Fenstersauger oder Roboter: wer hier umdrehen sollte
Wer viele kleine Fensterflügel hat, Sprossen, ein Dachfenster oder eine Duschwand mit Kalkrand, ist auf dieser Seite falsch. Für ihn bleibt der Fenstersauger das Gerät, und welcher das ist, steht im Vergleich der Akku-Fenstersauger. Ein Roboter ersetzt ihn dort nicht, weil er unter einer Mindestgröße der Scheibe gar nicht fährt und weil er für jede Scheibe neu angesetzt, gesichert und abgenommen werden muss.
Hier richtig ist, wer große, glatte Scheiben hat, die er ungern selbst putzt: bodentiefe Fenster, eine Glasfront zur Terrasse, einen Wintergarten mit senkrechten Wänden, ein Panoramafenster, an das man außen nur mit Leiter kommt. Dort kann der Roboter den Sauger ersetzen. Vollständig ersetzt er ihn in keiner Wohnung, denn Rahmen, Falz und Fensterbank bleiben Handarbeit.
Die Seite ordnet fünf Geräte ein, zwei von Kärcher und drei von ECOVACS, und zwar an dem, was die Anleitungen über die Grenzen sagen: wie klein die Scheibe sein darf, wie dünn das Glas, ob sie einen Rahmen braucht, wie lang das Sicherungsseil ist und wie lange der Roboter bei Stromausfall noch an der Scheibe hält. Zuerst kommt, wann man ihn nicht kaufen sollte.
Fensterputzroboter: Nachteile, die vor dem Kauf zählen
Der erste Nachteil steht in jeder der fünf Anleitungen: Der Roboter darf nicht allein arbeiten. Kärcher schreibt, man solle das Gerät niemals unbeaufsichtigt lassen und stets in Hör- und Sichtweite bleiben. ECOVACS schreibt, das Gerät während der Verwendung nicht unbeaufsichtigt zu lassen und niemanden unter den Arbeitsbereich treten zu lassen. Wer sich vorstellt, den Roboter anzusetzen und einkaufen zu gehen, kauft gegen die Anleitung.
Der zweite Nachteil ist die Reinigungstiefe. Kärcher nennt den RCW 2 und RCW 4 geeignet für die regelmäßige Unterhaltsreinigung, nicht für die Grundreinigung, und verlangt bei Vogelkot oder starkem Blütenstaub ein Vorreinigen. ECOVACS rät von Scheiben mit Kondenswasser, Ölflecken und Aufklebern ab. Der Roboter pflegt saubere Scheiben, er rettet keine verschmutzten.
Der dritte ist die Fläche, die er nicht erreicht. Rahmen, Dichtungen, Falz und Fensterbank putzt keiner der fünf. Bei Kärcher fährt der Roboter manuell gesteuert bis an den Fensterrahmen, bei ECOVACS gibt es einen Kantenmodus. Was im Rahmen liegt, liegt danach noch da. Und der vierte ist das Umsetzen: Jede Scheibe heißt Seil umhängen, Roboter ansetzen, warten, abnehmen, Unterseite abwischen. Kärcher verlangt vor dem Umsetzen ausdrücklich, Sensoren, Düsen und Räder zu reinigen.
Für kleine Fenster und Sprossenfenster: wann der Roboter ausscheidet
Die erste Gruppe, die keinen Roboter kaufen sollte, hat kleine Felder. Ein Sprossenfenster besteht aus vielen kleinen Scheiben, die Sprossen sind für den Roboter Rahmen. Die kleinste Mindestscheibe im Feld nennt ECOVACS für den WINBOT MINI mit 22 mal 25 Zentimetern, die größte Kärcher für den RCW 4 mit 40 mal 40. Ein Feld darunter putzt keiner der fünf.
Auch ein Gästebad-Fenster, ein Kellerfenster oder ein schmaler Seitenflügel fällt schnell unter diese Grenzen. Für solche Scheiben ist der Akku-Fenstersauger schneller als jeder Roboter, weil Einwaschen und Abziehen keine Minute dauert. Welche Geräte mit schmaler 17-Zentimeter-Düse kommen, steht im Vergleich der Akku-Fenstersauger mit ihren Reichweiten.
Eine Wohnung mit vielen Kippfenstern im Format eines üblichen Fensterflügels liegt meist über den Grenzen. Dort entscheidet nicht die Größe, sondern die Zahl der Scheiben: Bei acht Flügeln, innen und außen, sind es sechzehn Mal Seil umhängen und ansetzen. Wer das nicht will, ist mit dem Sauger schneller fertig.
Fensterputzroboter für Glasdach und Wintergarten über Kopf?
Die zweite Gruppe hat ein Glasdach. Nach einem Fensterputzroboter für das Wintergartendach, die Terrassenüberdachung oder das Glasdach über Kopf wird oft gesucht, und die Antwort aus den Kärcher-Anleitungen ist eindeutig: Beide Kärcher-Roboter sind für senkrechte Glasflächen mit einer Neigung von höchstens 45 Grad bestimmt. Ein Glasdach mit wenigen Grad Gefälle liegt weit außerhalb.
Die drei ECOVACS-Anleitungen nennen gar keine Neigung, weder erlaubt noch verboten. Sie sprechen von Fenstern, Glastüren und Außenfenstern und zeigen den Roboter an senkrechten Scheiben. Eine Freigabe für Glasdächer steht in keiner der fünf Anleitungen. Wer trotzdem ein Gerät über dem Kopf hängen lässt, das bei Unterdruckverlust fällt, hat keine Herstellerzusage, und ECOVACS schließt Sturzschäden ohne Sicherheitssystem in den Garantiebedingungen aus.
Für das Glasdach von innen ist der Fenstersauger an der Stange das Gerät, und welche Unterlagen den Einsatz über Kopf erlauben, steht im Vergleich Fenstersauger mit Teleskopstange für Wintergarten und Dach. Außen läuft das Wasser vom geneigten Dach ab, dort genügen Wischer und Schlauch.
Ohne Sicherungsseil, ohne Aufsicht: wer keinen Roboter will
Die dritte Gruppe hat keinen Befestigungspunkt oder keine Zeit zum Danebenstehen. Alle fünf Roboter verlangen ein Seil an einem festen Punkt. ECOVACS nennt Tischbein, Stuhlbein, Bettbein, Sofabein, Gardinenstange und Treppenhandlauf und empfiehlt ein festes Metallgeländer. Kärcher nennt Fenstergriff, Gardinenstange, Tischbein und Wand- oder Deckenhaken und erlaubt als Ausweg, das Seil oben und unten im Fenster einzuklemmen und das Fenster fest zu schließen.
Bei einer festverglasten Scheibe ohne Flügel geht das Einklemmen nicht, und ein Tischbein steht nicht immer da, wo das Seil hin muss. Wer außen an einem Fenster ohne Balkon putzt, muss außerdem den Bereich darunter freihalten. Kärcher verlangt, einen ausreichend großen Bereich unter dem Roboter frei von Personen und Haustieren zu halten. Über einem Gehweg ist das kaum machbar.
Für Menschen, die nicht mehr auf eine Leiter steigen wollen, wirkt der Roboter zunächst wie die Lösung. Er ist es nur, wenn jemand ihn ansetzen, sichern und abnehmen kann. Der RCW 2 wiegt 1,1 Kilogramm, der W3 OMNI 2,1, und er muss mit gestrecktem Arm an die Scheibe gesetzt werden. Wie viel Gewicht bei handgeführten Reinigungsgeräten im Alter zählt, zeigt der Vergleich Staubsauger für Senioren.
Lohnt sich ein Fensterputzroboter? Der Vergleich mit der Nicht-Kauf-Option
Die billigste Lösung, die es auch tut, kostet einen Bruchteil: Einwascher, Abzieher, ein Eimer und ein Mikrofasertuch. Ihre Bedingung ist, dass jemand die Scheibe mit der Hand erreicht und das Wasser irgendwohin laufen darf. An einem Fenster mit Fensterbank, einer Glastür über Fliesen oder einer Duschwand ist das so. Kein Gerät der Seite kommt ohne diesen Satz Werkzeug aus, denn Rahmen und Falz putzt keines.
| Frage | Abzieher und Einwascher | Akku-Fenstersauger | Fensterputzroboter |
|---|---|---|---|
| Kleinste Scheibe | jede | jede, ab Düsenbreite schmal | 22 × 25 bis 40 × 40 cm laut Hersteller |
| Rahmen, Falz, Fensterbank | ja, mit Tuch | mit Tuch | nein |
| Wohin das Wasser geht | auf Rahmen und Fensterbank | in den Tank | ins Wischpad |
| Daneben stehen | man putzt selbst | man putzt selbst | Pflicht laut allen fünf Anleitungen |
| Außen ohne Balkon | nur aus dem geöffneten Fenster | nur aus dem geöffneten Fenster | ja, mit Seil und Sperrzone darunter |
| Strom | keiner | Akku, Laden | Steckdose oder Akku in der Station |
| Wann es reicht | wenige Fenster, alle in Reichweite | viele kleine und mittlere Scheiben | große Scheiben, außen schwer erreichbar |
Die Tabelle zeigt, wo der Roboter etwas leistet, das die beiden anderen nicht können: an der Außenseite einer großen Scheibe ohne Balkon, die man sonst nur aus dem gekippten Fenster oder von der Leiter erreicht. Überall sonst ist er eine Bequemlichkeit, die man mit Aufsicht und Umsetzen bezahlt.
Fensterputzroboter im Vergleich: fünf Geräte und ihre Grenzwerte
Die Tabelle führt die Grenzen, an denen ein Roboter scheitert, bevor er die erste Bahn fährt. Wo die Anleitung schweigt und nur die Produktseite einen Wert nennt, steht das dabei. In der letzten Textspalte stehen je Gerät der stärkste und der schwächste Punkt.
| Gerät | Mindestscheibe laut Anleitung | Mindestglasdicke | Sicherungsseil | Pufferakku | Rahmenlos | Spricht dafür / dagegen | Kaufen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nein (nur „zu klein“ als Bild) Produktseite: 30 × 40 cm | 3 mm, Spiegel 4 mm | Verbindungskabel 5,5 m mit Seil; 1 m Zusatzseil an der Station (Produktseite) | Akku in der Station; Ausschaltschutz 30 min (Produktseite) | ja, 10 cm Randabstand | + arbeitet ohne Steckdose über den Akku der Station − Mindestscheibe, Pufferzeit und Zusatzseil nur auf der Produktseite | Zum Angebot | |
| 35 × 35 cm Produktseite: 35 × 35 cm | „2 cm“ laut Tabelle | 4 m, zwei Karabinerhaken | mindestens 40 min (Anleitung) | nein, nur gerahmte Flächen | + Mindestscheibe, Seil und Pufferzeit in der Anleitung − nur gerahmte Flächen laut Anleitung | Zum Angebot | |
| nein Produktseite: 22 × 25 cm | 3 mm, Spiegel 4 mm | ja; 3,3 m laut Produktseite | Sicherheitsakku; 30 min laut Produktseite | ja, 10 cm Randabstand | + kleinste Mindestscheibe: 22 × 25 cm (Produktseite) − Mindestscheibe, Seil und Pufferzeit nicht in der Anleitung | Zum Angebot | |
| 40 × 40 cm Produktseite: 40 × 40 cm | „2 cm“ laut Tabelle | 4 m mit Karabinerhaken | mindestens 40 min (Anleitung) | Anleitung: nur gerahmt; Produktseite: rahmenlos | + Mindestscheibe, Seil und Pufferzeit in der Anleitung − rahmenlos: Produktseite und Anleitung widersprechen sich | Zum Angebot | |
| nein (nur „kleine Scheiben“ als Bild) Produktseite: 30 × 40 cm | 3 mm, Spiegel 4 mm | Stromkabel 5,5 m mit Seil; 1 m Zusatzseil an der Station (Produktseite) | Akkupack in der Station; über 30 min Halt (Produktseite) | ja, 10 cm Randabstand | + Station wäscht die Wischpads − schwerster Roboter: 2,1 kg, Station rund 10 kg | Zum Angebot |
Als Ja/Nein-Zeile gelesen, in der Reihenfolge Kärcher RCW 2 und RCW 4, dann die drei ECOVACS. Mindestscheibe in der Anleitung: Kärcher ja, ja; ECOVACS nein, nein, nein. Seillänge in der Anleitung: Kärcher ja, ja; ECOVACS nein beim MINI, bei W2 PRO und W3 nur als Länge des Kabels, in dem das Seil steckt. Pufferzeit in der Anleitung: Kärcher ja, ja; ECOVACS nein, nein, nein. Glasdicke in Millimetern: Kärcher nein, nein; ECOVACS ja, ja, ja. Regel für rahmenlose Scheiben: Kärcher nein, nein; ECOVACS ja, ja, ja.
Unsere Empfehlung: der ECOVACS WINBOT W2 PRO OMNI, für alle, die große Scheiben mit und ohne Rahmen putzen wollen, auch dort, wo keine Steckdose ist.
Er ist der einzige der fünf, der zugleich ohne Steckdose arbeitet, rahmenlose Scheiben nach einer Regel in der Anleitung zulässt und eine Glasdicke in Millimetern nennt. Gegen ihn spricht, dass Mindestscheibe und Pufferzeit nur auf der Produktseite stehen und die Station 5,5 Kilogramm wiegt.
Wer nur gerahmte Fenster hat und eine Steckdose daneben, nimmt den Kärcher RCW 2: Seine Anleitung nennt alle Sicherheitswerte, und er ist der leichteste. Für kleine Scheiben ist der ECOVACS WINBOT MINI die Antwort.
Mindestgröße der Scheibe: ab wann der Roboter überhaupt fährt
Ein Roboter braucht Platz zum Wenden. Ist die Scheibe zu klein, fährt er an, stößt an den Rahmen und meldet einen Fehler. Kärcher schreibt genau das in die Störungstabelle beider Geräte: Ursache, Fenster ist zu klein; Behebung, prüfen, ob die Mindestfenstergröße von 35 mal 35 beziehungsweise 40 mal 40 Zentimetern erreicht wird. Das ist die einzige Stelle im Feld, an der die Mindestgröße in der Anleitung steht.
In den drei ECOVACS-Anleitungen steht unter den Hinweisen vor der Reinigung nur ein Bild mit einem kleinen Fenster und der Satz, der WINBOT erbringe auf großen, rechteckigen oder quadratischen Fenstern die optimale Leistung. Eine Zahl fehlt. Die Zahlen stehen auf den Produktseiten: 22 mal 25 Zentimeter für den MINI, 30 mal 40 für den W2 PRO OMNI und den W3 OMNI.
Wer messen will, misst das sichtbare Glas zwischen den Dichtungen, nicht den Flügel. Die kürzere Seite entscheidet. Die Grafik zeigt sie für alle fünf; ab 40 Zentimetern in beiden Richtungen passt jedes Gerät der Seite, darunter wird es eng.
- ab hier passen alle fünf: 40 bis 60 cm
- WINBOT MINI: 22 cm — außerhalb des Korridors, 22 × 25 cm, Produktseite
- W2 PRO OMNI: 30 cm — außerhalb des Korridors, 30 × 40 cm, Produktseite
- W3 OMNI: 30 cm — außerhalb des Korridors, 30 × 40 cm, Produktseite
- RCW 2: 35 cm — außerhalb des Korridors, 35 × 35 cm, Anleitung
- RCW 4: 40 cm — im Korridor, 40 × 40 cm, Anleitung
Nach oben gibt es ebenfalls eine Grenze, und sie hängt am Kabel. Für den W2 PRO OMNI nennt die deutsche Anleitung bei 5,5 Metern Verbindungskabel ein Fenster bis 4 mal 2,5 Meter, für den W3 OMNI mit ebenso 5,5 Metern bis 8 Meter Breite und 2,5 Meter Höhe. Kärcher nennt keine Höchstgröße, verlangt aber in der Störungstabelle zu prüfen, ob Netzkabel und Sicherungsseil für die Größe der Glasfläche reichen.
Wie dick muss das Glas sein? Drei Millimeter oder zwei Zentimeter
Der Roboter hält über Unterdruck, und dünnes Glas gibt unter dem Sog nach. ECOVACS schreibt deshalb in alle drei Anleitungen dieselbe Zeile: nicht auf Glas mit einer Dicke unter drei Millimetern verwenden und nicht auf Spiegeln unter vier Millimetern. Beim MINI steht es zusätzlich im Schnellstart, mit dem Satz, der WINBOT könne nur ebene Oberflächen reinigen.
Kärcher schreibt in die technischen Daten beider Anleitungen: Mindestdicke Glasscheibe 2 cm. Das ist fast das Siebenfache der drei Millimeter bei ECOVACS. Ob die einzelne Scheibe oder das ganze Isolierglas mit Zwischenraum gemeint ist, sagt die Anleitung nicht, und die Produktseiten nennen gar keine Glasdicke. Wer eine einfach verglaste Scheibe im Altbau oder eine dünne Glastür hat, fragt vor dem Kauf beim Kärcher-Service nach.
Für Spiegel gelten die vier Millimeter von ECOVACS. Kärcher nennt Spiegel als zulässige Fläche, ohne eigene Dicke. Wer den Roboter an einen großen Wandspiegel setzen will, braucht auch dort einen festen Punkt für das Seil, und den gibt es im Bad seltener als am Fenster.
Fensterputzroboter für rahmenlose Fenster und Glasbrüstungen
Ein Roboter erkennt den Rand der Scheibe am Rahmen. Fehlt der Rahmen, braucht er Sensoren, die die Kante sehen, bevor er darüber hinausfährt. ECOVACS lässt rahmenlose Scheiben in allen drei Anleitungen zu und gibt eine Regel dazu: Den WINBOT beim Reinigen rahmenloser Glasflächen nicht zu nah am Rand ansetzen, empfohlen sind mehr als zehn Zentimeter. Die Störungstabelle des W2 PRO OMNI kennt sogar eine Sprachmeldung für den Fall, dass er beim rahmenlosen Glas zu nah am Rand haftet.
Zwei Einschränkungen nennt ECOVACS gleich mit: keine zwei nebeneinanderliegenden rahmenlosen Scheiben mit Lücke dazwischen, weil der Roboter dort den Halt verliert, und keine gerahmten Scheiben mit einem Rahmen schmaler als fünf Millimeter. Eine Ganzglasbrüstung aus einem Stück passt also, eine Brüstung aus mehreren Feldern mit offenen Fugen nicht.
Bei Kärcher ist die Lage widersprüchlich. Beide Anleitungen bestimmen den Roboter für gerahmte Glasflächen. Die Produktseite des RCW 4 wirbt dagegen mit der Erkennung rahmenloser Glasflächen über vier Ecksensoren. Für Duschwände aus Glas gilt dasselbe wie für Brüstungen; dort ist allerdings der Kalk das größere Problem, und dafür lohnt ein Blick in den Ratgeber Luftentfeuchter fürs Badezimmer, weil weniger Feuchte weniger Ablagerungen heißt.
Sicherungsseil befestigen: wo der Karabiner hin darf
Das Seil ist die letzte Sicherung, wenn der Unterdruck versagt. Kärcher beschreibt es so: Das korrekt angebrachte, vier Meter lange Sicherungsseil kann verhindern, dass der Roboter ungebremst zu Boden fällt. Es kommt mit Karabinerhaken, wird vor jeder Verwendung auf Knoten, Verdrehungen und Schäden geprüft und muss so liegen, dass der Roboter nicht darüberfährt, weil er sich sonst lösen kann.
Bei ECOVACS ist das Seil beim W2 PRO OMNI und W3 OMNI Teil des Verbindungskabels zwischen Roboter und Station, werkseitig montiert und nicht abzunehmen. Die Station hält sich über einen Saugnapf am Boden, den die Produktseite mit über 800 Newton angibt, und trägt ein weiteres, einen Meter langes Seil für einen festen Punkt. Der MINI hat ein klassisches Seil, laut Produktseite 3,3 Meter lang.
Wohin also? Innen, auch wenn außen geputzt wird; ECOVACS schreibt ein stabiles Geländer im Innenbereich vor, Kärcher nennt nur Punkte im Raum. An einen Punkt, der nicht nachgibt: Heizungsrohre, Gardinenstangen auf Dübeln, schwere Möbelbeine. Und nie so, dass das Seil quer über die Scheibe läuft. Wer außen putzt und kein Fenster zum Einklemmen hat, sollte den Saugnapf der Station nicht auf Teppich oder Fliesen mit Fugen setzen; dort hält er laut ECOVACS nicht.
Stromausfall: wie lange hält der Pufferakku den Roboter an der Scheibe?
Ohne Strom kein Sog, ohne Sog fällt der Roboter. Deshalb trägt jeder der fünf einen Akku, der nur für diesen Fall da ist. Kärcher nennt ihn Notversorgungsakku und beziffert ihn: Bei voller Ladung hält er den Roboter mindestens 40 Minuten an der Glasfläche. Die Produktseite nennt für beide Geräte 0,65 Amperestunden bei 14,8 Volt. Ist der Akku defekt, soll man laut Anleitung den Roboter eine Stunde am Netz laden und dann neu starten.
ECOVACS nennt in der MINI-Anleitung einen Sicherheitsakku, der das Gerät mit Strom versorgt, wenn es vom Netz getrennt wird oder der Strom ausfällt, ohne Dauer. Die Dauer steht auf der Produktseite als Ausschaltschutzzeit nach voller Ladung: 30 Minuten beim MINI und beim W2 PRO OMNI. Für den W3 OMNI schreibt die Produktseite, er bleibe selbst bei niedriger Leistung über 30 Minuten am Fenster.
Was man in diesen Minuten tut, steht nur bei Kärcher: den Roboter im Falle eines Stromausfalls von der Glasoberfläche abnehmen. Wer außen ohne Balkon putzt, muss ihn dafür erreichen können. Mit der Fernbedienung lässt er sich in Reichweite fahren; bei ECOVACS über die App, die per Bluetooth verbunden ist. Welche Daten solche Apps sammeln, ist bei Bodenrobotern gut untersucht, die Fragen stehen im Ratgeber Saugroboter und Datenschutz.
Kabellos oder am Netz: was „Akku“ beim Fensterputzroboter heißt
Wer nach einem Fensterputzroboter mit Akku oder ohne Kabel sucht, meint meist ein Gerät, das ohne Steckdose läuft. Das gibt es in diesem Feld nur in einer Form, und ganz ohne Kabel ist auch sie nicht. Die Begriffe stehen hier nebeneinander, weil sie in Händlertexten durcheinandergehen.
| Begriff | Was er hier bedeutet | Geräte auf dieser Seite |
|---|---|---|
| Pufferakku am Netz | Roboter hängt am Netzkabel zur Steckdose; der Akku hält ihn nur bei Stromausfall an der Scheibe | Kärcher RCW 2, RCW 4, ECOVACS WINBOT MINI |
| Akku in der Station | Roboter hängt am Verbindungskabel zur Station; die Station läuft über ihren Akku oder am Netz | ECOVACS W2 PRO OMNI, W3 OMNI |
| kabellos | in Händlertexten oft für die Station mit Akku; ein Kabel zwischen Station und Roboter bleibt | keiner ohne Kabel am Roboter |
| Laufzeit | Dauer, die die Station den Roboter antreibt: bis 110 min (W2 PRO) und 130 min (W3) laut Produktseite | nur Stationsgeräte |
| Haltezeit, Ausschaltschutz | Dauer, die der Roboter ohne Strom an der Scheibe bleibt: mindestens 40 min (Kärcher), 30 min (ECOVACS) | alle fünf |
Beim W2 PRO OMNI zeigt sich, wie weit die Zahlen auseinanderliegen können. Die Anleitung schreibt, die anfängliche Ladung reiche für etwa 40 Minuten im Standardmodus, die Produktseite nennt für eine volle Ladung bis zu 110 Minuten. Beides kann stimmen, denn ab Werk ist der Akku nicht voll. Wer den Roboter am Balkon ohne Steckdose plant, rechnet mit der kleineren Zahl, bis die Station einmal ganz geladen hat.
Fünf Fensterputzroboter einzeln: was die Unterlagen tragen
Jedes Profil nennt, was die Anleitung sagt und was nur auf der Produktseite steht. Im aufklappbaren Kasten stehen Hersteller, Erreichbarkeit und Garantie, und wo ein Feld fehlt, steht dort, wo gesucht wurde.
ECOVACS WINBOT W2 PRO OMNI
ECOVACS WINBOT W2 PRO OMNI Fensterputzroboter (Modell WG851-11) mit Multifunktionsstation, eingebautem Akku in der Station, Verbindungskabel mit Sicherheitsseil und Wischpads
Preislage: oberes Mittelfeld · Strom: Station mit Akku oder an der Steckdose
Mindestscheibe: nein (nur „zu klein“ als Bild) in der Anleitung, 30 × 40 cm auf der Produktseite
Rahmenlos: ja, 10 cm Randabstand · Glas: 3 mm, Spiegel 4 mm
Der W2 PRO OMNI ist der einzige der fünf, der ohne Steckdose am Fenster auskommt. Die Station trägt einen Akku mit 4.500 Milliamperestunden bei 24 Volt, und die Anleitung beschreibt zwei Betriebsarten: Standalone über den Akku oder am Netz, während der Akku langsam nachlädt. Die Ladung ab Werk reicht laut Anleitung etwa 40 Minuten im Standardmodus, eine volle Ladung laut Produktseite bis zu 110 Minuten. Das Verbindungskabel ist 5,5 Meter lang und führt Strom und Seil in einem.
Für rahmenlose Scheiben gibt die Anleitung eine Regel: mehr als zehn Zentimeter vom Rand ansetzen. Ausgeschlossen sind rahmenlose Scheiben mit Lücken dazwischen, Glas unter drei Millimetern und Rahmen unter fünf Millimetern. Die Mindestscheibe von 30 mal 40 Zentimetern steht nur auf der Produktseite, und die deutsche Anleitung begrenzt das einzelne Fenster auf 4 mal 2,5 Meter, weil das Kabel nicht weiter reicht.
Spricht dafür: arbeitet ohne Steckdose über den Akku der Station · rahmenlose Scheiben mit Regel in der Anleitung · Glasdicke in Millimetern genannt · Seil und Stromkabel als ein Kabel, Aufwicklung in der Station
Spricht dagegen: Mindestscheibe, Pufferzeit und Zusatzseil nur auf der Produktseite · Station mit 5,5 kg zum Tragen · nur ECOVACS-Reinigungslösung laut Anleitung · Laufzeit 40 Minuten (Anleitung, ab Werk) gegen 110 (Produktseite)
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | ECOVACS Europe GmbH, gegründet 2012 als europäische Gesellschaft von ECOVACS ROBOTICS laut Unternehmensseite |
| Anschrift | Holzstraße 2, 40221 Düsseldorf, Handelsregister Düsseldorf HRB 67354, laut Impressum |
| Gegründet | 1998 durch Qian Dongqi; erster Fensterputzroboter WINBOT 2011, laut Unternehmensseite von ECOVACS |
| Kontakt | Kundendienst 0800 660 555 0 laut Kontaktseite, E-Mail service-de@ecovacs.com laut Impressum |
| Zeiten | Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr, Wochenende und Feiertage 9 bis 18 Uhr laut Kontaktseite |
| Garantie | 2 Jahre ab dem ersten Inverkehrbringen, für Akkus ebenfalls 2 Jahre, nur private Nutzung; ausgeschlossen sind Sturzschäden, wenn Saugnapf und Sicherheitsseil nicht benutzt wurden (Garantiebedingungen) |
| Normen und Kennzeichnung | Schutzklasse II und Hinweise zur Funkexposition laut Anleitung; für die Konformitätserklärung verweist ECOVACS auf seine Compliance-Seite, Normen nennt die Anleitung nicht |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Anleitung, Produktseite und Impressum |
| Gewicht | Roboter 1,6 kg, Station 5,5 kg laut Produktseite; die Anleitung nennt nur Maße (Roboter 271 × 271 × 77 mm) |
| Seit wann im Handel | Anleitung seit dem 27.02.2025 auf der Supportseite von ECOVACS (Datum der Datei); einen Marktstart nennt ECOVACS nicht |
Kärcher RCW 2
Kärcher Fensterputzroboter RCW 2 (Bestell-Nr. 1.269-210.0) mit Notversorgungsakku, 4 m Sicherungsseil, Fernbedienung, Reinigungsmittel RM 503 und Mikrofaser-Wischbezügen
Preislage: unteres Segment · Strom: Netzkabel, Notversorgungsakku
Mindestscheibe: 35 × 35 cm in der Anleitung, 35 × 35 cm auf der Produktseite
Rahmenlos: nein, nur gerahmte Flächen · Glas: „2 cm“ laut Tabelle
Die Anleitung des RCW 2 ist die vollständigste im Feld. Mindestscheibe 35 mal 35 Zentimeter, Sicherungsseil vier Meter, Notversorgungsakku mit mindestens 40 Minuten Haltezeit bei voller Ladung: Alle drei Werte stehen in der Tabelle der technischen Daten und noch einmal im Text. Der Roboter wischt mit zwei rotierenden Scheiben, sprüht über zwei Ultraschalldüsen und schafft laut Kärcher einen Quadratmeter in drei Minuten.
Die Grenze steht unter bestimmungsgemäßer Verwendung: senkrechte, gerahmte Glasflächen mit höchstens 45 Grad Neigung, dazu glatte Hartflächen wie Spiegel. Rahmenlose Scheiben sind damit nicht gemeint. Als Mindestdicke der Glasscheibe nennt die Tabelle zwei Zentimeter, ohne zu sagen, ob die einzelne Scheibe oder das ganze Isolierglas gemeint ist. Mit 1,1 Kilogramm ohne Netzkabel ist der RCW 2 der leichteste der fünf.
Spricht dafür: Mindestscheibe, Seil und Pufferzeit in der Anleitung · leichtester Roboter der fünf: 1,1 kg · Seil darf im Fenster eingeklemmt werden · Fernbedienung mit fünf Modi im Karton
Spricht dagegen: nur gerahmte Flächen laut Anleitung · Mindestdicke „2 cm“ ohne Erklärung · kleinster Tank: 70 ml · braucht eine Steckdose in Kabelreichweite
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH (Kärcher-Gruppe); die EU-Konformitätserklärung in der Anleitung gibt die Alfred Kärcher SE & Co. KG ab |
| Anschrift | Friedrich-List-Straße 4, 71364 Winnenden, laut Garantiebedingungen Stand 04.2026 |
| Gegründet | 1935 in Stuttgart-Bad Cannstatt, laut Unternehmensseite von Kärcher |
| Kontakt | Service-Hotline 07195 903-0 laut Produktseite |
| Zeiten | Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr, Samstag 8 bis 16 Uhr laut Produktseite |
| Garantie | 24 Monate für Home-&-Garden-Geräte bei privater Nutzung, Kaufbeleg nötig (Garantiebedingungen Stand 04.2026); die Anleitung verweist auf die Bedingungen der Vertriebsgesellschaft |
| Normen und Kennzeichnung | Funkrichtlinie 2014/53/EU laut EU-Konformitätserklärung in der Anleitung; Schallwerte ermittelt nach EN 60335-2-54; Schutzklasse II |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Betriebsanleitung und Produktseite |
| Gewicht | 1,1 kg ohne Netzkabel laut Anleitung, 2,1 kg mit Verpackung laut Produktseite |
| Seit wann im Handel | Betriebsanleitung 59805990 mit Stand 09/25; einen Marktstart nennen Anleitung und Produktseite nicht |
ECOVACS WINBOT MINI
ECOVACS WINBOT MINI Fensterputzroboter in Grau (Modell WG841-01) mit Sicherheitsakku, Sicherungsseil mit Karabiner, Netzteil, Reinigungslösung und zwei Wischpads
Preislage: unteres Segment · Strom: Netzteil, Sicherheitsakku
Mindestscheibe: nein in der Anleitung, 22 × 25 cm auf der Produktseite
Rahmenlos: ja, 10 cm Randabstand · Glas: 3 mm, Spiegel 4 mm
Der MINI misst 215 mal 215 Millimeter und ist 55 Millimeter hoch. ECOVACS nennt auf der Produktseite eine Mindestscheibe von 22 mal 25 Zentimetern, die kleinste im Feld, und rahmenlose wie gerahmte Fenster. Der Tank fasst laut Anleitung etwa 60 Milliliter und reicht im Schnellmodus für rund 20 Quadratmeter. Einen Quadratmeter reinigt er laut Produktseite in etwa drei Minuten.
In der deutschen Anleitung fehlen ausgerechnet die Werte, nach denen man ein Gerät für kleine Fenster aussucht: keine Mindestscheibe, keine Seillänge, keine Dauer für den Sicherheitsakku. Sie stehen auf der Produktseite: 3,3 Meter Seil, 30 Minuten Ausschaltschutz. Die Anleitung nennt dafür Glas ab drei Millimetern, Rahmen ab fünf Millimetern und einen Abstand zwischen Griff und Glas von 70 bis 105 Millimetern, bei dem man das Gerät nicht einsetzen soll.
Spricht dafür: kleinste Mindestscheibe: 22 × 25 cm (Produktseite) · nur 55 mm hoch · rahmenlose Scheiben mit Regel in der Anleitung · Ladezeit des Sicherheitsakkus ca. 3 Stunden
Spricht dagegen: Mindestscheibe, Seil und Pufferzeit nicht in der Anleitung · Tank für rund 20 m², der kleinste Bereich je Füllung · braucht eine Steckdose in Kabelreichweite · Akkus nur durch geschultes Personal zu wechseln
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | ECOVACS Europe GmbH, gegründet 2012 als europäische Gesellschaft von ECOVACS ROBOTICS laut Unternehmensseite |
| Anschrift | Holzstraße 2, 40221 Düsseldorf, Handelsregister Düsseldorf HRB 67354, laut Impressum |
| Gegründet | 1998 durch Qian Dongqi; erster Fensterputzroboter WINBOT 2011, laut Unternehmensseite von ECOVACS |
| Kontakt | Kundendienst 0800 660 555 0 laut Kontaktseite, E-Mail service-de@ecovacs.com laut Impressum |
| Zeiten | Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr, Wochenende und Feiertage 9 bis 18 Uhr laut Kontaktseite |
| Garantie | 2 Jahre ab dem ersten Inverkehrbringen, für Akkus ebenfalls 2 Jahre, nur private Nutzung; ausgeschlossen sind Sturzschäden, wenn Saugnapf und Sicherheitsseil nicht benutzt wurden (Garantiebedingungen) |
| Normen und Kennzeichnung | Schutzklasse II und Hinweise zur Funkexposition laut Anleitung; für die Konformitätserklärung verweist die Anleitung auf ecovacs.com/global/compliance, Normen nennt sie nicht |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Anleitung, Produktseite und Impressum |
| Gewicht | 1,3 kg (± 0,1 kg) laut Produktseite; die Anleitung nennt nur Maße (215 × 215 × 55 mm) |
| Seit wann im Handel | Anleitung seit dem 25.04.2025 auf der Supportseite von ECOVACS (Datum der Datei); einen Marktstart nennt ECOVACS nicht |
Kärcher RCW 4 Extra+
Kärcher Fensterputzroboter RCW 4 Extra+ mit Notversorgungsakku, 4 m Sicherungsseil, Fernbedienung, Reinigungsmittel RM 503 und zusätzlichen Mikrofaser-Wischtüchern (Grundgerät RCW 4, Bestell-Nr. 1.269-230.0)
Preislage: Mittelfeld · Strom: Netzkabel, Notversorgungsakku
Mindestscheibe: 40 × 40 cm in der Anleitung, 40 × 40 cm auf der Produktseite
Rahmenlos: Anleitung: nur gerahmt; Produktseite: rahmenlos · Glas: „2 cm“ laut Tabelle
Der RCW 4 ist eckig, fährt auf einem Riemenantrieb und sprüht laut Produktseite über sechs Düsen auf ein Wischtuch. Seine Anleitung nennt dieselben Sicherheitswerte wie die des RCW 2: vier Meter Seil, mindestens 40 Minuten Haltezeit, als Mindestscheibe aber 40 mal 40 Zentimeter. Der Tank fasst 150 Milliliter und darf zu höchstens 80 Prozent gefüllt werden; für einen Quadratmeter rechnet Kärcher zweieinhalb Minuten.
Beim RCW 4 widersprechen sich zwei Kärcher-Texte. Die Produktseite wirbt mit der Erkennung rahmenloser Glasflächen und schreibt, selbst rahmenlose Glasflächen würden schnell und zuverlässig gereinigt. Die Anleitung bestimmt den Roboter für senkrechte, gerahmte Glasflächen. Wer nach der Anleitung arbeitet, setzt ihn an eine Glasbrüstung ohne Rahmen nicht. Die Ausführung Extra+ ist das Grundgerät mit mehr Wischtüchern im Karton.
Spricht dafür: Mindestscheibe, Seil und Pufferzeit in der Anleitung · eckige Form für die Ecken · Tank mit 150 ml, Kärcher nennt rund 100 m² je Füllung · schnellste Kärcher-Angabe: 2,5 min je m²
Spricht dagegen: rahmenlos: Produktseite und Anleitung widersprechen sich · größte Mindestscheibe: 40 × 40 cm · Mindestdicke „2 cm“ ohne Erklärung · braucht eine Steckdose in Kabelreichweite
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH (Kärcher-Gruppe); die EU-Konformitätserklärung in der Anleitung gibt die Alfred Kärcher SE & Co. KG ab |
| Anschrift | Friedrich-List-Straße 4, 71364 Winnenden, laut Garantiebedingungen Stand 04.2026 |
| Gegründet | 1935 in Stuttgart-Bad Cannstatt, laut Unternehmensseite von Kärcher |
| Kontakt | Service-Hotline 07195 903-0 laut Produktseite |
| Zeiten | Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr, Samstag 8 bis 16 Uhr laut Produktseite |
| Garantie | 24 Monate für Home-&-Garden-Geräte bei privater Nutzung, Kaufbeleg nötig (Garantiebedingungen Stand 04.2026); die Anleitung verweist auf die Bedingungen der Vertriebsgesellschaft |
| Normen und Kennzeichnung | Funkrichtlinie 2014/53/EU laut EU-Konformitätserklärung in der Anleitung; Schallwerte ermittelt nach EN 60335-2-54; Schutzklasse II |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Betriebsanleitung und Produktseite |
| Gewicht | 1,5 kg ohne Netzkabel laut Anleitung, 2,7 kg mit Verpackung laut Produktseite |
| Seit wann im Handel | Betriebsanleitung 5.980-605.0 mit Stand 11/25; einen Marktstart nennen Anleitung und Produktseite nicht |
ECOVACS WINBOT W3 OMNI
ECOVACS WINBOT W3 OMNI Fensterputzroboter (Modell WG858-07) mit Station, Akkupack, Reinigungsfach zum Waschen der Wischpads, 1,2-Liter-Frischwasserbehälter und Verbindungskabel mit Sicherheitsseil
Preislage: oberes Segment · Strom: Station mit Akku oder an der Steckdose
Mindestscheibe: nein (nur „kleine Scheiben“ als Bild) in der Anleitung, 30 × 40 cm auf der Produktseite
Rahmenlos: ja, 10 cm Randabstand · Glas: 3 mm, Spiegel 4 mm
Der W3 OMNI ist der jüngste der fünf und der einzige, der seine Wischpads selbst wäscht. Das Reinigungsfach der Station spült sie aus dem 1,2-Liter-Frischwasserbehälter. Der Roboter-Tank fasst laut Anleitung etwa 80 Milliliter, was für rund 55 Quadratmeter Fenster reicht, so viel wie bei keinem anderen ECOVACS hier. Die Produktseite nennt bis zu 130 Minuten je Akkuladung.
Die Anleitung erlaubt mit 5,5 Metern Kabel ein Einzelfenster bis acht Meter Breite und 2,5 Meter Höhe, doppelt so breit wie beim W2 PRO OMNI mit demselben Kabel. Rahmen und Hindernisse unter zwei Millimetern Höhe erkennt der W3 laut Anleitung nicht. Mit 2,1 Kilogramm ist er der schwerste Roboter der fünf, die Station wiegt laut Produktseite rund zehn Kilogramm.
Spricht dafür: Station wäscht die Wischpads · größter Bereich je Tankfüllung bei ECOVACS: rund 55 m² · arbeitet ohne Steckdose über den Akku der Station · rahmenlose Scheiben mit Regel in der Anleitung
Spricht dagegen: schwerster Roboter: 2,1 kg, Station rund 10 kg · Mindestscheibe und Pufferzeit nur auf der Produktseite · nur ECOVACS-Reinigungslösung laut Anleitung · Breitenangabe 8 m gegen 4 m beim Vorgänger mit gleichem Kabel
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | ECOVACS Europe GmbH, gegründet 2012 als europäische Gesellschaft von ECOVACS ROBOTICS laut Unternehmensseite |
| Anschrift | Holzstraße 2, 40221 Düsseldorf, Handelsregister Düsseldorf HRB 67354, laut Impressum |
| Gegründet | 1998 durch Qian Dongqi; erster Fensterputzroboter WINBOT 2011, laut Unternehmensseite von ECOVACS |
| Kontakt | Kundendienst 0800 660 555 0 laut Kontaktseite, E-Mail service-de@ecovacs.com laut Impressum |
| Zeiten | Montag bis Freitag 9 bis 21 Uhr, Wochenende und Feiertage 9 bis 18 Uhr laut Kontaktseite |
| Garantie | 2 Jahre ab dem ersten Inverkehrbringen, für Akkus ebenfalls 2 Jahre, nur private Nutzung; ausgeschlossen sind Sturzschäden, wenn Saugnapf und Sicherheitsseil nicht benutzt wurden (Garantiebedingungen) |
| Normen und Kennzeichnung | Schutzklasse II und Hinweise zur Funkexposition laut Anleitung; maximale Sendeleistung 16,721 dBm EIRP laut technischen Daten, Normen nennt die Anleitung nicht |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Anleitung, Produktseite und Impressum |
| Gewicht | Roboter 2,1 kg (± 0,1 kg), Station 10 kg (± 0,5 kg) laut Produktseite; Maße laut Anleitung 270 × 270 × 76 mm |
| Seit wann im Handel | Anleitung seit dem 16.12.2025 auf der Supportseite von ECOVACS (Datum der Datei); einen Marktstart nennt ECOVACS nicht |
Quadratisch oder rund: Ecken, Rahmen und Hindernisse
Die Frage, ob ein quadratischer oder ein runder Roboter die Ecken besser putzt, beantworten die Hersteller mit der Bauform selbst. Der RCW 2 wischt mit zwei runden, rotierenden Scheiben, der RCW 4 ist rechteckig und erkennt Rahmen und Kanten laut Produktseite über vier Ecksensoren. Die drei ECOVACS sind quadratisch; für den W3 OMNI nennt die Produktseite zusätzlich eine eigene Technik für die Ränder.
Was die Anleitungen dazu sagen, ist nüchterner. ECOVACS nennt Rahmen und Hindernisse, die der Roboter nicht erkennt: beim W2 PRO OMNI unter vier Millimetern Höhe, beim W3 OMNI unter zwei. Ein flacher Rahmen einer Ganzglasscheibe, ein Glasleistenrand, ein Aufkleber kann damit zur Falle werden. Kärcher verlangt, Saugnäpfe, Haken, Fensterbilder und Aufkleber vorher zu entfernen, weil sie den Unterdruck stören.
Ein Hindernis nennt ECOVACS, das viele übersehen: der Fenstergriff. Zwischen Griff und Glas darf der Abstand nicht im Bereich von 70 bis 105 Millimetern liegen, weil der Roboter darunter stecken bleiben kann. Beim MINI mit 55 Millimetern Höhe ist der Spalt unter dem Griff oft groß genug, bei den 77 Millimeter hohen Stationsgeräten nicht immer. Wer Dreiecksfenster oder Rundbögen hat, findet in keiner Anleitung eine Regel; ECOVACS rät von unregelmäßigen Formen ab.
Fensterputzroboter und Lautstärke: welche Dezibel-Zahl was meint
Ein Fensterputzroboter ist laut, weil sein Gebläse den Unterdruck hält, solange er an der Scheibe hängt. Wie laut, sagen die Hersteller in drei verschiedenen Zahlen. Kärcher schreibt in beide Anleitungen einen Schalldruckpegel in einem Meter Entfernung im Standardmodus, ermittelt nach EN 60335-2-54: unter 70 dB(A) beim RCW 2, unter 67 dB(A) beim RCW 4. Die Kärcher-Produktseiten nennen dazu einen Schallleistungspegel von 76 und 77 dB(A) und einen Schalldruckpegel von 62 dB(A), ohne Abstand und Modus.
ECOVACS nennt auf den Produktseiten des MINI und des W2 PRO OMNI einen Geräuschpegel von 63 dB, ohne zu sagen, ob Schalldruck oder Schallleistung, in welchem Abstand und in welchem Modus. Beim W2 PRO OMNI steht daneben, eine neue Luftführung senke die Geräusche von 76 auf ein Minimum von 63 dB; die 63 sind also der leiseste Zustand, nicht der übliche. Die drei ECOVACS-Anleitungen nennen keinen Wert, und für den W3 OMNI fand sich auch auf der Produktseite keiner.
Vergleichen lässt sich das nur grob. Der Schallleistungspegel beschreibt das Gerät, der Schalldruckpegel das, was in einem bestimmten Abstand ankommt, und er fällt mit der Entfernung. Wer neben dem Roboter steht, wie es alle fünf Anleitungen verlangen, hört eher die höheren Zahlen. Für die Nachbarn am offenen Fenster gegenüber zählt, dass ein Durchgang über 20 Quadratmeter bei drei Minuten je Quadratmeter eine Stunde dauert.
Fensterputzroboter außen: Wind, Regen und die Sperrzone
Außen ist der Ort, an dem der Roboter seinen Wert hat, und dort stehen die meisten Regeln. ECOVACS erlaubt Außenfenster, wenn der Roboter richtig mit dem Karabiner befestigt ist, kein starker Wind weht und es nicht regnet oder schneit. Nicht bei Sturmböen ab Windstärke zehn, nicht über 2.000 Metern Höhe, nicht unter null oder über 40 Grad. Kärcher nennt fünf bis 40 Grad Umgebungstemperatur und verlangt, den Roboter abzunehmen, wenn starker Wind oder Niederschlag einsetzt.
Dazu kommt die Zone darunter. Ohne Balkon muss der Bereich unter der Scheibe frei bleiben, von Menschen, Tieren und zerbrechlichen Dingen. Im Erdgeschoss über dem eigenen Garten geht das, im dritten Stock über dem Hauseingang kaum. Wer die Außenseite beidseitig reinigen will, setzt den Roboter zweimal an; einen Roboter, der beide Seiten zugleich putzt, gibt es in diesem Feld nicht.
Außen ist auch die Verschmutzung eine andere: Pollen, Ruß, Vogelkot. Kärcher verlangt bei Vogelkot und starkem Blütenstaub ein Vorreinigen, und ECOVACS empfiehlt für Außenfenster den gründlichen beziehungsweise den Tiefenreinigungsmodus. Für eingetrocknete Flecken bringt ein Dampfgerät mit Fensterdüse mehr als jeder Roboter; welche das mitbringen, steht im Vergleich Dampfreiniger mit Zubehör.
Reinigungsmittel im Fensterputzroboter: nur das vom Hersteller?
Beide Hersteller verlangen ihr eigenes Mittel. Kärcher schreibt unter den Sicherheitshinweisen, ausschließlich original Kärcher-Reinigungsmittel zu verwenden und den Roboter nicht an nasse Glasflächen anzusetzen, weil er sonst abrutschen oder abstürzen kann. Mit anderen Mitteln, etwa Spiritus, könne es zu Funktionsbeeinträchtigungen kommen. Im Karton liegt das Konzentrat RM 503 mit 125 Millilitern.
ECOVACS empfiehlt die eigene WINBOT-Reinigungslösung und erlaubt übergangsweise Leitungswasser, verbietet aber gereinigtes oder gefiltertes Wasser. Beim W2 PRO OMNI und W3 OMNI heißt es schärfer: ausschließlich ECOVACS-Reinigungslösung, um Schäden am Gerät zu vermeiden; beim W3 zusätzlich, damit das Reinigungstuch nach dem Waschen nicht rutschig wird. Ein normaler Glasreiniger aus der Flasche ist in keiner der fünf Anleitungen vorgesehen.
Der Grund ist derselbe wie beim Fenstersauger, nur mit höherem Einsatz: Ein Mittel, das die Scheibe glatter macht, lässt den Roboter rutschen, und ein Roboter, der rutscht, hängt am Seil. Die Wischpads trocken auswringen gehört deshalb bei beiden Herstellern zu den ersten Schritten; ECOVACS verlangt, so viel Wasser wie möglich auszuwringen, Kärcher warnt vor zu nassen Wischbezügen.
Was ein Jahr Fensterputzroboter kostet: Strom, Reinigungslösung, Pads
Der Strom ist der kleinste Posten. Der MINI hat laut Anleitung eine Nennleistung von 90 Watt und schafft laut Produktseite einen Quadratmeter in etwa drei Minuten. Für 160 Quadratmeter im Jahr, also 20 Quadratmeter Glas innen und außen, viermal geputzt, sind das acht Stunden und höchstens 0,72 Kilowattstunden. Beim Haushaltsstrompreis von 37,3 Cent, den der BDEW für das bisherige Jahr 2026 ausweist, kostet das rund 27 Cent. Die Nennleistung ist eine Obergrenze; der wirkliche Verbrauch liegt darunter.
Für den W2 PRO OMNI lässt sich die Station rechnen: 4.500 Milliamperestunden bei 24 Volt sind 108 Wattstunden, eine volle Ladung kostet ohne Ladeverluste rund vier Cent. Für die beiden Kärcher nennen weder Anleitung noch Produktseite eine Leistungsaufnahme im Betrieb; die RCW-4-Anleitung nennt nur die im ausgeschalteten Zustand, weniger als 0,5 Watt. Eine Stromrechnung ist dort nicht möglich.
Teurer ist die Reinigungslösung. Der MINI-Tank fasst 60 Milliliter für rund 20 Quadratmeter, also drei Milliliter je Quadratmeter. Für 160 Quadratmeter sind das knapp ein halber Liter. ECOVACS verkauft im eigenen Shop zwei Liter WINBOT-Reinigungslösung für 43,20 Euro, das sind 21,60 Euro je Liter und rund zehn Euro im Jahr. Der W3 OMNI kommt mit 80 Millilitern auf 55 Quadratmeter und braucht für dieselbe Fläche weniger als die Hälfte. Kärcher nennt 50 Quadratmeter je Tankfüllung beim RCW 2, aber nicht das Mischverhältnis des Konzentrats.
Was Strom und Reinigungslösung im Jahr kosten
Vorbelegt mit dem WINBOT MINI und 160 Quadratmetern Glas im Jahr (20 Quadratmeter innen und außen, viermal geputzt). Menge und Preis sind änderbar.
Strom
90 W Nennleistung laut MINI-Anleitung × 3 Minuten je m² laut Produktseite × 160 m² (Annahme); Strompreis BDEW Herbst 2026
Reinigungslösung
60 ml für rund 20 m² laut MINI-Anleitung, also 3 ml je m² × 160 m²; Preis im ECOVACS-Shop (2 × 1 l für 43,20 Euro) am 04.11.2026
- Strom: 0,72 kWh im Jahr mal 0,373 = 0,27 Euro im Jahr
- Reinigungslösung: 0,48 Liter im Jahr mal 21,60 = 10,37 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 10,64 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 10,64 Euro
| Profil | Strom | Reinigungslösung | Im Jahr | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Wohnung, zweimal im Jahr20 m² Glas innen und außen, zweimal geputzt: 80 m² | 0,36 kWh im Jahr0,13 Euro | 0,24 Liter im Jahr5,18 Euro | 5,32 Euro | 26,59 Euro |
| Wohnung, viermal im Jahr20 m² Glas innen und außen, viermal geputzt: 160 m² | 0,72 kWh im Jahr0,27 Euro | 0,48 Liter im Jahr10,37 Euro | 10,64 Euro | 53,18 Euro |
| Haus mit Glasfront50 m² Glas innen und außen, viermal geputzt: 400 m² | 1,80 kWh im Jahr0,67 Euro | 1,20 Liter im Jahr25,92 Euro | 26,59 Euro | 132,96 Euro |
Nennleistung und Tankangabe aus dem ECOVACS-Benutzerhandbuch WINBOT MINI, Flächenleistung je m² von der Produktseite, Preis der Reinigungslösung aus dem ECOVACS-Shop, Strompreis 37,3 ct/kWh aus der BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026. Flächen sind Annahmen. Stand 04.11.2026.
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Die Wischpads kosten zunächst nichts, denn sie sind waschbar. Kärcher nennt für die Mikrofaserbezüge die Waschmaschine bei bis zu 40 Grad, ECOVACS das Waschen mit Leitungswasser; der W3 OMNI wäscht sie in der Station selbst. Ersetzt werden sie, wenn sie abgenutzt sind oder nicht mehr flach sitzen. Einen Austauschzeitraum in Monaten nennt keine der fünf Anleitungen, einen Preis für Ersatzpads auch nicht; ECOVACS verweist für Zubehör auf App und Website.
Fenstersauger oder Roboter: eine Frage, vier Wege
Wer bis hierher unsicher ist, kommt mit einer Frage weiter: Welche Scheiben sind es, die am meisten Arbeit machen? Der Baum zeigt die vier Antworten und wohin sie führen. Er bleibt flach mit Absicht; wer feiner unterscheiden will, liest die Gruppen am Anfang.
Die Wege als Liste
- Welche Scheiben machen die meiste Arbeit?
- Viele kleine Flügel, Sprossen, Dachfenster → Akku-Fenstersauger
- Große senkrechte Scheiben mit Rahmen, ab 40 × 40 cm → Roboter: alle fünf passen
- Rahmenlose Glaswand oder Brüstung aus einem Stück → Roboter von ECOVACS, 10 cm Randabstand
- Glasdach oder flache Überdachung → Fenstersauger mit Teleskopstange
Wer in zwei Ästen zugleich steht, etwa eine große Terrassentür und dazu viele kleine Flügel, braucht beides oder entscheidet nach der Außenseite: Ist die große Scheibe außen schwer erreichbar, lohnt der Roboter, sonst reicht der Sauger. Für Bodenflächen gibt es die gleiche Abwägung zwischen Roboter und handgeführtem Gerät; die Argumente dort ähneln diesen, sie stehen im Ratgeber Saugroboter oder Wischsauger.
Und wer vor dem Roboter Rahmen und Falz trocken absaugt, spart dem Wischpad den gröbsten Schmutz. Das geht mit jedem kleinen Sauger mit Fugendüse; welche Geräte dafür taugen, zeigt der Vergleich Handstaubsauger.
Zwei Wochen danach: woran man merkt, dass der Roboter nicht passt
Erstens: Der Roboter meldet an derselben Scheibe immer wieder einen Fehler, hängt fest oder dreht nach wenigen Bahnen um. Dann ist die Scheibe zu klein, der Rahmen zu niedrig oder ein Griff im Weg. Kärcher nennt die Mindestgröße als Ursache, ECOVACS die Rahmenhöhe und den Griffabstand. Wer nachmisst und unter dem Wert liegt, hat das falsche Gerät für diese Scheibe.
Zweitens: Er rutscht, besonders außen oder nach dem ersten nassen Durchgang. ECOVACS nennt als Ursachen ein zu nasses Wischpad, verschmutzte Raupen und Ölflecken, Kärcher zu nasse Bezüge und nasse Antriebsräder. Bleibt das Rutschen nach trockenem Pad und sauberen Rädern, passt die Scheibe nicht: Fugen, Risse, eine Beschichtung. Drittens: Nach dem Roboter bleibt ein Rand, den man jedes Mal von Hand nachzieht, und das Putzen dauert länger als vorher mit dem Sauger.
Was dann zu tun ist: Bei einem Kauf im Internet läuft das Widerrufsrecht von 14 Tagen, und ein Roboter, der an drei Scheiben scheitert, geht trocken und mit leerem Tank zurück. Liegt ein Mangel vor, gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gegenüber dem Verkäufer, daneben die Herstellergarantie. Wer ohnehin feuchte Scheiben mit Kondenswasser hat, sollte vor dem nächsten Gerät die Ursache angehen; dazu steht mehr im Ratgeber Luftentfeuchter gegen Schimmel.
Wann der Kauf warten kann: Frühjahr, Herbst und der nächste WINBOT
Fenster werden zweimal im Jahr gründlich geputzt, im Frühjahr nach dem Pollenflug und im Herbst vor dem Winter. Wer den Roboter für die Außenseite kauft, braucht ihn bei Temperaturen, die beide Hersteller zulassen: über null Grad bei ECOVACS, ab fünf Grad bei Kärcher. Ein Kauf im November für eine Außenseite, die erst im März wieder trocken und frostfrei ist, bringt vier Monate nichts außer einer laufenden Widerrufsfrist, die vorher abläuft.
Dazu kommt der Takt der Modelle. Bei ECOVACS liegen die Anleitungen der drei Geräte zeitlich weit auseinander: die des W2 PRO OMNI vom Februar 2025, die des MINI vom April 2025, die des W3 OMNI vom Dezember 2025. Zwischen W2 PRO und W3 hat sich in der Anleitung etwas verschoben, das für viele Fenster zählt: Die größte Scheibe stieg bei gleichem Kabel von 4 auf 8 Meter Breite, die Rahmen, die der Roboter nicht erkennt, sanken von unter vier auf unter zwei Millimeter. Kärcher hat RCW 2 und RCW 4 mit Anleitungen von September und November 2025 nebeneinander im Programm.
Wer jetzt kauft, kauft ein Gerät, dessen Nachfolger Werte ändern kann, die hier zählen. Wer warten kann, wartet bis zum Frühjahr und prüft dann zwei Zeilen: ob die nächste ECOVACS-Anleitung Mindestscheibe und Haltezeit endlich selbst nennt, und ob Kärcher in der RCW-4-Anleitung die rahmenlosen Glasflächen freigibt, mit denen die Produktseite schon wirbt. Fällt eines davon, verschiebt sich die Empfehlung. Bis dahin bleibt sie beim W2 PRO OMNI für große Scheiben mit und ohne Rahmen und beim RCW 2 für gerahmte Fenster neben einer Steckdose.

