das USB-Kabel laut Komponentenliste nicht zum Standard-Lieferumfang, und Bosch verlangt nur ein Steckernetzteil mit 5 Volt und 1,0 Ampere; die Netzspannung müsse mit dem Typenschild des Steckernetzteils übereinstimmen. Bei Einhell ist das Ladegerät ein eigenes Produkt der Power-X-Change-Reihe mit Artikelnummer, beim RYOBI eines der ONE+-Reihe.
Bei der Bestellung helfen die Nummern auf dem Gerät. Bosch verlangt die zehnstellige Sachnummer vom Typenschild, Einhell für die Ersatzteilbestellung unter anderem Gerätetyp, Artikelnummer, Ident-Nummer und Ersatzteilnummer. Der BRILLIANTO trägt die Artikelnummer 34.371.00 und die Ident-Nummer 21023. Bei Kärcher trägt jede Ausführung eine eigene Bestellnummer; vom WV 2 Plus N lagen zwei vor, 1.633-642.0 und 1.633-651.0.
Schwacher Akku in der Garantie: Alterung ist bei drei Herstellern ausgeschlossen
Wer nach zwei Jahren einen schwachen Akku reklamieren will, stößt in drei von vier gelesenen Garantiebedingungen auf denselben Ausschluss in verschiedenen Worten. Leifheit schließt bei akkubetriebenen Geräten eine kürzere Entladungszeit des Akkus entsprechend dem Alter und der Nutzung ausdrücklich von der Garantie aus. Einhell nimmt Schäden aus, die auf natürlichen Verschleiß zurückgehen, und schreibt als Beispiel: Akkus und Akkupacks unterliegen einem natürlichen Verschleiß und sind konstruktionsbedingt auf eine begrenzte Zyklenzahl ausgelegt.
Kärcher hat zwei Stellen. In den Geräteanleitungen steht der Satz, dass nachlassende Kapazität durch Alterung keinen Mangel darstelle. In den Garantiebedingungen von 2026 erlischt die Garantie bei Batterien nach Überschreitung der vom Batteriehersteller vorgegebenen Ladezyklen. Eine eigene Kapazitätszusage gibt Kärcher nur für 18- und 36-Volt-Akkus: mindestens 70 Prozent Nennkapazität innerhalb von 24 Monaten. Die Akkus der Fenstersauger haben 3,7 oder 4 Volt; für sie gilt diese Zusage nach ihrem Wortlaut nicht.
Die Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers. Daneben steht die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer, und alle vier Garantiebedingungen schreiben, dass sie davon unberührt bleibt. Sie dauert bei neuen Sachen zwei Jahre. Zeigt sich ein Mangel innerhalb eines Jahres nach Übergabe, wird nach § 477 BGB vermutet, dass er schon beim Kauf vorlag. Ein Akku, der nach drei Monaten nur noch fünf Minuten hält, ist deshalb zuerst ein Fall für den Verkäufer, nicht für die Garantie.
Die Garantiedauer selbst ist bei fast allen gleich. Kärcher gibt für Home & Garden 24 Monate, Einhell 2 Jahre, Bosch laut Garantieseite zwei Jahre und drei Jahre bei Registrierung innerhalb von vier Wochen nach dem Kauf. RYOBI verlängert nach Registrierung. Ob der Akku bei Bosch und RYOBI von der Verlängerung erfasst ist, sagen die gelesenen Übersichtsseiten nicht; das steht in den vollständigen Bedingungen, die vor einer Reklamation zu lesen sind. Wer einen Fensterputzroboter erwägt, findet bei Kärcher und ECOVACS ähnliche Regeln, dazu einen Notakku, der nur halten soll; mehr dazu beim Fensterputzroboter.
Fristen rund um den Akku: von der Rechnung bis zum Ersatzteil
Die Fristen, die bei einem defekten Akku zählen, liegen über mehrere Jahre verteilt, und nicht alle laufen ab dem Kauf. Die Zeitachse ordnet sie in der Reihenfolge, in der sie auftreten; die Abstände sind nicht maßstäblich.
Die Stationen als Liste
- Kauf: Gewährleistung beginnt — Kaufbeleg aufbewahren; Garantie ab Kaufdatum
- 12 Monate: Vermutung endet — bis hierher gilt ein Mangel als schon beim Kauf vorhanden (§ 477 BGB)
- 24 Monate: Gewährleistung und Garantie enden — Kärcher Home & Garden, Einhell, Bosch ohne Registrierung
- 36 Monate: Bosch mit Registrierung — Registrierung binnen 4 Wochen nach Kauf
- 18.02.2027: Art. 11 BattVO gilt — Akku durch Endnutzer tauschbar bei neu in Verkehr gebrachten Produkten
- letzte Einheit + 5 Jahre: Ersatzakku-Pflicht — Art. 11 Abs. 7: Akku als Ersatzteil erhältlich
Dazu kommen kurze Fristen, die leicht verstreichen. Die Liste lässt sich ausdrucken und neben die Rechnung legen.
- Erstes Laden: vor dem ersten Gebrauch vollständig laden (Kärcher, Leifheit, Bosch); bei Leifheit volle Kapazität erst nach einigen Zyklen.
- Nach jedem Putztag: nachladen und geladen lagern (Leifheit); Akku nie ganz leer laufen lassen (Einhell).
- Nach voller Ladung: Leuchte erlischt nach 60 Minuten (Kärcher WVP 10 und WV-Reihe, Bosch); Einhell-Akku etwa 15 Minuten länger stecken lassen.
- Nach einem Temperaturfehler: einige Minuten bei Raumtemperatur (Leifheit), einen Tag bei etwa 20 °C (Einhell).
- Garantiefall bei Einhell: binnen zwei Wochen nach Erkennen des Defekts melden, vor Ablauf der Garantiezeit.
- Bosch-Registrierung für drei Jahre Garantie: binnen vier Wochen nach dem Kauf.
- Erstes Jahr nach Übergabe: Mangel gilt als schon beim Kauf vorhanden (§ 477 BGB), Weg zuerst zum Verkäufer.
- Zwei Jahre nach Übergabe: Ende der gesetzlichen Gewährleistung bei neuen Sachen.
- Kärcher: keine Garantie auf Geräte, deren Produktionsdatum beim Kauf mehr als fünf Jahre zurückliegt.
- 18. Februar 2027: Art. 11 der Batterieverordnung gilt.
Alter Akku: wohin damit
Ein Lithium-Ionen-Akku gehört nicht in den Hausmüll, darin sind sich alle Unterlagen einig. Kärcher schreibt beim alten WV 2 ausdrücklich, dass auch der im Gerät enthaltene Akku nicht in den Hausmüll darf und die Entsorgung kostenlos über lokale Rückgabe- und Sammelsysteme erfolgen kann. Bosch verlangt, Sauger, Akkus, Zubehör und Verpackungen einer umweltgerechten Wiederverwertung zuzuführen.
Einhell und Bosch beschreiben die Rücknahme durch Händler für Deutschland genauer. Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte und Lebensmittelhändler mit mindestens 800 Quadratmetern, die mehrmals im Jahr oder dauerhaft Elektrogeräte anbieten, müssen beim Kauf eines neuen Geräts ein gleichartiges Altgerät kostenlos zurücknehmen, und ohne Kauf bis zu drei kleine Altgeräte je Geräteart, die in keiner Abmessung größer als 25 Zentimeter sind. Ein Fenstersauger ist mit rund 28 Zentimetern Düsenbreite etwas breiter.
Einhell setzt einen Satz dazu, der für Geräte mit Wechselakku zählt: Sofern es ohne Zerstörung möglich ist, alte Batterien oder Akkus vor der Rückgabe entnehmen und getrennt sammeln. Beim WVP 10, beim WV 4-4 Plus, beim GlassVAC und bei den Systemgeräten ist das ein Handgriff. Beim Leifheit und beim WV 2 Plus N geht der Akku mit dem Gerät zurück, weil die Anleitungen das Öffnen nicht vorsehen.
Vor dem Wegwerfen lohnt ein letzter Blick auf die Gabelungen dieser Seite. Ein Ladegerät mit Bestellnummer kostet weniger Aufwand als ein neues Gerät, und ein grün blinkender Kärcher, der nur lädt, ist kein Fall für den Wertstoffhof.
Datenlage am 4. November 2026: was sich bis Februar 2027 ändern kann
Die Angaben dieser Seite stammen aus Anleitungen, die zwischen 2013 und April 2026 gedruckt wurden, und aus Produktinformationen mit Stand Oktober 2026. Was sich als Nächstes ändern kann, hängt an einem Datum. Nach Artikel 96 der Verordnung (EU) 2023/1542 gilt Artikel 11 ab dem 18. Februar 2027. Wer dann Produkte mit eingebauten Gerätebatterien in Verkehr bringt, muss dafür sorgen, dass der Endnutzer die Batterie jederzeit während der Lebensdauer des Produkts leicht entfernen und austauschen kann.
Leicht heißt dort: mit handelsüblichen Werkzeugen, ohne Spezialwerkzeug, es sei denn, es liegt kostenlos bei, ohne herstellerspezifisches Werkzeug, ohne Wärme und ohne Lösungsmittel. Dem Produkt müssen eine Anleitung und Sicherheitshinweise zum Entfernen und Austauschen beiliegen, die zusätzlich dauerhaft auf einer öffentlichen Website stehen. Absatz 7 verlangt, dass die Batterie nach dem Inverkehrbringen der letzten Einheit eines Modells noch mindestens fünf Jahre zu einem angemessenen Preis als Ersatzteil erhältlich ist, und Absatz 8 verbietet, den Austausch per Software zu erschweren.
Es gibt Ausnahmen. Absatz 2 Buchstabe a erlaubt, dass bei abwaschbaren oder abspülbaren Geräten, die speziell für eine Umgebung mit regelmäßigem Spritzwasser, Strahlwasser oder Unterwasserbedingungen ausgelegt sind, nur unabhängige Fachleute die Batterie tauschen, wenn das für die Sicherheit nötig ist. Fenstersauger arbeiten mit Wasser, die gelesenen Kärcher- und Bosch-Geräte tragen Schutzart IPX4; ob sie unter diese Ausnahme fallen, sagt keine der gelesenen Unterlagen, und die Verordnung nennt sie nicht. Die EU-Kommission hat am 14. Juli 2026 einen delegierten Rechtsakt beschlossen, C(2026) 5031, der die Liste der Ausnahmen um Wearables, Spielzeug bis Juli 2030, Lebensmittel-Temperaturfühler, Geräte für explosionsgefährdete Bereiche, Medikamentenpumpen am Körper und Telematik auf Bau- und Landmaschinen erweitert. Fenstersauger und andere Reinigungsgeräte stehen nicht darin. Er tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft; eine Veröffentlichung war in den gelesenen Unterlagen nicht belegt.
Für die sieben Geräte heißt das: Fünf erfüllen den Austausch durch den Nutzer nach ihrer Anleitung schon heute. Für Leifheit und den Kärcher WV 2 Plus N steht er aus, und bei keinem Gerät nennt eine Unterlage, wie lange der Ersatzakku lieferbar bleibt. Ein bereits gekauftes Gerät ändert der Stichtag nicht; die Pflicht richtet sich an den, der Produkte in Verkehr bringt. Nachzusehen ist bei der nächsten Prüfung dreierlei: ob Leifheit und Kärcher neue Ausführungen mit Akkufach oder eine Anleitung zum Austausch veröffentlichen, ob Kärcher, Bosch und Einhell eine Lieferdauer für Ersatzakkus nennen, und ob der delegierte Rechtsakt im Amtsblatt steht und unverändert geblieben ist. Die Fundstellen dafür sind die Produktinformationen und Anleitungen auf den Herstellerseiten und Artikel 11 im Amtsblatt.

